ich habe eine Frage zu den Rohrdimensionen (Kupferrohr), für das Anbinden
von Heizkreisverteilern einer Fußbodenheizung.
Ich habe in meinem Haus drei Heizkreisverteiler, im KG einen mit 5 Kreisen,
im EG einen mit 12 sowie einen angebundenen Handtuchheizkörper (Anbindung
des Heizkörpers geht von der Zuleitung zu dem Heizkreisverteiler weg) und im
DG einen Heizkreisverteiler mit 10 - 12 Kreisen und einem Handtuchheizkörper
(DG wird erst in ein paar Jahren ausgebaut).
Der Heizungsbauer wollte vom Heizungsraum zum EG eine Leitungen mit 28 mm
Außendurchmesser (AD) ins EG und ab dem EG ins DG mit 22 mm AD zum
Heizkreisverteiler weiterlegen. Die Verteiler im KG und EG will er jeweils
mit 22 mm Rohren, abgehend von den 28 mm Rohren, anbinden. Zusätzlich von
den 22mm Anbindungen im EG und DG abgehend will er mit 15 mm Rohren die
Heizkörper anbinden.
Mir scheinen diese Rohrdimensionen jedoch etwas suspekt, zumal er die
gesamten FBH-Verteile bzw. -kreise alles auf einen Mischerkreis schließen
will. Eingesetz wird ein Wolf Brennwert Kessel, keine wandhängende Therme.
Was empfehlt Ihr für Rohrdimensionen für das anbinden der FBH-Verteiler?
Im KG sind ca. 55 m² zu Heizen, im EG und DG jeweils ca. 130 m².
Vielen Dank.
MfG
Hans
Ich empfehle grundsätzlich die Ausarbeitung einer Rohrnetzberechnung
durch einen beauftragten Heizungs-Ingenieur und dazu fähig sind wirklich
alle Sonderingenieure die ich kenne.
--
Viele Grüße aus der Pfalz
Klaus Klabisch
Gott erhalte George W. Bush - möglichst rasch.
Es empfiehlt sich vom Installateur eine schriftliche nachvollziehbare
Rorhnetzberechnung, Wärmebedarfsrechnung und Heizkörperauslegung zu
verlangen. Mit diesen gehst du zu einem Versorgungsingenieur deines
Vertrauens und lässt sie überprüfen. Kostet nicht die Welt, das macht der
auf Stundenbasis. Oder du vertraust deinem Installateur.
Helli
12 Heizkreise im EG scheint mir etwas viel, aber
es kommt wohl auf die Anzahl der Räume und der
Heizkörper (+Dimensionierung) an.
Wobei sich mir die Frage stellt, wozu man
Heizkörper benötigt, wenn man ein FBH hat.
Gut der Handtuchheizkörper ist was angenehmes,
zumal dieser wesentlich schneller reagiert als
eine FHB und das Bad ruckzuck warm ist.
> des Heizkörpers geht von der Zuleitung zu dem Heizkreisverteiler weg) und im
> DG einen Heizkreisverteiler mit 10 - 12 Kreisen und einem Handtuchheizkörper
> (DG wird erst in ein paar Jahren ausgebaut).
> Der Heizungsbauer wollte vom Heizungsraum zum EG eine Leitungen mit 28 mm
> Außendurchmesser (AD) ins EG und ab dem EG ins DG mit 22 mm AD zum
> Heizkreisverteiler weiterlegen. Die Verteiler im KG und EG will er jeweils
> mit 22 mm Rohren, abgehend von den 28 mm Rohren, anbinden. Zusätzlich von
> den 22mm Anbindungen im EG und DG abgehend will er mit 15 mm Rohren die
> Heizkörper anbinden.
> Mir scheinen diese Rohrdimensionen jedoch etwas suspekt, ...
Wieso scheinen Dir die Zuleitungen suspekt?
28mm im Hauptstrang scheint mir nicht
überdimensioniert.
Die 22mm zum Verteiler sind m.E. auch
ausreichend und 15mm für Heizkörper,
da kommt man auch gut hin.
>zumal er die
> gesamten FBH-Verteile bzw. -kreise alles auf einen Mischerkreis schließen
> will.
Kann er imo so machen, die weitere
Temperaturregelung kann er doch über
den Durchfluß bestimmen.
Je nach Ausführung solcher Mischer können
die ganz schön ins Geld gehen, vor allem,
wenn die mit automatischen Stellmotoren
ausgestattet werden sollen.
Ich halte die Installateurslösung für recht
praktikabel.
Genaueres kann man aber erst dann sagen,
wenn die Gesamtkonzeption bekannt ist.
Die Heizungsplanung übernehmen oftmals die
Zulieferanten des Installateurs, so daß
dieser sich in vielen Fällen darauf verläßt,
was diese so ausgetüfftelt haben.
In manchen Fällen kann das dann aufwendiger
als eigentlich notwendig werden.
Wie von den Vorpostern angeführt, würde ich
jedenfalls schon mal genau nachfragen, wie
auf die Auslegung des Heizsystems kommt.
Ach ja, wenn Du in einem sonnenreichen Gebiet
wohnst, würde ich mit überlegen, eine Rohr-
installation für Solarheizung zumindest mal
vorzusehen. Die 40-80 mtr Rohr kosten nicht
die Welt.
Wie ich gerade sehe, hast Du anscheinend
einen Gas-Brennwertkessel.
Wenn es der Geldbeutel, die Zeit und der
Platz zuläßt, würde ich eine moderne Holzheizung
in Erwägung ziehen, zumindest aber einen zweizügigen
Kamin. In schlechten Zeiten kann man dann
immer noch irgendwelche Öfchen anschließen.
Grüße
Harald
> 12 Heizkreise im EG scheint mir etwas viel, aber
140 m² Wohnfläche im EG, 5 Zimmer, Bad, WC und große Diele
ich hätte leiber 14 kreise gehabt
> Wieso scheinen Dir die Zuleitungen suspekt?
> 28mm im Hauptstrang scheint mir nicht
> überdimensioniert.
ich dachte eher, zu klein, also unterdimensioniert
> >zumal er die gesamten FBH-Verteile bzw. -kreise alles auf einen
Mischerkreis schließen will.
> Kann er imo so machen, die weitere
> Temperaturregelung kann er doch über
> den Durchfluß bestimmen.
der Mischer schaft nach Auskunft des Herstellers gerade mal den EG Kreis
(wg. Durchflußmenge sagen die)
> Die Heizungsplanung übernehmen oftmals die
> Zulieferanten des Installateurs,
in diesem Fall offenbar nicht
> Ach ja, wenn Du in einem sonnenreichen Gebiet
> wohnst,
nö
> würde ich mit überlegen, eine Rohr-
> installation für Solarheizung zumindest mal
> vorzusehen. Die 40-80 mtr Rohr kosten nicht
> die Welt.
schon passiert
> Wenn es der Geldbeutel, die Zeit und der
> Platz zuläßt, würde ich eine moderne Holzheizung
> in Erwägung ziehen, zumindest aber einen zweizügigen
> Kamin. In schlechten Zeiten kann man dann
> immer noch irgendwelche Öfchen anschließen.
na klar, wir haben zur Zeit sowieso eine ganze Menge mehr Holz wie Geld :-)
Grüße
Hans
Die Anzahl REGELKREISE ist entscheidend, nicht die Anzahl Räume. Grosse
Räume teilt man oft in mehrere Regelkreise auf, da man nicht ausschliessen
kann, ob der Bauherr nicht in ein paar Jahren vielleicht mal eine Wand
einziehen will. Wegen dem bisschen Gipskarton will man schliesslich nicht
den gesamten Estrich rauspickeln...
> Wobei sich mir die Frage stellt, wozu man
> Heizkörper benötigt, wenn man ein FBH hat.
FBH ist ein unendlich träges System, dh. es dauert bis man eine merkliche
Temperaturerhöhung spürt. Die DIN Hassunichgesehen faselt aber was von
"Behaglichkeit", und dazu gehört, dass man eben auch einem Raum schnell
Wärme zuführen kann. Deshalb baut man bei FBHs auch kleine Heizkörper dazu,
um eine Schnelltempeierung des Raums zu erreichen. Üblicherweise sind die
aber an einem eigenen Heizkreis, und nicht auf der FBH.
> Wieso scheinen Dir die Zuleitungen suspekt?
> 28mm im Hauptstrang scheint mir nicht
> überdimensioniert.
> Die 22mm zum Verteiler sind m.E. auch
> ausreichend und 15mm für Heizkörper,
> da kommt man auch gut hin.
Ob Über- oder Unterdimensioniert kann nur ein Fachmann auf Grundlage der
Berechnungen beurteilen. "Scheint mir" ist ohne Objektkentniss einfach
gewagt.
Helli
Du glaubst nicht wirklich daran, dass das der Grund für mehrere Kreise
in
einem Raum ist?
Volkmar
Das Umbaukriterium ist aber nicht der eigentliche Grund.
In erster Linie ergibt sich die Anzahl der Regelkreise
aus der Anzahl der Räume und der Wegelänge, da man
die Zuleitungen nicht beliebig lang machen kann.
Andererseits kann man bisweilen mehr Räume mit
einem Heizkreis versehen, wenn es auf eine
individuelle Regelung nicht ankommt.
> > Wobei sich mir die Frage stellt, wozu man
> > Heizkörper benötigt, wenn man ein FBH hat.
>
> [FBH=träge] Deshalb baut man bei FBHs auch kleine Heizkörper dazu,
> um eine Schnelltempeierung des Raums zu erreichen. Üblicherweise sind die
> aber an einem eigenen Heizkreis, und nicht auf der FBH.
Natürlich MUSS es träge sein, wenn man 15cm
Estrich drüber klatscht.
Meiner Erfahrung nach reichen 45mm Estrich
vollkommen aus.
Da ist die FBH auch nicht träge, sondern
recht flott.
Moderne FBH sind behaglich, viele machen
nur den Fehler, daß sie Ihre Butzen
vollkommen überheizen.
Wo habe ich irgendwas geschrieben, daß
Heizkörper am FBH-Kreis liegen?
Wäre ja wohl Schwachsinn, mit den niedrigen
Vorlauftemperaturen würde ein Heizkörper
nichts spürbar bewirken.
>
> > Wieso scheinen Dir die Zuleitungen suspekt?
> > 28mm im Hauptstrang scheint mir nicht
> > überdimensioniert.
> > Die 22mm zum Verteiler sind m.E. auch
> > ausreichend und 15mm für Heizkörper,
> > da kommt man auch gut hin.
>
> Ob Über- oder Unterdimensioniert kann nur ein Fachmann auf Grundlage der
> Berechnungen beurteilen. "Scheint mir" ist ohne Objektkentniss einfach
> gewagt.
Also, durch ein 28mm-Rohr bekommt man
ne ganze Menge durch.
Ich habe eigentlich noch nicht erlebt,
daß das nicht reicht.
Die Auslegung des Installateurs ist durchaus
nicht unüblich. Die Tücken stecken aber wie so
oft im Detail.
Außerdem habe ich ja in dem von Dir gesnippten Absatz
darauf hingewiesen, daß ohne nähere Kenntnis
der Heizungsauslegung und des Gebäudes eine
Beurteilung nicht möglich ist, und daß
der Op besser nochmals nachhaken solle.
Grüße
Harald
Warum nicht?
Es gibt zwar noch andere Gründe verschiedene Regelkreise zu machen, aber
wohl kaum im normalen Einfamilienhaus.
Helli
Hm? Von einem FBH-Verteiler aus ist der Weg in einem Raum immer gleich lang,
ob der Raum nun ein oder zwei Regelkreise hat, oder?
> Natürlich MUSS es träge sein, wenn man 15cm
> Estrich drüber klatscht.
Immer sachlich bleiben.
> Da ist die FBH auch nicht träge, sondern
> recht flott.
Tja: Wie schreibst du unten? "Bei den Vorlauftemperaturen". Deta-T von 5°C:
wieviel Watt überträgst du da wohl pro qm, und wie lange dauert es einen
Raum von 40m2 Fläche von 15° auf 20°C zu bringen?
Soviel zum Thema flott...
Helli
Wo genau baut er in 10 Jahren die Wände.
>
> Es gibt zwar noch andere Gründe verschiedene Regelkreise zu machen,
aber
> wohl kaum im normalen Einfamilienhaus.
Ebend doch, 40 oder 50 m^2 Zimmer und ein oder zwei Kreise das
haut nicht hin. Hängt mit max. Druckverlußt zusammen und damit
auch mit der max. Rohrlänge für einen Kreis. Weiterhin Verlegeraster
und damit max Fläche.
Naja und wenn nun rauskommt max Fläche je Kreis 10 m^2 dann sind für
50 m^2 ebend 5 Kreise zu verlegen und das in einen Raum.
Dabei hat noch nie ein späterer Bauwunsch irgend eine Rolle gespielt.
Sollte es jedoch vorher Bekannt sein kann dieses Sicher berücksichtigt
werden.
Volkmar
Nein, kommt auf die Lage der einzelnen Kreise zum verteiler an da können
Unterschiede von 5m entscheident sein. Dein hinterster heizkreis hat bei
gleicher Fläche 10 m mehr Rohr. daraus folgt Druckverlust größer
>
> > Natürlich MUSS es träge sein, wenn man 15cm
> > Estrich drüber klatscht.
>
> Immer sachlich bleiben.
>
> > Da ist die FBH auch nicht träge, sondern
> > recht flott.
>
> Tja: Wie schreibst du unten? "Bei den Vorlauftemperaturen". Deta-T
von 5°C:
> wieviel Watt überträgst du da wohl pro qm, und wie lange dauert es
einen
> Raum von 40m2 Fläche von 15° auf 20°C zu bringen?
>
Das ist wohl so nicht einfach zu beantworten.
1. Die 5° Delta beziehen sich auf die Spreizung
(Unterschied Vor-, und Rücklauftemperatur) des ungünstigen Heizkreises.
Alle anderen Kreise werden dann danach ausgelegt (berechnet)
andere Kreise können dann Durchaus 20° Spreizung aufweisen.
Jetzt vieles weggelassen. Entscheident ist die mittlere Temperatur die
mir bei
vorgegebenen Fußbodenaufbau eine Fußbodentemperatur max 29°C in Bädern
von 35°C
liefert.
Die Wärmeabgabe des FB an die Raumluft ist dann Pro K und qm rund 10
Watt.
2°C Raumluft 29° Fußboden = 90 Watt je qm.
Volkmar
> > Da ist die FBH auch nicht träge, sondern
> > recht flott.
>
> Tja: Wie schreibst du unten? "Bei den Vorlauftemperaturen". Deta-T von 5°C:
> wieviel Watt überträgst du da wohl pro qm, und wie lange dauert es einen
> Raum von 40m2 Fläche von 15° auf 20°C zu bringen?
>
Die Argumentation finde ich nicht stichhaltig.
Imo sind solche Fälle doch die Ausnahme.
Wann habe ich in einem privaten Haushalt
schon mal Bedarf die Innentemperatur um
5°C innerhalb kurzer Zeit anzuheben? Doch
wohl nur, wenn man mal länger im Winterurlaub war.
Grüße
Harald
Heute Morgen aus dem Haus gegangen, Heizung auf Standby. Heimgekommen,
Temperatur fröstelige 17 Grad, 22 wären jetzt nicht schlecht im Wohnzimmer,
und das möglichst schnell, ich möchte schliesslich nicht den ganzen Abend
mit der dicken Strickjacke am Schreibtisch sitzen.
So abwegig finde ich das Szenario nicht...
Fusbodenheizungen sind träge Systeme. Nur Betonkern-Aktivierung ist noch
träger...
Helli
1. Wenn man sich einen Grundriss anschaut gibt es meist nicht viele
Alternativen um Wände einziehen zu können.
2. Bin ich _beratender_ Ingenieur und befrage zu sowas meinen Bauherrn.
> Ebend doch, 40 oder 50 m^2 Zimmer und ein oder zwei Kreise das
> haut nicht hin.
Was für einen Fussbodenheizung baust du denn?
Helli
Ich hoffe es bleibt beim beraten.
>
> > Ebend doch, 40 oder 50 m^2 Zimmer und ein oder zwei Kreise das
> > haut nicht hin.
>
> Was für einen Fussbodenheizung baust du denn?
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Was für Räume baust du denn? 15 m^2?
Auf dem Niveau möchtest du eine sinvolle Diskussion führen? Bleib bei
deinen Ansichten, und ich hab dafür meine Ruhe.