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Undichtigkeit eines Flachdaches finden

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Matthias Kahlert

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Oct 16, 2009, 4:10:04 AM10/16/09
to
Ich habe ein Foliendach (Polyolefin), welches leider undicht ist.

Die betroffene Fl�che ist ca. 50 m� gro�. Ich habe sie in einer
Sch�nwetterperiode probeweise geflutet, wobei nach etwa 10 h an einem
Eck (gleiche Stelle wie immer, gl�cklicherweise im Freien) Wasser
ausgetreten ist (insgesamt ca. 3 l). Unter der Gef�lled�mmung ist eine
bitumin�se Dampfsperre, wo das Wasser sich verteilen kann. Die
Verz�gerung deutet darauf hin, dass die Undichtheit weiter weg von der
Austrittsstelle ist, sie kann im Prinzip �berall sein.

Nun w�rde ich den Flutversuch gerne wiederholen, allerdings das Wasser
mit verschiedenen Farben einf�rben um ungef�hr absch�tzen zu k�nnen, wo
man mit der Suche beginnen soll.

Kennt jemand daf�r geeignete Fl�ssigfarben (unsch�dlich, aber auch in
hoher Verd�nnung noch eindeutig erkennbar)?

Sonst irgendwelche Ideen? Sonst bleibt nur, die komplette Besch�ttung
abzur�umen, was auch bei "nur" 50 m� ganz sch�n m�hsam ist.

--
Matthias

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Bernd Nebendahl

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Oct 16, 2009, 4:33:46 AM10/16/09
to
Matthias Kahlert wrote:

> Kennt jemand daf�r geeignete Fl�ssigfarben (unsch�dlich, aber auch in
> hoher Verd�nnung noch eindeutig erkennbar)?

Hallo Matthias,

f�r solche Zwecke w�rde ich Fluorescin nehmen (siehe
<http://de.wikipedia.org/wiki/Fluorescein>)

Bernd

Bernd Nebendahl

unread,
Oct 16, 2009, 4:36:08 AM10/16/09
to

Korrektur, was Du brauchst ist Uranin (das Natriumsalz von Fluorescin)

Bernd

Matthias Kahlert

unread,
Oct 16, 2009, 5:50:38 AM10/16/09
to
Am 16.10.2009 10:36, schrieb Bernd Nebendahl:

>> f�r solche Zwecke w�rde ich Fluorescin nehmen (siehe
>> <http://de.wikipedia.org/wiki/Fluorescein>)
>

> Korrektur, was Du brauchst ist Uranin (das Natriumsalz von Fluorescin)

Ich glaube, ich brauche aber verschieden Farben (also zB cyan, magenta,
gelb und schwarz in je eine Ecke), denn ich will ja wissen, wo es
hineinrinnt. Wo es herauskommt, wei� ich.

--
Matthias

Matthias Kahlert

unread,
Oct 16, 2009, 5:54:39 AM10/16/09
to
Am 16.10.2009 10:24, schrieb Maria Bin:

> Naturalien: Kaffeesatz, Spinat, Rote Beete in ausreichend hoher
> Konzentration
>
Ich sch�tze, ich ben�tige etwa 2,5 m� Wasser zum Fluten. Glaube nicht,
dass ich das mit Naturmaterialien so f�rben kann, dass man das erkennen
kann (mit vern�nftigem Aufwand).

> Hoffentlich sind es nicht mehrere Lecks... ;-)

Ist nat�rlich nicht ausgeschlossen, aber da es nur sehr langsam tropft,
hoffe ich mal nicht.

--
Matthias

Bernd Nebendahl

unread,
Oct 16, 2009, 6:26:47 AM10/16/09
to
Warum nicht die Farbe sehr lokal einbringen und warten ob sich nach 10h
was zeigt oder nicht (das setzt voraus, dass die Diffusion nach 10h
nicht f�r einen kompletten Ausgleich sorgt)

Bernd

PS Das Problem d�rfte in allen F�llen sein, dass es vermutlich relativ
schwierig wird, die Farbe wieder wegzukriegen um einen neuen Versuch zu
machen.

PPS Man sollte meinen es gibt noch andere Verfahren um ein Leck im
Flachdach aufzusp�ren.

Uwe Hercksen

unread,
Oct 16, 2009, 9:29:46 AM10/16/09
to

Matthias Kahlert schrieb:

> Ich sch�tze, ich ben�tige etwa 2,5 m� Wasser zum Fluten. Glaube nicht,
> dass ich das mit Naturmaterialien so f�rben kann, dass man das erkennen
> kann (mit vern�nftigem Aufwand).

Hallo,

die H�hlenforscher nehmen deshalb floureszierende Farbstoffe wenn sie
die Vermutung beweisen wollen das Wasser das an einer Stelle im
Untergrund verschwindet an einer bestimmten anderen Stelle wieder zum
Vorschein kommt.

Bye

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Stefan

unread,
Oct 19, 2009, 12:36:21 PM10/19/09
to
> Die Leckstelle d�rfte feucht und folglich leitf�hig sein. Am
> Wasseraustritt an der feuchten Stelle eine Elektrode anbringen (nasses
> Schwammtuch auf Blechscheibe, mit Holzstange o. �. festklemmen),
> Spannung anlegen, und dann auf dem Dach mit einer zweiten Elektrode
> rummessen - je n�her man der Eintrittsstelle kommt, umso h�her sollte
> das Signal sein.
>
> Falls sich auf dem Dach noch Metallkonstruktionen herumtreiben,
> funktioniert das nicht, weil die die Spannung verschleppen und das
> Feld verzerren.
>
> Schrieb ich schon, da� das potentiell gef�hrlich ist und nur von
> Fachleuten gemacht werden sollte?

Kommt auf die Spannung an. Wenn man mit 12V oder 24V arbeitet, d�rfte
das kein Problem sein. Wasser leitet auch nicht besonders gut, also
k�nnte man auch noch einen Vorwiderstand, z.B. 10 KOhm spendieren.

Ob so eine Messung in der Praxis wirklich funktioniert, kann ich nicht
sagen.

Zuerst wie con Ralf beschrieben beschrieben, eine Elektrode, z.B. den -
Pol an die Leckstelle anschlie�en. Dann den + Pol der Spannungsquelle
irgendwo, d.h. m�glichst weit weg von der vermuteten Eintrittstelle
anbringen, z.B. �ber eine Metallplatte, oder an eine vorhandene
Metallkonstruktion.

Dann zwischen dem - Pol. und einer beweglichen Elektrode die Spannung
messen. Mit dieser beweglichen Elektrode den Punkt mit der niedrigsten
Spannungsdifferenz zum -Pol suchen.

Eventuell die Messung mit verschiedenen Positionen des +Pols
wiederholen. Die Spannung sollte da am niedrigsten sein, wo der Weg zum
-Pol. am k�rzesten ist, d.h. an der Leckstelle.

Oder die Spannung gegen den + Pol messen und das Maximum suchen, bzw.
beides.

Ist jedenfalls eine interessante Idee und sollte im Prinzip auch bei
vorhandenen Metallkonstruktionen funktionieren.

Gru�

Stefan DF9BI

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Stefan

unread,
Oct 20, 2009, 12:17:37 PM10/20/09
to
Ralf . K u s m i e r z schrieb:
> X-No-Archive: Yes
>
> begin quoting, Stefan schrieb:

>
>>> Schrieb ich schon, da� das potentiell gef�hrlich ist und nur von
>>> Fachleuten gemacht werden sollte?
>> Kommt auf die Spannung an. Wenn man mit 12V oder 24V arbeitet, d�rfte
>> das kein Problem sein.
>
> Falls das reicht...
>

Wenn ich mir das so �berlege, dann m�sste der Widerstand durch ein
kleines Loch und einem dahinter liegenden Rinnsal erheblich gr��er sein,
als der Widerstand der �berfluteten Dachfl�che. Man m�sste also die
Spannung zur oberen Kontaktstelle messen. Wenn diese dann im Bereich
10mV - 100mV liegt, w�re das mit einem billigen Digitalmultimeter zu messen.

Aber wie von dir schon geschrieben: Versuch macht kluch

Gru�

Stefan DF9BI

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Matthias Kahlert

unread,
Oct 21, 2009, 4:33:50 AM10/21/09
to
Am 20.10.2009 18:17, schrieb Stefan:

> Wenn ich mir das so �berlege, dann m�sste der Widerstand durch ein
> kleines Loch und einem dahinter liegenden Rinnsal erheblich gr��er sein,

Ich finde diese �berlegungen ja recht interessant, aber:

"Rinnsal" hei�t in meinem Fall max. 1 Tropfen alle ca. 5 s.
Da sich zwischen Dachhaut und bitumin�ser Dampfbremse (auf der sich das
Wasser sammelt) auch noch ca. 15 cm Polystyrolw�rmed�mmung befinden,
durch die das Wasser tropfenweise "durchsickert", bin ich sehr
skeptisch, dass hier �berhaupt ein brauchbarer "elektrischer Leiter"
vorliegt.

--
Matthias

Stefan

unread,
Oct 21, 2009, 12:23:02 PM10/21/09
to
Matthias Kahlert schrieb:

Wie schon geschrieben, interessante Idee, aber man m�sste das mal
ausprobieren. Ich habe hier kein undichtes Flachdach ;-)

Stefan

unread,
Oct 21, 2009, 12:26:30 PM10/21/09
to
> Aber wo Du doch "HF-Fritze" bist, ist mir noch was anderes eingefallen
> (anspruchsvoller): Wie w�re es mit Laufzeitmessungen? Unten an der
> nassen Stelle UKW-Frequenz oder ausreichend breitbandigen
> Impulsgenerator anlegen, Referenzleitung mit konstanter Laufzeit aufs
> Dach, und dann oben auf dem Oszi schauen, wo man sich mit Sonde und
> Verst�rker dem Stromweg entgegenarbeitet.

Ich hab das sogar mal studiert ;-)

Das stell ich mir aber gar nich so einfach vor.

Gru�

Stefan DF9BI

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