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Gefälleestrich

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Harald Maedl

unread,
Apr 15, 2009, 4:38:04 PM4/15/09
to
Bei einer 60qm großen, und 3 mtr tiefen betonierten Außenterrasse ist
das Gefälle leider in Richtung Hauswand ausgeführt worden.

Als zukünftiger Bodenbelag soll ein Lärchenholzboden auf einer Bankirai-
Unterholzkonstruktion aufgebracht werden.

Nun muss allerdings zunächst einmal die Bodenplatte in Ordnung gebracht
werden. Kann man hier das notwendige Gefälle nach außen hin spachteln
und anschließend mit einer PE-Plane abdecken: Wäre das ausreichend?

Cu,
Harald

Rolf Sonofthies

unread,
Apr 16, 2009, 10:26:04 AM4/16/09
to
Harald Maedl schrieb:

> Bei einer 60qm großen, und 3 mtr tiefen betonierten Außenterrasse ist
> das Gefälle leider in Richtung Hauswand ausgeführt worden.

Das theoretisch erforderliche Minimalgefälle vom Haus weg liegt im
Aussenbereich bei 2 Prozent (cm/m). Mal 3 m Terrassenbreite macht das
eine Höhendifferenz von 6 cm. Hinzu kommt der Ausgleich des "falschen"
Gefälles.

> Als zukünftiger Bodenbelag soll ein Lärchenholzboden auf einer Bankirai-
> Unterholzkonstruktion aufgebracht werden.

Weshalb braucht's darunter Beton? Beton + Holzdeck darüber ist Unfug,
wenn es nicht irgendwelche Rahmenbedingungen gibt, die Du uns
vorenthalten hast ;-)

Entweder Beton (ggf. + Abdichtung) + Fliesen / Anstrich oder Holz + UK +
Punktfundamente (Gehwegplatten) + Schotter oder Flußkies

> Nun muss allerdings zunächst einmal die Bodenplatte in Ordnung gebracht
> werden.

Abreißen (lassen) oder anderen Belag wählen.

> Kann man hier das notwendige Gefälle nach außen hin spachteln

6 cm + X "spachteln"? Nein

> und anschließend mit einer PE-Plane abdecken: Wäre das ausreichend?

Für ein paar Tage Regenschutz: Ja
als haltbare Abdichtung: Nein

Die Folie ist auf dem rauhen Untergrund nach einem Tritt mit dem
robusten Arbeitsschuh löchrig - und wahrscheinlich auch nicht UV-fest.


--
Rolf Sonofthies

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MaWin

unread,
Apr 16, 2009, 10:51:55 AM4/16/09
to
"Maria Bin" <spamex1...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:49e745de$0$30884$9b62...@news.freenet.de...

> Höhenausgleich (Estrich)
> Abdichtung
> Bekiesung

echt ?

> Holzdeck
--
Manfred Winterhoff


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Rolf Sonofthies

unread,
Apr 16, 2009, 11:00:14 AM4/16/09
to
Maria Bin schrieb:

>>> Als zukünftiger Bodenbelag soll ein Lärchenholzboden auf einer Bankirai-
>>> Unterholzkonstruktion aufgebracht werden.

>> Weshalb braucht's darunter Beton? Beton + Holzdeck darüber ist Unfug,

> Es gibt aber auch Dachterrassen mit Holzbelag auf StB-Decke ;-)

Im OP stand "Gefälle leider in Richtung Hauswand", was mich eine
ebenerdige Terrasse vermuten lässt, denn sonst gäbe es ja mehr als eine
Hauswand. Aber ich schrieb vorsichtshalber weiter: "wenn es nicht

irgendwelche Rahmenbedingungen gibt, die Du uns vorenthalten hast"


--
Rolf Sonofthies

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Rolf Sonofthies

unread,
Apr 16, 2009, 2:19:58 PM4/16/09
to
Maria Bin schrieb:

>>> Höhenausgleich (Estrich)
>>> Abdichtung
>>> Bekiesung

>> echt ?

> Ja wieso? Der Kies schützt zum Einen die Abdichtung vor UV-Einwirkung
> und zum Anderen das Holzdeck vor Nässe.

Hüstel, welche der heute gebräuchlichen Abdichtungen benötigen denn noch
eine Bekiesung als UV-Schutz? Als zwingend fällt mir Kies nur auf der
Perimeterdämmung des Umkehrdachs ein und da dient er primär als Auflast
gegen Windsog.


--
Rolf Sonofthies

MaWin

unread,
Apr 16, 2009, 3:53:03 PM4/16/09
to
"Rolf Sonofthies" <eirlmo...@spammotel.com> schrieb im Newsbeitrag
news:gs7ssf$k1j$1...@news.motzarella.org...

>
>>> echt ?
>
>> Ja wieso? Der Kies schützt zum Einen die Abdichtung vor UV-Einwirkung
>> und zum Anderen das Holzdeck vor Nässe.

Das Holzdeck liegt doch sowieso nicht im Kies, sondern auf Stuetzpunkten,
und der Kies verschlammt doch eh durch Humus und Sand.
Die Abdichtung wird durch's Holz vor UV-Lich geschuetzt.
Ich wuesste nicht, was dort noch Kies sollte.

> Hüstel, welche der heute gebräuchlichen Abdichtungen benötigen denn noch eine
> Bekiesung als UV-Schutz? Als zwingend fällt mir Kies nur auf der
> Perimeterdämmung des Umkehrdachs ein und da dient er primär als Auflast gegen
> Windsog.

Gehwegplatten... (bringt zwar nur 90kg/m2, reicht aber).
--
Manfred Winterhoff


Harald Maedl

unread,
Apr 16, 2009, 4:13:10 PM4/16/09
to
Rolf Sonofthies schrieb:
> Harald Maedl schrieb:

>> Bei einer 60qm großen, und 3 mtr tiefen betonierten Außenterrasse ist
>> das Gefälle leider in Richtung Hauswand ausgeführt worden.
> Das theoretisch erforderliche Minimalgefälle vom Haus weg liegt im
> Aussenbereich bei 2 Prozent (cm/m). Mal 3 m Terrassenbreite macht das
> eine Höhendifferenz von 6 cm. Hinzu kommt der Ausgleich des "falschen"
> Gefälles.

Ja, aber kann ich aus baulichen Gründen nicht machen. Mehr als 1% ist
nicht drinnen.

>> Als zukünftiger Bodenbelag soll ein Lärchenholzboden auf einer Bankirai-
>> Unterholzkonstruktion aufgebracht werden.
> Weshalb braucht's darunter Beton? Beton + Holzdeck darüber ist Unfug,

= tragende Decke für Außenkeller.

>> Nun muss allerdings zunächst einmal die Bodenplatte in Ordnung gebracht
>> werden.
> Abreißen (lassen) oder anderen Belag wählen.

Abreißen geht nicht, der Belag ist vorgegeben. Die ehemalige Baufirma
des Kunden hat gegen das drückende Wasser irgendwelche
Epoxidharzgeschichten am Übergang Hauswand Terassenboden hingeschmiert.
Hat ja auch ganz passabel gehalten, so um die 15 Jahre.

Nun ist jedoch der Holzbelag fix und alle. Nach dem Abreißen kam zutage,
dass die "Abdichtung" mittlerweile auch vor sich hinbröselt.
Die damalige ausführende Baufirma ist natürlich Pleite.

>> Kann man hier das notwendige Gefälle nach außen hin spachteln
> 6 cm + X "spachteln"? Nein

Ich habe heute die Info von Masit bekommen, dass dies möglich sei mit
Masit 40-40.

>> und anschließend mit einer PE-Plane abdecken: Wäre das ausreichend?
> Für ein paar Tage Regenschutz: Ja
> als haltbare Abdichtung: Nein
> Die Folie ist auf dem rauhen Untergrund nach einem Tritt mit dem
> robusten Arbeitsschuh löchrig - und wahrscheinlich auch nicht UV-fest.

Verstehe ich jetzt nicht. Der Betonboden wird geschliffen, dann mit
Grundierung behandelt. Danach kommt die Spachtelmasse drauf. Darauf dann
wieder die PE-Folie, gibt es auch in 1,5mm Stärke. Die hält schon was
aus. Schließlich macht die auch Teiche dicht. Notfalls eben PVC-Folie,
die hält auf alle Fälle.

Darauf dann die Holzunterkonstruktion, welche wiederum auf
selbstklebende Kunststoffbändern liegt, so dass ca 10mm Abstand der
Holzunterkonstruktion zur Folie hin gewährleistet ist.

Wir haben festgestellt, dass sich im Lauf der Zeit eine Menge Humus auf
dem ehemaligen Untergrund gebildet hat, so dass die Unterkonstruktion
z.T recht heftig in Mitleidenschaft gezogen wurde, weil zusätzlich
dadurch die Verdunstung verringert wurde.
Die Beplankung erfolgt mittels 145 breiten Bohlen. Daher dürfte
letztlich auch der UV-Schutz kein Thema sein.

Cu,
Harald

Harald Maedl

unread,
Apr 16, 2009, 4:57:35 PM4/16/09
to
Maria Bin schrieb:
> Rolf Sonofthies schrieb:

>>> Als zukünftiger Bodenbelag soll ein Lärchenholzboden auf einer Bankirai-
>>> Unterholzkonstruktion aufgebracht werden.
>> Weshalb braucht's darunter Beton? Beton + Holzdeck darüber ist Unfug,

> Es gibt aber auch Dachterrassen mit Holzbelag auf StB-Decke ;-)

> Also falls die erforderlichen Bauhöhen gegeben sind:
> Höhenausgleich (Estrich)

Dann muss es jedoch ein Gefälleestrich sein, der recht aufwändig
herzustellen ist. Außerdem brauche ich hier mindestens eine Überdeckung
von 35 mm an der dünnsten Stelle. Dann komme ich an der Hauswand zu
hoch. Geht also nicht. Wenn "Estrich, dann geht nur Spachteln.

> Abdichtung
> Bekiesung

Die würde ich weg lassen, du bekommst keinen vernünftigen Stand der
Holzunterkonstruktion

> Holzdeck

Die Frage ist, ob man das nicht auch wie folgt lösen könnte:

- Die Terrassendielen sollen im rechten Winkel zur Hauswand verlaufen.
- die Tragbohlen verlaufen in rund 40cm Abstand parallel zur Hauswand.
Sind also 9 Reihen.

Und nun zum Aufbau:
Im Bereich, in denen später die Tragbohlen aufliegen, kommen Kanthölzer.
Die Kanthölzer sind in der Höhe unterschiedlich, wobei die Höhe in
Richtung Hauswand zunimmt (für das späterer Gefälle).
Die Kanthölzer sind entsprechend des geplanten Gefälles an der Oberseite
gehobelt. Die Kanthölzer werden auf die Bodenplatte gedübelt.
An den Außenrändern der Terrasse wird ein Holzrahmen angebracht

Danach kommt in die Zwischenräume feiner Sand der dann abgezogen wird
Und darauf dann eine PVC/PE-Folie t=1,5mm
Darauf dann die Unterkonstruktion nebst Dielen.

Alternativ zur Sandfüllung wäre es vermutlich besser, eine
Holzbeplankung zu machen ähnlich wie beim Bühnenbau und darauf dann
Folie etc wie gehabt.

Ich denke, dass das wesentlich schneller gehen würde, als den Estrich zu
schleifen, zu grundieren und die Spachtelmasse mit der Hand aufzutragen.
Und eine Folie muss ja ohnehin auch noch drauf.

So eine Holzkonstruktion wäre auf einen halben Tag gemacht. Die
Herumpanscherei mit Spachtelmasse würde mindestens 4-5 Tage mit
Trocknungszeiten dauern für die Grundierung dauern.

Hauswand
/ I Gefälle 1%
/ I =============================== Diele: 28 mm
/ I -------
/ I I I Kantholz 70/45 45 mm
/ I I I
/ I -------
/ I ! ! Auflager, Kusto 10 mm
/ I=================================== Folie 1,5mm
/ I vorne überlappend
/ I=================================== OSB-Platte 19mm
/ I ----- _____ schräg
/ I I I
/ I I I Kantholz
/ I I I 100/50 ... bis 100/20
/ I ------------
=======================================
//////////////////////////////////////// Außenkellerdecke

Cu,
Harald

Frank Hartwig

unread,
Apr 17, 2009, 2:37:37 AM4/17/09
to
Harald Maedl schrieb:

>
> Hauswand
> / I Gefälle 1%
> / I =============================== Diele: 28 mm
> / I -------
> / I I I Kantholz 70/45 45 mm
> / I I I
> / I -------
> / I ! ! Auflager, Kusto 10 mm
> / I=================================== Folie 1,5mm
> / I vorne überlappend
> / I=================================== OSB-Platte 19mm
> / I ----- _____ schräg
> / I I I
> / I I I Kantholz
> / I I I 100/50 ... bis 100/20
> / I ------------
> =======================================
> //////////////////////////////////////// Außenkellerdecke
>

Du hast eindeutig ein Höhenproblem, was noch verschärft wird durch den
Wunsch die Holzdielen senkrecht zur Hauswand zu verlegen. Bei allen
Lösungen läge mir zu viel Holz im feuchten Bereich.

Also entweder
- "klassisch" Gefälleestrich bzw. Spachtelung und Fliesen oder ähnliches
oder
- bau einfach einen "Teich" mit seitlichem Abfluß, stelle Deine
Holzunterkonstruktion auf "Betonfüße" und führe den Belag so aus, daß er
ausreichende, einfach zu öffnende "Revisionsöffnungen" bekommt, um die
Abdichtung kontrollieren zu können.

Gruß Frank

Rolf Sonofthies

unread,
Apr 17, 2009, 4:54:50 AM4/17/09
to
Harald Maedl schrieb:

>> Das theoretisch erforderliche Minimalgefälle vom Haus weg liegt im
>> Aussenbereich bei 2 Prozent (cm/m). Mal 3 m Terrassenbreite macht das
>> eine Höhendifferenz von 6 cm. Hinzu kommt der Ausgleich des "falschen"
>> Gefälles.
>
> Ja, aber kann ich aus baulichen Gründen nicht machen. Mehr als 1% ist
> nicht drinnen.

Das ist schlecht, weil dann baupraktisch spätestens nach der Abdichtung
i.d.R. kein Gefälle mehr vorhanden ist und sich ebenso regelmäßig
Pfützen bilden. 1% theoretisches Gefälle ist praktisch "Nullgefälle" auf
dem mit hoher Wahrscheinlichkeit Wasser stehen bleibt.

Folgen: Schnelle Sumpfbildung und langfristig Frostschäden an der
Abdichtung.

Gegenmittel: Besonders stabile Abdichtung

>>> Als zukünftiger Bodenbelag soll ein Lärchenholzboden auf einer Bankirai-
>>> Unterholzkonstruktion aufgebracht werden.

>> Weshalb braucht's darunter Beton? Beton + Holzdeck darüber ist Unfug,

> = tragende Decke für Außenkeller.

Aha, schade dass Du das nicht gleich geschrieben hast. Dann ist statt
des Abrisses eine wirklich haltbare Abdichtung die sinnvollste Lösung.

>> Abreißen (lassen) oder anderen Belag wählen.

> Abreißen geht nicht,

sehe ich jetzt ein

> der Belag ist vorgegeben.

Wodurch? Denkmalschutz?

> Die ehemalige Baufirma
> des Kunden hat gegen das drückende Wasser irgendwelche
> Epoxidharzgeschichten am Übergang Hauswand Terassenboden hingeschmiert.
> Hat ja auch ganz passabel gehalten, so um die 15 Jahre.
>
> Nun ist jedoch der Holzbelag fix und alle. Nach dem Abreißen kam zutage,
> dass die "Abdichtung" mittlerweile auch vor sich hinbröselt.
> Die damalige ausführende Baufirma ist natürlich Pleite.

Abgesehen von der Pleite: Längere Gewährleistungs- bzw. Garantiezeiten
als 10 Jahre sind bei Abdichtern unüblich.

>>> Kann man hier das notwendige Gefälle nach außen hin spachteln
>> 6 cm + X "spachteln"? Nein

> Ich habe heute die Info von Masit bekommen, dass dies möglich sei mit
> Masit 40-40.

Kannte ich noch nicht.

>>> ... mit einer PE-Plane abdecken: Wäre das ausreichend?

>> Für ein paar Tage Regenschutz: Ja
>> als haltbare Abdichtung: Nein
>> Die Folie ist auf dem rauhen Untergrund nach einem Tritt mit dem
>> robusten Arbeitsschuh löchrig - und wahrscheinlich auch nicht UV-fest.

> Verstehe ich jetzt nicht. Der Betonboden wird geschliffen, dann mit
> Grundierung behandelt. Danach kommt die Spachtelmasse drauf. Darauf dann
> wieder die PE-Folie, gibt es auch in 1,5mm Stärke. Die hält schon was
> aus. Schließlich macht die auch Teiche dicht. Notfalls eben PVC-Folie,
> die hält auf alle Fälle.

Dieser Vermutung widersprechen die fehlenden Zulassungen für diesen
Einsatzzweck und die persönliche Erfahrung.

> Darauf dann die Holzunterkonstruktion, welche wiederum auf
> selbstklebende Kunststoffbändern liegt, so dass ca 10mm Abstand der
> Holzunterkonstruktion zur Folie hin gewährleistet ist.

In der Fläche schon, das kritische sind aber die Auflagerpunkte und an
denen stanzt im Zweifelsfall immer ein Sandkorn oder ein Kiesel ein Loch.

...


> Die Beplankung erfolgt mittels 145 breiten Bohlen. Daher dürfte
> letztlich auch der UV-Schutz kein Thema sein.

Bei waagerechten Flächen ist allein eine fugenlose oder hinreichend
stoßüberdeckende Abdeckung wirklich UV-dicht.


--
Rolf Sonofthies

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Harald Maedl

unread,
Apr 17, 2009, 9:44:11 AM4/17/09
to
Maria Bin schrieb:
> Harald Maedl schrieb:

>> Die ehemalige Baufirma
>> des Kunden hat gegen das drückende Wasser irgendwelche
>> Epoxidharzgeschichten am Übergang Hauswand Terassenboden hingeschmiert.

> Woher kommt denn auf einer Kellerdecke drückendes Wasser?

Die Terasse wurde sozusagen als reiner Außenkeller unterkellert.

Cu,
Harald

Harald Maedl

unread,
Apr 17, 2009, 10:27:03 AM4/17/09
to
Rolf Sonofthies schrieb:
> Harald Maedl schrieb:

>>> Das theoretisch erforderliche Minimalgefälle vom Haus weg liegt im
>>> Aussenbereich bei 2 Prozent (cm/m). Mal 3 m Terrassenbreite macht das
>>> eine Höhendifferenz von 6 cm. Hinzu kommt der Ausgleich des "falschen"
>>> Gefälles.
>> Ja, aber kann ich aus baulichen Gründen nicht machen. Mehr als 1% ist
>> nicht drinnen.
> Das ist schlecht, weil dann baupraktisch spätestens nach der Abdichtung
> i.d.R. kein Gefälle mehr vorhanden ist und sich ebenso regelmäßig
> Pfützen bilden. 1% theoretisches Gefälle ist praktisch "Nullgefälle" auf
> dem mit hoher Wahrscheinlichkeit Wasser stehen bleibt.
> Folgen: Schnelle Sumpfbildung und langfristig Frostschäden an der
> Abdichtung.
> Gegenmittel: Besonders stabile Abdichtung

Ja, das sehe ich auch so. Jedenfalls muss man um jedes Promille kämpfen,
das man noch irgendwo rausholen kann. Frostschäden an der Abdichtung
sehe ich hingegen nicht. Na mal sehen, ich werde am Samstag mal ein ganz
genaues Aufmass machen und nochmals mit dem Kunden reden.

>> der Belag ist vorgegeben.
> Wodurch? Denkmalschutz?

Durch den Kunden, der sich partout davon nicht abbringen lässt.

>>>> ... mit einer PE-Plane abdecken: Wäre das ausreichend?
>>> Für ein paar Tage Regenschutz: Ja
>>> als haltbare Abdichtung: Nein
>>> Die Folie ist auf dem rauhen Untergrund nach einem Tritt mit dem
>>> robusten Arbeitsschuh löchrig - und wahrscheinlich auch nicht UV-fest.
>> Verstehe ich jetzt nicht. Der Betonboden wird geschliffen, dann mit
>> Grundierung behandelt. Danach kommt die Spachtelmasse drauf. Darauf dann
>> wieder die PE-Folie, gibt es auch in 1,5mm Stärke. Die hält schon was
>> aus. Schließlich macht die auch Teiche dicht. Notfalls eben PVC-Folie,
>> die hält auf alle Fälle.
> Dieser Vermutung widersprechen die fehlenden Zulassungen für diesen
> Einsatzzweck und die persönliche Erfahrung.

Hm, Folien für Flachdachabdichtungen existieren. PVC-Folien, wie sie für
Schwimmbäder verwendet werden, sind sehr strapazierfähig, zumindest
meiner Erfahrung nach. Denen macht saures Wasser nichts aus. Und solange
kein Chlor drauf kommt, bleiben auch die Weichmacher sehr lange im PVC.

>> Darauf dann die Holzunterkonstruktion, welche wiederum auf
>> selbstklebende Kunststoffbändern liegt, so dass ca 10mm Abstand der
>> Holzunterkonstruktion zur Folie hin gewährleistet ist.
> In der Fläche schon, das kritische sind aber die Auflagerpunkte und an
> denen stanzt im Zweifelsfall immer ein Sandkorn oder ein Kiesel ein Loch.

Dazu ist die Folie zu dick. Schon klar, das man sauber arbeiten muss.
Aber wo muss man das nicht.

>> Die Beplankung erfolgt mittels 145 breiten Bohlen. Daher dürfte
>> letztlich auch der UV-Schutz kein Thema sein.
> Bei waagerechten Flächen ist allein eine fugenlose oder hinreichend
> stoßüberdeckende Abdeckung wirklich UV-dicht.

Wie gesagt, sind solche Folien UV-stabil. Und wenn das Teil mal 20 Jahre
gehalten hat, dann hat es seinen Dienst versehen. Fließenbeläge o.ä.
schneiden da meiner Erfahrung wesentlich schlechter ab.

Cu,
Harald

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Harald Maedl

unread,
Apr 17, 2009, 10:36:33 AM4/17/09
to
Frank Hartwig schrieb:
> Harald Maedl schrieb:

>> Hauswand
>> / I Gefälle 1%
>> / I =============================== Diele: 28 mm
>> / I -------
>> / I I I Kantholz 70/45 45 mm
>> / I I I
>> / I -------
>> / I ! ! Auflager, Kusto 10 mm
>> / I=================================== Folie 1,5mm
>> / I vorne überlappend
>> / I=================================== OSB-Platte 19mm
>> / I ----- _____ schräg
>> / I I I
>> / I I I Kantholz
>> / I I I 100/50 ... bis 100/20
>> / I ------------
>> =======================================
>> //////////////////////////////////////// Außenkellerdecke

> Du hast eindeutig ein Höhenproblem, was noch verschärft wird durch den
> Wunsch die Holzdielen senkrecht zur Hauswand zu verlegen.

Äh nein. Die Dielen haben ja in Längsrichtung Nuten. Würde ich parallel
zur Hauswand legen, müsste ich über 12 bzw 8 mtr (Eckterasse) eine
Neigung von 2% einhalten, was noch schwieriger wäre. So habe ich nur 3
mtr.

> Bei allen
> Lösungen läge mir zu viel Holz im feuchten Bereich.

Wieso? Die Konstruktionshölzer liegen auf Kunststoffauflager. Außerdem
sind sie aus Garapa-Holz, was sehr widerstandsfähig ist.
Die Unterkonstruktion unterhalb der Folie ist überhaupt nicht von Wasser
betroffen, hier ist doch IMHO eher die Luftfeuchtigkeit relevant.

Cu,
Harald

Harald Maedl

unread,
Apr 17, 2009, 10:46:47 AM4/17/09
to

> Ich kann nicht folgen: Der Außenkeller ist doch an's Gebäude angebaut,
> richtig? Und am Übergang Gebäude - Terrasse gibt es drückendes Wasser?

Ja genau, weil die Kellerdecke, die zugleich Terrassenboden ist, an der
Oberseite anstatt nach außen in Richtung Hauswand geneigt ist.
Das ist wie mit den Bodenabläufen in Schwimmbädern, die _immer_ an der
höchsten Stelle im Boden sitzen, damit man recht mühsam das Restwasser
beseitigen muss;-)

Sorry aber meine ASCII-Kunst ist bescheiden:

/I
/I
/I
/I <--- Gefälle
/I
/I==================
/I==================--------------Gelände OK
/I I :
/I _____ I : Gefälle
/I I I I : Gelände
/I I I Eingang zum Außenkeller V
/I I I I
I I I---------------Gelände OK

Cu,
Harald

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Rolf Sonofthies

unread,
Apr 17, 2009, 1:43:00 PM4/17/09
to
Harald Maedl schrieb:

>>> Ja, aber kann ich aus baulichen Gründen nicht machen. Mehr als 1% ist
>>> nicht drinnen.

>> Das ist schlecht, weil dann baupraktisch spätestens nach der Abdichtung
>> i.d.R. kein Gefälle mehr vorhanden ist und sich ebenso regelmäßig
>> Pfützen bilden. 1% theoretisches Gefälle ist praktisch "Nullgefälle" auf
>> dem mit hoher Wahrscheinlichkeit Wasser stehen bleibt.
>> Folgen: Schnelle Sumpfbildung und langfristig Frostschäden an der
>> Abdichtung.
>> Gegenmittel: Besonders stabile Abdichtung

> Ja, das sehe ich auch so. Jedenfalls muss man um jedes Promille kämpfen,
> das man noch irgendwo rausholen kann. Frostschäden an der Abdichtung
> sehe ich hingegen nicht. Na mal sehen, ich werde am Samstag mal ein ganz
> genaues Aufmass machen und nochmals mit dem Kunden reden.

Die Frostschäden entstehen nach Lehrbuch an den Rändern der gefrorenen
Pfützen, wo das sich ausdehnende Eis die Abdichtung "anschneiden" oder
scheuern kann.

>>> der Belag ist vorgegeben.

>> Wodurch? Denkmalschutz?
>
> Durch den Kunden, der sich partout davon nicht abbringen lässt.

(Dach)Terrassen aus Holz sind üblich und unter bestimmten Umständen auch
sinnvoll, z.B. um starke Oberflächenaufheizung zu verhindern oder Last
zu reduzieren. Anfangs war nicht erkennbar, dass es sich um eine
"Terrasse über Räumen" handelt

>>>> Die Folie ist auf dem rauhen Untergrund nach einem Tritt mit dem
>>>> robusten Arbeitsschuh löchrig - und wahrscheinlich auch nicht UV-fest.

>>> Verstehe ich jetzt nicht. Der Betonboden wird geschliffen, dann mit
>>> Grundierung behandelt. Danach kommt die Spachtelmasse drauf. Darauf dann
>>> wieder die PE-Folie, gibt es auch in 1,5mm Stärke. Die hält schon was
>>> aus. Schließlich macht die auch Teiche dicht. Notfalls eben PVC-Folie,
>>> die hält auf alle Fälle.

>> Dieser Vermutung widersprechen die fehlenden Zulassungen für diesen
>> Einsatzzweck und die persönliche Erfahrung.

> Hm, Folien für Flachdachabdichtungen existieren.

Ja, dies sind aber keine "PE-Plane" und sie werden auch nicht einfach
zur Abdeckung "aufgelegt". Mich störte Deine Begrifflichkeit.
Selbstverständlich sind alle geprüften _Dachabdichtungs_systeme hier
prinzipiell einsetzbar. Ob Foliensysteme unter Holzdecks mehr oder
weniger sinnvoll sind als bituminöse Systeme kann ich aus eigener
Erfahrung nicht beurteilen.

> PVC-Folien, wie sie für
> Schwimmbäder verwendet werden, sind sehr strapazierfähig, zumindest
> meiner Erfahrung nach. Denen macht saures Wasser nichts aus. Und solange
> kein Chlor drauf kommt, bleiben auch die Weichmacher sehr lange im PVC.

s.o. Das sind aber keine "PE-Planen". Ich hatte den verdacht, Du
wolltest wirklich einfache dicke "PE-Abdeckplanen" für diesen
Einsatzzweck mißbrauchen, was gerne immer wieder getan wird und
zwangsläufig mit Desastern endet.

>>> Darauf dann die Holzunterkonstruktion, welche wiederum auf
>>> selbstklebende Kunststoffbändern liegt, so dass ca 10mm Abstand der
>>> Holzunterkonstruktion zur Folie hin gewährleistet ist.

>> In der Fläche schon, das kritische sind aber die Auflagerpunkte und an
>> denen stanzt im Zweifelsfall immer ein Sandkorn oder ein Kiesel ein Loch.

> Dazu ist die Folie zu dick. Schon klar, das man sauber arbeiten muss.
> Aber wo muss man das nicht.

Richtig, aber ich wollte nur auf die besondere Verletzungsanfälligkeit
unverstärkter _Folien_ hinweisen.

>>> Die Beplankung erfolgt mittels 145 breiten Bohlen. Daher dürfte
>>> letztlich auch der UV-Schutz kein Thema sein.

>> Bei waagerechten Flächen ist allein eine fugenlose oder hinreichend
>> stoßüberdeckende Abdeckung wirklich UV-dicht.

> Wie gesagt, sind solche Folien UV-stabil. Und wenn das Teil mal 20 Jahre
> gehalten hat, dann hat es seinen Dienst versehen. Fließenbeläge o.ä.
> schneiden da meiner Erfahrung wesentlich schlechter ab.

Fliesenbeläge sind keine Abdichtungen, sondern lediglich "Beläge". Ich
plane deshalb auf sonnenbeschienen Balkonen oder Flachdachterrassen nur
Holz oder lose verlegte Plattenbeläge, weil der Temperaturdifferenz von
rd. 100 Kelvin im Jahreslauf und der damit verbundenen Wärmedehnung kaum
ein Kleber oder Fugenmaterial dauerhaft gewachsen ist.

--
Rolf Sonofthies

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Frank Hartwig

unread,
Apr 18, 2009, 3:14:49 AM4/18/09
to
Harald Maedl schrieb:
> Frank Hartwig schrieb:

>
>> Du hast eindeutig ein Höhenproblem, was noch verschärft wird durch den
>> Wunsch die Holzdielen senkrecht zur Hauswand zu verlegen.
>
> Äh nein. Die Dielen haben ja in Längsrichtung Nuten. Würde ich parallel
> zur Hauswand legen, müsste ich über 12 bzw 8 mtr (Eckterasse) eine
> Neigung von 2% einhalten, was noch schwieriger wäre. So habe ich nur 3
> mtr.

Das verstehe ich nicht, meinst Du, Du müßtest in Nutrichtung 2 % haben?

Die 2 % brauchst Du beim Holzdeck mit Lücken zwischen den Dielen doch
gar nicht, sondern in der Unterkonstruktion. Und bei paralleler
Verlegung der Dielen zur Hauswand läge die Unterkonstruktion in
Wasserfließrichtung, das wäre ein eindeutiger Vorteil. Da muß keine
Unterkonstruktion mehr gekreuzt werden, was Höhenprobleme bedeuten würde.

>> Bei allen
>> Lösungen läge mir zu viel Holz im feuchten Bereich.
>
> Wieso? Die Konstruktionshölzer liegen auf Kunststoffauflager. Außerdem
> sind sie aus Garapa-Holz, was sehr widerstandsfähig ist.

Mag ja auch sein, daß es funktioniert. Die Kunststoffauflager sind aber
nur 10 mm hoch, da gibt es bei jedem kleinen Blatt, was durch die
Dielenlage fällt einen "Rückstau", da fließt schon nach kurzer Zeit das
Wasser nicht mehr wie es soll.

> Die Unterkonstruktion unterhalb der Folie ist überhaupt nicht von Wasser
> betroffen, hier ist doch IMHO eher die Luftfeuchtigkeit relevant.

Da hast Du eingepacktes Holz, unten versiegelter Beton, oben Folie. Ich
mag nicht einschätzen, inwieweit doch mal Wasser in geringsten Mengen
eintritt bzw. Kondensatprobleme auftreten.

Gruß Frank

Harald Maedl

unread,
May 21, 2009, 10:08:32 AM5/21/09
to
Harald �Ingrid� Maedl schrieb:
> Bei einer 60qm gro�en, und 3 mtr tiefen betonierten Au�enterrasse ist
> das Gef�lle leider in Richtung Hauswand ausgef�hrt worden.
> Als zuk�nftiger Bodenbelag soll ein L�rchenholzboden auf einer Bankirai-
> Unterholzkonstruktion aufgebracht werden...

Hier nun mal eine kleine R�ckmeldung.
Das Problem wurde wie folgt gel�st:

Auf dem Betonboden wurde eine Art B�hnenkonstruktion aufgebracht. Hierzu
wurden Kanth�lzer in einem Abstand von ca.40cm verlegt, die in der H�he
an das geplante Gef�lle angepasst waren.
Da es Kanth�lzer nur in Standardma�en gibt, wurde bei einigen
Kanth�lzern zur H�henregulierung ein selbstklebendes Gummigranulatband
untergelegt. Die gibt es in verschiedenen St�rken. Die Kanth�lzer wurden
dann solange verschoben, bis es gepasst hat. Das ersparte jedenfalls das
Abhobeln und ging recht flott.
Auf die Kanth�lzer kam eine Grobspanplatte 18mm und darauf wiederum eine
PVC-Teichfolie. Unsere Versuche haben ergeben, dass bei solchen Folien
das Gef�lle 3% betragen sollte. Darunter mag das Wasser nicht so richtig
ablaufen. Letztlich war es dann doch m�glich (entgegen vorheriger
Annahmen), so ein Gef�lle so realisieren, aber das ist eine eigene
Geschichte.

Auf diese Konstruktion kam dann der eigentliche Terrassenbau. Die
Unterkonstruktion wurden aus Bankirai-Kanth�lzern erstellt. Diese wurden
so platziert, dass sie direkt oberhalb der Kanth�lzer der
B�hnenkonstruktion gelegt wurden. So konnten die Spannplatten relativ
d�nn ausgef�hrt werden. Damit das Wasser unterhalb der Kanth�lzer
ablaufen kann, wurden diese ebenfalls auf 8 mm starken
Gummigranulatflicken (ca 60x60mm)aufgelegt (Abstand ca 40 cm).
Als Terrassenbelag kamen dann 28mm starke gerillte Dielen aus
sibirischer L�rche zum Einsatz.

Als Verschraubung wurden Edelstahlschrauben (Torx) verwendet.

Bankirai steht als Sammelbegriff f�r Hartholz. Das Holz, das wir
geliefert bekommen hatten, hatte es in sich. Es war sehr schwer und
unglaublich hart. Ohne Vorbohren ging hier nichts. Insbesondere
Edelstahlschrauben rei�en sehr schnell. Auch sogenannte
Terrassenschrauben mit selbstschneidender Spitze etc brachten nichts.
Normale Holzbohrer machten nach dem zehnten Loch schlapp, so dass dann
Stahlbohrer zum Einsatz kamen. Bei Stahlbohrern werden allerdings die
Holzsp�ne nicht optimal aus dem Bohrloch bef�rdert und verkleben den
Bohrer. Es erfordert ein spezielle Bohrtechnik, um m�glichst schnell in
das Holz kommen und dabei die Sp�ne aus dem Bohrer zu bekommen. (Hohe
Drehgeschwindigkeit des Bohrers und beherztes Dr�cken mit hohem
Anfangsdruck. Bei 4-er Bohrer ist daher Gef�hl angesagt. Insgesamt ein
m�hselige Angelegenheit.
Zugleich mussten noch alle Bohrungen der Dielen mit einem Ausreiber zum
Versenken der Schrauben ausgerieben werden.

Da die Dielen nicht selten etwas verzogen sind, empfiehlt es sich,
spezielle Spanngurte als Hilfsmittel zu verwenden, damit die
Fugenausbildung gleichm��ig ist. Einfaches Dr�cken ist zu kr�ftezehrend
und zeitaufw�ndig.

Gr��e

Harald

Frank Gales

unread,
May 28, 2009, 5:02:09 AM5/28/09
to

"Harald Maedl" <harald...@gmx.de> wrote in message
news:210509.1608...@maedl-online.de...

> Harald �Ingrid� Maedl schrieb:
>> Bei einer 60qm gro�en, und 3 mtr tiefen betonierten Au�enterrasse ist
>> das Gef�lle leider in Richtung Hauswand ausgef�hrt worden.
>> Als zuk�nftiger Bodenbelag soll ein L�rchenholzboden auf einer Bankirai-
>> Unterholzkonstruktion aufgebracht werden...
>
> Hier nun mal eine kleine R�ckmeldung.
....

> Als Verschraubung wurden Edelstahlschrauben (Torx) verwendet.
>
> Bankirai steht als Sammelbegriff f�r Hartholz. Das Holz, das wir
> geliefert bekommen hatten, hatte es in sich. Es war sehr schwer und
> unglaublich hart. Ohne Vorbohren ging hier nichts. Insbesondere
> Edelstahlschrauben rei�en sehr schnell. Auch sogenannte
> Terrassenschrauben mit selbstschneidender Spitze etc brachten nichts.
> Normale Holzbohrer machten nach dem zehnten Loch schlapp, so dass dann
> Stahlbohrer zum Einsatz kamen. Bei Stahlbohrern werden allerdings die
> Holzsp�ne nicht optimal aus dem Bohrloch bef�rdert und verkleben den
> Bohrer. Es erfordert ein spezielle Bohrtechnik, um m�glichst schnell in
> das Holz kommen und dabei die Sp�ne aus dem Bohrer zu bekommen. (Hohe
> Drehgeschwindigkeit des Bohrers und beherztes Dr�cken mit hohem
> Anfangsdruck. Bei 4-er Bohrer ist daher Gef�hl angesagt. Insgesamt ein
> m�hselige Angelegenheit.
> Zugleich mussten noch alle Bohrungen der Dielen mit einem Ausreiber zum
> Versenken der Schrauben ausgerieben werden.
Schnell geht das Vorbohren mit einem geschliffenen Metallbohrer 4,2mm?
(die billigen sind gerollt) und einem aufschraubbaren Metallsenker (5mm,
pa�t dann nur ungef�hr).

Bzgl. Abdrehen der Schrauben habe ich es damals so gemacht, dass
ich mir quasi vom Akkuschrauber den Arm habe verdrehen lassen.
Als selber Drehmomentbegrenzer gespielt habe.
Denn der eingebaute Drehmomentbegrenzer war zu niedrig eingestellt
(Bosch blau 12V).

Es gibt von W�rth wohl auch spezielle Bohrschrauben, mit denen man
durch das Holz direkt in Metallkonstruktionen bis 5mm Dicke in einem
Arbeitsgang bohren kann. Die haben eine Bohrspitze, zwei F�hnchen,
die das Holz auffr�sen und durch das Metall abgetrennt werden.
Dann noch einen eingebauten Gewindebohrer f�r den Stahl.
Das geht dann aber wohl nicht mehr mit einem Akkuschrauber.
Hab ich aber nicht probiert. Ist f�r Holz/Holz nicht brauchbar.
Also andere Baustelle. Fand ich aber von der Theorie durchaus
beeindruckend.

Tschau,
Frank

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