Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

Lohnt sich teure Satteldecke?

341 views
Skip to first unread message

Christine

unread,
Jun 7, 2000, 3:00:00 AM6/7/00
to
Guten Abend!

Komme gerade vom Reitshop zurück, wo ich eigentlich nur ein paar
Kleinigkeiten erstehen wollte...seufz....aber jetzt sitze ich hier mit einer
neuen "orthopädischen Sattelunterlage von Equitex/Sagimex mit integriertem
Latexkissen, die angeblich anschmiegsam, stoßdämpfend und atmungsaktiv den
Wärmestau verhindert und Satteldruck vorbeugt und Wundscheuern der
Vergangenheit angehören läßt...ach ja, Pflegestress (beim Waschen der
Decke!) soll es auch keinen geben!

Klingt ja alles echt toll, aber habe ich mich vielleicht zu schnell
hinreissen lassen? Die Decke kostet immerhin 259.-DM!!
Ich reite oft stundenlang durch den Wald, und ich möchte meinem Pferd
wirklich das Beste bieten - aber eben meinem Pferd und nicht dem Händler.

Kann mir jemand etwas über besonders geeignete Sattelunterlagen sagen? Ich
benutze einen Springsattel von Kiefer.


Einen wunderschönen Abend an alle hier!
Christine aus Berlin
.


vollmi

unread,
Jun 7, 2000, 3:00:00 AM6/7/00
to
Hi

"Christine" <34009575...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:8hm4f1$usd$16$1...@news.t-online.com...


> neuen "orthopädischen Sattelunterlage von Equitex/Sagimex mit
integriertem
> Latexkissen, die angeblich anschmiegsam, stoßdämpfend und atmungsaktiv
den
> Wärmestau verhindert und Satteldruck vorbeugt und Wundscheuern der
> Vergangenheit angehören läßt...ach ja, Pflegestress (beim Waschen der
> Decke!) soll es auch keinen geben!

Ich hab die Gleiche Sattelunterlage und bin sehr zufrieden.
Im grunde braucht man ja bei Klassischen Sätteln keine Gepolsterte
Schabracke da der sattel selbst sehr stark gepolstert ist (und ab und zu
aufgepolstert werden sollte).
und wenn der Sattel nicht passt bringt auch die beste Sattelunterlage nichts
mehr.
Ich hab diese Schabracke eigendlich nur wegen des Sattels gekauft da alle
anderen Schabracken die es Gibt für meinen Sattel zu schmal sind.
Aber jetzt würd ich sie nicht wieder hergeben denn keine Hitzestaus mehr,
der Sattel sitzt bomben fest und Die sattellage wird absolut gleichmässig
geschwitzt.

Der einzige Nachteil ist das Waschen, die Schabracke kannst du nur mit 30
Grad maschinenwaschen und ich würde immer zweimal waschen einmal mit
Waschmittel und nachher nur mit klarem Wasser.
Deswegen ist es bei Starker verschmutzung manchmal etwas kritisch.

mfg René


--
----- The nature really doesn't need us but we need the nature. -----
visit : http://www.dolphin-area.de/vollmi
mail to : vol...@dolphin-area.de
ICQ to : 169 185 29

Martina Wuhlgemuth

unread,
Jun 7, 2000, 3:00:00 AM6/7/00
to
hey christine!

also, wir haben diese überlegungen nicht, wir reiten ohne. ohne decke und ohne
sattel. so - das löst aber nicht deine frage. also, mein reitlehrer, war vor 20
jahren
schon um die 70, sagte einmal, das beste ist ein woilach (übersetzung:
baumwolldecke) 3 mal gefaltet.

das wird so weitergegeben. ich hoffe, du fängst was an damit!

tina

Christine schrieb:

> Guten Abend!
>
> Komme gerade vom Reitshop zurück, wo ich eigentlich nur ein paar
> Kleinigkeiten erstehen wollte...seufz....aber jetzt sitze ich hier mit einer

> neuen "orthopädischen Sattelunterlage von Equitex/Sagimex mit integriertem
> Latexkissen, die angeblich anschmiegsam, stoßdämpfend und atmungsaktiv den
> Wärmestau verhindert und Satteldruck vorbeugt und Wundscheuern der
> Vergangenheit angehören läßt...ach ja, Pflegestress (beim Waschen der
> Decke!) soll es auch keinen geben!
>

Reinhild Nuernberger

unread,
Jun 7, 2000, 3:00:00 AM6/7/00
to

vollmi <vol...@dolphin-area.de> schrieb in im Newsbeitrag:
8hm8rb$i8p$1...@bw107zhb.bluewin.ch...

> Hi
>
> "Christine" <34009575...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:8hm4f1$usd$16$1...@news.t-online.com...
> > neuen "orthopädischen Sattelunterlage von Equitex/Sagimex mit
> integriertem
> > Latexkissen, die angeblich anschmiegsam, stoßdämpfend und atmungsaktiv
> den


hallo vollmi,

ich liebäugle schon lange mit dieser sattelunterlage, aber mich stört, dass
sie beim widerrist gerade geschnitten ist. bei cäsar knabberchen hat der
rand am widerrist eingeschnitten. kaida hat wenig widerrist, hier könnte es
gehen - legt sich die decke richtig unter dem sattel?

silken ist doch ein VB - hat sie nicht auch einen hohen widerrist?

gruss,
reinhild


Steff (Stefan Knoll)

unread,
Jun 7, 2000, 3:00:00 AM6/7/00
to
Servus!

Christine <34009575...@t-online.de> schrieb in Nachricht
<8hm4f1$usd$16$1...@news.t-online.com>...

>Komme gerade vom Reitshop zurück, wo ich eigentlich nur ein paar
>Kleinigkeiten erstehen wollte...seufz....aber jetzt sitze ich hier mit
einer

>neuen "orthopädischen Sattelunterlage von Equitex/Sagimex mit integriertem
>Latexkissen, die angeblich anschmiegsam, stoßdämpfend und atmungsaktiv den

>Wärmestau verhindert und Satteldruck vorbeugt und Wundscheuern der
>Vergangenheit angehören läßt...ach ja, Pflegestress (beim Waschen der
>Decke!) soll es auch keinen geben!


Gratuliere - Du hast das Beste gekauft, was Du für GEld kriegen kannst. Wir
haben die Pads als lange Schabracke und ich würde nie mehr was anderes
kaufen! (Auch wenn der Preis schmerzhaft ist...)

Wegen dem Schmutzfaktor haben wir unterm Pferd eine Dekubitusdecke aus dem
medizinischen Fachgeschäft (ca. DM 30), passend geschnitten, die nochmal
angenehm ist und den Dreck und die Haare aus den Pads raushält.

HTH

CU

Steff


IkarusPikAs

unread,
Jun 8, 2000, 3:00:00 AM6/8/00
to
Es geht nichts über einen perfekt sitzenden Sattel! Keine Decke der Welt kann
das wirklich ausgleichen.

Ich bevorzugte reine Lammfelldecken, bzw leicht zu reinigende (60°
Waschmaschine, wegen Pilzen, Bakterien und Hygiene überhaupt-kann man nie
wissen, was sich da warm und feucht vermehrt...)
WENN schon ein Gel-Pad, dann das Action-Pad. Ist Patentiert, sauteuer aber das
Beste was mir in 25 Jahren untergekommen ist. Habe auch 2 Sagimex, die liegen
rum, sind so dick das man das Pferd "schlechter" spürt.
Das ist nur meine Meinung und Erfahrung.

Das Aktion Pad verrwendete ich auch unter einer schönen Schabracke pur auf
Turnieren, denn mein Springsattel ist relativ konservativ (Stübben Siegfried.)

Der andere Esel hatte Maßsattel. So . taschüß.


Tina

vollmi

unread,
Jun 8, 2000, 3:00:00 AM6/8/00
to

"Reinhild Nuernberger" <nuern...@aon.at> schrieb im Newsbeitrag
news:393eb8d4$0$79...@SSP1NO17.highway.telekom.at...

> > > neuen "orthopädischen Sattelunterlage von Equitex/Sagimex mit
> ich liebäugle schon lange mit dieser sattelunterlage, aber mich stört,
dass
> sie beim widerrist gerade geschnitten ist. bei cäsar knabberchen hat der
> rand am widerrist eingeschnitten. kaida hat wenig widerrist, hier könnte
es
> gehen - legt sich die decke richtig unter dem sattel?
> silken ist doch ein VB - hat sie nicht auch einen hohen widerrist?
Yeap hat sie.
Aber die Schabracke passt sehr gut drauf, man muss sie einfach am Anfang
stark in die Kammer stossen.
Dann bleibt genügend Rückenfreiheit und sie Streift nirgends.
Ich bin sehr zufrieden. Einziger nachteil da sie so gross ist passt sie
nicht so gut in die Waschmaschine.

mfg René


--
----- Be a suicide, kill the nature! -----

huwu

unread,
Jun 9, 2000, 3:00:00 AM6/9/00
to
Hi Stefan,
lass dich nicht wild machen, wenn Dein Pferd keine Rückenprobleme hat, würde
ich nicht unbedingt ein so teures Ding drunterlegen. Übrigens geht nichts
über einen gut angepassten Sattel. Was dann drunter liegen sollte ist bei
der produktvielfalt schon fast Geschmackssache. Dicke Decken mit Geldpad
oder Latexeinlage, machen unter Umständen die gute Anpassung des Sattels
wieder zunichte, weil sie den Innenraum zu sehr ausfüllen. Ich hab eine Zeit
lang eine dünne decke mit Gelpad verwendet. Inzwischen ist mir eine Decke
von Kavalkade mit leichter oberflächlicher Schaumaufpolsterung die liebste.
Das Ding kostet etwa 80 Mark und ist pflegeleicht. Mein Pferd fühlt sich
damit wohl und gleichzeitig verhindert die Aufpolsterung ein verrutschen des
Sattels. Grob gesagt, so wenig wie möglich drunter aber soviel wie nötig. An
allem anderen verdient nur der Hersteller. Es gibt ähnliche Decken die
entlang der Mitte noch einen durchbrochenen Gewebeeinsatz haben, damit kein
Hitzestau entstehen kann. Obs tatsächlich soviel bringt, weiß ich nicht.
Steff (Stefan Knoll) <stefan...@t-online.de> schrieb in im Newsbeitrag:
8hmi82$fa7$14$1...@news.t-online.com...

> Servus!
>
> Christine <34009575...@t-online.de> schrieb in Nachricht
> <8hm4f1$usd$16$1...@news.t-online.com>...
>
> >Komme gerade vom Reitshop zurück, wo ich eigentlich nur ein paar
> >Kleinigkeiten erstehen wollte...seufz....aber jetzt sitze ich hier mit
> einer
> >neuen "orthopädischen Sattelunterlage von Equitex/Sagimex mit

Steff (Stefan Knoll)

unread,
Jun 9, 2000, 3:00:00 AM6/9/00
to
Servus Tina!

IkarusPikAs schrieb in Nachricht
<20000608031141...@ng-fz1.aol.com>...


>Es geht nichts über einen perfekt sitzenden Sattel! Keine Decke der Welt
kann
>das wirklich ausgleichen.


1. Klar
2. Wie kommst Du darauf, daß ich ein 3 cm dickes Latex-Pad zum
Ausgleichen einer ungenügenden Paßform brauche/verwende?
3. Bei allem Respekt für "Dein" Reiten - ich reite in der Saison bis zu
12 h an einem Tag (und das in einem - gleichmäßigen - Tempo, das bisher
noch kein Warmblüter auf Dauer (mehrere Tage) mitgemacht hat) und habe
daher einen völlig anderen Anspruch wie Du ihn etwa mit "näher am Pferd"
bezeichnest.

>Ich bevorzugte reine Lammfelldecken, bzw leicht zu reinigende (60°
>Waschmaschine, wegen Pilzen, Bakterien und Hygiene überhaupt-kann man
nie
>wissen, was sich da warm und feucht vermehrt...)


Und ich bin davon abgekommen (für "mein" Reiten), weil die Dinger bei
mehrtägigen Touren dazu neigen, Schmutzkrusten zu bekommen, Dreck nicht
mehr herzugeben, sich bei Nässe zu einem stinkenden Brett zu verwandeln
und weil sie in Anbetracht der Kosten nicht so haltbar sind wie etwa
diese Latex-Dinger. Wir hatten schon Rehfelle, Antilopenfelle (mit
Schwanzerl...), Kieffer und Konsorten-Schabracken, Woilach BW, Woilach
CH, Leinenhandtücher, etc... Uns sind die "Gummis" bisher am liebsten.

>WENN schon ein Gel-Pad, dann das Action-Pad. Ist Patentiert, sauteuer
aber das
>Beste was mir in 25 Jahren untergekommen ist. Habe auch 2 Sagimex, die
liegen
>rum, sind so dick das man das Pferd "schlechter" spürt.
>Das ist nur meine Meinung und Erfahrung.


Das Aktion-Pad hatten wir auch für zwei Jahre in Gebrauch. Ist für lange
Ritte IMHO weniger empfehlenswert, weil es luftundurchläsig ist und daher
die Decke darunter klatschnaß wird - für lange Strecken unerwünscht.

>Das Aktion Pad verrwendete ich auch unter einer schönen Schabracke pur
auf
>Turnieren, denn mein Springsattel ist relativ konservativ (Stübben
Siegfried.)


Für eine halbe Stunde oder mal eine ganze, mit hinterher Zugang zu
frischem Wasser zum Abwaschen des Rücken etc. sicher eine gute Lösung,
aber das ist nicht mein Bedarf. Und die Berliner Christine [es folgt mal
wieder das Plädoyer für Realnamen: Do It!] wollte für stundenlange
Ausritte ein Pad - da ist der turnierorientierte Tip vielleicht verfehlt.

>Der andere Esel hatte Maßsattel. So . taschüß.


Ich würde mir sofort einen Maßsattel machen lassen: Die Paßform fürs
Pferd kann er von meinem jetztigen Holzbock übernehmen, der _paßt_, aber
mein Schinken leidet manchmal mehr, als mir lieb ist... ;-)

Man muß oft jahrelang ausprobieren, ob etwas für das "eigene" Reiten
taugt, da spielt mehr rein, als man glauben mag (als Beispiel z.B. Zugang
zu einer Waschmischine, in der man große Pads problemlos waschen kann -
da werden Lösungen möglich, die man sonst nicht ins Auge fassen wollte.

Viel Spaß und Erfolg beim Ausprobieren.

CU

Steff


IkarusPikAs

unread,
Jun 9, 2000, 3:00:00 AM6/9/00
to
Ja, ich gebe dir recht, für deine Zwecke. Allerdings hat das action -pad auch
eine molton-hülle dabei... empfehle ich aber snicht für deinen Zweck. Ich
ramponierte auch schon einige teure pads, weil ich sie zwischen sattel und
Decke gelegt habe. Ist gut, aber für deinen Zweck möglicherweise ungeeignet.

BTW.: ich schrieb daß es nur meine meinung ist, die du richtig zur
"turnierreiterei" zugeordnet hast. Es war ein pauschaler Rat, für den
"durchscxhnittsreiter" und nicht für extremisten. Oder meinst du nicht, daß
auch andere das hier lesen? da soll sich doch jeder selber was sinnvolles für
sich selber rausholen-oder etwa nicht? deshalb ist mein "Rat", der nur meine
MEINUNG ist (schrieb ich auch gleich dazu, um keine Kritik zu erhalten!) nicht
allgemeingültig. Habe ich nie behauptet.
Und nochwas-um auch Dir einen "Rat" zu geben, es gibt tolle Action-gel-Pad-
Unterhosen für Langstreckenreiter... (Für deinen saftigen Schinken;-)))))
lol...

Liebe Grüße, Tina

Alles Realnamen-nur die von Pferden! ;-))

Steff (Stefan Knoll)

unread,
Jun 9, 2000, 3:00:00 AM6/9/00
to
Servus Tina!

IkarusPikAs schrieb in Nachricht
<20000609031051...@ng-cm1.aol.com>...

>BTW.: ich schrieb daß es nur meine meinung ist, die du richtig zur
>"turnierreiterei" zugeordnet hast. Es war ein pauschaler Rat, für den
>"durchscxhnittsreiter" und nicht für extremisten.

Yep! Aber nachdem die "Ich habe keinen Realnamen-"Christine (bloß?)
stundenlang durch den Wald reitet, ist sie aus Sicht der
"Turnierorientierten" ein bisserl ein Exot. Und da kommt IMO der Tip,
gerade im Zusammenhang mit "näher am Pferd" und "GelPad auf nackter Haut"
eher in falsche "Ohren" als der, diese Pads für längere Ritte zu
verwenden.

>Und nochwas-um auch Dir einen "Rat" zu geben, es gibt tolle
Action-gel-Pad-
>Unterhosen für Langstreckenreiter... (Für deinen saftigen
Schinken;-)))))
>lol...


Selber lol ;-) Mir wurde gerade in Wurmdorf empfohlen, selbst mehr
Schinken zu essen, damit ich einen solchen bekomme... Oder Eier mit
Speck... Hmmmm...

Ich geh dann mal in die Küche ;-)

CU

Steff


Peter Noss

unread,
Jun 9, 2000, 3:00:00 AM6/9/00
to
"Steff (Stefan Knoll)" schrieb:

Hallo Bazi, :)

>
> Yep! Aber nachdem die "Ich habe keinen Realnamen-"Christine (bloß?)
> stundenlang durch den Wald reitet, ist sie aus Sicht der

Tja und in Bayern bekommen nur die Pferde Namen? Da postet Tina
doch her. Sorry Steff aber selbst die Pfaelzer haben Vor- und Nachnamen.
:))))))))))


>
> >Und nochwas-um auch Dir einen "Rat" zu geben, es gibt tolle
> Action-gel-Pad-
> >Unterhosen für Langstreckenreiter... (Für deinen saftigen
> Schinken;-)))))
> >lol...
>
> Selber lol ;-) Mir wurde gerade in Wurmdorf empfohlen, selbst mehr
> Schinken zu essen, damit ich einen solchen bekomme...

Achso hast jetzt also einiges an Speck am Koerper, also angesetzt. :)))

> Oder Eier mit
> Speck... Hmmmm...
>

Halt STOP, sei vorsichtig!!! Machs nicht!!! Lasse es!
Steeeeeeeefff, bleib da!!!!!

>
> Ich geh dann mal in die Küche ;-)
>

Oh jeh, zu spaet. Steff ist jetzt ein Wallach. :(

<SCNR>
:)))))

Gruss
Peter


--
o/~ (tschueueueueus) | http://fsinfo.cs.uni-sb.de/~noss
/| | http://noss.bizland.com
_/ \_____________________| pe...@stud.uni-sb.de


K. Binder

unread,
Jun 12, 2000, 3:00:00 AM6/12/00
to
Huhu,

ich habe mir auf Steffs Rat hin damals auch die Equitex-Schabracke
gekauft und fand sie super. Leider hat sich mit zunehmendem Training
und mehr Ausbildung die Rueckenmuskulatur so veraendert, dass die
Decke jetzt zu Druckstellen fuehrt (trockene Flecken); darum verwende
ich jetzt wieder einen Woilach.
Ich habe noch einen Dressursattel, der mit dem Pad gar nicht mehr
passt; auch hier schafft eine Wolldecke Abhilfe.
Wenn ich mir in der naechsten Zeit einen neuen Langstreckensattel
kaufe, werde ich das Pad sozusagen "integrieren": Der Sattel muss mit
dem Pad zusammen perfekt passen. Das Pad selber ist naemlich klasse,
nur wie schon gesagt wurde - es ist ziemlich dick.

So long,

Katje


Steff (Stefan Knoll)

unread,
Jun 13, 2000, 3:00:00 AM6/13/00
to
Servus Katje

K. Binder schrieb in Nachricht <3944adb6...@news.uni-muenster.de>...


>
>ich habe mir auf Steffs Rat hin damals auch die Equitex-Schabracke
>gekauft und fand sie super. Leider hat sich mit zunehmendem Training

>und mehr Ausbildung die Rueckenmuskulatur so veraendert, dass die
>Decke jetzt zu Druckstellen fuehrt (trockene Flecken); darum verwende
>ich jetzt wieder einen Woilach.


Freut mich, wenn Dich Deine Investition nicht reut... Bei dem Preis. Aber
natürlich ist die Kombination Pad - Sattel zusammen zu sehen, wenn es um
die Paßform geht. Und wenn Dein Hase Muckis kriegt, ändert sich die
Paßform immer, ob mit oder ohne Pad (wenn der Sattel natürlich vorher "zu
groß" war, kann es auch "besser" werden).

>Ich habe noch einen Dressursattel, der mit dem Pad gar nicht mehr
>passt; auch hier schafft eine Wolldecke Abhilfe.


Wenn Du einen CH-Woilach faltest, hast Du ein fast genauso dickes Pad.

>Wenn ich mir in der naechsten Zeit einen neuen Langstreckensattel
>kaufe, werde ich das Pad sozusagen "integrieren": Der Sattel muss mit
>dem Pad zusammen perfekt passen. Das Pad selber ist naemlich klasse,
>nur wie schon gesagt wurde - es ist ziemlich dick.


Meine Rede ;-)

CU

Steff


Katje Binder

unread,
Jun 13, 2000, 3:00:00 AM6/13/00
to
Steff (Stefan Knoll) schrieb:

> Freut mich, wenn Dich Deine Investition nicht reut... Bei dem Preis. Aber

Huhu Steff,ich habe das Pad damals fuer 140 DM oder so gebraucht bekommen,
sonst waere es mir echt zu teuer gewesen... alles was recht ist ;-))

> natürlich ist die Kombination Pad - Sattel zusammen zu sehen, wenn es um
> die Paßform geht. Und wenn Dein Hase Muckis kriegt, ändert sich die
> Paßform immer, ob mit oder ohne Pad (wenn der Sattel natürlich vorher "zu
> groß" war, kann es auch "besser" werden).

Nee, leider :(ich mus mich wohl vom Militaersattel trennen (ausser der
Sattler hat noch eine revolutionaere Idee, aber ich fuerchte, das Kopfeisen
ist einfach zu eng geworden... und das bei dem Pferdchen, das mit einem
Ponysattel eingeritten wurde, weil es sooo schmal war...). Allerdings kann
ich mir dann einen richtig schoenen Sattel zum Langstreckenreiten kaufen -
hast Du zufaellig einen Tip fuer mich?

> >Ich habe noch einen Dressursattel, der mit dem Pad gar nicht mehr
> >passt; auch hier schafft eine Wolldecke Abhilfe.
>
> Wenn Du einen CH-Woilach faltest, hast Du ein fast genauso dickes Pad.

Ein bisschen duenner ist das schon, aber ich nehme eine noch duennere
Wolldecke.

> >Wenn ich mir in der naechsten Zeit einen neuen Langstreckensattel
> >kaufe, werde ich das Pad sozusagen "integrieren"

> Meine Rede ;-)

Von wem hab ich diese tolle Idee denn wohl? ;-))

So long,

Katje + Apollo

Steff (Stefan Knoll)

unread,
Jun 13, 2000, 3:00:00 AM6/13/00
to
Servus Katje!

Katje Binder schrieb in Nachricht <3945EFB1...@uni-muenster.de>...
......


>Nee, leider :(ich mus mich wohl vom Militaersattel trennen (ausser der
>Sattler hat noch eine revolutionaere Idee, aber ich fuerchte, das
Kopfeisen
>ist einfach zu eng geworden...

Wenn das alles ist: Such Dir einen alten Sattler (inzwischen gibt es aber
auch wieder junge, die sich mit dem "Wehrmachter" gut auskennen), der das
Kopfeisen ausbaut, bring es zum Schmied und laß es umschmieden. Das kann
nicht viel mehr als "´n Hunni" kosten, aber wenn dann der Sattel wieder
paßt...

>und das bei dem Pferdchen, das mit einem
>Ponysattel eingeritten wurde, weil es sooo schmal war...). Allerdings
kann
>ich mir dann einen richtig schoenen Sattel zum Langstreckenreiten
kaufen -
>hast Du zufaellig einen Tip fuer mich?


Wanderreitsättel gibt es inzwischen ein ganze Menge. Die "Freizeit im
Sattel" hat immer mal wieder so "Tests", aber ich halte die für ziemlich
wenig aussagekräftig, da die Hersteller dafür angeblich einen Sattel an
ein Redaktionsmitglied verschenken müssen, was ich für eine ziemlich
korruptionsfördernde Recherchemethode halten würde.

Meine Frau hatte für ihre Marbacherin (eher rund, schwacher Widerrist,
sehr kurzer Rücken, deutliche Kruppe) schon einige Modelle zur Probe
(Angaben sehr subjektiv und teilweise aufgrund von gebrauchten Modellen,
daher nicht repräsentativ):
- Italian Podium: guter Sitz (für den Reiter, siehe unten), brauchbare
Verarbeitung, angemessener Preis, paßte überhaupt nicht.
- German Podium: guter Sitz (fdR), indiskutable Verarbeitung, überzogener
Preis, kann (auf diese Art von Pferd) nicht passen, da falsche Geometrie
des Baumes. Wurde aber fast anstandslos zurückgenommen, da Zusicherung
"kannst morgen 100 km damit reiten...".
- Randonée: Harter, aber idealer (Schwebe-)Sitz (fdR), Top-Verarbeitung
(da kaum mehr als mit Leder überzogenes Fiberglas), sehr leicht, Paßform
entweder + oder -, weil kein Polster, nicht billig, aber annähernd
angemessen.
- Continental Endurance: Western-Sitz (fdR) - also kein
"Langstrecken-(Schwebe-)Sitz", gute Verarbeitung, Paßform wäre bei dem
Preis von ca. 4 TDM sicher inbegriffen gewesen, schied aus wg. falscher
Sitz für unsere Reit- und Sitzweise.
- Forrestier: Steinharter (Englisch-)Sitz, daher von vorneherein kein
Kandidat, gut verarbeitet und sehr teuer.
- Prestige Trecker: Konstruktion vom "Wehrmachter", ausreichender
Schwebesitz, ordentliche Qualität, Sitz sehr weit überm Pferd, daher
nicht zum Einreiten brauchbar, nicht billig.
- Kieffer Wanderreitsattel: scheinbar Nachbau vom Prestige, "englischer
Sitz", indiskutable Ausführung, damals sehr teuer, inzwischen nicht mehr
im Programm
- Orthoflex: Super Sitz (fdR), lausige Qualität, Super Paßform,
indiskutabler Preis.
- Ultraflex: Bequem, Schwebesitz, Ordentliche Qualität, Paßform 1 a,
sauteuer, aber preiswert (leider). Der ist es dann aber geworden.

Weil ich auf das "Sofa" meiner Frau ziemlich neidisch bin, will ich
meinen dreckharten Randonnée-Clone mit einem Ultraflex ersetzen, der
meinem Hasen erwiesenermaßen auch gut paßt - ich hatte schon drei
Gebrauchte da, keiner war mir auch nur einen Tausender Wert (weil es bloß
mein Schinken ist, der was davon hat, gebe ich keine 3 TDM aus, damit mir
der Ar... anders wehtut...) Leider gibt es davon viele verschieden
Kombinationen von Sitzgröße, Sitzform und Sitzhärte - _mir_ haben sie
bisher immer nicht gepaßt! Der von meiner Frau ist so bequem....
<schwärm>.

Wenn also jemand einen hat oder einen kennt, der einen hat: Bitte
Angebote an meine PM!

So, mehr habe ich selber noch nicht ausprobiert, aber einen Tip hätte ich
noch: Wenn Du Wanderreiten mit "normalen" Gangarten ("englisch Schritt,
Trab und Gallopp") betreiben willst (also kein Tölt oder Zackeln - die
Cowboys sind so stolz auf das Gezackel, kommen aber immer so spät an ->
/Western-lästern off), dann solltest Du Dich nach einem Sattel zum
"Schwebesitzen" umsehen. Dabei stehst Du in den Bügeln, die von ihrer
Geometrie her weiter hinten befestigt sind, und kannst ohne
Schwerpunktänderung aufstehen und damit dem Pferd den Rücken freigeben,
ohne wieder einzusitzen. Das geht im Trab und im Gallopp und ist auch zur
Schonung des Pferdes gedacht, weil Du z.B. bei langen Trabstrecken beim
Leichttraben nicht dauernd umsitzen kannst (zähl mal bei einer langen
Trabstrecke eine Viertelstunde lang immer bis hundert und sitz dann
um....) und dann eine "Hand" des Pferdes stärker belastet wird als die
andere. Außerdem ist es für den Reiter viel bequemer, wenn er ohne
Gewichtsverlagerung, nur mit (irgendeiner) treibenden oder verwahrenden
Hilfe die Gangart kontrollieren oder ändern kann, ohne seinen Schwerpunkt
ändern zu müssen (besonders wichtig, wenn man in einer Hand die Karte, in
der anderen den Kompaß hält und denen da hinten nicht sagen will, daß man
keinen Schimmer hat, wo man gerade so flott hintrabt..;-) )

Und jetzt kommt mir noch ein zweiter Tip: Der Stefan Wannek (ja, der mit
"German Podium"-Sätteln) hat Steigbügel für völlig aberwitzige 250 DM -
aber die bringen es für lange Strecken. Bei der ganzen
Ultraflex-Ausprobiererei mußte ich immer mal wieder mit WEsternbügeln
reiten, die schweren "Englische" kenn´ ich ja auch noch ganz gut... Alles
Käse! Diese Steigbügel, die wir damals gekauft haben, sind vom Prinzip so
ähnlich wie die Camargue-Bügel oder diese iberischen Kohleschaufeln, aber
aus Alu, mit einem schwingungsdämpfenden Profil und dicker
Moosgummi-Einlage, da macht das stundenlange Stehen auf schnellen Wander-
oder Distanzritten kein Problem mehr. Und wenn ich mal wieder barfuß oder
mit Sandalen reite, dann kann ich mir wenigstens die Füße nicht anhauen,
weil die Bügel vorne mit einem Körbchen geschlossen sind.

Naja, soweit meine sehr subjektiven Erfahrungen - wer auf einen der
Sättel, die ich jetzt nicht besonders gelobt habe, irrsinnig abfährt,
soll gerne fahren... es ist bloß MHO.

HTH

CU

Steff


K. Binder

unread,
Jun 14, 2000, 3:00:00 AM6/14/00
to
Am Tue, 13 Jun 2000 23:35:26 +0200, meinte "Steff (Stefan Knoll)"
<stefan...@t-online.de> in der Nachricht
<8i6akd$h9f$14$1...@news.t-online.com> sagen zu muessen:

Huhu Steff!

>Wenn das alles ist: Such Dir einen alten Sattler (inzwischen gibt es aber
>auch wieder junge, die sich mit dem "Wehrmachter" gut auskennen), der das
>Kopfeisen ausbaut, bring es zum Schmied und laß es umschmieden. Das kann
>nicht viel mehr als "´n Hunni" kosten, aber wenn dann der Sattel wieder
>paßt...

Naaa, ich weiss nicht. Es passt auch nicht nur das Kopfeisen nciht
mehr; ich glaube, dass auch die Seitenteile druecken. Der
Schweissfleck gefaellt mir jedenfalls ueberhaupt nicht. Ich gehe heute
eh zum Sattler, da werde ich ihn mal fragen, ob man da noch was machen
kann - der Sattel ist aber auch nur geliehen, da kann ich keine
nennenswerten Umbauten vornehmen (sonst haette ich schon laengst eine
Dreipunktgurtung angebaut...)

>Wanderreitsättel gibt es inzwischen ein ganze Menge.

Ich haett halt gerne einen richtig super Sattel zum Distanzreiten-
auch wenn das dieses Jahr nicht wirklich was wird. Laengere Strecken
(erstmal bis 40 km) kann ich auch zu Hause reiten.

[ausfuehrliche Liste snipped]
Was haeltst Du von dem Mistral? Ich liebaeugele schon lange damit.
Der Ultraflex - das ist nicht der, der diese fuenfmarkstueckgrossen
Druckstellen verursacht, oder? Was hat der noch fuer Vorteile?
Apollo ist 167 Stm und ziemlich breit; Schulter ziemlich bemuskelt,
schoener Widerrist und ein kurzer Ruecken. Ich habe den Mistral bisher
nur auf Arabern und einer kleinen Paintstute gesehen. Ob das passt?
Ich habe auch sc hon ueberlegt, dass ich mal einen von diesen
Satteltrucks kommen lasse. Die haben bestimmt mehr Ahnung, ob was
passt (und vielleicht auch einem halben Jahr noch) und koennen vor Ort
gleich die Computermessung durchfuehren... lohnt sich das?

>Und jetzt kommt mir noch ein zweiter Tip: Der Stefan Wannek (ja, der mit
>"German Podium"-Sätteln) hat Steigbügel für völlig aberwitzige 250 DM -
>aber die bringen es für lange Strecken.

Ich habe die Camarguesteigbuegel fuer 70 DM... die finde ich sehr
schoen. Solange ich sie nicht verliere, aber das ist was anderes ;-)

>Naja, soweit meine sehr subjektiven Erfahrungen - wer auf einen der
>Sättel, die ich jetzt nicht besonders gelobt habe, irrsinnig abfährt,
>soll gerne fahren... es ist bloß MHO.

Danke fuer Deine Tips.

So long,

Katje


Frank Mechelhoff

unread,
Jun 14, 2000, 3:00:00 AM6/14/00
to
"Steff (Stefan Knoll)" wrote:

> Wenn das alles ist: Such Dir einen alten Sattler (inzwischen gibt es aber
> auch wieder junge, die sich mit dem "Wehrmachter" gut auskennen), der das
> Kopfeisen ausbaut, bring es zum Schmied und laß es umschmieden. Das kann
> nicht viel mehr als "´n Hunni" kosten, aber wenn dann der Sattel wieder
> paßt...
>

... ueberrascht! Metallbeschlaege und Holzteile sind beim Wehrmachtssattel
fest vernietet! Die Winkelung wird vom Holz bestimmt, das Metall ist nur zur
Verstaerkung angebracht. Ich habe noch niemanden getroffen, der an den 60-80
Jahre alten stoffbespannten Buchenholzbaeumen gravierende Aenderungen
durchgefuehrt hat! Auch Schreiner nicht! Du etwa ? (Die Metallarbeiten sind
dagegen trivial) In jedem Fall wuerden nicht 100, sondern 500,-- ganz schnell
weg sein!

Besser: suche einen Militaersattel mit Baum in der richtigen Weite, der
vielleicht billig ist weil die Lederteile jenseits von gut und boese sind,
und tausche diese dann aus oder fertige sie in Handarbeit neu an (bei
Blaettern und Sattelkissen ist das gar nicht so schwer. Einzig den Sitz ist
originalgetreu kaum wiederherstellbar).

> die
> Cowboys sind so stolz auf das Gezackel, kommen aber immer so spät an ->
> /Western-lästern off),

hae hae!

Gruss,
Frank


Steff (Stefan Knoll)

unread,
Jun 15, 2000, 3:00:00 AM6/15/00
to
Guten Morgen Katje und Frank,!

-----Ursprüngliche Nachrichten-----
Von: K. Binder <bin...@uni-muenster.de>
Betreff: Re: Wandereitsättel, war: ... teure Satteldecke

>Was haeltst Du von dem Mistral? Ich liebaeugele schon lange damit.

Ich hätte es dazugeschrieben, wenn ich den schon mal bewußt gesehen oder
wenigstens von ihm gehört hätte.

>Der Ultraflex - das ist nicht der, der diese fuenfmarkstueckgrossen
>Druckstellen verursacht, oder? Was hat der noch fuer Vorteile?

<G> Sonst ist es ein Supersattel. Es ist bezeichnend, wie schnell ein Ruf
auf Dauer ruiniert ist. Ich habe auch nur jahrelang von den (wohl bei
einigen "Produkt-Generationen") schlecht verarbeiteten Schrauben an der
wichtigsten Stelle überhaupt etc. gehört. Aber daß die Hersteller wohl
ihre Hausaufgaben gemacht haben, das spricht sich nicht ganz so schnell
rum - schade eigentlich.


>Frank Mechelhoff schrieb:...
>"Steff (Stefan Knoll)" wrote:

>> Wenn das alles ist: Such Dir einen alten Sattler (inzwischen gibt es
aber
>> auch wieder junge, die sich mit dem "Wehrmachter" gut auskennen), der
das

>> Kopfeisen ausbaut, bring es zum Schmied und laß es umschmieden...

>... ueberrascht! Metallbeschlaege und Holzteile sind beim
Wehrmachtssattel
>fest vernietet! Die Winkelung wird vom Holz bestimmt, das Metall ist nur
zur
>Verstaerkung angebracht.

Naja, auch wenn man im Krieg Nieten statt Schrauben verwendet hat, kann
man doch heute, wenn´s der Rest von dem alten Knochen noch wert ist,
aufnieten und Schrauben einsetzen. Ich habe schon Wehrmachter gesehen,
bei denen eine bewegliche statt einer festen Verbindung Baum/Trachten
verwendet wurde ("Flexsattel für Hartärsche.. <VBDG>). Wenn man sogar das
machen kann, sollte doch ein Sattler wenigsten auf Schrauben umstellen
können.

>Ich habe noch niemanden getroffen, der an den 60-80
>Jahre alten stoffbespannten Buchenholzbaeumen gravierende Aenderungen
>durchgefuehrt hat! Auch Schreiner nicht! Du etwa ? (Die Metallarbeiten
sind
>dagegen trivial) In jedem Fall wuerden nicht 100, sondern 500,-- ganz
schnell
>weg sein!


Hmmm, ich habe jedenfalls schon solche (meinetwegen aufwendigen) Umbauten
gesehen. Bei Landshut oder Dingolfing hat es mal einen geben, der wohl
jahrelang Wehrmachter aufgekauft hat sie dann renoviert, einzelne Teile
nachgebaut und auch solche Umbauten angefertigt hat.

Aber eigentlich: Meine Erfahrung ist damit: Wenn jemand einen Wehrmachter
reitet, muß er (hinten) hart im Nehmen sein oder es nicht anders
kennen.... Aber der Sattel hat wirklich bewiesen, daß er für lange
Strecken gemacht ist - im Krieg wie im Frieden. Bloß ist er halt
vornehmlich für das dt. Warmblutpferd von 155cm bis 175cm gedacht und
taugt anderen Pferdetypen nicht so häufig. Bei meinem BHOTE sieht Nr. 2
aus wie ein Offenstall..

>Besser: suche einen Militaersattel mit Baum in der richtigen Weite ...
Anleitung cut....


Noch besser: Such einen passenden modernen bequemen Wanderreitsattel und
Du wirst (auch) glücklich.... <G>. Aber Du hast natürlich Recht, ein
Umbau ist immer mehr Aufwand als ein Ausschlachten und Zusammensetzen.
Die Konstrukteure der Sättel(waren angeblich aus der Panzerentwicklung
abgestellt <stichel>) hatten sie ja von vorneherein in (neudeutsch)
Modulbauart konzipiert.

CU

Steff

P.S.:
>Von: Frank Mechelhoff <fmec...@c-s-k.de>
>Betreff: Re: @Frank, warSitzen, war:Re: Neue Trense - ruhiges Pferd??
> Du beschreibst ein Pferd wie mein eigenes...

Danke! Gib uns öfter so was... Gruss Steff

K. Binder

unread,
Jun 15, 2000, 3:00:00 AM6/15/00
to
Am Wed, 14 Jun 2000 10:41:22 +0200, meinte Frank Mechelhoff
<fmec...@c-s-k.de> in der Nachricht <39474531...@c-s-k.de>
sagen zu muessen:

>=2E.. ueberrascht! Metallbeschlaege und Holzteile sind beim Wehrmachtssat=
>tel
>fest vernietet! Die Winkelung wird vom Holz bestimmt, das Metall ist nur =
>zur
>Verstaerkung angebracht.
Also ich habe da aber noch kein Holz gesehen - oder bin ich blind??
Werde mir das gleich im Stall nochmal ansehen. Der Baum scheint
jedenfalls aus Metall zu sein. Schwer genug ist er jedenfalls dafuer.

>Besser: suche einen Militaersattel mit Baum in der richtigen Weite, der

>vielleicht billig ist weil die Lederteile jenseits von gut und boese sind=
Das wird fuer den Uebergang vielleicht gehen. Insgesamt finde ich den
Militaersattel zwar zum Wanderreiten klasse, aber nicht, wenn man
schnell und lange unterwegs sein will. Da wird er mir dann unbequem
auf die Dauer. Und wie ich schon schrieb, ist es nicht nur das
Kopfeisen, sondern auch die Seitenteile, was da drueckt.

>> die
>> Cowboys sind so stolz auf das Gezackel, kommen aber immer so sp=E4t an =
> ->
>> /Western-l=E4stern off),
>
>hae hae!
°grinshaemisch°

So long,

Katje


Frank Mechelhoff

unread,
Jun 16, 2000, 3:00:00 AM6/16/00
to
"K. Binder" wrote:

> Also ich habe da aber noch kein Holz gesehen - oder bin ich blind??
> Werde mir das gleich im Stall nochmal ansehen. Der Baum scheint
> jedenfalls aus Metall zu sein. Schwer genug ist er jedenfalls dafuer.

Nicht doch, die 9.5kg sind im Verhaeltnis zur Auflageflaeche zum Pferd noch
heute ein hervorragender Wert. Dass wir vom gleichen Sattel reden, ich rede vom
deutschen Wehrmachtssattel (auch "Bocksattel" genannt) Armeesattel Modell 26,
das bis Kriegsende gebaut wurde. Gewogen habe ich meinen alten (Gr.1). Es war
der Sattel fuer Manschaften in den verschiedenen Truppenteilen (die Offiziere
ritten auch eigene). Normalerweise befinden sich Truppen- und Sattlerstempel an
den Lederteilen.

Und der Baum besteht aus Buchenholz, die mit Leinwand bespannt und gefirnisst
ist, und Metallverstaerkungen vorne und hinten, sowie Metallbeschlaegen fuer
die Packkrammen. Vernietet, nicht geschraubt, weil nirgendwo Platz ist fuer
Schraubenkoepfe oder Gegenmuttern. Nicht weil das Material knapp oder teuer
war. Bis kurz vor Schluss war das Materialmix so hochwertig wie es heute kein
Sattler mehr verarbeitet (sonst haetten die Teile auch gar nicht solange
gehalten), oder ein Freizeitreiter neu bezahlen kann. Der Baum ist recht
leicht.

Vielleicht hast Du (wenn Du aus Muenster kommst) einen Sattel der englischen
Truppe. Die sind auch sehr gut. Moeglich dass sie schwerer sind. Ich weiss das
zumindest einige, wenn nicht alle Modelle in der Winkelung verstellbare
Trachten haben (der "Colonial" z.B.; sieht wie ein leicht ueberdimensionierter
VS-Trachtensattel ohne Kniepauschen aus). Demzufolge haben sie mehr Metall.

Gruss,
Frank

>

>
> >Besser: suche einen Militaersattel mit Baum in der richtigen Weite, der
> >vielleicht billig ist weil die Lederteile jenseits von gut und boese sind=
> Das wird fuer den Uebergang vielleicht gehen. Insgesamt finde ich den
> Militaersattel zwar zum Wanderreiten klasse, aber nicht, wenn man
> schnell und lange unterwegs sein will. Da wird er mir dann unbequem
> auf die Dauer. Und wie ich schon schrieb, ist es nicht nur das
> Kopfeisen, sondern auch die Seitenteile, was da drueckt.
>

> >> die

Katje Binder

unread,
Jun 16, 2000, 3:00:00 AM6/16/00
to
Hi Frank,

mein Sattel ist ein Armeesattel 25, wohl eine Generation vor Deinem.
Ich habe ihn von einem alten Mann geliehen, der aus Hannover kommt...
Ich finde Verschraubungen BTW viel besser als Nieten - ich habe den
Sattel neulich komplett auseinandergeschraubt - macht Spass.
Der Sattler schaut ihn sich jetzt mal an und sagt mir demnaechst
Bescheid, ob da noch was zu retten waere. Einen anderen Baum zu finden
hielt er fuer seht schwierig, da niemand diese Saettel freiwillig
hergibt... aber ich hab da noch eine Chance, denn eine Freundin von
mrir meint so ein Schaetzchen auf dem Dachboden bei Mama gesehen zu
haben - den werden wir uns demnaechst unter den Nagel reissen...

So long,

Katje + Apollo, der sich im Militaer-Ornat auf dem Wanderritt gut
gemacht hat ;-))


Claudia Struck

unread,
Jun 16, 2000, 3:00:00 AM6/16/00
to
Hallo Katje.

Wenn nicht klappen sollte: ich hab noch ein altes "Juwel" bei mir
liegen, das Janna leider nicht paßt, ihr Rücken ist zu kurz.

Es ist ein alter Armeesattel von 1936, Größe 5.
(Pferde mit Rücken eines Warmbluts).

Sollte es mit deinem leider nicht klappen kannst Du mich ja noch mal
ansprechen, wenn Du willst.

Grüße,
Claudia
und Janna
Katje Binder schrieb:

Anke Spix

unread,
Jun 17, 2000, 3:00:00 AM6/17/00
to
Steff (Stefan Knoll) <stefan...@t-online.de> wrote:


> >Der Ultraflex - das ist nicht der, der diese fuenfmarkstueckgrossen
> >Druckstellen verursacht, oder? Was hat der noch fuer Vorteile?
>
> <G> Sonst ist es ein Supersattel. Es ist bezeichnend, wie schnell ein Ruf
> auf Dauer ruiniert ist. Ich habe auch nur jahrelang von den (wohl bei
> einigen "Produkt-Generationen") schlecht verarbeiteten Schrauben an der
> wichtigsten Stelle überhaupt etc. gehört. Aber daß die Hersteller wohl
> ihre Hausaufgaben gemacht haben, das spricht sich nicht ganz so schnell
> rum - schade eigentlich.
>

Achtung!

Ich glaube, hier gibts ein kleines Definitionsproblem.
Der mit dem Verdacht der Druckstellen heisst *Ortho*flex.
Und es gibt jetzt sowohl eine Sattelserie von einer Westernsattelfirma
mit insgesamt flexiblem Baum, die Ultraflex heissen, wie einen der Fa.
Sommer in Pirmasens, der so heisst und den es wohl in Englisch-und einer
Western-Variation gibt (kenne nur die Englischversion).
Da diese Saettel aber erst kurz auf dem Markt sind, gibt es meines
Wissens dazu noch eher selten Erfahrungen.

Gruss,

Anke

Norbert Gleissner

unread,
Jun 17, 2000, 3:00:00 AM6/17/00
to
>Ultraflex heissen, wie einen der Fa.
>Sommer in Pirmasens, der so heisst und den es wohl in Englisch-und einer
>Western-Variation gibt (kenne nur die Englischversion).
>Da diese Saettel aber erst kurz auf dem Markt sind, gibt es meines
>Wissens dazu noch eher selten Erfahrungen.

Ich denke der wird sich nicht durchsetzen, zumindest im Westernbereich. Der
flexible Part in der Mitte ist mehr als flexibel. Und dies abhängig von der
Temperatur.

Gruß
Norbert

Alison

unread,
Jun 18, 2000, 3:00:00 AM6/18/00
to
On Wed, 7 Jun 2000 18:34:48 +0200, "Steff (Stefan Knoll)"
<stefan...@t-online.de> wrote:

>Wegen dem Schmutzfaktor haben wir unterm Pferd eine Dekubitusdecke

Unter dem Pferd? Ich lege meine Decken immer aufs Pferd, wie reitest
du denn? <vbg>

Bea

Katje Binder

unread,
Jun 18, 2000, 3:00:00 AM6/18/00
to
Am Fri, 16 Jun 2000 19:38:48 +0200, meinte Claudia Struck
<Claudia...@gmx.net> in der Nachricht <394A6628...@gmx.net>
sagen zu muessen:

>Hallo Katje.
>
>Wenn nicht klappen sollte: ich hab noch ein altes "Juwel" bei mir
>liegen, das Janna leider nicht paßt, ihr Rücken ist zu kurz.

Das ist ja ein superklasse Angebot!! Vielen Dank!
Ich werd mal schauen, wie das weitergeht...

Katje

Steff (Stefan Knoll)

unread,
Jun 18, 2000, 3:00:00 AM6/18/00
to
Jessas!

Alison schrieb in Nachricht <394c82a8...@news.snafu.de>...


Mea culpa! Ich meinte natürlich "Pad"!

CU

Steff


0 new messages