Wer hat Erfahrung mit der Methode von mit "Klaus Ferdinand Hempfling"
gemacht?
Nach einer Enttäuschung des Pat Parelli-Seminars habe ich mit mit den
Büchern von KFH befaßt und bin überwältigt, besonders von der Art und
Weise des Longierens. Endlich mal ein Weg das Pferd nicht aus dem
Gleichgewicht zu bringen (ganz besonders bei jungen Pferden) und nicht
so die inneren Beine zu belasten. Man wird fürchterlich dämlich
angesehen in den Reitställen und ungefähr alle 5 Minuten kommt jemand
daher und mein man solle um Gottes Willen stehenbleiben beim Longieren
und die Longe gefälligst straff halten.
Besonders angenehm ist es ohne Longe und eigentlich sollte man es soweit
bringen, daß das Pferd nur noch auf Stimme und die richtig Position der
Longe reagiert.
Was ich jedoch nicht ganz anwenden kann ist das Reiten. Da ich selber
nur Englisch reiten kann und mein Pferd ebenso ausgebildet ist, wäre es
ohne Privattrainer wohl undenkbar die Spanische Reitweise zu erlernen.
Bitte um Erfahrungsbericht!
Jasmin
Ich habe auch einiges von KFH gelesen und mir fiel dabei auf, daß
ähnliches bzw. fast dasselbe in einem älteren Buch, das Gymnasium des
Reitpferdes, gelesen. KFH ist niemand mit langjähriger Erfahrung und
meiner Meinung nach hat er diese Art von Umgang mit Pferden entweder aus
einem dieser alten Bücher, oder er hat diese Beobachtungen selbst
gemacht. Ich habe KFH auch der Equitana zugesehen und finde das meiste,
was er über das Führen und Longieren von Pferden geschrieben hat OK,
aber bei seiner Art des Reiten muß man vorsichtig sein. Ich denke, daß
diese Reitweise nicht für "Rechteckpferde" geeignet ist - wie das mit
"Quadratpferden aussieht, weiß ich nicht.
Verena
Stimmt, aber das kann jeder; es ist nur eine Frage des Gehorsams. Das Pferd
ohne Longe (und sonstiges Ausbindematerial) zu longieren hat jedoch auch seine
Kehrseite, denn du riskierst daß das Pferd 'so laüft wie es will' (auf den
Vorderbeinen, mit dem Hals nach außen um das Gleichgewicht nicht zu
verlieren).
> > Was ich jedoch nicht ganz anwenden kann ist das Reiten. Da ich selber
> > nur Englisch reiten kann und mein Pferd ebenso ausgebildet ist, wäre es
> > ohne Privattrainer wohl undenkbar die Spanische Reitweise zu erlernen.
> Ich denke, daß
> diese Reitweise nicht für "Rechteckpferde" geeignet ist - wie das mit
> "Quadratpferden aussieht, weiß ich nicht.
KFH's Reitweise ist Scheiße, denn sie klappt weder bei Rechteckpferden, noch
bei Quadratpferden, nur daß die Fehler nicht bei Quadratpferden (Iberisch)
auffallen.
Ich kann meinen Lusitano auch nach KFH reiten, mit hohem Hals, kurzen
Trippelschritten, Kopf zur Brust und in der Vertikalen; besonders bei Hengsten
ist das recht einfach.
Das kommt halt davon weil der Lusitano wegen seines Körperbau's sofort in eine
Art Pseudoversammlung kommt, aber von Losgelassenheit, raumgreifenden
Bewegungen und Durch-den-Rücken-reiten ist da nix.
Das ist alles nur Show und die Pferde werden kaputtgeritten!
Pierre
>Ich kann meinen Lusitano auch nach KFH reiten, mit >hohem Hals, kurzen
>Trippelschritten, Kopf zur Brust und in der >Vertikalen; besonders bei Hengsten
>ist das recht einfach.
>
>Das kommt halt davon weil der Lusitano wegen seines >Körperbau's sofort in eine
>Art Pseudoversammlung kommt, aber von >Losgelassenheit, raumgreifenden
>Bewegungen und Durch-den-Rücken-reiten ist da nix.
>
>Das ist alles nur Show und die Pferde werden >kaputtgeritten!
Stimmt.
Eine Freundin von mir deren Eltern haben einen Pensionsstall mit Gangpferde, Isländer usw. dort war dieser besagte Herr und hielt an zwei Wochenenden ein Lehrgang (Semniar) das zweite Semniar war noch nicht ganz zu Ende da wurde er kurzerhand rausgeworfen.
Warum.:
Es befanden sich auf dem Hof ein paar Pferdchen die mal wieder einige Leute von dem Schlachter retten wollten, bloß die Leutchen kamen mit diesen Tierchen nicht zurecht, der eine griff jeden sofort steigend an der andere teilte gezielte Tritte aus usw.
Ich möchte diesen Menschen weiterhin KFH nennen, seinen Namen auch noch korrekt schreiben wäre wirklich das Letzte.
In der Reithalle wurde aus großen Strohballen eine Arena gebaut oben in sicherer Höhe saßen die Gäste und die Besitzer dieser Pferdchen.
KFH ging in die Arena, das Pferdchen das so gerne steigend die Leute Angriff war schon reingeführt worden.
KFH ging auf das Pferdchen zu, so wie es seine Art ist und das Pferdchen ging auch sofort zum Angriff über warum auch so lange warten, KFH wollte nun einen gezielten Griff anwenden um dieses Pferdchen auf die Seite zu werfen, dies gelang nun mal nicht, das Pferdchen war flinker als KFH.
Das Ergebnis um es ab zukürzen war das KFH der Besitzerin sagte sie sollte diese Pferdchen sofort zum Schlachter wieder bringen der wäre ja Lebensgefährlich, so erging es auch einigen anderen Besitzern dort, mit weitaus weniger gefährlichen Pferdchen.
Das Wochenende kostete den Besitzer des Hofes 1000,00 DM und was dabei heraus kam war nur dummes Geschwätz.
Reiten kann KFH sowie so nicht, nur auf ausgebildeten Pferdchen klappen seine Showeinlagen, und die Quietschies fallen natürlich darauf rein, er kann sehr gut und viel dummes Zeug labern.
So macht man halt sein Geld heute.
PS.:
Jeder seriose Ausbilder egal welche Reitweise kriegt die Krise wenn der nur den Namen von solchen Leuten hört.
Tja jeder kocht halt nur mit Wasser einen Zaubertrank haben bis jetzt die wenigsten gefunden.
Also an seine KFH-Freunde macht weiter so, auch diese Leute müssen irgendwie Leben.
Gruß
Reiner
Pierre Greiveldinger wrote:
>
> > > Besonders angenehm ist es ohne Longe und eigentlich sollte man es soweit
> > > bringen, daß das Pferd nur noch auf Stimme und die richtig Position der
> > > Longe reagiert.
>
> Stimmt, aber das kann jeder; es ist nur eine Frage des Gehorsams. Das Pferd
> ohne Longe (und sonstiges Ausbindematerial) zu longieren hat jedoch auch seine
> Kehrseite, denn du riskierst daß das Pferd 'so laüft wie es will' (auf den
> Vorderbeinen, mit dem Hals nach außen um das Gleichgewicht nicht zu
> verlieren).
Das kommt darauf an, wie man es macht. Es gibt eine ganze Reihe an
hervorragenden
, freien Round Pen Uebungen, die das Pferd dahin trainieren, dass es
sich voellig
ohne Hilfsmittel versammelt UND aus der Hinterhand arbeitet.
Ich erarbeite i.d.R seit einigen Jahren grundsaetzlich die
Versammlungsfaehigkeit,
das Gleichgewicht und die Tragfaehigkeit dr Hinterhand erst in der
freien Round Pen-
Arbeit, bevor ich es an der Longe oder gar aus dem Sattel abfrage - nach
meiner
Erfahrung erleichtert dies sowohl dem Menschen als auch dem Pferd die
Arbeit.
Viele Gruesse
Kirstin
ich kenne KFH aus Lehrgaengen nicht persoenlich. Ich habe ein Buch von
ihm gelesen,
ein Video von ihm gesehen, kenne drei Pferdebesitzer, die nach ihm
arbeiten persoenlich
und ich habe ihn mal irgendwo auf einer Demo gesehen. Zusaetzlich habe
ich verschiedene
seiner Techniken selbst an verschiedenen Pferden ausprobiert.
Auf diesen Grundlagen besierend bin ich ueber seine Lehre zu dem
Standpunkt
gelangt, dass sein horsemanship per se schluessig ist und durchaus auch
funktioniert.
Was ich bei ihm nicht so gut finde, ist die Art und Weise, wie er es
rueberbringt und
vermarktet. Nach meinen Beobachtungen/Erfahrungen ist es schwer
verstaendlich und kaum
gefahrlos nachzuvollziehen, wenn man noch nicht weiss, worum es bei NH
geht und wenn man
nicht bereits eine sehr grosse Portion Einfuehlungsvermoegen und
Verstaendnis um
die Sache mitbringt.
Einem NH Einsteiger beispielsweise wuerde ich von haempfling klar
abraten und eher Parelli
empfehlen.
Wer aber etwas laenger mit NH befasst ist und den ganzen "romantischen
Firlefanz" rund
um die Lehre klar von den tatsaechlichen NH-relevanten Dingen
unterscheiden kann und zudem
in der Lage ist, zu erkennen, dass es nicht z.B. der bestimmte
Hueftschwung allein ist, den
ein Pferd respektiert, kann nach meinem Dafuerhalten durchaus einiges
von KFH mitnehmen.
Was ich sagen will: M.E. hat KFH s Lehre durchaus ein gutes Fundament,
ist aber anders
als PP s Lehre autodidaktisch nurgefahrlos umzusetzen, wenn man
fundierte NH Kenntnisse
besitzt und fuer relative Neulinge im NH Geschehen absolut ungeeignet.
Wie gesagt, diese Ansichten basieren auf den o.g. Erfahrungen.
Viele Gruesse
Kirstin
da habe ich doch gleich eine Frage/Bitte. Da dies nicht zu KFH gehoert, habe ich mal
dass Subject geaendert.
Kirstin Zoller wrote:
> Das kommt darauf an, wie man es macht. Es gibt eine ganze Reihe an
> hervorragenden
> , freien Round Pen Uebungen, die das Pferd dahin trainieren, dass es
> sich voellig
> ohne Hilfsmittel versammelt UND aus der Hinterhand arbeitet.
> Ich erarbeite i.d.R seit einigen Jahren grundsaetzlich die
> Versammlungsfaehigkeit,
> das Gleichgewicht und die Tragfaehigkeit dr Hinterhand erst in der
> freien Round Pen-
> Arbeit, bevor ich es an der Longe oder gar aus dem Sattel abfrage - nach
> meiner
> Erfahrung erleichtert dies sowohl dem Menschen als auch dem Pferd die
> Arbeit.
Haettest Du zu diesem Thema Buchtips, die Dir zur Einfuehrung und zum Erlernen
geeignet erscheinen?
Danke und Tschuess
Gabi
--
Gabriele Rohde
mailto:gro...@quantum.de
http://www.quantum.de/~grohde
> Haettest Du zu diesem Thema Buchtips, die Dir zur Einfuehrung und zum Erlernen
> geeignet erscheinen?
direkt zum Thema freie Round Pen Arbeit kenne ich leider kein Buch,
was die Dinge wirklich so anschaulich erklaert, dass
es funktioniert.
Pat Parelli vermittelt sehr gut und klar verstaendlich das
Grundverstaendnis des Natural Horsemanship - allerdings
zunaechst an seinem Halfter. Es bietet aber hervorragende
Lernmoeglichkeiten bzgl. des Verstaendnisses, so dass
sich die Dinge nachher in die freie Arbeit recht leicht umsetzen
lassen. Wie die deutsche Version seines Buches ist, weiss
ich nicht. Die englische Version kann ich sehr empfehlen.
Seine Videos (7 games und training your horse at liberty oder so
aehnlich) halte ich fuer recht anschaulich und gut nachvollziehbar -
auch wenn im Video die Arbeit sehr stark ueber den Kopf zu gehen
scheint und das Pferd etwas "marionettenaehnlich" wirkt - ich nehme
aber an, dass das bewusst der Fall ist, damit man deutlich sehen
kann, was er macht. Die Videos sind beide auf englisch.
Monty Roberts hat in der Cavallo einige recht gut in der
Praxis nachvollziehbare und umsetzbare Beitraege gebracht - ich
weiss nicht, ob er neben seiner Lebensgeschichte auch noch ein
Lehrbuch herausgebracht hat.
Um aber wirklich effektiv und richtig im Round Pen das
Pferd trainieren und ausbilden zu koennen, kommt man m.E.
nicht umhin, selbst live an entsprechenden Lehrgaengen
bei damit erfahrenen Trainern teilzunehmen.
Ich halte viel von (neben den o.g.) Mike Bridges, Alfonso
Aquilar (Parelli Schueler), Brigitte Eide (Schuelerin von
Jean Claude Dysli, Bridges, Aquilar) - das sind die, die ich
empfehlen kann von denen, die ich live kenne und von denen ich weiss,
dass sie hier in De leben oder regelmaessig hier Lehrgaenge
geben. Es gibt mit
Sicherheit eine Vielzahl anderer Trainer in Deutschland, die
genauso gut sind, wie z.B. Brigitte Eide - kann ich nur nicht
sagen, da ich sie noch nicht alle gesehen habe;-(
da wuerde ich mich also umhoeren, Empfehlungen sammeln,
erstmal hinfahren und
anschauen und dann entscheiden, wer einem zusagt und wer einen
guten Eindruck macht.
Viele Gruesse
Kirstin
> An alle, die offen sind für alternative Methoden im Umgang und der
> Erziehung mit Pferden!
>
> Wer hat Erfahrung mit der Methode von mit "Klaus Ferdinand Hempfling"
> gemacht?
>
Hallo, Jasmin!
Komisch, daß Du nach einem Parelli-Seminar enttäuscht, aber vom KFH
"überwältigt" bist. Wo/bei wem hattest Du denn da mitgemacht/zugesehen?
Die Methode ist im Kern nämlich die gleiche, nur daß Hempfling mehr
Brimborium macht. LERNEN kann man im Grunde nichts aus seinen Büchern
und seinen Videos, ich habe von Zuschauern an seinen Seminaren gehört,
nicht einmal bei diesen.
Alles scheint nur dazu zu dienen, einen möglichst schönen und großen
Nimbus um ihn zu weben.
Trotz allem gehört ihm ein Verdienst: Ohne ihn hätte die Vokabel
"Körpersprache" mit allen ihren Konsequenzen immer noch keinen Raum im
Denken der deutschen Freizeitreiter gefunden, und vielleicht wären auch
Natural-Horsemanship-Konzepte noch nicht so verbreitet.
Seine "Reitweise" ist aber unter aller Kritik, und da trifft Pierres
Beurteilung voll zu. Es ist Augenwischerei, ein so-tun-als-ob, und mit
Barockpferden kann man leider eben auch wunderbar blenden.
Sie ist alles andere als pferdeschonend.
Das einzige, was ich persönlich mehr schätze als bei z.B. Parelli, ist
die Verwendung einer Fahrpeitsche statt parelli-Halfter und Seil mit
bullsnap. Aber das sind ja nur Äußerlichkeiten.
Ich habe dieses Konzept ziemlich lange ausprobiert und bin (für mich) zu
folgendem Schluß gekommen:
Die Methode der freien Bodenarbeit ist gut, um sich mit dem Pferd
bekanntzumachen und klarzustellen, wer der Boss ist und daß man trotzdem
kein Ungeheuer ist. Man kann dem Pferd mittels Körpersprache ohne großen
Widerstand beibringen, im Kreis um einen
herumzugehen-traben-galoppieren. Man kann nur sehr eingeschränkt und
unter Gefahr, die verschiedensten Fehler zu machen, ein Pferd damit
gymnastizieren, wenn es aber ohnehin körperliche Schwierigkeiten hat,
gar nicht.
Es gibt viel bessere Methoden zum Gymnastizieren des Pferdes vom Boden
aus als diese, die auch pferdefreundlich sind.
Zum Reiten habe ich mich schon weiter oben geäußert, gedenke mich nicht
zu wiederholen.
Tja, nicht so berauschendes Echo...
Anke
************************************************************************
Nicht Hammerhiebe, sondern der Tanz des Wassers rundet den Kiesel zur
Schönheit.
Tagore
************************************************************************
erstmal vielen Dank fuer Deine Antwort. Jetzt noch eine Frage:
Kirstin Zoller wrote:
> Um aber wirklich effektiv und richtig im Round Pen das
> Pferd trainieren und ausbilden zu koennen, kommt man m.E.
> nicht umhin, selbst live an entsprechenden Lehrgaengen
> bei damit erfahrenen Trainern teilzunehmen.
Kannst Du mir sagen, wie ich an Terminlisten der von Dir empfohlenen Trainer kommen
kann? In welchem Teil Deutschlands sind sie meist vertreten?
Hallo Anke!
Komisch, daß Du nach einem Parelli-Seminar enttäuscht, aber vom KFH
"überwältigt" bist. Wo/bei wem hattest Du denn da mitgemacht/zugesehen?
Die Methode ist im Kern nämlich die gleiche, nur daß Hempfling mehr
Brimborium macht. LERNEN kann man im Grunde nichts aus seinen Büchern
und seinen Videos, ich habe von Zuschauern an seinen Seminaren gehört,
nicht einmal bei diesen.
Alles scheint nur dazu zu dienen, einen möglichst schönen und großen
Nimbus um ihn zu weben.
Seine "Reitweise" ist aber unter aller Kritik, und da trifft Pierres
Beurteilung voll zu. Es ist Augenwischerei, ein so-tun-als-ob, und mit
Barockpferden kann man leider eben auch wunderbar blenden.
Sie ist alles andere als pferdeschonend.
Sicher kann ich mehr über PP kritisieren, da ich einen Vertreter
ja live gesehen habe und KFH nicht,
aber Kritik ist ja gut, sonst könnte man nicht diskutieren!
Mir ist einfach bei PP ganz besonders aufgefallen, das auch die
Bodenarbeit extrem in Richtung
Western geht und ich bin nunmal kein Western-Fan, ansonsten ist seine
Art schon o.k. .
Was mir bei Hempfling sehr negativ aufgefallen ist, er erwähnt
nie wie lange es brauchen kann, bis man
mit dem Pferd wirklich eine Einheit ist und diese Dinge funktionieren,
bei ihm wirkt es so, alsob man das alles in einer Woche kann.
Parelli wiederum bringt sehr viel über die Psyche des Pferdes
rüber, es ist mir jedoch nicht aufgefallen,
daß er erwähnt welche Wirkung das Rückwärtsrichten
auf das Pferd hat, und tut das einfach zu oft und zu lange. Parelli
jedoch gibt eine ungefähre Zeit an, die man täglich mit seinem
Trainingsplan verbringen soll,
und wenn Reiter hören, daß sie täglich und ganz besonders
vor dem Reiten die "7 Games" üben sollen,
die bei Fortgeschrittenen so ca. 1/2 - 3/4 Stunde dauern, dann werfen
sie gleich alles hin.
Aber, ich verliere mich ja schon wieder im Detail. Welche Seminare hast Du besucht?
Bis zum nächsten Mal
Jasmin
>
>Das kommt darauf an, wie man es macht. Es gibt eine ganze Reihe an
>hervorragenden
>, freien Round Pen Uebungen, die das Pferd dahin trainieren, dass es
>sich voellig
>ohne Hilfsmittel versammelt UND aus der Hinterhand arbeitet.
>Ich erarbeite i.d.R seit einigen Jahren grundsaetzlich die
>Versammlungsfaehigkeit,
>das Gleichgewicht und die Tragfaehigkeit dr Hinterhand erst in der
>freien Round Pen-
>Arbeit, bevor ich es an der Longe oder gar aus dem Sattel abfrage - nach
>meiner
>Erfahrung erleichtert dies sowohl dem Menschen als auch dem Pferd die
>Arbeit.
>
Könntest Du eine solche Übung angeben?
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> Content-Transfer-Encoding: 8bit
>
> >
>
> Hallo Anke!
>
> > Komisch, daß Du nach einem Parelli-Seminar enttäuscht, aber vom KFH
> > "überwältigt" bist. Wo/bei wem hattest Du denn da mitgemacht/zugesehen?
>
> " Ich habe jetzt extra meine Unterlagen herausgekramt, doch die
> Unterschriftdes Instruktors kann ich nicht lesen und seinen Namen weiß ich
> auch nicht mehr.
> Jedenfalls war es ein Schweizer, der ursprünglich Englisch ritt und dann
> auf
> Western umgestiegen ist und in seinem Gestüt (in der Schweiz) Parellis
> Lehre
> vertritt. Und ich bin auch von KFH nicht überwältigt, denn er schränkt
> seine Lehre
> sehr ein (bestimmte Pferde) und was macht jetzt jemand, der einen Traber
> hat und
> keinen Andalusier? Aber wiederum ist er halt auch der Meinung, daß
> bestimmte
> Pferde für bestimmte Dinge geignet sind und ich würde auch nie versuchen
> z.B.: einen
> Traber mit Gewalt auf den Zügel bringen zu wollen!
> Leider hat mir nach wie vor noch niemand erklärt, warum nach KFH ´s Methode
> der
> Versammlung die Pferde ruiniert werden?
KFH schafft es, mit Pferden barocken Typs den Anschein von Versammlung
zu zeigen, weil sich diese Pferde bei Erregung selbst leicht
zusammenziehen und erhabene Tritte zeigen. Er ist nicht in der Lage
(persönliche Meinung), mit seiner Methode ein Pferd so zu schulen, daß
es die erforderliche Muskulatur aufbaut, um Reitergewicht ohne probleme
tragen zu können. Es ist erforderlich, ein junges oder falsch geschultes
Pferd zunächst in eine Dehnungshaltung zu bringen, um die Schub
bringende und die tragende Muskulatur aufzubauen und um dem Pferd erst
mal zu vermitteln, in welcher Körperhaltung es denReiter am
kraftschonendsten tragen kann. Das "überspringt" KFH alles. Deshalb kann
man eben ein dünnhalsiges Pferd nach seiner Meinung so nicht gut
arbeiten, weil man da die Fehler so deutlich sieht <g>. Bei einem
"Barockpferd" mit kräftigem, gebogenen Hals und hoher Aufrichtung sieht
man nicht so, wenn es den Unterhals rausstreckt und ein Hohlkreuz macht.
Denn das tun diese Pferde eben doch, aber, wie gesagt, es fällt
lediglich nicht so auf...
>
>
> > Die Methode ist im Kern nämlich die gleiche, nur daß Hempfling mehr
> > Brimborium macht.
>
> Sicher möchten alle diese Gurus ihre Lehre verbreiten und dahintersteht
> nicht nur Wohlfahrt, denn nach wie vor regiert Geld die Welt.
> Doch ich würde nicht sagen, daß Hempfling mehr Tam-Tam um seine
> Lehre macht, das wirkt vielleicht nur in Deutschland so, denn in den
> U.S.A. ist Hempfling kein Begriff. Außerdem denke ich beim Vermarkten
> nur mal an die Unterlagen, die ich zum PP-Seminar bekommen habe: eine
> ganze Liste mit PP Krims-Krams: PP -Halfter (was sich jeder selber knüpfen
> kann,
> doch statt eine Knüpfanleitung gibt es nur den Preis: SFr 50,--),
> T-Shirts, usw.
Tja... ich will nicht sagen, daß einzelne PP-Trainer nicht ebenso
merkantil veranlagt sind. Und PPs Idee ist mir auch nicht so perfekt.
Aber in manchen Dingen wenigstens konsequenter als KFH^s
>
> > Seine "Reitweise" ist aber unter aller Kritik, und da trifft Pierres
> > Beurteilung voll zu. Es ist Augenwischerei, ein so-tun-als-ob, und mit
> > Barockpferden kann man leider eben auch wunderbar blenden.
> > Sie ist alles andere als pferdeschonend.
>
> WARUM? Ich bin ja offen für alles Neue und Kritik aber bisher konnte mir
> noch keiner erklären, weshalb die Pferde nach KFH kaputtgeritten werden!!!
s.o. Das "Longieren" ist von der Verständigung her sinnvoll, hat aber
nur den geringgradigsten gymnastizierenden Effekt, und damit ist das
Pferd eben muskulär und von der zu schulenden Körperhaltung her nicht
aufs Reitergewicht vorbereitet und auch nicht in der Lage, es sinnvoll
zu tragen. Ergebnis können Pferde sein, die mit Hohlkreuz und
herausgedrücktem Unterhals auf der Vorderhand gehen und in Wndungen nur
den Hals, aber nicht den ganzen Körper biegen. Bei den "untalentierten"
Pferde siehtman das dann sofort, bei den barocken Typen nicht, wenn man
nicht ein SEHR gut geschultes Auge dafür hat.
>
> Sicher kann ich mehr über PP kritisieren, da ich einen Vertreter ja live
> gesehen habe und KFH nicht,
> aber Kritik ist ja gut, sonst könnte man nicht diskutieren!
...
> Aber, ich verliere mich ja schon wieder im Detail. Welche Seminare hast Du
> besucht?
Ach... ich muß gestehen, ich habe mich (fast) nur auf den theoretischen
Sektor weitergebildet... Buch gelesen (von beiden), Videos geguckt (von
beiden, wobei PP^s Videos durchaus Lehrmaterial sind). Erlebt durch
Schüler beider, deren Pferde (alle wenig überzeugend) und durch zwei
Lehrerinnen, von denen eine zeitweilig nach PP gearbeitet hat, aber nun
wieder davon weg ist, die andere Seminare bei KFH besucht hat, das
gelernte aber nur in den ihr sinnvoll zu verarbeitenden Teilen
(Bodenarbeit/Körpersprache) weitergibt.
>
Bis demnächst,
Anke
biete 200 DM ,, aber nur wenn du ronja vorbeibringst ,,
<re: KFH und Eignung bestimmter Pferdetypen fuer seine Methode>
<Snip - dass "Jawoll" schenke ich mir>
>Er ist nicht in der Lage
>(persönliche Meinung), mit seiner Methode ein Pferd so zu schulen, daß
>es die erforderliche Muskulatur aufbaut, um Reitergewicht ohne probleme
>tragen zu können.
Sein Problem (wie uebrigens auch das von Linda-TJ IMO) ist, dass diese
Leute NICHT ueber eine fundierte *REIT* ausbildung verfuegen - so wird
die Reittheorie oft selbstgebastelt, und auf eine bestimmte Situation
zusammengeschneidert, ohne allgemein gueltig zu sein.
> Es ist erforderlich, ein junges oder falsch geschultes
>Pferd zunächst in eine Dehnungshaltung zu bringen, um die Schub
>bringende und die tragende Muskulatur aufzubauen und um dem Pferd erst
>mal zu vermitteln, in welcher Körperhaltung es denReiter am
>kraftschonendsten tragen kann. Das "überspringt" KFH alles. Deshalb kann
>man eben ein dünnhalsiges Pferd nach seiner Meinung so nicht gut
>arbeiten, weil man da die Fehler so deutlich sieht <g>.
Wobei er in einem Punkte recht hat - ein Pferd, dass eine Konformation
mitbringt, die ihm das gerittenwerden erleichtert, statt es zu
erschweren, ist gerade fuer den Amateur einfacher zu trainieren - und
er verteufelt die anderen Pferde ja auch nicht in Grund und Boden,
zumindest nicht in seinem Buch.
Dass auch ein barockes Pferd korrekt geritten werden muss (und dann
auch saemtliche Lektionen der 'normalen Turnierdressur', wenn auch in
anderer Reihenfolge beherrscht) ist nicht abzustreiten - dass Pferd,
auf dass man sich nur setzen muss, und es geht ist
(gluecklicherweise?) noch nicht gezuechtet worden.
>s.o. Das "Longieren" ist von der Verständigung her sinnvoll, hat aber
>nur den geringgradigsten gymnastizierenden Effekt, und damit ist das
>Pferd eben muskulär und von der zu schulenden Körperhaltung her nicht
>aufs Reitergewicht vorbereitet und auch nicht in der Lage, es sinnvoll
>zu tragen.
Einspruch. *Korrektes* Longieren, hilft einem rohen Pferd, die
Rueckenmuskulatur aufzubauen, die es zum Tragen des Reiters braucht -
dass geht aber auch nur, wenn das Pferd nicht mit Stricken in eine
Pseudo-Haltung verschnuert wird, sondern vorwaerts-abwaerts aufgebaut
wird. Was mir bei Hempfling missfiel, war die Idee, auf einem 10m
Quadrat zu arbeiten und dorthinein noch Volten anzulegen. Zuwenig
Platz = starke Belastung der Gelenke.
> die andere Seminare bei KFH besucht hat, das
>gelernte aber nur in den ihr sinnvoll zu verarbeitenden Teilen
>(Bodenarbeit/Körpersprache) weitergibt.
Der Teil hat mir auch ausgesprochen gut gefallen, so dass ich vieles
fuer mich uebernommen habe. Ich werde auch in Zukunft keinen
1,50-1m,60 grossen Barocktyp reiten, mir einen Iberischen Sattel
zulegen, und das Reiten auf blanker Kandare anstreben - aber
Anregungen kann man nie genug haben.
Catja
--
Catja Pafort
<http://www.aber.ac.uk/~cap96>
"Reality is for those who lack imagination."
(CMNewell on rec.eq)