| dann wird weiter entschieden. Im Gespräch mit anderen erfuhr ich, daß
| diese Zeit zu kurz sei und das man 3 Monate Pause machen sollte. Wir
Traurig, aber wahr.
| - woher so was kommt
Siehe unten
| - was man sonst noch so machen kann, damit es schneller ausheilt
Sorry, aber ausser Fuehren geht nichts. Die Bewegung foerdert den
Heilungsprozess, aber die kleinste Ueberbelastung kann ihn zerstoeren.
*Schneller* geht es also nicht; es sei denn, man betrachtet das Vermeiden
von Fehlern als "Beschleunigung" der Heilung.
Bisweilen hilft Waerme; hier gibt es verschiedene Moeglichkeiten. Die
meisten Waermegels greifen nach laengerer staendiger Anwendung Fell und
Haut an (ganz gute Erfahrungen habe ich mit Leovet Thermogel gemacht; das
muss aber sorgfaeltig einmassiert werden). Wiederverwendbare
Waermepackungen (es gibt da eine gelgefuellte Waermegamasche, welche im
Kuehlschrank vorraetig gehalten und durch einen katalytischen Ausloeser in
Sekunden stark erwaermt wird. Die Waerme haelt 2-3 Stunden vor, danach
haertet das Gel aus. Kocht man das Ding, verfluessigt sich das Gel wieder,
und die Gamasche kann erneut verwendet werden - einfach durch Knicken des
Aktivatorstaebchens. Gibt's u.a. bei Reitsport Max Benz, Muenchen) sind
ohne Nebenwirkungen, machen aber mehr Arbeit. Ferkellampen gehen
beruehrungsfrei, aber wer mag schon eine Stunde neben dem Pferd hocken -
alleine lassen kann man es nicht, weil die Gefahr, dass es in die Lampe
tritt, zu gross ist. Ebenfalls durchblutungsfoerdernd (und damit
heilungsbeschleunigend) ist Kaelte(!) - kühlt man die betroffenen Stellen
oefters stark ab, idealerweise vor dem Fuehren, so kann das ebenfalls
hilfreich sein.
Im wesentlichen laeuft es darauf hinaus, dass Bewegung gut, Belastung
hingegen schlecht ist. Alles, was unter Wahrung dieser Praemisse die
Durchblutung foerdert, hilft.
| - wie lang es bei Euch gedauert hat
Unsere eigenen Pferde haben - toi, toi, toi - noch keine
Fesseltraegerzerrung erleiden muessen. Stallnachbarn laborieren jetzt schon
seit ueber vier Monaten an einer herum, groesstenteils, weil sie nach
wenigen Wochen schon wieder Schritt und Trab reiten zu koennen glaubten.
Rueckschlag, jetzt schon monatelang nur Fuehren (auch auf der Koppel). Ein
anderer Stallnachbar hat sich im gleichen Fall ueber die tieraerztlichen
Ratschlaege hinweggesetzt und wenige Wochen nach der Fesseltraegerzerrung
wieder mit freizeitmaessigen Spazierritten begonnen (moderat, fast nur
Schritt, harter Boden, aber schlechter Reitstil) - zwei Rueckfaelle,
jedesmal wieder zu frueh angefangen, nach dem zweiten Mal hat er das Pferd
einschlaefern lassen, weil ihm inzwischen wenigstens ein halbes Jahr
Fuehrzeit verordnet wurde und ihm da wohl der Nutzen nicht mehr einsichtig
war :-((
| - ob man Vorsichtsmaßnahmen treffen kann, damit so etwas nicht mehr
| passiert
Wenn nicht gerade ein anatomischer Defekt vorliegt, ist eine
Fesseltraegerzerrung das Ergebnis von Ueberbelastung oder "Vertreten".
Passieren kann das auf der Koppel, in tiefem Boden, bei ungeschicktem
Auffussen nach dem Sprung oder auch durch Reiten auf der Vorhand. Auch beim
Ausladen aus dem Haenger kann es zu Zerrungen kommen, wenn dem Pferd beim
Auftreten auf den festen Boden der Huf nach hinten umknickt (das hat meiner
sogar schon im Zeitlupentempo mit beiden Hinterhufen gleichzeitig
fertiggebracht). Einiges davon kann man vermeiden, anderes nicht.
Sorgfaeltiges Bandagieren hilft, zumindest die Belastungsfehler
einzudaemmen - die Koppel ist immer ein Risiko (so wie das Radlfahren fuer
den Menschen - ob man es deshalb verbieten sollte, sei dahingestellt) - und
auf das eigene Reiten sollte man sowieso ein skeptisches Auge haben.
| - ob es wirklich so schlimm ist
Ist es (s.o.). Unbedingt. Eine Fesseltraegerzerrung kann sich schnell, ist
man mit der Ausheilzeit zu sorglos, zu einem lebenslangen Schaden
auswachsen.
Gruss
Stefan
> (...) - die Koppel ist immer ein Risiko (so wie das Radlfahren fuer
> den Menschen - ob man es deshalb verbieten sollte, sei dahingestellt)
> -
Nicht die Koppel ist das Risiko, sondern der Mensch... Pferde die Koppel
gewoehnt sind, d.h. 50-100% ihrer Zeit dort verbringen, werden sich -
unter "normalen Umständen" - schwerlich dort eine Sehne oder ein Band
zerren, oder einen Knochen brechen. Tun sie es doch, ist wohl meistens
mit der Koppel etwas nicht in Ordnung - oder die Tiere sind Koppel eben
nicht gewöhnt. Mein Fehler (als Mensch), vielleicht denke ich beim
nächsten Mal nach... Der Rest sind die Schicksalsfälle gegen die wir
machtlos sind - und wegen denen wir unsere Tiere nicht in Watte packen
können.
Nur, wenn ich das Pferd nicht mal auf der Weide laufen lassen kann, ohne
Angst zu haben dass es sich verletzt - wie kann ich dann annehmen, dass
es mich als Reiter schadlos tragen könnte ? Und sogar über Hindernisse ?
Irre ich mich, oder setzt das nicht ein gewisses Training des Fundaments
voraus ??
> Sorgfaeltiges Bandagieren hilft, zumindest die Belastungsfehler
> einzudaemmen
>
Sportphysiologen haben nachgewiesen, dass Bandagen keine Entlastung der
Sehnen bringen, im Gegenteil - bestenfalls sind sie ein (nicht besonders
effizienter) Schutz vor Streichverletzungen.
Was Deine Ausführungen zu Wärme- vs. Kältebehandlung angeht, stimme ich
grundsätzlich zu, jedoch folgende Einschränkungen:
Wärme: Nur bei ruhigem Krankheitsverlauf/ chronischen Fällen (keine
Schwellung, Wärme, Schmerz) um eine Reaktion/ Heilung zu provozieren.
Dsgl. Ultraschall.
Kälte: Nur bei akuten Entzündungen, um diese abzudämpfen. Eis nur bei
sehr akuten Fällen, andernfalls wird nur das Bein schön dünn, der
Heilungsprozess aber aufgehalten. Im Extremfall Erfrierungen.
Feuchte Wärme: hilft in den meisten anderen Fällen
s. Peter Spohr: "Bein-u. Hufleiden"(auf die Gefahr mich zu wiederholen)
Das wärs für heute.
See you on the trail...
FRANK
| > (...) - die Koppel ist immer ein Risiko (so wie das Radlfahren fuer
| > den Menschen - ob man es deshalb verbieten sollte, sei dahingestellt)
|
| Nicht die Koppel ist das Risiko, sondern der Mensch... Pferde die Koppel
| gewoehnt sind, d.h. 50-100% ihrer Zeit dort verbringen, werden sich -
| unter "normalen Umständen" - schwerlich dort eine Sehne oder ein Band
| zerren, oder einen Knochen brechen.
| [...]
| Nur, wenn ich das Pferd nicht mal auf der Weide laufen lassen kann, ohne
| Angst zu haben dass es sich verletzt - wie kann ich dann annehmen, dass
| es mich als Reiter schadlos tragen könnte ? Und sogar über Hindernisse ?
wer sagt denn, dass Risiken etwas so Schlechtes sein muessen? Spass
beiseite - selbstverstaendlich lasse ich meine Pferde taeglich auf die
Koppel - in meinem letzten Stall habe ich dafuer eigens Land angepachtet
und eine grosse Koppel, massiv und mit Tor, gebaut.
Aber: ein Pferd mit Fesseltraegerzerrung gehoert in keinem Fall auf die
Koppel. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein solcher Patient NICHT eine
Sehne oder ein Band zerrt, bzw. dessen Heilung unterbricht, ist
astronomisch gering, zumal hierfuer schon eine einzige falsche Bewegung
genuegt.
Was Deine Ausfuehrungen ueber die Wahrscheinlichkeit von Verletzungen bei
an die Koppel gewoehnten Pferden angeht, sei mir aufgrund eigener
Erfahrungen eine gewisse Skepsis gestattet. Bereits zweimal hat ein Pferd
von mir von langjaehrigen Koppelnachbarn - wie gesagt, bei taeglich
mehreren Stunden draussen - Tritte mitbekommen, die in beiden Faellen
aufwendige Operationen verursacht und in einem Fall um Haaresbreite eine
Nottoetung erfordert haetten. Und unser bestes Springpferd (soviel zum
Thema Fundament) hat sich auf der Koppel einen Splitterbruch zugezogen, der
die sofortige Toetung unausweichlich machte. Das ist allein schon mal meine
Bilanz - von den Pferden anderer Halter (z.B. eines, dessen Huf auf der
Koppel von einem anderen Pferd vollstaendig gespalten wurde - Nottoetung)
will ich noch gar nicht sprechen.
Die Verletzungsstatistik faellt bei mir jedenfalls (und zwar bei Pferden,
die Dressur, Springen und Vielseitigkeit gehen) extrem unguenstig
zuungunsten der Koppel aus. Ein Todesfall, zwei schwere und zwei leichte
Verletzungen auf dieser im Gegensatz zu einer ernsten Verletzung beim
Spazierenreiten und keiner einzigen im Sport(!) haben mich zwar noch nie
dazu bringen koennen, meinen Pferden den Koppelgang vorzuenthalten - aber
ich behalte ihn sorgfaeltig im Auge. Rekonvaleszenten kommen nicht
unbeaufsichtigt drauf...
Eine erhebliche Gefahr geht z.B. vom Hufbeschlag aus. Zum Sozialverhalten
von Pferden gehoert es nun mal auch gelegentlich, eine etwas deutlichere
Zurueckweisung zu verteilen - zum ganz normalen Verhalten auch, sich
beispielsweise mit wild herumrudernden Hufen nahe beieinander zu waelzen
oder den Fruehling unter umfangreichen Kapriolen zu zelebrieren. Alles
Vorgaenge, die zumeist glimpflich abgehen, wenn die Hufe nicht mit Eisen
bewehrt sind. Ohne jetzt eine Barfussgaenger-Debatte vom Zaun brechen zu
wollen, scheint mir die Kombination Hufeisen/Koppel eine mit Zuendstoff zu
sein; auch wenn ich das als Fehler des Menschen ansehe, bleibt die Frage
nach der Konsequenz - weder Verzicht auf die Eisen, noch der auf die
gemeinsame Koppel ist hier eine Loesung ohne gravierende Nachteile.
| > Sorgfaeltiges Bandagieren hilft, zumindest die Belastungsfehler
| > einzudaemmen
| >
| Sportphysiologen haben nachgewiesen, dass Bandagen keine Entlastung der
| Sehnen bringen, im Gegenteil - bestenfalls sind sie ein (nicht besonders
| effizienter) Schutz vor Streichverletzungen.
Aber nicht bei verletzten Rekonvaleszenten - und von einem solchen war die
Rede. Bei im normalen Einsatz stehenden Pferden hast Du wohl recht. Meine
werden nie bandagiert...
Gruesse
Stefan
Vielen Dank und viele Grüße
von Sandra und Wirena
> Unsere 5 jährige Stute hat eine Fesselträgerzerrung (oben). Der
> Tierarzt
> sagt, daß dies eine ernst zu nehmende Sache ist, die auch chronisch
> werden kann. Sie hat nicht gelahmt, die Sehnen waren aber
> angeschwollen.
> Nun sollen wir 3 Wochen täglich 10 Minuten auf hartem Boden führen und
>
> dann wird weiter entschieden. Im Gespräch mit anderen erfuhr ich, daß
> diese Zeit zu kurz sei und das man 3 Monate Pause machen sollte.
Hallo Sandra; Ich nehme an, der TA hat eine komplette Diagnose
durchgeführt, d.h. Palpation und Thermogramm bzw. Ultraschall, bevor er
seine Empfehlung gegeben hat. Der Fesselträger ist eine Sehne, d.h. alle
Verletzungen sind ernst zu nehmen. Wenn die Schwellung nicht besonders
stark oder heiss war, ist die Zerrung vermutlich gering. Die Empfehlung
des TA ist eigentlich so vernünftig dass man nicht viel besseres tun
kann.
> Wir haben auch noch eine Salbe bekommen die wir jeden Tag in das Bein
> massieren sollen.
Was soll die Salbe machen ?? Die Stute braucht keine Medizin, sondern
etwas Ruhe und Abstellung der Ursachen, die zur Fesselträgerzerrung
geführt haben (das kann sein: Zu flache Stellung, schlechter oder zu
schwerer Beschlag, zu schnelles Tempo, zu tiefer oder schlüpfriger Boden
u.v.m.)Statt Salbe einschmieren, würde ich (wenn keine oder nur geringe
Wärme vorhanden ist) 2-3x täglich die Beine kalt abbaden und
anschliessend massieren, das fördert die Heilung und man kann beobachten
wie sich die Sache entwickelt. Auch feuchte Umschläge über mehrere
Stunden mit anschliessendem kalten Abspritzen sind sehr gut.
Bei leichten Zerrungen, verschwinden Schwellung, Wärme und ggf. Lahmheit
unter dieser Behandlung binnen 2-5 Tagen. Dauert es länger, ist die
Sache ernster und Du musst mindestens die gleiche Zeit nochmal
dranhängen und das Pferd stehen lassen. Danach, und wenn Du die Ursachen
abgestellt hast (s.o.) kannst Du vorsichtig anfangen wieder zu reiten,
vorerst im Schritt, musst die Sache aber weiterhin beobachten und das
Bein täglich untersuchen. Frage Deinen TA !
Tritt das Problem wieder auf, kannst Du Dich auf eine längere Ruhepause
einrichten, ab 3 Monate.
see you on the trail ...
FRANK
>
> Was Deine Ausfuehrungen ueber die Wahrscheinlichkeit von Verletzungen bei
> an die Koppel gewoehnten Pferden angeht, sei mir aufgrund eigener
> Erfahrungen eine gewisse Skepsis gestattet. Bereits zweimal hat ein Pferd
> von mir von langjaehrigen Koppelnachbarn - wie gesagt, bei taeglich
> mehreren Stunden draussen - Tritte mitbekommen, die in beiden Faellen
...
Bei uns gibt es nur die üblichen Stacheldrahtverletzungen ( ja... blöder
Bauer ...) und ab und zu mal ne Prellung vom Huftritt oder Bisswunden.
Aber nix was den Tierarzt erfordert hätte.
Gesunde Pferde gehören auf die Weide.
Zumindest tagsüber.
Die Islandponys sind auch tag und nacht draussen . Kein Problem. Keine
Verletzungen.
Gruss
Uwe
* no fur , no tail , no service ;-) *
Hi,
bei uns am Stall hatten schon einige Probleme mit so etwas und die
mußten ihre Pferde erst einmal komplett stehen lassen für 3 - 6 wochen
und dann langsam anfangen mit führen, und Schritt reiten, dabei aber auf
keinen Fall auf die Weide lassen. Vielleicht kauft ihr euch auch ein
paar Kühlbandagen, die man halt als Wärme und kältekompressen benutzen
kann und fragt dem tierarzt welche Methode die beste ist.
Hoffentlich hilft´s viel glück
ich kenn das mein Pferd geht seit 11 Monaten zum ersten mal wieder
"lahmfrei", er leidet an der Hufrolle und ich hae Glück das sie noch
nicht chronisch ist. Also toi, toi, toi.
Katja
Stefan Ungemach wrote:
>
> Na ja, Uwe,
>
> ganz so einfach ist es wohl doch nicht.
>
> | Bei uns gibt es nur die üblichen Stacheldrahtverletzungen...schnipp
> | Gesunde Pferde gehören auf die Weide.
>
> Ach, ich liebe sie, diese absolutistischen Statements. Waeren sie doch nur
> mit ein bisschen Erfahrung, wie sie nur durch die Haltung eigener Pferde
> zustandekommt, untermauert.
Hart, aber herzlich, was? Es ist immer wieder ein Genuß, Euch zwei beim
Zanken zu erleben...;-)
> | Die Islandponys sind auch tag und nacht draussen . Kein Problem. Keine
> | Verletzungen.
>
> Beschlagen? Dann saehen die Folgen gelegentlicher Tritte bestimmt nicht so
> harmlos aus.
Das ist glaube ich der *jumpin´ point* bei der ganzen Diskussion. Wer
Pferde ohne Eisenbeschlag auf den Hinterhufen zusammensieht, der hört es
zwar manchmal etwas pumpern, aber erkennt schnell, daß nur ganz
unglückliche Fälle zu ernsten VErletzungen führen. Mit Eisen hinten geht
es schnell aus wie die Diskussion mit Mike Tyson über die Pickel seiner
Freundin...
Ich wollte damit sagen, daß hinten beschlagene (vielleicht noch mit
Stollen...) Pferde nicht in Gesellschaft stehen sollten, wenn man nicht
schwere bis schwerste Verletzungen in Kauf nehmen will. Gerade bei den
von Dir geschilderten Verletzungen würde ich mal blind in Richtung
*Eisen-Schaden* tippen und die Behauptung aufstellen, daß bei einem
Barhuf-Schlag nur bei einer selten unglücklichen Konstellation auch
solche Folgen zu beklagen wären.
> Davon abgesehen kann man Robustpferdchen und Warmblueter ...schnipp
Ähem, ich habe auch ein Robustpferdchen und finde das jetzt nicht
*politisch korrekt* ....;-)
> weder in Bezug auf Temperament,...schnipp
soll ich jetzt erzählen über Temprrrament von kleine eifrige Pfärrde?
Kannst Du große brrrave Gäul vergessen...
> noch auf Koerperbau ueber einen Kamm scheren. Erstens steckt
> hinter einem Warmblut-Tritt ca. 20% mehr Hebelarm (damit auch
> Endgeschwindigkeit) und ca.20%-50% mehr Masse. Vereinfacht ausgedrueckt,
> ist ein Islandpony-Tritt etwas anderes als der eines Warmblutes.
Und was ist jetzt mit dem Temperament, eh? ;-)
Um beim obigen Beispiel zu bleiben, wenn Du mit MIR über die Pickel... -
wenn ich aber die Handschühe des Goetz von Berlichingen anhabe, kann
auch eine rechte Gerade aus meinen dünnen Robust-Ärmchen manchen Zahn
kosten. Insofern haben die *Turnier-Reiter* ein geschlossenes und
*stimmiges* System, das eben die Gefahr von Stollen- oder
Eisen-Verletzungen durch Einzel-Haltung und häufigen Verzicht auf
Weidegang vermeidet. Wenn ein Warmblut mit ca 600 kg (sicher noch kein
Monster) einen gepflegten Tritt verteilt, dann können auch beim nackten
Huf die Knochen (des Opfers) brechen, wenn mein 345 kg - Reithamster das
tut, dann muß sie schon sehr unglücklich treffen.
> Zweitens
> wirkt sich gerade die Beinlaenge und das Mehrgewicht von Warmbluetern
> prekaer aus, wenn die Koppel nicht im Superzustand ist (was bei "Tag und
> Nacht", mithin auch bei schlechtem Wetter und entsprechend weichem Boden,
> draussen gehaltenen Pferden nicht der Fall ist - dann werden die
> Trittspuren im wiedergetrockneten Boden zu toedlichen Fallen) - der
> Hebelarm, mit dem Gelenke, Sehnen und Knochen belastet werden, ist auch
> hier ein Problem.
Auch hier muß doch jedem (gell Uwe...:-)) klarwerden, daß man mit den
*schweren* Warmblutpferden nicht so umgehen kann wie mit den *Hamstern*.
daher teile ich Deine Abneigung gegen pauschalisierte Rezepte, drücke
sie aber schonender aus...
Ich persönlich glaube aber, daß ein weiterer Grund in der enormen
Bewegungsfreude vieler *Boxen-Bewohner* liegt, die *endlich* mal an die
frische Luft kommen. Wessen Pferde ständig draußen sind, der sieht
selten eine große Hatz oder ein wildes Gebuckel auf der Koppel (aber
dann kann man sich freuen über den Spaß, den die Gäul da haben...) und
auch eine gewisse Umsicht der Pferde bei schlechten Bodenverhältnissen.
Bei *Hofgängern* ist dagegen ein gewisser blinder Übermut oft Grund für
Verletzungen, die dann als Weideverletzung wiederum Argument für die
Boxenhaltung sind.
In unserer *Hamster*-Herde (250 - 450 kg) gab es im letzten Jahr nicht
eine erwähnenswerte Verletzung, abgesehen von Bißwunden (Toi-Toi-Toi)
und das liegt sicher auch daran, daß die Pferde hinten keine Eisen haben
dürfen. Dies geht aber nur, wenn man keinen Springsport oder VS etc.
betreiben will - entsprechend sind solche Reiter bei uns nur mit ihren
Jungpferden bzw. Rentnern vertreten.
Paß gut auf Deine *Elefanten* auf...
> Gruss
> Stefan
Dito
CU
Steff
OJ: Wenn mein Pferd heute so liefe wie meine Nase, käme ich bei
Dschingis Khan raus...
ganz so einfach ist es wohl doch nicht.
| Bei uns gibt es nur die üblichen Stacheldrahtverletzungen ( ja... blöder
| Bauer ...) und ab und zu mal ne Prellung vom Huftritt oder Bisswunden.
| Aber nix was den Tierarzt erfordert hätte.
Nach Deinen letzten Postings zu den von Dir frequentierten Leihstaellen
duerfte dieser Bauer den Tierarzt ohnehin nur zu Rate ziehen, wenn z.B. ein
Koliker in den letzten Zuegen liegt. Lahmheiten waren dem doch ohnehin
egal, zumindest hast Du diese Behauptung (im Zusammenhang mit waehrend der
Ferien ueberlasteten Ponies) aufgestellt.
Worauf ich hinauswill ist, dass der private Reitpferdehalter u.U. bereits
wesentlich frueher die Notwendigkeit fuer die Hinzuziehung des Tierarztes
gegeben sieht. Z.B. dann, wenn eine an und fuer sich harmlose Prellung ein
Sportpferd aus der Arbeit zu nehmen droht oder durch den Schmerz zu
ungleichmaessigen Gaengen - damit zu nachteiliger Mehrbelastung anderer
Teile des Bewegungsapparates - zu fuehren droht.
| Gesunde Pferde gehören auf die Weide.
Ach, ich liebe sie, diese absolutistischen Statements. Waeren sie doch nur
mit ein bisschen Erfahrung, wie sie nur durch die Haltung eigener Pferde
zustandekommt, untermauert. Traegst DU denn die Tierarztkosten, wenn doch
mal was passiert (von den paar Tausendern, die da schnell beieinander sind,
kannst Du ein halbes Leben lang Leihponies spazierenreiten...).
Glaub' mir eins: wenn Du mal drei Tage im Stall verbracht hast, weil ein
Weidetritt ein eigenes Pferd (ich meine eins, das man selbst bezahlt hat,
fuer das man taeglich mehrere Stunden Arbeit aufbringt, welches durch
eigene Ausbildung mit einem zusammengewachsen ist - eigentlich schon zur
Familie gehoert - und fuer dessen Unterhalt man erhebliche Opfer zu bringen
hat. Nicht ein Leihpony, mit dem man alle paar Wochen mal fuer 'nen
Zwanziger im Wald rumschuckelt und fuer das man im Falle einer Verletzung
schnell den naechsten mietbaren Ersatz gefunden hat.) bis auf die
Kniescheibe "geoeffnet" hat; oder wenn Du nach einer Turniersaison, in der
Du Dein Pferd sorgsam gearbeitet und vorgestellt, mit Geduld und Vorsicht
ohne eine einzige Verletzung ueber die Spruenge gefuehrt und den eigenen
"inneren Schweinehund" - wenn das Pferd mal nicht so in Topform war -
zuungunsten diverser Auftritte besiegt hast, ansehen musst, wie die
gesplitterten Knochen durch die vor dem Koppelgang noch unverletzte Haut
stechen - dann laesst Du (hoffentlich) Bauernregeln dieser Schlichtheit
nicht mehr ganz so unueberlegt auf die Menschheit los.
Ich will Dir ja gerne zugutehalten, dass Du in erster Linie das
Wohlergehen, genaugenommen die Gaudi, der Pferde im Sinn hast - aber um
diese Aussage so pauschal und selbstsicher in den Raum stellen zu koennen,
fehlt Dir einiges an Erfahrung und Erfahrungen.
Der Pferdehalter hingegen, der ungeachtet solcher Ueberlegungen das Risiko
bewusst traegt und *seine* Pferde *trotzdem* auf die Koppel laesst (ich
unterstelle mal, dass dies auf die Mehrheit der Halter zutrifft), muss
selbst mit den Folgen von Ungluecken leben. Allein schon deshalb ist seine
Entscheidung ungleich wertvoller als noch so pferdefreundliche Forderungen
von Nichtbetroffenen, die sich naturgemaess mit simplen Statements wie
Anspruechen leichter tun. Gedanken dazu wird er sich genug gemacht haben -
Belehrungen, wohin seine Pferde wie lange "gehoeren" wird er hingegen, je
nach Temperament, veraergert oder belustigt zur kenntnis nehmen...
| Die Islandponys sind auch tag und nacht draussen . Kein Problem. Keine
| Verletzungen.
Beschlagen? Dann saehen die Folgen gelegentlicher Tritte bestimmt nicht so
harmlos aus.
Davon abgesehen kann man Robustpferdchen und Warmblueter weder in Bezug auf
Temperament, noch auf Koerperbau ueber einen Kamm scheren. Erstens steckt
hinter einem Warmblut-Tritt ca. 20% mehr Hebelarm (damit auch
Endgeschwindigkeit) und ca.20%-50% mehr Masse. Vereinfacht ausgedrueckt,
ist ein Islandpony-Tritt etwas anderes als der eines Warmblutes. Zweitens
wirkt sich gerade die Beinlaenge und das Mehrgewicht von Warmbluetern
prekaer aus, wenn die Koppel nicht im Superzustand ist (was bei "Tag und
Nacht", mithin auch bei schlechtem Wetter und entsprechend weichem Boden,
draussen gehaltenen Pferden nicht der Fall ist - dann werden die
Trittspuren im wiedergetrockneten Boden zu toedlichen Fallen) - der
Hebelarm, mit dem Gelenke, Sehnen und Knochen belastet werden, ist auch
hier ein Problem.
Gruss
Stefan
Danke für Deine sehr guten und durchdachten Beiträge zu dem Thema. Vor
allem die Antwort auf Uwe spricht mir aus der Seele.
Nicht dass wir uns missverstehen:
> ... ein Pferd mit Fesseltraegerzerrung gehoert in keinem Fall auf die
> Koppel. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein solcher Patient NICHT
> eine
> Sehne oder ein Band zerrt, bzw. dessen Heilung unterbricht, ist
> astronomisch gering, zumal hierfuer schon eine einzige falsche
> Bewegung
> genuegt.
Es kommt wirklich auf die Schwere der Verletzung an, und wie man sie
definiert. *Leichte* Sehnen- bzw. Fesselträgerverletzungen: "Anlaufen",
leichte Wärme, ohne oder sehr geringer Berührungsschmerz, Lahmheit 1.
bis 2. Grades oder ohne. Das sind diejenigen, mit denen ich es bislang,
in 6 Jahren Selbsthalterpraxis - Gottseidank (poch, poch, poch) -
ausschliesslich zu tun hatte. Und die heilten alle vorzüglich auf der
Koppel, und kein Pferd musste länger als 3 Monate stehen.Und ich muss
dazusagen, meine drei Pferde sind - auf der Weide - relativ ruhig und
brav (in der Regel). Sie haben Weide und Offenstall, mehr nicht -
ersteres sehr reichlich, letzteres nur saisonweise. Von daher kann ich
die Forderung nach Weide auch leicht stellen: Bei mir gibts nix anderes.
Bei mir würde es komplizierter, wenn wirklich der Fall einträte, dass
eins absolute Stallruhe bräuchte. Abtrennung des Offenstalls, ca. 1 Std.
Umbauaufwand, dann hätte ich eine Lösung die mir 2 - 4 Wo Zeit zum
Nachdenken gäbe.
> Was Deine Ausfuehrungen ueber die Wahrscheinlichkeit von Verletzungen
> bei
> an die Koppel gewoehnten Pferden angeht, sei mir aufgrund eigener
> Erfahrungen eine gewisse Skepsis gestattet. Bereits zweimal hat ein
> Pferd
> von mir von langjaehrigen Koppelnachbarn - wie gesagt, bei taeglich
> mehreren Stunden draussen - Tritte mitbekommen, die in beiden Faellen
> aufwendige Operationen verursacht und in einem Fall um Haaresbreite
> eine
> Nottoetung erfordert haetten. Und unser bestes Springpferd (soviel zum
>
> Thema Fundament) hat sich auf der Koppel einen Splitterbruch
> zugezogen, der die sofortige Toetung unausweichlich machte. Das ist
> allein schon mal meine Bilanz - von den Pferden anderer Halter (z.B.
> eines, dessen Huf auf der
> Koppel von einem anderen Pferd vollstaendig gespalten wurde -
> Nottoetung) will ich noch gar nicht sprechen.
Ich weiss, dass es diese Fälle gibt, und man muss einzeln den Gründen
nachgehen. Es gibt Risikofaktoren für Verletzungen, die sich gegenseitig
potenzieren können, aber dass es nicht soweit kommt, dafür ist der
Mensch verantwortlich, nicht das Pferd (Natürlich meine ich schwere
Verletzungen, nicht den Allerweltstritt oder -biss, oder Zaunratscher.):
1- Pferde die Weide nicht gewöhnt sind
2- Pferde die nur stundenweise, oder bei Schönwetter auf der Weide sind
3- Pferde mit ungestillten Bewegungsdrang
4- Stollen, oder Eisenbeschlag überhaupt
5- Pferde die sich nicht leiden können (auch über einen Zaun hinweg)
6- Hengste
7- Pferde die sehr verspielt sind (Fohlen, Hengste oder Wallache)
8- schadhafte Zäune
9- Stacheldraht
10- Zäune die zu massiv sind und nicht nachgeben
11- Zäune die von den Pferden nicht akzeptiert werden
12- zu kleine Paddocks
13- schmieriger, rutschiger und glatter Boden
14- Pferde im Leistungstraining
15- hochblütige Pferde und Deutsche Warmblüter
16- externe Faktoren (Autos, Flugzeuge, Leute...)
Jedes einzelne dieser Risiken (und ich habe sicher welche vergessen)
erhöht die Unfallgefahr um den Faktor 10-100 - und üblicherweise sind
mehrere erfüllt, wenn etwas passiert...
Nicht alle sind vermeidbar. Es kommt darauf an, was man mit seinem Pferd
macht. Auch meine Pferde gehen in einem Leistungsport - Lange Distanzen
(80+km) - und ich würde deshalb auf Training und Beschlag nicht
verzichten. Und manchmal muss es eben Eisen sein.
Meine Pferde würden sich vielleicht im Stall verletzen, oder dort Kolik
bekommen, denn sie sind keine Stallhaltung gewöhnt und auch mir fehlt
diesbezüglich die Erfahrung. Wie gesagt, ich habe nur Weide. Hierfür bin
ich Experte.
Für die üblichen Warmblüter dürfte meine Art der Haltung zu hart sein,
und bestimmte Pferdetypen kämen für mich deshalb auch nicht infrage, so
sehr es mich vielleicht auch reizen mag. Aber auch ich habe einen Russen
(im Budjonny-Typ) und eine wahnsinnig empfindliche und sensible
Arabermixstute. Mein Alter ist ein Isi. Natürlich, nur mit Isis gehts
leichter ...
> Die Verletzungsstatistik faellt bei mir jedenfalls (und zwar bei
> Pferden,
> die Dressur, Springen und Vielseitigkeit gehen) extrem unguenstig
> zuungunsten der Koppel aus. Ein Todesfall, zwei schwere und zwei
> leichte
> Verletzungen auf dieser im Gegensatz zu einer ernsten Verletzung beim
> Spazierenreiten und keiner einzigen im Sport(!) haben mich zwar noch
> nie
> dazu bringen koennen, meinen Pferden den Koppelgang vorzuenthalten -
> (...)
Das tut mir leid für Dich. Sicherlich wären nur wenige fähig, diese
Konsequenz daraus zu ziehen. Gegen Pech kann man nichts machen. Ich
kenne aber Leute, die stehen auch nicht im entferntesten Verdacht, dass
sie über irgendwas, was sie mit ihren Pferden tun, auch nur eine halbe
Sekunde lang nachdenken. Und bei denen wundert es mich nicht, dass Ihnen
in einer Woche dieses und in der nächsten etwas anderes zustösst ...
see you on the trail...
FRANK
> (...) Und unser bestes Springpferd (soviel zum Thema Fundament) hat
> sich auf der Koppel einen Splitterbruch zugezogen, der die sofortige
> Toetung unausweichlich machte. (...)
Hallo Stefan,
solche Sachen mögen passieren, und sie sind bedauerlich.
Fundament: Ich schätze, die höchsten Anforderungen an harte Knochen/
Sehnen stellen diese Sportarten, in absteigender Reihenfolge:
- Rennen (Hinderniss-, Galopp- Trabrennen)
- Vielseitigkeit
- Distanzritte
- Springen
Da ich mit meinem Jungpferd einmal Lange Distanzritte gehen will (und
ich fühle dass sie den Biss dazu hat) lege ich - in meinem bescheidenen
Bestreben, aus ihr den bestmöglichen Athleten zu machen - auf ein
intensives Training des Fundaments den grössten Wert. Sie ist jetzt 4
und ein paar Monate, und wir reiten ein bischen im Gelände. Sie ist aber
(in etwas über 2 Jahren) bereits über 5000 km gelaufen, zumeist als
Handpferd. Die km sind gezählt. In jedem Tempo und Gelände. Bis sie 6
ist (und damit alt genug für Ritte von 40-79 km) werden nochmal 5000 km
dazukommen.
Von der allgemeinen Fitness her kann sie schon längst 80 km laufen. Aber
vom Fundament noch nicht.
Das heisst nicht, dass ich meine, dass sie jetzt 1,20 oder mehr springen
könnte - obwohl die Röhrbeine in 1 Jahr um fast 1,5 cm Stärke
zugenommen haben, und die Sehnen stark wie Schiffstaue aussehen.
Unterschiedliche Ziele - unterschiedliches Training.
Manchmal rast auch sie in irren Sprüngen die Weide steil runter, den
Schweif aufgestellt wie eine Fahne, dass ich denke, O Gott ! Aber ich
bin mir sicher, ohne weiteres verletzt sie sich nicht. Wäre ich das
nicht, müsste ich mir Gedanken machen, ob ich sie noch richtig
trainiere. Das Fundament zuerst.
Und ausserdem, sowas wie Körpergefühl ist auch wichtig, wie beim
Menschen. Die Pferde haben es oder sie haben es nicht. Einmal ist es mir
passiert, dass sie sich im Strick verfangen hat: Noch bevor ich zu ihr
hingerannt war, hat sie sich auf den Boden geschmissen, einmal über den
Rücken gerollt, blitzschnell wieder aufgestellt und mich völlig
unbeeindruckt und frech angeguckt - kein Kratzer.
Es ist wie bei den Menschen - einige ziehen das Unglück magisch an - und
dann gibt es die Glückspferde, die glänzen und strahlen immer. Besitzt
Du eins, hüte es wie ein Geschenk. Nur nie "drauf ankommen lassen". Nie.
See you on the trail...
FRANK
Stefan Ungemach schrieb:
> Na ja, Uwe,
>
> ganz so einfach ist es wohl doch nicht.
>
> | Bei uns gibt es nur die üblichen Stacheldrahtverletzungen ( ja... blöder
>
> | Bauer ...) und ab und zu mal ne Prellung vom Huftritt oder Bisswunden.
> | Aber nix was den Tierarzt erfordert hätte.
>
> Nach Deinen letzten Postings zu den von Dir frequentierten Leihstaellen
> duerfte dieser Bauer den Tierarzt ohnehin nur zu Rate ziehen, wenn z.B. ein
> Koliker in den letzten Zuegen liegt. Lahmheiten waren dem doch ohnehin
bei Zintzen: ja. Aber da war ich auch nicht allzulange.
Aber ich sprach eigentlich von den Halfingern von der alten Reitschule.
Da habe ich manche Stunde mit Pferde beobachten verbracht.
> egal, zumindest hast Du diese Behauptung (im Zusammenhang mit waehrend
der
> Ferien ueberlasteten Ponies) aufgestellt.
Ich war nicht nur in einem Reitstall ... von Aachen habe ich so die Hälfte
gesehen.
>
> Worauf ich hinauswill ist, dass der private Reitpferdehalter u.U. bereits
> wesentlich frueher die Notwendigkeit fuer die Hinzuziehung des Tierarztes
> gegeben sieht.
ja
> | Gesunde Pferde gehören auf die Weide.
>
> Ach, ich liebe sie, diese absolutistischen Statements. Waeren sie doch nur
> mit ein bisschen Erfahrung, wie sie nur durch die Haltung eigener Pferde
> zustandekommt, untermauert. Traegst DU denn die Tierarztkosten, wenn doch
> mal was passiert (von den paar Tausendern, die da schnell beieinander sind,
> kannst Du ein halbes Leben lang Leihponies spazierenreiten...).
Mit einem Leihpony geh ich genauso wie mit einem Reitbeteiligungspferd um.
Warum sollte man da einen Unterschied machen ?
Man hat immer Verantwortung für ein Lebewesen.
Ausserdem muss man bei geliehenen Tieren sowio extra vosichtig sein.
Ich habe auch ein Jahr Reitbeteiligung gemacht , war einen Tag in der
Woche für alles zuständig. Sooo anderes kann das Leben als Pferdebesitzer
auch nicht sein ...
> bewusst traegt und *seine* Pferde *trotzdem* auf die Koppel laesst (ich
> unterstelle mal, dass dies auf die Mehrheit der Halter zutrifft), muss
> selbst mit den Folgen von Ungluecken leben. Allein schon deshalb ist seine
Ich kenn Pferde die haben sich im Stall am Halfter erhängt.
Ich kenn Bilder von Pferden die zum ersten und letzten Mal in eine
Stromleitung gebissen haben.
Ich kenn Bilder von Pferden die mit dem Huf im Giter hängen geblieben sind
...
Denkst du der Stall wäre total ungefährlich ???
Draussen sind die jedenfalls glücklicher wenn sie nette
Pferdegesellschaft, viel Platz, Sonne Wind und Regen, und jederzeit
verfügbares Futter haben.
Musst dir nur mal ansehen wie missmutig die Isis sind wenn die im Winter
auf ihrem befestigten Miniauslauf stehen müssen..
Die streiten sich da viel öfter als wenn die sich auf der Weide aus dem
Weg gehen können.
>
> | Die Islandponys sind auch tag und nacht draussen . Kein Problem. Keine
> | Verletzungen.
>
> Beschlagen? Dann saehen die Folgen gelegentlicher Tritte bestimmt nicht so
> harmlos aus.
Die Haflingen sind beschlagen, die stehen im Sommer auch öfter mal nachts
draussen.
Sonst auf jeden Fall tagsüber wenn die Weide nicht zu matschig ist.
> Nacht", mithin auch bei schlechtem Wetter und entsprechend weichem Boden,
> draussen gehaltenen Pferden nicht der Fall ist - dann werden die
> Trittspuren im wiedergetrockneten Boden zu toedlichen Fallen) - der
> Hebelarm, mit dem Gelenke, Sehnen und Knochen belastet werden, ist auch
> hier ein Problem.
Also sind die Pferde zu blöd um auf Löcher zu achten ...
Musst mal sehen wie die manchmal auf drei Beinen um die Kurve heizen...
Die wissen genau was noch geht und wobei sie auf die Nase fallen.
Wenn du allerdings ein Pferd hast das nur weichen Dressurhallenboden kennt
...
Jedes Pferd sollte auch mit schwierigem Untergrund zurecht kommen. Das
bewährt sich immer wieder, z.B. bei einem Winterausritt wenn auf einmal
Eis unter dem Schnee liegt.
Oder wenn Wurzeln auf dem Reitweg gewachsen sind, oder wenn man mal über 5
Windbruchbaumstämme rüber muss.
Da lernen die Pferd ihre Hufe zu sortieren .
Habe den Eindruck das Robustponys trittsicherer sind als
Warmbluthallenpferde.
Stefan Ungemach schrieb:
>
> - wie das ist, wenn man nicht nur "zustaendig", sondern darueberhinaus auch
> verantwortlich ist. Also selbst die Konsequenzen aus Fehlentscheidungen
> traegt: naemlich im Falle von falschem Reiten, falscher Haltung oder auch
> nur eines Ungluecks nicht nur mal "nicht reiten koennen", sondern auch ggf.
> viel Zeit, Geld, wenn nicht gar das Pferd zu verlieren...
Wenn du das Pferd falsch behandelst bist du die Reitbeteiligung sofort
los.
Wie kommst du daruf das man als Reitbeiligung nur ein wilder Waldraser ist
dem das Pferd an sich scheiss egal ist ???
> - wie unterschiedlich sich die Haftungsfrage fuer Reitbeteiligungen und
> Besitzer darstellt (erstere ist praktisch fuer nichts, letzterer fuer alles
> an den Kanthaken zu nehmen). Ganz zu schweigen von der pikanten Situation,
> die sich ergibt, wenn die Reitbeteiligung selbst falsch mit dem Pferd
> umgeht - es ist der Pferdebesitzer, der z.B. nach einer reitbedingten
> Lahmheit oder nach einem Reitunfall zwar mit dem verletzten Pferd, aber
> ohne irgendwelche Ansprueche dasteht. Nicht mal bei grober Fahrlaessigkeit
> der Reitbeteiligung, alleine schon wegen der Nachweisproblematik..
Dafür gibts Vertäge .
Da man ja sowiso nicht alleine im Wald aureiten sollte gibts auch Zeugen.
>
> - wieviel Kosten eine Reitbeteiligung gar nicht mitkriegt (z.B. die
> Anschaffung von Pferd und Ausruestung). Immerhin soll es ja
> Reitbeteiligungen geben, die wenigstens alle laufenden Kosten anteilig
> mittragen - die meisten mir bekannten rechnen dagegen penibel ihren Anteil
> an den Pensionskosten aus, raklamieren selbstverstaendlich Kostennachlass
> waehrend des Urlaubs, und lamentieren lautstark ueber jeden von ihnen nicht
> genehmigten Tierarztbesuch...
Ich habe selber ne komplette Pferdeausarüstung, über Sattel und 3*
Zaumzeug bis zu diversem Putzzeug. Erzähl mir nicht was das kostet ...
Beim Hufschmied und Tierarzt war ich auch öfter dabei, ich kenn die
Anschaffungskosten dieses Pferdes und die Nebenkosten.
Für wie blöd hällst du mich eigentlich ?
Der "Ponyreitstall" Zintzen war nur ne Notlösung , mit der typischen
Kundschaft da habe ich nix zu tun.
> - die voellig unterschiedliche Situation einer Reitbeteiligung, die bei
> Interessenwandel, gealtertem Pferd, Aenderung der persoenliche Situation
> etc. einfach aussteigen kann - gegenueber der des Halters, der alle
> Entscheidungen ethischerweise unter Beruecksichtigung des ganzen
> Pferdelebens zu faellen hat...
ach ? Ich muss keine Rücksicht auf das mir anvertraute Pferd nehmen ?
Ich darf einen Opa so fordern wie ein normales Pferd ?
Ich darf bei Jungpferden die Gelenke platt reiten ?
Ich darf auf ner Conamarastute reiten ?
Ich darf einfach so ohne Grund kündigen ?
Wohl kaum ...
Normalerweise kündigt man nur wenn man sich verändern will und eine
folgende Beteiligung gefunden ist wenn der Pferdebsitzer auf das Geld
angewiesen ist.
> Es gibt noch wesentlich mehr relevante Unterschiede, aber mir wird das zu
> hirnrissig, weitere aufzuzaehlen. Vielleicht war's ja wirklich nur ein Witz
> oder ein Ausrutscher. Falls nicht, ist eine solche Aussage gegenueber
> Pferdehaltern (erst recht, wenn es sich um mehrere Pferde und/oder mehrere
> Jahre handelt) eine Unverschaemtheit.
Deine Besserwiserei ist sehr unhöflich .
Ich war auch mit der Besitzerin einer Reitschule befreundet, die sich
gelegentlich mal bei mir "ausgeheult" hat wenn mal alles schlecht lief ...
.
> | > bewusst traegt und *seine* Pferde *trotzdem* auf die Koppel laesst (ich
> | > unterstelle mal, dass dies auf die Mehrheit der Halter zutrifft), muss
> | > selbst mit den Folgen von Ungluecken leben. Allein schon deshalb ist
> seine
> |
> | Ich kenn Pferde die haben sich im Stall am Halfter erhängt.
> | Ich kenn Bilder von Pferden die zum ersten und letzten Mal in eine
> | Stromleitung gebissen haben.
> | Ich kenn Bilder von Pferden die mit dem Huf im Giter hängen geblieben
> sind
> | ...
>
> Ich kenn' auch einen Haufen Bilder. Was das allerdings mit dem zitierten
> Absatz zu tun haben soll, ist mir nicht so ganz klar. Halfter kann man
> abnehmen, Boxen gescheit konzipieren. Das Verhalten von Pferden im Freien
> zu kontrollieren ist hingegen kaum moeglich.
Das bedeutet einfach das man im Stall und auf der Koppel Risiken hat die
man minimieren muss.
Einfach sagen : "Im Stall pasiert ja eh nix" ist falsch.
>
> | Draussen sind die jedenfalls glücklicher wenn sie nette
> | Pferdegesellschaft, viel Platz, Sonne Wind und Regen, und jederzeit
> | verfügbares Futter haben.
>
> Darum geht's nicht, und die Annehmlichkeiten der Weide bestreitet auch
> keiner. Es geht um Deine Pauschalregeln ("Pferde gehoeren...") und um die
> Chuzpe, mit der Du diese verbreitest. Sowie um die konsequente Verleugnung
> der damit verbundenen Risiken - aber wie gesagt, die betreffen Dich ja
> nicht; deren Konsequenzen muessen andere tragen.
Unsinn. Lies mal richtig.
> |
> | Also sind die Pferde zu blöd um auf Löcher zu achten ...
>
> Nicht zu bloed, aber manchmal zu blind. Das haengt mit deren Gesichtsfeld
> und der Unschaerfe des Pferdeauges zusammen. Deshalb lernen sie ja auch
> einiges ueber den Boden aus Erfahrung (hier der des Hinfallens). Abgesehen
> davon sind groessere und schwerere Warmblueter hier vor dem Hintergrund der
> bereits erklaerten Zusammenhaenge durchaus gefaehrdeter - die o.g.
> Erfahrung kann hier schnell unbezahlbar werden. Nicht vergessen; der
> unvollstaendig zitierte Absatz dreht sich im Original um die Kernaussage,
> dass ein Islandpony und ein Warmblueter nicht ein und dasselbe sind.
Haflinger sind schon schwerer als Isis.
Pferde die schon seit ihrer Fohlenzeit draussen sind werden die Gefahren
aber kennen.
Habe den Eindruck das Warmblut manchmal etwas trotteliger als Ponys sind.
Habe nie geshen das sich ein Haflinger auf die Nase gelegt hat weil die
Kurve zu eng war. Wenn ein Reitschüler da falsche Kommandos gibt dann
macht der Haffi das eben nicht.
Eine Warmblutstute wollte dem Reiter alles recht machen und ist in der
Kurve mit den Knien runter gegangen. Das was der Reiter wollte ging
einfach physikalisch nicht.
>
> | Musst mal sehen wie die manchmal auf drei Beinen um die Kurve heizen...
> | Die wissen genau was noch geht und wobei sie auf die Nase fallen.
>
> Und was ist, wenn sie nicht "auf die Nase fallen", sondern sich "nur" mal
> eine Sehne, gar einen Fesseltraeger zerren oder sich schlicht vertreten (es
> muss ja nicht immer gleich der tragische Beinbruch sein)? Bei vorwiegend zu
> Streichel- oder anderen, weniger reiterlichen Zwecken gehaltenen Pferden
> mag das ja nicht so tragisch sein (obwohl die bestimmt auch Schmerzen
> haben) - mit dem Reiten ist jedenfalls erst mal Schluss.
Die Haflinger wurden alle im Reitbetrieb eingesetzt.
Wenn die mal gelegentlich ein paar Tage nicht reitbar waren gab es eben
kein Geld vom Reitunterricht.
Aber die Tiere deshalb ins Gefängniss einsperren ???
> Der Knackpunkt war und ist denn auch weniger, ob Koppelgang denn nun noetig
> (ist er) oder gefaehrlich (ist er ebenfalls) sei, sondern ob sich
> Pferdehalter diesbezueglich Vorschriften von Gelegenheitsreitern - selbst
> wenn diese dank 52 Reitbeteiligungstagen solch gewaltige Kompetenz und
> Erfahrung wie Du besitzen - gefallen lassen muessen.
Vorschriften ?
Ich nehme einfach kein Beteiligung an Gefängnisspferden. Wenn das für dich
ne Vorschrift ist ...
Ich bleibe dabei das Pferde nach drausen gehören. Das ist einfach
artgerechter.
Eine Offenstallhaltung kommt der natürlichen Lebensform der Pferde am
nächsten.
Ich fang mir lieber vor der Reitstunde ein gelassenes Pferd auf der Koppel
ein als so ne Rakete aus dem Stall zu holen. Wohin sowas führt hat man ja
deutlich am VHS Kurs auf dem Branderhof gesehen. Pro Schulstunde zwei
Abwürfe...
Wie soll da ein Anfänger vertrauen zum Pferd bekommne ?
Da ist ein Pferd wesentlich besser das einfach stehen bleibt wenn es die
Anweisung des Reiters nicht vertanden hat weil die unstimig waren.
...[vieles, dem ich überhaupt nicht zustimmen kann]...
> Habe den Eindruck das Robustponys trittsicherer sind als
> Warmbluthallenpferde.
Da täuscht Du Dich sicher nicht! Aber:
Es gibt massig Leute, die mit Warmblütern einach nur reiten, mal einen
Wanderritt, mal eine Jagd, dann ein Springen und noch eine Dressur, das
nächste Mal ein Trail und zum Schluß der Saison den Nikolaus beim
Kindergarten...
Mach die Warmblüter nicht unnötig schlecht, an kann sie viel
vielseitiger reiten <!> als irgendwelche Robusthasen mit 145 cm
Stockmass und Zottelhaaren bis zum Boden <BG>.
CU
Steff
| Es gibt massig Leute, die mit Warmblütern einach nur reiten, mal einen
| Wanderritt, mal eine Jagd, dann ein Springen und noch eine Dressur, das
| nächste Mal ein Trail und zum Schluß der Saison den Nikolaus beim
| Kindergarten...
woher kennst Du meinen alten Arino? Bis auf den unwesentlichen Unterschied,
dass der die Nikolausnummer einige Male im Reitverein vorfuehren musste (na
gut, mit einem Kindergarten hat ein solcher bisweilen grosse Aehnlichkeit),
hast Du sein Taetigkeitsfeld praezise beschrieben. Nehmen wir auch noch
unsere anderen Pferde hinzu, so erweitert sich das Spektrum um
- Hochzeitsreiten
- Festzugbegleitung
- Kutsche (sogar der Arino war bis vierspaennig eingefahren und gehoerte
gelegentlich zu einem Hochzeitszug mit lauter Schimmeln)
- Vielseitigkeit
- Voltigieren (naja, fuer angeheiterte Alt-Studenten - ich bin auch prompt
vom Pferd gesegelt - aber immerhin...)
- Faschingsreiten
- ...
Du hast schon recht; es gibt keinen Sport, keinen Spass und keinen
Bloedsinn, den wir nicht schon mit unseren Warmbluetern betrieben haetten.
Immerhin: der Auftritt diesen Fasching, als ich einen Harleylenker am
Sattel montiert und im Rockerlook Dressur vorgeritten bin, waere mit
Sicherheit auch auf einem "Robusthasen" gelungen :-))
Ueber das Warmblueter-Plaedoyer freut sich
Stefan
Stefan, Stefan,
Ich liebe Deine Artikel einfach!!
Nicht nur, dass Du mir meistens voll aus der Seele sprichst, Du
schreibst auch noch in einem Stil, dass man ueber die Eigenheiten (nett
ausgedrueckt, oder?) mancher Leute noch lachen kann.
Dankedankedanke!
Karin
>lass diese Worte doch noch mal in Ruhe nachklingen: Du warst also einmal
>ein Jahr lang einen Tag pro Woche "zustaendig", verfuegst mithin ueber die
>profunde Erfahrung von 52 Tagen unbeaufsichtigten Umgangs mit Pferden. Und
>das unterscheidet sich fuer Dich nur unwesentlich vom Leben als
>Pferdebesitzer?
Uuups! Stefan, Deine Worte wecken mich auf:
Ich "hopple" seit ca. 14 Jahren in Mietstaellen herum. Ich habe bei
diesem Weg ca. 7 Jahre gebraucht mal zu spueren, was ein guter Sitz
ist. Der Durchbruch waren einige Reitstunden im Verein. Mein koennen
ist fuer einen Reiter, der gerne Dressur reitet, bestimmt schlimm
anzusehen. Ich schaffe es aber (gottseidank!) dem Tier nicht mehr im
Maul herum zu reissen (auch wenn's mal bockt).
Inzwischen konnte ich im Reiturlaub mal erleben wie schoen es ist,
eine Verbindung zum Pferd zu haben. Tja, und da isses passsiert: Ich
wollte mehr, mehr Beziehung zum Pferd. Nach ein paar Anlaeufen habe
ich vor kurzem eine Reitbeteiligung gefunden. Ich bin jetzt 2x die
Woche am Stall und habe sofort bemerkt, dass dies eine gaaannz andere
Welt ist. ;-)
Frage an Euch: Wie stellt Ihr Euch eine gute Reitbeteiligung vor?
Bye, bye
Thomas Foerster-Juestel
Das hoechste glueck der Pferde ist der Reiter auf der Erde ;-)
I am a SPAM HATER!
>
> > Habe den Eindruck das Robustponys trittsicherer sind als
> > Warmbluthallenpferde.
>
> Da täuscht Du Dich sicher nicht! Aber:
>
>
> Mach die Warmblüter nicht unnötig schlecht, an kann sie viel
> vielseitiger reiten <!> als irgendwelche Robusthasen mit 145 cm
> Stockmass und Zottelhaaren bis zum Boden <BG>.
Es gibt Wege die gehe ich mit einem Fjorpdpferd oder Haflinger
bedenkenlos.
Mit einem Warmblut ? Nur wenn es unbedingt sein müsste, da nehm ich lieber
einen längeren Weg aussen rum.
Sicher kann man ein Warmblut vielseitiger reiten, das heisst aber lange
nicht das es immer nur Warmblut sein muss...
Bei uns gibst so kleine Kinder, um 10 Jahrer, die WOLLEN unbedingt auf
einem Warmblut reiten. Füsse in höhe Sattelblattunterkante ..
Kommen nicht alleine auf Pferd drauf. Können das Pferd weder satteln noch
führen.
Aber aus Prestigegründen muss es ja ein "richtiges" Pferd sein :-(
Die gehören einfach erst mal auf ein Pony das sie auch handhaben können.
Für erwachsen Reitanfänger sind die auch besser geignet um erst mal die
Scheu vor so einem grossen Lebewesen abzubauen.
soll das jetzt Reitbeteiligung und Pferdehalter gleichstellen? Dann muessen
wir Deine Einwaende nochmals beleuchten:
| > - wie das ist, wenn man nicht nur "zustaendig", sondern darueberhinaus
auch
| > verantwortlich ist. Also selbst die Konsequenzen aus Fehlentscheidungen
| > traegt: (...)
|
| Wenn du das Pferd falsch behandelst bist du die Reitbeteiligung sofort
los.
Ja und? Dann suchst Du Dir eine andere, und der Besitzer bleibt auf dem
Problem hocken.
| Wie kommst du daruf das man als Reitbeiligung nur ein wilder Waldraser
ist
| dem das Pferd an sich scheiss egal ist ???
Durch die Newsgroup ;-)). Spass beiseite; "scheissegal" muss einem das
Pferd ja gar nicht sein, aber die Folgen von Fehlverhalten und/oder
-einstellung treffen den Halter unbestritten weit heftiger als die
Reitbeteiligung. Vielleicht *glaubt* so manche Reitbeteiligung ja
tatsaechlich, die gleiche Last wie der Halter zu tragen - tut sie aber
nicht. Nicht mal andeutungsweise...
| > - wie unterschiedlich sich die Haftungsfrage fuer Reitbeteiligungen und
| > Besitzer darstellt (erstere ist praktisch fuer nichts, letzterer fuer
alles
| > an den Kanthaken zu nehmen). Ganz zu schweigen von der pikanten
Situation,
| > die sich ergibt, wenn die Reitbeteiligung selbst falsch mit dem Pferd
| > umgeht (...) Nicht mal bei grober Fahrlaessigkeit
| > der Reitbeteiligung, alleine schon wegen der Nachweisproblematik..
|
| Dafür gibts Vertäge .
Erstens schliesst keine Reitbeteiligung einen Vertrag mit
Haftungsuebernahme bei Schaeden am Pferd ab. Zweitens wird diese durch den
Umstand, dass das Pferd verliehen wird, ohnehin juristisch weitgehend
ausgehebelt. Drittens ist es praktisch unmoeglich, nachzuweisen, bei wem
sich das Pferd denn nun vertreten hat, auf die Vorhand runtergebuegelt
wurde oder auch nur durch unueberlegtes Hinkacheln die Angst vorm Sprung
gelernt hat. Viertens stellt eine Reihe von Urteilen den Besitzer sogar
gegenueber einer trotz vertraglichem Haftungsausschluss vom Pferd
gesegelten Reitbeteiligung sehr nachteilig. Fuenftens gibt es gleichfalls
Urteile, die beispielsweise im Falle Jugendlicher, die bewusst und
absichtlich den Anweisungen des Reitbeteiligungsgebers zuwiderhandeln,
trotzdem letzteren haftbar machen - er "darf sich nicht darauf verlassen,
dass Jugendliche den Sinn einer Anweisung verstehen"; spassig, bedenkt man,
wie erfahren bereits Jugendliche sein koennen und wie selbstsicher sie sich
denn auch ueber die Massgaben des dummen Halters, der nicht so viele
Schleifen hat, hinwegsetzen (der Hintergrund hierfuer ist neben dem
Grundsatz der Halterhaftung der, dass man fuer den zivilrechtlichen
Ausgleich der doch oft recht erheblichen Schaeden einfach irgendeinen
Schuldigen braucht - sonst traegt die Allgemeinheit ihren Teil - und da der
Halter am leichtesten greifbar, sowie als Luxustierehalter ohnehin
Gegenstand sozialen Neids, ist, ist er eben dran). Und so weiter...
Vielleicht solltest Du Dich erst mal informieren.
| Da man ja sowiso nicht alleine im Wald aureiten sollte gibts auch Zeugen.
Da man sowieso nicht riskant ueberholen sollte, gibt's auch keine
Autounfaelle ;-). Also bitte - ich soll Dich doch ernst nehmen... :-)))
| > - wieviel Kosten eine Reitbeteiligung gar nicht mitkriegt (z.B. die
| > Anschaffung von Pferd und Ausruestung). Immerhin soll es ja
|
| Ich habe selber ne komplette Pferdeausarüstung, über Sattel und 3*
| Zaumzeug bis zu diversem Putzzeug. Erzähl mir nicht was das kostet ...
Ich weiss schon, ein Sattel z.B. 25 Mark (Dein Posting vom April). Ob
dieser von Dir mehrfach verteidigten Aussage wage ich mir die Trensen gar
nicht vorzustellen ;-)
| Beim Hufschmied und Tierarzt war ich auch öfter dabei, ich kenn die
| Anschaffungskosten dieses Pferdes und die Nebenkosten.
Du sollst sie ja nicht kennen, sondern tragen. Genauer gesagt, hat sie der
Halter tagtaeglich im Hinterkopf resp. auf dem Bankauszug - weiss auch,
dass sie ihn im haeufigsten Fall ein Pferdeleben lang begleiten -, wogegen
Reitbeteiligungen jederzeit aussteigen koennen (darum geht's) und dies oft
genug auch tun. Die wenigsten (gottlob gibt's die) springen nicht ab, wenn
das betroffene Pferd mal ein paar Monate nicht zu reiten ist, aber vermehrt
Kosten verursacht. Und dass Du die Anschaffungskosten des Pferdes kennst,
belegt zwar Deinen weiten Horizont, hilft aber dem Halter nix...
| Für wie blöd hällst du mich eigentlich ?
Also, wenn Du mich schon so fragst... ;-)))
| > - die voellig unterschiedliche Situation einer Reitbeteiligung, die bei
| > Interessenwandel, gealtertem Pferd, Aenderung der persoenliche
Situation
| > etc. einfach aussteigen kann...
|
| ach ? Ich muss keine Rücksicht auf das mir anvertraute Pferd nehmen ?
| Ich darf einen Opa so fordern wie ein normales Pferd ?
| Ich darf bei Jungpferden die Gelenke platt reiten ?
| Ich darf auf ner Conamarastute reiten ?
Nein, darfst Du nicht. Kann aber zum einen keiner kontrollieren, und zum
anderen hat das mit dem Hintertuerchen des beliebigen Ausstiegs nichts zu
tun.
| Ich darf einfach so ohne Grund kündigen ?
| Wohl kaum ...
Wohl doch. Darfst Du. Tut das mal einer nicht, sobald ihm danach waere, so
ist das zwar schoen und gut, aber das Damoklesschwert der *Moeglichkeit*
haengt einseitig immer nur ueber dem Halter. Und faellt ueblicherweise -
dies ist eine empirische Beobachtung - auch auf diesen herab.
| Normalerweise kündigt man nur wenn man sich verändern will und eine
| folgende Beteiligung gefunden ist wenn der Pferdebsitzer auf das Geld
| angewiesen ist.
Normalerweise ist der Mensch auch ein guter, weit entfernt von jedem
Materialismus, und jeder Pferdehalter darf sich beruhigt auf diesen Edelmut
verlassen. Aber was im Leben ist schon normal...?
| > Es gibt noch wesentlich mehr relevante Unterschiede, aber mir wird das
zu
| > hirnrissig, weitere aufzuzaehlen. Vielleicht war's ja wirklich nur ein
Witz
| > oder ein Ausrutscher. Falls nicht, ist eine solche Aussage gegenueber
| > Pferdehaltern (erst recht, wenn es sich um mehrere Pferde und/oder
mehrere
| > Jahre handelt) eine Unverschaemtheit.
|
| Deine Besserwiserei ist sehr unhöflich .
Ersetzen wir den Ausdruck durch "besseres Wissen", dann klingt er zum einen
wesentlich freundlicher und entspricht auch weitaus mehr der durch Deine
Ausfuehrungen untermauerten Realitaet... ;-)
| > | Ich kenn Pferde die haben sich im Stall am Halfter erhängt.
| > | Ich kenn Bilder von Pferden die zum ersten und letzten Mal in eine
| > | Stromleitung gebissen haben.
| > | Ich kenn Bilder von Pferden die mit dem Huf im Giter hängen geblieben
| > sind
| > | ...
| >
| > Ich kenn' auch einen Haufen Bilder. Was das allerdings mit dem
zitierten
| > Absatz zu tun haben soll, ist mir nicht so ganz klar. Halfter kann man
| > abnehmen, Boxen gescheit konzipieren. Das Verhalten von Pferden im
Freien
| > zu kontrollieren ist hingegen kaum moeglich.
|
| Das bedeutet einfach das man im Stall und auf der Koppel Risiken hat die
| man minimieren muss.
| Einfach sagen : "Im Stall pasiert ja eh nix" ist falsch.
Na und, hab' ich das gesagt? Bloss lassen sich die Ursachen der von Dir
aufgezaehlten Bilder - wie gezeigt - schon wirklich sehr leicht abstellen,
das Restrisiko auf der Koppel hingegen bleibt. Deswegen kommen die Pferde
ja trotzdem raus, aber das *Risiko* ist der Punkt, den Du endlich mal
begreifen solltest.
Davon abgesehen hat das nichts mit Deiner Aehnlichstellung von
Reitbeteiligung und Pferdehalter zu tun.
| > Darum geht's nicht, und die Annehmlichkeiten der Weide bestreitet auch
| > keiner. Es geht um Deine Pauschalregeln ("Pferde gehoeren...") und um
die
| > Chuzpe, mit der Du diese verbreitest. Sowie um die konsequente
Verleugnung
| > der damit verbundenen Risiken - aber wie gesagt, die betreffen Dich ja
| > nicht; deren Konsequenzen muessen andere tragen.
|
| Unsinn. Lies mal richtig.
Tu ich. "Gesunde Pferde gehören auf die Weide" - das war Deine
(erschoepfende) Antwort auf ein differenziertes Posting mit durchaus
konkreten Erfahrungen zu Weidegefahren. Wohlgemerkt, nicht mit der Aussage,
dass die Koppel zu streichen sei, sondern als sachlicher Beitrag zur
Wahrnehmung realer Risiken. Und zwar von jemand, der durch Koppelunfaelle
bereits erhebliche Verluste hat einstecken muessen - nicht von einem
Gelegenheitspferdemieter.
"Musst mal sehen wie die manchmal auf drei Beinen um die Kurve heizen...
Die wissen genau was noch geht und wobei sie auf die Nase fallen." - auch
das ein Zitat von Dir zum gleichen Thema. Das ist genau das, was ich
kritisiere, naemlich die Verleugnung von Risiken. Erstens wissen das
laengst nicht alle Pferde, und zweitens implizierst Du die Idee, dass man
beruhigt das sprichwoertliche "Denken den Pferden ueberlassen" kann.
| Haflinger sind schon schwerer als Isis.
Warmblueter sind um Klassen schwerer als Haflinger *und* Isis. Und von
anderem Exterieur; insbesondere handelt es sich wesentlich seltener um
quadratische, kompakte Typen. Der Unterschied zwischen Haflingern und Isis
ist bei weitem nicht so gravierend.
| > Der Knackpunkt war und ist denn auch weniger, ob Koppelgang denn nun
noetig
| > (ist er) oder gefaehrlich (ist er ebenfalls) sei, sondern ob sich
| > Pferdehalter diesbezueglich Vorschriften (...) gefallen lassen muessen.
|
| Vorschriften ?
Nun ja, sagen wir mal, mit der Unbeugsamkeit eines Wanderpredigers
vorgetragene Allgemeinplaetze. Aber darauf komme ich gleich noch mal...
| Ich nehme einfach kein Beteiligung an Gefängnisspferden. Wenn das für
dich
| ne Vorschrift ist ...
Auf was Du Beteiligungen anzunehmen geruhst oder nicht, ist sowohl in
diesem Konsens als auch speziell fuer mich voellig ohne Belang.
Beteiligungen muessen erst einmal angeboten werden, und da zumindest ich
wie auch die Pferde da einige Ansprueche an Ausbildung und Einstellung
(Geld ist hingegen der allerunwichtigste Aspekt - stimmt alles andere,
vergebe ich sie auch umsonst) stellen, wird dieser Punkt - nicht wegen der
raeumlichen Distanz - sowieso in hohem Masse hypothetisch.
Die Masse Deiner Postings - wie auch das gemeinte - hingegen enthaelt
durchweg absolute Statements ("Pferde gehoeren...", "Pferde koennen...",
"Reiter brauchen...", "Berittfuehrer koennen...") oder in knappstem Stil -
nur mit schnarrender Feldwebelstimme auszusprechen - gehaltene Anweisungen.
Vorschriften eben. Zwar demonstrieren sowohl die Inhalte als auch die
inzwischen zustandegekommene Darstellung Deines reiterlichen Werdegangs,
wie wenig ernst all dies zu nehmen ist, aber der Ton passt eher zu einem
Reitmeister und Haltungsexperten, dessen Erfahrung und Autoritaet nicht
mehr in Frage gestellt zu werden brauchen.
Im Gegensatz dazu gestalten diejenigen, die wirklich Erfahrung und Wissen
einzubringen haben, ihre Beitraege wesentlich differenzierter. Nur darum
ist die NG fuer mich so interessant - ich kann hier naemlich in der Tat was
dazulernen. Ueber Haltung, veterinaermedizinische Aspekte, Fuetterung - und
auch, z.B. in Deinem Fall, ueber die Reiter. Was ein wenig die durch den
taeglichen Aufenthalt im eigenen Stall entstandene rosarote Brille
ausgleicht - zu leicht gewoehnt man sich da an die doch irrige Annahme,
*alle* mit der Materie Befassten besaessen auch eine mehr als rudimentaere
Kompetenz.
Ich lese Deine Postings nicht nur (um das abschliessend nochmal
anzusprechen) - ich archiviere sie auch. Wuerdigt man das solchermassen
inzwischen zustandegekommene Gesamtwerk, so entsteht - von der
eigenwilligen sprachlichen Gestaltung einmal abgesehen - das Bild eines
wohlmeinenden, eifrigen und pferdeliebenden Menschen. Gleichzeitig formt
sich durch diese (z.B. gut als Seminargrundlage verwendbare) Dialogsammlung
allerdings auch die Erkenntnis, wie weit unten eine umfassende Aufklaerung
bei der gigantischen Dunkelziffer nicht FN-registrierter Reiter wohl
ansetzen muss. Ob eine solche in allen Faellen Erfolg verspricht, bleibt
hingegen - da ja doch so viele schon alles wissen - fraglich...
Gruss
Stefan
> On 1 Oct 1997 23:49:55 GMT, "Stefan Ungemach"
> <stefan....@bingo.baynet.de> wrote:
>
> >lass diese Worte doch noch mal in Ruhe nachklingen: Du warst also einmal
> >ein Jahr lang einen Tag pro Woche "zustaendig", verfuegst mithin ueber die
> >profunde Erfahrung von 52 Tagen unbeaufsichtigten Umgangs mit Pferden. Und
> >das unterscheidet sich fuer Dich nur unwesentlich vom Leben als
> >Pferdebesitzer?
>
>
> Uuups! Stefan, Deine Worte wecken mich auf:
>
> Ich "hopple" seit ca. 14 Jahren in Mietstaellen herum. Ich habe bei
> diesem Weg ca. 7 Jahre gebraucht mal zu spueren, was ein guter Sitz
> ist. Der Durchbruch waren einige Reitstunden im Verein. Mein koennen
> ist fuer einen Reiter, der gerne Dressur reitet, bestimmt schlimm
> anzusehen. Ich schaffe es aber (gottseidank!) dem Tier nicht mehr im
> Maul herum zu reissen (auch wenn's mal bockt).
Ist ein schönes Gefühl wenn das Pferd zum ersten Mal richtg am Zügel steht
oder am Schenkel klebt ...
Das Problem ist eigentlich das Reitbeteiligungen öfter auf jungen Pferden
mit 50 % Ausbildung angeboten werden.
Beim Reiten wird das Pferd dann zwar ordentlich bewegt , aber ein
Ausbildungsfortschritt beim Reiter oder Pferd tritt so nicht auf.
>
> Inzwischen konnte ich im Reiturlaub mal erleben wie schoen es ist,
> eine Verbindung zum Pferd zu haben. Tja, und da isses passsiert: Ich
> wollte mehr, mehr Beziehung zum Pferd. Nach ein paar Anlaeufen habe
> ich vor kurzem eine Reitbeteiligung gefunden. Ich bin jetzt 2x die
> Woche am Stall und habe sofort bemerkt, dass dies eine gaaannz andere
> Welt ist. ;-)
Hier eigentlich weniger. Auch als Reitschüler muss man selbstständig
arbeiten, bekomt hier kein gesatteltes Pferd in die Hand gedrückt.
Wer will kann auch beim Füttern oder Ausmisten mithelfen.
> Frage an Euch: Wie stellt Ihr Euch eine gute Reitbeteiligung vor?
Passend ;-)
Besitzer und Beteiligung mit gleicher Meinung über Pferdeausbildung
" ungefähr gleich schwer
" entweder beide Frau oder beide Mann, das ist fürs
Pferd weniger Umstellung
Gute Leute zum mitausreiten, mit einem fremden Pferd erlebt man doch
gelegentlich Überraschungen
Pferd mit Kondition das planmässig bewegt wird, nicht 5 * Reiten am
Wochende und sonst nix
> Hallo Uwe,
>
> soll das jetzt Reitbeteiligung und Pferdehalter gleichstellen? Dann muessen
das hast du behauptet
>
> | > - wie das ist, wenn man nicht nur "zustaendig", sondern darueberhinaus
> auch
> | > verantwortlich ist. Also selbst die Konsequenzen aus Fehlentscheidungen
> | > traegt: (...)
> |
> | Wenn du das Pferd falsch behandelst bist du die Reitbeteiligung sofort
> los.
>
> Ja und? Dann suchst Du Dir eine andere, und der Besitzer bleibt auf dem
> Problem hocken.
Soviele mögliche Reitbeteiligungen gibt es hier nicht. Und wer einmal
richtig Mist gebaut hat bekommt auch kein Pferd mehr.
Deshalb sollte man diesen Fall vermeiden.
>
> | Da man ja sowiso nicht alleine im Wald aureiten sollte gibts auch Zeugen.
>
> Da man sowieso nicht riskant ueberholen sollte, gibt's auch keine
> Autounfaelle ;-). Also bitte - ich soll Dich doch ernst nehmen... :-)))
mach es doch
Schon mal von deinem Auto runterbeuckelt worden ?
Das kann man wohl kaum vergleichen.
>
>
> | > - wieviel Kosten eine Reitbeteiligung gar nicht mitkriegt (z.B. die
> | > Anschaffung von Pferd und Ausruestung). Immerhin soll es ja
> |
> | Ich habe selber ne komplette Pferdeausarüstung, über Sattel und 3*
> | Zaumzeug bis zu diversem Putzzeug. Erzähl mir nicht was das kostet ...
>
> Ich weiss schon, ein Sattel z.B. 25 Mark (Dein Posting vom April). Ob
> dieser von Dir mehrfach verteidigten Aussage wage ich mir die Trensen gar
> nicht vorzustellen ;-)
Ja und ? Meinst du ein Sattel für 3000 DM ist besser als einer für 1000
DM der dem Pferd passt, dafür vielleicht nicht so toll verziert ist und
nicht von einer grossen Firma kommt ?
Für einen vergleichbaren gebrauchten Sattel musst du so 300 DM hinlegen.
Zaumzeug ist neu bis neuwertig. Wesentlich besser als der Schrott den ich
bei manchen Reitbeteiligungen in die Hand gedrückt bekommen habe.
Da reite ich lieber mit meinen Sachen, da weiss ich das ich mich auf die
Lederteile und Schnallen verlassen kann.
>
> | > - die voellig unterschiedliche Situation einer Reitbeteiligung, die bei
> | > Interessenwandel, gealtertem Pferd, Aenderung der persoenliche
> Situation
> | > etc. einfach aussteigen kann...
> |
> | ach ? Ich muss keine Rücksicht auf das mir anvertraute Pferd nehmen ?
> | Ich darf einen Opa so fordern wie ein normales Pferd ?
> | Ich darf bei Jungpferden die Gelenke platt reiten ?
> | Ich darf auf ner Conamarastute reiten ?
>
> Nein, darfst Du nicht. Kann aber zum einen keiner kontrollieren, und zum
> anderen hat das mit dem Hintertuerchen des beliebigen Ausstiegs nichts zu
> tun.
Wenn fast immer andere Leute mit auf dem Hof sind ist das sehr wohl zu
kontrollieren.
> | Einfach sagen : "Im Stall pasiert ja eh nix" ist falsch.
>
> Na und, hab' ich das gesagt? Bloss lassen sich die Ursachen der von Dir
> aufgezaehlten Bilder - wie gezeigt - schon wirklich sehr leicht abstellen,
> das Restrisiko auf der Koppel hingegen bleibt. Deswegen kommen die Pferde
> ja trotzdem raus, aber das *Risiko* ist der Punkt, den Du endlich mal
> begreifen solltest.
Das hat sich bei dir anghört: Mein Pferd ist so toll und teuer, das darf
nicht raus, könnte sich ja mal ein Bein vertreten.
Habe schon genug Leute mit so einer Einstellung kennen gelernt..
> | Haflinger sind schon schwerer als Isis.
> Warmblueter sind um Klassen schwerer als Haflinger *und* Isis. Und von
> anderem Exterieur; insbesondere handelt es sich wesentlich seltener um
> quadratische, kompakte Typen. Der Unterschied zwischen Haflingern und Isis
> ist bei weitem nicht so gravierend.
Also sind Warmblut mit ewig langem Rücken ne Fehlzüchtng weil die kein
natürliches Gleichgewicht mehr haben ?
> wie wenig ernst all dies zu nehmen ist, aber der Ton passt eher zu einem
> Reitmeister und Haltungsexperten, dessen Erfahrung und Autoritaet nicht
> mehr in Frage gestellt zu werden brauchen.
Dein Tonfall ist auch nicht gerade vorbildlich ...
Wirkt immer sehr Oberlehrerhaft. Das mag ich nicht.
> bei der gigantischen Dunkelziffer nicht FN-registrierter Reiter wohl
> ansetzen muss. Ob eine solche in allen Faellen Erfolg verspricht, bleibt
> hingegen - da ja doch so viele schon alles wissen - fraglich...
Bei der FN läuft genug schief. Da ist nicht alles Gold was glänz.
Kannst dazu ja mal in die Cavallo sehen wofür die ihr Geld ausgeben.
Mehr Breitenarbeit wäre da sehr angebracht.
Es fehlt immer noch guter , intressant aufgebauter und preiswerter
Unterricht.
Was meinst du warum Hempfling sooo einen Zulauf hat ?
Der verkauft sich einfach besser als die FN.
Obwohl sein Konzept nicht gearde ausgereift ist ...
Gruss
Uwe
> Frage an Euch: Wie stellt Ihr Euch eine gute Reitbeteiligung vor?
dass mein Pferd den betreffenden Menschen mag - und zwar nicht nur vom
Boden aus.
Wenn es mir anzeigt, dass ihm der betreffende Mensch unangenehm ist,
wuerde ich mit dem menschen niemals eine Reitbeteiligung machen.
M.E. ist das die Hauptsache. Alles andere waere fuer mich sekundaer, da
lehrbar, wenn nicht vorhanden - Sympathie allerdings kann man nicht
lehren.
Gruesse
Kirstin
| [Uwe Konopka:]
| Es gibt Wege die gehe ich mit einem Fjorpdpferd oder Haflinger
| bedenkenlos.
|
| Mit einem Warmblut ? Nur wenn es unbedingt sein müsste, da nehm ich
lieber
| einen längeren Weg aussen rum.
...vorausgesetzt, Du kriegst ueberhaupt eins. Letztes Wochenende waren wir
auf einem Event, zu dem unter anderem ein, mehrere Stockwerke hoher,
Steilhang von ueber 100% Steigung bergab zu reiten war. Also eine Steigung,
die man nur mit Haneden und Fuessen raufkommt. Kein Problem fuer die ganzen
teilnehmenden Warmblueter (den laengeren Weg, den "chicken way", haben im
uebrigen einige (Gross-)Ponyreiter genommen - das sagt aber nix ueber deren
Eignung aus, sondern ist eine zufaellige Koinzidenz).
Was ist mit tieferen Wasserdurchritten? Oder -ausspruengen? Keine Chance
fuer die "Kurzen"...
Wir haben schon verschiedenste Warmblueter an schwierigstes Gelaende
gewoehnt. Lektionen, wie einen Kieshang auf dem Hintern runterzurutschen,
haben die alle schnell und leicht gelernt. Ich behaupte, dass ausgebildete
Warmblueter mindestens ueberall durchkommen, wo sich ein Robustpferdchen
versucht - darueberhinaus aber auch noch ueber einiges drueber, was fuer
die "Zwergln" unueberwindlich wird. Ausser vielleicht unter einem Sprung
durch...
Der einzige Vorteil von Fjord- oder Haflingern mag ein psychologischer sein
- man faellt halt nicht so tief :-))
| Sicher kann man ein Warmblut vielseitiger reiten, das heisst aber lange
| nicht das es immer nur Warmblut sein muss...
Stimmt.
| (Ponies...)
| Für erwachsen Reitanfänger sind die auch besser geignet um erst mal die
| Scheu vor so einem grossen Lebewesen abzubauen.
Stimmt nicht. Erstens hilft es wenig, wenn der grossgeratene Anfaenger
gleich mitlaufen kann. Zweitens wird das Gewichtsverhaeltnis Pferd/Reiter
fuer die Pferdchen unangenehmer (wenn sie's auch klaglos aushalten).
Drittens sind Ponies naturgemaess anders uebersetzt, bewegen sich mithin
schneller - was gerade fuer Erwachsene, die i.d.R. unbeweglicher als Kinder
(Bewegungsablaeufe sportlicher Art lernt der Mensch am leichtesten im Alter
von ca.12 Jahren) sind, schwieriger und unbequem wird - vor allem, wenn
diese maennlichen Geschlechtes sind ;-))
Gruss
Stefan
Auch im Stall kann sich ein Pferd die Knochen brechen. Das Pferd meiner
Freundin (Dtsch. Warmblut,18 Jahre alt) splitterte sich ueber Nacht -
der Himmel weiss wie - das Roehrbein in 20 Stuecke und musste am
darauffolgenden Tag aufgrund des irreparablen Schadens eingeschlaefert
werden. Die Box,in der das Unglueck geschah,war eine stinknormale
Pferdebox,3*3m gross,und weder vorher noch nachher hat sich ein Pferd da
etwas getan.
Dieser Fall war ganz,ganz bitter. Es war einfach Pech. Und so ist es
auch mit Weideverletzungen. Es gibt uebrigens hunderte von
Turnierpferden,die tagsueber auf pferdegerechten Weiden (keine Loecher
im Boden;massiver,sicherer Zaun...) gehalten werden - ohne sich dabei zu
verletzen. Der Weidegang kommt ihnen im Gegenteil sogar sehr
entgegen,denn sie sind ausgeglichener,zufriedener->arbeitsfreudiger und
besser gymnastiziert.
Und es ist einfach so,dass Pferde (zumindest tagsueber) auf die Weide
oder in einen Auslauf gehoeren,und zwar nicht allein,sondern in
Gesellschaft. Und wenn Du Dein Pferd artgerecht und gesund halten
willst,musst du ihm als Lauftier viel freie Bewegung an frischer Luft
verschaffen;als Herdentier brauch es Gesellschaft und (Koerper-)Kontakt
zu Artgenossen. Das ist eben so. Da stellen Turnierpferde keine Ausnahme
dar.
Viele Gruesse,
Kim
da klingen doch sehr einseitige Erlebnisse mit Reitbeteiligungen durch.
Reitbeteiligungen wollen also nur das Pferd verjuckeln, stellen es
anschliessend platt in den Stall und zahlen nicht mal dafuer.
Mein Rat waere: Nimm weniger Geld, dann kannst Du Dir den Mitreiter
sorgfaeltiger aussuchen! Die Situation ist doch folgende: Jemand hat genug
Geld, sich ein Pferd zu leisten. Dann kann er sich eins kaufen. Oder jemand
hat nicht genug - dann muss er sich jemanden suchen, der sich ein Pferd
leisten kann, aber nicht genug Zeit hat, sich darum zu kuemmern. Oder
vielleicht auch keinen Bock, wirklich jeden Tag hinzufahren. Und diese
beiden einigen sich dann irgendwie.
Eine Reitbeteiligung bietet dem Besitzer mehr als nur Kohle. Das Pferd
wird regelmaessig geputzt, der Stall wird gemacht, das Pferd bewegt, im
besten Fall auch weiter ausgebildet. Selbstverstaendlich wird das Pferd
auch weiterversorgt, wenn es mal nicht so fit ist. Hab ich noch nie anders
erlebt. Schliesslich geht es nicht nur um das Reiten, sondern um den
kompletten Umgang mit dem Pferd.
Auf dieser Grundlage muessen sich beide Seiten dann eben einigen. Je
besser als Reiter und je zuverlaessiger die Reitbeteiligung, desto weniger
Kohle (auch null ist nicht ungewoehnlich), je besser das Pferd, desto mehr.
Wenn man sich auf einen festen Betrag monatlich einigt, gibt's auch keinen
Aerger.
Da kommt natuerlich nicht viel Geld rueber! Ich selbst beispielsweise
zahle zur Zeit in etwa die Schmiedkosten. Aber: das Pferd wird geputzt,
geritten... s.o. Wem das nicht reicht, weil er etwa zur Unterhaltung des
Pferdes auf mehr angewiesen ist, hat ein Problem. ABER da muss die Frage
erlaubt sein, ob er sich vielleicht von vornherein kein eigenes Pferd
haette kaufen sollen, sondern als Reitbeteiligung...? Die Kosten, die ein
Pferd verursacht, duerfen dem Besitzer nicht allzu wehtun, einschliesslich
Tierarztkosten. Sonst geht er naemlich das Risiko ein, dass letzten Endes
das Pferd darunter leidet. Deshalb kann auch die Reitbeteiligung nur
ergaenzend zum Unterhalt beitragen.
Mal ehrlich, wenn ich mir die halben staendigen Kosten eines Pferdes
leisten koennte, dann wuerde ich mir jemanden suchen, dem es ebenso geht,
und mir ein halbes eigenes Pferd kaufen, um mich dann mit diesem anderen
gleichberechtigt abzustimmen. Als Reitbeteiligung lebt man naemlich auch
nicht wie die Made im Speck, sondern muss schon auch Nachteile in Kauf
nehmen gegenueber dem Besitzer (Warum, lieber Stefan, hast Du denn ein
eigenes Pferd, wenn's so einfach ist als Reitbeteiligung?). Dazu gehoeren
gelegentlich mal zweifelhafte Anweisungen (damit meine ich nicht Euren
Weidenstreit), denn auch Besitzer muessen nicht unbedingt Pferdeprofis
sein. Und auch nachdem ich einige Jahre fremde Pferde geritten habe, kenne
ich das Gefuehl ganz gut, das Tierchen wieder zurechtbiegen zu muessen.
Dabei reite ich selbst nicht besser als hoechstens A-Niveau.
Natuerlich kann eine Reitbeteiligung von heute auf morgen aufhoeren.
Sollte sie nicht, kann sie aber. Dabei faellt mir ein, dass drei der
Pferde, die ich mitgeritten habe, verkauft wurden. Beides kann passieren.
Weiss man vorher.
Und natuerlich ist die Rechtslage fuer den Besitzer sehr nachteilig.
Allerdings sehe ich keine "Leihe", wenn ich fuer das Pferd bezahlen muss.
Kommt der Miete doch wohl naeher? Ausserdem ist der ENTleiher voll
verantwortlich fuer jeden Schaden, den er der "Leihsache" zufuegt. Wo steht
was anderes? Uebel wird es erst bei Schaeden, die der Reiter durch das
Pferd erleidet. VERSICHERN!
Tschuess, Reinhard
>Auf was Du Beteiligungen anzunehmen geruhst oder nicht, ist sowohl in
>diesem Konsens als auch speziell fuer mich voellig ohne Belang.
Nebenbei, wo so viel von Besserwisserei die Rede war: "Konsens" bedeutet
etwa Uebereinstimmung von Erklaerungen oder Meinungen. Versuch mal
"Kontext", auch ein schoenes Fremdwort, und manchmal passt es sogar.
| Uuups! Stefan, Deine Worte wecken mich auf:
| [...}
| Frage an Euch: Wie stellt Ihr Euch eine gute Reitbeteiligung vor?
Hallo Thomas,
da entsteht natuerlich im Laufe der Jahre eine Idealvorstellung, die selten
zu erreichen ist. Ganz wichtig ist es, dass es zwei unterschiedliche
Zielsetzungen des Pferdeeigners geben kann, die in der Konsequenz
unterschiedliche Anforderungen an die Reitbeteiligung stellen. Zuerst meine
(die eher einem fortgeschrittenen Pflegepferd-Verhaeltnis entspricht)...
Mir persoenlich geht es - da ich einer der hoffnungslosen Faelle ohne
blutsverwandten Sponsor bin, deren Pferde selbst geritten, (fast nur)
selbst ausgebildet, selbst in drei Disziplinen auf Turnieren vorgestellt
und trotzdem ausschliesslich durch eigene Arbeit finanziert werden - vor
allem darum, zeitlich entlastet zu werden. Ausserdem sollen die Pferde in
keinem Fall aus dem gewohnten Arbeitsrythmus herauskommen, gar durch
unzureichendes Koennen zurueckfallen. Daraus ergeben sich schon einige
Anforderungen. Bevor Du ob dieser einen Herzkasper kriegst, sei
vorangestellt, dass
- eine Reitbeteiligung dieser Art zwei- bis dreimal die Woche reiten kann
(an einem Tag voellig eigenstaendig, an den anderen Tagen in zeitlicher
Abstimmung mit mir, weil die Pferde ueber nennenswerte Teile des Jahres
ohnehin zweimal taeglich gehen)
- falls das reiterliche Koennen noch nicht so weit ist, Unterricht
angeboten wird (und wahrzunehmen ist)
- sie mit dem Pferd auch an Einsteigerpruefungen bis DRA IV, und an
C-Turnieren, teilnehmen darf, soweit es die Ausschreibungen zulassen. Ich
komme auch mit und erledige Meldestelle und Transport. Allerdings geht, was
die Starts angeht, mein eigener Zeitplan vor
- die Reitbeteiligung keinen Pfennig kostet!
Im Gegenzug erwarte ich allerdings einiges.
- ein gutes Verhaeltnis zum Pferd ist wohl das wichtigste Kriterium. Dies
schlaegt sich im allgemeinen Umgang mit diesem (gut beim Putzen und bei der
Versorgung nach dem Ritt zu beobachten), beim Reiten selber und auch beim
Engagement ausserhalb des Reitens nieder. Ich erwarte von einer
Reitbeteiligung auch Interesse und Engagement ausserhalb des Reitens
selbst; also Grasen lassen, zusaetzlicher beobachteter Koppelgang, Fuehren
und Pflege im Krankheitsfall, Pflege des Sattelzeuges - und zwar nicht
unbedingt nur an den Reittagen!
- die Reitbeteiligung sollte einen Reitstil aehnlich dem meinen haben,
ausserdem vergleichbares Koennen aufweisen, oder aber bereit sein, von mir
oder unter meiner Aufsicht auf meinen Pferden ausgebildet zu werden. Ich
muss - auch ausserhalb der Saison - genau wissen, wie welches Pferd wann
geritten ist.
- ganz wichtig, und gleichzeitig eine Kontrolle fuer die ersten beiden und
den naechsten Punkte, ist, dass die Reitbeteiligung NIEMALS Neues mit dem
Pferd ausprobiert. Das gilt in erster Linie fuer das Reiten,
selbstverstaendlich aber auch fuer die Pflege und Haltung. Der
Kenntnisstand des reitenden Besitzers ueber das Verhalten und das Umfeld
seines Pferdes muss jederzeit der beste und aus erster Hand sein. Hier
liegt einer der allergroessten Problempunkte: kein Pferdebesitzer dankt es
einem anderen, wenn dieser mit dem Pferd herumexperimentiert.
- die Reitbeteiligung sollte ihr Verhaeltnis zum Pferd nicht
fehlinterpretieren. Geht es nur ums Bewegen, wuerde es auch ein
Spazierenreiten durch Jugendliche oder Kumpel auf der Basis eines
gelegentlichen Gefallens tun. Geht es um Beritt, bezahle ich einen Profi,
der genaue Vorgaben erhaelt. Und ich brauche keinen
Moechtegern-Pferdebesitzer, der glaubt, ohnehin besser zu wissen, wie mit
dem Pferden umzugehen ist - aber keins halten will oder kann. Eine
Reitbeteiligung kann und soll selbstaendig agieren, aber sich der Tatsache
bewusst sein, dass ihr ein teures Pferd umsonst zur Verfuegung gestellt
wird - nicht zur Korrektur (leider steigern sich viele unserer Stallmaedels
in diese Wunschvorstellung hinein) - und damit vor allem auch Pflichten und
ein Weisungsgefaelle verbunden sind. Letzeres ist eindeutig - was ich will,
wird nicht diskutiert (dafuer liegen zuviel RIsiken und Vorleistungen auf
meinem Buckel).
- die Reitbeteiligung muss absolut zuverlaessig und verantwortungsvoll
sein. Ich muss mich darauf verlassen koennen, dass die Absprachen ueber das
Reiten und die Pflege eingehalten, die Pferde nach Plan bewegt werden -
auch wenn die Kumpels ausserhalb der Anlage zum wilden Stoppelfeldgalopp,
oder in meiner Abwesenheit doch mal zu ein paar Spruengen, verleiten
wollen.
- Springen und Ausreiten sind nur drin, wenn ein Vertrag existiert, der
sowohl alle ueber die durch die Tierhalterhaftpflicht nicht gedeckten
Schaeden beim Fremdreiten auf die Reitbeteiligung oder deren
Erziehungsberechtigte abwaelzt, als auch die Reitbeteiligung dazu
verpflichtet, Schaeden am Tier, die zu Nutzungsausfall oder Tod fuehren, zu
uebernehmen. Letzteres kann durch den Abschluss einer
Tierlebensversicherung oder die zeitweise Uebernahme der Kosten dafuer
geschehen - wenig ist mir grauslicher als die Vorstellung, dass jemand mit
meinem Pferd ein Risiko zuviel eingegangen ist. Springen darueberhinaus nur
in meiner Anwesenheit, Reitjagden nie.
- Sattel und Zaumzeug werden ausschliesslich nach Vorgaben des Halters
eingesetzt.
- Ich erwarte nicht dauernd Unterstuetzung und Begleitung auf Turnieren
oder beim Reiten auf fremden Springplaetzen resp. Militarystrecken, aber
schon in den meisten Faellen.
Ganz was anderes sind Reitbeteiligungen auf (vorwiegenden) Freizeitpferden
- oder aus pekuniaerer Notwendigkeit eingegangene. Hier steht weniger die
absolute Kontrolle ueber das, was mit dem Pferd geschieht, als vielmehr die
Uebernahme eines Teils der zeitlichen und finanziellen Last gegen die
Moeglichkeit, ein Pferd, ohne es anschaffen zu muessen, regelmaessig zu
reiten, im Brennpunkt des Interesses (geht es um Turnierpferde, fuer die
nichtsdestotrotz eine Teilung der Kosten notwendig ist, so wird sich der
Besitzer schon eher eine Reitbeteiligung nach obigem Vorbild wuenschen -
darf diese aber nicht unbedingt zu finden erwarten).
Was ich ueber das Verhaeltnis bzw. die Sympathie zum Pferd gesagt habe,
gilt auch hier. Gleichermassen, was ich von der Zuverlaessigkeit der
Reitbeteiligung wuensche. Ggf., vor allem bei Offenstallhaltung oder
Pensionshaltung mit hoher Eigenbeteiligung, muss zudem ein Arbeitsplan
aufgestellt werden. Einsatzgebiet und Reitstil sind vielleicht nicht ganz
so wichtig, das muss jeder selbst entscheiden.
Eine Absicherung gegenueber allen Anspruechen vor allem der Reitbeteiligung
gegenueber dem Pferdehalter sowie Anspruechen durch Schaeden an Dritten,
die nicht durch die Tierhalterhaftpflicht abgedeckt werden, muss gegeben
sein.
Zu den Kosten, die hier wohl wichtiger sind, ist noch etwas zu sagen. IMO
sollte eine Aufstellung der realen Kosten erfolgen (regelmaessiger Tierarzt
und Hufschmied inbegriffen). Diese monatlichen Kosten sollten entsprechend
der Nutzung geteilt werden - und zwar unter Vereinbarung einer
Kuendigungsfrist und ohne Bindung an die tatsaechliche Nutzung (zuoft habe
ich schon Reitbeteiligungen bei einem Monat Krankheitsstillstand, oder
waehrend des Urlaubs, aussteigen sehen). Weiterhin muss eine Beteiligung an
ausserordentlichen Tierarztkosten vereinbart werden, und zwar ungeachtet
des Umstandes, wer den Tierarzt gerufen hat. Zu ueberlegen ist
darueberhinaus eine geringe Pauschale fuer Sattelzeugnutzung (und wenn's
nur ein Zehner pro Monat ist; im Gegensatz zu zumindest einer anderen
Ansicht haengen schnell einige Tausend DM Ledersachen - pro Pferd - in der
Sattelkammer), und eine Reparaturverpflichtung bei Beschaedigung vereinbart
werden
Generell haben sich zwei weitere Modalitaeten fuer beide Arten von
Reitbeteiligung bewaehrt:
- es sollte eine Art "Pferde-Tagebuch" gefuehrt werden, in welches jeder
eintraegt, was mit dem Pferd geschehen ist bzw. an diesem beobachtet wurde.
Dies ist sowohl als Kontrolle darueber, wie das Pferd bewegt wurde, als
auch fuer andere Beobachtungen (Krankheit, Tagesform) bzw. Anweisungen
noetig.
- die Reitbeteiligung sollte, falls der Besitzer nicht erreicht werden
kann, nach eigenem Dafuerhalten einen bestimmten Tierarzt (der darueber
informiert werden sollte) hinzuziehen duerfen. Das ist kein so grosses
Risiko, wie es scheint - erstens wird es sich selbst im Irrtumsfall um
hoechstens eine Visite handeln, und ausserdem ist eine nicht erkannte Kolik
oder ein Einschuss bei weitem teurer.
Wohlgemerkt: dies sind meine persoenlichen Anforderungen. Die erste
spiegelt den heutigen Stand wieder, die zweite betrifft Reitbeteiligungen
an Pferden, die nicht (mehr) i8m Sporteinsatz gehen, von denen man sich
aber trotzdem nicht trennen mag - oder aber auch die ganz normalen
Freizeitpferde, fuer die i.d.R. Beteiligungen vergeben werden. Sie sind
nicht das Evangelium... :-))
Gruss
Stefan
| > | Da man ja sowiso nicht alleine im Wald aureiten sollte gibts auch
Zeugen.
| > Da man sowieso nicht riskant ueberholen sollte, gibt's auch keine
| > Autounfaelle ;-). Also bitte - ich soll Dich doch ernst nehmen... :-)))
|
| Schon mal von deinem Auto runterbeuckelt worden ?
| Das kann man wohl kaum vergleichen.
Noch mal langsam zum Mitschreiben: der Folgeschluss ist das Malheur. Da man
(...) sollte, gibt's auch (...). Du leitest Tatsachen aus Forderungen ab.
Das ist verkehrt, und dies demonstriert die Analogie.
| > | Ich habe selber ne komplette Pferdeausarüstung, über Sattel und 3*
| > | Zaumzeug bis zu diversem Putzzeug. Erzähl mir nicht was das kostet
..
Schau an, da hab' ich im letzten Posting glatt was vergessen. Was haeltst
Du eigentlich fuer eine "komplette Pferdeausruestung"? Hoffentlich nicht
die schultuetenaehnlichen "Komplett-Sets" fuer Kinder (Kardaetsche,
Striegel, Auskratzer und Kamm plus Pferdecomic fuer 19,95 DM samt
Kistchen). Da waere schon noch einiges:
- Longiermaterial (Longe, Brille, Longierpeitsche, ggf.Longiergurt,
Ausbinder und/oder Gogue); zusammen ca. 300 DM
- Abschwitz-, Winter- und ggf. Fliegendecke; im Falle aller drei ca.
400-500 DM
- Mini-Stallapotheke (Blauspray, Zinksalbe, Nekrolytan, ggf. Rivanol, zwei
Bandagen, Kupfersulfat oder Hufmittel, Waermegel, Taschenlampe,
Zeckenzange)
- "grosses" Putzzeug (also ueber die o.g. Minimalausstattung hinaus:
Verziehmesser, ggf. Effilierschere, Flachbuerste, Schwaemme etc.)
- Huffett und -pinsel
- Fliegenhaube und -spray
- Hufbeschlagzeug, jedenfalls Krokodil- und Beisszange, Hammer und Raspel;
200 DM
- Streichgamaschen (und zwar feste; die Neoprendinger sind gerade beim
Spazierenreiten schnell beschaedigt)
Immerhin: Gerten und Sporen brauchst Du ja nicht, genausowenig wie
Maehnengummis, -klebeband.und Startnummern. Jedenfalls nicht fuer's Pferd
an sich, das faellt in die Kategorie Reiterausruestung bzw. Steckenpferd...
| > Ich weiss schon, ein Sattel z.B. 25 Mark (Dein Posting vom April). Ob
| > dieser von Dir mehrfach verteidigten Aussage wage ich mir die Trensen
gar
| > nicht vorzustellen ;-)
|
| Ja und ? Meinst du ein Sattel für 3000 DM ist besser als einer für 1000
| DM der dem Pferd passt, dafür vielleicht nicht so toll verziert ist und
| nicht von einer grossen Firma kommt ?
|
| Für einen vergleichbaren gebrauchten Sattel musst du so 300 DM hinlegen.
Immerhin - jetzt sind wir schon beim 12-fachen Preis angekommen... :-))
Der billigste gebrauchte Sattel, den ich jemals freiwillig erworben habe,
hat 800,-- DM gekostet und bereits eine Schwaeche im Sattelbaum gehabt, die
gerade noch so tolerierbar war. Eine "Billigpfanne", die mir einmal
zusammen mit einem aelteren Pferd verkauft worden ist, ist umgehend im
Muell gelandet - zwar waren am Pferd keine Druckstellen sichtbar und die
Durchsicht ueber den Rist noch moeglich, aber die Mehlprobe sprach Baende
(den nackten Sattel mit Sattelseife von unten leicht einfetten und Mehl
oder Kohle - je nach Pferdefarbe - draufstaeuben. Auflegen, Moehrensack
drauf, zehn Schritte fuehren, abnehmen, staunen).
Hat man einmal das Theater mitgemacht, wenn der Sattler mit einem Dutzend
Saettel antanzt, alle aufgelegt und ca. die Haelfte ausprobiert und
probegeritten werden, dies ggf. mehrmals, und dann ggf. noch Nacharbeiten
erforderlich sind (das erste Aufpolstern, wenn sich die Polsterung gesetzt
hat - unvorhersehbar, wie dies genau geschieht - ist uebrigens bei einem
serioesen Sattler mit drin), dann wird einem schnell einsichtig, dass
dieser Aufwand weder von der Stange oder im Versand zu bekommen ist, noch
in ein paar hundert Mark Sattelkosten einkalkuliert worden sein kann. Ohne
dass es sich um in irgendeinerweise ueberkandidelte Saettel handelt, und
ohne dass besondere Massvorgaben des Reiters beruecksichtigt werden mussten
(gluecklicherweise habe ich annaehernd Normformat und -gewicht), haben die
letzten drei Saettel jeweils zweieinhalbtausend Mark nackt gekostet. Will
man was Besonderes, ist auch das Doppelte moeglich. Der enorme Zeitaufwand
(z.B.Pferd fuer die Vorauswahl zum Sattler fahren, Feinanpassung,
Probieren: ein Sattler, der Dich als ernstzunehmenden Kunden kennt, also
nicht den Verdacht hegen muss, dass man einfach mal kostenlos auf teuren
Saetteln rumschrubben will, akzeptiert dieses Procedere - naemlich bei sich
die vorgeschlagenen und ggf. vorbestellten Saettel aufzulegen und Dir dann
fuer eine Woche eine engere Auswahl zum Probieren mitzugeben - im uebrigen
ohne weiteres), sowie ein fairer Abnutzungsausgleich fuer ausgiebiger
probierte Saettel kommt auch noch hinzu.
Von Verzierungen braucht da nicht die Rede sein (BTW: wo sollten die bei
Dressur, Spring- oder VS-Saetteln auch sein? Da muss man schon an die
Western-Nase fassen).
Mir kommt nun aber der Verdacht, dass sich Deine Ausfuehrungen auf
Ponysaettel beschraenken. Da waeren sie nicht ganz so verkehrt - allerdings
muesste dann eben auch explizit vom Ponysattel die Rede sein. Auf
Warmblueter resp. Vollblueter - immer noch die Mehrheit - lassen sich die
in dem Fall gemachten Beobachtungen keinesfalls so simpel uebertragen.
Zugegebenermassen sind Haflingersaettel bzw. Ponysaettel um einiges
billiger - da diese Pferde einen breiteren Ruecken und keinen so
ausgepraegten Widerrist haben (drum uebrigens auch die Pony-Schweifriemen),
kann man einen solchen Sattel weniger aufwendig herstellen.
Man kann sich dies anhand eines geometrischen Beispiels verdeutlichen;
bildet der Querschnitt durch die Auflageflaeche ein V, so muessen die
Polster rechts und links vom Widerrist schon genau und gleichmaessig
sitzen, um Druckstellen zu vermeiden. Ist der Querschnitt hingegen eher
flach, sind zudem die arbeitenden Rueckenmuskeln nicht so erhaben, dann ist
der Konstruktionsaufwand geringer. Ausserdem haben die "Robustfaesschen"
einen kurzeren Ruecken, so dass sich die Druckbelastung durch den
aufliegenden Sattel besser verteilt.
Zudem ist auch die Erhoehung des Widerrists in Laengsrichtung eine Vorgabe,
der durch entsprechende Biegung des Sattelbaums und der Rueckenpolster (bei
Nicht-Trachtensaetteln) entsprochen werden muss. Wiederum erhoehter
Konstruktionsaufwand fuer Warmblueter.
Schliesslich wird bei der Konstruktion eines Ponysattels von einem
wesentlich geringeren (zu verteilenden) Reitergewicht ausgegangen -
naemlich dem von Kindern. Das erlaubt natuerlich ebenfalls hoehere
Toleranzen in der Passform und einen entsprechend einfacheren Bau.
Reitponies uebrigens, deren Exterieur perfekt dem von kleinen Warmbluetern
aehnelt, werden mit genau den gleichen aufwendigen Warmblutsaetteln, halt
mit entsprechend kleinerer Kammergroesse und Sitzlaenge, ausgestattet.
| Zaumzeug ist neu bis neuwertig. Wesentlich besser als der Schrott den
ich
| bei manchen Reitbeteiligungen in die Hand gedrückt bekommen habe.
| Da reite ich lieber mit meinen Sachen, da weiss ich das ich mich auf die
| Lederteile und Schnallen verlassen kann.
Was ist denn mit den unverstellbaren Teilen einer Trense, z.B. der obere
Teil des Nasenriemens - passt der Backenstueckansatz zu den Jochbeinen
aller von Dir gerittenen Pferde? Und wie ist das mit dem Gebiss? Das
zweitteuerste Einzelteil einer Trense muss ja nun wirklich perfekt zum
Pferd passen - wieviele davon hast Du denn? Oder reitest Du gebisslos?
BTW: eine Reitbeteiligung, die bei uns im Verein ein Schulpferd mitreiten
durfte und zu dessen "Korrektur" mit einem Hackamore (mit Riesenbaeumen,
also was fuer Profis und dazu auf einem nicht entsprechend ausgebildeten
Pferd ohnehin sinnlos) angerueckt ist, habe ich so schnell vom Pferd
geholt, dass quasi noch ein Ueberschallknall hinterherkam...
| > | ach ? Ich muss keine Rücksicht auf das mir anvertraute Pferd nehmen ?
| > | Ich darf einen Opa so fordern wie ein normales Pferd ?
| > | Ich darf bei Jungpferden die Gelenke platt reiten ?
| > | Ich darf auf ner Conamarastute reiten ?
| >
| > Nein, darfst Du nicht. Kann aber zum einen keiner kontrollieren, und
zum
| > anderen hat das mit dem Hintertuerchen des beliebigen Ausstiegs nichts
zu
| > tun.
|
| Wenn fast immer andere Leute mit auf dem Hof sind ist das sehr wohl zu
| kontrollieren.
Du reitest aber nach eigenem Bekunden vorzugsweise im Wald, da sieht's
keiner. Zudem ist es gar nicht so einfach, zu erkennen, ob z.B. ein Pferd
auf der Vorhand laeuft oder bloss in Dehnungshaltung ist - da werden die
vielen Leute am Hof wohl eher Aehnliches wie die sprichwoertlichen "vielen
Koeche" bewirken.
| Das hat sich bei dir anghört: Mein Pferd ist so toll und teuer, das darf
| nicht raus, könnte sich ja mal ein Bein vertreten.
|
| Habe schon genug Leute mit so einer Einstellung kennen gelernt..
Aber dafuer offensichtlich zu schlampig gelesen. In KEINEM Posting habe ich
jemals Zweifel daran gelassen, dass meine Pferde trotz allem (BTW "koennte"
sich nicht mal eines meiner Pferde ein Bein "vertreten", sondern es "hat"
sich bereits schon mal eins eines "gebrochen". Also wieder mal Erfahrung -
die ich in diesem Fall keinem wuensche - gegen Allgemeinplaetze) auf die
Koppel kommen.
Ueberigens ist jedes Pferd fuer seinen Besitzer toll und teuer! :-)))
| > Warmblueter sind um Klassen schwerer als Haflinger *und* Isis. Und von
| > anderem Exterieur; insbesondere handelt es sich wesentlich seltener um
| > quadratische, kompakte Typen. Der Unterschied zwischen Haflingern und
Isis
| > ist bei weitem nicht so gravierend.
|
| Also sind Warmblut mit ewig langem Rücken ne Fehlzüchtng weil die kein
| natürliches Gleichgewicht mehr haben ?
Waeren sie, wenn das Zuechtungsziel vorwiegend die unbeaufsichtigte Haltung
in der freilaufenden Herde waere. Ist es aber nicht: gezuechtet wird ein
Reit- und Sportpferd, welches einem bestimmten, breit gefaecherten, Nutzen
dient. Dafuer ist es recht gut geeignet - dementsprechend ist das Deutsche
Warmblut auch eine der weltweit erfolgreichsten Rassen (bevor jetzt die
Quarterfans aufschreien - natuerlich nicht die einzige. Aber
beruecksichtigt mal das Verhaeltnis von geographischer Flaeche und
Pferdebestand...).
| > wie wenig ernst all dies zu nehmen ist, aber der Ton passt eher zu
einem
| > Reitmeister und Haltungsexperten, dessen Erfahrung und Autoritaet nicht
| > mehr in Frage gestellt zu werden brauchen.
|
| Dein Tonfall ist auch nicht gerade vorbildlich ...
| Wirkt immer sehr Oberlehrerhaft. Das mag ich nicht.
Kann ich mir denken. Und problemlos damit leben... :-))
Immerhin wage ich nach Rueckschau auf all unsere Beitraege (die Zeilen
gehen in die Tausende) einmal in den Raum zu stellen, dass meine
Ausfuehrungen zu Haltung und Reiten doch ein wenig fundierter sein
duerften. Zumal ich mir - wie viele andere auch, drum mag ich die Newsgroup
so - immer wieder die Muehe mache, meine Aeusserungen zu untermauern (dass
mir hierfuer ein recht brauchbarer Erfahrungsschatz zur Verfuegung steht,
mag Dich bisweilen ins Rudern bringen, aber da kann ich Dir leider nicht
helfen), differenziert darzulegen und nicht in Parolen abzugleiten. Kurze,
monotone und dogmatische Statements sind nicht mein Stil.
Ausserdem wuerdige ich jede einzige Zeile speziell Deiner Beitraege - dass
hierbei bisweilen Drolliges wie so mancher Widerspruch zutage tritt, vermag
ich nicht zu aendern.
| > bei der gigantischen Dunkelziffer nicht FN-registrierter Reiter wohl
| > ansetzen muss. Ob eine solche in allen Faellen Erfolg verspricht,
bleibt
| > hingegen - da ja doch so viele schon alles wissen - fraglich...
|
| Bei der FN läuft genug schief. Da ist nicht alles Gold was glänz.
| Kannst dazu ja mal in die Cavallo sehen wofür die ihr Geld ausgeben.
|
| Mehr Breitenarbeit wäre da sehr angebracht.
Qoud erat demonstrandum. Uebrigens, die FN gibt nicht nur ihr, sondern
speziell auch mein Geld (Beitraege, LK-Abgaben, Pruefungs- und
Lehrgangsgebuehren) aus - ich darf somit wohl noch eher darueber laestern.
Aber ich bin mit dem Angebot ja gar nicht mal so unzufrieden - nur
orientiert es sich zugegebenermassen kaum am Freizeitreitersektor...
Du hast deshalb recht: die FN verpennt in erschreckendem Masse genau die
Basisarbeit, die die Metamorphose von Pferdehaltung und Reiten an sich zu
einem gigantischen Versuchslabor verhindern koennte. Nicht weil ihr die
Fachleute fehlen - da stehen hervorragende zur Verfuegung - sondern weil
die Oeffentlichkeitsarbeit eine Katastrophe ist.
| Da ist nicht alles Gold was glänz.
| [...]
| Es fehlt immer noch guter , intressant aufgebauter und preiswerter
| Unterricht.
Vielleicht ist der auch nur ein wenig schwerer zu finden. Ueber den, den
ich erhalten habe, kann ich mich rueckblickend gottlob nicht beklagen - der
hat allerdings auch erheblich mehr Opfer als das woechentliche Abdruecken
einer Schulreitstundengebuehr erfordert. Damit meine ich nicht (vorwiegend)
Geld, sondern Eigeninitiative und eine Bereitschaft zum Unterordnen und
Klappehalten, die erst mal erworben werden muss. Genaugenommen habe ich
eine Reitanlage mitaufgebaut, eine andere mitrestauriert und jahrelang den
Knecht gegeben - dafuer gab's aber auch hervorragenden Einzelunterricht und
eine Vielzahl von Pferden zum Lernen... alles bei FN-Reitlehrern.
BTW: eine der von Dir so gerne zitierten Cavallo's liegt auf meinem Klo.
Darin steht der erste einer Reihe von (FN-) Reitschulentests - zufaellig
von Unternehmen, von denen ich einige kenne. Die haben dort aber teilweise
noch besser als nach meiner persoenlichen Einschaetzung abgeschnitten.
Vielleicht ist zumindest beim Reitunterricht doch nicht alles Pech, was
einen zum Schwitzen bringt... :-)
| Was meinst du warum Hempfling sooo einen Zulauf hat ?
| Der verkauft sich einfach besser als die FN.
| Obwohl sein Konzept nicht gearde ausgereift ist ...
Nicht nur sich, sondern vor allem auch die Illusion, dass am dornigen Weg
klassischer Ausbildung viele schnelle und bequeme Umwege vorbeifuehren. Und
dass man sich ja auch schon nach dem Besuch eines Seminars, dem Erwerb
einer gedruckten "Pferde-Tanzanleitung" - statt nach jahrelanger Schule -
als Experten noch dazu im einzig wahren Horsemanship verstehen darf.
Gruss
Uwe
Hallo,
an dieser Stelle möchte ich mich bei allen bedanken, die mir zum Thema
Fesselträgerzerrung hilfreiche Informationen gegeben haben. Sie
bestätigen auch meinen ersten Gedanken, immer länger zu warten, damit es
richtig ausheilt.
Die Newsgroup ist wirklich eine tolle Einrichtung, denn so kann man von
den Erfahrungen (Fehler), die andere bereits gemacht haben, profitieren.
Also Danke schön an z.B. Frank, Birgit und Katja.
Vielleicht kann ich Euch auch mal helfen, obwohl ich Euch damit keine
Verletzungen wünschen möchte.
Also viel Gesundheit Euren Pferden und ich werde berichten, wie die
Sache mit unserem Winchen ausgegangen ist.
Ciao Sandra
>
> >Soviele mögliche Reitbeteiligungen gibt es hier nicht. Und wer einmal
> >richtig Mist gebaut hat bekommt auch kein Pferd mehr.
> >Deshalb sollte man diesen Fall vermeiden.
> >
> Wo reitest Du? Also bei mir im Umkreis gibt es sehr viele Leute, die
> eine Reitbeteiligung anbieten, aber selten jemanden finden.
Im Nahbereich Aachen sieht es eher schlecht aus.
Ausserhalb der Stadt gibts natürlich mehr Angebote, ist aber ohne Auto
nicht möglich.
> Soviel Glück hat aber sicher nicht jeder.
Ja, ist schwierig .
Vor allem wenn man als Student kein eigenes Einkommen hat und nicht mal so
eben 200 DM für den Tierarzt hinlegen kann.
Da ist eine feste Monatspauschale schon günstiger für die eigene
Kalkulation.
> >Für einen vergleichbaren gebrauchten Sattel musst du so 300 DM hinlegen.
> >
>
> Ich kenne auch einige Pferdebesitzer, die behaupten, daß die Sättel
> passen, aber gleichzeitig fragen sie dann, warum ihre Pferde so
> empfindlich im Rücken sind!?!
Muss man ausprobieren ob der dem jeweiligen Pferd passt .
Gibt din 08/15 Pferderücken auf die ein 08/15 Sattel passt .
Aber bei hohem Widerist , Kleinpony oder Kaltblut ist natürlich Schluss .
Da passt der "Normalsattel" absolut nicht.
Manchmal muss es eben Massarbeit sein .
> Also für mein Pferd habe ich leider nach einem Jahr Suche die Hoffnung
> aufgegeben, einen gebrauchten und günstigen Sattel zu finden. Ich
> musste auch in den sauren Apfel beißen, einen teuren maßgefertigten
> Sattel zu kaufen. (Sein Rücken dankt es mir!)
Muss eben passen.
Mein Sattel ist mehr Reserve, falls der Sattel vom Pferd mal kaputt ist
oder zum Nachpolstern weg ist.
Ohne Sattel reite ich nicht im Gelände. Zu gefährlich.
>- Springen und Ausreiten sind nur drin, wenn ein Vertrag existiert, der
>sowohl alle ueber die durch die Tierhalterhaftpflicht nicht gedeckten
>Schaeden beim Fremdreiten auf die Reitbeteiligung oder deren
>Erziehungsberechtigte abwaelzt, als auch die Reitbeteiligung dazu
>verpflichtet, Schaeden am Tier, die zu Nutzungsausfall oder Tod fuehren, zu
>uebernehmen.
Genau da habe ich ein wenig Bauchweh:
Ich bin eine Reitbeteiligung fuer 2x Woechentlich eingegangen. Kosten
120.- DM im Monat. Dafuer muss ich noch die Box ausmisten und was
sonst noch drumherum zu tun ist (Sattelzeug mal Fetten etc.)
Ein Vertrag existiert nicht, drum ist mir unklar welche eventuellen
Schaeden ich selbst tragen muss.
Ich moechte noch sagen, dass dies meine erste Reitbeteiligung ist. Ich
habe mir dies etwa ein Jahr lang ueberlegt weil ich nicht nach 14
Tagen wieder aufhoeren moechte. Ich sehe eine Beteiligung als eine
eventuelle Vortufe zum Besitzter an, als gute Moeglichkeit nochmals
Erfahrungen sammeln zu koennen. Ueber Jahre! Ein Wechsel nur weil das
Tier gerade Krank ist halte ich fuer Taktlos gegenueber dem Tier und
dem Bewsitzer natuerlich auch. Nur weil es woanders gerade ein
"besseres" Pferd gibt ist ein Wechsel auch nicht angebracht. Bei einer
solchen Einstellung sollte man sich nach meiner Meinung lieber ein
Moped kaufen, das Lebt naemlich nicht. :-/
Erfahrung habe ich seit nunmehr 14 Jahren gesammelt, kann also die
Risiken ein wenig beurteilen.
So wie ich es bisher merke, ist es absolut wichtig viel miteinender zu
Sprechen (Besitzer=Beteiligung) um Missverstaendnisse zu vermeiden.
Es ist eben eine Beziehung zwischen Pferd-Besitzer-Beteiligung die
funktionieren sollte.
Stefan Ungemach schrieb:
> - Longiermaterial (Longe, Brille, Longierpeitsche, ggf.Longiergurt,
> Ausbinder und/oder Gogue); zusammen ca. 300 DM
wurde gemeinsam benutzt
> - Abschwitz-, Winter- und ggf. Fliegendecke; im Falle aller drei ca.
> 400-500 DM
Brauchen die Haflinger nicht
> - Mini-Stallapotheke (Blauspray, Zinksalbe, Nekrolytan, ggf. Rivanol,
zwei
> Bandagen, Kupfersulfat oder Hufmittel, Waermegel, Taschenlampe,
> Zeckenzange)
Blauspray hat wohl jeder
Nekrolytan und Zeckenzange hab ich nicht , habe ich auch noch nicht
vermisst
> - "grosses" Putzzeug (also ueber die o.g. Minimalausstattung hinaus:
> Verziehmesser, ggf. Effilierschere, Flachbuerste, Schwaemme etc.)
> - Huffett und -pinsel
> - Fliegenhaube und -spray
ist da
> - Hufbeschlagzeug, jedenfalls Krokodil- und Beisszange, Hammer und Raspel;
> 200 DM
Gabs auch gemeinsam
> - Streichgamaschen (und zwar feste; die Neoprendinger sind gerade beim
> Spazierenreiten schnell beschaedigt)
unnötig bei den meistzen Haflingern
> Immerhin: Gerten und Sporen brauchst Du ja nicht, genausowenig wie
> Maehnengummis, -klebeband.und Startnummern. Jedenfalls nicht fuer's Pferd
> an sich, das faellt in die Kategorie Reiterausruestung bzw. Steckenpferd...
Gerte habe ich, Sporen halte ich bei den meisten Freiztreitern für
überflüssig, bin bis jetzt auch ohne ausgekommen
Mähnengummis und Starternummern hab ich auch ;)
>
> | > Ich weiss schon, ein Sattel z.B. 25 Mark (Dein Posting vom April). Ob
> | > dieser von Dir mehrfach verteidigten Aussage wage ich mir die Trensen
> gar
> | > nicht vorzustellen ;-)
> |
> | Ja und ? Meinst du ein Sattel für 3000 DM ist besser als einer für 1000
>
> | DM der dem Pferd passt, dafür vielleicht nicht so toll verziert ist und
> | nicht von einer grossen Firma kommt ?
> |
> | Für einen vergleichbaren gebrauchten Sattel musst du so 300 DM hinlegen.
>
> Immerhin - jetzt sind wir schon beim 12-fachen Preis angekommen... :-))
Das sind die Neupreise ..
>
> Der billigste gebrauchte Sattel, den ich jemals freiwillig erworben habe,
> hat 800,-- DM gekostet und bereits eine Schwaeche im Sattelbaum gehabt, die
> gerade noch so tolerierbar war. Eine "Billigpfanne", die mir einmal
> zusammen mit einem aelteren Pferd verkauft worden ist, ist umgehend im
> Muell gelandet - zwar waren am Pferd keine Druckstellen sichtbar und die
> Durchsicht ueber den Rist noch moeglich, aber die Mehlprobe sprach Baende
> (den nackten Sattel mit Sattelseife von unten leicht einfetten und Mehl
> oder Kohle - je nach Pferdefarbe - draufstaeuben. Auflegen, Moehrensack
> drauf, zehn Schritte fuehren, abnehmen, staunen).
Haben wir in der Schlosserei bei Flächenpassungen auch so gemacht ...
nix neus
Ich habe mir in der Eifel mal ein Pferd augeliehen und ein brettharten
Sattel bekommen . ca. 30 Jahre alt, nie Fett gesehen .
Der wäre bei mir auch in der Kellerbardekoration gelandet ...
> Von Verzierungen braucht da nicht die Rede sein (BTW: wo sollten die bei
> Dressur, Spring- oder VS-Saetteln auch sein? Da muss man schon an die
> Western-Nase fassen).
Gerade bei Westernsättel gibts da manchmal extreme Sättel ...
>
> Mir kommt nun aber der Verdacht, dass sich Deine Ausfuehrungen auf
> Ponysaettel beschraenken. Da waeren sie nicht ganz so verkehrt - allerdings
> muesste dann eben auch explizit vom Ponysattel die Rede sein. Auf
> Warmblueter resp. Vollblueter - immer noch die Mehrheit - lassen sich die
> in dem Fall gemachten Beobachtungen keinesfalls so simpel uebertragen.
Ich bin nun mal meistens auf Haflingern oder ähnlichen Tieren unterwegs
gewesen.
> Schliesslich wird bei der Konstruktion eines Ponysattels von einem
> wesentlich geringeren (zu verteilenden) Reitergewicht ausgegangen -
> naemlich dem von Kindern. Das erlaubt natuerlich ebenfalls hoehere
> Toleranzen in der Passform und einen entsprechend einfacheren Bau.
Isländer und Haflinger werden normalerweise auch von Erwachsenen geritten.
Für einen "Reithamster" bin ich zu schwer, die sind nur für Kinder da.
> Was ist denn mit den unverstellbaren Teilen einer Trense, z.B. der obere
> Teil des Nasenriemens - passt der Backenstueckansatz zu den Jochbeinen
> aller von Dir gerittenen Pferde? Und wie ist das mit dem Gebiss? Das
> zweitteuerste Einzelteil einer Trense muss ja nun wirklich perfekt zum
> Pferd passen - wieviele davon hast Du denn? Oder reitest Du gebisslos?
Dafür habe ich ja 3 verschiedene Zäume und Gebisse.
Mit der Passform war ich bisher zufrieden.
> BTW: eine Reitbeteiligung, die bei uns im Verein ein Schulpferd mitreiten
> durfte und zu dessen "Korrektur" mit einem Hackamore (mit Riesenbaeumen,
> also was fuer Profis und dazu auf einem nicht entsprechend ausgebildeten
> Pferd ohnehin sinnlos) angerueckt ist, habe ich so schnell vom Pferd
> geholt, dass quasi noch ein Ueberschallknall hinterherkam...
Davon halte ich auch nix. Eine normale Wassertrense für ein normlaes
Grosspony / Warmblut, eine Westernkandare für ein Kaltblutmix mit
westernausbildung sollte eigentlich reichen.
Mit einem schärferen Gebiss läuft ein Pferd auch nicht besser ...
> Du reitest aber nach eigenem Bekunden vorzugsweise im Wald, da sieht's
> keiner. Zudem ist es gar nicht so einfach, zu erkennen, ob z.B. ein Pferd
> auf der Vorhand laeuft oder bloss in Dehnungshaltung ist - da werden die
> vielen Leute am Hof wohl eher Aehnliches wie die sprichwoertlichen "vielen
> Koeche" bewirken.
Ich bin noch nie alleine im Wald geritten. Dann muss man sich eben
absprechen bis ander Leute auch zeit haben. Zu zweit ist das auch
intressanter, die pferde sind auch weniger schreckhaft.
>
> | Das hat sich bei dir anghört: Mein Pferd ist so toll und teuer, das darf
>
> | nicht raus, könnte sich ja mal ein Bein vertreten.
> |
> | Habe schon genug Leute mit so einer Einstellung kennen gelernt..
>
> Aber dafuer offensichtlich zu schlampig gelesen. In KEINEM Posting habe ich
> jemals Zweifel daran gelassen, dass meine Pferde trotz allem (BTW "koennte"
> sich nicht mal eines meiner Pferde ein Bein "vertreten", sondern es "hat"
> sich bereits schon mal eins eines "gebrochen". Also wieder mal Erfahrung -
> die ich in diesem Fall keinem wuensche - gegen Allgemeinplaetze) auf die
> Koppel kommen.
Gab bei uns in 2 Jahren nie grössere Problem mit den Halfingern.
> Ueberigens ist jedes Pferd fuer seinen Besitzer toll und teuer! :-)))
ach ...
> |
> | Also sind Warmblut mit ewig langem Rücken ne Fehlzüchtng weil die kein
> | natürliches Gleichgewicht mehr haben ?
>
> Waeren sie, wenn das Zuechtungsziel vorwiegend die unbeaufsichtigte Haltung
> in der freilaufenden Herde waere. Ist es aber nicht: gezuechtet wird ein
> Reit- und Sportpferd, welches einem bestimmten, breit gefaecherten, Nutzen
> dient. Dafuer ist es recht gut geeignet - dementsprechend ist das Deutsche
> Warmblut auch eine der weltweit erfolgreichsten Rassen (bevor jetzt die
> Quarterfans aufschreien - natuerlich nicht die einzige. Aber
> beruecksichtigt mal das Verhaeltnis von geographischer Flaeche und
> Pferdebestand...).
Trotzdem finde ich Quarters/Andalusier/... doch etwas geeigneter für
drausen ...
> Aber ich bin mit dem Angebot ja gar nicht mal so unzufrieden - nur
> orientiert es sich zugegebenermassen kaum am Freizeitreitersektor...
Ja , da liegt das Problem.
>
> Du hast deshalb recht: die FN verpennt in erschreckendem Masse genau die
> Basisarbeit, die die Metamorphose von Pferdehaltung und Reiten an sich zu
> einem gigantischen Versuchslabor verhindern koennte. Nicht weil ihr die
> Fachleute fehlen - da stehen hervorragende zur Verfuegung - sondern weil
> die Oeffentlichkeitsarbeit eine Katastrophe ist.
>
> | Da ist nicht alles Gold was glänz.
> | [...]
> | Es fehlt immer noch guter , intressant aufgebauter und preiswerter
> | Unterricht.
>
> Vielleicht ist der auch nur ein wenig schwerer zu finden. Ueber den, den
> ich erhalten habe, kann ich mich rueckblickend gottlob nicht beklagen - der
> hat allerdings auch erheblich mehr Opfer als das woechentliche Abdruecken
> einer Schulreitstundengebuehr erfordert. Damit meine ich nicht (vorwiegend)
> Geld, sondern Eigeninitiative und eine Bereitschaft zum Unterordnen und
> Klappehalten, die erst mal erworben werden muss. Genaugenommen habe ich
> eine Reitanlage mitaufgebaut, eine andere mitrestauriert und jahrelang den
> Knecht gegeben - dafuer gab's aber auch hervorragenden Einzelunterricht und
> eine Vielzahl von Pferden zum Lernen... alles bei FN-Reitlehrern.
Ach nee ... war bisher auch nur bei FN-Reitlehrern .
Habe nix gegen begabte Hobbyausbilder, aber was ich da bei Zintzen oder
Branderhof( VHS-Kurs) geshen habe ...
Da werden die Leute aufs Pferd gesetzt, im Kreis runmgescheucht und das
war es dann ...
Geld bezahlen, nächste Woche wiederkommen, nix dazugelernt ...
Der Reitlehrer der eigentlich nach Plan Untericht machen sollte hat
derweilen Springreiten mit den Fortgeschritten trainiert .
>
> BTW: eine der von Dir so gerne zitierten Cavallo's liegt auf meinem Klo.
> Darin steht der erste einer Reihe von (FN-) Reitschulentests - zufaellig
> von Unternehmen, von denen ich einige kenne. Die haben dort aber teilweise
> noch besser als nach meiner persoenlichen Einschaetzung abgeschnitten.
> Vielleicht ist zumindest beim Reitunterricht doch nicht alles Pech, was
> einen zum Schwitzen bringt... :-)
FN ist noch lange kein Gütesiegel . Ich kenn da einige Höfe mit dicker FN
Plaktte, richtig protzig angbracht, wo dann die 14 jährigen Mädchen
Untericht erteilen ...
>
> | Was meinst du warum Hempfling sooo einen Zulauf hat ?
> | Der verkauft sich einfach besser als die FN.
> | Obwohl sein Konzept nicht gearde ausgereift ist ...
>
> Nicht nur sich, sondern vor allem auch die Illusion, dass am dornigen Weg
> klassischer Ausbildung viele schnelle und bequeme Umwege vorbeifuehren. Und
> dass man sich ja auch schon nach dem Besuch eines Seminars, dem Erwerb
> einer gedruckten "Pferde-Tanzanleitung" - statt nach jahrelanger Schule -
> als Experten noch dazu im einzig wahren Horsemanship verstehen darf.
Gute Westernausbildung ist genauso anstrengend wie ne gute englische
Ausbildung.
Leider haben die meisten Leute da keinen Vergleichsmasstab weil es viel zu
wenige "echte" Trainer gibt.
Was ich mir hier angesehen habe entsprach nicht so dem was ich haben
wollte .
- Wenn Du, Stefan, es nicht ertragen kannst, wenn Reitbeteiligungen Deine
Pferde zurechtbiegen wollen, liegt das im Zweifel daran, dass Du, wenn Du
nicht gelegentlich masslos aufgeschnitten hast, wesentlich besser reitest
als die Mitreiter.
- Wenn ich mich auf ein Pferd setze, das geht wie ein Hirsch und gar nicht
daran denkt, weich zu werden, weil mal wieder jemand Zeit hatte zu reiten,
muss ich etwas tun. Entweder ich kuendige, (soll ich das?) oder ich biege
das Pferd wieder zurecht. Wem das nicht passt, kann mich gern feuern
(Uebrigens sofort). Seit laengerer Zeit habe ich mit den Pferden
(Besitzern?) mehr Glueck - toi, toi, toi! Ist natuerlich teurer.
- Natuerlich ist Reitbeteiligung nicht gleich Besitzer. Aber die
Reitbeteiligung muss auch nicht der Idiot sein, der mal eben am Wochenende
das Pferd kaputtreitet. Besitzer sind nicht alle gleich, und Mitreiter auch
nicht.
Schliesslich noch Dank fuer die Warnung vor dem Pferdeteilen, die Idee ist
wahrscheinlich wirklich nicht so gut. Aber keine Sorge. Wenn ich mal Geld
fuer Pferde habe, wird keine Zeit mehr da sein. Da helfen wohl nur zwei
Mitreiter...
Viel Spass beim Fehlersuchen!
Tschuess, Reinhard
Hallo,
| > | > Ich weiss schon, ein Sattel z.B. 25 Mark (Dein Posting vom
April)...
| > |
| > | Ja und ? Meinst du ein Sattel für 3000 DM ist besser als einer für
1000
| > | DM (...)
| > | Für einen vergleichbaren gebrauchten Sattel musst du so 300 DM
hinlegen.
| >
| > Immerhin - jetzt sind wir schon beim 12-fachen Preis angekommen... :-))
| Das sind die Neupreise ..
Ja? 25,-- DM fuer einen gebrauchten Sattel war das Gebot Deiner erwaehnten
Fruehjahrspostings. 300,-- DM fuer einen gebrauchten Sattel haben wir
jetzt. Das ergibt den genannten Multiplikator - mit Neupreisen hat das
nichts zu tun.
| > Durchsicht ueber den Rist noch moeglich, aber die Mehlprobe sprach
Baende
| > (den nackten Sattel mit Sattelseife von unten leicht einfetten und Mehl
| > oder Kohle - je nach Pferdefarbe - draufstaeuben. Auflegen, Moehrensack
| > drauf, zehn Schritte fuehren, abnehmen, staunen).
|
| Haben wir in der Schlosserei bei Flächenpassungen auch so gemacht ...
| nix neus
Was denn, Moehrensaecke in der Schlosserei? Oder schmiedet ihr die Saettel
aufs Pferd? Oder kennst Du eine FN-Schlosserei? :-)))
Oder wolltest Du mir nur zu verstehen geben, dass Du nach wie vor schon
alles kennst?
| > Mir kommt nun aber der Verdacht, dass sich Deine Ausfuehrungen auf
| > Ponysaettel beschraenken. Da waeren sie nicht ganz so verkehrt -
allerdings
| > muesste dann eben auch explizit vom Ponysattel die Rede sein. Auf
| > Warmblueter resp. Vollblueter - immer noch die Mehrheit - lassen sich
die
| > in dem Fall gemachten Beobachtungen keinesfalls so simpel uebertragen.
|
| Ich bin nun mal meistens auf Haflingern oder ähnlichen Tieren unterwegs
| gewesen.
Ja gut, das ist ja nichts Verwerfliches ;-). Aber dann waere es bestimmt
keine gar so schlechte Idee, Aussagen entsprechend zu relativieren, statt
sich der Gefahr auszusetzen, dass dies andere tun. So steht die Maer vom 25
bzw. 300 Mark teuren (brauchbaren) Universalsattel im Raum - und provoziert
den Widerspruch derer, die solches fuer Grosspferde nie zu finden imstande
waren. Nicht weil sie zu doof dazu sind, und auch nicht, weil sie ohnehin
Goldesel besitzen - sondern weil die Aussage einfach Quatsch ist.
Es soll auch Leute geben, die Warmblueter trotz geringeren Einkommens
halten und ausruesten. Die kennen nicht nur die realen Preise, sondern
muessen auch auf vieles verzichten, um sie zu bezahlen und nicht auf Kosten
der Pferde mit Kompromissen zu leben. Werden diesen Aussagen a la "gibt's
schon fuer'n Lau" vor die Nase geknallt, stempelt man sie als nicht so ganz
faehig ab und brueskiert sie. Genauso, wie wenn man ihnen mitteilt, eine
1-Tag-Reitbeteiligung wuerde Aehnliches leisten, und unter vergleichbarem
Druck stehen.
| Ach nee ... war bisher auch nur bei FN-Reitlehrern .
| [...]
| Der Reitlehrer der eigentlich nach Plan Untericht machen sollte hat
| derweilen Springreiten mit den Fortgeschritten trainiert .
Dann kann er ja wohl kaum gleichzeitig den Rumscheuch-Unterricht erteilt
haben. Du musst schon unterscheiden: warst Du jetzt bei FN-Reitlehrern (im
Unterricht - wie sind da die Erfahrungen?) oder auf einer (FN-)Anlage -
s.u. - die von einem FN-Reitlehrer geleitet wird?
| FN ist noch lange kein Gütesiegel . Ich kenn da einige Höfe mit dicker FN
| Plaktte, richtig protzig angbracht, wo dann die 14 jährigen Mädchen
| Untericht erteilen ...
FN-Plakette? Ja, welche denn?
In der APO werden die Anforderungen fuer die Erteilung der Bezeichnungen
"FN-Reitstall" (§1000-§1003), "Reitstall A" (§1100-§1103), "Reitschule"
(§1200-§1203) und "Fachschule fuer Reit- und Fahrausbildung" (§1300-1303)
definiert. Die Erteilung der Kennzeichnung ist unabhaengig von der
Reitweise (§1500); ausserdem wird als Qualifikation fuer den Leiter bereits
eines Reitstalls A fuer Islandpferde alternativ der Trainer A-IPZV
anerkannt.
Ueber den Ausbildungsbetrieb an sich werden erst ab der Klassifizierung
"Reitschule" Aussagen, wenn auch aeusserst allgemeiner Art, gemacht. Das
deckt sich mit der Nomenklatur - ein "Reitstall" muss nicht unbedingt eine
bestimmte Qualitaet der Ausbildung bieten, sondern in erster Linie
Anforderungen an Unterbringung der Pferde und an die Halter- sowie
Ausbilderqualifikation des Leiters erfuellen.
Immerhin wird aber in §1200, Abs.4 (Ausbildungswesen) der "Reitschule"
gefordert, dass die Ausbildung nach den Richtlinien der FN zu erfolgen hat.
Diese wiederum definieren die Qualifikation der mit der Ausbildung
betrauten Personen; hier ist auch fuer Amateurzwecke der Reitwart die
absolute Untergrenze (Richtlinien 1, Kap. 1.1). Und fuer diesen ist u.a.
die Vollendung des 18. Lebensjahres Voraussetzung (§3200 APO, Abs. 2.2).
Im Uebrigen ist es ein verbreiteter Irrglaube, dass eine solche
Kennzeichnung einmal "ermogelt" und sich danach darauf ausgeruht werden
koenne. Vielmehr laufen die Einstufungen wie auch der Besitz der Schilder
je nach Klasse zwischen 2 und 5 Jahre; die Einstufungen muessen
anschliessend erneut beantragt werden.
Daraus ergibt sich folgendes:
- befindest Du Dich in einem der FN-definierten "Reitstaelle" (gruenes oder
rotbraunes FN-Schild), so darf noch nicht alleine aus der "dicken
FN-Plakette" auf eine bestimmte Ausbildungsqualitaet geschlossen werden.
Vielmehr wird hiermit eine Aussage ueber die Stallqualitaet sowie Anzahl
und Qualitaet vorhandener Lehrpferde gemacht; setzt der Leiter des Betriebs
Minderjaehrige oder unqualifiziertes Personal fuer die Ausbildung ein, so
muss er dies mit seiner Versicherung und der Berufsgenossenschaft abmachen.
Die FN-Kennzeichnung steht jedenfalls nicht damit in Zusammenhang.
- handelt es sich um eine "Reitschule FN" (gelbes FN-Schild), so muss die
Ausbildung selbst den Richtlinien entsprechen. Damit ist z.B. der
Unterricht durch Vierzehnjaehrige ausgeschlossen. Findet er trotzdem statt,
kannst Du den Betrieb abmahnen bzw. Beschwerde bei der FN einreichen. Die
Kennzeichnung kann dann widerrufen werden (§1003, §1103, §1203, §1303 APO)
- ein Risiko, dem sich kein Betreiber vor allem einer anerkannten
Ausbildungsstaette aussetzen wird.
- willtu bei FN (!) ueber Ausbildung meckern, muttu erst mal gelbes Schild
suchen :-))
Gruss
Stefan
Hallo Thomas,
| >- Springen und Ausreiten sind nur drin, wenn ein Vertrag existiert, der
| >sowohl alle ueber die durch die Tierhalterhaftpflicht nicht gedeckten
| >Schaeden beim Fremdreiten auf die Reitbeteiligung oder deren
| >Erziehungsberechtigte abwaelzt, als auch die Reitbeteiligung dazu
| >verpflichtet, Schaeden am Tier, die zu Nutzungsausfall oder Tod fuehren,
zu
| >uebernehmen.
|
| Genau da habe ich ein wenig Bauchweh:
| [...]
| Ein Vertrag existiert nicht, drum ist mir unklar welche eventuellen
| Schaeden ich selbst tragen muss.
ohne einen existierenden Vertrag bist Du bestens dran. Passiert ein Unfall
mit dem Pferd, bei dem Dritte zu Schaden kommen, so wird fuer alles, was
ueber den durch die Tierhalterhaftpflicht gedeckten Schaden hinausgeht, der
Halter in die Pflicht genommen (drum gibt es ja den generellen Begriff der
Halterhaftung sowie die entsprechende Versicherung). Kommen Dritte zu
Schaden, so wird zudem eben dieser Tierhalterhaftpflicht-Versicherer mit
aller ihm zu Gebote stehenden juristischen Macht auf die Geschaedigten
einschlagen, damit diese ja nicht auf die Idee kommen, noch mal was zu
wollen (ein exemplarischer Briefwechsel existiert).
Passiert Dir was (z.B. der sprichwoertliche Sturz vom Pferd), kannst Du Dir
ebenfalls den Halter fuers Schmerzensgeld greifen (die Krankenhauskosten
traegt erst mal die Krankenkasse). Ohne Vertrag hat sein Pferd Dir einen
von ihm zu tragenden Schaden zugefuegt - Du hast es, trotz Entgelt, nur
"gefaelligkeitshalber" bewegt. Meistens entscheiden die Gerichte in einem
solchen Fall gegen den Halter (so auch bei uns im Stall geschehen).
Passiert dem Pferd was, bist Du ebenfalls aus der Sache fein raus. Wie
gesagt, der Gesetzgeber sieht Dein Reiten als Gefaelligkeit gegenueber dem
Pferdehalter an - da darf der sich nicht auch noch ueber eventuelle
Schaeden beschweren. Ausserdem - wie soll, ausser in einigen, konstruierten
Faellen, der Nachweis erbracht werden, dass Du, und nicht das Pferd selbst
oder Dritte Scheisse gebaut haben?
Genau das meine ich mit der in vielen Aspekten stark unterschiedlichen
Position von Pferdehalter und beteiligtem Reiter: ersterer ist erst mal der
Dumme. Und ein Vertrag, der das Risiko tatsaechlich auf den, der reitet,
umlegt, ist zum einen so abschreckend, dass man ihn kaum unterzeichnet
bekommt, und loest zum anderen immer noch nicht das Nachweisproblem.
| Erfahrungen sammeln zu koennen. Ueber Jahre! Ein Wechsel nur weil das
| Tier gerade Krank ist halte ich fuer Taktlos gegenueber dem Tier und
| dem Bewsitzer natuerlich auch. Nur weil es woanders gerade ein
| "besseres" Pferd gibt ist ein Wechsel auch nicht angebracht.
Richtig. Leider unterscheidet sich hier oft die Praxis vom hehren Ideal...
| So wie ich es bisher merke, ist es absolut wichtig viel miteinender zu
| Sprechen (Besitzer=Beteiligung) um Missverstaendnisse zu vermeiden.
| Es ist eben eine Beziehung zwischen Pferd-Besitzer-Beteiligung die
| funktionieren sollte.
...und ueber der ein Haufen Risiken gleich Damoklesschwertern schwebt.
Deshalb sind Vertraege tatsaechlich ein Tribut an die Vernunft. Wie beim
Ehevertrag handelt es sich jedoch auch bei diesen um Paragraphenwerke, die
die Garantie fuer ethische, emotionale oder moralische Ausfallerscheinungen
uebernehmen sollen - zum einen funktionieren auch sie nicht so perfekt, wie
man sich das wuenscht, zum anderen: wer will bei aller Pferdeliebe auch
noch so langweilig und spiessig erscheinen...?
Gruss
Stefan
>
> Ja? 25,-- DM fuer einen gebrauchten Sattel war das Gebot Deiner erwaehnten
> Fruehjahrspostings. 300,-- DM fuer einen gebrauchten Sattel haben wir
> jetzt. Das ergibt den genannten Multiplikator - mit Neupreisen hat das
> nichts zu tun.
Wenn du einen Sattel der 300 DM wert ist all Schlammhaufen für 25 DM von
jemandem kaufst der kein Ahnung davon hat , warum nicht ?
>
> | > Durchsicht ueber den Rist noch moeglich, aber die Mehlprobe sprach
> Baende
> | > (den nackten Sattel mit Sattelseife von unten leicht einfetten und Mehl
> | > oder Kohle - je nach Pferdefarbe - draufstaeuben. Auflegen, Moehrensack
> | > drauf, zehn Schritte fuehren, abnehmen, staunen).
> |
> | Haben wir in der Schlosserei bei Flächenpassungen auch so gemacht ...
> | nix neus
>
> Was denn, Moehrensaecke in der Schlosserei? Oder schmiedet ihr die Saettel
> aufs Pferd? Oder kennst Du eine FN-Schlosserei? :-)))
>
> Oder wolltest Du mir nur zu verstehen geben, dass Du nach wie vor schon
> alles kennst?
Lesen !!!
Es ging um Flächenpassungen. Eisenverarbeitung und so ...
z.B. Wenn du feststellen willst ob gleitende Teile ordentlich übereinander
gleiten oder nur Punktkontakt haben nimmt man dazu auch Kreide.
Das ganze auf Pferde angewendet und man hat deine Sattelprobe.
> |
> | Ich bin nun mal meistens auf Haflingern oder ähnlichen Tieren unterwegs
> | gewesen.
>
> Ja gut, das ist ja nichts Verwerfliches ;-). Aber dann waere es bestimmt
> keine gar so schlechte Idee, Aussagen entsprechend zu relativieren, statt
> sich der Gefahr auszusetzen, dass dies andere tun. So steht die Maer vom 25
> bzw. 300 Mark teuren (brauchbaren) Universalsattel im Raum - und provoziert
> den Widerspruch derer, die solches fuer Grosspferde nie zu finden imstande
> waren. Nicht weil sie zu doof dazu sind, und auch nicht, weil sie ohnehin
> Goldesel besitzen - sondern weil die Aussage einfach Quatsch ist.
Du hast natürlich wesentlich mehr Pferde geritten als ich. Ja und ?
Ich erzähl hier nur über meine Erahrungen. Habe nie gesagt das es einen
Sattel gibt der immer auf jedes Pferd passt.
>
> Es soll auch Leute geben, die Warmblueter trotz geringeren Einkommens
> halten und ausruesten. Die kennen nicht nur die realen Preise, sondern
> muessen auch auf vieles verzichten, um sie zu bezahlen und nicht auf Kosten
> der Pferde mit Kompromissen zu leben. Werden diesen Aussagen a la "gibt's
> schon fuer'n Lau" vor die Nase geknallt, stempelt man sie als nicht so ganz
> faehig ab und brueskiert sie. Genauso, wie wenn man ihnen mitteilt, eine
> 1-Tag-Reitbeteiligung wuerde Aehnliches leisten, und unter vergleichbarem
> Druck stehen.
Wer im Sattel sitzt hat zu dieser Zeit die volle Verantwortung für das
Pferd . So war das gemeint.
>
> | Ach nee ... war bisher auch nur bei FN-Reitlehrern .
> | [...]
> | Der Reitlehrer der eigentlich nach Plan Untericht machen sollte hat
> | derweilen Springreiten mit den Fortgeschritten trainiert .
>
> Dann kann er ja wohl kaum gleichzeitig den Rumscheuch-Unterricht erteilt
> haben. Du musst schon unterscheiden: warst Du jetzt bei FN-Reitlehrern (im
> Unterricht - wie sind da die Erfahrungen?) oder auf einer (FN-)Anlage -
> s.u. - die von einem FN-Reitlehrer geleitet wird?
also noch mal in klein:
Eine Bekannte von mir hat am Branderhof einen VHS Reitkurs mitgemacht, ich
habe da zugeguckt.
Der Reitlehrer der nach VHS den Unterricht geben sollte war bei den
Springreitern und ein Mädchen hat den VHS Kurs gemacht.
Die hat keine FN- Ausbildung als Reitlehrer oder Reitwart gehabt.
Der eigentliche Reitlehrer war ok. Aber eben nicht da wo er sein sollte
...
> Immerhin wird aber in §1200, Abs.4 (Ausbildungswesen) der "Reitschule"
> gefordert, dass die Ausbildung nach den Richtlinien der FN zu erfolgen hat.
> Diese wiederum definieren die Qualifikation der mit der Ausbildung
> betrauten Personen; hier ist auch fuer Amateurzwecke der Reitwart die
> absolute Untergrenze (Richtlinien 1, Kap. 1.1). Und fuer diesen ist u.a.
> die Vollendung des 18. Lebensjahres Voraussetzung (§3200 APO, Abs. 2.2).
schön wärs ja ...
Aber du hast öfter im Anfängerunterricht eine Aushilfskraft die eben
nicht den Reitwart hat.
Kostet ja weniger als ein "richtiger " Reitleherer ...
Es gibt auch Leute die den Reitwart haben und trotzdem mit manchen Pferden
nicht zurecht kommen ...
> - befindest Du Dich in einem der FN-definierten "Reitstaelle" (gruenes oder
> rotbraunes FN-Schild), so darf noch nicht alleine aus der "dicken
> FN-Plakette" auf eine bestimmte Ausbildungsqualitaet geschlossen werden.
> Vielmehr wird hiermit eine Aussage ueber die Stallqualitaet sowie Anzahl
> und Qualitaet vorhandener Lehrpferde gemacht; setzt der Leiter des Betriebs
> Minderjaehrige oder unqualifiziertes Personal fuer die Ausbildung ein, so
> muss er dies mit seiner Versicherung und der Berufsgenossenschaft abmachen.
> Die FN-Kennzeichnung steht jedenfalls nicht damit in Zusammenhang.
"Otto Nomalreiter" wird aber immer erzählt die FN Plakette wäre ein
Qualitäsmerkmal für gute Ausbildung ...
war grünes Schild
>
> - handelt es sich um eine "Reitschule FN" (gelbes FN-Schild), so muss die
> Ausbildung selbst den Richtlinien entsprechen. Damit ist z.B. der
> Unterricht durch Vierzehnjaehrige ausgeschlossen. Findet er trotzdem statt,
> kannst Du den Betrieb abmahnen bzw. Beschwerde bei der FN einreichen. Die
> Kennzeichnung kann dann widerrufen werden (§1003, §1103, §1203, §1303 APO)
Wer weiss das denn als Frischling der nur mal eben sehen will ob er Spass
am reiten hat ?
Aus dem VHS Kurs haben so die Hälfte aufghört weil ihen das andauernde
Runterfliegn von überdrehten Pferden zu blöd war .
Glaube nicht das die ihr Geld anteilmässig zurückbekommen haben ...
> - willtu bei FN (!) ueber Ausbildung meckern, muttu erst mal gelbes Schild
> suchen :-))
Es gibt auch Reitkurse ohen gelbes Schild ...
Vielleicht sollte die FN mal ihren Schilderwald überholen.
z.B. ein Schild mit Text: Vorbildliche Pferdehaltung
" : geprüfter Reituntericht
...
Mit einem reinen Farbcode kann ein Frischling nix anfangen.
Einem Westernreiter sagt der auch nix.
Im grossen und ganzen stimme ich mit Stefans Beitrag ueberein. Ich bin auch kein
'Vollzeitpferdebesitzer', aber ich weiss worauf ich mich einlasse - und freu mich
drauf! (Auch wenn man *jeden* Morgen rausmuss, und die Ausrede 'er ist gestern
schlecht geritten worden' nicht mehr zieht...)
> Durchsicht ueber den Rist noch moeglich, aber die Mehlprobe sprach Baende
> (den nackten Sattel mit Sattelseife von unten leicht einfetten und Mehl
> oder Kohle - je nach Pferdefarbe - draufstaeuben. Auflegen, Moehrensack
> drauf, zehn Schritte fuehren, abnehmen, staunen).
Das beste Rezept zur Sattelanprobe! Und da denken die Leute das jeder Sattel (bzw
jeder hochgekammerte etc Sattel passen wird. 'Ich kauf mir 'nen Sattel fuer unsere
Schulpferde' - AAARGH!
> jeweils zweieinhalbtausend Mark nackt gekostet. Will
> man was Besonderes, ist auch das Doppelte moeglich.
'Mein' Sattel hat mich bis jetzt ca DM 500 in Material gekostet. Ok, es ist ein Hobby,
und er wird auch nie zum Einsatz kommen. Da ist noch kein Arbeitsstunde eingerechnet.
Rechne eine Woche (40h) Arbeit dazu (nein, nicht meine, ich brauch sicher noch ein
Jahr), und Du kommst auf *minimalst* Kosten fuer einen neuen Sattel. Ganz zu schweigen
von den sonstigen Kosten und dem Gewinn der rauskommen muss - warum sonst Saettel
herstellen. Ein neuer Sattel fuer DM 300?
Den Ausfuehrungen re einfachere Herstellung von Ponysaetteln kann ich allerdings nicht
folgen.
<major snip>
> Waeren sie, wenn das Zuechtungsziel vorwiegend die unbeaufsichtigte Haltung
> in der freilaufenden Herde waere. Ist es aber nicht: gezuechtet wird ein
> Reit- und Sportpferd, welches einem bestimmten, breit gefaecherten, Nutzen
> dient.
Ich kenne genug Warmblueter in Robusthaltung, um zu sagen das das sehr wohl
unproblematisch sein kann. Andererseits kenne ich wenig Ponies, die ab Jahr 4 (oder 3,
wie es ueblich wird) in Boxen verbringen, und nur noch selten und zum Toben in sattem
Zustand auf die Weide kommen. Ich kann also nicht sagen, wie hoch die
Verletzungsgefahr bei diesen 'robusten Rassen' dann ist. Persoehnlich denke ich, je
mehr ein Pferd lernt, auf sich aufzupassen, desto sicherer bin ich.
Leider hat nicht jeder die Moeglichkeit, seinem Pferd optimale Haltungsbedingungen zu
bieten, und wenn ich die Wahl habe zwischen keiner Weide und einem Matschloch in
Hanglage mit Stacheldraht, so weiss ich, wer spazierengeht!
<snip>
Ueber meinen eigenen Unterricht (FN-geprueft in Hamburg und nicht geprueft aber
erprobt in Freiburg) kann ich mich nicht beklagen. Dazwischen lagen viele Meilen Suche
nach ordentlich gehaltenen und ausgebildeten Pferden, und Reitlehrern, die dem Titel
gerecht wurden. Aber freut Euch - hier in England (BHS) ist die Lage auch nicht
rosiger.
> | Was meinst du warum Hempfling sooo einen Zulauf hat ?
> | Der verkauft sich einfach besser als die FN.
> | Obwohl sein Konzept nicht gearde ausgereift ist ...
>
> Nicht nur sich, sondern vor allem auch die Illusion, dass am dornigen Weg
> klassischer Ausbildung viele schnelle und bequeme Umwege vorbeifuehren. Und
> dass man sich ja auch schon nach dem Besuch eines Seminars, dem Erwerb
> einer gedruckten "Pferde-Tanzanleitung" - statt nach jahrelanger Schule -
> als Experten noch dazu im einzig wahren Horsemanship verstehen darf.
Ich habe KFH nicht persoehnlich erlebt, wuerde aber eher Absand halten, von jemandem,
der das Einreiten eines Junghengstes ausserhalb der Anlage ohne Sattel und mit Halfter
betreibt - andererseits habe ich etwas fundamentales ueber Fuehren aus seinem Buch
gelernt. Ich denke nicht, dass man ohne Erklaerung, Anleitung, und *fundamentiertes
Grundwissen* an dieses Buch/die Methode herangehen sollte.
Man sollte die 'Natural Horsemanship' Methoden nur nicht in Grund und Boden verdammen.
So eine Sache mit Kind und Bad ;-)
Fuer jemanden, der eine gute klassische Reitausbildung hat, und mit Pferden zu tun
hat, die ebenfalls eine ordentliche Grundausbildung haben, sind diese Methoden
ueberfluessig. Sie adressieren vor allem Probleme, die der 'Newbie', der nicht gelernt
hat, sein Pferd zu verstehen, ohne Hilfe nicht loesen kann. Und anstatt davon
auszugehen, dass das Pferd entweder 'gehorcht' oder 'einem eins auswischen will' muss
man erst einmal lernen, das Verhalten richtig zu deuten. Kein Problem, wenn es in
einer guten Reitschule unter Aufsicht und mit vielfacher Hilfestellung geschieht (ich
muss wohl zwei Jahre geritten sein, bevor ich das erste mal ein Pferd geputzt,
gesattelt, in die Bahn gebracht und aufgestiegen bin OHNE das jemand zumindest noch
einen Blick warf) - aber fuer den mehr oder weniger Anfaenger, der sich ein Pferd
kauft, ist es eins.
Der andere Vorteil ist, dass diese Art zu arbeiten hilfreich ist mit Pferden, die
'verdorben' wurden, und nicht sofort auf 'klassische' Methoden reagieren. Es gibt Dir
mehr Auswahl in den Methoden.
Catja
<http://www.aber.ac.uk/~cap96/masters.html#NH> Ein paar Eindruecke (wenn auch auf
Englisch)
>Ohne Sattel reite ich nicht im Gelände. Zu gefährlich.
Kann ich nur bestaetigen! Ich bin letztes Jajr im Krankenhaus gelegen,
weil ich glaubte mit einem Pad ausreiten zu muessen!
Hallo Reinhardt,
zu Deinen drei Einwaenden:
| - Wenn Du, Stefan, es nicht ertragen kannst, wenn Reitbeteiligungen Deine
| Pferde zurechtbiegen wollen, liegt das im Zweifel daran, dass Du, wenn Du
| nicht gelegentlich masslos aufgeschnitten hast, wesentlich besser reitest
| als die Mitreiter.
Oder daran, dass diese gar nicht "zurechtgebogen" zu werden brauchen -
jedenfalls nicht vom Amateur. Wenn im Uebrigen dem Pferd unter einem
solchen Vorwand ein (meist wahrscheinlicherer) Reiterfehler in die Schuhe
geschoben werden soll, fehlt's mir an Verstaendnis. Abgesehen davon habe
ich keine Mitreiter mit derartigen Ambitionen.
Ich empfehle Dir wirklich (noch) einmal, erst mal das allgemeinere Posting
an Thomas zu *meinen* Anforderungen an eine Reitbeteiligung zu lesen:
zumindest bei mir geht's nicht um Kohle, sondern um zeitliche Entlastung
unter Wahrung der fuer die Saison eingeschlagenen Arbeitslinie. Ergo ist
die Reitbeteiligung kostenlos und mit weiteren "Zuckerln" angereichert -
folgerichtig "muss" ich gar nichts ertragen...
Schliesslich sei noch eine kurze Klarstellung zu Deinem - sicherlich
genuesslich formulierten - Seitenhieb zur Motivationsfrage gestattet: wie
gut ich, oder meine hypothetischen Mitreiter, reiten, habe ich nicht
gesagt, kann mithin auch nicht aufgeschnitten haben. Was auch ziemlich
schwachsinnig waere, da zum "gut Reiten" erstens immer zwei gehoeren; man
zweitens (einige Ehrlichkeit vorausgesetzt) nach dem ersten Hundert
Reitstunden wieder waehrend jedem Ritt wesentlich mehr eigene Fehler als
Leistungen wahrnimmt; und ich mir drittens meine Mitreiter eben nicht so
aussuche, dass ich wesentlich besser reite - ich will mir ja nicht die
Arbeit zunichte machen lassen.
| - Wenn ich mich auf ein Pferd setze, das geht wie ein Hirsch und gar
nicht
| daran denkt, weich zu werden, weil mal wieder jemand Zeit hatte zu
reiten,
| muss ich etwas tun. Entweder ich kuendige, (soll ich das?) oder ich biege
| das Pferd wieder zurecht. Wem das nicht passt, kann mich gern feuern
Da Dir ja nun offensichtlich soviel daran liegt, als "Zurechtbieger"
anerkannt zu werden, gehe ich gerne noch einmal auf das Thema ein.
Pferde lernen, insbesondere unterm Reiter, staendig. Gutes wie Schlechtes,
wobei sich schlechte Erfahrungen staerker einpraegen. Um daher eine
Korrektur durchzufuehren, wird mindestens die doppelte Zeit erforderlich,
die zum Hervorrufen des Fehlers benoetigt war - soweit die alte Faustregel,
die wohl jeder kennt.
In Wirklichkeit sieht es jedoch noch wesentlich schwieriger fuer einen
Korrekturberitt aus. Erstens erzeugt "falsches Reiten" Verspannungen. Diese
muessen erst zurueckgefuehrt werden, was die Loesungsphase verlaengert.
Infolgedessen schrumpft die dem Pferd fuer das Lernen (der Korrektur) zur
Verfuegung stehende Zeit - die Aufmerksamkeitsspanne des Pferdes stellt
hier eine Grenze dar.
Erfahrungsgemaess ergibt sich somit schon eher der zwei- bis vierfache
Aufwand gegenueber dem Herbeireiten von Fehlern, um tatsaechlich deren
Korrektur in Angriff zu nehmen. Noch schlimmer wird es, wenn es sich nicht
um Fehler in der Gymnastizierung, sondern im Vertrauensgebaeude handelt
(z.B. wenn ein Pferd ungeschickt an Hindernisse gebracht wurde). Und genau
da hakt's: die Woche hat naemlich nur sieben Tage. Man muesste also als
"korrigierende" Reitbeteiligung bis auf ein, zwei Ausnahmen pro Woche
*dauernd* reiten, was schon schwieriger zu vereinbaren sein duerfte.
Zweitens bedeutet ein "weiches" Pferd zunaechst einmal ein geloestes und
durchlaessiges. Und da stoesst mir der Begriff des "Zurechtbiegens"
gleichsam sauer auf, impliziert er doch Vorstellungen von Zureiten,
Besiegen, Unterwerfen. Gut, vielleicht hast Du ja nur *Biegen* als
wesentlichen Bestandteil loesender Arbeit gemeint; aus dem Kontext
(zufrieden? ;-)) ) heraus ist vor *meinem* inneren Auge jedenfalls ein
Reiter entstanden, der eine "dem zeig ich's"-Einstellung auf dem Pferd
entwickelt, sobald was nicht wie erwuenscht laeuft. *Sowas* geht in die
Hose: ein Pferd ist keine Knetmasse, die man nur fest genug walken muss,
damit sie wieder weich wird. Vielmehr muss es erst mal schmerzfrei,
zufrieden sein und sich freiwillig anbieten, damit weitere Stufen der
Ausbildungsskala (Schwung und Versammlung) ueberhaupt rell erreicht werden
koennen. Auf Druck und Zwang (das, was ich unter "Zurechtbiegen" verstehe)
reagieren Pferde hingegen mit Widersetzlichkeit und Verspannung - ein
Teufelskreis. *Das* will ich in keinem Fall auf einem Pferd sehen - drum
fliegt in der Tat, wer damit anfaengt.
BTW: Natuerlich kann man "nicht weiche", also verspannte Pferde schnell
durch kerniges Reiten auf engeren gebogenen Linien - scheinbar - "gaengig"
machen. Da gibt das Pferd zwar um die Laengsachse nach (aber doch mehr im
Hals, also mehr Stellung als Biegung); es wird sich aber nach unten, mit
Druck auf den Zuegel (also kein "Fallenlassen"), zu entziehen wissen - das
Pferd laeuft auf der Vorhand.
Relle *und* schnelle Erfolge, gar Korrekturen, gibt es nicht - insbesondere
stehen die Chancen, als Reitbeteiligung in wenigen Tagen pro Woche
irgendwelche Fehler auszubuegeln, aeusserst schlecht. Lediglich bei
Pferden, die sonst so gut wie gar nicht geritten werden, stellen selbst
wenige Stunden korrekter Arbeit eine Verbesserung dar - aber warum sollte
*das* dann Reitbeteiligung heissen?
| - Natuerlich ist Reitbeteiligung nicht gleich Besitzer. Aber die
| Reitbeteiligung muss auch nicht der Idiot sein, der mal eben am
Wochenende
| das Pferd kaputtreitet.
Ich habe nichts anderes behauptet. Also wozu die Aufregung?
| Viel Spass beim Fehlersuchen!
Wieso das denn? Meinst Du fehlgestellte Fremdwoerter, wie Du es in Deinem
letzten Posting vorexerziert hast? Aber das war doch Deine Leistung, an die
will ich gar nicht heranrzureichen versuchen... :-)))
Gruss
Stefan
Sorry, Uwe, der Beitrag ist natuerlich von mir. Ich will Dir doch nicht
meinen Oberlehrerstil unterjubeln, will ich nicht... ;-)
Also,
Gruss
Stefan
> On 05 Oct 1997 12:24:00 +0200, Uwe.K...@shaggy.westend.com (Uwe
> Konopka) wrote:
>
> >Ohne Sattel reite ich nicht im Gelände. Zu gefährlich.
>
> Kann ich nur bestaetigen! Ich bin letztes Jajr im Krankenhaus gelegen,
> weil ich glaubte mit einem Pad ausreiten zu muessen!
In der Cavallo war ein Bericht zu diesen Rutschteilen
Da sind selbst deren Tester mit langer Reiterfahrung runtergeflogen .
Die haben von allen getesteten Pads unbedingt abgeraten.
Ohne Sattel reite ich nur auf einem eingezäunten Reitplatz mit "sicheren"
Ponys oder Pferden.
Bei einem Fjordi musst du auch nur einen Fuss runterstellen und stehst auf
dem Boden wenn das Pferd seitlich wegzischt ;-)
Hallo Kirstin,
| Sicher ist es sinnvoll, wenn man ein nicht vertrautes Pferd reitet oder
| wenn man selbst noch nicht ueber ausgiebige Reiterfahrung verfuegt, dass
| man dann besser in erfahrener Begleitung reitet.
ich nehme an, dass Uwe - das Ausreiten betreffend - schon genau diese
Situation gemeint hat. Ansonsten stimme ich Dir fast vorbehaltlos zu: ob
und wie sehr Gefahren beim Ausreiten gegeben sind, bestimmen primaer
Erfahrung und Charakter von Reiter und Pferd. Lediglich im Fall eines
Unfalls ist man mit Begleitung besser dran, weil diese ggf.erste Hilfe
leisten, Hilfe holen oder beim Pferdefangen helfen kann.
Aus dem gleichen Grunde (auch wenn dies den Begriff des Ausritts schon
unzulaessig dehnt) reite ich z.B. VS-Trainingsstrecken und Springgaerten,
die sich ja hoechst selten direkt an Reitanlagen befinden, nie alleine -
abgesehen vom Risiko eines einsamen Unfalls selbst ist mir die Vorstellung,
dass mein Pferd auf dem reiterlosen Nachhauseweg die eine oder andere
Verkehrsregel ausser acht laesst, ein Greuel. Gerade in fremder Umgebung
habe ich beobachten koennen, dass zumindest mein Pferd es nach einem Sturz
in fremder Umgebung vorzieht, sich zu einem sichtbaren Stallkameraden zu
gesellen, anstatt die wilde Flucht zu ergreifen. Leider hat hierbei dafuer
oft die Begleitung das Problem, dass ihr Pferd, nicht selbst mitarbeitend,
die wilde Aufregung kriegt...
Ich gebe allerdings zu, Asche auf mein Haupt, dass ich auch nicht jedesmal,
wenn ich - alleine unterwegs - stehengebliebene Jagdhindernisse (jetzt ist
wieder die Zeit dafuer) sehe, erst in den Stall zurueckeile und einen
Mitreiter suche... :-))
| Gleichzeitig begegne ich
| auch oft kleinen Grueppchen von zwei bis 4 Reitern, wo die Pferde nervoes
| taenzeln (...)
Gerade die Konditionsarbeit fuer die VS, die ja ewig viele Canter
beinhaltet, erledige ich deshalb sogar lieber alleine. Miteinander
galoppierende Pferde neigen zu materialverschleissender Aufregung,
ausserdem liebe ich es sehr, alleine laengere Strecken zu galoppieren.
Hierbei ergibt sich eine ganz eigene Form der "Zwiesprache" mit dem Pferd,
die ich schwer in Worte fassen kann, an die sich Koerper und Geist aber
irgendwie erinnern, wenn es tatsaechlich auf eine Q-Strecke geht.
Spinnerei, vielleicht...
| Bei der Lederqualitaet kann man sicher, wenn man es denn moechte auf
| minderwertige Ostleder zurueckgreifen, ohne dem Pferd da zu schaden - da
| laeuft es vermutlich nur daauf hinaus, dass der Sattel nicht so lange
| halten wird (...)
Das ist leider nicht so ganz richtig. Beim billigen Importleder wird (ab
und zu auch bei teureren Produkten) oftmals waehrend des Gerbvorgangs ein
viel zu hoher Chromanteil verwendet. Dieses verbleibt lange Zeit im Leder
und wird waehrend des Reitens freigesetzt. Tauscht oder reinigt man die
Satteldecke nicht nach jedem Ritt, ist diese umgehend mit einer
verhaengnisvollen Mischung aus Pferdeschweiss und geloesten Chromanteilen
getraenkt, die zu schweren Schaedigungen der Haut fuehren kann. Allergische
Reaktionen steigern den Effekt. Noch dazu wird die Ursache fuer die
allergieartigen Veraenderungen oft erst mal woanders gesucht.
| Was allerdings den Baum anbelangt: wenn die keine hohe Qualitaet haben,
| aus billigeren Kunststoffen hergestellt sind oder aus den falschen
Hoelzern,
| dann verziehen sie sich relativ bald(falsche Hoelzer brechen irgendwann)
und
| verursachen zunehmend Druck.
...was genauso fuer die Baeume von Nicht-Westernsaetteln gilt. Immerhin
geht bei diesen eine Baumermuedung mit einer sichtbaren Veraenderung des
auf dem Pferderuecken liegenden Sattels einher - deshalb lohnt es sich
durchaus, alle paar Monate mal den Sattel nackt aufzulegen und zu
kontrollieren.
| Die Westernsaettel sind nun mal in Anlehnung an die Westernrassen und
| hier insbesondere an das Quarter/Paint horse entwickelt. Dementsprechend
| [...]
| Mittlerweile gibt es dann von vielen herstellern auch entsprechend
| Rassensaettel (...)
| (die werden dann als Westersattel mit Araberbaum, Norwegerbaum etc.
| angeboten).
Wie ist das denn mit "normalen" Warmbluetern - benoetigen diese ebenfalls
bereits spezielle Zugestaendnisse (ausser der feinabgestimmten Passform) ?
BTW, was ich schon immer mal wissen wollte: wie sieht es eigentlich mit der
Eignung eines Westernsattels fuer kleinere Naturspruenge aus? Und wie kann
man den hieraus entstehenden Stil beschreiben? Bestimmt wird doch auch ein
Westernpferd - zumindest im Film - mal einen groesseren Satz machen
muessen/koennen (ich meine natuerlich keine hohen Spruenge mit
ausgepraegter Kurve), wobei ich mir nicht so ganz vorstellen kann, wie sich
dies mit den Trachten vertraegt.
| Ein mitgebrachter Sattel, der nicht speziell angepasst wurde, kann den
| Ruecken meines Pferdes ruinieren. Ausserdem kann durch diesen
| Sattel/Putzzeug/Decke Hautpilz, Milben etc uebertragen werden...
| [...]
| Was die Trense anbelangt: Abgesehen davon, dass ich es meinem Pferd
| nicht zumuten wuerde, staendig auf andere Gebisse (...) umzustellen...
| [...]
| ...habe ich noch keinen Reiter gesehen, der das Gebiss und das
| Leder nach Benutzung desinfiziert. (...) dann darf ich mich ueber
Virusinfektionen,
| Bakterienerkrankungen und Parasiten nicht wundern......
Dem ist nichts hinzuzufuegen. Abgesehen davon: wenn ein Pferd, an dem man
eine Beteiligung nehmen will, nicht mal ueber passende Ausruestung
verfuegt, muss die Frage gestattet sein, was sich der Besitzer eigentlich
dabei denkt. Genauer gesagt, ob dieser ueberhaupt imstande ist, ein Pferd
zu halten - und damit einen geeigneten Vertragspartner darstellt. Hier
durch die eigene Beteiligung "etwas fuer das Pferd tun" zu wollen, scheint
mir wenig aussichtsreich, es sei denn, man schenkt dem Besitzer die
Ausruestung. Vielleicht sollte man sich in einer solchen Konstellation
ruhig einmal einen Moment vorstellen, selbst der Besitzer zu sein und
diesen als Beteiligung in Erwaegung zu ziehen - wenn's einen bei der
Vorstellung schuettelt, sollte man IMO die Finger davon lassen.
| dann ist sogar seine Kostenauffuehrung noch weit untertrieben (hi
| Stefan, sag mir
| doch mal, wo Du den wundersamen Lieferanten versteckst, der qualitativ
| hochwertiges
| Hufbesteck fuer nur 200 DM anbietet??;-))
Tja, ich gebe zu, dass mir ein Teil von meinem als Dank fuers
Wiederaufnageln und Nachziehen verlorener resp. lockerer Eisen geschenkt
wurde - mit der Feststellung, dass es da offensichtlich in besseren Haenden
sei. Worueber ich mich (mehr noch als ueber die Teile selbst) schier
damisch gefreut habe. Ein anderer Teil ist mir ebenfalls einst von
Vereinskameraden geschenkt worden, um meine vereinsinternen Bemuehungen um
die Freizeitreiter (durch gefuehrte Aus- und Wanderritte) zu unterstuetzen.
Die Hufnaegel habe ich vom Schmied erbettelt, und lediglich eine weitere
Zange selbst hinzugekauft.
Darum sind meine Schaetzungen schlicht Versandkatalogen entnommen, sollten
aber auch nur demonstrieren, auf welchem Niveau die Kosten *anfangen*.
Viele Gruesse
Stefan
> ich nehme an, dass Uwe - das Ausreiten betreffend - schon genau diese
> Situation gemeint hat. Ansonsten stimme ich Dir fast vorbehaltlos zu: ob
> und wie sehr Gefahren beim Ausreiten gegeben sind, bestimmen primaer
> Erfahrung und Charakter von Reiter und Pferd. Lediglich im Fall eines
> Unfalls ist man mit Begleitung besser dran, weil diese ggf.erste Hilfe
> leisten, Hilfe holen oder beim Pferdefangen helfen kann......
...ja, zustimmung....in den meisten Faellen.....
ich erinnere einen Sturz, als ich so ca 15 war (z.G. mein einziges
einschneidendes und sehr lehrsames Negativerlebnis mit Arzt- Folgen im
gelaende).
Mein Pferd ging neben einer
einsamen Dorf-Landstrasse durch, weil einige Jungen es toll fanden, uns
aus dem
Gebuesch heraus mit Steinen zu bewerfen. In der naechsten Kurve stuerze
mein
Pferd bei dem Versuch ueber den feuchten Asphalt zu rennen. Ich blieb
liegen,
mein Pferd raste weiter und das Pferd meiner Bekannten (mit ihr darauf)
in blinder Panik hinterher. Ein Bauer, der mit seinem Trecker vorbeikam
und alles
sah hat mich dann aufgelesen und meine Eltern verstaendigt. Den Teil von
Sturz bis Bauernhaus kenne ich nur aus Erzaehlungen, da ich durch
gehirnerschuetterung
ein paar Erinnerungsluecken habe.
Rueckblickend gesehen, war dieser Ritt schierer Wahnsinn - trotz
Begleitung.
Wir waren zu jung und unerfahren, um ueberhaupt dort ins Gelaende zu
gehen,
die Pferde waren nicht genuegend ausgebildet und die "Begleitung" konnte
von
Glueck sagen, dass sie von ihrem Pferd bei der Vollbremsung am
heimischen Koppeltor
sanft im Matsch landete und sich nichts weiter tat.
Das mit dem Hilfe holen und dem Hilfe leisten funktioniert ja leider
auch immer
nur dann, wenn der andere Reiter sein Pferd im Griff behalten kann.
Allerdings wuerde ich wohl bei geplantem Springtraining im Gelaende auch
Begleitung
mitnehmen. Ich nehme an, dass da ein grosser Unterschied im Risiko
besteht, ob ich nun
auf einem gut gerittenen Pferd mehr eine Art Wanderritt mache oder ob
ich auf einem
gut gerittenen Pferd eine Springstrecke mit festen Hindernissen
trainiere.
Allerdings muss ich gestehen, dass ich mir auch gerade wegen meiner
einsamen
Ausritte letztes Jahr ein handy zugelegt habe, dass ich am Koerper
(nicht am Sattel)
trage. Hilft natuerlich nicht bei Bewusstlosigkeit, aber zumindest bei
Beinbruch oder so;-)
>Gerade in fremder Umgebung
> habe ich beobachten koennen, dass zumindest mein Pferd es nach einem Sturz
> in fremder Umgebung vorzieht,
Stimmt, in fremder Umgebung ist es sicher sinnvoll, vorher zu wissen,
wie sich sein
Pferd voraussichtlich verhaelt. In Naehe des heimischen Stalls laufen
die meisten
Pferde ja nach Hause und wenn man da dann gesagt hat, wo man hinwollte,
dann
duerften sich hoffentlich einige Schlaue finden, die bei der Ankunft
eines reiterlosen
Pferdes richtig kombinieren......und entsprechend handeln.....;-)
Da ich kein gutes Gelaende vor der Tuer habe, verlade ich abends eben
und fahre in
benachbarte Reitgebiete. ueber die Zeit hat mein Pferd sich angewoehnt,
den Haenger
als zu hause zu betrachten, wo es ihn dann auch auf dem Rueckweg immer
magisch hinzieht.
> Gerade die Konditionsarbeit fuer die VS, die ja ewig viele Canter
> beinhaltet, erledige ich deshalb sogar lieber alleine. Miteinander
> galoppierende Pferde neigen zu materialverschleissender Aufregung,
> ausserdem liebe ich es sehr, alleine laengere Strecken zu galoppieren.
> Hierbei ergibt sich eine ganz eigene Form der "Zwiesprache" mit dem Pferd,
> die ich schwer in Worte fassen kann, an die sich Koerper und Geist aber
> irgendwie erinnern,
...:-)...ja, so empfinde ich es auch oft....
> Das ist leider nicht so ganz richtig. Beim billigen Importleder wird (ab
> und zu auch bei teureren Produkten) oftmals waehrend des Gerbvorgangs ein
> viel zu hoher Chromanteil verwendet.
uuups, das war mir gar nicht bekannt.....noch ein Grund mehr, Qualitaet
zu
kaufen.....
> | Die Westernsaettel sind nun mal in Anlehnung an die Westernrassen und
> | hier insbesondere an das Quarter/Paint horse entwickelt. Dementsprechend
> | [...]
> | Mittlerweile gibt es dann von vielen herstellern auch entsprechend
> | Rassensaettel (...)
> | (die werden dann als Westersattel mit Araberbaum, Norwegerbaum etc.
> | angeboten).
>
> Wie ist das denn mit "normalen" Warmbluetern - benoetigen diese ebenfalls
> bereits spezielle Zugestaendnisse (ausser der feinabgestimmten Passform) ?
Bei den meisten Standardwesternsaetteln ist die positionierung
des Reiters und die Gewichtsverteilung nicht ideal auf den Warmblueter
abgestimmt,
da die meisten Warmbueter eine laengere Rueckenlinie haben. Der moderne
Quarter-Horse Sporttyp, den wir verstaerkt in De. haben, ist ausserdem
relativ leicht/schmal geworden. Dementsprechend sind die angebotenen
Saettel ueberwiegend reining und / oder all-round Saettel fuer diesen
Typ. Bei diesen Saetteln ist der Sattelbaum ausserdem fuer den nicht
ganz
leichten Warmblueter meist zu eng gelegt - sowohl in der Schulter, als
auch
in der Rueckenlinie.
Nach meiner Erfahrung passen noch am ehesten die alten roping Saettel
auf
die Warmblueter. Diese Saettel sind aber a) um einiges schwerer als die
gaengigen Sportwesternsaettel und b) nur in sehr geringer Auswahl in De.
zu haben. Die meisten Haendler fuehren diese Saettel gar nicht
standardmaessig.
Dafuer sind die Gebrauchsroper namhafter Hersteller aber auch sehr
stabil und
durch die Bank von hervorragender Qualitaet (haengt wohl mit der
Liability
in USA zusammen - wenn so ein Sattel, der als roping-geeignet
ausdruecklich
deklariert ist, seinen Geist aufgibt, wenn ein Stier dranhaengt, duerfte
dem
Hersteller u.U. eine gewaltige Schmerzensgeldklage ins Haus stehen).
Einziges Problem, was ich mit meinen zwei Ropern oefter hatte, ist, dass
vielfach die Widerristhoehe nicht ausreichend ist. Dann hilft eigentlich
nur noch
eine Sonderanfertigung.
Dies ist aber im bereich der Westernsaettel kaum ein Problem, da der
Preisunterschied
zwischen einem fertigen Sattel und einem zusammengebauten Sattel bei den
namhaften
herstellern (z.B. Pullman, Continental classic line etc.) gleich null
ist.
Deren System ist auf Anfertigung eingestellt. Hast Du einen guten
Sattelhaendler,
so hat er eine Auswahl blanker Baeume vorraetig, die zunaechst auf dem
Pferderuecken
angepasst werden. Dann reitest Du auf Deinem Pferd einige Saettel, die
der
haendler vorraetig hat, Probe, bis Du den idealen Sitz gefunden hast
(sowohl was die
positionierung der Beine, des Gesaesses als auch die gewichtseinwirkung
und die
Sitzgroesse anbelangt). Diesen "Sitztyp" nimmt der Haendler dann auf.
Danach geht ihr durch den Katalog und Du suchst Dir das Leder u. ggf.
das Muster
der Punzierung aus. Wenn Du da unerfahren bist, solltest Du es dem
haendler
ueberlassen, Dir die ideale Riggin (quasi Gurtbefestigung)fuer den
Sattel auf Deinem
Pferd zu empfehlen. Da gibt es ganz gravierende Unterschiede, die sich
spaeter auf
die positionierung des Sattels auf dem Pferderuecken auswirken)
Dann kannst Du noch div. Sonderwuensche aeussern, falls vorhanden (die
werden aber
dann extra bezahlt) und ab geht diese Bestellung nach USA.
Zwei bis drei Monate spaeter - spaetestens hast Du Deinen Masssattel -
sowohl fuers
Pferd, als auch fuer den reiter.
Ein guter Haendler (bei Pulmann Haendlern gibt es da Garantien) besteht
dann auch
nicht auf Abnahme wenn es auch nur leiseste Zweifel am optimalen Sitz
auf dem
Pferd gibt - im Prinzip ist das dann auch ein Beratungsfehler des
haendlers.
In der Continental Classic Line sind so angepasste Saettel ab knapp
ueber
3000 DM zu haben - und da hast Du dann eben auch die Wahl zwischen
mehreren
Sonderbaeumen (weiter gelegt, tiefer gelegt etc.)
>
> BTW, was ich schon immer mal wissen wollte: wie sieht es eigentlich mit der
> Eignung eines Westernsattels fuer kleinere Naturspruenge aus? Und wie kann
> man den hieraus entstehenden Stil beschreiben? Bestimmt wird doch auch ein
> Westernpferd - zumindest im Film - mal einen groesseren Satz machen
> muessen/koennen (ich meine natuerlich keine hohen Spruenge mit
> ausgepraegter Kurve), wobei ich mir nicht so ganz vorstellen kann, wie sich
> dies mit den Trachten vertraegt.
Es ist kein Problem auch etwas weitere Spruenge im Westernsattel zu
machen.
Die Rancharbeitspferde muessen alles, was ihnen im Weg ist auf der Jagd
hinter
einem weglaufenden Rind her ueberwinden - und das aus vollem Tempo - mit
anderen
Worten, alles, wo ein Rind drueber, drunter oder durch geht, muss auch
das
Pferd nehmen - und Rinder koennen erstaunlich gut springen, wenn sie auf
der Flucht sind...
Allerdings muss man sich als Reiter umgewoehnen, wenn man aus dem engl.
Springstil
kommt. Ich habe mir bei meinen ersten Spruengen ganz schoen weh getan
und als
Mann sollte man die Familienplanung abgeschlossen haben, wenn man plant,
im
Westernsattel ganz engl. zu springen;-))
...nein, im Ernst jetzt: Im Westernsattel wird aehnlich wie im
englischen gesprungen:
Man geht in den Entlastungssitz, allerdings bleibt man mit dem
Unterkoerper
direkt ueber der Sitzflaeche und hat nur einige Millimeter Luft zwischen
Sattel und Po - der tief ausgetretende Buegel ermoeglicht genau wie im
engl.,
dass der Sprung ueber Fuss- und Kniegelenk abgefedert wird.
Der Oberkoerper geht nur ganz leicht vor (und auch nur aus der Huefte
heraus),
so dass man zwar ueber den leicht vorgelehnten Oberkoerper das
Gleichgewicht im
Sprung erhaelt ohne das Pferd zu stoeren, andererseits aber auch nicht
Bauch
oder Brust auf dem Horn "aufspiesst". Ich habe auch schon Amis gesehen,
die
die den Sprung voll ausgesessen haben im Wseternsattel. Auf den
Working-Ranches
auf denen ich war, sind die Cowboys allerdings alle entweder in oben g.
Form gesprungen oder aufrecht im Buegel stehend und ueber der Huefte
leicht abgeknickt, wenn sie bereits mit dem lasso hantierten.
Ich vermute, dass diese Haltung deswegen ausreicht, weil der
Westernsattel selbst ebenso
wie seine Buegel und deren Aufhaengung den Reiter weit mehr im
Gleichgewicht halten/
bzw. ihn ins Gleichgewicht setzen, als es ein englischer Sattel tut.
Fuer mich ist der Unterschied zwischen einem engl. Sattel und einem
Westernsattel immer
aehnlich, wie wenn ich flache Sportschuehe und hochhackige Pumps
vergleiche.
Auf beiden Schuhen kann man umknicken oder plump wirken - aber mit hohen
Schuhen ist es weit schwerer das Gleichgewicht zu finden und zu halten,
mit flachen
Schuhen ist es weit schwerer trotzdem eine elegante Erscheinung
abzugeben;-)
> Tja, ich gebe zu, dass mir ein Teil von meinem als Dank fuers
> Wiederaufnageln und Nachziehen verlorener resp. lockerer Eisen geschenkt
> wurde - mit der Feststellung, dass es da offensichtlich in besseren Haenden
> sei. Worueber ich mich (mehr noch als ueber die Teile selbst) schier
> damisch gefreut habe. Ein anderer Teil ist mir ebenfalls einst von
> Vereinskameraden geschenkt worden, um meine vereinsinternen Bemuehungen um
> die Freizeitreiter (durch gefuehrte Aus- und Wanderritte) zu unterstuetzen.
> Die Hufnaegel habe ich vom Schmied erbettelt, und lediglich eine weitere
> Zange selbst hinzugekauft.
...puh, das beruhigt mich...ich dachte, ich haette gerade zu viel
ausgegeben....
> Darum sind meine Schaetzungen schlicht Versandkatalogen entnommen, sollten
> aber auch nur demonstrieren, auf welchem Niveau die Kosten *anfangen*.
.....genau dieses versandhausbestecke hatte ich auch....bis ich sie
einmal
brauchte:-(........danach habe ich mir von meinem Schmied das besorgen
lassen, was er auch benutzt........
...soviel zu Qualitaet und was von beidem guenstiger ist.....
Viele Gruesse
Kirstin
>> | Da man ja sowiso nicht alleine im Wald aureiten sollte gibts auch Zeugen.
>
>
>Uwe, wieso soll man nicht allein ausreiten? Wer sagt das?
>Ich denke doch, dass man das etwas relativierter betrachten sollte.
Sehe ich nicht so. Der Grund ist fuer mich folgender: Alleine kann ich
keine Hilfe holen, wenn was Verknaxt oder gar gebrochen ist.
Wenn dann das Pferd vielleicht alleine in den Stall kommt, wissen die
Anderen oft nicht wo sie anfangen sollen zu suchen.
Mit mehreren Leuten ausreiten heisst fuer mich einfach: Meine
Ueberlebenschance erhoeht sich bei einem Unfall betraechtlich!
Klar, Kirstin, der Wille ist stark, doch das Fleisch ist schwach.
Alleine Reite ich auch unheimlich gerne aus, das ist fuer mich die
beste Entspannung!
Allerdings nehme ich mein Handy mit.......
| ...Zurechtbiegen ist das falsche Wort, es klingt sehr nach
| "kurz und schmerzvoll". Das hab ich nicht gemeint, und so reite ich auch
| nicht. Mein Ehrgeiz in der damaligen Situation lag darin, ein unter dem
| Eindruck des letzten Einsatzes verspanntes Pferd nach gewisser Zeit
wieder
| einigermassen vertrauensvoll abkauen zu lassen, und wenn das erreicht
war,
| war das schon ein schoener Erfolg.
|
| Mit Korrekturreiten hat das nichts zu tun, und Korrektur kann auch nicht
| Sinn einer Reitbeteiligung sein. Wer das "Zurechtbiegen" in diesem Sinn
| verstanden hat - sorry, und siehe oben.
Prima, Reinhardt,
dann habe ich Dich missverstanden. So, wie Du das siehst, ist es voellig in
Ordnung - meine fehlende Toleranz gilt ausschliesslich dem "Zurechtbiegen"
im von mir beschriebenen Sinn - leider ein durchaus in manchen
Hinterkoepfen zu findender.
Ueber ein Reiten wie Deines kann sich ein Reitbeteiligungsgeber freuen.
Gruss
Stefan
> > | Da man ja sowiso nicht alleine im Wald aureiten sollte gibts auch Zeugen.
Uwe, wieso soll man nicht allein ausreiten? Wer sagt das?
Ich denke doch, dass man das etwas relativierter betrachten sollte.
Sicher ist es sinnvoll, wenn man ein nicht vertrautes Pferd reitet oder
wenn man selbst noch nicht ueber ausgiebige Reiterfahrung verfuegt, dass
man dann besser in erfahrener Begleitung reitet.
Aber prinzipiell allein Ausreiten als gefaehrlich hinzustellen, halte
ich fuer einen schlechten Witz.
Ich treffe im Rahmen meiner (mehrmals woechentlichen) Ausritte (die ich
meistens
allein mit meinem Pferd mache) sehr oft Reiter, die allein unterwegs
sind
und ganz offensichtlich sehr gut mit ihren entspannt und
ausgeglichen wirkenden Pferden zurecht kommen. Gleichzeitig begegne ich
auch
oft kleinen Grueppchen von zwei bis 4 Reitern, wo die Pferde nervoes
taenzeln, die
Reiter ganz offensichtlich alle Haende voll zu tun haben, um ihre Pferde
im
Griff zu behalten und gelegentlich, wenn dann eines der Pferde ausser
Kontrolle geraet, zieht die ganze Gruppe hinterher und ich kann mit
meinem
Pferd nur noch schauen, dass ich zur Seite gehe, damit die durchgehende
Gruppe mich nicht ueber den Haufen reitet.
Will damit sagen: Di Sicherheit ist wohl keine Frage dessen, mit
wievielen
Reitern ich unterwegs bin, sondern eher eine Frage dessen, wie gut oder
schlecht pferd und Reiter auf das Gelaende vorbereitet sind und wie gut
oder schlecht Pferd und Reiter aufeinander eingespielt sind.
> Ja und ? Meinst du ein Sattel für 3000 DM ist besser als einer für 1000
> DM der dem Pferd passt, dafür vielleicht nicht so toll verziert ist und
> nicht von einer grossen Firma kommt ?
Nicht die Verzeirung macht den Preis, sondern die Qualitaet der
verwandten
Materilaien. Ich habe einen voellig schlichten Westernsattel - ganz ohne
jede
Verzierung - trotzdem hat er mehr als 3000 DM gekostet.
Und bei der Qualitaet kann/darf man in gewissen Bereichen eben keine
Abstriche machen, da diese Bereiche eben doch dem Pferd schaden - wenn
auch
manchmal schleichend und erst nach einem Jahr beginnend.
Beim Westernsattel z.B. ist die Qualitaet des Baumes neben der
Lederqualitaet
ausschlaggebend fuer die extrem hohen Preisunterschiede.
Bei der Lederqualitaet kann man sicher, wenn man es denn moechte auf
minderwertige Ostleder zurueckgreifen, ohne dem Pferd da zu schaden - da
laeuft es vermutlich nur daauf hinaus, dass der Sattel nicht so lange
halten
wird, bis die ersten Naehte ausreissen (aber meistens haben
Billigsaettel auch
kaum Naehte, sondern sind unter der Fork und im Cantle genietet).
Was allerdings den Baum anbelangt: wenn die keine hohe Qualitaet haben,
aus
billigeren Kunststoffen hergestellt sind oder aus den falschen Hoelzern,
dann
verziehen sie sich relativ bald(falsche Hoelzer brechen irgendwann) und
verursachen zunehmend Druck. Dieser Druck entsteht schleichend, so dass
man es vielfach erst merkt, wenn der Ruecken schon gravierende Probleme
hat.
..und das gilt auch fuer Pferde mit problemlosem Ruecken.
Im uebrigen ist es gerade im Bereich der Westernsaettel so, dass kaum
ein
Ruecken von "Nicht Westernrassen" perfekt unter einen Standardbaum
passt.
Die Westernsaettel sind nun mal in Anlehnung an die Westernrassen und
hier
insbesondere an das Quarter/Paint horse entwickelt. Dementsprechend
haben
anders vorausgesetzte Pferde oft Probleme mit den Standardbaeumen.
Mittlerweile gibt es dann von vielen herstellern auch entsprechend
Rassensaettel
(die werden dann als Westersattel mit Araberbaum, Norwegerbaum etc.
angeboten).
Leider sind hier aber bei den Billigsaetteln meistens nur die Lederteile
hinten eingekuerzt worden, wodurch der Sattel optisch anders/kuerzer
wirkt. Allzuoft verschweigen diese Hersteller aber, dass sie auch diese
Saettel auf ihre serienmaessig vorgefertigten Quarterbaeume gesetzt
haben.
Die Unterfuetterung wird dann noch etwas abgepolstert und schon ist
der scheinbar passende, billige Westersattel fertig:-(((
> Zaumzeug ist neu bis neuwertig. Wesentlich besser als der Schrott den ich
> bei manchen Reitbeteiligungen in die Hand gedrückt bekommen habe.
> Da reite ich lieber mit meinen Sachen, da weiss ich das ich mich auf die
> Lederteile und Schnallen verlassen kann.
Ganz im Ernst: wenn ich jemanden als Reitbeteiligung oder so auf mein
Pferd lasse, dann wuerde ich dem oder derjenigen die Hoelle heiss
machen, wenn
er/sie es wagen sollte das Pferd mit etwas anderem als seinem eigenen
Sattel-/Zaumzeug zu reiten, mit etwas anderem als seinem eigenen
Putzzeug
zu putzen und etwas anderes als seine eigenen Decken aufzulegen.
So jemand wuerde bei mir noch am gleichen Tag
wieder rausfliegen - und das hat gute Gruende:
Ein mitgebrachter Sattel, der nicht speziell angepasst wurde, kann den
Ruecken
meines Pferdes ruinieren. Ausserdem kann durch diesen
Sattel/Putzzeug/Decke
Hautpilz, Milben etc uebertragen werden, da ich ja gar nicht weiss,
worauf
der Sattel vorher schon gelegen hat.
Was die Trense anbelangt: Abgesehen davon, dass ich es meinem Pferd
nicht zumuten
wuerde, staendig auf andere Gebisse, die womoeglich auch schaerfer sind,
umzu-
stellen, habe ich noch keinen Reiter gesehen, der das Gebiss und das
Leder nach Benutzung desinfiziert. Wenn eine Reitbeteiligung nun die
eigene
Trense verwendet, die auf ich weiss nicht wievielen Pferden sonst noch
eingesetzt
wurde und wird, dann darf ich mich ueber Virusinfektionen,
Bakterienerkrankungen
und Parasiten nicht wundern......
....und die daraus entstehenden Kosten nimmt mir keine Reitbeteiligung
der Welt ab.
Und wenn ich dann da aus dem anderen Mail Stefans Kostenueberschlag
anschaue,
dann ist sogar seine Kostenauffuehrung noch weit untertrieben (hi
Stefan, sag mir
doch mal, wo Du den wundersamen Lieferanten versteckst, der qualitativ
hochwertiges
Hufbesteck fuer nur 200 DM anbietet??;-))
Was naemlich den ganz grossen Posten - und Unsicherheitsfaktor ausmacht,
sind
nicht kalkulierbare Krankheitskosten - mit denen sich weiss Gott eine
Reitbeteiligung
nicht herumschlagen muss und sich auch keinen Kopf machen muss.
Ich habe es gerade mal wieder live erlebt: Im Mai hat sich mein Pferd
(vermutlich
auf einem Turnier) eine schwere und wie es scheint auch schwer zu
identifizierende
Virusinfektion zugezogen. Es wurde schwer krank.
NUR die Diagnostik (also Labor, Roentgen, Ultraschall, Bronchoskopien,
Seuchentests etc.) haben innerhalb eines Monats 5000 Dm verschlungen -
Geld, das absolut nicht
eingeplant war, aber irgendwie aufgebracht werden musste. Und da hast Du
EINEN gravierenden Unterschied zwischen dem Umfang der Verantwortung und
Ver-
pflichtung des Pferdebesitzers und der der Reitbeteiligung - die haette
naemlich nicht
zahlen muessen - nichtmal, wenn sie durch fahrlaessiges Verhalten wegen
Benutzung
einer eigenen Trense oder so moeglicherweise Ausloeser dieser Infektion
gewesen
waere - gasnz einfach, weil sich soetwas kaum als eindeutige Ursache
nachweisen liesse.
Im uebrigen stimme ich Stefan in seinen gemachten Ausfuehrungen rundum
zu.
Gruesse
Kirstin
>> Uwe, wieso soll man nicht allein ausreiten? Wer sagt das?
> Kommt auf Pferd und Reiter an. Bis jetzt habe ich dafür kaum geeignete
> Pferde gehabt.
...dann sind wir uns hier ja einig. Mir ging es ja auch lediglich
um diese Relativierung - Deine erste Aussage klang da sehr
pauschal und absolut....
> Wenn du halbvergammeltes Lederzeug in die Hand gedrückt bekommst weil das
> gute Zaumzeug ja für die Reitbeteiligung zu schade ist hast du die wahl
> mit dem Schrott zu reiten und diverse Risse zu riskieren oder eigen Sachen
> mitzubringen.
...na ich weiss nicht...da schliesse ich mich eher Stefans Ansicht an:
Wenn ein Pferdebesitzer so wenig Verantwortungsbewusstsein und Zuneigung
fuer/zu sein/em Pferd besitzt, dass er es um irgendwelches
Leder zu schonen mit minderwertigem, schlecht gepflegtem Sattel/Zaumzeug
unter den Reitbeteiligungen laufen laesst, dann wuerde ich an diesem
Pferd
die Reitbeteiligung komplett ablehnen - aus dem einfachen Grunde, weil
ich
mit meinem Geld nicht noch das Pferdebesitzerdasein des Pferdehalters
unterstuetzen/foerdern/erhalten wollte. Meistens sind diese Leute
naemlich,
die schon beim Sattelzeug zu Lasten des Pferdes sparen, finanziell ohne
die Reitbeteiligung kaum in der Lage, das Pferd zu halten. Wuerden sie
also
keine Reitbeteiligung finden, muesste so mancher dieser Leute das Pferd
verkaufen - und das waere fuer das Pferd u.U. die bessere Loesung.
Gruesse
Kirstin
Hallo, Uwe.
| Wenn du einen Sattel der 300 DM wert ist all Schlammhaufen für 25 DM von
| jemandem kaufst der kein Ahnung davon hat , warum nicht ?
Weil jemand, der Ahnung davon hat, durchaus auch bezweifeln koennte, ob der
Sattel die 300,-- DM wert ist ;-))
| > (Mehlprobe...)
| > | Haben wir in der Schlosserei bei Flächenpassungen
| > | auch so gemacht ...
| > | nix neus
| >
| > Was denn, Moehrensaecke in der Schlosserei? Oder schmiedet ihr die
Saettel
| > aufs Pferd? Oder kennst Du eine FN-Schlosserei? :-)))
| > Oder wolltest Du mir nur zu verstehen geben, dass Du nach wie vor schon
| > alles kennst?
|
| Lesen !!!
| Es ging um Flächenpassungen. Eisenverarbeitung und so ...
| [...]
| Das ganze auf Pferde angewendet und man hat deine Sattelprobe.
Ja, dann mach sie doch mal mit Deiner Wanderpfanne. Und zwar bei jedem
Leihpferd, welches Dir in die Haende faellt. Dass Du das zugrundeliegende
Prinzip verstanden hast, ehrt Dich zwar - aber von dessen Anwendung in der
Schlosserei hat kein Pferd was :-)))
| > Es soll auch Leute geben, die Warmblueter trotz geringeren Einkommens
| > halten und ausruesten. Die kennen nicht nur die realen Preise, sondern
| > muessen auch auf vieles verzichten, um sie zu bezahlen und nicht auf
Kosten
| > der Pferde mit Kompromissen zu leben. Werden diesen Aussagen a la
"gibt's
| > schon fuer'n Lau" vor die Nase geknallt, stempelt man sie als nicht so
ganz
| > faehig ab und brueskiert sie. Genauso, wie wenn man ihnen mitteilt,
eine
| > 1-Tag-Reitbeteiligung wuerde Aehnliches leisten, und unter
vergleichbarem
| > Druck stehen.
|
| Wer im Sattel sitzt hat zu dieser Zeit die volle Verantwortung für das
| Pferd . So war das gemeint.
So habe ich das auch verstanden. Das waeren dann - wie gesagt - in Deinem
Fall so ca. 100 Stunden gewesen; meines Erachtens schon ein erheblicher
Unterschied zum Leben als Pferdebesitzer. Das dauert naemlich nicht nur im
gleichen Jahr 365 Tage, sondern unterscheidet sich darueberhinaus um vitale
Aspekte! Aber Schluss damit - das Thema ist durchgekaut...
Viel interessanter ist im Moment Dein Verstaendnis von "FN-Reitunterricht",
ueber den ich einiges anhand der APO klargestellt hatte:
| > Immerhin wird aber in §1200, Abs.4 (Ausbildungswesen) der "Reitschule"
| > gefordert, dass die Ausbildung nach den Richtlinien der FN zu erfolgen
hat.
| > Diese wiederum definieren die Qualifikation der mit der Ausbildung
| > betrauten Personen; hier ist auch fuer Amateurzwecke der Reitwart die
| > absolute Untergrenze (Richtlinien 1, Kap. 1.1). Und fuer diesen ist
u.a.
| > die Vollendung des 18. Lebensjahres Voraussetzung (§3200 APO, Abs.
2.2).
|
| schön wärs ja ...
| Aber du hast öfter im Anfängerunterricht eine Aushilfskraft die eben
| nicht den Reitwart hat.
| Kostet ja weniger als ein "richtiger " Reitleherer ...
Aber nicht in der "FN-Reitschule"...
| war grünes Schild
...sondern im einfachsten FN-Reitstall, wie man sieht!
| Es gibt auch Leute die den Reitwart haben und trotzdem mit manchen
Pferden
| nicht zurecht kommen ...
Was hat denn das jetzt wieder damit zu tun? Ich denke, wir reden vom
Unterricht...
| "Otto Nomalreiter" wird aber immer erzählt die FN Plakette wäre ein
| Qualitäsmerkmal für gute Ausbildung ...
"Die" FN-Plakette gibt es nicht. Sondern allein im Fachbereich Reiten deren
vier, wie ich dargelegt habe. Von wem also wird solches - so wie von Dir
dargestellt - erzaehlt?
Nicht von der FN. Die macht diesbezuegliche Aussagen ueber die APO, welche
allein massgebend und auch kein Geheimwerk ist. Wenn sich "Otto
Normalreiter" aus anderer Quelle - oder gar nicht - informiert, ist er
selber, hoechstens jedoch seine Quelle, schuld.
BTW: dem "Otto-Normalteenager" wird doch auch immer wieder erzaehlt, dass
Boygroups musizieren koennen und es in der Kelly-Family schon mal einen
Waschlappen gegeben haben soll. Und? Irgendwann wird er erwachsen,
kritikfaehig und lernt, seine Quellen zu hinterfragen. Genauer gesagt,
selber hinzuschauen...
Aber ich kenne das Gejammer, wenn Menschen erst ueber Teilwahrheiten
(FN-Plakette = gute Ausbildung) Hoffnungen errichten (Topuntericht fuer
zwofuffzich) und dann nach einem Schuldigen suchen, wenn diese platzen
(klar: die FN).
Wesentlich frueher muss es auch schon Tucholsky gekannt haben, denn von
letzterem stammt folgendes sinngemaesses Statement: "Wenn ein Mensch
hinfaellt, steht er wieder auf. Nur nicht in Deutschland - da bleibt er
liegen und sucht nach einem Schuldigen, den er haftbar machen kann." Ganz
abgesehen von der Konsequenz des Aufstehens (also nicht lamentieren,
sondern eine richtige Reitschule aufsuchen) ist der gemeinte Reitanfaenger
auf der gruenen Wiese sowieso nicht ganz unschuldig an seinem Irrtum.
| > [...APO-Auszuege]
|
| Wer weiss das denn als Frischling der nur mal eben sehen will ob er Spass
| am reiten hat ?
Reiten ist nicht - beispielsweise - wie Joggen, Yoga oder Meditieren, wo
man einfach mal ausprobieren kann, ob man Spass dran hat. Dazu haengt ein
viel zu grosses Umfeld dran, zu dem nicht nur die Pferde, sondern auch
Ausbildungs- und Pflegepersonal, Gebaeude, landwirtschaftliche
Infrastruktur, Behoerden etc. zaehlen; auch spielt sich der Reitsport in
einem gaenzlich anderen Gefahren- und Kostenbereich ab. Wenn ich mich fuer
eine Sportart interessiere, die solchermassen aufwendig, teuer und/oder
gefaehrlich ist, mache ich mich vorher ausgiebig schlau und probiere nicht
einfach mal so mit Knochen, Geldbeutel und nicht zuletzt Lebewesen rum!
| Aus dem VHS Kurs haben so die Hälfte aufghört weil ihen das andauernde
| Runterfliegn von überdrehten Pferden zu blöd war .
| Glaube nicht das die ihr Geld anteilmässig zurückbekommen haben ...
Sicher, schade drum. Aber abgesehen davon, dass man Reitschuelern zutrauen
darf, sich den Reitunterricht vorher mal anzuschauen, sind sie auch selber
schuld, wenn sie gleuben, die VHS koennte das Angebot der FN-Reitschule
nachbilden bzw. fuer die ueblichen (VHS-)Preise vermitteln. Es gibt eine
fundamentale Erkenntnis, naemlich das Malthus'sche Gesetzt der Wirtschaft,
die auch dem gesunden Menschenverstand eingaengig sein sollte und da sagt,
dass es "nicht moeglich ist, gute Leistung fuer wenig Geld zu bekommen".
Selbst mit dem eigenen Angebot, faellt es aus dem Repertoire umgeschulter
Paedagogen (Sprachen, Lyrik, Makramee), hat die VHS bereits ihre Probleme.
Wer mal mitbekommen hat, wie leicht man, beschreiten eingesessene
Bildungsbuerokraten versuchsweise neue Wege, da zum "VHS-Dozenten" mutieren
kann, wird selbst dankend auf Fortbildung ausserhalb der klassischen
Betaetigungsfelder verzichten.
Davon abgesehen tun sich mit "Reitkursen" alle Bildungsvermittler, ob sie
nun VHS, Erwachsenenbildung oder Studentenwerk heissen, schwer. Alle wollen
sie das Lockwort im Programm haben, aber keiner traut sich durch einen
Hinweis darauf, dass es sich um einen etwas teureren Sport handelt,
abzuschrecken. Also suchen sie sich alle einen Reitstall in der Naehe (und
zwar den, der ihnen das guenstigste Pauschalangebot macht), und schnueren
ein unsichtbares Rabattpaket.
Die FN kann fuer diesen Versuch nichts.
| > - willtu bei FN (!) ueber Ausbildung meckern, muttu erst mal gelbes
Schild
| > suchen :-))
| Es gibt auch Reitkurse ohen gelbes Schild ...
| Vielleicht sollte die FN mal ihren Schilderwald überholen.
|
| z.B. ein Schild mit Text: Vorbildliche Pferdehaltung
| " : geprüfter Reituntericht
| Mit einem reinen Farbcode kann ein Frischling nix anfangen.
| Einem Westernreiter sagt der auch nix.
Will ich ein Pferd einstellen, suche ich einen *Reitstall*. Will ich
Reitunterricht, suche ich eine "Reitschule". Genau das steht auch auf den
Schildern. Selbst einfachst gestrickte Gemueter duerften dadurch noch nicht
ueberfordert werden.
Natuerlich gibt es auch ausserhalb von "FN-Reitschulen" Reitkurse. Das ist
aber nicht das Problem der FN; im Gegenteil - freu' Dich doch, dass diese
einen Begriff definiert und schuetzt, in dem eine Aussage ueber den
Unterricht enthalten ist; aber nicht das alleinige Unterrichtsmonopol
beansprucht. Es ist verwirrend genug, dass sich jeder X-Beliebige ein
Schild "Reitunterricht" mit, wenn ueberhaupt, kleingedrucktem "nach
WasWeissIchWem" um den Hals resp. an die Stalltuere nageln kann - aber Du
musst Dich da schon beim Einzelnen, nicht bei der FN beschweren.
Gruss
Stefan
Hallo Stefan,
....
> All das ist aber graue Theorie - ob ich alleine oder zu mehreren ausreite,
> haengt (bis aufs Training) nur davon ab, wie's gerade kommt.
....
...nur zu wahr....
> | Allerdings muss ich gestehen, dass ich mir auch gerade wegen meiner
> | einsamen
> | Ausritte letztes Jahr ein handy zugelegt habe, ........
> Hilft aber trotzdem nichts, weil ich meistens viel zu bequem
> bin, das Ding mitzunehmen bzw. gar nach der Arbeit in Viereck/Parcours erst
> mal aus dem Auto zu holen...
...tja, das sieht bei mir etwas anders aus. Ich nehme mein
Handy GERNE mit, denn diese Erreichbarkeit ermoeglicht es mir,
oftmals im Sattel zu sitzen, wenn ich eigentlich noch hinter dem
Schreibtisch hocken muesste;-)....
...wenn dann mal ein Kunde dran ist, bin ich gerade in einer
Besprechung mit anderem Kunden (deswegen Handy)....und hoffe
inbruenstig, dass Blacky die Welt nicht gerade in dem Moment
mit einem kraeftigen Wiehern beglueckt;-))))
> Und zweitens liegt unser Ausreitgelaende
> (Europas groesster Eichenwald, jaja) praktisch vor der Stalltuer - da
> kannst Du ganze Wanderritte veranstalten.
.....NEID!!!!......
....
> flachere Spruenge durchaus ein. Ich gehe aber vermutlich recht in der
> Annahme, dass - alleine schon wegen des Horns und der Beinlage - ein hoher,
> steiler Absprung aus dem Untersetzen heraus, mit Bascule, schwierig bis
> unmoeglich sein duerft - oder irre ich mich da?
Vermutlich hast Du Recht - ich habe es noch nie ausprobiert, wie
hoch man gehen kann. Das was ich mit Westernsattel so gesprungen
bin bisher, waren eben so Hindernisse in der Natur: Graeben, umgefallene
Baumstaemme und Buesche, die schaetzungsweise so etwa bis zur Hoehe
unserer typischen Stacheldrahteinzaeunungen fuer Rinderkoppeln gingen.
Also eher nicht so hoch verglichen mit den Spruengen, die ihr so
schafft.
Die umgefallenen Baumstaemme, die wir ueberwunden haben, hatten
dort in USA etwa Umfaenge von
Vorderfusswurzelgelenk bis Ellbogengelenk - alles andere
haben wir umritten.
Gesprungen wurde ausschliesslich, wenn ein Rind verfolgt wurde.
Dementsprechend waren die Spruenge auch eher die VFW - Hoehen.
Bei Wanderritten und Kontrollritten, wenn es also nicht auf
Sekunden ankam, wurde ausschliesslich geklettert. Das haben die
Pferde auch voll intus, dass sie dann nicht springen duerfen.
Das Risiko beim Springen ist dort im Gebirge recht hoch gewesen, da
der Untergrund auf der anderen Seite ja niemals bekannt war - also
wurde auch nur gesprungen, wenn es drauf ankam (verlorenes
Rind gleich verlorenes Kapital)
Baumstaemme bis zur Hoehe des Ellenbogengelenkes haben die Pferde
sonst ueberklettert!...es war faszinierend!. Niedrige Baumstaemme wuden
ueberklettert, indem die Pferde einfach drueber stiegen, hoehere
Staemme, indem die Pferde zunaechst mit der Vorhand hochstiegen, dann
die Hinterhand nachzogen und dann vorne wieder abstiegen - wie die
Bergziegen.
bevor ich das selbst erlebt hatte, haette ich das nie fuer moeglich
gehalten.
>
> Ja, dann mach sie doch mal mit Deiner Wanderpfanne. Und zwar bei jedem
> Leihpferd, welches Dir in die Haende faellt. Dass Du das zugrundeliegende
> Prinzip verstanden hast, ehrt Dich zwar - aber von dessen Anwendung in der
> Schlosserei hat kein Pferd was :-)))
Bei Zintzen sind die Sättel bunt durcheinader gewürfelt worden, ein Sattel
der gerade da war wurde eben drauf gelegt ...
Da kann ich dir auch ohne Mehlprobe sagen das sowas nicht passen kann.
> | Es gibt auch Leute die den Reitwart haben und trotzdem mit manchen
> Pferden
> | nicht zurecht kommen ...
>
> Was hat denn das jetzt wieder damit zu tun? Ich denke, wir reden vom
> Unterricht...
Ja. Ein Reitlehrer der ein etwas schwieriges Pferd mal zwischen durch so 5
Minuten vornimmt und dann selber mit dem Pferd nicht zurecht kommt macht
sich doch etwas lächerlich ...
Ein guter Reitlehere sollte alle Lektionen vorreiten können. Und nicht nur
vom Boden rumkommandieren.
> Aber ich kenne das Gejammer, wenn Menschen erst ueber Teilwahrheiten
> (FN-Plakette = gute Ausbildung) Hoffnungen errichten (Topuntericht fuer
> zwofuffzich) und dann nach einem Schuldigen suchen, wenn diese platzen
> (klar: die FN).
achn nee , du kennst sowas auch ? ;-)
>
> | > [...APO-Auszuege]
> |
> | Wer weiss das denn als Frischling der nur mal eben sehen will ob er Spass
>
> | am reiten hat ?
>
> Reiten ist nicht - beispielsweise - wie Joggen, Yoga oder Meditieren, wo
> man einfach mal ausprobieren kann, ob man Spass dran hat. Dazu haengt ein
> viel zu grosses Umfeld dran, zu dem nicht nur die Pferde, sondern auch
> Ausbildungs- und Pflegepersonal, Gebaeude, landwirtschaftliche
> Infrastruktur, Behoerden etc. zaehlen; auch spielt sich der Reitsport in
> einem gaenzlich anderen Gefahren- und Kostenbereich ab. Wenn ich mich fuer
> eine Sportart interessiere, die solchermassen aufwendig, teuer und/oder
> gefaehrlich ist, mache ich mich vorher ausgiebig schlau und probiere nicht
> einfach mal so mit Knochen, Geldbeutel und nicht zuletzt Lebewesen rum!
Das ist SO im VHS Kursangebot verkauft worden. Das man in 10 Stunden nicht
perfekt reten lernt brauchst du mir nicht zu erzählen.
> Davon abgesehen tun sich mit "Reitkursen" alle Bildungsvermittler, ob sie
> nun VHS, Erwachsenenbildung oder Studentenwerk heissen, schwer. Alle wollen
> sie das Lockwort im Programm haben, aber keiner traut sich durch einen
> Hinweis darauf, dass es sich um einen etwas teureren Sport handelt,
> abzuschrecken. Also suchen sie sich alle einen Reitstall in der Naehe (und
> zwar den, der ihnen das guenstigste Pauschalangebot macht), und schnueren
> ein unsichtbares Rabattpaket.
>
> Die FN kann fuer diesen Versuch nichts.
Aber die hängen indirekt mit drinnen ...
Der Anfänger sieht das FN -Schild, ist mit dem Unterricht unzufrieden und
dnekt sich sein Teil.
>
> Natuerlich gibt es auch ausserhalb von "FN-Reitschulen" Reitkurse. Das ist
> aber nicht das Problem der FN; im Gegenteil - freu' Dich doch, dass diese
> einen Begriff definiert und schuetzt, in dem eine Aussage ueber den
> Unterricht enthalten ist; aber nicht das alleinige Unterrichtsmonopol
> beansprucht. Es ist verwirrend genug, dass sich jeder X-Beliebige ein
> Schild "Reitunterricht" mit, wenn ueberhaupt, kleingedrucktem "nach
> WasWeissIchWem" um den Hals resp. an die Stalltuere nageln kann - aber Du
> musst Dich da schon beim Einzelnen, nicht bei der FN beschweren.
Was sich wie nennt ist mir eigentlich egal.
Ich möchte guten Unterricht der auf Pferd und Reiter eingeht.
Die Cavllo hat mit ihrem Reitschultest ja schon mal einen Anfnag gemacht,
aber das sind immer nur Stichproben.
Als absoluter Anfänger kann man auch kaum erkenen ob der Unterricht gut
ist oder nicht.
Wie soll derjenige dann seine erste Reitschule auswählen ?
Da kann er nur jemanden mitnehmen der reiten kann und den Unterricht
beurteilen kann.
Aber die VHS-Kurse werden davon wohl nicht aussterben ...
Und viele Leute werden so für immer vom reiten abgeschreckt wenn sie
andauernd von nervösen Pferden runterfliegen ...
Uwe Konopka schrieb:
>
> Thomas Foerster-Juestel schrieb:
>
> > On 05 Oct 1997 12:24:00 +0200, Uwe.K...@shaggy.westend.com (Uwe
> > Konopka) wrote:
> >
> > >Ohne Sattel reite ich nicht im Gelände. Zu gefährlich.
> >
> > Kann ich nur bestaetigen! Ich bin letztes Jajr im Krankenhaus
> gelegen,
> > weil ich glaubte mit einem Pad ausreiten zu muessen!
Tut mir leid. Lag es am Pad, an Dir, am Pferd oder an Deinem Kismeth?
>
> In der Cavallo war ein Bericht zu diesen Rutschteilen
> Da sind selbst deren Tester mit langer Reiterfahrung runtergeflogen .
> Die haben von allen getesteten Pads unbedingt abgeraten.
Ich halte die *cavallo* zwar für absolut nicht zitierfähig, aber wenn
sie Pads mit Bügeln getestet haben, müssen sie abraten. Kein Pad kann so
halten wie ein Sattel, der mit seiner Kammer auf dem Rücken quasi
klemmt.
Diese Dinger sind auch nur dafür da, beim *ohne Sattel Reiten* die Haut
am Pferderücken zu schonen. Ich reite relativ viel ohne Sattel
(selbstverständlich im Gelände) und das auch auf längeren Strecken (bis
25 km) und habe zur Schonung der Haut (und der Muskulatur) meines
Pferdes ein Pad. Darunter kommt noch ein vierfach gefalteter Woilach und
ich sitze mindestens so bequem (auch für´s Pferd) wie mit Sattel. Ich
habe aber die Pseudo-Steigbügelriemen abgebaut, weil mir (schon ohne
Runterfallen) klar war, daß bei einer einseitigen Belastung Pad (und
Reiter) von oben nach unten rutschen müssen.
> Ohne Sattel reite ich nur auf einem eingezäunten Reitplatz mit
> "sicheren"
> Ponys oder Pferden.
Ich käme nicht auf die Idee, das irgendjemandem zur Nachahmung zu
empfehlen, aber mit einem *sicheren* Pferd ist es ein unheimliches
Vergnügen, ohne die *Sattel-Sicherheit*, nur in der Balance mit dem
Pferd, unterwegs zu sein. Ein Reitplatz ist mir dafür schlicht zu klein.
Ich hatte allerdings in den drei Jahren, in denen ich meist 1-2 x mit
Pad reite, nie das zweifelhafte Vergnügen, vom Pferd zu fallen.
>
> Bei einem Fjordi musst du auch nur einen Fuss runterstellen und stehst
> auf
> dem Boden wenn das Pferd seitlich wegzischt ;-)
Mein Reithamster ist nicht viel größer, daher sollte mir im Schritt und
auch im Trab wegen Bodennähe nicht viel passieren, wenn es doch mal sein
sollte - anders schauts halt im Galopp aus, wo man im Zweifel seitlich
abrutscht und auf die Schulter bzw Birne fällt.
Wie war der Spruch nochmal? Ein guter Reiter ist 25 mal
runtergefallen...
CU
Steff
> Alleine kann ich
> keine Hilfe holen, wenn was Verknaxt oder gar gebrochen ist.
> Wenn dann das Pferd vielleicht alleine in den Stall kommt, wissen die
> Anderen oft nicht wo sie anfangen sollen zu suchen.
> Mit mehreren Leuten ausreiten heisst fuer mich einfach: Meine
> Ueberlebenschance erhoeht sich bei einem Unfall betraechtlich!
Alleine mit dem Pferd zurande zu kommen gehoert fuer mich zur AUSBILDUNG von Pferd
und Reiter! Zum einen ist die Verstaendigung zwischen beiden besser, weil keine
anderen Pferde ablenken. Ich kann zB bei einem Pferd, dass zum Pullen neigt, den
Galopp *sofort* abbrechen, ohne auf irgendwen Ruecksicht zu nehmen. (Und allein
das Ausdiskutieren kann zu lange dauern)
Und dann die folgende Situation: mit mehreren in der Gruppe unterwegs, einer
faellt runter, einer bleibt da, einer holt Hilfe??? Und der muss mit seinem Pferd,
dass nicht gewoehnt ist, alleine loszugehen, von der Gruppe wegreiten (was immer
schwerer ist), mit einem Reiter, der verstaendlichermassen nicht 100% ruhig und
gelassen ist, weil gerade ein Unfall passiert ist? Also nicht unter fuenf (sieben,
neun...) Leuten losreiten? Nein. Das Pferd ausbilden, alleine im Gelaende zu
gehen. Wenn das nicht moeglich ist, SEHR vorsichtig in der Wahl seiner Ausritte
sein. Anfaenger und Kinder gehoeren nicht alleine in den Wald. Man sollte ein
Pferd erst in der Bahn beherrschen, bevor man das unternimmt. Und dann immer
Bescheid sagen bzw eine Nachricht auf dem Sattelbock hinterlassen - wann los,
wohin, wann zurueck erwartet.
Catja,
die, wenn sie auf Mitreiter gewartet haette, wohl nie ausgeritten waere...
Danke fuer die Erlaeuterung. Ich hab' uebrigens mit sechzehn auch in einem 'gruenen
Reitstall' Unterricht gegeben - im Urlaub. Seufz - heute bin ich klueger. Den
'Reitlehrer' habe wir in view Wochen einmal gesehen, und dann hat er uns erklaert,
warum im Gelaende die Hinterhandwendung so wichtig ist.
Ich seh' zwar immer noch nicht ein, warum die FN ihren 'guten Namen' fuer eine
Kennzeichnung hergibt, wenn solche Sachen dann moeglich sind...
Ich bin lange Jahre in einem Reitstall A in Hamburg geritten, der Ausbildung und
Sicherheit sehr ernstnimmt, aber ich hab' auch mehr als genug inkompetente
FN-Reitlehrer gesehen.
Catja
Hallo, wir waren gestern bei Dr. Blobel (Equipearzt der deutschen
militarymannschaft). Es ist doch keine Fesselträgerzerrung, sondern eine
Reizung des Unterstützungsbandes. Also unser TA Fehldiagnose! Wir dürfen
sogar gleich wieder reiten. Genau nach Anweisung aufbauen.
Vielen Dank für Eure Hilfe und ich kann nur jedem empfehlen besser
gleich einen Spezialisten aufzusuchen, bevor man von einem TA zum
anderen tingelt und noch mehr falsch macht.
Viele Grüße von Winchen und Sandra
Ja, aber - im Gelaende - zur Fortgeschrittenenausbildung. Wer das erste Mal
ausreitet, ist draussen zwangslaeufig Anfaenger, selbst wenn sich seine
Schleifenbretter bereits biegen. Konsequenterweise gehoert er auch nach
Deiner Interpretation erst mal nicht in den Wald...
Irgendwie muessen die Leute aber rauskommen. Und gottlob gibt es zwischen
den beiden Extremen, alleine unzureichend ausgebildet rumzuschuckeln, oder
in einer Gruppe von einem halben Dutzend pullender Pferde unter unsicheren
Reitern die wilde Jagd zu geben, noch genuegend Abstufungen. Deren
intelligenteste wohl die Wahl einer erfahrenen Begleitung fuer die ersten
Gelaendeversuche sein duerfte...
Auch fuer die Ausbildung innerhalb der Anlagen stehen Sinn, ja
Notwendigkeit eines AUSBILDERS schliesslich zweifelsfrei fest. Warum soll
der Reiter dann gerade ausserhalb der Anlage vom Start weg imstande sein,
diesen Part fuer sich und sein Pferd selbst zu uebernehmen?
Abgesehen davon gibt es ueber das Reiten ausserhalb der Anlagen durchaus
einiges Wissenswerte, das man nicht im Viereck lernt. Z.B., dass man
Strassen im "geschlossenen Sprung" quert, dass Reitergruppen feste
Reihenfolgen und Handzeichen kennen (sollten), dass ein ausserhalb der
Schonzeit und nach Sonnenuntergang auf die Reiter schimpfender Jaeger
durchaus im Recht ist, dass man alle paar hundert Meter in hoeheren
Gangarten die Hand wechseln sollte, etc. Sicher, das kann man sich alles
anlesen - aber wer tut das angesichts der irrigen (aber verbreiteten; s.o.)
Meinung, ein halbwegs guter Sitz, gar einige Schleifchen, qualifizierten
bereits fuers alleinige Ausreiten?
Apropos Schleifchen - eine der undankbarsten Aufgaben auf der Welt besteht
darin, gelaendeunerfahrenen Turnierreitern irgendwas erzaehlen, gar
beibringen zu wollen. Solcherart zusammengesetzte Gruppen koennen zum
Alptraum eines jeden Berittfuehrers werden; mit jeder Kindertruppe tut man
sich da leichter. Bereits das Handzeichen zum Durchparieren, gar die
Mahnung an hoehere Toechter, nicht durch jede Wiese zu galoppieren, wird in
solchem Kreis schnell zum Stallpolitikum. Da muss dann wirklich erst mal
der turniererfahrene Herr Doktor im gestreckten Galopp, aehnlich
bremsfaehig wie eine vergluehende Sternschnuppe (aber weniger romantisch),
an der kaum noch zu haltenden Gruppe vorbei tangential ins Feuchtbiotop
abdriften, bevor erste Einsichten entstehen, dass die Weisungen des
Gruppenleiters nicht nur dessen Ego dienen... :-)
Gut, *das* spraeche ja sogar fast gegen das gemeinsame Ausreiten. Aber es
ist ja nicht das Konzept qualifizierter Begleitung, welches fuer solche
Randerscheinungen verantwortlich zu machen sei, sondern vielmehr der
Verzicht auf eine solche in den Anfangsphasen vieler "Ausreiter". Genau die
stellen dann naemlich ein nicht zu unterschaetzendes Gefahrenpotential fuer
sich und andere.
BTW: frueher war es nicht unueblich, dass gerade aeltere, erfahrenere
Gelaende-, gar Jagdreiter als "Reitpate" Gelaendeanfaenger unter die
Fittiche genommen und mit dem gaenzlich anderen Leben in "freier Wildbahn"
vertraut gemacht haben. Was neben dem Sicherheitsaspekt weitere Vorteile
bot: so wussten die Aelteren z.B. genau, welcher Bauer in welcher Weise auf
das Durchqueren seines Grundes reagiert, auf welchem Hochsitz die besonders
unangenehmen Jagdpaechter sassen oder hinter welchem Hoftor welcher Koeter
hervorzuspringen drohte.
Wohlgemerkt: alleine auszureiten ist wunderschoen. Mach' ich - auch aus
durchaus praktischen Gruenden; z.B. im VS-Training - selbstverstaendlich
auch. Man sollte es aber lernen, bevor man es seinem Pferd beibringen
will...
Gruss
| Catja,
| die, wenn sie auf Mitreiter gewartet haette, wohl nie ausgeritten
waere...
Stefan,
der sich nie zu fein zum Fragen nach Mitreitern war - und derart einiges
gelernt hat.
| Ich seh' zwar immer noch nicht ein, warum die FN ihren 'guten Namen' fuer
eine
| Kennzeichnung hergibt, wenn solche Sachen dann moeglich sind...
Weil der Name und die gekennzeichnete Sache zwei verschiedene Dinge
darstellen. Die Bundesbank gibt auch verschiedene Banknoten heraus - aber
es niemand setzt einen Zehn- und einen Hundertmarkschein gleich, oder zeigt
Verwunderung, dass der "gute Name" der Bundesbank auch auf dem kleineren
Schein zu finden ist.
Es soll aber Menschen geben, die gerade diese beiden Scheine bei
schlampigem Hinsehen verwechseln. Immerhin ist es selbst diesen nach
erkanntem Irrtum zu peinlich, sich auch noch oeffentlich ueber die
Bundesdruckerei zu mokieren... ;-)
| Danke fuer die Erlaeuterung. Ich hab' uebrigens mit sechzehn auch in
einem 'gruenen
| Reitstall' Unterricht gegeben - im Urlaub.
| [...]
| Ich bin lange Jahre in einem Reitstall A in Hamburg geritten, der
Ausbildung und
| Sicherheit sehr ernstnimmt, aber ich hab' auch mehr als genug
inkompetente
| FN-Reitlehrer gesehen.
Moeglich. Ich wage aber in den Raum zu stellen, dass die Zahl der
inkompetenten Nicht-FN-Moechtegernreitlehrer - alleine schon, weil jeder
Reitverein taeglich einige an der Bande lehnen oder gar, vierzehn- oder
sechzehnjaehrig :-)), in der Bahn stehen hat - um ein Vielfaches groesser
ist.
Gruss
Stefan
Stimmt. Ich habe das Ausreiten auch von einem erfahrenen Reiter erlernt, =
der
mir auch das n=F6tige Taktgef=FChl f=FCr die 2-beinigen Waldbetreter (J=E4=
ger, Bauern,
Spazierg=E4nger, ...) beigebracht hat, auch wenn's nicht immer leicht war=
=2E Es
gibt halt Dinge an die man als Anf=E4nger nicht denkt, zb. auch mal auf d=
en Boden
schauen ob kein Kabel oder Draht rumliegt. Das sind halt so Sachen die ma=
n
nicht unbedingt durch einen schweren Sturz erlernen sollte.
F=FCr das VS-Training reite ich aus Prinzip alleine.Schon deswegen, weil =
die
Pferde alleine =F6fters (IMO) scheuen, und im Military-Turnier reitet man=
ja auch
alleine. Am Wochende zu zweit um rumzuplaudern und um zu entspannen.
Ich habe sehr schlechte Erfahrungen mit Gruppenausritten gemacht, da ich =
ein
Pferd habe, das in der Gruppe ausrastet und weil es immer ein Paar Trotte=
l gibt
die unbedingt ein Rennen veranstalten m=FCssen; das lass ich dann lieber =
sein.
Gruss, Pierre
> Für das VS-Training reite ich aus Prinzip alleine.Schon deswegen, weil
> die
> Pferde alleine öfters (IMO) scheuen, und im Military-Turnier reitet
> man ja auch
> alleine. Am Wochende zu zweit um rumzuplaudern und um zu entspannen.
>
Hallo Pierre (und Stefan),
nun ist es aber doch ein Unterschied, ob ich einen gemütlichen
Schrittausritt mache, im Gelände dass ich seit 15 Jahren kenne, und
einem Pferd das ich seit 5 Jahren reite (und brav ist) und einem
VS-Trainingsritt, oder ?
Ich bin kein VS-Reiter, die Disziplin könnte mich sehr reizen, aber ich
kann mir vorstellen, dass das Risiko da schon erhöht ist.
Ebenso, wenn ich im Winter für Distanzen trainiere, muss ich manchmal
(wochentags) im Dunklen reiten (traben!) ohne was zu sehen. Da muss ich
mich ganz auf mein Pferd verlassen bzw. auf meine Kenntnis des Weges.
Liegt ein Hinderniss neu im Weg, sieht es manchmal selbst das Pferd
relativ spät -> Vollbremsung. Da ist das Risko auch erhöht. Grösste
Gefahr sind dabei allerdings tiefhängende Äste, und diese Ritte sind
eine der wenigen Gelegenheiten wo ich meinen Helm aufsetze, aus
ebendiesem Grund.
Um das Risiko zu verringern, tagelang verletzt hilflos im Wald
rumzuliegen, halte ich Handys für nützlich (wenn sie im Wald oder
abgelegenen Gegenden dereinst funktionieren...).
Natürlich bekäme ein unerfahrener Reiter kein Pferd von mir zum
Alleineausreiten.
> Ich habe sehr schlechte Erfahrungen mit Gruppenausritten gemacht, da
> ich ein
> Pferd habe, das in der Gruppe ausrastet und weil es immer ein Paar
> Trottel gibt
> die unbedingt ein Rennen veranstalten müssen; das lass ich dann lieber
> sein.
Genau das ist auch meine Erfahrung. Meine Fjord-Araberstute ist sehr
sensibel und temperamentvoll, will immer vorne laufen und andere Pferde
können sie zur Raserei bringen. Und Rücksichtslosigkeit anderer Reiter
kann mich in Wut bringen. Wenn ich mit einer Gruppe reite, muss klar
sein dass Disziplin herrscht, dann klappt es wunderbar. Das kann man
aber nicht durchsetzen wenn man sich nur irgendwo anschliesst.
see you on the trail...
FRANK
> (wochentags) im Dunklen reiten (traben!) ohne was zu sehen. Da muss ich=
> mich ganz auf mein Pferd verlassen bzw. auf meine Kenntnis des Weges.
> Liegt ein Hinderniss neu im Weg, sieht es manchmal selbst das Pferd
> relativ sp=E4t -> Vollbremsung. Da ist das Risko auch erh=F6ht. Gr=F6ss=
te
> Gefahr sind dabei allerdings tiefh=E4ngende =C4ste, und diese Ritte sin=
d
> eine der wenigen Gelegenheiten wo ich meinen Helm aufsetze, aus
> ebendiesem Grund.
Nachtreiten (auf dem Platz) ist gut f=FCr's Pferd und f=FCr den Reiter (g=
ibt
Selbstbewusstsein und schafft Vertrauen); man kann dann auch die Augen
schliessen und nur das Pferd f=FChlen, das ist gut f=FCr's Gleichgewicht.=
> Um das Risiko zu verringern, tagelang verletzt hilflos im Wald
> rumzuliegen, halte ich Handys f=FCr n=FCtzlich (wenn sie im Wald oder
> abgelegenen Gegenden dereinst funktionieren...).
Stimmt. Pass aber auf, dass du nicht auf's GSM drauff=E4llst :-)). Sag im=
mer
jemandem Bescheid, dass du ausreitest und wohin.
Pierre
Ja Stefan, Asche auf mein Haupt,
| > (Uwe nimmt mit einem Warmblut lieber den laengeren Weg...)
| > ...vorausgesetzt, Du kriegst ueberhaupt eins.
|
| Nimm doch nicht jede Gelegenheit wahr, so g´schnappert zu sein... Es ist
| ja vielleicht richtig, daß mancher mangels Erfahrung Dinge behauptet,
| die dem erfahrenen (Warmblut-)Reiter sauer aufstoßen, aber man kann doch
| grade da durch Anstand Überlegenheit zeigen, ohne arrogant zu wirken.
stimmt, muss nicht sein. Allerdings ist doch bestimmt auch Dir schon
aufgefallen, dass ich beileibe nicht *jede*, sondern hoechst wenige
Gelegenheiten hierfuer wahrnehme. Es gibt jedoch Quellen, von deren
Behauptungen irgendwann so viele sauer aufgestossen sind, dass schon mal
etwas gereiztere Antworten, die sich beim Lesen reflexartig im Kopf bilden,
ihren Weg an allen zivilisatorischen Hemmschwellen vorbei ins Posting
finden.
Davon abgesehen habe ich einen durchaus gegebenen Zweifel ausgedrueckt. In
den Staellen, die Uwe Pferde vermieten, schienen mir nach den bisherigen
Beschreibungen Warmblueter hoechstens die Ausnahme von der Regel zu sein.
Dennoch einen zu finden, und den dann auch noch ohne nachgewiesene
Qualifikation (von der FN und ihren Aus- bzw. Nachweisen zumindest war die
Meinung ja nicht so hoch) zum Ausreiten vermietet zu bekommen, hielt ich
fuer weniger wahrscheinlich als die Anfuehrung eines hypothetischen
Warmblutes aus Gruenden der Dialektik. Dies drueckt der Satz in
webkonformer Kuerze aus :-)))
| > Also eine Steigung,
| > die man nur mit Haneden und Fuessen raufkommt.
|
| Bis 60 Grad sollte mensch sich schon noch freihändig auf den Beinen
| halten können, sowohl bergauf als auch bergab... Oder reitest Du, weil
| Du nicht sicher zu Fuß bist ;-))
Das liegt gar nicht mal so weit von der Wahrheit weg - wenn eine solche
Steigung naemlich noch dazu mit nachgiebigem Untergrund kombiniert ist, ist
man in der Tat mit vier Beinen besser dran und zieht deshalb auch als
Mensch bereits diesseits der 60 Grad die Haende hinzu.
| > Kein Problem fuer die ganzen teilnehmenden Warmblueter
| Es sollte auch für Shettys, Welsh, Norweger, Fjordies, Arabers und wie
| die kleinen alle heißen (ich habe sie alle gern), kein Problem geben,
| wenn, ja wenn sie für schweres Gelände trainiert sind. (...)
Bestreitet ja keiner. Es war Uwe, der schwierigere Wege in dem Fall, auf
einem Warmblut sitzen zu duerfen, umgehen wollte; einen typbedingten, gar
anatomischen Anlass hierfuer konnte ich nicht sehen - deshalb "kein
Problem...".
Im uebrigen habe ich nicht einmal aus der konkreten Beobachtung der - die
leichtere Alternative genommen habenden - Ponies einen Schluss auf deren
Eignung zu ziehen gewagt - sondern einen solchen im Gegenteil sogar
zurueckgewiesen. Unterstelle mir deshalb bitte keinen solchen :-)
| > ...Ich behaupte, dass ausgebildete
| > Warmblueter mindestens ueberall durchkommen, wo sich ein
| > Robustpferdchen versucht - darueberhinaus aber auch noch
| > ueber einiges drueber, was fuer die "Zwergln" unueberwindlich wird.
|
| Wie hieß diese Finnin noch gleich, die mit ihrem Reithamster (152 cm
| große Vollblutstute) 1995 in der großen Vielseitigkeit alles schlug, was
| Rang und Namen hatte?
Piia Pantsu (Luhmuehlen-Siegerin 1994 und 1995) auf Cyna. Allerdings hat
die polnische Stute ein Stockmass von 157cm... :-)
Einen Blueter (die ohnehin nicht so gross ausfallen) dieses Formats wuerde
ich, zumal wenn wir uebers "drueberkommen" sprechen (und nur da habe ich
einen Unterschied gemacht), allerdings nur hoechst ungern mit einem
"normalen" Fjordpferd oder Haferlinger vergleichen wollen. ;-))
| überhaupt wagt. Und Du wirst ja nicht einen Haflinger, vielleicht noch
| einen schön kalten Typen mit 600 kg auf 140 cm, mit einem Sport-Pferd im
| besten Trainigszustand verwechseln...
Eben. Ich nicht. Deshalb ist mir ja auch unklar, weshalb da ausgerechnet
Cyna als Beispiel dafuer herhalten soll, dass an meiner Aussage was nicht
stimmt :-))
| > | Sicher kann man ein Warmblut vielseitiger reiten, das heisst aber
| > | lange nicht das es immer nur Warmblut sein muss...
| >
| > Stimmt.
|
| Stimmt nicht ganz! Wer bei z.B. Dressur-Turnieren gut abschneiden will,
| braucht ein konformes Pferd. Es sieht halt lachhaft aus, wenn ein
| Araber, und mag er noch so schön gehen, eine lange Seite runterhaxelt,
| wo grade noch ein 180cm-Schiff in wenigen Schritte drübergeflogen ist.
Das letzte Turnier, bei dem ich Zeit zum Zuschauen hatte, hatte zwei Araber
als Sieger in einer E-, und einen als Sieger in einer A-Dressur. Es mag
also durchaus noch Richter geben, die zumindest das Exterieur der Pferde
bei der Bewertung beruecksichtigen koennen; schliesslich sind gerade in den
kleinen Klassen auffallend viele Ponies unter den Plazierten.
Gerade im Bezug auf Ponies ist mir bereits oefter aufgefallen, dass diesen
mit ihren zumeist sehr jugendlichen Reitern z.B. wesentlich staerkere
Ubeberzaeumung und Laufen auf der Vorhand sowie durchweg sehr eilige
Uebergaenge ohne tragendes Untertreten zugestanden werden - Fehler, die den
Grosspferdereiter tief unter die magische Fuenfergrenze schicken, beim Pony
jedoch als nicht so wichtig angesehen werden. Ob dem die Begruendung
"Gebaeudehandicap" oder "Nachwuchsmotivierung" zugrundeliegt, mag der
verwunderte Zuschauer selbst entscheiden. Aehnliches ist zu beobachten,
wenn wenig interessierte Veranstalter Dressurabteilungen (die es bis in die
Klasse L gibt) mit Ponies und Grosspferden besetzen. Kommt ein Pony nicht
nach, wird dem vorausschwebenden Grosspferdereiter nur zu oft ein Tadel in
Bezug auf die Abteilungsfaehigkeit mitgegeben - droht die Nase seines
Pferdes hingegen alle halbe Seite lang im Hintern bremsender Ponies zu
stecken, findet er sein Durchparieren im Protokoll staunend wahlweise als
Verreiten, fehlerhafte Hufschlagfigur, Nichtzeigen der gewuenschten Gangart
oder - am schlimmsten - als "Taktfehler" wieder; die Ponies hingegen
erfreuen sich bester Bewertungen fuer (in diesem Vergleich durchaus
besonders gut sichtbares) lebhaftes Vorwaertsgehen.
| > | (Ponies...)
| > | F|r erwachsen Reitanfdnger sind die auch besser geignet um erst mal
| > | die Scheu vor so einem grossen Lebewesen abzubauen.
| >
| > Stimmt nicht. Erstens hilft es wenig, wenn der grossgeratene Anfaenger
| > gleich mitlaufen kann.
|
| Ausgerechnet von Dir ein so pauschales und in dieser Pauschalheit
| falsches Statemant zu hören, gleicht doch wieder einiges aus...;-) Wer
| will den als normal großer Mann auf einem Shetty reiten lernen? Auf
| einem 145 cm-Hafi hast Du als ausgewachsener Mann mit z.B. 75 kg
| bestimmt keine Chance, mit den Füßen über den Boden zu schleifen.
Vielleicht haette ich ein Smily dahinter setzen sollen. Aber gut, wenn
wir's schon woertlich nehmen wollen: wenn der grossgeratene Anfaenger
mitlaufen kann, hilft es in der Tat wenig - daran ist nichts verkehrt :-)).
Wenn er die Fuesse stattdessen - da das "Normalpony" mit seinen 128-137
Stockmass (LPO) beim "Normalmann" ein solches Bild ergibt, einige
Zentimeter ueber dem Boden, und das Knie am Sattelblattrand, traegt, lernt
er vielleicht eine neue Beweglichkeit kennen - aber nicht das Reiten. Wie
soll er denn mit seiner Wade noch ans Pferd gelangen (nicht vergessen:
dessen Rumpf ist gerundet - um angesichts der Statur der meisten Ponies bei
einem Euphemismus zu bleiben), ohne die Fusspitzen senkrecht nach aussen zu
stellen und mit den Knien vollends den Sattel zu verlassen, oder aber die
Beine extrem hochzuziehen? Um dieses Bild zu verdeutlichen, habe ich das
Simile gewaehlt - es zeigt, dass die Aussage, Ponies seien fuer erwachsene
Reitanfaenger besser geeignet, auch unter rein mechanischen Gesichtspunkten
der Differenzierung bedarf.
Der 145cm-Haflinger faellt uebrigens bereits in die Kategorie "Gross- bzw.
G-Pony" (138-148cm Stock lt. LPO); mit gerade noch 3cm(!) Toleranz :-).
G-Ponies muessen im uebrigen bis zum 7.Lebensjahr jedes Jahr zum Erhalt des
"Ponystatus" nachgemessen werden. Worum es mir geht? Ganz einfach: darum,
dass der landlaeufige Begiff des Ponys "kleine Pferde" nicht mehr
einschliesst.
Aber vergessen wir mal die Erbsenzaehlerei. Es laeuft einfach darauf
hinaus: auch wenn sich Normalerwachsene durchaus auch auf kleineren Pferden
noch heimisch fuehlen koennen, stellen sie auf *Ponies* eine erhebliche
Disproportion dar, die konventionelle Hilfengebung schwierig bis unmoeglich
macht. Gerade der erwachsene Anfaenger tut sich mit dem Erlernen von neuen
Bewegungsablaeufen ohnehin schon schwerer - um so problematischer, wenn
diese noch dazu die falschen sind und spaeteres (noch anstrengenderes)
Umlernenmuessen vorprogrammieren. Deshalb sind Ponies - neben anderen
Faktoren - schon aus Proportionsgruenden kaum fuer erwachsene Reitanfaenger
mit ernsten Absichten zu gebrauchen.
Da versuche ich einmal, ein Statement abzukuerzen (auch, weil es sich dabei
um Offensichtliches handelt), und schon werd' ich als Pauschalist
geschumpfen!
:-))
Gruss
Stefan
Stefan Knoll schrieb im Beitrag <343AAB54...@muenchen.org>...
>Hallo mitnander!
>
>Uwe Konopka schrieb:
>>
>> Thomas Foerster-Juestel schrieb:
>>
>> > On 05 Oct 1997 12:24:00 +0200, Uwe.K...@shaggy.westend.com (Uwe
>> > Konopka) wrote:
>> >
[-----------------]
>
>Wie war der Spruch nochmal? Ein guter Reiter ist 25 mal
>runtergefallen...
>
LOL!!!!!!!
Da bin ich aber weltbeste Reiterin.........:-))) Ich hab als Kind das Reiten
ohne Sattel gelernt und kann's auch heute noch. 'n A-Parcour ohne Sattel auf
dem richtigen Pferd sitzt allemal noch drin.
Ich habe nach 4 Jahren Reiten ohne Sattel dann den Sattel zwischen mir und
dem Pferd wirklich als stoerenden Eindringling empfunden, kann mich noch gut
dran erinnern! :-)
Ich lass auch heute noch oft den Sattel weg, wenn ich einfach nur
spazierenreite, weil dann der Kontakt zum Pferd viel intensiver und
natuerlicher ist, finde ich. Obwohl mein Wallach da eher unbequem ist wegen
seines gewaltigen Widerrists.....ich kann keinem Mann empfehlen, ihn *nackt*
zu reiten! :-))
Wer den Knieschluss und den schnellen Griff in die Maehne ohne Sattel raus
hat, dem passiert auch in Krisensituationen nicht mehr als mit Sattel, unter
Umstaenden weniger bei 'nem Sturz, weil man besser vom Pferd wegkommt, sich
nicht in irgendwelchen Lederriemen verzotteln kann und auch keinen Buegel an
den Kopf kriegt.
Gruesse
Lori
> | Alleine mit dem Pferd zurande zu kommen gehoert fuer mich zur AUSBILDUNG
> von Pferd und Reiter!
>
> Ja, aber - im Gelaende - zur Fortgeschrittenenausbildung. Wer das erste Mal
> ausreitet, ist draussen zwangslaeufig Anfaenger, selbst wenn sich seine
> Schleifenbretter bereits biegen. Konsequenterweise gehoert er auch nach
> Deiner Interpretation erst mal nicht in den Wald...
Stefan, keine Verallgemeinerungen bitte. Ich sagte 'Ausbildung' - weil man dass korrekte
Ausreiten erst einmal lernen muss. Das beherrschen des Pferdes in der Bahn ist fuer mich
der erste Schritt - denn selbst das gelassenste Pferd kann unerwartet reagieren.
Dann muss ich lernen, in der Gruppe auszureiten - auf welchem Boden ich welches Tempo
waehlen kann, wo man Schritt reiten MUSS...
Aufs Pferd und los ist in unserer von Stacheldraht und Strassen bestimmten Gesellschaft
zu gefaehrlich. Weitab der Zivilisation, noch viel gefaehrlicher!
> Auch fuer die Ausbildung innerhalb der Anlagen stehen Sinn, ja
> Notwendigkeit eines AUSBILDERS schliesslich zweifelsfrei fest. Warum soll
> der Reiter dann gerade ausserhalb der Anlage vom Start weg imstande sein,
> diesen Part fuer sich und sein Pferd selbst zu uebernehmen?
Ich finde Deine Interpretation meines Beitrages hoechst amuesant! Ich vertrete die
Meinung, dass man *nicht immer nur* in der Gruppe ausreiten sollte, weil es Situationen
gibt, in denen man alleine reiten MUSS. Alleine Ausreiten muss man lernen. Das beginnt
mit dem alleine in der Bahn reiten, und geht ueber das Anfuehren von Gruppen, Plaetze
wechseln etc zum von der Gruppe wegreiten und wieder zur Gruppe hin. Und im Zuge dessen,
auch das Alleinreiten. Nicht eher.
Pferd und Reiter muessen im Gelaende ausgebildet sein. So manchem Dressur or Springpferd
fehlt das voellig - genauso wie vielen Freizeitpferden, die zwar draussen geritten
werden, aber nicht immer ohne Gefaehrdung von Pferd und Reiter.
> | Catja,
> | die, wenn sie auf Mitreiter gewartet haette, wohl nie ausgeritten
> waere...
>
> Stefan,
> der sich nie zu fein zum Fragen nach Mitreitern war - und derart einiges
> gelernt hat.
>
Tja, und dann reitet man ein Pferd, dass einem Bauern gehoert, der selber keine Zeit hat,
in einem kleinen Dorf, in dem die meisten Reiter die fuenf Minuten bis zur Anlage
verladen, und die hoechstens Sonntag nachmittags ausreiten, wenn die halbe Welt im Wald
herumspaziert, und der Bauer selber reiten will...
Alles was ich sagen wollte, ist das es Situationen gibt, in denen man alleine ausreiten
MUSS. An dem Punkt sollte man allerdings wissen was man tut, und auch mit dem Pferd
zurechtkommen, wenn es mal kleine Meinungsverschiedenheiten gibt.
Wenn das nicht geht, muss ich eben auf eine geignete Gruppe warten, oder auf den Ausritt
verzichten.
Catja
Lori schrieb:
>
> Stefan Knoll schrieb:
> Wie war der Spruch nochmal? Ein guter Reiter ist 25 mal
> runtergefallen...
> LOL!!!!!!!
> Da bin ich aber weltbeste Reiterin.........:-)))
Moment - vom runterfallen allein ist noch niemand gut geworden...;-)
Aber ich denke, wir verstehen uns!!!
> Ich hab als Kind das Reiten
> ohne Sattel gelernt und kann's auch heute noch.
Ich habe es erst lange nach dem *mit-Sattel-reiten* gelernt, bin seither
nicht mehr *Sattel-abhängig* und genieße es sehr.
> Ich habe nach 4 Jahren Reiten ohne Sattel dann den Sattel zwischen mir
> und
> dem Pferd wirklich als stoerenden Eindringling empfunden, kann mich
> noch gut
> dran erinnern! :-)
Mir geht es komischerweise so, daß ich *mit Sattel* kaum glauben kann,
wie es ohne gehen soll, und *ohne Sattel* nicht verstehe, warum es
Sättel gibt. Allerdings habe ich mir auch im Sattel angewöhnt, die Füße
aus den Steigbügeln zu nehmen und so die Balance zu genießen.
> Ich lass auch heute noch oft den Sattel weg, wenn ich einfach nur
> spazierenreite, weil dann der Kontakt zum Pferd viel intensiver und
> natuerlicher ist, finde ich.
Und ob wir uns verstehen...!
> Obwohl mein Wallach da eher unbequem ist wegen
> seines gewaltigen Widerrists.....ich kann keinem Mann empfehlen, ihn
> *nackt* zu reiten! :-))
Ach, wenn Männer spät zu reiten anfangen (wie ich), glauben sie eh´, daß
Traben nur was für Wallache ist...:-)))
> Wer den Knieschluss und den schnellen Griff in die Maehne ohne Sattel
> raus
> hat, dem passiert auch in Krisensituationen nicht mehr als mit Sattel,
> unter
> Umstaenden weniger bei 'nem Sturz, weil man besser vom Pferd wegkommt,
> sich
> nicht in irgendwelchen Lederriemen verzotteln kann und auch keinen
> Buegel an
> den Kopf kriegt.
Meine Stute hat auch ganz gut im Gefühl, wie sicher ich sitze (mit
Sattel - ohne Bügel - mit Pad - ganz ohne) und reagiert bei fehlenden
Bügeln so, daß ich nicht in Gefahr komme (keine plötzlichen Stopps,
keine Wendungen etc.) und *nimmt mich bei jeder Wendung etc. immer schön
mit. Aber die BEweglichkeit und den Grapsch in die Mähne lernt man
trotzdem bald, schon um beim Übergang Galopp - Trab nicht rumzudopsen.
> Gruesse
Dito, und viel Spaß (und im Winter immer einen warmen Hintern...)
CU
Steff
>Alles was ich sagen wollte, ist das es Situationen gibt, in denen man alleine ausreiten
>MUSS. An dem Punkt sollte man allerdings wissen was man tut, und auch mit dem Pferd
>zurechtkommen, wenn es mal kleine Meinungsverschiedenheiten gibt.
So isses auch fuer mich! Die Ritte alleine koennen die schoensten sein, doch das
Risiko ist nun mal nicht zu unterschaetzen.
Ich reite heute gerne in einer kleinen Gruppe mit, genauso gerne gehe ich mit
Mandy alleine hinaus. Beide Moeglichkeiten haben was positives....
CATHERINE ALEXANDRA PAFORT <ca...@aber.ac.uk> schrieb im Beitrag
<34409F...@aber.ac.uk>...
| Stafan antwortete:
|
| > | Alleine mit dem Pferd zurande zu kommen gehoert fuer mich zur
AUSBILDUNG
| > von Pferd und Reiter!
| >
| > Ja, aber - im Gelaende - zur Fortgeschrittenenausbildung. Wer das erste
Mal
| > ausreitet, ist draussen zwangslaeufig Anfaenger, selbst wenn sich seine
| > Schleifenbretter bereits biegen. Konsequenterweise gehoert er auch nach
| > Deiner Interpretation erst mal nicht in den Wald...
|
| Stefan, keine Verallgemeinerungen bitte.
| [...]
Eben. Wenn der Vorschlag z.B. von Thomas, zur Risikominderung Gruppen in
Betracht zu ziehen, mit dem o.g. Statement beschieden wird, ist das eine
solche. Vermerkt man einige Zeilen weiter, dass Anfaenger wie Kinder nicht
alleine in den Wald gehoeren, ist das - da auf einmal gaenzlich anders
klingend - noch dazu verwirrend. Differenzierung tut da not. Und wurde
geliefert...
Es ist immerhin erfreulich (wenn auch redundant), dass Du meinen
Ausfuehrungen *jetzt* in weiten Teilen folgst - offensichtlich habe ich
Dich da falsch verstanden. Vielleicht ruehrt dies von der weitverbreiteten
Annahme her, dass zur Ausbildung des Pferdes der Reiter genuegt. Wie dem
auch sei; aus dem urspruenglichen Posting spricht nur eine Abneigung
gegenueber den Gruppen wie auch - vor allem aus der Signatur (wir erinnern
uns noch an das "die gelernt hat, nicht mehr am Zuegel zu ziehen") ein -
fragwuerdiger - Stolz darauf, "nicht auf Mitreiter gewartet zu haben".
Was das und Aehnliches angeht, klingt uebrigens - nicht nur in Deinem
ersten Beitrag, und nicht nur bei Dir - immer wieder die Ueberzeugung
durch, dass erfahrene Reiter kaum Begleitung *brauchen*. Dem bin ich
durchaus zuzustimmen geneigt - aber die Begruendungen von Thomas und
anderen, die allesamt auf eine Risikominderung hinauslaufen, sind
nichtsdestoweniger ernstzunehmen. Es gibt immer Gefahren, denen mit Routine
nicht beizukommen ist - deshalb befreit letztere auch weder den Supersegler
von einer Schwimmweste, noch Topmotorradfahrer vom Sturzhelm, oder den
Spitzenreiter von der Begleitung. Genauer gesagt, von der Einsicht, dass
all dies mehr Vorteile bietet als Nachteile mit sich bringt. Stellt er dies
in Frage, so muss er sich die Einschaetzung als Hasardeur gefallen lassen;
die Vorbildfunktion steht mit Sicherheit auf toenernen Fuessen.
Inwieweit sich der Einzelne zutraut, auf Sicherheitsmassnahmen zu
verzichten, bleibt weitgehend ihm ueberlassen - redet er dies jedoch
anderen auf (oder macht es ihnen vor), faellt dies mehr oder weniger in die
Kategorie "Verantwortungslosigkeit". Gerade die - echten oder
vermeintlichen - "Koenner" im Reitstall werden, oft ausserhalb ihrer
Wahrnehmung, imitiert; wenn diese dann durchblicken lassen, dass
Ueberlegungen oder Massnahmen zur Sicherheit weniger notwendig seien, gar
mit noch nicht so weit fortgeschrittenem "Koennen" in Zusammenhang stehen,
sind sie fuer bisweilen verheerende Folgen mitverantwortlich. Auch wenn sie
dies nicht wahrhaben wollen. Das faengt bereits bei Kleinigkeiten an - wenn
der anlageneigene Dressurcrack megacool in die Stallgasse reitet, machen
dies garantiert zehn Kids nach, selbst wenn man ihnen davon abraet. Und
eine noch so sorgfaeltige Schulung zu Unfallgefahren (im Gelaende) wird
nachhaltig untergraben, wenn auch nur ein oder zwei Reiter, die
offensichtlich nicht mehr Anfaengerstatus haben, mit einem nachsichtigen
Laecheln ihre Esel satteln und ohne Helm, gar ohne Sattel, mal schnell -
moeglichst noch ueber eine Strasse hinweg - im Busch verschwinden. Dass
solches hundertmal bei ihnen gut gehen kann, steht ueberhaupt nicht zur
Debatte - aber sie tragen Mitschuld an jedem Unfall, der dem weniger
gluecklichen Nachahmer widerfaehrt. Vor allem, wenn DER dann staunenden
Auges die Begruendung seiner Versicherung liest, die ihn auf den
Folgeschaeden sitzenlaesst.
Jeder - mich eingeschlossen - ist mit der Zeit mit seinen
Sicherheitsmassnahmen schlampig. Ich bin genauso oefters ohne Helm in
Parcours und Busch, ohne Trense auf dem Pferd, oder ohne zurueckgelassene
Nachrichten auf einem Mehrstundenritt unterwegs wie andere auch. Aber ich
verlange, wenn nicht alleine auf der Welt, die Einhaltung all dieser von
mir selbst gebrochenen Sicherheitsregeln bei gefuehrten Gruppen oder von
Kindern, ich unterwerfe mich ihnen dann selbstverstaendlich ebenfalls, und
ich gestehe - auf diesen Widerspruch (auch durch Kinder) aufmerksam gemacht
- ein, in dieser Hinsicht ein Depp zu sein. KEINESFALLS fange ich jedoch
rechtfertigende Diskussionen ueber den ggf. in kleineren Anteilen
enthaltenen Unsinn solcher Massnahmen an, oder gestatte gar das Aufkommen
eines auf solcher Hasardiererei beruhenden "Heldenbildes". Niemals.
| Ich sagte 'Ausbildung' - weil man dass korrekte
| Ausreiten erst einmal lernen muss.
| [...]
Tja, das sehen wohl die meisten so. Das "weil" ist jedoch bei Deinem ersten
Posting irgendwie verloren gegangen - darauf komme ich spaeter noch mal
:-).
| Dann muss ich lernen, in der Gruppe auszureiten - auf welchem Boden ich
welches
| Tempo waehlen kann, wo man Schritt reiten MUSS...
| Aufs Pferd und los ist (...) zu gefaehrlich.
Also - das war's doch. Man sollte sinnigerweise - wie immer beim Reiten,
gar bei der Unterrichtserteilung - vom Einfachen zum Schweren kommen. Also
von der (empfehlenswerterweise) gefuehrten Gruppe, oder vom begleiteten
Ausreiten, zum Einzelreiten. Schoen, wenn Du's jetzt auch so siehst...
| Ich finde Deine Interpretation meines Beitrages hoechst amuesant!
Aber nachvollziehbar. Schauen wir ihn doch noch mal an: Statement eins:
"Alleine zurandezukommen gehoert (...) zur AUSBILDUNG." bzw. "Das Pferd
ausbilden, alleine (...) zu gehen.". Statement zwei: "Anfaenger (...)
gehoeren nicht alleine in den Wald".
Da fehlt noch was. Naemlich der Ansatz einer Erklaerung, wie der Weg zur
Ausbildung im "alleine Ausreiten" denn nun gedacht ist. Genau der fuehrt
aber ueber die Gruppe - und genau deren Vorteilen hast Du widersprochen.
Sicher, jetzt - nachdem ich ihn im Zuge meiner Interpretation nachgeliefert
habe - auf einmal nicht mehr; das laesst aber dann doch eher an "hilfreich"
denn an "amuesant" denken...
Fuer mich ist aus Deiner knappen Aussage der Eindruck entstanden (schoen,
wenn's bei Betroffenen anders ankommt), dass man sein Pferd - alleine -
entsprechend ausbilden sollte. Von Gruppen war da nichts zu finden,
lediglich von deren Gefahren. Dieses "Solo-Ausbilden" duerfte aber nur den
bereits Sattelfesten und Gelaendeerfahrenen ueberhaupt gegeben sein. Den
anderen die Gruppe - auch wenn dies jetzt ein wenig relativierter dasteht -
auszureden, ist vielleicht nicht ganz so gluecklich.
Gruss
Stefan
Stimmt. Allerdings muss man doch schon einiges =FCber sich ergehen lasse=
n, wenn
man 'korrekt' reiten will. Bei uns im Stall gibt es nur sogenannte
'Freitzeitreiter', einen Dressurreiter (mit dem jede Diskussion unm=F6gli=
ch ist,
weil er immer alles besser wissen muss) und 2 VS-Reiter. Wenn ich nun mit=
Helm
oder 'body-protector' reite, werde ich leider immer zum Gesp=F6tt der Leu=
te (so =E0
la: hier kommt Mark Todd oder wann gewinnst du denn Badminton?). Das nerv=
t dann
schon, insbesonders weil es die meisten Leute immer besser wissen m=FCsse=
n. Um
schwere Unf=E4lle zu verhindern, w=E4re es vielleicht gut eine Art Helmpf=
licht
einzuf=FChren!?!
Sch=F6ne Woche, Pierre
Pierre Greiveldinger <pierre.gre...@statec.etat.lu> schrieb im
Beitrag <3441F2D8...@statec.etat.lu>...
| schon, insbesonders weil es die meisten Leute immer besser wissen müssen.
Um
| schwere Unfälle zu verhindern, wäre es vielleicht gut eine Art
Helmpflicht
| einzuführen!?!
Hallo Pierre,
eine Helmpflicht gefaellt mir persoenlich nicht so sehr. Erstens, weil ich
dem Einzelnen genug Selbstaendigkeit zutraue (und wuensche), dass er fuer
sich selbst entscheiden kann. So kann ich nebenbei noch schliessen, dass er
sein Hirn eingeschaltet hat und nicht einfach gemaess irgendwelchen
Vorschriften pariert. Zweitens, weil mir diese Art reglementierender
Massnahmen, die insbesondere eine kleinbuergerliche Komponente in den
Reitsport einbringen, zuwider sind. Und drittens, weil sie recht schwer
umzusetzen sein duerfte (hoechstens aus versicherungstechnischer
Perspektive - da geschieht es aber in Teilen bereits).
Ich bin schon zufrieden, wenn die Verhaeltnisse geklaert sind - sprich,
wenn unmissverstaendlich feststeht, dass der Nicht-Helmtraeger weder
besonders mutig ist, noch besonders klug handelt oder ehrfurchtgebietende
Routine demonstriert. Das reicht mir dann aber auch schon. Wer aus Angst
vor Strafe oder unter Zwang handelt, sieht nichts ein; deshalb ist ihm mit
Anordnungen nicht viel weitergeholfen. Und ausserdem ist es ohnehin schon
viel zu verlockend - und nahezu eine deutsche (Un-)Tugend - das Nachdenken
ueber Sinn und Unsinn von Dingen automatisch und fuer immer abzustellen,
sobald es nur eine der ersehnten Vorschriften gibt ;-))
Gruss
Stefan
Mein Pflegepferd steht allerdings nicht mehr dort, da die Besitzter es
plötzlich und ohne Vorankündigung irgendwo anders hingestellt hat. Sie hat
sich bis zu diesem Zeitpunkt etwa 4 Jahre nicht mehr um das Pferd gekümmert
:-(. Das Pferd war wie mein eigenes, ich wäre nie auf die Idee gekommen,
daß ich nix dran bezahle wenn das Pferd krank ist. Ich war das Sentor
schuldig.
Nachdem ich keine Reitbeteiligung mehr hatte, habe ich mir dann ein einges
Pferd (Sinfonie) gekauft, die übrings dem Hengst ähnlich sieht. Aber wir
haben uns bisher irgendwie noch nicht getraut die beiden Pferde zusammen
auf die Weide zu lassen (obwohl das vermutlich das beste wäre), da mein
Pferdchen schier durchdreht wenn die andere auf der Weide ist und sie
nicht. Wir werden es aber wohl bald mal wagen
Sonja
> Nachdem ich keine Reitbeteiligung mehr hatte, habe ich mir dann ein einges
> Pferd (Sinfonie) gekauft, die übrings dem Hengst ähnlich sieht. Aber wir
> haben uns bisher irgendwie noch nicht getraut die beiden Pferde zusammen
> auf die Weide zu lassen (obwohl das vermutlich das beste wäre), da mein
> Pferdchen schier durchdreht wenn die andere auf der Weide ist und sie
> nicht. Wir werden es aber wohl bald mal wagen
Lass die Pferde doch erst mal zusammen in der Halle frei laufen.
Stellt euch dazu, wenn ein Pferd sich zu sehr genervt fühlt wird es hinter
euch schutz suchen.
Grosse Longierpeitsche und Gerte mitnehmen. ( Oder einen grossen Besen )
Jochen Hoff schrieb:
>
> > Stefan U.schrieb: (hoechstens aus versicherungstechnischer
> > Perspektive - da geschieht es aber in Teilen bereits).
> >
>
> Nix mit in Teilen, die Versicherung rechnet immer dann ein
> Mitverschulden an, wenn der Helm fehlt, und holt sich die Kohle für
> Fremdschäden komplett zurück.
Welche Versicherung soll das gewesen sein? Ein Mitverschulden kann nur
dort eine Rolle spielen, wo der fehlende Helm kausal für einen Schaden
an einem versicherten Gut war, also am Kopf des Reiters. Keine
Versicherung (Unfallversicherung) kann z.B. einen Verdienstausfall wegen
eines gebrochenen Arms verweigern, bloß weil auf dem Kopf kein Helm saß.
Und Fremdschäden kann man efinitiv nicht dadurch verhindern, daß man
selbst einen Helm trägt. Allein die hypothetische Möglichkeit, daß man
nach einem Sturz auf den Kopf vielleicht nicht benommen (als kleinstes
Übel) war und daher das davonlaufende Pferd, das im folgenden einen
(Fremd-)Schaden verursacht hat, noch eingefangen hätte. Aber mit einer
solchen Klage würde sich jede Versicherung blamieren.
> Alleinunfälle im Gelände und in der Halle sind ebenfalls kritisch, da
> alleine reiten grundsätzlich als fahlässiger Umgang mit dem Pferd
> angesehen wird.
Ich würde gerne wissen, woher Du das hast, juristisch ist es völlig
abwegig. Allein im Gelände reiten ist nicht fahrlässig, allenfalls kann
jemand, der bei einem Allein-Ritt einen Unfall hat, Beweisprobleme
bekommen. Und was Du striktest trennen mußt ist die Begleichung eines
Fremdschadenns und des eigenen (z.B. Körper-)Schadens. Die
Haftpflichtversicherung deckt Schäden ab, die Dein Pferd einem Dritten
zufügst und für die Du schon aus dem Umstand heraus haftest, daß Du Dir
ein *Luxustier* hälst (§ 833 BGB). Hast Du eine Unfallversicherung
abgeschlossen und es passiert Dir etwas (.B. Sturz beim Reiten), dann
muß die Versicherung dann nicht bezahlen, wenn sie nachweist, daß der
Unfall mit Helm glimpflicher ausgegangen wäre. Dieser Nachweis ist
schwer zu führen!
> Reiten im Gelände ohne nachgewiese oder nachweisbare Kenntnisse sind
> ebenfall fahrlässig. Für Gruppenausritte ist der Gruppenälteste o9der
> der Gruppenleiter der dumme.
Auch hier liegst Du nicht ganz richtig. Was den Drittschaden angeht,
haftet jeder einzelne für sein Pferd. Was eigene Schäden angeht, so muß
auch hier die Unfallvrsicherung nachweisen, daß durch die fehlende Übung
der Schaden verursacht wurde. Und wer als Gruppenführer haftet, richtet
sich nicht nach dem Alter, sondern nach Kriterien wie Erfahrung,
übernommene Führer-Eigenschaft, etc., wobei ein gewichtige Rolle spielt,
ob der *Führende* etwa zu einer wilden Galoppade auffordert oder sie
bloß trotz Warnungen nicht verhindern kann.
> Nur der Nachweis Reitwart und die damit verbundene Versicherung hilft.
Vielleicht bei Leih- oder Mietpferden, soweit Du einen Schaden
erleidest, nicht aber ohne zusätzliches Verschulden bei Drittschäden.
> Also reiten immer nur mit Helm.
Das ist sicher eine sinnvolle Einstellung, die aber weder fahrlässiges
Handeln ausschließt noch ein Mitverschulden auch bei Drittschäden.
> Ins gElände nur mit Zustimmung der
> Eltern und einem Reitwart aber niemals alleine.
Wichtig ist neben der Zustimmung der Sorgerechtsinhaber (nicht so sehr
des Halters, der haftet auch bei Verstoß gegen ausdrückliche Verbote,
wenn minderjährige Reitbeteiligungen zu Scahden kommen) doch die
genügende Ausbildung - einen 10er-Block abreiten langt bei weitem nicht.
Andrerseits gibt es viele erfahrene und sichere Reiter, die nie eine
eitstunde hatten, denen aber kein Gericht im Wege des Anscheinsbeweises
ein Mitverschulden anrechnen würde.
Immer viel Glück!
CU
Steff
Steffi Schmelich schrieb:
> Das ist schlecht, aber mit Deinem Sattel, den Du dann allen Pferde auflegst
> loest Du das Problem auch nicht. Warum wechselst Du eigentlich nicht den
> Stall? (Solch einen Betrieb wuerde ich doch nicht mit meinem Budget
> unterstuetzen... .)
Da bin ich schon längst raus ... Saftladen :-(
Da kann man echt nix lernen wenn die Ponys selber andauernd vergurkt
werden .
Die erste halbe Stunde ist man damit beschäftiget denen zu zeigen das sie
auch auf normale Zügelhilfen reagieren können und nicht bei ner Kurve erst
warten bis man ihnen den Hals 90 Grad rumdreht...
>
> >Ja. Ein Reitlehrer der ein etwas schwieriges Pferd mal zwischen durch so 5
> >Minuten vornimmt und dann selber mit dem Pferd nicht zurecht kommt macht
> >sich doch etwas lächerlich ...
>
> Vielleicht aber lacht dann nur der Anfaenger, der naemlich nicht schnallt,
> dass man manche Probleme im Zusammenhang mit Reiterfehlern nicht in fuenf
> Minuten Korrektur loesen kann... . Hat der Reitschueler ein Pferd z.B.
Der Bereiter vom Stall hat das Pferd dirket danach geritten , ging fast
sofort einwandfrei. Eventuell mag das Pferd ja keine Frauen ;-)
Ausserdem war es kein Reitfehler, sondern das Pferd wollte nur mal sehen
wie weit es die Leute verarschen kann . Rückwärts gehen, nie auf dem
Hufschlag bleiben, ständig im Weg rumstehen, darum ging es.
Damit war der Anfänger natürlich überfordert.
> >
> >Ein guter Reitlehere sollte alle Lektionen vorreiten können. Und nicht nur
> >vom Boden rumkommandieren.
> >
>
> Waere es so ,so muesste die Reiterei sich von hervorragenden Trainern
> verabschieden die beispielsweise aufgrund ihres Alters nicht mehr aufs Pferd
> steigen .
Die haben aber bestimmt auch Gehilfen die sie ausgebildet haben die dann
mal vorreiten können.
Oder sie können so gut erklären was sie wollen das der Reitschüler auch
ohne Vorreiten auskommt.
Da gibts auch öfter Probleme. Manche Reitlehrer können sich in die
Anfängerprobleme einfach nicht mehr richtig reinversezten .
Da bekommst du dann zu hörern. "Ferse tief".
Aber auf die Idee das es garnicht so einfach ist weil Mensch den ganzen
Tag am Schreibtisch sitzen muss um Brötchen zu verdienen und bestimme
Muskeln da einfach zu wenig gefordert werden kommen die nicht.
Hier erwarte ich das der Reitlehrer geziehlt Dehnungsübungen "verordnet".
Und nicht nur rummotzt.
> >Als absoluter Anfänger kann man auch kaum erkenen ob der Unterricht gut
> >ist oder nicht.
>
> Also ich hatte schon eine Vorstellung von gutem Unterricht bevor ich mit dem
> Reiten begann, denn ich hatte vorher soviel uebers Reiten gelesen, dass man
> mir meine Unbelecktheit im Reiten erstmal garnicht abkaufte.
;-)
Ging hier aber eher um Leute die vorher noch nicht so viel gelesen haben.
> >Aber die VHS-Kurse werden davon wohl nicht aussterben ...
> >
> Sie koennen guten Reitunterricht ja auch ergaenzen.
Wie denn ? Auf den Raketenpferden ?
Ein gutes Pferd verlangt treibende Hilfen , sonst sagt es: "Wenn du kein
Bock hast mach ich auch nix."
War gestern bei Danton sehr schön zu beobachten. Der ist sonst nicht der
schnellste. Ich habe mich auf die Hilfen konzentriert bis er richtig schön
Schritt gegangen ist und wir den Rest der Truppe abgehängt haben.
Ein Pferd das von alleine ständig rennt ist total ungeignet um etwas
anderes ausser bremsen zu lernen.
Ein Pferd das beim Abteilungsreiten nur auf den Reitlehrer/ Vorpferde
achtet ist auch nicht gegeignet um selbsständig reiten zu lernen.
>
> >Und viele Leute werden so für immer vom reiten abgeschreckt wenn sie
> >andauernd von nervösen Pferden runterfliegen ...
>
> Das allerdings, oder sie suchen sich eine bessere Reitschule...
Tja, wenn sie es dann noch wollen.
Die Hälfte von denen hat gefrustet ganz mit reiten aufgehört. "Das lern
ich doch nie ..."
Muss doch nicht sein.