meine junge Stute wird seit einiger Zeit longiert und bisher klappte es
ganz prima. Jetzt kommt es öfter mal vor, dass sie sich quer zur
Bewegungsrichtung stellt - d.h. mit dem Kopf reinkommt und die
Hinterhand rausnimmt (und mich dann aufmüpfig anguckt).
Wie reagiert man hier am besten?
Ich gehe bislang immer um sie herum - um wieder auf die "innere" Seite
zu kommen und treibe sie dann wieder an. Während ich den Zirkel wieder
vergrössere, laufe ich an meinen alten Platz rückwärts zurück.
Ist das so korrekt oder wie bekommt man das Pferd wieder "gerade" auf
die Zirkellinie? (hab im FN Buch Bd.6 nichts für solche Fälle gefunden)
Denn wenn ich aus der "alten" Position heraus versuche mit der
Longierpeitsche auf der ehemals "inneren" Seite zu treiben kommt sie
meist recht angriffslustig auf mich zu.
Danke und viele Grüsse, Anja.
wir hatten vor kurzem hier in der NG einen ähnlichen Fall. Vorsicht, hier
liegt ein ganz großes Missverständnis zwischen Dir und dem Pferd!
Unter seinen natürlichen Verhaltensweisen kennt das Pferd die Leitstute und
den Leithengst. Die Leitstute geht an der Spitze und ist für Sicherheit
nach vorne, Geschwindigkeit und Richtung zuständig. Der Leithengst dagegen
läuft am Ende der Herde und ist für Sicherheit nach hinten zuständig und
passt auf, daß sich alle anderen Herdenmitglieder nach der Leitstute
richten. Wenn man ein Pferd longiert, ist man Leitstute und Leithengst in
einer Person. Das Pferd versucht nun auf die leisesten Komandos von Dir zu
achten. Gibst Du deinem Pferd das Zeichen zum Anhalten, beibt es stehen und
"richtet" sich nach Dir, in dem es sich in deine Richtung stellt. Beobachte
Dich mal selbst, ob du nicht aus Versehen irgentetwas machst, das dein
Pferd veranlasst, sich zu Dir zu drehen.
Anja Berndt schrieb:
> Jetzt kommt es öfter mal vor, dass sie sich quer zur
> Bewegungsrichtung stellt - d.h. mit dem Kopf reinkommt und die
> Hinterhand rausnimmt
> (und mich dann aufmüpfig anguckt).
> Ich glaube nicht, daß dich dein Pferd aufmüpfig anguckt, sondern eher
> erwartunsvoll!
> Ich gehe bislang immer um sie herum - um wieder auf die "innere" Seite
> zu kommen und treibe sie dann wieder an. Während ich den Zirkel wieder
> vergrössere, laufe ich an meinen alten Platz rückwärts zurück.
Solange dein Pferd um dich herumläuft, hast du die Führungsposition. Läufst
du aber um dein Pferd, übernimmt dein Pferd die Führung, dann muß das Pferd
dich hinterfragen, es kann gar nicht anders, als "aufmüpfig" zu reagieren.
Das ist kein Fehler des Pferdes, sondern deins.
>
> Denn wenn ich aus der "alten" Position heraus versuche mit der
> Longierpeitsche auf der ehemals "inneren" Seite zu treiben kommt sie
> meist recht angriffslustig auf mich zu.
>
Ganz klar!
Versuche mit der Longierpeitsche die "falsche" Seite unangenehm zu
gestalten, in dem du mit der Gerte in der Luft wedelst. Achte genau darauf,
wann das Pferd den ersten Schritt richtig macht, dann hälst du wieder
still. Kommt das Pferd aber auf dich zu, werde energischer! Mache deinem
Pferd genau klar, wann es was falsch macht und vor allem, wann es was
richtig macht - in deinem Sinn.
--
Viele Grüße
Django
Besuchen Sie doch meine Homepage:
http://www.Problempferde.de
Das gleiche Problem hatte ich damals bei meinem Hafi auch. Er drehte den
Arsch weg und hat mich doof angeschaut.
Er hatte nicht so wirklich begriffen, was ich von ihm wollte. Er war auch
damals schon sehr stur und hatte überhaupt keinen Respekt vor der
Longierpeitsche. Anticken, damit er überhaupt in irgendeine Richtung
weiterlief funktionierte gar nicht.
Ich habe ihn dann eine Weile ohne Longe im 'Round Pen' (kleiner Matschplatz,
aber halt nur wenig größer als ein Longierzirkel) laufengelassen und
Stimmkommandos geübt. Als das klappte, habe ich mir einen Helfer geschnappt,
und den außen am Pferd mitlaufen lassen. Zwischendurch hat sich derjenige
auch einfach draufgesetzt (Tim ist Jahre lang schon geritten worden, bevor
er Longenarbeit kennengelernt hat, war halt Touripferd, sowas ist natürlich
schlecht bei einem jungen, noch nicht gerittenen Pferd). Sobald er sich also
wieder mit dem Hintern nach außen drehen wollte, stand der Helfer mit der
Gerte da und hat ihn wieder auf den Weg gebracht.
Ich habe dann gemerkt, daß ihm die reine Longenarbeit einfach zu langweilig
war, eine Zeit lang klappte alles ganz prima, nach einer Weile kam wieder
der Hintern nach außen. Ich habe dann die Doppellonge zur Hilfe genommen,
aus den Zirkel und durch den Zirkel wechseln geübt (schau mal in die
FN-Richtlinien Fahren, da ist das auch ganz gut erklärt, soweit ich mich
erinnern kann...) oder an alle vier Zirkelseiten Stangen gelegt, daß er sich
konzentrieren mußte. Seitdem klappt das alles wunderbar.
Vielleicht hilft ja davon etwas!
Gruß
Nico
halo anja,
>. Wenn man ein Pferd longiert, ist man Leitstute und Leithengst in
> einer Person. Das Pferd versucht nun auf die leisesten Komandos von Dir zu
> achten. Gibst Du deinem Pferd das Zeichen zum Anhalten, beibt es stehen
und
> "richtet" sich nach Dir, in dem es sich in deine Richtung stellt.
Beobachte
> Dich mal selbst, ob du nicht aus Versehen irgentetwas machst, das dein
> Pferd veranlasst, sich zu Dir zu drehen.
daran habe ich auch schon gedacht. lass dir das longieren von einem/einer rl
zeigen. es gibt ein paar kleinigkeiten, mit denen du dir helfen kannst.
kaida kam immer näher zu mir herein, wenn sie an der stelle vorbei musste,
wo monster lauerten oder wo die hengste auf der koppel standen und sie
anlachten. ich habe daraufhin die longierpeitsche unter die longe gelegt und
diese damit leicht angehoben, dadurch ging kaida wieder auf ihren zirkel.
auf noch ein paar dinge ausser der körpersprache (wie django sagt) ist zu
achten, aber das weisst du vielleicht sowieso. z.b.: das pferd soll die
ersten 10 minuten im schritt an der longe gehen lernen, genau so als würdest
du losreiten und zuerst im schritt aufwärmen. ich habe mir alles von meiner
ausbildnerin zeigen lassen und tat mir dann schon ein bisschen leichter.
viel erfolg mit deinem jungpferd wünschen dir
reinhild
und kaida, die jetzt schon fast ein erwachsenes kräftiges reitpferd mit
geländeerfahrung geworden ist.
> diese Verhalten zeigen meist recht dominante Pferde beim longieren -
> stimmts?
;-) An Selbstvertrauen mangelt es ihr meist nicht. Da hast Du Recht. Mir
wird schon manchmal anders, wenn sie sich mir so gegenüberstellt. Da
fällt es oft schwer, überzeugend zu bluffen. ;-)
> Hast du eine vernünftige Peitsche, mit der du das Pferd auch erreichen
> kannst? Die Investition einer Voltipeitsche lohnt sich wirklich, damit
> kannst du dann dem aufmüpfigen Tier (gen Schulter) den Weg nach
> aussen weisen ohne dich erst ein paar Schritte bewegen zu müssen
> bzw. vorwärts treiben.
Naja, neu ist sie zwar - aber wohl viel zu kurz. Da ich eher klein bin
und wollte ich zunächst eine "handliche" Peitsche... die hab ich jetzt
und muss damit ständig zu meinem Pferd hinlaufen, wenn ich etwas
mitzuteilen habe. Sie ist nur 1.70 und der Schlag ist auch nicht
länger..
Jetzt überlege ich, eine Teleskop-Hohlglas-Peitsche zu kaufen.. bin mir
mit der Länge aber nicht sicher (mind. 255 wäre die dann).. wie lang ist
denn eine Voltipeitsche?
> Ansonsten kann auch die Arbeit mit der Doppellonge ganz gute
> Dienste leisten.
Das kann ich mir gut vorstellen. Ich habe schon länger damit
geliebäugelt, traue mir das aber noch nicht recht zu. Adina wird erst
seit einigen Monaten longiert und ist bisweilen noch etwas "heftig" ...
daher habe ich Sorge, dass sie sich in der Doppellonge verfangen könnte.
Eine normale Longe habe ich immer noch gut im Griff, wenn sie doch mal
unvermittelt nach innen bricht... bei der Doppellonge würde das schnelle
Hantieren schon schwieriger, denke ich.
Schade, dass es so wenig Kurse zum Longieren gibt... da würde ich glatt
mal einen besuchen.
> Ich schaffte es so, ein Pony zu longieren, dass sich
> wirklick blitzschnell an der Longe umdrehen konnte. Der Blick, als
> im entscheidenden Augenblick die Parade an äußeren Longenzügel
> kam, war göttlich.
;-) Klingt gut... mal sehen - vielleicht wage ich im Beisein meiner
Trainerin mal einen Versuch damit.
Danke und lieben Gruss, Anja.
P.S. habe mir heute Abend meine "Arbeit" mit Adina mal auf Video
angesehen. Dabei konnte ich feststellen, dass die Dinge von "aussen"
betrachtet meist viel unspektakulärer und um einiges professioneller
aussehen, als es mir im Eifer des Gefechtes oft vorkommt. Das war dann
doch beruhigend. ;-)
> Wenn man ein Pferd longiert, ist man Leitstute und Leithengst in
> einer Person. Das Pferd versucht nun auf die leisesten Komandos von Dir zu
> achten. Gibst Du deinem Pferd das Zeichen zum Anhalten, beibt es stehen und
> "richtet" sich nach Dir, in dem es sich in deine Richtung stellt. Beobachte
> Dich mal selbst, ob du nicht aus Versehen irgentetwas machst, das dein
> Pferd veranlasst, sich zu Dir zu drehen.
Ok.. verstehe ich. Also bewußt ist mir da nichts.. (klar, sonst würde
ich es einfach nicht tun) - aber ich werde das Video nochmal genauer
ansehen. Vielleicht fällt mir ja doch was auf. Normalerweise passiert es
auf ihrer "schlechten" Seite und dann, wenn ich versuche, sie stärker zu
treiben, also wenn sie ungefragt langsamer wird oder nicht antraben
will. Es sieht für mich aus wie ein Protest... à la: lass mich in Ruhe
.. ich hab keinen Bock mehr auf den Quatsch!
> > Ich glaube nicht, daß dich dein Pferd aufmüpfig anguckt, sondern eher
> > erwartunsvoll!
Hm... naja, sie ist grad im Flegelalter - motzt momentan sehr viel rum..
vielleicht ordne ich es diesem Verhalten zu schnell unter, dass mag
sein. Ist manchmal aber auch schwer es richtig zu interpretieren..
> Solange dein Pferd um dich herumläuft, hast du die Führungsposition. Läufst
> du aber um dein Pferd, übernimmt dein Pferd die Führung, dann muß das Pferd
> dich hinterfragen, es kann gar nicht anders, als "aufmüpfig" zu reagieren.
> Das ist kein Fehler des Pferdes, sondern deins.
Das habe ich fast vermutet. Deswegen hatte ich auch kein gutes Gefühl
dabei, immer um sie herumzulaufen. Wobei sie mich eh ständig
hinterfragt.. das passiert meist schon sehr viel früher und ist unser
Hauptproblem schlechthin. Durch Bodenarbeit mit Trainerin ist es schon
viel besser geworden - aber noch weiche ich zu oft vor ihr (aus Angst
vor ihr, wie ich zugeben muss), als dass die Verhältnisse wirklich klar
wären.
> Ganz klar!
> Versuche mit der Longierpeitsche die "falsche" Seite unangenehm zu
> gestalten, in dem du mit der Gerte in der Luft wedelst. Achte genau darauf,
> wann das Pferd den ersten Schritt richtig macht, dann hälst du wieder
> still. Kommt das Pferd aber auf dich zu, werde energischer! Mache deinem
> Pferd genau klar, wann es was falsch macht und vor allem, wann es was
> richtig macht - in deinem Sinn.
Auch klar. Nur, falsch ist nach vorn. Dh. ich müsste zwischen uns noch
genug Platz haben, um mit der langen Longierpeitsche vor ihr zu agieren.
Der ist meist gar nicht mehr gegeben. Weiche ich nach hinten, um Platz
zu schaffen, ist das auch falsch.
Gehe ich energisch auf sie zu, kommt sie mir eher noch entgegen...
Aber danke für die Tipps.. ich werde auf jeden Fall vermeiden, um sie
herumzulaufen.
Lieben Gruss, Anja.
*meld* Der Stock ist ca. 3,50m und der Schlag 4-4,50m, wenn ich je longiert
habe(was eher selten vorkommt) habe ich noch nie eine andere benutzt.
Gruß,
Hilke
Hi ho,
>Jetzt überlege ich, eine Teleskop-Hohlglas-Peitsche zu kaufen.. bin mir
>mit der Länge aber nicht sicher (mind. 255 wäre die dann).. wie lang ist
>denn eine Voltipeitsche?
Teleskoppeitschen ;-) gehen immer dann auseinander, wenn man das so
gar nicht gebrauchen kann... Wuerde ich lieber nicht machen.
So long,
Katje + Apollo, dessen Aufmuepfen nicht mehr wirklich ernst gemeint
ist :-)
Hallo, Anja!
... Jetzt kommt es öfter mal vor, dass sie sich quer zur
> Bewegungsrichtung stellt - d.h. mit dem Kopf reinkommt und die
> Hinterhand rausnimmt (und mich dann aufmüpfig anguckt).
Versuch macht kluch, und irgendwann verliert sich der Reiz des Neuen
;-))
>
> Wie reagiert man hier am besten?
Am besten ist Verhindern. Von vorn treiben ist wenig gescheit, damit
kommt es schnell zu einer Konfrontation.
Uebe am besten erst mal, mit dem Longierpeitschenschnurende wirklich
Gegenstaende zu treffen - das ist naemlich gar nicht so leicht.
Und dann pass auf wie ein Schiesshund, dass sie nicht mal die Schulter
anfaengt nach innen zu schieben (das ist naemlich meistens das erste,
was sie tun). Wenn sie damit anfaengt, gib ihr sofort einen Klaps auf
die Schulter, dann muss sie sich nach innen biegen und kann diesen
Unsinn nicht mehr so ohne weiteres machen. Hilfreich waere auch,
zumindest uebergangsweise und notduerftig aussen eine optische
Begrenzung zu ziehen, dnn kann sie nicht so leicht mit der Hinterhand
ausfallen.
>
> Ich gehe bislang immer um sie herum - um wieder auf die "innere" Seite
> zu kommen und treibe sie dann wieder an. Während ich den Zirkel wieder
> vergrössere, laufe ich an meinen alten Platz rückwärts zurück.
Das ist prinzipiell nicht falsch, aber wichtig ist, die Vorzeichen zu
erkennen und das Pferd rechtzeitig mit der Vorderhand nach aussen zu
treiben - entweder mit dem Klaps (eher einem Streifen) der
Longierpeitsche an der Schulter oder mit zwei anderen Moeglichkeiten,
entweder die Peitsche in mittlerer Bauchhoehe des Pferdes gehalten,
dorthin zielend (nur zeigend, zur Verstaerkung evtl. dorthin
"schnickend"), wo der innere Schenkel liegen wuerde, oder wischende
Bewegungen damit vom Scheif zum Kopf und wieder zurueck zu machen, womit
Du ihr zumindest ein Nach-innen-Kommen uanangenehm machst.
Wie immer, ist es da am besten, wenn Du es zu sehen beginnst, wenn sie
denkt "jetzt mach ichs gleich wieder" und entsprechend schnell
reagierst.
>
> Denn wenn ich aus der "alten" Position heraus versuche mit der
> Longierpeitsche auf der ehemals "inneren" Seite zu treiben kommt sie
> meist recht angriffslustig auf mich zu.
Das darfst Du auf keinen Fall erlauben! Longieren ist kein Kampfspiel!
Wenn sie sowas anfaengt, baue Dich auf und schreie sie mal richtig
heftig an. Mit der Peitsche wuerde ich dann weniger machen, Du kannst
aber heftig die Longe in Schwingungen versetzen, wenn diese an einem
Kappzaum festgemacht ist.
Achja, noch ein Spruch meiner RL: "Wenns gut klappt, aufhoeren." Auch
da: Lieber nur 10 Minuten ohne Krampf und Streit als 30 mit.
>
Gruesse,
Anke,
innen ganz voll frischer kuehler Herbstluft :-))
+ Kicki + Carmina, die mit Anke heute im Weiten unterwegs waren :-)
Also wenn wir unter teleskoppeitsche(ich denke das heißt ausziehbar?)das
gleiche verstehen, dann haben wir beim Volti(Voltipeitschen sind immer
ausziehbar oder zerlegbar)damit noch nie Probleme gehabt.
Gruß,
Hilke
"Hilke Brandes" <h_br...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:9onfdo$ebtcg$1...@ID-65882.news.dfncis.de...
> Also wenn wir unter teleskoppeitsche(ich denke das heißt ausziehbar?)das
> gleiche verstehen, dann haben wir beim Volti(Voltipeitschen sind immer
> ausziehbar oder zerlegbar)damit noch nie Probleme gehabt.
Das kann gar nicht sein, nach Murphy müssen Teleskoppeitschen
auseinanderfallen wenn man es ganz und garnicht gebrauchen kann das sie
auseinanderfällt.
mfG René
hallo,
> Also wenn wir unter teleskoppeitsche(ich denke das heißt ausziehbar?)das
> gleiche verstehen, dann haben wir beim Volti(Voltipeitschen sind immer
> ausziehbar oder zerlegbar)damit noch nie Probleme gehabt.
ich habe eine ausziehbare (zerlegbare) longierpeitsche und damit auch keine
probleme. die peitsche hat bereits 23 jahre lang gehalten.
liebe gruese,
reinhild
Hallo, Anja!
> > Hast du eine vernünftige Peitsche, mit der du das Pferd auch erreichen
> > kannst?
Gute Frage ;-) Hab ich vergessen...
>
> Naja, neu ist sie zwar - aber wohl viel zu kurz. Da ich eher klein bin
> und wollte ich zunächst eine "handliche" Peitsche... die hab ich jetzt
> und muss damit ständig zu meinem Pferd hinlaufen, wenn ich etwas
> mitzuteilen habe. Sie ist nur 1.70 und der Schlag ist auch nicht
> länger..
Dann mach es eben einfach so, dass Du den Abstand zum pferd
verkleinerst. Das erfordert auch erstmal einige Uebung, denn dann musst
Du, ohne hinzusehen, seitwaerts im Kreis marschieren und immer schoen um
den Mittelpunkt rum (also Du gehst einen kleinen Kreis um dasselbe
Zentrum wie das Pferd einen grossen), aber dann kann man auch mit einer
handlicheren Peitsche arbeiten. Treffen koennen musst Du, auch wenns
selten notwendig ist - eine wedelnde Peitsche hat nicht denselben Effekt
auf die Bewegung des Pferdes wie eine kurz und evtl. ueberraschend
touchierende.
Auch da waere eine Aussenbegrenzung sinnvoll. Da Du ja den Mittelpunkt
hinter Dir nicht sehen kannst, kannst Du wenigstens Deinen Abstand zur
Eingrenzung schaetzen und damit einen einigermassen korrekten Kreis
gehen.
>
> Jetzt überlege ich, eine Teleskop-Hohlglas-Peitsche zu kaufen.. bin mir
> mit der Länge aber nicht sicher (mind. 255 wäre die dann).. wie lang ist
> denn eine Voltipeitsche?
Ist ein super Ding - man muss aber damit auch erst mal umgehen lernen,
und sie erfordert gute Pflege. Meine wartet immer noch auf eine
Reparatur, weil mir der Kuststoffknopf oben, an dem die Peitschenschnur
befestigt ist, abgebrochen ist. Ist irgendwo im Auto eingeklemmt gewesen
:-((
Hilke, weisst Du, ob man sowas nachkaufen oder sinnvoll reparieren kann?
>
> Schade, dass es so wenig Kurse zum Longieren gibt... da würde ich glatt
> mal einen besuchen.
Schade, dass Berlin so weit weg ist ;-))
>
Der Blick, als
> > im entscheidenden Augenblick die Parade an äußeren Longenzügel
> > kam, war göttlich.
So Blicke kenne ich. Und kann mir das schadenfrohe Grinsen dann selber
nur schwer verkneifen... :-))
>
Gruesse,
Anke
Genau, ich arbeite auch täglich (beruflich) mit ausziehbarer Voltipeitsche und mir ist
noch nie eine zusammengerutscht.
Gruß
Gudrun
> Schade, dass es so wenig Kurse zum Longieren gibt... da würde ich glatt
> mal einen besuchen.
Doch, gibt es: Seit die FN die Longierabzeichen eingeführt hat, werden auch ab und
zu Kurse angeboten, ansonsten würde ich mich an Voltigierleute wenden, da die
ja fundierte Longenkenntnisse _wirklich_ brauchen.
Gruß
Gudrun
hallo reinhild
so ist das eben bei lieben menschen:-)
mlg
heinz
"Anja Berndt" <an...@wwwex.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3BAE4A8...@wwwex.de...
>
> ;-) An Selbstvertrauen mangelt es ihr meist nicht. Da hast Du Recht. Mir
> wird schon manchmal anders, wenn sie sich mir so gegenüberstellt. Da
> fällt es oft schwer, überzeugend zu bluffen. ;-)
Du mußt nicht bluffen, wenn du dir folgendes klarmachst:
das Pferd kriegt durch die Ausbildung Kraft, und mit der
Kraft mehr Selbstbewußtsein. Jetzt testet es eben aus, ob
du immer noch so gut bist, wie früher, als sie noch nicht
so knackig beisammen war.
Das ist nicht böse, das ist ganz normal und auch ein Zeichen
von Intelligenz. Vermutlich entstehen diese Situationen da-
durch, daß du für ganz kurze Zeit mit der Aufmerksamkeit
nicht dabei bist, vielleicht kannst du das auf dem Video nach-
vollziehen. Bruchteile von Sekunden reichen für ein waches
Pferd aus, um selber die Führunmg zu übernehmen.
> Naja, neu ist sie zwar - aber wohl viel zu kurz. Da ich eher klein bin
> und wollte ich zunächst eine "handliche" Peitsche... die hab ich jetzt
> und muss damit ständig zu meinem Pferd hinlaufen, wenn ich etwas
> mitzuteilen habe. Sie ist nur 1.70 und der Schlag ist auch nicht
> länger..
Vielleicht probierst du zunächst mal das Mitlaufen auf einer
kleinen Volte. Durch dein eigenes Gangmaß kannst du z.B. das
Tempo sehr gut beeinflussen. Vor allem dürfte es dir aber dabei
helfen, mit der Konzentration voll dabei zu beiben, weil du in
dieser Position deine eigene Körpersprache, auf die das Pferd
*immer* reagiert, sehr viel bewußter steuern kannst. Dafür wäre
auch deine derzeitige Longierpeitsche ausreichend lang.
Ich habe seit kurzem ein Buch, in dem diese Technik recht gut
beschrieben ist, wenn's dich interessiert, mail mich an (deut-
lich billiger als eine Teleskoppeitsche).
> seit einigen Monaten longiert und ist bisweilen noch etwas "heftig" ...
> daher habe ich Sorge, dass sie sich in der Doppellonge verfangen könnte.
Vor diesem Hintergrund und auch, weil dir dein Pferd gelegentlich
ein bißchen den Schneid abkauft, würde ich davon abraten. Bis man
die Leinen ganz geläufig und automatisch sortiert bekommt, sollte man
das mit einem ruhigen Pferd geübt haben, sonst verunsichert dich das
mehr, als daß es dir hilft.
> Schade, dass es so wenig Kurse zum Longieren gibt... da würde ich glatt
> mal einen besuchen.
Kurse sind immer gut - man nimmt aus jedem Kurs was mit!
Viel Erfolg
Beate
"Anke Spix" <Anke...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:1f07fnk.ox...@pd90433d9.dip.t-dialin.net...
> Anja Berndt <an...@wwwex.de> wrote:
>
> > Denn wenn ich aus der "alten" Position heraus versuche mit der
> > Longierpeitsche auf der ehemals "inneren" Seite zu treiben kommt sie
> > meist recht angriffslustig auf mich zu.
Na, das geht aber zu weit! Bist du wirklich sicher, daß das
angriffslustig ist? Probiere das Mitgehen auf einer Volte,
denn dabei kannst du immer noch 2 Schlaufen Longe in der
Hand behalten, ohne daß dein Zirkel zu klein wird..
Wenn du den Zeitpunkt des Ausbrechens verpaßt haben solltest
und Adina auf dich zukommt, denkst du zunächst mal nicht
"huch!", sondern "na, warte!" und gehst ruhig, freundlich und
stur wie ein Panzer auf sie zu - in der Ruhe liegt die Kraft!
Dabei wirbelst du deine 2 Longenschlaufen vor deiner Brust
im Kreis herum (mit etwas Abstand), wenn das Pferd nicht
zurückweicht auf seine Zirkellinie - wo du aufhörst mit Wirbeln
und wieder Vortreiben mit der Longierpeitsche versuchst - ,
kriegt es diese Schlaufen notfalls wirklich um die Ohren. Diese
Erfahrung wird sie nur ein einziges Mal (wenn überhaupt)
machen wollen.
Mit der Longierpeitsche kannst du nichts mehr ausrichten,
wenn das Pferd bereits aus der Führung ausgebrochen ist!
Wenn dir dieses Verfahren brutal vorkommt, überlege mal
andersrum: im Moment bestimmt dein Pferd, wann es was
tun will oder auch nicht. Das ist nicht ganz ungefährlich.
> Achja, noch ein Spruch meiner RL: "Wenns gut klappt, aufhoeren." Auch
> da: Lieber nur 10 Minuten ohne Krampf und Streit als 30 mit.
Der Spruch ist reines Gold. Aber Voraussetzung dafür ist
schon, daß es erstmal überhaupt klappt....
Liebe Grüße
Beate
als ich das erste Mal meine Stute longieren wollte, kam das einem absoluten
Chaos gleich.. Sie ging einfach nicht raus, blieb bei mir stehen und machte
null Anstalten das zu ändern trotz Einsatz einer lauten Stimme und Peitsche.
Als ich dann mit Hilfe einer netten Reiterkollegin das Pferd endlich
"draussen" hatte, ging zunächst ein kleiner Machtkampf los (rennen,
ausschlagen, etc.). mmmhh, leider kann ich Dir nicht mehr genau sagen, wie
ich es in den Griff bekommen habe. Ich denke, es hat viel mit dem eigenen
Selbstvertrauen zu tun. Früher hat sie mich auch einmal angerempelt und ich
habe es durchgehen lassen, inzwischen ist das nicht mehr drin. Dann wird sie
rückwärts auf ihren alten Platz gerichtet und wir üben es nochmal...
Ich lobe sie sehr viel an der Longe und inzwischen reicht schon ein
energisches "Waischa, raus!" und sie läuft rauswärts. Wie haben viel vom
Boden aus gemacht, derzeit wird Körpersprache geübt und oft Join Up, wenn
Madame nicht konzentriert ist. Körpersprache: Also bei Anspannung und
"Grossmachen" hat sie zu laufen und bei Entspannung und "klein machen" das
Tempo zu verringern. Manchmal klappt es... :-))
Das Longieren selbst funktionierte immer besser, je mehr ich an
Selbstvertrauen gewann und mich ihr gegenüber behaupten konnte. In unserer
kleinen Herde ist sie die Leistute und da hat man immer wieder zu kämpfen.
:-)) Ich stand wirklich schon oft vor Situationen, in denen ich mir nicht zu
helfen wusste und sicher auch falsch reagiert habe. Hier im Stall ist eine
junge Dame, die mir dann oft weiterhilft, gerade im Bereich der Bodenarbeit.
So, nun habe ich viel geschrieben, Dir nicht wirklich einen guten Tip
gegeben aber vieleicht hilft es Dir ja, wenn Du weisst, dass es anderen auch
schon so ging und man mit Geduld auch weiterkommen kann. Wichtig ist auf
jeden Fall, dem Pferd Sicherheit zu geben und das tust Du, indem Du der
Ranghöhere bist.
Viel Glück Euch beiden
wünscht Annette
> Teleskoppeitschen ;-) gehen immer dann auseinander, wenn man das so
> gar nicht gebrauchen kann... Wuerde ich lieber nicht machen.
>
Hallo, Katje!
Du meinst steckbare, oder? Teleskopeitschen sind, wie der Name schon
sagt, ausziehbar. Wenn man damit beginnt zu longieren, kann man
uebrigens mit einem Schwenk die ganze Laenge ausfahren - sieht immens
beeindruckend aus.
Auseinandergehen tun diese nicht so leicht, aber die Spitze ist sehr
duenn und empfindlich und kann leicht abbrechen.
Gruss,
Anke
Hallo, Annette, hallo, Anja!
> als ich das erste Mal meine Stute longieren wollte, kam das einem absoluten
> Chaos gleich.. Sie ging einfach nicht raus, blieb bei mir stehen und machte
> null Anstalten das zu ändern trotz Einsatz einer lauten Stimme und Peitsche.
>
Habe also noch was Wichtiges vergessen: Longieren sollte man einem Pferd
beibringen, indem man es "zwischen zwei Haenden" zu fuehren beginnt und
dann den Abstand zum Pferd allmaehlich vergroessert.
Ich hoffe, Du hasts auch so oder aehnlich gemacht, Anja, denn sonst
weiss sie vielleicht gar nicht so recht, was sie machen soll. Immerhin
hat sie ja vor kurzem erst gelernt, dass pferd beim Fuehren neben oder
hinter den Menschen bleiben soll, und jetzt soll sie um Dich
herumlaufen, was sie zuvor gewiss *nicht* sollte...
Wenn Du noch Fragen zum "Fuehren zwischen zwei Haenden" haben solltest,
sag ichs Dir gern nochmal genauer.
Gruss,
Anke
Nun hast du mich neugierig gemacht, erzähl doch mal mehr....
neugierig,
Hilke
*unterschreib* Ich hatte fast zwei Jahre lang eine unfähige, unerfahrende,
überforderte Trainerin, es ist der H O R R O R(bei Bedarf erzähl ich dazu
mehr...), nach einem Vereinswechsel sieht es jetzt um einiges besser aus...
Hilke, die Samstag Tunier hat und gleich "stirbt"....
Hilke
Hallo Hilke,
ich arbeite im Bereich Heilpädagogisches Voltigieren mit geistig
und teilw. körperlich behinderten Menschen, bin Trainerin C
und spare noch ;-) auf die Kuratoriumsausbildung.
Gruß
Gudrun
Lieben Gruss, Anja - die eigentlich gar nicht posten, sondern lernen
sollte!
Mach ich heute Abend, habs gerade eilig....
so eilig,
Hilke
>Hallo Anja,
>
>als ich das erste Mal meine Stute longieren wollte, kam das einem absoluten
>Chaos gleich.. Sie ging einfach nicht raus, blieb bei mir stehen und machte
>null Anstalten das zu ändern trotz Einsatz einer lauten Stimme und Peitsche.
Huhu,
ich denke mal, dass die wenigsten Pferde, die derartiges Chaos
anzetteln, jemals korrekt longiert wurden resp. es ihnen geduldig
beigebracht wurde.
Bei solchen Problemen sollte man genau wie beim Reiten einfach mehrere
Schritte zurueckgehen und vor allem auch mal das eigene Koennen
kritisch ueberpruefen. Wie soll zB ein Pferd lernen, den Kreisbogen
richtig einzuhalten, wenn man staendig mitgeht? Wie soll es lernen,
richtig zu reagieren, wenn die Kommandos missverstaendlich sind
(Sche-ritt und Te-rab klingen doch sehr aehnlich)? Usw. usf.
So long,
Katje + Apollo
Hi Katje!
> richtig einzuhalten, wenn man staendig mitgeht? Wie soll es lernen,
> richtig zu reagieren, wenn die Kommandos missverstaendlich sind
> (Sche-ritt und Te-rab klingen doch sehr aehnlich)? Usw. usf.
So ähnlich die Kommandos klingen mögen, die Pferde unterscheiden sie
schon. Jedenfalls die, die ich bisher longiert habe. Allerdings macht
auch hier der "Ton die Musik". Geht mein Pferd im Schritt und ich
fordere es zum "Teerabbbb" auf, dann klingt das auffordernd (und sicher
spricht meine Körperhaltung eine entsprechende parallele Sprache, ich
richte mich vermehrt auf, etc.), galoppiert mein Pferd und ich verlange
"Teeeeraaaaaaaaaab", klingt das beruhigend und meine Körperhaltung wird
entspannter, ich wirke nicht "treibend", meine Hand sinkt... tausend
Kleinigkeiten (die aber nicht (mehr) bewusst ablaufen).
Insofern sind es nicht allein die Stimmkommandos, die das Pferd
"bewegen" und die Lautfolge ist nur ein Bruchteil der Kommandos.
Gruß,
Birgitt
liebe birgitt
sehr gut erklärt.
mlg
heinz
...
>Insofern sind es nicht allein die Stimmkommandos, die das Pferd
>"bewegen" und die Lautfolge ist nur ein Bruchteil der Kommandos.
Hallo Birgitt,
das ist schoen, dass Du das kannst. Ich habe aber schon oft gesehen,
wie aus der Longenarbeit ein schreckliches Missverstehen von Mensch
und Pferd wurde - meine Beispiele sollten nur mal dazu anregen, mal
selber auf die Unmissverstaendlichkeit der eigenen Kommandos (zu denen
natuerlich auch Koerpersprache und die Arbeit mit der Longe/Peitsche
gehoert!) zu achten.
So long,
Katje
"Katje Binder" <bin...@uni-muenster.de> schrieb im Newsbeitrag
news:9ovl5r$klo$3...@redenix.uni-muenster.de...
> Am Tue, 25 Sep 2001 13:23:00 +0200, schrieb "Annette Campagna"
> <camp...@dig.de> in der Nachricht <3bb0...@news.swol.de> :
>
> Wie soll zB ein Pferd lernen, den Kreisbogen
> richtig einzuhalten, wenn man staendig mitgeht?
Das Pferd lernt, deine eindeutige Körpersprache zu interpretieren
und hält von da ab den von dir gewünschten Abstand zu dir ein.
Daß der Kreis ein Kreis wird, liegt an deiner Vorgabe: gehst du ein
krummes Ei statt einer richtigen Volte, kann das Pferd keinen
runden Zirkel gehen.
Du kannst ebenso mit dem Pferd kreuz und quer durch die
Halle gehen, in Kreisen, Eiern, Volten, Schnecken, immer mit
der gleichen Longenspannung.
Liebe Grüße
Beate
> > Jetzt überlege ich, eine Teleskop-Hohlglas-Peitsche zu kaufen.. bin mir
> > mit der Länge aber nicht sicher (mind. 255 wäre die dann).. wie lang ist
> > denn eine Voltipeitsche?
>
> *meld* Der Stock ist ca. 3,50m und der Schlag 4-4,50m, wenn ich je longiert
> habe(was eher selten vorkommt) habe ich noch nie eine andere benutzt.
Danke.
Ich habe mal nach einer Voltipeitsche gefragt. Leider gab es keine. Da
habe ich mir nun zur gelungenen Prüfung eine Teleskoppeitsche gekauft.
Ist 255cm lang plus nochmal soviel an Schlag. Sehr leicht und erinnert
stark an eine Angel.. :-)
Ausprobiert habe ich sie bislang aber noch nicht.. es regnet und regnet
zur Zeit - und ich wollte den schönen neuen weissen Lederschlag nicht
schon beim ersten Test durch den Schlamm ziehen.
Gruss, Anja.
> Dann mach es eben einfach so, dass Du den Abstand zum pferd
> verkleinerst. Das erfordert auch erstmal einige Uebung, denn dann musst
> Du, ohne hinzusehen, seitwaerts im Kreis marschieren und immer schoen um
> den Mittelpunkt rum (also Du gehst einen kleinen Kreis um dasselbe
> Zentrum wie das Pferd einen grossen), aber dann kann man auch mit einer
> handlicheren Peitsche arbeiten.
Da bin ich beruhigt, dass Du das vorschlägst. Genauso mache ich es zur
Zeit. Aber da ein "ordentlicher" Longenführer (laut FN) fest auf dem
Mittelpunkt stehen soll, hatte ich dabei immer ein ungutes Gefühl. Aber
ein "ordentlicher" Longenführer hat halt auch eine entsprechend lange
Longierpeitsche... das rückt die Forderung wieder gerade.
Das mit der äußeren Begrenzung ist richtig.. auf dem Longierzirkel
klappt es auch besser. Leider steht der zur Zeit meist unter Wasser - da
bin ich auf dem Reitplatz ausgewichen.
> > Schade, dass es so wenig Kurse zum Longieren gibt... da würde ich glatt
> > mal einen besuchen.
> Schade, dass Berlin so weit weg ist ;-))
;-) Gibst Du etwa auch Longierkurse?
Ich habe ja zur Zeit meine Trainerin, die mich auch oft korrigiert -
aber ich mag halt gerne "Kurse" - so richtig mit nem Abzeichen am Ende.
Ist gut fürs Selbstwertgefühl, wenn man seine Kenntnisse bescheinigt
bekommt. Ausserdem ist es billiger (und motivierender), wenn mehrere
etwas zusammen lernen.
> Du mußt nicht bluffen, wenn du dir folgendes klarmachst:
> das Pferd kriegt durch die Ausbildung Kraft, und mit der
> Kraft mehr Selbstbewußtsein. Jetzt testet es eben aus, ob
> du immer noch so gut bist, wie früher, als sie noch nicht
> so knackig beisammen war.
> Das ist nicht böse, das ist ganz normal und auch ein Zeichen
> von Intelligenz. Vermutlich entstehen diese Situationen da-
> durch, daß du für ganz kurze Zeit mit der Aufmerksamkeit
> nicht dabei bist, vielleicht kannst du das auf dem Video nach-
> vollziehen. Bruchteile von Sekunden reichen für ein waches
> Pferd aus, um selber die Führunmg zu übernehmen.
Es passiert, wenn sie keine Lust mehr hat - das kommt eigentlich fast
nur auf ihrer "schlechten" Seite vor. Die Trainerin hatte am WE auch das
"Vergnügen" mit dieser Reaktion. Sie hat es allerdings eleganter gelöst
und sich davon nicht beeindrucken lassen. Leider kann ich ihr Vorgehen
nicht 1:1 umsetzen. Auch wenn es bei ihr so einfach aussieht.
Aber zumindest bekommt Adina so immer mal wieder eine Korrektur.
> Vielleicht probierst du zunächst mal das Mitlaufen auf einer
> kleinen Volte. Durch dein eigenes Gangmaß kannst du z.B. das
> Tempo sehr gut beeinflussen. Vor allem dürfte es dir aber dabei
> helfen, mit der Konzentration voll dabei zu beiben, weil du in
> dieser Position deine eigene Körpersprache, auf die das Pferd
> *immer* reagiert, sehr viel bewußter steuern kannst. Dafür wäre
> auch deine derzeitige Longierpeitsche ausreichend lang.
Ja, so mache ich es zur Zeit auch. Leider fällt dadurch der
Zirkeldurchmesser für Adina nicht sehr gross aus - da ich im Trab sonst
auf meinem Zirkel nicht Schritt halten kann. Ich hoffe, das wird mit der
neuen Peitsche jetzt besser - damit ich ihre Gelenke schonen kann.
> Ich habe seit kurzem ein Buch, in dem diese Technik recht gut
> beschrieben ist, wenn's dich interessiert, mail mich an (deut-
> lich billiger als eine Teleskoppeitsche).
Uppss.. zu spät. Ich hatte Samstag einen unwiderstehlichen Kaufdrang.
;-)
Wobei die Peitsche nicht ganz sooo teuer war, wie ich gedacht hatte.
Trotzdem danke für Dein Angebot.
> Vor diesem Hintergrund und auch, weil dir dein Pferd gelegentlich
> ein bißchen den Schneid abkauft, würde ich davon abraten. Bis man
> die Leinen ganz geläufig und automatisch sortiert bekommt, sollte man
> das mit einem ruhigen Pferd geübt haben, sonst verunsichert dich das
> mehr, als daß es dir hilft.
Ja, denke ich auch. Zumal ich es ja auch bislang nicht beherrsche. Das
übt man lieber erstmal mit einem routinierten Pferd.
> Kurse sind immer gut - man nimmt aus jedem Kurs was mit!
Leider gibts bei uns keinen.. :-(
> Viel Erfolg
Danke und lieben Gruss, Anja.
> die Handhabung einer Voltipeitsche ist nach einigen Trockenübungen (die du auch durchführen
> solltest: z.B. Treffen einer Dose auf Bandenhöhe) auch ganz einfach.
Ja, das werde ich auf jeden Fall probieren.
Ich hatte die neue Peitsche auf dem Parkplatz vor dem Laden kurz
"ausprobiert". Das Ergebnis: ich lag hinterher auf dem Bauch halb unter
einem Geländewagen, da der Schlag sich einmal um und vorallem unter das
Vorderrad gelegt hatte und da festklemmte. Sah sicher unheimlich gekonnt
aus.
So weit zu meinem ersten Einsatz der neuen Peitsche. ;-)))
Gruss, Anja.
> daran habe ich auch schon gedacht. lass dir das longieren von einem/einer rl
> zeigen. es gibt ein paar kleinigkeiten, mit denen du dir helfen kannst.
Ja, ohne Anleitung meiner Trainerin lief das Ganze sowieso nicht gut.
Adina kam immer wieder mit der Schulter zu mir herein, galoppierte und
buckelte... rannte zum Ausgang oder drehte sich mit der Hinterhand zu
mir und stampfte mit der Longe los... während ich nur mit dem Sortieren
der Longe beschäftigt war oder die eh schon kurze Peitsche sich ständig
irgendwo verfing. Ich war damals wirklich überfordert.
So gesehen, sind das heute nur noch "Kleinigkeiten" - aber man wächst ja
mit seinen Aufgaben (so fern man etwas Anleitung hat).
> kaida kam immer näher zu mir herein, wenn sie an der stelle vorbei musste,
> wo monster lauerten oder wo die hengste auf der koppel standen und sie
> anlachten. ich habe daraufhin die longierpeitsche unter die longe gelegt und
> diese damit leicht angehoben, dadurch ging kaida wieder auf ihren zirkel.
Das werde ich auch mal probieren.
> auf noch ein paar dinge ausser der körpersprache (wie django sagt) ist zu
> achten, aber das weisst du vielleicht sowieso. z.b.: das pferd soll die
> ersten 10 minuten im schritt an der longe gehen lernen, genau so als würdest
> du losreiten und zuerst im schritt aufwärmen. ich habe mir alles von meiner
> ausbildnerin zeigen lassen und tat mir dann schon ein bisschen leichter.
Das mit den 10 Minuten Schritt ist immer schwer einzuhalten. Adina ist
sehr lauffreudig und will immer gleich losstiefeln. Wir haben uns daher
auf mindestens 5 Minuten geeinigt und ich versuche, wenigstens diese
einzuhalten.
Meiner Trainerin war das auch wichtig - aber selbst sie hat am WE eher
Traben lassen, um die Lauffreude nicht zu stark zu unterdrücken.
> viel erfolg mit deinem jungpferd wünschen dir
> reinhild
> und kaida, die jetzt schon fast ein erwachsenes kräftiges reitpferd mit
> geländeerfahrung geworden ist.
Danke.
Klingt gut. Da wollen wir auch noch hin. Mal sehen, vielleicht können
wir nächsten Sommer ja auch schon ins Gelände.
Gruss, Anja.
Hallo, Anja!
> ;-) Gibst Du etwa auch Longierkurse?
Ich hatte mal einen Kurs geplant, in dem auch das gelehrt wuerde.
>
...
> aber ich mag halt gerne "Kurse" - so richtig mit nem Abzeichen am Ende.
Damit kann ich leider nicht dienen. Tut mir leid.
> Ist gut fürs Selbstwertgefühl, wenn man seine Kenntnisse bescheinigt
> bekommt. Ausserdem ist es billiger (und motivierender), wenn mehrere
> etwas zusammen lernen.
Richtig. Die Bescheinigung sehe ich zwar inzwischen nicht mehr als so
wichtig an, aber manches lernt man in der Gruppe besser, weil man auch
die anderen beobachten kann. Ist ausserdem mitunter gut fuers
Selbstwertgefuehl, wenn man sieht, dass andere evtl. auch nicht besser
sind... und billiger ists eben idR auch.
Aber es ist ja so ohne Weiteres nicht moeglich... Adina dafuer in den
Hunsrueck zu holen faende ich eine zu grosse Zumutung im Vergleich zum
moeglichen Lerneffekt.
Gruss,
Anke
Hallo, Anja!
.... Das Ergebnis: ich lag hinterher auf dem Bauch halb unter
> einem Geländewagen, da der Schlag sich einmal um und vorallem unter das
> Vorderrad gelegt hatte und da festklemmte. Sah sicher unheimlich gekonnt
> aus.
> So weit zu meinem ersten Einsatz der neuen Peitsche. ;-)))
>
ROTFL
Herrlich!
Das haette mir aber genauso passieren koennen.
Gruss,
Anke,
die auch schon Pferdehinterbeine in den duennen Lederschlag gewickelt
hatte - das war schon weniger angenehm...