meine 8jährige AV-Stute ist sehr
wetterfühlig. Sie scheint niedrigen Blutdruck
zu haben. Jedenfalls zeigt sie diese
Symptome. Deshalb dachte ich mir nichts
weiter dabei, als sie am Freitag abend bei
schon kühler Luft an der Longe durch die
Reitbahn kroch. Sie atmete heftig und
schwitzte stark. Ich liess sie deshalb nur
etwas Schritt gehen. Nach einiger Zeit ging
es ihr besser und ich fand meineVermutung
bestätigt. Am nächsten Tag beim Ausritt das
Gleiche. Das Wetter war aber echt daneben.
Ich stieg nach 10 Minuten wieder vom Pferd
und ging die Runde langsam mit vielen Pausen
zu Fuss mit ihr. Sie war ziemlich wackelig
auf den Beinen. Als es anfing zu regnen,
wurde sie munterer. Da sie sich sonst gegen
jede ihrerseits vermutete Überforderung
massiv wehrt, hatte ich keinen Anhaltspunkt
zu glauben, sie könnte nicht gesund sein. Als
ich spät abends nach ihr sah, fühlte sie sich
noch immer sehr warm an. Als sie gestern noch
immer so schlapp war und heftig atmete, mass
ich die Temperatur. Sie hatte 40 Grad. Sonst
keinerlei Anzeichen einer Erkrankung. Solange
ich sie in Ruhe liess, sah sie zufrieden und
gut gelaunt, doch müde aus. Der TA fand
nichts Auffälliges, Herztöne OK, keine
Lymphschwellungen. Er gab Antibiotika und ein
Kreislaufmittel. Sie musste im Stall bleiben.
Vom Heu war nach 3 Stunden noch die Hälfte
da, sonst ist das nach der Hälfte der Zeit
verschwunden. Heute morgen war die Temperatur
bei 36,9 Grad.
Kennt jemand sowas, Fieber beim Pferd ohne
sonstige Symptome? Was könnte die Ursache
sein?
Danke für Hinweise.
Gruss Maria
habe letztes Jahr etwas Ähnliches erlebt wie Du . Die Temperaturen waren
extrem heiß bzw. schwül. Mein Wallach hat nichts mehr gefressen und hatte
Fieber. Der Tierarzt hat einen Kreislaufzusammenbruch festgestellt. Er
bekam Kreislaufmittel, daraufhin wurde es schnell besser. Seitdem muß er
bei dieser Hitze nicht mehr arbeiten, sprich spazieren gehen. Er hat bei
diesen Temperaturen Urlaub.
Grüße aus München, Ulli
## CrossPoint v3.11 R ##
bin kein Medizin-Profi, aber bei meiner Hündin sind ungefähr dieselben Symptome
aufgetreten, auch mit Fieber. Der TA meint, es könnte Borreliose sein.
Grüße
Isolde
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Gruß Axel
www.funkenshof.de
> Hallo,
>
> bin kein Medizin-Profi, aber bei meiner Hündin sind ungefähr dieselben
> Symptome aufgetreten, auch mit Fieber. Der TA meint, es könnte Borreliose
> sein.
>
> Grüße Isolde
>
Den Verdacht kann ich auch nur weiter verstärken. Ich habe zur Zeit
einen Isi mit Borreliose in Behandlung, bei dem es mit den gleichen
Symptomen anfing. Lass das mal nachpruefen!!! Borreliose ist eine
saumaessig gemeine Erkrankung und schaedigt die Erkrankten ungemein, in
Raten und nur sechr schwer aufhaltbar.
Anke,
die sich freut, dass es dem erkramkten Isi schon wieder etwas besser
geht
Danke für Eure Ratschläge. Inzwischen geht es
der Stute wieder gut. Mit Antibiotika und
Kreislaufmittel war sie bereits nach 3 Tagen
wieder fieberfrei.
Wegen Borreliose habe ich den TA gefragt. Er
erzählte, dass bei Hunden und Menschen
Borreliose nachweisbar schwere Schäden
verursacht. Er kennt einige unheilbare Fälle.
(Ich hatte selbst erst eine
Antibiotikabehandlung wegen eines
Zeckenbisses und kenne den Ausgang noch nicht
) Aber er sagte auch, dass es bei Pferden
nicht eindeutig nachgewiesen wäre, dass sie
durch Borrelien erkranken und sich Schäden
einstellen. Er hätte mehrfach
Borrelienantikörper in Pferden finden können,
diese wären aber nicht weiter erkrankt und
auch heute noch frei von Symptomen. Ich werde
das aber im Auge behalten und evtl. noch
prüfen lassen. Leider ist es vielfach so,
dass bei bereits auftretenden massiven
Symptomen die Borrelien nicht mehr
vollständig aus dem Körper entfernt werden
können. Ich habe einen Kollegen, der sie
nicht mehr los wird.
Viele Grüsse
Maria
da die Stute sichtbar abgenervt und belastet
war von der Hitze, habe ich sie die letzten
Wochen schon in Ruhe gelassen und bin nur
wenig im Wald und abends bei kühleren
Temperaturen geritten oder mal longiert. Ich
habe sie nicht gefordert. Ich nehme immer
rücksicht auf ihr Befinden. Ich will sie ja
nicht quälen. Ausserdem ist es für einen
selbst ja auch nicht gerade so angenehm.
Gruss Maria
wie wurde festgestellt, dass es sich um
Borreliose handelt? Aufgrund der Antikörper
oder gab es auch schon organische Probleme?
Ein Kollege hat Herzprobleme deswegen, ein
anderer Nervenschäden und
Gehirnhautentzündung (keine FSME!) Antikörper
allein sind bei Pferden ja noch nicht
unbedingt ein Hinweis auf Erkrankung an
Borreliose, da Pferde sich offenbar ziemlich
gut allein gegen Borrelien wehren können, wie
einige Studien gezeigt haben. Aber ich mache
mir schon länger Gedanken darüber, da meine
Stute gern und reichlich von Zecken gebissen
wird :-(.
Gruss Maria
> Hallo Anke,
>
> wie wurde festgestellt, dass es sich um
> Borreliose handelt? Aufgrund der Antikörper
> oder gab es auch schon organische Probleme?
Nachgewiesen wurde es anhand von zwei Blut-Tests. Aber der Verdacht kam
durch massivste organische Probleme, bei ihm Hufrehe, die erstmals nach
einem Fieberschub mit hohem Fieber im hohen Winter aufgetreten ist.
"Zwischendurch" hatte er auch mal erhoehte Leberwerte. Nach meiner noch
geringen, aber leider wachsenden Erfahrung mit Borreliose wirkt sie sich
immer an "Schwachstellen" aus , immer an den
Stoffwechselbereichen/Organen/Gelenken, die sowieso schon einen leichten
Schaden oder die Tendenz dazu haben. Erstaunlich ist oft die
Untypischkeit der Erkrankungen, so hatte ich ein Pferd mit Rehe an
*einem* Huf *und* kreuzverschlagaehnlichen Symptomen (bei einem Pferd im
Arabertyp), dieser Isi, dem es nach Bewegung schlechter geht (typisch
für Borreliose, aber nicht fuer Hufrehe), eine Traberstute, die immer
wieder in Schueben schwer lahmte (und die ich leider nicht haben retten
koennen :-(((), angeblich (und auch nachweislich) Hufrolle hatte, aber
deren Beschwerden eben auch immer schubweise kamen und sich durch
Bewegung verschlechterten.
> Ein Kollege hat Herzprobleme deswegen, ein
> anderer Nervenschäden und
> Gehirnhautentzündung (keine FSME!)
Ja, meine Reitlehrerin hat das auch. Nun im dritten Stadium,
Blinddarmentzuendung, Lungenentzuendung, und alle Therapie greift nicht
:-( Antibiotika helfen nicht, und Borreliose hat die nette Eigenschaft,
auch fast alle homoeopathischen Mittel in ihrer Wirkung *erheblich* zu
behindern :-(( Eine absolut graessliche Erkrankung, nur Tetanus und
Tollwut sind schlimmer.
Antikörper
> allein sind bei Pferden ja noch nicht
> unbedingt ein Hinweis auf Erkrankung an
> Borreliose, da Pferde sich offenbar ziemlich
> gut allein gegen Borrelien wehren können, wie
> einige Studien gezeigt haben. Aber ich mache
> mir schon länger Gedanken darüber, da meine
> Stute gern und reichlich von Zecken gebissen
> wird :-(.
Tja, mhhh... ich habe bei meinem Hundi schon zweimal und bei einem
meiner Pferde schon einmal Borreliose-Verdacht gehabt und dann die
homoeopathische Nosode dazu gegeben. Sie hat den Vorteil, dass im
Zweifelsfall hoechstens Pruefungssymptome erscheinen koennen, sie aber
ziemlich durchschlagend eine moegliche Infektion verhindern kann, und
selbst die Pruefungssymptome nicht so belastend waeren wie die
Antibiotika-Therapie. Momentan sehe ich darin die beste Loesung. Vor
allem kann ja eine Infektion da sein, aber man kann sie nicht
nachweisen, oder umgekehrt, das kann man ja alles nicht so genau
feststellen.
Verdacht sollte bestehen, wen man nach einem Zeckenbiss im Abstand von
2-4 Wochen eine "brettharte" etwa handtellergrosse oder groessere
Schwellung findet, oder, wenn man das uebersehen hat, nach 4-6 Wochen
raetselhafte Muskelsteifigkeit und/oder hohes Fieber.
Ich wuerde dann einfach die Nosode in einmaliger Dosierung geben, in
diesem Fall ueberwiegt der Nutzen den eventuellen Schaden auf jeden
Fall.
Sonst bin ich ja extrem vorsichtig mit Empfehlungen, aber hier, wie
gesagt, die Moeglichkeiten werden umso begrenzter, je weiter die
Krankheit fortschreitet, und weil sie in so verschiedenen Formen
auftreten kann, kommt man oft erst zu spaet drauf.
Anke,
deren Moni leider diese Woche zum zweiten Mal Fieber nach einem
Zeckenbiss hatte (das aber nach Gabe der Nosode prompt immerhalb 24 h
schwand)...