ich habe mich in ein BOS Haus (Bien Zenker) verguckt. Das Haus hat 160
qm und einen u-Wert von 0,1998. Der Jahresprimärenergiebedarf wurde mit
115 - 120 kWh/m² a angegeben. Ist das nicht ein bißchen zu hoch???
120 kWh entsprechen in etwa 12 L Heizöl. Bei 160 qm wären das ja 1920 L
im Jahr; sprich Heizkosten von 1000 Euro p.a. für ein neues
Niedrigenergiehaus...?
Bye Marc
Marc Neigel schrieb:
> ... Der Jahresprimärenergiebedarf wurde mit
> 115 - 120 kWh/m² a angegeben. Ist das nicht ein bißchen zu hoch???
kommt drauf an. Bei Angabe eines Primärenergiebedarfes (also ganz
bewusst nicht Heiz...) könnte es sein, daß im Sommer eine Klimaamlage
... oder andere "Gebäudetechnik" einen Teil des angegebenen
Primärenergiebedarfs benötigt.
--
Mit freundlichen Grüßen
Robert
mir wäre das auch zu hoch, aber wenn der Hersteller das so angibt, kannst Du
eigentlich davon ausgehen, dass der Wert so stimmt, eher sogar knapp
kalkuliert ist.
Steffen
--
Dieser Beitrag kann Übertreibungen, ironische Bestandteile und seltsame
Zeichenfolgen enthalten
Hi Robert,
es ist weder eine Klimaanlage noch eine Lüftungsanlage installiert.
Marc
Find ich einen richtig guten Wert.
Hier braucht die alte Kate mit 160qm ohne Dachgeschoß gerechnet, dass
außerdem noch Null isoliert ist, ca. 2500L bei min. 22°C im
Wohn/Bad/Ki/Küchebereich.
Hilft dir zwar jetzt nicht wirklich weiter, wollte ich aber mal gesagt
haben. Der U/K-Wert ist anscheinend mit *Geiz ist geil* oder *Ich bin
doch nicht blöd* gleich zu setzen.
Ciao Olav
--
Das Wesen der Ironie besteht oft darin, dass sich ihr Sinn dem
Betroffenen nicht immer sofort erschließt
nein ist er nicht, der Wärmedurchgangskoeffizient ist eine
physikalische Grösse mit der man, wenn man sie richtig interpretiert,
sehr wohl etwas anfangen kann - aber Du hast Recht als blanke
Werbeaussage ohne Erläuterung der Zusammenhänge ist der Wert nicht
viel aussagekräftiger als die Angabe 18.8V auf einem €24,95 -
Akkuschrauber vom Discounter....
Steffen
Na da haben wir schon ein grobes Problem.
Läßt da die gerade aufgewärmte Luft mit all der
Wärme ins Freie entkommen
--
Roland Mösl
http://politik.pege.org Steuerreform pro Mensch
http://notebook.pege.org mobile Computing
http://auto.pege.org Auto und Verkehr
http://wohnen.pege.org Bauen und Wohnen
wie ist eigentlich ein Niedrigenergiehaus definiert, bzw. wo steht die
Definition?
--
Ciao, SVEN
--
<FAQ: de.sci.architektur>
<http://dsa.bau-wesen.de>
Hi Sven,
das ist nicht genau definiert. Nach EneV (Energieeinsparverordnung)
sollte ein Niegrigenergiehaus nicht mehr als 70 kWh/m² a als
Primärjahresenergieverbrauch verbrauchen. Allerdings wird momentan
eigentlich so gut wie alles als Niedrigenergiehaus verkauft.
Auch der u-Wert ist dabei wichtig.
Marc
also der Wert ist meines Erachtens auf keinen Fall ein Wert der einem
Niedrigenergiehaus heutigen Standards entspricht,
ich nehme an, dass das Haus gerade den Anforderungen der aktuellen
Energieeinsparverordnung entspricht.
Allerdings gibt sehr verschiedene Definitionen von Niedrigenergiehäusern:
1. Unterschreitung der Wärmeschutzverordnung von 1995 um 30 Prozent
(dem könnte es vielleicht entsprechen)
2. Dreiliterhaus: Drei Liter Heizöl (30KW) Wo werden die verheizt im
Kraftwerk/Heizungskeller (Primär- oder Endenergie) ?
3. Kfw-Förderbank: Kfw40 und Kfw60 Haus:
40 bzw. 60 KW/m² Primärenergieverbrauch
http://www.kfw-foerderbank.de/DE_Home/Bauen_Wohnen_Energiesparen/DieProgram13/CO2-Minder14/Wiegehtesw.jsp
4. NiedrigEnergiehaus im Bestand (dena) Pilotprojekt
http://www.neh-im-bestand.de/
level a: 30 Prozent unter EnEV-Neubaustandard
level b: 50 Prozent unter EnEV-Neubaustandard
Mehr fällt mir im Moment nicht ein. Lediglich das Passivhaus vom
Dr.Feist ist ein geschütztes Markenzeichen.
Hier hat der Käufer Sicherheit,
da das Passivhausinstitut sich auch gar nicht auf irgendwelche
Diskussionen mit Bauträgern einlässt. : )
Ah ja, der "Gesamt-U-Wert" des Hauses heißt übrigens HT-Wert.
Freundliche Grüße
Martin Mende
SYNERTEKT - energetische Gebäudesanierung
Martin Mende
Bergstraße 6
70734 Fellbach
www.synertekt.de