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Sägemehl von Douglasien und Lärchen verträglich?

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Robert Kunz

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Nov 2, 2009, 1:49:58 PM11/2/09
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Guten Tag miteinander,

ich schalte mich mal hier herein, weil mein liebes Weib einen Rat
sucht.
Man hat ihr 'bergeweise' S�gemehl zum Einstreuen angeboten. Aber das
ist eben aus einer Abholzung von L�rchen und Douglasfichten.

Kann man da bedenkenkenlos seine beiden Pferde draufstellen?
Die Burschen kommen jetzt n�mlich aus der Sommerweide wieder heim in
unseren Offenstall.

Bedanke mich schon mal bei allen Nachdenkern und Nachguckern.
servus
robby

Marjan Kern

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Nov 2, 2009, 2:56:50 PM11/2/09
to
Hallo Robert,

> Man hat ihr 'bergeweise' S�gemehl zum Einstreuen angeboten. Aber das
> ist eben aus einer Abholzung von L�rchen und Douglasfichten.
> Kann man da bedenkenkenlos seine beiden Pferde draufstellen?

Handelt es sich denn tats�chlich um S�gemehl oder um S�gesp�ne? Das
S�gemehl ist endg�ltig zu staubig. Auch wenn es Sp�ne sind w�re ich
sonst eher vorsichtig. Die handels�bliche Einsteu ist entstaubt worden,
daf�r bezahlt man auch entsprechend.
Des weiteren gebe ich zu bedenken, dass die Mistentsorgung bei Sp�ne
problematischer sein kann als wenn man z.B. Stroh verwenden w�rde. Es
dauert viel l�nger bis das Holz verrottet ist und aus dem Mist einen
brauchbaren D�nger geworden ist. Darum verweigeren viele Abnehmer den
Mist, wenn mit Sp�ne eingestreut worden ist.

LG,
Marjan

Katharina Scholz

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Nov 2, 2009, 3:29:46 PM11/2/09
to
Robert Kunz schrieb:

Damit du in Zukunft auch selbst nachsehen kannst: ich kann dir nur die
Seite der Phamakologie der Vetuni Z�rich empfehlen!
http://www.vetpharm.uzh.ch/
L�rche f�llt zumindest unter "schwach giftig", wobei ich da eher Angst
vor einer Verstopfungskolik h�tte, wenn ein Pferd Sp�ne in
nennenswerten Mengen fri�t.
Sonst schlie� ich mich der Meinung von Marjan nur bedingt an. So
wirklich "staubfrei" sind auch die entstaubten Sp�ne nicht und wenn zu
wenig eingestreut wird, sind die auch noch weit rutschiger. Entsorgung
ist auch relativ, Bauern nehmen dir das Zeugs schlecht ab, aber die
neuartigen Bioverbrennungsanlagen sind da eher schon interessiert.

Kathi (die sogar einen Stall kennt, der deswegen von Stroh auf Sp�ne
umgestiegen ist - mit Mehrkosten f�r die Einsteller, die
dementsprechend "begeistert" waren)

Robert Kunz

unread,
Nov 3, 2009, 2:36:36 AM11/3/09
to
Am Mon, 02 Nov 2009 21:29:46 +0100 schrieb Katharina Scholz
<scholz.k...@chello.at>


>Damit du in Zukunft auch selbst nachsehen kannst: ich kann dir nur die
>Seite der Phamakologie der Vetuni Z�rich empfehlen!
>http://www.vetpharm.uzh.ch/

Ah, interessant!
Bin schon sehr froh, dass nicht hunder H�nde hochgegangen sind und
warnen.

Ein paar Netzressourcen hatte ich ja schon gefunden. Bei Douglasie
scheint es kein nennenswertes Problem mit den Terpenen zu geben.
Bei L�rche vielleicht(!) schon. Aber sogar der Verbiss von
L�rchenbauholz soll nur _speziell empfindliche_ R�sser betreffen.
Ist schon mit blossem Auge viel harziger als andere H�lzer.

Sp�ne! Es sind Sp�ne :-)
Da f�llt eher unangenehm auf, dass die Rinde von L�rche ganz unangenem
hart und zackig ist. Die h�ngt an allen Arten von Bekleidung sehr,
sehr gerne fest.

> Entsorgung
>ist auch relativ, Bauern nehmen dir das Zeugs schlecht ab, aber die
>neuartigen Bioverbrennungsanlagen sind da eher schon interessiert.

Zum Gl�ck haben wir mit dem Weitergeben der Biomasse kein Problem :-)
Dann werden wir mal hinlangen, geschenkt ist ja nicht zu teuer. Und
die eigentlich f�r diesen Winter vorgesehenen Hanf- Streu- Ballen
bleiben noch ein Bisschen unangetastet.

Vielen Dank

MAN

unread,
Nov 4, 2009, 10:35:28 AM11/4/09
to
On 2 Nov., 20:56, Marjan Kern <mvhe...@gmx.net> wrote:

> Handelt es sich denn tatsächlich um Sägemehl oder um Sägespäne? Das
> Sägemehl ist endgültig zu staubig. Auch wenn es Späne sind wäre ich
> sonst eher vorsichtig. Die handelsübliche Einsteu ist entstaubt worden,
> dafür bezahlt man auch entsprechend.

Ähm was macht der Staub für ein Problem? Allergene sind das nicht!
Also das was du als Staub beim Stroh oder Heu hast ist nicht
vergleichbar mit Holz. Wo ist also das Staubproblem?
Wichtiger ist, dass es sich um unbehandeltes Holz von nicht giftigen
Bäumen handelt. Holz einer Schreinerei sollte man nicht nehmen.


> Es
> dauert viel länger bis das Holz verrottet ist und aus dem Mist einen
> brauchbaren Dünger geworden ist.

Ähm das ist Mist was du da erzählst! Sägespäne verrotten viel
schneller als Stroh. Gut du redest von Holz, wenn du Bäume in den
Boden steckst dauert es länger, dann hättest du recht.
Die Schwierigkeit mit Sägespäne ist, dass sie bei Regen auf schwimmen
und den Boden abdichten. Wenn man Sägespäne auf Feld bringt muss man
sie innerhalb ein par Tagen unter pflügen. Da Bauern das nicht so
recht verstehen und sich die Mähr von den schlecht verrottenden
Sägespänen oder vom sauren Holz hält, stimmt es, dass Bauern ungern
Sägespäne nehmen.

Was man bei der Einstreu von Sägespänen wissen sollte, Stroh ist in
der Ernährung der Pferde ein wichtiger Rohfaserlieferant, beim Umstieg
muss daher auf einen Ausgleich an Rohfaser geachtet werden. Sonst hat
man auf einmal Pferde, die aufgrund von Magenproblemen, nicht mehr
arbeitsfreudig sind.

Gruß
Michael


Knut Krueger

unread,
Nov 5, 2009, 4:20:10 AM11/5/09
to
MAN schrieb:
>> Es
>> dauert viel l�nger bis das Holz verrottet ist und aus dem Mist einen
>> brauchbaren D�nger geworden ist.
>
> �hm das ist Mist was du da erz�hlst! S�gesp�ne verrotten viel
> schneller als Stroh.

Mist ist es in beiden F�llen ... , mit Stroh hat man nach ca 3 Monaten
Vorkompost, wenn Regenw�rmer vorhanden sind und man ihn nicht mehr als
einen Meter hoch stapelt. Das gleiche mit Sp�nen dauert ca ein Jahr.
Strohmist auf Felder verbracht ist im n�chsten Jahr nicht mehr zu sehen
Sp�nemist h�lt den Boden ca 2 Jahre lockerer (schwerer 80-90er L��boden)
Sprich die Sp�ne sind erst nach ca 2 Jahren komplett zersetzt.
Sp�ne versaueren den Boden mehr als Stroh, allerdings auch nicht mehr
als so mancher Kunstd�nger.
Beobachtet an ca 5 Jahren Stroh und 5 Jahren Sp�ne Einstreu bei mehr als
40 Pferden

> Wenn man S�gesp�ne auf Feld bringt muss man
> sie innerhalb ein par Tagen unter pfl�gen.
Wer seien Mist nicht gleich unterpfl�gt betreibt ohnehin
Abfallentsorgung und keinen D�ngung, da der Stickstoff sich sehr schnell
zersetzt wenn er nicht untergepfl�gt wird,


> Da Bauern das nicht so

> recht verstehen und sich die M�hr von den schlecht verrottenden
> S�gesp�nen oder vom sauren Holz h�lt, stimmt es, dass Bauern ungern
> S�gesp�ne nehmen.

Meine Erfahrungen kommen von einem Bauern der unseren Sp�nemist sehr
gern genommen hat weil er den schweren Boden auf 2 Jahre leichter
bearbeitbar gehalten hat als Stroh, eben weil er nicht so schnell
verrottet ist.
>

Viele Gr��e Knut

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