Andreas Kohlbach wrote:
> OK, 4 und 5 nun doch noch geschaut. Als man Trinity zündete, und dann
> auch die beiden auf Japan abwarf. OK. Weiter schaue ich dann aber
> nicht. Vermutlich geht es danach um Oppenheimers Gewissensbisse ("I
> became death..."), und Nachforschungen über kommunistische Verbindungen,
> was ich dann doch eher uninteressant finde.
Wenn man chronologisch linear vorgeht, liegt da halt das grosse Problem:
Die ganzen Hearings lassen eigentlich keine Möglichkeit für ein
dramaturgisch zündendes Ende. Nolan hat das recht schlau gelöst, indem
er mehrmals ein Rätsel andeutet und es zum Ende hin auflöst. Da war dann
die Dramaturgie wichtiger als das Berichten der Chronik...
> Die BBC hat aber auch schon in den 80ern und davor IMO gute Dokus gebracht.
Tinker Tailor Soldier Spy von 1979 (knapp fünf Stunden) war auch schon
knochentrocken, das Remake von 2011 deutlich besser. Gut, das lag
natürlich auch an den Bildern von Van Hoytema.
> Ich habe Inception bis heute nicht verstanden.
Die Action lenkt ein wenig ab. Aber ohne die Knallerei hätten wohl viele
Leute Angst, der Film wär ihnen zu intellektuell. Nolan ist halt auch
ein Geschäftsmann.
In der Vergangenheit hatte Cob nur eine Möglichkeit gesehen, seine Frau
aus den ewigen Traumwelten zurückzuholen, indem er ihr faktisch den
Gedanken einimpfte, dass diese Welten nicht echt sind. Es funktionierte,
und daher wusste er auch, dass Inception möglich ist, wenn man tief
genug reingeht.
Es hatte halt Nebenwirkungen, denn sie konnte das echte Leben nicht mehr
vom Traum unterscheiden -- mit fatalen Konsequenzen. Dafür gab er sich
selbst die Schuld, was in seinem Unterbewusstsein während der Arbeit in
anderen Träumen ein ziemliches Problem war.
Der Befreiungsschlag zusammen mit Saito am Ende war dann natürlich ein
wenig salopp, aber irgendwie muss man die Geschichte ja zu einem Ende
bringen...
Gruss
Patrick