da hast du dir ja was eingebrockt... Ich finde es recht unterhaltsam,
welche Reaktionen deine Meinungen auslösen können... "Hut ab"...auf meine
Beiträge erhalte ich so gut wie keine Resonanz.... entweder liege ich so
weit daneben, daß sich niemand die Mühe macht, konstruktive Kritik zu üben
"weil eh schon alles zu spät ist"...oder meine Ansichten sind nicht ganz so
weltfremd und decken/ähneln denen anderer Pferdebesitzer und Reiter... ?!?
Eines sticht mir bei deinen Äußerungen wahrlich ins Auge (nein, keine
Finger und ich falle dabei auch nicht um): Klischees!
Ich finde deine Einstellung meistens recht überspitzt, einfältig und ohne
tiefergehendes Fachwissen. Du redest in "Überschriften", ohne echtes
Informationspotential. Begründe doch nur mal eine deiner vielen
Anschuldigungen tiefergehend. Nenne mal ein Beispiel, bei denen "manche
Leute" gezielt durch "eine Person" ersetzt werden können. Ich will Dir mal
zeigen, was ich meine und wie das geht:
Klischee: (das hast Du nicht gesagt, das soll jetzt nur ein Beispiel sein)
Birger Gieseke ist arrogant und "verschreckt" die Pferde mit denen er
arbeitet. Die Pferde führen die "gelernten" Übungen nur aus Angst vor der
Strafe aus.
Meine Meinung:
Diese Aussage ist richtig und falsch.
Begründung:
Ein Pferd soll weichen. Es gibt da diesen "berühmten" Carrot-Stick mit
einem Seilchen am Ende. Mit diesem Carrot-Stick wird erst vor und dann im
Bereich der Privatsphäre des Pferdes auf den Boden geklopft. Kurz vorher
wurde am Führstrick "gewackelt", sozusagen als erste Aufforderung. Weicht
das Pferd nicht, wird es zwischendurch immer wieder berührt ? nicht
geschlagen ? solange, bis es weicht, da kann das Berühren im Einzelfall
auch mal heftiger ausfallen, aber immer noch kein Prügeln... weicht es, sei
es nur einen halben Schritt. wird es gelobt, eine bestimmte Zeit in Ruhe
gelassen und dann wird wiederholt, beim ersten Mal könnte es ja "Zufall"
gewesen sein. Aus "Erfahrung" kann ich sagen, daß die meisten Pferde schon
beim Berühren des Bodens einen Schritt nach Hinten machen und es nur bei
stark abgestumpften Pferden zu "Körperkontakt" kommt. Als Voraussetzung für
diese Übung gilt aber, daß das Pferd keine Angst vor der Gerte oder dem
Stick hat. Dafür gibt es eine andere Übung, auf die ich aber nun nicht
eingehe, weil: keine Lust! Wichtig ist, daß man die Übungen in einer
bestimmten Reihenfolge erlernt und dem Pferd "lehrt" - das mal nur so
nebenbei - Birger steht nun hinter einem Teilnehmer, der es partout nicht
schafft, sein Pferd zum Weichen zu bringen (in solchen Situationen ist es
immer wieder schön, wie schnell so ein Mensch doch die Geduld verlieren
kann und ausrastet...und das vor Publikum). Was macht er, Gieseke? Er macht
mit dem Menschen genau das, was dieser eigentlich von seinem Pferd
verlangen soll. Er dringt mit den Stick in die Privatsphäre des Menschen
ein und berührt ihn, wenn es sein muß und... siehe da, der Teilnehmer
schafft es auf einmal, sein Pferd zum Weichen zu bewegen. Das zeugt doch
schon von einer gewissen Arroganz seitens Gieseke, so "mir nichts-dir
nichts" einen fremden Menschen zu bedrängen... dieses Verhalten könnte man
in der Tat als arrogant bewerten..."Wer glaubt er, wer er ist, sich soetwas
herauszunehmen...!" Wäre ich der Teilnehmer gewesen, ich hätte Birger
wahrscheinlich zurückgehauen.... dennoch, ich habe meinen Nutzen aus dieser
Situation gezogen. Uwe, willst Du wissen, welchen?
Nun,
- mit dem Carrot-Stick hat er das Ei des Columbus nicht neu erfunden,
eine einfache Gerte reicht für DIESE Übung aus, auch wenn Gieseke beteuert
"Eine Gerte, die sich nun mal leichter verbiegt, führt nicht zu diesem
Ergebnis, weil ich damit nicht so feste auf den Boden hauen kann. Ich
persönlich habe es aber mit der Gerte geschafft und das nicht nur bei
meinem Pferd und feste auf den Boden hauen war auch nicht, da ich mit
meinem Pferd arbeiten und nicht den Boden als Trommel mißbrauchen will.
Also nehme ich für mich das Recht heraus, zu behaupten" Man kann DIESE
Übung DOCH mit Hilfe einer Gerte ausführen und irgendwann auch ohne.
- Wenn sich mal jemand Oliveira durchgelesen hat, dann stellt er fest,
daß auch dort und "damals" schon mit Gerten gearbeitet wird/wurde. Diese
Gerten dienten aber nicht als Hauestöcke sondern als "Richtungsweiser" und
Impulsgeber. OK, Impulse sind, wie so vieles, relativ...
- Der Wille des Menschen ist entscheidend für das Gelingen, ich muß "es"
wirklich wollen, was ich da vom Pferd verlange, ansonsten funktioniert es
nicht. Da kann ich wieder nur für mich sprechen.
- Das Pferd weiß sehr wohl, was ich von ihm will, wenn ich es nur
"richtig" erkläre und mich "seines" Sprachgebrauchs bediene. Wenn ein
ranghohes Tier ein anderes verdrängen will, dann ist die erste Aktion nicht
"auf ihn mit Gebrüll" sondern ein nach und nach immer stärker werdendes
Eindringen in seine Privatsphäre. Hat das rangniedrigere Tier jedoch ein
"Brett vorm Kopf" oder gerade "Popeye´s Spinat" gegessen und reagiert nicht
auf diese Forderungen, dann verleiht der Ranghöhere eben diesen mehr
Nachdruck. Wie das aussehen kann, brauche ich wohl nicht näher erläutern.
Fühlt sich dieses Pferd auf der Weide nun nicht mehr wohl und rennt es nur
noch ängstlich durch die Gegend, weil es dominiert wurde? Kommt drauf an.
Ist der Ranghöhere ein "Schwein" und gibt sich mit dem Weichen nicht
zufrieden, sondern verfolgt den Schwächeren ohne einen für ihn
ersichtlichen Grund, keilt und beißt immer wieder, obwohl es den
Aufforderungen doch folge geleistet hat, dann wird es sich mit Sicherheit
unwohl fühlen, da es nun die Welt nicht mehr versteht. (Auch hier meine
Erfahrung: Mein Pferd stand in einer kleinen Herde, alles
Familienmitglieder. Eines Tages kam ein neues Pferd hinzu, die Leitstute
mit dem Leitwallach aber gleichzeitig weg. Der "Neue" kannte kein
Herdenverhalten und drosch drauf los, was das Zeug hielt - VERMUTLICH eher
aus Angst, da er von Klein auf nur in der Box gestanden hat ? nun, er
machte Eindruck: die "Herde" auf der einen Seite, meistens dicht gedrängt
in der Ecke und der Neue auf der anderen Seite. Die Herde graste nicht mehr
kontinuierlich sondern blickte in regelmäßgen Abständen ziemlich nervös
immer wieder zum Neuen, der es schnell heraus hatte, seine "Gegner" in die
Ecke der Zäune zu treiben, um dann immer feste draufzuhauen. Dieser Zustand
hält bis heute an, knapp ein 3/4 Jahr später. Es gibt durchaus "Schweine",
die sich nicht ändern.) Zurück zum Thema: Es, das Pferd, hat nun alles
getan, was verlangt wurde und wird dennoch gestraft, wofür?
Läßt der Ranghöhere aber sofort nach, sobald die gewünschte Reaktion des
Schwächeren erfolgt, wird dieser sich mit Sicherheit nicht unwohl fühlen,
es sei denn, er hat über Nacht die Karottenvorräte für den Winter heimlich
gefuttert. Er wird sich eher sicher und geborgen fühlen, da er jemanden
hat, der für ihn die Führung übernommen hat, es vor Gefahr beschützt. Wir
erinnern uns kurz: Pferd = Herden- und Beutetier. Überträgst du nun das
Verhalten des Ranghöheren auf den Menschen, wirst Du genau die gleichen
Reaktionen erfahren.
Diese Ausführung bezog sich jetzt nur auf das o. a. Klischee. Mir
persönlich ist Gieseke auch nicht gerade sympathisch und auch ich habe
schon gesehen, wie er sich einem Pferd gegenüber wie ein "Schwein" ?
Definition Schwein s. o. - verhalten hat. Aber, Hand auf´s Herz: Wer
verhält sich seinem Pferd gegenüber immer korrekt? Wer hat noch nie einen
Fehler gemacht und wessen Geduldsfaden ist noch niemals gerissen? Ich kann
mich nicht zu den "Heiligen" zählen. Ich akzeptiere Fehler, denn nur so
komme ich vorwärts.
Ich spreche hier nur für mich und versuche, meine Ansichten zu begründen,
damit sie für andere nachvollziehbar sind. Kann jemand etwas nicht
nachvollziehen, dann akzeptiere ich den Einwand nur, wenn er auch plausibel
begründet wird, denn ich halte mich nicht für unfehlbar.
Ende!
So in etwa würde ich mir es einmal von dir wünschen, Uwe. Einmal nur von
vorne bis hinten deine Meinung begründen und nur das zu erzählen, was du
selber gesehen/erfahren hast und nicht der Bruder vom Schwager des Freundes
Deiner Oma.
Höre endlich auf, zu pauschalisieren und fange an, Deine Statements zu
begründen.
Nur noch eines, zum guten Schluß:
Paß auf Dich auf, denn wenn Du annähernd so wie von Dir beschrieben mit den
Pferden umgehst, könnte es eines Tages gefährlich enden. Irgendwann ist
vielleicht mal ein Pferd dabei, welches Dich nur mal kurz in den Hals
kneift , vielleicht als kleine Aufforderung zum Spiel zwischendurch,
während des Salz-ableckens und rein zufällig Deinen Kehlkopf oder deine
Halsschlagader erwischt. Halte Testamentarisch fest, daß deine Familie das
Pferd dann nicht zum Metzger fährt, weil es ja nur zärtlich zu dir sein und
dich anbaggern wollte...
Gruß
Nicole
--
_____________________________________________________________
NewsGroups Suchen, lesen, schreiben mit http://netnews.web.de
Hi Barby,
vielen Dank, dass Du dich so geopfert hast.
<ironie>
Um einen sooooo langen Beitrag zu lesen, benötigt Uwe bestimmt eine
"gewisse" Zeit. Ihr seit dann jetzt wohl 'n paar Wochen verschont.
</ironie>
Gruss Axel
[sehr schoene Erlaeuterungen]
Leider wird das ebensowenig nuetzen wie alles andere. Waere schoen,
wenn ich mich hier irren wuerde, aber es ist vermutlich schade um die
Zeit und Muehe, die Du da geopfert hast...
Katje
--
... man sollte beruecksichtigen, dass Esel und Blumen
in einem kleinen Garten zusammen nicht gedeihen.
Der Esel setzt sich immer durch.
Robin Borwick
ich hatte halt mal Zeit (wobei das gar nicht sooo lange gedauert hat) und Muße
und einfach mal "Bock"...danke-danke, daß Ihr es gelesen habt...
Grüsslis
> Uwe...Uwe,
Hallo, Nicole!
> Eines sticht mir bei deinen Äußerungen wahrlich ins Auge (nein, keine
> Finger und ich falle dabei auch nicht um): Klischees!
>
> Ich finde deine Einstellung meistens recht überspitzt, einfältig und ohne
> tiefergehendes Fachwissen. Du redest in "Überschriften", ohne echtes
> Informationspotential. Begründe doch nur mal eine deiner vielen
> Anschuldigungen tiefergehend. Nenne mal ein Beispiel, bei denen "manche
> Leute" gezielt durch "eine Person" ersetzt werden können. Ich will Dir mal
> zeigen, was ich meine und wie das geht:
>
> Klischee: (das hast Du nicht gesagt, das soll jetzt nur ein Beispiel sein)
>
> Birger Gieseke ist arrogant und "verschreckt" die Pferde mit denen er
> arbeitet. Die Pferde führen die "gelernten" Übungen nur aus Angst vor der
> Strafe aus.
Du diese Aussage so ausfuehrlich kommentierst, lass Dir gesagt sein, sie
ist von mir (die ich an sich eher fuer differenzierte Aussagen bekannt
bin ;-)
>
> Meine Meinung:
> Diese Aussage ist richtig und falsch.
>
> Begründung:
> Ein Pferd soll weichen.
Warum? In dieser Absolutheit ist das auch keine bessere These als meine.
Es gibt da diesen "berühmten" Carrot-Stick mit
> einem Seilchen am Ende. Mit diesem Carrot-Stick wird erst vor und dann im
> Bereich der Privatsphäre des Pferdes auf den Boden geklopft. Kurz vorher
> wurde am Führstrick "gewackelt", sozusagen als erste Aufforderung. Weicht
> das Pferd nicht, wird es zwischendurch immer wieder berührt ? nicht
> geschlagen ? solange, bis es weicht, da kann das Berühren im Einzelfall
> auch mal heftiger ausfallen, aber immer noch kein Prügeln...
Wer definiert die Grenze, wenn das Pferd auch auf "heftigeres Beruehren"
nicht weicht? Wer stellt sicher, dass das Pferd ueberhaupt verstanden
hat, was es soll?
weicht es, sei
> es nur einen halben Schritt. wird es gelobt, eine bestimmte Zeit in Ruhe
> gelassen und dann wird wiederholt, beim ersten Mal könnte es ja "Zufall"
> gewesen sein. Aus "Erfahrung" kann ich sagen, daß die meisten Pferde schon
> beim Berühren des Bodens einen Schritt nach Hinten machen und es nur bei
> stark abgestumpften Pferden zu "Körperkontakt" kommt.
Tja, bei meinen Pferden wuerde es auch Koerperkontakt brauchen, denn sie
sind nicht so leicht zu erschrecken.
... Wichtig ist, daß man die Übungen in einer
> bestimmten Reihenfolge erlernt und dem Pferd "lehrt" - das mal nur so
> nebenbei - Birger steht nun hinter einem Teilnehmer, der es partout nicht
> schafft, sein Pferd zum Weichen zu bringen (in solchen Situationen ist es
> immer wieder schön, wie schnell so ein Mensch doch die Geduld verlieren
> kann und ausrastet...und das vor Publikum). Was macht er, Gieseke? Er macht
> mit dem Menschen genau das, was dieser eigentlich von seinem Pferd
> verlangen soll. Er dringt mit den Stick in die Privatsphäre des Menschen
> ein und berührt ihn, wenn es sein muß und... siehe da, der Teilnehmer
> schafft es auf einmal, sein Pferd zum Weichen zu bewegen. Das zeugt doch
> schon von einer gewissen Arroganz seitens Gieseke, so "mir nichts-dir
> nichts" einen fremden Menschen zu bedrängen... dieses Verhalten könnte man
> in der Tat als arrogant bewerten..."Wer glaubt er, wer er ist, sich soetwas
> herauszunehmen...!" Wäre ich der Teilnehmer gewesen, ich hätte Birger
> wahrscheinlich zurückgehauen.... dennoch, ich habe meinen Nutzen aus dieser
> Situation gezogen. Uwe, willst Du wissen, welchen?
Nein, will ich eigentlich nicht. Stimmt, ich haette ihn auch dorthin
schicken wollen, wo der Pfeffer waechst (mit ganz viel davon in seinem
***), denn das ist ein Uebergriff am Halter genauso wie am Pferd - mit
dem Erfolg, dass sich beide ihm unterordnen.
Wenn jemand solche Arbeit macht, indem er weiss, wie weit er zu gehen
hat, um dem Pferd noch einen Rueckzugsraum zu lassen, ist das noch zu
akzeptieren.
An und fuer sich ist aber das Eindringen in diese "Privatsphaere", ob es
jetzt mit offener oder mit subtiler Gewalt gemacht wird, ein das
Selbstbewusstsein des Pferdes schaedigender Akt. Wird er so lange
gemacht, bis das Pferd keine Moeglichkeit mehr sieht, zu fliehen, dann
muss es resignieren oder kaempfen. In dieser Hinsicht helfen auch die
Pausen zwischendurch nicht, denn dem Pferd wird ja signalisiert, das es
sogar durch Nichtstun Fehler machen kann. Wenn es dann kaempft, ist es
"ein Schwein" und kommt im Regelfall zum Schlachter (siehe Max), wenn es
resigniert, hat es jeglichen Anspruch auf einen eigenen Willen entsagt
und endet meistens, weil es staendig unter Stress steht und bei
Schmerzen oder Verkrampfungen ja nix zu "sagen" hat bzw. sich nicht
traut, in einem fruehen Ruhestand, wenn es Glueck hat
>
> Nun,
> - mit dem Carrot-Stick hat er das Ei des Columbus nicht neu erfunden,
> eine einfache Gerte reicht für DIESE Übung aus, auch wenn Gieseke beteuert
> "Eine Gerte, die sich nun mal leichter verbiegt, führt nicht zu diesem
> Ergebnis, weil ich damit nicht so feste auf den Boden hauen kann. Ich
> persönlich habe es aber mit der Gerte geschafft und das nicht nur bei
> meinem Pferd und feste auf den Boden hauen war auch nicht, da ich mit
> meinem Pferd arbeiten und nicht den Boden als Trommel mißbrauchen will.
> Also nehme ich für mich das Recht heraus, zu behaupten" Man kann DIESE
> Übung DOCH mit Hilfe einer Gerte ausführen und irgendwann auch ohne.
Wunderbar! Wenn sich das Pferd genuegend aengstigt, dann geht es auch
alleine mit Gestik. Und wenn er so einen harten "Trommelstab" braucht,
dann kann es im Regelfall weder bei der leichten Erdberuehrung noch bei
der leichten Pferdeberuehrung bleiben.
>
> - Wenn sich mal jemand Oliveira durchgelesen hat, dann stellt er fest,
> daß auch dort und "damals" schon mit Gerten gearbeitet wird/wurde. Diese
> Gerten dienten aber nicht als Hauestöcke sondern als "Richtungsweiser" und
> Impulsgeber. OK, Impulse sind, wie so vieles, relativ...
ich arbeite durchaus auch mit Gerten. Sogar manchmal mit einer festen
(der weissen LTJ-Gerte, z.B.). Und ich gebrauche sie gewoehnlich gleich,
um zu touchieren, wie uebel! Fuer mich ist aber der Gebrauch ein
anderer:
Ich will kein Pferd irgendwie aengstigen, sondern es lehren. Auf jeden
Impuls, Reiz von meiner Seite kommt erst mal das Abwarten auf den Effekt
(Muskelreaktion) und das Ueberdenken des Effektes von meiner Seite.
Ziel ist es, das Pferd als mitdenkenden und entspannten Partner zu
haben.
Ich habe durchaus auch mit freier Bodenarbeit "herumgespielt" (eher a la
Hempfling), keine Frage, dass es klappte. Aber: Mit zunehmender Arbeit
darin wuerde ich mir dessen bewusst, dass meine Pferde schon
ungluecklich wurden, wenn ich sie nur zu Anfang mit einer winkenden
Geste weggeschickt hatte. Warum? Ein Pferd zu "separieren" bedeutet, es
von der Herde zu trennen, bedeutet wiederum es der Lebensgefahr
auszuliefern, die in der "freien Natur" fuer ein einzelnes Pferd
bestuende. Und ich habe es "ohne triftigen Grund" so behandelt, es hat
sich zuvor nicht irgendwie danebenbenommen! Warum eine so schwere
Strafe? Wie gemein!
> - Der Wille des Menschen ist entscheidend für das Gelingen, ich muß "es"
> wirklich wollen, was ich da vom Pferd verlange, ansonsten funktioniert es
> nicht. Da kann ich wieder nur für mich sprechen.
> - Das Pferd weiß sehr wohl, was ich von ihm will, wenn ich es nur
> "richtig" erkläre und mich "seines" Sprachgebrauchs bediene. Wenn ein
> ranghohes Tier ein anderes verdrängen will, dann ist die erste Aktion nicht
> "auf ihn mit Gebrüll" sondern ein nach und nach immer stärker werdendes
> Eindringen in seine Privatsphäre.
Pferdeherden haben idR aber ein sehr "fair" geordnetes Sozialleben. Kein
Pferd wird ohne triftigen Grund von den ranghoeheren gestraft. Aber
genau das machen wir als Menschen, wenn wir Pferde so behandeln.
Hat das rangniedrigere Tier jedoch ein
> "Brett vorm Kopf" oder gerade "Popeye´s Spinat" gegessen und reagiert nicht
> auf diese Forderungen, dann verleiht der Ranghöhere eben diesen mehr
> Nachdruck. Wie das aussehen kann, brauche ich wohl nicht näher erläutern.
Ich kann wiederum aus meiner Erfahrung sprechen: Ich habe ein sehr
lernschwaches Pferd, dass Schwierigkeiten mit der Umsetzung
koerperlicher Reize hat. Dieses wurde immer mit extrem deutlicher
Gebaerdensprache von den anderen "behandelt", vor allem und sogar von
seiner Lieblingsstute.
Jetzt, wo er diese Lernschwaeche allmaehlich kompensieren kann, ist auch
die Gebaerdensprache zu ihm erheblich dezenter geworden.
Er hatte gewiss keinen Uebermut, und zwar ein "Brett vorm Kopf", das
aber (in differenziertem Umgang) durch mehr Nachdruck auch nicht haette
durchdrungen werden koennen. Zumindest hats im Umgang mit mir nicht
geklappt - ich lehne Risike und Durchsetzung meines Willens bei einem in
Panik geratenen Pferd ab.
Er war aber mit der "deutlichen" Ausdrucksform gewiss nicht zufrieden -
jetzt ist er es deutlich mehr.
Worauf ich hinauswollte: Durch seine Wahrnehmungs-und Lernschwaeche
konnte er nicht verstehen, was die anderen meinten, verstand die
"deutliche" Geste aber als durchaus bedrohlich.
D.h. wenn man im Glauben, er wuerde bei Verstaerkung irgendwann
verstehen, die "Anweisungen" an ihn verstaerkte, geriet er zunaechst in
Stress und spaeter in unkontrollierbare Panik (ist mehrfach in der
Ausbildung passiert, bis ich dahinterkam, was mit ihm los war).
NB: "Brett vorm Kopf" bedeutet eine Reaktionsstarre infolge Stress
durch widerspruechliche Reaktionswuensche (Katje, Du hast da gewiss die
Facherklaerung fuer). Diese kann niemals mit Gewalt durchbrochen werden,
sondern nur durch Herunterfahren der Ansprueche und Heruntermildern der
ausloesenden Stressituation. Das sollte man aber durch eigenes Erleben
schon wissen.
>
> Fühlt sich dieses Pferd auf der Weide nun nicht mehr wohl und rennt es nur
> noch ängstlich durch die Gegend, weil es dominiert wurde? Kommt drauf an.
> Ist der Ranghöhere ein "Schwein" und gibt sich mit dem Weichen nicht
> zufrieden, sondern verfolgt den Schwächeren ohne einen für ihn
> ersichtlichen Grund, keilt und beißt immer wieder, obwohl es den
> Aufforderungen doch folge geleistet hat, dann wird es sich mit Sicherheit
> unwohl fühlen, da es nun die Welt nicht mehr versteht.
Das faengt schon viel frueher an - naemlich schon dann, wenn es weichen
muss, ohne zuvor "etwas angestellt zu haben". Schon das beruht auf
Angst, und ist insofern ein Uebergriff und eine unnoetige Gewalt.
Im uebrigen ist das Problem ja schon das, dass anscheinend schon
zwischen Pat Parelli und Birger Gieseke Uneinigkeit darueber besteht,
wie und wann das Pferd sich konform verhalten hat. Noch problematischer
wird das, wenn wiederum ein Schueler von Gieseke die Grenzen dessen, wie
weit man ein Pferd dominieren muss, wie weit man es noch lassen darf,
noch schlechter erkennen kann. Folgen: Faelle wie Max.
(Auch hier meine
> Erfahrung: Mein Pferd stand in einer kleinen Herde, alles
> Familienmitglieder. Eines Tages kam ein neues Pferd hinzu, die Leitstute
> mit dem Leitwallach aber gleichzeitig weg. Der "Neue" kannte kein
> Herdenverhalten und drosch drauf los, was das Zeug hielt - VERMUTLICH eher
> aus Angst, da er von Klein auf nur in der Box gestanden hat ? nun, er
> machte Eindruck: die "Herde" auf der einen Seite, meistens dicht gedrängt
> in der Ecke und der Neue auf der anderen Seite. Die Herde graste nicht mehr
> kontinuierlich sondern blickte in regelmäßgen Abständen ziemlich nervös
> immer wieder zum Neuen, der es schnell heraus hatte, seine "Gegner" in die
> Ecke der Zäune zu treiben, um dann immer feste draufzuhauen. Dieser Zustand
> hält bis heute an, knapp ein 3/4 Jahr später. Es gibt durchaus "Schweine",
> die sich nicht ändern.)
Auch gerade diese Geschichte erlaeutert nicht, dass "es Schweine unter
Pferden gibt" sondern dass dieses nur ein auf die eigene Sicherheit
bedachtes und mit der Situation ueberfordertes Pferd war. Um wieder mal
mit dem Menschen zu vergleichen: Der selber unsicher ist, der haut
schneller, fester und oefter zu, als der Anlass es erfordert, im
Zweifelsfalle "vorsichtshalber" damit ihm keiner was tut.
Eine Aenderung unter den gleichen Umstaenden haette nicht herbeigefuehrt
werden koennen, nur langsames Lernen des Soziallebens haette etwas
genuetzt.
So leicht kann man ein Pferd aufgrund von Fehleinschaetzung der
Zusammenhaenge abquzalifizieren...
Noch eine NB: Eine Reit-oder Umgangsweise, in der solche Ausdruecke
regelmaessig gebraucht werden, qualifiziert sich nur selber herab und
zeigt deutlich ihr latentes Gewaltpotential.
Zurück zum Thema: Es, das Pferd, hat nun alles
> getan, was verlangt wurde und wird dennoch gestraft, wofür?
> Läßt der Ranghöhere aber sofort nach, sobald die gewünschte Reaktion des
> Schwächeren erfolgt, wird dieser sich mit Sicherheit nicht unwohl fühlen,
Eben u.U. doch, siehe meine Geschichte. Dazu noch eine Ergaenzung: aus
mir auch noch unklaren Gruenden hat sich dieses Pferd letztes Jahr
mehrfach auf die liegende Leitstute gestuerzt, um sie zu beissen und mit
den Vorderhufen zu schlagen. Die Situation konnte nur durch eingreifen
meiner Person als "Oberleitstute" geklaert werden.
Dieses Jahr hat er noch einmal ganz schwache Anstalten dazu gemacht:
Folge: alle vier anderen Pferde jagten ihm weg und separierten ihn
mehrere Wochen lang.
Der Anlass war garantiert mehr als ausreichend "gebuesst", aber das
Pferd war zum Schluss sichtlich vereinsamt.
> es sei denn, er hat über Nacht die Karottenvorräte für den Winter heimlich
> gefuttert.
flaps, flaps
Er wird sich eher sicher und geborgen fühlen, da er jemanden
> hat, der für ihn die Führung übernommen hat, es vor Gefahr beschützt. Wir
> erinnern uns kurz: Pferd = Herden- und Beutetier. Überträgst du nun das
> Verhalten des Ranghöheren auf den Menschen, wirst Du genau die gleichen
> Reaktionen erfahren.
Versuchs doch mal bei mir - aber Achtung: Ich kaempfe! ;-)) Ich habe
diese Faktoren von allen moeglichen Seiten und in allen moeglichen
Situationen erlebt, jedenfalls oft genug, um allzugut nachvollziehen zu
koennen, wie man sich dabei fuehlt, und mich zwischen diesen
Muehlsteinen nicht mehr zermahlen zu lassen. Gottseidank weiss ich
inzwischen, dass es auch andere Formen des Zusammenlebens als die
Hackordnung gibt - und darin sind gerade die Pferde uns voraus.
>
> Diese Ausführung bezog sich jetzt nur auf das o. a. Klischee. Mir
> persönlich ist Gieseke auch nicht gerade sympathisch und auch ich habe
> schon gesehen, wie er sich einem Pferd gegenüber wie ein "Schwein" ?
> Definition Schwein s. o. - verhalten hat.
Und gegenueber Menschen.
Wenn ich aber bei einem Kurs vorher alle moeglichen spinnerten oder
weniger spinnerten Pferde sehe, die aber wenigstens Persoenlichkeit
haben, die nachher alle brav ohne festzuhalten dastehen - aber mit einem
so verhangenen Blick, wie es nur ueber die Grenze hinaus gestresste oder
gar Pferde mit gebrochenem Willen es haben, kann das kein gutes System
sein.
Wenn ein System auf Gewalt und Angst basiert, kann es kein gutes System
sein.
Wenn ein System lehrt, Gewalt zu verharmlosen und Gewalt auszuueben,
kann es kein gutes System sein.
Aber, Hand auf´s Herz: Wer
> verhält sich seinem Pferd gegenüber immer korrekt? Wer hat noch nie einen
> Fehler gemacht und wessen Geduldsfaden ist noch niemals gerissen? Ich kann
> mich nicht zu den "Heiligen" zählen. Ich akzeptiere Fehler, denn nur so
> komme ich vorwärts.
Ich lerne zunehmend, dass es mein Fehler ist, wenn etwas nicht klappt,
und dass es keinen Sinn hat, im Gegenteil sogar kontraproduktiv ist, das
Pferd fuer meine Fehler zu strafen. Das bedeutet nicht, dass ich keine
Fehler mache, und es bedeutet auch nicht, dass ich niemals die Geduld
verloere. Aber Lehrer, gerade solche, die so in der Oeffentlichkeit
stehen wie Herr Gieseke, haben eine Vorbildfunktion, zu der auch
gehoert, sich zumindest selbst unter Kontrolle zu haben.
Abgesehen davon hat er anscheinend schon Probleme, zuzugeben, dass er im
Moment der Lage nicht gewachsen ist bzw. dass er nicht weiss, warum
etwas nicht klappt, d.h. seine Fehler zuzugeben, denn sonst brauchte er
nicht zur Gewalt zu greifen.
Es ist noch schwerer, in der Oeffentlichkeit Fehler zuzugeben, als in
der Stille, aber jedenfalls ist es grausam, dafuer einem Lebewesen
Gewalt anzutun - das ist mit keinerlei Beschoenigungen zu rechtfertigen.
>
> Ich spreche hier nur für mich und versuche, meine Ansichten zu begründen,
> damit sie für andere nachvollziehbar sind. Kann jemand etwas nicht
> nachvollziehen, dann akzeptiere ich den Einwand nur, wenn er auch plausibel
> begründet wird, denn ich halte mich nicht für unfehlbar.
Entschuldige bitte eines: Ich glaube, Du hattest vor einer Woche
schonmal angefragt, ob ich miene Thesen begruenden koennte, ich hatte es
nur nicht getan, weil ich die dazugehoerige mail nicht wiedergefunden
hatte. Ich hoffe, ich habe es damit ein klein wenig ausgeglichen.
>
Gruss,
Anke
und Carmina,
die wunderbare freie Bodenarbeit machen kann, sie aber aus o.g. Gruenden
nicht schaetzt, sich aber dafuer lieber mit der weichen Dressurgerte zum
Schulterherein touchieren laesst.
Hi
>So in etwa würde ich mir es einmal von dir wünschen, Uwe. Einmal nur von
>vorne bis hinten deine Meinung begründen und nur das zu erzählen, was du
>selber gesehen/erfahren hast und nicht der Bruder vom Schwager des Freundes
>Deiner Oma.
>
>Höre endlich auf, zu pauschalisieren und fange an, Deine Statements zu
>begründen.
Habe ich gemacht., Ich habe früher schon geschrieben das ich über die
Reitställe und Leute schreibe die ich selber erlebt habe.
Ich erzähle nichts über irgendwelche erfundene Leute.
Unter den FN Leuten gibts nun mal massig Pappnasen .
Kann ich auch nicht ändern...
Mag sein das es woanders wunderbare Reitlehrer gibt und die Pferde
alle artgerecht gehalten und behandelt werden...hier wo ich war hat es
mir nie 100 % gefallen.
>
>Nur noch eines, zum guten Schluß:
>
>Paß auf Dich auf, denn wenn Du annähernd so wie von Dir beschrieben mit den
>Pferden umgehst, könnte es eines Tages gefährlich enden. Irgendwann ist
>vielleicht mal ein Pferd dabei, welches Dich nur mal kurz in den Hals
>kneift , vielleicht als kleine Aufforderung zum Spiel zwischendurch,
>während des Salz-ableckens und rein zufällig Deinen Kehlkopf oder deine
>Halsschlagader erwischt. Halte Testamentarisch fest, daß deine Familie das
>Pferd dann nicht zum Metzger fährt, weil es ja nur zärtlich zu dir sein und
>dich anbaggern wollte...
Hier wirst du schon selber unsachlich ...
Ich habe geschrieben das man mit Hengsten vorsichtiger sein sollte und
alle Pferde erst mal lernen müssen das der Mensch ne dünne Haut hat
und sie da nicht soi heftig wie bei einem anderen Pferd zubeissen
dürfen.
Spielverhalten ist auch nicht mit Paarungsverhalten identisch.
Pferde können schon lernen was erlaubt ist, was dem Menschen gefällt
und was nicht. Man muss sich bloss mal die Mühe machen das dem Pferd
klar zu machen.
Alle Zärtlichkeiten des Pferdes abzuweisen ist genauso falsch wie dem
Pferd nichts zu erklären und zu warten was passiert...
Gruss
Uwe
Ja ja, was wäre diese NG ohne Uwe... ich hab mir das mal angeguckt, es gibt
fast kein Thema, das Uwe nicht kommentiert. Und das wiederum löst ein
unheimliches
"Gezetere" aus, ich zum Beispiel les mir manche Nachrichten, die auf Uwe
antworten,
gar nicht mehr durch. Die fettgedruckten Nachrichten markier ich halt alle
als gelesen... und
an manchen Tagen kann es sein, daß es mehr als 50 zu einem Diskussionsthema
gibt...
Meist nicht ohne Uwe....
>So in etwa würde ich mir es einmal von dir wünschen, Uwe. Einmal nur von
>vorne bis hinten deine Meinung begründen und nur das zu erzählen, was du
>selber gesehen/erfahren hast und nicht der Bruder vom Schwager des Freundes
>Deiner Oma.
Eben.... ohne jetzt parteiisch zu werden....
>Nur noch eines, zum guten Schluß:
>
>Paß auf Dich auf, denn wenn Du annähernd so wie von Dir beschrieben mit den
>Pferden umgehst, könnte es eines Tages gefährlich enden. Irgendwann ist
>vielleicht mal ein Pferd dabei, welches Dich nur mal kurz in den Hals
>kneift , vielleicht als kleine Aufforderung zum Spiel zwischendurch,
>während des Salz-ableckens und rein zufällig Deinen Kehlkopf oder deine
>Halsschlagader erwischt. Halte Testamentarisch fest, daß deine Familie das
>Pferd dann nicht zum Metzger fährt, weil es ja nur zärtlich zu dir sein und
>dich anbaggern wollte...
Jaja, ich glaub ich wär auch schon längst tot, wenn ich mir alles von
unseren Pferden
gefallen lassen würde...
Und Barby: Das war ja ziemlich informativ (hochgestochen aber gar
nicht?!?!!), aber
doch etwas lang, finde ich. Vielleicht solltest du dich auch manchmal etwas
kürzer
fassen, das Gleiche kann man auch mit weniger Worten sagen, findest du
nicht???
Gruß Nine
>Ich habe durchaus auch mit freier Bodenarbeit "herumgespielt" (eher a la
>Hempfling), keine Frage, dass es klappte. Aber: Mit zunehmender Arbeit
>darin wuerde ich mir dessen bewusst, dass meine Pferde schon
>ungluecklich wurden, wenn ich sie nur zu Anfang mit einer winkenden
>Geste weggeschickt hatte.
Aber machst Du beim Longieren nicht genau das gleiche? Du schickst das Pferd
mit Wort und Tat auf die Aussenseite des Zirkels. Niemals wuerde ich mein Pferd
a la Monty Roberts hinausjagen - aber schicken, mit Gestik und Stimmkommando
mache ich alle Tage.
>Warum? Ein Pferd zu "separieren" bedeutet, es
>von der Herde zu trennen, bedeutet wiederum es der Lebensgefahr
>auszuliefern, die in der "freien Natur" fuer ein einzelnes Pferd
>bestuende. Und ich habe es "ohne triftigen Grund" so behandelt, es hat
>sich zuvor nicht irgendwie danebenbenommen! Warum eine so schwere
>Strafe? Wie gemein!
Du _hast_ zuviel Monty R. gelesen. Crumble sieht das nicht als Strafe an, es
ist nur ein veraendern der Distanz zwischen uns beiden. In der freien Arbeit
(manchmal mit, meistens ohne Longe, im ersteren Fall heisst es dann Handarbeit)
variiere ich konstant - Zirkel, bis auf ca. 1m herankommen, geradeausgehen,
Volte, Schritt-Halt uebergange mit 3-5m Abstand, dann vielleicht ein oder zwei
Trabzirkel, ...
Catja
und der Count
Hallo, Catja!
... Aber: Mit zunehmender Arbeit
> >darin wuerde ich mir dessen bewusst, dass meine Pferde schon ungluecklich
> >wurden, wenn ich sie nur zu Anfang mit einer winkenden Geste weggeschickt
> >hatte.
>
> Aber machst Du beim Longieren nicht genau das gleiche? Du schickst das
> Pferd mit Wort und Tat auf die Aussenseite des Zirkels. Niemals wuerde ich
> mein Pferd a la Monty Roberts hinausjagen - aber schicken, mit Gestik und
> Stimmkommando mache ich alle Tage.
Richtig, da tue ich das auch. Aber meine Pferde machen anscheinend einen
deutlichen Unterschied zwischen Longieren fuer Gymnastik und freier
oder, wie ich es nenne, "kommunizierender" Arbeit.
Vielleicht klingt das jetzt etwas bekloppt, aber zum Longieren verwende
ich eine gemeinsame "Fremdsprache", waehrend ich zur kommunikativen
Arbeit mich bemuehe, einer der Gestik des Pferdes analoge zu benutzen.
Ich denke, darin liegt der Unterschied, auch wenn die Gesten teilweise
relativ aehnlich sind.
Aber vielleicht gibt es ja auch ein ganz anderen Grund, z.B. dass meine
Pferde nur masochistisch sind und lieber mit der langen Teleskoppeitsche
touchiert und gehilfszuegelt werden wollen...;-))
>
> Du _hast_ zuviel Monty R. gelesen. Crumble sieht das nicht als Strafe an,
> es ist nur ein veraendern der Distanz zwischen uns beiden.
Ist das ein Autor oder ein Pferd? ;-))
Ich habe M. Roberts gelesen, finde aber, dass er sich die Sache zu
leicht macht - oder Wesentliches unterschlaegt. Allein auf dieses
Separieren und Hereinlassen ein ganzes System aufzubauen, wird IMHO der
doch sehr viel komplexeren "Sprache" der Pferde nicht gerecht.
Nichtsdestotrotz ist da was dran. Die besonders davon beleidigt sind,
sind zwei sehr sensible Stuten, (die im Allgemeinen sehr lieb und
freundlich sind), der eine Wallach findet das als Variation von
Hengstspielen nicht weiter schlimm. Der andere (mein "Problempferd") ist
mir mehrfach bei solchen Versuchen panisch ueber die Begrenzung
gesprungen, fuer ihn ist diese Arbeit gewiss auch nicht dem Vertrauen
foerderlich, von anderen positiven Effekten ganz zu schweigen.
Der "Umgangston" in meiner "Klein-Herde" ist auch sehr freundlich und
absolut wenig aggressiv, vielleicht nehmen sie es deswegen so uebel.
In der freien
> Arbeit (manchmal mit, meistens ohne Longe, im ersteren Fall heisst es dann
> Handarbeit) variiere ich konstant - Zirkel, bis auf ca. 1m herankommen,
> geradeausgehen, Volte, Schritt-Halt uebergange mit 3-5m Abstand, dann
> vielleicht ein oder zwei Trabzirkel, ...
In freier Arbeit muss man staendig variieren, sonst ist das Pferd in
Nullkommanichts gelangweilt. Aber zunaechst muss man es ja von sich
wegschicken, wenn es neben einem hereingekommen ist...
Ich hatte mir bei diesem Problem damit geholfen, es ohne Strick erst mal
nebenherlaufen zu lassen, anzuhalten und reuckwaerts zu richten, und es
dann allmaehlich "weggeschickt" habe, das ging *etwas* besser.
Trotz alledem wuerde ich es nicht allzu haeufig mehr machen wollen. Ich
brauche es auch nicht fuer meine Arbeit, und beginne, nachdem eine
Nachbarin hier im Dorf das relativ haeufig mit ihren Pferden macht, die
Art und Weise, wie sie es wiederum macht (Hempfling-Parelli-Variante),
als evtl. auch eher gesundheitsschaedlich anzusehen - ihre Pferde haben
inzwischen alle dicke Sprunggelenke, selbst eins, dass mit super-klaren
Gelenken vor 1 1/2 Jahren zu ihr gekommen ist. Und an der Fuetterung
oder Haltung kann es definitiv nicht liegen - allenfalls daran, dass
solche "Unklarheiten" bei schwereren Pferden (Haffi, Norweger und
Merens) rassetypisch bzw. tolerierbar sein koennten, im Gegensatz zu
meinen trocken gebauten Araberlingen.
Dass heisst jetzt nicht, das jede Form freier Bodenarbeit solche
Schaeden nach sich zieht, aber es hat mich doch nachdenklich gemacht und
mehr davon abgebracht.
> Catja und der Count
Nun sag schon... ist "Count" im Englischen nicht ein Adelstitel wie ein
Graf oder Baron?
Anke
und die ganz buergerlichen Reitponies
Dat iss bestimmt irgend so'n Marketing-Gäg von Bännätän...
Gruss Axel
> Hier wirst Du schon selber unsachlich....
..also wenn "Pappnasen" sachlich ist, dann darfst du mich ab heute Emilnennen...
Mit meiner Begründung war ich fertig, als ich mir erlaubte, mit einen vielleicht
etwas "überspitzten" Kommentar meine "Arbeit" zu beenden...ich persönlich weigere
mich, mir von meinen Pferden (Stute & Wallach) den Hals ablecken zu lassen und
sei es noch so zärtlich. Die Kleine kenne ich seit
dem Tag ihrer Geburt und den Dicken seit Mai 1999 und beiden habe ich von Anfang
an erklärt, daß ich nicht von oben bis unten abgeleckt werden will.
Selbstverständlich "knuddel" ich mit meinen Pferden, aber ich lasse mich nicht
zum Salzleckstein degradieren, was nicht heißt, daß sie nicht mal an meiner Hand
lecken dürfen, nachdem sie aus dieser ein Leckerli bekommen haben. Die gibt es
abends immer, wenn ich gehe.
Nun, ich kann unsere Herde (38 Stuten und Wallache) schön bei ihren
verschiedenen Verhaltensweisen beobachten. Wenn einer spielen will, so wird der,
der aufgefordert wird, erstmal ins Vorderbein gebissen, vorher wird hin und
wieder auf´s heftigste gequietscht...dann geht´s los: Hals in die
Höhe und imponieren (wer ist hier der größere von uns beiden), gefolgt vom
Steigen, in die Brust kneifen, am Widerrist festhalten und losdüsen, stop,auf der
Hinterhand rum und wieder zurück...der Langsemere beißt sich ggf.
noch rechtzeitig an der Schweifrübe fest. Anschließend wird sich gegenseitig
gekrault oder aber einer tritt heftig nach dem anderen aus,weil er keinen Bock
mehr auf das Herumgealbere hat. Ende!
Danke-nein, so möchte ich mit meinem Pferd nicht spielen.
Ich möchte von ihnen auch nicht ins Paaungsverhalten mit einbezogen werden,denn
ich habe keinen Bock, von einem Wallach besprungen zu werden, der sich, anders
als beim Spiel, richtig "schön feste" am Widerrist oder Rücken
festbeißt. Diese Spuren kann man später noch sehen. Ich möchte ebenfalls nicht,
daß eine Stute mir ihren Allerwertesten vor die Nase hält, den Schweif hochhebt
und auffordernd rückwärts läuft...
>Alle Zärtlichkeiten des Pferdes abzuweisen ist genauso >falsch wie dem Pferd
nichts zu erklären und zu warten was >passiert...
Dem stimme ich zu.
Gruss
>Und Barby: Das war ja ziemlich informativ (hochgestochen aber gar
>nicht?!?!!), aber
>doch etwas lang, finde ich. Vielleicht solltest du dich auch manchmal etwas
>kürzer
>fassen, das Gleiche kann man auch mit weniger Worten sagen, findest du
>nicht???
>
>Gruß Nine
>
Hi Nine,
ja, man kann sich kürzer fassen, aber wenn man nicht alles bedenkt, wird einem
leicht etwas in den Mund gelegt, was man gar nicht gesagt hat oder falsch
verstanden...ich werde üben, mich kürzer zu fassen,
Grüssli
!!!erstmal vorweg: viele-viele-sorry...schon wieder laaaang!!!
Hallo Anke,
du willst wissen, warum ein Pferd weichen soll? Vielleicht hätte ich es besser
formulieren sollen: Ein Pferd soll lernen, dem "Druck" zu weichen.Druck kann man
auf verschiedene Arten ausüben. Wenn ich nicht alles falsch
verstanden habe, funktioniert das Reiten so, dass das Pferd dem Druck weicht. Wie
erreicht ein Reiter das Nachgeben im Genick? Er hält mit den Zügeln die
Verbindung zum Maul aufrecht (je nach Reitweise), die Zügel hängen nicht durch
und überspitzt ausgedrückt wird solange gewartet, bis
das Pferd eine für sein Maul angenehmere Position einnimmt, sprich: nachgibt. Im
Idealfall geht der Kopf nach unten und rollt sich nicht auf,aber...anderes Thema.
Manchmal geht er bei zu fest ausgeübten Druck auch nach oben, aber dagegen gibt
es ja Ausbinder, Martingall´s etc. pp.!
Belohnung für´s Nachgeben: im Maul tut es nicht mehr weh, solange diese Position
eingehalten wird.
Ich wollte Dich nicht persönlich "angreifen, ich wußte nicht einmal mehr,dass
diese Aussage von Dir war. Sie diente mir nur als Vorlage für ein Beispiel.
>Wer stellt sicher, dass das Pferd überhaupt verstanden hat, >was es soll?
Nun, dass bleibt in meinem Augen jedem Pferdebsitzer selbst überlassen zu
beurteilen, ob er von seinem Pferd verstanden wird, oder nicht. Das ist auch der
Grund, weshalb ich auch an anderen Kursen meistens nur als Zuschauer teilnehme.
Ich, die jeden Tag mit ihm umgeht, ich sollte diejenige sein, die ihr Pferd kennt.
Ich wage zu behaupten, dass ich ihm die Übung, über die wir hier diskutieren,
gut erklärt habe, ihn nicht
geprügelt habe und er schon beim zweiten Versuch wusste, was ich wollte.Das
gleiche gilt für zwei weitere Pferde, mit denen ich hin und wieder arbeite.
Bisher hatte ich eine Ausnahme, aber darüber später. Die Ohren waren/sind nach
vorn gerichtet, der Hals befindet sich in normaler Höhe, ab
rückwärts und zwar im gleichen Tempo wie vorwärts, nicht schneller und nicht
langsamer.
>Tja, bei meinen Pferden würde es schon Körperkontakt >brauchen, denn sie sind
nicht so leicht zu erschrecken...
In meinen Augen hat das nichts mit erschrecken zu tun, denn wenn mein Pferd
erschrickt, dreht es sich auf dem Absatz um und rennt davon. Diese Möglichkeit
hätte er, denn der Strick ist lang genugt. Ich spreche, bitte beachte das, nur
für mich und will nicht behaupten, dass es soetwas nicht gibt, gesehen habe ich
es aber noch nicht und daher will ich das auch nicht
verallgemeinern.
Als ich davon sprach, dass ich meinen Nutzen aus der beschriebenen Situation
gezogen hatte, sprach ich einzig und allein für mich. Ich fragte Uwe, ob er
wissen will, welchen. Wenn du es nicht wissen willst...ok!
Meines Erachtens schädige ich das Selbstbewusstsein meines Pferdes nicht,wenn
ich ihm beibringe, auf Druck zu weichen. Wie veranlasst du dein Pferd das zu tun,
was du willst? Woher weiss es, wann es vorwärts laufen soll,woher weiss es, wann
es anzuhalten hat? Läßt man ihm, dem Pferd, die Wahl,
so würde es ebenfalls austesten, wie weit es gehen kann, damit ich weiche.Mein
Selbstbewusstsein hätte dann in der Tat einen Knacks weg.
Wo habe ich geschrieben, dass mein Pferd nicht die Möglichkeit hat, zu fliehen?
Von der Übung habe ich nur ein Bruchstück dessen aufgeschrieben,was eigentlich
noch alles dazu gehört...ich habe es deshalb getan, weil ich hier keinen Roman
schreiben wollte. Es ist folgendermassen:
Ehe ich überhaupt anfange, mit dem Stick zu arbeiten, wird das Pferd
damitgestreichelt und zwar überall: Nase, Augen, Ohren, Hals oben und unten,Beine
innen und aussen, Rücken, Bauch, Kuppe, Schweifrübe oben und unten,Schlauch oder
Euter. Es wird erst dann angefangen zu arbeiten, wenn sichergestellt ist, dass es
absolut keine Angst hat, denn dieser Stick
bedeutet nichts anderes, als das es die Verlängerung meines Armes ist. Mein Pferd
soll nämlich KEINE Angst vor mir haben. Kommst du mit dem Stick erst gar nicht in
die Nähe deines Pferdes, dann gibt es eine andere Übung, die ich aber jetzt
wirklich nicht aufschreibe, da es sich bei deinem Pferd ja
um keinen Angsthasen handelt.
Zur Übung selber:
Mein Pferd ist an einem langen Strick festgemacht, welchen ich in der einen Hand
halte, die Länge vergleichbar mit der einer Longe (ca. 6m...jaja, ich habe auch
Longen, die länger sind, es soll nur eine Art Vergleich sein).Dabei achte ich
darauf, dass das Ende nicht säuberlich aufgewickelt ist,
sondern lang herunterhängt, damit mein Pferd vorerst den Abstand zu mir selber
aussuchen kann, ohne dass ich erst anfangen muss, abzuwickeln, und wieder
aufzuwickeln. In der anderen Hand habe ich den Stick, vergleichbar mit einer
Longierpeitsche, nur nicht so lang, d. h.: im Gegensatz zu
jemandem der longiert, komme ich nicht mehr ans Pferd, wenn es sich bis an das
letzte Ende des Strickes bewegt und schon hat es seine Ruhe vor mir. Sokönnten
natürlich Stunden vergehen, ich auf der einen und das Pferd auf der anderen Seite
und keiner muckt sich. Daher übe ich vorher, mein Pferd zu holen, indem ich sanft
am Strick ziehe und sofort nachgebe, sobald mein Pferd auch nur einen Huf - das
meine ich wörtlich - in meine Richtung bewegt hat. Dann gibt's eine kurze Pause.
Dann wiederhole ich es - Pause - Wiederholung und dann, wenn er immer richtig
reagiert hat, gehe ich einfach
mal davon aus, dass er es begriffen hat. Und das Gleiche wird nun anders herum
gespielt. Den Strick bewegen, von mir aus ein Kommando nennen,welches dem Pferd
ggf. schon bekannt ist, wie z. B. "zurück" und kurz warten. Erfolgt keine
Reaktion, nochmal von vorne, dieses Mal aber mit dem Stick locker auf den Boden
hauen, dem Pferd Zeit für eine Reaktion geben
und ggf. den "Druck" verstärken. Würde ich ihn erschrecken, hätte er eine lange
Leine zu deren Ende er flüchten könnte...vergleichbar mit Pferden,bei denen man
sich beim Longieren gegen die Longe stemmen muß, um nicht umgerissen zu werden.
Nirgends habe ich ein Wort davon geschrieben, dass Pferde, die dieser
Aufforderung nicht folge leisten "Schweine" sind und zum Schlachter müssen. Hier
sprichst Du wieder von der Allgemeinheit, die das denkt. Aber welche
Allgemeinheit soll das sein?
Du wirst ein Pferd bei dieser Übung kaum dazu bringen, "ja nix zu sagen",denn es
hat einen gewissen Freiraum, den es durchaus ausnutzen kann und es auch wird.
Immer vorausgesetzt, du führst die Übung richtig aus. Es wird
vielleicht fuddeln, in dem es seitwärts läuft, das macht nichts, denn ich lasse
nicht eher locker, bis es genau das gemacht hat, was ich will. Ich werde es nicht
prügeln, sondern nur weiter auf die Nerven gehen. Es wird ggf. versuchen, sich an
dir vorbei zu drängeln, denn in diesem Moment istihm genau klar, was du willst.
Du willst ihn rückwärts richten und das bedeutet, du willst der Chef sein, also
hält es dagegen wenn es bisher immer der Meinung war, dass er der Chef ist.
> Sogar manchmal mit einer festen( der weissen LTJ-Gerte, >z.B.). Und ich
gebrauche sie gewöhnlich gleich,um zu >touchieren, wie uebel.
Wo habe ich eigentlich geschrieben, dass diese Art des Gebrauches übel sei???
Ich wollte mit Oliveira nur bemerken, dass PP und Gieseke die Arbeit mit einem
Stick und Strick o. ä.. nicht neu erfunden haben. Ich habe vor einem Jahr mehrere
Stunden bei einem T.T.E.A.M.-Practitioner genommen und
muß auch hier sagen, dass das nicht NEU ist. Mehr wollte ich nicht sagen,da war
absolut KEINE Wertung drin. Es war lediglich eine FESTSTELLUNG. Ich selber bin
nicht nur dem Westernreiten, sondern auch der Klassik zugetan,daher fühle dich
bitte nicht kritiesiert.
Glückwunsch zu deiner Arbeit alla Hempfling. Ich kenne seine Bücher ebenfalls
und manche Dinge finde ich durchaus plausibel. Dies aber einzig und allein aus
dem Grund, dass "seine" Sachen schon vor ihm bekannt waren. Nach seinen
Anweisungen 100âg zu handeln ist mir aber zu gefährlich,
daher verzichte ich.
>Ein Pferd zu "separieren" bedeutet, es von der Herde zu >trennen...
Wie sieht eine Arbeitsstunde mit Deinem Pferd aus? Alle Kumpels aus dem Stall um
ihn versammelt?
Ich bestrafe es nicht, wenn ich es wegschicke, ich zeige, wer der Boss ist und
hole es wieder. Es ist z. B. eine gute Vorübung zum späteren Longieren.Wir gehen
auf den Platz, um zu arbeiten. "Wenn Du so willst", darfst Du von Deinem Pferd
nie etwas wollen, denn wenn es keine Lust hat, könnte es sich
immer auf den Schlips getreten fühlen. Außerdem möchte ich nochmals betonen, dass
es lediglich eine von 100 verschiedenen Übungen ist, und ich es nicht tagtäglich
praktiziere und wenn doch mal, nicht eine Stunde am Stück. Ich mache vorm Reiten
prinzipiell Bodenarbeit, um das Pferd
aufzulockern und um zu sehen, wie es heute so drauf ist. Zehn bis fünfzehn
Minuten, dann rauf in den Sattel und weiter mit Übungen aus dem Sattel.
Ich bin mir durchaus bewusst, dass es lernschwache Pferde gibt und manche,die
partout zu nichts zu bewegen sind. Genau so ein Pferd hatte ich vor meinem
jetzigen. Ich bin von Pontius zu Pilatus gerannt und weder PP noch LTJ oder
sonstige "Lehrer" konnten mir da weiterhelfen, man kam an diese Pferd nicht dran.
Kurz vor ihrem Tod, es handelte sich die Mutter meines Stutfohlens, hatte ich
einige Erfolge zu verbuchen, wie ich es geschafft habe weiss ich bis heute nicht.
Eines habe ich aber niemals getan und das
war prügeln, denn da stimme ich Dir zu, hätte sie die Welt nicht verstanden.
>Versuchs doch mal mit mir - aber Achtung: Ich kämpfe!
So Anke, nun lass dir mal ein Halfter anziehen, an dem ich ein Strick festmache
und dann geht´s los...*ggg und wedel mit Stick*
Die Sache mit den Fehlern bezog ich ebenfalls nur auf mein Verhalten. Wenn das
Pferd etwas "falsch" ausführt muss ich bei mir suchen, dann habe ich mein Willen
nicht richtig verdeutlicht. Ich muß aber in der Lage sein, zu unterscheiden, was
ein "Fehler" war und was "absichtlich" falsch gemacht wurde.
So, bin ja mal gespannt, ob es auch ausser Anke jemanden gibt, der bis zum
Schluss liest...*ggg*
Übrigens war ich es nicht, die dich aufgefordert hatte, deine These zu begründen.
.
Grüssli
Nicole, die denkt, dass jeder Mensch seine Vorbildfunktion berücksichtigen
sollte, wenn er in der Öffentlichkeit mit seinem Pferd "arbeitet"... und sei es
"nur" Otto Normal, der am Sonntagmorgen seinen Wallach in der Halle reitet und
sich nichts Schlimmes dabei denkt...
<heckenschere her> <supersnip>
Waaaahhnsinnn, ein 11 k grosses Posting. Das kam genau richtig. Ich wollte
sowieso gerade in die Badewanne.
<druck> <druck>
so fertig.
Bin planschen. Bis später.
Gruss Axel
ich hoffe du bist darüber nicht eingeschlafen und abgetaucht...
Grüssli
Nicole
>Richtig, da tue ich das auch. Aber meine Pferde machen anscheinend einen
>deutlichen Unterschied zwischen Longieren fuer Gymnastik und freier
>oder, wie ich es nenne, "kommunizierender" Arbeit.
Fuer mich besteht da herzlich wenig Unterschied. Ich habe schon freilongiert
bevor ich Hempfling kannte - letztendlich ist der einzige Unterschied zwischen
longieren und freilongieren im Round Pen die Seite, auf der das Pferd begrenzt
wird. Bei beiden Moeglichkeiten gibt es kontrollierte gymnastizierende Arbeit
(gut) und sinnloses Herumjagen (sehr, sehr schlecht)
>> Du _hast_ zuviel Monty R. gelesen. Crumble sieht das nicht als Strafe an,
>> es ist nur ein veraendern der Distanz zwischen uns beiden.
>
>Ist das ein Autor oder ein Pferd? ;-))
Siehe Unten...
>Ich habe M. Roberts gelesen, finde aber, dass er sich die Sache zu
>leicht macht - oder Wesentliches unterschlaegt. Allein auf dieses
>Separieren und Hereinlassen ein ganzes System aufzubauen, wird IMHO der
>doch sehr viel komplexeren "Sprache" der Pferde nicht gerecht.
In der Tat. Ich fand ihn ausser arrogant auch nicht sonderlich hilfreich. Thema
und Buch Papierkorb.
>Nichtsdestotrotz ist da was dran.
Bei meinem Kleinen ist es nicht das rauschicken, sondern das WIE. Wenn ich ihn
mit Koerpersprache rausschicke, kein Problem. Wenn ich ZU dominant auftrete
scheut er zurueck - er ist halt seeeehr sensibel und braucht keine grossen
Gesten, sondern nur ganz leichte Andeutungen. Alles andere zerstoert die
Vertrauensbasis.
>In freier Arbeit muss man staendig variieren, sonst ist das Pferd in
>Nullkommanichts gelangweilt. Aber zunaechst muss man es ja von sich
>wegschicken, wenn es neben einem hereingekommen ist...
Auch wenn mir jetzt alle Gurus an die Gurgen springen - die Alternative ist
immer noch, das Pferd auf den Hufschlag zu stellen und selber rauszugehen. Das
ist von der Dominanztheorie her natuerlich nicht drin, aber wenn die Frage
grundsaetzlich geklaert ist, ist das kein Thema. Die andere Alternative (und
das sollte man nur mit einem nicht-dominanten, sehr, sehr vertrauenswuerdigen
Nicht-Jungpferd tun) ist es, das Pferd zum Laufen aufzurufen, ohne zu weichen.
Also da stehen bleiben, wo man ist, das Pferd trotzdem nach vorne treiben. Das
wohlerzogene Pferd wird knapp an Dir vorbeischrammen - das weniger
wohlerzogene, nun, Du siehst warum ich die Methode nicht weiterempfehle...
>Trotz alledem wuerde ich es nicht allzu haeufig mehr machen wollen. Ich
>brauche es auch nicht fuer meine Arbeit,
Zum einen ist es bei mir Faulheit. Wenn ich wenig Zeit habe, ihn zu bewegen,
ist das Tor schliessen, Decke Abnehmen, Pferd bewegen, dann einsammeln und in
den Stall stellen das Schnellste.
Viel wichtiger ist der Kommunikationsaufbau. Ich mache sowieso gerne und
relativ viel Handarbeit, ohne Strick ist zwar etwas schwieriger, aber nicht
viel.
Zum Dritten gibt mir die freie Arbeit die Gelegenheit, sicherzustellen, das ich
das Pferd mit nichts, nicht einmal der Longe stoere; und das mein Pferd
wirklich von sich aus ausbalanciert ist. (Lateral wie Longitudinal - also sich
dehnt und korrekt biegt)
Ja, und dann ist da noch die Sache mit dem Dritten Gang. Der Count mit relativ
grossen Bewegungen und der recht kleine Aussenplatz passen nicht zusammen -
unterm Sattel sind wir noch nicht gallopiert, an der Longe ist es
problematisch, also lasse ich ihn regelmaessig beim Freilaufen einfach nur
seinen Galopprhythmus finden. (Auch beim Ausreiten gibt es fast keine
Gelegenheiten zum Galopp)
>> Catja und der Count
>
>Nun sag schon... ist "Count" im Englischen nicht ein Adelstitel wie ein
>Graf oder Baron?
Also gut.
'Der Count' heisst mit vollem Namen Count Notfaroutoe. 'Count' bedeutet Graf,
wie Graf Drakula. Count Notfaroutoe ist ein nicht ganz farbechter Vampir (Terry
Pratchett), was auch passt, weil er zwar schwarz, aber kein echter Rappe ist.
(Braune Ringe um Nuestern und Augen). 'Notfaroutoe', 'Nichtweitweg' passt auch
von daher, weil der erste Stall, den ich fand, am Ende der Welt lag, der
jetzige Hof aber wesentlich praktischer liegt. Ja, und fliessend Wasser
durchqueren tut er auch nicht.
'Crumble' ist, nunja, sein Rufname. Ein Crumble ist ein Nachtisch - Frucht
(Apfel, Rhabarber) mit einer kruemeligen Kruste ueberbacken. (To crumble =
kruemeln). Und er heisst nicht so, weil er seine Karotten verkruemelt (das tut
er auch) sondern weil er meistens mit einer Schlammkruste ueberdeckt ist, von
den Nuestern bis zu den Ohrenspitzen, und ueberall sonst auch.
Catja
und der Count
>du willst wissen, warum ein Pferd weichen soll? Vielleicht hätte ich es besser
>formulieren sollen: Ein Pferd soll lernen, dem "Druck" zu weichen.
Warum? Das das Pferd in der Herde Druck (Drohgebaerden etc) ausweicht, ist ihm
mit der Muttermilch eingefloesst worden. Lernen muss es das nicht mehr. Wenn es
also Deinem Druck nicht weicht, heisst es, das es Dich nicht versteht oder
nicht ernst nimmt - mit mehr Druck wirst Du da eher weniger Gehorsam erzeugen.
>Wenn ich nicht alles falsch
>verstanden habe, funktioniert das Reiten so, dass das Pferd dem Druck weicht.
Einer von uns hat das falsch verstanden <g>
>Wie erreicht ein Reiter das Nachgeben im Genick? Er hält mit den Zügeln die
>Verbindung zum Maul aufrecht (je nach Reitweise), die Zügel hängen nicht durch
>und überspitzt ausgedrückt wird solange gewartet, bis das Pferd eine für sein
>Maul angenehmere Position einnimmt, sprich: nachgibt. Im Idealfall geht der
>Kopf nach unten und rollt sich nicht auf,aber...anderes Thema.
>Manchmal geht er bei zu fest ausgeübten Druck auch nach oben, aber dagegen
>gibt es ja Ausbinder, Martingall´s etc. pp.!
>Belohnung für´s Nachgeben: im Maul tut es nicht mehr weh, solange diese
>Position eingehalten wird.
Das ist aber eine unglaublich primitive Reitweise. Wenn's de nicht das tust,
was ich moechte, tu ich Dir weh. Natuerlich 'geht' das - das Problem ist aber,
das ein Pferd, das aus Angst vor Strafe reagiert, nie so willig mitarbeiten
wird, wie eins, das freiwillig mitspielt. Pferde lernen gerne - und wenn Du
ihnen das, was Du willst, richtig servierst, so wird Dein Pferd sich nicht
wehren.
Das 'Nachgeben im Genick' erreiche ich, indem ich vermeide, das das Pferd sich
festmacht - er nimmt die Haltung ein die IHM am angenehmsten ist, die zufaellig
auch die von mir Gewuenschte ist. Wenn das Pferd sich hinter den Zuegel
verkriecht, oder oben rausdrueckt etc, dann mache ich etwas falsch.
>>Tja, bei meinen Pferden würde es schon Körperkontakt >brauchen, denn sie sind
>>nicht so leicht zu erschrecken...
>
>In meinen Augen hat das nichts mit erschrecken zu tun, denn wenn mein Pferd
>erschrickt, dreht es sich auf dem Absatz um und rennt davon. Diese Möglichkeit
>hätte er, denn der Strick ist lang genugt.
Das gilt aber nur fuer Pferde, die nicht davor Angst haben, dass ihnen das
Weglaufen wehtun wird. Wenn ein Pferd mit Druckhalftern, schlecht verschnallten
Ausbindern etc in Kontakt gekommen ist, ist die Angst vor dem Schmerz manchmal
groesser, als die Angst vor dem Was-auch-immer.
>Meines Erachtens schädige ich das Selbstbewusstsein meines Pferdes nicht,wenn
>ich ihm beibringe, auf Druck zu weichen.
Es fragt sich aber, ob das sinnvoll ist. Schliesslich will ich mein Pferd ja
auch noch putzen koennen, mich ihm auf der Weide naehern koennen, etc. Er soll
nur auf ein bestimmtes Zeichen weichen, nicht wenn er mich sieht.
>Wie veranlasst du dein Pferd das zu tun, was du willst? Woher weiss es, wann
>es vorwärts laufen soll,woher weiss es, wann es anzuhalten hat?
Indem ich es ihm in seiner Sprache klarmache.
>Läßt man ihm, dem Pferd, die Wahl,
>so würde es ebenfalls austesten, wie weit es gehen kann, damit ich weiche.Mein
>Selbstbewusstsein hätte dann in der Tat einen Knacks weg.
Es liegt in der Natur des Pferdes, sich einen Anfuehrer zu suchen. Wenn Du ihm
keinen bietests, muss es die Oberhand an sich ziehen - aber IME sind die
meisten Pferde gluecklicher, wenn sie nicht die gesamte Last tragen.
>Zur Übung selber:
>Mein Pferd ist an einem langen Strick festgemacht, welchen ich in der einen
>Hand halte, die Länge vergleichbar mit der einer Longe (ca. 6m...jaja, ich
>habe auch Longen, die länger sind, es soll nur eine Art Vergleich sein).Dabei
>achte ich darauf, dass das Ende nicht säuberlich aufgewickelt ist,
>sondern lang herunterhängt, damit mein Pferd vorerst den Abstand zu mir selber
>aussuchen kann, ohne dass ich erst anfangen muss, abzuwickeln, und wieder
>aufzuwickeln.
Du bist Dir darueber klar, das diese Art der Arbeit aeusserst gefaehrlich ist?
Nicht fuer das Pferd, sondern fuer Dich. Longen werden aufgewickelt, damit der
Longierer nicht hineintritt.
Das ist im Uebrigen ein Problem, das mir bei vielen 'alternativen' Reitweisen
auffaellt - das mangelnde Sicherheitsbewusstsein. Sicher ist die FN-Lehre
manchmal uebertrieben (und erst recht die BHS) - aber fuer den Anfaenger ist es
besser, ZU vorsichtig zu sein, als nicht vorsichtig genug.
Catja
und der Count
>>du willst wissen, warum ein Pferd weichen soll? Vielleicht >>hätte ich es
besser formulieren sollen: Ein Pferd soll >>lernen, dem "Druck" zu weichen.
>Warum? Das das Pferd in der Herde Druck (Drohgebaerden etc) >ausweicht, ist ihm
mit der Muttermilch eingefloesst worden. >Lernen muss es das nicht mehr. Wenn >es
also Deinem Druck >nicht weicht, heisst es, das es Dich nicht versteht oder
>nicht ernst nimmt - mit mehr Druck wirst Du da eher weniger >Gehorsam erzeugen.
Nichts für ungut, Catje, aber ich habe den Eindruck, dass der, der mich falsch
verstehen will, dies auch tut. Meine erste Aussage war: Ein Pferd soll weichen.
Daraufhin meinte Anke „Warum“..nun, ich wollte ihr das „Warum“ erklären und
springe damit gleich in den nächsten Fettnapf. Also, der dritte Versuch: Ein
Pferd soll lernen, auf Kommando zu weichen, welches nicht von einem anderem Pferd
sondern von einem Menschen erteilt wird.
>>Wenn ich nicht alles falsch
>>verstanden habe, funktioniert das Reiten so, dass das Pferd >>dem Druck weicht.
>Einer von uns hat das falsch verstanden <g>
??? Bitte näher erklären.
>>Wie erreicht ein Reiter das Nachgeben im Genick? Er hält >>mit den Zügeln die
Verbindung zum Maul aufrecht (je nach >>Reitweise), die Zügel hängen nicht durch
und überspitzt >>ausgedrückt wird solange gewartet, bis das Pferd eine >>für
>>sein Maul angenehmere Position einnimmt, sprich: nachgibt. >>Im Idealfall geht
der Kopf nach unten und rollt sich >>nicht auf,aber...anderes Thema.Manchmal geht
er bei zu fest >>ausgeübten Druck auch nach oben, aber dagegen
>>gibt es ja Ausbinder, Martingall´s etc. pp.!Belohnung für´s >>Nachgeben: im
Maul tut es nicht mehr weh, solange diese >>Position eingehalten wird.
>Das ist aber eine unglaublich primitive Reitweise. Wenn's de >nicht das tust,
was ich moechte, tu ich Dir weh. Natuerlich >'geht' das - das Problem ist aber,
das ein Pferd, das aus >Angst vor Strafe reagiert, nie so willig mitarbeiten
>wird, wie eins, das freiwillig mitspielt. Pferde lernen >gerne - und wenn Du
ihnen das, was Du willst, richtig >servierst, so wird Dein Pferd sich nicht
wehren.
Das ist die Reitweise, die ich im Englisch-Unterricht gelernt habe und hat nicht
sehr viel mit dem zu tun, was ich nun mit meinen Pferden mache, wobei ich sagen
muss, dass ich meinem Pferd das Nachgeben beibringen musste. Leider habe ich noch
nicht das Glück gehabt, auf ein Pferd zu stossen, welches dies von Natur aus im
Blut hat.
>Das 'Nachgeben im Genick' erreiche ich, indem ich vermeide, >das das Pferd sich
festmacht - er nimmt die Haltung ein die >IHM am angenehmsten ist, die zufaellig
auch die von mir >Gewuenschte ist.
Beschreibe mir bitte, wie das praktisch aussieht.
>Wenn das Pferd sich hinter den Zuegel verkriecht, oder oben >rausdrueckt etc,
dann mache ich etwas falsch.
Habe ich jemals etwas anderes behauptet?
>>>Tja, bei meinen Pferden würde es schon Körperkontakt >>>brauchen, denn sie
sind nicht so leicht zu erschrecken... >>>(Das schrieb Anke)>>In meinen Augen hat
das nichts mit >>>erschrecken zu tun, denn wenn mein Pferd erschrickt, dreht
>>>es sich auf dem Absatz um und rennt davon. Diese >>Möglichkeit hätte er, denn
der Strick ist lang genugt.
>Das gilt aber nur fuer Pferde, die nicht davor Angst haben, >dass ihnen das
Weglaufen wehtun wird. Wenn ein Pferd mit >Druckhalftern
Ich benutze ein stinknormales Stallhalfter, weil ich zu faul bin, jedes Mal
extra mein Knotenhalfter aus der Utensilienbox zu wühlen...
>, schlecht verschnallten Ausbindern etc
Besitze ich gar nicht...dafür aber eine Teleskoppeitsche... aber, anderes Thema
>in Kontakt gekommen ist, ist die Angst vor dem >Schmerz >manchmal groesser, als
die Angst vor dem Was-auch-immer.
Schön, dass du das ansprichst: meinem Pferd erwarten am Ende des Strickes keine
Schmerzen, weil ich es nicht ruckhaft anhalte, sondern langsam immer mehr
zupacke, während das DICKE, RUNDGEWEBTE Seil – bevorzugt aus Baumwolle, durch
meine Finger gleitet, meine Hand schliesst sich LANGSAM, was einiger Übung
bedarf, weil wir als Raubtier immer schnell „zupacken“, denn die Beute könnte ja
entwischen... deshalb liegt der Strick bei DIESER Übung lang hinter mir auf dem
Boden. Wenn ich Longiere, habe ich die Longe durchaus aufgenommen und sie liegt
nicht am Boden...das ist aber eine andere Übung.
Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass ich nicht zu 100 Prozent nach PP
arbeite!!! Und Montey Roberts habe ich noch überhaupt nicht gelesen!!!
>>Meines Erachtens schädige ich das Selbstbewusstsein meines >>Pferdes
nicht,wenn ich ihm beibringe, auf Druck zu weichen.
>Es fragt sich aber, ob das sinnvoll ist. Schliesslich will >ich mein Pferd ja
auch noch putzen koennen, mich ihm auf der >Weide naehern koennen, etc. Er soll
nur auf ein bestimmtes >Zeichen weichen, nicht wenn er mich sieht.
Also, ich komme in den Stall, stelle mich bei guten Wetter an das Koppeltor und
rufe „Beeeeeeernhaaaaaard“, Kosename für „Tivio Baney Kaye“. Dieser reisst den
Kopf in die Höhe und kommt angallopiert wie ein Rennpferd... dabei bringt er den
Rest der Herde u. U. mit und ...blablabla...anderes Thema. Ich putze ihn, NICHT
ANGEBUNDEN und er läuft nicht weg, weil auch er mich inzwischen kennt und weiss,
wie es aussieht, wenn ich etwas will. Dann hole ich den Sattel und guck an, er
rennt immer noch nicht weg, auch wenn ich geradewegs von vorne auf ihn zugehe.
Dann noch das Bosal, Sidepull oder die Trense und los geht´s. Noch immer steht er
am gleichen Fleck. Mein Pferd hat gelernt, auf Kommandos zu reagieren und nicht
einfach vorwegzunehmen. Würde er davonlaufen, wenn ich mich ihm nähere dann
"sitzen, 6, Thema verfehlt!" (Dies galt für mich.)
>>Wie veranlasst du dein Pferd das zu tun, was du willst? >>Woher weiss es, wann
es vorwärts laufen soll,woher weiss >>es, wann es anzuhalten hat?
>Indem ich es ihm in seiner Sprache klarmache.
Und kannst du beschreiben, wie diese Sprache im Klartext aussieht? Was „sagst
Du“, wenn du losgehen möchtest oder anhalten willst?
>>Läßt man ihm, dem Pferd, die Wahl,so würde es ebenfalls >>austesten, wie weit
es gehen kann, damit ich weiche. Mein >>Selbstbewusstsein hätte dann in der Tat
einen Knacks weg.
>Es liegt in der Natur des Pferdes, sich einen Anfuehrer zu >suchen. Wenn Du ihm
Keinen bietests, muss es die Oberhand an >sich ziehen - aber IME sind die Meisten
Pferde gluecklicher, >wenn sie nicht die gesamte Last tragen.
Genau das habe ich bereits geschrieben, du kannst es in „...nur für Uwe...“
nachlesen. Und wer führt an? Der, der dominanter ist. Wie „teste“ ich, ob ich der
Chef bin?
>>Zur Übung selber:
>>Mein Pferd ist an einem langen Strick festgemacht, welchen ich in der einen
Hand halte, die Länge vergleichbar mit der >>einer Longe (ca. 6m...jaja, ich habe
auch Longen, die >>länger sind, es soll nur eine Art Vergleich sein).Dabei
>>achte ich darauf, dass das Ende nicht säuberlich >>aufgewickelt ist, sondern
lang herunterhängt, damit mein >>Pferd vorerst den Abstand zu mir selber
aussuchen kann, >>ohne dass ich erst anfangen muss, abzuwickeln, und wieder
>>aufzuwickeln.
>Du bist Dir darueber klar, das diese Art der Arbeit >aeusserst gefaehrlich ist?
Nicht fuer das Pferd, sondern >fuer Dich. Longen werden aufgewickelt, damit der
>Longierer nicht hineintritt.
Anmerkung siehe oben...
>Das ist im Uebrigen ein Problem, das mir bei vielen >'alternativen' Reitweisen
auffaellt - das mangelnde >Sicherheitsbewusstsein.
Wenn Du so willst, ist die Englische Reitweise ebenfalls eine "alternative",
ursprünglich dazu gedacht, Soldaten möglichst schnell sattelfest zu machen.
>Sicher ist die FN-Lehre manchmal uebertrieben (und erst >recht die BHS) - aber
fuer den Anfaenger ist es besser, ZU >vorsichtig zu sein, als nicht vorsichtig
genug.
Deine Meinung und der stimme ich sogar fast zu. Jemand, der niemals mehrere
Kurse besucht hat, sich ein eigenes Bild machen konnte (nochmals der Hinweis,
„ICH REDE HIER NICHT AUSSCHLIESSLICH VON PP UND ANDEREN GURUS“) und für sich
alleine versucht, nach einem Buch zu arbeiten, welches immer nur Bruchstücke
einer Lektion beinhaltet und die Individualität eines Pferdes niemals ganz
berücksichtigen kann, lebt in der Tat gefährlich. Er weiss manchmal nicht weiter,
hat keine Hilfestellung und kann seinem Pferd mit den Übungen mehr schaden, als
nutzen. ABER: In einer dieser FN-Reitstunden wurde ich als Kind auf ein Pferd
gesetzt, welches vom Reitlehrer selbst kaum zu kontrollieren war. Es handelte
sich um einen FN-Betrieb...ich landete mit dem Kopf vor der Wand...soviel zum
Thema Gefahr. Die kann dir überall begegnen und sich nicht nur an Gurus
festmachen. Damit will ich nicht die FN in den Schmutz ziehen, sondern nur ein
Gegenbeispiel liefern.
>Catja
>und der Count
Nicole und der Bernhard.
>Also, der dritte Versuch: Ein Pferd soll lernen, auf Kommando zu weichen,
>welches nicht von einem anderem Pferd sondern von einem Menschen erteilt wird.
Ich habe Dich schon verstanden. Ich stehe jedoch auf dem Standpunkt, das es
normal fuer ein Pferd ist, einem ranghoeheren Herdenmitglied zu weichen, also
muss der Mensch 'nur' lernen, sich dem Pferd gegenueber als ranghoeher zu
praesentieren.
>>>Wenn ich nicht alles falsch verstanden habe, funktioniert das Reiten so,
>>>dass das Pferd dem Druck weicht.
>
>>Einer von uns hat das falsch verstanden <g>
>
>??? Bitte näher erklären.
Ich bin der Meinung, das dem absolut nicht so ist. Es kann nur einen geben, der
recht hat.
>>>Wie erreicht ein Reiter das Nachgeben im Genick? Er hält mit den Zügeln die
>>>Verbindung zum Maul aufrecht (je nach Reitweise), die Zügel hängen nicht
>>>durch und überspitzt ausgedrückt wird solange gewartet, bis das Pferd eine
>>>für sein Maul angenehmere Position einnimmt, sprich: nachgibt.
<snip>
>>Das ist aber eine unglaublich primitive Reitweise. Wenn's de nicht das tust,
>>was ich moechte, tu ich Dir weh. Natuerlich 'geht' das - das Problem ist
>>aber, das ein Pferd, das aus Angst vor Strafe reagiert, nie so willig
>>mitarbeiten wird, wie eins, das freiwillig mitspielt.
>Das ist die Reitweise, die ich im Englisch-Unterricht gelernt habe und hat
>nicht sehr viel mit dem zu tun, was ich nun mit meinen Pferden mache,
Dann hat der Unterricht, auf gut Deutsch gesagt, nicht viel getaugt. Ich habe
auch 'Englisch' (=Dressur) Unterricht genommen, und meine Reitlehrer haetten
mich vom Pferd geholt.
>wobei ich sagen muss, dass ich meinem Pferd das Nachgeben beibringen musste.
>Leider habe ich noch nicht das Glück gehabt, auf ein Pferd zu stossen, welches
>dies von Natur aus im Blut hat.
Verspannungen im Genick sind immer ein Ausdruck von Verspannungen anderswo im
Koerper. Der Trick liegt einfach darin, von vorneherein diese Verspannungen
nicht zu erzeugen- also mit der Hand zwar das Gebiss fuehlen, aber immer der
Bewegung folgen. Momentanes Annehmen des Zuegels als Hilfe ist OK, aber es muss
immer von einem sofortigen Nachgeben gefolgt sein, und nie darf die Hand
durchhalten und warten, bis das Pferd nachgibt.
>>Das 'Nachgeben im Genick' erreiche ich, indem ich vermeide, das das Pferd
>>sich festmacht - er nimmt die Haltung ein die IHM am angenehmsten ist, die
>>zufaellig auch die von mir Gewuenschte ist.
>
>Beschreibe mir bitte, wie das praktisch aussieht.
Das Pferd vorwaerts-abwaerts loesen, um saemtliche Spannungen im Ruecken
abzubauen, wobei der Kontakt nicht aufgegeben wird. In dieser Phase bringst Du
dem Pferd bei, sich auf Deine Schenkelhilfe him mit aktivem Hinterbein ueber
die Oberlinie an den Zuegel heranzudehnen. Sobald das Pferd genug Kraft hat,
sich 'in Haltung' zu begeben, wird es das meist auch tun, ansonsten muss der
Reiter etwas tiefer einsitzen, und die Bauchmuskulatur anspannen. Lektionen wie
Zirkel und Schulterherein sind hier oft hilfreich.
>>Wenn das Pferd sich hinter den Zuegel verkriecht, oder oben rausdrueckt etc,
>>dann mache ich etwas falsch.
>
>Habe ich jemals etwas anderes behauptet?
"Im Idealfall geht der Kopf nach unten und rollt sich nicht auf,aber...anderes
Thema. Manchmal geht er bei zu fest ausgeübten Druck auch nach oben, aber
dagegen gibt es ja Ausbinder, Martingall´s etc. pp.!"
Das klingt doch nach einer Methode mit einem grossen Spielraum fuer Probleme.
Das groesste sehe ich darin, das das Pferd sobald der Druck fehlt, sich wieder
in eine andere Haltung begeben wird. Und damit war das ganze ja wohl fuer die
Katz.
>Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass ich nicht zu 100 Prozent nach PP
>arbeite!!! Und Montey Roberts habe ich noch überhaupt nicht gelesen!!!
Lass es bleiben. Viel Selbstdarstellung, wenig Pferdeverstand. Da ist
Hempfling, bei allen Problemen, wesentlich sinnvoller.
>>>Wie veranlasst du dein Pferd das zu tun, was du willst? Woher weiss es,
>>>wann es vorwärts laufen soll,woher weiss >>es, wann es anzuhalten hat?
>
>>Indem ich es ihm in seiner Sprache klarmache.
>Und kannst du beschreiben, wie diese Sprache im Klartext aussieht? Was „sagst
>Du“, wenn du losgehen möchtest oder anhalten willst?
Koerpersprache. Hier hat Hempfling das eigentlich gar nicht schlecht
beschrieben. Spaeter kann man das dann mit anderen Kommandos verbinden, aber am
Boden ist es immer noch am einfachsten, auf das Pferd zu oder von ihm
wegzugehen...
>Und wer führt an? Der, der dominanter ist. Wie „teste“ ich, ob ich der Chef
>bin?
Gar nicht. Ich *bin* der Chef, und mit dem Selbsbewusstsein handhabe ich das
Pferd. Das ist in meinem Kopf gar nichts, was in Frage zu stellen waere.
Deshalb lese ich auch nicht jedes kleine Zeichen als 'Auflehnung' - der kann
mir ja gar nichts anhaben, ich stehe ja weit ueber ihm!
>>Du bist Dir darueber klar, das diese Art der Arbeit >aeusserst gefaehrlich
>>ist?
>>Nicht fuer das Pferd, sondern fuer Dich. Longen werden aufgewickelt, damit
>>der Longierer nicht hineintritt.
>
>Anmerkung siehe oben...
Mir ist die Erklaerung dahinter ziemlich egal - auf dem Boden liegende
Stricke/Longen sind gefaehrlich, Punkt aus.
>>Das ist im Uebrigen ein Problem, das mir bei vielen 'alternativen' Reitweisen
>>auffaellt - das mangelnde Sicherheitsbewusstsein.
>
>Wenn Du so willst, ist die Englische Reitweise ebenfalls eine "alternative",
>ursprünglich dazu gedacht, Soldaten möglichst schnell sattelfest zu machen.
Ach ja, wirklich? Das mag fuer die Campagneschule gelten, aber GERADE beim
Militaer war man darauf bedacht, das Material zu schonen!
>>Sicher ist die FN-Lehre manchmal uebertrieben (und erst recht die BHS) -
>>aber fuer den Anfaenger ist es besser, ZU vorsichtig zu sein, als nicht
>>vorsichtig genug.
>
>Deine Meinung und der stimme ich sogar fast zu. Jemand, der niemals mehrere
>Kurse besucht hat, sich ein eigenes Bild machen konnte (nochmals der Hinweis,
>„ICH REDE HIER NICHT AUSSCHLIESSLICH VON PP UND ANDEREN GURUS“) und für sich
>alleine versucht, nach einem Buch zu arbeiten, welches immer nur Bruchstücke
>einer Lektion beinhaltet und die Individualität eines Pferdes niemals ganz
>berücksichtigen kann, lebt in der Tat gefährlich. Er weiss manchmal nicht
>weiter, hat keine Hilfestellung und kann seinem Pferd mit den Übungen mehr
>schaden, als nutzen.
Reiten (und den Umgang auch) lernt man nicht aus Buechern.
ABER: In einer dieser FN-Reitstunden wurde ich als Kind auf ein Pferd
>gesetzt, welches vom Reitlehrer selbst kaum zu kontrollieren war. Es handelte
>sich um einen FN-Betrieb...ich landete mit dem Kopf vor der Wand...soviel zum
>Thema Gefahr. Die kann dir überall begegnen und sich nicht nur an Gurus
>festmachen. Damit will ich nicht die FN in den Schmutz ziehen, sondern nur ein
>Gegenbeispiel liefern.
Idioten gibt es leider ueberall. Sicher ist bei der FN nicht alles priiima, und
bei nichtgeprueften Reitlehrern alles pfui. Dennoch meine ich, wer sich an die
Lehre haelt *so wie sie gelehrt werden sollte* wird eine solide Grundausbildung
bekommen. Leider ist die Praxis nicht immer damit konform.
Catja
und der Count
>>In meinen Augen hat das nichts mit erschrecken zu tun, denn wenn mein Pferd
>>erschrickt, dreht es sich auf dem Absatz um und rennt davon. Diese
>Möglichkeit
>>hätte er, denn der Strick ist lang genugt.
>
>Das gilt aber nur fuer Pferde, die nicht davor Angst haben, dass ihnen das
>Weglaufen wehtun wird. Wenn ein Pferd mit Druckhalftern, schlecht
>verschnallten
>Ausbindern etc in Kontakt gekommen ist, ist die Angst vor dem Schmerz
>manchmal
>groesser, als die Angst vor dem Was-auch-immer.
Und das ist besonders gefaehrlich (wobei diese Situation jetzt *nicht* Nicole
unterstelle, aber es gibt leider auch solche Faelle), denn wenn das Pferd sich
die ganze Zeit unter Spannung befindet, weil es nicht weiss, wohin mit seiner
Angst, dann wird es irgendwann wohl "explodieren", wenn es nicht vollkommen
abstumpft und apatisch wird.
Wie heisst es so schoen, Druck erzeugt Gegendruck... Ist auch was wahres dran.
>>Wie veranlasst du dein Pferd das zu tun, was du willst? Woher weiss es, wann
>
>>es vorwärts laufen soll,woher weiss es, wann es anzuhalten hat?
>
>Indem ich es ihm in seiner Sprache klarmache.
Naja, zum Teil sind es auch Hilfen, die von beiden Seiten erst erlernt werden.
Und natuerlich muss das Pferd auch bereit sein, sich von dir etwas "sagen" zu
lassen.
>Es liegt in der Natur des Pferdes, sich einen Anfuehrer zu suchen. Wenn Du
>ihm
>keinen bietests, muss es die Oberhand an sich ziehen - aber IME sind die
>meisten Pferde gluecklicher, wenn sie nicht die gesamte Last tragen.
Das kommt ganz aufs Pferd an. Die meisten Hengste z.B. waeren sicher gerne
absolut Ranghoechster. Das duerfte dann fuer den Menschen aber wohl nicht so
angenehm werden... ;-)
>>Dabei
>>achte ich darauf, dass das Ende nicht säuberlich aufgewickelt ist,
>>sondern lang herunterhängt, damit mein Pferd vorerst den Abstand zu mir
>selber
>>aussuchen kann, ohne dass ich erst anfangen muss, abzuwickeln, und wieder
>>aufzuwickeln.
>
>Du bist Dir darueber klar, das diese Art der Arbeit aeusserst gefaehrlich
>ist?
>Nicht fuer das Pferd, sondern fuer Dich. Longen werden aufgewickelt, damit
>der
>Longierer nicht hineintritt.
Und das Pferd auch nicht. Denn wenn das Pferd sich mal unkontrolliert bewegt,
was besonders am Anfang durchaus mal vorkommen kann, wird es einen
schmerzhaften Ruck am Halfter erleben, falls es auf den Strick tritt.
Prinzipiell halte ich ein Ausweichtraining aber gar nicht mal fuer so verkehrt.
Gruesse
Vanessa
mein Pferd ist nicht verspannt.
>Verspannungen im Genick sind immer ein Ausdruck von Verspannungen anderswo im
>Koerper. Der Trick liegt einfach darin, von vorneherein diese Verspannungen
>nicht zu erzeugen- also mit der Hand zwar das Gebiss fuehlen, aber immer der
>Bewegung folgen.
Siehst Du, das ist etwas, was ich nicht möchte... und zwar dauerhaften Kontakt
zum Pferdmaul. Mein Pferd soll lernen, sich selbst zu tragen und nicht meine
Zügel als "Gleichgewichtsverstärkung" nutzen.
> Momentanes Annehmen des Zuegels als Hilfe ist OK, aber es muss
>immer von einem sofortigen Nachgeben gefolgt sein, und nie darf die Hand
>durchhalten und warten, bis das Pferd nachgibt.
Dies setzte ich voraus, als ich davon schrieb...denn wenn das Pferd nachgibt,
muss ich es auch tun...ich dachte, dass sei klar...
>>>Das 'Nachgeben im Genick' erreiche ich, indem ich vermeide, das das Pferd
>>>sich festmacht - er nimmt die Haltung ein die IHM am angenehmsten ist, die
>>>zufaellig auch die von mir Gewuenschte ist.
>>
>>Beschreibe mir bitte, wie das praktisch aussieht.
>Das Pferd vorwaerts-abwaerts loesen, um saemtliche Spannungen im Ruecken
>abzubauen, wobei der Kontakt nicht aufgegeben wird. In dieser Phase bringst Du
>dem Pferd bei, sich auf Deine Schenkelhilfe him mit aktivem Hinterbein ueber
>die Oberlinie an den Zuegel heranzudehnen. Sobald das Pferd genug Kraft hat,
>sich 'in Haltung' zu begeben, wird es das meist auch tun, ansonsten muss der
>Reiter etwas tiefer einsitzen, und die Bauchmuskulatur anspannen. Lektionen wie
>Zirkel und Schulterherein sind hier oft hilfreich.
Übe ich im Moment vom Boden aus...
>>>Wenn das Pferd sich hinter den Zuegel verkriecht, oder oben rausdrueckt etc,
>>>dann mache ich etwas falsch.
>>
>>Habe ich jemals etwas anderes behauptet?
>
>"Im Idealfall geht der Kopf nach unten und rollt sich nicht auf,aber...anderes
>Thema. Manchmal geht er bei zu fest ausgeübten Druck auch nach oben, aber
>dagegen gibt es ja Ausbinder, Martingall´s etc. pp.!"
Das war IRONIE!!! Ich dachte, dass könnte man erkennen.
>Das klingt doch nach einer Methode mit einem grossen Spielraum fuer Probleme.
>Das groesste sehe ich darin, das das Pferd sobald der Druck fehlt, sich wieder
>in eine andere Haltung begeben wird. Und damit war das ganze ja wohl fuer die
>Katz.
Genau dem ist nicht so, mein Pferd lernt, solange etwas zu tun, bis ich etwas
anderes verlange. Ich betone: es lernt...dazu braucht es eine lange Zeit.
>>Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass ich nicht zu 100 Prozent nach PP
>>arbeite!!! Und Montey Roberts habe ich noch überhaupt nicht gelesen!!!
>
>Lass es bleiben. Viel Selbstdarstellung, wenig Pferdeverstand. Da ist
>Hempfling, bei allen Problemen, wesentlich sinnvoller.
Ich habe Buchkritiken über Roberts gelesen... da kam er auch nicht so gut weg...
mal schauen...
>>>>Wie veranlasst du dein Pferd das zu tun, was du willst? Woher weiss es,
>>>>wann es vorwärts laufen soll,woher weiss >>es, wann es anzuhalten hat?
>>
>>>Indem ich es ihm in seiner Sprache klarmache.
>
>>Und kannst du beschreiben, wie diese Sprache im Klartext aussieht? Was „sagst
>>Du“, wenn du losgehen möchtest oder anhalten willst?
>Koerpersprache. Hier hat Hempfling das eigentlich gar nicht schlecht
>beschrieben. Spaeter kann man das dann mit anderen Kommandos verbinden, aber am
>Boden ist es immer noch am einfachsten, auf das Pferd zu oder von ihm
>wegzugehen...
Willst Du mir weis machen, dass du nur bestimmte Körperhaltungen einzunehmen
brauchst und schon weiss dein Pferd, was es tun soll? Musstest du mit ihm keine
Vokabeln vorher üben? Hat es bei der ersten Übung begriffen, was es soll?
>>Und wer führt an? Der, der dominanter ist. Wie „teste“ ich, ob ich der Chef
>>bin?
>
>Gar nicht. Ich *bin* der Chef, und mit dem Selbsbewusstsein handhabe ich das
>Pferd. Das ist in meinem Kopf gar nichts, was in Frage zu stellen waere.
>Deshalb lese ich auch nicht jedes kleine Zeichen als 'Auflehnung' - der kann
>mir ja gar nichts anhaben, ich stehe ja weit ueber ihm!
Das finde ich jetzt aber gefährlich. Gefährlich für die, die das lesen und nun
denken, ich ignoriere alle Arten der Auflehnung und dann bin ich der Chef....UWE..
BITTE NICHT NACHMACHEN. Aber ich weiss was du meinst, Catja, ich verfahre so
ähnlich, lasse es manchmal aber doch drauf ankommen.
>>>Du bist Dir darueber klar, das diese Art der Arbeit >aeusserst gefaehrlich
>>>ist?
>>>Nicht fuer das Pferd, sondern fuer Dich. Longen werden aufgewickelt, damit
>>>der Longierer nicht hineintritt.
>>
>>Anmerkung siehe oben...
>
>Mir ist die Erklaerung dahinter ziemlich egal - auf dem Boden liegende
>Stricke/Longen sind gefaehrlich, Punkt aus.
Wenn du meinst. Hast du meinen Strick schonmal gesehen? Wenn mein Pferd 4 Meter
von mir entfernt ist, ist davon nicht mehr viel übrig. Und wenn jetzt der Einwand
kommt, dass es dann nicht mehr weit fliehen kann, bin ich beleidigt!!! Bei ihm
weiss ich sicher, dass er vor mir keine Angst hat.
>>>Das ist im Uebrigen ein Problem, das mir bei vielen 'alternativen' Reitweisen
>>>auffaellt - das mangelnde Sicherheitsbewusstsein.
>>
>>Wenn Du so willst, ist die Englische Reitweise ebenfalls eine "alternative",
>>ursprünglich dazu gedacht, Soldaten möglichst schnell sattelfest zu machen.
>
>Ach ja, wirklich? Das mag fuer die Campagneschule gelten, aber GERADE beim
>Militaer war man darauf bedacht, das Material zu schonen!
Nicht wenn man schnell und kurzfristig in den Krieg ziehen muss...
>>>Sicher ist die FN-Lehre manchmal uebertrieben (und erst recht die BHS) -
>>>aber fuer den Anfaenger ist es besser, ZU vorsichtig zu sein, als nicht
>>>vorsichtig genug.
>>
>>Deine Meinung und der stimme ich sogar fast zu. Jemand, der niemals mehrere
>>Kurse besucht hat, sich ein eigenes Bild machen konnte (nochmals der Hinweis,
>>„ICH REDE HIER NICHT AUSSCHLIESSLICH VON PP UND ANDEREN GURUS“) und für sich
>>alleine versucht, nach einem Buch zu arbeiten, welches immer nur Bruchstücke
>>einer Lektion beinhaltet und die Individualität eines Pferdes niemals ganz
>>berücksichtigen kann, lebt in der Tat gefährlich. Er weiss manchmal nicht
>>weiter, hat keine Hilfestellung und kann seinem Pferd mit den Übungen mehr
>>schaden, als nutzen.
>
>Reiten (und den Umgang auch) lernt man nicht aus Buechern.
Ja, das wollte ich damit sagen, siehst du, schon wieder eine gleiche Meinung.
>Idioten gibt es leider ueberall. Sicher ist bei der FN nicht alles priiima,
und
>bei nichtgeprueften Reitlehrern alles pfui. Dennoch meine ich, wer sich an die
>Lehre haelt *so wie sie gelehrt werden sollte* wird eine solide Grundausbildung
>bekommen. Leider ist die Praxis nicht immer damit konform.
Genau. Wünsche dir noch einen schönen Tag, düse nun zur Arbeit.
Nicole
was, bitte wäre da so schlimm daran???? Schade daß Du Dir so eine Mühe und auch
noch Sorgen um diese verdrehte Kreatur von Sackhüpfer machst...
Wäre doch ein schöner Tod für ihn- und endlich Freiheit für uns von seinen
sexuellen Hirnblähungen.
Tina
Dafür in regelmäßigen Abständen die beschi....ollen Kamellen zu 100000 mal. und
jedes mal wirds schlimmer...
>Unter den FN Leuten gibts nun mal massig Pappnasen .
>Kann ich auch nicht ändern...
gottseidank kannst Du gar nichts ändern, denn du schaffst es nichtmal dich
selber zu ändern.
>alle artgerecht gehalten und behandelt werden...hier wo ich war hat es
>mir nie 100 % gefallen.
...oder DU den anderen nicht??? Verständlich...Würde auch ausrasten, wenn so
ein Irrer wie Du meine Stute mit der Faust fick... würde und am Ende noch
sein.... reinhängt... Pfuiteufel!
>Spielverhalten ist auch nicht mit Paarungsverhalten identisch.
>
und wieder sieht man wie verhaltensgestört du einfach bist, du supertoller zoo.
Tina
ts ts ts ts ts ts....
geht das auch etwas weniger agressiv ?
Musst ja nicht gleich auf's tiefe Niveau gehen.
Gruss Axel
>>Also, der dritte Versuch: Ein Pferd soll lernen, auf Kommando zu weichen,
>>welches nicht von einem anderem Pferd sondern von einem Menschen erteilt
>wird.
>
>Ich habe Dich schon verstanden. Ich stehe jedoch auf dem Standpunkt, das es
>normal fuer ein Pferd ist, einem ranghoeheren Herdenmitglied zu weichen, also
>muss der Mensch 'nur' lernen, sich dem Pferd gegenueber als ranghoeher zu
>praesentieren.
Das sehe ich ein bisschen anders. Der Mensch kann die Sprache der Pferde nicht
100% uebernehmen, weil er ganz einfach keins ist. Deshalb muss die
Kommunikation zwischen beiden zunaechst eingeuebt werden. Da stimme ich mit
Nicole ueberein.
>>wobei ich sagen muss, dass ich meinem Pferd das Nachgeben beibringen musste.
>
>>Leider habe ich noch nicht das Glück gehabt, auf ein Pferd zu stossen,
>welches
>>dies von Natur aus im Blut hat.
Kein Pferd hat das Geritten-Werden im Blut. Allerdings sind einige aufgrund von
Koerperbau, Psyche etc. talentierter als andere.
>Momentanes Annehmen des Zuegels als Hilfe ist OK, aber es
>muss
>immer von einem sofortigen Nachgeben gefolgt sein, und nie darf die Hand
>durchhalten und warten, bis das Pferd nachgibt.
Durchhaltende Zuegelhilfen sind aber durchaus Bestandteil der Dressurreiterei
und haben als solche auch ihren Sinn und Zweck, wobei sie keinesfalls
automatisch Verspannungen ausloesen.
>Das Pferd vorwaerts-abwaerts loesen, um saemtliche Spannungen im Ruecken
>abzubauen, wobei der Kontakt nicht aufgegeben wird. In dieser Phase bringst
>Du
>dem Pferd bei, sich auf Deine Schenkelhilfe him mit aktivem Hinterbein ueber
>die Oberlinie an den Zuegel heranzudehnen. Sobald das Pferd genug Kraft hat,
>sich 'in Haltung' zu begeben, wird es das meist auch tun, ansonsten muss der
>Reiter etwas tiefer einsitzen, und die Bauchmuskulatur anspannen. Lektionen
>wie
>Zirkel und Schulterherein sind hier oft hilfreich.
Auch auf die Gefahr hin mich zu wiederholen:
Schulterherein ist *keine* loesende Lektion. Sie kann erst gefordert werden,
wenn das Pferd schon erste Versammlung zeigt, da die Versammlung ein
wesentlicher Bestandteil dieser Lektion ist.
Ich habe das an anderer Stelle schon ausgefuehrt, worauf du nicht mehr
geantwortet hast.
Aber du braeuchtest eigentlich auch nur einen Blick in die Richtlinien zu
werfen, da wuerdest du das gleiche finden.
>>Und wer führt an? Der, der dominanter ist. Wie „teste“ ich, ob ich der
Chef
>>bin?
>
>Gar nicht. Ich *bin* der Chef, und mit dem Selbsbewusstsein handhabe ich das
>Pferd. Das ist in meinem Kopf gar nichts, was in Frage zu stellen waere.
Trotzdem kann man die Dominanz auch immer wieder festigen. Das ist in jedem
Fall sicherer, als sich moeglicherweise zu taeuschen. (was jetzt nicht auf dich
bezogen war, aber sicher durchaus moeglich ist.) Ein Pferd lernt nun mal nicht
durchs nachdenken, sondern nur durch Wiederholungen. Und ein gelegentliches
Auffrischen kann dann eigentlich nicht verkehrt sein.
>>Wenn Du so willst, ist die Englische Reitweise ebenfalls eine "alternative",
>
>>ursprünglich dazu gedacht, Soldaten möglichst schnell sattelfest zu machen.
>
>Ach ja, wirklich? Das mag fuer die Campagneschule gelten, aber GERADE beim
>Militaer war man darauf bedacht, das Material zu schonen!
Richtig ist aber auch, dass vom Militaer fuer die Rekruten vieles vereinfacht
wurde. Beispiel:
Was verstehen wir heute noch unter einer halben Parade? Und was war damit
urspruenglich gemeint? Richtig: Fuer die Soldaten hat man die komplizierten
Dinge mal galant vereinfacht.
>Reiten (und den Umgang auch) lernt man nicht aus Buechern.
Aber Theorie kann durchaus hilfreich sein, um die Zusammenhaenge zu begreifen.
>Idioten gibt es leider ueberall. Sicher ist bei der FN nicht alles priiima,
>und
>bei nichtgeprueften Reitlehrern alles pfui. Dennoch meine ich, wer sich an
>die
>Lehre haelt *so wie sie gelehrt werden sollte* wird eine solide
>Grundausbildung
>bekommen. Leider ist die Praxis nicht immer damit konform.
Das stimmt leider. Eine Lehre, die nicht missverstanden oder missbraucht werden
kann, wurde leider noch nicht erfunden.
Gruesse
Vanessa
Im Artikel <38a3...@netnews.web.de>, "Barby Kaye" <naf...@t-online.de>
schreibt:
>Siehst Du, das ist etwas, was ich nicht möchte... und zwar dauerhaften
>Kontakt
>zum Pferdmaul. Mein Pferd soll lernen, sich selbst zu tragen und nicht meine
>Zügel als "Gleichgewichtsverstärkung" nutzen.
Naja, gerade dadurch, dass der Reiter permanent Kontakt zum Pferdemaul hat,
werden besonders feine Zuegelhilfen ermoeglicht. Und das der Zuegel als
"5.Bein" missbraucht wird, ist ja auch keinesfalls angestrebt. Auch ein
Dressurpferd, das gelernt hat eine Anlehnung zu erreichen, traegt sich selbst,
wenn es richtig ausgebildet wurde und geritten wird.
>Wenn du meinst. Hast du meinen Strick schonmal gesehen? Wenn mein Pferd 4
>Meter
>von mir entfernt ist, ist davon nicht mehr viel übrig. Und wenn jetzt der
>Einwand
>kommt, dass es dann nicht mehr weit fliehen kann, bin ich beleidigt!!! Bei
>ihm
>weiss ich sicher, dass er vor mir keine Angst hat.
Was waere eigentlich so schlimm daran, den Strick aufzunehmen? Bei einem
"Fluchtversuch" koenntest du ihn doch immer noch durchrutschen lassen.
>>Ach ja, wirklich? Das mag fuer die Campagneschule gelten, aber GERADE beim
>>Militaer war man darauf bedacht, das Material zu schonen!
>
>Nicht wenn man schnell und kurzfristig in den Krieg ziehen muss...
Selbst im Krieg war ein Pferd noch immer wesentlich mehr wert als ein Soldat.
Die Pferde bekamen immer was zu beissen, der einfache Soldat hatte auch schon
mal Hunger. Und so weiter.
Im Uebrigen waren die Kavalleristen haeufig schon vorher jahrelang ausgebildet.
Es gab wesentlich weniger Pferdematerial als Soldaten. Die Soldaten, die keine
Ahnung von Pferd und Reiterei hatten, wurden eher fuer andere Bereiche
gebraucht.
Es sind zum Beispiel Soldaten herbe bestraft worden, wenn ein Pferd auch nur
nicht vernuenftig geputzt war.
Gruesse
Vanessa
Hallo!
Ich moechte hier nochmal, ohne jetzt in die Diskussion direkt einsteigen
zu wollen, aufuehren, was mich an der freien und "dominierenden" Art der
Bodenarbeit bzw. des Umgangs stoert.
1. und gravierendster Punkt: In allen Lehren, die mir zu diesem Thema
bisher untergekommen sind, wird der Standpunkt des Pferdes allzusehr
uebersehen. Es wird selten oder nie die Frage danach gestellt, inwieweit
das Pferd die Anforderung, die ich stelle, verstanden hat bzw. in der
Lage ist (seelisch und/oder koerperlich) diese zu erfuellen.
Wenn das Pferd die Anforderung nicht erfuellt, wird gewoehnlich einfach
der Druck so lange verstaerkt, bis es das tut - oder im Zweifelsfall
ausrastet. Die Faehigkeit, meine Wuensche zu erfuellen, schwankt aber
nicht nur von Pferd zu Pferd, sondern bei einem Pferd auch von Tag zu
Tag, kann sogar von Minute zu Minute schwanken.
Das kann im Extremfall, bei einem jungen oder falsch ausgebildeten
Pferd, oder einem mit koerperlichem Schaden, innerhalb von fuenf Minuten
von "gerade ging es noch ganz leicht" bis zu "jetzt ist es absolut
unmoeglich" schwanken.
Das zu erkennen ist aber schon fuer einen erfahrenen Menschen manchmal
schwer - fuer den "Anfaenger" in dieser Sache bestehen mannigfaltige
Fehlermoeglichkeiten.
Das impliziert, dass man auch mal zurueckschrauben oder nachgeben
koennen muss - aber eben im richtigen Moment.
Wenn man das nicht tut, begeht man eben schnell eine Ungerechtigkeit an
der Psyche des Pferdes. Passieren diese haeufig, wird das Pferd sich
nicht mehr trauen, seinen Gefuehlen nachzugeben, weil es in ein Korsett
von Verboten eingezwaengt ist. Das heisst, ein Pferd kann Angst,
Unsicherheit oder Aggressionen fuehlen, aber ihnen keinen Ausdruck
geben. Aufgestaute (nicht-ausgelebte) Gefuehle aber verschwinden nicht,
sondern summieren sich, bis der Druck so gross wird, dass der Damm der
Verbote nicht mehr haelt. Die Sache wird damit gefaehrlich, denn erst
merkt man ja wenig, und dann ist es schon passiert und man wacht im
Krankenhaus wieder auf...
Das ist jetzt natuerlich etwas ueberzeichnet, aber ich habe durchaus
schon Pferde gesehen, die mit dominierenden Methoden so weit gebracht
wurden - ich jedenfalls haette diese Pferde nie und nimmer geritten,
dafuer ist mir mein bisschen Leben viel zu lieb gewesen.
Gut, das ist gewiss nicht der verantwortliche Umgang damit, und dies
Horror-Szenario muss sich ja auch nicht erfuellen.
Was aber bleibt, ist, dass die mangelnde Frage nach dem, was das Pferd
sich dabei denkt, einen dazu verfuehrt, solche Fehler zu begehen oder
die "unwilligen" Pferde abzuqualifizieren - und das ist ein grosser
Kritikpunkt.
Viele, die ich kenne und die so arbeiten, kommen aus "gesundem
Pferdeverstand" von selber darauf, das etwas nicht stimmt, wenn es nicht
klappt - aber eben nicht jede/r.
Nicole, was waere denn, wenn Du Dein unangebundenes Pferd sattelst und
es galoppiert ein Haufen andere Pferde vorbei, oder zwei entlaufene
Schaeferhunde rasen auf der Spur einer Katze vor seinen Beinen herum?
Muesste er dann auch stehenbleiben?
Meine Pferde sind deshalb beim Putzen und Satteln angebunden - sie haben
damit eine sehr "begrenzte Freiheit", aber wenn eben Nachbars Hund um
die Ecke gesaust kommt, koennen und duerfen sich sich rumdrehen und
gucken, ja, ich wuerde sie dann sogar eventuell losmachen (aber am
Strick halten), damit sie ihrer Erregung kurz in ein paar Schritten und
einem Schnauben Luft machen koennen.
Wenn ich ein junges Pferd unterrichte, und es kommen andere Reiter
vorbei, werde ich es nicht zwingen, jetzt und hier stehenzubleiben,
*wenn sein Erregungspegel es nicht zulaesst*, sondern weitergehen lassen
und mit Zirkeln oder aehnlichem beschaeftigen.
2. Kritikpunkt: "ich kann mein Pferd auch am durchhaengenden Strick und
ohne Hilfsmittel gymnastizieren".
Moeglicherweise habe ich ja selber einfach kein Talent fuer sowas - oder
meine Pferde sind die falschen - oder alle, die ich kenne, machen es
falsch.
Bisher jedenfalls habe ich lediglich beobachten koenen, dass alle
Pferde, die diese Arbeit gemacht haben, in ihrer natuerlichen Haltung
gegangen sind, sich allenfalls im Hals gebogen haben, aber nicht im
Koerper, und die Versammlung (wenn man sowas aehnliches sehen konnte)
eher eine Verspannung war. Ich habe noch niemanden gesehen, der es
geschafft haette, bei einem nicht natuerlich veranlagten, geschweige
denn einem "falsch" bemuskelten Pferd eine Dehnungshaltung oder eine
echte Biegung oder Versammlung zu erreichen. Ebenso ist mir anscheinend
entgangen, wie man ein dann gedehntes Pferd zu kadenzierten, taktreinen
Schritten bekommen kann - ich bin ja nicht mal bis zur Dehnung gekommen.
Meine Erfahrung mit dem Versuch von Schulterherein mittels Strick und
Halfter oder Halfter und Gerte hat mangels aeusserem Zuegel immer dazu
gefuehrt, dass das Pferd im Hals abgeknickt ist und sich vor einer
Biegung gedrueckt hat.
Ich nehme hier jetzt mal ketzerisch an, dass es vielen, die auf diese
Weise arbeiten, so geht, dass sie ueberhaupt nicht wissen, wie eine
korrekte Biegung und Versammlung ueberhaupt aussieht und wie das eigene
Pferd aussieht und sich anfuehlt, wenn es taktrein und kadenziert geht -
geschweige denn, warum das sinnvoll ist. Ich habe es jedenfalls nicht
gewusst, als ich noch mit "solchen Methoden" gearbeitet habe - jetzt
weiss ich es, und ich weiss auch, wie ich dahingekommen bin. Und soweit
ich diesen Weg jetzt ueberblicken kann, sehe ich bisher keine
Moeglichkeit, selbst ein gut veranlagtes Pferd ohne Hilfszuegel an der
Longe zu schwungvollen Tritten und nicht einfach zu schnellen Schritten
zu bekommen - ein gewisser "Halt" vorn ist dazu IMO doch erforderlich,
zumindest solange, bis das Pferd weiss, was es machen soll, und es auch
durchzufuehren in der koerperlichen Lage ist.
Ein schlecht veranlagtes Pferd - z.B. den durchschnittlichen "Kopf-und
Schweif-in-die-Hoehe"-Araber dazu zu bekommen, ist nahezu aussichtslos,
da dieser bei jedem Strecken nach unten erst mal eine schmerzhafte
Dehnung seines meist verkuerzten Trapezmuskels ertragen muesste, was ihn
natuerlicherweise erst mal den Kopf sofort wieder heben laesst und
ebenso natuerlich weiteren Versuchen zu diesem Thema abgeneigt werden
lassen duerfte.
In der Methode, in der ich zu arbeiten gelernt habe, ist aber fast jedes
Pferd muskulaer zu einem "besseren Pferd" formbar, was fuer uns kleine
Freizeitleute, die ja selten die super-gebauten Pferde haben, sehr
troestlich ist.
Natuerlich kann man auch Hilfszuegel, Longierpeitsche und Longe
missbrauchen - das geschieht taeglich ueberall in ganz Deutschland - das
macht diese Hilfsmittel aber nicht in sich schlecht, sondern diejenigen,
die nicht gelernt haben, sie anzuwenden.
3. "Ich will mein Pferd ganz in Ruhe lassen und nicht am Zuegel ziehen"
Reiterlich ist auch das der zweitschlimmste Fehler, den man machen kann
(der schlimmste ist, es gar nicht in Ruhe zu lassen).
Ein langer Zuegel und ein weggedrueckter Schenkel sind fuer einen fein
differenzierten Dialog zwischen Mensch und Pferd voellig ungeeignet,
denn der Unterschied zwischen dem durchhaengenden Zuegel und den dann zu
einer Hilfe angenommenen Zuegel ist heftig, die Einleitung ist zu lang,
und die Hilfe kommt dann viel groeber als noetig.
Gleiches gilt fuer den nicht-anliegenden Schenkel, der dann auch erst
mal einen Weg zuruecklegen muss und damit mit wesentlich mehr
Ploetzlichkeit und Wucht an den Pferdeleib kommt als der durch sein
eigenes Gewicht anliegende Schenkel, dessen Druck man einfach leicht
verstaerkt.
Ein Zuegel, der nur den Druck seines eigenen Gewichtes auf Pferdemaul
und Menschenhand ausuebt, mit einer in den Bewegungen mitgehenden,
ruhigen Hand, kann ueber das Schliessen einzelner Finger eine so sanfte
Hilfe uebermitteln, wie es der durchhaengende niemals kann.
Voraussetzung dafuer ist aber natuerlich auch, das man die eigenen Hand
so sanft fuehren kann - aber das solte man dem Pferd schuldig sein.
Ausserdem verdirbt der weggedrueckte Schenkel einem den mitgehenden Sitz
voellig und verhindert damit ein Schwingen des Pferderueckens unter dem
Reiter.
Zum Abschluss: Weder den Aufnahmen von Pat Parelli noch dem Buch von
Hempfling kann man eine Aufnahme, eine Sequenz eines kadenziert gehenden
Pferdes in echter Versammlung oder wenigstens in effektiver Dehnung
entnehmen.
Wie wichtig das aber fuer jedes Pferd und jeden Reiter - auch fuer den
"Ich-will-doch-nur-ein-bisschen-im Gelaende-reiten"-Reiter ist, habe ich
inzwischen auch gelernt - vermutlich ist ein Grossteil der Ruecken - und
Bewegungsapparate-Schaeden der Freizeitpferde darauf zurueckzufuehren.
Und weil ich am eigenen Pferd die beginnenden Folgen habe sehen koennen,
ist mir die Sache so wichtig.
Die Vorteile, die Catja aufgefuehrt hat, sind natuerlich auch nicht von
der Hand zu weisen: zum einen braucht man deutlich weniger "Brimborium",
zum anderen kann man ein mit Longe und Hilfszuegeln versehenes Pferd
natuerlich sehr viel leichter im Gleichgewicht ueberfordern als ein
freilaufendes.
Es ist bei einem "gehilfszuegelten" Pferd noch viel wichtiger, jedes
kleinste Anzeichen von Ueberforderung zu erkennen bzw. noch besser zu
vermeiden, und es ist schwieriger, weil man ja weniger deutliche
Koerpersprache zur Verfuegung hat, und man muss ausserdem erheblich
langsamer vorgehen (bis ein Pferd mit Gogue an der Longe leine halbe
Runde galoppieren kann, kann leicht ein Dreivierteljahr oder mehr
vergehen), aber der Erfolg ist bei einem solchen Vorgehen erheblich
groesser, weil das Pferd muskulaer und psychisch beser auf das Tragen
von Gewicht vorbereitet ist und sich auch schon erheblich besser zu
biegen und damit auch auszubalancieren gelernt hat.
Anke
und die armen verschnuerten Ponies
PS: Ich hatte bisher ein Pferd, das immer beim Longieren mit der
einfachen Longe mit den Hinterbeinen nach aussen ausgewichen ist - seit
es "eingerenkt" ist, ist das kein Problem mehr - vorher konnte es diese
Anforderung nicht erfuellen.
Hi Vanessa,
da hast Du wahr...*g*...und ich will das auch nicht verteufeln, ich hatte nur
den Eindruck, dass Anke mich nicht verstehen wollte, als es um die Sache mit dem
Nachgeben ging. Warum gibt ein Pferd nach, wenn Du die Zügel annimmst???
Es gibt dennoch Reitweisen die es ermöglichen, den Zügel "durchhängen" zu lassen
und trotzdem feinste Signale zu vermitteln... aber auch hier kommt es auf eine
GUTE Ausbildung an.
>Was waere eigentlich so schlimm daran, den Strick aufzunehmen? Bei einem
>"Fluchtversuch" koenntest du ihn doch immer noch durchrutschen lassen.
In meinen Augen ist daran absolut nichts Schlimmes und ich freue mich, dass
einer sich, nämlich Du, auf das Wesentliche dieser Übrung konzentriert hat und
sich nicht an den "Nebensächlichkeiten" festgebissen hat. Wenn ich "einen
Spinner" am Ende hätte würde ich mir auch überlegen, ob ich das alles so lose
hermhängen liesse... vorausgesetzt ich würde mit dieser übung beginnen, was ich
bezweifle...
Gruss
Hallo Anke,
>Die Faehigkeit, meine Wuensche zu erfuellen, schwankt aber
>nicht nur von Pferd zu Pferd, sondern bei einem Pferd auch >von Tag zu Tag, kann
sogar von Minute zu Minute schwanken.
Das trifft auf alles zu, nicht nur auf das Durchführen von Übungen, die von
Gurus „erfunden wurden“ sondern auch für Übungen seriöser FN-Reitlehrer.
>Das kann im Extremfall, bei einem jungen oder falsch >ausgebildeten Pferd, oder
einem mit koerperlichem Schaden, >innerhalb von fuenf Minuten von "gerade ging es
noch ganz >leicht" bis zu "jetzt ist es absolut unmoeglich" schwanken.
Und? Gilt das wieder nur für die Übungen der Gurus?
>Das zu erkennen ist aber schon fuer einen erfahrenen >Menschen manchmal schwer -
fuer den "Anfaenger" in dieser >Sache bestehen mannigfaltige
Fehlermoeglichkeiten.
Daher merke ich hier auch wieder an, dass man „neue Sachen“ nie ohne einen
erfahrenen Helfer probieren sollte. Probieren sollte ich eigentlich nie sondern
genau wissen, was ich will und was ich gerade tue.
>Das impliziert, dass man auch mal zurueckschrauben oder >nachgeben koennen muss
- aber eben im richtigen Moment.
Genau, geht er einen Schritt zurück, höre ich auf...
>Wenn man das nicht tut, begeht man eben schnell eine >Ungerechtigkeit an der
Psyche des Pferdes. Passieren diese >haeufig, wird das Pferd sich nicht mehr
trauen, seinen >Gefuehlen nachzugeben, weil es in ein Korsett von Verboten
>eingezwaengt ist. Das heisst, ein Pferd kann Angst,
>Unsicherheit oder Aggressionen fuehlen, aber ihnen keinen >Ausdruck geben.
Aufgestaute (nicht-ausgelebte) Gefuehle aber >verschwinden nicht,sondern
summieren sich, bis der Druck so >gross wird, dass der Damm der Verbote nicht
mehr haelt. Die >Sache wird damit gefaehrlich, denn erst merkt man ja wenig, >und
dann ist es schon passiert und man wacht im Krankenhaus >wieder auf...
Meine Meinung, trifft auf ALLES zu, was man mit dem Pferd macht... aber ich habe
den Eindruck, die, die sich mal mit PP und vielen mehr beschäftigt haben, das
sind in deinen Augen die Einzigen, die gefährlich leben, weil ihr Umgang ja sooo
falsch ist und nicht schon 100 bis 200 Jahre erprobt ist. Liess mal Newcastle und
übernehme seine Sachen. Wird schon richtig sein, weil er immer noch Anhänger hat
und das nun schon über hundert Jahre...
>Das ist jetzt natuerlich etwas ueberzeichnet, aber ich habe >durchaus schon
Pferde gesehen, die mit dominierenden >Methoden so weit gebracht wurden - ich
jedenfalls haette >diese Pferde nie und nimmer geritten, dafuer ist mir mein
>bisschen Leben viel zu lieb gewesen.
Wenn man nicht weiss, wie man seine Dominanz zu handhaben hat, verwundert mich
das gar nicht. Viele meinen durch übertünchen ihrer Angst mit Gewalt, dominant zu
sein.
Guck an, heute hat mein Pferd doch tatsächlich beim Spazierengehen scherzhaft in
meinem Ärmel gezwickt und mich zum Spielen aufgefordert... er muss wirklich sehr
viel Angst vor mir haben, denn erhat sofort den Hals in die andere Richtung
geschmissen, als ich ihn anschaute... oder wird mir der Strick nun herumgedreht
und behauptet, mein Pferd respektiert mich nicht??
>Nicole, was waere denn, wenn Du Dein unangebundenes Pferd >sattelst und es
galoppiert ein Haufen andere Pferde vorbei, >oder zwei entlaufene Schaeferhunde
rasen auf der Spur einer >Katze vor seinen Beinen herum? Muesste er dann auch
stehenbleiben?
Im Normalfall würde ihm das nichts ausmachen, wir haben sogar heute eine riesige
zusammengeknüllte weisse Silofolie überquert, die hat er vorher noch nie gesehen
und lief hinter mir her, wie ein Hund. Ich erwartete zumindest ein Stehenbleiben,
tat sich aber nichts... sag mal, was habt ihr denn für zustände im Stall, rasen
da immer ein Haufen anderer Pferde vorbei, wenn du vor deiner Box sattelst?
>Meine Pferde sind deshalb beim Putzen und Satteln angebunden >- sie haben damit
eine sehr "begrenzte Freiheit", aber wenn >eben Nachbars Hund um die Ecke gesaust
kommt, koennen und >duerfen sich sich rumdrehen und gucken, ja, ich wuerde sie
>dann sogar eventuell losmachen (aber am Strick halten), >damit sie ihrer
Erregung kurz in ein paar Schritten und
>einem Schnauben Luft machen koennen.
Wunderbar! Mein Pferd soll von mir aus mitlaufen, wenn es meint. Mein Pferd kann
unangebunden prima durch die Gegend gaffen und sich sogar umdrehen, von mir aus
kann es auch am Boden fressen, ich bin da nämlich nicht so militärisch erzogen,
dass alles in Reih und Glied ablaufen muss. Ein Pferd hat sich bei uns im Stall
am falsch angebundenen Stick das Genick gebrochen, nur weil der Besitzer zu
schnell mit der Bürste angelaufen kam. Es war so schön lang angebunden, damit es
immer ein wenig Spielraum zum Herumturnen hat(te). Ich habe mir die Hand von oben
bis unten aufgerissen, als ich mein erstes Pferd schnell losmachen wollte, als es
sich erschrak und vollkommen ausrastete. Da war nix mehr mit Sicherheitsknoten
oder Panikhaken öffnen. Der Gegendruck war zu stark und zum Glück ist der olle
Haken dann gebrochen... mein Pferd war dann trotzdem weg und ich blutete wie sau..
>Wunderbar! Mein Pferd soll von mir aus mitlaufen, wenn es meint. Mein Pferd kann
>unangebunden prima durch die Gegend gaffen und sich sogar umdrehen, von mir aus
>kann es auch am Boden fressen, ich bin da nämlich nicht so militärisch erzogen,
>dass alles in Reih und Glied ablaufen muss.
Auf die Gefahr hin, dass ich hier als rueckstaendig gelte: Die
SIcherheitsvorschriften der FN-Richtlinien und anderer haben ihre
Daseinsberechtigung.
In Deinem Posting zeigt sich, wie nah pferdegerechte Behandlung und
Leichtsinn beieinanderliegen. Kennst Du Dein Pferd so gut, dass Du
weisst, dass es NIEmals weglaeuft, sich NIE erschreckt oder auch nur
mal das Gras auf der anderen Strassenseite probieren will, wenn Du mal
grade nicht guckst? Was ist denn so schlimm daran, wenn man sein Pferd
mit einem vernuenftigen Knoten richtig anbindet? Mein Pferd weiss zB,
dass "Anbinden" bedeutet, dass er ruhig stehenbleiben soll und nimmt
das manchmal sogar zum Anlass, ein kleines Schlaefchen einzulegen.
Wuerde ich ihn nicht anbinden, haette er staendig zu tun, und ich
muesste auch noch dauernd aufpassen, dass er nichts anstellt.
BTW: Wie erklaerst Du es Deiner Haftpflichtversicherung, wenn Dein
Pferd doch mal stiften geht und Frau Muellers preisgekroente
Zuchtrosen zu seinem Dessert erklaert?
Der Umgang mit einem so grossen Tier, und sei es auch noch so gut
erzogen, erfordert nun mal einige Sicherheitsmassnahmen.
Wenn ich mit meinem Pferd ueber, dass es in der Box bleiben soll, wenn
ich im Stall rumfuhrwerke, dann mache ich zwar die Boxentuer auf, aber
die Stalltuer zu. Denn die hat nichts mit meinem Erziehungsziel zu
tun, aber es ist sicherer, sie zu schliessen.
Also bitte: Bevor Du hier Deine Methode als pferdefreudlich anpreist,
denke dran, dass sie nicht ungefahrlich ist...
So long,
Katje + Apollo
--
... man sollte beruecksichtigen, dass Esel und Blumen
in einem kleinen Garten zusammen nicht gedeihen.
Der Esel setzt sich immer durch.
Robin Borwick
Ich sagte ausdrücklich, dass ich absolut GAR NICHTS gegen das Anbinden habe und
auch meiner mal in den Genuss kommt und dabei sogar, guck an, ruhig stehen bleibt.
Heute morgen beim Misten hat auch er gedöst dabei, weil ihm die Sonne auf den
Arsch schien und es schön warm war... zwei Meter weiter wurde Mist gefahren. Ich
wollte nur demonstrieren, dass mein Pferd beim Putzen nicht davon läuft, nur weil
ich mit ihm Dominanzübungen durcführe. Ich muss ihn nicht festmachen, er bleibt
auch so bei mir und wenn nicht, dann bricht mir kein Zacken aus der Krone, an
diesem Tag mal den Anbindehaken zu benutzen.
Du hast mit Deinem pPferd in Sachen Anbinden noch nie eine Extremsituation
erlebt, das schließe ich aus Deinem Reden, aber vielleicht kommt es ja noch...
dann kapierst Du vielleicht Ansatzweise, was ich meine, wenn ich schreibe, daß
man dann den Knoten nicht immer noch früh genug aufbekommt.
Außerdem preise ich hier gar nichts an, ich schreibe Euch nämlich nicht vor, was
IHR tun sollst, sondern ich schreibe hier, wie ICH mit meinem Pferd umgehe. Ich
nehme an, du gehst niemals mit Deinem Pferd spazieren und es kann Dir daher
niemals an der Hand abhauen, oder? Oder macht die Versicherung da dann einen
Unterschied?
>Also bitte: Bevor Du hier Deine Methode als pferdefreudlich >anpreist, denke
dran, dass sie nicht ungefahrlich ist...
Nicole
bei jeder guten bodenarbeit ist oberstes prinzip: wenn das pferd etwas nicht
verstanden hat, geht man einen - oder mehrere schritte - zurück und beginnt
von vorne mit einfacheren übungen.> linda tellington jones sagt das immer
wieder in ihren büchern, auch was den touch betrifft - und zwar nicht nur
bei pferden, sondern auch bei hunden, katzen und wildtieren.
wir haben mit cäsar zwei pat parelli kurse absolviert, und mit kaida einen
bodenarbeitskurs des reinhard mantler teams aus wolfern bei steyr (ja,
österreicher, wir haben dort einen exzellenten mann); bei unseren pferden
waren "stufen 3 oder 4" niemals nötig und standen gar nicht zur diskussion.
was macht ihr aber mit den zwei pferden, die nach der eigenen besitzerin
bzw. nach dem kursleiter bewusst geschlagen haben?
jedenfalls war nach den kursen ein positiver effekt auf die pferde zu
beobachten. wenn man aber wochenlang nichts mehr tut, fallen sie wieder in
ihre alten gewohnheiten zurück. das problem liegt möglicherweise darin, dass
viele freizeitpferde so gut wie keine ausbildung erhalten haben und sich
entsprechend benehmen. ich gehe aber davon aus, dass anke´s pferde laufend
von ihr ausgebildet werden und solche probleme daher erst gar nicht
auftreten.
wenn man monty roberts zusieht kommt einem der gedanke, dass wir hier ja
ziemlich brave hauspferde und keine wilden mustangs haben. deswegen sind
viele der methoden gar nicht auf mitteleuropa anwendbar. die meisten unserer
hiesigen pferde werden behutsam und langsam angeritten, wenn man von einigen
"Profis! absieht. wenn man liest, dass monty ein 1 1/2 jähriges pferd der
königin-mutter angeritten hätte, gibt das ein ungutes gefühl.
gruss,
reinhild
>Am 11 Feb 2000 23:16:34 +0100, meinte "Barby Kaye"
><naf...@t-online.de> in der Nachricht <38a4...@netnews.web.de> sagen
>zu muessen:
>
>
>>Wunderbar! Mein Pferd soll von mir aus mitlaufen, wenn es meint. Mein Pferd kann
>>unangebunden prima durch die Gegend gaffen und sich sogar umdrehen, von mir aus
>>kann es auch am Boden fressen, ich bin da nämlich nicht so militärisch erzogen,
>>dass alles in Reih und Glied ablaufen muss.
>
>Auf die Gefahr hin, dass ich hier als rueckstaendig gelte: Die
>SIcherheitsvorschriften der FN-Richtlinien und anderer haben ihre
>Daseinsberechtigung.
>In Deinem Posting zeigt sich, wie nah pferdegerechte Behandlung und
>Leichtsinn beieinanderliegen. Kennst Du Dein Pferd so gut, dass Du
>weisst, dass es NIEmals weglaeuft, sich NIE erschreckt oder auch nur
>mal das Gras auf der anderen Strassenseite probieren will, wenn Du mal
>grade nicht guckst? Was ist denn so schlimm daran, wenn man sein Pferd
>mit einem vernuenftigen Knoten richtig anbindet? Mein Pferd weiss zB,
WENN nicht anbinden DANN muss das Hoftor zur Strasse zu sein.
Alles andere wäre unvernünftig.
Hallo, Reinhild!
> bei jeder guten bodenarbeit ist oberstes prinzip: wenn das pferd etwas
> nicht verstanden hat, geht man einen - oder mehrere schritte - zurück und
> beginnt von vorne mit einfacheren übungen.
Der Witz ist eben, dass es u.U. keinen Sinn macht, mit den gleichen
Uebungen oder Voruebungen dazu weiterzumachen, sondern besser *die
Ursache fuer die Probleme suchen und daran zu arbeiten* sollte.
> linda tellington jones sagt
> das immer wieder in ihren büchern, auch was den touch betrifft - und zwar
> nicht nur bei pferden, sondern auch bei hunden, katzen und wildtieren.
Meines Wissens ist gerade obiges eine ihrer Kernideen.
>
> wir haben mit cäsar zwei pat parelli kurse absolviert, und mit kaida einen
> bodenarbeitskurs des reinhard mantler teams aus wolfern bei steyr (ja,
> österreicher, wir haben dort einen exzellenten mann); bei unseren pferden
> waren "stufen 3 oder 4" niemals nötig und standen gar nicht zur
> diskussion.
Ist es ja bei den meisten auch nicht. Das vermeiden sichtbarer Gewalt
ist aber kein Freibrief dafuer, dass es zu keinen "Uebergriffen" kommt.
was macht ihr aber mit den zwei pferden, die nach der eigenen
> besitzerin bzw. nach dem kursleiter bewusst geschlagen haben?
ICH wuerde auch nach Herrn Gieseke schlagen. ;-))
Nein, Scherz beiseite, meine Meinung dazu ist, dass ein Pferd immer
einen Grund hat, warum es nach jemandem schlaegt.
Im Gegensatz zu z.B. Hunden, die eher schonmal "einfach so" aggressiv
werden (wage ich aber auch eher zu bezweifeln) sind Pferde als Art eher
ziemlich harmoniesuechtige Wesen - es sei denn, es geht um ihr Leben
oder ihre Gesundheit bzw. bei Hengsten ihre Herde (ist eigentlich auch
"ihr Leben").
Wenns auch eine Platituede ist: Man muss erst mal versuchen,
herauszufinden, warum das Pferd dieses Verhalten zeigt, und dann eine
Vorgehensweise entwickeln, die das bisherige Verhalten unnoetig macht.
Das *kann* das Zeigen vermehrter Dominanz sein, aber in den meisten
Faellen wird das Pferd eher mehr Zuspruch und Verstaendnis - und eine
Loesung - fuer seine Probleme brauchen.
Ich hatte ein Pferd, dass nach mir zu beissen und schlagen versuchte,
noch am Freitag "in Arbeit". Zum Glueck ist es ein "ehrlicher" Kerl, er
hat nicht gezielt geschlagen und nicht fest zugebissen.
Er wollte sich einfach nur meine Person vom Leib halten - als ich
schliesslich mit Geduld, Zureden und sanften Beruehrungen an ihn rankam,
wusste ich auch, warum: Ihm tat fast der ganze Koerper weh.
Jetzt, nach der zweiten "Sitzung", die ich mit ihm hatte, ist ihm
einigermassen klar, dass ich kein pferdefressendes Monster bin, sondern
mich bemuehe, ihm zu helfen. Bis er aber jemandem wirklich vertraut, ist
es bestimmt noch ein langer Weg.
Man haette ihn ganz leicht auch dominieren koenen - aber das haette ihm
nur noch den letzten Rest Selbstachtung zerstoert, den er noch hatte.
Das haben schon viel zuviele vor ihm versucht. Und seine
gesundheitlichen Probleme haette das gewiss auch nicht geloest.
>
> jedenfalls war nach den kursen ein positiver effekt auf die pferde zu
> beobachten. wenn man aber wochenlang nichts mehr tut, fallen sie wieder in
> ihre alten gewohnheiten zurück.
Das Problem liegt IMHO darin, dass die Besitzer selber auf sich allein
gestellt nicht in der Lage sind, die noetige "gewachsene Dominanz" zu
zeigen. Die kann man naemlich nicht in dem Sinne lernen, die erwaechst
aus der Erfahrung, der Sachkenntniss und dem Einfuehlungsvermoegen.
"Erlernte Dominanz" ist in den allermeisten Faellen aufgesetzt und daher
nicht echt, und dass Pferde das Wahre hinter der Luege sehen, aber unser
Verhalten fuer sie dann erst recht unverstaendlich wird, ist ja bekannt.
ich gehe aber davon aus, dass anke´s pferde
> laufend von ihr ausgebildet werden und solche probleme daher erst gar
> nicht auftreten.
Danke fuer das Kompliment. :-))
Natuerlich hatte ich mit meinen Jungpferden auch Probleme mit der
Dominanz - aber nie lange. Und natuerlich habe ich sie auch in ihre
Schranken verweisen muessen. jawohl ich habe sie auch mal geschlagen
oder erschreckt.
Es geht mir gar nicht so sehr darum, dass man ein Pferd nicht schlagen
oder erschrecken duerfte, sondern vielmehr darum, dass man es nie,
wirklich nie zu Unrecht strafen darf. Dann im Zweifelsfalle lieber "fuer
den Angeklagten" und das Gehirn anwerfen und ueberlegen, warum das jetzt
so abgelaufen ist.
Aber um noch ein Beispiel der vielen aufzufuehren: Mein Peterle war seit
2 1/2 jahren bis 9 Jahre "Alleinherrscher" unter Stuten und letztes Kind
seiner Mutter. Ich bekam ihn manchmal nicht gut vom Pelz, weil er sich
seiner Unwiederstehlichkeit sicher war - und weil ihm ein Raufkumpel
gefehlt hat. Jetzt hat er einen (nicht wegen dieses Benehmens), und 90 %
der Ruepelei gegenueber mir sind weggefallen.
Natuerlich sollte er nicht mit mir ruepeln, aber er tats halt mit allen
anderen (sprich: den Stuten) auch. Und natuerlich bekam er von
ueberallher eine Abfuhr, aber das Beduerfnis war halt da und gerade
wegen der staendigen Abfuhren ungestillt...
Gruss,
Anke
und die Selbstaendigen
> Anke...@t-online.de (Anke Spix) wrote:
Hallo, Nicole
> >Die Faehigkeit, meine Wuensche zu erfuellen, schwankt aber >nicht nur von
> Pferd zu Pferd, sondern bei einem Pferd auch >von Tag zu Tag, kann sogar
> von Minute zu Minute schwanken.
>
> Das trifft auf alles zu, nicht nur auf das Durchführen von Übungen, die
> von Gurus „erfunden wurden" sondern auch für Übungen seriöser
> FN-Reitlehrer.
Bau doch bitte hier nicht wieder Feindbilder auf. Ich habe, bitte
schoen, den "richtigen" Umgang mit dominierenden Methoden (so wie ich
ihn nach Lektuere und *meinen* Erfahrungen gesehen habe) mit dem
"richtigen" Umgang in meinen Augen verglichen. Ich bin zuwar weder
Mitglied der FN, noch unterstuetze ich die "durchschnittliche" Art, wie
innerhalb dieser mit Pferden umgegangen wird, aber es bringt nichts,
sachgemaessen Umgang in der einen Methode mit schlampigem in der anderen
zu vergleichen - schon gar nicht, wenn man sich darob besser fuehlt als
die anderen.
>
> >Das kann im Extremfall, bei einem jungen oder falsch >ausgebildeten
> Pferd, oder einem mit koerperlichem Schaden, >innerhalb von fuenf Minuten
> von "gerade ging es noch ganz >leicht" bis zu "jetzt ist es absolut
> unmoeglich" schwanken.
>
> Und? Gilt das wieder nur für die Übungen der Gurus?
>
> >Das zu erkennen ist aber schon fuer einen erfahrenen >Menschen manchmal
> schwer - fuer den "Anfaenger" in dieser >Sache bestehen mannigfaltige
> Fehlermoeglichkeiten.
>
> Daher merke ich hier auch wieder an, dass man „neue Sachen" nie ohne einen
> erfahrenen Helfer probieren sollte. Probieren sollte ich eigentlich nie
> sondern genau wissen, was ich will und was ich gerade tue.
Selbst bei gelernten Sachen wirst du, das haben die
"Kurslehrsituationen" so an sich, auch sehr bald ohne Ueberwachung
arbeiten muessen - und in dem Moment faengt das Problem an, weil eben er
Gemuetszustand eines Pferdes wandelbar ist und die Einschaetzung
desselben nicht in einem Kurs vermittelt werden kann.
>
> >Das impliziert, dass man auch mal zurueckschrauben oder >nachgeben
> koennen muss - aber eben im richtigen Moment.
>
> Genau, geht er einen Schritt zurück, höre ich auf...
Du hast nach diesem und dem vorletzten Zitat zu schliessen, ueberhaupt
nichts verstanden. Im Gegenteil laesst Dein aggressiver Ton darauf
schliessen, dass du selber zu dem "angelernt dominanten" und nicht dem
"natuerlich gewachsen dominanten" Teil der mit Pferden umgehenden
Menschheit gehoerst und damit eben genau in der Gefahr schwebst, die ich
skizziert habe.
>
...Aufgestaute (nicht-ausgelebte) Gefuehle aber >verschwinden
> nicht,sondern summieren sich, bis der Druck so >gross wird, dass der Damm
> der Verbote nicht mehr haelt. Die >Sache wird damit gefaehrlich, denn erst
> merkt man ja wenig, >und dann ist es schon passiert und man wacht im
> Krankenhaus >wieder auf...
>
> Meine Meinung, trifft auf ALLES zu, was man mit dem Pferd macht...
Das ist richtig.
aber
> ich habe den Eindruck, die, die sich mal mit PP und vielen mehr
> beschäftigt haben, das sind in deinen Augen die Einzigen, die gefährlich
> leben, weil ihr Umgang ja sooo falsch ist und nicht schon 100 bis 200
> Jahre erprobt ist. Liess mal Newcastle und übernehme seine Sachen. Wird
> schon richtig sein, weil er immer noch Anhänger hat und das nun schon über
> hundert Jahre...
Wenn du mich hier schon laenger erlebt haettest, wuerdest du wissen,
dass ich mit aehnlicher Argumentation genauso gegen Vertreter anderer
Umgangsweisen vorgehen kann - so auch der der FN, denn ich finde deren
Lehrregeln missverstaendlich, was dann ebenfalls bei Nicht-Koennern,
aber "Wollern" zu erheblichen Gewaltexzessen fuehren kann.
Und ich finde die Art, wie ich es mache zwar im Moment richtig, weiss
aber genauso, wie unvollkommen sie ist und hoffe, jeden Tag
dazuzulernen, um immer weniger Fehler zu machen und immer mehr den
Pferden gerecht zu werden.
>
> Wenn man nicht weiss, wie man seine Dominanz zu handhaben hat, verwundert
> mich das gar nicht. Viele meinen durch übertünchen ihrer Angst mit Gewalt,
> dominant zu sein.
Genau - lies mal Deine letzten postings daraufhin durch ;-))
>
> >Nicole, was waere denn, wenn Du Dein unangebundenes Pferd >sattelst und
> es galoppiert ein Haufen andere Pferde vorbei, >oder zwei entlaufene
> Schaeferhunde rasen auf der Spur einer >Katze vor seinen Beinen herum?
> Muesste er dann auch stehenbleiben?
>
> Im Normalfall würde ihm das nichts ausmachen, wir haben sogar heute eine
> riesige zusammengeknüllte weisse Silofolie überquert, die hat er vorher
> noch nie gesehen und lief hinter mir her, wie ein Hund. Ich erwartete
> zumindest ein Stehenbleiben, tat sich aber nichts... sag mal, was habt ihr
> denn für zustände im Stall, rasen da immer ein Haufen anderer Pferde
> vorbei, wenn du vor deiner Box sattelst?
Nein, ich habe gar keine Boxen ;-).
Ich habe einen durch Boeschungen und Gebaeude etwas "eingekreisten"
Putzplatz, und meine Pferde wuerden sich zwar sehr wohl aufregen, wenn
eine Horde anderer vorbeigaloppieren wuerde, aber nur, weil das nicht
alltaeglich ist, aber vor Hunden haben sie normalerweise keine Angst.
Es gibt aber immer Situationen, die Pferde "stressen", wer behauptet,
das wuerde nicht stimmen, hat ein mangelhaftes Beobachtungsvermoegen.
Meine Pferde sind wirklich gut erzogen und einiges gewoehnt, aber ich
weiss durchaus, dass sie unter gewissen Faktoren schon "Nerven lassen".
Wenn Dein Pferd sich angeblich aus dem Mistaufladen nichts macht, findet
das entweder realtiv haeufig statt, oder es ist der Typ, der Gefuehle
eher in sich hineinfrisst, oder es hat bereits Gefuehlsunterdrueckung
gegeben, sodass Du es nicht siehst. Der Stress ist aber in den beiden
letzeren Faellen gewiss da.
Genau wie ein Mensch zwar an einem sehr greaeuschvollen Arbeitsplatz
arbeiten kann, und sagt, dass er in seiner Konzentration den Laerm nicht
hoert, die Arbeit ihn aber trotzdem mehr anstrengt.
>
> >Meine Pferde sind deshalb beim Putzen und Satteln angebunden >- sie haben
> damit eine sehr "begrenzte Freiheit", aber wenn >eben Nachbars Hund um die
> Ecke gesaust kommt, koennen und >duerfen sich sich rumdrehen und gucken,
> ja, ich wuerde sie >dann sogar eventuell losmachen (aber am Strick
> halten), >damit sie ihrer Erregung kurz in ein paar Schritten und >einem
> Schnauben Luft machen koennen.
>
> Wunderbar! Mein Pferd soll von mir aus mitlaufen, wenn es meint.
Und was wuerden in diesem hypothetischen Falle die anderen Reiter sagen?
Was wuerdest Du sagen, wen Du drei Kilometer hinterherlaufen darfst? Was
waere, wenn dir Dein teurer Sattel, noch nicht angegurtet, dabei
runterfaellt und eines der anderen Pferde drauftritt?
Was waere, wenn Dein Pferd einen verkehrsunfall mit Todesopfern
verursacht, bevor du es wieder eingesammelt hast?
<kopfschuettel ueber soviel Naivitaet>
Mein
> Pferd kann unangebunden prima durch die Gegend gaffen und sich sogar
> umdrehen, von mir aus kann es auch am Boden fressen, ich bin da nämlich
> nicht so militärisch erzogen, dass alles in Reih und Glied ablaufen muss.
Da unterstellst Du mir aber gewiss was Falsches, in dem Lager findest du
mich nicht. ;-))
> Ein Pferd hat sich bei uns im Stall am falsch angebundenen Stick das
> Genick gebrochen, nur weil der Besitzer zu schnell mit der Bürste
> angelaufen kam.
1. Fehler: Falsch angebunden
2. Fehler: In der Naehe eines Pferdes abrupte Bewegungen machen
3. Fehler: Das Pferd unzureichend an ungewoehnliche Situationen
gewoehnen.
Ich bin nicht sehr fuer die FN, aber das kanst Du garantiert in jeder,
auch den FN-Reitlehren, nachschlagen.
Es war so schön lang angebunden, damit es immer ein wenig
> Spielraum zum Herumturnen hat(te).
4. Fehler: Zu lang angebunden
Nicht, dass es mir nicht leid taete, aber das war wirklich zu bloed.
Man kann eine Menge Fehler vermeiden, wenn man sich an einige einfache
Regeln haelt. Men kann noch mehr Fehler vermeiden, indem man sich soweit
wie moeglich in das Verhalten von Pferden hineinversetzt. Manche Fehler
lassen sich trotzdem nicht vermeiden, zugegeben. Mit dem Risiko muss man
dann aber auch leben koennen.
Ich habe mir die Hand von oben bis
> unten aufgerissen, als ich mein erstes Pferd schnell losmachen wollte, als
> es sich erschrak und vollkommen ausrastete. Da war nix mehr mit
> Sicherheitsknoten oder Panikhaken öffnen. Der Gegendruck war zu stark und
> zum Glück ist der olle Haken dann gebrochen... mein Pferd war dann
> trotzdem weg und ich blutete wie sau..
Wie oben gesagt, es gibt Situationen, die kann man nicht vermeiden. Ich
persoenlich habe zum Glueck noch nie dieses Problem gehabt - ich koennte
es theoretisch auch jederzeit kriegen, habe aber bisher das Glueck
gehabt, dass meine Pferde sich in aehnlichen Situationen von mir haben
wenigstens soweit beruhigen lassen, dass ich sie ohne ernste Gefahr fuer
mich selbst losmachen konnte. Demzufolge schmeichle ich mir, dass sie
mich nicht nur respektieren, sondern mir auch vertrauen und mich
vielleicht sogar ein bisschen lieb haben.
Gruss,
Anke
und Kicki, die sich bei langem Anbinden ohne Panikhaken (idiotische Idee
eines gewissen beruehmt-beruechtigten Wanderreiter-Papstes) mal schwer
verwickelt hatte und nur durch ihr Stillhalten, dass mir das Losmachen
ermoeglichte, ohne ernste Verletzungen davonkam,
und Caprice, die sich trotz fachgerechtem Anbinden mehrfach den Stick um
den Hals gewickelt hat,
und Choona,
die nach einem Sturz in einen Graben sich ruhig liegend aus dem Geschirr
puzzlen liess,
und Peter, desgleichen,
und Carmina, der Peter mit seinen (eisen)beschlagenen Hufen beim
Losmachen dauernd gegen die Beine getreten ist und die trotz der dadurch
verursachten Schmerzen stillgehalten hat
Hi
>Du hast mit Deinem pPferd in Sachen Anbinden noch nie eine Extremsituation
>erlebt, das schließe ich aus Deinem Reden, aber vielleicht kommt es ja noch...
>dann kapierst Du vielleicht Ansatzweise, was ich meine, wenn ich schreibe, daß
>man dann den Knoten nicht immer noch früh genug aufbekommt.
Du kannst den Führstrick auch mit einem dünnen Seil am Wandhaken fest
machen, das reisst dann in Extremsituationen.
Von den "Panikhaken" halte ich auch nix..die sind nicht ausgereift.
Gruss
Uwe
guter tip uwe, zum beispiel mit einer strohschnur....
gruss tendre, der denkt, dass die panikhacken heute besser sind als auch
schon....
nb: wegen pferd hat sich aufgehänkt etc....s.o. oder mann/frau hat messer im
sack...
PEACE????
*freundlich-fragend-schau*
Nicole, die glaube keine angelernte Dominanz hat... sondern nach eigenem
Gutdünken lobt oder straft...
> Natuerlich hatte ich mit meinen Jungpferden auch Probleme mit der
> Dominanz - aber nie lange. Und natuerlich habe ich sie auch in ihre
> Schranken verweisen muessen. jawohl ich habe sie auch mal geschlagen
> oder erschreckt.
> Es geht mir gar nicht so sehr darum, dass man ein Pferd nicht schlagen
> oder erschrecken duerfte, sondern vielmehr darum, dass man es nie,
> wirklich nie zu Unrecht strafen darf. Dann im Zweifelsfalle lieber
"fuer....
liebe anke,
damit bin ich einverstanden. natürlich muss man aber zuerst die ursachen
suchen, ungerechtes strafen zerstört die beziehung. hast du das buch von
GaWaNi Pony Boy gelesen? er sagt eigentlich alles, was zu sagen ist. die
indianer erkannten, was für ein tier das pferd ist und verstanden, wie es zu
behandeln sei. "Dominanz" wird auf so natürliche weise abgehandelt, dass man
sich fragt, warum andere völker das nicht genau so verstanden haben.
ich drohe kaida manchmal, sie einen einen bekannten österreichischen
westernreiter mit nicht gerade sanften methoden zu verkaufen, aber das nimmt
sie nicht sehr ernst und die stallbesitzer lachen auch.
ich muss noch ca. 30 x führen, dann können wir beide wieder normal leben.
bis ende april hat kaida dann koppelgang, im mai werden wir sie anreiten.
ich habe mich doch für die klassische methode entschieden, weil ich zu den
züchtern grosses vertrauen habe und gesehen habe, wie sie die anderen
jungpferde anreiten .... liebevoll, geduldig und langsam. ich bin einfach
nicht mehr jung genug, um mich auf ein rohes pferd zu setzen und mich im
gelände führen zu lassen, mit dem geschrei: ".. und lass mich bitte ja nicht
aus". uasserdem, wenn es soweit mit dem geländereiten sein wird, gehe ich
die ersten drei monate nur schritt und in begleitung unseres braven
27-jährigen cäsar.
jetzt freue ich mich schon auf anreiten. wird eine schöne aufgabe werden.
also, ob die bachblüten wirken weiss ich nicht. immer wenn ich denke, sie
tun es, macht kaida einen gewaltigen satz nach hinten, bohrt die hinterbeine
in den boden und versucht vorne eine levade. zirkuslektionen werde ich ihr
besser einmal nicht beibringen, wer weiss, ob wir beide die natürliche
bewegung von der angelernten unterscheiden können, und in welcher
situation...
ales liebe und danke,
reinhild
"Ardenner" <Arde...@ginko.de> schrieb im Newsbeitrag
news:lNqlOB6j0WC2a2...@4ax.com...
> Du kannst den Führstrick auch mit einem dünnen Seil am Wandhaken fest
> machen, das reisst dann in Extremsituationen.
Hab ich früher auch so gemacht funzt prima.
Ich hab dafür immer die Nylonschnur der Stroballen benutzt.
Trotzdem währe n taschenmesser das man immer griffbereit hat nicht zu
verachten.
mfg vollmi.(the Vollmeier René)
--
----- The nature really doesn't need us but we need the nature. -----
Be carefully to the animals !
visit : http://www.dolphin-area.de/vollmi
mail to : vol...@dolphin-area.de
ICQ to : 169 185 29
>
>Tja... wie ich schon sagte, wer mich falsch verstehen will, der tut es auch, wer
>Dinge aus dem Zusammenhang reissen will, der zieht heftig und schafft das auch.
Hey hey... nicht gleich so boese werden. Ich gebe zu, mich an den paar
Saetzen ueber das Nicht-Anbinden etwas hochgezogen zu haben - aber das
ist ein entscheidender Nachteil der Foren: Man denkt sich was und
schreibt es hin. Die anderen lesen es und denken sich uU Dinge dazu,
die man so gar nicht gemeint hat... Ausserdem wollte ich hier nichts
aus dem Zusammenhang reissen. Nur Deine Vorgehensweise wollte ich
nicht so ganz unkommentiert lassen, weil sie manche Menschen
vielleicht zum Nachahmen anregt.
>Ich sagte ausdrücklich, dass ich absolut GAR NICHTS gegen das Anbinden habe und
>auch meiner mal in den Genuss kommt und dabei sogar, guck an, ruhig stehen bleibt.
> Heute morgen beim Misten hat auch er gedöst dabei, weil ihm die Sonne auf den
>Arsch schien und es schön warm war... zwei Meter weiter wurde Mist gefahren. Ich
>wollte nur demonstrieren, dass mein Pferd beim Putzen nicht davon läuft, nur weil
>ich mit ihm Dominanzübungen durcführe. Ich muss ihn nicht festmachen, er bleibt
>auch so bei mir und wenn nicht, dann bricht mir kein Zacken aus der Krone, an
>diesem Tag mal den Anbindehaken zu benutzen.
Sorry, aber das war aus Deinem Urspruenglichen Posting (Antwort auf
Anke) nicht zu ersehen:
Am 11 Feb 2000 23:16:34 +0100, meinte "Barby Kaye"
<naf...@t-online.de> in der Nachricht <38a4...@netnews.web.de> sagen
zu muessen:
>Wunderbar! Mein Pferd soll von mir aus mitlaufen, wenn es meint. Mein Pferd kann
>unangebunden prima durch die Gegend gaffen und sich sogar umdrehen, von mir aus
>kann es auch am Boden fressen, ich bin da nämlich nicht so militärisch erzogen,
>dass alles in Reih und Glied ablaufen muss. Ein Pferd hat sich bei uns im Stall
>am falsch angebundenen Stick das Genick gebrochen, nur weil der Besitzer zu
>schnell mit der Bürste angelaufen kam. Es war so schön lang angebunden, damit es
>immer ein wenig Spielraum zum Herumturnen hat(te). Ich habe mir die Hand von oben
>bis unten aufgerissen, als ich mein erstes Pferd schnell losmachen wollte, als es
>sich erschrak und vollkommen ausrastete. Da war nix mehr mit Sicherheitsknoten
>oder Panikhaken öffnen. Der Gegendruck war zu stark und zum Glück ist der olle
>Haken dann gebrochen... mein Pferd war dann trotzdem weg und ich blutete wie sau..
DAS ist fuer mich kein Argument, mein Pferd nicht anzubinden - nur
weil es jemand anders falsch gemacht hat und daraufhin etwas passiert
ist. Aber egal.
>
>Du hast mit Deinem pPferd in Sachen Anbinden noch nie eine Extremsituation
>erlebt, das schließe ich aus Deinem Reden, aber vielleicht kommt es ja noch...
>dann kapierst Du vielleicht Ansatzweise, was ich meine, wenn ich schreibe, daß
>man dann den Knoten nicht immer noch früh genug aufbekommt.
Doch, ich habe schon erlebt, wie ein an der Kette angebundenes Pferd
sich fast einen Zahn herausgebrochen haette, weil keiner dabeiwar. Ich
habe auch schon erlebt, dass mein Pferd den Kopf unter den Strick
bekam (lang angebunden, weil er in der Scheune vom Offenstall
gefuettert wurde) und ich den Knoten nicht aufbekam. Aber dafuer gibt
es ja noch Panikhaken, die (hofentlich) aufgehen.
Ich habe es ebenfalls schon einige Male erlebt, dass mein Pferd wegen
irgendwas rueckwaerts sprang und sich am Halfter haette aufhaengen
koennen. Entweder geht dann der Panikhaken kaputt, oder ich schaffe es
schnell genug, ihn wieder nach vorne zu bringen.
>Außerdem preise ich hier gar nichts an, ich schreibe Euch nämlich nicht vor, was
>IHR tun sollst, sondern ich schreibe hier, wie ICH mit meinem Pferd umgehe. Ich
Das ist ja auch gut so - aber Du musst bedenken, dass es Leute gibt,
die das nachmachen. Also gerade solche nicht ungefaehrlichen Dinge
lieber mit Einschraenkungen posten.
>nehme an, du gehst niemals mit Deinem Pferd spazieren und es kann Dir daher
>niemals an der Hand abhauen, oder? Oder macht die Versicherung da dann einen
>Unterschied?
Ich weiss nicht, warum Du so gereizt reagierst, wenn man Dich mal
falsch verstanden hat. Davon brauchst Du Dich doch nicht persoenlich
angegriffen zu fuehlen! Ich gehe ziemlich oft mit meinem Pferd
spazieren - aber das ist auch was anderes. Wenn ich mich auf
oeffentliche Wege begebe, dann ist mein Pferd in Begleitung einer
kompetenten Person, die Schaden vermeiden, aber manchmal auch nicht
verhindern kann. Ich verletze also nicht meine Aufsichtspflicht, wenn
mir das Pferd abhaut, ebenso, wie wenn ich beim Ausreiten runterfallen
wuerde. So. Wenn ich aber mein Pferd nicht anbinde und es sich aus dem
Staube macht, ist es mindestens grobe Fahrlaessigkeit, wenn was
passiert. Unterschied klar?
Also nix fuer ungut und mit der Bitte um einen weniger gereizten Ton,
Katje + Apollo, der definitiv kein Fussballfan ist - am Platz wollte
er nicht mal gucken...
--
... man sollte beruecksichtigen, dass Esel und Blumen
in einem kleinen Garten zusammen nicht gedeihen.
Der Esel setzt sich immer durch.
Robin Borwick
>Hi Hi
>
>
>"Ardenner" <Arde...@ginko.de> schrieb im Newsbeitrag
>news:lNqlOB6j0WC2a2...@4ax.com...
>> Du kannst den Führstrick auch mit einem dünnen Seil am Wandhaken fest
>> machen, das reisst dann in Extremsituationen.
>Hab ich früher auch so gemacht funzt prima.
>Ich hab dafür immer die Nylonschnur der Stroballen benutzt.
>Trotzdem währe n taschenmesser das man immer griffbereit hat nicht zu
>verachten.
Eventuell kann man sich auch so eine Schotklemme aus dem Segelbedarf
besorgen und die so justieren das bei einer bestimmten Zugstärke das
Seil durchrutscht.
Gruss
Uwe
>Ich moechte hier nochmal, ohne jetzt in die Diskussion direkt einsteigen
>zu wollen,
Schon passiert. ;-)
Zustimmung zum gesamten Rest.
Im Artikel <38a4...@netnews.web.de>, "Barby Kaye" <naf...@t-online.de>
schreibt:
>Meine Meinung, trifft auf ALLES zu, was man mit dem Pferd macht... aber ich
>habe
>den Eindruck, die, die sich mal mit PP und vielen mehr beschäftigt haben, das
>
>sind in deinen Augen die Einzigen, die gefährlich leben, weil ihr Umgang ja
>sooo
>falsch ist und nicht schon 100 bis 200 Jahre erprobt ist.
Aber es ist doch richtig, dass Erfahrung enorm wichtig ist. Und mehr Zeit ist
hier gleich mehr Erfahrung. Langzeitfolgen etc. kann man doch nach ein paar
Jahren noch gar nicht abschaetzen.
>Im Normalfall würde ihm das nichts ausmachen, wir haben sogar heute eine
>riesige
>zusammengeknüllte weisse Silofolie überquert, die hat er vorher noch nie
>gesehen
>und lief hinter mir her, wie ein Hund. Ich erwartete zumindest ein
>Stehenbleiben,
>tat sich aber nichts... sag mal, was habt ihr denn für zustände im Stall,
>rasen
>da immer ein Haufen anderer Pferde vorbei, wenn du vor deiner Box sattelst?
Es gibt immer Situationen, in denen sich auch das liebste und ausgeglichenenste
Pferd erschrecken kann. Und dann???
Rennt es ueber den Hof, vor ein Auto, ein Kind um???
Im Artikel <1e5wqcl.1mf...@p3e9c0eeb.dip.t-dialin.net>,
Anke...@t-online.de (Anke Spix) schreibt:
>und Kicki, die sich bei langem Anbinden ohne Panikhaken (idiotische Idee
>eines gewissen beruehmt-beruechtigten Wanderreiter-Papstes) mal schwer
>verwickelt hatte und nur durch ihr Stillhalten, dass mir das Losmachen
>ermoeglichte, ohne ernste Verletzungen davonkam,
>
>und Caprice, die sich trotz fachgerechtem Anbinden mehrfach den Stick um
>den Hals gewickelt hat,
>
>und Choona,
>die nach einem Sturz in einen Graben sich ruhig liegend aus dem Geschirr
>puzzlen liess,
>
>und Peter, desgleichen,
>
>und Carmina, der Peter mit seinen (eisen)beschlagenen Hufen beim
>Losmachen dauernd gegen die Beine getreten ist und die trotz der dadurch
>verursachten Schmerzen stillgehalten hat
Das ist schoen und zeigt, dass man ohne Vertrauen nicht gut mit einem Pferd
arbeiten kann. Irgendwann wird eine Situation kommen, in der man durch Druck
nichts mehr erreichen kann, und man sich auf darauf verlassen muss, dass das
Pferd sich auf einen verlaesst und deshalb folgsam ist.
Gruesse
Vanessa
>Es gibt dennoch Reitweisen die es ermöglichen, den Zügel "durchhängen" zu
>lassen
>und trotzdem feinste Signale zu vermitteln... aber auch hier kommt es auf
>eine
>GUTE Ausbildung an.
Welche?
Ist es beim Westernreiten z.B. nicht so, dass zu Beginn der Ausbildung auch mit
Ahnlehnung gearbeitet wird, um dem Pferd beizubringen, welche Haltung
vorteilhaft ist etc.?
>Wenn ich "einen
>Spinner" am Ende hätte würde ich mir auch überlegen, ob ich das alles so lose
>
>hermhängen liesse... vorausgesetzt ich würde mit dieser übung beginnen, was
>ich
>bezweifle...
Aber kann nicht jedes Pferd mal spinnen, wenn die Situation entsprechend ist?
(Klar ich weiss, 100% Sicherheit hat man nie, egal wie mans macht. Trotzdem,
wenns irgendwie sicherer geht...)
Gruessi
Vanessa, die sich aergert, weil ihr Auto kaputt ist, und sie jetzt nicht in die
Halle fahren kann. Ob Pferdi sich freut, weil's jetzt ein paar Tage nichts tun
braucht? Ich glaub schon... ;-)
Hallo, Reinhild!
Nachdem ich eben gesehen habe, wie kaputt man Pferde mit so einer als so
"harmlos" verkauften Methode machen kann, bin ich da halt empfindlich...
und ich bin immer stinkwuetend, wenn Leute etwas kopieren, ohne
nachzudenken. Nicht zu denken ist im Umgang mit Pferden ein straeflicher
Fehler... aber es gibt ja zum Glueck sehr viele, die sich Gedanken
machen UND ihrem Pferd Gutes wollen. Liebe allein genuegt eben nicht...
> also, ob die bachblüten wirken weiss ich nicht. immer wenn ich denke, sie
> tun es, macht kaida einen gewaltigen satz nach hinten, bohrt die hinterbeine
> in den boden und versucht vorne eine levade.
Tja, ich hatte auch gefuerchtet, dass sie in so einer Situation wenig
wirksam sein koennten. Immerhin ist sie natuerlichem Pferdeverhalten
ziemlich entgegengesetzt. Und besser waeren haeufigere Gaben gewesen...
es gibt ja eine Menge Faktoren, warum es nicht klappen koennte,
moeglicherweise habe ich Kaidas Situation auch falsch eingeschaetzt und
die Mischung falsch zusammengestellt. Naja, da kann man nix machen. War
eben eine Moeglichkeit, haette ja besser werden koennen.
zirkuslektionen werde ich ihr
> besser einmal nicht beibringen, wer weiss, ob wir beide die natürliche
> bewegung von der angelernten unterscheiden können, und in welcher
> situation...
.. :-)) Muss sie ja auch nicht unbedingt lernen.
Ich bin inzwischen so weit, dass ich es ganz schoen faende, wenn ich
meine Pferdis zu einer Levade an der Hand bekaeme, aber es muss wirklich
nicht sein, und ich kann auch gut drauf warten... inzwischen weiss ich
aber auch, dass Levade und Steigen nicht viel miteinander gemein haben.
>
> ales liebe und danke,
Oh, nicht der Rede wert,
Anke,
der gerade zu dem Thema hier zwei Zitate in die Finger gekommen sind:
"Dank meiner vierjaehrigen Feldenkrais-Ausbildung begann ich zu
begreifen, dass Schmerzen im Koerper eines Pferdes zu Widerstand und
schlechtem Verhalten, zu den sogenannten Widersetzlichkeiten, fuehren
koennen."
Linda Tellington-Jones
"Arbeiten Sie lieber (als an "unterwuerfigen" Uebungen wie
Rueckwaertsrichten oder Kompliment) an Uebungen, die Ihr Pferd stolz und
mutig machen"
Bent Branderup
Hallo!
> Das ist schoen und zeigt, dass man ohne Vertrauen nicht gut mit einem
> Pferd arbeiten kann. Irgendwann wird eine Situation kommen, in der man
> durch Druck nichts mehr erreichen kann, und man sich auf darauf verlassen
> muss, dass das Pferd sich auf einen verlaesst und deshalb folgsam ist.
Genau das. Habe ich aber ein Pferd nur "erzogen" und es gehorcht zwar,
aber es vertraut mir nicht, dann koennen solche Situationen
lebensbedrohlich eskalieren - fuer das Pferd, den dazugehoerigen
Menschen und evtl. auch andere Unbeteiligte. Denn spaetestens in solchen
Situationen laesst entweder der "Erziehungsdruck" erheblich nach, und
die Panik kommt an die Oberflaeche, oder ich als Mensch bin dem Pferd
gaenzlich gleichgueltig, denn in solchen Situationen ist es sich dann
zunaechst mal selbst der naechste.
Aber schoen an meinen durchlebten Situationen war ja trotz meiner
durchaus nicht geringen Angst, dass wir uns gegenseitig so weit
vertrauen konnten - alle meine Hottis seien dafuer heftig umarmt!
Tschuess,
Anke
und die Liebenswuerdigen
Hallo, Nicole,
>
> PEACE????
Ich greife niemanden an, der nicht zuvor mich oder meine Ideale
angegriffen hat... bin naemlich selber harmoniesuechtig. :-)
>
> Nicole, die glaube keine angelernte Dominanz hat... sondern nach eigenem
> Gutdünken lobt oder straft...
Solange man dabei seine gesunde Selbstkritik nicht verliert, ist das
doch der idealste Weg zur "gewachsenen" Dominanz. ;-)
Ich bin ja auch kein Verteidiger von anti-autoritaerer Erziehung fuer
Pferde - im Gegenteil.
Aber, wie gesagt, wenn man die Anzeichen zu deuten gelernt hat und dann
genug Pferde zu sehen bekam, die "kaputt-dominiert" wurden, dann ist man
empfindlich auf dem Fleck geworden.
Nichts fuer ungut,
Anke,
mit mitfuehlenden Gedanken an Mona, Fortuna und zwei nicht ganz
rassereine Andalusier, deren Namen sie nicht kennt.
Hallo an alle!
Ich habe zwar nichts wirklich dazu beizutragen. Ich muß aber bei den
Artikeln über gehorchen, aber auch vertrauen an eine Situation mit
meinem Pferd denken.
Er hat sich mal in unserer Halle beim laufenlassen gewälzt und sich
dabei festgelegt. Er lag dann quasi auf dem Rückan an die Wand
gelehnt (sah echt zum schreinen aus;) und konnte sich weder von dieser
weckdrücken noch wieder zurückdrehen. Er hat dann geduldig gewartet
bis ich kam und gewartet, bis ich ihn mit noch jemandem anfing, ihn
von der Wand weg über den Rücken zurückzudrehen. Er blieb dabei echt
ruhig und hat nur einmal mit den vorderbeinen etwas gerudert, wohl um
mitzuhelfen ab dem Punkt, wo er wieder selber was machen konnte.
Wenn ich das so überdenke ist das wohl auch eine der Situationen, wo
man einfach dummerweise am anderen Ende der Halle war und einfach
nicht schnell genug war, damit man sowas verhindern könnte; in denen
man froh ist, wenn das Pferd nicht in Panik gerät und vertrauensvoll
auf Hilfe wartet. Weiß nicht, ob dann vielleicht was passiert wäre.
In diesem Sinne
Andrea, und Elliot, der es sich an der Wand bequem machte ;)
>Welche?
>Ist es beim Westernreiten z.B. nicht so, dass zu Beginn der Ausbildung auch mit
>Ahnlehnung gearbeitet wird, um dem Pferd beizubringen, welche Haltung
>vorteilhaft ist etc.?
Genau richtig, deshalb schrieb ich hier irgendwo einmal, dass ich meinem Pferd
das Nechgeben erst beibringen muss/musste...
>kann nicht jedes Pferd mal spinnen, wenn die Situation entsprechend ist?
Richtig. Und wie Du ebenfalls schon angemerkt hast, kann das in jeder
alltäglichen Situation passieren... dennoch sollte man sein Pferd doch gut genug
kennen, oder das, mit dem man arbeitet, um zu wissen "wie es heute so drauf ist"..
Grüsse
Nicole
ich war in der Tat etwas geladen, sorry... du scheinst einen Artikel nicht
gelesen zu haben, dort schrieb ich, dass ich nichts gegen das Anbinden habe und
ich mein Pferd unangebunden niemals ohne Aufsicht lasse denn: Vertrauen ist gut,
Kontrolle ist besser.
>spazieren - aber das ist auch was anderes. Wenn ich mich auf
>oeffentliche Wege begebe, dann ist mein Pferd in Begleitung einer
>kompetenten Person, die Schaden vermeiden, aber manchmal auch nicht
>verhindern kann. Ich verletze also nicht meine Aufsichtspflicht, wenn
>mir das Pferd abhaut, ebenso, wie wenn ich beim Ausreiten runterfallen
>wuerde. So. Wenn ich aber mein Pferd nicht anbinde und es sich aus dem
>Staube macht, ist es mindestens grobe Fahrlaessigkeit, wenn was
>passiert. Unterschied klar?
>
>Also nix fuer ungut und mit der Bitte um einen weniger gereizten Ton,
Ok...muss mich hier wohl erst dran gewöhnen... ist schon richtig, manchmal kann
man vielleicht den einen oder anderen nicht verstehen, weil man das gesamte bild
erst Stück für Stück aufbauen muss...
>Katje + Apollo, der definitiv kein Fussballfan ist - am Platz wollte
>er nicht mal gucken...
>
Nicole
..und Bernie, der Fussbälle liebt und mit hinterher läuft, wenn sie sie
wegschiesst...
>Aber es ist doch richtig, dass Erfahrung enorm wichtig ist. Und mehr Zeit ist
>hier gleich mehr Erfahrung. Langzeitfolgen etc. kann man doch nach ein paar
>Jahren noch gar nicht abschaetzen.
Ja, ist richtig. Daher haben ja auch viele Menschen Angst vor dem Pferd, weil
man nie zu 100 icher sein kann und es sich bei einem Pferd um keine Maschine
handelt.
>Es gibt immer Situationen, in denen sich auch das liebste und
ausgeglichenenste
>Pferd erschrecken kann. Und dann???
>Rennt es ueber den Hof, vor ein Auto, ein Kind um???
Unwahrscheinlich weil der Hof von Hügeln eingegrenzt ist, also sooo unvernünftig
bin ich nicht, dass ich z. B. mitten in der hauptstadt...übertrieben ausgedrückt..
mein Pfer unangebunden ohne Aufsicht lasse. Ein Pferd kann aber nicht nur in
solchen Situationen abhauen und Schaden anrichten, dass kann Dir auch passieren,
wenn Du spazieren gehst oder runterfällst. Geht man in solchen Situationen nicht
auch ein "Risiko" ein und sollte, wenn man es vermeiden will, nicht lieber sein
Pferd nur auf die Weide stellen...wo der Zaun ja mal kaputt sein könnte, weil ein
Auto reingefahren ist...
>Das ist schoen und zeigt, dass man ohne Vertrauen nicht gut mit einem Pferd
>arbeiten kann. Irgendwann wird eine Situation kommen, in der man durch Druck
>nichts mehr erreichen kann, und man sich auf darauf verlassen muss, dass das
>Pferd sich auf einen verlaesst und deshalb folgsam ist.
Nicole
..und Sunny, die sich mit ihrem Vorderbein in dem Eisengestänge einer
Schubkarre verhakt hat und mich ihr hat helfen lassen, das Bein wieder frei zu
bekommen...
..und Maja, mit der sie samt fohlen auf dem Reitplatz ritt, als auf der Weide
ein Stromtrafo explodierte und die einzige Reaktion ein Sprung nach vorne war...
..und Barney, der mal mit sammt Latte am Ende eines Strickes nur 3 Meter weiter
lief und so tat, als wäre nicht passiet und sich schön in Ruhe diesen hat
entfernen lassen.
Stimmt Vanessa, Dominanz alleine bewirkt nichts, richtig angewendet hilft sie
aber mehr, als sie schadet.
>Gruesse
>Vanessa
Grüsse
Nicole
>Im Artikel <38a4...@netnews.web.de>, "Barby Kaye" <naf...@t-online.de>
>schreibt:
>
>>Es gibt dennoch Reitweisen die es ermöglichen, den Zügel "durchhängen" zu
>>lassen
>>und trotzdem feinste Signale zu vermitteln... aber auch hier kommt es auf
>>eine
>>GUTE Ausbildung an.
>
>Welche?
>Ist es beim Westernreiten z.B. nicht so, dass zu Beginn der Ausbildung auch mit
>Ahnlehnung gearbeitet wird, um dem Pferd beizubringen, welche Haltung
>vorteilhaft ist etc.?
Zuerst wird auch mit Wassertrense augebildet, Stangengebiss gibts nur
für fertige Pferde .
Gruss
Uwe
Sorry-Bessserung gelobend, Tina und die Jungs...
Vieles von dem, was Du postest ist richtig.
Bloß Denk doch bitte in Zukunft mehr darüber
nach, ob dein Beitrag wirklich eine Bereicherung der
Diskussion darstellt. Oftmals, ist dies nicht der Fall und
man gewinnt den eintruck, da postet einer mal wieder
nur, um auf sich aufmerksam zu machen.
Im allgemeinen nennt man Menschen mit einem
derartigen Verhalten "Dummschwätzer"
Und ein Dummschwätzer willst Du doch nicht sein,
oder?
Daher also, erst "Denke" einschalten, dann posten.
Cio
Christian Frasch
Anke Spix schrieb:
> Barby Kaye <naf...@t-online.de> wrote:
>
> Hallo!
>
> I
> Ein schlecht veranlagtes Pferd - z.B. den durchschnittlichen "Kopf-und
> Schweif-in-die-Hoehe"-Araber dazu zu bekommen, ist nahezu aussichtslos,
> da dieser bei jedem Strecken nach unten erst mal eine schmerzhafte
> Dehnung seines meist verkuerzten Trapezmuskels ertragen muesste, was ihn
> natuerlicherweise erst mal den Kopf sofort wieder heben laesst und
> ebenso natuerlich weiteren Versuchen zu diesem Thema abgeneigt werden
> lassen duerfte.
> I
Hallo Anke,
als ich Deinen Beitrag durchlas und an o.a. Stelle kam fiel mir folgende
Begebenheit ein, die ich mit einem 21 jährigen Vollblut-Araber vor kurzem
erlebt hatte.
Dieser Araber steht mit meinem Blüter im Offenstall. Da seine Besitzerin ihn
wegen eines Unfalls nicht reiten kann, habe ich ihn ab und zu in der Halle -
je nachdem wie sie besetzt war - an der Longe oder frei laufend nur mit
Halfter bewegt. Da er von seiner Besitzerin immer nur Galopp mit hoch
erhobenem Kopf und weggedrückenten Rücken kennt ob Halle oder Gelände,
dachte ich mir, ihn nur traben zu lassen. Ich wollte einfach sehen, ob er
nicht irgendwann den Kopf herunter nimmt.
Nachdem er begriffen hatte, daß er nur traben soll - und er begriff es
schnell - dauerte es gar nicht lange als er zuerst nur für ein zwei
Trabschritte den Kopf fallen ließ. Ich begann ihn sofort zu loben. Die
trabreprisen mit Nase am Boden wurden immer länger. Am nächsten Tag hatte
ich die Möglichkeit, ihn frei laufen zu lassen. Also wieder nur
Trapparbeit. Er war schon nach fünf Minuten traben soweit, den Kopf fallen
zu lassen, manchmal eine ganze lange Seite entlang.
Nun kommt kommt der Clou. Beide Pferde stehen im Paddock des Stalles
nebeneinander. Doch was macht der Araber, er beugt immer seinen Kopf
herunter und wölbt den Rücken auf. Er machte quasi Gymnastik. Das hat er
noch nie gemacht. Jetzt werden sicher viele lachen aber ich kann es mir nur
so vorstellen, daß er die beim Traben die angenehme Erfahrung des
Rückenwölbens vorwärts-abwärts irendwie wiederholen wollte.
Gruß
Jutta
>Ein Pferd kann aber nicht nur in
>solchen Situationen abhauen und Schaden anrichten, dass kann Dir auch
>passieren,
>wenn Du spazieren gehst oder runterfällst. Geht man in solchen Situationen
>nicht
>auch ein "Risiko" ein und sollte, wenn man es vermeiden will, nicht lieber
>sein
>Pferd nur auf die Weide stellen...wo der Zaun ja mal kaputt sein könnte, weil
>ein
>Auto reingefahren ist...
Die Sache ist einfach die:
Manche Risiken kann man vermeiden, andere nicht. Erstere muss man ausschalten,
mit letzteren muss man leben.
>Stimmt Vanessa, Dominanz alleine bewirkt nichts, richtig angewendet hilft sie
>aber mehr, als sie schadet.
Eben, nur muss man dabei besonders vorsichtig sein, weil der Schaden sonst
gleich enorm ist.
Gruss Vanessa
>WENN nicht anbinden DANN muss das Hoftor zur Strasse zu sein.
>Alles andere wäre unvernünftig.
Damit das Pferd die Strasse auch findet, oder wie?
Kannst Du das begruenden?
Katje
Huhu Tina -
lange nichts mehr von Dir gelesen gehabt... schoen, dass Du wieder da
bist.
Nur 2 Bitten: Koenntest Du Deinen Newsreader irgendwie so einstellen,
dass man weiss, auf wen Du antwortest? Das wuerde vieles vereinfachen.
Und: Lass Uwe doch einfach in seiner kleinen, beschissenen Welt.
Beschimpf ihn nicht - das ist es nicht wert... schliess Dich lieber
den Leuten an, die sich entschlossen haben, hier mehr Postings zu
Pferdethemen reinzustellen und einen allgemein freundlicheren
Umgangston zu pflegen.
Also, read yer,
Katje + Apollo, der heute so lange traurig blickend am Koppeltor
stand, bis ich ihn geholt und ihm einen Haufen Heu vorgelegt habe -
obwohl ich gar keine Zeit hatte...
genau meine meinung.
da ich mein pferd auch nur dann nicht anbinde wenn die fluchtmöglichkeit
sehr eingeschränkt ist.
mfg vollmi (the door closing Vollmeier René)
>Am Sat, 12 Feb 2000 19:21:50 +0100, meinte Ardenner
><Arde...@ginko.de> in der Nachricht
><gqSlOAnKug3UUr...@4ax.com> sagen zu muessen:
>
>>WENN nicht anbinden DANN muss das Hoftor zur Strasse zu sein.
>>Alles andere wäre unvernünftig.
>
>Damit das Pferd die Strasse auch findet, oder wie?
>Kannst Du das begruenden?
gäähnnn...
Ein Pferd irgendwo in der Botanik hinzustellen, völlig ohne
Begrenzung, kann ein Trimmdicherlebnis werden...
>mein Pferd ist nicht verspannt.
'Verspannt' vielleicht nicht, aber ist er wirklich losgelassen? Die meisten
Pferde sind es naemlich nicht. Diese kleinen und kleinsten Verspannungen
stecken im Detail - ein festgehaltener Muskel hier, ein nicht ganz
ausgeschoepfter Bewegungsradius dort, ein bischen ueber dem Zuegel gehen...
>>Verspannungen im Genick sind immer ein Ausdruck von Verspannungen anderswo im
>>Koerper. Der Trick liegt einfach darin, von vorneherein diese Verspannungen
>>nicht zu erzeugen- also mit der Hand zwar das Gebiss fuehlen, aber immer der
>>Bewegung folgen.
>
>Siehst Du, das ist etwas, was ich nicht möchte... und zwar dauerhaften Kontakt
>zum Pferdmaul. Mein Pferd soll lernen, sich selbst zu tragen und nicht meine
>Zügel als "Gleichgewichtsverstärkung" nutzen.
Wer redet denn davon? Das ist keine Frage von entweder : oder -
selbsverstaendlich will ich die Selbsthaltung; aber deswegen muss ich nicht die
Kommunikation aufgeben. Uebrigens ist der latente Zuegeleinfluss auch beim
Westernpferd vorhanden, teilweise sogar staerker als beim Dressurreiten.
>> Momentanes Annehmen des Zuegels als Hilfe ist OK, aber es muss
>>immer von einem sofortigen Nachgeben gefolgt sein, und nie darf die Hand
>>durchhalten und warten, bis das Pferd nachgibt.
>
>Dies setzte ich voraus, als ich davon schrieb...denn wenn das Pferd nachgibt,
>muss ich es auch tun...ich dachte, dass sei klar...
Das klingt logisch, ist aber trotzdem nicht ideal - der Reiter sollte nachgeben
BEVOR das Pferd reagiert, oder spaetestens in dem Moment, INDEM das Pferd
reagiert, nicht hinterher.
<snip>
>Willst Du mir weis machen, dass du nur bestimmte Körperhaltungen einzunehmen
>brauchst und schon weiss dein Pferd, was es tun soll?
Wenn ich mich richtig 'ausdruecke', ja. Wenn wir uns nicht verstehen, muss ich
an der Kommunikation feilen - aber Dinge wie auf die Schulter zugehen,
vorangehen... sind ihm aus dem normalen Herdenleben schon bekannt.
>>Gar nicht. Ich *bin* der Chef, und mit dem Selbsbewusstsein handhabe ich das
>>Pferd. Das ist in meinem Kopf gar nichts, was in Frage zu stellen waere.
>>Deshalb lese ich auch nicht jedes kleine Zeichen als 'Auflehnung' - der kann
>>mir ja gar nichts anhaben, ich stehe ja weit ueber ihm!
>
>Das finde ich jetzt aber gefährlich. Gefährlich für die, die das lesen und nun
>denken, ich ignoriere alle Arten der Auflehnung und dann bin ich der
>Chef....UWE...BITTE NICHT NACHMACHEN. Aber ich weiss was du meinst, Catja, ich
>verfahre so ähnlich, lasse es manchmal aber doch drauf ankommen.
Da stellt sich die Frage, was sind 'Anzeichen der Auflehnung'? Wenn mein Pferd
sich z.B. von dem Platz bewegt, an dem ich ihm abgestellt habe, stelle ich ihn
zurueck. Ich lasse mich nicht auf 'Machtkaempfchen' ein, sondern korrigiere
gelassen das Problem. Meiner Erfahrung nach ist die Sache mit den Machtkaempfen
oftmals ein Problem des Selbstbewusstsein des Reiters. Lautes Auftreten und
Grosskotzigkeit werden vom Pferd als Zeichen der Angst interpretiert - ruhiges
und selbstbewusstes Auftreten bringt seinen eigenen Lohn.
Wenn ein Pferd einem unheimlich ist, wird es gefaehrlich. Dann hilft nur das
Arbeiten unter Anleitung oder das Abgeben des Pferdes.
Catja
und der Count
>>mein Pferd ist nicht verspannt.
>'Verspannt' vielleicht nicht, aber ist er wirklich >losgelassen?
Warum sollte er es nicht sein. Habe ich irgendetwas geschrieben, was Deine
Vermutung begründet?
>Wer redet denn davon? Das ist keine Frage von entweder : >oder -
selbsverstaendlich will ich die Selbsthaltung; aber >deswegen muss ich nicht die
Kommunikation aufgeben. >Uebrigens ist der latente Zuegeleinfluss auch beim
>Westernpferd vorhanden, teilweise sogar staerker als beim >Dressurreiten.
Aha. Was genau meinst Du da? Wie sieht das der Zügeleinfluss da aus, wenn er
stärker ist? Meinst Du damit, er ist stärker, sprich härter oder meinst Du, er
ist sichtbarer? Beim Turnierreiten sollte im Idealfall keine Zügelhilfe sichtbar
sein und beim Ausbilden sind sie natürlich "übertriebener", was nicht heisst
"grob-fahrlässig"...
>>Dies setzte ich voraus, als ich davon schrieb...denn wenn >>das Pferd
nachgibt, muss ich es auch tun...ich dachte, dass >>sei klar...
>Das klingt logisch, ist aber trotzdem nicht ideal - der >Reiter sollte
nachgeben BEVOR das Pferd reagiert, oder >spaetestens in dem Moment, INDEM das
Pferd
>reagiert, nicht hinterher.
Nochmal "aha"... Du ahnst also, in zu welchem Zeipunkt Dein Pferd nachgeben
wird, damit Du schneller nachgeben kannst... interessant. Ich mache das so: ich
erfühle oder sehe, das mein Pferd so reagiert, wie ich es wünsche und gebe prompt
nach, sprich ggf. 1-2 Sekunden zeitverzögert.
>an der Kommunikation feilen - aber Dinge wie auf die Schulter zugehen,
>vorangehen... sind ihm aus dem normalen Herdenleben schon bekannt.
Genau wie das Rückwärts weichen vor dem Chef oder dem, der ranghöher ist...
>Da stellt sich die Frage, was sind 'Anzeichen der >Auflehnung'? Wenn mein
Pferd sich z.B. von dem Platz bewegt, >an dem ich ihm abgestellt habe, stelle ich
ihn
>zurueck.
Genau wie ich.
>Ich lasse mich nicht auf 'Machtkaempfchen' ein, sondern >korrigiere gelassen
das Problem.
Genau, wie ich. Wenn er allerdings die Absicht hat, sich beim Spazierengehen
oder wo auch immer heimlich an mir vorbeizudrängeln, gibt es das nicht, ich bin
der Chef. Das ist in meinen Augen z. B. ein Machtkampf.
>Meiner Erfahrung nach ist die Sache mit den Machtkaempfen
>oftmals ein Problem des Selbstbewusstsein des Reiters. >Lautes Auftreten und
Grosskotzigkeit werden vom Pferd als >Zeichen der Angst interpretiert - ruhiges
>und selbstbewusstes Auftreten bringt seinen eigenen Lohn.
Ist das irgendwie persönlich gemeint? Ich denke falls ja, dass Du das nicht
beurteilen kannst. Für diesen Fall, darf ich Dir erzählen, dass ich gerufen
werde, wenn es darum geht, ein nervöses Pferd in den Hänger zu führen, dessen
Besitzer schon von vorne herein zu geladen ist, um ruhig an die Sache zu gehen.
Glaube mir, meine pupertären Phasen sind vorbei und ich verurteile nichts mehr,
als auf sein Pferd loszugehen.
>Wenn ein Pferd einem unheimlich ist, wird es gefaehrlich. >Dann hilft nur das
Arbeiten unter Anleitung oder das Abgeben >des Pferdes.
Ich denke, wenn einem das Pferd als Wesen unheimlich ist, kommt man gar nicht
auf die Idee, sich damit zu beschäftigen, geschweige denn, ein eigenes zu halten.
>Catja
>und der Count
Nicole
und der Freund von Fred Feuerstein
>>>mein Pferd ist nicht verspannt.
>
>>'Verspannt' vielleicht nicht, aber ist er wirklich losgelassen?
>
>Warum sollte er es nicht sein. Habe ich irgendetwas geschrieben, was Deine
>Vermutung begründet?
Weil die Losgelassenheit gar nicht so einfach zu erreichen ist. Leider sieht
man viele Reitpferde, auch in den hoechsten Klassen, die nicht vollkommen
losgelassen sind. Dafuer kann es unendlich viele Gruende geben, die gehoeren
nicht unbedingt in diesen Artikel.
>>Uebrigens ist der latente Zuegeleinfluss auch beim
>>Westernpferd vorhanden, teilweise sogar staerker als beim Dressurreiten.
>
>Aha. Was genau meinst Du da? Wie sieht das der Zügeleinfluss da aus, wenn er
>stärker ist? Meinst Du damit, er ist stärker, sprich härter oder meinst Du, er
>ist sichtbarer? Beim Turnierreiten sollte im Idealfall keine Zügelhilfe
>sichtbar sein und beim Ausbilden sind sie natürlich "übertriebener", was nicht
>heisst "grob-fahrlässig"...
Da beim Westernreiten der Zuegel durchhaengen soll, sind die einzelnen Signale
oft staerker als das Schliessen des Ringfingers im Dressurreiten. Ausserdem hat
ein durchhaengender Zuegel eine gewisse Eigenbewegung; auch die benutzten
Gebisse und Zuegel sollten nicht uebersehen werden.
>>Das klingt logisch, ist aber trotzdem nicht ideal - der >Reiter sollte
>>nachgeben BEVOR das Pferd reagiert, oder >spaetestens in dem Moment, INDEM
>>das Pferd reagiert, nicht hinterher.
>
>Nochmal "aha"... Du ahnst also, in zu welchem Zeipunkt Dein Pferd nachgeben
>wird, damit Du schneller nachgeben kannst... interessant.
Zuerst einmal gehe ich davon aus, das mein Pferd reagieren wird - ich gebe also
ein kurzes Signal, und warte auf seine Reaktion. Zum anderen kann man meist
spueren, wenn das Pferd anfaengt zu reagieren; spaetenstens dann sollte man
nachgeben. Zum Dritten weiss ich, das ich beim Messen der Kraefte verlieren
werde - wenn ich also anfange zu ziehen oder zu druecken, wird das Pferd immer
in der Lage sein, mir mehr Kraft entgegenzusetzen. Ich darf es also gar nicht
soweit kommen lassen.
>Ich mache das so: ich erfühle oder sehe, das mein Pferd so reagiert, wie ich
>es wünsche und gebe prompt nach, sprich ggf. 1-2 Sekunden zeitverzögert.
In ein oder zwei Sekunden kann viel passieren. Vor allem kann es aber ein Pferd
verwirren - weil die Hilfe noch gegeben wird, waehrend es schon tut, was es
meinte, tuen zu sollen, meint es nun, das das doch nicht das Richtige war.
>>Da stellt sich die Frage, was sind 'Anzeichen der >Auflehnung'? Wenn mein
>>Wenn er allerdings die Absicht hat, sich beim Spazierengehen
>>oder wo auch immer heimlich an mir vorbeizudrängeln, gibt es das nicht, ich
>>bin der Chef. Das ist in meinen Augen z. B. ein Machtkampf.
Als Machtkampf wuerde ich das noch nicht sehen - und wiederum 'korrigiere' ich
nicht, sondern halte ihn an, und gehe wieder voraus.
>>Meiner Erfahrung nach ist die Sache mit den Machtkaempfen
>>oftmals ein Problem des Selbstbewusstsein des Reiters. >Lautes Auftreten und
>>Grosskotzigkeit werden vom Pferd als >Zeichen der Angst interpretiert -
>>ruhiges und selbstbewusstes Auftreten bringt seinen eigenen Lohn.
>
>Ist das irgendwie persönlich gemeint? Ich denke falls ja, dass Du das nicht
>beurteilen kannst.
Keinesfalls. Aber im Usenet lesen viele Leute Beitraege, u.U. noch nach Jahren
- also schreibe ich nur sehr selten an eine bestimmte Person gerichtet,
sondern nutze zumeist die Gelegenheit eines Artikels, um mich an die lesende
Allgemeinheit zu wenden.
>>Wenn ein Pferd einem unheimlich ist, wird es gefaehrlich. Dann hilft nur das
>>Arbeiten unter Anleitung oder das Abgeben des Pferdes.
>
>Ich denke, wenn einem das Pferd als Wesen unheimlich ist, kommt man gar nicht
>auf die Idee, sich damit zu beschäftigen, geschweige denn, ein eigenes zu
>halten.
Ich sehe das leider viel zu oft - Reiter, die mit einem bestimmten Pferd
ueberfordert sind, es aber nicht zugeben moegen. Das heisst noch lange nicht,
das *alle* Pferde diesen Effekt haben.
Catja
und der Count (ich bin gaaanz lieb - es sei denn ich will auf die Koppel!)
[dann darfst Du dir keine Loecher ins Hinterbein hauen]
(Na und? ICH WILL RAUS HIER!)
>>>Da stellt sich die Frage, was sind 'Anzeichen der >Auflehnung'?
>>>Wenn er allerdings die Absicht hat, sich beim Spazierengehen
>>>oder wo auch immer heimlich an mir vorbeizudrängeln, gibt es das nicht, ich
>>>bin der Chef. Das ist in meinen Augen z. B. ein Machtkampf.
...oder wenn er in der Box oder auf der Stallgasse entgegen den
sonstigen Usancen meint, er muesste mir mal naeher auf den Pelz
ruecken oder etwas laessiger als sonst (sozusagen elefantig) auf
meine Anwesenheit und meinen lokalen Standpunkt reagieren...
das ist in meinen Augen sehr wohl schon eine Voranfrage: kann ichs mal
probieren? Da heisst es: aufmerksam sein und angemessen reagieren -
das kann genau so nebenbei sein wie seine Anfrage. Nun ist meiner noch
nicht mal 6 , pubertierend und ein ausserordentlich selbstbewusstes
Pferd, was ich in seinem Umgang mit anderen Pferden immer wieder
beobachten kann. Daher bin ich hier etwas sensibilisiert, nach dem
Motto: wehret den Anfaengen. Denn rein koerperlich koennte ich ihm gar
nichts entgegesetzen, mir bleibt also nur: sprich seine Sprache, bleib
am Ball!
Das klappt gut, so dass er eindeutige Aufmuepfversuche meistens und
fast sofort mit Kauen und Lecken begleitet - und ein energisches,
nicht lautes Naaa, oder Lass dass! reicht voellig aus.
Situtationsbedingt erfolgen einige Schreck- Klapse oder
Blitzaktionen.
Man muss sich das vorstellen: ich - 165 hoch, 62 kg schwer , er ,
Widerrist 175, mit hochgerecktem Kopf ueber 2m, 600kg schwer, da muss
einfach etwas etwas anderes funktionieren als ein ultimativer
Machtkampf, und das tut es auch! Er laesst sich durch Koerpersprache
und vorherige Vertrauensarbeit hervorragend dirigieren. Leider
probiert aber bei allen , die er nicht kennt, wie weit er gehen kann.
Ehrliich gesagt, einfacher waere ein schafiges Pferd schon, aber es
reizt mich schon sehr, diese Herausforderung!
>Als Machtkampf wuerde ich das noch nicht sehen - und wiederum 'korrigiere' ich
>nicht, sondern halte ihn an, und gehe wieder voraus.
Das ist in meinen Auge sehr wohl Korrektur, im positiven Sinne. Man
muss die Begriffe Korrektur und Strafe deutlich auseinanderhalten!
Korrektur erfolgt sachlich, nuechtern, ueberlegt und ueberlegen,
souveraen, situationsbedingt.
Und Strafe? Meist ist irgendwas Diffuses von Vergeltung, etwas sehr
Emotionales dabei, das bei der Ausbildung und Erziehung - von wem auch
immer keinen Platz haben sollte. Diese innere Einstellung bringt - mir
jedenfalls - schon viel, und wirkt sich deutlich auf das Handeln aus.
Man muss es allerdings von innen heraus lernen. Von heute auf morgen
geht das nicht. Das was Du Grosskotzigkeit nennst, liegt leider schon
sehr oft in der Luft, wenn man Souveraenitaet vorspielen will, die man
gar nicht hat.
>>>Meiner Erfahrung nach ist die Sache mit den Machtkaempfen
>>>oftmals ein Problem des Selbstbewusstsein des Reiters. >Lautes Auftreten und
>>>Grosskotzigkeit werden vom Pferd als >Zeichen der Angst interpretiert -
>>>ruhiges und selbstbewusstes Auftreten bringt seinen eigenen Lohn.
Stimmt! Hab ich genauso erfahren.
Vor allem lautes Schreien und Herumbruellen scheinen den Pferden die
menschliche Hilflosigkeit zu demonstieren.
Wie mir vor langer Zeit mal ein guter Hundeausbilder gesagt hat, als
ich hilflos mit meinem ersten jungen grossen Hund herumbruellte: Das
hoert sich so an, also ob Du um Hilfe schreist - und er hatte recht.
Dieser Ausspruch hat mich seinerzeit grundlegend zum Umdenken und
-handeln bewogen - mit gutem Erfolg.
Ich habe den Eindruck, das laesst sich auch sehr gut auf Pferde
uebertragen. Wer zuerst schreit, hat verloren.
Liebe Gruessle und tschuess
Elke und Lanius, der kein Oropax braucht, weil seine Alte nicht
bruellt, aber trotzdem manchmal gern welches haette, weil man doch
soooviel eigene Ideen im Kopf hat
--------
Notabene: Die Intelligenz der Menschen ist begrenzt, ihre Dummheit nicht (Stanislaw Lem).
>hallo ihr beiden:-)))
>
>ich freue mich riesig auf sidney 2000 und wer von euch beiden gewinnt:-)))
>
>tendre, der denkt das frauencatchen olympisch werden sollte:-)))
*grins*
Nicole
Das will ich nicht abstreiten, aber schaue Dir mein Pferd bitte erst in Natura
an, ehe Du soetwas vermutest.
>>>Uebrigens ist der latente Zuegeleinfluss auch beim
>>>Westernpferd vorhanden, teilweise sogar staerker als beim Dressurreiten.
>Da beim Westernreiten der Zuegel durchhaengen soll, sind die >einzelnen Signale
>oft staerker als das Schliessen des Ringfingers im >Dressurreiten. Ausserdem hat
>ein durchhaengender Zuegel eine gewisse Eigenbewegung; auch die benutzten
>Gebisse und Zuegel sollten nicht uebersehen werden.
Durchhängend heisst nicht am Boden schleifend und wackelnd auf Teufel komm raus..
jedenfalls nicht dort, wo ich reite.
>Zuerst einmal gehe ich davon aus, das mein Pferd reagieren >wird - ich gebe
also
>ein kurzes Signal, und warte auf seine Reaktion. Zum anderen >kann man meist
>spueren, wenn das Pferd anfaengt zu reagieren; spaetenstens >dann sollte man
>nachgeben.
Sobald ich es spüre höre ich auf und Westernreiten ist eine "Signalreitweise", d.
h. die Hilfen werden prinzipiell kurz gegeben. Kam vielleicht nicht so rüber,
weil ich von Nachgeben sprach, damit meinte ich, ich setze einen Impuls und lasse
das Pferd "in Ruhe", wenn es meiner Aufforderung folgt.
>Zum Dritten weiss ich, das ich beim Messen der Kraefte >verlieren
>werde - wenn ich also anfange zu ziehen oder zu druecken, wird das Pferd immer
>in der Lage sein, mir mehr Kraft entgegenzusetzen. Ich darf >es also gar nicht
>soweit kommen lassen.
Richtig.
>>Ich mache das so: ich erfühle oder sehe, das mein Pferd so >>reagiert, wie ich
>>es wünsche und gebe prompt nach, sprich ggf. 1-2 Sekunden zeitverzögert.
>In ein oder zwei Sekunden kann viel passieren. Vor allem >kann es aber ein
Pferd
>verwirren - weil die Hilfe noch gegeben wird, waehrend es >schon tut, was es
>meinte, tuen zu sollen, meint es nun, das das doch nicht das >Richtige war.
Ich rede hier von einem Pferd, was sich in der Ausbildung befindet. Da kann es
durchaus passieren, ich setze seinen längeren Impuls, dass Pferd macht Ansätze,
dass zu tun, was ich will und überlegt es sich binnen den Bruchteil einer Sekunde
anders. Es führt die Aufgabe nicht richtig aus und wenn ich die Hilfe vorher
schon weggenommen habe, finde ich das nicht so gut. Ich weiss ganz genau, dass es
verstanden hat, was ich will aber es widersetzt sich.
>>>Da stellt sich die Frage, was sind 'Anzeichen der >Auflehnung'? Wenn mein
>>>Wenn er allerdings die Absicht hat, sich beim Spazierengehen
>>>oder wo auch immer heimlich an mir vorbeizudrängeln, gibt es das nicht, ich
>>>bin der Chef. Das ist in meinen Augen z. B. ein Machtkampf.
>
>Als Machtkampf wuerde ich das noch nicht sehen - und >wiederum 'korrigiere' ich
>nicht, sondern halte ihn an, und gehe wieder voraus.
Das ist für mich ein Korrigieren.
>Keinesfalls. Aber im Usenet lesen viele Leute Beitraege, >u.U. noch nach
Jahren
>- also schreibe ich nur sehr selten an eine bestimmte Person >gerichtet,
>sondern nutze zumeist die Gelegenheit eines Artikels, um >mich an die lesende
>Allgemeinheit zu wenden.
Gut...*g*
Wieso nicht? Leider fühlen sich meistens nur die Leute betroffen, die es
ohnehin wissen, oder bei denen es gar nicht der Fall ist.
> liebe grüsse vom flüsternden tendre, der weiss, dass er nichts
weiss....:-))
>
Ich habe hier noch weitere Intelligenzsprüche:
- Intelligenz ist nun meßbar. Dummheit ist noch immer maßlos. (Cybinski,
Nikolaus)
- Die Fähigkeit eines Tieres Schaden zu stiften, ist proportional zu seiner
Intelligenz. Der Mensch hält auch hier die Spitze. (Lorenz, Konrad, Prof.
Dr.)
- Da sie auf der Erde kaum zu finden sind, sucht man immer fieberhafter im
Weltall nach intelligenten Lebewesen. (Schmidt, Alfred Paul)
Bitte nicht böse sein! :-)
Liebe Grüße,
Pamela
und die sie meistens auch nicht verstehen ...
>
> > liebe grüsse vom flüsternden tendre, der weiss, dass er nichts
> weiss....:-))
> >
>
> Ich habe hier noch weitere Intelligenzsprüche:
>
> - Intelligenz ist nun meßbar. Dummheit ist noch immer maßlos. (Cybinski,
> Nikolaus)
>
> - Die Fähigkeit eines Tieres Schaden zu stiften, ist proportional zu
seiner
> Intelligenz. Der Mensch hält auch hier die Spitze. (Lorenz, Konrad, Prof.
> Dr.)
>
> - Da sie auf der Erde kaum zu finden sind, sucht man immer fieberhafter im
> Weltall nach intelligenten Lebewesen. (Schmidt, Alfred Paul)
>
> Bitte nicht böse sein! :-)
>
> Liebe Grüße,
> Pamela
>
lach_schallend !
Super, noch mehr davon !!! (oder wo hast Du sie her?)
Danke, Beat
>Situtationsbedingt erfolgen einige Schreck- Klapse oder
>Blitzaktionen.
Hihi - Blitzaktionen kleiner Leute gegen ihre grossen Pferde (bin
selber 1.68, mein Pferd 1.66 und fast zehnmal so schwer wie ich) - wie
stellt man sich das vor?
- Pferd dreht Besitzer beim Putzen der Hinterhand ploetzlich den
Hintern zu. Blitzartig rennt Besitzerchen ums pferd rum und stellt es
wieder richtig hin.
- Pferd reckt den Kopf in die Stratosphaere, um dem Halfter zu
entgehen. Besitzerchen hat zwei Moeglichkeiten: Hochhuepfen wie ein zu
klein geratener Basketballspieler oder in einem Hoellentempo eine
Leiter ans Pferd lehnen und es dann blitzartig aufhalftern.
Merke: Wenn die Groessenverhaeltnisse unguenstig fuer den Pfleger
sind, muss das Pferd ueberrumpelt oder so lange genervt werden, bis es
aufgibt. Erinnert mich irgendwie an meine kleine Schwester... :)))))
>Und Strafe? Meist ist irgendwas Diffuses von Vergeltung, etwas sehr
>Emotionales dabei, das bei der Ausbildung und Erziehung - von wem auch
>immer keinen Platz haben sollte.
Das ist aber auch nur dabei, wenn sich der Mensch vom Ungehorsam des
Pferdes persoenlich angegriffen fuehlt. Eigentlich ist Strafe
definiert als Reaktion auf ein Verhalten, die bewirkt, dass die
Auftretenswahrscheinlichkeit dieses Verhaltens kleiner wird. Wenn man
das weiss, kann man sich auch mal ueberlegen, was a) wirksam und b)
verhaeltnismaessig ist.
>Wie mir vor langer Zeit mal ein guter Hundeausbilder gesagt hat, als
>ich hilflos mit meinem ersten jungen grossen Hund herumbruellte: Das
>hoert sich so an, also ob Du um Hilfe schreist - und er hatte recht.
SEHR SCHOEN.
Im Nachbarstall gibt es einen Mann, der immer mit seinem Hind
schimpft, wenn der bellt. Ich wuerde ihm am liebsten mal sagen, dass
der Hund sich sicher freut, wenn sein Herrchen immer zurueckbellt ;-))
So long,
Katje, die gestern einem kleinen Maedchen den Kopf gewaschen hat, als
dieses versuchte, mit Gewalt und Schlaegen den Kopf des Pferdes
"runterzukriegen" (und die jetzt die Kleine-Maedchen-Mafia gegen sich
hat ;-)) + Apollo
hi
>Stimmt! Hab ich genauso erfahren.
>Vor allem lautes Schreien und Herumbruellen scheinen den Pferden die
>menschliche Hilflosigkeit zu demonstieren.
>Wie mir vor langer Zeit mal ein guter Hundeausbilder gesagt hat, als
>ich hilflos mit meinem ersten jungen grossen Hund herumbruellte: Das
>hoert sich so an, also ob Du um Hilfe schreist - und er hatte recht.
>Dieser Ausspruch hat mich seinerzeit grundlegend zum Umdenken und
>-handeln bewogen - mit gutem Erfolg.
>
>Ich habe den Eindruck, das laesst sich auch sehr gut auf Pferde
>uebertragen. Wer zuerst schreit, hat verloren.
Nö. Beobachte mal wie sich zwei Stuten verhalten wenn die
Rangordnungskämpfe austragen. Die treten und quiecken das du es
kilometerweit hörst...
Es kommt also nicht nur auf die reine Geräuschentwicklung an sondern
auch auf die Körpersprache drum herum.
Wenn du nur rumbrüllst , dabei wild mit den Armen rumfuchtelst, dann
wird dich dein Pferd auch nicht ernst nehmen.
Aber mal ein lautes" nein" oder "lass das" und sofort danach ganz
normal mit dem Programm weiter machen, das hat sich bewährt.
Pferde brauchen eine klare Körpersprache um sich daran zu orientieren.
Jeder Mensch sollte sich mal 5 Minuten einfach nur still hinstellen.
KEINE Bewegung.
Das mal dazu vergleichen was er im "normalmodus" alles an Signalen von
sich gibt.
Da ist es für das Pferd schon viel schwerer zwischen wichtig und
unwichtig zu unterscheiden.
Also : Mall anbrüllen ok, rumzappeln aber nicht.
Gruss
Uwe
muessen wir gar nicht ;-)
Hilft nur manchmal den Absturzschock zu ueberwinden, wenn man denkt,
man sein nun mal wirklich auf dem richtigen Pfad, und prompt kommt
einer daher, der es entweder wirklich besser weiss (dann hat man
Glueck gehabt, das ist der Idealfall) oder einer, der nur meint, er
wuesste es besser und der eigentlich lieber schweigen sollte - meist
sind diese Vertreter die lautesten.
So ist das gemeint - mit einem nicht ganz kleinen selbstironischen
Grinsen ;-)
In der Hoffnung, vieeele postings zu bekommen von Leuten, die mehr
wissen als ich <vbg>
>>
>> Notabene: Die Intelligenz der Menschen ist begrenzt, ihre Dummheit nicht
>(Stanislaw Lem).
>
>
>*flüster* hallo elke...psssssssssssst.....
>
>wieso müssen wir uns hier mit zitaten sagen, wie dumm wir sind?
>
>liebe grüsse vom flüsternden tendre, der weiss, dass er nichts weiss....:-))
Mit lieben Gruessen
Elke
--------
--------
hi elke
darf ich auch posten wenn ich dümmer als ( oder wie..) du bist?:-)
es sind tolle weisheiten, keine frage, richtig sind sie auch noch....aber
hat es etwas mit der ng pferde zu tun?
sollen sich am schluss nur noch leute wie stefan ungemach trauen zu
schreiben?
oder sind wir ein chat von menschen mit gleichem hobby?
du heisst lorenz? so viel ich weiss, ist folgendes zitat von lorenz:
seit dem ich die menschen kenne, liebe ich die tiere.....
ganz liebe grüsse von tendre....der immer sein herz auf der zunge trägt,
undiplomatisch ist und hofft, du magst ihn trotzdem ein klein
wenig?????....:-)))
Ich fand den Spruch einfach nur generelll auf meine gegenwaertige
reale Erfahrungwelt passend, weil es sowohl in Reiter-, Hunde-,
Katzen- und mit Sicherheit auch sonstigen Kreisen selbsternannte
Propheten gibt, die alle Welt missionieren wollen und dabei immer mehr
offenbaren, wie wenig Ahnung sie eigentlich haben. Vielleicht war das
der Fehler, denn es hat aber absolut GAR nichts mit der NG bzw.
engagierten Postlern zu tun, erstens weil ich mir ein Urteil noch gar
nicht wieder erlauben kann, zweitens, weil das auch nicht meine Art
ist.
Es tut mir schon leid, den Spruch gebracht zu haben, und wie ich schon
erklaert habe, sollte er eine gehoerige Portion Selbstironie
beinhalten, weil ich selbst (und vielleicht bei genauem Betrachten der
eine oder andere auch) zu aehnlichen Auswuechsen neige.
Wenn das nicht so angekommen ist, nehme ich das ausdruecklich mit dem
Ausdruck des ausdruecklichen und ehrlichen Bedauerns zurueck und
beteuere, dass ich keineswegs klueger als andere bin (dannn wuerde ich
hier nicht schreiben und um Rat bitten) und hoffe, wieder freundlich
in den Kreis der sich redlich um das Wohl unserer Hottis Bemuehenden
aufgenommen zu werden.
Dazu nehme ich zur Kenntnis, dass die Lockerheit des Umgangstons, die
ich irgendwie in Erinnerung hatte, entweder abhanden gekommen ist oder
dass ich mich falsch erinnere. Kann ja auch sein, dass ich
Diskussionen nicht mitbekommen habe, die beim einen oder anderen
Empfindlichkeiten hervorgerufen haben, die ich nicht kenne.
Also dann, sorry, war alles keinesfalls boese oder ueberheblich
gemeint. Puh, sich den Schweiss von der Stirn wischend
Elke (ohne Lanius, der fressend oder schlafend oder doesend in seiner
Box steht und mit all den diplomatischen Verwicklungen nix zu tun
haben will)
>darf ich auch posten wenn ich dümmer als ( oder wie..) du bist?:-)
>
>es sind tolle weisheiten, keine frage, richtig sind sie auch noch....aber
>hat es etwas mit der ng pferde zu tun?
>sollen sich am schluss nur noch leute wie stefan ungemach trauen zu
>schreiben?
>
>oder sind wir ein chat von menschen mit gleichem hobby?
>
>du heisst lorenz? so viel ich weiss, ist folgendes zitat von lorenz:
>
>seit dem ich die menschen kenne, liebe ich die tiere.....
>
>
>ganz liebe grüsse von tendre....der immer sein herz auf der zunge trägt,
>undiplomatisch ist und hofft, du magst ihn trotzdem ein klein
>wenig?????....:-)))
>
--------
liebste elke:-))
kinder schlüpfen gerne in die schuhe von mamma:-))
> Wie ueberhaupt dieses Notabene auf keinen in der NG gemuenzt ist, dazu
> bin ich nach langer Pause erst wieder viel zu kurz dabei und kann auch
> gar niemanden persoenlich meinen.
> Wenn ich jemanden auf dem Kieker haette, wuerde ich das auch direkt
> sagen und nicht auf Umwegen. Eigentich hatte ich mich drauf gefreut,
> mal wieder in der NG mitzumachen.
freue mich darauf, dass eine so kluge und wunderschöne frau...gleich einer
rose, frisch wachgeküsst vom morgentau, sich hier äussert....:-))
>
> Ich fand den Spruch einfach nur generelll auf meine gegenwaertige
> reale Erfahrungwelt passend, weil es sowohl in Reiter-, Hunde-,
> Katzen- und mit Sicherheit auch sonstigen Kreisen selbsternannte
> Propheten gibt, die alle Welt missionieren wollen und dabei immer mehr
> offenbaren, wie wenig Ahnung sie eigentlich haben. Vielleicht war das
> der Fehler, denn es hat aber absolut GAR nichts mit der NG bzw.
> engagierten Postlern zu tun, erstens weil ich mir ein Urteil noch gar
> nicht wieder erlauben kann, zweitens, weil das auch nicht meine Art
> ist.
>
wundervolle worte einer göttin die durch abwesenheit die ng zur wüste werden
liess...:-)) eine fata morgana, eine oase für alle lesenden...:-))
> Es tut mir schon leid, den Spruch gebracht zu haben, und wie ich schon
> erklaert habe, sollte er eine gehoerige Portion Selbstironie
> beinhalten, weil ich selbst (und vielleicht bei genauem Betrachten der
> eine oder andere auch) zu aehnlichen Auswuechsen neige.
eben...deswegen traf er mitten ins herz.....doch die wunde ist
abgebunden...der bypass gelegt...das herz schlägt weiter...:-))
>
> Wenn das nicht so angekommen ist, nehme ich das ausdruecklich mit dem
> Ausdruck des ausdruecklichen und ehrlichen Bedauerns zurueck und
> beteuere, dass ich keineswegs klueger als andere bin (dannn wuerde ich
> hier nicht schreiben und um Rat bitten) und hoffe, wieder freundlich
> in den Kreis der sich redlich um das Wohl unserer Hottis Bemuehenden
> aufgenommen zu werden.
in die geometrische und grafische und zyklische und alle anderen mitten die
es so geben mag...:-))
> Dazu nehme ich zur Kenntnis, dass die Lockerheit des Umgangstons, die
> ich irgendwie in Erinnerung hatte, entweder abhanden gekommen ist oder
> dass ich mich falsch erinnere. Kann ja auch sein, dass ich
> Diskussionen nicht mitbekommen habe, die beim einen oder anderen
> Empfindlichkeiten hervorgerufen haben, die ich nicht kenne.
nein...es waren wohl worte aus der finsterniss an die herrin des
lichts....magst du verzeihen? dem einten, der es wagte aus dem untergrund
hinauf zu proleten?
> Also dann, sorry, war alles keinesfalls boese oder ueberheblich
> gemeint. Puh, sich den Schweiss von der Stirn wischend
>
bittet um das tuch dass die perlen ihres schweisses sammelte.....:-))
> Elke (ohne Lanius, der fressend oder schlafend oder doesend in seiner
> Box steht und mit all den diplomatischen Verwicklungen nix zu tun
> haben will)
tendre, der lieber nett und freundlich und charmant ist denn
diplomatisch...:-)
bussi?...ein tendre® versöhnungsbussi....wenn du es nicht annimmst, musst du
es real zurückgeben...smile:-))
Ich habe eine CD-Rom mit 77.000 Zitaten. Allerdings habe ich es noch nicht
geschafft, alle Zitate zu lesen. Leider gibt es keine guten Pferde-Sprüche.
- Ist es nicht schrecklich, daß der menschlichen Klugheit so enge Grenzen
gesetzt sind und der menschlichen Dummheit überhaupt keine? (Adenauer,
Konrad)
- Menschenkenntnis dämpft die Menschenliebe, Tierkenntnis erhöht die
Tierliebe. (Grzimek, Bernhard, Dr.)
Liebe Grüße,
Pamela
> Hallo Pamela,
> danke fuer die Sprueche sind gut, werde sie in meine Sammlung
> aufnehmen *immer noch breit grinsend
> Genau, woher hast du sie?
> Elke
> >lach_schallend !
Ich glaube da bist Du doch etwas streng!
Es tut doch gut zwischendurch einmal lachen zu können, und das beste Lachen
ist immer noch über sich selbst!
tendre <ten...@smile.ch> a écrit dans le message :
88er4l$o2a$1...@news1.sunrise.ch...
> hi elke
>
> darf ich auch posten wenn ich dümmer als ( oder wie..) du bist?:-)
Wie willst Du messen, wer dümmer ist als wer?
>
> es sind tolle weisheiten, keine frage, richtig sind sie auch noch....aber
> hat es etwas mit der ng pferde zu tun?
Ja, hast Du nicht in einem anderen Posting "gemeckert", dass die Themen so
absolut hochintellektuell sind?
Diese Sprüche geben mir den Mut, auch als wenig Wissender mal was zu sagen,
immer in der Hoffnung, dass ein Wissender mich anschliessend erleuchtet! Und
um Freude an Pferden zu haben muss man keinen Universitätsabschluss haben!
Aber es ist auch wahr, wie soll ich die Freude und das Vergnügen
beschreiben, das mir ein Ritt im tiefen Pulver- Neuschnee bei wildem
Schneetreiben bereitet hat? Das kann man nicht mit Worten ausdrücken, das
tönt banal, das muss man erlebt haben!
(Da kommt dann sicher noch jemand und sagt das sei Tierquälerei, ein Pferd
unter solchen Bedingungen zu reiten!)
Und weiter regen mich diese Zitate doch auch zum Nachdenken an und bringen
mich dazu vom hohen Ross zu steigen, der ich ja so intelligent bin!
(ironie). Selbsterkenntnis ist der beste Weg zur Besserung, ich weiss dass
ich nichts weiss, ist schon ein weiterer Schritt zur Perfektion, die, da bin
ich sicher, so nach zwei bis dreihundert Jahren sicher erreicht werden kann!
> sollen sich am schluss nur noch leute wie stefan ungemach trauen zu
> schreiben?
>
> oder sind wir ein chat von menschen mit gleichem hobby?
>
Ich glaube für viele ist das Pferd nciht nur Hobby sondern auch Beruf und
vielleicht sogar Lebensinhalt. Ich bin denen dankbar, dass ich auf diesem
Weg an ihrem Wissen teilhaben darf. Das meiste kann man ja nicht unmittelbar
brauchen, weil man nicht vor der Situation steht, aber ich finde, dass
(fast) alles dazu mithilft meinen Horizont zu erweitern und damit meine
Dummheit (=Nichtwissen) zu verkleinern....
> du heisst lorenz? so viel ich weiss, ist folgendes zitat von lorenz:
>
> seit dem ich die menschen kenne, liebe ich die tiere.....
>
Siehst Du, Du findest auch die passenden Sprüche :-)))
>
> ganz liebe grüsse von tendre....der immer sein herz auf der zunge trägt,
> undiplomatisch ist und hofft, du magst ihn trotzdem ein klein
> wenig?????....:-)))
>
>
Bleib wie Du warst!
Herzliche Grüsse
Beat
Hugh-er hat gesprochen... der Weise ....
Pherdepsych.Doc. Prof Superschlau.
Ich brülle mallllll.... und quieke dann wie eine Stute, damit man es
kilometerweit hören kann....so. Nun bin ich artgerecht???
Tina
Liebe Grüße, Tina
IkarusPikAs schrieb:
Paß nur auf, daß Du dann nicht von manchen als Stute erkannt wirst, das
könnte eigenartige Folgen haben ... :)))
Ciao Tobias
>
> Tina
>tendre, der lieber nett und freundlich und charmant ist denn
>diplomatisch...:-)
Was Du bewiesen hast, wirklich seehr charmant ;-)
Werd ich mal meinem Goettergatten zu lesen geben, damit er lernt, wie
sich ein Gentleman ausdrueckt <vbg>
>bussi?...ein tendre® versöhnungsbussi....wenn du es nicht annimmst, musst du
>es real zurückgeben...smile:-))
>
Klar, das tendre® versoehnungsbussi nehme ich doch sofort und gerne an
- ein Elke®versoehnungbussi geht hiermit retour auf die Reise.
Schoenen Tag noch,
Elke, die sich gleich mal auf die Suche nach weiteren klugen Spruechen
macht <g>
--------
*das glück der pferde sind reiter auf der erde*
*ein pferd ohne reiter ist ein pferd, ein reiter ohne pferd nur ein mensch*
liebe grüsse von tendre
danke:-) werde mir aber mühe geben, besser zu werden..*zwinker*...
liebe grüsse von tendre, der dir tolle ritte im pulverschnee wünscht (schon
mal nachts bei vollmond gemacht? suuuuuuper...!!!!
patsch.....volltreffer.....:-)))
wenn das nur keinen neid auslöst...:-))
>
> Schoenen Tag noch,
> Elke, die sich gleich mal auf die Suche nach weiteren klugen Spruechen
> macht <g>
> --------
>
> http://www.e-lorenz.d
herzliche grüsse vom armen tendre...(füllt heute die steuererklärung aus
anstelle reiten...schnief...)
*und füllt seinen teller mit suppe, dann kann er hochschwimmen und über den
rand sehen...ggg*
Lieber Tendre,
>herzliche grüsse vom armen tendre...(füllt heute die steuererklärung aus
>anstelle reiten...schnief...)
.. da bedaure ich Dich zutiefst und druecke Dir die Daumen, dass Du
bald bei Vollmond einen schoenen Ritt durch Pulverschnee auf einem
feurigen edlen Ross (vielleicht begleitet von einer ebensolchen Dame?)
machen kannst.
>
>*und füllt seinen teller mit suppe, dann kann er hochschwimmen und über den
>rand sehen...ggg*
>
(lautlach) seh Dich grad! Kommst von unten und durschstösst grad ein
Riesenfettauge - nein die gute Suppe! (Soll aber keine Anspielung auf
irgendwelche Fettnaepfe sein, ganz ehrlich wirklich gar ueberhaupt
nicht *treuundliebguckt
Liebe Gruesse
Elke
--------
Ich finde es immer wieder bewundernswert, wenn mehrere Personen zusammen einer Meinung sind. Ich für meine Person bin schon immer allein mehrerer Meinungen.(Hans Kasper)
>Das will ich nicht abstreiten, aber schaue Dir mein Pferd bitte erst in Natura
>an, ehe Du soetwas vermutest.
Tja, vermuten tu ich das, weil ich nur sehr, sehr wenige Pferde sehe, die
wirklich vollkommen losgelassen sind. Meiner ist da keine Ausnahme. Frag mal
einen guten Physiotherapeuten, wieviele Pferde er sieht, die wirklich keine
Verspannungen haben, oder einen Masseur, wie es bei Menschen aussieht - die
meisten von uns haben naemlich auch irgendwo latente Verspannungen. Wenn jemand
also sofort sagt 'mein Pferd ist nicht verspannt' dann zweifele ich, und werde
weiter zweifeln.
>>Da beim Westernreiten der Zuegel durchhaengen soll, sind die einzelnen
>>Signale oft staerker als das Schliessen des Ringfingers im Dressurreiten.
>>Ausserdem hat ein durchhaengender Zuegel eine gewisse Eigenbewegung; auch die
>>benutzten Gebisse und Zuegel sollten nicht uebersehen werden.
>Durchhängend heisst nicht am Boden schleifend und wackelnd auf Teufel komm
>raus.. jedenfalls nicht dort, wo ich reite.
Hat ja auch keiner gesagt. Aber um beim Pferd anzukommen, muss das Signal
erstens staerker sein als die Eigenbewegung des Zuegels, und hat zweitens einen
weiteren Weg.
>Westernreiten ist eine "Signalreitweise", d. h. die Hilfen werden prinzipiell
>kurz gegeben. Kam vielleicht nicht so rüber, weil ich von Nachgeben sprach,
>damit meinte ich, ich setze einen Impuls und lasse das Pferd "in Ruhe", wenn
>es meiner Aufforderung folgt.
Das ist dann aber in dem Moment *keine* Signalreitweise. Signalreitweise ist
es, ein Signal zu geben, und aufzuhoeren, egal was danach passiert.
>>In ein oder zwei Sekunden kann viel passieren. Vor allem kann es aber ein
>>Pferd verwirren - weil die Hilfe noch gegeben wird, waehrend es schon tut,
>>was es meinte, tuen zu sollen, meint es nun, das das doch nicht das Richtige
>>war.
>
>Ich rede hier von einem Pferd, was sich in der Ausbildung befindet.
Das ist IMHO jedes Pferd. Auch wenn es eine Lektion gelernt hat, kann man diese
verfeinern - und wenn man es nicht sauber reitet, wird es sich verschlechtern.
Ich reite jedes Pferd, das aus der allerersten Anreitphase hinaus ist, mit den
gleichen Hilfen, und der gleichen Praezision.
>Da kann es durchaus passieren, ich setze seinen längeren Impuls, dass Pferd
>macht Ansätze, dass zu tun, was ich will und überlegt es sich binnen den
>Bruchteil einer Sekunde anders. Es führt die Aufgabe nicht richtig aus und
>wenn ich die Hilfe vorher schon weggenommen habe, finde ich das nicht so gut.
>Ich weiss ganz genau, dass es verstanden hat, was ich will aber es widersetzt
>sich.
Das ist mir noch nicht passiert. Entweder bietet mir das Pferd eine Loesung an
(die nicht die richtige sein muss), oder es macht mir klar, das es meine Hilfe
nicht verstanden hat.
Wenn es ansetzt, dann aber doch nicht ausfuehrt, was Du von ihm willst,
bedeutet in dem Moment doch dass das Pferd die Aufgabe nicht ausfuehren KANN -
vielleicht, weil es nicht die Kraft hat, vielleicht, weil der Reiter es
stoert...
Wenn mein Pferd nicht macht, was ich von ihm wollte, liegt die Schuld bei mir.
Entweder ich habe etwas verlangt, was er nicht ausfuehren kann, oder ich habe
mich nicht klar genug ausgedrueckt, oder ich habe den falschen Zeitpunkt
gewaehlt - aber irgendetwas war da faul. Also pruefe ich, was falsch lief,
stelle die Ursachen ab (wie fehlende Biegung, Pferd nicht geradegerichtet,
Reiter sitzt nicht korrekt, Pferd nicht konzentriert) und frage erneut. Wenn
ich wiederum eine negative Antwort kriege, muss ich die Lektion von anderer
Seite angehen, und meine Arbeit dahingehend aufbauen, dass die geglueckte
Lektion am Ende steht. So kann ich mein Pferd durchgehend fuer seine Versuche
loben und komme gar nicht dahin, mich mit 'Wiedersetzlichkeit' herumschlagen zu
muessen.
>>Als Machtkampf wuerde ich das noch nicht sehen - und >wiederum 'korrigiere'
>>ich nicht, sondern halte ihn an, und gehe wieder voraus.
>
>Das ist für mich ein Korrigieren.
Ja und Nein <g> Es ist in dem Sinne keine Korrektur, weil sie das 'falsche'
Verhalten des Pferdes nicht bestraft, sondern nur einen Zustand
wiederherstellt. Gestern z.B. liess mich mein Pferd beim Spazierengehen hinter
sich - und ich habe ihn machen lassen. 'Machtkampf'??? Keineswegs. Es ging
naemlich steil bergauf, und er ist nunmal schneller als ich. Da war das
vorangehen keine Misachtung meiner Person, sondern nur ein Ausdruck seines
besseren Bewegungsablaufes. Bei einem aelteren Pferd, das gute Manieren hat und
sich jederzeit unterordnet, wenn es verlangt wird, muss man solche Dinge meines
Erachtens nach nicht so genau nehmen.
Catja
und der Count
>Tja, vermuten tu ich das, weil ich nur sehr, sehr wenige Pferde sehe, die
>wirklich vollkommen losgelassen sind. Meiner ist da keine Ausnahme.
Das stimmt, allein schon wenn man bedenkt, wie leicht Verspannungen entstehen
koennen. Das Pferd braucht sich ja nur mal ein bisschen verlegen haben, am
naechsten Tag reitet man nichts ahnend drueber weg, der Muskel wird falsch
beansprucht und beim naechsten Mal ist die Verspannung schon etwas staerker,
usw. bis sie irgendwann bemerkbar, fuehlbar oder sogar sichtbar wird.
Von der natuerlichen Schiefe, die sich nie ganz verliert, mal ganz abgesehen.
> Frag mal
>einen guten Physiotherapeuten, wieviele Pferde er sieht, die wirklich keine
>Verspannungen haben, oder einen Masseur, wie es bei Menschen aussieht - die
>meisten von uns haben naemlich auch irgendwo latente Verspannungen.
Die Schultern sind's bei mir. ;-) Das merkt man normalerweise noch nicht mal
unbedingt selber, weil man sich ja dran gewoehnt hat.
>Wenn
>jemand
>also sofort sagt 'mein Pferd ist nicht verspannt' dann zweifele ich, und
>werde
>weiter zweifeln.
Ganz locker ist wirklich ein hohes Ziel, schwer zu erreichen und in weiter
Ferne. Aber die Frage ist, was ertraeglich ist. Sicher sollte man versuchen
jede Verspannung zu loesen, aber ob man wegen einzelner Verspannungen gleich
die gesamte Losgelassenheit des Pferdes anzweifeln muss, weiss ich auch nicht.
>>Durchhängend heisst nicht am Boden schleifend und wackelnd auf Teufel komm
>>raus.. jedenfalls nicht dort, wo ich reite.
>
>Hat ja auch keiner gesagt. Aber um beim Pferd anzukommen, muss das Signal
>erstens staerker sein als die Eigenbewegung des Zuegels, und hat zweitens
>einen
>weiteren Weg.
Und eine laengere Reaktionszeit. Ausserdem ist es groeber.
>Das ist IMHO jedes Pferd. Auch wenn es eine Lektion gelernt hat, kann man
>diese
>verfeinern - und wenn man es nicht sauber reitet, wird es sich
>verschlechtern.
>Ich reite jedes Pferd, das aus der allerersten Anreitphase hinaus ist, mit
>den
>gleichen Hilfen, und der gleichen Praezision.
Das ist sicher richtig, aber man sollte auch bedenken, dass ein Pferd ein
spitzen Gedaechtnis hat. Es lernt ueber viele Wiederholungen, vergisst dann
aber so schnell auch nichts mehr. Und da muss man dann aufpassen, dass man das
Pferd nicht langweilt. Lektionen sind ja schliesslich eh nur Mittel zum Zweck.
Trotzdem sollte man natuerlich, wenn man eine Lektion fordert, diese auch
moeglichst perfekt reiten, und nicht schludern, "weil's Pferd das ja eh kann."
Wenn man aber eine Lektion bis in die "letzte Schweifspitze" zu verbessern
sucht, kann das leicht Unmut ausloesen.
>>Ich weiss ganz genau, dass es verstanden hat, was ich will aber es
>widersetzt
>>sich.
>Wenn mein Pferd nicht macht, was ich von ihm wollte, liegt die Schuld bei
>mir.
>Entweder ich habe etwas verlangt, was er nicht ausfuehren kann, oder ich habe
>
>mich nicht klar genug ausgedrueckt, oder ich habe den falschen Zeitpunkt
>gewaehlt - aber irgendetwas war da faul.
Das sehe ich auch so. Pferde widersetzten sich beim Reiten aeusserst selten den
Hilfen. In 99% der Faelle liegt die falsche oder fehlende oder mangelhafte
Ausfuehrung an ganz anderen Problemen:
Fehlerhafte Hilfengebung, Unverstaendnis des Pferdes, Mangelnde Kondition,
Schmerzen, Ausbildungsstand, Mangelnde Konzentration, Ueberforderung,
Langeweile, Angst, stoerender Reiter, usw. usw.
>Keineswegs. Es ging
>naemlich steil bergauf, und er ist nunmal schneller als ich. Da war das
>vorangehen keine Misachtung meiner Person, sondern nur ein Ausdruck seines
>besseren Bewegungsablaufes. Bei einem aelteren Pferd, das gute Manieren hat
>und
>sich jederzeit unterordnet, wenn es verlangt wird, muss man solche Dinge
>meines
>Erachtens nach nicht so genau nehmen.
Es sei denn es tritt dir beim Ueberholen in die Hacken. ;-)
Gruesse
Vanessa
>*das glück der pferde sind reiter auf der erde*
>
>*ein pferd ohne reiter ist ein pferd, ein reiter ohne pferd nur ein mensch*
>
>liebe grüsse von tendre
>
"Pferde werden nicht fertig gemacht, sie werden ausgebildet."
"Mache dich zum Herrn der Hinterhand und du bist Herr des ganzen Pferdes."
"Ein gutes Pferd macht noch keinen guten Reiter."
"Erst das Pferd, dann der Reiter."
"Schenk deinem Pferd ein bisschen Glueck, es gibt's dir tausendfach zurueck."
"Ohne Huf kein Pferd."
"Auf ein junges Pferd gehoert ein alter Reiter."
"Wie der Herr so das Gescherr."
"Ein Leben ist zu kurz um das Reiten zu lernen."
Gruesse
Vanessa
> .. da bedaure ich Dich zutiefst und druecke Dir die Daumen, dass Du
> bald bei Vollmond einen schoenen Ritt durch Pulverschnee auf einem
> feurigen edlen Ross (vielleicht begleitet von einer ebensolchen Dame?)
> machen kannst.
da schmilzt ja gleich der schneeweg....achtung an alle ab köln....hochwasser
im anmarsch...gg
>
> (lautlach) seh Dich grad! Kommst von unten und durschstösst grad ein
> Riesenfettauge - nein die gute Suppe! (Soll aber keine Anspielung auf
> irgendwelche Fettnaepfe sein, ganz ehrlich wirklich gar ueberhaupt
> nicht *treuundliebguckt
tauche gleich wieder auf den tellerboden....diiiiieseee augen, dieser
blick....die suppe kocht...bg
>
> Liebe Gruesse
> Elke
> --------
>
> http://www.e-lorenz.de
>
> Ich finde es immer wieder bewundernswert, wenn mehrere Personen zusammen
einer Meinung sind. Ich für meine Person bin schon immer allein mehrerer
Meinungen.(Hans Kasper)
*wer selber arbeitet hat keine zeit geld zu verdienen*
liebe grüsse an fam. elke...wart ihr schon mal bei www.tendre.de ? dort hat
es fotos von ng freunden!:-))
tendre, der auf seiner hp elke vermisst...:-))
ups,... ----- -----
|o o o| |o o o|
|o o o| |ooo o|
----- ----- = 13 gewürfelt.
Dafür gibt's 'ne ...
-----------------------------------------------
| >>>>>>>>>>- Extra-Ereigniskarte -<<<<<<<<<< |
| |
| Gehe in die NG news:de.alt.dummschwatz. |
| Begib Dich direkt dorthin. |
| Gehe nicht über andere Newsgroups. |
| Ziehe nicht neue eMail-Kontakte ein. |
| |
| Du darfst in anderen Newsgroups erst wieder |
| würfeln, wenn ein anderer User bei Dir |
| vorbeikommt, um Dich zu rehabilitieren. |
-----------------------------------------------
| Nimm Deinen Müll mit 'raus, wenn Du gehst! |
-----------------------------------------------
LOL
Aber eins ist unbestritten:
Uwe und Holger sind immer noch die besten Freunde des Menschen.
Der Uwe ist oft mißgestimmt.......
Den Rest gibts per mail auf Anforderung.
>freue mich darauf, dass eine so kluge und wunderschöne frau...gleich einer
>rose, frisch wachgeküsst vom morgentau, sich hier äussert....:-))
...
>wundervolle worte einer göttin die durch abwesenheit die ng zur wüste werden
>liess...:-)) eine fata morgana, eine oase für alle lesenden...:-))
...
>nein...es waren wohl worte aus der finsterniss an die herrin des
>lichts....magst du verzeihen? dem einten, der es wagte aus dem untergrund
>hinauf zu proleten?
Was so eine fertiggestellte Steuererklaerung nicht alles vermag...
Katje
"Erst säuft das Pferd, dann der (Wander-)Reiter...
CU (nüchtern)
Steff
HABEN WILL!!!!
Gruß, Tina
Ja-war sooo krank.... und deshalb nicht in der Arbeit...
Hast recht, doch ab und zu kriegt er eine, der Uwe... aber was solls? ist ja eh
schon ruhiger-gott sei dank...
Das mit dem Newsreader umstellen kann ich nicht... erklärst dus mir?
Liebe Grüße an deinen Göttlichen! und an Dich!
Tina
>Das mit dem Newsreader umstellen kann ich nicht... erklärst dus mir?
Huhu,
was hast Du denn fuer einen Newsreader?
>
>Liebe Grüße an deinen Göttlichen! und an Dich!
DANKE! Apollo laesst auch schoen gruessen...
So long,
Katje, die heute dafuer gesorgt hat, dass es NIE wieder regnet, denn
sie hat heute eine Regendecke in Tarnfarben gekauft ;-) + Apollo, der
ja inzwischen akzeptiert hat, dass seine Putzfrau dauernd mit
irgendwelchen eigenartigen Sachen ankommt...
>Katje, die heute dafuer gesorgt hat, dass es NIE wieder regnet, denn
>sie hat heute eine Regendecke in Tarnfarben gekauft ;-) + Apollo, der
>ja inzwischen akzeptiert hat, dass seine Putzfrau dauernd mit
>irgendwelchen eigenartigen Sachen ankommt...
>
..naja, irgendwie will die Pferdeindustrie ja auch leben...ich sage mir jeden
Monat: ES WIRD NICHTS GEKAUFT und dann... dann finde ich wieder irgendetwas was
ich haben muss, weill ich es mir nicht leihen will...*schimpftaufsichselber*
Nicole und Bernie
--
_____________________________________________________________
NewsGroups Suchen, lesen, schreiben mit http://netnews.web.de
>
>
>>Katje, die heute dafuer gesorgt hat, dass es NIE wieder regnet, denn
>>sie hat heute eine Regendecke in Tarnfarben gekauft ;-) + Apollo, der
>>ja inzwischen akzeptiert hat, dass seine Putzfrau dauernd mit
>>irgendwelchen eigenartigen Sachen ankommt...
>>
>..naja, irgendwie will die Pferdeindustrie ja auch leben...ich sage mir jeden
>Monat: ES WIRD NICHTS GEKAUFT und dann... dann finde ich wieder irgendetwas was
>ich haben muss, weill ich es mir nicht leihen will...*schimpftaufsichselber*
>
aber es funktioniert! Es regnet ueberall, nur nicht da, wo Apollo
wohnt... das ist auch schoen, denn so bleibt die Decke wenigstens
schoen sauber und ordentlich ;-))
Katje + Apollo, der zwar als erster in den Stall darf, aber als guter
"Leithengst" so lange in seiner Box herumeiert, bis die 3 Kleinen auch
da sind - irgendwann kauf ich ihm eine Ponyherde, nur fuer ihn...