Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

Erfahrung mit Cortenstahl?

2,264 views
Skip to first unread message

Andreas Falbesoner Studio

unread,
May 7, 2002, 1:29:09 PM5/7/02
to
Wer hat Erfahrung mit der Verarbeitung von Cortenstahl? Was ist bei der
Verwendung von Corten an der fassade zu beachten?

adreas


Klaus Klabisch

unread,
May 7, 2002, 7:27:53 PM5/7/02
to
"Andreas Falbesoner Studio" <a.falb...@aon.at> schrieb im
Newsbeitrag
news:3cd80e73$0$27284$6e36...@newsreader02.highway.telekom.at...

>
> Wer hat Erfahrung mit der Verarbeitung von Cortenstahl?

Grüß Dich Andreas
Also ich selbst habe Cortenstahl nur (als kostengünstigere Alternative
zu Edelstahl) für Verankerungen von Stb-Fertigteil-Fassaden-Elemente
eingesetzt; aber das ist auch schon ziemlich lange her.

Ansonsten lässt sich Cortenstahl wie jeder andere Stahl bearbeiten und
(mit der richtigen Ausrüstung) auch problemlos schweißen.

> Was ist bei der Verwendung von Corten an der fassade zu
> beachten?
>
> adreas

Bei Regen sollten möglichst keine Passanten der Fassade zu nahe
kommen; zumindest nicht in den ersten Jahren.

Großes Warnschild aufstellen: Nudisten haften für Ihre Kleidung - oder
so ähnlich.

PS. Die einzige größere Rostlaube mit reiner Cortenstahl-Fassade in
meinem Umkreis dürfte das Gerichtsgebäude (gegenüber dem Schloss) in
Mannheim sein - aber vielleicht ist es ja inzwischen auch schon
gänzlich durchge-edel-rostet.
--
Viele Grüße aus der Pfalz
Klaus Klabisch

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Ron Sommer abgelöst werden
sollte.

nino

unread,
May 8, 2002, 12:49:02 AM5/8/02
to
On Wed, 8 May 2002 01:27:53 +0200, "Klaus Klabisch"
<k_kla...@hotmail.com> wrote:

Hi

>PS. Die einzige größere Rostlaube mit reiner Cortenstahl-Fassade in
>meinem Umkreis dürfte das Gerichtsgebäude (gegenüber dem Schloss) in
>Mannheim sein - aber vielleicht ist es ja inzwischen auch schon
>gänzlich durchge-edel-rostet.

oder als Beispiel die Fassade Kreschbach-Stahlbau (Herbolzheim),
länger schon Konkurs.

Der Nachteil von dauerrostenden Stählen sind die unschönen
Rostflecken dort, wo das Regenwasser von der Fassade hintropft.

Das Flair ist vergleichbar mit dem auf einem Schrottplatz :-)

Zudem können diese Rostpartikel wieder auf anderen Oberflächen
Kontaktkorrosion hervorrufen, das Eisenoxide, ja noch Oxidationsgrad,
edler sind als z.B. Kupfer (Lochfraß hier) oder verschiedenen
Edelstähle zum Rosten animieren.

Wenn Corten, sollte auch darauf geachtet werden ...


Gruß

Tobias

Klaus Klabisch

unread,
May 8, 2002, 8:24:33 AM5/8/02
to
"nino" <ni...@cotse.net> schrieb im Newsbeitrag
news:3cd8abd6...@news.premium-news.de...

>
> oder als Beispiel die Fassade Kreschbach-Stahlbau
>(Herbolzheim), länger schon Konkurs.

Also, diese Fassade (wirklich Herbolzheim?) kenn ich zwar jetzt nicht,
aber die Firma nannte sich seinerzeit Greschbach und war nach meiner
Einschätzung eine der besten deutschen Stahlbaufirmen in unserem Raum.
Warum sie trotzdem in Konkurs geriet, entzieht sich jetzt meiner
Kenntnis; aber vielleicht kann ja hierzu ein (früherer) Insider etwas
Näheres dazu sagen.

> Wenn Corten, sollte auch darauf geachtet werden ...
>
> Gruß
> Tobias

.....dass es möglichst nur in Innenräumen eingesetzt wird?
Aber diese Edelrost-Oberflächen-Struktur hat schon etwas ganz
besonderes, wie ich finde. Vielleicht auch mit ein Grund, dass dieses
Material vor allem auch von vielen Künstlern neu entdeckt worden ist.

PS. Aber auch eine Auto-Karosserie ganz aus Corten-Stahl hätte schon
einen ganz besonderen Flair. Es müsste nun ja nicht unbedingt ein
Ferrari sein; ein ganz ordinärer Rolls-Royce (vielleicht dann aber als
Kombi) würde es doch auch schon bringen.
Oder auf Neusprech: Es wäre einfach geil.

nino

unread,
May 8, 2002, 11:50:32 AM5/8/02
to
On Wed, 8 May 2002 14:24:33 +0200, "Klaus Klabisch"
<k_kla...@hotmail.com> wrote:

Hi Klaus,


>> oder als Beispiel die Fassade Kreschbach-Stahlbau
>>(Herbolzheim), länger schon Konkurs.
>
>Also, diese Fassade (wirklich Herbolzheim?) kenn ich zwar jetzt nicht,
>aber die Firma nannte sich seinerzeit Greschbach

mein Fehler :-)

>und war nach meiner
>Einschätzung eine der besten deutschen Stahlbaufirmen in unserem Raum.
>Warum sie trotzdem in Konkurs geriet, entzieht sich jetzt meiner
>Kenntnis; aber vielleicht kann ja hierzu ein (früherer) Insider etwas
>Näheres dazu sagen.

Wenn ich es recht mitbekommen habe, war da irgendwas mit dieser
amerikanischen Sekte "Scientology" (oder so ähnlich), also entweder
eine Verflechtung damit oder etwas wie Rufmord, es sei etwas mit
dieser Sekte ...

Bei Gelegenheit werde ich nachfragen

Gruß

Tobias

Hubert Bigerl Freier Architekt

unread,
May 8, 2002, 2:45:29 PM5/8/02
to
Corten-Stahl rostet und versaut die komplette Umgebung mit roten Rotznasen.
Auf der Wetterseite sind es Pfützen und Bäche. Wenn du das im Aussenbereich
einsetzt, würde ich dir empfehlen, ein Schild aufzustellen, Mittel welchen
künstlerischen Ausdrucks gerade diese Materialwahl war und warum es
gerechtfertigt ist, dass alles, was in die Nähe kommt, Rostflecken in Kauf
nehmen muss.

Aber im Ernst: das Zeug war vor dreissig Jahren wahnsinnig hip. Dass da
mittlerweile tiefe Stille eingekehrt ist, hat mit bauphysikalischen Gründen
zu tun.

Tu dir einen Gefallen und papp das Zeug an keine Fassade.

Gruss Hubert


Klaus Klabisch

unread,
May 8, 2002, 4:00:01 PM5/8/02
to
"nino" <ni...@cotse.net> schrieb im Newsbeitrag
news:3cd947df...@news.premium-news.de...

>
> Wenn ich es recht mitbekommen habe, war da irgendwas mit
> dieser amerikanischen Sekte "Scientology" (oder so ähnlich),
> also entweder eine Verflechtung damit oder etwas wie Rufmord,
> es sei etwas mit dieser Sekte ...

Aber gerade diese Ami-Brüder gelten doch als besonders potent;
zuminderst finanziell.

Ich habe noch in Erinnerung, dass sich die Fa. Greschbach zuletzt auch
im nahen Osten (vulgo: Ostzone, DDR - also bei den Ossis) engagiert
hatte; vielleicht hat gerade diese Erwartungshaltung -wie so vielen
anderen Baufirmen auch- der Firma dann letztendlich das Genick
gebrochen.

> Bei Gelegenheit werde ich nachfragen
>
> Gruß
> Tobias

--

Michael Wolf

unread,
May 9, 2002, 1:45:26 AM5/9/02
to
"Hubert Bigerl Freier Architekt" <Architek...@GMX.net> writes:

> Aber im Ernst: das Zeug war vor dreissig Jahren wahnsinnig hip. Dass da
> mittlerweile tiefe Stille eingekehrt ist, hat mit bauphysikalischen Gründen
> zu tun.
> Tu dir einen Gefallen und papp das Zeug an keine Fassade.

Spontan fällt mir da so ein berühmtes(wie heisst das nur) Hochhaus in
London ein. Fassade im schönsten "eckligbraun". Da sitzt IMHO ne
Versicherung drin und es gab nen jahrelangen Rechtsstreit zwischen dem
Architekten und dem Bauherren über die Fassade.
Hab irgendwo noch ein Foto rumliegen, mal sehen ob ichs heut schaffe.

gruss michael
--
http://www.la-wolf.de

Thomas Borghoff

unread,
May 9, 2002, 7:13:54 AM5/9/02
to

Klaus Klabisch schrieb:


>
> "nino" <ni...@cotse.net> schrieb im Newsbeitrag
> news:3cd947df...@news.premium-news.de...
> >
> > Wenn ich es recht mitbekommen habe, war da irgendwas mit
> > dieser amerikanischen Sekte "Scientology" (oder so ähnlich),
> > also entweder eine Verflechtung damit oder etwas wie Rufmord,
> > es sei etwas mit dieser Sekte ...
>
> Aber gerade diese Ami-Brüder gelten doch als besonders potent;
> zuminderst finanziell.

Möglich, aber sie sind sicherlich nicht hilfreich, wenn sie deinen
Laden, ohne daß dir das rechtzeitig klar wird, von denen in der Form
unterwandert wird, daß sie die Firma über sogenannte interne
Motivationsschulungen als Sprungbrett für Mitgliederwerbung nutzen und
für deine »normalen« Mitarbeiter, Auftraggeber und Geschäftspartner dies
das Ende der Zusammenarbeit bedeutet. War wohl ziemlich ekelig das
Ganze.

>
> Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Ron Sommer abgelöst werden
> sollte.

Na, das könnte ja bald der Fall sein, wie sieht dann deine Signatur aus,
vielleicht:

Hier stand jahrelang: ;-)

--
Gruß vom schönen Titisee: Thomas Borghoff
Dipl.-Ing. (FH), Fon: +49 7651 4410, Fax: 4440
Franz-Schubert-Weg 2, 79822 Titisee-Neustadt
mailto:tho...@borghoff.de http://www.borghoff.de

Tobias Jägle

unread,
May 9, 2002, 7:29:23 AM5/9/02
to
Hallo NG,

als gebürtiger Herbolzheimer kann ich sowohl zu Gebäuden aus Corten als auch
zu Greschbach was sagen.

Neben dem ehem. Verwaltungsgebäude von Greschbach mit Corten-Fassade in
Herbolzheim gibt es auch noch die Emil-Dörle-Schule, von Greschbach
ausgeführt, bei der sowohl Teile der Tragstruktur als auch der Fassaden aus
Corten bestehen. (Bild unter http://www.eds.em.bw.schule.de/ ). Der älteste
Teil der Schule ist in den 60er Jahre gebaut worden, die weiteren Bauteile
einschließlich Dreifeld-Sporthalle ein wenig später. Die Fassadenteile aus
Corten sind meines Wissens noch die ursprünglichen, die Aufhängungen der
Waschbetonplatten sind wie ich gehört habe nicht mehr so im besten Zustand.
Die Rostbrühe der Corten-Elemente läuft an den Waschbetonplatten herunter,
was die Schule teilweise recht schmuddelig erscheinen lässt. Insgesamt hat
die Schule vom architektonischen her nicht grad ein so tolles Image bei der
Bevölkerung ("Rostlaube"), und bei einer irgendwann fälligen
Fassadensanierung werden die Cortenplatten wohl fallen.

Von der Farbe her ist der Cortenstahl an der Schule nicht sehr schön. Er ist
im Vergleich zu unbewittertem Material sehr dunkel und ziemlich braun, wobei
ich nicht weiss ob sich das über unterschiedliche Legierungen
steuern lässt.


Zum Thema Greschbach. Es gab wohl mehere Faktoren, die zum Konkurs
beigetragen haben. Greschbach hat wohl zu schnell zu stark expandiert, die
Verschuldung wurde dementsprechend immer höher.

Unter anderem hat man auch eine Firma im Raum Esslingen übernommen. Der Chef
dieses Unternehmens soll Scientologe gewesen sein und war angeblich mit den
Konditionen der Übernahme nicht einverstanden. Jedenfalls flatterten bei
Kunden von Greschbach (Mercedes, Neoplan...) anonyme Briefe aus dem Fax, in
denen Greschbach in Verbindung mit Scientology gebracht wurde. Daraufhin gab
es eine Reihe von Auftragsstornierungen, u.a. sollte Greschbach damals für
Neoplan ein Hochhaus in Berlin bauen, und es gab die übliche Kettenreaktion:
Keine Aufträge mehr, keine Kredite mehr, Entlassungen, Versteigerung von
Betriebsausstattung. Eine Stahlbaufirma aus Brilon hat dann die Reste von
Greschbach gekauft und produziert auch wieder in Herbolzheim, aber in viel
geringerem Umfang als vorher. Ob noch unter dem Namen "Greschbach" gebaut
wird ist mir allerdings nicht bekannt, immer wenn ich Zuhause bin und
Baustellen für ein Industriegebäude sehe wird das meistens vom Konkurrenten
aus dem Nachbarort ausgeführt.

Gruß

Tobias


Tobias Jägle

unread,
May 9, 2002, 7:32:21 AM5/9/02
to
Hallo NG,

als gebürtiger Herbolzheimer kann ich sowohl zu Gebäuden aus Corten als auch
zu Greschbach was sagen.

Neben dem ehem. Verwaltungsgebäude von Greschbach mit Corten-Fassade in
Herbolzheim gibt es auch noch die Emil-Dörle-Schule, von Greschbach
ausgeführt, bei der sowohl Teile der Tragstruktur als auch der Fassaden aus
Corten bestehen. (Bild unter http://www.eds.em.bw.schule.de/ ). Der älteste
Teil der Schule ist in den 60er Jahre gebaut worden, die weiteren Bauteile
einschließlich Dreifeld-Sporthalle ein wenig später. Die Fassadenteile aus
Corten sind meines Wissens noch die ursprünglichen, die Aufhängungen der
Waschbetonplatten sind wie ich gehört habe nicht mehr so im besten Zustand.
Die Rostbrühe der Corten-Elemente läuft an den Waschbetonplatten herunter,
was die Schule teilweise recht schmuddelig erscheinen lässt. Insgesamt hat
die Schule vom architektonischen her nicht grad ein so tolles Image bei der
Bevölkerung ("Rostlaube"), und bei einer irgendwann fälligen
Fassadensanierung werden die Cortenplatten wohl fallen.

Von der Farbe her ist der Cortenstahl an der Schule nicht sehr schön. Er ist
im Vergleich zu unbewittertem Material sehr dunkel und ziemlich braun, wobei
ich nicht weiss ob sich das über unterschiedliche Legierungen
steuern lässt.


Zum Thema Greschbach. Es gab wohl mehere Faktoren, die zum Konkurs

beigetragen haben. Greschbach hat anscheinend zu schnell zu stark

Klaus Klabisch

unread,
May 9, 2002, 5:29:47 PM5/9/02
to
"Thomas Borghoff" <tho...@borghoff.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3CDA59F2...@borghoff.de...

>
> > Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Ron Sommer abgelöst
> > werden sollte.

> Na, das könnte ja bald der Fall sein, wie sieht dann deine Signatur
> aus, vielleicht:
>
> Hier stand jahrelang: ;-)
>

> Gruß vom schönen Titisee: Thomas Borghoff


He Thomas,
glaubst Du denn wirklich, dass das Deutsche Wirtschaftssystem
nur an so einer bis zur Inkompetenz beförderten Niete wie Ron Sommer
alleine leidet?

Kennst Du z. B. einen gewissen Jürgen E. Schrempp? Der wollte
unbedingt auch eine Welt AG etablieren und übte sich dann schon 'mal
im großkotzigen Auftritt als Global-Payer.

Gesprungen ist er ja als Tiger - aber gelandet als Bettvorleger.

Erinnere Dich einmal was er mit dem damals noch gesunden Flugzeugbauer
Fokker mit seinen vielen tausend Arbeitsplätzen angerichtet hat. Erst
musste er ja unbedingt den Laden seinem Imperium einverleiben, nur um
dann wieder kurz danach die Firma
-mir nichts dir nichts- gegen die Wand zu fahren.
Einfach so, wie aus Jux und Tollerei. OK, vielleicht 'mal 'nen
schlechten Tag erwischt. Aber ansonsten; ja wirklich, ein absoluter
Top-Manager der Jürgen E. Schrempp.

Dann musste es bekanntlich auch noch Chrysler sein und schließlich
auch noch Mitsubishi. Inzwischen ist diese Welt AG nach Schremppschen
Muster bekanntlich deutlich weniger wert, als das früher gesunde
Unternehmen Mercedes alleine. Na ja, müssen halt die Aktienerträge
gekürzt werden; kann schon 'mal passieren auf dem Weg zur absoluten
Welt-AG. Und die wegrationalisierten Arbeitsplätze? Auch das sind doch
global gesehen wirklich nur Peanuts.

Aber dafür dürfte diese weitere Nadelstreifen-Niete gut sein für das
"Guiness Buch der Rekorde als unbestritten größter Geldvernichter der
Neuzeit - sogar noch vor Ron Sommer (und das will wirklich etwas
heißen).

Ansonsten hat der Möchtegern-Welt-AG-Gründer Jürgen E. Schrempp
bewiesen, dass er noch nie etwas fertig gebracht hat, was auch nur
ansatzweise Hand und Fuß hat.

Noch nie? Nein, nicht ganz, denn es gibt hier sogar eine lebende
Ausnahme, denn schließlich hat er doch seiner Sekretärin ein Kind
gemacht - sogar mit jeweils zwei Händen und Füßen.

Und lustig ist diese Type. Ja freilich, aber dass ihn die Carabinieri
nicht mehr auf der Spanischen Treppe in Rom weiterhin saufen und
grölen ließ, war sicherlich durchaus nur als fremdenfeindlicher Akt zu
verstehen. Schließlich dürfen die anderen Proleten z. B. auf
Ballermann ja auch saufen, grölen und rumhuren; warum dann nicht auch
ein Spitzen-Manager der Deutschen Wirtschaft.

PS. Deutschland Deine Manager; jeder andere von uns wäre längst von
der Bildfläche verschwunden, wenn er sich auch nur einen Bruchteil der
bekannt gewordenen Management-Fehler leisten würde. Wie tief müssen
diese Flaschen im wirtschaftlich politischen System doch verankert
sein, um trotz aller bewiesenen Unfähigkeiten auch noch weiterhin
ungestraft Arbeitsplätze und Aktienwerte vernichten zu dürfen.

Wirklich unbestraft? Nein, schließlich musste je auch ein
BILD-geprüftes Super-Hirn wie Klaus Esser abtreten - wenn auch mit
einem 50-Millionen-DM-Handschlag. Inzwischen wird dieser
Schmieren-Komödiant ja sogar wieder als potentieller Nachfolger von
dieser mit krimineller Energie ausgestatteten Manager-Pflaume Ron
Sommer gehandelt.

OK, das Kölner Klüngel ist ja (vorübergehend?) aufgeflogen,
aber wie nennt sich eigentlich dieses Global-Player-Welt-AG-Klüngel?
Und wer steckt da so alles unter der Decke?

Aber wie war doch noch einmal gleich Deine Eingangsfrage?


--
Viele Grüße aus der Pfalz
Klaus Klabisch

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Jürgen E. Schrempp abgelöst
werden sollte.

Georg v.Breitenbuch

unread,
May 9, 2002, 6:05:56 PM5/9/02
to
Hi,
auch wenn ich ebenfalls nicht gerade auf dieses rostige Zeugs stehe:
Ich bin eben per google auf die Homepage der Uni-Dortmund : Fakultät
Bauwesen : Fachgebiete/Fächer : B2 : STB : Fachgebiet Stahlbau gestoßen.

Dort steht in der Rubrik "Forschungsschwerpunkte" unter
http://www.bauwesen.uni-dortmund.de/lehrst/b2/stb/stbtext.html:

"Anwendung wetterfester Baustähle im Brücken und Hochbau
Wetterfeste Baustähle mit nur geringen Legierungsanteilen haben den Vorteil,
dass sie keine Beschichtungen benötigen. Dieser Stahl wurde in den 60er
Jahren vornehmlich als CORTEN-Stahl bekannt. Infolge einiger nicht
werkstoffgerechter Anwendungen während der Anfangszeit wurde der Stahl in
den USA und Europa jedoch teilweise in Misskredit gebracht. In unserer
Forschungsarbeit mussten daher zunächst das Werkstoffverhalten und
insbesondere die richtige konstruktive Ausbildung der Konstruktionen
herausgearbeitet werden. Umfangreiche Forschungen vor allem in
Zusammenarbeit mit Behörden und Anwendern ermöglichten in den letzten Jahren
den Durchbruch zu einer mängelfreien Anwendung. Die deutsche DASt-Richtlinie
007 konnte entsprechend umgearbeitet und ergänzt werden. In einer geplanten
Buchveröffentlichung sollen die Grundlagen für das Bauen mit wetterfestem
Stahl demnächst allgemein zugänglich gemacht werden. "

Vielleicht lohnt sich ja eine Kontaktaufnahme?
eMail: stah...@busch.bauwesen.uni-dortmund.de
Homepage: http://www.bauwesen.uni-dortmund.de/lehrst/b2/stb/

Grüße Georg

Klaus Klabisch

unread,
May 9, 2002, 6:05:56 PM5/9/02
to
"Tobias Jägle" <po...@tobias-jaegle.de> schrieb im Newsbeitrag
news:abdmmg$hda2f$1...@ID-66418.news.dfncis.de...
>
> Gruß
> Tobias


Danke für Deine interessanten Informationen, Tobias.

krauss

unread,
May 10, 2002, 5:45:54 PM5/10/02
to
Hallo,
erstaunlicherweise erwähnt keiner von Euch die berühmte "Rostlaube" der
Freien Universität Berlin, die in den 60er Jahren geplant wurde (Architekten
damals Candilis/Josic/Woods). Den Namen bekam das große Gebäude der FU eben
genau wegen der Corten-Fassade. Diese hat nur wenige Jahre standgehalten und
ist inzwischen völlig durchgerostet. Es wird angenommen, daß vor allem der
Umstand, daß die Fassadenelemente nicht ausreichend hinterlüftet waren und
darüberhinaus das Wasser auch in das Innere der Sandwichelemente eindringen
konnte, zu ihrer Zerstörung geführt hat.(Genau: "Infolge einiger nicht
werkstoffgerechter Anwendungen während der Anfangszeit") Man hat damals
vorschnell und ohne ausreichende Erfahrung sich für dieses Material
entschieden. Jetzt muß sie vollständig ausgetauscht werden durch eine
Fassade aus Baubronze! (Architekt Norman Foster)
Gruß Michael

"Georg v.Breitenbuch" <von-bre...@online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:abersi$pfd$1...@news.online.de...

D.Schwingler

unread,
May 14, 2002, 11:40:15 AM5/14/02
to

Georg v.Breitenbuch <von-bre...@online.de> schrieb in im Newsbeitrag:
abersi$pfd$1...@news.online.de...
> Hi,
> ...

Das erinnert mich an einen Zwischenfall im Studium:
(Graue Vorzeit)
Eine beliebte Diplom-Prüfungsfrage des Baukonstruktions-Professors, und
daher auch im Vorlesungsskript enthalten, war die Frage:
- Was ist Corten-Stahl?, oder in abgewandelter Fangfragen-Form:
- Warum sind in Italien die Autobahn-Leitplanken so rostig?
Einige Oberschlaue glaubten aus diesem Umstand eine Vorliebe des Professors
für dieses Material herauszulesen und versuchten daraufhin, in ihrer
Diplomarbeit um jeden Preis irgendwas mit Corten-Stahl einzubauen. Letztlich
hatte es jeder Dritte in seinen Entwurf eingeplant. Die Reaktion des
Professors schon bei der Präsentation des ersten Diplomanden war, Ihr ahnt
es wahrscheinlich, ganz entgegengesetzt:
"Aaaargh! Vergeßt diesen Mist! Cortenstahl!? Das Zeug rostet einfach ewig
weiter!... Die Rostbrühe...! Die Rostflecken...!...
(Leichte Blässe bei den noch folgenden Diplomanden)
(Vorhang)

Gruß,
Dirk


Georg v.Breitenbuch

unread,
May 14, 2002, 1:15:01 PM5/14/02
to
Hi Dirk,
gute Geschichte! Hoffe die Studis haben ihre Lektion gelernt und Ihr Diplom
dann - nachdem sie ihre "Sünden" bereut hatten doch noch erhalten.
Was mein Posting betrifft, so war der Hinweis auf die Uni Dortmund völlig
wertfrei gemeint. Ein Forschungsprojekt läßt doch hoffentlich darauf
schließen, daß man sich dort näher mit dem Thema beschäftigt hat und
entsprechend qualifizierten Rat (positiv oder negativ) geben kann. Oder?
Grüße Georg


jbkz2...@gmail.com

unread,
Jun 26, 2014, 10:04:01 AM6/26/14
to
Am Dienstag, 7. Mai 2002 19:31:07 UTC+2 schrieb Andreas Falbesoner Studio:
> Wer hat Erfahrung mit der Verarbeitung von Cortenstahl? Was ist bei der
> Verwendung von Corten an der fassade zu beachten?
>
> andreas

Hallo adreas,
schau auf die Webseite - www.kdb-web.de - dort findest Du alles mit und über Corten und auch die "Mittelchen" um die Oberfläche säurefrei, schnell zu rosten und ggf.zu versiegeln!
Message has been deleted
0 new messages