Ich meine, dass 15 Jahre möglich sind. Kürzer ist klar, aber wo liegt
die "normale" Lebenserwartung?
Gruss
Christoph
Grüße
Nadine
"Christoph Hakert" <hak...@uni-koblenz.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3BE7C426...@uni-koblenz.de...
Nadine Dietrich schrieb:
>
> Hi,
> guck mal unter www.birds-online.de insbesondere
> http://www.birds-online.de/allgemein/alter.htm
Danke, hab ich bisher wohl übersehen.
Tschiiirp
Christoph
Also - normal ist, was die Norm ist, also allgemein üblich. Und da sieht
es
wohl inzwischen übel aus. Das Mitlesen hier bestätigt leider.
Meine Erfahrungen:
- Pepi I. ist mir 1975 im Alter von 9 Jahren ausgerissen (ein Mädel,
Einzelvogel, nie krank, aus dem Zoohandel)
- Pepi II. ist 1987 im Alter von 12 Jahren an Altersschwäche gestorben
(ein Junge, Einzelvogel, nie krank, aus dem Zoohandel)
- 'Gichtelwichtel' (im Gegensatz zu den Vorgängern war er grün und
mickrig - daher der 'Titel')
wurde 1990 getötet im Alter von 3 Jahren, weil er am
ganzen Körper voller schuppender, juckender Ekzeme war, alle
greifbaren Federn ausgerissen hatte und darunter sichtlich litt
(Junge, Einzelvogel, aus dem Zoohandel)
- Pepi III. ist 1992 im Alter von 2.5 Jahren im Aquarium ertrunken
(Junge, Einzelvogel, nie krank, aus dem Zoohandel)
Ja - und seitdem habe ich nur noch kranke Vögel gehabt...
- Pepi IV. ist dann 1997 im Alter von 5 Jahren an Megabakterien
gestorben (ein Junge, hatte eine Spielgefährtin, die aber nie als
seine Frau akzeptiert wurde, bis dahin nie krank, vom Züchter)
- Sissi I., seine Frau, starb 2 Wochen später ebenfalls mit 5 Jahren
(gleiche Krankheitssymptome, aber extrem kurz und heftig;
bis dahin nie tierarztpflichtig krank, hat aber Schwungfedern
abgeknabbert, vom Züchter)
- 'der Graue' ist Nov. 2000 im Alter von 3 Jahren gestorben (ein
Junge, Going-light-Syndrom, aus dem Zoohandel)
- Sissi II., seine innig geliebte Frau, hat seit ihrem 1. Lebensjahr
eine Fettgeschwulst im Bauch (inoperabel) und eine auf der
Brust. Sie ist inzwischen dick, schwer und kugelrund,
schneckenfett - aber entgegen allen Vorhersagen immer
noch recht gut drauf. Übrigens bei beiden Männern heiß
begehrt ;-) Aber das ewige Leben hat sie _so_ nicht. Aus dem
Zoohandel.
- Pepi V. ist jetzt ca. 1.5 Jahre alt (ziemlich mickrig, aus dem
Zoohandel) und liebt Sissi II. innigst (ohne Steigerungsmöglich-
keiten)
Tja - und weil die Hoffnung niemals stirbt, hab ich nun
noch zwei Neue - nicht aus dem Zoohandel, nicht aus Massen-
zuchten. Sie sind quicklebendig - und lassen hoffen. Und
geschnäbelt wird, daß sich die Stangen biegen :-)
So, Christoph - nun kommt Mathe... der Durchschnitt ist so 'ne
Art Norm... Aber repräsentativ ist 'ne Umfrage erst ab ca. 1000
Teilnehmern (Statistik...).
--
Gruß, Haik
mailto:ne...@helbigs.de
http://www.helbigs.de
Haik Helbig schrieb:
>
> Christoph Hakert wollte wissen, wie alt die Wellensittiche
> 'normalerweise'
> werden...
> Meine Erfahrungen:
[snip]
> Tja - und weil die Hoffnung niemals stirbt, hab ich nun
> noch zwei Neue - nicht aus dem Zoohandel, nicht aus Massen-
> zuchten. Sie sind quicklebendig - und lassen hoffen. Und
> geschnäbelt wird, daß sich die Stangen biegen :-)
Kommt mir irgendwie bekannt vor ;-)
> So, Christoph - nun kommt Mathe...
Igitt!
> der Durchschnitt ist so 'ne
> Art Norm... Aber repräsentativ ist 'ne Umfrage erst ab ca. 1000
> Teilnehmern (Statistik...).
Dann halte ich deine Erfahrungen wider besseren Wissens für
unrepräsentativ. So! *fussstampf*
Meine Erfahrungen:
-Aube, Mädel, gebraucht als Dauerleihgabe wegen Kind übernommen, der
Grundstock allen Übels
geschätztes (!) Alter 10-12 Jahre, hustet z.Zt.
-Cookie, Mädel, Bekannten zugeflogen, Alter grob geschätzt 7 Jahre
mindestens
Renates Geier:
-Speedy , Junge, seit ca. 6 Monaten schwere Nierenkrankheit mit
"Durchlauferhitzer"-Syndrom, wurde etwa 2,5 Jahre
-Gimli, auch Junge, gebraucht aus ungewollter Haltung gerettet,
geschätztes Alter 5-6 Jahre, am Tumor eingegangen
-Walker, Junge, vom Züchter, seit Beginn mit Luftsackkrankheit, die wir
nie weggekriegt haben, kam ne Kropfentzündung dazu, 2,5 Jahre
der Rest, 5 Wellis (davon 2 Neuzugänge) und 2 Nympfen lebt noch und zur
Zeit sogar ganz gut *dreimalHolzklopf*
Die sollen halt gefälligst nur alle mindestens uralt oder urururalt
werden, das würde mir ja schon reichen ;-).
tschirpenen Gruss und danke für die Antwort
Christoph
> Tja - und weil die Hoffnung niemals stirbt, hab ich nun
> noch zwei Neue - nicht aus dem Zoohandel, nicht aus Massen-
> zuchten.
Das sollte man IMHO sowieso nur machen: zum Zuechter gehen, sich nicht nur
die Tiere, sondern auch die ganze Anlage ansehen (kein serioeser Zuechter
wird etwas dagegen haben), und dann nicht aus Mitleid das Kroppzeug
mitnehmen (OK, ich gebe zu, das ist schwer, und ich habe das auch schon
getan...).
Nichts gegen Zoolaeden im allgemeinen. Aber fragt mal im Zooladen, von
welchem Zuechter der Laden seine Tiere bezieht. Und fragt euch dann, warum
ihr darauf in der Regel keine Antwort bekommt.
Auch kann sich jeder kurz ueberlegen, was die Produktion eines Tieres
kosten darf, das im Zoohandel fuer irgendwas um 30 Mark angeboten wird. Und
zu welchen Mitteln ein kommerzieller Zuechter greifen muss, um das noch
rentabel hinzubekommen. Wer glaubt, dass da noch alle Nase lang ein
paarhundert Mark fuer den Tierarzt drin sind, der ist naiv.
Das ist im Prinzip genauso wie bei den Huehnereiern - wenn Aldi die fuer 17
Pf. das Stueck anbietet, ist wohl auch jedem klar, wie die
Haltungsbedingungen der Tiere aussehen :-(
Zu der Lebenserwartung von Voegeln in Gefangenschaft generell: wenn man mal
die Tiere ausnimmt, die einen vorzeitigen Tod durch Flucht oder Unfall
erleiden, kommen mir verschiedene Aspekte in den Sinn.
- gerade Wellis scheinen sehr anfaellig fuer Tumore
vielerlei Art zu sein. Ob das naturbedingt so ist oder auch
ein Ergebnis jahrzehntelanger Inzucht und Ueberzuechtung,
weiss ich nicht.
- Mangelerscheinungen durch Fehlernaehrung. Ob ein Vogel z.B. einen
Leber- oder Nierenschaden hat, sieht man den Tieren
halt nicht sofort an, und irgendwann kippen sie vielleicht
scheinbar 'ploetzlich' tot von der Stange. Der Grundstein
dafuer wird IMHO bei vielen Zuechtern gelegt, bei denen die
Tiere aus Kostengruenden nur das billigste Futter bekommen,
dazu allenfalls noch ein Multivitaminpraeparat aus der
Anstaltspackung. Und viele Halter machen genau so weiter,
weil sie es so niedlich finden, dass der ach so zahme Welli lieber
die Salami vom Brot des Herrchens frisst als frisches Obst.
- Parasiten, Pilze, Bakterien usw. Liegt IMHO auch im wesentlichen
an der Massenzucht. Vergammeltes und verpilztes Futter, z.T.
unglaubliche hygienische Verhaeltnisse, kein Tageslicht, keine
Frischluft, mit Krankheiten und Parasiten durchseuchte Bestaende.
Und wenn da ein paar Tiere verreckt sind, darf man nicht glauben,
dass der Zuechter seine Schaetzchen liebevoll zum Tierarzt traegt.
Das rechnet sich nicht. Bestenfalls wird halt eine Grosspackung
Antibiotika ins Futter gekippt...
- Schlechte Konstitution der Tiere durch Ueberzuechtung. Was soll
denn an gesundem Nachwuchs dabei herauskommen, wenn Zuechter
ihre Hennen sich in wenigen Jahren 'totlegen' lassen, nur damit
soviel Masse an Jungvoegeln wie moeglich produziert wird?
Viele Gruesse,
Stefan
Jaa!
>
> Nichts gegen Zoolaeden im allgemeinen. Aber fragt mal im Zooladen, von
> welchem Zuechter der Laden seine Tiere bezieht. Und fragt euch dann, warum
> ihr darauf in der Regel keine Antwort bekommt.
>
vieleich weis es der Besitzer, wenn er es aus Tierliebe macht und nicht
wegen profit
aber das war es auch schon.
Ich finde mann kann nur am Zubehör Geld verdienen.
> Auch kann sich jeder kurz ueberlegen, was die Produktion eines Tieres
> kosten darf, das im Zoohandel fuer irgendwas um 30 Mark angeboten wird.
Und
> zu welchen Mitteln ein kommerzieller Zuechter greifen muss, um das noch
> rentabel hinzubekommen. Wer glaubt, dass da noch alle Nase lang ein
> paarhundert Mark fuer den Tierarzt drin sind, der ist naiv.
>
meist sogar weniger 30 DM!
> ...
> - gerade Wellis scheinen sehr anfaellig fuer Tumore
> vielerlei Art zu sein. Ob das naturbedingt so ist oder auch
> ein Ergebnis jahrzehntelanger Inzucht und Ueberzuechtung,
> weiss ich nicht.
>
naturbedingt -> NEIN!
Die Natur hätte eine solche häufige Anzahl von Tumoren über einen längeren
Zeitraumm nicht zugelassen.
> - Mangelerscheinungen durch Fehlernaehrung. Ob ein Vogel z.B. einen
> Leber- oder Nierenschaden hat, sieht man den Tieren
> halt nicht sofort an, und irgendwann kippen sie vielleicht
> scheinbar 'ploetzlich' tot von der Stange. ...
Wellensitiche haben es ansich solange "Gesundheit" vorzuteuschen bis sie
nicht mehr können!
Weil Wellis sind Schwarmvögel und haben bei kleinen Wehwehchen keine andere
Möglichkeit um nicht ausgeschlossen zu werden. Denn das würde der Tot
bedeuten.
> ...dafuer wird IMHO bei vielen Zuechtern gelegt, bei denen die
> Tiere aus Kostengruenden nur das billigste Futter bekommen,
> dazu allenfalls noch ein Multivitaminpraeparat aus der
> Anstaltspackung. Und viele Halter machen genau so weiter,
> weil sie es so niedlich finden, dass der ach so zahme Welli lieber
> die Salami vom Brot des Herrchens frisst als frisches Obst.
>
> - Parasiten, Pilze, Bakterien usw. Liegt IMHO auch im wesentlichen
> an der Massenzucht. Vergammeltes und verpilztes Futter, z.T.
> unglaubliche hygienische Verhaeltnisse, kein Tageslicht, keine
> Frischluft, mit Krankheiten und Parasiten durchseuchte Bestaende.
> Und wenn da ein paar Tiere verreckt sind, darf man nicht glauben,
> dass der Zuechter seine Schaetzchen liebevoll zum Tierarzt traegt.
> Das rechnet sich nicht. Bestenfalls wird halt eine Grosspackung
> Antibiotika ins Futter gekippt...
>
Deshalb ein Hobbyzüchter weil er es aus Leidenschaft macht,
und nicht weil sich der Aufwand rentiert!
Aber bitte ein "komptenter" Hobbyzüchter!
> ...
> also das will ich ja nun mal sagen!!!du kannst doch nicht alle über einen kamm
> scheren!!!!!nicht jeder zoohandel weiss nicht wo er die tiere her hat!und nicht
Sicher weiss er es - oder zumindest weiss er, von welchem Grosshaendler er
die Tiere bezogen hat.
Aber du weisst schon, dass ein Import-Wellensittich im Grosshandel gerade
mal 5 Mark kostet? Und du kannst dir vorstellen, wie man Tiere halten muss,
um sie fuer so einen Stückpreis noch gewinnbringend verramschen zu koennen?
> jeder züchter der viele vögel hat behandelt seine tiere wie den letzten
> dreck!!!!
Das hatte ich auch nicht behauptet.
> dann kann ich genauso sagen alle blonden männer sind arschlöcher,weil
> mir mal einer das herz gebrochen hat!!!oder wie?????
Nein, aber es gibt solche und solche. Daher mein Tip, sich den Zuechter,
seine Anlagen und seine Tiere vor dem Kauf genau anzusehen.
Viele Gruesse,
Stefan
Christoph Hakert schickte folgendes in den Datenstrom:
> Ich meine, dass 15 Jahre möglich sind. Kürzer ist klar, aber wo liegt
> die "normale" Lebenserwartung?
Die Lebenden:
Mucki, 11,5 Jahre
Perl, 4 Jahre
Pauzi, 9 Jahre
Luigi, 5 Jahre
Grueni, 7 Jahre
Lotte, 8 Jahre
Gestorben:
Amadeus, 10 Monate
Anton, 1.5 Jahre
Audrey, 2 Jahre
Hmmm, vielleicht sollte ich auf Namen die mit 'A' beginnen, verzichten.
Ich hab manchmal den Eindruck, wenn die Herrschaften aus dem Groebsten
raus sind, (3-4 Jahre), koennen die recht alt werden.
dyfa
--
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