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Koppendes Pferd und der Preis

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janine Jäger

unread,
May 19, 2001, 3:24:48 PM5/19/01
to
Hi liebe NGler,

ich will mir ein Pferd kaufen, und habe mich in einen Schimmel verliebt.
Der stand nur im Stall und nun hat er was mit den Hufen (1/4 jahr pause
und das ist okay) ABER er koppt! Er ist Krippensetzer. Wie viel kann der
Verkäufer höchstens verlangen? Es ist 5 und noch nicht sehr gut
ausgebildet, er ist ein Mecklenburger mit Papieren, leider weiß ich
seine Abstammng nicht.
Ich will nicht wissen, wie sich koppen lindern lässt oder so,nur,ob der
Verkäufer imm Preis runter muss oder kann und wieviel - falls!

eure nane!

Norbert Gleissner

unread,
May 19, 2001, 4:59:25 PM5/19/01
to
Hi Nane

Er "muß" gar nicht runter. Der Verkäufer bestimmt den Preis und Du kannst ja
oder nein sagen. Wer sollte ihn zwingen, den Preis herunterzusetzen?

Gruß
Norbert

Tobias Knoll

unread,
May 20, 2001, 3:12:05 AM5/20/01
to
Hallo,

Norbert hat schon recht, aber Du mußt halt Verhandlungsgeschick
beweisen. Es kommt darauf an wie teuer das Pferd sein soll. Vom Prinzip
kann er einen Kopper nur noch an Freizeitreiter verkaufen - oder zur
Zucht - aber das hört sich ja eher nach einem Wallach an, also bringt
das nix.
So würde ich einen Preis von max. 5000.-DM ansetzen auch bei guter
Abstammung, wie gesagt, kommt drauf an, was er schon jetzt verlangt,
wenn er schon nur 5 will, dann kannst Du auch mit Verhandlung wohl auf 3
runter, wenn er bei 15 ist, wird es schwierig, das Pferd zu einem
ordentlichen Preis zu kriegen ...

Ciao Tobias

Tobias Knoll

unread,
May 20, 2001, 3:53:12 AM5/20/01
to
Hallo nochmal,

noch was zum Kopper. Eigentlich ist so ein Pferd nur noch den
Schlachtpreis wert, also wenn Du die von mir vorgeschlagenen 5 TDM
zahlst, zahlst Du eh schon einen Liebhaberpreis und das Pferd sollte
dann auch wirklich gut sein !!!
Auch ist sehr unwahrscheinlich, daß der Verkäufer so ein Pferd noch
ordentlich wegbringt, außer zum Schlachter, also drück ihn ruhig kräftig
...

Ciao Tobias

Petra

unread,
May 20, 2001, 4:47:45 AM5/20/01
to
>noch was zum Kopper. Eigentlich ist so ein Pferd nur noch den
>Schlachtpreis wert

Bitte WAS ????

Wieso DAS denn ????

Ein Pferd ist wert was jemand zu zahlen bereit ist und der Verkaeufer
akzeptiert.

Mich wuerde das Koppen nicht so abschrecken - und wenn das Pferd gut ist dann
ist es auch koppend gut - oft laesst sich das durch bessere Haltung ja auch
erheblich lindern wenn nicht gar ganz abstellen !

Petra
--
**** http://www.centyfield.com
**** http://members.tripod.com/water_colours/
**** http://chaps.atfreeweb.com/


tendre

unread,
May 20, 2001, 4:48:09 AM5/20/01
to

"Tobias Knoll" <Tobias...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3B0777E8...@gmx.de...

hi tobias

du hast ja vorstellungen!........:-)

ich sehe es genau umgekehrt wie du......:-)

als freizeitpferd würde ich nie im leben einen kopper kaufen, zur zucht auch
weniger.....

aber: als sportpferd, wenn er grosse klasse hat, dann wird ihn mancher auch
trotz dieses fehlers kaufen. oder würdest du einen potentiellen derbysieger
zum schlachter bringen nur weil er koppt?

liebe grüsse tendre, der einmal einen kopper hatte (rennpferd) und dem das
ewige gekoppe so auf die nerven ging, dass das pferdchen jetzt zuchtstute in
der ehemaligen cssr ist.


DAKOLLER

unread,
May 20, 2001, 5:17:04 AM5/20/01
to
Hallo Tobi,
Du weisst, dass ich Dich sehr schätze, aber bist Du schon mal auf einem grossen
Turnier durch die Stallzelte gelaufen?! Es stehen das verdammt viele Kopper
drin!!! Die aber trotz ihrer Kopperei gute bzw. sehr gute Leistungen bringen.
Soviel ich weiss beeinträchtigt das Koppen ja nicht die Leistung. Es ist nur
eine blöde Angewohnheit, die bei vielen Pferden durch die richtige Haltung
wieder in den Griff zu kriegen ist.

Also ich würde niemals ein Pferd zum Metzger bringen nur weil es koppt!! Es ist
ja nachgewiesen ein Haltungsfehler, dann sollte sich der Mensch darüber
Gedanken machen dies zu ändern!!!

Viele Grüsse
Doris

Tobias Knoll

unread,
May 20, 2001, 4:49:22 AM5/20/01
to
Hallo ihr alle,

mag schon sein, daß ein Kopper als Sportpferd tauglich ist, aber wenn er
noch keine Erfolge hat, wird er sich als Kopper kaum noch gut verkaufen.
Die Sportpferde die koppen tun mir alle ziemlich Leid, denn vermutlich
wird ja der Großteil dieser Pferde eine schlechte Haltung durchlaufen
haben, um dieses Resultat zu erzielen. Vor ihrer Karriere haben das wohl
eher nicht die meisten gehabt - oder liege ich da falsch.
Seid mal ganz ehrlich, wieviel würde jemand für ein koppendes Pferd OHNE
Erfolge zahlen ?? Vielleicht noch wenn die Eltern sehr sehr gut sind,
aber dann würde Janine, ja wohl kaum in die Verlegenheit kommen so ein
Pferd zu kaufen, sondern es hört sich eben stark nach dem an:
ein durchschnittliches Pferd, das koppt - das verkauft sich doch an
keinen ernstzunehmenden Profi ? Das kann doch nur noch an einen
Freizeitreiter über die Gefühlsschiene gehen.
Ich zumindest kaufe eigentlich keine Pferde mit vorneherien bekannten
Mängeln und wie tendre schon sagt, ist das Koppen zum einen ziemlich
nervig, andererseits auch für das Pferd nicht das wahre.
Ich will nicht absteiten, daß ein Kopper auch noch gut reitbar ist und
Erfolge haben kann und im frühstadium kenne ich auch Pferde, die durch
gute Haltung davon geheilt wurden, andererseits kenne ich auch welche
die durch das Pferd in der Nachbarbox angesteckt wurden ...
Also, das von mit noch dazu, mag sein daß ich da falsch liege, aber Eure
Argumente haben mich bisher nicht überzeugen können, aber probiert nur
weiter, mir klarzumachen, daß dieses Pferd mehr als den Schlachtpreis
wert ist, bzw. mehr als 5000.-DM Liebhaberpreis ... ich lasse mich gerne
überzeugen und auch Janine kann von dieser Diskussion sicherlich was
lernen ...

Ciao Tobias

Norbert Gleissner

unread,
May 20, 2001, 5:58:52 AM5/20/01
to
Hallo
Hm, Tobias, ganz bin ich nicht einig. Kenne auch einige kopper, aber keinen,
der sich vom Nachbarpferd angesteckt hat. allerdings auch keine, (Hi petra)
die es sich wirklich wieder abgewöhnt haben.
Im grunde hat tobias recht, es ist hochgradig nervend, Kopper zerstören sehr
oft sehr viel.(Krippensetzer) und somit will sie niemand im Stall halten. Darum
ist wohl der Schlachter für alle beteiligten der sinnvollste weg. Alles andere
sind emotionale Entscheidungen.

Gruß
norbert

tendre

unread,
May 20, 2001, 6:09:34 AM5/20/01
to

"Tobias Knoll" <Tobias...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3B078512...@gmx.de...
> Hallo ihr alle,
>

hallo tobias again:-)


> mag schon sein, daß ein Kopper als Sportpferd tauglich ist, aber wenn er
> noch keine Erfolge hat, wird er sich als Kopper kaum noch gut verkaufen.
> Die Sportpferde die koppen tun mir alle ziemlich Leid, denn vermutlich
> wird ja der Großteil dieser Pferde eine schlechte Haltung durchlaufen
> haben, um dieses Resultat zu erzielen. Vor ihrer Karriere haben das wohl
> eher nicht die meisten gehabt - oder liege ich da falsch.

da liegst du richtig.


> Seid mal ganz ehrlich, wieviel würde jemand für ein koppendes Pferd OHNE
> Erfolge zahlen ??

ohne erfolgsaussichten und als freizeitpferd?....genau 0 Dm.
d.h., ich würde ihn selbst geschenkt nicht nehmen!


Vielleicht noch wenn die Eltern sehr sehr gut sind,
> aber dann würde Janine, ja wohl kaum in die Verlegenheit kommen so ein
> Pferd zu kaufen, sondern es hört sich eben stark nach dem an:
> ein durchschnittliches Pferd, das koppt - das verkauft sich doch an
> keinen ernstzunehmenden Profi ? Das kann doch nur noch an einen
> Freizeitreiter über die Gefühlsschiene gehen.


und davor möchte ich alle bewahren.


ine Pferde mit vorneherien bekannten
> Mängeln und wie tendre schon sagt, ist das Koppen zum einen ziemlich
> nervig, andererseits auch für das Pferd nicht das wahre.

so ein pferd kann einem nur leid tun............es ist ein gestresstes
pferd, dass eigentlich eine therapie und psychopharmaka bekommen würde, wenn
es ein mensch wäre. die einzige lösung (ausser schlachten): ab auf die weide
und das 24 std. am tag und für den rest seines lebens. das heisst nicht,
dass man es deswegen nicht mehr reiten kann, betrifft nur die haltungsform.

> Erfolge haben kann und im frühstadium kenne ich auch Pferde, die durch
> gute Haltung davon geheilt wurden,

ganz wenige gibt es.........


andererseits kenne ich auch welche
> die durch das Pferd in der Nachbarbox angesteckt wurden ...


kenne ich und alle profis die ich kenne kein einziges!


> Also, das von mit noch dazu, mag sein daß ich da falsch liege, aber Eure
> Argumente haben mich bisher nicht überzeugen können, aber probiert nur
> weiter, mir klarzumachen, daß dieses Pferd mehr als den Schlachtpreis
> wert ist, bzw. mehr als 5000.-DM Liebhaberpreis ...

wenn es den japancup gewinnt? die gewinnsumme beträgt 3,5 millionen
dm.............

ich lasse mich gerne
> überzeugen und auch Janine kann von dieser Diskussion sicherlich was
> lernen ...

ich rate janine dringend davon ab, dieses pferd zu kaufen.............süsser
dackelblick hin oder her.

ich wünsche dir und allen anderen einen schönen sonntag nachmittag


liebe grüsse

tendre................und ab auf's pferd, die blühende natur geniessen:-)


René 'vollmi' Vollmeier

unread,
May 20, 2001, 6:26:55 AM5/20/01
to
Hi Tendre

"tendre" <ten...@smile.ch> schrieb im Newsbeitrag
news:9e8554$cms$1...@news1.sunrise.ch...

> ich rate janine dringend davon ab, dieses pferd zu
kaufen.............süsser
> dackelblick hin oder her.

Und wenn es ihr doch gefällt und sie mit dem Koppen leben kann und es dem
Pferd vieleicht entfällt weil die Haltung besser wird?

Warum sollte sie es dann nicht kaufen und stattdessen ein absolut gesundes
Pferd mit Sporterfolgen kaufen das ihr aber gesammthaft ned so viel gibt?

Gerade Freizeitreiter können es sich leisten ein Pferd zu haben welches
nicht absolut perfekt ist.

mfG René

--
Es ist das Zeichen großer Vollkommenheit, sich mit der Unvollkommenheit
anderer abzufinden.

tendre

unread,
May 20, 2001, 6:35:09 AM5/20/01
to

"René 'vollmi' Vollmeier" <vol...@pferdegemeinschaft.net> schrieb im
Newsbeitrag news:9e85rj$1h90a$1...@ID-39223.news.dfncis.de...

>
> Und wenn es ihr doch gefällt und sie mit dem Koppen leben kann und es dem
> Pferd vieleicht entfällt weil die Haltung besser wird?

ein koppendes pferd ist ein unglückliches pferd. viele stallbesitzer wollen
es nicht in ihrem stall, viele pferdebesitzer auch nicht, aus der
unbegründeten angst vor ansteckung.

zudem neigt ein koppendes pferd auch zu koliken und macht sich die zähne
kaputt...........


>
> Warum sollte sie es dann nicht kaufen und stattdessen ein absolut gesundes
> Pferd mit Sporterfolgen kaufen das ihr aber gesammthaft ned so viel gibt?

von einem pferd mit sporterfolgen habe ich ihr nicht geraten, das kommt
darauf an, was sie mit dem pferd machen will.
sie soll ein pferd kaufen, das die neigung und eignung für ihre ziele
mitbringt, kerngesund ist und einen einwandfreien charakter hat.
dies habe ich schon hundertmal geschrieben, ich wiederhole diese meine
meinung nur für die neuen in dieser ng.


>
> Gerade Freizeitreiter können es sich leisten ein Pferd zu haben welches
> nicht absolut perfekt ist.

freizeitreiter können es sich leisten, ein krankes pferd zu behalten, nur
kaufen sollen sie sich kein solches!

wir -..............die fleischesser.........essen dann ein pferd das koppte
und ein gesundes wird dafür nicht geschlachtet.

>
> --
> Es ist das Zeichen großer Vollkommenheit, sich mit der Unvollkommenheit
> anderer abzufinden.

ohne vollkommen zu sein finde ich mich gerne mit unzulänglichkeiten ab, nur
kaufen tu ich sie nicht.

und ich kenne viel zu viele die nur probleme haben mit ihren kranken tieren
(s. anke, deren pferde ja schon fast alles hatten, was ein pferd haben
kann).

liebe grüsse tendre


btw zu anke: ich weiss, dass du sie trotzdem....oder gerade deswegen?...so
gerne hast.
>


Tobias Knoll

unread,
May 20, 2001, 5:53:03 AM5/20/01
to
Hallo Janine,

hier nochmal zusammengfasst meine Meinung. Ich interpretiere dabei, daß
das Pferd bisher weder sehr erfolgreich war, noch eine RIESEN Abstammung
hat und daß Du eher der Freizeitreiter bist.
Für ein Pferd dieser Klasse (in Ordnung aber nicht Top), das koppt kann
der Verkäufer, wenn er es verkaufen will (und nicht sonst einfach selbst
behält) nicht viel mehr als den Schlachtpreis reell erwarten. Wieviel Du
rein aus Gefühl draufzahlst ist dann natürlich Deine Sache, deshalb
meine Marke mit 5000.-DM, denn darüber (und teils auch schon darunter)
hast Du (bei den heutigen Marktpreisen) dann schon wirklich eine große
Auswahl an gesunden Freizeitpferden.

Ciao Tobias

janine Jäger

unread,
May 20, 2001, 8:12:18 AM5/20/01
to
Hi liebe NGler,

ich danke euch erst ein mal,dass ihr so viel geschrieben habt. Hätte nicht
gedacht,dass mein kleiner Artikel so eine Welle auslöst! ABer vielen Dank
euch allen - thx!

So,nun noch mal zu dem Pferd und zu mir.
Er hat,wie richtig vermutet, keine besonders erwähnenswerten Eltern oder
Vorfahren. Bisher vor einem halben Jahr stand er nur in der Box,dann wurde
das koppen so schlimm,dass man ihn in einen Laufstall stellte mit anderen
Pferden zusammen. Dort hat sein koppen nachgelassen, aber wenn man ihn
irgendwo anband, fing er wieder an, zu koppen. Dann kam er wieder in die Box
und schlug mit den Hufen so lange dagegen die Wände, dass er was mit den
Hufwänden hatte und erstmal 4 monate Pause bekam. Dann kam er wieder in die
laufbox. Nun steht er auf der Koppel und koppt da nicht (soweit ich das
gesehen hab,denn ich bewache ihn ja nicht rund um die Uhr!). Aber wenn's nun
wieder Herbst und winter wird,dann kommt er wieder in die Box und das wird
wohl wieder von vorne losgahen. Er wird auch selten geritten - die frau,die
sich um ihn kümmern sollte, und aus ihm angeblich ein 20 000 DM teures
Voltigierpferd machen wollte, ist nur im ausland unterwegs- so wird er aj
auch nciht ausgebildet und hat keien Bewegung - er muss sich total
langweilen und er verfettet total.
Ich will ihn haben, weil er so einen leiben Charakter hat. Ich finde seine
Körperbau super und er hat die richtige Größe, außerdem sringt er gerne und
aus ihm kann ich noch was machen - er sit ja erst 5. Natürlich tut er mir
auch leid,aber das gefühl kann ich nicht abstellen!
Bei mir würde er mit 6 anderen Pfeden und Ponys immer auf der Kopel
sein.Meine Hottis haben nen Offenstall ,in den sie immer reinkönnen und im
Winter kommen sie nachts in Laufboxen. Ich hoffe,dass sich das mit dem
Koppen dann gibt,voralllem wird er dann auch geritten. Ich reite viel
Wandern mit meinen Pferdis,so wird ihm ja dann nciht langweilig und bei mir
hätte er auch artgenossen und viel koppel.Was mir allerdings sorgen
macht,ist,dass er in den Winternächten in den Laufstall muß. Vorallem haben
großpferde nciht so dichtes warmes Fell wir meine lüdden Ponys.
Ich ruf den Besitzer ahut vielleicht schon an und frag,wie viel er für ihn
haben will , wenn er ihn verkauft- dann sag ich euch,was daraus geworden
ist.

Nochmals vielen Dank für eure Beiträge,und vorallem Tobi,der mir die
Hoffnung gibt,dass ich ihn bekomme ...

eure NAne

PS: meine Ponys könnt ihr auf meiner HP angucken unter http://www.menphis.de


Reinhild Nürnberger

unread,
May 20, 2001, 10:33:18 AM5/20/01
to

janine Jäger <jan...@menphis.de> schrieb in im Newsbeitrag:
3B06C87F...@menphis.de...

hallo nane,

> ich will mir ein Pferd kaufen, und habe mich in einen Schimmel verliebt.
> Der stand nur im Stall und nun hat er was mit den Hufen (1/4 jahr pause
> und das ist okay)

bitte kläre zuerst ab, was mit den hufen wirklich ist und sprich mit dem
tierarzt. nimm dir keinen dauerpatienten.

ABER er koppt! Er ist Krippensetzer. Wie viel kann der
> Verkäufer höchstens verlangen? Es ist 5 und noch nicht sehr gut
> ausgebildet, er ist ein Mecklenburger mit Papieren, leider weiß ich
> seine Abstammng nicht.

das koppen selbst ist nicht schlimm für das pferd, aber du eckst mit so
einem pferd in anderen ställen an. viele haben - zu unrecht - angst, dass
sich ihr pferd das koppen von deinem abschauen könnte. sie werden ihn in
eine eckbox stellen und jeden sichtkontakt mit barrikaden zu verhindern
suchen.

für ein huf-krankes pferd, das zudem noch koppt, kann der verkäufer
eigentlich gar nichts verlangen. muss das pferd im nächsten vierteljahr in
der box bleiben oder darf es auf die koppel? lässt du es in dem derzeitigen
stall, oder wohin würdest du es bringen?

hör auf tendre´s rat dazu, der noch kommen wird.

liebe gruesse,
reinhild

Reinhild Nürnberger

unread,
May 20, 2001, 10:45:36 AM5/20/01
to

DAKOLLER <dako...@aol.com> schrieb in im Newsbeitrag:
20010520051704...@nso-cc.aol.com...

liebe doris,

> ja nachgewiesen ein Haltungsfehler, dann sollte sich der Mensch darüber
> Gedanken machen dies zu ändern!!!

ich hatte 23 jahre lang einen freikopper. das koppen wurde durch optimale
pferdhaltung zwar reduziert, war aber niemals ganz wegzubringen. man meint
heute eher, dass es sich hier um eine genetische anlage handelt.

in 23 jahren hat kein anderes pferd das koppen von meinem übernommen. ich
liebte meinen kopper sehr, musste aber immer wieder erleben, dass andere
pferdebesitzer ihr pferd nicht neben meinem haben wollten. das wirkt sich
nachteilig im stall aus, d.h., du kannst nicht einfach in einen anderen
stall wechseln und es verheimlichen, sonst wirst du mit einem kübel kalten
wassers dort übergossen und als einsteller zweiter klasse behandelt.

mein pferd war aus böhmen und kam höchstwahrscheinlich von einer grossen
weide. er war damals 5 jahre alt und ich glaube nicht an einen
haltungsfehler, ausser dass er eher karg aufgezogen worden war. in seinen
adern floss das blut des legendären rennpferdes hyperion.

was nane betrifft: gravierender ist vielleicht das hufproblem, auf das
niemand in den antworten eingegangen ist und das mit dem ta abgeklärt werden
sollte. wenn das pferd von jetzt ab noch ein vierteljahr "stehzeit" hat,
finde ich DM 5000 als preis etwas überzogen. die papiere würde ich mir genau
anschauen und die abstammung prüfen. das gehört zum gesamtbild dazu.

liebe gruesse,
reinhild


Reinhild Nürnberger

unread,
May 20, 2001, 10:50:03 AM5/20/01
to

Norbert Gleissner <fhqu...@aol.com> schrieb in im Newsbeitrag:
20010520055852...@ng-fa1.aol.com...

hallo norbert,

> Im grunde hat tobias recht, es ist hochgradig nervend, Kopper zerstören
sehr
> oft sehr viel.(Krippensetzer) und somit will sie niemand im Stall halten.
Darum
> ist wohl der Schlachter für alle beteiligten der sinnvollste weg. Alles
andere
> sind emotionale Entscheidungen.

ich habe meinen freikopper heiss geliebt und 23 wunderschöne jahre mit ihm
verbracht.
aber das koppen nervte mich und andere einsteller. ständig war ich auf die
toleranz der anderen angewiesen und musste kränkende bemerkungen
einstecken - und gute, nicht sinnvolle ratschläge.

ich würde mir nach dieser erfahrung k e i n e n kopper mehr kaufen.

liebe gruesse,
reinhild

>
> Gruß
> norbert


janine Jäger

unread,
May 20, 2001, 1:58:07 PM5/20/01
to
> Hi ...

Er hat jetzt von dem halben Jahr 1/4 rum.Er lahmt jetzt nicht mehr, und leicht
1 mal die Woche geritten. Spätestens wenn der Huf ganz neu nachgewachsen ist,
ist er wieder okay (sagt der Tierartzt). Man muss nun ebend langsam mit dem
Reiten aufbauen (Kondition usw.) aber das ist mir nur recht - erstmal kommt
bodenarbeit und longieren usw.
Falls ich ihn dann bekommen würde, würde er bei mir zu hause stehn, da gibt's
keinen Streit mit anderen Pferdebesitzern! Ich lasse ihn auf keinem Fall dort
im Stall, man hat ja gesehn, wohin da führt.


eure nane

Gudrun Ewald

unread,
May 20, 2001, 3:41:56 PM5/20/01
to

"janine Jäger" <jan...@menphis.de> schrieb im Newsbeitrag news:3B0805AF...@menphis.de...

Hallo Nane,
da bei dir das gravierendste Problem, das Einstellen in einem öffentlichen Reitstall
wegfällt, denke ich, dass du aufgrund des Koppens wohl die wenigsten Probleme
mit dem Pferd haben wirst.Wanderritte sind da sicherlich (auch für die Psyche) die
beste Beschäftigung, die dieses Tier bekommen kann.
Allerdings würde ich bei der Huferkrankung noch einmal sehr gründlich schauen
und auch noch mal einen anderen Tierarzt hinzuziehen.
Hat sich der Besitzer denn nun hinsichtlich des Preises geäußert? Dass die Frau
so ein "teures Voltigierpferd" aus ihm machen wollte klingt ja eher so, als wollten
die noch eine Menge Kohle sehen. Na ja, ich drück' mal die Daumen.
Gruß
Gudrun


Catja Pafort

unread,
May 20, 2001, 3:52:16 PM5/20/01
to
Nane schrieb:

>ich will mir ein Pferd kaufen, und habe mich in einen Schimmel verliebt.
>Der stand nur im Stall und nun hat er was mit den Hufen (1/4 jahr pause
>und das ist okay)

Waer fuer mich ein ganz dolles Alarmzeichen. Das ist naemlich eine ganze
Weile fuer ein Hufproblem. Zwei Dinge, die ich wissen wollte - erstens, was
wars genau (Gespraech mit dem behandelnden Tierarzt, Besitzer muss Tierarzt
die Erlaubnis geben) und zweitens, ist dies ein Pferd das zu
'Kleinigkeiten' neigt? Die koennen naemlich auf die Dauer VERDAMMT nerven,
wenn der Kleine nie gesund ist...

>ABER er koppt! Er ist Krippensetzer. Wie viel kann der
>Verkäufer höchstens verlangen? Es ist 5 und noch nicht sehr gut
>ausgebildet, er ist ein Mecklenburger mit Papieren, leider weiß ich
>seine Abstammng nicht.

Ich wuerde sagen, 1/3 weniger als ein nicht koppendes Pferd der gleichen
Beschreibung. Fuenf jahre, Wallach, wenig Ausbildung, keine Sporterfolge -
solche Pferde gibt es in grossen Mengen, mit oder ohne Papiere. (Papiere
sind nett, weil man ein wenig besser weiss, was einen erwartet, aber beim
Wallach nicht unbedingt ein Kaufgrund).

>Ich will nicht wissen, wie sich koppen lindern lässt oder so,nur,ob der
>Verkäufer imm Preis runter muss oder kann und wieviel - falls!

Muessen tut er nicht - er hat's Dir schliesslich freiwillig gesagt. Ich
moechte nur zu bedenken geben, dass Kopper und Weber oftmals koppen und
weben, weil sie eine Anlage zur Nervositaet haben - auch wenn das Verhalten
weggeht, die Ursache bleibt!

Was Du erzaehlst, klingt nach einem Pferd, dass in der Tat uebernervoes ist
- und da sage ich: FINGER WEG. Aus eigener, leidvoller Erfahrung. (Ich
liebe den Count trotzdem, aber das ist was anderes.)

Die andere Frage ist: Kannst Du ein junges Pferd ausbilden, noch dazu
eines, dass unausgelastet ist, und u.U. Loecher in der Grundausbildung hat?
Ich persoehnlich wuerde Dir eher zu einem aelteren, ausgebildeten Pferd
raten. Wenn es denn nun _unbedingt_ der Schimmel sein muss, dann nur mit
ausgiebiger Ankaufsuntersuchung und Hilfestellung (vor und nach dem Kauf)
eines ausgebildeten, qualifizierten Reitlehrers der Dich und Deine
Reitkenntnisse schon laenger kennt. Nur kaufen, weil er Dir leid tut - das
ist ein loebliches Unterfangen, aber leider auch ein teures und oftmals
frustrierendes, weil es u.U. bedeutet, dass Du eben _kein_ Reitpferd hast.

Catja
und der Count (der nicht koppt aber webt.)

--
Posted from cefni.aber.ac.uk [144.124.16.40]
via Mailgate.ORG Server - http://www.Mailgate.ORG

Knut Krüger

unread,
May 21, 2001, 3:05:24 AM5/21/01
to

janine Jäger schrieb:

>
>
> ich will mir ein Pferd kaufen, ... Er ist Krippensetzer. Wie viel kann


> der
> Verkäufer höchstens verlangen? Es ist 5 und noch nicht sehr gut
> ausgebildet,

Hallo Nane,
dass Du Dich in dieses Pferd verliebt hast, ist der schwierigste Punkt.
Du
willst Ihn sicherlich unbedingt unter allen Umständen kaufen.

Was mich zu alleerst atutzig macht ist die Aussage das Pferd war
Hufkrank und hat X Monate Pause gemacht und wird nun verkauft.

Fast immer, wenn ich so einen Spruch verfolgen konnte war das Pferd eben
nicht dauerhaft gesund.
Hier muss ein TA, der den Vorbesitzer nicht kennt sehr gründlich
untersuchen ob das Bein dauerhaft i. o. ist. Sollte eine Fehlstellung
bei diesem Bein sein (z. B: Zeheneng) würde ich das Pferd aus diesem
Grund auf keinen Fall kaufen.

Nun zu den Nachteilen des Koppens:

In der Fachwelt ist nahezu einstimmig die Meinung, dass sich andere
Pferde
das Koppen und Weben nicht abschauen mit Ausnahme die Fohlen von der
Mutter
und hier denkt man sogar an eine erbliche (psychische) Veranlagung zum
Koppen nach. Trotzdem kann es zu schwierigkkeiten kommen, wenn Du einen
Kopper in den Stall bringst. (Nachdem er erst 5 ist muss es nicht der
Stall
sein wo Du in jetzt hinstellen willst).

Kolikgefahr besteht heutzutage (fast) nicht mehr, da die Fütterung von
Strohhäcksel nicht mehr üblich ist, und diese in VErbindung mit Koppen,
so
vermutet man, zu Koliken geführt hat.

Es kann dir passieren, dass Dein Pferd so viel koppt, dass es in
etlichen
Jahren die oberen Schneidezähne bis zum Zahnfleisch abgerieben sind.
Meistens können sie aber damit sogar noch Gras fressen.

Wir selber versuchen natürlich den Preis aus den genannten Gründen zu
drücken, würden aber jederzeit ein koppendes Pferd kaufen, wenn Preis
und
Einsatzfähigkeit für uns übereinstimmen.

Viele Grüße
Knut Krüger
--

Reitpark Einthal


Mail: Reit...@t-online.de
Besuchen Sie doch mal unsere Homepage ...
Homepage: http://www.einthal.de

Tobias Knoll

unread,
May 21, 2001, 3:57:21 AM5/21/01
to
Hallo Knut,

Knut Krüger schrieb:


> Nun zu den Nachteilen des Koppens:
>
> In der Fachwelt ist nahezu einstimmig die Meinung, dass sich andere
> Pferde
> das Koppen und Weben nicht abschauen mit Ausnahme die Fohlen von der
> Mutter

Das interessiert mich näher. Ich habe vor kurzem einen Fall bei einem
Bekannten mitbekommen. Dessen geshowter Junghengst, der eigentlich immer
auf der Koppel im Offenstall lebte, mußte wegen einer Verletzung für 2
Wochen in die Klinik. Dort stand er - ohne daß der Besitzer es wußte
neben einem Kopper. Er hat auch mit dem Koppen dort angefangen, was sich
- nachdem der Besitzer es gemerkt hat und das Pferd auf eigene Gefahr
sofort aus der Klinik geholt hat - wieder gegeben hat. Das könnte nun
natürlich auch an der Umstellung un der psychischen Belastung des
Jungpferdes liegen, ich will das garnicht abstreiten. Es geht um einen
4jährigen Araberhengst. Er hat ein wirklich Abwechslungsreiches, schönes
Leben, in einem der besten Ställe die ich kenne, also finde ich die
Ansteckungsvermutung doch naheliegend und würde aktuell keinen Kopper
neben einem meiner Pferde dulden. Aber ich lasse mich gerne überzeugen
... :))

> Wir selber versuchen natürlich den Preis aus den genannten Gründen zu
> drücken, würden aber jederzeit ein koppendes Pferd kaufen, wenn Preis
> und Einsatzfähigkeit für uns übereinstimmen.

Wie weit meinst denn Du, das das den Preis mindert ?

Ciao Tobias

Tobias Knoll

unread,
May 21, 2001, 6:51:47 AM5/21/01
to
Hallo,

zum Thema ansteckend. Ich glaube der Begriff ist ein wenig falsch
gewählt. Wie wäre es mit abschaubar ? Auf diese Art- und Weise könnte es
sich doch übertragen ? Mal angenommen ein Pferd ist psychisch stark
belastet (schlechte Haltung, etc.) und steht neben einem Kopper, schaut
sich das Pferd dann das Koppen ab ?? Ich dachte eigentlich schon das das
möglich ist.
Natürlich nehme ich nicht an, das das per Bakterien oder Viren
übertragen wird, aber als Übertragung eines Verhaltensmusters in Folge
von Stress oder Langweile oder ähnlichem ...

Ciao Tobias

tendre

unread,
May 21, 2001, 10:03:07 AM5/21/01
to

"Tobias Knoll" <Tobias...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3B08F343...@gmx.de...

hi tobias

wir verstanden dich schon richtig:-)

koppen wird nicht abgeschaut.........(bei fohlen/mutter weiss ich es nicht,
es schrieb hier jemand, dass es dies dort möglich sei).

liebe grüsse tendre


btw: wenn meine pferde in ergänzung zu ihrem offenstall mit paddock auf die
weide dürfen, webt das pferd daneben, wenn es nicht auch auf die weide darf
(trotz ebenfalls offenstall mit paddock und kumpan)
.
dieses verhalten wird aber auch nicht kopiert.


Tobias Knoll

unread,
May 21, 2001, 10:17:36 AM5/21/01
to
Hallo tendre,

tendre schrieb:


> hi tobias
>
> wir verstanden dich schon richtig:-)

ich hoffe das das alle betrifft :))

> koppen wird nicht abgeschaut.........(bei fohlen/mutter weiss ich es nicht,
> es schrieb hier jemand, dass es dies dort möglich sei).

> btw: wenn meine pferde in ergänzung zu ihrem offenstall mit paddock auf die


> weide dürfen, webt das pferd daneben, wenn es nicht auch auf die weide darf
> (trotz ebenfalls offenstall mit paddock und kumpan)

> dieses verhalten wird aber auch nicht kopiert.

Tja, ein privates Beispiel als Gegendarstellung habe ich ja schon
geliefert. Es scheint ja so zu sein, daß das schon wissenschaftlich
erforscht ist. Ist dem wirklich so ? Bisher hört es sich nur so an. Ich
will jetzt keine Sachen die ich mir Durchlesen kann, wenn mir das jemand
glaubhaft versichert, ist das ok für mich, denn ich habe keinen Kopper.
Allerdings wenn ich mal einem begegne, werde ich mich BEVOR ich zulasse
daß so ein Pferd neben einem meiner steht, hätte ich dann doch gerne
solche Unterlagen, also wenn wer da was hat, ich hätte das dann gerne
auf Vorrat.

Ciao Tobias

Pierre

unread,
May 21, 2001, 10:32:41 AM5/21/01
to
Tobias Knoll wrote:

> Tja, ein privates Beispiel als Gegendarstellung habe ich ja schon
> geliefert. Es scheint ja so zu sein, daß das schon wissenschaftlich
> erforscht ist. Ist dem wirklich so ? Bisher hört es sich nur so an. Ich
> will jetzt keine Sachen die ich mir Durchlesen kann, wenn mir das jemand
> glaubhaft versichert, ist das ok für mich, denn ich habe keinen Kopper.
> Allerdings wenn ich mal einem begegne, werde ich mich BEVOR ich zulasse
> daß so ein Pferd neben einem meiner steht, hätte ich dann doch gerne
> solche Unterlagen, also wenn wer da was hat, ich hätte das dann gerne
> auf Vorrat.

Mein Reden, denn auf wenn nichts wissenschaftlich erwiesen ist, so kenne ich aus
meinem Pferdeleben einige Beispiele wo Pferde das Koppen kopiert haben und wo sie
es nicht taten. Auch wenn's nicht erwiesen ist daß Kopper mehr oder weniger
Kolikanfällig sind oder nicht, oder auch nicht schlechtere Turnierpferde, ich
persönlich lasse nicht nur die Finger davon, sondern dulde auch keinen Kopper in
der Nähe meines Pferdes (Box). IMHO ist der Reitsport schon risikoreich genug
(morgen kannst du oder dein Pferd tot sein) um auch noch dieses Risiko in Kauf zu
nehmen.

Pierre (das Pferd eines Bekannten von mir hatte sich vor ein paar Wochen im
Gallop aus unerklärlichem Grund das Bein gebrochen und musste erlöst werden; da
wird man ganz schön schnell wieder auf den Boden der Realität zurückgebracht)

Knut Krüger

unread,
May 21, 2001, 12:38:54 PM5/21/01
to

Tobias Knoll schrieb:


>
> > koppen wird nicht abgeschaut.........(bei fohlen/mutter weiss ich es nicht,
> > es schrieb hier jemand, dass es dies dort möglich sei).
>

Mit Statistiken über wird oder wird nicht abgeschaut ist es halt so eine Sache.
Wir haben einen Kopper bei den Schulpferden und er hat nachdem er in die Herde
gekommen ist fast zwei Jahre nicht gekoppt. Als er krank war hat er gleich wieder
angefangen. Zum glück haben wir es am Anfang einmal gesehen und hatten es auch
vom Verkäufer gesagt bekommen. Ansonsten könnte man meinen, falls er nun nach
zwei jahren neben einem Kopper steht er hätte es abgeschaut.

Will man nun Statistiken machen wie soll man es machen? Schlechte Haltung einer
fängt an andere folgen. Dann ist die Frage abgeschaut oder wegen schlechter
Haltung?
Gute Haltung ? wie oben beschrieben koppt auch ein Kopper nicht immer.

Meine Erfahrung ist seit etlichen Jahren, dass ich noch kein Pferd kenne das sich
das Koppen abgeschaut hat, selbst bei damals üblicher Boxenhaltung mit oder ohne
lüften auf dem Paddock.
Einzige Ausnahme war ein Fohlen, dass nur auf Weidezaunpfählen aufgesetzt hat,
wie seine Mutter, und das bei 24 h Weidehaltung.

> Tja, ein privates Beispiel als Gegendarstellung habe ich ja schon
> geliefert. Es scheint ja so zu sein, daß das schon wissenschaftlich
> erforscht ist. Ist dem wirklich so ? Bisher hört es sich nur so an. Ich
> will jetzt keine Sachen die ich mir Durchlesen kann, wenn mir das jemand
> glaubhaft versichert, ist das ok für mich, denn ich habe keinen Kopper.
>

Ich habe schon zwei Doktoranden technisch durch die Doktorarbeit begleitet.
Einmal hiess es wir nehmen die und die statistische Berechnung. Aber die geht
doch nur ab ca. 1000 Werten und wir haben nur etwa 50. Die Antwort des
Doktorvaters war: Wenn ich das will so wird es so gemacht.
Seine Forschung war aber dadurch "bewiesen" und nachgeschaut hat's
höchstwahrscheinlich keiner. -> Glaube nur der Statistik die du selbst gefälscht
hast.

Die Quintessenz daraus ist sicher glaub es oder glaub es nicht, aber nagle keinen
darauf fest, wenn eine Zweiter das Koppen anfängt. Wer bei uns einen Kopper
einstellen will soll ihn neben unsere pferde Stellen, solange bis einer von
unseren sich das abschaut .... ;-))

Sicherlich wäre folgende Frage interessant:
Wer hat definitiv beobachtet, dass bei -----> g u t e r <---- Haltung sich ein
zweites Pferd sich das Koppen abgeschaut hat?

Schlechte Haltungsformen wie Klinik oder reine Boxenhaltung sind meiner Ansicht
nach nicht aussagekräftig, da nicht sichergestellt ist, das das Pferd es selber
entdeckt hat.

janine Jäger

unread,
May 21, 2001, 3:11:07 PM5/21/01
to
Hi ...

ich bin der selben Meinung wir Knut.Wenn ein Pferd im Stall anfängt, zu koppoen, dann
hat das immer einen Grund. (z.B. Langeweile oder Streß ...). Und da das Pferd nicht
alleine im Stall steht, werden wohl auch andere Pferde dort ähnliche Probleme haben.
Doch da viele Pferde zu Privaten leuten gehören,die sich unterschiedlich um ihr Pferd
kümmern, und da jedes Pferd einen andern Charakter ,Vorlieben und Erfahrungen hat,
bekommen das nicht alle oder es haben nicht alle die Zeit usw. !
Versteht ihr? Also wenn alle Pfered GLEICH behandelt werden und im selben Stall
stehen würden, würden sie auch ähnliche Probleme haben und auch ähnliche
Verhaltensweisen zeigen, z.b. Koppen, Weben usw.,da aber sie aber nicht gleich
behandelt werden, ist das ZUM GLÜCK nicht so.Schon mal daran gedacht? Also werden
Pferde, die sich das Koppen angeblich von ihrem Nachbarn abgeguckt haben, auch eine
fast genauso schlechte Haltung haben. AUSNAHMEN GIBT ES WIE ÜBERALL NATÜRLICH HIER
AUCH!

Eure nane ...

Tobias Knoll

unread,
May 21, 2001, 2:59:48 PM5/21/01
to
Hallo Knut,

ich glaube da sind wir zu 99% einer Meinung. Das 1% ergibt sich daraus,
daß ich es mir auch bei guter Haltung überlegen würde, ob ich einen
Kopper neben meine Pferde stelle - wobei ich es wohl auch täte wenn mir
die Person wichtig wäre und damit das Pferd einen guten Platz kriegt -
wenn ich denn überhaupt Pferde nehme.
Aber der eigentliche Punkt ist, daß bei schlechter Haltung es zumindest
nicht bewiesen ist, daß es nicht abgeschaut wird. Und gerade in
Stresszuständen - wie z.B. bei Klinikaufenthalt schaue ich dann schon
drauf was das Nachbarpferd macht ...
Und schließlich wurde hier durch einige Beiträge - wohl unbewußt -
suggeriert, daß es auch bei schlechter Haltung nicht abgeschaut wird -
wie unter Fachleuten sicher sei (oder so ähnlich). Deshalb auch die
Nachfrage von mir.

Ciao und Dnake Tobias

P.S. Statistik finde ich toll !!

Beat Leuppi

unread,
May 22, 2001, 1:37:32 AM5/22/01
to
Hi Janine

le Mon, 21 May 2001 21:11:07 +0200, janine Jäger <jan...@menphis.de>
a écrit:

>Versteht ihr? Also wenn alle Pfered GLEICH behandelt werden und im selben Stall
>stehen würden, würden sie auch ähnliche Probleme haben und auch ähnliche
>Verhaltensweisen zeigen, z.b. Koppen, Weben usw.,da aber sie aber nicht gleich

du vergisst, dass auch Pferde ihren Charakter und Temperament haben.
Wo einer anfängt zu weben oder zu koppen, kann der andere noch lange
finden es gehe ihm gut...

sobald es um Lebewesen geht werden Statistiken zweifelhaft...

liebe Grüsse
Beat

Katje Binder

unread,
May 22, 2001, 5:12:35 AM5/22/01
to
Hallo Ihr,

ich muss sagen: Ich bin ehrlich entsetzt ueber die Antworten, die hier
kamen.
Ein koppendes Pferd hat eine Verhaltensstoerung, die in vielen Faellen
durch Aenderung der Haltungs- und Arbeitsbedingungen wieder zu beheben
ist. Durch das Koppen werden im Gehirn bestimmte Botenstoffe
ausgeschuettet, die das Pferd beruhigen und ein bisschen gluecklich
machen - genau, als wuerde es ab und zu mal nen Joint rauchen ;-))
Wenn das Pferd ansonsten gesund ist, wuerde ich es nehmen, nachdem ich
seine Chancen, ihm das Koppen wieder abzugewoehnen, mit einem TA und
ggf. noch einem THP besprochen haette. Dass Koppen
gesundheitsschaedlich ist oder die Leistung beeintraechtigt, trifft
nur auf hochgradige Kopper zu, die sich nicht mehr entspannen koennen,
weil sie staendig Luft schlucken. Auch das Geruecht, Koppen wuerde
Koliken ausloesen, kann als widerlegt gelten.
Wenn ich einen Kopper kaufen wuerde, wuerde ich seine
Haltungsbedingungen grundlegend aendern: Moeglichst viel
Sozialkontakte, idealerweise Offenstallhaltung mit anderen
gleichaltrigen Pferden. Vorsichtige Arbeit, die ihn geistig fordert,
aber nicht stresst - da wird er dann auf andere Gedanken kommen...
Natuerlich kann es sein, dass er es sich nicht ganz abgewoehnt. Wenn
sich das alles im Rahmen haelt, ist aber AFAIK nichts dagegen
einzuwenden.

Jeder, der hier sagt, ein Kopper taugt nur zum Schlachten, sollte sich
das Rauchen und den Genuss von Alkohol und anderen Drogen schleunigst
verkneifen. Am Ende taugt auch er nur noch zum Schlachten...

So long,

Katje

Katje Binder

unread,
May 22, 2001, 5:12:39 AM5/22/01
to
Am Sun, 20 May 2001 16:45:36 +0200, schrieb "Reinhild Nürnberger"
<nuern...@aon.at> in der Nachricht
<3b07d6cc$0$43744$6e36...@newsreader02.highway.telekom.at> :

Hallo Reinhild,


>ich hatte 23 jahre lang einen freikopper. das koppen wurde durch optimale
>pferdhaltung zwar reduziert, war aber niemals ganz wegzubringen. man meint
>heute eher, dass es sich hier um eine genetische anlage handelt.

Bei den genetischen Anlagen ist es zum grossen Teil so, dass sie einen
Ausloeser aus der Umwelt brauchen, um aktiv zu werden.

So long,

Katje, der gestern erklaert wurde, dass die 4jaehrige Reitponystute,
die von einem 9jaehrigen Maedchen "ausgebildet" wird, nicht am Zuegel
gehen koennte, weil es ein Traber sei - "dat liecht inne Geene"
GRUSEL!!

Katje Binder

unread,
May 22, 2001, 5:12:42 AM5/22/01
to
Am Mon, 21 May 2001 18:38:54 +0200, schrieb Knut
=?iso-8859-1?Q?Kr=FCger?= <Knut.K...@einthal.de> in der Nachricht
<3B09449E...@einthal.de> :

Hallo,


>Mit Statistiken über wird oder wird nicht abgeschaut ist es halt so eine Sache.
>Wir haben einen Kopper bei den Schulpferden und er hat nachdem er in die Herde
>gekommen ist fast zwei Jahre nicht gekoppt. Als er krank war hat er gleich wieder
>angefangen. Zum glück haben wir es am Anfang einmal gesehen und hatten es auch
>vom Verkäufer gesagt bekommen. Ansonsten könnte man meinen, falls er nun nach
>zwei jahren neben einem Kopper steht er hätte es abgeschaut.

Eine Theorie, die zu ueberpruefen sich lohnen wuerde, waere folgende:
Wenn ein Pferd mit einer entsprechenden psychischen Disposition
(Nervositaet, Kopper in der Ahnengalerie usw.) zum Koppen, das aber
aktuell nicht koppt, neben einen aktiven Kopper gestellt wird, wird es
ebenfalls damit anfangen.
Ein Pferd ohne diese Disposition ist nicht in Gefahr, weil es andere
Stressverarbeitungsmechanismen hat.
Einverstanden?

So long,

Katje

Pierre

unread,
May 22, 2001, 5:30:21 AM5/22/01
to
Katje Binder wrote:

> Wenn ich einen Kopper kaufen wuerde, wuerde ich seine
> Haltungsbedingungen grundlegend aendern: Moeglichst viel
> Sozialkontakte, idealerweise Offenstallhaltung mit anderen
> gleichaltrigen Pferden. Vorsichtige Arbeit, die ihn geistig fordert,
> aber nicht stresst - da wird er dann auf andere Gedanken kommen...
> Natuerlich kann es sein, dass er es sich nicht ganz abgewoehnt. Wenn
> sich das alles im Rahmen haelt, ist aber AFAIK nichts dagegen
> einzuwenden.

Stimmt, aber, wie du schreibst, muss du dem Pferd auch diese
Haltungsbedingungen geben können, und genau das können 95% der Reiter
nicht. Also lasse ich persönlich die Finger davon, bis ich vielleicht
einmal an der Börse Glück habe und mir einen eigenen Stall leisten kann.

Bei mir im Stall waren 2 Kopper. Dem einen wurde der Hals zugeschnürt
(Riemen) und der andere wurde (wird) links liegengelassen und nur 3 mal
die Woche für's Springtrainer an die Sporen genommen damit das Mädel sich
auch korrekt auf die E und O's vorbereiten kann. Auf die Wiese kommt das
Pferd auch nicht, ist ja ein Turnierpferd (lach!).

Pierre

Tobias Knoll

unread,
May 22, 2001, 6:10:54 AM5/22/01
to
Hallo Katje,

Du hast vollkommen recht, aber die Frage war, wieviel ist rein
finanziell so ein Pferd bei der aktuellen Marktsituation wert. Ein
Wallach ohne besondere Eigenschaften und Abstammung ist halt heute nicht
teuer, wenn er dann noch koppt, bleibt - auch wenn es nicht schlimm ist
- durch den Makel nicht mehr viel übrig.
Verwechsel das aber nicht damit, daß ich meine so ein Pferd soll zum
Schlachter !!! Außerdem finde ich auch generell die Preise zu niedrig,
aber das ist beides eine andere Sache.

Ciao Tobias - der aufgrund Deiner Aussage noch nicht zum Schlachter muß,
da er weder raucht noch trinkt noch jointet (sp?? :)) )

Reinhild Nürnberger

unread,
May 22, 2001, 7:50:31 AM5/22/01
to

Katje Binder <bin...@uni-muenster.de> schrieb in im Newsbeitrag:
9eda61$v02$3...@redenix.uni-muenster.de...

hi katje,

>>>Durch das Koppen werden im Gehirn bestimmte Botenstoffe
> ausgeschuettet, die das Pferd beruhigen und ein bisschen gluecklich
> machen - genau, als wuerde es ab und zu mal nen Joint rauchen ;-))

durch optimale haltung kannst du koppen leider nicht ausschalten,
bestenfalls reduzieren. oder kennt irgendjemand einen kopper, der es sich
"abgewöhnt" hätte?
ausserdem stellen sich einige vor, dass ein koppendes pferd nur gestresst
und nervös ist.
mein cäsar war freikopper und recht zufrieden mit sich. er war ein
wunderbares, verlässliches geländepferd und hat viele junge/nervöse/neue
pferde in die kusnt des geländereitens eingeführt.

er war nicht mehr oder weniger nervös oder glücklich als ein nicht koppendes
pferd. er hatte im 23 jahren 4 koliken. ich kennen nicht koppende pferde,
die kolik-anfälliger sind als er es war. sein koppen bedeutete nur eine art
der kommunikation: ich will ......(was zu fressen, etc.), ich will nicht
(mehr auf der koppel stehen, sondern rein...), mmmmm, mein futter schmeckt
heute wieder, welch ein genuss.... es war nicht mehr als wenn ein anderes
pferd heftig mit den vorderbeinen scharrte.

cäsar war in box/weidehaltung und wirkte zufrieden und ausgeglichen.

ich hätte cäsar nie weggegeben, aber ich würde mir nie mehr einen kopper
kaufen, weil ich die damit verbundenen probleme kenne. es waren aber keine
probleme mit dem hervorragenden pferd, sondern ausschliesslich probleme mit
den menschen um uns herum?

> Wenn das Pferd ansonsten gesund ist, wuerde ich es nehmen, nachdem ich
> seine Chancen, ihm das Koppen wieder abzugewoehnen, mit einem TA und
> ggf. noch einem THP besprochen haette

der ta oder THP wird über dieses ansinnen lachen, woher soll er denn das
wissen? da menschen jedoch erwiesenermassen weitgehend immun gegen
beeinflussungen von aussen sind, werden wir, je mehr pferdehalter sich
kopper nehmen, um so mehr über koppen erfahren und das rätsel so vielleicht
einmal lösen.

nix für ungut, katje, und bussi an den nicht koppenden apollo,
reinhild

michael gielsdorf

unread,
May 22, 2001, 8:15:36 AM5/22/01
to
Hallo Reinhild,


"Reinhild Nürnberger" <nuern...@aon.at> schrieb im Newsbeitrag
news:3b0a5064$0$43744$6e36...@newsreader02.highway.telekom.at...


>
>
> ich hätte cäsar nie weggegeben, aber ich würde mir nie mehr einen kopper
> kaufen, weil ich die damit verbundenen probleme kenne. es waren aber keine
> probleme mit dem hervorragenden pferd, sondern ausschliesslich probleme
mit
> den menschen um uns herum?

> reinhild
>

kannst Du das mal erklären??

Micha


Katje Binder

unread,
May 22, 2001, 1:55:10 PM5/22/01
to
Am Tue, 22 May 2001 11:30:21 +0200, schrieb Pierre <imp...@yahoo.com>
in der Nachricht <3B0A31AD...@yahoo.com> :

>Katje Binder wrote:
>
>> Wenn ich einen Kopper kaufen wuerde, wuerde ich seine
>> Haltungsbedingungen grundlegend aendern:

>Stimmt, aber, wie du schreibst, muss du dem Pferd auch diese


>Haltungsbedingungen geben können, und genau das können 95% der Reiter
>nicht. Also lasse ich persönlich die Finger davon, bis ich vielleicht
>einmal an der Börse Glück habe und mir einen eigenen Stall leisten kann.

Das ist doch, mit Verlaub, Quatsch. Zumindest hier in NRW kannst Du
Dir aus vielen Offenstaellen im Moment einen aussuchen. Es gibt jede
Menge Staelle, in denen Pferde tiergerecht gehalten werden.
Ein bisschen guter Willen gehoert natuerlich dazu...

So long,

Katje + Apollo, der jetzt im Pferdeparadies wohnt und ueberdies vom
Huftechniker heute sehr gelobt wurde ob seiner tadellosen Hufe °freu°

Katje Binder

unread,
May 22, 2001, 1:55:11 PM5/22/01
to
Am Tue, 22 May 2001 12:10:54 +0200, schrieb Tobias Knoll
<Tobias...@gmx.de> in der Nachricht <3B0A3B2E...@gmx.de> :

>Du hast vollkommen recht, aber die Frage war, wieviel ist rein
>finanziell so ein Pferd bei der aktuellen Marktsituation wert.

Hi Tobias,

schon ok, ich hab mich ja nicht nur auf Dich bezogen ;-))

>Verwechsel das aber nicht damit, daß ich meine so ein Pferd soll zum
>Schlachter !!! Außerdem finde ich auch generell die Preise zu niedrig,
>aber das ist beides eine andere Sache.

Ok, dann sind wir ja einer Meinung.

>Ciao Tobias - der aufgrund Deiner Aussage noch nicht zum Schlachter muß,
>da er weder raucht noch trinkt noch jointet (sp?? :)) )

sp? Was?
Gut, dass ich das ueber die koppenden Pferde geschrieben habe, dann
kann ich ja jetzt beruhigt weiter rauchen ;-))

So long,

Katje +Apollo, der weder raucht noch trinkt noch kifft ;-))

Fuechschen00

unread,
May 22, 2001, 2:34:12 PM5/22/01
to
Vielleicht solltet ihr euch mal Gedanken machen, warum ein Pferd kommt.
*tierischwütend*

Mmh ?!

Dann können wir weiterreden.

MfG

Marina
Tobias Knoll <Tobias...@gmx.de> schrieb in im Newsbeitrag:
3B0777E8...@gmx.de...
> Hallo nochmal,
>
> noch was zum Kopper. Eigentlich ist so ein Pferd nur noch den
> Schlachtpreis wert, also wenn Du die von mir vorgeschlagenen 5 TDM
> zahlst, zahlst Du eh schon einen Liebhaberpreis und das Pferd sollte
> dann auch wirklich gut sein !!!
> Auch ist sehr unwahrscheinlich, daß der Verkäufer so ein Pferd noch
> ordentlich wegbringt, außer zum Schlachter, also drück ihn ruhig kräftig
> ...
>
> Ciao Tobias


Reinhild Nürnberger

unread,
May 22, 2001, 3:32:31 PM5/22/01
to

michael gielsdorf <mgiel...@rz-online.de> schrieb in im Newsbeitrag:
9edlfn$262td$1...@ID-40610.news.dfncis.de...

halo michael,


>
> kannst Du das mal erklären??

ja: andere pferdebesitzer haben bedenken, ihr pferd mit deinem auf die
koppel zu geben, er könnte sich das koppen doch abschauen. sie möchten ihr
pferd lieber nicht neben der box des deinen stehen zu haben. neben ein
fohlen würde ich es selbst nicht stellen wollen, weil ich mir hier auch
nicht sicher bin.

du willst den stall wechseln und wirst sofort gefragt: hat dein pferd macken
oder unarten? koppen, weben,.....das heisst, du verschweigst es (was nachher
ärger bringt) oder du lässt den stallwechsel sein.

mit einem pferd, das weder koppt noch webt, nicht beisst oder schlägt, auf
der koppel verträglich in der herde ist, kannst du überall hingehen und bist
gerne gesehen. so hast du optimale persönliche freiheit und auch die
möglichkeit, deinem pferd das beste zu bieten das du dir leisten kannst.

liebe gruesse,
reinhild


Birgitt Giessler

unread,
May 22, 2001, 5:36:47 PM5/22/01
to

"Fuechschen00" <Fuechs...@compuserve.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3b0ab06b$0$20523$7d5a...@news.compuserve.de...

Hallo Marina!

> Vielleicht solltet ihr euch mal Gedanken machen, warum ein Pferd kommt.
> *tierischwütend*

Aus diesem deinen Satz entnehme ich, dass du den thread nicht wirklich
gelesen hast. (du meinst ja sicher "koppt", oder?)
Wenn du das nachgeholt hast, kannst du schauen, ob du immer noch tierisch
wütend bist oder deinen Horizont erweitert hast.

> Dann können wir weiterreden.

und _dann_ reden wir weiter!

Birgitt


Birgitt Giessler

unread,
May 22, 2001, 5:42:09 PM5/22/01
to

"Katje Binder" <bin...@uni-muenster.de> schrieb im Newsbeitrag
news:9ee8pp$17d2$6...@redenix.uni-muenster.de...

> Am Tue, 22 May 2001 11:30:21 +0200, schrieb Pierre <imp...@yahoo.com>
> in der Nachricht <3B0A31AD...@yahoo.com> :

Hi!

> Das ist doch, mit Verlaub, Quatsch. Zumindest hier in NRW kannst Du
> Dir aus vielen Offenstaellen im Moment einen aussuchen. Es gibt jede
> Menge Staelle, in denen Pferde tiergerecht gehalten werden.
> Ein bisschen guter Willen gehoert natuerlich dazu...

Da gilt vielleicht für's platte Land, wo du wohnst, ich wohne auch in NW und
in unserer Gegend wüsste ich grad mal einen halbwegs guten Offenstall, der
aber viel zu weit weg ist, als dass ich die tägliche Fahrerei über eine
solche Strecke mit dem Auto der Umwelt zumuten möchte.
NW ist groß, du kannst das so nicht verallgemeinern.

Birgitt


Pierre

unread,
May 23, 2001, 1:30:24 AM5/23/01
to

Katje Binder wrote:

> Das ist doch, mit Verlaub, Quatsch.

Vielen Dank!

> Zumindest hier in NRW kannst Du
> Dir aus vielen Offenstaellen im Moment einen aussuchen.

Soso, ich erspar mir mal eine dir ebenbürtige dumme Bemerkung, aber es gibt
auch noch Leute welche ausserhalb NRW leben, zb. in Ballungsgebieten um
Großstädte herum. Wie sollen die denn einen Offenstall finden ohne jeden Tag
2 Stunden mit dem Auto rumzufahren? Wer kann denn einen solchen Zeitaufwand
auf sich nehmen?

> Es gibt jede
> Menge Staelle, in denen Pferde tiergerecht gehalten werden.
> Ein bisschen guter Willen gehoert natuerlich dazu...

Na sicher doch, willst wohl allen anderen keinen guten Willen unterstellen!
Traüm weiter..

Pierre

Edith Loschmidt

unread,
May 22, 2001, 5:55:38 PM5/22/01
to
Hallo,

Katje Binder schrieb:


> Dass Koppen
> gesundheitsschaedlich ist oder die Leistung beeintraechtigt, trifft
> nur auf hochgradige Kopper zu, die sich nicht mehr entspannen koennen,
> weil sie staendig Luft schlucken.

Bin mit allem, was du vorher geschrieben hast, einverstanden. Nach
neuesten Untersuchungen ist es jedoch nicht richtig, dass Kopper Luft
schlucken, zumindest entweicht das meiste sofort wieder aus dem Maul.

> Natuerlich kann es sein, dass er es sich nicht ganz abgewoehnt. Wenn
> sich das alles im Rahmen haelt, ist aber AFAIK nichts dagegen
> einzuwenden.

Abgewoehnen ist selten, man kann einem Kopper aber wenig Gelegenheit und
Anlass dazu geben, wenn man ihn auf der Weide haelt.

Ergaenzen moechte ich noch, dass ich gehoert habe, dass Koppen in USA
keinesfalls negativ gesehen wird, sondern im Gegenteil gelten Kopper als
besonders intelligent und sensibel.

Bei uns ist es nunmal ein Hauptmangel und der Preis sollte wie schon
einmal erwaehnt um ein Drittel herabgesetzt sein.

Liebe Gruesse

Edith und Ambiente, der billige, aber unbezahlbare Kopper, gerade 20 J.
geworden.


Katje Binder

unread,
May 23, 2001, 10:35:47 AM5/23/01
to
Am Wed, 23 May 2001 07:30:24 +0200, schrieb Pierre <imp...@yahoo.com>
in der Nachricht <3B0B4AF0...@yahoo.com> :

>Katje Binder wrote:
>
>> Das ist doch, mit Verlaub, Quatsch.
>
>Vielen Dank!

Hi Pierre,

komm, soo war das doch nicht gemeint. Nur Deine 95% Reiter, die
gezwungen sind, ihr Pferd in einem minder guten Reitstall zu stellen,
kann ich so halt echt nicht hachvollziehen. In Ballungsgebieten
vielleicht. Friede?

>> Zumindest hier in NRW kannst Du
>> Dir aus vielen Offenstaellen im Moment einen aussuchen.
>
>Soso, ich erspar mir mal eine dir ebenbürtige dumme Bemerkung, aber es gibt
>auch noch Leute welche ausserhalb NRW leben, zb. in Ballungsgebieten um
>Großstädte herum.

Siehe oben. Aber vielleicht muss man sich ja auch nicht unbedingt ein
Pferd kaufen, wenn man so unguenstig wohnt, dass man da stundenlang
hinfahren muss... nur mal so als Denkanstoss. Denn wenn man sich da
schon die Staelle nicht aussuchen kann, dann doch zumindest
Beteiligungspferde ;-)

>Wie sollen die denn einen Offenstall finden ohne jeden Tag
>2 Stunden mit dem Auto rumzufahren? Wer kann denn einen solchen Zeitaufwand
>auf sich nehmen?

Vor dem Pferdekauf 2 Stunden am Tag Stall suchen, nach dem Kauf 2-3
Stunden am Tag das Pferd reiten, sich kuemmern... ist nicht so der
Unterschied, finde ich.

>> Es gibt jede
>> Menge Staelle, in denen Pferde tiergerecht gehalten werden.
>> Ein bisschen guter Willen gehoert natuerlich dazu...
>
>Na sicher doch, willst wohl allen anderen keinen guten Willen unterstellen!
>Traüm weiter..

Nee, danke, ich schlaf erst heute nacht wieder... Wer Pferde gut
halten will, der braucht guten Willen. Ist doch klar, oder? Denn von
allein geht das ja nun nicht. Und wer seinem Pferd einen guten Platz
verschaffen will, muss eben im Zweifelsfalle auch laenger suchen, bis
er was gutes gefunden hat. Ich habe nach einem Jahr Suche Leute
gefunden, die bis zum Rand voll sind mit gutem Willen. Damit und mit
viel Liebe zu den Pferden haben sie mitten im Naturschutzgebiet ein
richtiges Pferdeparadies geschaffen, wo einfach alles stimmt.
Kein Traum - wer sowas finden will, kann es auch finden, denn solche
Staelle gibt es. Nichts anderes wollte ich sagen, sorry wenn das nicht
so rueberkam.

So long,

Katje + Apollo (im Pferdeparadies)

Fuechschen00

unread,
May 23, 2001, 3:18:05 PM5/23/01
to
Natürlich meine ich koppt !
Hab ich wohl aus lauter Wut und in voller Rage falsch geschrieben.
Aber was bist Du denn gleich so gereitzt, wegen einem Schreibfehler ? :)
Naja.
Birgitt Giessler <wolfgang...@wupperonline.de> schrieb in im
Newsbeitrag: 9eepaa$6r1$2...@news.kdt.de...

Anke Spix

unread,
May 24, 2001, 4:01:14 PM5/24/01
to
...

Hallo, Heinz!

> und ich kenne viel zu viele die nur probleme haben mit ihren kranken tieren
> (s. anke, deren pferde ja schon fast alles hatten, was ein pferd haben
> kann).

Da muss ich deutlich widersprechen. Meine Pferde haben zwar einige
Probleme, und ich hatte auch Zeiten, in denen sie oft krank waren. Aber
ich habe durchaus nicht *alle* Probleme gehabt. Ich habe kaum Probleme
mit dem Verdauungstrakt gehabt. Ich habe nahezu keine Probleme mit
Stoffwechsel (Hufrehe oder Ekzeme). Ich habe keinerlei Probleme mit
dauerhaften Lahmheiten und anderen Knochengeschichten (ausser verrenkten
Wirbeln, und das ist sehtr haeufig). Ich habe keine koppenden oder
webenden Pferde. Ich hatte keine wirklich schweren Verletzungen.
Und ich hatte jede Menge grosse Freude mit ihnen gehabt, viele
glueckliche Stunden und viele Erlebnisse, die so schoen waren, dass ich
sie mein leben Lang nicht vergessen werde.
Und an jedem Problem bin ich ein Stueck gewachsen. Was will man mehr?
Glueck kann man nicht kaufen.

> btw zu anke: ich weiss, dass du sie trotzdem....oder gerade deswegen?...so
> gerne hast.
> >
Ich habe auch schon oefter erlebt, wie sehr Menschen in ihrer geistigen
Entwicklung voranschreiten, wenn sie ein schwieriges Pferd haben,
entweder ein krankes oder ein verhaltensgestoertes. Nicht immer enden
solche Geschichten gluecklich, aber ohne diesen Antrieb waeren alle jene
Leute vor sich hinduempelnde Freizeitreiter geworden, die kein
besonderes Glueck empfunden haetten, weil sie nie etwas Schwieriges
erarbeitet haetten und weil sie vieles als selbstverstaendlich erachten
wuerden. Es ist absolut kein leichtes Los, sich ein wie auch immer
problematisches Pferd anzuschaffen, und ich wuerde auch niemandem direkt
dazu raten. Aber ich wuerde auch niemandem abraten, der dazu
entschlossen ist, sondern ihn mit allen meinen Faehigkeiten darin
unterstuetzen, die Probleme zu loesen.

Im uebrigen bin ich ja z.T. beruflich mit Krankheiten befasst, die dann
andererleuts Pferde haben. Weswegen ich soviel davon verstehe - und auch
*muss*.

Gruss,

Anke,

die hier je nur von den Problemen erzaehlt, weil andere auch welche
haben - von den gluecklichen Stunden weniger.
Wie kann ich auch das schiere Vergnuegen schildern, an einem schoenen
Sommertag mit den Pferden und Freunden mit der Kutsche unterwegs zu
sein, wo die Natur in Ton und Bild jubelt und die Pferde aus schiere
Freude am Laufen zu tanzen scheinen?
Wie kann ich schildern, wie wunderbar es ist, wenn mein Pferd mir die
fliegenden Galoppwechsel anbietet, wie schoen dieses Ergebnis langer
Arbeit ist? Wie kann ich erzaehlen, wie gluecklich ich bin, wenn Faramir
jetzt bei jeder Arbeitsstunde sich wie ein ganz normales junges Pferd
benimmt?
Das kann nur der verstehen, der es selber erlebt hat.

Birgitt Giessler

unread,
May 28, 2001, 11:16:42 AM5/28/01
to

"Fuechschen00" <Fuechs...@compuserve.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3b0c0c34$0$20507$7d5a...@news.compuserve.de...

Hallo ????? Fuechschen???

Eigentlich doch Marina, oder ;-)

> Natürlich meine ich koppt !
> Hab ich wohl aus lauter Wut und in voller Rage falsch geschrieben.
> Aber was bist Du denn gleich so gereitzt, wegen einem Schreibfehler ? :)
> Naja.

Quatsch mit Soße! ;-)
Ein Tippfehler stört mich nicht im geringsten, im Gegenteil, momentan
verdiene ich sogar an anderleuts Tippfehlern ;-)


> > > Vielleicht solltet ihr euch mal Gedanken machen, warum ein Pferd
kommt.
> > > *tierischwütend*

Ueber den Inhalt des Satzes habe ich mich leicht echauffiert!

Lang und breit wurde in etlichen postings das Warum und Wieso des Koppens
mit allen Facetten betrachtet, und immer wieder wurde darauf hingwiesen,
dass neben der evtl. Moeglichkeit, dass sich ein Fohlen das Koppen bei der
Mutter abschaut, auch Stress oder Langeweile als Ursache genannt.
Dazu kamen viele Anregungen unter welchen Haltungsbedingungen das Koppen
zumindest reduziert werden koennte.

Wenn du das alles gelesen haettest, dann haettest du nicht tierisch wuetend
sein muessen, denn deine Kritik war ungerechtfertigt.

Frieden?

Viele Gruesse,
Birgitt


Martin Aupperle

unread,
May 29, 2001, 5:25:49 PM5/29/01
to
On 20 May 2001 08:47:45 GMT, rutt...@aol.com (Petra ) wrote:

>
>Mich wuerde das Koppen nicht so abschrecken - und wenn das Pferd gut ist dann
>ist es auch koppend gut - oft laesst sich das durch bessere Haltung ja auch
>erheblich lindern wenn nicht gar ganz abstellen !
>
Ich glaube, da gibt es keinen dokumentierten Fall, oder?
Die einzige Lösung ist wohl ein Koppriemen, und wer will das schon?

Ich stand mal vor der gleichen Situation wie die OP und habe mich dann
gegen den Kauf entschieden, und zwar wg. des erheblichen Risikos für
die Gesundheit (Zähne, Koliken). Bei einem 5 jährigen wohl noch nicht
so akut, aber die OP muss sich klar machen, dass das Koppen nicht
geheilt werden kann, das Pferd also sein Leben lang koppen wird. Die
Erfahrung zeigt auch, dass das Koppen mit den Jahren schlimmer wird,
und die Pferde entwicklen sich von Aufsetzkopper bis zum Freikopper.

Auf der anderen Seite ist Koppen *ann sich* nicht
gesundheitsgefährdend und auch nicht ansteckend.


Noch zwei Dinge:

1.) Wenn das Pferd "was am Huf" hat, würde ich doppelt gut aufpassen.
Drei Monate nicht geritten wäre mir als Erklärung zu wenig. Eine
(zumindest partielle) Ankaufsuntersuchung ist anzuraten.

2.) Der Kaufpreis eines Pferdes ist normalerweise gering gegenüber den
"Betriebskosten", um es mal salopp zu sagen (Box, Koppel, Ausrüstung,
Versicherung, Tierarzt, Hufschmied, Hänger(miete) etc. ). Es ist daher
idR nicht so schlimm, etwas mehr für die Anschaffung auszugeben.

MY 2 cents - Martin

------------------------------------------------
Martin Aupperle
MikeAlpha@NoSpam_csi.com
(remove NoSpam_)
------------------------------------------------

Anke Spix

unread,
May 31, 2001, 9:19:16 AM5/31/01
to
Martin Aupperle <MikeAlpha@NoSpam_csi.com> wrote:

Hallo!

> Ich glaube, da gibt es keinen dokumentierten Fall, oder?

Ich weiss keinen. Es ist ja eine Art "Suchtverhalten", was dann auch
spaeter immer wieder bei frust eingesetzt wird - und kein Lebewesen der
Welt kommt ganz ohne frustrierende Erlebnisse durchs Leben :-))
Aber noch was: Koppen loest bekanntlich Endorphinausschuettung aus.
Endorphine machen nicht nur gluecklich, sondern sind schmerzlindernd.
Manche Pferde fangen das Koppen an (oder hoeren es nicht auf, trotz
"guter" Haltung), weil sie (immer noch) Schmerzen haben - mal wieder der
Ruecken, oder die Hufe, oder oder... eine koppende Stute in meiner
Bekanntschaft koppt deutlich weniger, seit ihr Ruecken wenigstens etwas
besser in Ordnung ist - ihn "richtig" in Ordnung zu bringen ist
schwierig, weil die Dornfortsaetze der Lendenwirbel mehrere Zentimeter
hochstanden, und das schon seit *Jahren*... wenn man bedenkt, wie wenig
ein Wirbel verschoben zu sein braucht, um einen Hexenschuss beim
Menschen zu verursachen (sodass man es z.B. auf einem Roentgenbild nicht
mal sehen kann), moecht ich nicht wissen, wie viel Schmerzen diese Stute
hatte.

> Auf der anderen Seite ist Koppen *ann sich* nicht
> gesundheitsgefährdend und auch nicht ansteckend.
>

Richtig.


> Noch zwei Dinge:
>
> 1.) Wenn das Pferd "was am Huf" hat, würde ich doppelt gut aufpassen.
> Drei Monate nicht geritten wäre mir als Erklärung zu wenig. Eine
> (zumindest partielle) Ankaufsuntersuchung ist anzuraten.

Auf jeden Fall. *Wenn* hier ein niedriger Preis angebracht ist, dann
eher wegen dieser Schwierigkeiten (von denen man so nicht weiss, wie sie
sich in Zukunft entwickeln werden) als wegen des Koppens.

>
> 2.) Der Kaufpreis eines Pferdes ist normalerweise gering gegenüber den
> "Betriebskosten", um es mal salopp zu sagen (Box, Koppel, Ausrüstung,
> Versicherung, Tierarzt, Hufschmied, Hänger(miete) etc. ). Es ist daher
> idR nicht so schlimm, etwas mehr für die Anschaffung auszugeben.

Das wollt ich eigentlich auch schon lange loswerden: ich bin zwar nicht
mit Norbert einer Meinung, dass man 12000 bis 15000 DM braucht, um ein
Pferd grosszuziehen, aber allein meine Reitponies haben mich schon
4-6000 DM bis zum Alter von fuenf Jahren gekostet - nicht gerechnet die
Arbeitsstunden.
Ein Warmblut braucht zumindest mehr Futter, ist also eher noch etwas
teurer.
Fuer 2000 DM kann niemand ein Pferd anstaendig grossziehen. Es foerdert
also eigentlich wieder arbeits-und futterqualitaetsparende Aufzucht,
wenn man nicht bereit ist, mehr fuer ein Pferd auszugeben.
Es sei denn, es hat eine "Macke", die seinen Wert drueckt - Krankheit,
Alter, mangelnde Ausbildung, keine Papiere, Verhaltensstoerungen...
Aber das Geld, dass man weniger an Kaufpreis bezahlt hat, bezahlt man
dann eben anschliessend in Form von Behandlung, Erziehung, weniger
Jahren in der "Nutzung" oder z.B. Verzicht aufs Turnierreiten - manchmal
ist das noch erheblich mehr, als man an Kaufpreisdifferenz gehabt
haette.
Aber Pferdekauf ist ohnehin eine Lotterie, es kann einem genasuso gut
ein erstklassiges Pferd kurz nach dem Kauf verletzt oder krank werden,
und man hat dasselbe an Kosten am Bein.
Wenn man bei einem "zweitklassigen" Pferd sich dessen bewusst ist, was
man sich damit antut, spricht im Prinzip nicht allzuviel gegen den Kauf
- aber man sollte eben wissen, auf was man sich einlaesst, und dass es
eben auch ein grosser Flop mit bitterem Ende werden *kann*.

Ich habe zwar selber auch eins zu diesem Preis gekauft, das war aber
auch ein "2. Klasse"-Pferd - dreijaehrig, ohne Papiere, nicht vollkommen
gesund und mit sehr wenig investierten Arbeitsstunden ;-)), den
(Auf)Preis dafuer, ihn in ein "anstaendiges" Pferd zu verwandeln, musste
ich in Form intensiver Arbeit, viel Gruebeln, viel Behandlung und zwei
zusaetzlichen Jahren Zeit bezahlen.
Prinzipiell war ich auch dazu bereit, nur wars eben erheblich mehr
Arbeit, als ich gedacht hatte ;-/
>
Gruss,

Anke

+ Faramir, der sich allemaehlich vom 2. Klasse-Pferd zu einem
erstklassigen Pferd entwickelt :-)) <faramirundankestolzguck>

Reinhild Nürnberger

unread,
May 31, 2001, 10:47:16 AM5/31/01
to

Anke Spix <Anke...@t-online.de> schrieb in im Newsbeitrag:
1eu7zfc.15y...@pd9043372.dip.t-dialin.net...

hallo anke,

> Ich weiss keinen. Es ist ja eine Art "Suchtverhalten", was dann auch
> spaeter immer wieder bei frust eingesetzt wird - und kein Lebewesen der
> Welt kommt ganz ohne frustrierende Erlebnisse durchs Leben :-))

nicht nur bei frust, auch bei grossem genuss - z.b. kraftfutter fressen.

> Aber noch was: Koppen loest bekanntlich Endorphinausschuettung aus.
> Endorphine machen nicht nur gluecklich, sondern sind schmerzlindernd.
> Manche Pferde fangen das Koppen an (oder hoeren es nicht auf, trotz
> "guter" Haltung), weil sie (immer noch) Schmerzen haben

darüber sollte man nachdenken.

> Das wollt ich eigentlich auch schon lange loswerden: ich bin zwar nicht
> mit Norbert einer Meinung, dass man 12000 bis 15000 DM braucht, um ein
> Pferd grosszuziehen, aber allein meine Reitponies haben mich schon
> 4-6000 DM bis zum Alter von fuenf Jahren gekostet - nicht gerechnet die
> Arbeitsstunden.

mich hat die aufzucht meiner kaida schon so viel gekostet, wie norbert sagt,
aber ich habe dabei keine arbeitsleistung erbracht. ich habe keinen eigenen
stall und habe das pferd aufziehen "lassen". die differenz zwischen ca. ATS
6000 und ATS 12.000 ist deine arbeitsleistung, anke.

> Wenn man bei einem "zweitklassigen" Pferd sich dessen bewusst ist, was
> man sich damit antut, spricht im Prinzip nicht allzuviel gegen den Kauf
> - aber man sollte eben wissen, auf was man sich einlaesst, und dass es
> eben auch ein grosser Flop mit bitterem Ende werden *kann*.

und wenn man noch sehr jung ist, sollte man den eltern reinen wein
einschenken, wenn sie es schon bezahlen müssen.


>
> + Faramir, der sich allemaehlich vom 2. Klasse-Pferd zu einem
> erstklassigen Pferd entwickelt :-)) <faramirundankestolzguck>

bussi und mähnenkraulen an faramir von kaida, die auf dem weg ist, ein
erstklassiges pferd zu werden.

liebe gruesse,
reinhild

Knut Krüger

unread,
May 31, 2001, 12:14:50 PM5/31/01
to

Anke Spix schrieb:

>
> Das wollt ich eigentlich auch schon lange loswerden: ich bin zwar nicht
> mit Norbert einer Meinung, dass man 12000 bis 15000 DM braucht, um ein
> Pferd grosszuziehen, aber allein meine Reitponies haben mich schon
> 4-6000 DM bis zum Alter von fuenf Jahren gekostet - nicht gerechnet die
> Arbeitsstunden.
> Ein Warmblut braucht zumindest mehr Futter, ist also eher noch etwas
> teurer.

Nach Arbeitsunterlagen Wirtschaft und Recht von Frau Rosenberger BLT-München
sind die Variablen Kosten für ein Fohlen bis zum Alter von 8 Monaten etwa
7000 DM
Eingerechnet ist der Nachkauf der Zuchtstuten, die Haltung der Stuten
Decktaxe Tierarzt Futter und sämtliche anderen variablen Kosten.

Die variablen Kosten für weitere Aufzucht und das Anreiten bis zum Alter von
40 Monaten sind mit 11.000 DM anzusetzen.

Dazu kommen die Fixkosten für den Betrieb ....

Fazit: Bei einem durchschnittlichen Verkaufspreis für ein Fohlen von 5000
und einem dreijährigen von 10.000 zahlt der Züchter in Deutschland kräftig
drauf. Im Ausland sind die Variablen und Fixkosten deutlich niedriger.

p.s. Ich hatte Frau Rosenberger schon lange gebeten alle Beispiele ins
Internet zu stellen, aber sie hat keine Zeit.

Viele Grüße
Knut Krüger
--
Reitpark Einthal

Die freundliche Reitschule
bei Regensburg

Homepage: http://www.einthal.de


Katje Binder

unread,
May 31, 2001, 12:50:08 PM5/31/01
to
Am Thu, 31 May 2001 15:19:16 +0200, schrieb Anke...@t-online.de
(Anke Spix) in der Nachricht
<1eu7zfc.15y...@pd9043372.dip.t-dialin.net> :

>Aber noch was: Koppen loest bekanntlich Endorphinausschuettung aus.
>Endorphine machen nicht nur gluecklich, sondern sind schmerzlindernd.

Hallo Ihr,

zu diesem Thema habe ich gestern einen wissenschaftlichen Artikel
gefunden. Leider habe ich nur den Abstract (Zusammenfassung), aber da
steht folgendes drin:
Koppen wurde bei 8 von 9 Pferden deutlich reduziert, wenn der
NMDA-Rezeptor-Antagonist (= Blocker) Dextromethorphan injiziert wurde.
Die Haelfte der Kopper koppten eine ganze Weile lang gar nicht mehr.
Dies wurde so begruendet, dass durch das Koppen Endorphine
freigesetzt wurden, die ihrerseits Dopamin (striatal dopamine)
freisetzen. Dies wirkt als positiver Verstaerker.

Quelle: Pharmacology, Biochemistry and Behavior. 2001 Jan; 68(1):49-51
Autor: Rendon-R; Shuster-L; Dodman-NH
Titel: The effect of NMDA receptor blocker, dextromethorpan, on
cribbing horses.

So long,

Katje

tendre

unread,
May 31, 2001, 12:44:59 PM5/31/01
to

"Knut Krüger" <Knut.K...@einthal.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3B166DFA...@einthal.de...

> Nach Arbeitsunterlagen Wirtschaft und Recht von Frau Rosenberger
BLT-München
> sind die Variablen Kosten für ein Fohlen bis zum Alter von 8 Monaten etwa
> 7000 DM
> Eingerechnet ist der Nachkauf der Zuchtstuten, die Haltung der Stuten
> Decktaxe Tierarzt Futter und sämtliche anderen variablen Kosten.
>
> Die variablen Kosten für weitere Aufzucht und das Anreiten bis zum Alter
von
> 40 Monaten sind mit 11.000 DM anzusetzen.
>
> Dazu kommen die Fixkosten für den Betrieb ....
>
> Fazit: Bei einem durchschnittlichen Verkaufspreis für ein Fohlen von 5000
> und einem dreijährigen von 10.000 zahlt der Züchter in Deutschland kräftig
> drauf. Im Ausland sind die Variablen und Fixkosten deutlich niedriger.
>
> p.s. Ich hatte Frau Rosenberger schon lange gebeten alle Beispiele ins
> Internet zu stellen, aber sie hat keine Zeit.
>
> Viele Grüße
> Knut Krüger

ohne eine sekunde nachzurechnen:

du (sie) hat recht!

gruss

tendre


René 'vollmi' Vollmeier

unread,
May 31, 2001, 1:01:15 PM5/31/01
to
Hi Heinz

"tendre" <ten...@smile.ch> schrieb im Newsbeitrag
news:9f5seh$rmi$1...@news1.sunrise.ch...


> > Fazit: Bei einem durchschnittlichen Verkaufspreis für ein Fohlen von
5000
> > und einem dreijährigen von 10.000 zahlt der Züchter in Deutschland
kräftig
> > drauf. Im Ausland sind die Variablen und Fixkosten deutlich niedriger.
>

> ohne eine sekunde nachzurechnen:
> du (sie) hat recht!

Hattest du eigendlich auch einblick in die professionelle Schweizer Zucht?
Wie sieht es hier mit den Kosten aus?
Ich kann mir nicht vorstellen das es hier billiger als in Deutschland ist.

mfG René

Knut Krüger

unread,
May 31, 2001, 3:48:46 PM5/31/01
to


Mit Ausland meinte ich natürlich das östliche Ausland von Deutschland mit
Niedriglöhnen.

tendre

unread,
May 31, 2001, 3:57:21 PM5/31/01
to

"Knut Krüger" <Knut.K...@einthal.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3B16A01E...@einthal.de...


99 % haben dich gut verstanden:-)

gruss

tendre, aus dem "gallierdorf" schweiz


René 'vollmi' Vollmeier

unread,
May 31, 2001, 4:11:20 PM5/31/01
to
Hi Knut

"Knut Krüger" <Knut.K...@einthal.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3B16A01E...@einthal.de...

> Mit Ausland meinte ich natürlich das östliche Ausland von Deutschland mit
> Niedriglöhnen.

Das hab ich mir schon gedacht.
Würde mich aber trotzdem interessieren wie das so in der Schweiz aussieht.
Preislich meine ich.

mfG René (der sich nicht vorstellen so nachtragen sein zu können wie manche
Menschen)

--
Übrigens: Nachtragende Leute haben viel zu schleppen.

Martin Aupperle

unread,
May 31, 2001, 7:22:18 PM5/31/01
to
On Wed, 23 May 2001 21:18:05 +0200, "Fuechschen00"
<Fuechs...@compuserve.de> wrote:

>Natürlich meine ich koppt !
>Hab ich wohl aus lauter Wut und in voller Rage falsch geschrieben.
>Aber was bist Du denn gleich so gereitzt, wegen einem Schreibfehler ? :)
>Naja.

m und p liegen ja nun nicht direkt beieinander. Wie kann man das
falsch schreiben, wenn man den Begriff "Koppen" schon mal gehört hat?

My 2 cents...

Martin Aupperle

unread,
May 31, 2001, 7:22:18 PM5/31/01
to
On Thu, 31 May 2001 15:19:16 +0200, Anke...@t-online.de (Anke Spix)
wrote:

> Martin Aupperle <MikeAlpha@NoSpam_csi.com> wrote:
>
>Hallo!
>
>> Ich glaube, da gibt es keinen dokumentierten Fall, oder?
>
>Ich weiss keinen. Es ist ja eine Art "Suchtverhalten", was dann auch
>spaeter immer wieder bei frust eingesetzt wird - und kein Lebewesen der
>Welt kommt ganz ohne frustrierende Erlebnisse durchs Leben :-))
>Aber noch was: Koppen loest bekanntlich Endorphinausschuettung aus.
>Endorphine machen nicht nur gluecklich, sondern sind schmerzlindernd.
>Manche Pferde fangen das Koppen an (oder hoeren es nicht auf, trotz
>"guter" Haltung), weil sie (immer noch) Schmerzen haben - mal wieder der
>Ruecken, oder die Hufe, oder oder... eine koppende Stute in meiner
>Bekanntschaft koppt deutlich weniger, seit ihr Ruecken wenigstens etwas
>besser in Ordnung ist - ihn "richtig" in Ordnung zu bringen ist
>schwierig, weil die Dornfortsaetze der Lendenwirbel mehrere Zentimeter
>hochstanden, und das schon seit *Jahren*... wenn man bedenkt, wie wenig
>ein Wirbel verschoben zu sein braucht, um einen Hexenschuss beim
>Menschen zu verursachen (sodass man es z.B. auf einem Roentgenbild nicht
>mal sehen kann), moecht ich nicht wissen, wie viel Schmerzen diese Stute
>hatte.
>

Ich wusste bis jetzt noch nicht, dass durch Koppen eine
Schmerzlinderung eintreten kann. Aber man lernt ja! Und abwegig ist
das IMHO sicher nicht.
Bezogen auf die OP erscheint mir jedoch der Aspekt des Suchtverhaltens
einen großen Stellenwert zu haben. Koppen ist wie Droge, und warum
sollte ein Pferd das ohne Not unterlassen? Die Berichte, dass Koppen
durch veränderte Haltungsbedingungen, mehr Arbeit, bessere Behandlung
(Streicheleineheiten) besser geworden sei, sind aber auch interessant.
Weiß noch nicht genau, wie ich das einordnen soll (übrigends auch wie
die Homöopathie, Anke).

[ valuable text snipped]

>Aber Pferdekauf ist ohnehin eine Lotterie, es kann einem genasuso gut
>ein erstklassiges Pferd kurz nach dem Kauf verletzt oder krank werden,
>und man hat dasselbe an Kosten am Bein.

Deswegen kann es ja gerade interessant sein, ein Pferd nicht zu
kaufen, sondern von Anfang an großzuziehen. Man muss natürlich die
Gesamtkosten im Auge behalten.

>Wenn man bei einem "zweitklassigen" Pferd sich dessen bewusst ist, was
>man sich damit antut, spricht im Prinzip nicht allzuviel gegen den Kauf
>- aber man sollte eben wissen, auf was man sich einlaesst, und dass es
>eben auch ein grosser Flop mit bitterem Ende werden *kann*.
>
>Ich habe zwar selber auch eins zu diesem Preis gekauft, das war aber
>auch ein "2. Klasse"-Pferd - dreijaehrig, ohne Papiere, nicht vollkommen
>gesund und mit sehr wenig investierten Arbeitsstunden ;-)), den
>(Auf)Preis dafuer, ihn in ein "anstaendiges" Pferd zu verwandeln, musste
>ich in Form intensiver Arbeit, viel Gruebeln, viel Behandlung und zwei
>zusaetzlichen Jahren Zeit bezahlen.

Diese Zeit und diese Arbeit waren sicherlich nicht umsonst.
Wahrscheinlich hast Du viel dabei gelernt.

My 2 cents

Martin Aupperle

unread,
May 31, 2001, 7:22:19 PM5/31/01
to
On Tue, 22 May 2001 23:55:38 +0200, Edith Loschmidt
<e.los...@kabsi.at> wrote:

>Hallo,
>
>Katje Binder schrieb:
>> Dass Koppen
>> gesundheitsschaedlich ist oder die Leistung beeintraechtigt, trifft
>> nur auf hochgradige Kopper zu, die sich nicht mehr entspannen koennen,
>> weil sie staendig Luft schlucken.
>
>Bin mit allem, was du vorher geschrieben hast, einverstanden. Nach
>neuesten Untersuchungen ist es jedoch nicht richtig, dass Kopper Luft
>schlucken, zumindest entweicht das meiste sofort wieder aus dem Maul.
>

Mag sein. Der Rest ist's der die Wirkung macht.

Ist wie mit dem Rauchen: das meiste kommt wieder raus, die Probleme
kommen nacher aber von dem, was drinbleibt.

Ausserdem: Wie ist sonst die erhöhte Kolikgefahr bei Koppern zu
erklären?

>> Natuerlich kann es sein, dass er es sich nicht ganz abgewoehnt. Wenn
>> sich das alles im Rahmen haelt, ist aber AFAIK nichts dagegen
>> einzuwenden.
>
>Abgewoehnen ist selten, man kann einem Kopper aber wenig Gelegenheit und
>Anlass dazu geben, wenn man ihn auf der Weide haelt.

Da fällts nicht so auf, weil idR weniger Leute in der Nähe sind als im
Stall, wo's jeder hört.

>
>Ergaenzen moechte ich noch, dass ich gehoert habe, dass Koppen in USA
>keinesfalls negativ gesehen wird, sondern im Gegenteil gelten Kopper als
>besonders intelligent und sensibel.
>

Hmmm... es ist eine Relation festgestellt worden, dass besonders
sensible und leistungsfähige Pferde eher koppen als Dumpfbacken. Der
Umkehrschluss, nämlich dass Kopper sensibel und intelligent sind, ist
deswegen zumindest im Durchschnitt richtig.

>Bei uns ist es nunmal ein Hauptmangel und der Preis sollte wie schon
>einmal erwaehnt um ein Drittel herabgesetzt sein.
>

Hinzu kommt das von der OP geschilderte Hufproblem, was einen weiteren
Abschlag gerechtfertigt. Die Frage ist immer: gerechnet von welchem
Ausgangspreis? Ich habe hier kein Problem, ein gesundes, nicht
koppendes Standardpferd für DM 5000 zu finden. Möchte ich jedoch ein
Junges, unverbrauchtes, im Kopf klares und vernünftiges (immer noch
ohne besondere Papiere) kann das leicht das Doppelte kosten. Aber wie
gesagt: Dieser Betrag geht in den Kosten, die ein Pferd in der Haltung
erfordert, ziemlich unter.

My 2 cents...

Norbert Gleissner

unread,
Jun 1, 2001, 3:31:08 AM6/1/01
to
Hi anke

>Das wollt ich eigentlich auch schon lange loswerden: ich bin zwar nicht mit
Norbert einer Meinung, dass man 12000 bis 15000 DM braucht, um ein Pferd
grosszuziehen, aber allein meine Reitponies haben mich schon
>4-6000 DM bis zum Alter von fuenf Jahren gekostet - nicht gerechnet die
Arbeitsstunden.

Das ist in etwa der Betrag, den mich die Profilaxe beim TA kostet. Impfen,
Wurmkur und Hufschmied in 5 Jahren wohlgemerkt.
Sicher könnte ich das "einsparen" , den Preis hätten dann unter umständen meine
Schutzbefohlenen , die Pferde zu tragen.

gruß
Norbert

Manche Menschen wuerden eher sterben als nachzudenken.
Und sie tun es auch. (Bertrand Russel, Philosoph)
http://www.Falkenhof-Quarterhorses.de

Norbert Gleissner

unread,
Jun 1, 2001, 3:33:13 AM6/1/01
to
Hallo knut

diese Zahlen bekommst Du von jeden Landwirtschaftsministerium. Wenn es
interessiert, kann ich es gerne kopieren und ins Netz stellen.

Gruß
Norbert

Knut Krüger

unread,
Jun 1, 2001, 6:51:00 AM6/1/01
to

Norbert Gleissner schrieb:

Hallo Norbert,
ich habe sie komplett mit Rechenbeispielen. LORin Frau Rosenberger war
lange zeit an der Landesanstalt für Agrarstruktur und Betriebswirtschaft
und hat folgende Seiten im Internet:

http://www.stmelf.bayern.de/landwirtschaft/tier/tier_pferd.html

Sie hat also "Urheberrecht" auf ihre Arbeitsblätter, aber nachdem sie in
Bayern ---der--- Ansprechpartner ist haben ihre Daten eben auch Gewicht
und sie aktualisiert sie jährlich und sie ist eine unabhängige
Institution.

Das beste wäre also sie immer wieder zu bitten sich Zeit zu nehmen

Beat Leuppi

unread,
Jun 1, 2001, 7:22:08 AM6/1/01
to
Hi Knut

le Fri, 01 Jun 2001 12:51:00 +0200, Knut Krüger
<Knut.K...@einthal.de> a écrit:


>
>http://www.stmelf.bayern.de/landwirtschaft/tier/tier_pferd.html
>
>Sie hat also "Urheberrecht" auf ihre Arbeitsblätter, aber nachdem sie in
>Bayern ---der--- Ansprechpartner ist haben ihre Daten eben auch Gewicht
>und sie aktualisiert sie jährlich und sie ist eine unabhängige
>Institution.
>
>Das beste wäre also sie immer wieder zu bitten sich Zeit zu nehmen

vielen Dank für diesen interessanten und nützlichen Link!

liebe Grüsse
Beat

Norbert Gleissner

unread,
Jun 1, 2001, 7:54:47 AM6/1/01
to
Hi Knut

mich brauchst du nichtg überzeugen, ich kenne(leider) die Kosten. :-)
Ich bezweifele allerdings,, dass die Veröfftlichung dieser Zahlen die
Diskussion über pferdepreise wirklich beeinflußt. siehe Posting anke. :-(

Gruß
Norbert

Reinhild Nürnberger

unread,
Jun 1, 2001, 9:17:40 AM6/1/01
to

Katje Binder <bin...@uni-muenster.de> schrieb in im Newsbeitrag:
9f5sau$109o$1...@redenix.uni-muenster.de...

hallo katje,

> zu diesem Thema habe ich gestern einen wissenschaftlichen Artikel
> gefunden. Leider habe ich nur den Abstract (Zusammenfassung), aber da
> steht folgendes drin:
> Koppen wurde bei 8 von 9 Pferden deutlich reduziert, wenn der
> NMDA-Rezeptor-Antagonist (= Blocker) Dextromethorphan injiziert wurde.
> Die Haelfte der Kopper koppten eine ganze Weile lang gar nicht mehr.
> Dies wurde so begruendet, dass durch das Koppen Endorphine
> freigesetzt wurden, die ihrerseits Dopamin (striatal dopamine)
> freisetzen. Dies wirkt als positiver Verstaerker.

das ist sehr interessant. für meinen cäsar ist es leider zu spät.

traurige gruesse,
reinhild


Reinhild Nürnberger

unread,
Jun 1, 2001, 9:54:37 AM6/1/01
to

Norbert Gleissner <fhqu...@aol.com> schrieb in im Newsbeitrag:
20010601033108...@ng-bj1.aol.com...

hallo norbert,

>DM 4-6000


> Das ist in etwa der Betrag, den mich die Profilaxe beim TA kostet. Impfen,
> Wurmkur und Hufschmied in 5 Jahren wohlgemerkt.

habe nachgerechnet, auf DM 4000 komme ich auch für diese leistungen, 6000
ist eher hoch gegriffen.

liebe gruesse,
reinhild

mh

unread,
Jun 1, 2001, 10:48:47 AM6/1/01
to
> Aber Pferdekauf ist ohnehin eine Lotterie, es kann einem genasuso gut
> ein erstklassiges Pferd kurz nach dem Kauf verletzt oder krank werden,
> und man hat dasselbe an Kosten am Bein.
> Wenn man bei einem "zweitklassigen" Pferd sich dessen bewusst ist, was
> man sich damit antut, spricht im Prinzip nicht allzuviel gegen den Kauf
> - aber man sollte eben wissen, auf was man sich einlaesst, und dass es
> eben auch ein grosser Flop mit bitterem Ende werden *kann*.

Ein teueres Pferd kann genauso oft krank werden, wie ein preiswertes.
Das vergleichsweise billige Pferd meiner Freundin für 3,5 TDM ist bis
heute, 9 Jahre alt, bis auf eine Verletzung, nie krank gewesen. Meine 10
jährige mehr als doppelt so teure AV Stute vom Züchter mit Papieren hat
fast ständig irgendwas, häufig Verletzungen und meistens teure
Angelegenheiten. Klar, das meine Freundin sagt, warum soll ich mir ein
teures Pferd kaufen, wenn das billige letztlich gesünder und
einsatzfähiger ist? Ich kenne weitere Pferde, einige, die bereits in
jungen Jahren schon unreitbar krank waren und andere, die robust und
gesund sind. Die Kranken sind häufig gerade die Rassepferde vom
bekannten Züchter.

Ich denke, das die beste Aufzucht nur ein Aspekt ist, der andere ist die
jeweilige Grundkonstitution des einzelnen Tieres sowie sehr viel
Glückssache.

Und warum eigentlich sind gerade die umhegten, möglichst artgerecht
gehaltenen und sorgfältig gepflegten Pferde am häufigsten die Kranken?

Gruss
Maria

Pierre

unread,
Jun 1, 2001, 11:29:58 AM6/1/01
to
mh wrote:

> Und warum eigentlich sind gerade die umhegten, möglichst artgerecht
> gehaltenen und sorgfältig gepflegten Pferde am häufigsten die Kranken?
>
> Gruss
> Maria

Unterschreib! Ein Freund von mir kauft sich immer 'Problempferde' für gutes
Geld (oder er bekommt sie geschenkt weil unreitbar), welche er dann im
Military-Sport erfolgreich in Belgien vorstellt und sie dann, wenn sie so 12
bis 13 sind, an Jugendliche verkauft (welche er kennt und weiss dass die
Pferde gut aufgehoben sind) um die Pferde halt nicht bis zum geht nicht mehr
zu reiten und um ihnen eine gute 'Rente' zu sichern.

Er gibt selten mehr als 8000 Dm für ein Pferd aus.

Natürlch hätte er auch gerne ein 50.000 Dm Pferd, weil's bei ihm halt oft in
der Military an der Dressur happert; aber er meint das Risiko sei zu gross
sein Erspartes in ein Pferd zu stecken, wo es am morgen drauf schon tot sein
kann ...

Pierre

Pierre

unread,
Jun 1, 2001, 11:30:38 AM6/1/01
to
mh wrote:

> Und warum eigentlich sind gerade die umhegten, möglichst artgerecht
> gehaltenen und sorgfältig gepflegten Pferde am häufigsten die Kranken?
>
> Gruss
> Maria

Unterschreib! Ein Freund von mir kauft sich immer 'Problempferde' für gutes

Pierre

unread,
Jun 1, 2001, 11:30:54 AM6/1/01
to
mh wrote:

> Und warum eigentlich sind gerade die umhegten, möglichst artgerecht
> gehaltenen und sorgfältig gepflegten Pferde am häufigsten die Kranken?
>
> Gruss
> Maria

Unterschreib! Ein Freund von mir kauft sich immer 'Problempferde' für gutes

Anke Spix

unread,
Jun 1, 2001, 3:47:28 PM6/1/01
to
Norbert Gleissner <fhqu...@aol.com> wrote:

> Hi anke
>
> >Das wollt ich eigentlich auch schon lange loswerden: ich bin zwar nicht
> mit Norbert einer Meinung, dass man 12000 bis 15000 DM braucht, um ein
> Pferd grosszuziehen, aber allein meine Reitponies haben mich schon >4-6000
> DM bis zum Alter von fuenf Jahren gekostet - nicht gerechnet die
> Arbeitsstunden.
>
> Das ist in etwa der Betrag, den mich die Profilaxe beim TA kostet. Impfen,
> Wurmkur und Hufschmied in 5 Jahren wohlgemerkt. Sicher könnte ich das
> "einsparen" , den Preis hätten dann unter umständen meine Schutzbefohlenen
> , die Pferde zu tragen.

Tja, was fuer ein Glueck, wenn man THP ist - fallen gleich schonmal die
Impfungen weg. <fg> Und unbeschlagene Pferde kosten mich ca. 100 bis 150
DM Hufschmied im Jahr. Ihr muesst ja auch die Hufe nicht vom TA machen
lassen - das ist ja auch teuer ;-))
Im uebrigen habe ich die Zahlen bloss ueberschlagen. Aber ob es jetzt
6000 sind oder 15000, fuer ein solches Pferd "hoechtens 2000" zahlen zu
wollen, ist schon happig. IMHO sollte man als Zuechter nicht dermassen
viel dabei drauflegen muessen. *Darin* sind wir uns wohl einig, denke
ich.

Gruss,

Anke

Norbert Gleissner

unread,
Jun 2, 2001, 1:44:25 PM6/2/01
to
Hi Reinhild

Du hast recht, ist zu viel. abner selbst bei 4000,-- kommst Du nie auf einen VK
von 5000,-- für ein 3 jähriges Pferd. Und schon gar nicht für ein gerittenes.

Gruß
Norbert

Norbert Gleissner

unread,
Jun 2, 2001, 1:48:18 PM6/2/01
to
Hi Maria

>Und warum eigentlich sind gerade die umhegten, möglichst artgerecht
>gehaltenen und sorgfältig gepflegten Pferde am häufigsten die Kranken?

Was zu beweisen wäre. Ist natürlich einfach aus der luft gegriffen.

Gruß
Norbert (der das an Hand einer Kostenübersicht mit Kollegen in herkömmlichen
Stall beweisen kann.)

Reinhild Nürnberger

unread,
Jun 2, 2001, 4:34:52 PM6/2/01
to

Norbert Gleissner <fhqu...@aol.com> schrieb in im Newsbeitrag:
20010602134425...@ng-mg1.aol.com...

hallo norbert,

> Du hast recht, ist zu viel. abner selbst bei 4000,-- kommst Du nie auf
einen VK
> von 5000,-- für ein 3 jähriges Pferd. Und schon gar nicht für ein
gerittenes.

das ist mir klar, die genannten kosten sind nur ein kleiner teil bei der
aufzucht. ich komme auf mindestens ATS 90 000,-- für das drei- bis
vierjährige pferd, das noch nicht angeritten ist.

Ich habe kaida grossgezogen (grossziehen lassen) und darf hier gar nicht
nachrechnen. mir war das von vornherein klar, aber ich wollte mir einfach
einen langjährigen wunsch erfüllen - ökonomisch war es sicher nicht; das
getuschel meiner reiterkollegInnen war mir allerdings ziemlich wurscht. es
ist so schön, sich etwas zu gönnen das man schon so lange wollte...

liebe gruesse und bussi an alle fohlen, besonders an die fuchsigen,
reinhild


mh

unread,
Jun 5, 2001, 4:58:02 AM6/5/01
to
Hi Norbert,

> >Und warum eigentlich sind gerade die umhegten, möglichst artgerecht
> >gehaltenen und sorgfältig gepflegten Pferde am häufigsten die Kranken?
>
> Was zu beweisen wäre. Ist natürlich einfach aus der luft gegriffen.

Na ja, ich kann mich natürlich nur auf das beziehen was ich kenne. Ein
Studie habe ich darüber nicht ;-). Aber die häufig kranken Pferde, die
mir bekannt sind, sind gerade die, um die sich die Besitzer halt
ausgiebig und pfleglich kümmern. Die Pferde, die von ihren Besitzern
abgestellt wurden, und nur gelegentlich mal besucht oder am Wochenende
mal ein paar Stunden geritten werden, sind seltsamerweise auch nicht
krank bzw. haben keine Verletzungen. Und das fällt nicht nur mir auf,
sondern auch anderen.

Gruss
Maria

tendre

unread,
Jun 5, 2001, 6:11:35 AM6/5/01
to

"mh" <maria....@dlr.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3B1C9F1A...@dlr.de...


hi maria

am kranksten sind bei den menschen auch die medizin studierenden..wer lange
sucht wird fündig:-)

ich kenne auch "pferdepfleger", die vor lauter pflegen und putzen gar nicht
zum reiten kommen (vermutlich haben sie angst zu reiten oder keine
bachblüten zur hand...scnr).

oft verschliessen sie in ihrer angst auch noch türen und
fenster...........pferdchen könnte ja frieren:-)

liebe grüsse tendre, der überzeugt ist, dass pferde von natur aus gesund
sind. man muss ise nur gesund bleiben lassen.


Lucas Pulver

unread,
Jun 5, 2001, 6:50:33 AM6/5/01
to
Hallo zusammen,

ich finde, dass ihr ein bisschen vom ursprünglichen Thema abkommt. Bei Stihl
haben wir manche Kopper operiert.
Ich denke, dass man einen Tick sicher medizinisch erklären kann und dabei
versuchen kann, dies zu verstehen. Wenn man eine Parallele zu den Menschen
zieht, kann man ja 'Ticks' auch nicht erklären, geschweige denn abgewöhnen.

Ich weiss nur, dass sich Pferde das Koppen auch abgucken können. In Schweden
gibt es Methoden, bei denen Sie den Pferden Metallstäbe in die Nase
implementieren um Sie so am Koppen zu hindern.

Wir haben meistens Muskeln resektiert. Diese Methode ist sehr wirksam. (ob
es die gute ist, kann man sich streiten)

Sicher wird man in Zukunft einfachere Wege finden, um diese Probleme
chemisch zu lösen.

E Gruess

Lucas

mh

unread,
Jun 5, 2001, 6:50:05 AM6/5/01
to
Hi Tendre,

>
> am kranksten sind bei den menschen auch die medizin studierenden..wer lange
> sucht wird fündig:-)

In meinem Freundeskreis ist kein Medizin Studierender ;-).

> ich kenne auch "pferdepfleger", die vor lauter pflegen und putzen gar nicht
> zum reiten kommen (vermutlich haben sie angst zu reiten oder keine
> bachblüten zur hand...scnr).

Davon kenne ich keine. Wir gehören zu denen, die ihr Pferd von Mai bis
Oktober auf die Sommerweide stellen, im Winter bei jedem Wetter in den
Auslauf, die im Stall immer die Fenster und Türen offenhalten, die ihr
Pferd bei jedem Wetter rausholen und reiten und am liebsten gar nicht
gross putzen und davon überzeugt waren, dass ein robust aufgezogenes und
in der Herde gehaltenes Pferd gesund sein muss. Leider haben unsere
Pferde uns vom Gegenteil überzeugt. Es kann sein, muss aber nicht. Ein
Pferd, dass nur in der geschlossenen Box steht, 4mal die Woche 20
Minuten bewegt wird bzw. am Wochenende ab und an mal einige Stunden,
kann völlig gesund alt werden.

Liebe Grüsse
Maria, die sicher ist, das Gesundheit zum Grossteil Glückssache ist

Katje Binder

unread,
Jun 5, 2001, 1:41:46 PM6/5/01
to
Am Tue, 05 Jun 2001 10:58:02 +0200, schrieb mh <maria....@dlr.de>
in der Nachricht <3B1C9F1A...@dlr.de> :

Hi Maria,

das kann doch aber auch umgekehrt sein (also kein Kausalschluss):
Jemand, der sich stark um das Wohl von seinem Pferd kuemmert, kauft
sich vielleicht auch eines, das nicht top in Ordnung ist. So wie hier
auch immer wieder die Frage auftaucht, ob man sich nicht ein
vernachlaessigtes Pferd zulegen sollte...
Diese Pferde sind dann einfach anfaelliger und oefter krank, waehrend
solche, um die sich sowieso nicht so gekuemmert wird, entweder bei
einer chronischen Krankheit abgeschoben oder gar nicht erst behandelt
werden.

So long,

Katje + Apollo, der heute die Zaehne geraspelt bekommen hat und der
Ansicht ist, in dieser HInsicht muesste ich mich nicht so um ihn
kuemmern...

Katje Binder

unread,
Jun 5, 2001, 1:41:48 PM6/5/01
to
Am Tue, 05 Jun 2001 10:50:33 GMT, schrieb "Lucas Pulver"
<lucas....@ipi.ch> in der Nachricht
<ZP2T6.124$8i....@nreader1.kpnqwest.net> :

Hallo,

>Ich denke, dass man einen Tick sicher medizinisch erklären kann und dabei
>versuchen kann, dies zu verstehen. Wenn man eine Parallele zu den Menschen
>zieht, kann man ja 'Ticks' auch nicht erklären, geschweige denn abgewöhnen.

Du kommst von der medizinischen Seite; ein Psychologe spricht hier
nicht von Ticks (das sind naemlich unwillkuerliche Muskelzuckungen
AFAIK), sondern von Verhaltensstoerungen. Und die kann man sehr wohl
"abgewoehnen"; auch bei Tieren. Es sind viele Beispiele ueber Hunde
und Katzen bekannt, deren auch schwere Verhaltensstoerungen therapiert
bzw. unter Kontrolle gebracht werden konnten. Bei einem so
lernfaehigen Tier wie dem Pferd wird das nicht anders sein; leider
kenne ich noch keine Veroeffentlichungen dazu.

So long,

Katje

tendre

unread,
Jun 5, 2001, 1:37:44 PM6/5/01
to

"mh" <maria....@dlr.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3B1CB95D...@dlr.de...

> In meinem Freundeskreis ist kein Medizin Studierender ;-).

dann fehlt dir die erfahrung mit den armen kranken studenten.....lach.

>
> Davon kenne ich keine. Wir gehören zu denen, die ihr Pferd von Mai bis
> Oktober auf die Sommerweide stellen, im Winter bei jedem Wetter in den
> Auslauf, die im Stall immer die Fenster und Türen offenhalten, die ihr
> Pferd bei jedem Wetter rausholen und reiten und am liebsten gar nicht
> gross putzen

toll! eure pferde haben ein artgerechtes, schönes leben!

und davon überzeugt waren, dass ein robust aufgezogenes und
> in der Herde gehaltenes Pferd gesund sein muss. Leider haben unsere
> Pferde uns vom Gegenteil überzeugt.

das tut mir leid:-(
ursache herausgefunden?


Es kann sein, muss aber nicht. Ein
> Pferd, dass nur in der geschlossenen Box steht, 4mal die Woche 20
> Minuten bewegt wird bzw. am Wochenende ab und an mal einige Stunden,
> kann völlig gesund alt werden.

vielleicht physisch.........psychisch eh nicht............


>
> Liebe Grüsse
> Maria, die sicher ist, das Gesundheit zum Grossteil Glückssache ist


ich glaube zwar an die natur, wünsche dir aber demnach viel glück!

liebe grüsse

tendre


tendre

unread,
Jun 5, 2001, 1:41:14 PM6/5/01
to

"Lucas Pulver" <lucas....@ipi.ch> schrieb im Newsbeitrag
news:ZP2T6.124$8i....@nreader1.kpnqwest.net...

> Hallo zusammen,
>
> ich finde, dass ihr ein bisschen vom ursprünglichen Thema abkommt.

hi lucas

das ist hier in jedem thread so, daran wirst/musst dudich gewöhnen:-)
da kann unter "warnung an heinz" plötzlich von bandwürmern die rede
sein..........bg


Bei Stihl
> haben wir manche Kopper operiert.
> Ich denke, dass man einen Tick sicher medizinisch erklären kann und dabei
> versuchen kann, dies zu verstehen. Wenn man eine Parallele zu den Menschen
> zieht, kann man ja 'Ticks' auch nicht erklären, geschweige denn
abgewöhnen.
>
> Ich weiss nur, dass sich Pferde das Koppen auch abgucken können. In
Schweden
> gibt es Methoden, bei denen Sie den Pferden Metallstäbe in die Nase
> implementieren um Sie so am Koppen zu hindern.
>
> Wir haben meistens Muskeln resektiert. Diese Methode ist sehr wirksam. (ob
> es die gute ist, kann man sich streiten)


gibt es überhaupt irgendeine gute methode ausser es von anfang an zu
verhindern versuchen?


>
> Sicher wird man in Zukunft einfachere Wege finden, um diese Probleme
> chemisch zu lösen.

:-(((
wie wäre es mit artgerechter haltung?


>
> E Gruess
>
> Lucas


es grüessli zrugg

tendre


--
--
www.tendre.de
ten...@tendre.de
ten...@smile.ch
icq:23180318


Rainer Sonntag

unread,
Jun 5, 2001, 5:10:16 PM6/5/01
to

"tendre" <ten...@smile.ch> schrieb im Newsbeitrag
news:9fj5jv$co$1...@news1.sunrise.ch...

>
> "Lucas Pulver" <lucas....@ipi.ch> schrieb im Newsbeitrag
> news:ZP2T6.124$8i....@nreader1.kpnqwest.net...
> > Hallo zusammen,
> >
> > ich finde, dass ihr ein bisschen vom ursprünglichen Thema abkommt.
>
> hi lucas
>
> das ist hier in jedem thread so, daran wirst/musst dudich gewöhnen:-)
> da kann unter "warnung an heinz" plötzlich von bandwürmern die rede
> sein..........bg

Da hilft nur Popcorn, viel popcorn

Aber ob das so richtig ist?

Gruß Rainer

Lucas Pulver

unread,
Jun 6, 2001, 3:49:36 AM6/6/01
to

tendre schrieb in Nachricht <9fj5jv$co$1...@news1.sunrise.ch>...

>
>
>
>gibt es überhaupt irgendeine gute methode ausser es von anfang an zu
>verhindern versuchen?

Ja, das Koppen beginnt meistens dann, wenn es den Pferden langweilig ist,
und diese unterbeschäftigt sind.

In vielen Trabrennstallungen sind ja auch viele Hunde oder Ziegen, die für
die Pferde einen unterhaltenden Wert haben.

>
>
>>
>> Sicher wird man in Zukunft einfachere Wege finden, um diese Probleme
>> chemisch zu lösen.
>
>:-(((
>wie wäre es mit artgerechter haltung?


bin ich absolut deiner Meinung, nur was heisst artgerecht? ich finde, dass
sich einige Leute ganz neu ins Bewusstsein rufen sollten, was es heisst ein
Pferd zu halten, und was die Bedürftnisse dieser Tierart sind.
;-))

Gruss

Lucas

Lucas Pulver

unread,
Jun 6, 2001, 3:52:21 AM6/6/01
to
Hallo Katje

ich denke, dass beim Koppen wie auch bei vielen anderen Problemen die
Prävention der einzig richtige Weg ist.

Die Pferde sind so zu beschäftigen, dass sie gar nicht erst auf dumme
Gedanken kommen.
;-)

Gruss

Lucas

>Du kommst von der medizinischen Seite; ein Psychologe spricht hier
>nicht von Ticks (das sind naemlich unwillkuerliche Muskelzuckungen
>AFAIK), sondern von Verhaltensstoerungen. Und die kann man sehr wohl
>"abgewoehnen"; auch bei Tieren. Es sind viele Beispiele ueber Hunde
>und Katzen bekannt, deren auch schwere Verhaltensstoerungen therapiert
>bzw. unter Kontrolle gebracht werden konnten.

>So long,
>
>Katje


mh

unread,
Jun 6, 2001, 4:28:16 AM6/6/01
to
Hallo Katje,

> >> >Und warum eigentlich sind gerade die umhegten, möglichst artgerecht
> >> >gehaltenen und sorgfältig gepflegten Pferde am häufigsten die Kranken?

> das kann doch aber auch umgekehrt sein (also kein Kausalschluss):

Ja, natürlich. Die Pferde, von denen speziell ich rede, sind aber als
gesunde Fohlen bzw. rohe 3jährige bzw. angerittene 5jährige etc. gekauft
worden. Sie waren zum Zeitpunkt des Kaufes gesund, werden artgerecht
gehalten, regelmässig altersgemäss gymnastiziert, sie werden nicht
überfordert, es wird täglich nach ihnen geschaut, aber sie werden
absolut nicht verpäppelt oder mit Überfürsorge erdrückt.


> Jemand, der sich stark um das Wohl von seinem Pferd kuemmert, kauft
> sich vielleicht auch eines, das nicht top in Ordnung ist. So wie hier
> auch immer wieder die Frage auftaucht, ob man sich nicht ein
> vernachlaessigtes Pferd zulegen sollte...

Ja natürlich gibts das auch. In diesen Fällen wurden aber junge gesunde
Pferde gekauft. Um die gemeinten Pferde wird sich zwar täglich
gekümmert, aber nicht stark. Das heisst, sie werden nicht täglich
geputzt oder gehätschelt. Es wird auch nicht ständig nach Krankheiten
Ausschau gehalten. -Und trotzdem bekommen diese Pferde
Hufrollenentzündung, Arthrose, Borreliose, Hufrehe, Sepsis, Muskelrisse,
Bänderverletzungen, Rückenverletzungen, Schleimbeutelentzündungen,
Knieprellungen, Nageltritte, Erkältungen, Koliken, etc. Die Verletzungen
treten nie während der Arbeit auf, sondern auf der Weide oder im
Auslauf. Nun könnte man sagen, Verletzungen sind keine Krankheiten. Die
Zeit nach der Verletzung ist das Pferd aber "krank geschrieben", muss
stehen, erfordert intensive Pflege, Ta Besuche, macht Sorgen und kostet
viel Zeit, vom Geld mal ganz abgesehen.

Klar, dass die Besitzer sich dann fragen, warum hat gerade mein Pferd
ewig irgendwas, während das Pferd, das alle 4 Wochen einen 4 Stundenritt
absolvieren muss, kein Training hat, auf der Vorhand rumlatscht und
tagelang ohne Kontrollbesuch und Auslauf in der Box steht oder sich auf
der Weide bewegt, keine Verletzungen, keinen Husten, keine Arthrose und
keine Borreliose?

Natürlich kann man das nicht verallgemeinern. Ich kenne aber einige
Pferdebesitzer, die sich diese Fragen immer mal wieder stellen und ich
kanns verstehen.


Ciao
Maria + Jerziba, die der Meinung ist, dass ich mich noch viel zu wenig
um sie kümmere...

Edith Loschmidt

unread,
Jun 6, 2001, 6:21:12 PM6/6/01
to
Hallo Maria,


> Ja, natürlich. Die Pferde, von denen speziell ich rede, sind aber als
> gesunde Fohlen bzw. rohe 3jährige bzw. angerittene 5jährige etc. gekauft
> worden. Sie waren zum Zeitpunkt des Kaufes gesund, werden artgerecht
> gehalten, regelmässig altersgemäss gymnastiziert, sie werden nicht
> überfordert, es wird täglich nach ihnen geschaut, aber sie werden
> absolut nicht verpäppelt oder mit Überfürsorge erdrückt.

ich weiß, wovon du redest. Unser Stall ist halb leer, weil einige junge
Pferde entweder operiert werden mußten, oder auf eine Koppel gestellt
wurden, auf Grund von Schäden, die trotz schonendem Anreitens
aufgetreten sind. Auch ich bin der Meinung, dass Glück unbedingt zum
Pferdekauf dazugehört.

lG
Edith


Edith Loschmidt

unread,
Jun 6, 2001, 6:30:02 PM6/6/01
to
Hallo Martin,

> >Bin mit allem, was du vorher geschrieben hast, einverstanden. Nach
> >neuesten Untersuchungen ist es jedoch nicht richtig, dass Kopper Luft
> >schlucken, zumindest entweicht das meiste sofort wieder aus dem Maul.
>
> Mag sein. Der Rest ist's der die Wirkung macht.
>
> Ist wie mit dem Rauchen: das meiste kommt wieder raus, die Probleme
> kommen nacher aber von dem, was drinbleibt.

Ich wurde aber schon früher einmal dankenswerterweise in dieser NG
darauf hingewiesen, dass die Luft aus anatomischen Gründen gar nicht in
den Verdauungstrakt kommen kann.
>
> Ausserdem: Wie ist sonst die erhöhte Kolikgefahr bei Koppern zu
> erklären?

Erstens ist es nicht erwiesen, dass eine erhöhte Kolikgefahr besteht und
zweitens selbst wenn, könnte man es auch mit der erhöhten
Stressanfälligkeit von Koppern erklären. Denn Koliken treten oft auch
bei Stress auf (neben x anderen Gründen).

lG
Edith

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