eine Bekannte muß nun an ihrem Haus das Flachdach (ca. 30 Jahre alt)
und die Dachterrasse (vor etwas mehr als 2 Jahren "saniert") erneuern,
da beide ganz offensichtlich undicht geworden sind. Sie hat bereits
Angebote hierfür eingeholt und mich nun gebeten, ihr bei der ganzen
Angelegenheit etwas zur Seite zu stehen.
Die Vorgeschichte: Die Dachterrasse war ursprünglich offensichtlich
mit großformatigen Naturstein-Platten belegt. Bei der "Sanierung" 1998
hat der damalige "Sanierer" die Hausherren beschwatzt, das ganze
Malheur unter einem sogenannten Gartenmann-Belag -ein Aufbeton mit
einem Anstrich aus flüssiger Abdichtung- einfach zu begraben (!).
Es kam, wie es kommen mußte: entlang der Fugen des überdeckten
Plattenbelags ist der Gartenmann-Belag prompt aufgerissen, es zeichnet
sich nun ein schönes Karo-Rißmuster auf der Flüssigabdichtung ab.
Durch den Aufbeton war die Schwellenhöhe der Terrassentüren auf knappe
3 cm reduziert worden, _ohne_ vorgelegter Rinne, selbstverständlich.
Nun tropft's in der Etage darunter, in den Räumen entlang der Terrasse
blättert, vor allem im Bereich der Terrassentüren, die Farbe, die
Türstöcke schimmeln, insgesamt ein Bild des Jammers. Und: die
Gewährleistung war 2 Jahre, der Schaden ist erst seit Anfang des
Jahres aufgefallen, also danach.
Die Firmen, die nun eine -hoffentlich- fachgerechte Sanierung
anbieten, schlagen zweierlei Abdichtungsmaterialien vor: einmal ganz
klassisch mit den Bauder-Schwarten. Und einmal mit Sarnafil.
Jetzt frag' ich mich:
- Offensichtlich ist ja die erste "Sanierung" der Terrasse ein
ziemlich grober Pfusch gewesen. Gibt es Möglichkeiten, die damalige
Firma jetzt noch zu packen? - schließlich hat diese ja auch
"beraten"...
- In diesem Zusammenhang interessiert mich auch, ob es
Verlegerichtlinien für diesen "Gartenmann-Belag" (interessant: max.
Flächen, erforderliche Arbeitsfugen, Mindeststärken etc.) gibt?
Schließlich lernt man nie aus...
- Die Sarnafil-Variante ist (kurioserweise) preislich _sehr_
interessant. Wer von Euch hat Erfahrungen mit Sarnafil bei
Sanierungen? Und in diesem Fall insbesonders: Wie verhält es sich mit
Brandschutz und "Verwundbarkeit" der Dachflächen (UV, mechanische
Einwirkung -auch Marder und Katzen, das Dach war mit Knochen und
sonstigen tierischen Überresten übersäht-, Feuerwerkskörper etc.)?
Sarnafil kommt schließlich in PVC Stärke 2mm, und durch die bestehende
Form des Dachrands FD (knappknappknapp) wird wohl oder übel die Folie
in diesem Bereich freiliegen - Spenglerkunststücke sind leider nicht
erwünscht.
Bin für jeden Hinweis dankbar.
Herbert.
--
www.LowBudget-CAD.org
Das hört sich nach Pfusch am Bau an ;-((
>
> Es kam, wie es kommen mußte: entlang der Fugen des überdeckten
> Plattenbelags ist der Gartenmann-Belag prompt aufgerissen, es zeichnet
> sich nun ein schönes Karo-Rißmuster auf der Flüssigabdichtung ab.
> Durch den Aufbeton war die Schwellenhöhe der Terrassentüren auf knappe
> 3 cm reduziert worden, _ohne_ vorgelegter Rinne, selbstverständlich.
Ich glaube , da gibt es doch gewisse Regeln der Technik, wie z.B. die
Flachdachrichtlinien...... und irgendwas mit 15 cm Abstand oder
Fassadenrinne ....
> Nun tropft's in der Etage darunter, in den Räumen entlang der Terrasse
> blättert, vor allem im Bereich der Terrassentüren, die Farbe, die
> Türstöcke schimmeln, insgesamt ein Bild des Jammers. Und: die
> Gewährleistung war 2 Jahre, der Schaden ist erst seit Anfang des
> Jahres aufgefallen, also danach.
Gibt es da wirklich einen VOB-Vertrag ? Sonst gilt nämlich BGB und 5 Jahre.
Bei versteckten Mängeln gelten so oder so 30 Jahre Haftung.
>
> Die Firmen, die nun eine -hoffentlich- fachgerechte Sanierung
> anbieten, schlagen zweierlei Abdichtungsmaterialien vor: einmal ganz
> klassisch mit den Bauder-Schwarten. Und einmal mit Sarnafil.
>
> Jetzt frag' ich mich:
>
> - Offensichtlich ist ja die erste "Sanierung" der Terrasse ein
> ziemlich grober Pfusch gewesen. Gibt es Möglichkeiten, die damalige
> Firma jetzt noch zu packen? - schließlich hat diese ja auch
> "beraten"...
Da muß wohl ein Rechtskundiger ran.
>
> - In diesem Zusammenhang interessiert mich auch, ob es
> Verlegerichtlinien für diesen "Gartenmann-Belag" (interessant: max.
> Flächen, erforderliche Arbeitsfugen, Mindeststärken etc.) gibt?
> Schließlich lernt man nie aus...
Wo gibt es denn diesen Gartenmann-Belag? Bei deisem Pfusch finde ich als
DachGärtner diesen namen schon Ruf schädigend ;-(
> > - Die Sarnafil-Variante ist (kurioserweise) preislich _sehr_
> interessant.
Kunststoff ist eigentlich immer billiger.
Wer von Euch hat Erfahrungen mit
>Sarnafil bei
> Sanierungen? Und in diesem Fall insbesonders: Wie verhält es sich mit
> Brandschutz und "Verwundbarkeit" der Dachflächen (UV, mechanische
> Einwirkung -auch Marder und Katzen, das Dach war mit Knochen und
> sonstigen tierischen Überresten übersäht-, Feuerwerkskörper etc.)?
> Sarnafil kommt schließlich in PVC Stärke 2mm, und durch die bestehende
> Form des Dachrands FD (knappknappknapp) wird wohl oder übel die Folie
> in diesem Bereich freiliegen - Spenglerkunststücke sind leider nicht
> erwünscht.
Soweit ich weiß, hat Sarna nicht die übelsten Folien. Gegen PVC habe ich
prinzipiell aus Umweltgründen was, zudem kann der Weichmacher wandern und
das Zeug verspröden. 2 mm ist relativ gut, jedoch ist nach meinen
Erfahrungen das Material immer nur so gut wie die Verarbeitung auf der
Baustelle....
Da habe ich mit jedweden Foliendächern schon unangenehme Überaschungen
erlebt.
Schweißbahnen kann Dir scheinbar fast jeder Idiot von Dachdecker auf das
Dach klatschen. Und durch mehr Dicke/Mehrlagigkeit hast Du da im
Zweifelstfall mehr Sicherheitsreserve.
Gegen Brand und "Verwundbarkeit" hilft auf jeden Fall eine Schutzlage.
Von Berufs wegen sind mir da natürlich Dachbegrünungen am
allersympatischsten ;-))
--
Freundliche Grüße
Dipl.- Ing. Stephan Romahn
Garten- und Landschaftsarchitekt
-----
----> www.sr-gruenhaus.de <--------
----> Ökologische Dachbegrünung <---------
----> Know how, Material und Pflanzen <--------
----> Infos zur Bauwerksbegrünung <--------
> Bei der "Sanierung" 1998
> > hat der damalige "Sanierer" die Hausherren beschwatzt, das ganze
> > Malheur unter einem sogenannten Gartenmann-Belag -ein Aufbeton mit
> > einem Anstrich aus flüssiger Abdichtung- einfach zu begraben (!).
>
> Das hört sich nach Pfusch am Bau an ;-((
Genau ;-)
> Ich glaube , da gibt es doch gewisse Regeln der Technik, wie z.B.
die
> Flachdachrichtlinien...
Die waren unserem "Meister" ganz offensichtlich nicht bekannt oder eh
egal...
> Gibt es da wirklich einen VOB-Vertrag ? Sonst gilt nämlich BGB und 5
Jahre.
> Bei versteckten Mängeln gelten so oder so 30 Jahre Haftung.
Scheinbar war's nach VOB (so aus der Erinnerung, Hausherren suchen
noch den Vertrag).
Na, das ist ja schon mal ein erster Hinweis, die versteckten Mängel,
obwohl man hier ja von "versteckt" nur schwer reden kann. Werd' wohl
'nen Rechstspezialisten fragen müssen....
> Wo gibt es denn diesen Gartenmann-Belag? Bei deisem Pfusch finde ich
als
> DachGärtner diesen namen schon Ruf schädigend ;-(
"Gartenmann-Belag" ist scheinbar ein Begriff für derlei Beläge, glatte
Estriche bzw. Aufbetonschichten mit Flüssigisolierung. Recherchen im
Netz und bei Kollegen haben leider keine weiteren Hinweise gegeben,
nur einen Link auf irgendein Hotelchen mit Tanzterrasse in dieser
Ausführung...
[...]
> Soweit ich weiß, hat Sarna nicht die übelsten Folien. Gegen PVC habe
ich
> prinzipiell aus Umweltgründen was, zudem kann der Weichmacher
wandern und
> das Zeug verspröden.
Das waren auch meine Bedenken - aber "money makes the world go
around"...
> 2 mm ist relativ gut, jedoch ist nach meinen
> Erfahrungen das Material immer nur so gut wie die Verarbeitung auf
der
> Baustelle....
> Da habe ich mit jedweden Foliendächern schon unangenehme
Überaschungen
> erlebt.
Ja, das beliebte Biertrinken beim Flachdach-Eindichten mit
anschließendem Kronenkorken-Abdruck bzw. -Stanzen durch die Abdichtung
ist mir auch schon mal untergekommen ;-)
> Schweißbahnen kann Dir scheinbar fast jeder Idiot von Dachdecker auf
das
> Dach klatschen. Und durch mehr Dicke/Mehrlagigkeit hast Du da im
> Zweifelstfall mehr Sicherheitsreserve.
> Gegen Brand und "Verwundbarkeit" hilft auf jeden Fall eine
Schutzlage.
Im Augenblick ist ein Kiesdach als FD vorgesehen, die Terrassen
kriegen Betonplatten im Kiesbett.
> Von Berufs wegen sind mir da natürlich Dachbegrünungen am
> allersympatischsten ;-))
Ich werd's weitergeben, vielleicht wird's ja dann doch grün ;-)
Merci erstmal.
Herbert.
--
www.LowBudget-CAD.org
>einem Anstrich aus flüssiger Abdichtung- einfach zu begraben (!).
....
....
>3 cm reduziert worden, _ohne_ vorgelegter Rinne, selbstverständlich.
Irrsinn ....
....
....
>Gewährleistung war 2 Jahre, der Schaden ist erst seit Anfang des
>Jahres aufgefallen, also danach.
Steht auf Murks nicht 30 Jahre? RA fragen.
.......
>klassisch mit den Bauder-Schwarten. Und einmal mit Sarnafil.
........
>Firma jetzt noch zu packen? - schließlich hat diese ja auch
>"beraten"...
und geplant. Planungsleistungen: 5 Jahre
>Verlegerichtlinien für diesen "Gartenmann-Belag" (interessant: max.
würde mich auch interessieren.
>- Die Sarnafil-Variante ist (kurioserweise) preislich _sehr_
>interessant. Wer von Euch hat Erfahrungen mit Sarnafil bei
wieso? PVC ist billig. Die Nachteile hast Du schon selbst genannt.
Ich würde EPDM vorschlagen. Und zwar erst mal den alten Müll runter
..
Grüße sendet
W. Cantzler
PS:
Gutachter Dieter Sedlmayer Hilpoldstein oder Sauerbrey, Nürnberg
.. und ich verstehe absolut nicht, warum am SICHERHEITSBAUTEIL
Dachabdichtung auf die letzte Mark gesehen wird.
>
> > 2 mm ist relativ gut, jedoch ist nach meinen
> > Erfahrungen das Material immer nur so gut wie die Verarbeitung auf
> der
> > Baustelle....
> > Da habe ich mit jedweden Foliendächern schon unangenehme
> Überaschungen
> > erlebt.
>
> Ja, das beliebte Biertrinken beim Flachdach-Eindichten mit
> anschließendem Kronenkorken-Abdruck bzw. -Stanzen durch die Abdichtung
> ist mir auch schon mal untergekommen ;-)
... und schlecht verschweißte Nähte. Den Vogel haben mal Dachabdichter
abgeschossen, die in ein Foliendach mit dem Brenner ein Loch gebrannt und
absolut schluderig geflickt haben ....
>
> > Schweißbahnen kann Dir scheinbar fast jeder Idiot von Dachdecker auf
> das
> > Dach klatschen. Und durch mehr Dicke/Mehrlagigkeit hast Du da im
> > Zweifelstfall mehr Sicherheitsreserve.
>
> > Gegen Brand und "Verwundbarkeit" hilft auf jeden Fall eine
> Schutzlage.
>
> Im Augenblick ist ein Kiesdach als FD vorgesehen, die Terrassen
> kriegen Betonplatten im Kiesbett.
>
> > Von Berufs wegen sind mir da natürlich Dachbegrünungen am
> > allersympatischsten ;-))
>
> Ich werd's weitergeben, vielleicht wird's ja dann doch grün ;-)
Schützt besser als Kies, sieht von den Terrassen sehr viel gefälliger aus,
ist Wassserentsorgungstechnisch eine Verbesserung.... und wird je nach
Kommung sogar gefordert oder gefördert. Teilweise gibt es schon wegen des
Regenwasserrückhaltes einen Bonus bei den Abwasserentsorgungsbegühren.
Außerdem hält ein e begrünte Dachabdichtung ungefähr doppelt so lange wie
eine frei Bewitterte.
Die geringen Mehrkosten gegenüber Kies zahlen sich wirtschaftlich aus.......
und den "Luxus" eines blühenden Daches kann man nicht mit Geld aufwiegen.
Noch Fragen? Bei mir werden Sie geholfen ;-))
--
Freundliche Grüße
Dipl.- Ing. Stephan Romahn
Garten- und Landschaftsarchitekt
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----> Infos zur Bauwerksbegrünung <--------
>
> wieso? PVC ist billig. Die Nachteile hast Du schon selbst genannt.
> Ich würde EPDM vorschlagen. Und zwar erst mal den alten Müll runter
Wenn es manierlich gefügt ist, ist EPDM wirklich super.... und wurzelfest
für die Begrünung ;-))
Wurzelfest ist es aber meines Wissens nur in mit vorgefertigten
(vulkanisierten) Nähten, die Dachabdichtung kommt dann als fertige
riesige Plane auf die Baustelle. Das ist ein ziemlicher Aufriß und auf
dem Dach kann nicht mehr viel gemacht werden. Oder liege ich da
falsch?
Wenn die Forderung wurzelfest nicht besteht, kann EPDM ähnlich wie
Bitumenschweißbahnen verarbeitet werden. Es genügt aber einlagig und
ist damit meist etwas billiger als Bitumen bei größerer
Dauerhaftigkeit, (wer es noch sicherer haben will, läßt die erste Lage
Bitumen zusätzlich verlegen).
Udo
> >Gewährleistung war 2 Jahre, der Schaden ist erst seit Anfang
des
> >Jahres aufgefallen, also danach.
>
> Steht auf Murks nicht 30 Jahre? RA fragen.
Werd' ich anregen, ist nämlich wirklich ein ziemlich schlimmer
Anblick...
> >Firma jetzt noch zu packen? - schließlich hat diese ja auch
> >"beraten"...
>
> und geplant. Planungsleistungen: 5 Jahre
!! Hört, hört !!
>
> wieso? PVC ist billig. Die Nachteile hast Du schon selbst genannt.
> Ich würde EPDM vorschlagen.
Mit EPDM hab' ich auch gute Erfahrungen gemacht. Aber nun gut, jetzt
hat sich die Hausherrin bereits drei Angebote kommen lassen, und
liebäugelt eben mit Sarnafil, weil billig. (Ich hab' über Sarnafil im
Neubau nur Gutes gehört, will ich nur mal dazu sagen... )
> Und zwar erst mal den alten Müll runter
Yep, hab' auch schon gemeint, daß alles Lose runtergerissen werden
muß. Beim Flachdach bieten die Firman aber an, nach dem Entfernen des
Kieses nur die Blasen in der alten Dachhaut aufzuschneiden und darauf
neu zu verlegen - was mir ein leichtes Magendrücken verursacht, ich
denke, die sauberste Lösung ist alles wech bis auf die Rohdecke....
schaunmermal, ob da noch ein paar Mark locker zu machen sind.
Danke erstnal.
Herbert.
--
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[...]
> > Das waren auch meine Bedenken - aber "money makes the world go
> > around"...
>
> .. und ich verstehe absolut nicht, warum am SICHERHEITSBAUTEIL
> Dachabdichtung auf die letzte Mark gesehen wird.
Die Wege des (Bau-)Herrn sind unergründlich :-|
Ich werd' noch mal versuchen, Überzeugungsarbeit zu leisten...
> Noch Fragen? Bei mir werden Sie geholfen ;-))
Herzlichen Dank, ich werde gern darauf zurückkommen :-)
'n Gruß.
Herbert.
--
www.LowBudget-CAD.org
Mir scheint es nicht sonderlich geeignet, weil PVC nur mit normgerecht
hergestellten Schweiß_nähten_ sicher funktioniert. Besondere
Anschlüsse erfordern Verbundbleche und dgl. und sind eher teurer.
PVC ist geeignet für große Flächen, auf denen mit einem Automaten
geschweißt wird, sich die Zahl der verschiedenen Anschlüsse in engen
Grenzen hält und der Materialpreis die wesentliche Rolle spielt.
Eigentlich dürfte es auf einer Terrasse nicht viel günstiger als ein
anderes Bahnenmaterial kommen.
Kann es sein, daß es sich um eine Truppe handelt, die sonst immer
Supermärkte abdichtet, an andere Materialien nicht gewöhnt ist und ein
neues Betätigungsfeld sucht?
Natürlich alles IMO, ich mein ja nur...
>
>> Und zwar erst mal den alten Müll runter
>
>Yep, hab' auch schon gemeint, daß alles Lose runtergerissen werden
>muß. Beim Flachdach bieten die Firman aber an, nach dem Entfernen des
>Kieses nur die Blasen in der alten Dachhaut aufzuschneiden und darauf
>neu zu verlegen - was mir ein leichtes Magendrücken verursacht, ich
>denke, die sauberste Lösung ist alles wech bis auf die Rohdecke....
>schaunmermal, ob da noch ein paar Mark locker zu machen sind.
Ob der Abriß notwendig ist, hängt weniger von der Festigkeit als vom
Grad der Durchfeuchtung sowie von Zustand und Dicke der Wärmedämmung
ab, das läßt sich vor Ort kontrollieren.
PVC wird ohnehin lose mit Auflast (auf der Terrasse immer vorhanden)
oder mechanisch befestigt verlegt.
Wennn der Untergrund noch nicht so schlecht ist, gibt es kaum einen
Grund alles abzureißen, ich würde die paar Mark mehr lieber in die
neue Abdichtung stecken.
Gruß, Udo
>Yep, hab' auch schon gemeint, daß alles Lose runtergerissen werden
... Bitte nicht nur alles Lose, ALLES bis auf die Rohdecke. Ihr
handelt euch nur wieder Schwierigkeiten ein.
>Kieses nur die Blasen in der alten Dachhaut aufzuschneiden und darauf
>neu zu verlegen - was mir ein leichtes Magendrücken verursacht, ich
Die Blasen kommen ja vom Wasserdampf, der entstand, weil Wasser unter
die Abdichtung laufen konnte, und bei Sonnenschein ....
Es ist übrigens noch jede Menge Wasser drinnen, das dann eingesperrt
wird. Da wird´s natürlich modrig ..... - und es werden wieder Blasen
entstehen = Dehnungen, im Winter wird bei ungünsteiger Situation die
Blase hart werden - dann braucht nur noch jemand drauftreten ....
Du bist ja auf dem richtigen Weg. ....
Übrigens ist Sarnafil je ein Mercedes unter den Folien, gibts ja auch
vorkonfektioniert - nicht viel billiger als EPDM vorkonfektioniert und
vulkanisiert, nicht baustellengeschweißt.
Rechne doch mal deiner Bauherrin den Unterschied genau vor, und sie
wird sehen, daß es bei der Fläche die sie hat, nur ein paar hundert
Mark sind - ist ja keine Industriehalle - oder?
Übrigens würde ich mir überlegen, ob ich Verantwortung für fremde
Ausführungsvorschläge, von denen ich nicht überzeugt bin, übernehmen
will / kann. Das versteht auch jeder Auftraggeber. Und die paar Mark
Honorar - wenn überhaupt - können es doch nicht sein, evtl.
Freundschaft aufs Spiel zu setzen.
Mein Tip:
1. Ausführung nach "Dachdeckerart" - der AG reist alleine mit seinem
Dachdecker, dem er ja vertraut - was soll ich da noch dabei?
Und der Dachdecker trägt die Verantwortung.
2. Ausführung nach meiner detaillierten Planung und Details - der AG
reist mit mir, und ich trage auch die Verantwortung.
Gruß
W. Cantzler
> >> Ich würde EPDM vorschlagen. Und zwar erst mal den alten Müll runter
> >
> >Wenn es manierlich gefügt ist, ist EPDM wirklich super.... und wurzelfest
> >für die Begrünung ;-))
>
> Wurzelfest ist es aber meines Wissens nur in mit vorgefertigten
> (vulkanisierten) Nähten, die Dachabdichtung kommt dann als fertige
> riesige Plane auf die Baustelle. Das ist ein ziemlicher Aufriß und auf
> dem Dach kann nicht mehr viel gemacht werden. Oder liege ich da
> falsch?
Soweit ich das weiß, sind vom Material her sämtliche
EPDM-Dachabdichtungsbahenen wurzelfest nach FLL.
Es gibt auch die auf dem Dach mitels Hot-Bonding-Verfahren oder Heizkeil
gefügt werden können.
Also ist EPM nicht gleich mit Vorfertigung zu setzen.
> Wenn die Forderung wurzelfest nicht besteht, kann EPDM ähnlich wie
> Bitumenschweißbahnen verarbeitet werden.
Und wenn die Forderung Wurzelfest besteht, dann auch ;-))
>Es genügt aber einlagig und
> ist damit meist etwas billiger als Bitumen bei größerer
> Dauerhaftigkeit, (wer es noch sicherer haben will, läßt die erste Lage
> Bitumen zusätzlich verlegen).
... aber ´leider wird es zu wenig eingesetzt.
Ricjtig, aber die Schweißfuge besteht dann mehr oder weniger aus
Bitumen. Gummi läßt sich nun mal nicht schweißen.
Das ist wegen des innerhalb der Überlappung gut geschützten Materials
kein Problem, verringert aber die Wurzelfestigkeit. Bei Phoenix
jedenfalls, kommt immer im Zusammenhang mit Gründach wieder die
vorkonfektionierte Plane ins Spiel.
>> Wenn die Forderung wurzelfest nicht besteht, kann EPDM ähnlich wie
>> Bitumenschweißbahnen verarbeitet werden.
>
>Und wenn die Forderung Wurzelfest besteht, dann auch ;-))
Hast Du einen Hersteller?
>... aber ´leider wird es zu wenig eingesetzt.
bei uns immer öfter :-)
Gruß, Udo
> >Soweit ich das weiß, sind vom Material her sämtliche
> >EPDM-Dachabdichtungsbahenen wurzelfest nach FLL.
> >Es gibt auch die auf dem Dach mitels Hot-Bonding-Verfahren oder Heizkeil
> >gefügt werden können.
> >Also ist EPM nicht gleich mit Vorfertigung zu setzen.
>
> Ricjtig, aber die Schweißfuge besteht dann mehr oder weniger aus
> Bitumen. Gummi läßt sich nun mal nicht schweißen.
Doch, mit irgendwelchen Spezialausrüstungen der Nähte kannst Du´das so
verschweißen, daß es vulkanisiert.
Da gibt es z.B. bei Trelleborg (Vertrieb DBV in Hamburg) die
Thermodond-Fügetechnik.
> Das ist wegen des innerhalb der Überlappung gut geschützten Materials
> kein Problem, verringert aber die Wurzelfestigkeit. Bei Phoenix
> jedenfalls, kommt immer im Zusammenhang mit Gründach wieder die
> vorkonfektionierte Plane ins Spiel.
>
> >> Wenn die Forderung wurzelfest nicht besteht, kann EPDM ähnlich wie
> >> Bitumenschweißbahnen verarbeitet werden.
> >
> >Und wenn die Forderung Wurzelfest besteht, dann auch ;-))
>
> Hast Du einen Hersteller?
Den Ordner von Trelleborg DBV www.trelleborg.com habe ich vor mir.
Wie es bei Saargummi mit der Fügetechnik aussieht weiß ich nicht.
DLW hatte vor Urzeiten mal eine quellverschweißbare EPDM-Bahm die wurzelfest
war.
Wenn Du neue Erkenntnisse hast, würde mich das sehr interessieren.
> >... aber ´leider wird es zu wenig eingesetzt.
>
> bei uns immer öfter :-)
--
Ich finde nur was unter Thermobond, und das ist was mit Mikrofaser und
Vlies und Geotextil
>Den Ordner von Trelleborg DBV www.trelleborg.com habe ich vor mir.
alles schwedisch, keine Ahnung
>Wie es bei Saargummi mit der Fügetechnik aussieht weiß ich nicht.
>DLW hatte vor Urzeiten mal eine quellverschweißbare EPDM-Bahm die wurzelfest
>war.
>
>Wenn Du neue Erkenntnisse hast, würde mich das sehr interessieren.
Bisher Folgendes:
Vulkanisieren auf dem Dach ist zwar prinzipiell möglich (die
Fugenprofile am Olympiadach in München sind wohl so verbunden und
halten heute noch), die mobile Technik ist aber recht unhandlich und
scheint auf dem Dach bis auf weiteres nicht recht konkurrenzfähig zu
sein.
PHOENIX sieht keinen Markt und verweist auf die konfektionierten
Planen, im Bereich von Durchdringungen wird mit Bitumen geschweißt, da
dort Kiesstreifen liegen und die Wurzelbeanspruchung gering ist.
Für extensive Begrünung geht geschweißt angeblich auch,
mit einer zusätzlichen 0,4mm PE-Folie,
Gewährleistung wird übernommen, allerdings keine FLL-Prüfung.
DLW läßt sich nicht anmerken,
daß sie was mit Dachabdichtung zu tun haben.
SAARGUMMI (Novotan, Website im Aufbau) hat ein Verfahren
("Thermofast"), das den kritischen Prozess auf dem Dach mit einem
selbstfahrenden Automaten bei 420° durchführt, die Verlegevorschriften
für Innen- und Außenecken sehen schon in der Broschüre hochkompliziert
aus, wenn ich mir dann so die mir bekannten Dachabdichter damit
vorstelle :-/
Das hat uns jedenfalls noch keiner von sich aus angeboten.
Auch SAAR verweist im Gründachbereich auf die Planen, wohl nach dem
Motto: Es geht auch auf dem Dach, aber wenn's nich sein muß...)
Übrigens auch hier kein Wort von FLL-Prüfung :-(
Die Fachberater klagen über die hohen Kosten des FLL-Tests,
berufen sich auf ihre eigenen und meinen,
sie könnten ja, wenn sie wolten :-(
Udo
> >Doch, mit irgendwelchen Spezialausrüstungen der Nähte kannst Du´das so
> >verschweißen, daß es vulkanisiert.
> >Da gibt es z.B. bei Trelleborg (Vertrieb DBV in Hamburg) die
> >Thermodond-Fügetechnik.
>
> Ich finde nur was unter Thermobond, und das ist was mit Mikrofaser und
> Vlies und Geotextil
Dann hast du falsch gesucht ;-)
> >Den Ordner von Trelleborg DBV www.trelleborg.com habe ich vor mir.
>
> alles schwedisch, keine Ahnung
Ganz einfach: DBV Dach-Baustoff-VertriebsGmbH, Wanrstdstraße 10-16, 22525
Hamburg, Tel. 040/5404041, Fax 040/5402059
Um einen Architektenordner und Muster von Trelleborg bitten. Alles deutsch
;-))
>
> >Wie es bei Saargummi mit der Fügetechnik aussieht weiß ich nicht.
>
> >DLW hatte vor Urzeiten mal eine quellverschweißbare EPDM-Bahm die
wurzelfest
> >war.
> >
> >Wenn Du neue Erkenntnisse hast, würde mich das sehr interessieren.
>
> Bisher Folgendes:
>
> Vulkanisieren auf dem Dach ist zwar prinzipiell möglich (die
> Fugenprofile am Olympiadach in München sind wohl so verbunden und
> halten heute noch), die mobile Technik ist aber recht unhandlich und
> scheint auf dem Dach bis auf weiteres nicht recht konkurrenzfähig zu
> sein.
Im Trelleborg-Ordner sieht die Technik nicht unhandlicher als das aus, mit
dem die Kunststoffleute auf dem Dach schweißen.
> PHOENIX sieht keinen Markt und verweist auf die konfektionierten
> Planen, im Bereich von Durchdringungen wird mit Bitumen geschweißt, da
> dort Kiesstreifen liegen und die Wurzelbeanspruchung gering ist.
..... aber nur wenn das Dach ordnungsgemäß ab und zu geawartet wird. Du
kennst doch sicher auch unbegrünte oder bekieste Dächer auf denen
Birkenwälder wachsen ;-((
Geht sicher, aber für die Praxis ist das zu hohes Potenzial für die
Architekten-haftpflicht.
> Für extensive Begrünung geht geschweißt angeblich auch,
> mit einer zusätzlichen 0,4mm PE-Folie,
> Gewährleistung wird übernommen, allerdings keine FLL-Prüfung.
PE-Folien sind nie FLL-Geprüft, da die Dinger nicht gefügt, sondern nur
überlappt gelegt werden können. Auf meinem eigenen Dach würde ich notfalls
so etwas unter einer extensiven Begrünung probieren. Aber der
FLL-Durchwurzelungstest ist nun mal Stand der Technik und der Planer mit
einem Bein im Knast wenn er zu viel experimentiert.
>
> DLW läßt sich nicht anmerken,
> daß sie was mit Dachabdichtung zu tun haben.
>
> SAARGUMMI (Novotan, Website im Aufbau) hat ein Verfahren
> ("Thermofast"), das den kritischen Prozess auf dem Dach mit einem
> selbstfahrenden Automaten bei 420° durchführt, die Verlegevorschriften
> für Innen- und Außenecken sehen schon in der Broschüre hochkompliziert
> aus, wenn ich mir dann so die mir bekannten Dachabdichter damit
> vorstelle :-/
> Das hat uns jedenfalls noch keiner von sich aus angeboten.
>
> Auch SAAR verweist im Gründachbereich auf die Planen, wohl nach dem
> Motto: Es geht auch auf dem Dach, aber wenn's nich sein muß...)
> Übrigens auch hier kein Wort von FLL-Prüfung :-(
>
Stimmt nicht: Saargummi Novotan ist mit Sicherheit FLL-wurzelfest.
> Die Fachberater klagen über die hohen Kosten des FLL-Tests,
> berufen sich auf ihre eigenen und meinen,
> sie könnten ja, wenn sie wollten :-(
>
Aber trotzdem machen soo viele Hersteller im Moment Wurzelfestigkeitstest,
daß die Kapazitäten der Prüfeinrichtungen absolut ausgelastet sind.
Vielleicht sollte ich mit mal die aktuelle Liste der gestesteten Bahnen
besorgen. Gibt es bei www.fbb.de , oder war es die www.fll.de
??