Viele Grüße!
Andrea + Elliot, der bestimmt auch lieber etwas täte als mit
schmerzenden Füßen in der Box zu stehen und nur mal ein bißchen
spazieren zu gehen.
Andrea Hesse schrieb:
> Kennst jemand einen guten Ostöopathe im westlichen Harzern Raum?
> Goslar, Osterode und Umgebung? Bei uns im Stall kennt niemand einen.
Hallo Andrea,
schau mal unter http://www.pferde-osteopathie.de nach.
der osteopath kommt zwar nicht aus deiner gegend, aber ein anruf könnte
nichts schaden.
da pferde-osteophaten nicht so stark vertreten sind, dürften sich die
kollegen untereinander kennen.
vielleicht reist er ja sogar zu dir in den harz nach goslar.
viel glück und alles gute für dein pferd. :-)
liebe grüße
mark
>Leider hat er Hufrolle und ich kriege ihn im
>Augenblick nicht wieder fit. Im Frühjahr werden wir hoffentlich die
>Box wieder verlassen können und einen Offenstall beziehen. Drückt mir
>die Daumen! Vielleicht hat hier jemand noch einen guten Rat, was ich
>noch machen könnte. Mir gehen allmählich die Ideen aus.
>Nachdem nun viele davon erzählt haben, daß da nun zusammenhänge
>zwischen der Halswirbeln und der Durchblutung der Hufe besteht, dachte
>ich, ich versuche auch das mal, wenigstens so als unterstützende
>Maßnahmen.
Also, ich habe aus Deinem Beitrag leider nicht lesen koennen, ob dein Pferd
Barfuss geht, oder Eisen traegt.
Nach meiner Erfahrung ist das absolut wichtigste für die Durchblutung eines
Hufes der Hufmechanismus. Hufschmiede, die behaupten, dass es ein Pferd
gibt, das ein Eisen BRAUCHT, habe schlicht und ergreifend keine Ahnung.
Jedes Pferd kann Barfuss gehen. Pferde, die Probleme mit den Hufen haben,
MUESSEN Barfuss gehen.
Barfuss und Offenstall ist die ideale Voraussetzung fuer einen gesunden Huf.
Bei meinem Pferd haben auch mehrere Hufschmiede mit allen moeglichen
"Zauberbeschlaegen" versucht, den Problemhuf meines Pferdes zu korrigieren.
Mit "ohne Erfolg".
Obwohl alle moeglichen "Spezialisten" gesagt haben, dass mein Pferd Eisen
braeuchte, laeuft es jetzt seit 1 1/2 Jahren Barfuss - und der Huf ist so
gut wie geheilt (Ach ja: die Mutter war meinem Pferd als Fohlen auf den Huf
gelatscht. Dadurch verkrueppelte am Hinterhuf der Strahl und die Tragwand zu
einer undefinierbaren Hornmasse).
Gerade bei einer Hufrolle - die ja wg. Überbeanspruchung entstanden ist und
aus evt. fehlender Daempfungsmoeglichkeit des Hufes muss IMO das Eisen
sofort runter. Zusaetzliches Gewicht (womoeglich noch dorch Keile unter dem
Eisen) sind mit Sicherheit das letzte, was ein Pferd jetzt brauchen kann!
Viele Gruesse und gute Besserung (auch wenn´s lang dauert),
Thomas
Hallo Thomas!
>Barfuss und Offenstall ist die ideale Voraussetzung fuer einen gesunden Huf.
Zur Zeit hat er noch einen Spezialbschlag drauf. Der soll aber so
schnell wie möglich auch verschwinden. Mein Schmied gehört zum Glück
auch zu denen, die die Pferde am liebsten ohne Eisen sehen und alles
tun, damit das auch so wird und bleibt.
Um den Offenstall oder erstmal ne Weide im Sommer kümmmere ich mich
gerade... aber noch ist es sowieso zu kalt, um ihn umzustellen,
besonders hier im Harz
>
>Bei meinem Pferd haben auch mehrere Hufschmiede mit allen moeglichen
>"Zauberbeschlaegen" versucht, den Problemhuf meines Pferdes zu korrigieren.
>Mit "ohne Erfolg".
>
>Obwohl alle moeglichen "Spezialisten" gesagt haben, dass mein Pferd Eisen
>braeuchte, laeuft es jetzt seit 1 1/2 Jahren Barfuss - und der Huf ist so
>gut wie geheilt (Ach ja: die Mutter war meinem Pferd als Fohlen auf den Huf
>gelatscht. Dadurch verkrueppelte am Hinterhuf der Strahl und die Tragwand zu
>einer undefinierbaren Hornmasse).
>
>Gerade bei einer Hufrolle - die ja wg. Überbeanspruchung entstanden ist und
>aus evt. fehlender Daempfungsmoeglichkeit des Hufes muss IMO das Eisen
>sofort runter. Zusaetzliches Gewicht (womoeglich noch dorch Keile unter dem
>Eisen) sind mit Sicherheit das letzte, was ein Pferd jetzt brauchen kann!
>
>Viele Gruesse und gute Besserung (auch wenn´s lang dauert),
Danke für Deine Ratschläge! Ich weiß es wird dauern, leider, aber
besser als gar nicht.
>
>
>Thomas
>
Viele Grüße!
Andrea
Andrea Hesse schrieb:
> Leider hat er Hufrolle und ich kriege ihn im
> Augenblick nicht wieder fit. Im Frühjahr werden wir hoffentlich die
> Box wieder verlassen können und einen Offenstall beziehen. Drückt mir
> die Daumen! Vielleicht hat hier jemand noch einen guten Rat, was ich
> noch machen könnte. Mir gehen allmählich die Ideen aus.
hallo andrea,
mich würde interessieren was du bislang gemacht hast an therapien? wie
lange hat er schon hufrolle und wie kam es dazu? du schreibst ja er ist
bis "L" ausgebildet, demnach wohl ein reines dressurpferd. oder bist du
auch springen mit ihm geritten? woher kann die überbelastung kommen die
zur hufrolle geführt hat oder hat es einen anderen grund ?
tausend fragen....:-)
mfg
mark
>Hufschmiede, die behaupten, dass es ein Pferd
>gibt, das ein Eisen BRAUCHT, habe schlicht und ergreifend keine Ahnung.
Vielleicht kennen die Schmiede auch nur die Wege in der Gegend???
Leider heisst Reiten bei uns viel auf Asphalt reiten, und der Rest ist steinig,
aber nicht zu knapp. Addiere Hufe, die laengere Zeit vernachlaessigt wurden,
sowie Vollbluttypische Probleme, und der Rundumbeschlag macht jede Menge Sinn.
Ich wuerd' den Count gerne unbeschlagen lassen. Im Moment ist das nicht machbar
- es sei denn, ich gaebe das Reiten ganz und gar auf, und dazu bin ich denn
auch nicht bereit. Ich bin mit meinem Schmied aeusserst zufrieden - mein Pferd
bekommt genau den Beschlag, den er braucht.
Catja
und der Count
Thomas Bauderer <thomas....@stud.fh-regensburg.de> schrieb an Andrea:
>
> Also, ich habe aus Deinem Beitrag leider nicht lesen koennen, ob dein Pferd
> Barfuss geht, oder Eisen traegt.
>
> Nach meiner Erfahrung ist das absolut wichtigste für die Durchblutung eines
> Hufes der Hufmechanismus. Hufschmiede, die behaupten, dass es ein Pferd
> gibt, das ein Eisen BRAUCHT, habe schlicht und ergreifend keine Ahnung.
> Jedes Pferd kann Barfuss gehen. Pferde, die Probleme mit den Hufen haben,
> MUESSEN Barfuss gehen.
Ich würde da aus meiner Erfahrung glatt widersprechen - manche Pferde können
ohne Beschlag (der wirklich nicht zwingend Eisen sein muss) einfach nicht
richtig laufen, hatschen sich die Hufe krumm und das Gangwerk schief. Bei
aller Liebe für "wenig eingreifen" und biologisch-dynamisches Barfusslaufen
(mein Reithamster kommt gottlob 7-9 Mon. pro Jahr ohne Beschlag aus) gibt es
so viele Konstellationen von Huf, Horn, Gangwerk, Boden, Reiten und so weiter,
daß Deine Aussage so nicht stehen bleiben sollte.
> Barfuss und Offenstall ist die ideale Voraussetzung fuer einen gesunden Huf.
Sehe ich auch so, aber auch in unserem Stall gibt es Pferde, die sich die Hufe
dermaßen schief ablaufen, daß man absehen kann, wann die Gelenke nicht mehr
mitspielen würden. Statt Schlachten ist Beschlagen IMHO die weniger schlimme
Alternative.
> Bei meinem Pferd haben auch mehrere Hufschmiede mit allen moeglichen
> "Zauberbeschlaegen" versucht, den Problemhuf meines Pferdes zu korrigieren.
> Mit "ohne Erfolg"
Schade - aber muß das dann für alle gelten?
Nix für unguat.
CU
Steff
Ich gebe Dir recht, meine Stute läuft sich ohne (Kuststoff-) Beschlag sehr
schnell das Horn ab und autscht total. Ich würde sie lieber Barhuf laufen lassen,
aber es geht einfach nicht. Sie steht übrigends im Offenstall seit ich sie habe.
Julia
>mich würde interessieren was du bislang gemacht hast an therapien? wie
>lange hat er schon hufrolle und wie kam es dazu? du schreibst ja er ist
>bis "L" ausgebildet, demnach wohl ein reines dressurpferd. oder bist du
>auch springen mit ihm geritten? woher kann die überbelastung kommen die
>zur hufrolle geführt hat oder hat es einen anderen grund ?
>tausend fragen....:-)
Hallo Mark!
Also zu seiner Ausbildung liegst Du richitg mit Dressur. Gesprungen
bin ich nur hin und wieder mal gerundet vielleicht einmal im Monat,
aber nicht viel mehr als Springymnastik, weil es ihm einfach spaß
macht. Hoch aber nie! (das kann ich leider nicht gut ;) Daher weiß
ich auch nicht, woher die Hifrolle kommt. Ich hatte immer guten
Unterricht. Eine vermutung ist, daß die Veranlagung schon länger
vorliegt. Ich weiß nicht, was mit ihm vor dem siebsten Lebensjahr
gemacht wurde. Ich habe nur die Vermutung. daß diese veranlagung oder
auch schon ansatz zum Tragen kam, als ich den Hufschmied wegen Umzuges
wechseln mußte. Nach dem dritten Beschlag kam mir der Huf zu lang und
flach vor, mehr als sonst. Das hat mir dann ein anderer Schmied, den
ich immer noch habe und für recht fähig halte, dann auch bestätigt.
Leider habe ich den zu spät gewechselt, als schon das lahmen da war,
im August. Aber leider war das wohl zu spät, als mir erst der mögliche
Zusammenhang auffiel.
Zur Hufrolle selber. Das Lahmen trat im Mai 99 auf. Ich habe es
dummerweise auf die Sehne geschoben, die schon mal angerissen war und
auch dick wurde. Es wurde mit schonen nur kurzzeitig besser. Darauf
habe ich dann im August das Pferd zum TA gefahren und auf den Kopf
stellen lassen. Da kam dann die Diagnose Hufrolle nach Abspritzen und
Röntgen. Naja, er bekam dann Phenylbutazon, 2x je eine Woche lang, es
wurde besser, konnte sogar wieder mehr machen als nur Schritt reiten.
Im November wurde es dann wieder auf einmal schlimmer, wieder
Phenybutazon. Es brachte aber nicht mehr viel. Er hat dann etwas vor
Weihnachten Hyaluron-Säure (eine künzliche Gelenkschmiere, sagt er) in
den Huf gespritzt und mir hinterher verraten, daß auch Kortison mit
darin war. Es war dann kurzeitig besser, aber nicht lange, irgendwie
schient mir nur so lange, wie das Kortison darin gewirkt hat, er sagte
was von 9-10 Tagen und das kommt hin. Ich habe dann mit einem Tierarzt
gesprochen, der mir von einer Homöopathin aus Berlin (konte selber
nicht kommen) empfohlen wurde, der sich schon lange mit der
klassischen Homöopathie beschäftigt, nach Neujahr habe ich das erste
mal das Mittel gegeben. Und nu warte ich ab, ob das etwas bringt und
überlege, was man noch unterstüzend machen könnte. Das
homöopathiesche Behandlungen dauern, weiß ich. Bin nur weiterhin auf
der Suche nach möglichkeiten. Mag halt noch nicht aufgeben und einen
Nervenschnitt machen lassen, was dem TA nur noch einfällt.
Viele Grüße
Andrea
Thomas Bauderer wrote:
> Also, ich habe aus Deinem Beitrag leider nicht lesen koennen, ob dein Pferd
> Barfuss geht, oder Eisen traegt.
>
> Nach meiner Erfahrung ist das absolut wichtigste für die Durchblutung eines
> Hufes der Hufmechanismus.
Das stimmt - funktioniert aber auch nur in Verbindung mit Bewegung, also
bewegungshaltung.....ein Pferd, dass zum Beispiel den ganzen Tag mehr
oder weniger in einer Box moeglicherweise auch noch auf einer
dicken, weichen Einstreu steht, hat mit egal was oder was nicht an den
Hufen kaum aktiven Hufmechanismus.
Hufschmiede, die behaupten, dass es ein Pferd
> gibt, das ein Eisen BRAUCHT, habe schlicht und ergreifend keine Ahnung.
> Jedes Pferd kann Barfuss gehen. Pferde, die Probleme mit den Hufen haben,
> MUESSEN Barfuss gehen.
Dem muss ich Dir aus eigener Erfahrung widersprechen. Ich habe eine
ganze Reihe Pferde (eigene Pferde und fremde, die in meinem Umfeld
lebten) erleben duerfen, die massive, meist chron Erkrankungen
am bewegungsapparat hatten/haben (Sehnensachen, Hufrollenerkrankungen,
Rehefolgen, Verschleisserkrankungen der Gelenke). Bei einer ganzen
Reihe dieser Pferde wurde durch verschiedenste Schmiede und Hufpfleger
erfolglos mit und ohne Beschlaegen(je nach Ueberzeugung des besitzers)
herumlaboriert - all jene in obiger Aufzaehlung enthaltenen Pferde,
die das Glueck ahtten, dann eines Tages in die Haende eines
orthopaedisch ausserordentlich bewanderten Schmiedes hier oben zu
kommen, gingen je nach Erkrankung einige Monate bis einige Jahre
ausschliesslich mit orthopaedischen Beschlaegen......und sind heute
wieder beschwerdefreie Barfussgaenger. Vier dieser Pferde (zwei
davon meine) habe ich selbst diesem Schmied vorgestellt.
vera, eine
Welsch Mountain stute hatte nach mehreren Reheschueben eine Hufbein-
drehung knapp vorm Durchbruch. Es war nicht klar, ob sie zu retten sein.
Sie leif dann 2 Jahre mit orthopaedischen Beschlaegen. Seit rund 6
Jahren laeuft sie wieder beschwerdefrei trotz des nach wie vor
verlagerten Hufbeins barfuss. Ohne den Beschlag wuerde sie heute nicht
mehr leben, denn sie konnte vor dem beschlag keinen einzigen Schritt
mehr tun. Sie wird heute noch barfuss von Kindern regelmaessig geritten
und sogar in reiterpruefuungen vorgestellt.....und sie ist heute 30
Jahre alt...oder sogar schon ein, zwei Jahre aelter....
Mein Blacky litt unter schwersten chron. Sehnenentzuendungen, einem
Bockhuf und an drei Hufen unter bis ins empfindliche Gewebe reichenden,
durchgehenden (vom Kronrand bis zum Boden) Hufspalten, hatte ausser
am Bockhuf absolut keine Trachten und beruehrte dafuer mit den
Fesselgelenken bei jedem Schritt den Boden. Ohne die ueber 5 Jahre
andauernden kontinuierlich angepassten orthopaedischen Beschlaege
wuerde dieses Pferd heute nicht kerngesund mit glasklaren Beinen
absolut jede Belastung (inkl. Springen, Distanz, Wanderritt) barfuss
absolvieren koennen.
Bonny und Moon hatten beide chron. Hufrollenentzuendung diagnostiziert.
beide waren stocklahm. Moon wurde sofort nach befund orthopaedisch
beschlagen und ging ein jahr spaeter wieder beschwerdefrei barfuss.
Bonnie hatte als wir sie kennenlernten ihre Beschwerden schon
mehrere Jahre. Es waren alle moeglichen TAs, Schmiede und Hufpfleger
dran gewesen - man hatte (erfolglos bzgl der Lahmheit) einen Nerven-
schnitt durchgefuehrt, die letzten 6 Monate bevor wir sie kennenlernten
war sie barfuss auf Koppel zur Reha gewesen - sie war stocklahm und es
warschweren herzens ihr Toetungstermin festgelegt worden. Wir stellten
sie unserem TCM Tierarzt und unserem Schmied vor - und die zwei
arbeiteten hand in hand. Einen Monat (2 TCM Sitzungen, ein orth.
beschlag) spaeter ging sie lahmfrei, zwei Monate spaeter wurde sie
erstmals wieder geritten - seit einem Jahr geht sie lahmfrei als
Freizeitpferd sowohl Gelaende als auch Bahn..........sie hat anch wie
vor ihre orthopaedischen Beschalege und wird sie vermutlich fuer den
rest ihres Lebens, mindestens jedoch noch ein paar Jahre brauchen.
Das sind jetzt nur 4 Faelle, die ich sehr hautnah mitbekommen habe von
einer ganzen Reihe mehr, die ohne die Hilfe orthopaedischer Beschlaege
heute bereits laengst in der Wurst gewesen waeren.....
Nach meinen Erfahrungen wuerde ich heute auf die Moeglichkeit eines
orthopaedischen Beschlages in angezeigten Faellen niemals verzichten
wollen.
Viele Gruesse
Kirstin
>Servus Thomas
>
>Thomas Bauderer <thomas....@stud.fh-regensburg.de> schrieb an Andrea:
>
>>
>> Also, ich habe aus Deinem Beitrag leider nicht lesen koennen, ob dein Pferd
>> Barfuss geht, oder Eisen traegt.
>>
>> Nach meiner Erfahrung ist das absolut wichtigste für die Durchblutung eines
>> Hufes der Hufmechanismus. Hufschmiede, die behaupten, dass es ein Pferd
>> gibt, das ein Eisen BRAUCHT, habe schlicht und ergreifend keine Ahnung.
>> Jedes Pferd kann Barfuss gehen. Pferde, die Probleme mit den Hufen haben,
>> MUESSEN Barfuss gehen.
>
>Ich würde da aus meiner Erfahrung glatt widersprechen - manche Pferde können
>ohne Beschlag (der wirklich nicht zwingend Eisen sein muss) einfach nicht
>richtig laufen, hatschen sich die Hufe krumm und das Gangwerk schief. Bei
>aller Liebe für "wenig eingreifen" und biologisch-dynamisches Barfusslaufen
>(mein Reithamster kommt gottlob 7-9 Mon. pro Jahr ohne Beschlag aus) gibt es
>so viele Konstellationen von Huf, Horn, Gangwerk, Boden, Reiten und so weiter,
>daß Deine Aussage so nicht stehen bleiben sollte.
Sehe ich auch so. Wenn der Hufabrieb stärker ist als das Wachstum
läuft das Pferd bald auf den Felgen..das kann es ja wohl nicht sein.
Gruss
Uwe
Thomas Bauderer schrieb:
> >
> Nach meiner Erfahrung ist das absolut wichtigste für die Durchblutung eines
> Hufes der Hufmechanismus. Hufschmiede, die behaupten, dass es ein Pferd
> gibt, das ein Eisen BRAUCHT, habe schlicht und ergreifend keine Ahnung.
> Jedes Pferd kann Barfuss gehen. Pferde, die Probleme mit den Hufen haben,
> MUESSEN Barfuss gehen.
>
Hallo,
da muss ich aber auch wehement widersprechen. Mein Pferd hat vier weisse Füsse,
die Hufsubstanz in soweit in Ordnung, jedoch hat er sich die Hufe derart schnell
abgenutzt, dass ich um einen Hufbeschlag nicht drumrumkam (bzw. mein
Pferd ;-) und das, obwohl er täglich nur ca. 200-300 m bis zur Koppel auf
Asphalt ging, ansonsten auf weichem Boden.
Das war zum Schluss sogar so schlimm, dass er auf hartem, unebenem Boden nur
noch fühlte und ständig "autschte".
Hinten braucht er bisher noch keine Eisen, ist aber hart an der Grenze und ich
hoffe, dass wir die Eisen noch eine Weile umgehen können.
Tschüs Marion
Hi Thomas,
ist schon was dran an dem, was Du sagst - der Huf muß gut Durchblutet sein, um
zu wachsen... dafür muß er aber nicht zwingend barfuß sein. Hast Du einen guten
Schmied, der sein Handwerk versteht, funtioniert das auch mit Eisen.
Meine beiden Pferde laufen barfuß, wobei bei einem abzusehen ist, daß er bald
beschlagen werden muß. Das andere Pferd wird *vorsichtige Prognose* so schnell
keine Eisen benötigen. Weshalb?
Nun, der eine gräbt gerne Löcher, schlurft schonmal beim Gehen, hat ein sehr
gutes Hofhorn, welches aber leider nicht schnell wächst und wenn es das tut,
wächst es unterschiedlich lang. Die hinteren Hufe wachsen "zu flach" und wenn er
erstmal "richtig" ins Training genommen wird, ist das ganz und gar nicht gut für
die Beine. Von dem "fühlig sein" ganz zu schweigen...
Die andere hat ebenfalls sehr gutes Hufhorn und noch dazu eine "Bilderbuch-Huf-
Stellung" aller vier Hufe. Beim Wachsen kann man fast zusehen (war bei Ihrer
Mutter auch so). Sie wird jedoch noch nicht "gefordert", da sie erst 1einhalb ist.
Mal sehen, wie es aussieht, wenn sie mal ein "erwachsenes" Reitpferd ist...ob
sich dann Wachstum und Abnutzung noch die Waage halten.
Eines weiß ich jedoch mit ziemlicher Sicherheit: Manche Pferde brauchen auf
jeden Fall Eisen, um z. B. bei Fehlstellungen wieder in die richtige Form zu
kommen.
Grüße
Nicole
--
_____________________________________________________________
NewsGroups Suchen, lesen, schreiben mit http://netnews.web.de
> Date: Wed, 26 Jan 2000 10:12:24 +0100
> From: "Steff (Stefan Knoll)" <Stefan...@T-Online.de>
> Newsgroups: de.rec.tiere.pferde
> Subject: Re: Osteopathen (?)
>
> Servus Thomas
>
> Thomas Bauderer <thomas....@stud.fh-regensburg.de> schrieb:
> > Hufschmiede, die behaupten, dass es ein Pferd
> > gibt, das ein Eisen BRAUCHT, habe schlicht und ergreifend keine Ahnung.
> > Jedes Pferd kann Barfuss gehen. Pferde, die Probleme mit den Hufen haben,
> > MUESSEN Barfuss gehen.
>
> Ich würde da aus meiner Erfahrung glatt widersprechen - manche Pferde können
> ohne Beschlag (der wirklich nicht zwingend Eisen sein muss) einfach nicht
> richtig laufen, hatschen sich die Hufe krumm und das Gangwerk schief.
Stimmt.
Man laesst ja auch einen Menschen mit Spreiz-Senk-Plattfuessen nicht barfuss
oder in Badelatschen rumlaufen; da muessen orthopaedische Beschlaege, ahem,
Einlagen her. Ich bin auch fuers Barfusslaufen bei Pferden wie bei Menschen
<g>, aber zum Dogma sollte man das nicht erheben!!
So long,
Katje + Apollo, der aufgrund guter Substanz und regelmaessigen Raspelns
klasse Hufe hat und hoffentlich nicht beschagen werden muss...
Katje Binder <bin...@uni-muenster.de> schrieb:
Wieder mal süsse Neuigkeiten vom großen Apollo:
Katje + Apollo, der aufgrund guter Substanz und regelmaessigen Raspelns
klasse Hufe hat und hoffentlich nicht beschagen werden muss...
Der Arme: Beschagen zu werden ist nicht schön... Fast so schlimm wie
"schreinen"
SCNR
CU
Steff
Dann will ich jetzt einmal kurz meine Ansichten und Erfahrungen hier kundtun
(ohne Missionsgedanken!)
>> Ich würde da aus meiner Erfahrung glatt widersprechen - manche Pferde
können
>> ohne Beschlag (der wirklich nicht zwingend Eisen sein muss) einfach nicht
>> richtig laufen, hatschen sich die Hufe krumm und das Gangwerk schief.
>
>Ich gebe Dir recht, meine Stute läuft sich ohne (Kuststoff-) Beschlag sehr
>schnell das Horn ab und autscht total. Ich würde sie lieber Barhuf laufen
lassen,
>aber es geht einfach nicht. Sie steht übrigends im Offenstall seit ich sie
habe.
Stimmt! Pferde, die seit Jahren Eisen oder Kunststoff tragen, kann man auch
nicht ohne weiteres einfach die Eisen abnehmen und sagen: "Glückwunsch,
mein Pferd, Du läufst jetzt Barfuss!"
Da muss einiges Beachtet werden. Z.B. sollte
1.) ein Barhuf ganz anders ausgeschnitten werden, als ein Huf, auf den jetzt
gleich ein Eisen draufgenagelt wird.
>Sehe ich auch so, aber auch in unserem Stall gibt es Pferde, die sich die
Hufe
>dermaßen schief ablaufen, daß man absehen kann, wann die Gelenke nicht mehr
>mitspielen würden. Statt Schlachten ist Beschlagen IMHO die weniger
schlimme
>Alternative.
2.) muss halt korrigiert werden, wenn der Huf schief wird (passiert ja in
der Regel nicht allzu plötzlich)
2.) die Umstellung nur bei relativ jungen Pferden vorgenommen werden, weil
ältere sich schwerer tun, die alte Lederhaut, die Jahre nicht durchblutet
wurde zu erneuern (nein, die fällt dann nicht mitsamt Huf ab, sondern
regeneriert sich). Das ist außerdem schmerzhaft für ein Pferd. Aber auch
nicht schmerzhafter, als wenn ein Mensch Skischuhe nach ein paar Jahren
wieder auszieht...
>Vielleicht kennen die Schmiede auch nur die Wege in der Gegend???
>
>Leider heisst Reiten bei uns viel auf Asphalt reiten, und der Rest ist
steinig,
>aber nicht zu knapp. Addiere Hufe, die laengere Zeit vernachlaessigt
wurden,
>sowie Vollbluttypische Probleme, und der Rundumbeschlag macht jede Menge
Sinn.
Keine Angst: den Wegen macht das nix aus ;-)
Scherz beiseite: der Huf eines Pferde passt sich der Härte von Böden, auf
denen das
Pferd geht an. Nur mit dieser tricky Technik war es Pferden überhaupt
möglich, die unterschiedlichsten Lebensräume zu erobern.
Die Technik funktioniert so: harter Boden -> viel Hufmechanismus -> bessere
Durchblutung -> härteres Horn
Hufe sollte man tatsächlich nicht längere Zeit vernachlässigen - das sollte
sich aber von selber verstehen.
Während der Umstellungsphase kann man auch noch Hufschuhe bei längeren
Ausritten verwenden.
>da muss ich aber auch wehement widersprechen. Mein Pferd hat vier weisse
Füsse,
>die Hufsubstanz in soweit in Ordnung, jedoch hat er sich die Hufe derart
schnell
>abgenutzt, dass ich um einen Hufbeschlag nicht drumrumkam
Die Farbe eines Fusses hat nix mit der Hornqualität zu tun.
>ist schon was dran an dem, was Du sagst - der Huf muß gut Durchblutet sein,
um
>zu wachsen... dafür muß er aber nicht zwingend barfuß sein. Hast Du einen
guten
>Schmied, der sein Handwerk versteht, funtioniert das auch mit Eisen.
Meiner Erfahrung nach reden Hufschmiede tatsächlich gern vom Hufmechanismus.
Nur: beim Galopp weitet sich der Huf bis zu 4 cm und er kann auch bis zu 5
cm
Unebenheiten ausgleichen (die Gelenke danken es). Ein Eisen kann das mit
Sicherheit nicht.
Apropos: fühlig sein ist ziemlich normal. Wieder ein Vergleich mit dem
Menschen: wie stellen wir uns an, wenn wir einmal im Sommer Barfuß über eine
Schotterstraße laufen? Das gibt sich aber - und in einigen Gegenden auf
dieser Welt gibt es Menschen, die überhaupt keine Schuhe tragen, und
trotzdem über steine laufen können. Daß man etwas fühlt ist normal und von
der Natur (auch beim Pferd) gewollt.
Ich will - wie gesagt - hier nicht den "back to the nature" - Propheten
spielen. Um sein Pferd erfolgreich umzustellen braucht man Geduld und
jemanden, der einem hilft. Am besten ein guter Hufpfleger - und die sind
leider genauso selten wie gute Hufschmiede.
Ich kann wirklich nur sagen: es funktioniert. Und Pferde, die Probleme mit
Gelenken, Sehnen etc haben, ist nicht geholfen, wenn sie auch noch extra
schwere Eisen bekommen. Mal ehrlich: wenn ein Mensch einen Tennisarm hat,
trägt er dann eine Hantel, um sich auszukurieren???????
Also, viel Spass noch,
Thomas
Barby Kaye schrieb:
> Marion Fünfrocken <Marion.Fu...@T-Online.de> wrote:
> >
> >
> >Thomas Bauderer schrieb:
> >> >
> >> Nach meiner Erfahrung ist das absolut wichtigste für die Durchblutung eines
> >> Hufes der Hufmechanismus. Hufschmiede, die behaupten, dass es ein Pferd
> >> gibt, das ein Eisen BRAUCHT, habe schlicht und ergreifend keine Ahnung.
> >> Jedes Pferd kann Barfuss gehen. Pferde, die Probleme mit den Hufen haben,
> >> MUESSEN Barfuss gehen.
> >>
> >
>
Hallo Thomas,
wenn ich so etwas lese, werde ich immer ganz traurig, da es ein Wunschtraum von mir
war ein Barfuss-Pferd zu reiten. Aber leider, die Realität sieht anders aus. Mein
Blüter muß vorne immer Beschlag haben, da er links vorne eine Hufbeinsenkung hat,
außerdem -typisch für Blüter - eine dünne Hornwand - und extrem langsames Hufwachstum.
Ich habe schon viel Mühe und Geld aufgewandt, um die Hornqualität und -quantität zu
verbessern und teilweise ist es mir auch gelungen.
Bevor ich durch Röntgenaufnahmen in einer Tierklinik überhaupt erfahren habe, daß mein
Pferd eine Hufbeinsenkung hat und vorne nie, auch nicht auf der Weide ohne Eisen gehen
darf, habe ich geglaubt ihm etwas ganz besonders Gutes zu tun und habe in der
Weidezeit den Beschlag abgenommen und vier Monate auf Reiten verzichtet. Das Ende des
Lieds war, daß die Hufe auf der Weide so kurz abgebrochen sind, daß das Pferd auf der
Weide lahmte und auch noch ein Hufgeschwür bekam. Trotzdem ließ ich ihn ohne Beschlag
weiter auf der Weise. Das Lahmen hörte nach einiger Zeit auf. Doch er ging immer
fühlig und rutschte in der Rangfolge ganz nach unten.
Tritt er sich auf der Weide das linke Eisen ab und muß noch eine Woche bis zum
Hufschmiedetermin warten, macht sich das in der Rangfolge gleich wieder bemerkbar. Er
ist nicht mehr so aktionsfähig.
Ich bin nach wie vor ein Barfuß-Pferd-Anhänger, doch zum Wohle des Pferdes muß man
halt individuell entscheiden.
Gruß
Jutta
das was Du beschreibst funktioniert in einigen faällen, aber nicht in allen.
Pauschalisieren ist auf beiden Seiten nicht gut.
Meine Zwei haben Eisen bisher nur aus der Ferne gesehen, wenn Du so willst dann
sind ihre Hufe noch recht "jungfräulich". Regelmäßiges Korrigieren vom Schmied
ist das Einzige, was sie kennen und dennoch wird mein Quarter im Frühjahr Eisen
bekommen, da - wie bereits erwähnt - die Stellung seiner Hufe, insbesondere der
der hinterhand, nicht einwandfrei ist.
Mein Schmied ist absolut kein Barfußgegner und er leistet sehr gute Arbeit. Er
hat noch nie zuviel weggenommen und schaut regelmäßig alle 4-5 Wochen im Stall
vorbei und manchmal bleibt es sogar nur beim Schauen - im wahrsten Sinne des
Wortes.
Gruß
>Katje + Apollo, der aufgrund guter Substanz und regelmaessigen Raspelns
>klasse Hufe hat und hoffentlich nicht beschagen werden muss...
>
>Der Arme: Beschagen zu werden ist nicht schön... Fast so schlimm wie
>"schreinen"
Der Arme Keine schreint immer so rum beim Beschagen, so dass ich den
Schied gar nicht mehr kommen lassen will; und wenn, nur wenn er die
Eien nicht mitbingt.
Hoffe mich klar genung ausgerueckt zu haben, jawoll.
So long,
Kate + Apllo
--
... man sollte beruecksichtigen, dass Esel und Blumen
in einem kleinen Garten zusammen nicht gedeihen.
Der Esel setzt sich immer durch.
Robin Borwick
>Sehe ich auch so. Wenn der Hufabrieb stärker ist als das Wachstum
>läuft das Pferd bald auf den Felgen..das kann es ja wohl nicht sein.
Das ist jetzt aber der Beweis, dass unser Vollquottel Uwe noch nie ein
Pferd gesehen hat. Uwe, Pferde sind diese Viecher mit Fell drumrum,
was Du meinst sind Autos...
So long,
Katje + der Jaguar
> Nach meiner Erfahrung ist das absolut wichtigste für die Durchblutung eines
> Hufes der Hufmechanismus. Hufschmiede, die behaupten, dass es ein Pferd
> gibt, das ein Eisen BRAUCHT, habe schlicht und ergreifend keine Ahnung.
> Jedes Pferd kann Barfuss gehen. Pferde, die Probleme mit den Hufen haben,
> MUESSEN Barfuss gehen.
Das ist so pauschal nicht richtig, und ich erlaube mir die Frage, wie weit Deine
angesprochene Erfahrung geht. Der gute und fachgerechte Hufbeschlag, namentlich
leichte Eisen und Hufnägel, beeinträchtigt den Hufmechanismus minimal, wenn
überhaupt. Ich kann Dir Eisen zeigen mit Schleifspuren bis an die Stelle des
ersten Hufnagels, was zeigt, das der Huf sich nahezu ungehindert ausdehnen kann.
Selbstverständlich könnte *mehr* Pferde unbeschlagen sein, als es derzeit sind.
Es ist aber kein Allheilmittel für alle Hufprobleme - z.B. ganz sicher nicht für
Huflederhautentzündung.
Es gibt auch Pferde mit Fehlstellungen der Hinterbeine, kuhhessig oder gedreht,
die in schiefen Hufen resultieren, und sich verstärken, wenn nicht korrigierend
beschlagen wird (vgl.Wandruschka, Artikelserie in Freizeitreiten, 1997). Ich
habe selber ein Pferd das nur wenige Wochen hinten ohne Eisen gehen kann, sonst
deformiert der Huf zu sehr. Rücksichtsvoll zu reiten, wenn das Pferd
unbeschlagen ist, ist für mich eine Selbstverständlichkeit -- nicht aber, das
Pferd deshalb stehen zu lassen!
> Scherz beiseite: der Huf eines Pferde passt sich der Härte von Böden, auf
> denen das
> Pferd geht an. Nur mit dieser tricky Technik war es Pferden überhaupt
> möglich, die unterschiedlichsten Lebensräume zu erobern.
>
> Die Technik funktioniert so: harter Boden -> viel Hufmechanismus -> bessere
> Durchblutung -> härteres Horn
>
Das ist im Prinzip sicher richtig, aber seit dem systematischen Bau von
Kunststrassen seit ca. 240 Jahren hilft das allein nicht mehr viel - zumal wenn
das Pferd auch geritten oder gefahren werden soll. Und sicherlich werden die
Kelten vor 2400 Jahren das genagelte Hufeisen nicht erfunden haben, weil sie
üble Sadisten waren, sondern weil auch ein guter Huf an die Grenze kommen kann,
wenn das Pferd viel bewegt wird.
Ich habe noch ein Pferd, das, wenn es extrem lange barfuss geht, Probleme
bekommt. Weil es sich nämlich die Zehen sehr wenig abnutzt, dagegen die Trachten
sehr stark - Resultat, der Huf wird immer flacher, fällt unter 50°, und die
Sehnen fangen an Probleme zu machen. Das geht langfristig nur gut wenn ich nicht
viel reite.
Vernünftiger, das Pferd zwischendurch etwas korrigieren, und zu beschlagen wenn
es zu flach wird. So bleibt der Huf immer im Winkel zwischen 53-55°, für dieses
Pferd das Optimum. Das Pferd hat grosse, hervorragend geformte und harte Hufe.
Noch etwas: SEHR VIELE Barfusspferde haben notorisch zu lange Zehen, zu kurze
Trachten (Long toe low heel), ich vermute aus exakt demselben Grund wie bei
meiner Stute. Sehnenprobleme sind dann nicht weit. Hufrolle hat übrigends auch
mit zu flacher Stellung zu tun.
Reiterliche Grüsse,
Frank Mechelhoff
ich stimme dir einfach mal zu...:-))
allgemeine urteile sind ungenügend!
wie beim futter müssen wir individuell entscheiden....leider,,,,
liebe grüsse von tendre, der gerne nicht beschlagen würde, aber bei einem
pferd wohl oder übel muss.....
>Das ist so pauschal nicht richtig, und ich erlaube mir die Frage, wie weit
Deine
>angesprochene Erfahrung geht. Der gute und fachgerechte Hufbeschlag,
namentlich
>leichte Eisen und Hufnägel, beeinträchtigt den Hufmechanismus minimal, wenn
>überhaupt. Ich kann Dir Eisen zeigen mit Schleifspuren bis an die Stelle
des
>ersten Hufnagels, was zeigt, das der Huf sich nahezu ungehindert ausdehnen
kann.
Ach, wie suess! Ist das der Hufmechanismus, den Du meinst? Drollig! Das ist
der jämmerliche Rest!
Du darfst Dir die Frage "wie weit meine angesprochene Erfahrung geht" gerne
stellen, aber wenn du mir im ersten Satz so doof kommst, dann erwartest du
aber nicht ernsthaft eine Antwort, oder?
>Selbstverständlich könnte *mehr* Pferde unbeschlagen sein, als es derzeit
sind.
>Es ist aber kein Allheilmittel für alle Hufprobleme - z.B. ganz sicher
nicht für
>Huflederhautentzündung.
Du wirst lachen: trotz mangelhafter Erfahrung hatte ich auch schon damit zu
tun!
>Es gibt auch Pferde mit Fehlstellungen der Hinterbeine, kuhhessig oder
gedreht,
>die in schiefen Hufen resultieren, und sich verstärken, wenn nicht
korrigierend
>beschlagen wird (vgl.Wandruschka, Artikelserie in Freizeitreiten, 1997).
Da schau her, ist mir doch glatt ein wichtiger Beitrag in DER
Fachzeitschrift für Pferdehufe entgangen.
Ist der Autor auch darauf gekommen, daß (wie ich aber schon einmal
geschrieben habe) das Pferd nicht von heute auf morgen krumm dasteht, und
man massig Zeit hat, durch Raspeln dieser Fehlstellung entgegenzuwirken?
>Ich
>habe selber ein Pferd das nur wenige Wochen hinten ohne Eisen gehen kann,
sonst
>deformiert der Huf zu sehr. Rücksichtsvoll zu reiten, wenn das Pferd
>unbeschlagen ist, ist für mich eine Selbstverständlichkeit -- nicht aber,
das
>Pferd deshalb stehen zu lassen!
Glaubst Du, meine Pferde bleiben stehen???
Der Huf Deines Pferdes deformiert sich kurzfristig schon, aber nur, weil er
eine Belastung nicht gewöhnt ist. Außerdem ist es mir echt wurscht, ob Dein
Pferd Eisen hat oder nicht...
>> Die Technik funktioniert so: harter Boden -> viel Hufmechanismus ->
bessere
>> Durchblutung -> härteres Horn
>>
>Das ist im Prinzip sicher richtig, aber seit dem systematischen Bau von
>Kunststrassen seit ca. 240 Jahren hilft das allein nicht mehr viel - zumal
wenn
>das Pferd auch geritten oder gefahren werden soll.
Ja, wenn Du ein junges Pferd anreitetest, Dich auf die B8 klemmst und am
ersten Tag 100km abspulst, dann brauchst Du Eisen - ganz klar!
Aber ich kenne zum Beispiel einen Kutschfahrer (verdient sein Geld mit
Kutschfahrten) in der Nähe von Berlin. Sein Pferde gehen Barfuß. Sein
Problem ist, daß er sie nicht mehr mit einem normalen Hufmesser ausschneiden
kann, sondern mit einer elektrischen Raspel ran muß.
>Und sicherlich werden die
>Kelten vor 2400 Jahren das genagelte Hufeisen nicht erfunden haben, weil
sie
>üble Sadisten waren, sondern weil auch ein guter Huf an die Grenze kommen
kann,
>wenn das Pferd viel bewegt wird.
...wenn es plötzlich viel bewegt wird.
Außerdem haben die Kelten auch einiges erfunden, was nach heutiger
Erkenntnis nicht unbedingt als letzter Schrei der Technik gilt.
Aber interessant, daß sie das Hufeisen 2160 Jahre vor der Teerstraße
erfunden haben, wo die doch der Hauptgrund für Eisen ist ;-)
Kirstin Zoller schrieb in Nachricht <388EE0...@sh-home.de>...
>die das Glueck ahtten, dann eines Tages in die Haende eines
>orthopaedisch ausserordentlich bewanderten Schmiedes hier oben zu
>kommen, gingen je nach Erkrankung einige Monate bis einige Jahre
>ausschliesslich mit orthopaedischen Beschlaegen......und sind heute
>wieder beschwerdefreie Barfussgaenger. Vier dieser Pferde (zwei
>davon meine) habe ich selbst diesem Schmied vorgestellt.
Kirstin, da gebe ich dir auch vollkommen recht: es gibt viele Wege zum Ziel.
Das wichtigste ist dabei nicht eine "Ideologie", sondern die Erfahrung und
Ausbildung des Hufschmieds/-Pflegers.
Ich bin nach jahrelanger Suche schließlich auf eine Tierärztin gestoßen, die
sich auf Hufe spezialisiert hat. Dadurch hat sie auch Erfahrung mit den
Mitteln der "traditionellen" Huforthopädie. Sie hat sich auf
"Barfußtherapie" verlegt, weil ihr die Erfolgsquote der "traditionellen" zu
niedrig war. Ich sage ja bei weitem nicht, daß das alles ein Krampf ist, was
mit Eisen zu tun hat. Sicherlich gibt es Heilungschancen und -erfolge!
So, ich muß jetzt wieder Pauken (Samstagmorgen VWL-Examen *würg*),
Tschüß,
Thomas
Frank Mechelhoff schrieb:
> Das ist so pauschal nicht richtig, und ich erlaube mir die Frage, wie weit Deine
> angesprochene Erfahrung geht. Der gute und fachgerechte Hufbeschlag, namentlich
> leichte Eisen und Hufnägel, beeinträchtigt den Hufmechanismus minimal, wenn
> überhaupt. Ich kann Dir Eisen zeigen mit Schleifspuren bis an die Stelle des
> ersten Hufnagels, was zeigt, das der Huf sich nahezu ungehindert ausdehnen kann.
>
>
> ........
Hallo Frank,
danke für Deinen Bericht.
Da ich selbst ein Pferd habe, das Eisen (inzwischen Aluminiumeisen) vorne zwingend
tragen muß, wie mir der TA sehr ernst sagte, da er meine Neigung zu Barfuß-Pferden
kannte, bekomme ich trotzdem immer ein schlechtes Gewissen ob meines beschlagenen
Pferdes, wenn jemand so einen generellen Beitrag gegen den Beschlag bei Pferden
schreibt wie Thomas.
Gruß
Jutta
Frank Mechelhoff schrieb:
> Das ist so pauschal nicht richtig, und ich erlaube mir die Frage, wie weit Deine
> angesprochene Erfahrung geht. Der gute und fachgerechte Hufbeschlag, namentlich
> leichte Eisen und Hufnägel, beeinträchtigt den Hufmechanismus minimal, wenn
> überhaupt. Ich kann Dir Eisen zeigen mit Schleifspuren bis an die Stelle des
> ersten Hufnagels, was zeigt, das der Huf sich nahezu ungehindert ausdehnen kann.
>
>
>
Hallo Frank,
Frank Mechelhoff schrieb:
> Das ist so pauschal nicht richtig, und ich erlaube mir die Frage, wie weit Deine
> angesprochene Erfahrung geht. Der gute und fachgerechte Hufbeschlag, namentlich
> leichte Eisen und Hufnägel, beeinträchtigt den Hufmechanismus minimal, wenn
> überhaupt. Ich kann Dir Eisen zeigen mit Schleifspuren bis an die Stelle des
> ersten Hufnagels, was zeigt, das der Huf sich nahezu ungehindert ausdehnen kann.
> Selbstverständlich könnte *mehr* Pferde unbeschlagen sein, als es derzeit sind.
> Es ist aber kein Allheilmittel für alle Hufprobleme - z.B. ganz sicher nicht für
> Huflederhautentzündung.
>
> ........
Thomas Bauderer wrote:
> Ich bin nach jahrelanger Suche schließlich auf eine Tierärztin gestoßen, die
> sich auf Hufe spezialisiert hat. Dadurch hat sie auch Erfahrung mit den
> Mitteln der "traditionellen" Huforthopädie. Sie hat sich auf
> "Barfußtherapie" verlegt, weil ihr die Erfolgsquote der "traditionellen" zu
> niedrig war.
Eine Frage...Du meinst mit dieser besagten Tieraerztin nicht zufaellig
Fr. Dr Strasser?
Viele Gruesse
Kirstin
Thomas Bauderer wrote:
> >Das ist so pauschal nicht richtig, und ich erlaube mir die Frage, wie weit
> Deine
> >angesprochene Erfahrung geht. Der gute und fachgerechte Hufbeschlag,
> namentlich
> >leichte Eisen und Hufnägel, beeinträchtigt den Hufmechanismus minimal, wenn
> >überhaupt. Ich kann Dir Eisen zeigen mit Schleifspuren bis an die Stelle
> des
> >ersten Hufnagels, was zeigt, das der Huf sich nahezu ungehindert ausdehnen
> kann.
>
> Ach, wie suess! Ist das der Hufmechanismus, den Du meinst? Drollig! Das ist
> der jämmerliche Rest!
Es wäre sicherlich zu schaffen, die Ausdehnung des Hufs mit oder ohne Eisen, mit
den entsprechenden Messgeräten, bei Belastung festzustellen. Wenn es darüber
nicht bereits Untersuchungen gibt.
Ich sehe das Eisen aber nicht als Verhinderer des Hufmechanismus, wenn der Huf
fachgerecht zugerichtet und das Eisen passend gefertigt ist. Ich sehe den
Hufmechanismus beim Metallbeschlag sogar besser am Werk als mit Hufschuhen, oder
manchen Kunststoffbeschlägen, besonders wenn diese durch langes Tragen schon
recht deformiert sind. Dann ist der Weg zum Zwanghuf nicht weit! Beim
fachgerechten Eisenbeschlag kommt das nicht vor. Im Gegenteil, ich kannn durch
eine gewisse Abkantung nach aussen den Hufmechanismus verstärken, wenn das
erforderlich wäre. Ich könnte ihn sogar soweit verstärken dass es dem Pferd
wehtut. Das zeigt dass die Gleichsetzung "Eisen=blockierter Hufmechanismus"
komplett irrig ist. Gute Hufschmiede wissen seit Jahrhunderten vom
Hufmechanismus und seinen Bedürfnissen!
Ich bin selber Akademiker ohne beruflichen handwerklichen Hintergrund und bringe
daher ein gewisses Verständnis für die Laiensicht auf, dass Eisen nun mal "hart"
und "fest" ist. Mir ging es, als ich meinem Pferd die ersten paar Jahre zur
Schmiede brachte, auch nicht anders. Bei einer Frau, oder Tierärztin, verstehe
ich es natürlich auch (Tierärzte sind ohnehin oft Technikfeinde). Wer sich
dagegen, sei es als Mechaniker, als Schmied, als beruflicher oder ambitionierter
Amateur-Hufschmied, mit der Bearbeitung metallischer Werkstoffe auskennt, weiss
das das nicht stimmt, und Eisen ein wunderbar gestaltbarer und flexibler (!)
Stoff ist.
> Du darfst Dir die Frage "wie weit meine angesprochene Erfahrung geht" gerne
> stellen, aber wenn du mir im ersten Satz so doof kommst, dann erwartest du
> aber nicht ernsthaft eine Antwort, oder?
Aber Natürlich... Aber auch verschweigen von Antworten ist eine Information ;-))
>
> >Es ist aber kein Allheilmittel für alle Hufprobleme - z.B. ganz sicher
> nicht für
> >Huflederhautentzündung.
>
> Du wirst lachen: trotz mangelhafter Erfahrung hatte ich auch schon damit zu
> tun!
>
Nein ich lache nicht:
Auch ich war früher Barfuss"fanatiker" und meine Pferde lavierten ziemlich oft
damit rum. Und auch heute sehe ich solche Pferde bei anderen. Ja es gibt sogar
Reiter die soweit gehen zu sagen, barfussgehen ist wichtiger als ein schöner
schwungvoller Gang. Die gleichen Leute geben dann lieber tausende aus für
massgefertigte Sättel, Chiropraktiker, und Spezialfuttermittel aus, weil alle
Muskulatur an Rücken und Hinterhand sich wegentwickelt.>Es gibt auch Pferde mit
Fehlstellungen der Hinterbeine, kuhhessig oder
> gedreht,
> >die in schiefen Hufen resultieren, und sich verstärken, wenn nicht
> korrigierend
> >beschlagen wird (vgl.Wandruschka, Artikelserie in Freizeitreiten, 1997).
>
> Da schau her, ist mir doch glatt ein wichtiger Beitrag in DER
> Fachzeitschrift für Pferdehufe entgangen.
Das war in der Tat ein Fachbeitrag auf ziemlich hohen Niveau, der auch in der
"Tierärztlichen Umschau" u.ä. Postillen dieserart hätte stehen
können.Geschrieben aber von einem Hufschmied. ich bezweifle aber dass mehr als
2% der "Freizeitreiter" diesen verstanden hätten.
> Ist der Autor auch darauf gekommen, daß (wie ich aber schon einmal
> geschrieben habe) das Pferd nicht von heute auf morgen krumm dasteht, und
> man massig Zeit hat, durch Raspeln dieser Fehlstellung entgegenzuwirken?
Ja richtig, aber das geht nur in der Theorie, solange nämlich noch genug zum
Raspeln da ist. Bei Pferden die sich die Aussentrachte runterlaufen, kannst Du
nicht auch die Innentrachte genauso krass runterschneiden, sonst ist das Pferd
nämlich, wie man so schön sagt, platt. Und wenn Du halbe Sachen machst, läuft es
sich die Aussentrachte mehr und mehr runter, bis gar nichts mehr zu retten.
Genau dieser Punkt, dass es nämlich kein Gleichgewicht gibt auf dass sich diese
Art der Abnutzung irgendwann einpendelt (wo man es dann belassen kann) war Thema
von Wandruschkas Artikel.
Und bevor jetzt jemand einwendet, das tritt nur bei extrem verstellten Pferde
auf (die man besser sowieso nicht reiten sollte) sage ich, falsch. Ostpreussen,
Trakehner waren, Ostblockpferde sind für diese Eigenart generell bekannt, die
aber ansonsten ihre Leistungsfähiglkeit nicht mindert.
> >Rücksichtsvoll zu reiten, wenn das Pferd
> >unbeschlagen ist, ist für mich eine Selbstverständlichkeit -- nicht aber, das
>
> >Pferd deshalb stehen zu lassen!
>
> Glaubst Du, meine Pferde bleiben stehen???
Das sage ich nur, weil ich manche Anhänger einer bestimmten, hier nicht näher
benannten Schule aus dem Baden-Württtembergischen Raum, nahe Tübingen, nach
einer "Tierärztin" (?) benannt, schon des öfteren die Empfehlung aussprechen
hörte, Pferde auf harten Untergrund, am, besten Beton oder Rasengitter zu
stellen, und ein paar Monate aufs Reiten zu verzichten, bis die Gufe sich
"umgewöhnt" haben... ;-)
> Ja, wenn Du ein junges Pferd anreitetest, Dich auf die B8 klemmst und am
> ersten Tag 100km abspulst, dann brauchst Du Eisen - ganz klar!
Die B8 wäre noch nichtmal das Problem, die ist schön asphaltiert. Schlimmer ist
der ganze Schotter, der auf unseren Waldwegen so rumliegt. Und das junge,
hochmotivierte Pferd geht da eine ganze Weile prima, auch wenn ich diese
Wegabschnitte auf das unvermeidbare beschränke. Doch irgendwann kommt der Punkt
wo es sagt "autsch" und "bitte nicht mehr". Natürlich sage ich auch eine Weile
zu ihm "komm, stell dich nicht so an, es ist nicht so schlimm!". Aber bevor ich
ihm das Gerittenwerden sauer mache, oder die Gänge versaue, kommen Eisen drauf.
Fertig.
> Aber ich kenne zum Beispiel einen Kutschfahrer (verdient sein Geld mit
> Kutschfahrten) in der Nähe von Berlin. Sein Pferde gehen Barfuß.
In der Brandenburger "Sandkiste" mag das auch gehen. Aber nicht bei mir daheim.
> >Und sicherlich werden die
> >Kelten vor 2400 Jahren das genagelte Hufeisen nicht erfunden haben, weil sie
> >üble Sadisten waren, sondern weil auch ein guter Huf an die Grenze kommen
> kann,
> >wenn das Pferd viel bewegt wird.
>
> ...wenn es plötzlich viel bewegt wird.
Der Beweis, dass das Pferd eines Strasser-Anhängers, beliebig trainiert und
vorbereitet, barfuss regelmässig Leistung erbringen kann, z.B. auf
Distanzritten, ist noch nicht erbracht. Hingegen habe ich viele unbeschlagene
Pferde von Barfussfanatikern wegen Lahmheit rausfliegen sehen, weil die
Tierärzte sagten "Das Pferd mag in Deinen Augen immer so laufen und in Ordnung
sein - in unseren Augen hat es Schmerzen und ist nicht reittauglich".
> Außerdem haben die Kelten auch einiges erfunden, was nach heutiger
> Erkenntnis nicht unbedingt als letzter Schrei der Technik gilt.
Um sich ein Urteil über eine bestimmte Technik, wie Hufbeschlag, erlauben zu
können muss man sie zunächst einmal verstanden haben, findest Du nicht?
>
> Aber interessant, daß sie das Hufeisen 2160 Jahre vor der Teerstraße
> erfunden haben, wo die doch der Hauptgrund für Eisen ist ;-)
...das zeigt sehr schön, dass nicht der Teer, sondern die Wegstreckenleistung,
in Kombination mit hartem Boden insgesamt, das Problem darstellt.
Reiterlichen Gruss,
Frank Mechelhoff
PS, Vorsicht, Strasser-Diskussionen führe ich etwa seit 8 Jahren. Und seit
Jahren warte ich darauf, dass mal ein neues Argument kommt, eins dass ich nicht
beachtet habe, oder eins das mir zu knacken gibt. Oder dass wenigstens so
intelligent ist wie die von Peter Spohr. Ich empfehle allen diesen Gegnern
wenigstens mal dessen "Bein- und Hufleiden" zu lesen, da können sie sich besser
munitionieren, wie aus 1000S. Strasser ;-))
Frank Mechelhoff wrote:
vorab: :-)..Du hast mir mit den meisten Dingen ;-))...aus der Seele
gesprochen....
> Ich bin selber Akademiker ohne beruflichen handwerklichen Hintergrund und bringe
> daher ein gewisses Verständnis für die Laiensicht auf, dass Eisen nun mal "hart"
> und "fest" ist. Mir ging es, als ich meinem Pferd die ersten paar Jahre zur
> Schmiede brachte, auch nicht anders. Bei einer Frau, oder Tierärztin, verstehe
> ich es natürlich auch (Tierärzte sind ohnehin oft Technikfeinde).
;-(((....aeh...was soll DAS denn heissen..bei einer "Frau".......also
ich BIN eine
habe ich zumindest bis heute immer angenommen......aber ich stehe
Technik durchaus sehr psoitiv gegenueber (verstehe sie manchmal
sogar;-))....und dass Hufeisen nach modernsten
Erkenntnissen und in Zusamenarbeit mit Tierarzt nd Schmied orthopaedisch
einwandtfrei zugerichtet und angepasst ein Segen unserer Zeit sind, der
so manchem Pferd das Leben
rettet, davon bin ich absolut ueberzeugt.......und das obwohl ich "Frau"
bin;-)))....
> Das sage ich nur, weil ich manche Anhänger einer bestimmten, hier nicht näher
> benannten Schule aus dem Baden-Württtembergischen Raum, nahe Tübingen, nach
> einer "Tierärztin" (?) benannt, schon des öfteren die Empfehlung aussprechen
> hörte, Pferde auf harten Untergrund, am, besten Beton oder Rasengitter zu
> stellen, und ein paar Monate aufs Reiten zu verzichten, bis die Gufe sich
> "umgewöhnt" haben... ;-)
...stimmt...und selbige "Spezialistin" propagierte mehr als einmal
oeffentlich, dass
eine Umstellung von langjaehrig Eisen auf Barhuf nahezu zwangslaeufig
mit einer
lederhautentzuendung einhergehen muss...und man sich ueber die Lahmheit
und die damit
verbundenen horriblen Schmerzen fuer das Pferd abfinden muesse, das
wuerde nach
kurzer Zeit vergehen und sei natuerlicher bestandteil des
Heilungsprozesses.....:-((....
...nur um das hier ganz kalrzustellen: ich halte das fuer eine fast
schon
tierquaelerische Aussage/Empfehlung zumal ich aus eigener hundertfacher
Beobachtung und/oder
Erfahrung weiss, dass absolut keine Umstellung auf Barhuf durch einen
guten Schmied
vorbereitet und durchgefuehrt ueberhaupt mit Problemen geschweige denn
mit Schmerzen verbunden sein muss.....
> PS, Vorsicht, Strasser-Diskussionen führe ich etwa seit 8 Jahren.
...Du auch? ...da koennen wir uns ja die Hand reichen....
Viele Gruesse
Kirstin
> >... Bei einer Frau, oder Tierärztin, verstehe
> > ich es natürlich auch (Tierärzte sind ohnehin oft Technikfeinde).
>
> ;-(((....aeh...was soll DAS denn heissen..bei einer "Frau".......also
> ich BIN eine
> habe ich zumindest bis heute immer angenommen......aber ich stehe
> Technik durchaus sehr psoitiv gegenueber (verstehe sie manchmal
> sogar;-))....und dass Hufeisen nach modernsten
> Erkenntnissen und in Zusamenarbeit mit Tierarzt nd Schmied orthopaedisch
> einwandtfrei zugerichtet und angepasst ein Segen unserer Zeit sind, der
> so manchem Pferd das Leben
> rettet, davon bin ich absolut ueberzeugt.......und das obwohl ich "Frau"
> bin;-)))....
hihi, wollte nicht frauenfeindlich werden....
Aber es gibt eben Reiter (auch Männer, aber meistens sind es Frauen) die Technik am
Pferd hassen. Aus einer Welt voller Technik flüchten sie zu etwas wo sie hoffen dass
Technik ihnen nie begegnet, und tut sie es doch, sind sie peinlich berührt. Und die
Argumente dieser Leute sind immer sehr unbeholfen, weil die Ursache ihrer Abneigung
letztllich Nicht-verstehen ist.
Das mag ein Grund sein warum Reitern mit rationalen Argumenten so wenig beizukommen
ist. Kaum einer macht sich die Mühe die Problemlösungstechniken anzuwenden die in
anderen Bereichen gang und gäbe sind, und das Ergebnis ist das überall Leute
herumlaufen die das Rad neu erfinden, oder mit Argumenten auftreten die schon seit 100
Jahren widerlegt sind, aber keiner auf die Idee kommt sich mal kundigzumachen - weil
die Probleme mit dem eigenen Pferd ja immer sooooooooooo einzigartig sind. Wer
überhaupt auf die Idee kommt, das andere vorher ähnliche Schwierigkeit gehabt (und
vielleicht gelöst!) haben, gilt schon als Intelligenzbestie!
Nur wenn einer gewinnt, dann wollen plötzlich alle wissen warum, und probieren es
genauso zu machen - meist mit enttäuschendem, wenn nicht katastrophalem Resultat.
Leider (!) trifft das auch auf die Tiermedizin zu, die sich im gleichen
Schneckentempo, oder besser gesagt kreisförmig vorwärtsbewegt. Die guten Tierärzte die
ich kenne haben alle nur gute Intuition. Systematisch arbeiten, tun sie nicht mal
ansatzweise. (Beispiel: Untersuchen einer Lahmheit.) Trial & Error ist alles was sie
kennen. Wie der Pawlow'sche Hund. Nur so ist es zu erklären, warum Behandlungsmethoden
die seit 100 Jahren kritisiert und seit 30 Jahren wissenschaftlich widerlegt sind,
noch immer praktiziert werden. Man stelle sich das mal übertragen auf die Humanmedizin
vor! 1-2 habe ich auf Wettkämpfen kennengelernt, die anders sind, ein paar Artikel von
Praktikern gelesen die mich zu dem Schluss kommen lassen, dass das auch für sie gilt.
Eine Handvoll gegen Tausende.
Was den Beschlag angeht, "Segen"? naja, für Glaubensdinge ist mir die Kirche
zuständig! Mir ist der alte Satz vom Beschlag als "notwendigem Übel" (oder
"notwendiges Gut", wenn man Herman folgen mag) lieber.
Gruss,
Frank
Hallo!
Könnte mir mal einer Erzählen, wer denn diese/r Strasser ist? Ich höre
davon das erste mal!
Danke
Andrea
Schade-schade...findest Du das sachlich? Warum sagst Du nichts zu meinen beiden?
Deren Hufe haben lange genug Zeit gehabt, sich an die Bodengegebenheiten zu
gewöhnen...warum klappt das nur leider bei meinem Quarter nicht? Ein kleiner
Stein im Weg, eine harte Wurzel und schon schmeißt er seine Vorderhand fast zu
Boden -ok-ok, etwas übertrieben-. Meinst Du so bekommt er Spaß am Reiten??
Deine Theorie, die auch mich arg an Strasser erinnert (ich wollte bei meiner
ersten Antwort keine Anspielungen machen weil, ich gerne erstmal unvoreingenommen
sein will)hinkt... und das im wahrsten Sinne des Wortes. Die Natur ist schon
lange nicht mehr in der Lage, alles „hinzubiegen“ was fehlerhaft ist. Und gerade
bei den Pferden sah es doch so aus, daß der, der z. B. bedingt durch die Hufe,
nicht mehr mitkam das Abendessen irgendeines fleischfressenden Raubtieres wurde...
Problem gelöst, jedenfalls für das betreffende Pferd.
Auf andere losgehen ist für mich immer ein Zeichen, daß man sich selbst nicht
mehr ganz sicher ist, oder leider einem Guru verfallen...ups, da war ich aber
ganz und gar nicht sachlich...sorry!
>Du darfst Dir die Frage "wie weit meine angesprochene Erfahrung geht" gerne
>Stellen, aber wenn du mir im ersten Satz so doof kommst, dann erwartest du
>aber nicht ernsthaft eine Antwort, oder?
Und willst Du auf soetwas eine Antwort? Frank meinte diese Frage mit Sicherheit
nicht abwertend... aber was verteidige ich ihn, er hat die Gabe auch bei solchen
Bemerkungen sachlich zu bleiben und nichts böses darin zu entdecken... und da
beneide ich ihn...
>Ja, wenn Du ein junges Pferd anreitetest, Dich auf die B8 klemmst und am
>Ersten Tag 100km abspulst, dann brauchst Du Eisen - ganz klar!
Ich bin zwar wieder nicht gemeint, aber mein Quarter – auch auf die Gefahr hin,
daß ich nerve oder mich sogar wiederhole – wurde mehr als sacht angeritten und
dennoch braucht er Eisen.
>...wenn es plötzlich viel bewegt wird.
Trifft, wie gesagt, bei meinen nicht zu...wobei ich ja schon wieder nicht
gemeint war...
>Außerdem haben die Kelten auch einiges erfunden, was nach heutiger
>Erkenntnis nicht unbedingt als letzter Schrei der Technik gilt.
..deshalb wurde und wird auch immer nur das über längere Zeit übernommen, was
gut ist...abgeändert und verbessert, um den größtmöglichen Nutzen aus Erfindungen
zu ziehen was zwangsläufig bedeutet, daß auch Fehler gemacht werden mußten/müssen.
. um zu lernen... und nur wer Scheuklappen auf den Augen hat ist nicht bereit,
andere Meinungen zu akzeptieren, Vor- und Nachteile möglichst neutral zu bewerten
und sich ein eigenes Bild zu schaffen. Damit soll aber kein Götzenbild gemeint
sein, welches das einzig wahre ist. Ups...bin ein wenig am Thema vorbei...oder?
>Aber interessant, daß sie das Hufeisen 2160 Jahre vor der Teerstraße
>erfunden haben, wo die doch der Hauptgrund für Eisen ist ;-)
Da haben wir es doch! Der Huf war auch vor Erfindung der Teerstraße nicht mehr
in ALLEN Fällen in der Lage, den wachsenden Belastungen standzuhalten...und das
trotz Sandpiste...*grübel*
Ich für meinen Teil verurteile weder den nackten Huf noch den mit Eisen,
Kunstoff, Aluminium....Hufschuh... bei mir zählt eigentlich das Ergebnis, inkl.
Dem Weg dort hin. Das wiederum ist sehr individuell, klafft aber normalerweise
nicht weit auseinander.
>So, ich muß jetzt wieder Pauken (Samstagmorgen VWL-Examen *würg*)
Viel Erfolg!
Nicole
..mit dem frechen Quarter, der sich schon auf seine Möhren freut damit er
keine Brille braucht...oder war das wegen der Würmer, die er dann nicht
bekommt??? *ggg*
Nein. Die kenne ich auch nicht.
>Viele Gruesse
Thomas
> Wer sich
>dagegen, sei es als Mechaniker, als Schmied, als beruflicher oder
ambitionierter
>Amateur-Hufschmied, mit der Bearbeitung metallischer Werkstoffe auskennt,
weiss
>das das nicht stimmt, und Eisen ein wunderbar gestaltbarer und flexibler
(!)
>Stoff ist.
Sorry, aber erst redest du von Schleifspuren auf dem Eisen und dann, wie
soft und weich ein Eisen ist. Biegt sich nun das Eisen, oder rutscht der Huf
darauf? Nebenbei: in Richtung des Hufmechnismus sperrt das Eisen mit etwa
2cm*0,5cm. Nebenbei: würde sich das Eisen selber bewegen, würde es brechen.
Ich glaube, ich habe mit dem Werkstoff "Eisen" schon mehr Erfahrung gemacht
als Du.
Du kannst jetzt übrigens damit aufhören, mich als Laien darzustellen, für
den Du ein "gewisses Verständnis" aufbringst. Sonst platzt mir nämlich echt
noch der Kragen - und d´Leit redn scho:
Barby Kaye schrieb in Nachricht <3891...@netnews.web.de>...
>Auf andere losgehen ist für mich immer ein Zeichen, daß man sich selbst
nicht
>mehr ganz sicher ist, oder leider einem Guru verfallen.
Frank Mechelhoff schrieb in Nachricht <3891910C...@c-s-k.de>...
>Bei einer Frau, oder Tierärztin, verstehe
>ich es natürlich auch (Tierärzte sind ohnehin oft Technikfeinde)
Nur keine Angst: ich bin weder Technikfeind, was Pferdefüsse angeht, noch in
sonstiger Hinsicht. Mich würde einmal interessieren, wie Du permanent auf
die Idee kommst, mich dumm anzumachen. Obwohl Nicole ja Deine Sachlichkeit
rühmt.
>Aber Natürlich... Aber auch verschweigen von Antworten ist eine Information
;-))
wenn ich nicht "etwas" in Zeitnot wäre, würde ich lang und breit jedes
argument mit dir auswalzen....
>Ja es gibt sogar
>Reiter die soweit gehen zu sagen, barfussgehen ist wichtiger als ein
schöner
>schwungvoller Gang.
Ich als Westernreiter pfeiff´ ebenfalls auf einen schwungvollen Gang!
>Die gleichen Leute geben dann lieber tausende aus für
>massgefertigte Sättel, Chiropraktiker, und Spezialfuttermittel aus, weil
alle
>Muskulatur an Rücken und Hinterhand sich wegentwickelt.
....weil der schwungvolle Gang fehlt, oder? Komisch, daß meine Pferde -
gerade and den von Dir beschriebenen Stellen - ziemlich gut bestückt sind.
>Das war in der Tat ein Fachbeitrag auf ziemlich hohen Niveau, der auch in
der
>"Tierärztlichen Umschau" u.ä. Postillen dieserart hätte stehen
>können.Geschrieben aber von einem Hufschmied. ich bezweifle aber dass mehr
als
>2% der "Freizeitreiter" diesen verstanden hätten.
Haben oder hätten? Ich lese zwar aus diesem Satz, dass Du Dich zu den
schlaueren 2% zaehlst, aber bei Deiner Grammatik kann ich mich auch irren.
>> Ist der Autor auch darauf gekommen, daß (wie ich aber schon einmal
>> geschrieben habe) das Pferd nicht von heute auf morgen krumm dasteht, und
>> man massig Zeit hat, durch Raspeln dieser Fehlstellung entgegenzuwirken?
>
>Ja richtig, aber das geht nur in der Theorie, solange nämlich noch genug
zum
>Raspeln da ist.
Tja, alle Theorie ist grau. Trotzdem funktioniert es bei meinen Pferde auch
in der Praxis.
>Bei Pferden die sich die Aussentrachte runterlaufen, kannst Du
>nicht auch die Innentrachte genauso krass runterschneiden, sonst ist das
Pferd
>nämlich, wie man so schön sagt, platt.
Die wird auch nicht runtergeschnitten, sondern es wird die Tragwand der zu
langen Tracht dünner geraspelt. Dadurch hat die auch einen stärkeren Abrieb.
>Das sage ich nur, weil ich manche Anhänger einer bestimmten, hier nicht
näher
>benannten Schule aus dem Baden-Württtembergischen Raum, nahe Tübingen, nach
>einer "Tierärztin" (?) benannt, schon des öfteren die Empfehlung
aussprechen
>hörte, Pferde auf harten Untergrund, am, besten Beton oder Rasengitter zu
>stellen, und ein paar Monate aufs Reiten zu verzichten, bis die Gufe sich
>"umgewöhnt" haben... ;-)
Na, super, dann haben sich die Hufe ans Rumstehen gewöhnt...
>Und das junge,
>hochmotivierte Pferd geht da eine ganze Weile prima, auch wenn ich diese
>Wegabschnitte auf das unvermeidbare beschränke. Doch irgendwann kommt der
Punkt
>wo es sagt "autsch" und "bitte nicht mehr". Natürlich sage ich auch eine
Weile
>zu ihm "komm, stell dich nicht so an, es ist nicht so schlimm!". Aber bevor
ich
>ihm das Gerittenwerden sauer mache, oder die Gänge versaue, kommen Eisen
drauf.
>Fertig.
Wenn du meinst. Wie gesagt - ich habe nix gegen Eisen, nix gegen Reiter, die
Pferde mit Eisen reiten und vor allem nix gegen Hufschmiede. Solange wir
nicht wissen, was ein Pferd denkt, werden wir ihm das Handeln abnehmen
müssen. Du rufst Deinem Pferd den Hufschmied und ich schneide meins aus. Ist
das jetzt geklärt?
>> Aber ich kenne zum Beispiel einen Kutschfahrer (verdient sein Geld mit
>> Kutschfahrten) in der Nähe von Berlin. Sein Pferde gehen Barfuß.
>
>In der Brandenburger "Sandkiste" mag das auch gehen. Aber nicht bei mir
daheim.
"Was nicht darf, das ist nicht" - falsch der fährt auf der Straße.
Sollte Dich der letzte Satz irgendwie irritieren, dann lies ihn einfach
nicht.
>Der Beweis, dass das Pferd eines Strasser-Anhängers, beliebig trainiert und
>vorbereitet, barfuss regelmässig Leistung erbringen kann, z.B. auf
>Distanzritten, ist noch nicht erbracht. Hingegen habe ich viele
unbeschlagene
>Pferde von Barfussfanatikern wegen Lahmheit rausfliegen sehen, weil die
>Tierärzte sagten "Das Pferd mag in Deinen Augen immer so laufen und in
Ordnung
>sein - in unseren Augen hat es Schmerzen und ist nicht reittauglich".
Wie gesagt: ich kenne Frau Strasser nicht (die dir allerdings einen Dr.
Titel voraus hat), aber ich kenne genug Pferde, die Barfuß Distanzritte
mitgehen. Oft kommen sie sogar ans Ziel, weil es mittlerweile nämlich auch
schon Tierärzte gibt, die einen DURCHBLUTETEN Huf von einem KALTEN Huf
unterscheiden können.
Das war nämlich immer der Knackpunkt, nämlich daß Blut warm ist und
durchblutete Hufe ebenfalls. Wenn nun als Referenz ein beschlagenes Pferd
genommen wird, dannist der unbeschlagene Huf logisch wärmer.
Das hat jetzt - ich sage das zu Vorbeugung nocheinmal - nicht heissen
sollen, daß ich die Reiter der "Eisenpferde" verdamme, weil die Füße der
Pferde "gequält" oder sonstwas werden.
>Um sich ein Urteil über eine bestimmte Technik, wie Hufbeschlag, erlauben
zu
>können muss man sie zunächst einmal verstanden haben, findest Du nicht?
Siehe oben.
>...das zeigt sehr schön, dass nicht der Teer, sondern die
Wegstreckenleistung,
>in Kombination mit hartem Boden insgesamt, das Problem darstellt.
Ich bestreite das ja gar nicht. Ich kenne auch Fälle, wo ein Pony so viel
geritten wird, daß alle vier Wochen die Eisen durch sind. Klar, daß dieses
Pferd einen Beschlag braucht. Aber nach dem Motto "Kleinvieh macht auch
Mist" ist die Bewegung DIESES Pferde so viel, daß auch der verringerte
Hufmechnismus noch mehr ist, als bei meinen Pferden, bei den ich froh bin,
wenn ich am Tag eine Stunde reite.
Und jetzt Hand aufs Herz: wieviele Freizeitreiter reiten soviel??
>PS, Vorsicht, Strasser-Diskussionen führe ich etwa seit 8 Jahren. Und seit
>Jahren warte ich darauf, dass mal ein neues Argument kommt, eins dass ich
nicht
>beachtet habe, oder eins das mir zu knacken gibt. Oder dass wenigstens so
>intelligent ist wie die von Peter Spohr. Ich empfehle allen diesen Gegnern
>wenigstens mal dessen "Bein- und Hufleiden" zu lesen, da können sie sich
besser
>munitionieren, wie aus 1000S. Strasser ;-))
Tut mir leid, daß ich mich jetzt nicht fürchte, aber ich glaube auch nicht,
daß ich mit Dir acht Jahre diskutieren werde. Mir kommt es eher so vor, als
daß Du - zwar keinem Guru hörig wie ich - aber doch eifrig missionierst für
die Priesterschaft der Hufschmiede.
>eins dass ich nicht
>beachtet habe
Es ist fein, daß ich endlich den Menschen kennenlernen darf, der zum einen
zu den intelligentesten 2% der Freizeitreiter gehört (siehe oben), und
darüber hinaus auch *alle* Argumente gegen Eisen kennt (und alle widerlegt
hat).
Noch mehr Glück habe ich, weil er "ein gewisses Verständnis" für meine
"Laiensicht" aufbringt (siehe ebenfalls oben).
Wenn mich dann ob der dummen Anmache noch die Wut packt, kann ich noch froh
sein, denn "er hat die Gabe auch bei solchen Bemerkungen sachlich zu bleiben
und nichts böses darin zu entdecken" (siehe Posting von "Barby Kaye").
So, nix für ungut
weiterhin "Reiterliche Grüße",
oder wie ich weniger formell zu sagen pflege:
Tschüß,
Thomas
> Sorry, aber erst redest du von Schleifspuren auf dem Eisen und dann, wie
> soft und weich ein Eisen ist.
Ich habe nicht gesagt, dass es soft und weich, sondern dass Eisen elastisch ist
und Zug- und Druckkräfte aufnehmen kann.
> Biegt sich nun das Eisen, oder rutscht der Huf
> darauf? Nebenbei: in Richtung des Hufmechnismus sperrt das Eisen mit etwa
> 2cm*0,5cm.
Der Huf rutscht nicht auf dem Eisen. Beim Hufmechanismus reden wir nicht über
Zentimeter. Der beschlagene Huf kann sich leicht ausdehnen, soweit keine
zusätzlich angebrachten Aufzüge u.ä. das verhindern. Das wird vor allem durch
die glatte Oberfläche des Eisens sowie die Flexibilität der Hufnägel ermöglicht,
die der Druckbelastung leicht nachgeben (deshalb ist es so wichtig mit feinen
Nägeln zu beschlagen). Das Eisen selbst biegt sich nur minimal, aber
hauptsächlich im Zehenteil. Frage beantwortet?
> Nebenbei: würde sich das Eisen selber bewegen, würde es brechen.
Gusseisen, ja - vielleicht. Schmiedeeisen, nein.
> Ich glaube, ich habe mit dem Werkstoff "Eisen" schon mehr Erfahrung gemacht
> als Du.
Tatsächlich?
> wenn ich nicht "etwas" in Zeitnot wäre, würde ich lang und breit jedes
> argument mit dir auswalzen....
ich kann warten. Auf gute Argumente zu warten, lohnt sich immer...
> >Ja es gibt sogar
> >Reiter die soweit gehen zu sagen, barfussgehen ist wichtiger als ein
> schöner
> >schwungvoller Gang.
>
> Ich als Westernreiter pfeiff´ ebenfalls auf einen schwungvollen Gang!
Nun, das ist Deine Sache. Jedenfalls glaube ich nicht dass Westernreiter Pferde
haben wollen die nur noch kurz treten, oder dahinstolpern, weil ihnen die Füsse
wehtun. Ein Pferd das schön und schwungvoll läuft (im Rahmen seiner
rassetypischen Möglichkeiten) äussert damit zunächst einmal dass es gesund ist,
und das habe ich gemeint. Ein Pferd das kurz tritt, zeigt dass etwas nicht in
Ordnung ist, und baut, wenn es länger so geritten wird, massiv Muskulatur an
Hinterhand und Rücken ab. Ruiniert ist es schnell, aber korrigieren: das dauert!
Wenn es nur danach geht, was ich als Reiter als bequem empfinde oder nicht,
müsste ich als Distanzreiter den schwungvollen Gang noch viel mehr ablehnen als
Du, zumal ich, anders als die Mehrheit meiner Zunft, versuche diesen
auszusitzen. Ich ziehe es aber vor, manchmal durchgeschüttelt zu werden, und
freue mich an der Lebsnsfreude meines Pferdes.
> Haben oder hätten? Ich lese zwar aus diesem Satz, dass Du Dich zu den
> schlaueren 2% zaehlst, aber bei Deiner Grammatik kann ich mich auch irren.
Du musst Dich schon entscheiden, ob Du mit mir zur Sache oder zur Stil- und
Grammatikfragen diskutieren willst. Ich stehe nur für ersteres zur Verfügung.
Und was den Zynismus angeht, hast Du doch damit angefangen oder ? (ach wie
suess, "die" Zeitschrift für Pferdehufe etc)
> Tja, alle Theorie ist grau. Trotzdem funktioniert es bei meinen Pferde auch
> in der Praxis.
Jaja, weil es bei 1-2 Pferden funktioniert, wird gleich eine Weltanschauung
drauss gemacht, und es fallen Sätze wie "Hufschmiede, die behaupten, dass es ein
Pferd
gibt, das ein Eisen BRAUCHT, habe schlicht und ergreifend keine Ahnung.
Jedes Pferd kann Barfuss gehen. Pferde, die Probleme mit den Hufen haben,
MUESSEN Barfuss gehen."
So nun haben Dir ein paar Leute nachgewiesen, dass das nicht stimmt. Niemand hat
etwas dagegen wenn Du Deine Theorie an Deinen Pferden anwendest, wo sie
zufälligerweise funktionieren mag. Aber Sätze wie diese werden hier mit Recht
auseinandergepflückt, und wenn der Urheber auf diesen insistiert, teilt er deren
Schicksal.
> Solange wir
> nicht wissen, was ein Pferd denkt, werden wir ihm das Handeln abnehmen
> müssen. Du rufst Deinem Pferd den Hufschmied und ich schneide meins aus. Ist
> das jetzt geklärt?
Kein Problem damit. Wenn man es schafft, es dabei zu belassen, ohne
"missionieren" zu wollen...
> Wie gesagt: ich kenne Frau Strasser nicht (die dir allerdings einen Dr.
> Titel voraus hat), aber ich kenne genug Pferde, die Barfuß Distanzritte
> mitgehen. Oft kommen sie sogar ans Ziel, weil es mittlerweile nämlich auch
> schon Tierärzte gibt, die einen DURCHBLUTETEN Huf von einem KALTEN Huf
> unterscheiden können.
Achgott, einen Dr.-Titel haben und dann solchen Unfug verzapfen - dann bleibe
ich doch lieber Amateur... Ich bin selber schon genug Distanzritte barfuss
gegangen um zu wissen, dass es auf die Streckenlänge, das Tempo, vor allem aber
aufs GELÄUF ankommt. Dennoch sind die "Barfussreiter" eine winzige Minderheit,
und ich kenne keinen unter ihnen, der Hufschutz radikal ablehnt.
Das mit dem durchbluteten und kalten Huf ist allerding ziemlicher Unfug.
Beschlagene Hufe sind genauso gut oder schlecht durchblutet wie unbeschlagene.
Nur welche mit Huflederhautentzündung sind es besonders stark! Kein Tierarzt
wird ein Pferd auf einem Wettkampf herausnehmen weil die Hufe warm sind -
sondern weil sie lahm sind.
> >Um sich ein Urteil über eine bestimmte Technik, wie Hufbeschlag, erlauben
> zu
> >können muss man sie zunächst einmal verstanden haben, findest Du nicht?
>
> Siehe oben.
siehe wo?
> Tut mir leid, daß ich mich jetzt nicht fürchte, aber ich glaube auch nicht,
> daß ich mit Dir acht Jahre diskutieren werde. Mir kommt es eher so vor, als
> daß Du - zwar keinem Guru hörig wie ich - aber doch eifrig missionierst für
> die Priesterschaft der Hufschmiede.
wieso sollte ich das tun, wenn ich meine Pferde selbst beschlage? Nur kenne ich
aus eigener langjährig geübter Praxis das Ausschneiden, die Hufkorrektur, den
Kunststoff- und Aluminiumbeschlag, den Kalt- und Heissbeschlag von Eisen. Du
wirst von mir kein Urteil zu etwas finden dass ich nicht genügend kenne, wie
z.B. Hufschuhe. Hingegen urteilst Du fortwährend über Eisenbeschlag, obwohl Du,
das zeigen Deine Argumente, ihn gar nicht verstanden hast.
Um das klarzustellen, natürlich gibt es Argumente gegen das Eisen für bestimmte
Zwecke, sonst würde ich meine Pferde für meinen Einsatzzweck nicht 4 sondern 12
Monate im Jahr mit Eisen beschlagen haben. Nur zu diesen Argumenten werden wir
nicht vordringen, wenn ich meine Energie verschwenden muss gegen so
undifferenziertes Zeugs wie den "festgehaltenen Hufmechanismus", "nicht
durchblutete Hufe" u.ä. zu argumentieren.
Sicherlich kennst Du als erfahrener Hufpfleger die Anzeichen, wie sich
festgehaltener Hufmechanismus und mangelnde Durchblutung am Huf selbst äussern,
es sind alle Erkrankungen des Strahls und auch Zwanghuf. Das sind Dinge da muss
man nicht Tiermedizin, oder Maschinenbau zu studiert haben, da genügt es den Huf
aufzuheben und nachzusehen. Und deshalb, mache Dir mal die Mühe ein paar
beschlagene Pferde einfach nur anzusehen, ob alle diese Zeichen aufweisen. Wenn
Du ein paar findest, die trotz Eisen gesunde Hufe haben, dann überlege Dir ob
sie einfach Glück hatten oder andere Ursachen vorliegen - solche die mit
einfachen Erklärungsmodellen wie von Dir hier geäussert, vielleicht nicht
kompatibel sind. Dann haben wir eine ganz andere Basis, um weiterzudiskutieren.
> Es ist fein, daß ich endlich den Menschen kennenlernen darf, der zum einen
> zu den intelligentesten 2% der Freizeitreiter gehört (siehe oben), und
> darüber hinaus auch *alle* Argumente gegen Eisen kennt (und alle widerlegt
> hat).
Keine Frage der Intelligenz. Aber um einen Artikel eines Hufschmieds zu
verstehen, muss man zum einen deren Terminologie beherrschen, zum anderen aber
auch die notwendige Erfahrung haben, d.h. nicht nur 1 oder 2, sondern viele
Pferde ausgeschnitten, beschlagen etc. zu haben. Und mir fiel es, als ich diesen
las, mir wirklich wie Schuppen von den Augen, hatte das Gefühl, der Autor hätte
in meinen Kopf reingeguckt und einen Gedanken, die da schon lange herumgärte,
endlich mal präzise formuliert, begründet und zuende gedacht. Deshalb sagte ich,
nur 2% hätten ihn verstanden. Weil er nämlich nicht von einem Journalisten
sondern einem Fachmann geschrieben war, und echtes Neuland betraf.
PS, Ich hoffe Deine VWL-Klausur ging gut. Ich bin froh, meine etwa 10 Jahre
hinter mir zu haben...
Gruss,
Frank
>>Ach, wie suess! Ist das der Hufmechanismus, den Du meinst? Drollig! Das
ist
>>Der jämmerliche Rest!
>
>Schade-schade...findest Du das sachlich?
Allerdings finde ich das. Ein gute Freund von mir ist Hufschmied (*staun*)
und selbst der würde nicht behaupten, daß der Hufmechanismus mit Eisen
"gleich gut" oder gar "besser" sei.
>Warum sagst Du nichts zu meinen beiden?
Weil ich sie nicht kenne - und keine Zeit hatte.
>Deren Hufe haben lange genug Zeit gehabt, sich an die Bodengegebenheiten zu
>gewöhnen...warum klappt das nur leider bei meinem Quarter nicht?
Was da genau "schief läuft" weiß ich nicht. Ich glaube Du hast irgendwas
über die Hornqualität Deines Quarters geschrieben. Soviel steht fest
(vielleicht hat das die mir unbekannte Frau Strasser ja auch gesagt): das
Horn wird nicht besser wenn ein Eisen drauf ist. Es wird tendenziell
schlechter.
Schlechte Hornqualität kann viele Ursachen haben - aber so gut wie nie
genetische.
> Die Natur ist schon
>lange nicht mehr in der Lage, alles „hinzubiegen“ was fehlerhaft ist. Und
gerade
>bei den Pferden sah es doch so aus, daß der, der z. B. bedingt durch die
Hufe,
>nicht mehr mitkam das Abendessen irgendeines fleischfressenden Raubtieres
wurde...
Die Todesursachen Nr.1-5 bei Wildpferden ist auf alle Fälle nicht
hufbedingt. Ich habe das in irgendeinem Forschungsartikel über Wildpferde in
Afrika gelesen. Vielleicht finde ich den ja wieder.
>Auf andere losgehen ist für mich immer ein Zeichen, daß man sich selbst
nicht
>mehr ganz sicher ist, oder leider einem Guru verfallen...ups, da war ich
aber
>ganz und gar nicht sachlich...sorry!
Ich gehe nur auf Leute los, die mir als erstes sagen: "wenn Du keine Ahnung
hast, dann halt´s Maul!"
Da brauch´ ich keinen Guru verteidigen oder sonstwen. Da geht´s mir um den
Ton und die Art.
> er hat die Gabe auch bei solchen
>Bemerkungen sachlich zu bleiben und nichts böses darin zu entdecken... und
da
>beneide ich ihn...
Naja, jeder kann sich ja seine Gurus selbst aussuchen.
>>Aber interessant, daß sie das Hufeisen 2160 Jahre vor der Teerstraße
>>erfunden haben, wo die doch der Hauptgrund für Eisen ist ;-)
>
>Da haben wir es doch! Der Huf war auch vor Erfindung der Teerstraße nicht
mehr
>in ALLEN Fällen in der Lage, den wachsenden Belastungen standzuhalten...und
das
>trotz Sandpiste...*grübel*
Du kannst wieder aufhören zu grübeln. Ich grüble auch angesichts der
Tatsache, daß Kelten jetzt die Vorreiter im Tierschutz sind. Meine Pferde
sind mein Hobby und nicht mein Fortbewegungsmittel. In ein paar hundert
Jahren, wenn vielleicht ein Fortbewegungsmittel nach den Autos (ich bin
immmer noch kein Technikfeind) erfunden worden ist, werden die Menschen, die
dann Autos aus Hobby haben die dann vielleicht auch anders pflegen?
>..mit dem frechen Quarter, der sich schon auf seine Möhren freut damit er
>keine Brille braucht...oder war das wegen der Würmer, die er dann nicht
>bekommt??? *ggg*
Gehört zwar nicht hierher, aber Vorsicht:
Karotten helfen nicht gegen Würmer, sondern verursachen eine Vermehrung
derselben. Wenn man dann tote Würmer, die ja jetzt statistisch häufiger
sind, im Kot findet, dann liegt die falsche Vermutung nahe, daß das Pferd
jetzt "entwurmt" ist.
Das habe ich zumindest so am Rande eines Fütterungsseminars gehört.
Tschüß, und lasst euch die Möhren schmecken!
Thomas
Hi Thomas,
aber es scheint doch tatsächlich auch mit Hufeisen zu funtionieren, oder? Oder
fallen allen Pferden gleich die hufe ab, nur weil sie Eisen haben???
>>Warum sagst Du nichts zu meinen beiden?
>
>Weil ich sie nicht kenne - und keine Zeit hatte.
>
>>Deren Hufe haben lange genug Zeit gehabt, sich an die Bodengegebenheiten zu
>>gewöhnen...warum klappt das nur leider bei meinem Quarter nicht?
>
>Was da genau "schief läuft" weiß ich nicht. Ich glaube Du hast irgendwas
>über die Hornqualität Deines Quarters geschrieben. Soviel steht fest
>(vielleicht hat das die mir unbekannte Frau Strasser ja auch gesagt): das
>Horn wird nicht besser wenn ein Eisen drauf ist. Es wird tendenziell
>schlechter.
Wenn Du richtig gelesen hättest, hättest Du lesen können, daß die Qualität des
Hufhorns sehr gut ist, es nur leider an Quantität mangelt und das, obwohl er noch
niemals beschlagen wurde und auch kein Stallpferd ist, welches lange Zeit am Tag
in der Box steht.
>>Schlechte Hornqualität kann viele Ursachen haben - aber so gut wie nie
>genetische.
>
>> Die Natur ist schon
>>lange nicht mehr in der Lage, alles „hinzubiegen“ was fehlerhaft ist. Und
>gerade
>>bei den Pferden sah es doch so aus, daß der, der z. B. bedingt durch die
>Hufe,
>>nicht mehr mitkam das Abendessen irgendeines fleischfressenden Raubtieres
>wurde...
>
>
>Die Todesursachen Nr.1-5 bei Wildpferden ist auf alle Fälle nicht
>hufbedingt.
Was ich nie behauptet! Ich sagte nur, daß die, die Hufprobleme hatten, sie nicht
lange hatten...
>>Auf andere losgehen ist für mich immer ein Zeichen, daß man sich selbst
>nicht
>>mehr ganz sicher ist, oder leider einem Guru verfallen...ups, da war ich
>aber
>>ganz und gar nicht sachlich...sorry!
>
>
>Ich gehe nur auf Leute los, die mir als erstes sagen: "wenn Du keine Ahnung
>hast, dann halt´s Maul!"
Ich glaube kaum, daß Dir hier irgendjemand den Mund verbieten wollte.
>
>>>Aber interessant, daß sie das Hufeisen 2160 Jahre vor der Teerstraße
>>>erfunden haben, wo die doch der Hauptgrund für Eisen ist ;-)
>>
>>Da haben wir es doch! Der Huf war auch vor Erfindung der Teerstraße nicht
>mehr
>>in ALLEN Fällen in der Lage, den wachsenden Belastungen standzuhalten...und
>das
>>trotz Sandpiste...*grübel*
>
>
>Du kannst wieder aufhören zu grübeln. Ich grüble auch angesichts der
>Tatsache, daß Kelten jetzt die Vorreiter im Tierschutz sind.
Wer hat denn davon gesprochen? Ich meinte nur, daß man sich auch damals schon
das Hirn darüber zerbrochen hat, wie man die Hufe besser "schützen" kann, damit
man möglichst weite Strecken auf seinem Transportmittel juckeln konnte...unser
Einst kann ja auch nicht ein Auto nach dem anderen verheizen..
Meine Pferde
>sind mein Hobby und nicht mein Fortbewegungsmittel. In ein paar hundert
>Jahren, wenn vielleicht ein Fortbewegungsmittel nach den Autos (ich bin
>immmer noch kein Technikfeind) erfunden worden ist, werden die Menschen, die
>dann Autos aus Hobby haben die dann vielleicht auch anders pflegen?
Hä?
>>..mit dem frechen Quarter, der sich schon auf seine Möhren freut damit er
>>keine Brille braucht...oder war das wegen der Würmer, die er dann nicht
>>bekommt??? *ggg*
>
>
>Gehört zwar nicht hierher, aber Vorsicht:
>Karotten helfen nicht gegen Würmer, sondern verursachen eine Vermehrung
>derselben. Wenn man dann tote Würmer, die ja jetzt statistisch häufiger
>sind, im Kot findet, dann liegt die falsche Vermutung nahe, daß das Pferd
>jetzt "entwurmt" ist.
>
>Das habe ich zumindest so am Rande eines Fütterungsseminars gehört.
>
>Tschüß, und lasst euch die Möhren schmecken!
>
>Thomas
>
Danke für den Tipp, wäre ich nie drauf gekommen...Thomas, wenn ich *ggg*
schreibe, dan grinse ich über alle vier Backen und zwar deshalb, weil ich einen
Scherz gemacht habe...diese Aussage mit den Möhren war nicht ernst und sollte
eine kleine Aulockerung darstellen, weil ich mich doch hier nicht zoffen will...
..danke, die Möhren haben geschmeckt.
Grüsse
Nicole
> Du kannst wieder aufhören zu grübeln. Ich grüble auch angesichts der
> Tatsache, daß Kelten jetzt die Vorreiter im Tierschutz sind. Meine Pferde
> sind mein Hobby und nicht mein Fortbewegungsmittel. In ein paar hundert
> Jahren, wenn vielleicht ein Fortbewegungsmittel nach den Autos (ich bin
> immmer noch kein Technikfeind) erfunden worden ist, werden die Menschen, die
> dann Autos aus Hobby haben die dann vielleicht auch anders pflegen?
>
Doch, Thomas, dann kommen so ein paar Moralisten, und verbieten den anderen, die
Reifen am Wagen zu wechseln. Jeder muss mit dem Satz Reifen fahren mit dem der
Wagen aus der Fabrik kommt, und wenn sie runter sind, muss der Wagen auf den
Schrott. Weil sonst der Federungsmechanismus nicht mehr funktioniert.
Gruss,
Frank
Zu dieser Diskussion möche ich auch noch etwas beitragen :-)
Also, ich war auch (bin noch) Barhuffan und kenne die Bücher von
Strasser und auch Rödder....
Wir bauten einen harten Kiespaddock und ließen einen Hufpfleger (die
aus Glonn nicht Strasser) kommen. Er attestierte tadellose Hufe
trotzdem kann das Hafilein bis heute nur sehr bedingt barhuf
geritten werden und zwar wegen der Kiesstraßen hier in Oberbayern.
Ich hatte schon Eisen mit Lederplatte und Silikon, normale Eisen,
mit Grips und zuletzt die Kunststoffbeschläge von HippOtech. Ich
lasse sie im Winter barhuf gehen und im Frühjahr damit beschlagen.
Sie geht mit nichts so gut wie mit den Plastiks. In unseer
Reittherapie ist ein Araber der auch nicht barhuf gehen kann. Die
Reittherapeutin meint es läge an dem niedrigen Hufgewölbe und das
könnte auch bei uns der Grund sein.
Meine Schlußfolgerung ist (ganz subjektiv) daß Eisen nicht der beste
Hufschutz sind, daß Kunststoffbeschläge deren Steg elastisch ist!!!
oft besser sind und daß viele Pferde (z. B. die im Winter in der
Halle geritten werden...) eine Beschlagspause bekommen sollten.
Bei meiner Traumrasse, den Quarterhorses mußte ich feststellen, daß
sie mit zu kleinen Hufen gezüchtet werden (oft und leider) Diese
muskulöse Rasse hätte größee Hufe "verdient" aber in den USA werden
einige Dinge einfach übertrieben, wie auch das Clipping oder das
Training der Gangpferde. (Trotzdem super Züchtertalente dort) :-)
Diese Pferde werden dann auch noch früh beschlagen und das könnte
schon ein Grund sein daß sie anscheinend oft schlechte Barhufgänger
werden. ??
Gruß
Gabi
... So easy, a child could do it. Child sold separately.
viele gruesse KELLY
Frank Mechelhoff schrieb:
>Ich habe nicht gesagt, dass es soft und weich, sondern dass Eisen elastisch
ist
>und Zug- und Druckkräfte aufnehmen kann.
Stimmt, aber "Zug- und Druckkräfte aufnehmen" bedeutet "hohen Widerstand
standhalten".
>> Biegt sich nun das Eisen, oder rutscht der Huf
>> darauf?
>Der Huf rutscht nicht auf dem Eisen.
In einer früheren Nachricht hat Du geschrieben, daß Du mir Eisen zeigen
könntest, "mit Schleifspuren bis an die Stelle des ersten Hufnagels, was
zeigt, das der Huf sich nahezu ungehindert ausdehnen kann". Die
Schleifspuren entstehen, weil der Huf sich bei jedem Schritt dehnt (breiter
wird).
>Beim Hufmechanismus reden wir nicht über
>Zentimeter.
Na, und ob!! Der hintere Huf dehnt sich bei extrem Situationen (Galopp auf
hartem Boden) um bis zu 4cm (ohne Eisen).
>Der beschlagene Huf kann sich leicht ausdehnen, soweit keine
>zusätzlich angebrachten Aufzüge u.ä. das verhindern. Das wird vor allem
durch
>die glatte Oberfläche des Eisens sowie die Flexibilität der Hufnägel
ermöglicht,
Was Du meinst ist das Hufwachstum.
>> Nebenbei: würde sich das Eisen selber bewegen, würde es brechen.
>
>Gusseisen, ja - vielleicht. Schmiedeeisen, nein.
Würde es sich jeden Schritt ein paar Millimeter nur biegen, würde es niemals
eine ganze Beschlagsperiode halten.
>> wenn ich nicht "etwas" in Zeitnot wäre, würde ich lang und breit jedes
>> argument mit dir auswalzen....
>
>ich kann warten. Auf gute Argumente zu warten, lohnt sich immer...
>Wenn es nur danach geht, was ich als Reiter als bequem empfinde oder nicht,
>müsste ich als Distanzreiter den schwungvollen Gang noch viel mehr ablehnen
als
>Du, zumal ich, anders als die Mehrheit meiner Zunft, versuche diesen
>auszusitzen. Ich ziehe es aber vor, manchmal durchgeschüttelt zu werden,
und
>freue mich an der Lebsnsfreude meines Pferdes.
Nachdem ich nicht weiß, wie Du reitest verkneife ich mir hier einen
Kommentar zum Rücken.
>
>> Haben oder hätten? Ich lese zwar aus diesem Satz, dass Du Dich zu den
>> schlaueren 2% zaehlst, aber bei Deiner Grammatik kann ich mich auch
irren.
>
>Du musst Dich schon entscheiden, ob Du mit mir zur Sache oder zur Stil- und
>Grammatikfragen diskutieren willst. Ich stehe nur für ersteres zur
Verfügung.
>Und was den Zynismus angeht, hast Du doch damit angefangen oder ? (ach wie
>suess, "die" Zeitschrift für Pferdehufe etc)
Dein erster Satz war: "Das ist so pauschal nicht richtig, und ich erlaube
mir die Frage, wie weit Deine angesprochene Erfahrung geht." Du hast Dir die
Frage erlaubt - und ich mir einige zynische Kommentare dazu. Außerdem will
ich nicht Grammatikfragen diskutieren, aber speziell in diesem Fall hat die
Grammatik selber Fragen aufgeworfen... nix für ungut!
>> Tja, alle Theorie ist grau. Trotzdem funktioniert es bei meinen Pferde
auch
>> in der Praxis.
>
>Jaja, weil es bei 1-2 Pferden funktioniert, wird gleich eine Weltanschauung
>drauss gemacht, und es fallen Sätze wie "Hufschmiede, die behaupten, dass
es ein
>Pferd
>gibt, das ein Eisen BRAUCHT, habe schlicht und ergreifend keine Ahnung.
>Jedes Pferd kann Barfuss gehen. Pferde, die Probleme mit den Hufen haben,
>MUESSEN Barfuss gehen."
Da ging es - wenn Du Dich erinnerst - um ein Pferd mit Hufrollenentzündung.
Wenn ich will, daß ein solches Pferd wieder gesund wird, dann brauche ich
keine Eisen, die ja in erster Linie den Abrieb minimieren sollen. Ich weiß,
daß die Idee hinter einem orthopädischen Beschlag ist, die Trachten höher zu
stellen. Das bringt dem Pferd, wenn es steht auch Linderung. Aber beim
ersten Schrit muß die entzündete Sehne das extra-schwere Eisen mitnehmen.
Ich verurteile Eisen nicht - aber wo und in welchem Rahmen sie eingesetzt
werden sollen, darüber sollte man nach 2400 einmal ernsthaft nachdenken.
Wenn ich zum Beispiel diesen Sommer Zeit habe Turniere zu gehen, dann
überlege ich mir auch, ob ich hinten für ein paar Wochen Sliding-Eisen
aufziehe. Sobald ich die aber nicht mehr brauche, fliegen sie wieder in die
Ecke!
>So nun haben Dir ein paar Leute nachgewiesen, dass das nicht stimmt.
Niemand hat
>etwas dagegen wenn Du Deine Theorie an Deinen Pferden anwendest, wo sie
>zufälligerweise funktionieren mag.
Von Zufall kann nicht die Rede sein. In meinem Bekanntenkreis kenne ich
jetzt ca. 20 Pferde, die umgestellt wurden - und keinen einzigen Fehlschlag.
>Aber Sätze wie diese werden hier mit Recht
>auseinandergepflückt, und wenn der Urheber auf diesen insistiert, teilt er
deren
>Schicksal.
Da muß schon ein anderer daher kommen, der mich zerpflückt.
>> Solange wir
>> nicht wissen, was ein Pferd denkt, werden wir ihm das Handeln abnehmen
>> müssen. Du rufst Deinem Pferd den Hufschmied und ich schneide meins aus.
Ist
>> das jetzt geklärt?
>
>Kein Problem damit. Wenn man es schafft, es dabei zu belassen, ohne
>"missionieren" zu wollen...
Komisch, daß wenn ich hier was schreibe (auch wenn ich noch extra dazu
schreibe, daß ich nicht "im Auftrag des Herrn" oder im Auftrag des Gurus/der
Strasser) sofort einer denkt, daß ich ihm die Eisen wegnehmen will. Sowieso
ulkig, daß ich das Gefühl habe, daß einige bei den eigenen Eisen ein
schlechtes Gewissen haben und dann ein Feindbild brauchen. Du hast ja auch
von Deinen früheren Gewissensbissen geschrieben. Aber ich will jetzt hier
keinem was unterstellen - und wahrscheinlich liege ich auch falsch.
>Achgott, einen Dr.-Titel haben und dann solchen Unfug verzapfen - dann
bleibe
>ich doch lieber Amateur...
Gut, das war noch aus dem alten Zynismus heraus geschrieben. Ich habe mich
betr. Frau Dr. Strasser einmal umgehört. Bei dem Namen schlägt ja wirklich
jeder die Hände über dem Kopf zusammen....
>Ich bin selber schon genug Distanzritte barfuss
>gegangen um zu wissen, dass es auf die Streckenlänge, das Tempo, vor allem
aber
>aufs GELÄUF ankommt. Dennoch sind die "Barfussreiter" eine winzige
Minderheit,
>und ich kenne keinen unter ihnen, der Hufschutz radikal ablehnt.
Ersteinmal Glückwunsch, daß Deine Pferde barfuss mitgeritten sind.
>Das mit dem durchbluteten und kalten Huf ist allerding ziemlicher Unfug.
>Beschlagene Hufe sind genauso gut oder schlecht durchblutet wie
unbeschlagene.
>Nur welche mit Huflederhautentzündung sind es besonders stark! Kein
Tierarzt
>wird ein Pferd auf einem Wettkampf herausnehmen weil die Hufe warm sind -
>sondern weil sie lahm sind.
Das ist kein Unfug, sondern einfach nur logisch. Nachdem Du aber den
Hufmechanismus eher im Reich der Mikrometer vermutest, ist mir das schon
klar, daß "beschlagene Hufe genauso gut oder schlecht durchblutet sind wie
unbeschlagene". Beschäftigt man sich aber einmal mit dem Huf (-mechanismus),
dann versteht man auch, wie die Sache funktioniert: wie bei einer Pumpe wird
bei jedem Schritt beim Auffussen der Huf geweitet, Blut in die Lederhaut
gezogen und beim Abfussen durch die Kontraktion das Blut wieder rausgepumpt.
Dieser Vorgang funktioniert q.e.d. nur
in vollem Unfang und ungehindert beim unbeschlagenen Huf.
>wieso sollte ich das tun, wenn ich meine Pferde selbst beschlage?
Jetzt wird wieder bedenklich: Du redest von ERFAHRENEN Hufschmieden,
beschlägst Dein Pferde aber selber. Hmmmm. Du hast die Erfahrung? Du hast
die Ausbildung?
Und warum werden Hufschmiede dann überhaupt ausgebildet, wenn man sich auch
selbst dazu berufen kann? Solltest Du jetzt fragen, warum ich meine Pferde
selbst ausschneide, dann kann ich Dich beruhigen: alle 9-10 Wochen kommt die
Tierärztin und kontrolliert die Sache - ich halte die Hufe nur "in Form".
>..., wenn ich meine Energie verschwenden muss gegen so
>undifferenziertes Zeugs wie den "festgehaltenen Hufmechanismus", "nicht
>durchblutete Hufe" u.ä. zu argumentieren.
Ist ja schön, wenn Du glaubst, daß Deine Pferde optimalen HM (ich kürze das
in Zukunft ab) haben und dementsprechend optimal durchblutete Hufe haben.
Nur leider hast du in diesem Punkt nicht recht. Meiner Meinung nach
zumindest. Ich glaube auch nicht, daß Du die Dämpfungseigenschaft des HM
kennst bzw. wie er durch Eisen blockiert ist etc.
also wirst Du Deine teure Energie wohl oder übel in ein paar Basics stecken
müssen, um mir Idioten zu erklären, warum der Huf ist, wie er ist und warum
die Natur ihn nicht anders konstruiert hat. Und dann schaun wir mal, wer
hier "undifferenziertes Zeugs" redet.
>Sicherlich kennst Du als erfahrener Hufpfleger die Anzeichen, wie sich
>festgehaltener Hufmechanismus und mangelnde Durchblutung am Huf selbst
äussern,
>es sind alle Erkrankungen des Strahls und auch Zwanghuf. Das sind Dinge da
muss
>man nicht Tiermedizin, oder Maschinenbau zu studiert haben, da genügt es
den Huf
>aufzuheben und nachzusehen. Und deshalb, mache Dir mal die Mühe ein paar
>beschlagene Pferde einfach nur anzusehen, ob alle diese Zeichen aufweisen.
Wenn
>Du ein paar findest, die trotz Eisen gesunde Hufe haben, dann überlege Dir
ob
>sie einfach Glück hatten oder andere Ursachen vorliegen - solche die mit
>einfachen Erklärungsmodellen wie von Dir hier geäussert, vielleicht nicht
>kompatibel sind. Dann haben wir eine ganz andere Basis, um
weiterzudiskutieren.
Oh ja, es gibt Pferde, die trotz Eisen gesunde Hufe haben, Raucher, die
keine kaputte Lunge haben, Boxer, die sich noch nie die Nase gebrochen
haben.
>PS, Ich hoffe Deine VWL-Klausur ging gut. Ich bin froh, meine etwa 10 Jahre
>hinter mir zu haben...
Ich wäre jetzt schon froh, wenn ich meine Note hätte....;-)
Grüße,
Thomas
wieso "aber"? Meinst Du das wäre unnötig?
> >> Biegt sich nun das Eisen, oder rutscht der Huf
> >> darauf?
>
> >Der Huf rutscht nicht auf dem Eisen.
>
> In einer früheren Nachricht hat Du geschrieben, daß Du mir Eisen zeigen
> könntest, "mit Schleifspuren bis an die Stelle des ersten Hufnagels, was
> zeigt, das der Huf sich nahezu ungehindert ausdehnen kann". Die
> Schleifspuren entstehen, weil der Huf sich bei jedem Schritt dehnt (breiter
> wird).
Wenn Du die von Dir zitierte frühere Nachricht genau gelesen hast, brauchst Du
mir die Herkunft der Schleifspuren hier nicht nocheinmal zu erklären. Die
Begründung dafür ist mir bekannt.
> >Beim Hufmechanismus reden wir nicht über
> >Zentimeter.
>
> Na, und ob!! Der hintere Huf dehnt sich bei extrem Situationen (Galopp auf
> hartem Boden) um bis zu 4cm (ohne Eisen).
Nun, ich galoppiere normalerweise nicht auf hartem Boden, kann das von daher
nicht ganz nachvollziehen, aber falls das zufällig an Vollblütern mit
durchschnittlich 12 cm breiten Hufen ohne Auseinanderzureissen gemessen wurde,
würde es mich schon sehr verwundern, zumal die meistens auch noch sehr enge Hufe
haben. Jedenfalls müsste man dazu wissen wie breit die Hufe waren, welche Rasse
Pferd, das Testprotokoll etc. Könntest Du mir die Quelle dieser Information
nennen? ich lerne gern hinzu.
> >Der beschlagene Huf kann sich leicht ausdehnen, soweit keine
> >zusätzlich angebrachten Aufzüge u.ä. das verhindern. Das wird vor allem
> durch
> >die glatte Oberfläche des Eisens sowie die Flexibilität der Hufnägel
> ermöglicht,
>
> Was Du meinst ist das Hufwachstum.
Nein, was ich meine ist den Hufmechanismus - genau wie ich sagte. Ich kann das
Eisen nach 1 Woche runternehmen und es sind auch Schleifspuren drauf.
>
> >> Nebenbei: würde sich das Eisen selber bewegen, würde es brechen.
> >
> >Gusseisen, ja - vielleicht. Schmiedeeisen, nein.
>
> Würde es sich jeden Schritt ein paar Millimeter nur biegen, würde es niemals
> eine ganze Beschlagsperiode halten.
Es gibt keine Notwendigkeit für das Eisen sich mehrere Milimeter zu biegen, weil
im Bereich der ersten Nägel kaum Bewegung stattfindet. Diese wird hauptsächlich
durch die Nägel ausgehalten.
> Nachdem ich nicht weiß, wie Du reitest verkneife ich mir hier einen
> Kommentar zum Rücken.
Ich kann Dir zumindest soviel sagen, dass meine Pferde niemals Rückenbeschwerden
oder Satteldruck hatten, obwohl ich fast 80kg in den Sattel bringe und dort ca.
5000km pro Jahr zubringe.
Bitte konzentriere Dich auf Deinen Punkt und schweife nicht ständig in neue
Gebiete ab, da ich sonst der weiteren Diskussion entraten muss. Mit Deiner
wissenschaftlichen Bildung wird Dir das ja hoffentlich gelingen.
> Dein erster Satz war: "Das ist so pauschal nicht richtig, und ich erlaube
> mir die Frage, wie weit Deine angesprochene Erfahrung geht." Du hast Dir die
> Frage erlaubt - und ich mir einige zynische Kommentare dazu. Außerdem will
> ich nicht Grammatikfragen diskutieren, aber speziell in diesem Fall hat die
> Grammatik selber Fragen aufgeworfen... nix für ungut!
Du hättest diese erste Frage auch schlicht und ergreifend beantworten können.
Aber macht auch nichts, ich habe auch so ein klares Bild.
>
> >Jaja, weil es bei 1-2 Pferden funktioniert, wird gleich eine Weltanschauung
> >drauss gemacht, und es fallen Sätze wie "Hufschmiede, die behaupten, dass
> es ein
> >Pferd
> >gibt, das ein Eisen BRAUCHT, habe schlicht und ergreifend keine Ahnung.
> >Jedes Pferd kann Barfuss gehen. Pferde, die Probleme mit den Hufen haben,
> >MUESSEN Barfuss gehen."
>
> Da ging es - wenn Du Dich erinnerst - um ein Pferd mit Hufrollenentzündung.
Nein ich erinnere mich nicht. Von "Jedem Pferd "ist da die Rede, es gibt keinen
Bezug zu einem bestimmten und ist also eine ziemlich üble Verallgemeinerung.
Aber ich nehme Deine Einschränkung zur Kenntnis.
>
> Wenn ich will, daß ein solches Pferd wieder gesund wird, dann brauche ich
> keine Eisen, die ja in erster Linie den Abrieb minimieren sollen. Ich weiß,
> daß die Idee hinter einem orthopädischen Beschlag ist, die Trachten höher zu
> stellen. Das bringt dem Pferd, wenn es steht auch Linderung. Aber beim
> ersten Schrit muß die entzündete Sehne das extra-schwere Eisen mitnehmen.
>
> Ich verurteile Eisen nicht - aber wo und in welchem Rahmen sie eingesetzt
> werden sollen, darüber sollte man nach 2400 einmal ernsthaft nachdenken.
Es ist gut, das Du mit dem Denken angefangen hast -- aber es gibt andere die
mögen es nicht besonders wenn man für sie denkt, und Pauschalitäten wie die o.g.
äussert Besonders wenn sie selber bereits schon länger oder weiter mit den
Resultaten ihres Nachdenkens gekommen sind.
>
> Wenn ich zum Beispiel diesen Sommer Zeit habe Turniere zu gehen, dann
> überlege ich mir auch, ob ich hinten für ein paar Wochen Sliding-Eisen
> aufziehe. Sobald ich die aber nicht mehr brauche, fliegen sie wieder in die
> Ecke!
Im Unterschied zu Deinen Slidingeisen habe ich im Sommer Faure-Eisen drauf, mit
denen ich auch mal einen trockenen Wiesenweg entlanggaloppieren kann, ohne dass
ICH in die Ecke fliege. Wer mit Slidingeisen ins Gelände geht, handelt
fahrlässig. Aber das nur nebenbei.
> Von Zufall kann nicht die Rede sein. In meinem Bekanntenkreis kenne ich
> jetzt ca. 20 Pferde, die umgestellt wurden - und keinen einzigen Fehlschlag.
es kann 200x kurzfristig funktionieren, das ist kein Beweis, solange es keine
physiologische Begründung gibt. Im übrigen möchte ich gern 20 Quarters (mit
ihren kleinen Hufen) sehen die ohne Eisen *geritten werden* (!), das würde mich
wirklich erstaunen. Bitte keine Zuchtstuten und Fohlen mitzählen.
*Geritten werden*, denn meine Erfahrung mit Western/turnier-)reitern aus meiner
Reitstallzeit ist, dass eine 3/4 Std. im Gelände am Sonntag für sie ein Marathon
ist, wovon sie sich dann 3-4 Tage erholen müssen. (ich rede nicht von den
Freizeitreitern im Westernstil) Dafür braucht kaum ein Pferd Eisen, da stimme
ich aus vollem Herzen zu.
> >Aber Sätze wie diese werden hier mit Recht
> >auseinandergepflückt, und wenn der Urheber auf diesen insistiert, teilt er
> deren
> >Schicksal.
>
> Da muß schon ein anderer daher kommen, der mich zerpflückt.
Ich hoffe Dein Realismus, wann es Zeit ist Dein Pferd zu beschlagen, ist besser
ausgeprägt als Deine Vorstellung vom Punktstand in der Diskussion hier...
> Aber ich will jetzt hier
> keinem was unterstellen - und wahrscheinlich liege ich auch falsch.
in der Tat.
>
> >Achgott, einen Dr.-Titel haben und dann solchen Unfug verzapfen - dann
> bleibe
> >ich doch lieber Amateur...
>
> Gut, das war noch aus dem alten Zynismus heraus geschrieben
Was soll ich denn sonst gegen das "Argument" schreiben, wenn einer einen Titel
hat, müsse er wohl im Recht sein...?
> Ich habe mich
> betr. Frau Dr. Strasser einmal umgehört. Bei dem Namen schlägt ja wirklich
> jeder die Hände über dem Kopf zusammen....
Keineswegs, ich bin in der Lage mich sachlich mit diesen auseinanderzusetzen.
Das schlimme an S. ist, sie hat in einigen Punkten nicht mal völlig unrecht,
zieht aber daraus sehr radikale Schlüsse. Und was hilft es, wenn das Individuum
ein Märtyrium erleidet, nur weil sein Besitzer so ein albernes Ziel wie
barfussgehen anstrebt. In meinen Augen ist das unverantwortlich!
Und was ich ihr wirklich ankreide: Sie begründet das alles mit den Auswüchsen
miserablen Hufbeschlags und behauptet, das ist der Hufbeschlag *an sich*. Weil
sie davon absolut NICHTS versteht! Und Deine Thesen, und Begründungen sind
leider genau die gleichen. Schon vor über 100 Jahren war bekannt, das Pferde
nicht ständig beschlagen sein sollen, und die Auswirkungen zu enger oder zu
schwerer Beschläge, das kannst Du bei Krane, Wrangel, Spohr u.a. nachlesen.
Verständige Hufschmiede und Tierärzte haben das schon immer gewusst. Strasser
und ihrem Erfolg bei wohlmeinenden, aber ahnungslosen Pferdemädchen haben wir es
zu verdanken, dass die Debatte um mehr als 100 Jahre zurückgefallen sind, und
sich riesiger Unfug in den Köpfen der Pferdehalter festgesetzt hat (gestärkt
dadurch, dass man ja auch noch Geld spart wenn man auf den Schmied verzichtet!)
Um es nochmal deutlich zu sagen, meine Pferde tragen 8 Monate von 12 *keine*
Eisen, mein Isländer trägt schon seit 5 Jahren überhaupt keine mehr, obwohl er
immer noch seine 700-1000 km im Jahr mitläuft.
> >Das mit dem durchbluteten und kalten Huf ist allerding ziemlicher Unfug.
> >Beschlagene Hufe sind genauso gut oder schlecht durchblutet wie
> unbeschlagene.
> >Nur welche mit Huflederhautentzündung sind es besonders stark! Kein
> Tierarzt
> >wird ein Pferd auf einem Wettkampf herausnehmen weil die Hufe warm sind -
> >sondern weil sie lahm sind.
>
> Das ist kein Unfug, sondern einfach nur logisch. Nachdem Du aber den
> Hufmechanismus eher im Reich der Mikrometer vermutest, ist mir das schon
> klar, daß "beschlagene Hufe genauso gut oder schlecht durchblutet sind wie
> unbeschlagene". Beschäftigt man sich aber einmal mit dem Huf (-mechanismus),
> dann versteht man auch, wie die Sache funktioniert: wie bei einer Pumpe wird
> bei jedem Schritt beim Auffussen der Huf geweitet, Blut in die Lederhaut
> gezogen und beim Abfussen durch die Kontraktion das Blut wieder rausgepumpt.
> Dieser Vorgang funktioniert q.e.d. nur
> in vollem Unfang und ungehindert beim unbeschlagenen Huf.
Nocheinmal, Du brauchst mir hier nicht den Hufmechanismus zu erklären, das habe
ich schon genauer bei Rödder nachgelesen als Du wohl noch mit den Tretroller
unterwegs warst.
An Deinem Argument ist überhaupt nichts "logisch", noch nicht einmal
"physiologisch". Unbeschlagene Hufe sind nicht wärmer als korrekt beschlagene,
die einzigen die wirklich wärmer sind, sind die knapp an der
Huflederhautentzündung dran. Eins meiner Pferde ist zur Zeit hinten beschlagen
und vorne nicht. Mitnichten sind die Vorderfüsse wärmer; wären sie es, wäre es
ein Anzeichen für mich zu scharf, oder auf zu hartem Boden geritten zu sein.
Wenn Du anderer Meinung bist, dann zitiere bitte eine halbwegs seriöse Studie,
oder mach selber eine, und gib an, um wieviel Grad sie wärmer sein sollen, bei
welchem Typ Pferd, nach welcher Belastung, wann und wo und die Details des
Testprotokolls. Über so etwas bin ich bereit zu diskutieren aber nicht über
diese Art der "Logik". Das ist nämlich Logik für Erstklässler.
> Jetzt wird wieder bedenklich: Du redest von ERFAHRENEN Hufschmieden,
> beschlägst Dein Pferde aber selber. Hmmmm. Du hast die Erfahrung? Du hast
> die Ausbildung?
Das muss ich nun wirklich nicht mit Dir debattieren. Danke bestens.
> Ist ja schön, wenn Du glaubst, daß Deine Pferde optimalen HM (ich kürze das
> in Zukunft ab) haben und dementsprechend optimal durchblutete Hufe haben.
> Nur leider hast du in diesem Punkt nicht recht. Meiner Meinung nach
> zumindest. Ich glaube auch nicht, daß Du die Dämpfungseigenschaft des HM
> kennst bzw. wie er durch Eisen blockiert ist etc.
>
Glauben kannst Du von mir aus in der Kirche (hoffentlich schreibst Du nicht
Deine Klausuren so). Ich WEISS wie meine Pferde beschlagen sind, weil ich seit
Jahren ein einheitliches System anwende, mich nicht mit Glauben und Halbheiten
abgebe und die Dinge messe, die sich messen lassen, wie Strahl, Wandlänge,
Hufwinkel etc. und hierüber ein präzises Log führe, zusammen mit Leistung und
allen evtl. auftretenden Problemen, und seien sie auch nur mental bedingt. Also
alles was ein Reiter tun kann ohne in das Pferd hineinzugucken.
Und ich kann Dir auch verraten, dass ich auch an keine abstrakte Sache wie den
"optimalen Hufmechanismus" glaube, die ich nicht bestimmen kann. Unfug, in
meinen Augen. Es gibt nur Folgen unzureichender Blutversorgung, und die sind
wieder erkennbar wenn man nicht Markstücke anstelle der Augen im Kopf hat. Es
ist meiner Ansicht nach wichtig (aber auch hinreichend!) dass der Huf sich
überhaupt auf dem Eisen bewegen kann. Dazu verwende ich schmale Nägel, die ich
noch nichtmal besonders tief austreten lasse, leichte Eisen, 6-7 Nägel
normalerweise, richte die Eisen stets recht weit, auch wenn ich dazu
inkaufnehme, auf schnellen Ritten, oder Unachtsamkeit, gelegentlich welche
einzubüssen. Um die Folgen solcher Eisenverluste abzuschwächen, sind die
Nägelspitzen klein und nur umgecrimpt (denn nicht der Niet hält das Eisen am Huf
sondern der Widerstand den das Hufhorn gegen den Nagel ausübt).
Dinge um den Hufmechanismus zu verstärken, wie abgedachte Eisen (eingangs
erwähnt) sind mir bereits zu heikel. Ich habe nie Folgen mangelnder
Hufdurchblutung, also Verengung des Hufs, oder des Strahls festgestellt, selbst
wenn die Eisen mal länger drauflagen.
Man sollte nicht über Hufdurchblutung reden, ohne festzustellen, das Folgen *zu
starker* Hufdurchblutung kurzfristig viel gravierender sind, als zu niedriger:
Huflederhautentzündung, bis hin zur Rehe.
> Oh ja, es gibt Pferde, die trotz Eisen gesunde Hufe haben, Raucher, die
> keine kaputte Lunge haben, Boxer, die sich noch nie die Nase gebrochen
> haben.
...aber nicht ein ganzes Leben.
Reiterliche Güsse,
Frank Mechelhoff
wir haben vor einiger zeit über den osteopathen und chiropraktiker baxter
aus passau (eigentlich ist er kanadier) gesprochen. er kommt jetzt nach
österreich und wird am 2. oder 2. feb in unserem stall sein, um vier pferde,
darunter meine 4-jährige araber-partbred stute kaida, ansehen.
ich werde euch dann darüber berichten.
liebe grüsse,
reinhild
Andrea Hesse <andrea...@tu-clausthal.de> schrieb in im Newsbeitrag:
388cba86...@News.rz.tu-clausthal.de...
> Hallo!
> Ich werde mich auch mal schnell vorstellen:
> Ich heiße Andrea, bin 22 Jahre alt und reite nun schon seit 11 Jahren.
> Ich habe einen 12-jährigen Wallach, der bis L-Niveau ausgebildet ist
> und mir schon eine Menge beigebracht hat *g*, und mit ein gute
> Lehrmeister ist! Leider hat er Hufrolle und ich kriege ihn im
> Augenblick nicht wieder fit. Im Frühjahr werden wir hoffentlich die
> Box wieder verlassen können und einen Offenstall beziehen. Drückt mir
> die Daumen! Vielleicht hat hier jemand noch einen guten Rat, was ich
> noch machen könnte. Mir gehen allmählich die Ideen aus.
> Nachdem nun viele davon erzählt haben, daß da nun zusammenhänge
> zwischen der Halswirbeln und der Durchblutung der Hufe besteht, dachte
> ich, ich versuche auch das mal, wenigstens so als unterstützende
> Maßnahmen. Daher auch meine Frage:
> Kennst jemand einen guten Ostöopathe im westlichen Harzern Raum?
> Goslar, Osterode und Umgebung? Bei uns im Stall kennt niemand einen.
>
> Viele Grüße!
> Andrea + Elliot, der bestimmt auch lieber etwas täte als mit
> schmerzenden Füßen in der Box zu stehen und nur mal ein bißchen
> spazieren zu gehen.
>
Ihr habt da ja eine zuweilen hitzige Diskussion, stellenweise hart an der
Polemik. Ich will mich gar nicht einmischen, aber bei zwei Punkten kann ich
gar nicht anders als nachfragen:
Frank Mechelhoff <fmec...@c-s-k.de> schrieb:
> > >Beim Hufmechanismus reden wir nicht über
> > >Zentimeter.
> >
Thomas Bauderer schrieb:
> > Na, und ob!! Der hintere Huf dehnt sich bei extrem Situationen (Galopp auf
> > hartem Boden) um bis zu 4cm (ohne Eisen).
Das will ich erst glauben, wenn Du mir da einen trifftigen Beleg gibst dafür,
denn bspw. bei meinem Hasen würde das eine Ausdehnung von + 40 % bedeuten -
das glaube ich beim besten Willen nicht ohne Beleg. Und daß der HM (Danke für
die Akü) sich praktisch völlig hinten bei den Trachten abspielt, wo nicht
genagelt wird, hat bisher keiner von Euch beiden in die Diskussion einfließen
lassen.
..und weiter unten kam dann noch folgendes:
FM: Im Unterschied zu Deinen Slidingeisen habe ich im Sommer Faure-Eisen
drauf, mit
FM: denen ich auch mal einen trockenen Wiesenweg entlanggaloppieren kann, ohne
dass
FM: ICH in die Ecke fliege. Wer mit Slidingeisen ins Gelände geht, handelt
FM: fahrlässig. Aber das nur nebenbei.
Slidingeisen als spezielle Ausrüstung zum "Ausrutschen" gehört wohl nach dem
Willen des Erfinders auch nicht auf einen nassen Weg bergab, aber warum Frank
Probleme befürchtet, wenn er einen trockenen Wiesenweg entlang galoppiert,
klingt sehr mißverständlich. Im Ernst - ich kenne niemand, der wegen
_Rutschen_ tatsächlich solche Probleme hätte, egal ob barfuß, mit Plastics,
Eisen oder sonstwas unterm Huf. Was steckt da bitte dahinter? BTW, meine
Kleine ist der Inbegriff von trittsicher, ich kenne bei ihr grademal bei
Glatteis leichtes Korrigieren, aber ihre Körperbeherrschung ist vorbildlich,
daher bin ich da sicher verwöhnt.
Und kurz vor Schlußkam dann noch:
FM: Ich hoffe Dein Realismus, wann es Zeit ist Dein Pferd zu beschlagen, ist
besser
FM: ausgeprägt als Deine Vorstellung vom Punktstand in der Diskussion hier...
Soweit ich mitgeschrieben habe, steht es jetzt (s.O.), aber für wen, will ich
noch nicht verraten...
Go on
CU
Steff
Frank Mechelhoff wrote:
>
> > Ich als Westernreiter pfeiff´ ebenfalls auf einen schwungvollen Gang!
>
> Nun, das ist Deine Sache. Jedenfalls glaube ich nicht dass Westernreiter Pferde
> haben wollen die nur noch kurz treten, oder dahinstolpern, weil ihnen die Füsse
> wehtun. Ein Pferd das schön und schwungvoll läuft (im Rahmen seiner
> rassetypischen Möglichkeiten) äussert damit zunächst einmal dass es gesund ist,
> und das habe ich gemeint. Ein Pferd das kurz tritt, zeigt dass etwas nicht in
> Ordnung ist, und baut, wenn es länger so geritten wird, massiv Muskulatur an
> Hinterhand und Rücken ab. Ruiniert ist es schnell, aber korrigieren: das dauert!
Ich kann Dir nur zustimmen - im uebrigen ist "Schwung" fuer die gute
Ausbildung
eines Westernpferdes m.W. ebenso unerlaesslich, wie fuer jedes andere
Pferd, denn
ohne Schwung laesst sich auch bei einem Westernpferd nicht die
erforderliche Versammlungsfaehigkeit erarbeiten, die man fuer die
schwierigen Manoever spaeter braucht.
Wird leider in der Szene oft nicht beruecksichtigt, weil Schwung
allzuhaeufig einfach mit
schnellerem traben oder aber mit hoher Beinaktion verwechselt wird - und
diese zwei Dinge werden im Western ja eher nicht angestrebt - die Folge
dieser Verwechselung sind dann
z.B. besonders in der Pleasure ueber die Vorhand gerittene Pferde, die
aussehen, als
haetten sie einen Wirbelsaeulenschaden und eine teillaehmung der
Hinterhand....sieht
ziemlich krank aus.....
Viele Gruesse
Kirstin
Thomas Bauderer wrote:
> Die Todesursachen Nr.1-5 bei Wildpferden ist auf alle Fälle nicht
> hufbedingt. Ich habe das in irgendeinem Forschungsartikel über Wildpferde in
> Afrika gelesen. Vielleicht finde ich den ja wieder.
dass Du gerade die verwilderten Pferde in Afrika hier anfuehrst, finde
ich interessant.
Sweit ich die alle paar Jahre wieder erfolgenden Berichte ueber die
Pferde der Namib Wueste
verfolge, wo ja auch regelmaessig zu Spendenaktionen zwecks Einrichtung
von Futter- bzw.
Wasserstellen fuer diese Pferde aufgerufen wird, ist ihr groesstes
Problem, dass sie
in der Trockenzeit dermassen grosse Strecken zwischen Wasser und Futter
zuruecklegen muessen,
dass ihre Hufe das nicht aushalten. Folge sind Lahmheiten (wegen zu
hohen Hufabriebs), die
den Pferden es nicht mehr erlauben, ihre Wasserstellen aufzusuchen, was
sie widerrum
regelmaessig an den Rand des Verdurstens bringt (oder Verhungerns, wenn
sie am Wasser bleiben).
Aber vielleicht reden wir hier von verschiedenen Herden?
Vele Gruesse
Kirstin
> Slidingeisen als spezielle Ausrüstung zum "Ausrutschen" gehört wohl nach dem
> Willen des Erfinders auch nicht auf einen nassen Weg bergab...
(da hast Du recht)
> ..., aber warum Frank
> Probleme befürchtet, wenn er einen trockenen Wiesenweg entlang galoppiert,
> klingt sehr mißverständlich. Im Ernst - ich kenne niemand, der wegen
> _Rutschen_ tatsächlich solche Probleme hätte, egal ob barfuß, mit Plastics,
> Eisen oder sonstwas unterm Huf.
Kennst Du nicht? Also ich bin mit Plastiks (Marathons) die nur 2,5 Wo. alt waren,
auf einem Zweitages-Distanzritt in 1996 2x bösartig auf Gras ausrutscht und mein
Pferd ist auf den Knieen gerobbt. Ein Reiter aus Berlin flog bei der Depesche 1994
mit seiner Trakehnerstute auf Sagimexplatten hin und brach sich den Fuß. Er ritt
noch stöhnend weiter, wir ritten ein kurzes Stück zusammen und sein Pferd rutschte
bei jedem 3. Tritt.
1992 bin ich mit meinem Isländer in Güglingen mit Sagimex gestartet und dieses so
trittsichere Pferd hielt bei jeder Wegbiegung an, um nicht aus der Kurve zu
fliegen.
> Soweit ich mitgeschrieben habe, steht es jetzt (s.O.), aber für wen, will ich
> noch nicht verraten...
>
> Go on
>
um Euch zu unterhalten? No way.
Gruss,
Frank
Frank Mechelhoff wrote:
>
> "Steff (Stefan Knoll)" wrote:
>
> > Slidingeisen als spezielle Ausrüstung zum "Ausrutschen" gehört wohl nach dem
> > Willen des Erfinders auch nicht auf einen nassen Weg bergab...
>
> (da hast Du recht)
>
> > ..., aber warum Frank
> > Probleme befürchtet, wenn er einen trockenen Wiesenweg entlang galoppiert,
> > klingt sehr mißverständlich. Im Ernst - ich kenne niemand, der wegen
> > _Rutschen_ tatsächlich solche Probleme hätte, egal ob barfuß, mit Plastics,
> > Eisen oder sonstwas unterm Huf.
>
> Kennst Du nicht? Also ich bin mit Plastiks (Marathons) die nur 2,5 Wo. alt waren,
> auf einem Zweitages-Distanzritt in 1996 2x bösartig auf Gras ausrutscht und mein
> Pferd ist auf den Knieen gerobbt.
Das ist Dir nicht zuefaellig an einem seichten Grashang passiert?
Ich habe einen solchen Ausrutscher auf Marathons einmal hautnah gesehen,
da ich
direkt hinter dem betreffenden Reiter ritt: wir ritten im Schritt
schraeg
einen (ganz seichten) Grashang runter, der vom Fruehtau noch etwas
feucht war.
Das Pferd vor mir war eine langjaehrig distanzerfahrene Tennesse Walker
Stute, die voll
im Training
stand - ganz ploetzlich rutschten ihr beide Hinterfuesse wie auf
Glatteis weg und sie
konnte absolut nichts dagegen machen. Pferd und Reiter haben sich dann
beide am Boden
wiedergefunden und gluecklicherweise ist ihnen nichts passiert. Mein
Pferd war damals
noch rundum mit Eisen orthopaedisch beschlagen -
hinten mit Vidiastiften im Schenkel, vorne kein weiterer Rutschschutz -
er hatte am selben
Hang keine Rutschprobleme.
Viele Gruesse
Kirstin
,
Frank Mechelhoff <fmec...@c-s-k.de> schrieb:
> "Steff (Stefan Knoll)" wrote:
>
> > ..., aber warum Frank
> > Probleme befürchtet, wenn er einen trockenen Wiesenweg entlang galoppiert,
> > klingt sehr mißverständlich. Im Ernst - ich kenne niemand, der wegen
> > _Rutschen_ tatsächlich solche Probleme hätte, egal ob barfuß, mit
Plastics,
> > Eisen oder sonstwas unterm Huf.
>
> Kennst Du nicht? Also ich bin mit Plastiks (Marathons) die nur 2,5 Wo. alt
waren,
> auf einem Zweitages-Distanzritt in 1996 2x bösartig auf Gras ausrutscht und
mein
> Pferd ist auf den Knieen gerobbt.
Waren das diese Marathons mit den Noppen? Wohl nicht, die sind wohl noch nicht
so lange auf dem Markt, oder? Ich denke mir bei solchen Situationen
eigentlich, daß eher ein "Verkleben" bzw. "Voll-Laufen" mit Lehm o.ä.die
Rutschgefahr herbeiführt, gerade bei den Plastics mit Loch und ohne
wesentliches Profil (Sagimex oder Trotters). Ähnlich bei Schnee - Plastics
stollen IMHO fast noch mehr als Eisen, derselbe Effekt tritt auch bei Baaz
auf.
> Ein Reiter aus Berlin flog bei der Depesche 1994
> mit seiner Trakehnerstute auf Sagimexplatten hin und brach sich den Fuß. Er
ritt
> noch stöhnend weiter, wir ritten ein kurzes Stück zusammen und sein Pferd
rutschte
> bei jedem 3. Tritt.
Harter Brocken :-()
> > Soweit ich mitgeschrieben habe, steht es jetzt (s.O.), aber für wen, will
ich
> > noch nicht verraten...
> >
> > Go on
> >
>
> um Euch zu unterhalten? No way.
Schade...:-)
CU
Steff
> Sweit ich die alle paar Jahre wieder erfolgenden Berichte ueber die
> Pferde der Namib Wueste
> verfolge, wo ja auch regelmaessig zu Spendenaktionen zwecks Einrichtung
> von Futter- bzw.
> Wasserstellen fuer diese Pferde aufgerufen wird, ist ihr groesstes
> Problem, dass sie
> in der Trockenzeit dermassen grosse Strecken zwischen Wasser und Futter
> zuruecklegen muessen,
> dass ihre Hufe das nicht aushalten. Folge sind Lahmheiten (wegen zu
> hohen Hufabriebs), die
> den Pferden es nicht mehr erlauben, ihre Wasserstellen aufzusuchen, was
> sie widerrum
> regelmaessig an den Rand des Verdurstens bringt (oder Verhungerns, wenn
> sie am Wasser bleiben).
Hallo Kirstin,
ich bin Dir dankbar dass DU die Namib-Pferde anführst, und ich nicht zum x.ten
Male begründen muss, warum sie - nicht im Sinne ihrer biologischen Abkunft, aber
im verhaltenswissenschaftlichen und ökologischen Sinne - WILDPFERDE sind.
Und die Haupt-Todesart sind Verdursten und Verhungern aufgrund der Unfähigkeit
weiterzulaufen. Wer die Filme sieht, soll mal darauf achten, wie grausig kurz die
Hufe sind.
Diese Pferde leben in der 5.-8. Generation in ihrem Biotop und haben eine
vollständige Anpassung nicht erreicht, also eigentlich eine Widerlegung der
Strasser'schen Thesen. Man könnte auch bösartig sein und sagen: Seht her, das sind
Strasser's Thesen in Reinkultur!
Ich schwanke zwischen Mitleid, und ehrfurchtsvoller Bewunderung für die Vitalität
und den Lebenswillen der Namib-Pferde. Diese Pferde wirken trotz der Härten
glücklicher als die meisten unserer gutgefütterten Stallpferde, und ich wundere
mich nun ein bisschen weniger, wenn meine eigenen Pferde schneidenden Frost, Sturm
oder endlosen Regen gelassen ertragen, anstatt den Stall aufzusuchen. Wenn es
gelänge diesen Lebensraum klimatisch stabil zu halten, und die Verluste
hinzunehmen, würde aus diesem Typ vielleicht in 4-500 Jahren die Neuauflage des
"Urvollblüters" entstehen, aus dem sich vor Jahrtausenden das Arabische Pferd und
der Ur-Iberer (Sorraia) entwickelte. In wüstenähnlichen Steppenlandschaften gleich
der Namib liegt die Wiege dessen was den "Archetypus Pferd" ausmacht, nicht auf
idyllisch grünem Eiland.
Grüsse,
Frank
> Waren das diese Marathons mit den Noppen? Wohl nicht, die sind wohl noch nicht
> so lange auf dem Markt, oder? Ich denke mir bei solchen Situationen
> eigentlich, daß eher ein "Verkleben" bzw. "Voll-Laufen" mit Lehm o.ä.die
> Rutschgefahr herbeiführt, gerade bei den Plastics mit Loch und ohne
> wesentliches Profil (Sagimex oder Trotters). Ähnlich bei Schnee - Plastics
> stollen IMHO fast noch mehr als Eisen, derselbe Effekt tritt auch bei Baaz
> auf.
Ja das waren die Marathons mit den Noppen, ich hatte ein paar der ersten
durchsichtigen - und halte nach wie vor viel davon. Nur "frisch" müssen sie sein
für einen Wettkampf, und wenn es über Gras geht, darf es nicht trocken sein....
Es kann sein dass es sich so verhält wie Du schreibst, das Resultat ist
jedenfalls, das der Rutscheffekt ziemlich plötzlich und schwer kalkulierbar
auftritt.
Das Stollen im Schnee ist auch ziemlich schlimm, ausser man reitet schnell genug,
dass es die Schneebollen bei jedem Schritt rausschniggt. Geht aber nicht überall!
Gruss,
Frank Mechelhoff
Hallo!
Schiebt ein zurechtgeschnittenes Stück Plastik - Boden einer Ramadose oder ähnliches
- zwischen Huf und Kunststoffbeschlag, das hilft sehr gut gegen das Aufstollen!!
Ciao,
Julia
Frank Mechelhoff schrieb in Nachricht <38948FE3...@c-s-k.de>...
>> >Ich habe nicht gesagt, dass es soft und weich, sondern dass Eisen
>> >elastisch ist
>> >und Zug- und Druckkräfte aufnehmen kann.
>> Stimmt, aber "Zug- und Druckkräfte aufnehmen" bedeutet "hohen Widerstand
>> standhalten".
>wieso "aber"? Meinst Du das wäre unnötig?
Hast Du jetzt gesagt, daß das Eisen elastisch ist, und den Deiner Meinung
nach minimalen Hufmechanismus im vorderen Bereich durch leichtes Biegen kaum
behindert, oder etwa nicht??
Jetzt scheint es, als ob (trotz meiner Laiensicht - wir erinnern uns?) das
Eisen DOCH einen hohen Widerstand bietet, also fest und hart ist....
>> In einer früheren Nachricht hat Du geschrieben, daß Du mir Eisen zeigen
>> könntest, "mit Schleifspuren bis an die Stelle des ersten Hufnagels, was
>> zeigt, das der Huf sich nahezu ungehindert ausdehnen kann". Die
>> Schleifspuren entstehen, weil der Huf sich bei jedem Schritt dehnt
(breiter
>> wird).
>Wenn Du die von Dir zitierte frühere Nachricht genau gelesen hast, brauchst
Du
>mir die Herkunft der Schleifspuren hier nicht nocheinmal zu erklären. Die
>Begründung dafür ist mir bekannt.
Tja, scheinbar nicht, sonst hättest du ja nicht geschrieben´:
>> >Der Huf rutscht nicht auf dem Eisen.
Jetzt widersprichst Du Dir wieder (wenn ich richtig mitgezählt habe sind wir
jetzt bei 360°). Aber Keine Sorge: ich weiß sehr gut, wie der HM beim
beschlagenen Pferd aussieht. Dukannst Dir die 360km sparen, um mir dann
stolz ein Eisen mit Schleifspuren zu zeigen!
>Nun, ich galoppiere normalerweise nicht auf hartem Boden, kann das von
daher
>nicht ganz nachvollziehen,
Gewagte Aussage!
*Hart* ist nicht nur Beton.
>aber falls das zufällig an Vollblütern mit
>durchschnittlich 12 cm breiten Hufen ohne Auseinanderzureissen gemessen
wurde,
>würde es mich schon sehr verwundern, zumal die meistens auch noch sehr enge
Hufe
>haben. Jedenfalls müsste man dazu wissen wie breit die Hufe waren, welche
Rasse
>Pferd, das Testprotokoll etc. Könntest Du mir die Quelle dieser
Information
>nennen? ich lerne gern hinzu.
Die Quelle reiche ich nach. Recherche läuft bereits.
Aber das ist ja auch der maximale "Federweg". Berechnen kannst Du das
übriges auch. Stell Dir die Hufunterseite eines korrekt ausgeschnittenen
Hufes vor (oder gib´s im Computer ein). Dann stell Dir vor, der Huf fusst
auf. Das Gewölbe wird durch das Gewicht flachgedrückt. Der theoretische
"Maximalfederweg" ergibt auf der Seite dann eine Ausbreitung um 2x2 cm.
>> >Der beschlagene Huf kann sich leicht ausdehnen, soweit keine
>> >zusätzlich angebrachten Aufzüge u.ä. das verhindern. Das wird vor allem
>> durch
>> >die glatte Oberfläche des Eisens sowie die Flexibilität der Hufnägel
>> ermöglicht,
>>
>> Was Du meinst ist das Hufwachstum.
>
>Nein, was ich meine ist den Hufmechanismus - genau wie ich sagte. Ich kann
das
>Eisen nach 1 Woche runternehmen und es sind auch Schleifspuren drauf.
Sorry, da habe ich Dich falsch verstanden. Ich war jetzt durch die Aufzüge
etwas irritiert. Aber das Thema mit den Schleifspuren habe wir ja weiter
oben...
>Es gibt keine Notwendigkeit für das Eisen sich mehrere Milimeter zu biegen,
weil
>im Bereich der ersten Nägel kaum Bewegung stattfindet.
Grundsätzlich stimmt das: der Huf verformt sich hauptsächlich hinten, aber
die Bewegung ist im ganzen Huf. Daß es offensichtlich aber auch unter
Hufschmieden die Meinung gibt, daß sich das Horn *auch* vorne verformt, gibt
es auch Eisen mit einer Art Scharnier am vorderen Punkt, was ein ziemlicher
Nepp ist.
>Diese wird hauptsächlich
>durch die Nägel ausgehalten.
Das Wort
"ausgehalten" ist richtig, aber man kann es auch mit "festhalten" richtig
beschreiben.
>Bitte konzentriere Dich auf Deinen Punkt und schweife nicht ständig in neue
>Gebiete ab, da ich sonst der weiteren Diskussion entraten muss. Mit Deiner
>wissenschaftlichen Bildung wird Dir das ja hoffentlich gelingen.
Mach Dir um meine Bildung keine Sorgen.
>Du hättest diese erste Frage auch schlicht und ergreifend beantworten
können.
>Aber macht auch nichts, ich habe auch so ein klares Bild.
Schon wieder ein Punkt, in dem Du die volle Checkung hast! Klasse!
>> Da ging es - wenn Du Dich erinnerst - um ein Pferd mit
Hufrollenentzündung.
>
>Nein ich erinnere mich nicht. Von "Jedem Pferd "ist da die Rede, es gibt
keinen
>Bezug zu einem bestimmten und ist also eine ziemlich üble
Verallgemeinerung.
>Aber ich nehme Deine Einschränkung zur Kenntnis.
Danke, sehr gnädig!
>Es ist gut, das Du mit dem Denken angefangen hast
Spar Dir Deine Freude: ich bin traurig, daß Du aufgehört hast!
Außerdem glaube ich, daß Du im Eifer des Gefechts schön langsam die Grenzen
nicht mehr kennst.
>-- aber es gibt andere die
>mögen es nicht besonders wenn man für sie denkt, und Pauschalitäten wie die
o.g.
>äussert Besonders wenn sie selber bereits schon länger oder weiter mit den
>Resultaten ihres Nachdenkens gekommen sind.
Meister, wenn Du "länger gekommen bist mit Nachdenken", kann man Dir ja nur
gratulieren. Ich frage mich allerding ernsthaft, was Du in einer NG machst,
wenn Du schon alles weißt. Andere anpöbeln?
Du hast doch wohl auf dem Weg zu Deiner Erkenntnis auch Fehler gemacht,
etwas dezugelernt, verbessert etc.
Und heute ist Dein Motto "Nie war ich besser als heute" - und das wird es
morgen auch noch so sein.
>Im Unterschied zu Deinen Slidingeisen habe ich im Sommer Faure-Eisen drauf,
mit
>denen ich auch mal einen trockenen Wiesenweg entlanggaloppieren kann, ohne
dass
>ICH in die Ecke fliege. Wer mit Slidingeisen ins Gelände geht, handelt
>fahrlässig. Aber das nur nebenbei.
So´n Scheiß, was?! Da fliege ICH seit Jahren in die Ecke und frage mich
jedesmal "Thomas wieso haut es dich dauernd auf die Schnauze und die anderen
nicht?"
>> Von Zufall kann nicht die Rede sein. In meinem Bekanntenkreis kenne ich
>> jetzt ca. 20 Pferde, die umgestellt wurden - und keinen einzigen
>>Fehlschlag.
>es kann 200x kurzfristig funktionieren, das ist kein Beweis, solange es
keine
>physiologische Begründung gibt.
Eine WAS willst Du? Eine physiologische Begründung??????? Eine Begründung
basierend auf "der Lehre der normale Lebensvorgänge"???? Unter normalen
Lebensvorgängen - ich hoffe da sind wir uns einig - versteht man ein Pferd
so wie es auch auf die Welt kommt: ohne Eisen. Das Beschlagen ist ja dann
doch eher die Abweichung.
> Im übrigen möchte ich gern 20 Quarters (mit
>ihren kleinen Hufen) sehen die ohne Eisen *geritten werden* (!), das würde
mich
>wirklich erstaunen. Bitte keine Zuchtstuten und Fohlen mitzählen.
Komm vorbei - ich zeige sie Dir!
>*Geritten werden*, denn meine Erfahrung mit Western/turnier-)reitern aus
meiner
>Reitstallzeit ist, dass eine 3/4 Std. im Gelände am Sonntag für sie ein
Marathon
>ist, wovon sie sich dann 3-4 Tage erholen müssen. (ich rede nicht von den
>Freizeitreitern im Westernstil) Dafür braucht kaum ein Pferd Eisen, da
stimme
>ich aus vollem Herzen zu.
Ich glaube nicht, daß ich darauf eingehen möchte - es ist mir einfach zu
blöd!
>Ich hoffe Dein Realismus, wann es Zeit ist Dein Pferd zu beschlagen, ist
besser
>ausgeprägt als Deine Vorstellung vom Punktstand in der Diskussion hier...
Holla! Da hatte ich ja von Anfang an keine Chance! DU bist der Allwissende
(gottseidank mit einem gewissen Verständniss für Laien) und DU bist mein
Diskussions"partner" und DU bist der Schiedsrichter, der hier die Punkte
verteilt. Da habe ich ja dann quasi ausgeschissen!
>Was soll ich denn sonst gegen das "Argument" schreiben, wenn einer einen
Titel
>hat, müsse er wohl im Recht sein...?
Das habe ich auch nicht behauptet - es war folglich auch nie ein Argument
von mir.
>*gelöscht, weil ich immer noch nichts von Frau Strasser gelesen habe*
>Und Deine Thesen, und Begründungen sind
>leider genau die gleichen. Schon vor über 100 Jahren war bekannt, das
Pferde
>nicht ständig beschlagen sein sollen, und die Auswirkungen zu enger oder zu
>schwerer Beschläge, das kannst Du bei Krane, Wrangel, Spohr u.a. nachlesen.
Schön, aber WARUM sollten sie nicht das ganze Jahr beschlagen sein, wenn der
HM "minimal, wenn überhaupt beeinträchtigt" wird, ja sogar "stärker sein"
kann als ohne Eisen? Da muß doch irgendwie die Erkenntnis dahinterstecken,
daß ein Beschlag soooooo nicht toll sein kann.
Aber diese Leute haben das bereits vor 100 Jahren gesagt. Was wurde damals
mit Pferden alles gemacht? Damals sind die noch in den Krieg gezogen,
mussten also einfach mal Ruckzuck ein paar hundert Kilometer rennen, Wagen
ziehen und so weiter. In den Kasernen wurden die Pferde in den Stallungen
gehalten als Kriegsgerät, das einsatzbereit sein musste. Da hat sich doch
mittlerweile einiges getan, oder?
>sich riesiger Unfug in den Köpfen der Pferdehalter festgesetzt hat
(gestärkt
>dadurch, dass man ja auch noch Geld spart wenn man auf den Schmied
verzichtet!)
...oder man einfach selbst beschlägt...
>mein Isländer trägt schon seit 5 Jahren überhaupt keine mehr, obwohl
er
>immer noch seine 700-1000 km im Jahr mitläuft.
Trotz dem Ausbau von Kunststrassen also? Um es nochmal zu sagen: bei
extremen Belastungen und extremen Abrieb hat kein Mensch was gegen einen
Beschlag. Aber da ja auch Du gesagt hast, daß das Horn härter wird, wenn der
Huf nicht beschlagen ist (und die Herren Krane, Wrangel und Spohr wohl auch,
sonst hätten sie nicht empfohlen, wenigstens ab und zu NICHT zu beschlagen),
ist es *grundsätzlich* möglich auch Distanzritte zu gehen ohne Beschlag.
Siehe Dein Isländer. Oder die Leute, die ans Ziel gekommen sind mit
Barfußpferden. Solltest Du keinen kennen, kann ich Dir welche vorstellen
("Der Beweis, dass das Pferd, beliebig trainiert und vorbereitet, barfuss
regelmässig Leistung erbringen kann, z.B. aufDistanzritten, ist noch nicht
erbracht." 28.1.).
>> >Das mit dem durchbluteten und kalten Huf ist allerding ziemlicher Unfug.
>> >Beschlagene Hufe sind genauso gut oder schlecht durchblutet wie
>> unbeschlagene.
>> >Nur welche mit Huflederhautentzündung sind es besonders stark!
Und wie merkt man es? Am warmen Huf! Also ist durchblutet=warm doch richtig
(obwohl Erstklässler-Logik)
Kein
>> Tierarzt
>> >wird ein Pferd auf einem Wettkampf herausnehmen weil die Hufe warm
sind -
>> >sondern weil sie lahm sind.
Naja, einem Bekannten ist zwar genau das passiert - nach ein paar Minuten
waren die Hufe dann zwar wieder kühler und auch die Tierärzte haben
bestätigt, daß keine Lahmheit vorliegt.
>Nocheinmal, Du brauchst mir hier nicht den Hufmechanismus zu erklären, das
habe
>ich schon genauer bei Rödder nachgelesen als Du wohl noch mit den
Tretroller
>unterwegs warst.
Solche unqualifizierten Bemerkungen kannst du Dir sparen. Außerdem kannst Du
es dann ruhig nochmal lesen. Nach paarundzwanzig Jahren vergisst man gern
etwas!
>An Deinem Argument ist überhaupt nichts "logisch", noch nicht einmal
>"physiologisch".
Welch Rhetorik, welch Esprit steckt doch in diesem Satz. Aber nachdem Du ja
selber oben geschrieben hast, daß eine stärkere Durchblutung einen wärmeren
Huf bedeutet. Ist vielleicht doch "physiologisch" - vielleicht sogar
"logisch"!
>Unbeschlagene Hufe sind nicht wärmer als korrekt beschlagene,
>die einzigen die wirklich wärmer sind, sind die knapp an der
>Huflederhautentzündung dran. Eins meiner Pferde ist zur Zeit hinten
beschlagen
>und vorne nicht. Mitnichten sind die Vorderfüsse wärmer; wären sie es, wäre
es
>ein Anzeichen für mich zu scharf, oder auf zu hartem Boden geritten zu
sein.
Auf zu hartem Boden? Zu scharf? Hätte das Pferd dann sofort eine
Huflederhautentzündung (die nach ein paar Minuten wieder abklingt) oder ist
der Huf dann nur stärker durchblutet?
>Wenn Du anderer Meinung bist, dann zitiere bitte eine halbwegs seriöse
Studie,
Mir reicht es, wenn ich Dich zitiere - Du schreibst ja schon alles, was ich
brauche...
>Das ist nämlich Logik für Erstklässler.
Ja, ich pass schon auf, daß ich Dich nicht überfordere (tut mir leid, das
ist ein Scherz - aber er war so naheliegend, daß ich nicht widerstehen
konnte ;-) )
>> Jetzt wird wieder bedenklich: Du redest von ERFAHRENEN Hufschmieden,
>> beschlägst Dein Pferde aber selber. Hmmmm. Du hast die Erfahrung? Du hast
>> die Ausbildung?
>
>Das muss ich nun wirklich nicht mit Dir debattieren. Danke bestens.
Keine Ursache, ich "mache mir auch so ein klares Bild".
(im Ernst: ich glaube tatsächlich, daß Deine Pferde bei Dir in guten Händen
sind und Du sie besser beschlägst als viele Hufschmiede das machen würden)
>Glauben kannst Du von mir aus in der Kirche (hoffentlich schreibst Du nicht
>Deine Klausuren so)
Ich habe es schon einmal gesagt. kümmer´ Dich Du nicht um meine Sachen!
>Ich WEISS wie meine Pferde beschlagen sind, weil ich seit
>Jahren ein einheitliches System anwende, mich nicht mit Glauben und
Halbheiten
>abgebe und die Dinge messe, die sich messen lassen, wie Strahl, Wandlänge,
>Hufwinkel etc. und hierüber ein präzises Log führe, zusammen mit Leistung
und
>allen evtl. auftretenden Problemen, und seien sie auch nur mental bedingt.
Wie Du mentale Probleme mißt verrätst Du mir mal. Du tust Dir bestimmt auch
schwer, einen Huf in Bewegung zu vermessen....
>Und ich kann Dir auch verraten, dass ich auch an keine abstrakte Sache wie
den
>"optimalen Hufmechanismus" glaube, die ich nicht bestimmen kann. Unfug, in
>meinen Augen. Es gibt nur Folgen unzureichender Blutversorgung, und die
sind
>wieder erkennbar wenn man nicht Markstücke anstelle der Augen im Kopf hat.
Aha: erkennbare Resultate aus einer Tatsache, die Du als "Unfug"
bezeichnest. Was ich nicht bestimmen kann, das gibt´s auch nicht, trotzem
erkennt jemand, der Augen im Kopf hat die Folgen. Interessante
"Hippothese"!!!!
In der Physik gilt aber mit dem Nachweis einer Wechselwirkung eine Tatsache
als bewiesen.
Es
>ist meiner Ansicht nach wichtig (aber auch hinreichend!) dass der Huf sich
>überhaupt auf dem Eisen bewegen kann. Dazu verwende ich schmale Nägel, die
ich
>noch nichtmal besonders tief austreten lasse, leichte Eisen, 6-7 Nägel
>normalerweise, richte die Eisen stets recht weit, auch wenn ich dazu
>inkaufnehme, auf schnellen Ritten, oder Unachtsamkeit, gelegentlich welche
>einzubüssen. Um die Folgen solcher Eisenverluste abzuschwächen, sind die
>Nägelspitzen klein und nur umgecrimpt (denn nicht der Niet hält das Eisen
am Huf
>sondern der Widerstand den das Hufhorn gegen den Nagel ausübt).
>Dinge um den Hufmechanismus zu verstärken, wie abgedachte Eisen (eingangs
>erwähnt) sind mir bereits zu heikel.
>Ich habe nie Folgen mangelnder Hufdurchblutung, also Verengung des Hufs,
oder des Strahls festgestellt, selbst
>wenn die Eisen mal länger drauflagen.
Das sind mit Sicherheit nicht die Folgen mangelnder Durchblutung.
Hufdurchblutung, Huf- und Strahlverengung sind alles Folgen unzureichenden
HM.
>Man sollte nicht über Hufdurchblutung reden, ohne festzustellen, das Folgen
*zu starker* Hufdurchblutung kurzfristig viel gravierender sind, als zu
niedriger:
>Huflederhautentzündung, bis hin zur Rehe.
Oben hast Du geschrieben, daß starke Durchblutung lediglich durch
Huflederhautentzündung auftritt, jetzt daß die starke Durchlutung eine
Huflederhautentzündung zu Folge hat.
Ich würde sagen: eine Überbeanspruchung der Huflederhaut kann eine
Entzündung hervorrufen -speziell bei Pferden, deren Lederhaut eine starke
Belastung nicht gewöhnt ist.
Ich konnte in der Literatur keine Hinweise finden, daß Rehe durch zu starke
Durchblutung hervorgerufen wird. Wohl gibt es aber neben der toxischen Rehe
auch die traumatische Rehe. Und was empfiehlt das Buch? Eisen runter (mit
nachfolgender Hufpflege).
>> Oh ja, es gibt Pferde, die trotz Eisen gesunde Hufe haben, Raucher, die
>> keine kaputte Lunge haben, Boxer, die sich noch nie die Nase gebrochen
>> haben.
>
>...aber nicht ein ganzes Leben.
Wow, da bist Du ja radikaler als ich. ICH sage ja, daß es Pferde gibt, die
gesunde Hufe haben - und das ein Leben lang - mit Eisen.
Ein paar kurze Worte zu den Pferden in der Namib-Wüste: daß es dort mehr
Pferde gäbe mit mehr Wasserstellen sagt ja schon das Wort "Wüste". Daß das
Bild eines toten Pferdes bei uns Entsetzen auslöst ist auch normal.
Wie "grausig kurz" die Hufe der (ja immerhin lebenden und lebensfähigen)
Pferde sind (und auch der Mustangs in Nordamerika) sollte vielmehr Grund zum
Nachdenken geben, warum die der Hauspferde so lang sind. Nachdem sich aber
doch Abrieb und Wachstum über lange Jahre die Waage halten, die Pferde doch
respektable Strecken zurücklegen und sich selbst in dieser extrem
lebensfeindlichen Umwelt über Generationen halten und vermehren können würde
ich zu dem Schluß kommen, daß Pferde eben NICHT genetisch so verhunzt sind,
daß sie Eisen bräuchten.
Frank, solltest Du allerdings den Versuch machen, diese Pferde zu
beschlagen - so edel das Motiv wäre - ich denke (glauben tu ich ab jetzt nur
noch einmal im Jahr in der Kirche und Du freust Dich ja immer, wenn ich
denke), daß das das Ende für die Pferde in der Namib wäre.
Tschüß,
einen schönen Tag noch,
Thomas
Stillstand ist Rückschritt
> >> Stimmt, aber "Zug- und Druckkräfte aufnehmen" bedeutet "hohen Widerstand
> >> standhalten".
>
> >wieso "aber"? Meinst Du das wäre unnötig?
>
> Hast Du jetzt gesagt, daß das Eisen elastisch ist, und den Deiner Meinung
> nach minimalen Hufmechanismus im vorderen Bereich durch leichtes Biegen kaum
> behindert, oder etwa nicht??
>
> Jetzt scheint es, als ob (trotz meiner Laiensicht - wir erinnern uns?) das
> Eisen DOCH einen hohen Widerstand bietet, also fest und hart ist....
>
Das macht nichts, der Huf ist ja *auch* "fest und hart".
Und selbst wenn das Eisen härter als der Huf ist, heisst das nicht, das er sich
auf ihm nicht bei jedem Schritt leicht ausdehnen kann. Oder wie Du vorziehst zu
sagen, zu rutschen. Ich halte diesen Begriff nicht für gut, denn wie gesagt, es
handelt sich um sehr kleine Distanzen.
>
> Jetzt widersprichst Du Dir wieder (wenn ich richtig mitgezählt habe sind wir
> jetzt bei 360°). Aber Keine Sorge: ich weiß sehr gut, wie der HM beim
> beschlagenen Pferd aussieht. Dukannst Dir die 360km sparen, um mir dann
> stolz ein Eisen mit Schleifspuren zu zeigen!
hä?
> Aber das ist ja auch der maximale "Federweg". Berechnen kannst Du das
> übriges auch. Stell Dir die Hufunterseite eines korrekt ausgeschnittenen
> Hufes vor (oder gib´s im Computer ein). Dann stell Dir vor, der Huf fusst
> auf. Das Gewölbe wird durch das Gewicht flachgedrückt. Der theoretische
> "Maximalfederweg" ergibt auf der Seite dann eine Ausbreitung um 2x2 cm.
Stimmt vielleicht, wenn das Pferd Bouletten an den Füssen hat, bei Hufen bin ich
mir da nicht so sicher.
> >Diese wird hauptsächlich
> >durch die Nägel ausgehalten.
>
> Das Wort
> "ausgehalten" ist richtig, aber man kann es auch mit "festhalten" richtig
> beschreiben.
3mm schmale und 45mm lange Nägel halten nichts fest, wenn 4000kg Kräfte wirken
im Galoppsprung.
> Mach Dir um meine Bildung keine Sorgen.
>
> Schon wieder ein Punkt, in dem Du die volle Checkung hast! Klasse!
>
> Danke, sehr gnädig!
>
> Spar Dir Deine Freude: ich bin traurig, daß Du aufgehört hast!
>
> Außerdem glaube ich, daß Du im Eifer des Gefechts schön langsam die Grenzen
> nicht mehr kennst.
> Meister, wenn Du "länger gekommen bist mit Nachdenken", kann man Dir ja nur
> gratulieren. Ich frage mich allerding ernsthaft, was Du in einer NG machst,
> wenn Du schon alles weißt. Andere anpöbeln?
...sonst noch etwas inhaltliches? sonst schalte ich hier jetzt ab...
> Du hast doch wohl auf dem Weg zu Deiner Erkenntnis auch Fehler gemacht,
> etwas dezugelernt, verbessert etc
Ja allerdings, aber ich habe damals auch nicht lauthals getönt:
"Hufschmiede, die behaupten, dass es ein Pferd gibt, das ein Eisen BRAUCHT, habe
schlicht und ergreifend keine Ahnung. Jedes Pferd kann Barfuss gehen."
> Und heute ist Dein Motto "Nie war ich besser als heute" - und das wird es
> morgen auch noch so sein.
Nein mein Motto ist "Ein Menschenleben reicht nicht aus, um alles zu lernen, was
es als Reiter zu lernen gibt".
> Eine WAS willst Du? Eine physiologische Begründung??????? Eine Begründung
> basierend auf "der Lehre der normale Lebensvorgänge"???? Unter normalen
> Lebensvorgängen - ich hoffe da sind wir uns einig - versteht man ein Pferd
> so wie es auch auf die Welt kommt: ohne Eisen. Das Beschlagen ist ja dann
> doch eher die Abweichung.
ja und das Reiten auch. Also hören wir doch damit auf, okay. Vor allem,
entvölkern wir Europa, damit Wildpferde wieder ungehindert ziehen können, und
wir beobachten können wie sich der Huf unter "natürlichen Umständen" verhält.
(Kleiner Tip: Natural balanced foot-Konzept, beobachtet an wildlebenden
amerikanischen Mustangs in den BLM-Areas)
> Ich glaube nicht, daß ich darauf eingehen möchte - es ist mir einfach zu
> blöd!
> Holla! Da hatte ich ja von Anfang an keine Chance! DU bist der Allwissende
> (gottseidank mit einem gewissen Verständniss für Laien) und DU bist mein
> Diskussions"partner" und DU bist der Schiedsrichter, der hier die Punkte
> verteilt. Da habe ich ja dann quasi ausgeschissen!
wenn Du das schon selber feststellst...
> Schön, aber WARUM sollten sie nicht das ganze Jahr beschlagen sein, wenn der
> HM "minimal, wenn überhaupt beeinträchtigt" wird, ja sogar "stärker sein"
> kann als ohne Eisen? Da muß doch irgendwie die Erkenntnis dahinterstecken,
> daß ein Beschlag soooooo nicht toll sein kann.
er ist auch nicht so toll, und vor allem, nicht so nartürlich. 370g Eisen sind
nämlich 370g, und das Bein des Pferdes, ab Schultergelenk abwärts, ist vor allem
darauf konstruiert LEICHT zu sein. Warum? Weil Masse Geschwindigkeit (bzw.
Energie) kostet.
> Aber diese Leute haben das bereits vor 100 Jahren gesagt. Was wurde damals
> mit Pferden alles gemacht? Damals sind die noch in den Krieg gezogen,
> mussten also einfach mal Ruckzuck ein paar hundert Kilometer rennen, Wagen
> ziehen und so weiter. In den Kasernen wurden die Pferde in den Stallungen
> gehalten als Kriegsgerät, das einsatzbereit sein musste. Da hat sich doch
> mittlerweile einiges getan, oder?
Dann mach Dir mal die Mühe, bei Krane und Spohr nachzulesen. Dann wirst Du
dahinterkommen, dass Zeiteinsatz, Mühe und Geduld, und Know-how seitdem
erschreckend abgenommen haben - im gleichen Masse wie der Umgang mit den Pferden
weniger geworden ist. Selbst die allgemeine Tiermedizin (ich meine nicht die
Apparatemedizin) tritt mehr oder weniger auf der Stelle, oder ist im
Rückschritt. Es gibt viele Beispiele.
>
> >sich riesiger Unfug in den Köpfen der Pferdehalter festgesetzt hat
> (gestärkt
> >dadurch, dass man ja auch noch Geld spart wenn man auf den Schmied
> verzichtet!)
>
> ...oder man einfach selbst beschlägt...
>
bei 4-5000 DM für Werkzeug und Ausrüstung für 3-4 Heissbeschläge im Jahr? Und
bei meinem Stundenlohn mich 2 Std. in der Gluthitze Samstags hinstellen? weiss
Gott nicht....
Aber die Freude das Pferd dann an der Hand zu traben mit den neuen Eisen, und
sie wirft die Beine, und anschliessend machen wir einen kleinen Proberitt... Ha!
das ist es!!
> Aber da ja auch Du gesagt hast, daß das Horn härter wird, wenn der
> Huf nicht beschlagen ist (und die Herren Krane, Wrangel und Spohr wohl auch,
> sonst hätten sie nicht empfohlen, wenigstens ab und zu NICHT zu beschlagen),
> ist es *grundsätzlich* möglich auch Distanzritte zu gehen ohne Beschlag.
Ja grundsätzlich werden die Barfussfanatiker immer leicht. Das ist ja das
Problem. Wenn das so einfach wäre hätten die Namib-Pferde es in 8 Generationen
ja geschafft, sich der Steppe anzupassen.
> Siehe Dein Isländer. Oder die Leute, die ans Ziel gekommen sind mit
> Barfußpferden. Solltest Du keinen kennen, kann ich Dir welche vorstellen
ich kenne die Distanz-Szene wahrscheinlich besser als Du. Im Laufe der letzten
10 Jahre ziemlich weit rumgekommen aber Dir nie begegnet.
> >> >Das mit dem durchbluteten und kalten Huf ist allerding ziemlicher Unfug.
> >> >Beschlagene Hufe sind genauso gut oder schlecht durchblutet wie
> >> unbeschlagene.
> >> >Nur welche mit Huflederhautentzündung sind es besonders stark!
>
> Und wie merkt man es? Am warmen Huf! Also ist durchblutet=warm doch richtig
> (obwohl Erstklässler-Logik)
Huflederhautentzündung=richtig, das ist alles was aus Deinem Satz folgt.
Wiederhol die Logik-Vorlesung besser nochmal...
> Solche unqualifizierten Bemerkungen kannst du Dir sparen. Außerdem kannst Du
> es dann ruhig nochmal lesen. Nach paarundzwanzig Jahren vergisst man gern
> etwas!
>
> >An Deinem Argument ist überhaupt nichts "logisch", noch nicht einmal
> >"physiologisch".
>
> Welch Rhetorik, welch Esprit steckt doch in diesem Satz. Aber nachdem Du ja
> selber oben geschrieben hast, daß eine stärkere Durchblutung einen wärmeren
> Huf bedeutet. Ist vielleicht doch "physiologisch" - vielleicht sogar
> "logisch"!
>
> >Unbeschlagene Hufe sind nicht wärmer als korrekt beschlagene,
> >die einzigen die wirklich wärmer sind, sind die knapp an der
> >Huflederhautentzündung dran. Eins meiner Pferde ist zur Zeit hinten
> beschlagen
> >und vorne nicht. Mitnichten sind die Vorderfüsse wärmer; wären sie es, wäre
> es
> >ein Anzeichen für mich zu scharf, oder auf zu hartem Boden geritten zu
> sein.
>
> Auf zu hartem Boden? Zu scharf? Hätte das Pferd dann sofort eine
> Huflederhautentzündung (die nach ein paar Minuten wieder abklingt) oder ist
> der Huf dann nur stärker durchblutet?
Die Huflederhautentzündung kommt bald nach, wenn diese feinen Zeichen unbeachtet
bleiben.
> >Wenn Du anderer Meinung bist, dann zitiere bitte eine halbwegs seriöse
> Studie,
>
> Mir reicht es, wenn ich Dich zitiere - Du schreibst ja schon alles, was ich
> brauche...
Keineswegs, denn ich behaupte nach wie vor, dass Barfusshufe, wenn nicht zu
scharf oder auf zu hartem Boden geritten, die gleiche Temperatur zeigen wie
korrekt beschlagene. Wer behauptet ernsthaft das Gegenteil, und auf welche
Untersuchungen stützt er sich?
> >Ich WEISS wie meine Pferde beschlagen sind, weil ich seit
> >Jahren ein einheitliches System anwende, mich nicht mit Glauben und
> Halbheiten
> >abgebe und die Dinge messe, die sich messen lassen, wie Strahl, Wandlänge,
> >Hufwinkel etc. und hierüber ein präzises Log führe, zusammen mit Leistung
> und
> >allen evtl. auftretenden Problemen, und seien sie auch nur mental bedingt.
>
> Wie Du mentale Probleme mißt verrätst Du mir mal. Du tust Dir bestimmt auch
> schwer, einen Huf in Bewegung zu vermessen....
>
Muss ich *Dich* jetzt über Grammatik belehren, oder hast Du nicht erkannt dass
der zweite Halbsatz sich auf das Verb "führen" (und nicht "messen") bezieht?
>
> >Und ich kann Dir auch verraten, dass ich auch an keine abstrakte Sache wie
> den
> >"optimalen Hufmechanismus" glaube, die ich nicht bestimmen kann. Unfug, in
> >meinen Augen. Es gibt nur Folgen unzureichender Blutversorgung, und die
> sind
> >wieder erkennbar wenn man nicht Markstücke anstelle der Augen im Kopf hat.
>
> Aha: erkennbare Resultate aus einer Tatsache, die Du als "Unfug"
> bezeichnest. Was ich nicht bestimmen kann, das gibt´s auch nicht, trotzem
> erkennt jemand, der Augen im Kopf hat die Folgen. Interessante
> "Hippothese"!!!!
Ja das ist der Unterschied zwischen uns beiden. Du postulierst dass etwas
existiert, weil es existieren muss, und stellst alle Erscheinungen die in der
realen Welt (hier: am Pferd) vorkommen in dessen Dienst. Was gegen die
Grundannahme spricht wird ausgeblendet. ich nennen diese Herangehensweise
unwissenschaftlich,ja mittelalterlich, und ideologisch.
Ich begnüge mich damit Wirkungen festzustellen, wie hier, erhöhte Temperatur des
Hufs, oder: Dehnung um x Milimeter, und in einen Kontext zu bringen, ob das
Pferd gesund aussieht oder nicht, und ziehe daraus meine Folgerungen auf
grössere Zusammenhänge die ich nicht unmittelbar feststellen kann (wie: welche
Menge Ausdehnung ist phsysiologisch erforderlich, sinnvoll, schmerzerregend,
oder pathologisch). ich bin Pragmartiker, kein Ideologe am Pferdehuf. Wie schon
gesagt, es gibt nichts alberneres.
> Oben hast Du geschrieben, daß starke Durchblutung lediglich durch
> Huflederhautentzündung auftritt, jetzt daß die starke Durchlutung eine
> Huflederhautentzündung zu Folge hat.
falsch.
>
>
> Ich würde sagen: eine Überbeanspruchung der Huflederhaut kann eine
> Entzündung hervorrufen -speziell bei Pferden, deren Lederhaut eine starke
> Belastung nicht gewöhnt ist.
>
richtig.
>
> Ich konnte in der Literatur keine Hinweise finden, daß Rehe durch zu starke
> Durchblutung hervorgerufen wird.
dann empfehle ich Dir den Stashak.
Frank
#weiteres bitte per Mail, diese Diskussion führt nicht mehr weiter.
>dass Du gerade die verwilderten Pferde in Afrika hier anfuehrst, finde
>ich interessant.
>Sweit ich die alle paar Jahre wieder erfolgenden Berichte ueber die
>Pferde der Namib Wueste
genau. Die sind mir auch sofort eingefallen...
Katje
--
... man sollte beruecksichtigen, dass Esel und Blumen
in einem kleinen Garten zusammen nicht gedeihen.
Der Esel setzt sich immer durch.
Robin Borwick
> Ein paar kurze Worte zu den Pferden in der Namib-Wüste: daß es dort mehr
> Pferde gäbe mit mehr Wasserstellen sagt ja schon das Wort "Wüste".
"Man" sagt Wüste, es ist aber eher eine Steppe. Europäer verwenden den Begriff
Wüste überwiegend inflationär. Tatsächlich finden die Pferde dort zu fressen und
zu saufen, wenn auch äusserst wenig. In einer echten Wüste wäre das nicht so.
> Daß das
> Bild eines toten Pferdes bei uns Entsetzen auslöst ist auch normal.
das thematisiere ich hier nicht. Im Gegenteil, ich habe mich schon mit lieben
Tierfreunden in dieser NG angelegt, weil ich vorschlug, die Tiere dort einfach
leben zu lassen, und Eingriffe auf ein Mindestmass zu beschränken. Meiner
Ansicht sind die Namib-Pferde ein viel wertvollerer biologischer Versuch als
alle Auswilderungsaktionen echter oder rückgezüchteter "Wildpferde" der letzten
25 Jahre.
(Ich befürchte allerdings dass die dort lebenden Menschen ganz andere Probleme
haben als den "Spleen" ihrer ehemaligen weissen Kolonisatoren
weiterzuverfolgen...)
>
> Wie "grausig kurz" die Hufe der (ja immerhin lebenden und lebensfähigen)
> Pferde sind (und auch der Mustangs in Nordamerika) sollte vielmehr Grund zum
> Nachdenken geben, warum die der Hauspferde so lang sind. Nachdem sich aber
> doch Abrieb und Wachstum über lange Jahre die Waage halten, die Pferde doch
> respektable Strecken zurücklegen und sich selbst in dieser extrem
> lebensfeindlichen Umwelt über Generationen halten und vermehren können würde
> ich zu dem Schluß kommen, daß Pferde eben NICHT genetisch so verhunzt sind,
> daß sie Eisen bräuchten.
Du irrst an drei entscheidenden Stellen:
1) die Namib-Pferde stehen unter einem weit grösseren Überlebensdruck als alle
nordamerikanischen Mustangs zusammen. Ihre Lebensumwelt ist so feindlich, wie
Pferde sie eben gerade vertragen, oder vielleicht auch nicht. Sie vermehren sich
gerade genug um eine dünne Population zu halten. Die geringste Störung in ihrer
Lebensumwelt kann sie auch verschwinden lassen.
2) Das Gleichgewicht im Hufwachstum und -Abrieb ist ebenfalls stärker gestört,
als bei einem normalen wildlebenden Tier.
3) Es handelt sich, wie ich schon andeutete, nicht um Wildtiere im biologischen
Sinne, sondern um Abkömmlinge von OSTPREUSSEN (!) die ein verrückter deutscher
Adliger dort (im damaligen"Deutsch-Südwest") vor 1914 züchtete. Wer sich über
Namib-Pferde öffentlich kundtut sollte darüber Bescheid wissen (!)
Sicherlich war sein Ausgangsmaterial vorzüglich, das ist immer noch erkennbar.
Die Pferde sind edel und haben Qualität. Qualität die in diesem Fall nicht mit
der Überlebensfähigkeit kollidiert, eher im Gegenteil - in einem Biotop wo sage
ich mal, nach 6 Monaten die Gerippe 99% unser Hauspferde von der Sonne gebleicht
würden.
Aber es sind Ostpreussen, und damit, wie Du es auszudrücken beliebst, "genetisch
verhunzt".
Ich bezweifle aber, dass das der Grund für die Hufprobleme der Namiib-Pferde
sind. Im Gegenteil: Ich sehe KEINERLEI Veranlassung anzunehmen, dass echte
Wildpferde, vor allem der Urvollblüter vor tausenden von Jahren ein irgendwie
leichteres Leben gehabt haben dürfte als jetzt die Pferde der Namib. Das hat sie
zu dem gemacht was sie sind, (und begründet warum sie unter wohlmeinenden
europäisch-abendländischen Vorstellungen leicht degenerieren...)
Es gab nämlich zwei Strategien: Die einen beschlossen irgendwann, ihr Futter ein
zweites Mal zu kauen und wie Kühe auszusehen... den Equiden blieb nicht viel
übrig, als länger, länger und noch länger hinauszuwandern, wo es noch was zu
fressen gab! Solange bis die Beine mitwuchsen! Mag sich einer vorstellen wie das
ist??? Ein paar hatten Glück, die Exmoorpony-Typen, die noch heute am
zufriedensten sind, wenn sie standortreu leben können, immer Futter, Wasser und
ihre Freunde um sich. Aber ihre südlichen Vettern hatten wenig zu lachen. Und
ihre Nachfahren: Schon die Befürchtung, eingesperrt, der Freiheit beraubt zu
sein ist ihnen verhasster als der Tod, oder jedes andere Übel!
..
Ganz nebenbei: "Zu Kurze, bzw. lange Hufe." Dann erzähl uns mal wie *konkrät*
lang die Hufe Deiner Quarter sind, Du Schlauberger. Katze aus dem Sack, mal weg
mit all den Verallgemeinerungen aus dem Sonderangebot. Na? - Und wie flach sind
sie?
..
JFI, Natajy (Russ.HB, 155 Stock) hat bei 130mm Hufbreite, 75mm Zehenlänge
(unterhalb des Kronrands gemessen). 53° Zehenwinkel (zur Hufsohle).
Gruss,
Frank
Poliurethan hilft auch super gegen Aufstollen auch Ist es ein Guter
Stossdämper (wie gut genau kann ich nicht sage habs noch nie nach gemessen)
aber man kann die Härte genau Bestimmen von 60A-95A
Einfach die Eisen vor dem Nageln in's PUR einlegen fertig hällt locker eine
Beschlagsperiode.
Wichtig: die Eisen vor dem Einlegen gut mit Verdünner reinigen.
mfg vollmi (Vollmeier René)
--
----- The nature really doesn't need us but we need the nature. -----
Be carefully to the animals !
visit : http://www.dolphin-area.de/vollmi
mail to : vol...@dolphin-area.de
ICQ to : 169 185 29
der grosse Michel BAXTER war in N.Ö. Hier der Bericht.
er sollte zwei pferde in unserem stall behandeln, also habe ich mein
rekonvaleszentes Jungpferd, das derzeit nur "kontrollierte bewegung" machen
soll, auch angemeldet. ich dachte, er könnte mir dabei helfen, einen plan
aufzustellen, was ich nach der steh- bzw. führzeit mit ihr machen sollen.
angemeldet waren "sie" für 18 h am abend. um 19:30 kamen nach zwei
handy-anrufen zwei mädchen mit einem tens-gerät, die eine eine ausgebildete
mitarbeiterin von baxter, die andere eine gelernte krankenschwester (human).
die pferde wurden im stallgang einzeln fotografiert, die
(kranken)-geschichten aufgenommen aufgenommen und dann untersuchte die
mitarbeiterin die muskular der pferde (etwa 10 minuten). das ihnen bekannte
pferd bekam dann auf ca. eine dreiviertelstunde ein tensgerät angelegt.
das dressurpferd wurde als steif und verritten diagnostiziert, meines hat
"einen verkürzten Brustmuksel" (?????, Kaida ist ungeritten und hat einen
traumhaft schönen hals und kopf, und natürlich weil ungeritten, keinen
unterhals) und einen verkürzten muskel auf dem operierten hinterbein;
letzteres kann vielleicht stimmen, weil sie vermutlich vor der operation die
beinaktivitäten auf das linke gesunde bein verlegt hat. der versuch, kaida
ein tensgerät anzulegen, stiess auf widerstand. sie ging in der box zurück,
zurück, und ich rief nur mehr: achtung, das operierte gelenk. ich hatte
todesängste und bin heute noch wütend über mich, dass ich die behandlung
nicht sofort abgebrochen habe. als ich mich dazu durchgerungen hatte, stand
sie dann ruhig und liess alles über sich ergeben.
und morgen kommen wir wieder, wir machen immer gleich zwei behandlungen!
ausgemacht war das vorher nicht. was kostet das? die erste behandlung ATS
1200,-- (ca. DM 175,--), die zweite AS 1000,--. sie wurden um 22 h fertig,
die stallbesitzer waren, nicht zuletzt auch wegen der pferde, nicht sehr
glücklich darüber. sie schauten eine weile zu und beschlossen dann, das
vierte pferd, das eventuell ein kandidat für die behandlung gewesen werden,
nicht behandeln zu lassen.
nach einer schlaflosen nacht beschloss ich, die zweite behandlung nicht zu
akzeptieren.
mit zwei stunden verspätung kamen am nächsten tag michel baxter und seine
assistentin. ich zahlte den vortag und teilte ihm mit, dass ich sehr besorgt
um das operierte gelenk meines pferdes sei, weil sich über nacht eine
leichte füllung gebildet hatte und mein pferd beim führen und am putzplatz
so hysterisch wie noch nie gewesen war.
das könne gar nicht sein, sie würden auch pferde postoperativ behandeln,
gleich danach. aber reitpferde zappeln nicht so sehr wie jungpferde. ich
fragte, ob ich mir die behandlungen der anderen pferde trotzdem ansehen
könne, was er natürlich auch nicht verbieten konnte.
untersuchung der muskeln des baxter bereits bekannten pferdes, 10 minuten.
dann tens gerät. inzwischen tens-gerät für den dressurschimmel, den sich
baxter nicht einmal persönlich angesehen hat! es kam ihm auch nicht in den
sinn. mein pferd und dessen operiertes gelenk anzusehen, ob vielleicht ein
schaden entstanden sei. ich ging nach hause, als die beiden anderen pferde
unter den tens-geräten zuckten.
der gut ausgebildeten dressurreiterin wurde gesagt, dass sie falsch reiten
würde. der sattel würde auch nicht passen, obwohl er nie aufgelegt worden
war, denn das erkenne man sowieso am zustand der rückenmuskulatur des
schimmels. nix kicher! meine stallkollegin zahlte ATS 2200,-- und meinte zu
mir, sie hätte dafür schon ein tolles gelpad haben können; und ich eine
doppelt gebrochene aurigan-trense, na ja.
ich war leicht enttäuscht, wie sehr ihr das?
gruss,
reinhild
<snip>
> ich war leicht enttäuscht, wie sehr ihr das?
das grosse Leute nur grosse Kohle machen. Und das viele kleine Leute viel zu
leicht zu beeindrucken sind.
Da Lob ich mir doch meinen Doc. um die Ecke, der uns bisher immer helfen
konnte und die kleinen Scheine gleich in die Tasche steckt ohne grossen
Firlefanz mit irgendwelchen Abrechnungsunternehmen zu machen. Kurzum also
den bodenständigen Kenner.
Gruss Axel
--
Das Grundproblem jeder Staatsform sind die Eigenschaften des Menschen
(Gier nach Macht, Geld, Anerkennung). Andererseits sind es genau
diese Eigenschaften, die unseren Fortschritt garantieren.
Schau'n wir mal, was die Zukunft so bringt. [Ortwin Gasper, dtt]
>pferd bekam dann auf ca. eine dreiviertelstunde ein tensgerät angelegt.
Was ist das? Misst das den Muskeltonus? Wie?
>"einen verkürzten Brustmuksel" (?????, Kaida ist ungeritten und hat einen
>traumhaft schönen hals und kopf, und natürlich weil ungeritten, keinen
>unterhals)
Das heisst nichts. Manche Pferde haben von Natur aus einen, aber das
nur nebenbei...
>ich war leicht enttäuscht, wie sehr ihr das?
Mir faellt da nur eins ein: Geld verdirbt den Charakter...
So long,
Katje, die heute nix lernt + Apollo, der sich wohlig die Ohren hat
kraulen lassen °popel°
gruss,
reinhild
K. Binder <bin...@uni-muenster.de> schrieb in im Newsbeitrag:
389b0ab2...@news.uni-muenster.de...
>hallo Andrea,versuche doch H.O.T. Behandlung ist bei Hufrolle sehr
>effektiv.Röntg.kannst du am Strahlbein keine Veränderungen erkennen,wirkt
>systemisch,durchblutungsfördernd,etwa 5 Behandlungen
Hallo!
Kannst Du mir noch verraten, wofür H.O.T. steht? Dann könnte man mal
darüber nachdenken.
Danke
Andrea
Edith Loschmidt <e.los...@kabsi.at> schrieb in im Newsbeitrag:
38906780...@kabsi.at...
> Hallo Andrea,
> wir haben einen Akupunkteur, der die Durchblutung der Hufe (bei
> Hufrolle) mit seinen Nadeln unterstützt. Vielleicht gibt es so einen
> auch in deiner Gegend? Angeblich soll es sehr gut helfen. Unser TA
> (Akupunkteur) ist allerdings der Meinung, daß Bewegung wichtig ist, eben
> wegen der Durchblutung.
> Viel Glück!
das seh ich auch so. wenn du deinem hotti was gutes tun willst solltest du
ihm die möglichkeit geben sich zu bewegen, wie er es für richtig hält. was
soviel heißt: raus aus der box und auf die weide oder padock stellen. -
zu kalt? -gibt's eigentlich nicht für pferde, sowas haben die menschen
erfunden.
und wenn du dich wegen der kälte nun doch nicht für diesen vorschlag
entscheiden kannst,weil du ja sooo menschlich fühlst, gibt es immer noch die
möglichkeit einer decke.
übrigens habe ich einmal über eine forschungsarbeit gelesen bei der man zig
pferde bei heißen sommertemperaturen ( also auch sommerfell) ins flugzeug
gepackt hat und zum südpol ( oder war es doch der nordpol) geflogen hat. die
pferde hatten somit einen temperaturunterschied von um die 80° c !!!
innerhalb 24 std. zu bewältigen. keines der pferde soll sich erkältet haben.
( da staun sogar ich ) das nur nebenbei
also liebe andrea denk mal drüber nach
liebe grüße
greta
Hallo Andrea!
>
> Also zu seiner Ausbildung liegst Du richitg mit Dressur. Gesprungen
> bin ich nur hin und wieder mal gerundet vielleicht einmal im Monat,
> aber nicht viel mehr als Springymnastik, weil es ihm einfach spaß
> macht. Hoch aber nie! (das kann ich leider nicht gut ;) Daher weiß
> ich auch nicht, woher die Hifrolle kommt. Ich hatte immer guten
> Unterricht. Eine vermutung ist, daß die Veranlagung schon länger
> vorliegt.
dein pferd hat hufrolle? - na das will ich hoffen! -nein , im ernst jedes
pferd hat eine hufrolle, oder sollte es zumindest haben.
was du meinst ist eine hufrollenentzündung, ich hab schon verstanden. wobei
entzündungsvorgänge dabei nicht vorherrschend sind. es handelt sich dabei um
eine strahlbeinlahmheit - im fachjargon:' podotrochlose 'genannt.
die bezeichnung 'strahlbeinlahmheit' weist auf den bereich, in dem der
defekt auftritt. das strahlbein (( liegt hinter dem hufbein und bildet mit
dem hinteren hufbein die glenkpfanne für das kronbein)), dient also
praktisch als "umkehrrolle" u. a. für die tiefe beugesehne, daher nennt man
diesen bereich 'hufrolle'.
sorry, mit greta sind mal wieder die pferde durchgegangen :-)
eine erbliche veranlagung ist durchaus möglich. man hat sogar schon bei
jährlingen deutliche veränderungen an den strahlbeinen feststellen können.
und da gibts immer noch genug die mit ihren hufrollenkranken stuten züchten
müssen. selbst von bestimmten hengsten ist bekannt das die nachkommen
gehäuft hufrollenerkrankungen haben. einfach ein graus!
Nach dem dritten Beschlag kam mir der Huf zu lang und
> flach vor, mehr als sonst. Das hat mir dann ein anderer Schmied, den
> ich immer noch habe und für recht fähig halte, dann auch bestätigt.
Ich habe es
> dummerweise auf die Sehne geschoben, die schon mal angerissen war und
> auch dick wurde. Es wurde mit schonen nur kurzzeitig besser.
ich geh mal davon aus , daß dein pferd vielleicht auch weich gefesselt ist.
dabei wird die sehne mehr belastet und drückt vermehrt von unten gegen das
strahlbein mit natürlich auch erhöhter reibungskraft. wenn jetzt noch die
zehe zu lang und die trachten zu kurz sind, wird der druck gegen das
strahlbein und die schon erhöhten reibungskräfte nochmal erhöht.
diese pferde versuchen den schmerz zu lindern, in dem sie zuerst mit der
zehe auffußen weil sie den ballen entlasten wollen.
stell dir vor du gehst auf zehenspitzen. wäre es jetzt nicht angenehmer für
dich du würdest einen -ich sag mal- 'stöckelschuh' tragen?? (natürlich keine
10 cm hoch) na? - so und jetzt kommts - genau das macht aber ein
orthopädischer Beschlag u.a..
jetzt stell dir aber bitte nicht dein pferd auf stöckelschuhen vor :-))
womöglich noch mit pfennigabsätzen hihi
zur entlastung der tiefen beugesehne (drückt und reibt am strahlbein s. o.)
sollte der huf im hinteren bereich deshalb höher gestellt werden, was man
mit verdickten eisenschenkeln bzw. besser durch einlegen eines plastikkeils
( gleichzeitig stoßabsorbierung) erreicht. - und jetzt sag mir bitte
keiner mehr, so ein pferd soll barfuß gehen, von wegen der durchblutung.
natürlich ist die durchblutung eines barfußhufes besser, und die
durchblutung ist wichtig bei dieser krankheit, aber da steht an erster
stelle erst mal dem pferd bewegungsmöglichkeit überhaupt zu ermöglichen, wie
eben weidegang oder noch besser offenstallhaltung.
......Hyaluron-Säure (eine künzliche Gelenkschmiere, sagt er) in
> den Huf gespritzt und mir hinterher verraten, daß auch Kortison mit
> darin war. Es war dann kurzeitig besser, aber nicht lange, irgendwie
> schient mir nur so lange, wie das Kortison darin gewirkt hat, er sagte
> was von 9-10 Tagen und das kommt hin.
cortison unterdrückt die entzündung, die die schmerzen auslöst. die
schmerzen sind aber wichtig, damit das pferd das gelenk schont ( hört sich
blöd an ist aber so )
die entzündung macht der körper um dort eine erhöhte atkivität zu erzeugen,
was so ungefähr heißt: er stellt mehr arbeitskräfte zur verfügung, weil für
eine reparatur natürlich mehr benötigt werden als nur für den erhalt des
gewebes etc.
resüme: cortison doch eigentlich nur, wenn wirklich garnichts anderes mehr
hilft!
.....der sich schon lange mit der
> klassischen Homöopathie beschäftigt, nach Neujahr habe ich das erste
> mal das Mittel gegeben. Und nu warte ich ab, ob das etwas bringt und
> überlege, was man noch unterstüzend machen könnte. Das
> homöopathiesche Behandlungen dauern, weiß ich.
greta's augen glänzen vor freude :-))))
weißt du was es war? würde mich brennend interessieren.
Mag halt noch nicht aufgeben und einen
> Nervenschnitt machen lassen, was dem TA nur noch einfällt.
ok. das wäre nun wirklich das allerletzte mittel!
hoffe ich habe dich nicht zu sehr genervt mit der vorlesung und konnte dir
dabei vielleicht doch a biserl helfen
liebe grüße dir und deinem pferdi
greta
gruss,
reinhild
hi greta:-)
tolles posting...gratuliere:-)
eine frage dazu: ein nervenschnitt ist für das pferd doch eigentlich eine
gute lösung, oder?
früher (oder immer noch?) durften sie im ausland sogar springen damit, bei
uns in der schweiz verboten.
aber ein nervenschnitt und dann ruhiges freizeitreiten, was spricht dagegen?
(ist eine offene frage, keine rhetorische!)
liebe grüsse von tendre der hypnotisiert in deine glänzenden augen
guckt....:-))
hallo liebe reinhild:-)
lorbeeroel am kronrand eingerieben beschleunigt das hufwachstum wegen
entzündung und stärkerer durchblutung.
man sollte das nur anwenden wenn es wirklich notwendig ist und keinesfalls
ein pferdeleben lang.
dies nur als ergänzende bemerkung.
grüsse an dich, heinz und die schönen hottehüs:-)
eine extra karotte für deine patientin
danke, tendre, wusste ich nicht. linda tellington J massiert knapp oberhalb
des kronenrandes ohne irgendetwas - was hältst du davon?
gruss, reinhild
p.s. patientin war heute brav, trotzdem livius in der reithalle fliegende
galoppwechsel machte. ich muss nur mehr 19x führen.
hallo reinhild
wie schon mal erwähnt mache ich nichts bei den hufen ausser alle 8 wochen
beschlagen lassen.
bei spröden hufen wende ich *hoofecare* an, das einzige mittel das mich
bisher überzeugen konnte.
liebe grüsse
tendre
Ich habe den ganzen Kram oben mal weggelassen, kann man da auch
nachlesen.
Ja, ich weiß, das es eine Hufrollenentzündung bzw eine
Gleichbeinlahmheit ist, mittlerweile, ich habe mich in letzter Zeit
viel damit beschäftigt und auch eine Menge neues gelernt.
Was das nun genau für ein Mittel war, weiß ich immer noch nicht, ich
kann das Gekritzel auf der Flasche einfach nicht erkennen! Vielleciht
sagt euch "Rubiflu" oder so was. Ich rate aber nur.
Ansonsten kann ich ja mal einen Raport machen:
Also, er bekam das Mittel und es wurde nach ein zwei Wochen heftigen
lahmens allmählich besser. Er lahmt jetzt seit etwa 2 Wochen nicht
mehr so an der Hand, wenn ich ihn vorführe. An der Longe ist ads vor
lauter Gezappele und getobe nicht erkennbar. Ansonsten stand er, wenn
es irgend ging, auf dem Paddock, damit er sich wenigstens etwas
bewegen konnte, und nciht nur in der Box steht. Im Sommer wird er auf
die Weide kommen und danach hoffentlich in einen Offenstall für den
Winter.
Nun bin ich heute nach Erlaubnis wieder das erste mal im Schritt etwas
geritten. Er war fürchterlich gespannt. Ich wollte mal drei Schritte
traben, nur als Kontrolle, ob er lahmt, was aner leider nicht möglich
war, ohne daß das in wildes Gebuckele ausartet. Ich gehe im Augenblick
daher mit dem lahmen nur nach dem, was er an der Hand zeigt und seinem
Verhalten, da er in den Zeiten mit Schmerzen sich keinen Schritt
freiwillig bewegt hatte. Ich werde also die nächste Zeit gaannz
langsam wieder ein ganz wenig mir ihm machen und hoffen, daß alles
klappt.
Ich habe da noch eine Frage an Greta: Wieso bekommst Du bei dem worten
homöopathisch etc feuchte Augen? Beschäftigst Du Dich damit privat
oder beruflich?
Vielen Dank nochmal für eure Antworten!
Andrea
>möglichkeit
>box
>weide
...
Koennen wir Dir zu Ostern ein Paar Konsonanten schenken?
Ich wuerde Deine Texte ja gerne lesen, aber leider sind sie mir ziemlich
unverstaendlich.
Hier ist schon mal ein Voschuss:
QWERTYUIOPASDFGHJKLZXCVBNM
Gruss,
PerditaX
Server load too high schrieb:
> greta schrieb:
>
> >möglichkeit
> >box
> >weide
>
> ...
>
> Koennen wir Dir zu Ostern ein Paar Konsonanten schenken?
hallo "server load too high" ???
ich kann an den konsonanten nichts mangelhaftes finden.
imho sind konsonanten "mitlaute" und in den o.a. wörtern schon ganz ok.
was soll damit nicht stimmen?
>
> Ich wuerde Deine Texte ja gerne lesen, aber leider sind sie mir ziemlich
> unverstaendlich.
hmmm, dein text ist irgendwie auch unverständlich....
>
> Hier ist schon mal ein Voschuss:
...darf ich dir zu ostern ein "r" schenken? :-))
>
>
> QWERTYUIOPASDFGHJKLZXCVBNM
aha...alles konsonanten !?
*staunend :-)
gruß
mark
*war der server wirklich zu hoch geladen ? ;-))
>ich kann an den konsonanten nichts mangelhaftes finden.
>imho sind konsonanten "mitlaute" und in den o.a. wörtern schon ganz ok.
>was soll damit nicht stimmen?
Sie werden im Deutschen grossgeschrieben wenn sie am Wortanfang stehen!
>> Hier ist schon mal ein Voschuss:
>
>...darf ich dir zu ostern ein "r" schenken? :-))
Ohr, jar, danker!
>*war der server wirklich zu hoch geladen ? ;-))
Ja. Normalerweise setzt er da meinen Namen ein, aber diesmal hat er das wohl
verschusselt...
Catja
CATJA ALEXANDRA PAFORT schrieb:
> Mark schrieb:
>
> >ich kann an den konsonanten nichts mangelhaftes finden.
> >imho sind konsonanten "mitlaute" und in den o.a. wörtern schon ganz ok.
> >was soll damit nicht stimmen?
>
> Sie werden im Deutschen grossgeschrieben wenn sie am Wortanfang stehen!
hallo catja oder lieber "server load too high" ...*bg
das war es also, du bemängelst die groß und kleinschreibung!
dann werden aber nicht nur konsonanten groß geschrieben :-)))
aber das "kleinschreiben", sprich das bewußte verzichten auf großbuchstaben,
hat im usenet sozusagen "tradition" und hat sich aus den anfängen des usenet
ergeben.
vorlesungs beginn:
als anfang der 80er jahre das usenet in north carolina entstand wurden einige
"unix-rechner" miteinander verbunden.
das unix sytem basiert, ähnlich wie "dos", auf befehlen mit denen man dem
rechner irgendwelche funktionen entlockt.
dabei war die unterscheidung in groß oder kleinbuchstaben, aber nur für
programmbefehle, immens wichtig.
zwei gleiche buchstaben können völlig unterschiedliche aktionen auslösen, in
abhängigkeit ob sie groß oder klein geschrieben wurden.
texte wurden immer in kleinbuchstaben verfaßt.
es wurde bevorzugt in englisch getalkt (da aus amerika) und die befehle
waren/sind immer noch englisch.
wie du weißt wird im englischen fast alles bis auf namen etc. kleingeschrieben.
als das usenet langsam rüberschwappte nach europa gabs immer noch keine tollen
newsreader wie heute.
deutsche anwender mußten sich diese schreibweise aneignen um an diskussionen
teilzunehmen und schrieben folglich auch klein.
das usenet existiert immer noch in der "urform" und hat sich im grunde nicht
verändert.
das usenet hat auch nichts mit dem internet zu tun, sondern existiert paralel
dazu.
nur verwenden wir heute newsreader die das ganze grafisch übersichtlicher
gestalten.
früher hatte man nen schwarzweiß monitor und weiße schrift flatterte über den
bildschirm.
jaja, das waren noch zeiten :-)
das ist der grund warum viele teilnehmer immer noch kleinschreiben, obwohl sie
es nicht müßten und es ist heute letztendlich nur noch ein vereinfachen der
schreibweise, die du tolerieren solltest.
vorlesung aus: :-))
wie du siehst schreib ich auch alles klein und finde das man das prima lesen
kann. *bg
> >> Hier ist schon mal ein Voschuss:
> >
> >...darf ich dir zu ostern ein "r" schenken? :-))
>
> Ohr, jar, danker!
hmm...soviele sollten es gar nicht sein, daß du damit soo verschwenderisch damit
umgehst. :-)
>
>
> >*war der server wirklich zu hoch geladen ? ;-))
>
> Ja. Normalerweise setzt er da meinen Namen ein, aber diesmal hat er das wohl
> verschusselt...
>
> Catja
ach du bist die catja mit dem count !
*serverloadtoohigh klingt aber auch irgendwie witzig
also, wünsch dir noch einen schönen tag
liebe grüße
Mark
>das war es also, du bemängelst die groß und kleinschreibung!
>
>dann werden aber nicht nur konsonanten groß geschrieben :-)))
Stimmt- aber da ich mich da schon vertan hatte, dachte ich mir, so kann ich
mich wenigstens noch halbwegs ordentlich aus der Affaere ziehen.
>aber das "kleinschreiben", sprich das bewußte verzichten auf großbuchstaben,
>hat im usenet sozusagen "tradition" und hat sich aus den anfängen des usenet
>ergeben.
*WIE* Anfaenge? Oder besser: wann?
>es wurde bevorzugt in englisch getalkt (da aus amerika) und die befehle
>waren/sind immer noch englisch.
>wie du weißt wird im englischen fast alles bis auf namen etc.
>kleingeschrieben.
Aber die Satzanfaenge nicht - und hier geht es nicht ums Englische, sondern ums
Deutsche.
<snip Unix und primitiv-Computer>
>das ist der grund warum viele teilnehmer immer noch kleinschreiben, obwohl sie
>es nicht müßten und es ist heute letztendlich nur noch ein vereinfachen der
>schreibweise, die du tolerieren solltest.
Also: auch wenn ich persoehnlich noch nicht ganz so lange dabei bin, kenne ich
doch viele Leute, die schon vor dem 'great renaming' im Usenet rumhingen. Und
die setzen sich ausnahmslos dafuer ein, Texte LESBAR zu gestalten. Dazu
gehoeren neben ordenlichen Zitierweisen und Absaetzen im Deutschen auch die
Grossbuchstaben.
>wie du siehst schreib ich auch alles klein und finde das man das prima lesen
>kann. *bg
Du vielleicht. Ich nicht. Das Argument 'ich mach das so, ich find das gut' ist
IMABHO ein sehr schlechtes, wenn es um Benutzerfreundlichkeit geht. Leute, die
sich keine Muehe geben, ihre Artikel lesbar zu gestalten ueberlese ich im
Allgemeinen. Und das waere doch schade...
Catja
und der Count
CATJA ALEXANDRA PAFORT schrieb:
> >> Mark schrieb:
>
> >das war es also, du bemängelst die groß und kleinschreibung!
> >
> >dann werden aber nicht nur konsonanten groß geschrieben :-)))
>
> Stimmt- aber da ich mich da schon vertan hatte, dachte ich mir, so kann ich
> mich wenigstens noch halbwegs ordentlich aus der Affaere ziehen.
>
> >aber das "kleinschreiben", sprich das bewußte verzichten auf großbuchstaben,
> >hat im usenet sozusagen "tradition" und hat sich aus den anfängen des usenet
> >ergeben.
>
> *WIE* Anfaenge? Oder besser: wann?
wenn du mein vorhergehendes posting etwas mehr beachtung geschenkt hättest, dann
wär dir nicht entgangen das ich "die anfänge des usenets aus anfang der 80er jahre"
meinte/zitierte.
>
> >es wurde bevorzugt in englisch getalkt (da aus amerika) und die befehle
> >waren/sind immer noch englisch.
> >wie du weißt wird im englischen fast alles bis auf namen etc.
> >kleingeschrieben.
>
> Aber die Satzanfaenge nicht - und hier geht es nicht ums Englische, sondern ums
> Deutsche.
nö, es geht ums usenet.
eine amerikanische entwicklung zweier studenten.
daraus ergaben sich gewisse verfahrensweisen die heute noch gültigkeit haben.
dazu gehört eben der verzicht auf großbuchstaben.
unabhängig von der heimatsprache.
> <snip Unix und primitiv-Computer>
uih, damit ziehst du dir den zorn der unix nutzer zu !
unix ist heute noch ein begehrtes system und im kern leistungsfähiger und vor allem
stabiler als windows
oder os2.
also primitiv ist es wirklich nicht !
>
> >das ist der grund warum viele teilnehmer immer noch kleinschreiben, obwohl sie
> >es nicht müßten und es ist heute letztendlich nur noch ein vereinfachen der
> >schreibweise, die du tolerieren solltest.
>
> Also: auch wenn ich persoehnlich noch nicht ganz so lange dabei bin, kenne ich
> doch viele Leute, die schon vor dem 'great renaming' im Usenet rumhingen. Und
> die setzen sich ausnahmslos dafuer ein, Texte LESBAR zu gestalten.
stimm ich dir zu.
> Dazu
> gehoeren neben ordenlichen Zitierweisen und Absaetzen im Deutschen auch die
> Grossbuchstaben.
beim unterscheiden, ob groß oder kleinschreibung die übersichtlichkeit hebt, kann
ich dir nicht zustimmen.
warum fängst du nicht bei dir selbst an und verzichtest auf das ausschreiben der
umlaute.
würde sicher die übersichtlichkeit fördern und es lesbarer machen. :-)
>
> >wie du siehst schreib ich auch alles klein und finde das man das prima lesen
> >kann. *bg
>
> Du vielleicht. Ich nicht. Das Argument 'ich mach das so, ich find das gut' ist
> IMABHO ein sehr schlechtes, wenn es um Benutzerfreundlichkeit geht.
warum sollte ich es nicht für mich in anspruch nehmen.
es ist auch nicht das argument "ich find das gut" was zählt.
es ist einfach so. punktum.
du nimmst es für dich doch auch in anspruch das deine unterscheidung in groß oder
klein der übersichtlichkeit dient und ich diese ansicht nicht teile.
diese diskussion um groß- oder kleinschreibung ist sicher einmalig im usenet.
da ich eigentlich selbst nie darüber nachgedacht hab welche schreibweise ich
verwende und bei anderen die es mir gleich tun, keine probleme beim lesen der texte
habe, ist es mir völlig egal wie geschrieben wird.
hauptsache das verfaßte ist lesbar und das hängt nicht von groß oder klein ab.
> Leute, die
> sich keine Muehe geben, ihre Artikel lesbar zu gestalten ueberlese ich im
> Allgemeinen.
das ist bedauerlich für dich und schade das deine toleranzgrenze so niedrig ist.
fakt ist einfach das das usenet eben so ist und du wirst es nicht ändern können.
> Und das waere doch schade...
wär wirklich schade wenn das der einzige grund ist beiträge anderer nicht zu lesen
und aktiv an der diskussion teilzunehmen.
mfg
Mark
Hai
>> Mag halt noch nicht aufgeben und einen
>> > Nervenschnitt machen lassen, was dem TA nur noch einfällt.
>>
>> ok. das wäre nun wirklich das allerletzte mittel!
>
>eine frage dazu: ein nervenschnitt ist für das pferd doch eigentlich eine
>gute lösung, oder?
>früher (oder immer noch?) durften sie im ausland sogar springen damit, bei
>uns in der schweiz verboten.
Der Nervenschnitt kann nur für den Besitzer eine gute Lösung sein, da
er so das Tier noch nutzen kann, ohne daß das Pferd lahmt.
Da aber (sagt ja der Name) die Nerven zur entzündeten Stelle
durchgetrennt werden, bleibt das Problem bestehen, gerät nur wegen der
wegfallenden Lahmheit in Vergessenheit. Auch werden häufig
festgetretene Steine oder Hufgeschwüre,... nicht oder zu spät bemerkt,
weil das Schmerzempfinden fehlt. Öfter mal muß der Schnitt wiederholt
werden, da die Nerven wieder zusammenwachsen.
In England ist der Nervenschnitt zum Glück schon länger verboten.
>aber ein nervenschnitt und dann ruhiges freizeitreiten, was spricht dagegen?
>(ist eine offene frage, keine rhetorische!)
s.o.
Ich finde diese Art der Schmerzbeseitigung keine Lösung.
Leiste deinem Pferd Schonung, zB bei ruhigem Weidegang.
Gruß
Trixi
Hai
>das seh ich auch so. wenn du deinem hotti was gutes tun willst solltest du
>ihm die möglichkeit geben sich zu bewegen, wie er es für richtig hält. was
>soviel heißt: raus aus der box und auf die weide oder padock stellen. -
>zu kalt? -gibt's eigentlich nicht für pferde, sowas haben die menschen
>erfunden.
Also das mit dem "kein zu kalt" kann ich so nicht stehen lassen. Ich
hab schon mehr als genug Pferde frieren sehen (logisch nicht meine).
Oder du weißt einfach nicht, wie ein frierendes Pferd aussieht.
Bitte keine Verallgemeinerungen, sonst glauben die Leute wirklich, daß
Pferde nie frieren und das ist schlicht nicht wahr.
>übrigens habe ich einmal über eine forschungsarbeit gelesen bei der man zig
>pferde bei heißen sommertemperaturen ( also auch sommerfell) ins flugzeug
>gepackt hat und zum südpol ( oder war es doch der nordpol) geflogen hat. die
>pferde hatten somit einen temperaturunterschied von um die 80° c !!!
>innerhalb 24 std. zu bewältigen. keines der pferde soll sich erkältet haben.
>( da staun sogar ich ) das nur nebenbei
Das ist kein Beweis, daß Pferde nicht frieren. Das spricht höchstens
dafür, daß das Immunsystem dieser Tiere funktioniert hat. Wenn es denn
wahr sein sollte.
Gruß
Trixi
hallo catja
dann darfst du mich gerne überlesen...deine ansicht ist mir da zu
kleinkarriert....nicht böse sein, nur meine meinung..
tendre, der kleinschreiben super findet und auch keine orthografiefehler
kritisiert....der inhalt und stil zählt doch bedeutend mehr, oder?
ps. gib dir einen ruck catja:-))
>warum fängst du nicht bei dir selbst an und verzichtest auf das ausschreiben
>der
>umlaute.
>würde sicher die übersichtlichkeit fördern und es lesbarer machen. :-)
Ich bezweifle, dass das sinnvoll waere. Dann passiert naemlich folgendes:
Statt Uebersichtlichkeit muessen einige dann
U9dhso8775sichtlichkeit lesen, was bestimmt auch nicht angenehm ist.
Gruesse
Vanessa, die nur klein schreibt, wenn's schnell gehen soll. Denn obwohl ich
eigentlich ganz fix Schreibmaschine schreiben kann, spart der Verzicht auf die
Grossbuchstaben bei mir doch noch was an Zeit ein.
>Vanessa, die nur klein schreibt, wenn's schnell gehen soll. Denn
>obwohl ich eigentlich ganz fix Schreibmaschine schreiben kann, spart
>der Verzicht auf die Grossbuchstaben bei mir doch noch was an Zeit
>ein.
Es ist vielleicht sinnig, das Subject eines Postings ohne Umlaute zu
schreiben. Ich fummel nämlich zur Zeit mal wieder mit Forte (free)
Agent rum und der will das garnicht. Das wollen übrigens viele
Newsreader nicht. Die Bodys können getippt werden wie man will.
Gruss Axel
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>Hash: SHA1
>
>>Vanessa, die nur klein schreibt, wenn's schnell gehen soll. Denn
>>obwohl ich eigentlich ganz fix Schreibmaschine schreiben kann, spart
>>der Verzicht auf die Grossbuchstaben bei mir doch noch was an Zeit
>>ein.
>
>Es ist vielleicht sinnig, das Subject eines Postings ohne Umlaute zu
>schreiben. Ich fummel nämlich zur Zeit mal wieder mit Forte (free)
>Agent rum und der will das garnicht. Das wollen übrigens viele
>Newsreader nicht. Die Bodys können getippt werden wie man will.
>
>Gruss Axel
>
Hallo!
Da muß ich Axel zustimmen. Ich ahbe den Forte Free Agent auch und
ärgere mich manchmal, wenn ich wiedermal in der Überschirft nicht ein
Wort entziffern kann. Da wünsche ich mir macnhmal auch einen
Newsreader, der da etwas mehr kann. Im Rest des Textes scheint den
das nicht zu stören.
Andrea