Soweit ist noch alles ganz in Ordnung..... außer daß der arme Vogel
bisher mit Pizza, Pommes Frites und als besonderen Leckerbissen
Bratwurst als Hauptfutter leben mußte - und weil's so niedlich ist,
wie er die frißt, ab und zu halt ein paar Erdnüsse. Allesfresser hin -
Allesfresser her!
Erst hat mir der Vogel wegen seiner Ernährung leid getan. Außerdem
handelt es sich um einen Wildfang, der mindestens 18 Jahre alt ist,
denn bei seiner Einreise 1986 konnte kein Alter mehr bestimmt werden.
Seit dem hatte er mehrere Besitzer, zeitweise lebte er mit einer
weiblichen Amazone zusammen.
Ich habe ansonsten nur zwei Wellensittiche und ein Rosellapaar.
Den Papagei auf artgerechte Ernährung umzustellen ist gar nicht so
einfach. Er bettelt wie ein Verrückter, sobald er "Menschenessen"
sieht. Obst, Körner, Gemüse straft er jedoch mit Verachtung. Anfangs
schien es, als wisse er gar nicht, daß man sowas essen kann.
Wenige Tage nach seinem Einzug bei uns fiel uns ein recht lautes
Atemgeräusch auf. Da der arme sehr ängstlich und scheu ist, sind wir
nicht in die Klinik gefahren, um ihn untersuchen zu lassen: Es passten
einfach alle Symptome!!!
Nach einem Gespräch mit der Vorbesitzerin war klar:
Der Papagei hat Aspergillose!!!
Mittlerweile inhaliert er täglich mit Imaverol, nach einer Woche ist
eine erste Besserung eingetreten. Er sitzt nicht mehr nur auf einer
Stelle, er beginnt zu klettern, er ist auch gar nicht mehr stumm,
sondern krächzt schonmal - kurzum: Der Vogel beginnt zu leben!
Erdnüsse (von denen uns ein 2kg-Beutel mitgegeben wurde)sind absolut
tabu, stattdessen bekommt er jeden Tag frisches Obst, selbst
zusammengestelltes Papageienfutter aus dem Fachhandel und ein
Vitaminpräparat übers Trinkwasser. Er wird täglich abgeduscht und
inhaliert wie gesagt.
Leider ist er nicht handzahm, im Gegenteil er hat große Angst vor
Händen, obwohl er sich meistens traut einen besonderen Leckerbissen
auch aus der Hand zu nehmen.
Sobald er etwas fitter ist, wollen wir ihn an einen unsere
Wellensittiche gewöhnen - auch der weiß eigentlich nicht, wie sich ein
Vogel so im Normalfall benimmt.
Vielleicht weiß ja hier jemand noch einen Rat, wie der Kleine wieder
lernt, sich wie ein Papagei zu benehmen!!!
Auch wäre ich über Aspergillose-Erfahrungen sehr dankbar!!!
Wir haben schon überlegt, ob er sich wohl nochmal an eine Dame ( oder
auch einen Herrn????)gewöhnen könnte. Doch davon abgesehen, daß ich in
der Ausbildung bin und mir keinen Vogel für mehrere Hundert Euro
leisten kann, weiß ich ja auch noch nicht, ob das überhaupt einen Sinn
hätte.
Wenn jemand da Erfahrungen (bezüglich der Vergesellschaftung eines
erwachsenen Vogels, der lange alleine war)hat, und mir die mitteilen
könnte, wäre ich sehr dankbar.
Gruß
Tina
P.S.: Menschen können SO grausam sein!!!
ich traue meinen Augen nicht. Wie kann man denn einem Vogel soetwas antun.
Das grenzt ja an Tierquälerei. :-( ...
Die Krankheit kommt mit Sicherheit von den "Fressgewohnheiten" der Amazone.
Ich hab auch nur mal schnell gegoogelt. In wie weit sie Heilbar ist, habe
ich noch nicht rausgefunden. :-/
Ich denke eine Verpaarung in diesem Alter sollte nicht das Problem sein. Ich
kenne einige Leute, bei denen solche Versuche immer glücklich ausgegangen
sind. :-) Wichtig ist, dass man es versucht. Ich persönlich habe "nur"
Agas. Aber einige Bekannte halten auch Amazonen. Ich denke da würde sich
was organisieren lassen, zwecks Partner.
Allerdings würde ich das nicht hier klären. Schreib mir bitte eine Mail wenn
du Interesse hast.
LG
--
Steffen (c...@fumml.de)
[Admin von www.unzertrennliche.net]
In article <bf03fbb3.03120...@posting.google.com>,
low...@web.de says...
> Soweit ist noch alles ganz in Ordnung..... außer daß der arme Vogel
> bisher mit Pizza, Pommes Frites und als besonderen Leckerbissen
> Bratwurst als Hauptfutter leben mußte - und weil's so niedlich ist,
Das ist leider nicht ungewöhnlich :-(
> Den Papagei auf artgerechte Ernährung umzustellen ist gar nicht so
> einfach. Er bettelt wie ein Verrückter, sobald er "Menschenessen"
> sieht. Obst, Körner, Gemüse straft er jedoch mit Verachtung. Anfangs
Völlig normal. Papageien sind 'Gewohnheitstiere'. IMHO hilft
da nur: das Betteln konsequent ignorieren und _nie_ nachgeben.
Natürlich dabei beobachten, was er an Körnerfutter zu sich
nimmt. Keine Angst, eine Amazone verhungert nicht so schnell
(so das Tier nicht schon völlig abgemagert ist) - ein paar
Tage Futterverweigerung übersteht der Vogel problemlos.
Vorsichtshalber würde ich regelmäßige Gewichtskontrolle auf
der Küchenwaage machen.
Meist wird er sich dann nach dem Motto 'in der Not frisst der
Teufel Fliegen' dem Körnerfutter zuwenden. Bis auch Obst und
Gemüse akzeptiert werden, kann es allerdings Monate oder sogar
Jahre dauern :-(
Natürlich darf der Geier als 'Leckerli' auch mal ein Stückchen
Käse oder Wurst bekommen - aber halt nicht am Esstisch, und
nur sehr selten (vielleicht einmal monatlich). Tierisches
Eiweiss ist ja nicht schlecht für die Viecher, Problem ist
halt das viele Salz in menschlichen Nahrungsmitteln.
> Atemgeräusch auf. Da der arme sehr ängstlich und scheu ist, sind wir
> nicht in die Klinik gefahren, um ihn untersuchen zu lassen: Es passten
> einfach alle Symptome!!!
> Nach einem Gespräch mit der Vorbesitzerin war klar:
>
> Der Papagei hat Aspergillose!!!
>
> Mittlerweile inhaliert er täglich mit Imaverol, nach einer Woche ist
Auf wessen Diagnose hin denn, wenn ihr nicht beim Arzt wart?
Ich würde mit dem Vogel dringend zum Tierarzt gehen. Das Tier
muss geroentgt werden, um den Grad der Aspergillose
feststellen zu lassen. Ausserdem ist da neben der Inhalation
normalerweise eine Behandlung mit Anti-Pilzmittel notwendig,
um das Fortschreiten der Aspergillose zu verhindern (die
Lungenschäden durch Aspergillose sind _nicht_ reversibel!).
Auf dem Roentgenbild sieht der Arzt auch, ob die jahrelange
Fehlernährung schon andere Organe in Mitleidenschaft gezogen
hat (vergrößerte Mägen o.a.), wogegen evtl. eine Behandlung
möglich / notwendig ist.
Und ein genereller Gesundheits-Check ist dann auch noch mit
drin. Gewichstkontrolle, Abhorchen, Abtasten, am besten auch
gleich Kropfabstrich und Kot untersuchen lassen. Und natürlich
gleich eine Geschlechtsbestimmung, sofern noch nicht
geschehen. Damit der Gute mal einen passenden Partner bekommt.
Das Ganze wird dich bei einem guten Vogeltierarzt kaum unter
100 EUR kosten :-/ aber dann weisst du wenigstens Bescheid.
> Vitaminpräparat übers Trinkwasser. Er wird täglich abgeduscht und
Wieso das? Duscht der Süsse so gerne, oder stinkt er so
schrecklich :-))) (unsere mögen Duschen nicht besonders)
> Leider ist er nicht handzahm, im Gegenteil er hat große Angst vor
> Händen, obwohl er sich meistens traut einen besonderen Leckerbissen
> auch aus der Hand zu nehmen.
Auch hier: Geduld. Wenn er merkt, dass ihr ihm nichts tut,
wird er irgendwann zutraulich. Mein Grundprinzip bei solchen
Vögeln: das Tier in Ruhe lassen, nicht drängen. Wenn der Vogel
etwas von euch will, wird er auf euch zukommen - garantiert.
Da etwas zu übereilen und ihn zu bedrängen, ist sinnlos.
> Sobald er etwas fitter ist, wollen wir ihn an einen unsere
> Wellensittiche gewöhnen - auch der weiß eigentlich nicht, wie sich ein
> Vogel so im Normalfall benimmt.
Da gibt es nach meiner Erfahrung nichts zu gewöhnen. Der Große
wird sich für Wellis nicht interessieren, solange sie ihm
nicht auf die Nerven gehen. Dann wird er versuchen
zuzuschnappen.
> Vielleicht weiß ja hier jemand noch einen Rat, wie der Kleine wieder
> lernt, sich wie ein Papagei zu benehmen!!!
Mit viiiieeel Geduld und am besten in einem Papageien-Schwarm
- falls er noch 'resozialisierbar' ist.
> Auch wäre ich über Aspergillose-Erfahrungen sehr dankbar!!!
Wir haben hier einen 16jährigen Graupapgei (auch 'gerettet')
in Pflege, der vom Vorbesitzer ganz schlimm vernachlässigt und
gequält wurde. Dessen Aspergillose ist so fortgeschritten,
dass er schon im Ruhezustand schnauft (besonders, wenn er
Angst hat), das typische 'Backenblasen' zeigt, und mangels
Puste nicht mehr fliegen kann :-( Mehr, als den Verlauf der
Krankheit mit Panfungol o.ä. (Pilzmittel, 6 Wochen lang oral
per Spritze verabreichen) zu stoppen, geht da nicht. Der wird
nicht mehr gesund, das Lungengewebe ist hinüber...
> Wir haben schon überlegt, ob er sich wohl nochmal an eine Dame ( oder
> auch einen Herrn????)gewöhnen könnte. Doch davon abgesehen, daß ich in
> der Ausbildung bin und mir keinen Vogel für mehrere Hundert Euro
> leisten kann, weiß ich ja auch noch nicht, ob das überhaupt einen Sinn
> hätte.
>
> Wenn jemand da Erfahrungen (bezüglich der Vergesellschaftung eines
> erwachsenen Vogels, der lange alleine war)hat, und mir die mitteilen
> könnte, wäre ich sehr dankbar.
Einen Versuch ist das immer wert! Allerdings solltest du den
Vogel dafür IMHO abgeben an eine Auffangstation oder Menschen,
die sich der Partnervermittlung von Papageien widmen. Denn:
wenn du dir keinen Vogel für ein paarhundert EUR leisten
kannst... dann denke besser nicht daran, wie du die dauernden
Tierarztrechnungen für dieses Tier zahlen willst, das aufgrund
der jahrelangen Fehlhaltung sehr gut ein Dauerpatient sein
kann :-(
Wir haben hier gerade 3 Graupapgeien: 31, 22 und 16 Jahre alt;
einer völlig blind, einer so gut wie, einer auf einem Auge.
Alle drei flugunfähig, alle aus Einzelhaltung, alle zu 150%
auf den Menschen fehlgeprägt. Die Illusion einer schnellen
Vergesellschaftung wurde uns schmerzhaft genommen. Das endete
mit reichlich Blut und vielen teuren Besuchen beim Tierarzt,
der die Verletzungen kurieren musste. Und mit einer großen
Voliere mit drei durch 'bißsichere' Doppelgitter getrennten
Abteilen. Und mit einer dauerhaften 'Halbtagsbeschäftigung'
für mich, um den Ansprüchen von 3 vermenschelten Grauen
tagtäglich nachzukommen... Das ist eine ebenso zeit- wie
(trotz Rabatt beim Tierarzt) kostenaufwändige Angelegenheit.
Mein Rat: gib' das Tier in Expertenhand. Wenn du schreibst, wo
du wohnst, kann ich dir evtl. jemanden in der Nähe nennen, der
solche Tiere aufnimmt und sie zu vergesellschaften versucht.
Es gibt zum Glück doch recht viele solcher uneigennützig
arbeitender Menschen.
Viele Grüße,
Stefan
> P.S.: Menschen können SO grausam sein!!!
Sie können, kein Problem :-( Wer sich davon runterziehen läßt,
sollte sich niemals im Tierschutz engagieren... Das Schlimmste
daran ist für mich immer, dass solche Leute meist überhaupt
nicht verstehen / einsehen wollen, dass sie das Tier gequält
haben.
Tue ich nicht!!! Weder die Hunde, noch die Katzen, geschweige denn die
Vögel bekommen was vom Tisch. Die Hunde wissen sogar, daß sobald das
Essen auf den Tisch kommt, die Küche zur hundefreien Zone erklärt
wird.
> Natürlich dabei beobachten, was er an Körnerfutter zu sich
> nimmt.
Ich habe mir im Fachhandel bestimmt 10 verschiedene Tütchen mit
Kleinstmengen einzelner Futter geholt (z.B. Ebereschenbeeren, Kadi,
etc)
Keine Angst, eine Amazone verhungert nicht so schnell
> (so das Tier nicht schon völlig abgemagert ist) - ein paar
> Tage Futterverweigerung übersteht der Vogel problemlos.
Er war fett, als ich ihn bekam, jetzt scheint er mir eher mager, was
sicher mit seiner spärlichen Futteraufnahme und der "fehlenden"
fetttriefenden Nahrung (Pizza, etc) zusammen hängt.
> Vorsichtshalber würde ich regelmäßige Gewichtskontrolle auf
> der Küchenwaage machen.
Sie belieben zu scherzen, ja?! Nicht nur daß er panische Angst hat,
wenn man in den Käfig greift, fühlt er sich bedroht, beißt er auch
ganz kräftig zu (zu recht). Davon abgesehen, fällt er dann vor lauter
Schnaufen fast vom Stängelchen!
> Meist wird er sich dann nach dem Motto 'in der Not frisst der
> Teufel Fliegen' dem Körnerfutter zuwenden. Bis auch Obst und
> Gemüse akzeptiert werden, kann es allerdings Monate oder sogar
> Jahre dauern :-(
Im Gegenteil. Orangen hat er gerade zu seiner Lieblingsnahrung
auserkoren, von den Körnern frißt er ausschließlich Dinge, die man
schälen muß, wie Kürbiskerne und Sonnenblumenkerne, was ja auch nicht
so pricklich ist. Apfel geht auch noch in Ordnung,ab und zu evtl mal
ne Traube. Alles andere (Karotten, Tomaten, Petersilie, Clementinen,
Papaya, Granatapfel, Banane, frische Ananas, Mais und was weiß ich
noch alles) nimmt er zwar in die Hand, läßt es aber nach dem ersten
Bissen fallen.
> Natürlich darf der Geier als 'Leckerli' auch mal ein Stückchen
> Käse oder Wurst bekommen - aber halt nicht am Esstisch, und
> nur sehr selten (vielleicht einmal monatlich). Tierisches
> Eiweiss ist ja nicht schlecht für die Viecher, Problem ist
> halt das viele Salz in menschlichen Nahrungsmitteln.
s.o., vom Tisch gibt's bei uns nix! Käse hab ich schon ausprobiert,
mochte er nur das erste Stückchen, Katzenfutter habe ich mal eine
Teelöffelspitze in den Napf, fand er auch igittigitt.
> Auf wessen Diagnose hin denn, wenn ihr nicht beim Arzt wart?
In den ersten drei Nächten habe ich alle gegoogleten Seiten auf
Deutsch, Englisch, Französisch und Niederländisch gelesen, ich habe 4
1/2 Jahre Tiermedizin studiert, bevor ich das aus gesundheitl. Gründen
aufgeben mußte, habe aber noch ne Menge Bekannte in der "Szene" und
habe mit einem Menschen ausführich gesprochen der nicht nur Amazonen,
sondern auch Graue, Aras und Kakadus hat.Es gibt einfach kein Symptom,
was nur halb passt, alle passen zu 100 000%.
> Ich würde mit dem Vogel dringend zum Tierarzt gehen. Das Tier
> muss geroentgt werden, um den Grad der Aspergillose
> feststellen zu lassen. Ausserdem ist da neben der Inhalation
> normalerweise eine Behandlung mit Anti-Pilzmittel notwendig,
> um das Fortschreiten der Aspergillose zu verhindern (die
> Lungenschäden durch Aspergillose sind _nicht_ reversibel!).
Imaverol (Wirkstoff: Enilconazol) ist ein Antimykotikum, was durch die
Inhalation ja direkt am "Ort des Geschehens" eingreift. Durch die
variable Tröpfengröße des Kaltverneblers kann man da recht gezielt
behandeln.
>
> Auf dem Roentgenbild sieht der Arzt auch, ob die jahrelange
> Fehlernährung schon andere Organe in Mitleidenschaft gezogen
> hat (vergrößerte Mägen o.a.), wogegen evtl. eine Behandlung
> möglich / notwendig ist.
> Und natürlich
> gleich eine Geschlechtsbestimmung, sofern noch nicht
> geschehen. Damit der Gute mal einen passenden Partner bekommt.
Da es sich um einen Wildfang handelt, wurde er bei der Einfuhr gesext.
Es ist ein männliches Tier. Er ging ja schon durch viele Hände, und
was ich raushören konnte, wurde er wohl mal zur Zucht eingesetzt.
> Das Ganze wird dich bei einem guten Vogeltierarzt kaum unter
> 100 EUR kosten :-/ aber dann weisst du wenigstens Bescheid.
Da ich ja da ganz gute Beziehungen habe, kostet es mich fast gar
nichts, das ist nicht der Grund, warum ich nicht in die (nahegelegene)
Vogelklinik fahren möchte. Ich befürchte schlicht und ergreifend, daß
er das in seinem momentanen Zustand nicht übersteht! Sobald sein
Zustand etwas stabiler ist, werde ich das tun. Aber im Augenblick
werde ich ihn weder für zwei Wochen in einen Minikäfig setzen( muß er
ja, damit die Studis ihn besser behandeln können - bei 50 Vögeln
fangen die nicht erst jeden ne halbe Stunde lang), noch ihm dem Streß
einer oralen Medikamentation ausssetzen. Er kippt ja schon fast von
der Stange, sobald man das Zimmer betritt!
> > Er wird täglich abgeduscht und
>
> Wieso das? Duscht der Süsse so gerne, oder stinkt er so
> schrecklich :-))) (unsere mögen Duschen nicht besonders)
Nein, er mag es und wegen der momentanen Witterung(und daraus
resultierenden Heizung) ist es gewiß auch wegen der Luftfeuchtigkeit
im Raum nicht schlecht.
> > Leider ist er nicht handzahm, im Gegenteil er hat große Angst vor
> > Händen, obwohl er sich meistens traut einen besonderen Leckerbissen
> > auch aus der Hand zu nehmen.
>
> Auch hier: Geduld. Wenn er merkt, dass ihr ihm nichts tut,
> wird er irgendwann zutraulich. Mein Grundprinzip bei solchen
> Vögeln: das Tier in Ruhe lassen, nicht drängen. Wenn der Vogel
> etwas von euch will, wird er auf euch zukommen - garantiert.
> Da etwas zu übereilen und ihn zu bedrängen, ist sinnlos.
Das denke ich auch. Wenn er jemals handzahm werden soll (schon
alleine, um seine Behandlung intensivieren zu können, dann kann das
nur der einzige Weg sein. Wie gesagt, hält man ihm einen
Orangenschnitz hin, kommt er sogar, um sich den abzuholen, ich denke,
das ist ein guter Anfang.
> > Sobald er etwas fitter ist, wollen wir ihn an einen unsere
> > Wellensittiche gewöhnen - auch der weiß eigentlich nicht, wie sich ein
> > Vogel so im Normalfall benimmt.
>
> Da gibt es nach meiner Erfahrung nichts zu gewöhnen. Der Große
> wird sich für Wellis nicht interessieren, solange sie ihm
> nicht auf die Nerven gehen. Dann wird er versuchen
> zuzuschnappen.
Bin ich mir nicht so sicher. Eine Bekannte von mir hatte einen
Wellensittich, dessen bester Freund ein Graupapagei war. Ich habe auch
Geschichten gehört, bei denen Wellensittiche, Amazonen aufgezogen
haben. Denke, einen Versuch ist es wert. Außerdem werden wir das
langsam angehen lassen!!!
> Wir haben hier einen 16jährigen Graupapgei (auch 'gerettet')
> in Pflege, der vom Vorbesitzer ganz schlimm vernachlässigt und
> gequält wurde. Dessen Aspergillose ist so fortgeschritten,
> dass er schon im Ruhezustand schnauft (besonders, wenn er
> Angst hat), das typische 'Backenblasen' zeigt, und mangels
> Puste nicht mehr fliegen kann :-( Mehr, als den Verlauf der
> Krankheit mit Panfungol o.ä. (Pilzmittel, 6 Wochen lang oral
> per Spritze verabreichen) zu stoppen, geht da nicht. Der wird
> nicht mehr gesund, das Lungengewebe ist hinüber...
Ja, der gute Amazonerich schnauft auch laut hörbar in Ruhe, wenn man
sich nähert, wird es noch schlimmer, selten fiept er auch dabei. Nach
einer Woche Imaverol ist eine erste Besserung in Sicht. Er klettert
und macht allgemein einen wenigr apathischen Eindruck. Das
Atemgeräusch ist meiner Meinung nach fast gleich geblieben, obwohl ich
gestern dachte, es wäre deutlich besser, habe ich es heute wieder wie
eh und je gehört.
Panfugol hat als Wirkstoff glaube ich Ketoconazol, müßte also zur
selben Gruppe gehören, wie Imaverol, nur daß man es oral gibt.
> Einen Versuch ist das immer wert! Allerdings solltest du den
> Vogel dafür IMHO abgeben an eine Auffangstation oder Menschen,
> die sich der Partnervermittlung von Papageien widmen.
Würde ich sofort!!! habe aber leider unterschrieben, daß ich den Vogel
nicht ohne Zustimmung weitergeben darf - und die ist äußerst
fraglich!!!
> Denn: wenn du dir keinen Vogel für ein paarhundert EUR leisten
> kannst... dann denke besser nicht daran, wie du die dauernden
> Tierarztrechnungen für dieses Tier zahlen willst, das aufgrund
> der jahrelangen Fehlhaltung sehr gut ein Dauerpatient sein
> kann :-(
Habe ich oben ja schon geschrieben, die TA-Rechnungen sind nicht mein
Problem, sonst hätte ich meinen "Zoo" auch gar nicht, wäre ja
verantwortungslos. Ich bin aber noch in der Ausbildung und ein
Monatsgehalt ist weniger, als Züchter für eine Amazone haben möchten
;o)
UND: Auch wenn ich mir jetzt hier Feinde schaffe - Ich möchte das
ehrlich gesagt auch nicht unterstützen. Vögel gehören in die Freiheit.
Ich wollte nie einen haben, und nun sitzen hier fünf - alles arme
Schweine, die keiner mehr wollte (illegale Zucht, im Winter im Schwarm
fliegen lassen!!) oder eben krank.
Mir ist klar, daß gewisse Zuchtprogramme ihren Sinn haben - aber muß
jeder Idiot einen Papageien haben, nur weil der vielleicht "Hansi"
sagen kann???? Bestimmt gibt es auch sehr verantwortungsbewußte
Vogelhalter, aber wenn ich schon sehe, was in den Zoogeschäften an
Käfigen angeboten wird, muß ich (sorry) kotzen!
Ich würde es mit einer zweiten Amazone versuchen - aber eben nur, wenn
es auch ein älterer Vogel ist, der vielleicht auch nirgends mehr
gebraucht wird (von mir aus auch mit Aspergillose, können sie
Flügel-halten beim Inhalieren ;o) )oder ähnliches.
> Wir haben hier gerade 3 Graupapgeien: 31, 22 und 16 Jahre alt;
> einer völlig blind, einer so gut wie, einer auf einem Auge.
> Alle drei flugunfähig, alle aus Einzelhaltung, alle zu 150%
> auf den Menschen fehlgeprägt. Die Illusion einer schnellen
> Vergesellschaftung wurde uns schmerzhaft genommen. Das endete
> mit reichlich Blut und vielen teuren Besuchen beim Tierarzt,
> der die Verletzungen kurieren musste. Und mit einer großen
> Voliere mit drei durch 'bißsichere' Doppelgitter getrennten
> Abteilen. Und mit einer dauerhaften 'Halbtagsbeschäftigung'
> für mich, um den Ansprüchen von 3 vermenschelten Grauen
> tagtäglich nachzukommen... Das ist eine ebenso zeit- wie
> (trotz Rabatt beim Tierarzt) kostenaufwändige Angelegenheit.
Respekt! Auch wir gucken kaum fern - wir sitzen vor'm Käfig, erzählen
dem Vogel unseren Tag und beschäftigen ihn.
> Mein Rat: gib' das Tier in Expertenhand. Wenn du schreibst, wo
> du wohnst, kann ich dir evtl. jemanden in der Nähe nennen, der
> solche Tiere aufnimmt und sie zu vergesellschaften versucht.
> Es gibt zum Glück doch recht viele solcher uneigennützig
> arbeitender Menschen.
Habe ich ja oben schon geschrieben, daß ich den quasi "lebenslänglich"
habe. Hat mich schon einiges an Überredung gekostet, ihn da
rauszuholen! Nichts destotrotz wäre ich über "Papageienmenschen" in
der Nähe schon glücklich. Wir wohnen in Mittelhessen.
Gruß
Christina
P.S.: Gott, is das lang geworden.....
> > > Er wird täglich abgeduscht und
> >
> > Wieso das? Duscht der Süsse so gerne, oder stinkt er so
> > schrecklich :-))) (unsere mögen Duschen nicht besonders)
>
> Nein, er mag es und wegen der momentanen Witterung(und daraus
> resultierenden Heizung) ist es gewiß auch wegen der Luftfeuchtigkeit
> im Raum nicht schlecht.
Würde ich auch unbedingt beibehalten. Amazonen sind meistens arge
Wasserratten (und die, die`s nicht sind, werden es, sobald sie nur
ihre Scheu vor dem Wasserzerstäuber abgelegt haben ;-)). Sie stammen
ja auch aus sehr feuchten Gebieten. Meine - mittlerweile aus 6
Tieren bestehende - Amagruppe duscht im Sommer ebenfalls täglich,
im Winter etwa alle 2-3 Tage.
> > > Sobald er etwas fitter ist, wollen wir ihn an einen unsere
> > > Wellensittiche gewöhnen - auch der weiß eigentlich nicht, wie sich ein
> > > Vogel so im Normalfall benimmt.
> >
> > Da gibt es nach meiner Erfahrung nichts zu gewöhnen. Der Große
> > wird sich für Wellis nicht interessieren, solange sie ihm
> > nicht auf die Nerven gehen. Dann wird er versuchen
> > zuzuschnappen.
>
> Bin ich mir nicht so sicher. Eine Bekannte von mir hatte einen
> Wellensittich, dessen bester Freund ein Graupapagei war. Ich habe auch
> Geschichten gehört, bei denen Wellensittiche, Amazonen aufgezogen
> haben. Denke, einen Versuch ist es wert. Außerdem werden wir das
> langsam angehen lassen!!!
Da wäre ich bei Blaustirnamazonen, vor allem bei einem Hahn,
_extrem_ vorsichtig. Du musst diese Vögel mal bei einsetzender
Brustimmung (in die ein Einzelvogel genauso kommen wird, wenn
die Auslöser da sind - im Sommer beispielsweise wird`s interessant)
erlebt haben, dann wirst du sie niemals auch nur seine Sekunde
mit Sittichen allein lassen. Sie können von einer Minute auf
die andere mit ihrem Imponiergehabe beginnen und dabei ziemlich
starke Aggressionen aufbauen. Einmal hingehackt wäre bei einem
Wellensittich unter Umständen schon zuviel. Also äußerste Vorsicht,
bitte nicht durch vielleicht anfängliche gute Verträglichkeit täuschen
lassen! Meine Amazonen sind beispielsweise im Sommer während der "Hochsaison"
(Balzzeit) derart dominant, dass sie ohne Umschweife auf mein
Gelbbrustarapaar losgehen würden. In den Grünen steckt oft ein ganz
schöner Dickschädel (und in den A. aestiva ein nicht zu unterschätzendes
Aggressionspotential). Richtig aufgehoben sind sie eigentlich nur
untereinander, wo Imponiergehabe, Balz und Revieransprüche auch
"verstanden" werden. Ein Welli wird mit dem Augenfunkeln und
Flügelabstellen einer Blaustirnamazone nichts anfangen können
und sie mit Sicherheit nicht als "Alarmsignal" erkennen.
Zum Thema Verpaarung: Das Alter sollte weniger das Thema sein.
Du schreibst, er ist nicht handzahm. Das würde ich in dem
Fall sogar als leichten Vorteil sehen. Wäre sie völlig auf
Menschen fixiert, wäre es noch wesentlich schwieriger. Einen Versuch
würde ich dir, wenn der gesundheitliche Zustand es erlaubt (das
kannst nur du einschätzen), unbedingt anraten. Aber auf neutramlen
Terrain und mit größtmöglichem Platzangebot.
Ich habe bei meinen Amazonen erst vorige Woche eine Zusammenführung
hinter mir. Zu meiner 4er Gruppe (0,2 Venezuela; 1,1 Blaustirn),
die seit ein paar Jahren besteht und eine "eingespielte Truppe" ist,
ist ein junges Venezuela-Paar (1,1) dazu gekommen. Ich habe
die Vögel alle gleichzeitig in ihre neue Unterkunft
- 11 m x 4 m groß - eingesetzt. Die Reaktion war eindeutig: ein
paar Minuten Gekrächze auf Seiten der Neuankömmlinge, Antwort
von meiner Truppe - und die "Neuen" sind sofort die 10 Meter vom
einen Ende des Raumes zum anderen geflogen gekommen, um sich
den anderen Amazonen anzuschließen. Seither keinerlei Schwierigkeiten,
eine Gruppenbildung wie sie im Buche steht (habe selbst nicht erwartet,
dass es so problemlos ablaufen wird). In der alten Unterkunft
meiner vier Amazonen dagegen hätte es mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit
nicht funktioniert, einfach so ein weiteres Paar dazu zu setzen.
Ähnlich läuft es auch bei der Verpaarung eines Einzelvogels ab.
Die Umstände, unter denen die Zusammenführung durchgeführt wird,
sind oft das aller wichtigste.
> Mir ist klar, daß gewisse Zuchtprogramme ihren Sinn haben - aber muß
> jeder Idiot einen Papageien haben, nur weil der vielleicht "Hansi"
> sagen kann???? Bestimmt gibt es auch sehr verantwortungsbewußte
> Vogelhalter, aber wenn ich schon sehe, was in den Zoogeschäften an
> Käfigen angeboten wird, muß ich (sorry) kotzen!
Dito. Ich bin zwar nicht gegen die Vogelhaltung (sonst hätt` ich
selber keine). Auch denke ich, dass man die Papageienhaltung
durchaus verantwortungsvoll gestalten kann. Aber das ist ein
Wunschbild. Lora im Käfig leider der Alltag. :-(
> Ich würde es mit einer zweiten Amazone versuchen - aber eben nur, wenn
> es auch ein älterer Vogel ist, der vielleicht auch nirgends mehr
> gebraucht wird (von mir aus auch mit Aspergillose, können sie
> Flügel-halten beim Inhalieren ;o) )oder ähnliches.
Solche Tiere gibt es mehr, als einem lieb sein kann. Ich denke, die
Suche über einschlägige Kleinanzeigenblätter würde dich sicherlich
zu einer Amazone aus ähnlicher Situation führen. Der Preis ist
bei solchen Abgabevögeln dann meistens auch nicht das Problem.
Ich weiss nicht, wie die Preise bei euch in DE sind. Bei uns sind
sie in letzter Zeit aber (eigentlich: leider) stark gefallen.
Für eine Venezuela-Amazonen-Nachzucht direkt vom Züchter zahlt
man ca. 250 EUR. Blaustirnamazonen noch etwas mehr (um die 300 EUR).
Das war vor ein paar Jahren noch fast das doppelte und viele
geben deswegen tatsächlich ihre Zucht auf, weil`s sich "nicht mehr
rentiert". Ist eine aberwitzige Situation angesichts der Tatsache,
dass vor allem bei den Venezuela`s weiterhin Wildfänge ins Land
gebracht werden. In meinen Augen ist der "Markt" einfach
übersättigt (bzw. es gibt wohl derzeit mehr Papageien im Land, als
das sie jemals alle adäquat oder zumindest nach den Mindestanforderungen
untergebracht werden können... ein Käfig mit Vogel darin ist leider
schneller angeschafft als Volieren oder Vogelräume und der Kauf
gerade wenn die Preise noch niedriger werden nur zu leicht unüberlegt...
aber ich komme vom Thema ab).
Gute Besserung wünsche ich jedenfalls!
Mfg,
Doris (bei der`s jetzt auch wieder mal lang geworden ist *g*)
--
http://www.ara-amazona.at
* Infos und Haltungsberichte über Aras und Amazonen
* Mit Aquaristikseiten zum Thema Zwerggarnelen und
anderen Wirbellosen
> Da wäre ich bei Blaustirnamazonen, vor allem bei einem Hahn,
> _extrem_ vorsichtig. Du musst diese Vögel mal bei einsetzender
> Brustimmung (in die ein Einzelvogel genauso kommen wird, wenn
> die Auslöser da sind - im Sommer beispielsweise wird`s interessant)
> erlebt haben, dann wirst du sie niemals auch nur seine Sekunde
> mit Sittichen allein lassen. Sie können von einer Minute auf
> die andere mit ihrem Imponiergehabe beginnen und dabei ziemlich
> starke Aggressionen aufbauen. Einmal hingehackt wäre bei einem
> Wellensittich unter Umständen schon zuviel. Also äußerste Vorsicht,
> bitte nicht durch vielleicht anfängliche gute Verträglichkeit täuschen
> lassen! Meine Amazonen sind beispielsweise im Sommer während der "Hochsaison"
> (Balzzeit) derart dominant, dass sie ohne Umschweife auf mein
> Gelbbrustarapaar losgehen würden. In den Grünen steckt oft ein ganz
> schöner Dickschädel (und in den A. aestiva ein nicht zu unterschätzendes
> Aggressionspotential). Richtig aufgehoben sind sie eigentlich nur
> untereinander, wo Imponiergehabe, Balz und Revieransprüche auch
> "verstanden" werden. Ein Welli wird mit dem Augenfunkeln und
> Flügelabstellen einer Blaustirnamazone nichts anfangen können
> und sie mit Sicherheit nicht als "Alarmsignal" erkennen.
Okay, das hört sich vernünftig an. Bisher haben die meisten gesagt, er
wird sich gewöhnen, solange er keine bessere Alternative hat. Aber
dann scheint das ähnlich wie mit den Rosellas zu sein. Mein Hahn
versteht sich auch nur mit seinesgleichen. Die Wellis attackierte er
auch schon als er noch ganz jung war und als esr noch keine Frau
hatte.
>
> Ich habe bei meinen Amazonen erst vorige Woche eine Zusammenführung
> hinter mir....Seither keinerlei Schwierigkeiten,
> eine Gruppenbildung wie sie im Buche steht (habe selbst nicht erwartet,
> dass es so problemlos ablaufen wird
Auch das leuchtet mir ein, heute morgen war er wieder ausgesprochen
fit, so daß ich alleine deshalb mit guter Laune ins Büro gegangen bin.
Sogar das Atemgeräusch war so gut wie weg.
> Solche Tiere gibt es mehr, als einem lieb sein kann. Ich denke, die
> Suche über einschlägige Kleinanzeigenblätter würde dich sicherlich
> zu einer Amazone aus ähnlicher Situation führen.
Daran habe ich auch schon gedacht, aber erst muß der Kleine mal wieder
ordentlich atmen können (daß der Vogeldame nicht gleich auffällt, daß
er nicht mehr ganz taufrisch ist ;o) )
> Ich weiss nicht, wie die Preise bei euch in DE sind. Bei uns sind
> sie in letzter Zeit aber (eigentlich: leider) stark gefallen.
> Für eine Venezuela-Amazonen-Nachzucht direkt vom Züchter zahlt
> man ca. 250 EUR. Blaustirnamazonen noch etwas mehr (um die 300 EUR).
> Das war vor ein paar Jahren noch fast das doppelte und viele
> geben deswegen tatsächlich ihre Zucht auf, weil`s sich "nicht mehr
> rentiert".
Dann wird es wohl besser sein, wenn solche Leute nicht mehr züchten -
obwohl sowas ja mehr zu den Vermehrern als Züchtern gehören müßte.
> Ist eine aberwitzige Situation angesichts der Tatsache,
> dass vor allem bei den Venezuela`s weiterhin Wildfänge ins Land
> gebracht werden. In meinen Augen ist der "Markt" einfach
> übersättigt (bzw. es gibt wohl derzeit mehr Papageien im Land, als
> das sie jemals alle adäquat oder zumindest nach den Mindestanforderungen
> untergebracht werden können... ein Käfig mit Vogel darin ist leider
> schneller angeschafft als Volieren oder Vogelräume und der Kauf
> gerade wenn die Preise noch niedriger werden nur zu leicht unüberlegt...
Da kann ich Dir leider nur zustimmen. Ich finde es durchaus sinnvoll,
daß solche Tiere (nicht nur Papageien) entsprechend teuer sind, auch
wenn das vielleicht vorher falsch verstanden wurde. Ich denke, das ist
durchaus ein Grund, warum es soviele Wellensittiche gibt: Klein,
handlich, bunt, passen in den kleinen Käfig, den es an jeder Ecke
gibt, noch nen Platikkameraden dazu - und 15€ kostet er auch
nur...
>
> Gute Besserung wünsche ich jedenfalls!
Danke!!!
Gruß Tina
P.S.: Habe mir Deine Homepage schon in den ersten drei Nächten(s.o.)
angesehen, wirklich gut! Und die Aras.... :o)
In article <bf03fbb3.03121...@posting.google.com>,
low...@web.de says...
> Ich habe mir im Fachhandel bestimmt 10 verschiedene Tütchen mit
> Kleinstmengen einzelner Futter geholt (z.B. Ebereschenbeeren, Kadi,
> etc)
:-)
> > Vorsichtshalber würde ich regelmäßige Gewichtskontrolle auf
> > der Küchenwaage machen.
>
> Sie belieben zu scherzen, ja?! Nicht nur daß er panische Angst hat,
> wenn man in den Käfig greift, fühlt er sich bedroht, beißt er auch
> ganz kräftig zu (zu recht). Davon abgesehen, fällt er dann vor lauter
> Schnaufen fast vom Stängelchen!
Dann wird's schwierig... Ich hätte ihn einfach in ein
Geschirrtuch eingewickelt und damit auf die Waage gelegt. Aber
natürlich nicht, wenn er dabei vor Aufregung draufzugehen
droht.
> Im Gegenteil. Orangen hat er gerade zu seiner Lieblingsnahrung
Na, geht doch ;-)
> auserkoren, von den Körnern frißt er ausschließlich Dinge, die man
> schälen muß, wie Kürbiskerne und Sonnenblumenkerne, was ja auch nicht
> so pricklich ist.
Heisst das, _du_ musst ihm die Kerne rausschälen?
> noch alles) nimmt er zwar in die Hand, läßt es aber nach dem ersten
> Bissen fallen.
(...)
> Teelöffelspitze in den Napf, fand er auch igittigitt.
Egal, einfach täglich penetrant alles anbieten, was da ist.
Ich mache unseren täglich einen Obst- und Salatteller
... um dann mitanzusehen, wie die Pappnasen alles sofort aus
dem Napf werfen, bis sie endlich ihre Walnuß gefunden haben -
so ist es halt, Undank ist der Hausfrau Lohn ;-)
> Imaverol (Wirkstoff: Enilconazol) ist ein Antimykotikum, was durch die
> Inhalation ja direkt am "Ort des Geschehens" eingreift. Durch die
> variable Tröpfengröße des Kaltverneblers kann man da recht gezielt
> behandeln.
Wie läßt du ihn den inhalieren - samt Käfig?
> nur der einzige Weg sein. Wie gesagt, hält man ihm einen
> Orangenschnitz hin, kommt er sogar, um sich den abzuholen, ich denke,
> das ist ein guter Anfang.
Bestimmt. Ich bin mitunter völlig erstaunt, wie sich solche
Viecher trotz lang andauernder schlechter Erfahrungen
rausmachen, wenn man nur gut zu ihnen ist. Unser Aspergillose-
Grauer z.B. kommt aus ganz schlechten Verhältnissen. Er hatte,
als er zu uns kam, tierische Angst vor Männern und davor,
geschlagen zu werden (er wurde vom Vorbesitzer misshandelt) -
der fing bei Annäherung an zu kreischen und legte sofort den
Rückwärtsgang ein :-(
Irgendwann durfte ich dann näher kommen, ihn dann kraulen, und
jetzt - nach eingien Monaten - _muss_ ich ihn täglich kraulen,
und er krault mich :-) Und er trötet auch richtig
selbstbewusst rum - anfangs hat er sich kaum getraut, ein
Geräusch zu machen (es sei denn, aus Angst). Jetzt weiss er,
dass er dafür nicht mehr gehauen oder angebrüllt wird, und
holt erstmal nach, was er so lange nicht durfte :-)))
> Ja, der gute Amazonerich schnauft auch laut hörbar in Ruhe, wenn man
> sich nähert, wird es noch schlimmer, selten fiept er auch dabei. Nach
> einer Woche Imaverol ist eine erste Besserung in Sicht. Er klettert
> und macht allgemein einen wenigr apathischen Eindruck. Das
> Atemgeräusch ist meiner Meinung nach fast gleich geblieben, obwohl ich
> gestern dachte, es wäre deutlich besser, habe ich es heute wieder wie
> eh und je gehört.
Finde ich bei unserem auch schwer zu sagen. Subjektiv scheint
mir das Atemgeräusch nach 6 Wochen Panfungol besser geworden
zu sein. Das mag aber auch daran liegen, dass er viel weniger
Angst hat als früher. Denn bei Aufregung klingt er genau so
schlecht wie früher. Ausserdem hat er noch riesige
Nasenlöcher, die leicht verstopfen.
> Mir ist klar, daß gewisse Zuchtprogramme ihren Sinn haben - aber muß
> jeder Idiot einen Papageien haben, nur weil der vielleicht "Hansi"
> sagen kann???? Bestimmt gibt es auch sehr verantwortungsbewußte
> Vogelhalter,
Kleine Geschichte dazu: ...und dann war da noch die Bekannte,
die freudig berichtete, dass sie 'einen Papagei' bekäme - von
Verwandten als Weihnachtsgeschenk. Was für einen? Keine
Ahnung, bunt wäre er. Sie macht sich aber kundig. Was für
einer (später)? Eine Amazone! Und was für eine? Wieder keine
Ahnung. Haarsträubend. Als wir ihr uns den Mund fusselig
geredet und sie überzeugt hatten, dass es keine so gute Idee
ist, eine einzelne, nestjunge Amazone in einer 2-Zimmer-
Mietwohnung zu halten, wenn man den ganzen Tag ausser Haus
ist, konnten wir sie überreden, es erstmal mit einem Paar
Rosenköpfchen zu probieren, das wir abzugeben hatten.
Und man ahnt, was kommt: nach drei Wochen haben wir die
Rosenköpfchen zurück bekommen, denn: 'die sind so laut, die
hört man ja im ganzen Haus!!!'
Das unglaubliche Ausmaß an Inkompetenz und Gedankenlosigkeit
vieler Leute beim Papageienkauf wundert mich schon lange nicht
mehr :-(
> Ich würde es mit einer zweiten Amazone versuchen - aber eben nur, wenn
> es auch ein älterer Vogel ist, der vielleicht auch nirgends mehr
> gebraucht wird (von mir aus auch mit Aspergillose, können sie
> Flügel-halten beim Inhalieren ;o) )oder ähnliches.
Wenn du etwas Geduld mitbringst, findesst du sicher einen
entsprechenden Abgabevogel.
> habe. Hat mich schon einiges an Überredung gekostet, ihn da
> rauszuholen! Nichts destotrotz wäre ich über "Papageienmenschen" in
> der Nähe schon glücklich. Wir wohnen in Mittelhessen.
Da kenne ich niemanden. Aber vielleicht gibt es einen
'Papageienstammtisch' / -verein in der Nähe. Oder du probierst
es mal mit den einschlägigen Internetangeboten wie
http://www.papageien.org/ oder http://www.vogelforen.de und
den Kleinanzeigenrubriken dort.
Kranke / verhaltensgestörte Großpapageien, die keiner mehr
haben will, gibt es wie Sand am Meer :-(
Viele Grüße,
Stefan