Es heisst die Zeiten, in denen Weben als schlimme Untugend bezeichnet
wurden, seien vorbei und die Behauptung, dass Weben Beinschäden
verursachte, stimme nicht. Die Autorin beruft sich auf den Münchner
Tierarzt Dr. Maximilian Pick, der meint Weben habe viel komplexere
Ursachen als bisher angenommen. So würden Pferde auch in Erregung,
Unsicherheit oder Unentschlossenheit weben. Das Weben sei demnach
eine "Uebersprunghandlung“, wobei dem Tier zwei verschiedene Reize
angeboten bekäme, zwischen denen es sich nicht entscheiden könne.
Koppen sei im genetischen Programm des Pferdes als Überrest des
Saugreflexes gespeichert, vermutet Pick. Er würde jederzeit ein
koppendes Pferd kaufen. Man solle sich einfach damit abfinden. Sibylle
Luise Binder trägt auch die Meinung eines Dr. Henning von Luetzow vor,
der meint Koppen sei zwar nicht schädlich und rege auch nicht zur
Nachahmung an, sei aber nervig für Mensch und Tier.
Abwechslung und Bewegung schlägt Frau Binder als probates Mittel gegen
diese Macken vor. Das ist bekannt.
Zum zweiten Mal stutzig geworden bin ich, als ich über über
einen „Sensationsfund“ in Tibet gelesen habe. Wissenschaftler hätten
1995 das Riwoqe- Pferd entdeckt. (Im Buch steht tatsächlich „Riwoqe“.)
Dieses Wildpferd soll 1995 in einem kaum zugänglichen Bergtal in Tibet
gefunden worden sein. Eine Genanalyse verspräche neue Erkenntnisse über
die Evolution des Pferdes.
Für das Buch möchte ich eigentlich gar nicht soviel Werbung machen. Mit
ihm kann man, weder herausbekommen, was die Experten Pick und von
Luetzow genau meinen, noch, wo etwas über diesen „Sensationsfund“
steht. Denn, wie die meisten Pferdebücher im Buchhandel, ist auch
dieses Werk unwissenschaftlich und nicht mit Literaturangaben versehen.
Schade. Das Buch ist teilweise etwas albern geschrieben, kann aber
Einsteigern Grundkenntnisse über das Verhalten des Pferdes vermitteln.
Über das von mir genannte hinaus bietet das Buch nichts Neues.
Ich freue mich über jeden Beitrag zur Klärung meiner Fragen:
Wer hat etwas vom „Riwoqe-Pferd“ gehört?
Leider habe ich keine Pferde und kann nicht sagen, ob Koppen und Weben
ansteckend ist oder nicht. Wer hat Erfahrung und kann berichten?
Sent via Deja.com http://www.deja.com/
Share what you know. Learn what you don't.
Wir hatten sowohl einen Weber wie auch einen Kopper im Stall stehen. Keins
unserer Pferde hat es sich abgeschaut auch nicht die jungen.
Die Züchterin meines Reitponys hatte sogar eine koppende Zuchtstute. Keins
ihrer Fohlen hat je angefangen zu koppen.
Angeblich neigen viele Kopper zu Koliken ; die Kopper, die ich bisher
kennengelernt habe - u.a. sehr gute Dressurpferde - waren nicht öfter krank als
andere Pferde.
Auch der Weber ist mit seinen 20 Jahren noch topfit.
Über dieses Urpferd kann ich leider nix sagen
Gruß
Kathi
Kati13898 <kati...@aol.com> schrieb in im Newsbeitrag:
19990704180451...@ng-fi1.aol.com...
>Is ja wohl aus dem Mittelalter, diese Behauptung, wenn auch lieb gemeint, so
>leider absoluter Blödsinn. Zucker ist scheiße, klar, aber nicht wg. Koppen!
Es fällt etwas schwer, bei solcher Sprache auf Kompentenz zu
schließen. Außerdem: Du attestierst jemandem Blödheit, der eine
bestimmte Erfahrung gemacht und diese als ausreichend wertvoll
erachtet hat, uns allen mitzuteilen. Kein guter Stil.
>Koppriemen sind Tierschinderei, informier Dich mal bei Fachleuten zu diesem
>Thema, die Luft führt nachweisbar nicht zu Koliken, sondern der Streß den solch
>verhaltensgestörte Tiere haben. Und deshalb Koppen sie, nicht wegen Zucker!!!
1. ) Gerne. Wer sind diese Fachleute? Welche Publikation?
2. ) Wenn Koppen nicht zu Koliken führt, warum ist es dann ein
Hauptmangel, der zur Rückgängigmachung des Kaufes (innerhalb einer
bestimmten Frist) berechtigt? (Anmerkung meinerseits: früher waren
Koliken weitaus gefährlicher, führten gerne zum Tode und schränkten
den Gebrauchswert eines Pferden nahezu vollständig ein).
3.) Die Aussage, daß Kopper verhaltensgestört sind und aus dem daraus
resultierenden Streß koppen, kann ich absolut nicht bestätigen.
Vielleicht nennst Du eine Quelle Deines Wissens?
------------------------------------------------
Martin Aupperle
MikeAlpha@NoSpam_csi.com
(remove NoSpam_)
------------------------------------------------
nur eine kleine Anmerkung am Rande,
WBTelekomm wrote:
> Die Druse z.B. ist in der heutigen Zeit gott sei Dank so gut wie nicht mehr
> aufgetreten.
Das halte ich für einen Irtum, (zumindest gab es hierin der unmittelbare
Umgebung 3 Fälle in 5 Jahren).
Jens
--
=== Jens Jacobi === === Forwarder ===
<http://www.in-berlin.de/User/domino> <http://www.comports.com/j.j>
<mailto:j.ja...@domino.in-berlin.de> <mailto:j...@comports.com>
Stimmt nicht ! Es gibt leider zu viele Studien die belegen dass Koppen
tatsaechlich zu Koliken
fuehrt . Des Weiteren weredn die Zaehne falsch abgenutzt, des Weiteren
bilded sich ein
unschoener und dem korrekten Reiten nicht gerade nuetzlicher Unterhals.
> Koppriemen sind Tierschinderei,
Es kommt auf den Riemen an. Die Nylon Riemen mit dem Metall-ding sind
wirklich
Tierschinerei, die aus Leder aus den USA (Miracle Collar) nicht.
>informier Dich mal bei Fachleuten zu diesem
> Thema,
Informier Du Dich mal bei VIELEN Fachleuten - da die Meinungen
auseinandergehen.
> die Luft führt nachweisbar nicht zu Koliken, sondern der Streß den solch
> verhaltensgestörte Tiere haben.
Nicht richtig - beziehungsweise falsch ausgelegt !
Nicht alle Kopper sind gestresst - nicht alle sind automatisch
verhaltensgestoert - die Luft an
sich fuehrt nicht zu Koliken, die Verdau-ungs-stoerungen die durch die Luft
bzw das Voelle-gefuehl
hervorgerufen werden allerdings schon.
Koppen ist ein Suchtverhalten - beim Koppen werden Endorphine freigesetzt
und das Pferd wird Endorphin-suechtig.
>Und deshalb Koppen sie, nicht wegen Zucker!!!
Da Du das Pferd nicht kennst - und Koppen so viele verschiedene Ursachen hat
(zum Teil vererbt !!!!!) kannst Du ueberhaupt nicht
sagen warum das Pferd koppt.
Die meisten Kopper koppen nach Leckerbisen ein paar Minuten lang stark
vermehrt - in sofern war Deine Aussage dass da kein Zusammenhang besteht -
falsch.
> nix für ungut,tina.
Ebenfalls,
Petra
Kati13898 schrieb:
erstens wuerdest Du viel ernster genommen wenn Du nicht gleich mit einer
derartigen
unverschaemten Art herumplotzen wuerdest - und zweitens solltest Du mal
schleunigst
Deinen Horizont um ein paar Meter erweitern.
Des Weiteren verbiete ich mir weitere E-mails von Dir.
Herzlichen Dank.
?Statt mal über Neues froh zu
> sein?
Lach ! Was hast Du denn Neues erzaehlt ?
> Nur weil das in die Tiefe geht und ein Verstehen der Zusammenhänge
> voraussetzt? Schade, daß manche so wenig aufgeschlossen sind.
Quatsch. Erstens verstehe ich die Zusammenhaenge wohl etwas besser als Du
denkst, und
zweitens bist Du es die so wenig aufgeschlossen bist - dass Du gleich ueber
andere
Leute herfallen musst und Deine Meinung - die wohl zum Teil und in vielen
Faellen - allerdings
durchaus nicht immer richtig ist - als die einzig richtige hochjubelst und
andere als dumm
hinstellst !
> Mein Kopper ist
> auch gestorben, hatte tatsächlich Kolik.
Na und ? Nur weil die Kolik Deines Koppers nicht vom Koppen kam heisst noch
lange nicht dass
viele Koliken direkt auf's Koppen abgeleitet werden koennen - und wenn Du
auch nur einen
BRUCHTEIL der Research gemacht haettest die ich zu dem Them gemacht habe
dann waerst Du auch nicht
gleich so grosskotzig !
Les mal ein paar Stapel von USA Research zu dem Thema -...
> MEINST DU DENN IM ERNST DASS ICH MICH
> NUR AN DER OBERFLÄCHE DAMIT BESCHÄFTIGT HABE???
Natuerlich nicht. Aber Du schliesst von Deinem Einen Pferd auf Alle.
Ich hae auch einen Kopper - der nie Kolik hat, nie gestresst ist und
allgemein
voellig froehlich vor sich hinlebt - eben nur nach dem Fressen ein paar-mal
genuesslich koppt - so wie manche Leute eine Zigarette nach dem Essen
rauchen.
Ich habe auch letztes Jahr eine Stute verloren - Kolik , und die hatte NIE
gekoppt.
Das heisst aber doch noch lange nicht dass da IM ALLGEMEINEN und OFT ein
Zusammenhang
besteht - der besteht namlich und ist immer wieder und auch auf dem
allerneusten Stand wieder und wieder belegt.
> Mir wäre manchmal auch lieber
> einfach dem Koppen die Schuld zu geben, und gut is.
Wieso "Gut Ist " ? Es ist doch viel leichter wie Du es Dir machst - indem Du
Dir einredest dass
da nie und nimmer ein Zusammenhang besteht ......
> Doch das ist Blödsinn
Klar - wiel Du ja **alles** und so viel besser weisst !
> Glaubs, habe 25 Jahre erfahrung
Und ?
>und sage das hier nicht um wen
> zu ärgern, sondern um Weitblick zu schaffen,
WITBLICK ?
Ich lach mich tot - Du blickst nicht weit - Du siehts haarscharf bis zu der
knappen Grenze Deines
steifen Standpunktes und keinen Deut weiter .
Nichts fuer ungut - und bitte belaestige mich nicht wieder mit e-mail.
Danke
Petra
>Früher habe ich es nicht besser gewußt, heute helfe ich meinem
>Pino mit APM nach Penzel.
>MfG Ilse Mock
Ob da nicht wieder Stinkstoffe im Spiel sind? Wenn Pferde ruelpsen,
das stinkt doch sicher.
Her mit den Kaefigmolekuelen!!!!
Sorry, ich konnte mir das nciht verkneifen. Ist nicht boese gemeint!
Katje
> Trotzdem sei mir doch erlaubt hier Stellung zu nehmen,
Klar ....
> Frieden?
OK :-)
>. Tut mir leid daß sie ein Pferd verloren
> hat, sie soll froh sein einen Gelegenheitskopper zu haben. Es ist so gut
wie
> eindeutig erwiesen, daß Kopper irgendwann in ihrem Leben ein Traumatisches
> Erlebnis hatten.
Schau - das glaube ich eben nicht - oder zumindest nicht die Kopper - die
nicht aus
Stress und Langeweile etc koppen.
Mein Monty ist seit Fohlen bei mir - seine Voll-Brueder sind mir auch
bekannt. Alle 3 hatten
ein super-pferde-freundliches Leben - alle 3 haben zwischen einem und 2
Jahren angefangen zu koppen.
Andere Fohlen von dem selben Zuechter aber nie.
In Holstein hatten sie mal eine Studie - die ich allerdings nicht mehr
finde - die Vererbung ganz eindeutig bewiesen hat.
Der Wallach meiner Freundin ist mit 18 jahren an Kolik gestorben - er hatte
einen greusslichen Tumor am
Darm. Dieser war allerdings nicht vom Koppen - das Pferd hatte auch nie in
seinem Leben eine Kolik .
Wir haben noch zwei Kopper im Stall - beide sind schwer gestresst und
entsprechen wohl Deinem oben genannten
Bild. Beide kriegen Kolik wenn mal der Riemen (wir haben nur die USA
Riemen - die ich zwar auch nicht mag - die aber nicht
grausam sind ) vergessen werden.
Dies ist jetzt schon ein paar mal passiert - unser Tierarzt - der uebrigens
ehemaliger Olympischer Tierarzt - und der Tierarzt der englischen Koenigin -
ist - hat auch bei Rennpferden (koeniglichen und anderen ) ein starkes
Nachlassen
der Koliken bei Koppers festgestellt.
Ausserdem ist es auf die dauer sehr schlecht fuer die Zaehne (bei starken
Koppern ) und die kriegen oft so einen haesslichen
Hals.
All das ist nicht "immer" und "nur". Koppen ist eine Endorphine Sucht - die
sehr verschiedene Ursachen und Auswirkungen und Hintergruende habe kann -
genause wie zum Beiispiel Kolik ein Symptom - nicht eine Krankheit als
solche - ist.
> Das kann kompensiert sein, was bestenfalls bleibt, ist ein
> Gelegenheitskopper, der ein trotzdem glückliches Leben hat.
Inzwischen...aber
> irgendwann war da was...
Nein Du - nicht immer und nicht unbedingt - ich kann echt dafuer garantieren
dass meinem Monty noch nie igendetwas furchtbares passiert ist - er war auch
nicht im Stall gestanden - sondern auf einer Riesen Weide mit anderen jungen
und 2 aelteren Pferden.
Seine Brueder sind auch total behuetet aufgewachsen - und die koppen auch
.....
Die Mutterstute nicht - der Hengst auch nicht. Die zwei anderen Fohlen der
Stute - von zwei verschiedenen Hengsten, haben es
auch nie aufgeschnappt - obwohl sie genause aufgewachsen sind und mit den
koppenden Jungpferden zusammen waren.
Monty hatte noch nie ein Pferd koppen gesehen als er es angefangen hat -
also das mit dem "Abschauen" kommt auch nicht hin.
Allerdings habe ich schon oefters Pferde (vor allem Stuten) erlebt - die das
Weben von einem Nachbarn abgeschaut haben.
>Schade, Petra, vielleicht liest Du es trotzdem.
Klar les ich - man lernt doch bekanntlich nie aus - oder ?
Gruss aus England,
Petra
Erklaer mal - dann erklaer ich warum ich die guten in bestimmten
Situationebn fuer sehr sinnvoll halte.
Petra
>
>Nicht richtig - beziehungsweise falsch ausgelegt !
>Nicht alle Kopper sind gestresst - nicht alle sind automatisch
>verhaltensgestoert - die Luft an
>sich fuehrt nicht zu Koliken, die Verdau-ungs-stoerungen die durch die Luft
>bzw das Voelle-gefuehl
>hervorgerufen werden allerdings schon.
>
Dazu kommt noch, daß das durch die Luft erzeugte Völlegefühl bewirkt,
daß Kopper oft zu wenig Nahrung aufnehmen.
Ilse Mock schrieb:
> Hallo, auch ich kann dazu etwas sagen. Immer wieder wird erzählt, dass
> Koppen ein "Zeitvertreib" ist. Das ist falsch. Wenn wir Menschen ein
> Völlegefühl im Magen haben, so schlucken wir Luft und Röpsen es wieder
> heraus. Das ist Koppen, ein Problem in der Magen- und Darmarbeit der
> Pferde.
> Dasd dabei auch eine Kolik nicht selten ist, idt normal.
Hallo,
ich kenne persoenlich aus meiner Taetigkeit als Pferdewirtschaftsmeister Zucht und
Haltung auf einem Gestuet im Nordwesten einen Vollblut-Deckhengst, der sich nach fast
20 Jahren durch das Aufsetzen die oberen Schneidezaehne fast komplett abgenutzt hat.
In 2 jahren, in denen er durch mich betreut wurde, hatte er nicht eine einzige Kolik
oder andere Begleiterscheinungen. Vermutlich auch nicht in den Jahren zuvor.
Er koppt nachweislich seit seinem Jaehrlingsalter.
Das nur nebenbei ;-)
Holger Schmeling
Gestuetsleiter
Gestuet Karlshof