> Georg Schramm in seiner Rolle als Rentner lie� sich in Litauen die
> Z�hne machen - "innen voll funktionsf�hig, aussen sehen sie aus wie
> gebraucht". Dann kam ein kurzes Einspielvideo von Guido Westerwelle,
> gefolgt von einem Schrammschen Kommentar: Der ist das Gegenteil
> von meinem Gebiss ....... jedoch bevor er noch die Pointe vorbringen
> konnte (innen hohl, aussen hochpoliert), hat das Publikum bereits zu
> klatschen begonnen.
Was f�r den einen die Pointe ist, ist f�r den anderen wohl die
Witzerkl�rung.
> Als es endlich fertig war, kam logischerweise noch die Pointe nach,
> die dann nat�rlich sang- und klanglos unterging.
> Was f�r einige Sekunden einen peinlichen Moment erzeugte.
Ist ja auch peinlich, sowas.
mfg, simon .... l
T�usch ich mich oder bist Du ein Vertreter der FastFoodGeneration bei
des es alles geben darf, nur keine Unterschiede.
TIPP: Abschalten und Kabarett z.B. mal live erleben.
Wer halbwegs regelmäßig solche Sendungen sieht, wird immer fündig.
Teile des aktuellen Tourneeprogramms werden geringfügig verändert in
jeden Fernsehauftritt eingebaut, auch in Talkshows.
Gruß
G.O.
> Georg Schramm in seiner Rolle als Rentner lie� sich in Litauen die
> Z�hne machen - "innen voll funktionsf�hig, aussen sehen sie aus wie
> gebraucht". Dann kam ein kurzes Einspielvideo von Guido Westerwelle,
> gefolgt von einem Schrammschen Kommentar: Der ist das Gegenteil
> von meinem Gebiss .......
Womit die Sache doch klar war.
> jedoch bevor er noch die Pointe vorbringen
> konnte (innen hohl, aussen hochpoliert), hat das Publikum bereits zu
> klatschen begonnen.
Ist ja auch sein gutes Recht.
> Als es endlich fertig war, kam logischerweise noch die Pointe nach,
> die dann nat�rlich sang- und klanglos unterging.
Nein, die Ponte war schon da (s.o.), die Erkl�rung h�tte Schramm auch
weglassen k�nnen. Dann h�ttest *Du* aber nichts davon gehabt.
> Herr Schramm f�hlte sich �brigens auch noch an einer anderen Stelle
> gen�tigt, das erneut zu fr�h losklatschen wollende Publikum zurecht
> zu weisen, es solle erst abwarten, bis sein Vortrag zu Ende sei.
> Allerdings mu� ich hier einschr�nken, da� mir noch nicht ganz klar
> ist, ob er eine solche R�ge tats�chlich ernst meint, oder ob es nur
> Teil seiner Rolle ist.
Es ist Teil der Rolle: Publikum zu vorzeitigen Lachausbr�chen reizen, um
es dann begrummeln zu k�nnen.
Andi
> Herr Schramm fᅵhlte sich ᅵbrigens auch noch an einer anderen Stelle
> genᅵtigt, das erneut zu frᅵh losklatschen wollende Publikum zurecht
> zu weisen, es solle erst abwarten, bis sein Vortrag zu Ende sei.
> Allerdings muᅵ ich hier einschrᅵnken, daᅵ mir noch nicht ganz klar
> ist, ob er eine solche Rᅵge tatsᅵchlich ernst meint, oder ob es nur
> Teil seiner Rolle ist.
Bei Schramm darfst Du, glaub ich, davon ausgehen, daᅵ beides gleichzeitig
der Fall ist.
> In den USA ist man bei neueren Sitcoms mittlerweile dazu ᅵbergegangen,
> die Tonbandlacher wegzulassen. Kᅵnnte man nicht auch bei Bᅵhnen-
> auftritten im Fernsehen das Studiopublikum weglassen?
> Wᅵre eine echte Qualitᅵtssteigerung.
Sie bekommen dicke, weiche Handschuhe an.
--
Die andere Site
mit den anderen Links
www.angerer-bodenlos.de
Ich wei� nicht, ob es die gro�e Ausnahme war, aber bei Friends sind die
Lacher echt gewesen - die Folgen wurden vor Publikum aufgenommen und
dann editiert.
So long,
Thomas G. Liesner
Ich empfand das gebotene Niveau wie immer sehr hoch, besonders
Georg Schramm präsentiert immer wieder Schnipsel aus der
Vergangenheit, die beeindrucken können.
> Vielleicht hatten dies auch die Akteure selbst gemerkt, weshalb sie es
> mit Lautstärke (sprich Schimpfereien) übertünchen wollten.
Bei einem Gast wie Rainald Grebe, der erwartungsgemäß die
Lautstärke anhebt, empfand ich das eher als eine vorbereitende
Maßnahme.
Ein wenig zu dünn empfand ich den Auftritt von Arnulf Rating, er
hat sich weit unter Wert verkauft.
Die mitgelieferte Schickse nehme ich nicht mal ansatzweise ernst.
Ansonsten war das die letzte Sendung vor der Sommerpause. Das
sind auch nur Menschen, die hatten auch schon ihre
Urlaubsvorbereitungen im Kopf. Da bin ich gerne bereit, ihnen
diesen Bonus einzuräumen.
--
... denn die Katze ist das einzige vierbeinige Tier, das dem
Menschen eingeredet hat, er müsse es erhalten, es brauche aber
dafür nichts zu tun. (Kurt Tucholsky, "Der Katzentrust" 1928)
Grüße aus dem Löwenhaus: http://freenet-homepage.de/maxiundlilly
> Und dann bei passender Stelle eingespielt? Dann w�ren es letztendlich
> auch wieder Tonbandlacher.
> Das Publikum bei "Neues aus der Anstalt" war ja auch echt, sogar
> echter als bei "Friends", aber genervt hat es trotzdem.
> Dann schon lieber ein *dezent* eingesetztes Tonbandlachen.
Kann aber auch ein Nachteil f�r die Akteure sein. Manche reagieren ja
ganz spontan auf das Publikum und gehen auch auf Zwischenrufe ein. Da
zeigt sich dann, wer auch sehr gut improvisieren kann. Schramm und
Hildebrandt k�nnen IMHO so etwas und zeigen da auch ihre Klasse.
Viele Gr��e,
- Karl-Josef
was ich schon sagte. Du bist jemand, der nichts unvorhergesehenes mag,
nicht mal ein Publikum, das an Stellen lacht, die Du f�r unangebracht
h�ltst. Ich hatte Dich schon verstanden, Du aber ganz offensichtlich
nicht meinen ironischen Hinweis auf uniforme FastFood-Mentalit�t
> Die mitgelieferte Schickse nehme ich nicht mal ansatzweise ernst.
jemanden als Schlampe oder Flittchen zu bezeichnen nur weil sie Dir
nicht gefallen hat, ist allerunterste Schublade. Du solltest Deine
Wortschatz �berpr�fen
>> Ich wei� nicht, ob es die gro�e Ausnahme war, aber bei Friends sind die
>> Lacher echt gewesen - die Folgen wurden vor Publikum aufgenommen und
>> dann editiert.
>
> Und dann bei passender Stelle eingespielt? Dann w�ren es letztendlich
> auch wieder Tonbandlacher.
Nein, wie kommst du auf eingespielt. Friends war ohnehin mehr abgefilmtes
Theater. Dh. die Akteure haben zT improvisiert. Wenn du nur die
Synchrofassung kennst, sei dir verziehen. Da wurden die Lacher nat�rlich
eingespielt. Nicht zuletzt, weil jede Pointe ermordet wurde^W^Wanders lag,
als im Original.
> Das Publikum bei "Neues aus der Anstalt" war ja auch echt, sogar
> echter als bei "Friends", aber genervt hat es trotzdem.
Wieso echter als bei Friends? Echter als echt geht nicht.
> Dann schon lieber ein *dezent* eingesetztes Tonbandlachen.
Ja. Hauptsache steril und unecht. Ich verstehe grade dein Argument nicht. Das
Publikum hat doch an der richtigen Stelle gelacht. Der Schramm war dann nur
unf�hig, sich geschickt aus der Aff�re zu ziehen. Das ist halt K�nstlerpech.
Tsch�ss,
Stefan
--
Life's a bitch and then you die!
Nein, ich glaube nicht, da� du dich t�uscht. Ich hab's mir eben angesehen
und war genauso entt�uscht. So langweilig und uninspiriert habe ich
Priol und Schramm wohl noch nie erlebt. Wirklich schade.
Hoffentlich hilft der Urlaub.
> Georg Schramm in seiner Rolle als Rentner lie� sich in Litauen die
> Z�hne machen - "innen voll funktionsf�hig, aussen sehen sie aus wie
> gebraucht". Dann kam ein kurzes Einspielvideo von Guido Westerwelle,
> gefolgt von einem Schrammschen Kommentar: Der ist das Gegenteil
> von meinem Gebiss ....... jedoch bevor er noch die Pointe vorbringen
> konnte (innen hohl, aussen hochpoliert), hat das Publikum bereits zu
> klatschen begonnen.
Ich finde den beabsichtigten Witz hier genauso �de wie den vom Publikum
falsch verstandenen. Aber sonst ist mir das auch schon �fter
aufgefallen, da� die Leute oft die besten Pointen kaputtlachen.
Ich hatte manchmal schon das Gef�hl, da� Schramm davon ernsthaft
genervt war, nicht nur gespielt.
Volkmar
--
www.rauskuck.de
Was gestern im Fernsehen Wichtiges zu sehen war und von mir archiviert
wurde.
Lerne bitte lesen und denken vor dem schreiben.
> Simon Krahnke <over...@gmx.li> schrieb:
>
>> Was f�r den einen die Pointe ist, ist f�r den anderen wohl die
>> Witzerkl�rung.
>
> Da� es dir wieder mal nur darum geht, mir auf die Zehen zu treten,
> brauchst du mir jedoch nicht zu erkl�ren.
Oh, ein Feldzugsopfer.
> Der Vollst�ndigkeit halber "verteidige" ich mich aber trotzdem,
> obwohl es eigentlich nicht n�tig w�re. Aber es k�nnte hier ja welche
> geben, die die Sendung nicht sahen, und schlie�lich will ich diese
> infame, kaum wieder gutzumachende Anschuldigung nicht auf
> mir sitzen lassen.
Fein, dann kann ich den "Angriff" ja fortsetzen.
> (Ausserdem habe ich zur Zeit sowieso nichts zu tun.)
> Wenn das Publikum tats�chlich so intelligent gewesen w�re,
Ein Irrealis?
> dann h�tte es auch wissen m�ssen, da� noch etwas kommen w�rde
Man muss auf Witzerkl�rungen warten?
> und schon aus reiner H�flichkeit abwarten k�nnen,
> bis Schramm ganz fertig war.
Ist ja schlie�lich keine Comedy!
> Aber stattdessen hat es wie ein Pawlovscher Hund auf das Reizwort
> "Gebiss" reagiert und sofort losgetrommelt.
Oh, eine Wissensl�cke. Ist das Allgemeinbildung?
mfg, simon .... ymmd, danke
> Bernd Nomi <bn...@spamgrave.ru> schrieb:
>
>>was ich schon sagte. Du bist jemand, der nichts unvorhergesehenes mag,
>>nicht mal ein Publikum, das an Stellen lacht, die Du f�r unangebracht
>>h�ltst. Ich hatte Dich schon verstanden, Du aber ganz offensichtlich
>>nicht meinen ironischen Hinweis auf uniforme FastFood-Mentalit�t
>
> Bernd, h�r doch einfach auf zu posten.
Sepp, wenn das dein richtiger Name ist.
mfg, simon .... l
Ich kenne ihn auch live und zwar von nunmehr 3 Auftritten und den
letzten davon erst im letzten Jahr. Manchmal gibt es H�nger, ganz normal
f�r jemanden, der �blicherweise f�r Auftritte nur ein Konzept hat aber
kein Script an das er sich sklavisch halten will. Gerade daf�r ist er
beim Live-Publikum so beliebt und es begeistert immer wieder wenn es in
kleinem Rahmen (ca 100 G�ste auf 80qm) zu ganz privaten Momenten kommt
und er mal wieder ins Erz�hlen kommt.
Viele der H�nger in den TV-Sendungen waren �brigens die Folge von
fehlenden oder falschen Stichworten (von Bruno Jonas z.B.) Weder die
Kabarettisten noch das Publikum notiert sowas auf einer Strichliste.
Wenn Du jemanden suchst, der seinen Text aufsagt, dann bist Du bei
Richling besser dran da kann ich Dir zustimmen. Ich steh mehr auf Humor
und weniger auf "Drehb�cher".
Damit Du mit Deinen widerspr�chlichen Kram einen Widerspr�chler weniger
hast? Stell Du Dich doch in den Zoo und begl�cke die K�figtiere mit den
Kritteleien.
Bei Friends hat das Publikum keine Pointen zerst�rt, sondern teilweise
erst erm�glicht, da w�hrend der Aufnahmen ggf. noch solange an den
Texten nachgebessert wurde, bis wirklich alles passte - Timing, Humor
und Reaktion, welche als Gradmesser genutzt wurde, ob es auch dem
grossen Publikum gefallen w�rde.
Die deutsche Synchro hat Friends dagegen massiv geschadet - zahlreiche
Gags unwitzig oder gar nicht portiert, z.T. sehr unpassende Synchron-
sprecher, welche den Charakteren viel von ihrer Wirkung nahmen und dazu
dann noch eingespielte Konservenlache nach Massgabe der deutschen
Synchro und nicht auf Basis echter Reaktionen.
Nat�rlich kann bei der Anstalt wie bei jedem B�hnenprogramm auch mal
eine multiple Pointe etwas abgeschossen werden, wenn die Publikums-
reaktion falsch eingesch�tzt wurde oder die Leute mit Livereaktionen
nicht gut umgehen k�nnen, aber daf�r ist es deutlich pers�nlicher.
Zwei Vergleiche:
Im Kino kann eine durchschnittliche Kom�die einen Riesenspass machen,
wenn das Publikum in der passenden Stimmung ist, zuhause alleine vor dem
DVD-Player dagegen begreift man nicht mehr, was daran komisch gewesen
sein soll.
Studio-CDs sind technisch zwar hochwertiger als Live-Mitschnitte, aber
von der Atmosph�re her sind letztere eigentlich immer �berlegen, auch
wenn nicht jeder Ton so sauber klingen mag und Passagen sogar vom
Publikum mal �bert�nt werden.
> Und dann bei passender Stelle eingespielt?
Nein. Aber Szenen wurden durchaus mehrfach durchgespielt, bis was
sendef�higes rauskam, die Lacher d�rften jeweils an den originalen
Stellen gekommen sein.
> Das Publikum bei "Neues aus der Anstalt" war ja auch echt, sogar
> echter als bei "Friends", aber genervt hat es trotzdem.
> Dann schon lieber ein *dezent* eingesetztes Tonbandlachen.
Wie bei MASH? Och ne...
Am besten keins, ansonsten zumindest ein reales.
Und, lieber Herr Rakel, was bedeutet denn Deiner Ansicht nach der
Begriff Schickse? Solche Beleidigungen sind unw�rdig und werden nicht
besser, wenn Du in Kindergartenmanier eine peinlich billige
Retourkutsche daraus zu machen versuchst.
Du solltest Dich sch�men
http://www.redensarten-index.de meint dazu
Ursprung:
umgangssprachlich, abwertend; urspr�nglich jiddisch f�r nicht-j�disches
(christliches) M�dchen
Bedeutung;
eine leichtlebige/schlampige/eingebildete/arrogante Frau; Flittchen
Eine Schickse ( Jiddisch vom hebr�ischen Wortstamm schik(s) Christ
Gaul Abscheu ) ist eine Nichtj�din aus der eines Juden ; aus
orthodoxer Sicht steht der Begriff f�r eine unfromme J�din. �ber das
Rotwelsch gelangte der Begriff als Lehnwort ins wo er in Anlehnung an
franz�sisch chic umgangssprachlich im Sinne von Flittchen
(urspr�nglich bezogen auf christliche Frauen die einem j�dischen Mann
befreundet waren) Zicke oder auch Prostituierte gebraucht wird.
> Ich f�rchte, da� nicht. Ich sehe schon eine Weile einen
> Qualit�tsverlust. Die 'Anstalt' wird eines der zahlreichen Opfer
> der aktuellen Programmpolitik werden. Sobald ein Format Erfolg
> hat wird es versendet bis zum Erbrechen.
Mal anders gedacht:
Ist es nicht vielleicht die Gew�hnung und der fatale Irrtum, dass es
immer nur noch besser, noch schneller, noch h�her.... werden muss?
Viele TV-Konsumenten sind wie S�chtige, sie brauchen immer mehr, mehr
(vielleicht ist es sogar der Gro�teil der Gesellschaft die sich so verh�lt.
Tja da gibts Kabarett, eines, das durchaus auch Kritik an der
Gesellschaft �bt und.... (hat Recht)
>> Ja. Hauptsache steril und unecht. Ich verstehe grade dein Argument
>> nicht. Das Publikum hat doch an der richtigen Stelle gelacht. Der
>> Schramm war dann nur unf�hig, sich geschickt aus der Aff�re zu ziehen.
>> Das ist halt K�nstlerpech.
>
> Merkw�rdig. Wenn du schreibst, da� bei "Friends" Pointen ermordet
> wurden, ist es okay.
In der Synchro. Und nein, das war nicht ok. Ich habe mich deswegen immer
gefragt, was an Friends denn so besonders sein soll. Wie man �ber die
dr�ge deutsche Synchro hat lachen k�nnen, war mir immer zu hoch. Bis mein
Bruder mal mit der Superbox ankam und ich binnen dreier Folgen zum Fan wurde.
Aber das hier soll ja nicht in eine Synchro-Bashing-Diskussion m�nden.
> Aber wenn ich schreibe, da� in "Neues aus der Anstalt" Pointen ermordet
> wurden, ist es nicht okay. Verstehe ich jetzt auch nicht.
Die Pointe wurde doch nicht ermordet. Der Schramm hat halt die Reaktion des
Publikums untersch�tzt. Sowas kommt bei Live-Performances durchaus vor. Man
kann jetzt �ber die Professionalit�t oder Spontaneit�t von Schramm streiten.
Deiner Meinung hats halt das Publikum vergeigt. Ist ok. Andererseits kann man
auch der Meinung sein, dass der Schramm am stumpfen Festhalten seines
Ablaufskripts den Witz get�tet hat.
Tsch�ss,
Stefan
--
"The PROPER way to handle HTML postings is to cancel the article,
then hire a hitman to kill the poster, his wife and kids, and fuck
his dog and smash his computer into little bits. Anything more is
just extremism." - Paul Tomblin
>Bernd Nomi <bn...@spamgrave.ru> schrieb:
[..]
>Bernd, hör doch einfach auf zu posten.
Oder Du, unseren Multispeudonymler zu lesen.
> Georg Schramm in seiner Rolle als Rentner ließ sich in Litauen die
> Zähne machen - "innen voll funktionsfähig, aussen sehen sie aus wie
> gebraucht". Dann kam ein kurzes Einspielvideo von Guido Westerwelle,
> gefolgt von einem Schrammschen Kommentar: Der ist das Gegenteil
> von meinem Gebiss ....... jedoch bevor er noch die Pointe vorbringen
> konnte (innen hohl, aussen hochpoliert), hat das Publikum bereits zu
> klatschen begonnen.
> Als es endlich fertig war, kam logischerweise noch die Pointe nach,
> die dann natürlich sang- und klanglos unterging.
> Was für einige Sekunden einen peinlichen Moment erzeugte.
Man kann auch aus einem Witz zwei Pointen machen.
>
> Herr Schramm fühlte sich übrigens auch noch an einer anderen Stelle
> genötigt, das erneut zu früh losklatschen wollende Publikum zurecht
> zu weisen, es solle erst abwarten, bis sein Vortrag zu Ende sei.
> Allerdings muß ich hier einschränken, daß mir noch nicht ganz klar
> ist, ob er eine solche Rüge tatsächlich ernst meint, oder ob es nur
> Teil seiner Rolle ist.
Wie so oft bei Schramm, vor allem bei den Solo-Programmen.
> Halten wir also fest:
> Wenn die deutschen Synchronisatoren vor dem Problem eines unüber-
> setzbaren englischen Wortspieles stehen und dann gezwungenermaßen
> sich etwas anderes einfallen lassen müssen, dann ist das unentschuld-
> und nicht hinnehmbar, und das deutsche Publikum, das sich so etwas
> ansieht muß total verblödet sein.
Naja - auch übersetzbare Wortspiele oder Anspielungen auf irgendwelche
realen Personen sind verdammt oft Probleme für die "Synchronisatoren".
Beispiel: "He looks (a)like Eminem." - "Er sieht aus wie ein M&M." Vlt
weiß ja jemand hier, wo das herstammt.
Das deutsche Publikum, dem das vorgesetzt wird, kann einem eher leid
tun. Ich fand "Friends" immer ziemlich unlustig, vlt sollte ich mir mal
eine Folge in OV ansehen - ich habe den Verdacht, daß das ähmlich wie
"Futurama" total verhunzt wurde.
Guido
> Lothar Frings <Lothar.Fri...@gmx.de> schrieb:
>
> >Man kann auch aus einem Witz zwei Pointen machen.
>
> Nur in diesem Fall wars nicht der Fall.
Ach so - das leuchtet ein. Mein Fehler.
> Halten wir also fest:
Ich wei� ja nicht, wie du zu dieser Schlussfolgerung kommst.
> Wenn die deutschen Synchronisatoren vor dem Problem eines un�ber-
> setzbaren englischen Wortspieles stehen und dann gezwungenerma�en
> sich etwas anderes einfallen lassen m�ssen, dann ist das unentschuld-
> und nicht hinnehmbar,
Nein. Das habe ich weder geschrieben noch gemeint. Ein Fakt ist aber, das
us-amerikanische Sitcoms im deutschen Fernsehen grunds�tzlich stiefm�tterlich
behandelt werden. Ich bin nun der allerletzte, der eine w�rtliche 1:1-
�bersetzung verlangt. Auch h�nge ich mich in der Regel nicht an
katastrophalen Sprecherauswahlen auf. Aber ein kleines bisschen darf sich
die deutsche Version schon an der Spritzigkeit und Finesse des Originals
orientieren. Im konkreten Beispiel Friends wurde so ziemlich alles falsch
gemacht, was falsch zu machen geht. Aber Friends ist ja nicht das einzige
Beispiel, man kann problemlos das gesamte Genre als gef�hrdet ansehen.
> und das deutsche Publikum, das sich so etwas ansieht mu� total verbl�det
> sein.
Dar�ber mache ich mir nun keine Illusionen mehr. Dass das deutsche Publikum
eher simpel gestrickt ist, beweist das ausgestrahlte Fernsehprogramm t�glich
aufs neue.
> Wenn jedoch bei einer Satiresendung das Saalpublikum durch unpassendes
> Geklatsche dem Fernsehpublikum die ganze Show verleidet, dann liegt
> dies nat�rlich nur an der Unf�higkeit der Kabarettisten.
Nicht nur. Aber zum gro�en Teil. Wer denn sonst, wenn nicht die Performer auf
der B�hne, soll denn Einfluss auf das Saalpublikum haben? Mit dem Publikum
kann man arbeiten, oder es sein lassen und stumpf an seinen Skripten
festhalten. Improvisateure sind mir dahingehend lieber. Schramm kann das wohl
nicht und h�lt eben an seinem Skript fest. Das ist ja nicht weiter schlimm.
Nur ist es eben verkehrt, das Saal-Publikum daf�r verantwortlich zu machen,
dass es an den vermeintlich falschen Stellen lacht. Denn, mit Verlaub, ein
'falsches' Live-Lachen gibts ja wohl nicht. Wenn das Publikum zur Unzeit
lacht, stimmt was mit dem Ablauf des B�hnenprogramm nicht.
>> Aber das hier soll ja nicht in eine Synchro-Bashing-Diskussion m�nden.
>
> Es ist egal, worin dies m�ndet. Es ist auf jeden Fall sehr unterhalt-
> sam, dich zu lesen. :-)
Wenn dieses Kapitel der deutschen Fernsehlandschaft nicht so unendlich
traurig w�re, k�nnte man dar�ber in der Tat l�cheln.
Tsch�ss,
Stefan
--
You never get a second chance to make the first impression.
> Ich habe mich deswegen immer
> gefragt, was an Friends denn so besonders sein soll. Wie man über die
> dröge deutsche Synchro hat lachen können, war mir immer zu hoch. Bis mein
> Bruder mal mit der Superbox ankam und ich binnen dreier Folgen zum Fan wurde.
Die "Simpsons" sind auch auf Deutsch sehr erfolgreich
geworden, obwohl Ivar Combrinck per Übersetzung
unzählige Gags gemeuchelt hat. "Friends" kenne ich
nicht, aber womöglich hat der Erfolg andere Gründe.
Widerspruch ist nicht automatisch schlecht solange es einen Inhalt gibt.
"h�r auf zu posten", geh sterben oder �hnliches ist jedoch einfach nur
ungehobelt und prollig.
--
><(((�> ><(((*< ><(((�> ><(((*<
W�re die Umwelt eine Bank, ihr h�ttet sie l�ngst gerettet
www.foodwatch.de www.regenwald.org
Ooch, dabei ist er gewiss nicht der einzige der sowas macht und noch
sicherer nicht der erste. Schon Heinz Erhardt hatte in jedem Programm
viele solcher Stellen eingebaut. Beispiel "Ritter Fipps"
wo er am Ende ins provozierte Gel�chter hinein sagt "Halt, noch
nicht..ich bin ja noch gar nicht fertig" um dann mit der letzten Zeile
die Schlu�pointe nachzureichen :"..der Blechschaden war nur gering"
Also Z�hne hoch,. bei� den Kopf zusammen
> Sepp Neuper schrieb:
>> Bernd Nomi <bn...@spamgrave.ru> schrieb:
>>
>>>Sepp Neuper schrieb:
>>>> Bernd, hᅵr doch einfach auf zu posten.
>>
>>>Damit Du mit Deinen widersprᅵchlichen Kram einen Widersprᅵchler weniger
>>>hast?
>>
>> Wie du selbst sehen kannst, habe ich es hier sowieso fast nur mit
>> Widersprᅵchlern zu tun.
>
> Widerspruch ist nicht automatisch schlecht solange es einen Inhalt gibt.
> "hᅵr auf zu posten", geh sterben oder ᅵhnliches ist jedoch einfach nur
> ungehobelt und prollig.
Heul doch!
<scnr>
--
Die andere Site
mit den anderen Links
www.angerer-bodenlos.de
> Gerade die starre Rahmenhandlung (Arzt, Patientensprecher,
> Patienten, Laufkundschaft etc.) l�sst die Sendung in dieser
> H�ufigkeit sich relativ schnell totlaufen.
Dann sollte man die starre Rahmenhandlung vielleicht mal �ndern.
--
"Das Unangenehme, das ein Beweis besitzt, l��t sich schwerlich als Grund f�r
seine Unrichtigkeit betrachten."
-- Henry Thomas Buckle
> Wer denn sonst, wenn nicht die Performer
> auf der Bᅵhne, soll denn Einfluss auf das Saalpublikum haben? Mit dem
> Publikum kann man arbeiten, oder es sein lassen und stumpf an seinen
> Skripten festhalten. Improvisateure sind mir dahingehend lieber. Schramm
> kann das wohl nicht und hᅵlt eben an seinem Skript fest. Das ist ja nicht
> weiter schlimm. Nur ist es eben verkehrt, das Saal-Publikum dafᅵr
> verantwortlich zu machen, dass es an den vermeintlich falschen Stellen
> lacht. Denn, mit Verlaub, ein 'falsches' Live-Lachen gibts ja wohl nicht.
> Wenn das Publikum zur Unzeit lacht, stimmt was mit dem Ablauf des
> Bᅵhnenprogramm nicht.
Ich geb Dir hier vᅵllig recht.
Und daᅵ die Leut bei nem Kabarettprogramm lachen, ist ja auch nicht wirklich
ᅵberraschend. Und lachen tut man dann, wenn mans lustig findet. Falsche
hin, Stelle her. Liegt in der Natur der Sache.
Was mich beim (deutschen?) Publikum immer so aufregt, ist nicht das
Gelᅵchter. Es ist das ewige penetrante, absolut zwanghafte, idiotische,
nicht endenwollende & extrem widerliche Geklatsche. Nicht selten wird ja
nach jedem einzelnen Satz geklatscht wie blᅵd.
Nebenbei hab ich den Eindruck, daᅵ der Infektionsweg dieser psychischen
Zwangsstᅵrung ins Land der Verrᅵckten zurᅵckverfolgt werden kᅵnnte; dort
ist Klatschen bis zum Umfallen schon lᅵnger zu beobachten als hier, wie mir
scheint. Dieses Nervenleiden dᅵrfte also, zusammen mit diversem anderen
Unheil, den Atlantik ᅵberquert haben.
Wie auch immer; es ist diese krankhafte Klatscherei, die (sichtlich immer
ᅵfter auch die Kᅵnstler) so furchtbar nervt.
> Und daᅵ die Leut bei nem Kabarettprogramm lachen, ist ja auch nicht wirklich
> ᅵberraschend. Und lachen tut man dann, wenn mans lustig findet. Falsche
> hin, Stelle her. Liegt in der Natur der Sache.
> Was mich beim (deutschen?) Publikum immer so aufregt, ist nicht das
> Gelᅵchter. Es ist das ewige penetrante, absolut zwanghafte, idiotische,
> nicht endenwollende & extrem widerliche Geklatsche.
Heul doch
<scnr>
> "Thomas G. Liesner" <t...@gmx.de> schrieb:
>
> [Publikumslachen]
>>Am besten keins, ansonsten zumindest ein reales.
>
> .... und ein an der richtigen Stelle einsetzendes.
Naja; das ist wohl a biᅵl viel verlangt.
Bernd Nomi wrote:
> Andy Angerer schrieb:
>
>> Was mich beim (deutschen?) Publikum immer so aufregt, ist nicht das
>> Gelᅵchter. Es ist das ewige penetrante, absolut zwanghafte,
>> idiotische, nicht endenwollende & extrem widerliche Geklatsche.
>
> Heul doch
Ich heule auch mit. War im letzten Jahr bei "Phil & Sharky" (kein Kabarett,
sondern "Comedy"), habe fast vorne gesessen, und es war mir fast peinlich,
daᅵ ich der einzige war, der nicht stᅵndig vor Vergnᅵgen gekreischt hat (und
das hat der Typ vorne natᅵrlich mitgekriegt). Ich weiᅵ nicht, ob es an
meiner Tagesform lag, oder ob die anderen alle bekifft waren, aber irgendwie
hat mein Homorzentrum nicht angesprochen. Dafᅵr umsomehr das der anderen,
die fast buchstᅵblich bei jedem Satz albern gackerten.
Auch bei einem echten Kabarett in Berlin (Name fᅵllt mir gerade nicht ein),
war das Ganze zur streckenweise lustig. Manchmal zum Schmunzeln, manchmal
zum laut Auflachen, meist jedoch (wenn die anderen sich wegggeschmissen
haben), mᅵᅵig witzig. Ich glaube, ich bin zu alt fᅵr sowas.
Ciao
AK
> Widerspruch ist nicht automatisch schlecht solange es einen Inhalt gibt.
> "h�r auf zu posten", geh sterben oder �hnliches ist jedoch einfach nur
> ungehobelt und prollig.
Und wenn sich da einer auskennt, dann Du
> Und was genau war an der genannten Pointe nun "multiple"?
An der nicht sonderlich viel - wobei ich eher meinte, da� der B�hnen-
mensch ein anderes Timing vorgesehen hat, als ihm das Publikum
schlussendlich erm�glicht.
Noe. Dummerweise hat es auch Pointen gekostet, die prinzipiell
�bersetzbar waren. Und zudem haben die Synchronstimmen schon derart
schlecht zu den Schauspielern gepasst, da� vieles auch bei korrekter
�bersetzung gar nicht so gut wirken konnte wie im Original - Optik und
korrekter Text sind bei unpassender Stimme nicht immer ausreichend f�r
eine komische Wirkung.
> Wenn jedoch bei einer Satiresendung das Saalpublikum durch unpassendes
> Geklatsche dem Fernsehpublikum die ganze Show verleidet, dann liegt
> dies nat�rlich nur an der Unf�higkeit der Kabarettisten.
Wenn das jemand meint, ist das sein gutes Recht. Auch wenn ich die
Meinung so nicht teile. Besser ein Witz, der zu fr�h losgeht als
�berhaupt nicht...
[...]
> Nat�rlich, wenn z.B. der "Satire Gipfel" ein paar Tage vorher gesendet
> wird, dann ist das ein gewisses Handicap f�r die "Anstalt". Ich will
> ja auch die gestrige Sendung nicht v�llig verdammen, sie ist aus
> meiner Sicht immer noch um Strecken besser als der "Gipfel".
> Aber sie war mir einfach diesmal etwas zu "laut".
Mir gef�llts wenn Georg Schramm Tacheles spricht und dabei etwas
lauter wird. Ungesch�nte Aussagen, meist zu Tatsachen oder
politischen Themen. Schramm will wachr�tteln.
--
"Auf sie mit Gebr�ll!" Dombrowski; NadA
> Simon Krahnke <over...@gmx.li> schrieb:
>
>>* Sepp Neuper <Sepp_...@web.de> (21:56) schrieb:
>>> Bernd, h�r doch einfach auf zu posten.
>
>> Sepp, wenn das dein richtiger Name ist.
>
> Aber dann k�nntest du mich ja nicht mehr "angreifen".
Ich f�hre meine "Feldz�ge" wann und wo ich will.
mfg, simon .... l
Genau: Politisches Kabarett ist kein Kindergeburtstag und hoffentlich
verkommt es auch nicht zur gef�lligen, weichgesp�lt-angepassten
Unterhaltungsshow zum Feierabendbier!
> Zufälligerweise habe ich die heutige (bzw. jetzt bereits gestrige)
> Simpsons-Folge auf Pro7 gesehen. Darin konnte man an einer
> Stelle den Schriftzug "Lov sux" (Love sucks) lesen.
> In der deutschen Synchro wurde dies mit "Liebe ist beschissen"
> übersetzt.
> Meinst du diese Art von Gags, die angeblich gemeuchelt wurden?
Bei Bedarf einfach mal informieren. Oder in der
Simpsons-NG fragen.
> Sepp Neuper schrieb:
>
> > Lothar Frings <Lothar.Fri...@gmx.de> schrieb:
>
> >>Man kann auch aus einem Witz zwei Pointen machen.
>
> > Nur in diesem Fall wars nicht der Fall.
>
> >>> Herr Schramm fühlte sich übrigens auch noch an einer anderen Stelle
> >>> genötigt, das erneut zu früh losklatschen wollende Publikum zurecht
> >>> zu weisen, es solle erst abwarten, bis sein Vortrag zu Ende sei.
>
> >>Wie so oft bei Schramm, vor allem bei den Solo-Programmen.
>
> > Daß Schramm das oft macht, ist mir bekannt. Darum gab ichs ja
> > geschrieben. Meine Frage war jedoch eine andere.
>
> Ooch, dabei ist er gewiss nicht der einzige der sowas macht und noch
> sicherer nicht der erste.
Beides hat niemand behauptet.
> Genau: Politisches Kabarett ist kein Kindergeburtstag und hoffentlich
> verkommt es auch nicht zur gefälligen, weichgespült-angepassten
> Unterhaltungsshow zum Feierabendbier!
Es wird bleiben, was es immer war: Folgenloses
Überdruckventil eines machtlosen Volkes.
>>
>> Ooch, dabei ist er gewiss nicht der einzige der sowas macht und noch
>> sicherer nicht der erste.
>
> Beides hat niemand behauptet.
das habe ich widerum auch nicht getan
Gerade der sachlich vorgetragene Inhalt seiner Worte ist der
Schlüssel zum Inhalt. Man muss ihm natürlich _genau_ zuhören!
Wenn man schon bei den billigsten und in den Medien beliebten
Stichworten automatisch im Hirn abschaltet, geht das Wesentliche
eben verloren.
Dieser Mann spricht genau das aus, was viele Menschen sowieso
schon denken und sich nur nicht dazu bekennen, weil sie sich vor
ihren Mitmenschen fürchten. Es ist diese randalierende
Minderheit, die sich nur lauthals Gehör verschafft und ohne
Inhalt spottet und herum krakeelt, das schreckt viele Menschen
ab. Von denen kommen auch nur diese sinnlosen Beiträge, dass man
die DDR wieder einführen will. Was für ein Schwachsinn!
Die ewige unbegründete Litanei "Links ist scheiße" ist der wahre
Populismus, wie weit uns der neoliberale Sondermüll gebracht hat,
sehen wir heute mehr als deutlich!
Am meisten belustigen mich immer diese Urwestdeutschen, denen
Jahrzehntelang das Geld aus den Taschen gezogen wurde und die
heute wettern, wie gut ihr System denn war und ist. Wie
verblendet muss man sein, um nichts mehr zu merken?
Denn wie weit sind wir denn inzwischen von Überwachung,
Abschaffung der freiheitlichen Grundrechte und der
offensichtlichen Lüge unserer angeblich so demokratischen
Volksvertreter entfernt?!
Der Auftritt von Hagen Rether war wie immer ein Highlight, leider
bekommt er in solchen Sendungen viel zu wenig Zeit zum Vortrag.
--
... denn die Katze ist das einzige vierbeinige Tier, das dem
Menschen eingeredet hat, er müsse es erhalten, es brauche aber
dafür nichts zu tun. (Kurt Tucholsky, "Der Katzentrust" 1928)
Grüße aus dem Löwenhaus: http://freenet-homepage.de/maxiundlilly
> Lothar Frings schrieb:
> snip
>
>
>
> >> Ooch, dabei ist er gewiss nicht der einzige der sowas macht und noch
> >> sicherer nicht der erste.
>
> > Beides hat niemand behauptet.
>
> das habe ich widerum auch nicht getan
Michael Jackson ist nicht bei einem Flugzeugabsturz
ums Leben gekommen.
> Andy Angerer schrieb:
LOL
Geht nicht. :-D
> T�usch ich mich, oder war die gestern gesendete Folge von "Neues
> aus der Anstalt" nicht ganz so gut, wie die bisherigen?
Doch. Als gro�er Fan dieser guten Mischung aus Comedy und politischem
Kabarett meine ich bemerkt zu haben, dass die Sendungen zur Sommerpause hin
immer gut sind.
> Die vorgebrachten und ausgef�hrten Themen waren irgendwie schon
> x-mal auf �hnliche Weise in diversen anderen Satiren durchgekaut.
Das sehe ich anders. Gerade Urban Priol und Georg Schramm genie�en meine
Bewunderung, weil sie in einem Satz viele kabarettistische Themen
unterbringen ("Ja, spick mich doch"). Priol war deshalb schon zu seinen
3Sat-Zeiten immer ein Geheimtipp.
> gehauen h�tten. Um offenbar dem Ganzen noch das i-T�pfelchen aufzu-
> setzen, hat am Schlu� Rainald Grebe mit voller Wucht in die Klavier-
> tasten geh�mmert.
Er lautmalte die Schlagzeilen der Presse und sang als Gegenst�ck dazu ein
klassisches Liedchen � la Schubert vom Urlaub in Deutschland, wo Goethe
inflation�r als Sensation auftaucht.
> Georg Schramm in seiner Rolle als Rentner lie� sich in Litauen die
> Z�hne machen - "innen voll funktionsf�hig, aussen sehen sie aus wie
> gebraucht". Dann kam ein kurzes Einspielvideo von Guido Westerwelle,
> gefolgt von einem Schrammschen Kommentar: Der ist das Gegenteil
> von meinem Gebiss ....... jedoch bevor er noch die Pointe vorbringen
> konnte (innen hohl, aussen hochpoliert), hat das Publikum bereits zu
> klatschen begonnen.
Das wurde vom Publikum als Comedy-Anteil gewertet. Die Privatsender, die
ihre Lacher am Rei�brett entwerfen, trainieren ihr Publikum auf die Reaktion
von Schl�sselw�rtern. Dass Guido Westerwelle das Gegenteil eines Gebisses
ist (namentlich innen hochpoliert und au�en hohl), wurde wohl als eigener
Gag verstanden. Begr�ndungen sind manchen Leuten nicht mehr wichtig. Man
frisst, was man vorgesetzt kriegt.
> Allerdings mu� ich hier einschr�nken, da� mir noch nicht ganz klar
> ist, ob er eine solche R�ge tats�chlich ernst meint, oder ob es nur
> Teil seiner Rolle ist.
Die R�ge war IMHO ernst, weil der Gag nach der Ermahnung nicht mehr alleine
z�ndete.
> In den USA ist man bei neueren Sitcoms mittlerweile dazu �bergegangen,
> die Tonbandlacher wegzulassen. K�nnte man nicht auch bei B�hnen-
> auftritten im Fernsehen das Studiopublikum weglassen?
> W�re eine echte Qualit�tssteigerung.
Das hat man bei "Jetzt schl�gt's Richling" probiert. F�r K�nstler ist
wahrscheinlich der Kontakt zum Publikum inspirierender als eine Kamera-Crew,
die nicht lachen darf. Wer das auch ohne Publikum ausgezeichnet kann, ist
J�rgen Becker.
Frank Werner
--
World's in heaven with Windows 7
Politisches Kabarett ist doch zu 99% links-lastig, da macht Rether keinen
Unterschied.
Wenn ich http://de.wikipedia.org/wiki/Populismus lesen, kann ich nicht
feststellen, wo Rether populistisch sein sollte. Dass er dem Publikum
gefallen will, ist bei jedem K�nstler so.
> Man k�nnte fast meinen, er w�re eingetragenes Mitglied der Linkspartei
> und macht f�r die Wahlkampf.
Nur weil er sagte, dass Lafontain recht hatte? Das h�rte man zur Zeit sogar
von gestandenen Journalisten und Politikern aus anderen
Parteien/Politikrichtungen. Er hat doch an keiner Stelle AFAIK gesagt, dass
die Politik von Lafontain eine L�sung ist. Sogesehen gab es auch keinen
Wahlkampf f�r die Linke.
Gru�,
Daniel
> Die Art von Schramm gef�llt mir auch gut.
Ja, mir auch. Als ich damals von seinem Wechsel vom "Scheibenwischer" ins
ZDF h�rte, gab ich wenig auf die neue Sendung. Aber Schramm hat wesentlich
mehr Talente, musste ich erkennen, und wenn man ihm freie Hand (sic!) l�sst,
kann er wider Erwarten doch eine ganze Sendung f�llen. Kein Wunder, dass er
sich beim "Scheibenwischer" unterfordert f�hlte.
> Im Gegensatz z.B. zu der von Hagen Rether, der wie �blich im k�rzlich
> gesendeten Satire Gipfel mal wieder h�chst polemisch (um nicht zu
> sagen populistisch) und �u�erst links-lastig r�berkam.
Wegen der Kopftuch-Geschichte? Hmm...nun ja, seine Aussage, das Kopftuch sei
nicht nur Unterdr�ckung sondern auch Einstellung und weniger gef�hrlich als
die Schreih�lse der rechten Ecke, kann ich auch nicht teilen. Nicht zuletzt
Kopftuch (und Burka) gereichten den Taliban zur Unterdr�ckung Afghanistans.
Hier in Deutschland kann man nicht sagen, ob kopftuchtragende Frauen
unterdr�ckt werden.
> Man k�nnte fast meinen, er w�re eingetragenes Mitglied der Linkspartei
> und macht f�r die Wahlkampf.
Vielleicht ist er das ja auch. Immerhin ist er in Bukarest geboren und hat
einen Link zum BND auf seiner Homepage :-)
Sepp liebt es zu trollen
> Wenn ich http://de.wikipedia.org/wiki/Populismus lesen, kann ich nicht
> feststellen, wo Rether populistisch sein sollte. Dass er dem Publikum
> gefallen will, ist bei jedem Künstler so.
Wikipedia legt nicht fest, was "populistisch" ist.
Man muß nur das politische Wörterbuch kennen:
Was man gut findet, ist "demokratisch", was man
schlecht findet, "populistisch".
Belege durch Behauptung? Nenne Beispiele.
[...]
>>> Man k�nnte fast meinen, er w�re eingetragenes Mitglied der Linkspartei
>>> und macht f�r die Wahlkampf.
>
>>Nur weil er sagte, dass Lafontain recht hatte? Das h�rte man zur Zeit
>>sogar
>>von gestandenen Journalisten und Politikern aus anderen
>>Parteien/Politikrichtungen. Er hat doch an keiner Stelle AFAIK gesagt,
>>dass
>>die Politik von Lafontain eine L�sung ist. Sogesehen gab es auch keinen
>>Wahlkampf f�r die Linke.
>
> Zitat von ihm: "und alle schreiben von der Linkspartei ab".
Wo ist der Kontext zu meinem Text? Ich sehe hier keine L�sung. Ganz im
Gegenteil, ich w�rde hier eher eine Kritik der anderen Parteien
identifizieren, weil sie abschreiben.
> Heute um 21 Uhr auf 3Sat wird der Satire Gipfel wiederholt.
> Nochmal Rethers Rede ansehen, dabei das Gehirn auf "neutral"
> stellen und zwischen die Zeilen h�ren.
Dann mache das bitte. Du wirst sehen, dass Deine Interpretation nicht
haltbar ist.
Gru�,
Daniel
Welche Tradition meinst Du? Hast Du dazu auch Bespiele? Mal abgesehen, dass
es nichts verwerfliches ist, seine politische Meinung auch als Kabarettist
zu �u�ern.
> Ist schon irgendjemanden aufgefallen, da� in letzter Zeit bei den
> Kabarettisten besonders stark gegen Union und FDP geschossen wird?
Kaberett ist schon immer links gewesen und so war nat�rlich die CDU und die
FDP immer Angriffsziel. Au�erdem geht es gerne gegen die Regierenden und
wenn man sich die letzten 30 Jahre anschaut, war da wohl viel Gelegenheit
gegen die CDU zu schiessen. Und bei der aktuellen Finanzkrise ist es auch
nicht verwunderlich, das die FDP in der Schusslinie ist.
> Nein?
> Na dann: Gute Nacht und schlaft sch�n.
Du hast offenbar viel Spa� an der Pflege Deiner Vorurteile.
Gru�,
Daniel
> Heute um 21 Uhr auf 3Sat wird der Satire Gipfel wiederholt.
> Nochmal Rethers Rede ansehen, dabei das Gehirn auf "neutral"
> stellen und zwischen die Zeilen hören.
Man kann sich das auch mehrfach geben.
http://www.youtube.com/watch?v=4ewDvam2N8U
Aber die Quantität macht es nicht, man muss genau zuhören, was er
sagt.
> Ist schon irgendjemanden aufgefallen, da� in letzter Zeit bei den
> Kabarettisten besonders stark gegen Union und FDP geschossen wird?
Ja entschuldige bitte, aber die betteln doch auch darum. Oder um es mit
Schramms Worten zu sagen: "Guido Westerwelle ist keine Comic-Figur, den
Mann gibt es wirklich!"
Andi