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DX-Decken

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Frank Frohmann

unread,
May 15, 2000, 3:00:00 AM5/15/00
to
Hallo,

aus aktuellem Anlaß folgende Frage:
Spricht etwas gegen DX-Decken im EFH (Preis, Schallschutz, ...)?

Frank

Thomas Kaeder

unread,
May 15, 2000, 3:00:00 AM5/15/00
to

> aus aktuellem Anlaß folgende Frage:
> Spricht etwas gegen DX-Decken im EFH (Preis, Schallschutz, ...)?

Wissenslücke oder IQ-Test - was bitte sind DX-Decken ???
Geheimcode unbekannt - Auflösung für Laien wie mich wäre wünschenswert.

Grüße
Thomas Kaeder
www.statikonline.de


Jörn Mertins

unread,
May 15, 2000, 3:00:00 AM5/15/00
to
Thomas Kaeder schrieb:

> > aus aktuellem Anlaß folgende Frage:
> > Spricht etwas gegen DX-Decken im EFH (Preis, Schallschutz, ...)?
>

- die Herstellung der Auflager erfordert einen größeren Aufwand, da mit dem
Aufbeton nicht ausgeglichen werden kann, da es keinen gibt.
- der Elektriker wird sich auch nicht so freuen, da er die Leerrohre nicht
so flexibel verlegen kann.
- wenn schon Hohlkammerdecken, dann als Spannbetondecke über große
Stützweiten, d. h. über 8 m
- Schallschutz und Preis kein Problem

>
> Wissenslücke oder IQ-Test - was bitte sind DX-Decken ???

Hohlkammerdecke. Hersteller: z.B. Kemmler in Hirschau

>
> Geheimcode unbekannt - Auflösung für Laien wie mich wäre wünschenswert.
>
> Grüße
> Thomas Kaeder
> www.statikonline.de

Viele Grüße


Jörn Mertins


Ingenieurbüro Mertins
Baustatik * Bauphysik * Baubetreuung
Dipl.-Ing. FH Jörn Mertins
Am Galgenberg 9
D-88444 Ummendorf
Telefon 07351-372520
Telefax 07351-372523

http://www.IBMertins.de

s.d.g.

Stephan Mueller

unread,
May 15, 2000, 3:00:00 AM5/15/00
to
Hallo Thomas Kaeder,

"Thomas Kaeder" <mtka...@cityweb.de> schrieb:


> Wissenslücke oder IQ-Test - was bitte sind DX-Decken ???

ich bin ja so froh, ich kenn die nämlich auch nicht.
Gruß Stephan
--
Beratender Ingenieur BDB
www.mueller-koeln.de www.kup-koeln.de

Frank Frohmann

unread,
May 15, 2000, 3:00:00 AM5/15/00
to
Hallo,

http://www.dennert.de/dxdecken.htm
Gegenüber Filigrandecken wird kaum noch Ortbeton benötigt, damit entfällt
das Aushärten des Betons, sofort belastbar...
Das klingt alles so positiv, da fragte ich mich nur, ob jemand von einem
Haken an der Sache berichten kann

Frank

Thomas Kaeder schrieb in Nachricht <8fpc59$l32$1...@news.cityweb.de>...


>
>> aus aktuellem Anlaß folgende Frage:
>> Spricht etwas gegen DX-Decken im EFH (Preis, Schallschutz, ...)?
>

>Wissenslücke oder IQ-Test - was bitte sind DX-Decken ???

H M Wolli

unread,
May 15, 2000, 3:00:00 AM5/15/00
to
Im Artikel <8foqi2$e3c$1...@fu-berlin.de>, "Frank Frohmann" <frankf...@gmx.de>
schreibt:

>aus aktuellem Anlaß folgende Frage:
>Spricht etwas gegen DX-Decken im EFH (Preis, Schallschutz, ...)?
>

>Frank
>

Der Preis der Hohlkammerdecken ist natürlich Verhandlungssache und wird (neben
der Fläche) natürlich auch von der Statik und Gebäudegeometrie (Schnittkosten
etc.) beeinflußt. (Wer verlegt die Decken, der Baustellenkran oder ein
Autokran?). Bei großen Spannweiten reicht eine schlaffe Bewehrung meist nicht
mehr aus, und die Decken müssen als Spannbetonelemente hergestellt werden.
Leider haben die mir bekannten Spannbetondecken den Nachteil, daß sie einen
Stich aufweisen. Zu allem Überfluß ist dieser Stich leider nicht immer gleich,
sodaß zwei benachbarte Elemente machmal verschiedene Überhöhungen aufweisen.
Wenn kein Deckenputz geplant ist und die Fugen nur verspachtelt werden,
bleiben die Wellen sichtbar.

Elektriker und Installateur müssen sich vorher absprechen, wer seine Leitungen
wohin legt, je nach Fußbodenaufbau ist wenig Platz für Kreuzungen.

P.S. > >aus aktuellem Anlaß ? >>
Wie aktuell? Die Elemente haben natürlich auch eine gewisse Lieferzeit.


Grüße
Wolfgang


Wolfgang Limp

henning holzapfel

unread,
May 15, 2000, 3:00:00 AM5/15/00
to
On Mon, 15 May 2000 14:34:14 +0200, "Frank Frohmann"
<frankf...@gmx.de> wrote:

>aus aktuellem Anlaß folgende Frage:
>Spricht etwas gegen DX-Decken im EFH (Preis, Schallschutz, ...)?

hi,

die teile schränken doch sehr ein und haben keinen besonders guten
schallschutz. so aus der lameng gesagt halte ich filigrandecken und
ortbeton für wirtschaflicher bei einem EFH, da es dort viele
unterschiedlich grosse räume gibt. rechnet man so eine decke mit
finiten elementen kommt man meist mit 16 cm aus, womit sich die kosten
in grenzen halten. bei der dx-decke butterst du viel material ein, um
die nur einachsige spannung zu kompensieren.
dx-decken lohnen sich wohl mehr bei gebäuden mit konformen räumen und
hoher stückzahl derselben.
aber wie gesagt: nur so aus der lameng geredet.

gruss,

henning

Ingenieurbüro Dieter Pfleger

unread,
May 16, 2000, 3:00:00 AM5/16/00
to
Hallo Frank, du schreibst

> http://www.dennert.de/dxdecken.htm
> Gegenüber Filigrandecken wird kaum noch Ortbeton benötigt, damit
entfällt
> das Aushärten des Betons, sofort belastbar...
> Das klingt alles so positiv, da fragte ich mich nur, ob jemand von
einem
> Haken an der Sache berichten kann

Ich hab die Dennert-DX-Decken bei meinem eigenen Haus verwendet.(Decke
über KG) Die Decken wurden mit Autokran direkt vom Lastzug verlegt.
Das hat etwa 2 h gedauert. Ein großer Vorteil dieser Lösung war ein
sehr schnelles verlegen und zwar ohne Einschalen wie bei
Ortbetondecken oder irgendwelcher Unterstützungen wie dies bei
Filigrandecken nötig ist. Die Kellertreppe hab ich gleich mitbestellt.
Auch die wurde während dieser 2h eingebaut.

1. Problem: Im Bereich des Elektrozählerkastens kommen viele, viele
Leerrohre an. (Strom, Telefon) Damit der Platz zwischen den einzelnen
Deckenplatten ausreicht, sollte vorher genau überlegt werden, wie die
Leerrohre verlegt werden. Für "etwas" Beton sollte noch Platz sein :-)
Der Elektriker kann keinesfalls wie bei Element- oder Ortbetondecken
die Leerrohre verlegen!

2. Problem: Die DX-Decken sind Hohlkörperdecken. Bei Regen ist nicht
auszuschließen, dass die Hohlkörper voll Wasser laufen. Bei mir waren
einige voll Wasser. Hab einige Hohlkörper dann angebohrt (eigentlich
nur für Deckenlampen)

3. Kein Problem sind die Fugen zwischen den Elementen.

4. Problem: Wahrscheinlich brauchst du etwas längere Elektroleitungen,
weil du manchmal die Rohre über nen Umweg verlegen musst.

5. Zum Schallschutz kann ich nichts sagen, da ich die Decke nicht
zwischen bewohnten Räumen eingesetzt habe. (Decke über EG ist ne
Holzbalkendecke)

Die Fa. Dennert ist ein relativ großes Unternehmen. Meine Erfahrungen
mit denen waren ausschließlich positiv.

6. Wenn du vor hast ein Fertighaus oder ein Holzhaus zu bauen,
solltest du darauf achten, dass an den Stellen, an denen die
Verankerung stattfinden soll, auch Beton ist und nicht gerade ein
Hohlkörper. --> Verankerungsplan an Fa. Dennert geben.

7. Wenn du die Decke als Decke zum DG verwenden willst, solltest du
natürlich auf Dachlasten achten. *Werbung an* Geh zum Statiker, am
Besten natürlich zu mir *Werbung aus* Sämtlichen Deckenherstellern ist
es relativ wurscht, ob da noch irgendwelche Lasten rumstehen, ob dein
Mauerwerk, dein Fundament oder dein Sturz ausreicht. Glaube bitte
nicht, dass da doch eh ne große Sicherheit drin ist. Eher ist ein
Eisen zuwenig drin, als eins zu viel.

Ich bin jedenfalls zufrieden mit meiner DX-Kellerdecke.

Ach so, Preis!? Hab ich leider keinen Aktuellen. Schätze so ca. 100
DM/m² zzgl. Vergussbeton.

Gruß Dieter Pfleger


Frank Frohmann

unread,
May 18, 2000, 3:00:00 AM5/18/00
to
Hallo Dieter,

Danke für die Mitteilungen.
Noch ein paar Nachfragen, wenn Du gestattest ;-)

>1. Problem: Im Bereich des Elektrozählerkastens kommen viele, viele
>Leerrohre an. (Strom, Telefon) Damit der Platz zwischen den einzelnen
>Deckenplatten ausreicht, sollte vorher genau überlegt werden, wie die
>Leerrohre verlegt werden. Für "etwas" Beton sollte noch Platz sein :-)
>Der Elektriker kann keinesfalls wie bei Element- oder Ortbetondecken
>die Leerrohre verlegen!

Wo werden denn die Leerrohre verlegt, in die Fuge zwischen den Platten oder
in eine voher festgelegte und damit bei der Herstellung der Platten
berücksichtigte Öffnung in den Platten?

>2. Problem: Die DX-Decken sind Hohlkörperdecken. Bei Regen ist nicht
>auszuschließen, dass die Hohlkörper voll Wasser laufen. Bei mir waren
>einige voll Wasser. Hab einige Hohlkörper dann angebohrt (eigentlich
>nur für Deckenlampen)

Das betrifft doch nur den Transport, oder habe ich da jetzt was falsch
verstanden? Reicht es nicht, wenn die Platten dann vor dem Auflegen noch mal
gekippt werden?

>4. Problem: Wahrscheinlich brauchst du etwas längere Elektroleitungen,
>weil du manchmal die Rohre über nen Umweg verlegen musst.

Verstehe ich nicht genau. Du meinst, weil die Rohre vielleicht nur an einer
zentralen Stelle durch die Decke geführt werden?


Danke nochmanl,
Frank

Ingenieurbüro Dieter Pfleger

unread,
May 19, 2000, 3:00:00 AM5/19/00
to
Hallo Frank, du schreibst

> >1. Problem: Im Bereich des Elektrozählerkastens kommen viele, viele
> >Leerrohre an. (Strom, Telefon) Damit der Platz zwischen den
einzelnen

> >Deckenplatten ausreicht, sollte vorher genau ...

> Wo werden denn die Leerrohre verlegt, in die Fuge zwischen den
Platten oder
> in eine voher festgelegte und damit bei der Herstellung der Platten
> berücksichtigte Öffnung in den Platten?

Die Leerrohre werden möglichst in den Deckenhohlräumen verlegt. Die
DX-Decke ist ja eine Hohlkörperdecke mit Plattenstärke von 20 cm und
kreisförmigen Hohlräumen mit Durchmesser 12,5cm im Achsabstand von
16,5 cm. Es ist aber unvermeidlich, dass sich die Leerrohre am
Verteilerkasten häufen.
Die von deinem Architekten festgelegten Aussparungen in der Decke
dienen zur Durchführung der Installationsleitungen (Wasser, Abwasser,
Heizung, Lüftung, sonstiges).

> >2. Problem: Die DX-Decken sind Hohlkörperdecken. Bei Regen ist
nicht

> >auszuschließen, dass die Hohlkörper voll Wasser laufen. ...

> Das betrifft doch nur den Transport, oder habe ich da jetzt was
falsch
> verstanden? Reicht es nicht, wenn die Platten dann vor dem Auflegen
noch mal
> gekippt werden?

Naja, während der Bauzeit wird es schon öfters auch mal regnen. Wenn
da Wasser reinkommt, was m.E. nicht ganz auszuschließen ist, hast du
Schwierigkeiten es wieder rauszubekommen. Wie gesagt, ich hab's erst
bemerkt, als ich die Leitung für die Deckenlampen legen wollte.

>
> >4. Problem: Wahrscheinlich brauchst du etwas längere
Elektroleitungen,
> >weil du manchmal die Rohre über nen Umweg verlegen musst.
>
> Verstehe ich nicht genau. Du meinst, weil die Rohre vielleicht nur
an einer
> zentralen Stelle durch die Decke geführt werden?

Ja, so ises. Die Deckenplatten sind ca. 2,25 m breit und liegen
zwischen 7 und 15 cm auf dem Mauerwerk auf. Quer zur Spannrichtung
werden die Deckenplatten mit einem Schraubanschluß verbunden. Am
Auflager bleiben ca. 5-8 cm Luft zwischen den einzelnen Platten.
Dieser Spalt ist aber eigentlich nicht für die Elektroleitungen
gedacht, sonder vielmehr für den Vergußbeton. Aus den einzelnen
Deckenplatten wird nach einbringen der Ringankerbewehrung und dem
vergießen der Hohlräume an den Auflagern und Rändern eine
Deckenscheibe. Wenn jetzt mehr Leerrohre als Beton in soner Fuge sind,
ist das eben nicht im Sinne des Erfinders und des Statikers. Um nun
eine Bündelung der Elektroleitungen zu Umgehen, musst du eben ein paar
Umwege der Leitungsführung in kauf nehmen. Dem Elektriker gefällt das
meist nicht, weil es immer schwieriger wird die Elektroleitungen in
die Leerrohre reinzuziehen. Für Datenleitungen wird's dann noch mal
schwieriger, wegen der Länge und den vielen Bögen.

Insgesamt gesehen überwiegen für mich aber die Vorteile einer DX-Decke
zu einer MS-(Filigran-) Decke, von einer Ortbetondecke ganz zu
schweigen. Dies kann man aber nicht verallgemeinern. Es hängt halt
sehr vom Bauwerk ab. Somit muss ich es wieder loswerden, "Lass dich
sachverständig und unabhängig beraten!!" Dies kann nur ein unabhängig
tätiges Architektur- oder Ingenieurbüro leisten!! Und da fällt mir
noch was ein: "Wer billig oder überhaupt nicht plant, baut teuer"


Gruß Dieter Pfleger


H M Wolli

unread,
May 19, 2000, 3:00:00 AM5/19/00
to
Im Artikel <8g0cg9$e43t$1...@fu-berlin.de>, "Frank Frohmann"
<frankf...@gmx.de> schreibt:

>2. Problem: Die DX-Decken sind Hohlkörperdecken. Bei Regen ist nicht


>>auszuschließen, dass die Hohlkörper voll Wasser laufen. Bei mir waren
>>einige voll Wasser. Hab einige Hohlkörper dann angebohrt (eigentlich
>>nur für Deckenlampen)
>

>Das betrifft doch nur den Transport, oder habe ich da jetzt was falsch
>verstanden? Reicht es nicht, wenn die Platten dann vor dem Auflegen noch mal
>gekippt werden?
>

Das Problem ist die Zeitspanne zwischen Verlegung der Decken und einem
"trockenen" Rohbau, der durch Dach und Fenster vor Regen geschützt ist.

Durch Löcher in der Oberfläche der Decken kann Wasser leicht in die Hohlkammern
eindringen, aber nur schlecht verdunsten. Insbesonders bei Spannbetonelementen
läuft das Wasser dann bis zu den Auflagerwänden und sammelt sich dort, da der
Ringbalken ein abfließen verhindert.
Nach dem Putz bemerkt man dann feuchte Stellen (evtl. Schimmel) unterhalb der
Decke.

Am besten bohrt man alle Hohlkörper an den Wänden an (bei Spannbetondecken),
bevor der Innenputz aufgebracht wird (ist zwar aufwendig, spart aber viel
Ärger).

Grüße
Wolfgang Limp

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