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Reitunfälle vermeiden

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Edwin

unread,
Nov 9, 2002, 6:06:21 PM11/9/02
to
Hallo liebe Pferdefreunde,
meine Tochter reitet seit 1 Jahr; sie ist 10. Ich glaube sie lernt es
gut. Trotzdem habe ich panische Angst (manchmal kann ich nicht
schlafen) davor, dass es ihr einen Unfall mit schweren Folgen
passiert.
Ich möchte -soweit es geht- dieses vermeiden. Ich würde gern Eure
Erfahrung wissen.
Wie kommt es zu einem Unfall? Sind die Reiter übermütig dabei? Was
sind die typische Ursachen?
An die Eltern: Ihr, als Eltern, wie geht ihr damit um?
Danke für die Aufmerksamkeit
Edwin

heinz egli

unread,
Nov 9, 2002, 6:23:37 PM11/9/02
to

"Edwin" <edw...@lycos.de> schrieb im Newsbeitrag
news:ee0c861f.02110...@posting.google.com...

hallo edwin

> Hallo liebe Pferdefreunde,
> meine Tochter reitet seit 1 Jahr; sie ist 10. Ich glaube sie lernt es
> gut. Trotzdem habe ich panische Angst (manchmal kann ich nicht
> schlafen) davor, dass es ihr einen Unfall mit schweren Folgen
> passiert.

ich kann dich gut verstehen.
wenn du deine tochter nicht zum reiten drängst, sondern sie es selber
möchte, dann tust du ihr allerdings einen grossen gefallen, indem du ihr
den traum vom reiten erfüllst.

verunfallen, sterben kann jeder mensch zu jeder zeit. wichtig ist doch, dass
du ihr eine schöne jugend bietest und deinen beitrag dazu leistest, dass sie
von drogen und ähnlichem ferngehalten wird. reiten und die beziehung zu
tieren ist da eine sehr gute prävention.

lass sie nur unter aufsicht reiten in einer guten reitschule, achte darauf,
dass sie nur mit helm reitet und vertraue darauf, dass kinder und pferde im
normalfall eine gute gemeinschaft bilden.

in diesem sinne viel spass für deine tochter und dir eine gute nacht

mfg

heinz


Stefan Ungemach

unread,
Nov 9, 2002, 6:49:41 PM11/9/02
to
"Edwin" <edw...@lycos.de> schrieb im Newsbeitrag
news:ee0c861f.02110...@posting.google.com...

> gut. Trotzdem habe ich panische Angst (manchmal kann ich nicht


> schlafen) davor, dass es ihr einen Unfall mit schweren Folgen
> passiert.

Hallo,

Du wirst es nicht vermeiden koennen - aber es wird auch mit allergroesster
Wahrscheinlichkeit nie passieren.

Die meisten (und teils schweren) Unfaelle passieren sowieso schon mal nicht
beim Reiten, sondern im Bereich von Pflege, Umgang und Putzen. Selbst dort
achten die Pferde ausgesprochen gut gerade auf die kleineren Menschlein,
aber sie nehmen sie, wenn sie sich erschrecken, nicht immer wahr und rumpeln
sie auch schon mal unabsichtlich ueber den Haufen oder treten ihnen auf die
Fuesse.

Wenn man Kinder hier zum Mitdenken (nicht zum Angsthaben!) erzieht, sie also
anhaelt, ihre Umwelt und vor allem andere Pferde im Auge zu behalten, und
ihnen nahebringt, sich immer dafuer zu interessieren, was andere vorhaben
koennten, wohin und wie sie sich bewegen, was sich im wahrnehmbaren Umfeld
tut, und wie Pferde ihre Umwelt wahrnehmen, ist bereits die optimale
Vorbereitung gegeben, von der sie nicht nur im Umgang, sondern auch in der
Reitbahn profitieren. Kinder nehmen sowieso viel mehr wahr als Erwachsene;
es muss ihnen nur jemand beibringen, sich auch dafuer zu interessieren.

Was das Reiten angeht, sollte man Kinder nicht gerade auf die wuestesten
Korrekturpferde setzen. Das tut aber ohnehin keiner. Normale Pferde sind
unter Kindern, wohl auch weil sie von diesen nicht so sehr gefordert werden
oder aber diese Forderung nicht durchdringt, viel gelassener als unter
Erwachsenen; man koennte oft den Eindruck gewinnen, dass sie auf ihre
Reiterlein sogar irgendwie "aufpassen". In jedem Fall lassen sie sich von
Kindern alles moegliche gefallen, ohne darob zum Mustang zu mutieren.

Und alldem steht eine unbegrenzte Freude und Waerme gegenueber, die Kinder
(nicht nur die) durch Pferde erfahren. Was sich wiederum auf ihr eigenes
Verhalten auswirkt, ihnen Sicherheit gibt (die trauen sich ja Sachen, bei
denen den Erwachsenen schon beim Zusehen ganz anders wird) und selbst
gelegentliche, unwahrscheinliche, Blessuren - die sie sich auch ueberall
sonst zuziehen koennten - aufwiegt. Es gibt wirklich nur eines, das Kinder
nicht von alleine in den Umgang mit Pferden mitbringen und wo die
Erwachsenen gefordert sind; und das ist Vernunft und Vorausdenken.

Hier fuer das geeignete Ruestzeug zu sorgen, ist deshalb die wichtigste
Verpflichtung fuer Eltern, Begleiter und Lehrer. Deine Befuerchtungen zum
Reiten an sich als Gefahrenquelle dagegen lassen sich schon ein wenig
zerstreuen.

Ich habe in meiner Truppe einige Kinder im Alter zwischen 10 und 14. Um
keines von ihnen muss man sich, beobachtet man ihr Reiten und ihren Umgang
mit Pferden, irgendwelche Sorgen machen: hinzu kommt, dass sie sich in
diesem Alter bereitwillig zum vorausdenkenden Umgang mit Pferden hinfuehren
lassen. Nur wenn man das versaeumt und zudem zufaellig ein paar Jahre auch
trotz groesserem Bloedsinn nichts passiert, kriegt man den Alptraum aller
Reitlehrer und/oder Mitreiter: pubertierende Goeren, die aufgrund von
soundsoviel Reiterjahren gar so "erfahren" sind, dass sie sich, nunmehr
Teenies zwischen 16 und 20, nichts mehr sagen lassen und dann irgendwann
tatsaechlich mal unter die Hufe kommen (oder, leider wahrscheinlicher,
jemand anderes darunter befoerdern). Aber dem kann man, kuemmert man sich
frueh genug darum, ganz leicht und dauerhaft vorbeugen.

Gruss
Stefan
--
--
Stefan Ungemach (www.ungemachdata.de)

"Die Intelligenz auf der Erde ist eine Konstante. Nur die Bevoelkerung
waechst..."

michael gielsdorf

unread,
Nov 10, 2002, 4:38:37 AM11/10/02
to
Hallo Edwin,


"Edwin" <edw...@lycos.de> schrieb im Newsbeitrag
news:ee0c861f.02110...@posting.google.com...

> Hallo liebe Pferdefreunde,
> meine Tochter reitet seit 1 Jahr; sie ist 10. Ich glaube sie lernt es
> gut. Trotzdem habe ich panische Angst (manchmal kann ich nicht
> schlafen) davor, dass es ihr einen Unfall mit schweren Folgen
> passiert.
> Ich möchte -soweit es geht- dieses vermeiden. Ich würde gern Eure
> Erfahrung wissen.


Am ehesten wirst du Unfälle vermeiden helfen indem du dich bemühst DEINE
Angst nicht auf deine Tochter zu übertragen :-)
Such ihr eine wirklich gute Reitschule. Lass sie nicht nur reiten sondern
auch den richtigen Umgang am und auf dem Pferd erlernen.
Achte Daruf das sie eine Helm trägt.

Dann hast du von deiner Seite alles getan um Unfälle zu vermeiden. Den Rest
macht der gute Reitlehrer.


Micha

Mathias Grün-Drebes

unread,
Nov 10, 2002, 5:12:11 AM11/10/02
to
Hi Edwin,

"Edwin" <edw...@lycos.de> schrieb im Newsbeitrag
news:ee0c861f.02110...@posting.google.com...

> Hallo liebe Pferdefreunde,
> meine Tochter reitet seit 1 Jahr; sie ist 10. Ich glaube sie lernt es
> gut. Trotzdem habe ich panische Angst (manchmal kann ich nicht
> schlafen) davor, dass es ihr einen Unfall mit schweren Folgen
> passiert.
> Ich möchte -soweit es geht- dieses vermeiden. Ich würde gern Eure
> Erfahrung wissen.
> Wie kommt es zu einem Unfall? Sind die Reiter übermütig dabei? Was
> sind die typische Ursachen?

Als Elternteil kann ich das nun nicht beantworten, was ich aber von mir
persönlich sagen kann, ist, daß ich beim Voltigieren das Fallen ganz
ordentlich gelernt habe - und selbst nach einer langen Pause noch
'schmerzlos' vom Pferd fallen kann . (gerade gestern wieder geübt ;-) )
Gib deinem Mädel ein gesundes Selbstvertrauen mit auf den Weg, (betuttel
sie nicht immer und überall) Das wirkt sich auch auf die Sicherheit zu
Pferde aus - und wer weniger Angst hat fällt auch weniger.

HTH
CU
MAthias


Birgitt Gießler

unread,
Nov 10, 2002, 5:25:41 AM11/10/02
to
Edwin schrieb:

Hallo Edwin!


> meine Tochter reitet seit 1 Jahr; sie ist 10. Ich glaube sie lernt es
> gut. Trotzdem habe ich panische Angst (manchmal kann ich nicht
> schlafen) davor, dass es ihr einen Unfall mit schweren Folgen
> passiert.

Wie Heinz schon schrieb, solche Unfaelle koennen immer und ueberall
passieren, auf dem Weg zur Schule, mit dem Fahrrad, beim Inlinern,
Skifahren, ... (beliebig fortsetzbar)

> Ich möchte -soweit es geht- dieses vermeiden. Ich würde gern Eure
> Erfahrung wissen.

Bei meinen Kindern scheinen die Voraussetzungen ein bisschen anders zu
sein, als bei deiner Tochter, denn ich reite selber und meine Kinder
sind schon mit in den Stall gekommen, als sie noch im Kinderwagen lagen ;-)
Fuer den Umgang am Boden haben sie bestimmte Verhaltensregeln gelernt,
die sie (meist) sehr gewissenhaft beachten. Da deine Tochter schon 10
ist, sollte sie diese Regeln unter guter Anleitung auch beherzigen
lernen koennen.

> Wie kommt es zu einem Unfall?

Sehr unterschiedlich... Pferde sind Fluchttiere, erschrecken eben mal
wenn man es gar nicht vermutet. Darauf sollte man Kinder vorbereiten,
das Wesen Pferd mit seinem instinktgesteuerten Verhalten gut
kennenlernen und bestimmte "Spielregeln" einhalten.
Der Reitunterricht sollte nicht nur aus "Schulterblaetter zurueck,
Absaetze runter, Haende ruhig" bestehen, sondern auch immer
Gleichgewichtsschulung beinhalten (meine Tochter voltigiert seit 5 Jahren).
Ich habe aber leider auch schon Reitschulen gesehen, wo die Pferde
wirklich nicht fuer den Unterricht mit Kindern geeignet sind, das war
ein staendiges unkontrolliertes Kreuz-und Quer durch die Halle, mit
Rodeo-Einlagen, ein Pferd sprang sogar mal ueber die halbhohe Hallentuer
(mit Reiterin)... aber so was muss wirklich nicht sein, wenn die Pferde
gut gehalten werden (sprich: auch Freizeit auf der Weide im
Herdenverband haben) und vom Typ her schon eine gewisse Ruhe und
Gelassenheit haben.

> Sind die Reiter übermütig dabei?

Das ist sicher immer mal wieder ein Grund fuer Unfaelle, haeufiger ist
wahrscheinlich "unpferdgemaesser" Umgang, Ueberschaetzung der eigenen
Koennens, Unwissenheit ....

> An die Eltern: Ihr, als Eltern, wie geht ihr damit um?

Ich habe mehr Angst, wenn meine Kinder mit dem Fahrrad unterwegs sind,
als wenn sie auf unserem Pony sitzen...
Ich bemuehe mich, meine Angst nicht zu zeigen, denn ich will meine
Kinder nicht verunsichern, was dann eher noch Unfaelle provoziert. Aber
ich mache sie immer wieder (moeglichst sachlich) auf die Gefahren
aufmerksam und uebe mit ihnen ein entsprechend bewusstes Verhalten.

Ein kleiner Unfallbericht ;-)
Ich reiche meiner (damals 8jaehrigen) Tochter den Sattelgurt von rechts
unterm Pony durch, sie greift danach und schreit ploetzlich wie am
Spiess... ich eile um das Pony, sehe wie dieses auf ihrer linken Hand
steht (es hat keine Eisen). Da mein Pony eher zu der gemuetlichen Sorte
gehoert, hat er es auch nicht eilig, die Hand meiner Tochter zu
verlassen, trotz "eindringlicher" Aufforderung (Schlag auf die Kruppe),
endlich ist die Hand frei, sofort Behandlung mit kaltem Wasser,
Sportsalbe... sie hat noch nicht mal einen blauen Fleck davongetragen!
Abends im Bett weint sie... also doch noch Schmerzen? "Neiheihein...
schluchz... aber du hast Hjerkinn bestraft und der konnte doch nichts
dafuer... schniiiieef.... ich hab doch die Hand auf den Boden getan,
obwohl ich das nicht soll... schluhuhuchz..." Ich verspreche ihr, mich
am naechsten Tag bei Pony zu entschuldigen. Sie heult weiter: "Das nutzt
auch nichts... Pferde muss man immer sofort loben oder bestrafen..."
Paff... da hatte ich's ;-)

Also, goenn deiner Tochter den Umgang mit den Pferden und das Reiten. Es
ist mit nichts anderem zu vergleichen und schult fuer's Leben, wenn sie
richtig angeleitet wird!

Liebe Gruesse,
Birgitt

Joerg Digmayer

unread,
Nov 10, 2002, 7:17:50 AM11/10/02
to
edw...@lycos.de (Edwin) schrieb in de.rec.tiere.pferde:

[Gefahren des Reitsports]

Trotz der ermunternden Antworten lässt sich nicht leugnen, dass Reiten
kein ungefährlicher Sport ist. Aber das sind Fußball, Radfahren,
Skifahren usw. auch nicht. Das Risiko gehört dazu, ein umsichtiger
Reitlehrer weiß es in Grenzen zu halten, und letzten Endes muss man
halt entscheiden, ob man es einzugehen bereit ist.

Wohl jeder Reiter wird irgendwann vom Pferd fallen, wohl jeder, der
ein Pferd versorgt, hat mal einen schmerzhaften Hufabdruck auf dem
Fuß. Richtig schlimm wird es aber wirklich sehr selten, und
statistisch gesehen dürfte die Autofahrt zum Stall allemal das größte
Risiko bleiben.

Grüße
Jörg.
--
"Recht hat er, der Dingsbums!"

Manfred Borchard

unread,
Nov 10, 2002, 8:30:55 AM11/10/02
to

"Edwin" <edw...@lycos.de> schrieb im Newsbeitrag
news:ee0c861f.02110...@posting.google.com...

"Reitunfälle vermeiden" - ein sehr wichtiges Thema, welches durch
Unwissenheit bei Anfängern aber auch bei erfahrenen Reitern durch die
tägliche Routine leicht in Vergessenheit gerät.
Zu dem Komplex "Unfallgeschehen im Kindesalter" ein Link mit einem
aufschlußreichen Artikel, nicht nur was die speziellen Unfallgefahren des
Reitens angeht und wie diese gesenkt werden können.

http://www.ifap-index.de/bda/hausarzt/15-2002/66-71.pdf

Ansonsten kann ich mich nur den Schreibern zuvor anschließen. Die Gefahren
liegen vor allem im unsachgemäßen Umgang (Pflege des Pferdes, auf die Weide
bringen, in Pferdeanhänger verladen etc.) mit dem Pferd, dann erst beim
eigentlichen Reiten.
Aber: Die positiven Auswirkungen des Reitens und des Umgangs mit dem
Lebewesen "Pferd" überwiegen bei weitem die damit verbundenen Gefahren.

Eine sachliche Auseinandersetzung mit diesem Thema ist in jedem Fall
notwendig. Das Ziel muß sein, konkrete Verhaltensweisen daraus abzuleiten.
Auch sollte man den Reitlehrer/ die Reitlehrerin offen auf dieses Thema
ansprechen. "Panikmache" hilft allerdings wenig, sondern verleidet Kind und
Eltern (und den Reitlehrern:-)) nur das Reiten. Schließlich liegt das
"größte Glück der Erde..."

Gruß Manfred


Caroline Maier

unread,
Nov 11, 2002, 2:43:31 AM11/11/02
to
> verunfallen, sterben kann jeder mensch zu jeder zeit. wichtig ist doch,
dass
> du ihr eine schöne jugend bietest und deinen beitrag dazu leistest, dass
sie
> von drogen und ähnlichem ferngehalten wird. reiten und die beziehung zu
> tieren ist da eine sehr gute prävention.

Edwin, Heinz,....

Meine Mutter dankt Gott heute noch, dass sie mich damals anfangen liess zu
reiten, und mir mit 14 mein erstes Pflegepferd erlaubte (und zahlte *g*).
Ich kann aus eigener Erfahrung nur bestätigen, wie positiv sich der Umgang
mit Pferden und den Pferdeleuten auf ein heranwachsendes Kind
auswirkt....ich habe damals Verantwortungsbewusstsein, Selbstvertrauen und
vieles vieles mehr bekommen.
Im Gegensatz zu meinen Klassenkameraden verbrachte ich die
Samstagnachmittage im Reitstall, und die Samstagabende entweder müde zuhause
oder mit meinen reiterlichen Genossen.
Meine Klassenkameraden hielten es für überaus cool jeden Samstag in die
Innenstadt zu fahren und sich vollaufen zu lassen. Man denke sich mal, mit
14 Jahren mindestens (!) 1x pro Woche einen Vollrausch!
Ich bin da lieber (mit einer Klassenkameradin die auch ritt) beim Pferdli
gewesen. Und was unsere lieben Klassenkollegen heute so machen daran will
ich gar nicht denken....
ich will das jetzt nicht verallgemeinern, aber ich denke schon dass der
intensive Umgang mit den Pferden und - wie schon gesagt, mit den
Pferde/leuten/ mir so einiges erspart hat an Erfahrungen, die man besser
nicht macht.

Liebe Grüsse,

Caroline

Edith Loschmidt

unread,
Nov 10, 2002, 5:28:15 PM11/10/02
to
Hallo Edwin,

Edwin schrieb:

> meine Tochter reitet seit 1 Jahr; sie ist 10. Ich glaube sie lernt es
> gut. Trotzdem habe ich panische Angst (manchmal kann ich nicht
> schlafen) davor, dass es ihr einen Unfall mit schweren Folgen
> passiert.
> Ich möchte -soweit es geht- dieses vermeiden. Ich würde gern Eure
> Erfahrung wissen.

> Wie kommt es zu einem Unfall? Sind die Reiter übermütig dabei? Was
> sind die typische Ursachen?
> An die Eltern: Ihr, als Eltern, wie geht ihr damit um?

Meine Tochter war genauso alt, wie sie zu reiten begann.
Am wichtigsten ist eine gute Reitschule, mit ruhigen, artgerecht
gehaltenen Pferden und ein verantwortungsvoller Rl.
Wie kann man das feststellen, wirst du fragen. Pass auf folgendes auf:

Haben die Schulpferde jeden Tag Koppelgang? Das ist wichtig, damit die
Pferde ausgeglichen sind.
Hast du schon gesehen oder gehört, dass öfters ein Kind herunterfällt?
Siehst du öfter Schulpferde davonstürmen oder buckeln? Das sind dann
keine geeigneten Lehrpferde.

Solange deine Tochter nur in der Bahn/Halle reitet, ist die Gefahr sehr
gering, dass etwas passiert. Sie hat ja sicher einen passenden Helm auf,
nicht wahr?

Bevor sie ins Gelände geht oder springen darf, sollte ihr Sitz gefestigt
sein und sie das Pferd wirklich beherrschen können, also punktgenau
lenken und jederzeit anhalten können.

Ein verantwortungsvoller Rl wird auch auf diese Punkte achten und ein
Kind nicht überfordern. Dann brauchst du dir wirklich keine Sorgen zu
machen.

LG
Edith

Volker Borchert

unread,
Nov 11, 2002, 5:43:32 AM11/11/02
to
Manfred Borchard <Manfred....@t-online.de> wrote:

> http://www.ifap-index.de/bda/hausarzt/15-2002/66-71.pdf

Leider werden dort Fahrradhelme kritiklos propagiert, obwohl deren
Nutzen bestenfalls umstritten und ihr Schaden leider erwiesen ist.
Details sind nachzugugeln in de.rec.fahrrad.


--

"I'm a doctor, not a mechanic." Dr Leonard McCoy <mc...@ncc1701.starfleet.fed>
"I'm a mechanic, not a doctor." Volker Borchert <b...@csfps.de>

Anke Spix

unread,
Nov 11, 2002, 6:04:57 AM11/11/02
to
Edwin <edw...@lycos.de> wrote:

Hallo, Edwin!

Ich kann mich ebenfalls nur meinen Vorrednern anschliessen.
Ausser dem, was bereits gesagt wurde, noch ein paar kleine Tips:
Gefahren vermeiden lassen sich bei Pferden in hohem Masse, wenn diese
ausgeglichen und nervenstark sind. Ausgeglichene und nervenstarke Pferde
bekommt man u.a. durch artgerechte Haltung (Offenstall, Weide bzw.
Paddocks), und ebenso artgerechten Umgang, der auch gelehrt werden muss.
Wie Stefan schon sagte, ist es nicht unbedingt schwer, einem Kind
beizubringen, welche Grundregeln es im Umgang mit Pferden beachten
sollte.
Aber das muss eben auch geschehen. Das muss also auch Unterrichtsthema
sein.

Kommt dann noch ein paedagogisch geschickter Lehrer mit entsprechendem
reiterlichen Hintergrund dazu, ist Reiten eigentlich nicht gefaehrlicher
fuer Deine Tochter als Radfahren mit mehreren Kindern zusammen auch.

Und Pferde koennen Kindern (und natuerlich Erwachsenen) so unendlich
viel beibringen und Freude schenken. Damit haben meine Vorredner auch
recht. Nichts laesst sich mit den Augenblicken vergleichen, indem man
mit dem Pferd als perfektes Team zusammenspielt... <schwaerm>
Und Pferde koennen einen viel lehren. Einfuehlungsvermoegen. Klare,
faire Umgangsformen. Durchstehvermoegen. Leben im Augenblick.
Zusammenarbeit. Beherrschung von Gefuehlen, sowohl ueberschwenglichem
Zorn wie ueberschwenglicher (aufdringlicher) Liebe.
Verantwortungsbewusstsein.
Und das alles noch so, dass es Spass macht und man es ganz freiwillig
tut... ;-)

Pferde geben im Umgang auf das eigene Verhalten eine absolut direkte
Rueckkoppelung. Wenn man sich Muehe gibt, sich klar zu "aeussern" und
dabei aber freundlich ist, sind sie bereit, den geringsten Fortschritt
mit einem willigen Eingehen auf die eigenen Wuensche zu "belohnen". Wenn
man Fehler macht, zeigt einem das ein Pferd ebenso sofort und
unmissverstandlich, es muss dabei aber nicht grob werden. Gute
Schulpferde schalten dann einfach nur "auf Durchzug" oder passen sich in
ihren Unmutsaeusserungen dem Koennen des Reiters an, d.h. bringen ihn
nicht schlimmer in Schwierigkeiten, als er das verkraften koennte.
Es sei denn, der Mensch wuerde ueber laengere Zeit sich ueber jede
"Pferdeanstandsregel" hinwegsetzen... aber dass die Kinder das *nicht*
tun, dazu ist ja schliesslich der Lehrer da...

Ich selber gebe seit einigen Jahren unregelmaessig und wenig, aber
immerhin auch Menschen der verschiedensten Altersstufen Unterricht, und
bisher hatte ich dabei noch *nie* einen schweren Unfall beim Reiten, und
insgesamt nur unter fuenf Stuerze, bei denen bei allen der Reiter sich
nicht verletzt hat.
Es hat zwei Unfaelle in all den Jahren im Umgang, seitdem ich "wissend"
genug mit meinen Pferden umgehe, mit fremden Leuten gegeben, der eine
missachtete absichtlich die Umgangsregeln, die ich ihm gesagt hatte, und
wurde deswegen gebissen (schlimmeres als eine schwere Quetschung trug er
aber auch nicht davon) und einmal hatte ich den Fehler gemacht, zwei
Pferde zusammen vor eine Kutsche spannen zu wollen, bei der das eine
schonmal einen Unfall verursacht hatte - woraufhin das andere Panik
bekam und einer Bekannten, die es hielt, den Arm ausgekugelt hatte.

Und ich rede jetzt von insgesamt sieben verschiedenen Pferden und 20
Jahren.

Mir selbst sind nur dann Unfaelle passiert, wenn ich zu leichtsinnig war
und gedacht hatte, es wuerde schon gutgehen...
aber selbst dabei hats in diesen 20 Jahren einen Knochenbruch gegeben,
mehr nicht. Und das, was ich selbst riskiert hatte, wuerde ich
*nienicht* einem fremden Reiter zugemutet haben.

So aehnlich duerften auch die Erfahrungen anderer mit ausgeglichenen,
gut erzogenen Pferden aussehen - vielleicht sogar etwas besser.

Ich verstehe eigentlich Deinen Grad an Angst nicht recht und kann mir
nur vorstellen, dass entweder ein schwerer Unfall mit Pferden in Deiner
Familie passiert war, der Deine Angst ausgeloest haben koennte, oder
dass Deine Intuition evtl. erfassen koennte, dass der Reitstall, in dem
Deine Tochter im Moment reitet, eben keine so ausgeglichenen Pferde
haben koennte, wie es wuenschenswert waere.

Gruesse,

Anke


Reinhild Nürnberger

unread,
Nov 11, 2002, 12:38:30 PM11/11/02
to

Edwin <edw...@lycos.de> schrieb in im Newsbeitrag:
ee0c861f.02110...@posting.google.com...

hallo edwin,

> meine Tochter reitet seit 1 Jahr; sie ist 10. Ich glaube sie lernt es
> gut. Trotzdem habe ich panische Angst (manchmal kann ich nicht
> schlafen) davor, dass es ihr einen Unfall mit schweren Folgen
> passiert.
> Ich möchte -soweit es geht- dieses vermeiden. Ich würde gern Eure
> Erfahrung wissen.
> Wie kommt es zu einem Unfall? Sind die Reiter übermütig dabei? Was
> sind die typische Ursachen?

kinder lernen schneller reiten als erwachsene. ich nehme an, deine tochter
reitet in einer reitschule.
dressur reiten ist nicht gefährlich, hier passiert am wenigsten.
beim ausreiten würde ich darauf achten, das das kind ein verläßliches pferd
zugeteilt bekommt. ich würde mir auch den/die die RL anschauen und zusehen,
wenn er/sie unterricht gibt.

- wie geht sie mit den kindern um?
- wie verhalten sich die pferde während der stunde?
- wie gut sind die pferde ausgebildet?
- lassen sich die pferde problemlos satteln, auftrensen, führen?
- wie ist die pferdehaltung des reitstalles? kommen die pferde auf
koppeln/paddocks, oder werden sie nur für die schulstunden aus den boxen
geholt?

ich habe mal irgend eine statistik gesehen, bei der unfälle beim fussball an
erster stelle rangierten und beim reiten nur unter ferner liefen.

vermeidung:
- sicherheits-helm aufsetzen, auch in der schulstunde und in jedem fall im
gelände
- achtung beim schuhwerk: in den bügeln der englischen sättel können schuhe
mit klobigen sohlen hängen bleiben - reitstiefel anziehen; sohle der
winterreitstiefel prüfen
- springen von der pike auf lernen
- reitprüfung ablegen
- pferde-literatur lesen

gefährlich sind beim reiten eher pferdesportarten, die ein 10-jähriges kind
noch nicht ausübt:
- military
- jagden

> An die Eltern: Ihr, als Eltern, wie geht ihr damit um?

etwas positives am rande: heranwachsende reitermädchen kommen weniger in
schlechte gesellschaft als jugendliche, die mit ihrer zeit wenig anzufangen
wissen.

große gefahr: man kann sich mit dem pferdevirus infizieren: das mädchen
kommt von den pferden nicht mehr los und wird irgendwann ein pflegepferd
wollen oder ein eigenes.

vorschlag: nimm doch mal selbst eine longenstunde, um dir ein bild zu
machen...:-)))

viel spass und liebe grüße,
reinhild


heinz egli

unread,
Nov 11, 2002, 12:49:26 PM11/11/02
to

"Reinhild Nürnberger" <nuern...@aon.at> schrieb im Newsbeitrag
news:3dcfe87c$0$25420$91ce...@newsreader01.highway.telekom.at...

>
> Edwin <edw...@lycos.de> schrieb in im Newsbeitrag:
> ee0c861f.02110...@posting.google.com...
>
> hallo edwin,

liebe reinhild

ich denke, nun wäre es so langsam an der zeit,dass edwin sich wieder mal zu
wort meldet.................

mlg

heinz


Silke Kuhm

unread,
Nov 11, 2002, 5:32:00 PM11/11/02
to
Hallo,

> Leider werden dort Fahrradhelme kritiklos propagiert, obwohl deren
> Nutzen bestenfalls umstritten und ihr Schaden leider erwiesen ist.
> Details sind nachzugugeln in de.rec.fahrrad.

Naja, lt. den Argumenten (zumindest nach denen, die ich gerade gefunden
habe) von de.rec.fahrrad waeren doch auch Reithelme nicht geeignet?! Z.B.
das Argument mit dem Reibungswiderstand: Beim Reiten stuerzt man nach meinem
Gefuehl doch eher weniger auf Asphalt, sondern eher auf Hallenboden, Wiese
oder Schotter. Da duerfte meines Erachtens auch die Sache mit dem
Reibungswiderstand anders aussehen - bzw. bei den Reithelmen mit
Samtbeflockung muesste der ohnehin hoeher sein.

GruessEuch,

Silke


Edwin

unread,
Nov 20, 2002, 11:59:27 AM11/20/02
to
Liebe Pferde Freunde,

vielen Dank für Eure Beiträge.
Ich werde versuchen, eure Ratschläge und Bemerkungen zu folgen.

Wie von Teufel geführt, ein paar Tage nach meiner Anfrage, hat sie
sich am Fuss beim Austeigen des Pferdes verletzt. Muskelzerrung, Gott
sei Dank , nicht so schlimm.
Sie liebt Pferde über alles. Sie reitet schon seit 4 Jahren. Es sieht
gut aus wenn sie reitet, ich glaube sie hat es im Griff.

Dank Eure Informationen, weiss ich jetzt, was soll man in Kindesalter
beachten.

Was ist aber die häufigste Ursache für Unfälle bei Erwachsenen??
Was machen die falsch??
Die panische Ängste habe ich, weil der eine oder andere durch einen
Reitunfall an das Rollstuhl gefesselt ist. Was hat er falsch gemacht??
Ich habe letztens erfahren, dass Versicherungen ungern Reiter als
Kunde nehmen.

Vielen Dank
Edwin

Christina Loewe

unread,
Nov 20, 2002, 12:49:57 PM11/20/02
to
Hallo Edwin,

>>Was ist aber die häufigste Ursache für Unfälle bei Erwachsenen??
>>Was machen die falsch??

Viele Erwachsene halten sich für vernünftig. Sie denken, eine Situation
im Griff zu haben, die sie leider nicht im Griff haben, verniedlichen
kleinere Probleme und warten direkt darauf, daß was ärgeres passiert.
Natürlich nicht bewußt...


>
>>Die panische Ängste habe ich, weil der eine oder andere durch einen
>>Reitunfall an das Rollstuhl gefesselt ist. Was hat er falsch gemacht??

Die 100% Sicherheit gibt es nicht. Es gibt auch Reiter, wo das ihr
eigentlich sicheres Pferd, einen kleinen Schlenker oder Satz machte und
der eigentlich auch sichere Reiter geflogen/ gerutscht ist und dies
ebenfalls auf eine höchst unglückliche Art.

Das einzige was man richtig machen kann, ist bewußt zu reiten, sich
selbst und das Pferd so sicher als möglich zu machen (das ist ein
immerwährender Prozess), verantwortungsbewußt und kritisch Situationen
einschätzen, lieber einmal zu vorsichtig als einmal zu unvorsichtig zu
sein, das Ego hintenanstellen und darüber hinaus auf das Glück zu vertrauen.

>>Ich habe letztens erfahren, dass Versicherungen ungern Reiter als
>>Kunde nehmen.
>

Das ist mir neu.

Gruß Christina

Claudia Closmann

unread,
Nov 20, 2002, 12:55:02 PM11/20/02
to
Hallo Edwin,

> Die panische Ängste habe ich, weil der eine oder andere durch einen
> Reitunfall an das Rollstuhl gefesselt ist. Was hat er falsch gemacht??

Wer denn? Kennst Du jemanden? Das prominenteste Opfer ist "Supermann"
Darsteller Christopher Reeves, ich habe mir seine Schilderung seines
Unfalles mal durchgelesen und er hat sich so schlimm verletzt, weil er
unbedingt OBEN bleiben wollte, da er keinen Punkteabzug haben wollte. Haette
er sich erlaubt, zu fallen, haette er sich schlimmstenfalls ein Handgelenk
gebrochen.

Ich persoenlich kenne niemanden, der durch's Reiten an den Rollstuhl
gefesselt ist.

Das mit den Versicherungen kann ich nicht bestaetigen, aber dazu gibt es
hier noch andere Fachleute.Ich bin privat versichert und mich hat niemand
gefragt, welche Sportart ich ausuebe.

Ja, Reiten ist ein potentiell gefaehrlicher Sport, genau wie Skifahren,
Inlineskaten, etc. etc.

Man kann durch umsichtiges Umgehen schlimme Unfaelle groesstenteils
vermeiden.

Viele Gruessae,

Claudia

"Vollmeier René (vollmi)"

unread,
Nov 20, 2002, 1:05:51 PM11/20/02
to
Hi Rasmus

Rasmus Plewe <r...@lst.de> schrieb folgendes:

> > Was ist aber die häufigste Ursache für Unfälle bei Erwachsenen??
>

> Ich tippe: Sie sind sich zu fein fuer einen Reithelm.

Auch mit Reithelm passieren Unfälle, nur Kopfverletzungen sind dabei
seltener oder weniger Schlimm.
Trotzdem ist es jedem seine eigene Entscheidung ob er einen Helm trägt
oder nicht. Und es ist auch nicht gezwungenermassen Dumm keinen Zu
tragen.

> > Ich habe letztens erfahren, dass Versicherungen ungern Reiter als
> > Kunde nehmen.

Nach aussage meines Versicherungsvertreter sind Fussballer insgesamt um
einiges teuerer als Reiter was verletzungsverursachte Kosten angeht.
Oft kommt dafür aber die Haftplicht stärker zum Zuge.

mfG René

Anke Spix

unread,
Nov 20, 2002, 2:13:18 PM11/20/02
to
Edwin <edw...@lycos.de> wrote:

Hallo, Edwin!

> Was ist aber die häufigste Ursache für Unfälle bei Erwachsenen??

Chronische Dummheit.

> Was machen die falsch??

Sie sind leichtsinnig, ueberschaetzen sich und/oder missachten die
"Regeln des Zusammenlebens" mit Pferden.
Der Rest geht auf das Konto "das konnte keiner vorhersehen". Das gibt es
auch. Aber auch dann, wenn man die Fenster putzt.

> Die panische Ängste habe ich, weil der eine oder andere durch einen
> Reitunfall an das Rollstuhl gefesselt ist. Was hat er falsch gemacht??

Das kann einem aber genauso beim Skifahren passieren oder wenn man
schlicht und ergreifend zur Arbeit faehrt.

Gruesse, und viel Freude fuer Deine Tochter,

Anke

heinz egli

unread,
Nov 20, 2002, 2:09:51 PM11/20/02
to

"Claudia Closmann" <claud...@hotmail.com> schrieb im Newsbeitrag
news:argi1t$id4t0$1...@ID-163274.news.dfncis.de...

hi claudia, edwin und alle anderen

> Ich persoenlich kenne niemanden, der durch's Reiten an den Rollstuhl
> gefesselt ist.

ich schon, fast logisch als ex rennreiter.
aber ich kenne auch skirennfahrer, radfahrer etc. die das gleiche schicksal
erlitten haben.

> Das mit den Versicherungen kann ich nicht bestaetigen, aber dazu gibt es
> hier noch andere Fachleute.Ich bin privat versichert und mich hat niemand
> gefragt, welche Sportart ich ausuebe.

ich war versicherungsfachmann und reiten (in der schweiz) wird ganz normal
versichert. das reiten von pferderennen und das trainieren von rennpferden
kostet nicht einmal einen zuschlag! geschweige den freizeitreiten.

> Ja, Reiten ist ein potentiell gefaehrlicher Sport, genau wie Skifahren,
> Inlineskaten, etc. etc.

in der schweiz gab es eben wieder eine unfallstatistik. da erscheint reiten
nicht einmal.

> Man kann durch umsichtiges Umgehen schlimme Unfaelle groesstenteils
> vermeiden.

so ist es. die meisten passieren noch immer im haushalt.

mfg

heinz


Jacqueline Wiedler

unread,
Nov 20, 2002, 2:13:28 PM11/20/02
to
hallo rasmus

Rasmus Plewe wrote:

> Edwin wrote:
>
>>Was ist aber die häufigste Ursache für Unfälle bei Erwachsenen??
>>
>

> Ich tippe: Sie sind sich zu fein fuer einen Reithelm.


nicht jeder fällt auf den kopf. eine freundin hatte letztes frühjahr
einen schweren reitunfall. kopf intakt, bein kaputt. ursache: eine
verkettung unglücklicher zufälle, d.h. restrisiko.

ich denke, ein grund für verletzungen bei erwachsenen (bei stürzen) ist
halt auch, dass viele erwachsene nicht mehr besonders gelenkig sind bzw.
ausser reiten keinen sport treiben und daher auch tendenziell
unglücklicher fallen.


gruss

jacqueline


"Vollmeier René (vollmi)"

unread,
Nov 20, 2002, 2:21:02 PM11/20/02
to
Hi Rasmus

Rasmus Plewe <r...@lst.de> schrieb folgendes:

> Ja, ich habe "Unfaelle mit ernsten Konsequenzen" impliziert. Helme
> verhindern natuerlich keine Unfaelle, sondern reduzieren das
> Verletzungsrisiko.

Nur das eine Kopfverletzung, sie können aber stattdessen die Gefahr
eines Genickbruchs erhöhen (mit den neuen Leichten Helmen wird diese
aber nicht mehr so stark erhöht.)

> Und es ist auch nicht gezwungenermassen dumm den Sicherheitsgurt im
> Auto nicht anzulegen. Sorry, aber wenn dann doch was passiert: Kein
> Mitleid.

Nur einen Sicherheitsgurt? Zwei wären doch viel sicherer. Wer nur einen
anlegt ist blöd, kein Mitleid mit so einem.
Nur einen Helm anlegen? Mit Sicherheitsweste wird es sicherer. Keine
Sicherheitsweste ist blöd, wer dann im Rollstuhl landet, kein Mitleid.

Die Grenze mit dem Helm ist IMHO schlicht willkürlich gezogen.
Stattdessen könnte man auch Protector verlangen, was nützt einem denn
ein ganzer Schädel wenn man ein zertrümmertes Rückgrad und tödliche
innere Verletzungen hat welche durch einen Protector vermieden worden
wären?

> Immerhin bringt man sich mit sowas ueblicherweise nur selber in
> Gefahr, und zieht nicht noch andere mit rein. Insofern ists mir
> ziemlich wurscht.

Um Konsequent zu sein, müsstest du aber alle deine Lebenswichtigen
Körperteile Schützen. D.h. reiten nur mit Helm und
Rücken/Brustprotector.
Am besten solltest du das Reiten aufgeben, denn du setzt dich damit
einer unnötigen Gefahr aus.

mfG René

Jacqueline Wiedler

unread,
Nov 20, 2002, 2:25:17 PM11/20/02
to
hallo heinz,

heinz egli wrote:


> in der schweiz gab es eben wieder eine unfallstatistik. da erscheint reiten
> nicht einmal.


hast du einen link? würde mich interessieren.

habe mir auch mal unfallstatistiken angeschaut; das problem dabei ist
meistens, dass es absolute zahlen sind. d.h. es werden einfach die
unfälle nach sportarten aufgelistet, aber die statistik gibt keinen
aufschluss darüber, auf wieviele "sportler" sich diese unfälle
verteilen. so ist es natürlich klar, dass diese statistiken meistens von
den populären sportarten wie fussball, skifahren, radfahren etc.
angeführt werden, während "randsportarten" wie tauchen oder so gar nicht
erscheinen - was aber nicht heisst, dass tauchen ungefährlich ist.

gruss
jacqueline

Reinhild Nürnberger

unread,
Nov 20, 2002, 2:57:10 PM11/20/02
to

Edwin <edw...@lycos.de> schrieb in im Newsbeitrag:
ee0c861f.02112...@posting.google.com...

hallo edwin,


>
> Was ist aber die häufigste Ursache für Unfälle bei Erwachsenen??
> Was machen die falsch??

die häufigste ursache weiss ich auch nicht. ein paar ursachen sind:

- military reiten, jagdreiten
- reiten in grossen gruppen und undiszipliniertes verhalten der reiter
- überholen im galopp (die ganze meute kann durchgehen)
- bergab galoppieren
- pferd ist noch nicht reif fürs gelände (unsicheres pferd)
- reiter ist noch nicht reif fürs gelände (zu wenig ausbildung, keine oder
wenige longe stunden)
- zu schnelles reiten auf schlechtem boden
- schlechte reitausrüstung: keine sicherheitsbügel, schlecht sitzender
sattel, kein oder kein passender schutzhelm, ungeeignetes schuhwerk (hängen
bleiben)
- unwissenheit und falsche reaktionen des reiters in gefahrensituationen
- rücksichtslosigkeit gegenüber anderen
- unwissenheit des reiters über das verhalten von pferden

> Die panische Ängste habe ich, weil der eine oder andere durch einen
> Reitunfall an das Rollstuhl gefesselt ist. Was hat er falsch gemacht??

das passiert auch bei anderen sportarten. in filmen hatten die
rollstuhlfahrer grundsätzlich vorher einen reitunfall, das soll romantisch
klingen, ist es aber sicher nicht. ich kann mir allerdings vorstellen, dass
frauen früher aus den damensätteln bei einem sturz des pferdes nicht
rechtzeitig raus konnten, aber vielleicht sieht es nur für mich so aus.
damen-sattel befürworterinnen werden mich jetzt sicher hauen.

> Ich habe letztens erfahren, dass Versicherungen ungern Reiter als
> Kunde nehmen.

hör ich zum ersten mal - kommt immer auf die höhe der prämie an...:-)))
>
lg
reinhild

heinz egli

unread,
Nov 20, 2002, 3:12:12 PM11/20/02
to

"Jacqueline Wiedler" <jacquelin...@swissonline.ch> schrieb im
Newsbeitrag news:3DDBE19D...@swissonline.ch...

> hast du einen link? würde mich interessieren.

leider nicht. ich lese soviel jeden tag.

> habe mir auch mal unfallstatistiken angeschaut; das problem dabei ist
> meistens, dass es absolute zahlen sind. d.h. es werden einfach die
> unfälle nach sportarten aufgelistet, aber die statistik gibt keinen
> aufschluss darüber, auf wieviele "sportler" sich diese unfälle
> verteilen. so ist es natürlich klar, dass diese statistiken meistens von
> den populären sportarten wie fussball, skifahren, radfahren etc.
> angeführt werden, während "randsportarten" wie tauchen oder so gar nicht
> erscheinen - was aber nicht heisst, dass tauchen ungefährlich ist.

stimmt. trotzdem ist bei tauchen ein zuschlag vorgesehen, beim reiten nicht.

mfg

heinz


Maximilian Hohmann

unread,
Nov 20, 2002, 2:18:27 PM11/20/02
to
Hallo Edwin,

Edwin <edw...@lycos.de> wrote:

> Was ist aber die häufigste Ursache für Unfälle bei Erwachsenen??

Wie überall anders auch ist ein Reitunfall nur das letzte Glied in einer
langen Kette. Den ersten Fehler (der gleichzeitig das schwächste Glied
der ganzen Kette ist) haben unsere Ur-Ur-Urahnen gemacht, als sie sich
aus den Schlamm ausgegraben haben und sich in den Kopf setzten,
unbedingt aufrecht gehen zu müssen...
Seit damals können wir uns ganz alleine und ohne fremdes Zutun den
Schädel, den Hals, das Rückgrat und wassonstnochalles brechen. Ein
Regenwurn kann das nicht!

Auf einige andere Glieder in der Kette können wir selbst verstärkend
einwirken, z.B. durch Tragen von Schutzkleidung, durch Ausbildung, durch
Auswahl eines geeeigneten Pferdes und einer geeigneten Reitanlage (womit
nicht gesagt sein soll, daß man gekleidet in einen Raumanzug auf einem
schlafmützigen Pferd in einer Gummizelle ausschließlich im Schritt
reitend nicht zu Schaden kommen kann ... ich z.B. müßte dabei aus
Langeweile sterben ;-) ). Einige der genannten Maßnahmen
(Schutzkleidung!) verhindern nicht einmal das Eintreten des Unfalls
selbst, sie lindern lediglich seine Folgen.
Auf alle anderen Kettenglieder haben wir keinen Einfluß, hier kann uns
ausschließlich Vernunft, Respekt vor der Gefahr (aber um Gottes Willen
keine Panik, die ist beim Reiten Unfallursache Nummer 1 - allerdings
zumeist dann, wenn das Pferd von ihr befallen wird) und Erfahrung
helfen, sie zu erkennen und die einzige dann mögliche Konsequenz zu
ziehen: An diesem Tag an diesem Ort zu dieser Zeit auf dieses Pferd
nicht steigen!

Warum verunfallen erwachsene Reiter also? Fehleinschätzung einer
Situation, Gedankenlosigkeit, Fehleinschätzung des eigenen Könnens,
Fehleinschätzung des Könnens des Pferdes, Fehleinschätzung des Könnens
des Reitschülers durch den Reitleher, PANIK, Verkrampfung aufgrund von
eigener oder fremder Angst (gluckige Eltern...), allgemeine Verkettung
unglücklicher Umstände. Profis und Sportreiter verunglücken, weil sie am
Limit oder jenseits des Limits reiten.

> Was machen die falsch??

Jeder etwas anderes. Manche machen alles richtig und verunglücken
trotzdem. Andere machen alles falsch und werden hundert Jahre alt.

Ich will damit aber auf keinen fall sagen, daß Unfälle irgendetwas mit
'Glück' oder 'Pech' zu tun haben, so etwas gibt es nämlich nicht. Jeder
Unfall ist die logische (mathematische!) Konsequenz aus besagter Kette
von Ereignissen und wird sich an einem bestimmten Ort zu einer
bestimmten Zeit zwangsläufig ereignen, wenn die Weichen dafür ersteinmal
gestellt sind.
Sie frühzeitig anders (richtig?) zu stellen, ist unsere Aufgabe. Aber
auch das kann sich im Nachhinein als falsch erweisen, der eifrige
Konstrukteur, der dem Sternsextantenfenster der DeHavilland Comet (das
erste Düsenverkehrsflugzeug der Welt) eine extra Reihe von Nieten
verpaßte, damit es auch ganz bestimmt hält, hat mit genau dieser Mßnahme
mehrere hundert Menschenleben vernichtet, weil die Löcher für die Nieten
den Rumpf übermäßig geschwächt haben.

> Die panische Ängste habe ich, ...

Versuche, Dich von dieser Angst zu befreien. Wenn Du sie auch nur in
Ansätzen auf Dein Kind überträgst, hast Du bereits die erste Weiche für
einen zukünftigen Unfall gestellt.

> Ich habe letztens erfahren, dass Versicherungen ungern Reiter als
> Kunde nehmen.

Mich hat noch nie eine Versicherung nach meinen Sportarten oder
beruflichen Aktivitäten gefragt. Ich weiß aber aus eigener Anschauung,
daß Unfälle in (vermeintlich) gefährlichen Sportarten gerne vertuscht
werden, aus Angst, die Versicherung könnte die Leistung verweigern (ich
kannte mal jemanden, der mit gebrochenem Arm seinen Drachen zerlegt,
verpackt und mit dem Auto heimgebracht hat, bevor er sich vom Taxi ins
Krankenhaus bringen ließ, um seinen 'Sturz von der Treppe' behandeln zu
lassen). Deshalb gibt es auch keine verläßlichen Statistiken über solche
Unfälle.
Die letze Sportunfallstatistik, die ich gesehen habe, hatte 'Volleyball'
an erster Stelle. In meinem (erweiterten) Bekanntenkreis ist
'Straßenverkehr' die häufigste Unfallart, die meißten Todesopfer
(alleine drei in den 10 Jahren, die ich in dem Verein Mitglied bin) hat
der Tauchsort gefordert. Die schwersten Unfälle, die sich in meiner
Umgebung im Reitsport ereignet haben, waren ein Beckenbruch (beim Führen
ist das Pferd ausgerutscht und auf die Frau gefallen!) und eine
Gehirnerschütterung. Falls Dich das beruhigt...

ciao, maximilian

PS: Meine Branche (Luftfahrt) hat die Unfallforschung in einsame Höhen
getrieben und trotzdem kann sie weder die Frage beantworten, wie jeder
einzelne Unfall zustande kam, noch wie man Unfälle für die Zukunft
dauerhaft verhindert.

Marion Linhuber

unread,
Nov 20, 2002, 6:12:58 PM11/20/02
to
Anke Spix schrieb:

> Edwin <edw...@lycos.de> wrote:
>
> Hallo, Edwin!
>
>
>>Was ist aber die häufigste Ursache für Unfälle bei Erwachsenen??
>
>
> Chronische Dummheit.
>
>
>>Was machen die falsch??
>
>
> Sie sind leichtsinnig, ueberschaetzen sich und/oder missachten die
> "Regeln des Zusammenlebens" mit Pferden.

Deren wichtigste da heisst: Uebertrage keine Unsicherheit und Angst auf
das Pferd. Wer mit Bildern von Rollstuhlfahrern im Kopf aufs Pferd
steigt, hat dort nichts verloren. Soll nicht heissen, dass amn sich aufs
Hueh schwingt anch dem Motto passieren tut immer den anderen was...

>>Die panische Ängste habe ich, weil der eine oder andere durch einen
>>Reitunfall an das Rollstuhl gefesselt ist. Was hat er falsch gemacht??

Wieso panische Angst? Da hast wohl eher Du selbst ein Problem. Passieren
kann immer und überall was - ohne dass irgendwer "Schuld" hat bzw was
haette anders machen koennen. Unter Glasglocken lebt es sich schlecht.

Ciao ciao
Marion

Wiebke Dresp

unread,
Nov 20, 2002, 5:36:21 PM11/20/02
to
Reinhild Nürnberger schrieb:

> - reiter ist noch nicht reif fürs gelände (zu wenig ausbildung, keine oder
> wenige longe stunden)

Ich geb's gerne zu, ich hatte in meinem Leben noch nicht _eine_
Longenstunde. Reiten gelernt (sagen wir mal die Grundbegriffe) hab ich in
einem Kinderreitkurs, später habe ich ca. 2 Jahre lang Unterricht in der
Abteilung gehabt, dann 3 Jahre Pause und nochmal ein Jahr
Abteilungsunterricht (Abteilung immer ca. 4-6 Reiter). Nochmal 3 Jahre
Pause und das Angebot meines neuen RL, erstmal an der Longe zu reiten, habe
ich abgelehnt.
Er meinte nach meinen ersten Stunden in der Abteilung auch, dass ich ja doch
ganz vernünftig sitzen würde und meine Hilfen auch gut wären (naja ein paar
Fehler ausgenommen) und gar keine Longe gebraucht hätte.
Wie sehen das die anderen Reiter hier, braucht man unbedingt Longenstunden
oder geht es nicht auch ohne? Ich bin so eigentlich ganz zufrieden und
allzu miserabel oder gar grob falsch reite ich wohl auch nicht...

Gruss
Wiebke

Wiebke Dresp

unread,
Nov 20, 2002, 5:40:20 PM11/20/02
to
Rasmus Plewe schrieb:

> Ich tippe: Sie sind sich zu fein fuer einen Reithelm.
>

>> Was machen die falsch??
>
> Reiten ohne Helm.

Stimmt, das sehe ich auch immer wieder. Vor allem bei pubertierenden Mädels
oder älteren Leuten (also damit meine ich nur: _keine_ Jugendlichen, ich
sage mal Altersgruppe ab 30), die das nicht schick finden. Ich seh mit
Reithelm auch blöde aus, aber dafür verletze ich mich nicht gleich am Kopf,
wenn ich doch mal runterfallen sollte (zum Glück erst einmal passiert und
da recht harmlos).

Gruss
Wiebke

heinz egli

unread,
Nov 20, 2002, 5:51:16 PM11/20/02
to

"Wiebke Dresp" <wiebke...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:arh2nq$ojb$00$2...@news.t-online.com...

hi wiebke

> Wie sehen das die anderen Reiter hier, braucht man unbedingt Longenstunden
> oder geht es nicht auch ohne? Ich bin so eigentlich ganz zufrieden und
> allzu miserabel oder gar grob falsch reite ich wohl auch nicht...

nimm longenstunden! du tust dir damit einen riesigen gefallen!

mlg

heinz


Wiebke Dresp

unread,
Nov 20, 2002, 6:02:26 PM11/20/02
to
heinz egli schrieb:

> nimm longenstunden! du tust dir damit einen riesigen gefallen!

Das war nicht gerade eine argumentativ unterlegte Empfehlung ;-)
Aber wenn mein RL schon sagt, ich bräuchte sie nicht?

Gruss
Wiebke

heinz egli

unread,
Nov 20, 2002, 6:18:59 PM11/20/02
to

"Rasmus Plewe" <r...@lst.de> schrieb im Newsbeitrag
news:ve3hra...@crash.lst.de...
> Der gefaehrlichste Ort ueberhaupt ist das Bett, dort sterben die
> meisten Leute.

stimmt, aber nicht an unfällen.

hti

heinz


heinz egli

unread,
Nov 20, 2002, 6:20:59 PM11/20/02
to

"Wiebke Dresp" <wiebke...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:arh48o$njt$02$1...@news.t-online.com...

> Das war nicht gerade eine argumentativ unterlegte Empfehlung ;-)
> Aber wenn mein RL schon sagt, ich bräuchte sie nicht?


hi wiebke

ich bin bekannt (berüchtigt), das wesentliche auf den punkt zu bringen.
romane schreibe ich dazu nicht. glaube es oder glaube es nicht. meine tips
sind wertvoll und bringen dich weiter.

mlg

heinz


Wiebke Dresp

unread,
Nov 20, 2002, 6:38:05 PM11/20/02
to
heinz egli schrieb:

> ich bin bekannt (berüchtigt), das wesentliche auf den punkt zu bringen.
> romane schreibe ich dazu nicht. glaube es oder glaube es nicht. meine tips
> sind wertvoll und bringen dich weiter.

Das wesentliche auf den Punkt bringen heisst für mich aber auch, wenigstens
einen halben Satz über das "warum" zu verlieren...

Gruss
Wiebke

heinz egli

unread,
Nov 20, 2002, 7:00:17 PM11/20/02
to

"Wiebke Dresp" <wiebke...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:arh6bi$3ph$04$1...@news.t-online.com...

> Das wesentliche auf den Punkt bringen heisst für mich aber auch,
wenigstens
> einen halben Satz über das "warum" zu verlieren...

weil es dich weiterbringt, dir gut tut, deinen sitz verbessert, du
zügelunabhängiger wirst, die pferde es dir danken u.s.w.

mfg

heinz


Wiebke Dresp

unread,
Nov 20, 2002, 7:04:24 PM11/20/02
to
heinz egli schrieb:

> weil es dich weiterbringt, dir gut tut, deinen sitz verbessert, du
> zügelunabhängiger wirst, die pferde es dir danken u.s.w.

Reiten ohne Zügel war für mich nie ein Problem, das mit dem Sitz mag sein,
aber das kann ich auch in einer "normalen" Einzelstunde trainieren, oder?

Gruss
Wiebke

heinz egli

unread,
Nov 20, 2002, 7:27:16 PM11/20/02
to

"Wiebke Dresp" <wiebke...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:arh7st$6f7$01$2...@news.t-online.com...

> Reiten ohne Zügel war für mich nie ein Problem, das mit dem Sitz mag sein,
> aber das kann ich auch in einer "normalen" Einzelstunde trainieren, oder?


wenn du meinen tips keinen glauben schenkst und dich überschätzt, dann sind
meine tips wertlos.

mfg

heinz


Wiebke Dresp

unread,
Nov 20, 2002, 7:34:08 PM11/20/02
to
heinz egli schrieb:

>> Reiten ohne Zügel war für mich nie ein Problem, das mit dem Sitz mag
>> sein, aber das kann ich auch in einer "normalen" Einzelstunde trainieren,
>> oder?
> wenn du meinen tips keinen glauben schenkst und dich überschätzt, dann
> sind meine tips wertlos.

Nicht gleich eingeschnappt sein. Ich wüsste nur gern, warum ich den Sitz an
der Leine, ähm Longe ;-)) besser lernen sollte als alleine mit dem RL in
der _ganzen_ Halle.
Ich überschätze mich beim Reiten _wirklich_ nicht, ich habe bloss erzählt,
was ich für Erfahrungen gemacht habe, und zu denen gehört problemloses
Reiten mit langem Zügel eben dazu (in allen GGA in der Halle).
Ich halte mich bestimmt nicht für die tollste aller Reiterinnen, im
Gegenteil, ich habe sicher noch sehr, sehr viel zu lernen und habe einfach
nur eine ganz normale Frage gestellt.

Gruss
Wiebke

Catja Pafort

unread,
Nov 20, 2002, 7:44:05 PM11/20/02
to
Edwin schrieb:

> Was ist aber die häufigste Ursache für Unfälle bei Erwachsenen??
> Was machen die falsch??
> Die panische Ängste habe ich, weil der eine oder andere durch einen
> Reitunfall an das Rollstuhl gefesselt ist. Was hat er falsch gemacht??

Einfach Pech gehabt. Ich kenne mehr Reiter, die sich bei Autounfaellen
schwer verletzt haben, als auf dem Pferd - und viele der Reiter, die ich
kenne, verbringen deutlich mehr Zeit taeglich auf dem Pferd als im Auto.
Querschnittsgelaehmte durchs Reiten kenne ich keine (bis auf Christover
Reeves, natuerlich, aber den kenne ich nur aus den Medien) - Unfaelle
mit Todesfolge kenne ich aus dem Bekanntenkreis zweie (und aus den
Medien ein Dutzend mehr); bei einem war ein Auto mit im Spiel, bei der
anderen war der Reiter mit Ausbindern geritten (was man nie machen
sollte!); das Pferd hat sich ueberschlagen, und war auf die Reiterin
gefallen. Wenn man bedenkt, wieviele Leute ich aus dem Internet kenne,
von denen viele in Staellen mit fuenfzig, sechzig Pferden sind, und dass
solche Stories gerne als Warnung (und um damit fertig zu werden)
gepostet werden, ist das doch recht wenig. Leute, die sich beim
Skifahren schwer verletzt haben, sind da deutlich in der Ueberzahl.

Unfaelle treten meist ein, wenn der Reiter sich, das Pferd, oder die
Situation ueberschaetzt - und dem kann man mit guter Ausbildung
weitgehend abhelfen. Der rest faellt in die Kategorie 'Unfall' - es
passiert halt manchmal etwas. Vor einiger Zeit haben sie hier im Radio
eine Statistik der haeufigsten Unfaelle im Haushalt veroeffentlicht -
und man kann sich nicht helfen, man muss sich schieflachen. Vergiss das
Leitern-oder Treppensteigen - ein einzelnes Blatt kann sich genauso zur
Unfallursache mausern wie, na ja, alles andere, von der Teppichkante
(_sehr_ gefaehrlich) bis zur Bananenschale. Fallen und sich was brechen
kann man eigentlich ueberall. (Wenn man entsprechende Statistiken liest,
mag man ja auch nicht mehr in die Dusche steigen...)

Also: nur nicht bange machen lassen. Langsam anfangen, Pferd und Reiter
gut ausbilden, fuer gute Ausruestung sorgen, Kopf schuetzen (mit Helm);
bei Risikounternehmungen (junges Pferd die ersten Male im Gelaende;
hoehere Spruenge, Gelaendespruenge) auch eine Schutzweste anziehen. Ein
guter Reitlehrer ist als Unfallvermeidungsmassnahme aber wahrscheinlich
immer noch das Beste.

Catja (gebrochenes Schluesselbein - auf brettharten Boden sauschlecht
aufgekommen)
und der Count

heinz egli

unread,
Nov 20, 2002, 7:51:00 PM11/20/02
to

"Wiebke Dresp" <wiebke...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:arh9kl$k3a$07$1...@news.t-online.com...

> Nicht gleich eingeschnappt sein. Ich wüsste nur gern, warum ich den Sitz
an
> der Leine, ähm Longe ;-)) besser lernen sollte als alleine mit dem RL in
> der _ganzen_ Halle.
> Ich überschätze mich beim Reiten _wirklich_ nicht, ich habe bloss erzählt,
> was ich für Erfahrungen gemacht habe, und zu denen gehört problemloses
> Reiten mit langem Zügel eben dazu (in allen GGA in der Halle).
> Ich halte mich bestimmt nicht für die tollste aller Reiterinnen, im
> Gegenteil, ich habe sicher noch sehr, sehr viel zu lernen und habe einfach
> nur eine ganz normale Frage gestellt.


hi wiebke

eingeschnappt bin ich nie. du nimmst meinen rat an oder nicht. das ist deine
entscheidung, sie tangiert mich nicht. ich schreibe hier keine romane, keine
bücher und auch keine argumente oder rechtfertigungen. es ist dir
überlassen, meine tips in die tat umzusetzen oder zu ignorieren. ich bin dir
bestimmt nicht böse, wenn du meine tips nicht befolgst. ich mag aber auch
nicht 10 kb zu schreiben um dich zu überzeugen. es ist mir egal, ob du meine
tips befolgst oder nicht. dies ist ohne ironie, häme, zynismus etc.
geschrieben. ich rate dir und du machst mit meinem rat was immer du willst.

liebe grüsse

heinz


Catja Pafort

unread,
Nov 20, 2002, 8:05:38 PM11/20/02
to
Wiebke schrieb:

> > Reiten ohne Helm.
>
> Stimmt, das sehe ich auch immer wieder. Vor allem bei pubertierenden Mädels
> oder älteren Leuten (also damit meine ich nur: _keine_ Jugendlichen, ich
> sage mal Altersgruppe ab 30), die das nicht schick finden. Ich seh mit
> Reithelm auch blöde aus, aber dafür verletze ich mich nicht gleich am Kopf,
> wenn ich doch mal runterfallen sollte (zum Glück erst einmal passiert und
> da recht harmlos).

Ich habe einen Helm in die ewigen Jagdgruende befoerdert - da bewegten
sich nach meinem Sturz auch unbewegliche Teile - dafuer blieb aber der
Kopf heil. Ist mir wesentlich lieber so.

(Und immer dran denken: nach einem Sturz den Helm auswechseln. Der
Schutz funktioniert naemlich nur einmal. Teurer Spass, aber dafuer auch
in der Zukunft noch Spass - das ist es alle mal wert)

Catja
und der Count

Catja Pafort

unread,
Nov 20, 2002, 8:05:39 PM11/20/02
to
Wiebke schrieb:

> Wie sehen das die anderen Reiter hier, braucht man unbedingt Longenstunden
> oder geht es nicht auch ohne? Ich bin so eigentlich ganz zufrieden und
> allzu miserabel oder gar grob falsch reite ich wohl auch nicht...

Nichts grob falsch machen ist der Anfang. Danach kommt die Feinmotorik,
und da kann es in der Tat enorm hilfreich sein, wenn Dich jemand an die
Longe nimmt. Was braucht man dazu?

- ein ordentlich ausgebildetes Longenpferd. Das kann gar nicht gut genug
sein - es soll weich zu sitzen sein, unbedingt geradegerichtet (auf
einem Pferd, dass sich in die Kurven legt, lernst Du kein
Gleichgewicht), und ganz fest an den Hilfen des Longenfuehrers stehen.

- einen guten Reitlehrer. 'Du, Du, und Du, nehmt Euch mal ein Pferd und
gebt ihr 'ne Longenstunde' (Originalzitat eines neuen Reitlehrers in
einem weniger als drittklassigen Verein) hat da wenig Sinn - wenn der
Reitlehrer a) keine Feinkorrekturen liefern kann, und b) die Stunde
nicht sinnvoll gestaltet dann hat das ganze keinen Zweck.

Als Reiter kann einem eine Longenstunde erst so richtig klar machen, wie
wenig man kann - ich erinnere mich mit Sehnsucht an eine Stunde im Stall
von Neindorff in der von mir das Reiten von Trab-Halt Uebergaengen
erwartet wurde - aber bitte sauber - und ohne Zuegel! Eek, wie sehr man
sich doch auf die Dinger verlaesst... und meine Reitlehrerin stand in
der Mitte, hielt locker die Longe, und grinste sich eins.

Ich bin in der gluecklichen Situation (kids: don't try this at home)
meine Freiuebungen bei auf den Halt gelegten Zuegeln auch in der ganzen
Bahn machen zu koennen - da mein Kleiner sicher und ziemlich scheufrei
ist, und ich ihm sehr vertraue, geht das schon mal - wesentlich
gefaehrlicher als eine Longenstunde ist es allerdings schon.

Ich wuerde es auf jeden Fall empfehlen, das mit den Longenstunden im
heimischen Verein mal auszuprobieren - wer die Chance hat in einem
renomierten Institut (Neindorff, Broichsitter &co) auf besser
ausgebildeten Pferden Longenunterricht zu nehmen, sollte das auf jeden
Fall tun.

Catja
und der Count (der ein ganz feines Longenpferd ist - aber es ist halt
nicht jedes Pferd geeignet)

Wiebke Dresp

unread,
Nov 20, 2002, 8:05:27 PM11/20/02
to
Catja Pafort schrieb:

> Nichts grob falsch machen ist der Anfang. Danach kommt die Feinmotorik,
> und da kann es in der Tat enorm hilfreich sein, wenn Dich jemand an die
> Longe nimmt. Was braucht man dazu?

... habe allerdings noch keinen Stall erlebt, in dem der Reitlehrer jemandem
mit Reiterfahrung rät, sich nochmal an die Longe nehmen zu lassen...
falsche Reitställe?

> - ein ordentlich ausgebildetes Longenpferd. Das kann gar nicht gut genug
> sein - es soll weich zu sitzen sein, unbedingt geradegerichtet (auf
> einem Pferd, dass sich in die Kurven legt, lernst Du kein
> Gleichgewicht), und ganz fest an den Hilfen des Longenfuehrers stehen.

So eins ist mein Knubbelchen schon (soweit ich das beurteilen kann)... er
wird auch mit Vorliebe für Anfänger an der Longe hergenommen...

> Als Reiter kann einem eine Longenstunde erst so richtig klar machen, wie
> wenig man kann - ich erinnere mich mit Sehnsucht an eine Stunde im Stall
> von Neindorff in der von mir das Reiten von Trab-Halt Uebergaengen
> erwartet wurde - aber bitte sauber - und ohne Zuegel! Eek, wie sehr man
> sich doch auf die Dinger verlaesst... und meine Reitlehrerin stand in
> der Mitte, hielt locker die Longe, und grinste sich eins.

Klingt gemein, da krieg ich gleich Angstzustände ;-)

> Ich wuerde es auf jeden Fall empfehlen, das mit den Longenstunden im
> heimischen Verein mal auszuprobieren - wer die Chance hat in einem
> renomierten Institut (Neindorff, Broichsitter &co) auf besser
> ausgebildeten Pferden Longenunterricht zu nehmen, sollte das auf jeden
> Fall tun.

Hm naja das war auf jeden Fall die Info, die ich gesucht habe... werde mich
mal mit meinem RL beraten ;-))

Gruss
Wiebke

Wiebke Dresp

unread,
Nov 20, 2002, 8:07:41 PM11/20/02
to
Catja Pafort schrieb:

> (Und immer dran denken: nach einem Sturz den Helm auswechseln. Der
> Schutz funktioniert naemlich nur einmal. Teurer Spass, aber dafuer auch
> in der Zukunft noch Spass - das ist es alle mal wert)

Mein Helm hat erst einen Abgang mitmachen müssen und da war er auch nicht
direkt dran beteiligt, bin aus dem Gleichgewicht gekommen und seitlich
runtergerutscht... muss unheimlich witzig ausgesehen haben (und ist auch
schon etwas her), und auf den Kopf gefallen bin ich nicht ;-))

Gruss
Wiebke

Wiebke Dresp

unread,
Nov 20, 2002, 8:10:37 PM11/20/02
to
...übrigens habe ich gerade mal auf der Homepage meines Reitstalles
nachgeschaut und "Longe für Fortgeschrittene" scheint gar nicht angeboten
zu werden. Wie gesagt, meine anderen Reitställe haben das auch nicht
gemacht...

Gruss
Wiebke

"Vollmeier René (vollmi)"

unread,
Nov 21, 2002, 12:19:36 AM11/21/02
to
Hi Rasmus

Rasmus Plewe <r...@lst.de> schrieb folgendes:

> Zumal moderne Helme praktisch nicht behindern.

Mich behindern sie immernoch mehr als ohne. Und somit ziehe ich sie nur
an wenn das Risiko mich zu verletzen steigt.
Das z.B. wenn ich auf ein fremdes Pferd oder ein schwieriges Pferd
steige oder Turniere reite.

> Tut mir leid, diese Art der Argumentation habe ich mir irgendwann
> zwischen Kindergarten und Grundschule abgewoehnt. Mir ist auch nicht
> wirklich klar was Du damit genau ausdruecken willst. "Wenn schon keine
> absolute Sicherheit, dann wenigstens volles Risiko" oder was?

Nein ich finde man sollte die Sicherheit den aktuellen Gegebenheiten
anpassen.
D.h. wenn ich aufm Parkplatz mit 30 rumgurke dann lass ich den Gurt weg.
wenn ich auf der Strasse rumfahre dann ziehe ich den drei-Punktegurt an.
Wenn ich einen Trial fahre dann ziehe ich einen H-Gurt an.

> Ach was. Ich bin konsequent indem ich fuer mich leicht auszuschaltende
> Risiken ausschalte, nicht rumjammere wenn mir was bei Risiken, die ich
> eingehe, passiert, und mich auch nicht von Leuten volljammern lasse,
> die bei Risiken, die sie eingegangen sind auf die Nase gefallen sind.

Das ist auch korrekt so, aber du schriebst das wenn einer keinen Helm
trägt und reitet ist er ein Dummkopf.
Ich frage warum? Vieleicht findet er die Gefahr einer Kopfverletzung ist
gering und trägt stattdessen lieber eine Sicherheitsweste.

Ich kenne z.B. in meinem Bekanntenkreis keine einzige Person welche sich
jemals am Kopf verletzt hätte beim Reiten. Dafür gleich mehrere welche
wegen Rückenverletzungen behandelt werden mussten.

Welche Statistik gibt es das die Anzahl Kopfverletzungen wirklich
nennenswert zurückgeht mit Helm?

mfG René

Caroline Maier

unread,
Nov 21, 2002, 3:03:19 AM11/21/02
to
Vor ein paar Jahren ist ein Mädel aus unserem Stall beim Ausreiten auf den
Kopf gestürzt und war ohnmächtig. Nachdem die Gefahr einer
Wirbelsäulenverletzung bestand, hatte man sie nicht bewegt und ihr den Helm
auch nicht abgenommen.
Als die Rettung kam und ihr im wagen den Helm abnahm, haben sie gesehen dass
der Helm gespalte war und ihr ein Teil vom Helm in die Schädeldecke
gedrungen war.
Sicher, kann bei den neueren Helmen nicht so leicht passieren, aber lustig
war das damals wirklich nicht und das Mädel hat einen Dauerschaden
davongetragen.

Jemanden als dumm zu bezeichnen nur weil er keinen Helm trägt finde ich
einfach nicht richtig. Ich finde es überaupt nicht richtig, jemanden
allgemein als dumm zu bezeichnen ohne dessen Motivation zu kennen.

LG,
Caroline


Caroline Maier

unread,
Nov 21, 2002, 3:07:18 AM11/21/02
to
Naja, heinz, ist doch wenigstens mal ein schöner tod :-)


Christina Loewe

unread,
Nov 21, 2002, 4:04:47 AM11/21/02
to
Hi Rene,

> Mich behindern sie immernoch mehr als ohne. Und somit ziehe ich sie nur
> an wenn das Risiko mich zu verletzen steigt.
> Das z.B. wenn ich auf ein fremdes Pferd oder ein schwieriges Pferd
> steige oder Turniere reite.
>

Vor ein paar Jahren ist hier in der Gegend eine gute Reiterin mit ihrem
sicheren Pferd in der Halle verunglückt. Das Pferd rutschte auf dem
Hallenboden weg und die Reiterin schlug sich den Kopf an der Bande an.
Sie lag eine ganze Weile im Koma. Hätte sie einen Helm getragen, wäre
der Schaden deutlich geringer ausgefallen. Und ich könnte mir
vorstellen, sie hat sich auch gedacht: "hier und jetzt mit diesem Pferd
wird mir nichts passieren".
Ein Bekannter von mir ist auf einem Ausritt mit seinem Pferd gestürzt.
Seine Beine verhedderten sich in denen seines Pferdes (er ist sehr
groß), das Pferd strauchelte, stürzte und sein Kopf landete auf einem
Stein. Er hat Glück gehabt und "nur" eine Gehirnerschütterung.


Ich bin selbst gelegentlich ohne Helm geritten und es liegt mir fern,
dich darin umstimmen zu wollen. Aber Du solltest Dich auch nicht in
falscher Sicherheit wiegen.


Wenn Du auf einer weichen Wiese ohne größere Steine, Zaunpfähle etc
reitest, dann mag Dein Risiko gering sein. Oder im Wasser an langen
weichen Stränden...

LG Christina, die sich fast mal das Genick gebrochen hätte (da hätte
aber auch der Helm nix genutzt)

K. Binder

unread,
Nov 21, 2002, 4:33:49 AM11/21/02
to
Caroline Maier schrieb:

> Vor ein paar Jahren ist ein Mädel aus unserem Stall beim Ausreiten auf den

Hi,

solche Unfaelle gibt es auch, das ist klar. Nur: In der Mehrzahl der Faelle
schuetzt ein Helm vor Kopfverletzungen! Ich hab neulich beim Sturz einen
beschlagenen Huf abgekriegt, aber ausser einer Schramme am Helm ist nichts
passiert. Das haette ohne Helm aber ganz anders ausgesehen!
Genau wie die Leute, die sich weigern, sich anzuschnallen, behaupten, man koenne
sie nicht aus dem Auto befreien, wenns mal einen Unfall gibt, finde ich
*persoenlich* es extrem leichtsinnig, ohne Helm zu reiten.

Liebe Gruesse,

Katje

Anke Spix

unread,
Nov 21, 2002, 5:02:27 AM11/21/02
to
Wiebke Dresp <wiebke...@web.de> wrote:

Hallo, Wiebke!

> > - reiter ist noch nicht reif fürs gelände (zu wenig ausbildung, keine oder
> > wenige longe stunden)
>

> Wie sehen das die anderen Reiter hier, braucht man unbedingt Longenstunden
> oder geht es nicht auch ohne? Ich bin so eigentlich ganz zufrieden und
> allzu miserabel oder gar grob falsch reite ich wohl auch nicht...
>

Longenunterricht in *dem* Stadium dient der Feinabstimmung des Sitzes
und der Sitzhilfen und ist nicht unbedingt unentbehrlich, aber sehr
nuetzlich. Ausserdem schult Longenunterricht das Gleichgewicht nochmal
und dient somit der Sicherheit.
Aber der Sicherheitsaspekt ist eigentlich dabei eher hintangestellt -
ein Pferd z.B., wie Catja schrieb, nur ueber den Sitz durchparieren zu
sollen (geht durchaus), kann man auch am besten an der Longe ueben. Es
kann einen ganz gewaltigen Fortschritt geben, wenn man sich mal nicht in
der Abteilung auf gleichmaessiges Tempo und gleichmaessigen Abstand,
sondern einfach nur auf den eigenen Koerper und wie er sich auf dem
Pferd verhaelt (und verhalten *sollte*) konzentrieren kann.

Aber es muss dann eben auch entsprechend guter Unterricht sein.

Gruesse,

Anke

Anke Spix

unread,
Nov 21, 2002, 5:02:28 AM11/21/02
to
Wiebke Dresp <wiebke...@web.de> wrote:

Hallo, Wiebke!

> ...übrigens habe ich gerade mal auf der Homepage meines Reitstalles

Das machen auch eher Staelle wie der von von Neindorff... das ist ein
ganz anderes Qualitaetsniveau als ein "durchschnittlicher" Stall, in dem
es eher die Haltung gibt: "Wozu? Ich bin doch kein Anfaenger mehr!" und
sich das deswegen nicht lohnt.
Longenuntericht ist ja ohnehin eher teuer fuer den RL...

Gruesse,

Anke

"Jörg

unread,
Nov 21, 2002, 5:09:46 AM11/21/02
to

"heinz egli" <ten...@tendre.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3ddc185d$0$326$5402...@news.sunrise.ch...

Da kann es aber auch Unfälle geben, die merkt man dann nach ca. 9
Monaten
*gg*

Das Leben ansich ist schon gefährlich. Man kann sich auch an der
Tastatur
die Fingerbrechen.

Gruß
Jörg

heinz egli

unread,
Nov 21, 2002, 5:31:36 AM11/21/02
to

"Rasmus Plewe" <r...@lst.de> schrieb im Newsbeitrag
news:g2aira...@crash.lst.de...
> Wenn man sich mal umsieht stellt man fest dass man blind Leute als
> "dumm" bezeichnen kann und rein statistisch eine erschreckend hohe
> Trefferwahrscheinlichkeit hat.
>
>
> Ras"Ueberlegenheit sieht nur von unten wie Arroganz aus"mus

rotfl

mfg

heinz


heinz egli

unread,
Nov 21, 2002, 5:27:47 AM11/21/02
to

"Wiebke Dresp" <wiebke...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:arhbp2$skn$02$3...@news.t-online.com...

hi wiebke

die rl empfehlen das nicht, weil die rs darauf so pikiert reagieren.

mlg

heinz

in meinen reitferien bei paul weier nahm ich am morgen eine longenstunde,
nachmittags dressur- und am abend springunterricht. damals sass ich schon
seit über 10 jahren im sattel und hatte bereits über 200 rennen geritten.


Catja Pafort

unread,
Nov 21, 2002, 5:54:22 AM11/21/02
to
Wiebke schrieb:

> > Nichts grob falsch machen ist der Anfang. Danach kommt die Feinmotorik,
> > und da kann es in der Tat enorm hilfreich sein, wenn Dich jemand an die
> > Longe nimmt. Was braucht man dazu?
>
> ... habe allerdings noch keinen Stall erlebt, in dem der Reitlehrer jemandem
> mit Reiterfahrung rät, sich nochmal an die Longe nehmen zu lassen...
> falsche Reitställe?

u.U. schon.

Die meisten Staelle bieten keine Longenstunden an, oder nur so wenige
wie moeglich fuer Anfaenger, weil es fuer's Pferd eine ganz gehoerige
Belastung ist, den Reitlehrer und die Halle ziemlich auslastet (in einer
20x40 kann dann niemand mehr sicher Reiten, was den Betrieb ganz gut
aufhaelt); und dann muss man manchmal die Reiter ueberzeugen, die
meinen, sie koennten doch jetzt Schritt/Trab/Galopp; was brauchen sie
noch Longenstunden...


> > - ein ordentlich ausgebildetes Longenpferd. Das kann gar nicht gut genug
> > sein - es soll weich zu sitzen sein, unbedingt geradegerichtet (auf
> > einem Pferd, dass sich in die Kurven legt, lernst Du kein
> > Gleichgewicht), und ganz fest an den Hilfen des Longenfuehrers stehen.
>
> So eins ist mein Knubbelchen schon (soweit ich das beurteilen kann)... er
> wird auch mit Vorliebe für Anfänger an der Longe hergenommen...

Kann man aus der Ferne schlecht beurteilen. Muesste man einfach
ausprobieren.


> > Als Reiter kann einem eine Longenstunde erst so richtig klar machen, wie
> > wenig man kann - ich erinnere mich mit Sehnsucht an eine Stunde im Stall
> > von Neindorff in der von mir das Reiten von Trab-Halt Uebergaengen
> > erwartet wurde - aber bitte sauber - und ohne Zuegel! Eek, wie sehr man
> > sich doch auf die Dinger verlaesst... und meine Reitlehrerin stand in
> > der Mitte, hielt locker die Longe, und grinste sich eins.
>
> Klingt gemein, da krieg ich gleich Angstzustände ;-)

War aber klasse. Es gehoert eine gewisse Einstellung dazu, sich solche
Torturen zuzumuten - am meisten lernt man, wenn man sich wirklich und
ehrlich ums Lernen bemueht - und dazu gehoert eine Menge Konzentration.

Dazu ein Anekdoetchen aus Wien:

Als ich der Morgenarbeit zugeschaut habe, war mir sehr bald klar, wo die
Spiegel in der Halle angebracht waren. Jeder Reiter hat sich in _jeder_
Runde vergewissert, wie er auf dem Pferd sitzt.


> > Ich wuerde es auf jeden Fall empfehlen, das mit den Longenstunden im
> > heimischen Verein mal auszuprobieren - wer die Chance hat in einem
> > renomierten Institut (Neindorff, Broichsitter &co) auf besser
> > ausgebildeten Pferden Longenunterricht zu nehmen, sollte das auf jeden
> > Fall tun.
>
> Hm naja das war auf jeden Fall die Info, die ich gesucht habe... werde mich
> mal mit meinem RL beraten ;-))

Tu das, und wie gesagt, solltest Du mal Gelegenheit haben, auf einem
ausgebildeten Pferd Longenstunden zu nehmen, greif zu.

Catja
und der Count

Reinhild Nürnberger

unread,
Nov 21, 2002, 6:23:29 AM11/21/02
to

Wiebke Dresp <wiebke...@web.de> schrieb in im Newsbeitrag:
arh2nq$ojb$00$2...@news.t-online.com...

liebe wiebke,

> Ich geb's gerne zu, ich hatte in meinem Leben noch nicht _eine_
> Longenstunde. Reiten gelernt (sagen wir mal die Grundbegriffe) hab ich in
> einem Kinderreitkurs, später habe ich ca. 2 Jahre lang Unterricht in der
....

du hast als kind reiten gelernt, das sind andere voraussetzung als für
erwachsene reitanfänger. ihnen würde ich die longe dringend empfehlen.

übrigens, wer als eleve in der spanischen hofreitschule in wien anfängt muss
erst einmal für zwei
j a h r e an die longe. au, das ist sicher fad.......:-)))

lg
reinhild

Reinhild Nürnberger

unread,
Nov 21, 2002, 6:26:17 AM11/21/02
to

heinz egli <ten...@tendre.de> schrieb in im Newsbeitrag: 3ddc185d$0$326

hallo heinz,

> > Der gefaehrlichste Ort ueberhaupt ist das Bett, dort sterben die
> > meisten Leute.
>
> stimmt, aber nicht an unfällen.
>

angeblich manchmal schon....:-)))

lg
reinhild

Volker Borchert

unread,
Nov 21, 2002, 6:50:18 AM11/21/02
to
"Jörg Pulmann <pferd...@gmx.de> wrote:

>> > Der gefaehrlichste Ort ueberhaupt ist das Bett, dort sterben die
>> > meisten Leute.

> Da kann es aber auch Unfälle geben, die merkt man dann nach ca. 9
> Monaten

Nun, "mann" merkt das vielleicht wirklich erst, wenn die Alimente
das erste Mal fällig werden - "frau" wird das in der Regel schon
etwas eher merken...

--

"I'm a doctor, not a mechanic." Dr Leonard McCoy <mc...@ncc1701.starfleet.fed>
"I'm a mechanic, not a doctor." Volker Borchert <b...@csfps.de>

Stefan "Steff" Knoll

unread,
Nov 21, 2002, 9:11:11 AM11/21/02
to
Servus Volker!

"Volker Borchert" <b...@Gaia.csfps.de> schrieb im Newsbeitrag
news:arih9q$6qm$1...@Iapetos.csfps.de...

> "frau" wird das in der Regel schon etwas eher merken...

Ich glaube, das stimmt genau so genau nicht...

Nfu

CU

Steff


Stefan "Steff" Knoll

unread,
Nov 21, 2002, 9:08:50 AM11/21/02
to
Servus Rasmus!

"Rasmus Plewe" <r...@lst.de> schrieb im Newsbeitrag

news:5l9ira...@crash.lst.de...

Bevor Dich die Fachkundigen packen, tus ich...

> Wenn Dir jemand anders auch mit 30
> entgegen kommt ist das ein Unfall mit 60 km/h
> Relativgeschwindigkeit.

Falsch! 2 x 30 km/h = 30 km/h ;-) Anders waere es nur, wenn Du kurz vor
dem Zusamenprall von der Kuehlerhaube des einen auf die Front des
anderen Autos springen wuerdest - aber bei Deiner Anordnung (gleiche
Masse, gleicher Speed) stellt jeweils der andere fuer den einen die
Mauer dar, auf die er mit seiner eigenen Geschwindigkeit auffaehrt.


> > Welche Statistik gibt es das die Anzahl Kopfverletzungen wirklich
> > nennenswert zurückgeht mit Helm?
>

> Diese Frage beantwortet der gesunde Menschenverstand.

Wenn es danach ginge, dann koenntest Du Dir (s.o.) den Helm spa...
<SCNR> ;-)

> Wenn Du nach Statistik fragst dann eher nach einer wie haeufig
> (potentielle) Kopfverletzunen ueberhaupt sind?

Man nehme die Anzahl der Verletzung pro 1000 Ritte, dann die Anzahl der
Kopf- pro insgesamt Verletzungen, dann die Zahl der ''verbesserten''
Verletzungen gegenueber den ''trotzdem'' gravierenden und kommt zu einer
mikroskopischen Wahrscheinlichkeit, durch das Tragen eines Helmes das
eigene Risiko zu minimieren. Und wem das als Grund ausreicht, der soll
sich von nichts und niemandem anmachen lassen, wenn er/sie Helm traegt,
geschweige denn irgendwas rechtfertigen muessen.

CU (oo)

Steff


Petra Ruettiger

unread,
Nov 21, 2002, 9:43:46 AM11/21/02
to
Rasmus schrieb :

>Ach was. Ich bin konsequent indem ich fuer mich leicht auszuschaltende
>Risiken ausschalte, nicht rumjammere wenn mir was bei Risiken, die ich
>eingehe, passiert, und mich auch nicht von Leuten volljammern lasse,
>die bei Risiken, die sie eingegangen sind auf die Nase gefallen sind.

Tja, wo er Recht hat, hat er Recht. Und schön schlüssig auf den Punkt gebracht
auch.

Ich verspreche, mich nicht zu beschweren, wenn mir wegen meiner "Ohne Helm"
Reiterei was passiert.

Petra

Frank Mechelhoff

unread,
Nov 21, 2002, 12:16:53 PM11/21/02
to
Stefan "Steff" Knoll schrieb in der newsgroup de.rec.tiere.pferde:

..Ich dachte immer Anwälte hätten eine realistische Menschenkenntnis ;-)

Bei uns "auf dem Land" gibt es Frauen die merken erst im 4. oder 5.
Monat dass sie schwanger sind -- hat mir neulich ein Mann erzählt ;-)

Gruss Frank

------------------------------------------------------------------------
Immer auf dem aktuellen Stand mit den Newsgroups von freenet.de:
http://newsgroups.freenet.de


Knut Krüger

unread,
Nov 21, 2002, 11:21:49 AM11/21/02
to

Rasmus Plewe schrieb:
> "Stefan \"Steff\" Knoll" wrote:
>
>>"Rasmus Plewe" <r...@lst.de> schrieb:


>>
>>
>>>Wenn Dir jemand anders auch mit 30
>>>entgegen kommt ist das ein Unfall mit 60 km/h
>>>Relativgeschwindigkeit.
>>
>>Falsch! 2 x 30 km/h = 30 km/h ;-)
>
>

> Sehr schoen, so einen Bock hab ich lange nicht mehr geschossen. :-)
> Nichtsdestotrotz haelt man auch einen Aufprall mit 30 km/h nicht mit
> den Haenden ab.
>
Irgendetwas kann daran nicht stimmen....
Derjenige der Dir entgegenkommt könnte in einem System ohne Bezugspunkte
von Dir als stehen angenommen werden. Dann kommts Du ihm aber mit 60 KmH
entgegen. Oder Du stehst und er kommt Dir mit 60 kmh entgegen.
Das entspricht dem Satz von Einstein: Wann hält Ulm vor meinem Zug.

Die Verwirrung kommt, so denke ich daher dass es bei Autos um die
Verletzungsgefahr geht.
Da sieht es so aus:
Bei gleichen Knautschzonen ist es egal, ob Du mit 30 kmh auf eine Mauer
fährst oder mit 30 kmh einem entgegenkommenden Auto, dass auch 30 kmh
fährt zusammenstößt.

Wenn Du allerdings mit einem kleinen Pkw gegen einen dicken Lkw mit
Kuhfängern fährst, so ist es das gleiche als ob Du mit 60 KmH gegen eine
Wand fährst.

Viele Grüße
Knut

"Vollmeier René (vollmi)"

unread,
Nov 21, 2002, 11:26:41 AM11/21/02
to
Hi Rasmus

Rasmus Plewe <r...@lst.de> schrieb folgendes:

> Da ich davon ausgehe dass Dir klar ist dass Du einen Frontalunfall bis
> maximal etwa 5 km/h mit den Haenden abfangen kannst wuerde mich hier
> Deine Argumentation interessieren. Wenn Dir jemand anders auch mit 30


> entgegen kommt ist das ein Unfall mit 60 km/h Relativgeschwindigkeit.

Nich ganz, das wär dann etwa so wie wenn man mit 30km/h auf ein
statisches Hinderniss aufschlägt. Wenn man aber bedenkt das man mit
30km/h wohl kaum von irgendwas überrascht wird das einem im weg steht
bezweifle ich das man so ungebremst irgenwo draufrauscht, geschweigedenn
einen Frontalcrash verursacht.

> Wenn Du mich schon nicht zitierst dann gib
> bitte meine Aussagen wenigstens korrekt wieder.

Oha dann entschuldige ich mich.
Naja ich war grad etwas aufgeregt, denn bei uns wird grad über ein
Helmobligatorium für Fahrradfahrer diskutiert. Und gegen solche
obligatorische Dinge hab ich schlichtweg etwas, erwachsene Menschen
sollten sich selbst entscheiden können wie und ob sie sich schützen
wollen.
Da bin ich natürlich auch gleich auf deinen Pro Helm Satz angesprungen
:-)

> Meine Aussage war lediglich, dass ich mit so jemandem kein Mitleid
> habe. Wer sich in Gefahr begibt kommt darin um. Wer ein Risiko bewusst
> eingeht muss damit rechnen dass es schief geht, wer es unbewusst
> eingeht handelt unverantwortlich. Beides kein Grund fuer
> uebertriebenes Mitleid. Ich bin kein Amerikaner der findet, dass fuer
> jedes persoenliche Unglueck jemand anders haftbar ist.

Ich bin in dieser Hinsicht absolut deiner Meinung.

> > Ich frage warum? Vieleicht findet er die Gefahr einer Kopfverletzung ist
> > gering und trägt stattdessen lieber eine Sicherheitsweste.
>

> Wenn er das findet darf er sich IMO ueber Kopfverletzungen auch nicht
> beschweren.

Nein aber ist es gerechtfertigt bei Kopfverletzungen ohne Helm den
Versicherungsschutz extrem zu kürzen, und bei Rückenverletzungen ohne
Protector nicht? Wenn ja wieso?

> Diese Frage beantwortet der gesunde Menschenverstand.

> Wenn Du nach Statistik fragst dann eher nach einer wie haeufig

> (potentielle) Kopfverletzunen ueberhaupt sind? Ich kenne keine
> Statistiken.

Ich kenne eben auch keine solche Statistik.
Nach eigener Beobachtung sind Reitverletzungen recht häufig, es passiert
immer wieder etwas, aber Kopf- oder Helmverletzungen äusserst selten,
dafür aber Rückenverletzungen demgegenüber sehr häufig.

Ich z.B. reite immer mit Sicherheitsklips im Bügelriemen, dafür aber oft
ohne Helm.
Ich meine der Sicherheitsvorteil der Klips übersteigt denjenigen des
Helmes.

Eine Versicherung würde das bisweilen anders sehen denke ich. Die würden
liebend gerne jeden einzelnen gebrochenen Knochen, Reha usw zahlen wenn
ich wegen fehlender Sicherheitsklips vom Pferd mitgeschleift werde.
Würde sich aber wohl querstellen wenn ich eine Kopfverletzung davontrage
weil ich keinen Helm trug.

Was meinst du dazu?

mfG René

Frank Mechelhoff

unread,
Nov 21, 2002, 12:29:59 PM11/21/02
to
Petra Ruettiger schrieb in der newsgroup de.rec.tiere.pferde:

> Ich verspreche, mich nicht zu beschweren, wenn mir wegen meiner "Ohne
>Helm"
> Reiterei was passiert.
>
> Petra
>
Hej Petra, Du reitest ohne Helm? das hätte ich bei Deiner "britischen
Art" jetzt nicht gedacht ;-)

Claudia Closmann

unread,
Nov 21, 2002, 11:51:57 AM11/21/02
to
Hi Rene,

"Vollmeier René (vollmi)" <vol...@vollmi.ch> wrote in message
news:ioqotuko3ddbmfsd2...@4ax.com...

> Mich behindern sie immernoch mehr als ohne. Und somit ziehe ich sie nur
> an wenn das Risiko mich zu verletzen steigt.
> Das z.B. wenn ich auf ein fremdes Pferd oder ein schwieriges Pferd
> steige oder Turniere reite.

So habe ich auch mal gedacht. Bin immer ohne Helm raus und gesprungen,
maximal ein Basecap hatte ich auf. Irgendwie sah ja mit Helm reiten auch
immer so anfaengermaessig aus, ohne war das viel cooler und hatte so was
Selbstverstaendliches.

Bis auf den Tag, als ich so blitzschnell abgepfeffert wurde, dass ich so
doof aufkam, dass ich eine Gehirnerschuetterung hatte und mich fuer eine ca.
halbe Stunde nicht daran erinnern konnte, wer ich eigentlich war, in welchem
Land ich war, wo ich wohnte, etc. Interessante Erfahrung. Der Sturz war auf
einem Feldweg passiert, gottseidank nicht auf Asphalt. Seitdem im Gelaende
und beim Springen immer mit Helm, nur bei der Dressur nicht. Seitdem finde
ich mit Helm reiten extrem smart.

Aber das sind echt Erfahrungswerte, die man selber erlebt und erspuert haben
muss, um Konsequenzen daraus zu ziehen. Will sagen, so sehr ich Deine
Haltung nachvollziehen kann, so leichtsinnig und gefaehrlich finde ich sie.
Aber ich bin auch etwas aelter und es ist schliesslich Dein Schaedel.

Habe heute uebrigens gelesen, dass wohl statistisch gesehen die meisten
Reitunfaelle im SCHRITT passieren, wenn Pferd und Reiter unkonzentriert vor
sich hin latschen. Oft stolpert hier wohl das Pferd, der Reiter faellt und
das Pferd begraebt ihn unter sich.

Gruesse,

Claudia

Claudia Closmann

unread,
Nov 21, 2002, 12:07:58 PM11/21/02
to
Hallo Wiebke,

"Wiebke Dresp" <wiebke...@web.de> wrote in message
news:arh48o$njt$02$1...@news.t-online.com...
> heinz egli schrieb:
>
> > nimm longenstunden! du tust dir damit einen riesigen gefallen!
>
> Das war nicht gerade eine argumentativ unterlegte Empfehlung ;-)
> Aber wenn mein RL schon sagt, ich bräuchte sie nicht?

Da waerest Du die absolute reiterliche Ausnahme und solltest Dir schon mal
ein Pferd aussuchen, das Dich in den naechsten olympischen Spielen zum Sieg
traegt!

JEDER Reiter profitiert ab und zu von Longenstunden. Da ist nix peinliches
dabei, im Gegenteil, man sollte immer mal seinen Sitz so korrigiert
bekommen.

Gruesse,

Claudia

"Vollmeier René (vollmi)"

unread,
Nov 21, 2002, 12:04:50 PM11/21/02
to
Hi Claudia

"Claudia Closmann" <claud...@hotmail.com> schrieb folgendes:

> So habe ich auch mal gedacht. Bin immer ohne Helm raus und gesprungen,
> maximal ein Basecap hatte ich auf.

Zum Springen trage ich immer einen Helm, bei festen Hindernissen
zusätzlich noch einen Protector.

> Bis auf den Tag, als ich so blitzschnell abgepfeffert wurde, dass ich so
> doof aufkam, dass ich eine Gehirnerschuetterung hatte und mich fuer eine ca.
> halbe Stunde nicht daran erinnern konnte, wer ich eigentlich war, in welchem
> Land ich war, wo ich wohnte, etc. Interessante Erfahrung.

Das kann dir aber auch mit Helm passieren, ein Helm schützt eher selten
gegen eine Gehirnerschütterung (dafür sind sie zu hart und zuwenig
gepolstert), sondern eher gegen Kopfverletzungen (Steine und Co.).

> Habe heute uebrigens gelesen, dass wohl statistisch gesehen die meisten
> Reitunfaelle im SCHRITT passieren, wenn Pferd und Reiter unkonzentriert vor
> sich hin latschen.

Oder Photographieren *insider hehe :-)*

> Oft stolpert hier wohl das Pferd, der Reiter faellt und
> das Pferd begraebt ihn unter sich.

Kein Helm schützt einen Kopf vor einem draufliegenden Pferd.

mfG René

Claudia Closmann

unread,
Nov 21, 2002, 12:16:34 PM11/21/02
to
Hi Wiebke,

"Wiebke Dresp" <wiebke...@web.de> wrote in message

news:arh9kl$k3a$07$1...@news.t-online.com...

> Nicht gleich eingeschnappt sein. Ich wüsste nur gern, warum ich den Sitz
an
> der Leine, ähm Longe ;-)) besser lernen sollte als alleine mit dem RL in
> der _ganzen_ Halle.
> Ich überschätze mich beim Reiten _wirklich_ nicht, ich habe bloss erzählt,
> was ich für Erfahrungen gemacht habe, und zu denen gehört problemloses
> Reiten mit langem Zügel eben dazu (in allen GGA in der Halle).
> Ich halte mich bestimmt nicht für die tollste aller Reiterinnen, im
> Gegenteil, ich habe sicher noch sehr, sehr viel zu lernen und habe einfach
> nur eine ganz normale Frage gestellt.

Es gibt einen Unterschied zwischen Obenbleiben und Reiten. Es gibt einen
Unterschied zwischen Lenken und gut Sitzen. Es mag ja sein, dass Du Dich in
allen Gangarten und mit allen Zuegellaengen so durch die Halle bewegen
kannst, dass Du dort ankommst wo Du auch ankommen moechtest. Ob Du dabei
unabhaengig sitzt, ist eine andere Frage.

Probier's doch einfach mal aus und danach kannst Du Dir ja dann ein Urteil
faellen. Oder probier doch beim naechsten Gallopp einfach mal die Zuegel
ganz fallen zu lassen (natuerlich keine Westernzuegel), das Pferd im Gallopp
zu halten, die Richtung zu halten und dabei in die Haende zu klatschen. Oder
die Arme hinterm Ruecken zu verschraenken. Nur so als Beispiel.

Gruesse,

Claudia
>
> Gruss
> Wiebke

Wiebke Dresp

unread,
Nov 21, 2002, 12:25:30 PM11/21/02
to
Claudia Closmann schrieb:

> Da waerest Du die absolute reiterliche Ausnahme und solltest Dir schon mal
> ein Pferd aussuchen, das Dich in den naechsten olympischen Spielen zum
> Sieg traegt!

Nochmal: ich halte mich _nicht_ für die beste Reiterin dieses Planeten, und
habe nur wiederholt, was mein RL mir gesagt hat... sonst nichts.

> JEDER Reiter profitiert ab und zu von Longenstunden. Da ist nix peinliches
> dabei, im Gegenteil, man sollte immer mal seinen Sitz so korrigiert
> bekommen.

Wie gesagt, ich kenne es nicht so und angeboten wird es bei uns gar nicht,
vielleicht sollte ich mal ne Woche Urlaub auf einem Hof machen, wo das
angeboten wird....
Den Reitstall zu wechseln ist bei mir eh nicht möglich, und eigentlich bin
ich mit meinem auch ganz zufrieden soweit... aber wenn mir das hier alle
empfehlen, sollte ich bei Gelegenheit doch mal wieder an die Leine ;-)

Gruss
Wiebke

Volker Borchert

unread,
Nov 21, 2002, 12:15:26 PM11/21/02
to
Knut Krüger <mu...@einthal.de> wrote:

> Wenn Du allerdings mit einem kleinen Pkw gegen einen dicken Lkw mit
> Kuhfängern fährst, so ist es das gleiche als ob Du mit 60 KmH gegen eine
> Wand fährst.

Nicht ganz, weil die Mauer nicht anschließend über Dich hinwegwalzt...

Volker Borchert

unread,
Nov 21, 2002, 12:22:06 PM11/21/02
to
Claudia Closmann <claud...@hotmail.com> wrote:

> Bis auf den Tag, als ich so blitzschnell abgepfeffert wurde, dass ich so
> doof aufkam, dass ich eine Gehirnerschuetterung hatte und mich fuer eine ca.
> halbe Stunde nicht daran erinnern konnte, wer ich eigentlich war, in welchem
> Land ich war, wo ich wohnte, etc. Interessante Erfahrung. Der Sturz war auf
> einem Feldweg passiert, gottseidank nicht auf Asphalt. Seitdem im Gelaende
> und beim Springen immer mit Helm, nur bei der Dressur nicht. Seitdem finde
> ich mit Helm reiten extrem smart.

Trägst Du beim Gehen auch einen? Und (noch viel wichtiger) beim
Hausputz? Die genauen Zahlen ergugele bitte aus de.rec.fahrrad,
aber sehr viele tödliche Kopfverletzungen resultieren aus Stürzen
von Leitern und ähnlichem beim Putzen.

(Ich reite übrigens mit Helm.)

Claudia Closmann

unread,
Nov 21, 2002, 12:34:46 PM11/21/02
to
Hi Rene,

"Vollmeier René (vollmi)" <vol...@vollmi.ch> wrote in message

news:7b4qtugcvcaklua15...@4ax.com...


>
> Das kann dir aber auch mit Helm passieren, ein Helm schützt eher selten
> gegen eine Gehirnerschütterung (dafür sind sie zu hart und zuwenig
> gepolstert), sondern eher gegen Kopfverletzungen (Steine und Co.).

Klar. Mein jockey skull ist uebrigens ganz gut gepolstert, finde ich. Auf
eine reine Jagdkappe wollte ich mich nicht mehr verlassen.


>
> Kein Helm schützt einen Kopf vor einem draufliegenden Pferd.

Das war auch mehr als mentales PS gedacht und nicht auf's Helmtragen
bezogen. Bei draufliegendem Pferd koennen allerdings leider die Protectoren
auch nicht mehr viel ausrichten.

Gruesse,

Claudia

Petra Ruettiger

unread,
Nov 21, 2002, 12:29:55 PM11/21/02
to
Frank schreibt :

>>
>Hej Petra, Du reitest ohne Helm?

muss zugeben, Ja ... Im Gelände wenn ich dran denke aber nicht ..

>das hätte ich bei Deiner "britischen
>Art" jetzt nicht gedacht ;-)

In England habe ich zum Ausreiten IMMER einen Helm getragen, wegen viel auf der
Strasse reiten. Mit eigenem Pferd und daheim aber eigentlich auch nie.

Petra

Claudia Closmann

unread,
Nov 21, 2002, 12:40:12 PM11/21/02
to
Hi Volker,

"Volker Borchert" <b...@Gaia.csfps.de> wrote in message
news:arj4nu$efh$3...@Iapetos.csfps.de...


>
> Trägst Du beim Gehen auch einen?

Aber immer!

Und (noch viel wichtiger) beim
> Hausputz?

Hausputz versuche ich zu vermeiden. :)

Claudia

Anke Spix

unread,
Nov 21, 2002, 12:45:01 PM11/21/02
to
Reinhild Nürnberger <nuern...@aon.at> wrote:

Hallo!

> > > Der gefaehrlichste Ort ueberhaupt ist das Bett, dort sterben die
> > > meisten Leute.
> >
> > stimmt, aber nicht an unfällen.
> >
> angeblich manchmal schon....:-)))
>

Das kommt darauf an, wie man "Unfall" definiert...

Gruesse,

Anke

Anke Spix

unread,
Nov 21, 2002, 12:44:57 PM11/21/02
to
Petra Ruettiger <petrain...@aol.com> wrote:

Hallo Petra!

> Ich verspreche, mich nicht zu beschweren, wenn mir wegen meiner "Ohne Helm"
> Reiterei was passiert.
>

<unk> Wenn Du dann noch Dich beschweren oder nicht beschweren kannst
<unk ende>

Gruesse,

Anke
mit dem quietschgruenen Helm (mal was anderes ;-))

Anke Spix

unread,
Nov 21, 2002, 12:44:52 PM11/21/02
to
Vollmeier René (vollmi) <vol...@vollmi.ch> wrote:

Hi René!

> Ich z.B. reite immer mit Sicherheitsklips im Bügelriemen, dafür aber oft
> ohne Helm.
> Ich meine der Sicherheitsvorteil der Klips übersteigt denjenigen des
> Helmes.

Hast Du keine Sturzfeder am Sattel? ich habe diese und
Sicherheitssteigbuegel und war bisher davon ausgegangen, dass es
genuegt. (Im Falle eines Sturzes bin ich nie im Buegel haengengeblieben
bzw. er ist aus der Feder ausgeklinkt).
Allerdings werde ich voraussichtlich demnaechst einen Sattel ohne eine
solche haben, und dann werde ich mir voraussichtlich solche Clips
besorgen.

Aber: Ich selbst bin schon (mit Kappe, damals noch) mehrfach so vom
Pferd gefallen, dass ich mir sicher den Kopf schwerer verletzt haette
ohne. (bei einem Sturz fehlen mir jetzt noch einige Lebensminuten in der
Erinnerung, und ich hatte eine mittlere Gehirnerschuetterung - muss wohl
wegen rutschendem Sattel im vollen Galopp ziemlich direkt auf dem Kopf
gelandet sein...) Entweder bin ich besonders ungeschickt, oder die
Kopfverletzungen koennen so selten nicht sein.

>
> Eine Versicherung würde das bisweilen anders sehen denke ich. Die würden
> liebend gerne jeden einzelnen gebrochenen Knochen, Reha usw zahlen wenn
> ich wegen fehlender Sicherheitsklips vom Pferd mitgeschleift werde.
> Würde sich aber wohl querstellen wenn ich eine Kopfverletzung davontrage
> weil ich keinen Helm trug.

Das ist wiedermal eine Frage dessen, was allgemein oder wissenschaftlich
anerkannt ist... wenn es anerkannt ist, dass ein Helm vor
Kopfverletzungen schuetzt, und Du stuerzt ohne und holst Dir eine, dann
werden sie sagen, Du seiest leichtfertig gewesen. Inwieweit die Clips
vor Verletzungen schuetzen, ist demgegenueber schwerer in eine
Reglementierung zu fassen, weil die Verletzungem, die davon kommen, dass
man im Buegel mitgeschleift wird, sehr unterschiedlich sein koennen.
Deswegen koennen sie Dich da nicht so festlegen, ob das mit oder ohne
Clips auch passiert waere.
>
Gruesse,

Anke,
deren "Projekt Traumsattel" allmaehlich konrekte Formen annimmt :-))

Anke Spix

unread,
Nov 21, 2002, 12:45:05 PM11/21/02
to
Catja Pafort <green...@cix.co.uk> wrote:

Hallo, Catja, hallo, Wiebke!

> > Klingt gemein, da krieg ich gleich Angstzustände ;-)
>
> War aber klasse. Es gehoert eine gewisse Einstellung dazu, sich solche
> Torturen zuzumuten - am meisten lernt man, wenn man sich wirklich und
> ehrlich ums Lernen bemueht - und dazu gehoert eine Menge Konzentration.

Also, ich empfinde das nicht als Tortur. Es ist weder anstrengend noch
schmerzhaft. Hoechstens in Sachen Koordination ist es anstrengend...
>
Gruesse,

Anke,
die mit einer anderen Tortur, naemlich dem "winterfertig-und-zugdicht
machen" ihres "Anbaustalles" endlich zu 98 Prozent fertig ist...

+ Faramir: "Und warum darf ich dann immer noch nicht da rein???"
<schrecklichneugierigguck>

Anke Spix

unread,
Nov 21, 2002, 12:44:59 PM11/21/02
to
Volker Borchert <b...@Gaia.csfps.de> wrote:

Hallo!

> Nun, "mann" merkt das vielleicht wirklich erst, wenn die Alimente
> das erste Mal fällig werden - "frau" wird das in der Regel schon
> etwas eher merken...

Genau das lag mir auf der Zunge ;-))

Gruesse,

Anke

Claudia Closmann

unread,
Nov 21, 2002, 12:43:51 PM11/21/02
to
Hi Wiebke,

"Wiebke Dresp" <wiebke...@web.de> wrote in message

news:arj4t0$n22$04$1...@news.t-online.com...

> Nochmal: ich halte mich _nicht_ für die beste Reiterin dieses Planeten,
und
> habe nur wiederholt, was mein RL mir gesagt hat... sonst nichts.

So war es auch nicht gemeint. Sollte nur verdeutlichen, dass Reiter aller
Koennensstufen davon profitieren! :)

> Wie gesagt, ich kenne es nicht so und angeboten wird es bei uns gar nicht,
> vielleicht sollte ich mal ne Woche Urlaub auf einem Hof machen, wo das
> angeboten wird....
> Den Reitstall zu wechseln ist bei mir eh nicht möglich, und eigentlich bin
> ich mit meinem auch ganz zufrieden soweit... aber wenn mir das hier alle
> empfehlen, sollte ich bei Gelegenheit doch mal wieder an die Leine ;-)

Ich glaube, viele RL bieten es nicht an, weil es zeitaufwendig ist und/oder
sie befuerchten, dass ihre Schueler darauf pikiert reagieren. Viel Erfolg!

Gruesse,

Claudia

"Vollmeier René (vollmi)"

unread,
Nov 21, 2002, 12:52:16 PM11/21/02
to
Hi Anke

Anke...@t-online.de (Anke Spix) schrieb folgendes:

> Hast Du keine Sturzfeder am Sattel? ich habe diese und
> Sicherheitssteigbuegel und war bisher davon ausgegangen, dass es
> genuegt. (Im Falle eines Sturzes bin ich nie im Buegel haengengeblieben
> bzw. er ist aus der Feder ausgeklinkt).

Hab ich auch immer gedacht, leider ist dem eher selten so, diese Federn
sind auch wenn sie gut gepflegt werden sehr langsam und verhaken sich
auch schnell. Ein bisschen kann man dem abhelfen indem man sie offen
lässt, ist allerdings auch nicht grad die Krönung.
Fakt ist das ich früher öfter mal bei einem Sturz unglücklich
hängengeblieben bin.

> Entweder bin ich besonders ungeschickt, oder die
> Kopfverletzungen koennen so selten nicht sein.

Ungeschickt ;-)
Nein, ich sprach immer von meinen Erfahrungen mit Stürzen, da es leider
keine echten Statistiken gibt.

> Das ist wiedermal eine Frage dessen, was allgemein oder wissenschaftlich
> anerkannt ist... wenn es anerkannt ist, dass ein Helm vor
> Kopfverletzungen schuetzt, und Du stuerzt ohne und holst Dir eine, dann
> werden sie sagen, Du seiest leichtfertig gewesen. Inwieweit die Clips
> vor Verletzungen schuetzen, ist demgegenueber schwerer in eine
> Reglementierung zu fassen, weil die Verletzungem, die davon kommen, dass
> man im Buegel mitgeschleift wird, sehr unterschiedlich sein koennen.

Dann nimm statt den Klips doch mal eine Protectorweste als Beispiel.
Diese schützt ganz konkret vor Hieb-und Stichverletzungen.

mfG René

Anke Spix

unread,
Nov 21, 2002, 2:40:09 PM11/21/02
to
Claudia Closmann <claud...@hotmail.com> wrote:

Hi Claudia!

> Und (noch viel wichtiger) beim
> > Hausputz?
>
> Hausputz versuche ich zu vermeiden. :)
>

Jetzt weiss ich endlich, warum ich so ungern putze... es ist einfach zu
gefaehrlich <bg>

Gruesse,

Anke,
die lieber fuenf Pferde putzt, den Stall mistet oder Huetten repariert

heinz egli

unread,
Nov 21, 2002, 3:12:44 PM11/21/02
to

"Anke Spix" <Anke...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:1fm0frc.bz...@pd9042f56.dip.t-dialin.net...

> Das kommt darauf an, wie man "Unfall" definiert...

plötzliches, ungewollt von aussen auftretendes ereignis mit schadenfolge.

hti

heinz


heinz egli

unread,
Nov 21, 2002, 3:16:14 PM11/21/02
to

"Wiebke Dresp" <wiebke...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:arj4t0$n22$04$1...@news.t-online.com...

aber wenn mir das hier alle
> empfehlen, sollte ich bei Gelegenheit doch mal wieder an die Leine ;-)

hi wiebke

ich dachte, du warst noch gar nie?

mfg

heinz


Anke Spix

unread,
Nov 21, 2002, 4:07:41 PM11/21/02
to
Vollmeier René (vollmi) <vol...@vollmi.ch> wrote:

Hi René!

> Dann nimm statt den Klips doch mal eine Protectorweste als Beispiel.


> Diese schützt ganz konkret vor Hieb-und Stichverletzungen.
>

Nein, Fechten zu Pferd habe ich noch nicht gelernt, verfuege deswegen
auch ueber keinerlei diesbezuegliche Erfahrungen :-)

Gruesse,

Anke

"Vollmeier René (vollmi)"

unread,
Nov 21, 2002, 4:16:40 PM11/21/02
to
Hi Anke

Anke...@t-online.de (Anke Spix) schrieb folgendes:

> > Dann nimm statt den Klips doch mal eine Protectorweste als Beispiel.
> > Diese schützt ganz konkret vor Hieb-und Stichverletzungen.
> >
> Nein, Fechten zu Pferd habe ich noch nicht gelernt, verfuege deswegen
> auch ueber keinerlei diesbezuegliche Erfahrungen :-)

Aeste können nunmal zu Stichverletzungen führen genauso wie zu
Hiebverletzungen, das gilt auch für Steine.

mfG René

Jacqueline Wiedler

unread,
Nov 21, 2002, 5:11:36 PM11/21/02
to
hallo,

Wiebke Dresp wrote:


>>JEDER Reiter profitiert ab und zu von Longenstunden. Da ist nix peinliches
>>dabei, im Gegenteil, man sollte immer mal seinen Sitz so korrigiert
>>bekommen.
>
> Wie gesagt, ich kenne es nicht so und angeboten wird es bei uns gar nicht,
> vielleicht sollte ich mal ne Woche Urlaub auf einem Hof machen, wo das
> angeboten wird....
> Den Reitstall zu wechseln ist bei mir eh nicht möglich, und eigentlich bin
> ich mit meinem auch ganz zufrieden soweit... aber wenn mir das hier alle
> empfehlen, sollte ich bei Gelegenheit doch mal wieder an die Leine ;-)

ich kanns dir auch nur empfehlen, ich war vergangenes jahr nach sieben
jahren geländereiten zum ersten mal an der longe, und abgesehen davon,
dass ich sehr viel gelernt habe, hats ganz einfach auch spass gemacht.
entgegen leider weit verbreiteter vorstellungen sind longenstunden
nämlich keine "schande" oder kinderkram für anfänger, sondern eine
klasse gelegenheit, um wiedermal ohne viel ablenkung am sitz arbeiten zu
können. und letzteres haben IMO die meisten freizeitreiterInnen hin und
wieder nötig.

grüsse
jacqueline

Wiebke Dresp

unread,
Nov 21, 2002, 6:01:03 PM11/21/02
to
heinz egli schrieb:

> ich dachte, du warst noch gar nie?

Gut aufgepasst, das "wieder" ist natürlich zuviel an dieser Stelle ;-)

Gruss
Wiebke

Andrea Techlin

unread,
Nov 22, 2002, 4:26:45 AM11/22/02
to
Claudia Closmann wrote:
>
> Habe heute uebrigens gelesen, dass wohl statistisch gesehen die meisten
> Reitunfaelle im SCHRITT passieren, wenn Pferd und Reiter unkonzentriert vor
> sich hin latschen. Oft stolpert hier wohl das Pferd, der Reiter faellt und
> das Pferd begraebt ihn unter sich.

Durch das "unkonzentriert vor sich hin latschen" kommt es nicht nur
vermehr zum Stolpern, sondern auch dazu, dass sich das unaufmerksame
Pferd schon beim kleinsten Rascheln erschreckt. Der Reiter reagiert
natuerlich zu spaet,
- da er nicht damit rechnet,
- die Haende in den Taschen hat,
- grade eine Zigarette anzuedet,
- im Gespraech vertieft ist,
- ...
und *bumbs* da liegt er.


Gruss, Andrea
+ Whoopi, die sich in der Halle immer nur beim Trockenreiten im Schritt
erschreckt, da sie dabei schon so schoen vor sich hindoest.

Nicole Lenz

unread,
Nov 22, 2002, 4:44:32 AM11/22/02
to
Hallo!

> > Habe heute uebrigens gelesen, dass wohl statistisch gesehen die meisten
> > Reitunfaelle im SCHRITT passieren, wenn Pferd und Reiter unkonzentriert
vor
> > sich hin latschen. Oft stolpert hier wohl das Pferd, der Reiter faellt
und
> > das Pferd begraebt ihn unter sich.
>
> Durch das "unkonzentriert vor sich hin latschen" kommt es nicht nur
> vermehr zum Stolpern, sondern auch dazu, dass sich das unaufmerksame
> Pferd schon beim kleinsten Rascheln erschreckt. Der Reiter reagiert
> natuerlich zu spaet,
> - da er nicht damit rechnet,
> - die Haende in den Taschen hat,
> - grade eine Zigarette anzuedet,
> - im Gespraech vertieft ist,
> - ...
> und *bumbs* da liegt er.

Ehrlichgesagt habe ich den Eindruck, dass es genau umgekehrt ist. Wenn ich
damals mit Chico, dem Meister im Erschrecken, zur Halle geritten bin und
mit meiner Mitreiterin gequasselt habe (ja, ich weiss, Chickens... ;) ),
war der kleine immer ziemlich entspannt und ist nicht einmal gehuepft. Wenn
ich allerdings alleine geritten bin, und mich eher auf alles konzentriert
habe, ist er oefter mal vor einem Blatt oder einem Rascheln erschrocken und
zur Seite gesprungen.
Vielleicht lag es auch daran, dass ein anderes Pferd dabei war. Oder ich
war einfach zu verspannt, wenn ich alleine war? Hmm.

...Nicole, deren Graf einfach vor gar nix erschreckt...


Volker Borchert

unread,
Nov 22, 2002, 4:35:41 AM11/22/02
to
Claudia Closmann <claud...@hotmail.com> wrote:

[ Helm ]

>> Und (noch viel wichtiger) beim Hausputz?

> Hausputz versuche ich zu vermeiden. :)

Hach, eine verwandte Seele ;-)

Manfred Borchard

unread,
Nov 22, 2002, 6:09:42 AM11/22/02
to

"Edwin" <edw...@lycos.de> schrieb im Newsbeitrag
news:ee0c861f.02112...@posting.google.com...

> Dank Eure Informationen, weiss ich jetzt, was soll man in Kindesalter
> beachten.

Hallo Edwin, hallo NG,
zu dem Thema hab ich noch etwas gefunden, was weiterhelfen kann. Bei der
Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), kann folgendes Merkblatt bestellt
werden:

"Unfallverhütung im Reitsport
Tipps und Ratschläge für junge Reiterinnen und Reiter "

Link:
http://www.fn-dokr.de/index.asp?url=/service/merkblaetter/index.asp

Gruß Manfred

Manfred Borchard

unread,
Nov 22, 2002, 6:54:12 AM11/22/02
to

"Wiebke Dresp" <wiebke...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:arh2nq$ojb$00$2...@news.t-online.com...

> Wie sehen das die anderen Reiter hier, braucht man unbedingt Longenstunden
> oder geht es nicht auch ohne? Ich bin so eigentlich ganz zufrieden und
> allzu miserabel oder gar grob falsch reite ich wohl auch nicht...

"Unbedingt" nicht, "aber besser ist das"...:-)

Der Vorteil einer Longenstunde ist der, daß sich der Reiter ganz auf Sitz
und Gleichgewicht -am besten ohne Steigbügel- konzentrieren kann, ohne von
Zügeleinwirkung und "Steuerung" des Pferdes abgelenkt zu werden.
Gute Longenstunden sind eine hervorragende aber auch anstrengende Schulung
des unabhängigen Sitzes, von der Anfänger und fortgeschrittene Reiter
profitieren.

Gruß Manfred


heinz egli

unread,
Nov 22, 2002, 6:49:15 AM11/22/02
to

"Wiebke Dresp" <wiebke...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:arjoi3$cfv$04$1...@news.t-online.com...

hi wiebke

> Gut aufgepasst, das "wieder" ist natürlich zuviel an dieser Stelle ;-)

der anstand fordert, dass wenn man schon mit jemandem schreibt, auch
aufmerksam dessen zeilen liest:-)

wir alle würden uns freuen, wenn du von deinen longenstunden und den
gemachten erfahrungen (muskelkater.bg) berichten würdest.

mfg

heinz


Wiebke Dresp

unread,
Nov 22, 2002, 7:46:22 AM11/22/02
to
heinz egli schrieb:

> wir alle würden uns freuen, wenn du von deinen longenstunden und den
> gemachten erfahrungen (muskelkater.bg) berichten würdest.

Werde ich bestimmt, wenn es soweit ist; wie gesagt, momentan lässt es sich
leider nicht so ohne weiteres mal ausprobieren... werde mir was suchen (und
die NG macht ja nicht gleich morgen zu ;-)).

Gruss
Wiebke

Bernardo Rossi

unread,
Nov 22, 2002, 9:59:05 AM11/22/02
to
On Fri, 22 Nov 2002 12:09:42 +0100, "Manfred Borchard"
<Manfred....@t-online.de> wrote:

>"Unfallverhütung im Reitsport
>Tipps und Ratschläge für junge Reiterinnen und Reiter "

Und was ist mit uns 'alten' Reiter?
Gelten die nicht für uns?


--

Byebye from Verona, Italy

Bernardo Rossi b.r...@tin.it

Michael A. Naujoks

unread,
Nov 22, 2002, 2:38:12 PM11/22/02
to
Hi Rasmus,

On Wed, 20 Nov 2002 23:41:43 +0100, Rasmus Plewe <r...@lst.de> wrote:
>t mir leid, diese Art der Argumentation habe ich mir irgendwann
>zwischen Kindergarten und Grundschule abgewoehnt. Mir ist auch nicht
>wirklich klar was Du damit genau ausdruecken willst. "Wenn schon keine
>absolute Sicherheit, dann wenigstens volles Risiko" oder was?

Tja, Ich kannte einen Fahrradfahrer der gestorben ist, weil er keinen
Helm auf hatte, einer aus der Gegend starb in seinem Auto an einer
Kopfverletzung, da ist dann noch der ehemalige Chef der Fabrik bei
meinen Eltern, der ist beim Beladen vom Wohnmobil gefallen,
Kopfverletzung - Tod. Ach ja der Fußgänger, der von einem Geländewagen
angefahren wurde, würde mit Helm auch noch leben. Ne alte Oma ist mal
die Treppe runtergefallen, schwere Kopfverletzung. Ach ja meinem Vater
fiel beim Turnen in einer Turnhalle ein Befestigungseisen auf den
Kopf, er hätte tot sein können. Gelesen habe ich, dass eine Frau beim
Duschen ausgerutscht ist, auch Tod durch Kopfverletzung.
Viele Menschen würden noch leben, wenn wir alle immer Helme auf
hätten.
Helmpflicht für Alle und immer!!!!!!!!
Dann wäre man endlich geschützt, wenn man nachts aus dem Bett rollt.

Auf bald
Michael
auf der www.twaRanch.de

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