Ich habe ein super Wochenende mit drei längeren Sternritten hinter mir und
möchte gern eine Frage loswerden, die sich während der Ritte stellte:
Wir wollten eine längere Pause machen unterwegs und die Pferde so anbinden,
daß sie erstens zur ruhe kommen und zweitens möglichst auch noch etwas
grasen können. Eine Stelle zu finden war kein Problem, aber das Anbinden war
dann wirklich eines! Ich hatte ein Wanderhalfter dabei und band mein Pferd
damit in Kopfhöhe an einen Baum, damit er sich nicht auf den Strick treten
konnte. Damit war das Thema grasen schon mal erledigt. Aber Gólan drehte
sich andauernd und hielt mich auf Trab. außerdem finde ich solch ein
Wanderhalfter auch nicht ganz ungefährlich, da es keinen Panikhaken hat,
sondern der Strick einfach festgezurrt wird. Was passiert, wenn das Pferd
erschrickt und in Panik gerät??
Gibt es bessere Möglichkeiten, die Pferde anzubinden?
Gruß aus Berlin, Christine
Klar gibt es die, hobbeln.
Gruß
Norbert
>Gibt es bessere Möglichkeiten, die Pferde anzubinden?
Hobbeln ?
Gruss Axel
Gruß
Norbert
Hi Norbert,
<grins> mein "Hobbeln?" war eher eine Antwort auf die Ursprungsfrage.
Klar weiss ich doch was das ist und wie das geht, schliesslich habe
Karl May's historische Fachenzyklopädie zu diesem Thema in 9 Bänden
schon im Kindesalter studiert. :-))
Grus Axel
Norbert Gleissner wrote:
>
> Hi Axel
> Wird bei uns gerne gemacht bedarf aber eines Trainings beim Pferd. Die
> Vordebeine werden mit Manchetten gefesselt. Das Pferd kann sich mit kurzen
> Schritten bewegen aber nicht weglaufen.
;-)...im Regelfall.....es gibt aber einige geschickte Vertreter der
Pferdezunft, die es schaffen, selbst gehobbelt noch galoppaehnliche
Spruenge in recht fixem Tempo durchzufuehren......
auf jeden Fall ist Hobbeln nicht ungefaehrlich und ich wuerde es glaube
ich hier in der NG niemandem empfehlen zu versuchen, wenn er nicht vor
Ort jemanden hat, der damit sehr erfahren ist und Pferd und Reiter im
diesbezueglichen Training anleiten kann.
Zur Frage mit Anbindealternativen: was recht gut funktioniert ist,
wenn man ein langes Seil mitnimmt, in das man im Abstand von ca 1 Meter
jeweils eine Schlaufe reinknotet und dieses Seil dann zwischen zwei
Baeume spannt (etwa auf Brusthoehe der Pferde). An den einzelnen
Schlaufen kann man dann alle Pferde wie an einem Anbindebalken
nebeneinander anbinden. So kann man die Pferde sogar uebernachten
lassen, denn sie koennen sich so sogar hinlegen.
Viele Gruesse
Kirstin
> Wir wollten eine längere Pause machen unterwegs und die Pferde so anbinden,
> daß sie erstens zur ruhe kommen und zweitens möglichst auch noch etwas
> grasen können. Eine Stelle zu finden war kein Problem, aber das Anbinden war
> dann wirklich eines! Ich hatte ein Wanderhalfter dabei und band mein Pferd
> damit in Kopfhöhe an einen Baum, damit er sich nicht auf den Strick treten
> konnte. Damit war das Thema grasen schon mal erledigt. Aber Gólan drehte
> sich andauernd und hielt mich auf Trab.
ich halte Wanderhalfter auch fuer ungeeignet. Es ist besser die Pferde an einem
richtigen Halfter anzubinden, oder am Halsring. Das ist am besten weil der
Halsring etwas hochrutscht wenn das Pferd den Kopf runter nimmt um am kurzen
Strick zu fressen, und es da weniger leicht reintritt.
Hobbeln finde ich aus verschiedenen Gruenden nicht so schoen. Wem schon mal ein
gehobbeltes Pferd langsam weggehuepft ist wird verstehen was ich meine. Mein
alter Islaender hat das schnell durchschaut. Da kann ich sie auch gleich
freilassen. Dem Fjord-Araber haette ich das nie zugemutet, die haette sofort
eine Panikattacke bekommen wenn ihre geheiligten Beine gefesselt waeren.
Angebunden zu sein nimmt sie gelassen hin, wobei sie es lieber hat am Hals
anstatt am Kopf angebunden zu werden.
Immer mit kurzem Strick anfangen, damit die Pferde lernen, darauf achtzugeben.
Dann kann man den Strick stufenweise laenger lassen. Es muss aber auch fressen
dabei. Wenn es nicht hungrig ist, denkt es der Strick ist lang damit es
herumlaufen kann. Immer dabei bleiben, bis das Pferd sich daran gewoehnt hat!
Einige begreifen es gleich, andere brauchen sehr lange. Temperamentvolle und
aengstliche Pferde sind am schwierigsten zu gewoehnen.
Ich binde, wenn ich allein unterwegs bin, je nach zur Verfuegung stehendem
Platz, mit 3-15 m Seil an einem Ast in Ueberkopfhoehe an. Die Pferde erkennen,
weil das Seil von oben kommt, seinen Verlauf und halten es meistens recht
gespannt. Wenn sie sich ernsthaft verheddern (was jahrelang nicht mehr passiert
ist) kann so ein Ast auch abbrechen und ernsthaften Schaden verhindern. Man
sollte aber immer parat sein, den Karabiner zu loesen oder notfalls auch das
Seil kappen zu koennen.
Wenn einer eine Methode hat ein Pferd in 10 Min anbindesicher zu machen, waere
ich interessiert die zu erfahren. Ich kenne keine die ich allgemein akzeptieren
koennte. Anbinden, anbinden, anbinden, Geduld, Geduld, Geduld, fuettern beim
anbinden, das Angebundensein angenehm machen. Wenn das Pferd nervt (herumlaufen,
scharren) es einfach ignorieren. Bis es merkt, es kann soviel nerven wie es
will, man selber bestimmt den Zeitplan.
Gruss,
Frank
>erfahren ist und Pferd und Reiter im
>diesbezueglichen Training anleiten kann.
Habe ich aber dazu gesagt. Ohne entsorechendes Training, nein
Gruß
Norbert
ich habe mir das auch schon ein paar mal angeschaut und wir haben uns
das auch für unseren nächsten Ritt überlegt, aber weil wir damit zu
wenig Erfahrung haben als zu gefährlich zu den Akten gelegt. Wie ist es
denn wenn Pferde das noch garnicht kennen, gerade ausgewachsene ?? Trten
dabei nicht Panikreaktionen auf ??
Ciao Tobias
Ja, es ist wie Kirstin geschrieben hat, viel (erfahrene ) Vorarbeit nötig. Nur
die Panik von ihr verstehe ich auch nicht. Selbst pures anbinden erfordert
vorarbeit.
Gruß
Norbert
> Hi Christine
>
> Klar gibt es die, hobbeln.
Ich wuerde aber niemals ein Pferd, das schon angebunden nicht
stillsteht, hobbeln! Da ist ja der Unfall vorprogrammiert.
Mein Vorschlag: Ein Nylonhalfter unter die Trense ziehen und einen extra
langen Strick daran befestigen; diesen um den Hals knoten. Beim Rasten
entweder das Pferd festhalten (ist ein bisschen nervig, aber dafuer hast
Du es immer unter Kontrolle) oder eine Leine zwischen zwei Baumen
spannen, an der alle Pferde angebunden werden koennen.
Diesen tip habe ich selbst noch nicht ausprobiert; geht auch nur, wenn
die Pferde sich kennen und nicht anfangen sich zu schlagen.
So long,
Katje
Norbert Gleissner schrieb:
da hast Du vollkommen recht, auch für das Anbinden muß man schon arbeit
investieren. Aber nochmal zu dem Hobbeln. Wie fängst Du mit sowas an und
wie schätzt Du die Risiken ein. Würdest Du es mit jedem Pferd machen,
bzw. bei welchen eher nicht ??
Ciao Tobias
> Zur Frage mit Anbindealternativen: was recht gut funktioniert ist,
> wenn man ein langes Seil mitnimmt, in das man im Abstand von ca 1 Meter
> jeweils eine Schlaufe reinknotet und dieses Seil dann zwischen zwei
> Baeume spannt (etwa auf Brusthoehe der Pferde). An den einzelnen
> Schlaufen kann man dann alle Pferde wie an einem Anbindebalken
> nebeneinander anbinden. So kann man die Pferde sogar uebernachten
> lassen, denn sie koennen sich so sogar hinlegen.
Hallo Kirstin: Genau, das ist die klassische Methode fuer eine Pferdegruppe
(wobei es auch da eine nette Kontroverse gibt, wie hoch das Seil sein soll).
Aber egal wie hoch, ist es nicht geeignet, dass die Pferde dabei grasen, weil
sie sich dann heillos verheddern wuerden.
Ich war - fuer das Anbinden *eines* Pferdes - lange Jahre Anhaenger des
"Laufseils", d.h. dasselbe lange Seil ohne Knoten, und einen kurzen
Anbindestrick an einem Karabiner eingeclipst, dass er am Laufseil gleiten kann.
Ich war der Meinung dies sei sicherer als die einfache Anbindung am langen Seil
("Picket"). Ich habe aber festgestellt:
- der Aufwand zum Aufbau ist hoeher (man braucht z.B. immer 2 Baeume, das Seil
muss bombenfest gespannt sein, usw)
- die Pferde laufen bis zum Ende des Laufseils, gehen um die Baeume herum, sind
dann blockiert, finden nicht den Weg zurueck, oder der Anbindestrick verhakt
sich in Aesten u.ae., mit gleichem Resultat. Man kann versuchen dass zu
verhueten, indem man "Karabinerstops" einbaut, aber das erhoeht wieder den
Aufwand und beschraenkt die nutzbare Seillaenge...
- die Pferde schaffen es irgendwie trotzdem, in die Anbindestricke zu treten.
Vermutlich ist ihnen das System zu kompliziert und undurchschaubar. Die
"einfache Loesung", Langes Seil am Boden, das kapieren sie. Sie ziehen es
erstmal auf maximale Laenge aus und beschreiben einen Kreis, um die "Reichweite"
festzustellen. Dann grasen sie von aussen nach innen und behalten das Seil dabei
im Auge.
- es ist nicht moeglich zwei Pferde an ein Laufseil zu haengen, weil sie sich
nach kurzer Zeit verheddern.
Bestes Beispiel war eine Nacht im Haenger, in der ich 5x wie von der Tarantel
gestochen aufgesprungen bin, weil Ligeira in den Strick trat und laut schnaubte
solange bis ich kam sie zu befreien. Am naechsten Tag war die 5m-Spur rechts und
links der Laufleine abgefressen. Um Flaeche zu gewinnen, Picket statt Laufseil
gezogen, und wie durch ein Wunder, die Nacht war ungestoert: Das Pferd
verhedderte sich im 3m langen Strick aber nicht im 15m langen.
Gruss,
Frank
Gruss,
Frank
hi frank und die anderen wanderreiter
es gibt ja auch noch die möglichkeit des einzäunens. dafür gibt es einen
minizaun zu kaufen bestehend aus 4 zusammenlegbaren eckstäben, elektroband
und miniviehhüter. leicht und kompakt verpackt zu kaufen.
oder wie wäre es, 20 meter elektroband mitzunehmen, dazu 6 isolatoren und
ein miniviehhüter (oder sogar nur das elektroband zwischen bäumen spannen?)
mfg
tendre
...beim Wanderreiten ist es implizit, dass die Pferde laenger oder kuerzer auf
Flaechen gestellt werden die einem nicht gehoeren, und strenggenommen auch keine
Erlaubnis hat. Auch wenn das nur der grasbewachsene Parkplatz der
Gemeinde-Grillhuette ist.
... und da gibt es dann Leute die reagieren leicht allergisch wenn auf ihrem
Grund Zaun gezogen wird. Nicht ganz zu unrecht, wie ich finde. Beim Seil wird
kein Bauer, Jagdpaechter oder Berufsnaturschuetzer aergerlich...
(Ausserdem wiegt das Seil 750g, der Wanderreiterpaddock das 4-fache)
Gruss,
Frank
> Ist das nicht etwas Mühseelig, immer zwei Bäume dabeizuhaben ?
>
Das Problem ist bekannt. Ich kannte mal jemand von einem befreundeten Reitverein
der hat dafuer Lufthaken konstruiert. Dann brauchte man nur noch 1 Baum.
Frank
>- der Aufwand zum Aufbau ist hoeher (man braucht z.B. immer 2 Baeume, das Seil
>muss bombenfest gespannt sein, usw)
Ist das nicht etwas Mühseelig, immer zwei Bäume dabeizuhaben ?
:-)
Gruss Axel
"Axel Funken" <ax...@funkenshof.de> schrieb im Newsbeitrag
news:knpojsk0u683fjvgj...@4ax.com...
wieso denn? die wickelst du doch ins seil......:-)
gruss tendre
>Wenn einer eine Methode hat ein Pferd in 10 Min anbindesicher zu machen,
>waere
>ich interessiert die zu erfahren.
Novokain, 1000 Ml, intravenös. :-)
Gruss Axel
>> >- der Aufwand zum Aufbau ist hoeher (man braucht z.B. immer 2 Baeume, das
>Seil
>> >muss bombenfest gespannt sein, usw)
>>
>> Ist das nicht etwas Mühseelig, immer zwei Bäume dabeizuhaben ?
>>
>> :-)
>>
>> Gruss Axel
>
>wieso denn? die wickelst du doch ins seil......:-)
Dann sind das Gummibäume ?
Gruss Axel
Norbert Gleissner wrote:
>
> Hi Tobias
>
> Ja, es ist wie Kirstin geschrieben hat, viel (erfahrene ) Vorarbeit nötig. Nur
> die Panik von ihr verstehe ich auch nicht.
;-)...Panik habe ich nicht......nur Erfahrung....naemlich die, dass
es in Deutschland nur sehr, sehr, sehr wenige Leute gibt, die sich
mit Hobbel so gut auskennen, dass sie einem erwachsenen Pferd das
Hobbeln noch einigermassen risikolos beibringen koennen......
...ganz abgesehen davon habe ich in USA hobbelerfahrene Pferde gesehen,
die mit diesen Hobbeln ganz schoen schnell waren - nun war es dort in
der Wildnis kein Drama, wenn man sein Pferd nach der pause 200 bis 500
Meter entfernt einsammeln musste - hier in De (zumindest bei uns hier
oben) ist aber haeufig bereits 200 Meter weiter die naechste Strasse
oder der naechste Wanderweg, der auch von Radlern etc. benutzt wird. In
sehr vielen faellen halte ich Hobbel bei uns nicht fuer praktikabel.
Viele Gruesse
Kirstin
> Hallo Kirstin: Genau, das ist die klassische Methode fuer eine Pferdegruppe
> (wobei es auch da eine nette Kontroverse gibt, wie hoch das Seil sein soll).
> Aber egal wie hoch, ist es nicht geeignet, dass die Pferde dabei grasen, weil
> sie sich dann heillos verheddern wuerden.
........
also ich habe da gegenteilige Erfahrungen. Ich habe in USA ja rund 8
Monate ueberwiegend
in der Wildnis gelebt und dort zum einen mehrwoechige Trailritte
geleitet, als auch mehrwoechige
Round ups mitgemacht. In beiden Faellen haben wir jeweils wochenlang in
der Wildnis
ebernachtet mit Pferdegruppen von 5 bis 15 Stk (etwa). Wir haben dort
immer und ausschliesslich
die Pferde so ueber Nacht angebunden (jeweils ca 4 bis 6 Pferde zwischen
zwei Baeumen). Die Pferde
konnten problemlos grasen und sich auch hinlegen. Es kam auch nicht zum
verheddern o.ae.
Diese Anbindepraxis wurde sowohl von den Leuten der reinen working
ranches (ohne Tourismus) wo
ich war praktiziert, als auch von den Guest- und duderanches, die ich
dort kennenlernte.
Ein Jahr spaeter im NordOst Kaliforniens habe ich dieselbe Anbindepraxis
bei einem Mountainranger erlebt, als ich diesen mehrere Wochen bei
seiner Wildpferdebeobachtung begleiten durfte.
Auch dort gabs keine Probleme.
Das Hobbeln dagegen habe ich in diesen Gebieten ueberhaupt nie gesehen -
das habe ich erst drei Jahre spaeter in Texas und Arizona kenengelernt.
Vielleicht liegts daran, dass es im Hochgebirge (Nord Westen) zu
gefaehrlich ist, die Pferde anzuhobbeln, da es dort ja eher selten mal
ebene Flaechen gibt dafuer aber viel "Berg und Tal", rutschige Felsen
und Klippen und dichtes Unterholz....
Viele Gruesse
Kirstin
Axel Funken wrote:
>
> On Tue, 06 Jun 2000 11:56:27 +0200, Frank Mechelhoff
> <fmec...@c-s-k.de> "tastaturisierte":
>
> >- der Aufwand zum Aufbau ist hoeher (man braucht z.B. immer 2 Baeume, das Seil
> >muss bombenfest gespannt sein, usw)
>
> Ist das nicht etwas Mühseelig, immer zwei Bäume dabeizuhaben ?
>
> :-)
<,-))))...es muessen ja nicht unbedingt Baeume sein.....;-)...Grabsteine
tuns auch;-))......
Im Ernst, bei uns gibts hier ein kleines Kaffee am Dorffriedhof, wo man
bei der kleinen Dorfrunde sehr gut hinreiten kann. Der Betreiber des
Cafes ist auch Steinmetz und hat im Vorgarten des Cafes ein paar
Grabsteine und andere seiner Arbeiten ausgestellt. Wenn wir da
hinreiten, spannen wir dort im Vorgarten ein Lasso von einem Grabstein
zum anderen und binden die Pferde da an. Waehrend wir drinnen Kaffee
trinken, nehmen unsere Pferde dem Steinmetz die Maeharbeit ab und sie
sind gleichzeitig auch noch "Anzugspunkt" - meist fuellt sich das Cafe
recht schnell mit Gaesten. Mittlerweile gibts im Vorgarten sogar schon
eine steinerne Traenke fuer uns;-)))..........
Viele Gruesse
Kirstin
>;-)...Panik habe ich nicht......nur Erfahrung....naemlich die, dass
>es in Deutschland nur sehr, sehr, sehr wenige Leute gibt, die sich
>mit Hobbel so gut auskennen, dass sie einem erwachsenen Pferd das
>Hobbeln noch einigermassen risikolos beibringen koennen.....
Da bin ich dann Dr gegenüber im Vorteil, ich kenne mehrere.
>der Wildnis kein Drama, wenn man sein Pferd nach der pause 200 bis
Stimmt, galt ja auch für die Pause mit grasen. Hoffe das macht keiner an der
Autobahn, obwohl; auch das habe ich schon gesehn. :-)
>In
>sehr vielen faellen halte ich Hobbel bei uns nicht fuer praktikabel.
>
Nehme hier unsewre Verhältnisse. Ich reite mit zwei Pferden weg. Nach einer
Std. sattle ich um, hobbele das gerittene Pferd und lasse es laufen. Eine std.
später hole ich es wieder ab. Wäre hier ohne weiteres möglich.
Gruß
Norbert
> > Aber egal wie hoch, ist es nicht geeignet, dass die Pferde dabei grasen, weil
> > sie sich dann heillos verheddern wuerden.
> ........
>
> also ich habe da gegenteilige Erfahrungen. Ich habe in USA ja rund 8
> Monate ueberwiegend
> in der Wildnis gelebt und dort zum einen mehrwoechige Trailritte
> geleitet, als auch mehrwoechige
> Round ups mitgemacht. In beiden Faellen haben wir jeweils wochenlang in
> der Wildnis
> ebernachtet mit Pferdegruppen von 5 bis 15 Stk (etwa). Wir haben dort
> immer und ausschliesslich
> die Pferde so ueber Nacht angebunden (jeweils ca 4 bis 6 Pferde zwischen
> zwei Baeumen). Die Pferde
> konnten problemlos grasen und sich auch hinlegen. Es kam auch nicht zum
> verheddern o.ae.
...Dann ist vielleicht richtig (was ich auch schon in einer Ecke meines Kopfes
vermutet habe) naemlich dass meine Stuten sich absichtlich ihre Stricke
umeinanderdrehen und dann Kopf zu Kopf stehen, um meine Aufmerksamkeit zu erregen
und mich zu aergern... denn sonst sind sie ja auch nicht so bloed ;-)
Wie auch immer kenne ich einen Haufen Pferde, die sind diesbezueglich noch viel
bloeder ..oder stellen sich zumindest so. ;-)
Gruss,
Frank
Norbert Gleissner wrote:
> >In
> >sehr vielen faellen halte ich Hobbel bei uns nicht fuer praktikabel.
> >
>
> Nehme hier unsewre Verhältnisse. Ich reite mit zwei Pferden weg. Nach einer
> Std. sattle ich um, hobbele das gerittene Pferd und lasse es laufen. Eine std.
> später hole ich es wieder ab. Wäre hier ohne weiteres möglich.
.....oh, da bist Du ja noch richtig zu beneiden - "wilde Weiten mitten
in De. - hier
sieht es leider diesbezueglich ganz anders aus....wir haben zwar
riesige, endlose Weiden, aber
wenig freies, bereitbares Gelaende:-(((......
Viele Gruesse
Kirstin
>Frank Mechelhoff schrieb in Nachricht <393CADB4...@c-s-k.de>...
>Christine wrote:
>> Wir wollten eine längere Pause machen unterwegs und die Pferde so
anbinden,
>> daß sie erstens zur ruhe kommen und zweitens möglichst auch noch etwas
>> grasen können. Eine Stelle zu finden war kein Problem, aber das
Anbinden war
>> dann wirklich eines! Ich hatte ein Wanderhalfter dabei und band mein
Pferd
>> damit in Kopfhöhe an einen Baum, damit er sich nicht auf den Strick
treten
>> konnte. Damit war das Thema grasen schon mal erledigt. Aber Gólan
drehte
>> sich andauernd und hielt mich auf Trab.
>ich halte Wanderhalfter auch fuer ungeeignet. Es ist besser die Pferde
an einem
>richtigen Halfter anzubinden, oder am Halsring. Das ist am besten weil
der
>Halsring etwas hochrutscht wenn das Pferd den Kopf runter nimmt um am
kurzen
>Strick zu fressen, und es da weniger leicht reintritt.
Diese assligen Nylondinger mit festem Anbindeschnürl? Absurdes Zeug. Wir
nehmen so ein Indianer-Schnur_halfter (oder
PatParellisPlagiat_vom_Indianer-Schnurhalfter..) unter dem Zaum. Das
stört nicht, man kann mit Panikhaken anbinden und läßt es drauf, bis man
wieder daheim ist.
>Hobbeln finde ich aus verschiedenen Gruenden nicht so schoen.
Dem darf ich mich anschließen. Wer in Gegenden dieser Erde, in der Bäume
wachsen (manchmal sogar solche, die weißblau geringelt sind oder oben ein
Licht dran haben <BG>), eine Technik aus baumlosen Steppen anwendet, bloß
weils die coolen Cowboxs angeblich auch so gemacht hat, der kann sich ja
mal dranmachen. Wir hatten mal eine Westernreiterin dabei, die wollte das
unbedingt für ihr Pferd. Wir haben unsere ans Lasso gehängt und fertig
(Aufwand ca. 1 min. für 4 Pferde), sie hat eine halbe Stunde
hingetusselt, dann eine halbe Stunde unruhig was gegessen und dann eine
halbe Stunde abgetusselt... Nicht so richtig das, was man als flutschig
bezeichnen würde <G>.
>Ich binde, wenn ich allein unterwegs bin, je nach zur Verfuegung
stehendem
>Platz, mit 3-15 m Seil an einem Ast in Ueberkopfhoehe an. Die Pferde
erkennen,
>weil das Seil von oben kommt, seinen Verlauf und halten es meistens
recht
>gespannt. Wenn sie sich ernsthaft verheddern (was jahrelang nicht mehr
passiert
>ist) kann so ein Ast auch abbrechen und ernsthaften Schaden verhindern.
Man
>sollte aber immer parat sein, den Karabiner zu loesen oder notfalls auch
das
>Seil kappen zu koennen.
Hmmm, ich binde meine Häsin lieber kurz am Baum fest und fertig, wenn sie
sich einwickeln will, soll sie es tun... Ansonsten kann sie am Lasso
Seilbahn fahren und alles in Reichweite abfressen. Sie ist auch nicht so
blöd, sich um den Baum zu blockieren und dann zu hungern (oder sie ist so
gierig?...).
>Wenn einer eine Methode hat ein Pferd in 10 Min anbindesicher zu machen,
waere
>ich interessiert die zu erfahren. Ich kenne keine die ich allgemein
akzeptieren
>koennte. Anbinden, anbinden, anbinden, Geduld, Geduld, Geduld, fuettern
beim
>anbinden, das Angebundensein angenehm machen. Wenn das Pferd nervt
> (herumlaufen, scharren) es einfach ignorieren. Bis es merkt, es kann
soviel nerven >wie es will, man selber bestimmt den Zeitplan.
Wie sonst? ;-)
CU
Steff
Gruß
Norbert
>> Nehme hier unsewre Verhältnisse. Ich reite mit zwei Pferden weg. Nach einer
>> Std. sattle ich um, hobbele das gerittene Pferd und lasse es laufen. Eine std.
>> später hole ich es wieder ab. Wäre hier ohne weiteres möglich.
Was sagt Deine Haftpflichtversicherung dazu, wenn das Pferd
_irgendwas_ anstellt, waehrend Du nicht drauf aufpasst?
Katje
Hallo, alle!
Zum Gesamtthema: Ich halte das kurze anbinden bzw. bis zu einer Laenge,
dass das Seil nicht am Boden schleift, fuer die sicherste Methode, bei
der aber das Pferd nur wenig oder schwer fressen kann, die zwietbeste
oder zum fressen bessere, aber arbeitsaufwendigere ist der
Wanderreiter-E-Zaun-Paddock, die drittbesste ist nach meinem
Dafuerhalten Hobblen, wenn man a) genuegend Platz, b) gelassene, daran
gewoehnte Pferde hat und c) Hobbles, die sowohl haltbar als auch schnell
zu oeffnen sind. Wobei ich keinerlei Hobbles in D kaeuflich gesehen
habe, die alle diese Voraussetzungen erfuellen.
Ich habe mir selber welche mit einem relativ dicken, weichen Segelseil
gemacht, mit einer festen Schlinge an jedem Ende und einem mit einem
kleinen Baendchenbefestigten Drehpanikhaken dran. Dieses Seil wird nun
um das eine Bein gelegt, fest umeinandergewunden, bis gerade noch genug
Seil uebrig ist fuers andere Bein und dann um dieses gelegt und mit dem
Panikhaken geschlossen.
Zeitaufwand fuers Anlegen: ca. 2 min pro Pferd, Abnehmen geht in 30
Sekunden (oder schneller, wenn man nur das Oeffnen des Hakens im
Panikfall rechnet), gewicht ca. 150-200 g, dabei ist das Hauptgewicht
der Haken.
Fuer die unsicherste Loesung halte ich das Anbinden an einem langen
Strick, schon gar, wenn dieser mit einem Pflock befestigt wird - Pferde
sind keine Ziegen, und ich zumindest habe keine Lust, die Schleifwunden
in den Fesseln zu behandeln, die ein ins Seil verwickeltes Pferd sich
selber zufuegen kann.
Mit Hobbles kann es zwar hinfallen, und es besteht die Gefahr, dass es
sich in kleinen Spruengen schnell entfernt, die kann man aber durch
etwas groesseren abstand der Beinfessel minimieren.
Aber mit langem Seil kann es zu erheblich schwereren Verletzungen
kommen.
Was auch noch geht, aber wirklich nur da, wo man einigermassen Platz
hat, ist eine Kopf-Vorderbein-Hobbel, die auch bei Pferden funktioniert,
die mit der normalen Hobbel weghuepfen. Man bindet das Pferd sozusagen
am eigenen Vorderbein an, das erforfdert eine gepolsterte
Hobbelschelle(am Roehrbein befestigt) ein kurzes Stueck Seil und ein
stabiles Halfter, dass auch evtl. ein leichtes Halfter im Parelli-Stil
sein kann. Auch hier ist die Grundvoraussetzung ein gelassenes Pferd.
Alle Hobbel-und Anbindevarianten sollten unbedingt vor einem Tages-oder
Wanderritt zuhause unter "kontrollierten Bedingungen" geuebt werden! Und
ein gehobbeltes Pferd sollte man *nie* aus den Augen lassen - einmal
hatte ich schon Aerger und viel Unruhe, weil andere Reiter vorbeikamen,
zwei Pferde gehobbelt waren und eins frei lief, dass sich den trabenden
Reitern anschloss, die anderen rissen an den Hobles, wollten hinterher,
und ein Ring brach - viel Trubel, gottseidank keine Verletzungen, aber
ich war zum Anfang der Sache gerade hinterm Busch gewesen... sonst
haette ich mir zumindest das freilaufende Pferd geschnappt. Aber mit
heruntergelassener Reithose laeuft es sich so schlecht ;-))
Gruesse von Anke,
die vermutlich bald wieder ihre Hobbles auspacken wird
Gruß
Norbert
Hallo!
Auch eine gute Idee. Werd ich mir merken :-)
Gruss,
Anke