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Einschleifen von Kabel-TV in SAT-Anlage?

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Holger Krämer

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Mar 5, 2001, 10:37:53 AM3/5/01
to
Hallo Leute,

bin in eine neue Wohnung gezogen, wo zunächst nur Kabel-TV
(sternverkabelt) vorhanden war. Nach zähen Verhandlungen mit
Eigentümer und anderen Parteien wurde auf mein Betreiben hin nun
zusätzlich eine SAT-Schüssel aufs Dach gestellt, und eine Kathrein
Mehrteilnehmeranlage im Keller installiert, wobei aber die bestehende
Verbindung (je nur 1 Kabel vom Keller in die Wohnungen) bestehen
bleiben musste, da eine nachträgliche Neuverlegung weiterer Kabel von
Keller in die Wohnungen nicht mehr bezahl- und argumentierbar war.

Fazit: Jede Wohnung kann nun *entweder* an den Kabelanschluss *oder*
an die SAT-Anlage angeschlossen werden, dazu wird einfach das
Wohnungskabel in die entsprechende Box im Keller gesteckt. Natürlich
mit dem Nachteil, daß nur ein Receiver pro Wohung eingesetzt werden
kann.

Problem: Nun, da ich nur noch an der SAT-Anlage hänge, habe ich kein
Zugriff auf einige mir wichtige lokale Hörfunkprogramme. Die
Mehrteilnehmeranlage erlaubt das Einspeisen von terrestrischen
Antennensignalen, da aber m.W. gar keine Haus/Dach-antenne vorhanden
ist, ist dieser Eingang unbelegt.

Frage: Kann man prinzipiell statt der terrestrischen Antennensignale
nicht auch einfach einen Kabelanschluss in die Verteileranlage
einspeisen? Zumindest für den Radio-Bereich werden hier doch auch nur
Frequenzen im normalen UKW-Bereich übertragen? Oder würde es Störungen
der Anlage durch die im Kabel ausserhalb der UHF/VHF Bereiche
liegenden Sonderkanäle geben?

Zusatzfrage: Falls es technisch ginge...wie sähe das legal aus,
schliesslich würde doch ein einzelner Kabelanschluss vervielfältigt?
Im Moment zahl jeder Mieter, der Kabel haben will, brav seine 30 DM an
die Telekom...die SAT Fraktion natürlich nicht.

Holger

Markus Preußer

unread,
Mar 5, 2001, 11:19:54 AM3/5/01
to

"Holger Krämer" <h...@mindless.com> schrieb im Newsbeitrag
news:d0b7atgcdkv61p3fj...@4ax.com...

>
> Frage: Kann man prinzipiell statt der terrestrischen Antennensignale
> nicht auch einfach einen Kabelanschluss in die Verteileranlage
> einspeisen? Zumindest für den Radio-Bereich werden hier doch auch nur
> Frequenzen im normalen UKW-Bereich übertragen? Oder würde es Störungen
> der Anlage durch die im Kabel ausserhalb der UHF/VHF Bereiche
> liegenden Sonderkanäle geben?

Ob Du terrestrische Signale oder das Kabelnetz einspeist, ist egal.
Funktioniert ohne Probleme, da die übertragenen Satellitenfrequenzen und
Kabelfrequenzen unterschiedlich sind.

> Zusatzfrage: Falls es technisch ginge...wie sähe das legal aus,
> schliesslich würde doch ein einzelner Kabelanschluss vervielfältigt?
> Im Moment zahl jeder Mieter, der Kabel haben will, brav seine 30 DM an
> die Telekom...die SAT Fraktion natürlich nicht.
>

Da dann das komplette Haus die Möglichkeit hat, den Kabelanschluss zu
nutzen, muss auch jede Partei zahlen.
MfG
Markus

Christian Oster

unread,
Mar 5, 2001, 12:14:10 PM3/5/01
to

> > Frage: Kann man prinzipiell statt der terrestrischen Antennensignale
> > nicht auch einfach einen Kabelanschluss in die Verteileranlage
> > einspeisen? Zumindest für den Radio-Bereich werden hier doch auch nur
> > Frequenzen im normalen UKW-Bereich übertragen? Oder würde es Störungen
> > der Anlage durch die im Kabel ausserhalb der UHF/VHF Bereiche
> > liegenden Sonderkanäle geben?
>
> Ob Du terrestrische Signale oder das Kabelnetz einspeist, ist egal.
> Funktioniert ohne Probleme, da die übertragenen Satellitenfrequenzen und
> Kabelfrequenzen unterschiedlich sind.

genau so ist es

>
> > Zusatzfrage: Falls es technisch ginge...wie sähe das legal aus,
> > schliesslich würde doch ein einzelner Kabelanschluss vervielfältigt?
> > Im Moment zahl jeder Mieter, der Kabel haben will, brav seine 30 DM an
> > die Telekom...die SAT Fraktion natürlich nicht.
> >
> Da dann das komplette Haus die Möglichkeit hat, den Kabelanschluss zu
> nutzen, muss auch jede Partei zahlen.

nicht zwangsläufig bei Sternverkabelung

Nimm eine Sat-Bereichsweiche (z.B. Kathrein WFS 23)
(natürlich die Installationsfirma die verantwortlich ist)

Eingang 1 Terrestrische = Kabelprogramme zum Verteiler für Kabelprogramme
Eingang 2 für Sat ZF Bereich zur SAT Matrix wo du momentan dranhängst
Ausgang zu deiner Wohnung

die Kabelgebühren fallen halt für dich zusätzlich noch an.

gruß
Christian

Holger Krämer

unread,
Mar 6, 2001, 7:13:15 AM3/6/01
to
Christian Oster <c...@vr-web.de> wrote:

>> Ob Du terrestrische Signale oder das Kabelnetz einspeist, ist egal.
>> Funktioniert ohne Probleme, da die übertragenen Satellitenfrequenzen und
>> Kabelfrequenzen unterschiedlich sind.
>
>genau so ist es

Genial!

>
>Nimm eine Sat-Bereichsweiche (z.B. Kathrein WFS 23)
>(natürlich die Installationsfirma die verantwortlich ist)
>
>Eingang 1 Terrestrische = Kabelprogramme zum Verteiler für Kabelprogramme
>Eingang 2 für Sat ZF Bereich zur SAT Matrix wo du momentan dranhängst
>Ausgang zu deiner Wohnung
>
>die Kabelgebühren fallen halt für dich zusätzlich noch an.
>

Klasse, genau das ist die Lösung, nach der ich gesucht habe.

Wobei sich natürlich jetzt die Frage stellt, ob die Telekom
feststellen könnte, ob ich über Bereichsweiche *nach* SAT-Matrix gehe
(nur ich kann sehen) oder ohne Bereichsweiche direkt in die SAT-Matrix
(alle können sehen). Naja, man ist ja ehrlich...

Holger

Christian Oster

unread,
Mar 6, 2001, 12:22:39 PM3/6/01
to
>
> Klasse, genau das ist die Lösung, nach der ich gesucht habe.

freut mich

> Wobei sich natürlich jetzt die Frage stellt, ob die Telekom
> feststellen könnte, ob ich über Bereichsweiche *nach* SAT-Matrix gehe
> (nur ich kann sehen) oder ohne Bereichsweiche direkt in die SAT-Matrix
> (alle können sehen).

momentan sicher nicht, aber wenn die in ein zwei Jahren feststellen dass du da
was gemacht hast.
kann ich mir gut vorstellen wer für den rest vom Haus Gebühren nachzahlen darf
;-)

> Naja, man ist ja ehrlich...

ist im Zweifelsfall entschieden billiger
Mieter haben in so einer Verteilung auch nichts ohne zustimmung des
Vermietersumzuklemmen, das kann Ärger geben

Christian


Robert B.

unread,
Mar 6, 2001, 4:40:01 PM3/6/01
to
> Ob Du terrestrische Signale oder das Kabelnetz einspeist, ist egal.
> Funktioniert ohne Probleme, da die übertragenen Satellitenfrequenzen und
> Kabelfrequenzen unterschiedlich sind.

IMHO ist das eben nicht egal, selbst wenn die Frequenzen verschieden sind.
Lt. meinen
Infos gibt es da eben gewisse Maximalwerte an Informationen, die über ein
Koaxkabel
geführt werden können, was ja auch logisch klingt.
Ich kann mir also nicht vorstellen, dass da in ein Kabel an die vierzig
Kabelkanäle und
zumindest nochmals soviele vom Satelliten "hineinpassen". Da dürfte es
sicher Probleme
geben.
Robert

Christian Oster

unread,
Mar 6, 2001, 5:17:58 PM3/6/01
to

"Robert B." schrieb:

> > Ob Du terrestrische Signale oder das Kabelnetz einspeist, ist egal.
> > Funktioniert ohne Probleme, da die übertragenen Satellitenfrequenzen und
> > Kabelfrequenzen unterschiedlich sind.
>
> IMHO ist das eben nicht egal, selbst wenn die Frequenzen verschieden sind.
> Lt. meinen
> Infos gibt es da eben gewisse Maximalwerte an Informationen, die über ein
> Koaxkabel
> geführt werden können, was ja auch logisch klingt.

also das Kabel darf da nichts ausmachen
was du vermutlich meinst bezieht sich auf die Kanalzahl die einem Verstärker
zugeführt werden dürfen ohne das es
Störungen gibt

>
> Ich kann mir also nicht vorstellen, dass da in ein Kabel an die vierzig
> Kabelkanäle und
> zumindest nochmals soviele vom Satelliten "hineinpassen".

im schlimmsten Fall platzt das Kabel ;-)
von Technisat gibts da was, die stopfen bis 8GHz 100e Programme in ein Kabel.
genaue Daten müsste ich da aber selbst erst nachschauen.

> Da dürfte es
> sicher Probleme geben.

wenn das gleich- und vorschriftsmäßig eingepegelt ist sollte da witrklich
nichts fehlen
die Weichen werden von renomierten Herstellern auch extra für diesen Zweck
beworben

gruß
Christian

Robert B

unread,
Mar 7, 2001, 6:09:15 AM3/7/01
to
>
> von Technisat gibts da was, die stopfen bis 8GHz 100e Programme in ein Kabel.
> genaue Daten müsste ich da aber selbst erst nachschauen.

Das würde mich aber brennend interessieren.

Wenn das Kabel aber tatsächlich soviel Kapazität hat, warum übertragt man dann
nicht gleich mehrere Ebenen frequenzversetzt gleichzeitig über die Sat-Leitung?

Robert

Christian Oster

unread,
Mar 7, 2001, 6:58:28 AM3/7/01
to

Robert B schrieb:

> > von Technisat gibts da was, die stopfen bis 8GHz 100e Programme in ein Kabel.
> > genaue Daten müsste ich da aber selbst erst nachschauen.
>
> Das würde mich aber brennend interessieren.

www.technisat.de
wie die das bei Technisat genau machen hab ich noch nicht geschaut

> Wenn das Kabel aber tatsächlich soviel Kapazität hat, warum übertragt man dann
> nicht gleich mehrere Ebenen frequenzversetzt gleichzeitig über die Sat-Leitung?

Stichwort Kabeldämpfung bei 100m Länge sehr gutes Sat Kabel

UKW 6 dB
Kabel TV 13 dB
Hausantenne 18 dB
Sat ZF 28 dB
3GHz 39 dB
8GHz ???

ältere Kabel kommen bei 3GHz leicht über 50 dB

auf gut deutsch je größer die Frequenz um so weniger kommt hinten an

Die dafür nötige Verstärker- Mess- und vor allem Abschirmtechnik wird sehr
aufwendig und entsprechend teuer.
Kilomarkbereich ;-)

gruß
Christian

Christian Oster

unread,
Mar 7, 2001, 7:22:55 AM3/7/01
to
Christian Oster schrieb:

> > > von Technisat gibts da was, die stopfen bis 8GHz 100e Programme in ein Kabel.
> > > genaue Daten müsste ich da aber selbst erst nachschauen.
> >
> > Das würde mich aber brennend interessieren.
>
> www.technisat.de
> wie die das bei Technisat genau machen hab ich noch nicht geschaut

hab jetzt doch mal selbst bei denen nachgeschaut, das ist ne ganz normale DISEqC
Sternverteilung :-(
naja die Werbung machts, die super innovative Gigatenne 8000, ist eine schielende
Schüssel mit 2 Quattro LNB
der 8 GHz Gigaswitch ein 9(11) Eingänge auf 8 oder 20 (immerhin) Ausgänge DISEqC
Multiswitch
*kopfschüttel*

habe das doch irgendwie anders in Erinnerung gehabt, (war mal ein Werbezettel)

meine anderen Aussagen laß ich aber so stehen

sorry
Christian

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