Andreas M. Kirchwitz
unread,Jul 19, 2023, 5:30:54 AM7/19/23You do not have permission to delete messages in this group
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Hallo Blacklist-Fans!
Mit der 10. Staffel hat die Serie "The Blacklist" vor kurzem einen
geplanten Abschluss gefunden. In der Serie ging es um die fiktive
Figur Raymond Reddington, die ein weltweites kriminelles Imperium
anführt und aus verschiedenen Gründen zusammen mit dem FBI andere
Kriminelle jagt, die Nummern auf der sogenannten "Blacklist" sind.
Die Serie hat die 10 Staffeln gefüllt mit vielen Rätseln, wie alle
Figuren in der Serie zusammenhängen, wer überhaupt wirklich wer ist
und welche Motive die Leute haben.
Die Serie lief damals (2013?) auch synchronisiert im deutschen TV,
hat dort aber überhaupt nicht funktioniert, und zwar zum einen wegen
der sinnentstellenden Schnitte, aber vor allem weil James Spader,
der Reddington spielt, mit seinen pointierten Monologen extrem
schwer synchronisierbar ist. Der Mann kann einfach super gut reden.
James Spader ist ganz klar das Rückgrat der Serie, aber auch die
anderen Schauspieler sind größtenteils sehr gut, beispielsweise
Harry Lennix als Harold Cooper kann auch tolle Reden schwingen,
aber auch die anderen waren prima. (Eigentlich nur Megan Boone als
Elizabeth Keen fand ich merkwürdigerweise nie so wirklich toll.)
Die Dialoge (na ja, teils eher Monologe) in The Blacklist sind
Meisterwerke, natürlich vor allem die Reden von Spader, einfach
wunderschön, aber auch von Lennix. Deshalb habe ich die Serie
10 Staffeln lang geguckt, immer wieder ein Riesenvergnügen. :-)
Manche Rätsel der Serie wurden aufgelöst, andere jedoch nicht.
Einige Fans der Serie stört das, ist fand es okay, manches der
Fantasie des Zuschauers zu überlassen.
Theoretisch hätte die Serie ewig laufen können, aber zur 10. Staffel
hatte man sich entschlossen, dass es die letzte sein sollte, und die
gesamte Staffel arbeitet daher gezielt auf das Ende hin, was einen
stimmigen Spannungsbogen ergibt.
Die letzten Minuten der Serie und speziell die Schlussszene haben
die Macher leider meiner Meinung nach total vergeigt. Statt sich
treu zu bleiben und manches unausgesprochen/ungezeigt zu lassen,
ist das Ende ungewöhnlich explizit und vor allem absolut unwürdig,
nicht von der generellen Idee her, kann man so machen, aber die
visuelle Darstellung, also das ist echt schäbig und unverdient.
Habe viele Rezensionen gelesen, und die gehen allesamt durchweg
in die gleiche Richtung. Verstehe nicht, warum die Macher über
10 Staffeln hinweg so viel Raffinesse bewiesen haben, und in den
letzten Momenten kommt es einem vor, als hätte plötzlich jemand
ganz anderes das Ruder übernommen, das passt einfach nicht,
wirkt überhaupt nicht rund, ausgerechnet die Schlussszene.
Etwas schade.
Die Serie ist ganz klar Geschmackssache, man muss definitiv ein
Faible für Spaders Redekünste haben, sonst wird man nicht glücklich,
dafür hat die Serie sonst zu wenig andere Schwerpunkte, um einen
bei Laune zu halten.
Red forever ... Andreas