am Sockel unseres WEG-Hauses wurden insgesamt 4 Bohrungen vorgenommen,
um die Feuchtigkeit des Mauerwerks (mit Hilfe der Darrprobe) zu
bestimmen. Zwei Bohrungen wurden etwa 50 cm oberhalb des Fusswegs (und
unterhalb des Fussbodens der EG-Wohnung vorgenommen, den Ort der beiden
anderer Bohrungen kenne ich noch nicht; k�nnte EG-Wohnung (innen) sein.
Ergebnisse
Feuchtegehalt Wasseraufnahme Durchfeuchtungsgrad
Masse-% Masse-% %
aussen: 10,06 20,22 49,74
12,90 20,89 61,74
innen: 0,36 3,31 10,93
1,26 17,79 7,07
Was darf/soll/muss ich aus diesen Werten schliessen?
Ein Gutachter hatte im Keller unter der betroffenen Wohnung (einzig) mit
Hilfe der "Gann-Sonde" gemessen (besser: gesch�tzt) und behauptet
"aufsteigende N�sse" - belegen die obigen Daten seine Schlussfolgerung
(die so etwa 20.000 Euro bedeutet)?
Viele Gruesse!
Helmut
"Helmut Hullen" <hel...@hullen.de> schrieb im Newsbeitrag
news:BC5lm...@helmut.hullen.de...
> Hallo alle miteinander,
>
> am Sockel unseres WEG-Hauses wurden insgesamt 4 Bohrungen vorgenommen,
> um die Feuchtigkeit des Mauerwerks (mit Hilfe der Darrprobe) zu
> bestimmen. Zwei Bohrungen wurden etwa 50 cm oberhalb des Fusswegs (und
> unterhalb des Fussbodens der EG-Wohnung vorgenommen, den Ort der beiden
> anderer Bohrungen kenne ich noch nicht; k�nnte EG-Wohnung (innen) sein.
>
> Ergebnisse
> Feuchtegehalt Wasseraufnahme Durchfeuchtungsgrad
> Masse-% Masse-% %
>
> aussen: 10,06 20,22 49,74
> 12,90 20,89 61,74
>
> innen: 0,36 3,31 10,93
> 1,26 17,79 7,07
>
> Was darf/soll/muss ich aus diesen Werten schliessen?
Kann man so nichts dazu sagen, das kommt auf Material, Konstruktion, Baujahr
usw an. Dass die Aussenwand sehr viel feuchter ist, als die Innenwand hast
du sicher selbst schon gesehen.
Habt ihr zur Darrprobe Kernbohrungen gezogen?
Das war etwas ungeschickt. Wird der Kern mit Wasserk�hlung gebohrt, bekommst
du ein verf�lschtes Ergebnis (zu nass), bohrst du trocken, wird er heiss (zu
trocken).
Kurzum: Die Probenentnahme zur Darre mu� mit Hammer und Meissel erfolgen,
sonst wirds nix.
> Ein Gutachter hatte im Keller unter der betroffenen Wohnung (einzig) mit
> Hilfe der "Gann-Sonde" gemessen (besser: gesch�tzt) und behauptet
> "aufsteigende N�sse" - belegen die obigen Daten seine Schlussfolgerung
> (die so etwa 20.000 Euro bedeutet)?
Die Hydromette ist f�r einen ersten Eindruck nicht die schlechteste Wahl.
Man kann durchaus sagen, wo es nass und wo es trocken ist. Ob es sich
aufgund zus�tzlicher Erkenntnisse vor Ort dabei um kapillare Feuchtigkeit
handelt, kommt darauf an. Ist das Mauerwerk aus Sandstein, wurde ich
vermutlich davon ausgehen, ist es aus Beton, vermutlich nicht. Ausserdem
muss gepr�ft werden, ob eine Horizontalsperre vorhanden ist und viele andere
Dinge. Eine Interpretation der Werte ohne Ortstermin geht leider nicht.
> Viele Gruesse
Hubert
Du meintest am 04.11.09:
>> am Sockel unseres WEG-Hauses wurden insgesamt 4 Bohrungen
>> vorgenommen, um die Feuchtigkeit des Mauerwerks (mit Hilfe der
>> Darrprobe) zu bestimmen. Zwei Bohrungen wurden etwa 50 cm oberhalb
>> des Fusswegs (und unterhalb des Fussbodens der EG-Wohnung
>> vorgenommen, den Ort der beiden anderer Bohrungen kenne ich noch
>> nicht; k�nnte EG-Wohnung (innen) sein.
>>
>> Ergebnisse
>> Feuchtegehalt Wasseraufnahme Durchfeuchtungsgrad
>> Masse-% Masse-% %
>>
>> aussen: 10,06 20,22 49,74
>> 12,90 20,89 61,74
>>
>> innen: 0,36 3,31 10,93
>> 1,26 17,79 7,07
>>
>> Was darf/soll/muss ich aus diesen Werten schliessen?
> Kann man so nichts dazu sagen, das kommt auf Material, Konstruktion,
> Baujahr usw an. Dass die Aussenwand sehr viel feuchter ist, als die
> Innenwand hast du sicher selbst schon gesehen.
Inzwischen bin ich auf DIN 4108-4 hingewiesen worden (letzte
"offizielle" Version von 1991, Vornorm von 2007); bei Mauerziegel l�uft
demnach der Masse-Feuchtegehalt von 0,35% auf "trocken" hinaus, der Wert
1,26% scheint noch im gr�nen Bereich zu sein.
Bei der Gelegenheit: die in der 4108 eventuell erw�hnte DIN EN 12524 ist
ersatzlos zur�ckgezogen.
> Habt ihr zur Darrprobe Kernbohrungen gezogen?
> Das war etwas ungeschickt. Wird der Kern mit Wasserk�hlung gebohrt,
> bekommst du ein verf�lschtes Ergebnis (zu nass), bohrst du trocken,
> wird er heiss (zu trocken).
> Kurzum: Die Probenentnahme zur Darre mu� mit Hammer und Meissel
> erfolgen, sonst wirds nix.
Im speziellen Fall: die Proben wurden von der Seite beauftragt, die "ist
zu feucht" festgestellt haben wollte. Da will ich nicht m�keln.
>> Ein Gutachter hatte im Keller unter der betroffenen Wohnung (einzig)
>> mit Hilfe der "Gann-Sonde" gemessen (besser: gesch�tzt) und
>> behauptet "aufsteigende N�sse" - belegen die obigen Daten seine
>> Schlussfolgerung (die so etwa 20.000 Euro bedeutet)?
> Die Hydromette ist f�r einen ersten Eindruck nicht die schlechteste
> Wahl. Man kann durchaus sagen, wo es nass und wo es trocken ist.
Unbestritten - aber das ist so etwa das Prinzip des "Blinde Kuh"-Spiels,
es erlaubt relative Bewertungen, keine absoluten. Hattest Du ja auch
etwa so beschrieben.
> Ist das Mauerwerk aus Sandstein, wurde ich vermutlich davon ausgehen,
> ist es aus Beton, vermutlich nicht.
Innen: Mauerziegel, etwa 100 Jahre alt.
> Ausserdem muss gepr�ft werden, ob eine
> Horizontalsperre vorhanden ist und viele andere Dinge.
So etwa Dachpappe, zweilagig, etwa 100 Jahre alt.
> Eine Interpretation der Werte ohne Ortstermin geht leider nicht.
Klar - aber f�r einen solchen Ortstermin sind diese Hinweise sehr
hilfreich - danke sch�n!
Viele Gruesse!
Helmut
"Helmut Hullen" <hel...@hullen.de> schrieb im Newsbeitrag
news:BCHsw...@helmut.hullen.de...
> Hallo, Hubert,
>
> Du meintest am 04.11.09:
>
>>> am Sockel unseres WEG-Hauses wurden insgesamt 4 Bohrungen
>>> vorgenommen, um die Feuchtigkeit des Mauerwerks (mit Hilfe der
>>> Darrprobe) zu bestimmen. Zwei Bohrungen wurden etwa 50 cm oberhalb
>>> des Fusswegs (und unterhalb des Fussbodens der EG-Wohnung
>>> vorgenommen, den Ort der beiden anderer Bohrungen kenne ich noch
>>> nicht; k�nnte EG-Wohnung (innen) sein.
>>>
>>> Ergebnisse
>>> Feuchtegehalt Wasseraufnahme Durchfeuchtungsgrad
>>> Masse-% Masse-% %
>>>
>>> aussen: 10,06 20,22 49,74
>>> 12,90 20,89 61,74
>>>
>>> innen: 0,36 3,31 10,93
>>> 1,26 17,79 7,07
>>>
>>> Was darf/soll/muss ich aus diesen Werten schliessen?
>
>> Kann man so nichts dazu sagen, das kommt auf Material, Konstruktion,
>> Baujahr usw an. Dass die Aussenwand sehr viel feuchter ist, als die
>> Innenwand hast du sicher selbst schon gesehen.
>
> Inzwischen bin ich auf DIN 4108-4 hingewiesen worden (letzte
> "offizielle" Version von 1991, Vornorm von 2007); bei Mauerziegel l�uft
> demnach der Masse-Feuchtegehalt von 0,35% auf "trocken" hinaus, der Wert
> 1,26% scheint noch im gr�nen Bereich zu sein.
Ja, scheint so.
�brigens:
Die DIN 4108-4 (2007-06) ist eine "eingef�hrte Technische Baubestimmung"
seit Februar 2008 und somit durchaus offiziell. (Anlage zur
Verwaltungsvorschrift des Ministeriums der Finanzen vom 21. November 2008)
> (...)
>> Habt ihr zur Darrprobe Kernbohrungen gezogen?
>> Das war etwas ungeschickt. Wird der Kern mit Wasserk�hlung gebohrt,
>> bekommst du ein verf�lschtes Ergebnis (zu nass), bohrst du trocken,
>> wird er heiss (zu trocken).
>> Kurzum: Die Probenentnahme zur Darre mu� mit Hammer und Meissel
>> erfolgen, sonst wirds nix.
>
> Im speziellen Fall: die Proben wurden von der Seite beauftragt, die "ist
> zu feucht" festgestellt haben wollte. Da will ich nicht m�keln.
Naja, aber saubere Messergebnisse kriegst du so nicht.
>>> Ein Gutachter hatte im Keller unter der betroffenen Wohnung (einzig)
>>> mit Hilfe der "Gann-Sonde" gemessen (besser: gesch�tzt) und
>>> behauptet "aufsteigende N�sse" - belegen die obigen Daten seine
>>> Schlussfolgerung (die so etwa 20.000 Euro bedeutet)?
>
>> Die Hydromette ist f�r einen ersten Eindruck nicht die schlechteste
>> Wahl. Man kann durchaus sagen, wo es nass und wo es trocken ist.
>
> Unbestritten - aber das ist so etwa das Prinzip des "Blinde Kuh"-Spiels,
> es erlaubt relative Bewertungen, keine absoluten. Hattest Du ja auch
> etwa so beschrieben.
Wo ist da der Unterschied zum Bohrkern? Da schickst du ja auch nicht die
ganze Wand ins Labor. Vielleicht war die Probeentnahmestelle ganz anders,
wie der Rest des Kellers?
>> Ist das Mauerwerk aus Sandstein, wurde ich vermutlich davon ausgehen,
>> ist es aus Beton, vermutlich nicht.
>
> Innen: Mauerziegel, etwa 100 Jahre alt.
Und aussen?
>> Ausserdem muss gepr�ft werden, ob eine
>> Horizontalsperre vorhanden ist und viele andere Dinge.
>
> So etwa Dachpappe, zweilagig, etwa 100 Jahre alt.
Das ist doch schonmal was. Gut in M�rtel verlegte Dachpappe sollte nicht
verrotten.
>> Eine Interpretation der Werte ohne Ortstermin geht leider nicht.
>
> Klar - aber f�r einen solchen Ortstermin sind diese Hinweise sehr
> hilfreich - danke sch�n!
Keine Ursache
Gru� Hubert
Du meintest am 05.11.09:
>> Inzwischen bin ich auf DIN 4108-4 hingewiesen worden (letzte
>> "offizielle" Version von 1991, Vornorm von 2007); bei Mauerziegel
>> l�uft demnach der Masse-Feuchtegehalt von 0,35% auf "trocken"
>> hinaus, der Wert 1,26% scheint noch im gr�nen Bereich zu sein.
> Ja, scheint so.
> �brigens:
> Die DIN 4108-4 (2007-06) ist eine "eingef�hrte Technische
> Baubestimmung" seit Februar 2008 und somit durchaus offiziell.
> (Anlage zur Verwaltungsvorschrift des Ministeriums der Finanzen vom
> 21. November 2008)
Danke sch�n!
>>> Ist das Mauerwerk aus Sandstein, wurde ich vermutlich davon
>>> ausgehen, ist es aus Beton, vermutlich nicht.
>>
>> Innen: Mauerziegel, etwa 100 Jahre alt.
> Und aussen?
Etwas unklar. Unterhalb der Dampfsperre "Bruchstein", "Felsen" (ich
kenne die Fachausdr�cke nicht so recht).
ftp://hullen.mydyn.de/pub/Haus/Bilder-2007-2008/IMG_0052.JPG
ftp://hullen.mydyn.de/pub/Haus/Bilder-2007-2008/IMG_0057.JPG
Oberhalb der Dampfsperre: vermutlich auch Mauerziegel. Da sollte ich
wohl mal einen Steine-Fachmann einen Blick in die derzeit vielen
Bohrungen (1 mal Darrprobe, viele Bohrungen zum Einf�llen der
Verkieselungs-Fl�ssigkeit) werfen lassen.
Gebohrt wurde etwa auf H�he der im zweiten o.g. Bild sichtbaren
Kellerfenster.
>>> Ausserdem muss gepr�ft werden, ob eine
>>> Horizontalsperre vorhanden ist und viele andere Dinge.
>>
>> So etwa Dachpappe, zweilagig, etwa 100 Jahre alt.
> Das ist doch schonmal was. Gut in M�rtel verlegte Dachpappe sollte
> nicht verrotten.
Danke - da hat der Gutachter (der mit der Gann-Sonde) was ganz anderes
behauptet - ebenfalls ohne Augenschein.
ftp://hullen.mydyn.de/pub/Haus/Bilder-2007-2008/IMG_0063.JPG
ftp://hullen.mydyn.de/pub/Haus/Bilder-2007-2008/IMG_0064.JPG
l�sst die Dampfsperre erahnen.
Viele Gruesse!
Helmut
> Etwas unklar. Unterhalb der Dampfsperre "Bruchstein", "Felsen" (ich
> kenne die Fachausdr�cke nicht so recht).
Das d�rfte, wenn es waagerecht verl�uft, die Sperre gegen aufsteigende
Feuchte sein, aber keine Dampfsperre!
> ftp://hullen.mydyn.de/pub/Haus/Bilder-2007-2008/IMG_0052.JPG
> ftp://hullen.mydyn.de/pub/Haus/Bilder-2007-2008/IMG_0057.JPG
--
Rolf Sonofthies
bei ähnlichem Bruchsteinmauerwerk wurde
kürzlich bei unserem Haus Wärmedämmung aufgebracht.
Zuvor wurde anbetoniert, um die Unregelmäßigkeiten
auszuschalten.
Das gesamte Thema war schon einmal hier. Es wird
zunehmend deutlicher, warum es nochmals aufge-
worfen ist.
MfG
Karl-Ludwig Diehl
Deutsches Gewölbemuseum
On 5 Nov., 17:24, Rolf Sonofthies <eirlmohfv...@spammotel.com> wrote:
> Helmut Hullen schrieb:
>
> > Etwas unklar. Unterhalb der Dampfsperre "Bruchstein", "Felsen" (ich
> > kenne die Fachausdrücke nicht so recht).
>
> Das dürfte, wenn es waagerecht verläuft, die Sperre gegen aufsteigende
"Helmut Hullen" <hel...@hullen.de> schrieb im Newsbeitrag
news:BCHtD...@helmut.hullen.de...
> Hallo, Hubert,
>
> >>> Innen: Mauerziegel, etwa 100 Jahre alt.
>
>> Und aussen?
>
> Etwas unklar. Unterhalb der Dampfsperre "Bruchstein", "Felsen" (ich
> kenne die Fachausdr�cke nicht so recht).
>
> ftp://hullen.mydyn.de/pub/Haus/Bilder-2007-2008/IMG_0052.JPG
> ftp://hullen.mydyn.de/pub/Haus/Bilder-2007-2008/IMG_0057.JPG
Was ich auf deinen Bildern sehe, sieht aus, als ob es Sandstein w�re.
Den hat man zu der Zeit sehr gerne f�r Keller genommen, weil er -wenn
regional vorhanden- sehr druckfest ist. Die heutzutage etwas leidigen
hydromorphen Eigenschaften hat man damals billigend in Kauf genommen, weil
man in den Kellern eh nur Kohlen, �pfel und Kartoffeln unterbringen wollte
und nicht wie heute die Einliegerwohnung mit der Schwiegermutter. :-)
Mit einem Satz: Sandstein leitet Waser wegen seiner gro�en inneren Porosit�t
wie ein Schwamm, alles was innen verdunstet wird von aussen wieder
nachgesaugt.
> Oberhalb der Dampfsperre: vermutlich auch Mauerziegel. Da sollte ich
> wohl mal einen Steine-Fachmann einen Blick in die derzeit vielen
> Bohrungen (1 mal Darrprobe, viele Bohrungen zum Einf�llen der
> Verkieselungs-Fl�ssigkeit) werfen lassen.
Auf welcher H�he wurde da verkieselt? Das ist n�mlich wegen der Struktur des
Sandsteins (wenn es welcher ist) und den �ppigen M�rtelfugen auch ziemlich
schwierig.
> Gebohrt wurde etwa auf H�he der im zweiten o.g. Bild sichtbaren
> Kellerfenster.
>
>>>> Ausserdem muss gepr�ft werden, ob eine
>>>> Horizontalsperre vorhanden ist und viele andere Dinge.
>>>
>>> So etwa Dachpappe, zweilagig, etwa 100 Jahre alt.
>
>> Das ist doch schonmal was. Gut in M�rtel verlegte Dachpappe sollte
>> nicht verrotten.
>
> Danke - da hat der Gutachter (der mit der Gann-Sonde) was ganz anderes
> behauptet - ebenfalls ohne Augenschein.
>
> ftp://hullen.mydyn.de/pub/Haus/Bilder-2007-2008/IMG_0063.JPG
> ftp://hullen.mydyn.de/pub/Haus/Bilder-2007-2008/IMG_0064.JPG
>
> l�sst die Dampfsperre erahnen.
Da gibt es keinen Dampf und das ist auch keine Dampfsperre. Hier geht es um
Wassertransport auf kapillarem Weg. Der soll durch diese Dachpappe
unterbrochen werden.
Ja gut, der Rand ist etwas ausgefranst. Im Querschnitt sollte das aber
besser aussehen. Keine Ahnung, wie sich das rund ums Haus darstellt.
Ich wei� nicht,was du mit diesem Keller in Zukunft vorhast, aber ich
f�rchte, wenn die Umfassungsw�nde tats�chlich aus Sandstein sein sollten,
kriegst du den mit vertretbarem technischen Aufwand nicht trocken. Geht es
nur darum, aufsteigende Feuchtigkeit ins EG zu unterbinden, so sollten sich
da M�glichkeiten finden lassen.
Ich hab unl�ngst in der Sachverst�ndigenpostille gelesen, dass man am
Hohenzollernschloss den Wandquerschnitt mit Hilfe einer Diamants�ge
horizontal durchgeschnitten hat, die Fuge hydraulisch aufgepresst und eine
1,5 mm dicke Bleifolie in Wandst�rke eingebaut hat. Diese Wandst�rke betrug
�brigens 1,80 m. Es soll funktioniert haben, aber �ber die Kosten schweigt
der Chronist.
So wirst du das nicht machen wollen, aber du siehst, es gibt M�glichkeiten.
Gru� Hubert
Du meintest am 05.11.09:
>> Etwas unklar. Unterhalb der Dampfsperre "Bruchstein", "Felsen" (ich
>> kenne die Fachausdr�cke nicht so recht).
>>
>> ftp://hullen.mydyn.de/pub/Haus/Bilder-2007-2008/IMG_0052.JPG
>> ftp://hullen.mydyn.de/pub/Haus/Bilder-2007-2008/IMG_0057.JPG
> Was ich auf deinen Bildern sehe, sieht aus, als ob es Sandstein w�re.
K�nnte passen: die vielen Bohrl�cher sehen innen alle sandgelb aus.
> Den hat man zu der Zeit sehr gerne f�r Keller genommen, weil er -wenn
> regional vorhanden- sehr druckfest ist. Die heutzutage etwas leidigen
> hydromorphen Eigenschaften hat man damals billigend in Kauf genommen,
> weil man in den Kellern eh nur Kohlen, �pfel und Kartoffeln
> unterbringen wollte und nicht wie heute die Einliegerwohnung mit der
> Schwiegermutter. :-) Mit einem Satz: Sandstein leitet Waser wegen
> seiner gro�en inneren Porosit�t wie ein Schwamm, alles was innen
> verdunstet wird von aussen wieder nachgesaugt.
Hmmm - das erkl�rt einen Teil der hohen Feuchtigkeit in dem Bereich der
Aussenmauer.
>> Oberhalb der Dampfsperre: vermutlich auch Mauerziegel. Da sollte ich
>> wohl mal einen Steine-Fachmann einen Blick in die derzeit vielen
>> Bohrungen (1 mal Darrprobe, viele Bohrungen zum Einf�llen der
>> Verkieselungs-Fl�ssigkeit) werfen lassen.
> Auf welcher H�he wurde da verkieselt? Das ist n�mlich wegen der
> Struktur des Sandsteins (wenn es welcher ist) und den �ppigen
> M�rtelfugen auch ziemlich schwierig.
Hmmm (Treppe runter, gemessen, Treppe rauf)
erste Bohrreihe 45 cm
zweite Bohrreihe 70 cm
Die zweite Bohrreihe ist (auf halber L�nge) vor wenigen Tagen
dazugekommen; anscheinend hat auch die ausf�hrende Firma die Schwamm-
Eigenschaften entdecken d�rfen.
>> ftp://hullen.mydyn.de/pub/Haus/Bilder-2007-2008/IMG_0063.JPG
>> ftp://hullen.mydyn.de/pub/Haus/Bilder-2007-2008/IMG_0064.JPG
>>
>> l�sst die Dampfsperre erahnen.
> Da gibt es keinen Dampf und das ist auch keine Dampfsperre. Hier geht
> es um Wassertransport auf kapillarem Weg. Der soll durch diese
> Dachpappe unterbrochen werden.
> Ja gut, der Rand ist etwas ausgefranst. Im Querschnitt sollte das
> aber besser aussehen. Keine Ahnung, wie sich das rund ums Haus
> darstellt. Ich wei� nicht,was du mit diesem Keller in Zukunft
> vorhast, aber ich f�rchte, wenn die Umfassungsw�nde tats�chlich aus
> Sandstein sein sollten, kriegst du den mit vertretbarem technischen
> Aufwand nicht trocken. Geht es nur darum, aufsteigende Feuchtigkeit
> ins EG zu unterbinden, so sollten sich da M�glichkeiten finden
> lassen.
Sofern da etwas aufsteigt ... der Keller soll nicht zu Wohnzwecken
genutzt werden; einige Eigent�mer nutzen ihren Keller gar nicht.
> Ich hab unl�ngst in der Sachverst�ndigenpostille gelesen, dass man am
> Hohenzollernschloss den Wandquerschnitt mit Hilfe einer Diamants�ge
> horizontal durchgeschnitten hat, die Fuge hydraulisch aufgepresst und
> eine 1,5 mm dicke Bleifolie in Wandst�rke eingebaut hat. Diese
> Wandst�rke betrug �brigens 1,80 m. Es soll funktioniert haben, aber
> �ber die Kosten schweigt der Chronist.
> So wirst du das nicht machen wollen, aber du siehst, es gibt
> M�glichkeiten.
Okay - ich werde da mal einheiraten. Mag sein, dass meine Frau
widerspricht, aber solche Probleme kann man notfalls wie (in England)
Heinrich VIII l�sen.
Viele Gruesse!
Helmut
Du meintest am 05.11.09:
>> Etwas unklar. Unterhalb der Dampfsperre "Bruchstein", "Felsen" (ich
>> kenne die Fachausdr�cke nicht so recht).
> Das d�rfte, wenn es waagerecht verl�uft, die Sperre gegen
> aufsteigende Feuchte sein, aber keine Dampfsperre!
Ok - wie heisst die Dachpappe dann? Beim Bau-Fachchinesisch muss ich
noch viel dazulernen.
Viele Gruesse!
Helmut