Andreas M. Kirchwitz
unread,Dec 6, 2023, 1:28:46 PM12/6/23You do not have permission to delete messages in this group
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Hallo Manga-Fans!
Äh, ich hab mit Manga nix am Hut, darum war ich beim Trailer zur
Real-Serie diesen Sommer zwiegespalten. Nun hab ich reingeschaut
(1. Staffel, 8 Folgen), und ich kann verstehen, warum One Piece
(nicht nur diese Serie, sondern allgemein) eine große Fangemeinde
hat, aber auch warum es für andere trotzdem Geschmackssache bleibt.
Es geht um den noch unerfahrenen jungen Mann (oder älteren Jungen?)
namens "Monkey D. Luffy", der etwas naiv wirkt, weil er ständig
lächelt und immer alles positiv sieht. Der möchte gern Pirat werden,
aber ein besonders netter und freundlicher, und er möchte den
Piratenschatz "One Piece" finden, nach dem seit vielen Jahren alle
suchen, bislang erfolglos. Das niedliche Schiff heißt "Going Merry".
Die Serie ist optisch mit viel Liebe zum Detail gemacht, man hat
sich viel Mühe gegeben bei der Ausstattung. Die Schauspieler sind
gut und die Dialoge anständig und humorvoll gehalten. Alles fein.
Ich glaube, Manga-Fans kommen hier voll auf ihre Kosten, doch ich
bin das nicht gewohnt, und für mich ist das "too much", weil alles
immer so extrem übertrieben und überzogen ist. Das ist ganz klar
mein persönliches Problem. Hab ich auch in anderen Serien und
Filmen manchmal.
Die Folgen sind oft vollgestopft mit Handlung, weil man auch immer
viel Hintergrundgeschichte erfährt in Rückblenden/Erzählungen, und
die sind auch meist liebevoll gemacht. Das verstärkt natürlich den
Eindruck, dass man "erschlagen" wird mit Details. Doch bitte nicht
missverstehen, der Netflix-Serie gelingt es geschickt, dass man die
Zusammenhänge versteht, ohne Vorkenntnisse zu haben, man kommt
auch als Neueinsteiger schnell gut zurecht. Sicherlich werden
Fans von One Piece noch viel mehr entdecken als ein Neueinsteiger.
Ich glaube, Netflix hat mit One Piece eine tolle Serie gedreht,
die viele Fans haben wird, doch meine Welt ist es halt nicht so
hundertprozentig, trotzdem fand ich sie definitiv nett gemacht.
Eigenproduktionen bei Netflix wirken ja leider zu oft etwas lieb-
und leblos, einfach bloß viel Geld draufgeworfen, aber irgendwie
steckt kein Herz drin. Hier empfinde ich es anders, also im
positiven Sinne. Ich wäre neugierig, ob Kenner des Mangas es
auch so sehen, oder ob die es als herzloses Kommerzwerk empfinden.
Viel Spaß damit ... Andreas