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Medion-SAT Receiver P24009 (MD 28004) + Ergebnisse eines kleinen Laien-Praxistests

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Harald Maedl

unread,
Apr 15, 2012, 5:21:46 PM4/15/12
to
Beim Medion Receiver P24009 (MD 28004) handelt es sich um einen
HD-Receiver mit CL+-Einschub.

Vermutlich wird es einigen Anwendern, die mit der digitalen Sat-Technik
nur qering vertraut sind, beim Kauf ähnlich wie mir ergangen sein:
Irgendwoher weiß man zwar, dass HD+ "böse" ist. Was ich vor ein paar
Wochen noch nicht gewusst hatte, war, dass auch CI+ böse ist.

Ich hatte zwar in
<http://www.comag.tv/board/index.php?page=Thread&threadID=6998> gelesen,
dass es sich bei diesem Gerät um einen Comag-SL905-Clone handelt, mit
einem USB-Anschluss hinter der Klappe des CI-Schachtes (also vorne,
statt hinten) mit PVR (Personal Video Recorder), aber ansonsten kamen im
o.a.Link eigentlich keine echte Schwächen ans Tageslicht, zumal dort
beschrieben war, dass man die Firmware neu branden kann.

Aber nun zum Test:

Bedienungsanleitung:
====================
Dem Gerät liegt eine rund 45-seitige Bedienunganleitung Format DIN A4
bei. Die Umschlagseiten sind einklappbar. Dort sind zum einen Vorder-
und Rückseite des Gerätes abgebildet und beschrieben und zum anderen die
Bedienelemente der Fernsteueung.

Die Schriftgröße ist angenehmen, die Anleitung ist recht gut gegliedert
und führt den Anwender Schritt für Schritt ein, das Gerät richtig
anzuschließen. Auf Seite 16/17 ist jeweils ein Bug. Das sind
ausgerechnet die ausgrauten und als "Wichtig!" bezeichneten Absätze, die
im sogenannten OSD-Menü (OSD = Onscreen-Display) auf eine andere
Tastaturbezeichnung verweisen als in der Bedienungsanleitung bzw auf den
Bedienelementen der Fernsteuerung bzw des Gerätes angegeben. Offenbar
wurde das jedoch im Softwaremenü irgendwann einmal geändert, so dass die
Tastaturangeben des Software-Menüs nun auch der Bezeichnung auf den
Tasten entspricht, allerdings ist halt die Anleitung nicht neu angepasst
worden.

War die Erläuterung des Anschlusses, der Bedienelementen und der ersten
Schritte zur grundlegenden Bedienung noch vorbildlich, wird es bei der
Beschreibung des OSD-Menüs und wie man den Receiver auf die vorhandene
Sat-Anlage bzw TV-Gerät überhaupt konfiguriert, ein wenig knapp.
Die Angaben beschränken sich darauf, wie man z.B. eine Auflösung
einstellt, aber sie geben kaum Hinweise oder Tipps, wann für welches
Gerät eine bestimmte Auflösung geeignet ist oder welches
Bildschirmformat nun das passende ist, dito bei allen anderen
Einstellungen zur Hardware.

Unbedarfte Besitzer eines altertümlichen Röhrengerätes werden hier nur
durch Ausprobieren ein geeignetes Bildschirmformat finden. Wer hier z.B.
4.3 PS wählt, der bekommt zwar keine schwarzen Balken oben und unten,
dafür jedoch wird links und rechts vom Bild eine ganze Menge
abgeschnitten, so dass nicht einmal mehr das Programmlogo erscheint. Ich
verwende die Auto-Funktion, mit der Folge, dass bei den meisten Sendern
oben und unten der schwarze Streifen ist, aber wenigstens sieht man das
Bild in der vollen Breite.

Ich hatte anfänglich einige Stunden damit verbracht, mich mit der
Konfiguration und der Handhabung mit der Fernbedienung einigermaßen
vertraut zu machen. Kurzum, Probieren geht hier über Studieren. Ich
hätte mir hier eine deutlich detailliertere Beschreibung gewünscht.
Wer jedoch bereits schon mit dem digitalen Plempel Erfahrungen sammeln
konnte, der wird sich vermutlich hierbei deutlich leichter tun.

Zum Gerät
=========

Das Chassis:
~~~~~~~~~~~~~
Das Chassis macht einen soliden Eindruck und bezüglich der Verarbeitung
gibt es bis jetzt von meiner Seite aus nichts zu meckern. Die
Abmessungen sind mit 31,1 x 4,9 x 20,5 cm (B x H x T) noch relativ
kommod unterzubringen.

Die Anschlüsse:
~~~~~~~~~~~~~~~
An der Geräterückseite befinden sich:
+ Netzschalter
+ je ein Scart-Aus-/Eingang für TV und Videorekorder/DVD-Gerät
+ je ein Cincheingang L/R (weiß/rot) für Tonübertragung
+ je ein Cincheingang gelb für Bildübertragung
+ ein Component Video Anschluss nach Y Pb Pr
(s.a. http://de.wikipedia.org/wiki/Component_Video)
+ ein digitaler SPDIF-Ausgang für Tonübertragung für Glasfaser
<http://de.wikipedia.org/wiki/Sony/Philips_Digital_Interface>
+ ein HDMI-Ausgang
+ ein SAT-F-Anschluss
<http://de.wikipedia.org/wiki/Koaxiale_Steckverbinder_f%C3%BCr_Hochfrequenzanwendungen#F-Steckverbinder>

Wer einen Fernseher ohne Scart oder HDMI-Anschluss hat, der hat Pech und
sollte in Erwägung ziehen, sein TV-Gerät zu entsorgen, ansonsten er
zusätzlichen Gerätekrempel zur Umsetzung des Signals benötigt, um dieses
dann seinem alten Liebling zuzuführen.

Es kotzt mich jedoch ziemlich an, dass der Netzschalter hinten sitzt.
Ich habe meinen TV mittels SCART angeschlossen. Wenn ich den
Netzschalter betätigen möchte, muss ich das Gerät ein wenig
herausschieben, sonst komme ich mit meinen Fingern nicht hin. Allerdings
rutschen dieses bescheuerten SCART-Stecker sodann aus ihrem Steckplatz.
Überhaupt wäre ein Ausschalten vorne am Gerät viel bequemer.
Herrschaften, ist es denn so schwierig einen Netzschalter an der
Frontseite unterzubringen?! Wie soll man die Herren Entwickler hier
bezeichnen. Mir fällt hierfür nur ein nicht gerade druckreifer Ausdruck
ein. Und dass die SCART-Stecker nicht gesichert werden können, ist
einfach nur dämlich. Aber gut, die sind mittlerweile ja auch von
vorgestern.

An der Gerätevorderseite befinden sich sehr kleine und zierliche Tasten
zur Programmwahl, Lautstärke, Menü-Öffnen und OK-Taste, eine
Power-Betriebsanzeige, sowie hinter einer Klappe der CI-Schacht nebst
USB-Anschluss links in der Ecke. Das hat Nachteile, sofern man einen
USB-Stick mit SD-Karte hat und die Karte dann nach links zeigt, dann
nämlich bekommt man den Stick nicht rein.
Die Tasten lassen sich IMHO schlecht bedienen. Wehe, wenn jemand keine
Feinmechanikerfinger sein eigen nennt. Weiteres siehe nächster Punkt

Das Design:
~~~~~~~~~~~
Nachteilig sind die furchtbar kleinen eingravierten
Tastenbeschriftungen, die auch aufgrund von Reflexionen und eben der
geringen Schriftgröße nur sehr schlecht ablesbar sind. Eine
Hintergrundbeleuchtung o.ä fehlt ebenso. Ein klarer Minuspunkt, auch
wenn diese Tasten i.d.R wohl nur Nottasten sein dürften, wenn nämlich
die Fernbedienung ausgefallen ist.

Das Anzeigedisplay ist reichlich mager. Da das Gerät mit 81 EUR in der
unteren Mittelklasse spielt, hätte man hier deutlich mehr erwarten
können. So werden Programmanzeigen nicht in Klartext angezeigt, z.B.
ARD, ZDF etc, sondern nur eine 4-stellige Anzeige für den Programmplatz
wie 0001. Das ist dürftig!

Die Fernbedienung
=================

Die Fernbedienung ist eine optisch nahezu baugleiche COMAG
Fernbedienung, Typ RG405-PVRS7.
<http://www.satchef.de/COMAG-Fernbedienung-RG405-PVRS7-RG405PVRS7-PVRS7>

Allerdings wurde das Design teilweise verschlimmbessert. Wie man im o.a.
Link an der Tastenanordnung der bogenförmig angeordneten Tasten sehen
kann, haben diese Tasten schon eine besondere Funktion, z.B. die
Info-Taste, die man gerne und häufig benutzt.
Während bei der COMAG-Fernbedienung eine Fehlbedienung wegen der
bogenförmigen Anordnung nahezu ausgeschlossen ist, vertippt man sich bei
der Medion-Fernbedienung, bei der die Tasten gerade angeordnet und eben
nicht optisch abgesetzt sind, nahezu ständig. Das ist echter Mist!

Ebenso Mist ist, dass die Tastatur keine Hintergrundbeleuchtung besitzt.
Hier hätte sich Medion etwas von seinen Multifunktionsfernbedienungen
abschauen können. Gerade am Anfang sind daher Fehlbedienungen
garantiert!
Ansonsten liegt das Teil gut in der Hand, der Druckpunkt kommt mir etwas
hart vor. Batterien waren beigelegt. Aus welcher Richtung das Signal
kommt, scheint egal zu sein, selbst als ich aus Versehen die
Fernbedienung verkehrt herum bedient hatte, gelangte das Signal noch zum
Receiver.

Handhabung
==========
Hier möchte ich nur ein paar Knackpunkte herausgreifen.

Aktualität der Firmware
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Ich habe das Gerät seit rund 2-3 Wochen. Es wurde noch mit der alten
Firmware von ALDI ausgeliefert, obgleich das Update seit Anfang des
Jahres erhältlich ist. Das Update kann nur mittels Sat heruntergeladen
werden und dauert gute 30 Minuten. Wer anfänglich mit der Bedienführung
nicht vertraut ist, wird hierbei ein bisschen Frust verspüren, weil man
immer wieder irgendetwas bestätigen muss, aber nicht genau weiß, wo man
drücken soll und was das Gerät von einem genau will. Bei dritten Versuch
war mir dann klar, wie denn die Bedienführung gemeint ist. Vielleicht
gut gedacht, aber schlecht gemacht.
Gravierender ist, dass man eine Änderung der Firmware nicht per
USB-Stick oder seriellem Anschluss durchführen kann, zumindest nicht
offiziell. Ein Downgrade ist somit nicht möglich, außerdem dauert ein
Update via Sat ätzend lange.

Inoffiziell besitzt das Gerät nach Öffnen des Chassis eine
funktionsfähige RS-232-Schnittstelle, auf die man zugreifen kann, sofern
man weiß, was man tut, siehe hier:
<http://www.comag.tv/board/index.php?page=Thread&threadID=6998>
Ich selbst habe das Teil allerdings noch nicht ausprobiert und werde
vielleicht bei Gelegenheit darüber detailliert berichten, sofern ich
noch Nerv genug habe und das Gerät nicht zurückgebe.


Favoriten
~~~~~~~~~

Ich nutze die Favoritenliste gerne. Werkseitig ist die Belegung
allerdings ziemlich merkbefreit ausgefallen und dürfte den Interessen
der kommerziellen HD+-Sender geschuldet sein.

Es gibt genau 8 Favoritenlisten. Zwar kann man im OSD-Menü die
Bezeichnungen der Favoriten ändern, jedoch lässt es der Receiver nicht
zu, mehr Favoriten einzugeben.
Man kann also nur sehr grobskalig seine Programme einsortieren und mich
stört das erheblich. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich die Finger
von diesem Gerät gelassen.

Jedenfalls kann man wenigstens seine Senderlisten auf USB-Stick
abspeichern und mit ein bisschen Suchen, findet man das dann auch im
Programmmenü unter dem Oberpunkt Software-Update.

Nun fragt man sich, was man damit machen kann. Der Bedienungsanleitung
nach, dient dies nur zur Datensicherung, basta!

Ich darf euch versichern, dass das Füllen der Favoritenlisten nach
eigenen Vorstellungen mittels Fernbedienung eine Sisyphusarbeit ist,
ebenso die Verlagerung der sonstigen Programmplätze. Man kann sich
hierbei über Tage spielen und die Finger wund tippen.

Einfacher geht es hiermit:
1. Man speichert die Senderliste auf den USB-Stick
2. Man notiert sich die zukünftige Struktur der Favoriten, z.B Liste 1 =
ÖR, 2 = Regionale, 3 = News, usw und wie auch immer. Hirnschmalz ist
nötig, denn das Teil macht Arbeit!

2. Man holt sich diesen Sendelisteneditor
<http://www.comag.de/foto/download/SL900_905_database_Channellisteditor.zip>

3. Man kopiert vom Stick die Datei db00.udf auf die Platte (direkt vom
Stick ließ sich die Datei mit dem Editor jedenfalls nicht öffnen)

5. Man legt sich eine Sicherungsdatei davon an!

4. Man editiert seine Programmplätze und füllt seine Favoritenlisten
(die dort nur mit den Nummern 1-32 bezeichnet sind.)

5 Man speichert die Datei zurück auf den USB-Stick und überträgt es
auf den Receiver.

Zumindest funzt es so theoretisch. In der Praxis habe ich das jedoch
noch nicht ausprobiert. Vor allem, ob der Receiver auch mehr als 8
Favoritenplätze nimmt (mit dem Editor sind ja 32 Listen möglich). Ich
berichte demnächst darüber.

Die Bedienung der Favoritenlisten mittels Fernbedienung ist zwar eine
große Hilfe, aber von Medion ziemlich schlecht gemacht. Wenn man z.B.
von einer Favoritenliste wieder in die Grundbelegung möchte, muss man
die Taste "1" betätigen. Diese liegt ganz oben links und eine
Einhandbedienung ist hier fast nicht möglich. Einfach krank!


elektronischer Programmführer (EPG)
===================================
Der ist nun wirklich ein große Hilfe. Leider hat dieser bei dem
Mediongerät kein Vorschaufenster mehr. Allerdings kann man das angeblich
mittels Aufspielen neuer Firmware über die inoffizielle
RS-232-Schnittstelle ändern.

EPG ist schön, nur leider verabschiedet es sich bei mir ständig, sobald
ich irgendetwas an der Sender-/Favoritenliste ändere.
Ich muss nach jedem Einschalten des Receivers erst jeden Transponder
durchschalten, bis sich die EPG-Liste nach und nach füllt -- wenn man
Glück hat.

Stromstecker ziehen und andere Gags, die bei einem solchen Fehler in
Webforen empfohlen werden, brachten nichts. Nein, ich habe keine Lust,
deswegen den Rceivers jedesmal auf Werkseinstellung zurückzusetzen.
Ich werde, sobald ich meine Senderliste mittels Editor fertiggestellt
habe, es noch einmal ausprobieren, den Receiver zurücksetzen und die
Senderliste aufspielen. Wenn das EPG dann immer noch spinnt, dann bringe
ich den Receiver zu ALDI zurück.

Resumée
========
Wer dumm kauft, ist der Dumme. Ich habe mich zwar bemüht, mich vorher zu
informieren, aber als Laie, für den CI, HD, PVR, etc, spanische Dörfer
waren, tut man sich reichlich schwer.
Tatsächlich scheitert vieles jedoch an einer unzulänglichen und oftmals
unlogischen Menüführung, wie bei dem Medion oder aber an den bewussten
Versuchen, den Anwendern möglichst jeden Zugriff zu erschweren (Update,
Senderlisten).
Ich sage nur eines: Nie wieder ein Gerät, wo irgendein "+" draufsteht!

Mit etwas Neid habe ich einige Geräte entdeckt, die nur 40-60 EUR mehr
kosten, aber dafür mit einem anständigen Support daherkommen. Jetzt wo
ich einigermaßen zu wissen glaube, was wichtig sein könnte, fällt es
natürlich leichter, eine Auswahl zu treffen.
Kurzum, ich bin von dem Medion-Receiver maßlos enttäuscht.
X'Post: de.rec.tv.technik,de.alt.fan.aldi
F'Up2 : de.rec.tv.technik

Christoph Schmees

unread,
Apr 15, 2012, 6:08:46 PM4/15/12
to
Am 15.04.2012 23:21, schrieb Harald Maedl:
> ...
> Kurzum, ich bin von dem Medion-Receiver maßlos enttäuscht.
> ...

das ging aber schnell! Hat dir niemand verraten, dass Medion für
Elektronik das ist, was für Print die B... Zeitung ist?
Gerade hatte ich schon den zweiten Medion Laptop in meiner
Werkstatt, der final die Ohren angelegt hat. Natürlich nach genau
drei Jahren, also Ablauf der Gewährleistung ...
Naja, aus Schaden wird man klug. Hoffen wir, dass dein
Erfahrungsbericht den einen oder anderen vor eigenem Schaden
bewahrt. Danke für deinen Ausführlichen Bericht!

Christoph

--
email:
nurfuerspam -> gmx
de -> net

Marcel Müller

unread,
Apr 15, 2012, 6:02:30 PM4/15/12
to
Hallo,

On 15.04.2012 23:21, Harald Maedl wrote:
> Beim Medion Receiver P24009 (MD 28004) handelt es sich um einen
> HD-Receiver mit CL+-Einschub.
[...]
danke für den ausführlichen Test.

> Resumée
> ========
> Ich sage nur eines: Nie wieder ein Gerät, wo irgendein "+" draufsteht!

Aber man muss fairerweise hinzufügen, dass die geschilderten Nachteile
mit dem "+" noch gar nichts zu tun haben, außer vielleicht die
Vorprogrammierung. Ohne eine Bezahlkarte in dem CI+-Slot ist das ganze
Zeug inaktiv. Und so richtig weh tun die Schandtaten der "+" Liga
eigentlich auch erst bei Aufnahmefunktionen.

Kurzum, die genannten Nachteile gibt es auch ganz ohne HD bei anderen
Geräten. Aber gut, der Kauf im Lebensmittelladen war ein Risiko. Da gibt
es keine Auswahl. Die verkaufen halt einfach irgendetwas. Da kann man
Glück haben, oder eben Pech.

Das Bedienkonzept ist im Übrigen einer der Punkte wo sich Ware von
Marken wie z.B. Technisat häufig, aber leider nicht immer absetzt. Da
gibt es dann so Schmankerl wie automatisches Laden des Programms aller
(dafür konfigurierten) Transponder nachts zu geplanter Stunde.

> Mit etwas Neid habe ich einige Geräte entdeckt, die nur 40-60 EUR mehr
> kosten, aber dafür mit einem anständigen Support daherkommen. Jetzt wo
> ich einigermaßen zu wissen glaube, was wichtig sein könnte, fällt es
> natürlich leichter, eine Auswahl zu treffen.

Das ist doch immer so. Alle Menschen sind schlau. Mache vorher, die
meisten nachher. ;-)


Marcel

Peter Koerber

unread,
Apr 15, 2012, 6:57:23 PM4/15/12
to
Harald,
> Wer einen Fernseher ohne Scart oder HDMI-Anschluss hat, der hat Pech und
> sollte in Erwägung ziehen, sein TV-Gerät zu entsorgen, ansonsten er
> zusätzlichen Gerätekrempel zur Umsetzung des Signals benötigt, um dieses
> dann seinem alten Liebling zuzuführen.

Wenn man auf HD umstellt, dann sollte man sinnvoller Weise die ganze
Kette auf HD umstellen. Also auch den Fernseher. Schon alleine um Strom
zu sparen (Thema LED-Fernseher). Geschweige eben, wegen der (neuen)
HDMI-Anschlüsse. Hat man noch einen DVD-Abspieler und einen Mediaplayer,
dann ist es wirklich sinnvoll, alles mit HDMI-Kabeln zu betreiben, als
da die dicken SCART-Schläuche - wenn möglich noch mit einem
SCART-Verteiler - rumhängen zu lassen. Und wenn man siech bei der
generellen Neuplanung alles neu anschaffen will, dann kommt gleich die
Frage, warum nicht gleich einen neuen Fernseher mit eingebautem
SAT-Empfangsmodul...
>
> Es kotzt mich jedoch ziemlich an, dass der Netzschalter hinten sitzt.
> Ich habe meinen TV mittels SCART angeschlossen. Wenn ich den
> Netzschalter betätigen möchte, muss ich das Gerät ein wenig

Du willst aber damit nicht sagen, dass Du den SAT-Empfänger jedesmal zum
Fernsehen ein- und ausschalten tust, aber der Fernseher läuft immer auf
Standby, wenn Du nicht Fernsehen tust? Normalerweise schaltet man den
SAT-Empfänger einmal ein und das wäre es dann gewesen. Und wenn man
schon rumschalten will, dann wäre eine schaltbare Verteilerschiene
besser, denn da schaltet man auch den Fernseher komplett ab.
Abgesehen davon, dürfte das dauernde Ein- und Ausschalten nicht
unbedingt für die LNBs gut sein.

> An der Gerätevorderseite befinden sich sehr kleine und zierliche Tasten
> zur Programmwahl, Lautstärke, Menü-Öffnen und OK-Taste, eine

Niemand bedient seinen SAT-Empfänger am Gerät selber. Für das nimmt man
die Fernbedienung. Also sind da irgendwelche Tasten am Empfänger nur
unbenutztes Beiwerk.

> USB-Anschluss links in der Ecke. Das hat Nachteile, sofern man einen
> USB-Stick mit SD-Karte hat und die Karte dann nach links zeigt, dann
> nämlich bekommt man den Stick nicht rein.

Es gibt extra Ständer für USB-Sticks (wurden seinerzeit sogar noch
gratis mitgeliefert), welche mit einem kurzen Kabel an eine versteckte
USB-Steckbuchse angeschlossen werden können. Auch ein kurzes
USB-Verlängerungskabel mit entsprechender Kupplung tut es auch.

> Allerdings wurde das Design teilweise verschlimmbessert. Wie man im o.a.
> Link an der Tastenanordnung der bogenförmig angeordneten Tasten sehen
> kann, haben diese Tasten schon eine besondere Funktion, z.B. die
> Info-Taste, die man gerne und häufig benutzt.

Bereits zwei Fernbedienungen auf dem Tisch sind schon zuviel. Also
verwendet der moderne Mensch eben eine der Universalfernbedienungen
(z.B. aus dem Hause Logitech), welche eben alle Operationen von mehreren
Geräten mit einer Bedienung möglich machen. Mein Fernsehgerät und meinen
SAT-Empfänger schalte ich mit einem einzigen Knopfdruck auf meiner
Logitech ein. Feddich. Und da kann ich noch unter diversen Modellen
dasjenige auswählen, welches auch von Ehefrau und anderen Nutzern
verstanden wird.

> Ich habe das Gerät seit rund 2-3 Wochen. Es wurde noch mit der alten
> Firmware von ALDI ausgeliefert, obgleich das Update seit Anfang des

Firmware hin, Firmware her, über 95% der Nutzer wissen nichts davon und
machen auch nie ein Update. Oder können es nie (ab Sat) machen (wie
ich), weil sie irgendwo wohnen, wo es eben keinen Update ab ihrem
Satelliten gibt. Trotzdem gucke ich noch unbeschwert weiterhin Fernsehen.

> Inoffiziell besitzt das Gerät nach Öffnen des Chassis eine
> funktionsfähige RS-232-Schnittstelle, auf die man zugreifen kann, sofern
> man weiß, was man tut, siehe hier:

Das ist was für Bastler und für Freaks, aber nicht für Otto Normalbürger.

> Mit etwas Neid habe ich einige Geräte entdeckt, die nur 40-60 EUR mehr
> kosten, aber dafür mit einem anständigen Support daherkommen. Jetzt wo
> ich einigermaßen zu wissen glaube, was wichtig sein könnte, fällt es

DVB-S2-Geräte gehörten noch vor wenigen Monaten eher zu den exotischen
Tierchen. Und auch heute noch nicht in grossen Massen (Auswahl)
erhältlich und vielfach sündhaft teuer. Deshalb ist eine Generalplanung
vor einer Anschaffung nach wie vor empfehlenswert. Tut man es nicht,
dann stellt man schon wenige Tage nach Erwerb eines Gerätes fest, dass
man sich da das "falsche" Gerät unter den Nagel gerissen hat...
Peter

Bernd Ohm

unread,
Apr 15, 2012, 8:01:40 PM4/15/12
to
Am 16.04.2012 00:57, schrieb Peter Koerber:

> Du willst aber damit nicht sagen, dass Du den SAT-Empfänger jedesmal zum
> Fernsehen ein- und ausschalten tust, aber der Fernseher läuft immer auf
> Standby, wenn Du nicht Fernsehen tust?

Tun getan!

> Abgesehen davon, dürfte das dauernde Ein- und Ausschalten nicht
> unbedingt für die LNBs gut sein.

Unsinn.

> DVB-S2-Geräte gehörten noch vor wenigen Monaten eher zu den exotischen
> Tierchen. Und auch heute noch nicht in grossen Massen (Auswahl)
> erhältlich und vielfach sündhaft teuer.

Auch völliger Unsinn.


bis denn, BEN

Harald Maedl

unread,
Apr 16, 2012, 3:18:25 AM4/16/12
to
Marcel Müller wrote:
> On 15.04.2012 23:21, Harald Maedl wrote:

>> Ich sage nur eines: Nie wieder ein Gerät, wo irgendein "+" draufsteht!
> Aber man muss fairerweise hinzufügen, dass die geschilderten Nachteile
> mit dem "+" noch gar nichts zu tun haben, außer vielleicht die
> Vorprogrammierung.

Yup, mag sein. Da das Posting eh schon so lang war, habe ich nur ein
paar Punkte eingebracht, die mir besonders aufgestoßen sind.
Es gibt jedoch noch andere, z.B. dass die Standbildfunktion nur dann
abrufbar ist, wenn kein Speichermedium angeschlossen ist.

Außerdem werden anscheinend auf dem Stick ohne mein Zutun irgendwelche
Programmschnipsel abgespeichert. Das muss ich bei Gelegenheit nochmals
separat testen, um eventuelle Bedienungs- bzw Konfigurationsfehler
auszuschließen.

Auf dem Stick war nach Speichern der Senderliste folgendes abgespeichert

Hauptverzeichnis:
+ db00.udf (= Kanalliste)
+ test_write1.dvr (6016kB) vom 1.11.2010
+ test_write1.dvr (6016kb vom 14.4.2012

Wozu die dvr-Dateien gut sind, weiß ich noch nicht, aber ich werde es
wohl hier erfahren, auch wie man Einblick nehmen kann.

+ Das Verzeichnis ALIDVRS2 01.11.2010
Dieses enthält einen gepackten schreibgeschützten Unterordner, dessen
Bezeichnung wie folgt lautet: [TS]2012-04-14.20.07.17-ARD-01

Das erste ist das Aufnahmedatum, das zweite Datum könnte das Ablaufdatum
sein, ab dem möglicherweise die Datei nicht mehr abspielbar ist. Das ist
jedoch Spekulation meinerseits. Ich werde mal versuchsweise den Ordner
umbenennen und das zweite Datum so setzen, dass es einen Tag später als
das erste Datum liegt. Mal sehen, ob sich was tut.
Die anderen Angaben sind das zu der Zeit geschaltete Programm und der
Programmplatz.

Der Ordner enthält 3 Dateien:
+ 000.dvr (64 kB)
+ info3.dvr (32 kB)
+ und 000.ts (2.555 kB) eine abspielbare Media-Datei, die man z.B mit
dem VLC-Player abspielen kann und welche einen Filmschnipsel enthält, zu
der Zeit als der Stick eingesteckt war und man gerade in dem Fall auf
dem Sender der ARD war.

Aber hier muss ich noch ein bisschen ausprobieren, ob das grundsätzlich
so gehandhabt wird und ob sich die Mediadatei permanent aufbläht.
Warum auf den Stick offenbar ohne mein Zutun Daten abgespeichert werden,
weiß ich nicht. In der Bedienungsanleitung steht, dass ggf leere
Verzeichnisse angelegt werden und dies kein Fehler des Produkts sei und
diese leeren Verzeichnisse gelöscht werden können.

Harald Maedl

unread,
Apr 16, 2012, 3:25:15 AM4/16/12
to
Christoph Schmees wrote:
> Am 15.04.2012 23:21, schrieb Harald Maedl:
>> ...
>> Kurzum, ich bin von dem Medion-Receiver maßlos enttäuscht.
> das ging aber schnell! Hat dir niemand verraten, dass Medion für
> Elektronik das ist, was für Print die B... Zeitung ist?

Mag sein, ich bin bisher mit den Medion-Produkten im wahrsten Sinne des
Wortes gut gefahren, z.B. mit dem Medion-Navi.;-)
Bis auf einmal, da hat es mich in der Toskana in eine immer enger
werdende Straße geführt, die dann letztlich an einem nach unten
führenden Weg endete. Das mit dem "nach unten" wäre nicht das Problem
gewesen, aber der Weg war über lange Strecken abgetreppt. Nein, ich bin
den weiteren eindringlichen Anweisungen des Navis, doch diesen Weg zu
nehmen, nicht gefolgt. ;-)

Robert Schneider

unread,
Apr 16, 2012, 4:04:59 AM4/16/12
to
Am 15.04.2012 23:21, schrieb Harald Maedl:
>
> Es kotzt mich jedoch ziemlich an, dass der Netzschalter hinten sitzt.
> Ich habe meinen TV mittels SCART angeschlossen. Wenn ich den
> Netzschalter betätigen möchte, muss ich das Gerät ein wenig
> herausschieben, sonst komme ich mit meinen Fingern nicht hin. Allerdings
> rutschen dieses bescheuerten SCART-Stecker sodann aus ihrem Steckplatz.
> Überhaupt wäre ein Ausschalten vorne am Gerät viel bequemer.
> Herrschaften, ist es denn so schwierig einen Netzschalter an der
> Frontseite unterzubringen?! Wie soll man die Herren Entwickler hier
> bezeichnen. Mir fällt hierfür nur ein nicht gerade druckreifer Ausdruck
> ein. Und dass die SCART-Stecker nicht gesichert werden können, ist
> einfach nur dämlich. Aber gut, die sind mittlerweile ja auch von
> vorgestern.
>
Immerhin GIBT es einen Netzschalter. Das ist ja leider schon die ausnahme.


Aber alles in allem ein lobenswerte Bericht.

Grüße

Harald Maedl

unread,
Apr 16, 2012, 4:15:25 AM4/16/12
to
Peter Koerber wrote:

>> Wer einen Fernseher ohne Scart oder HDMI-Anschluss hat, der hat Pech und
>> sollte in Erwägung ziehen, sein TV-Gerät zu entsorgen, ansonsten er
>> zusätzlichen Gerätekrempel zur Umsetzung des Signals benötigt, um dieses
>> dann seinem alten Liebling zuzuführen.
> Wenn man auf HD umstellt, dann sollte man sinnvoller Weise die ganze
> Kette auf HD umstellen. Also auch den Fernseher.

HD ist mir eigentlich schnuppe. Ich musste umstellen, da das analoge
TV-Signal abgeschaltet wird. Nur, wer auf digital umstellen muss und wer
vielleicht noch altertümliche Geräte am Laufen hat, die nur einen
Antenneneingang besitzen, hat halt schlechte Karten.
Ich möchte nicht wissen, in wievielen Haushalten solche Dritt- oder
Viertgeräte noch rumstehen und teilweise noch in Betrieb sind.

> Schon alleine um Strom
> zu sparen (Thema LED-Fernseher). Geschweige eben, wegen der (neuen)
> HDMI-Anschlüsse. Hat man noch einen DVD-Abspieler und einen Mediaplayer,
> dann ist es wirklich sinnvoll, alles mit HDMI-Kabeln zu betreiben, als
> da die dicken SCART-Schläuche - wenn möglich noch mit einem
> SCART-Verteiler - rumhängen zu lassen. Und wenn man siech bei der
> generellen Neuplanung alles neu anschaffen will, dann kommt gleich die
> Frage, warum nicht gleich einen neuen Fernseher mit eingebautem
> SAT-Empfangsmodul...

Freilich, wer ein TV-Freak ist, mag ja umstellen, aber wer nur schnell
mal Nachrichten oder eine Doku ansehen möchte, der braucht den ganzen
Plempel nicht.
Ich sehe keinen Fortschritt, wenn aus Fernsehen für den Anwender eine
Wissenschaft gemacht werden muss, dass man sein Zeug überhaupt anschauen
kann. Früher: Stecker rein und ansehen -- fertig. Genau so sollten IMHO
die Interfaces für die Masse beschaffen sein, alles andere ist eine
Zumutung und auch Kundenverarsche.

>> [Netzschalter hinten]
> Du willst aber damit nicht sagen, dass Du den SAT-Empfänger jedesmal zum
> Fernsehen ein- und ausschalten tust,

Nein

> aber der Fernseher läuft immer auf
> Standby,

Nein, wo habe ich das geschrieben?

> wenn Du nicht Fernsehen tust? Normalerweise schaltet man den
> SAT-Empfänger einmal ein und das wäre es dann gewesen. Und wenn man
> schon rumschalten will, dann wäre eine schaltbare Verteilerschiene
> besser, denn da schaltet man auch den Fernseher komplett ab.

Es geht mir um das Thema mangelhaftes Design. Ich finde es generell eine
Zumutung, wenn Netzschalter an möglichst unzugänglichen Stellen
angebracht werden oder trotz Betätigen das Gerät nicht vollständig vom
Netz trennen, so dass irgendein Netzteil dennoch Strom saugt, weil 40-50
Cent für einen solchen Schalter offenbar zuviel sind.

> Abgesehen davon, dürfte das dauernde Ein- und Ausschalten nicht
> unbedingt für die LNBs gut sein.

Das wäre mir neu.

>> An der Gerätevorderseite befinden sich sehr kleine und zierliche Tasten
>> zur Programmwahl, Lautstärke, Menü-Öffnen und OK-Taste, eine
> Niemand bedient seinen SAT-Empfänger am Gerät selber. Für das nimmt man
> die Fernbedienung. Also sind da irgendwelche Tasten am Empfänger nur
> unbenutztes Beiwerk.

Ich schrieb doch, dass dies Nottasten sind, wenn z.B die Fernbedienung
defekt ist. Aber auch Fernbedienungen bekommen mit der Zeit ihre Macken
und Ersatz ist nicht immer gleich zur Hand.

>> USB-Anschluss links in der Ecke. Das hat Nachteile, sofern man einen
>> USB-Stick mit SD-Karte hat und die Karte dann nach links zeigt, dann
>> nämlich bekommt man den Stick nicht rein.
> Es gibt extra Ständer für USB-Sticks (wurden seinerzeit sogar noch
> gratis mitgeliefert), welche mit einem kurzen Kabel an eine versteckte
> USB-Steckbuchse angeschlossen werden können. Auch ein kurzes
> USB-Verlängerungskabel mit entsprechender Kupplung tut es auch.

Ja schon klar, ein ganz normaler USB-Stick tut es ja auch. Mein Hinweis
war für User gedacht, die vorwiegend z.B. SD-Karten haben und diese
mittels USB-Adapter anschließen wollen.

>> Allerdings wurde das Design teilweise verschlimmbessert. Wie man im o.a.
>> Link an der Tastenanordnung der bogenförmig angeordneten Tasten sehen
>> kann, haben diese Tasten schon eine besondere Funktion, z.B. die
>> Info-Taste, die man gerne und häufig benutzt.
> Bereits zwei Fernbedienungen auf dem Tisch sind schon zuviel. Also
> verwendet der moderne Mensch eben eine der Universalfernbedienungen
> (z.B. aus dem Hause Logitech), welche eben alle Operationen von mehreren
> Geräten mit einer Bedienung möglich machen.

Tja, schöne neue Welt -- wenn sie denn immer funktionieren würde. Ich
habe z.B einen recht neuen DVD-Player, der sich standhaft weigert mit
irgendeiner Multifunktionsfernbedienung zusammenzuarbeiten. Nicht einmal
der Lernmodus funktioniert. Mag sein, dass ich technisch zu unbedarft
bin, das mit diesem Gerät auf die Reihe zu bringen.

>> Ich habe das Gerät seit rund 2-3 Wochen. Es wurde noch mit der alten
>> Firmware von ALDI ausgeliefert, obgleich das Update seit Anfang des
> Firmware hin, Firmware her, über 95% der Nutzer wissen nichts davon und
> machen auch nie ein Update. Oder können es nie (ab Sat) machen (wie
> ich), weil sie irgendwo wohnen, wo es eben keinen Update ab ihrem
> Satelliten gibt. Trotzdem gucke ich noch unbeschwert weiterhin Fernsehen.

Die alte Firmware hatte angeblich gem Beiträgen aus einem Webforum Bugs,
die zu Fehlfunktionen geführt haben. Leider finde ich die Seite gerade
nicht.

Was ich zu erwähnen vergessen hatte: Im Falle des Firmwareupdates werden
alle Daten überschrieben, auch die Senderlisten etc. Das deutet auf ein
suboptimales Speichermanagement hin. Ich möchte dich nicht aufjaulen
sehen, wenn jedesmal, wenn du ein paar Treiberdateien deines
Betriebssystenms aktualisierst, deine Daten futsch wären. Ich nenne so
etwas "fehlerhafte Programmierung". Mit einer Aufteilung in Datendateien
und Programmdateien wäre das Thema IMHO gelöst.

Marcel Müller

unread,
Apr 16, 2012, 4:23:00 AM4/16/12
to
Hallo,

On 16.04.2012 09:18, Harald Maedl wrote:
>>> Ich sage nur eines: Nie wieder ein Gerät, wo irgendein "+" draufsteht!
>> Aber man muss fairerweise hinzufügen, dass die geschilderten Nachteile
>> mit dem "+" noch gar nichts zu tun haben, außer vielleicht die
>> Vorprogrammierung.
>
> Yup, mag sein. Da das Posting eh schon so lang war, habe ich nur ein
> paar Punkte eingebracht, die mir besonders aufgestoßen sind.
> Es gibt jedoch noch andere, z.B. dass die Standbildfunktion nur dann
> abrufbar ist, wenn kein Speichermedium angeschlossen ist.

jetzt kommen wir so langsam in die Richtung.

> Auf dem Stick war nach Speichern der Senderliste folgendes abgespeichert
>
> Hauptverzeichnis:
> + db00.udf (= Kanalliste)
> + test_write1.dvr (6016kB) vom 1.11.2010
> + test_write1.dvr (6016kb vom 14.4.2012
>
> Wozu die dvr-Dateien gut sind, weiß ich noch nicht, aber ich werde es
> wohl hier erfahren, auch wie man Einblick nehmen kann.

Mutmaßlich ein Geschwindigkeitstest. Der Receiver durfte Prüfen, ob der
Stick einem Aufnahmedatenstrom überhaupt stand halten würde.


> Das erste ist das Aufnahmedatum, das zweite Datum könnte das Ablaufdatum
> sein, ab dem möglicherweise die Datei nicht mehr abspielbar ist.

Welches zweite Datum? Das ist die Uhrzeit.

> Der Ordner enthält 3 Dateien:
> + 000.dvr (64 kB)
> + info3.dvr (32 kB)
> + und 000.ts (2.555 kB) eine abspielbare Media-Datei, die man z.B mit
> dem VLC-Player abspielen kann und welche einen Filmschnipsel enthält, zu
> der Zeit als der Stick eingesteckt war und man gerade in dem Fall auf
> dem Sender der ARD war.

Der (gefilterte) Transport Stream (.ts) ist die eigentliche Aufnahme.
Gebrauchen kann man die Dateien aber nur bei SD-Sendern und bei den
öffentlich rechtlichen in HD. Alle verschlüsselten Aufnahmen (HD+) kann
man guten Gewissens gleich wieder löschen, da man sie sowieso früher
oder später nicht mehr ansehen kann. Da ist es ehrlicher, wenn man sie
gleich löscht.


> Aber hier muss ich noch ein bisschen ausprobieren, ob das grundsätzlich
> so gehandhabt wird und ob sich die Mediadatei permanent aufbläht.

Während die Aufnahme läuft, sollte das schon so sein.

> Warum auf den Stick offenbar ohne mein Zutun Daten abgespeichert werden,
> weiß ich nicht. In der Bedienungsanleitung steht, dass ggf leere
> Verzeichnisse angelegt werden und dies kein Fehler des Produkts sei und
> diese leeren Verzeichnisse gelöscht werden können.

Die Aufnahmefunktion wurde aktiviert. Wie auch immer.


Marcel

Marcel Müller

unread,
Apr 16, 2012, 4:24:58 AM4/16/12
to
On 16.04.2012 10:04, Robert Schneider wrote:
> Immerhin GIBT es einen Netzschalter. Das ist ja leider schon die ausnahme.

Der Netzschalter ist mir einigermaßen egal, wenn die Geräte, wie es die
neuesten Vorschriften vorsehen, weniger als 0,5W im Stand-By brauchen.
Bei mir fallen zwei von drei Receivern in diese Kategorie.


Marcel

Harald Maedl

unread,
Apr 16, 2012, 4:53:45 AM4/16/12
to
Marcel Müller wrote:
> On 16.04.2012 09:18, Harald Maedl wrote:

>> Auf dem Stick war nach Speichern der Senderliste folgendes abgespeichert
>> Hauptverzeichnis:
>> + db00.udf (= Kanalliste)
>> + test_write1.dvr (6016kB) vom 1.11.2010
>> + test_write1.dvr (6016kb vom 14.4.2012
>> Wozu die dvr-Dateien gut sind, weiß ich noch nicht...
> Mutmaßlich ein Geschwindigkeitstest. Der Receiver durfte Prüfen, ob der
> Stick einem Aufnahmedatenstrom überhaupt stand halten würde.

Thx

>> Das erste ist das Aufnahmedatum, das zweite Datum könnte das Ablaufdatum
>> sein, ab dem möglicherweise die Datei nicht mehr abspielbar ist.
> Welches zweite Datum? Das ist die Uhrzeit.
Datum1 | Datum2 |
Ich meinte die Ordnerbezeichnung: [TS]2012-04-14.20.07.17-ARD-01

>> Der Ordner enthält 3 Dateien:
>> + 000.dvr (64 kB)
>> + info3.dvr (32 kB)
>> + und 000.ts (2.555 kB) eine abspielbare Media-Datei, die man z.B mit
>> dem VLC-Player abspielen kann...
> Der (gefilterte) Transport Stream (.ts) ist die eigentliche Aufnahme.
> Gebrauchen kann man die Dateien aber nur bei SD-Sendern und bei den
> öffentlich rechtlichen in HD. Alle verschlüsselten Aufnahmen (HD+) kann
> man guten Gewissens gleich wieder löschen, da man sie sowieso früher
> oder später nicht mehr ansehen kann. Da ist es ehrlicher, wenn man sie
> gleich löscht.

Yup. Und diese dvr-Dateien? Aus den Erklärung zu dvr-Dateien bin ich
nicht schlau geworden. Ich vermute, dass die irgendwie vom Receiver zum
Verarbeiten des Datenstromes benötigt werden, wenn man ein
Speichermedium über diesen abspielen möchte.

>> Aber hier muss ich noch ein bisschen ausprobieren, ob das grundsätzlich
>> so gehandhabt wird und ob sich die Mediadatei permanent aufbläht.
> Während die Aufnahme läuft, sollte das schon so sein.

:-)

>> Warum auf den Stick offenbar ohne mein Zutun Daten abgespeichert werden,
>> weiß ich nicht. In der Bedienungsanleitung steht, dass ggf leere
>> Verzeichnisse angelegt werden und dies kein Fehler des Produkts sei und
>> diese leeren Verzeichnisse gelöscht werden können.
> Die Aufnahmefunktion wurde aktiviert. Wie auch immer.

Tja, da das bei mehreren Versuchen so war, frage ich mich, wo die
Aufnahmefunktion aktiviert wurde. Ich werde mich mal ein bisschen heute
abend damit spielen.

Heiko Lechner

unread,
Apr 16, 2012, 6:19:04 AM4/16/12
to
Am 16.04.2012 10:53, schrieb Harald Maedl:

> Ich meinte die Ordnerbezeichnung: [TS]2012-04-14.20.07.17-ARD-01

Ja, dein zweites Datum ist, wie schon erwähnt wurde, die Uhrzeit 20:07:17.

> Tja, da das bei mehreren Versuchen so war, frage ich mich, wo die
> Aufnahmefunktion aktiviert wurde. Ich werde mich mal ein bisschen heute
> abend damit spielen.

Timeshifting eingeschaltet?
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Michael Paul

unread,
Apr 16, 2012, 8:18:32 AM4/16/12
to
On 16 Apr., 10:23, Marcel Müller <news.5.ma...@spamgourmet.com> wrote:
> Hallo,
>
> On 16.04.2012 09:18, Harald Maedl wrote:
(...)
> > Warum auf den Stick offenbar ohne mein Zutun Daten abgespeichert werden,
> > weiß ich nicht. In der Bedienungsanleitung steht, dass ggf leere
> > Verzeichnisse angelegt werden und dies kein Fehler des Produkts sei und
> > diese leeren Verzeichnisse gelöscht werden können.
>
> Die Aufnahmefunktion wurde aktiviert. Wie auch immer.

Timeshift vielleicht.

Michael

Michael Paul

unread,
Apr 16, 2012, 8:14:31 AM4/16/12
to
On 16 Apr., 00:57, Peter Koerber <peter.koerber_NOS...@freesurf.ch>
wrote:
(...)
> Es gibt extra Ständer für USB-Sticks

http://www.reichelt.de/USB-Kabel/USB-DOCKING-STAT/index.html?ARTICLE=59479
1,95 EUR

:-)

Michael

Peter Koerber

unread,
Apr 16, 2012, 3:12:20 PM4/16/12
to
Ludger,
> Das klingt wünschenswert. Und ist das ein Feature der Fernbedienung,
> die eben auf einen Knopfdruck erst den Code für den (x-beliebigen)
> Receiver sendet und dann für den (x-beliebigen) Fernseher, oder
> unterhält sich der Fernseher mit dem Receiver via HDMI, wenn dieser
> oder jener angeknipst ist.
> Und wie gehts mit dem Ausschalten (wenn der Receiver hirnrissigerweise
> immer erst einen Sleepmodus anbietet und einen 2. Tastendruck auf
> "Ein/aus" braucht.

Auch hier genügt ein Knopfdruck. Abgesehen davon, man kann jede Logitech
Harmony für Sonderbedienung selber programmieren (falls diese
Sonderbedienung nicht schon in der Logitech-Datenbank vorhanden ist).
Zweimal Abschalten von einem Gerät als Zusatzfunktion sollte kein
Problem sein.

> Und wo bist du da gelandet bei technisch uninteressierten Personen die
> "ja nur fernsehen" wollen?
> Ich fände so was für mich und meinen Anhang hoch interessant.

Eben genau: Da hat man einen modernen LED-Fernseher (mit zig Funktionen)
mit einer Fernbedienung und genau 54 Knöpfen drauf, nur um fern zu sehen.
Dann kommt der Sat-Receiver auf dessen Fernbedienung es exakt 42 Knöpfe
hat. So, jetzt sage mal Deiner Holden, sie solle den Fernseher
einschalten und das Programm XY ansehen...

Seit Jahren habe ich schon eine Harmony 525 und habe mir vor einem
halben Jahr ein neues Modell Harmony 650
(http://www.logitech.com/de-de/remotes/universal-remotes/devices/6621)
gekauft - man hat ja auch im Schlafzimmer einen Fernseher. Das
Einstellen der Fernbedienung am Computer geht hierzulande etwas länger
(ich wohne auf der anderen Seite der Erdkugel), weil es hier viele
Geräte aus chinesischer Produktion gibt, die kein Schwein kennt. Auch
die Harmony nicht. Aber jetzt kennt die Harmony diese Geräte (und jetzt
jeder Anwender weltweit auch - die Einstell-Daten werden zur Datenbank
von Logitech gesendet) und die Bedienung erfolgt mit wenigen Tasten. Ich
steuere damit total vier Geräte: LED-Fernseher, SAT-Empfänger,
DVD-Player und einen Mediastreamer mit Festplatte.

Peter

Thomas Rechberger

unread,
Apr 17, 2012, 10:18:42 AM4/17/12
to

> Mit etwas Neid habe ich einige Geräte entdeckt, die nur 40-60 EUR mehr
> kosten, aber dafür mit einem anständigen Support daherkommen. Jetzt wo

Für 50€ bekommt man brauchbare HD Receiver. Aber verschlüsselte
Privatsender muss ich mir wirklich nicht noch antun und für Werbung Geld
bezahlen.

Gerd Schweizer

unread,
Apr 17, 2012, 10:57:06 AM4/17/12
to
Thomas Rechberger schrieb:
> Für 50€ bekommt man brauchbare HD Receiver. Aber verschlüsselte
> Privatsender muss ich mir wirklich nicht noch antun und für Werbung Geld
> bezahlen.
Das zahlst Du doch in jedem Laden beim Einkauf. Die versuchen doch nur,
einen Fuß in die Tür zu bekommen, damit sie doppelt kassieren zu können.

--
Liebe Grüße, Gerd
Satelliten FAQ, DVB-T, Katzen, Mopped, Garten, Heimwerken:
http://www.satgerd.de/
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