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Huf vernagelt

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Nicola Trappmann

unread,
Apr 9, 2002, 6:33:30 AM4/9/02
to
Hallo NGler!
Das Pferd meiner Freundin hatte ein bißchen Pech mit unserem Schmied, der
beschlägt das Tier seit 6 Jahren, aber dieses Mal ist es schief gegangen.
Ein Nagel landete wohl ein wenig daneben. Pharo fing an zu lahmen, wir haben
das Eisen runtergenommen, der Tierarzt meinte: 2 Wochen nicht reiten, danach
Eisen wieder drauf. Problem bei Pharo: er lahmt schon, wenn er ein Eisen weg
hat. Wir konnten also nicht wirklich sehen, ob er jetzt lahmt, weil er
barhuf gehen muß oder noch wegen des schmerzenden Nagellochs. Also kam der
Schmied nach 2 Wochen wieder und hat das Eisen wieder drunter genagelt.
Pharo raste wie ein Irrer auf der Weide rum, schien also alles wieder in
Ordnung zu sein. Kaum setzte sich meine Freundin drauf, ging er auf drei
Beinen, konnte den Huf überhaupt nicht belasten. Gestern war der Tierarzt
wieder da, kriegte fast einen Anfall, der Schmied hatte ins gleiche Loch
genagelt! Jetzt ist Pharo stocklahm, die Sehne ist schon angelaufen, weil er
nur die Hufspitze belasten konnte, kriegt Schmerzmitteldröhnungen und hat
gestern schon nicht mehr gefressen (wenn man das Pferd kennt, will das schon
echt was heißen!).
Jetzt überlegen wir natürlich, was zu tun ist. Was muß der Hufschmied an
Kosten übernehmen? Darf sowas passieren (natürlich nicht, aber Fehler sind
menschlich...), oder sollten wir dem Schmied den Laufpass erteilen? Mein
Pferd hat er Freitag noch beschlagen, ist ein wirklich guter Beschlag. In
unserer Gegend kenne ich keinen besseren Schmied, leider.
Was meint ihr, wie lange Pharo jetzt Pause braucht? Wenn er jetzt wochenlang
ohne das Eisen laufen muß, belastet er ja das andere Bein so stark, da er so
fühlig ist. Ob ein Hufschuh helfen würde? Aber kann man den einseitig
benutzen, oder sollte man das andere Vordereisen auch noch abnehmen?

Grüße aus Dortmund

Nico


vaalea

unread,
Apr 9, 2002, 7:03:03 AM4/9/02
to

Nicola Trappmann <nic...@trappmann.net> schrieb in im Newsbeitrag:
a8ug1t$rsp$1...@innferno.news.tiscali.de...
> Hallo NGler!

Darf sowas passieren (natürlich nicht, aber Fehler sind
> menschlich...), oder sollten wir dem Schmied den Laufpass erteilen? Mein
> Pferd hat er Freitag noch beschlagen, ist ein wirklich guter Beschlag. In
> unserer Gegend kenne ich keinen besseren Schmied, leider.


Hallo Nicola!
Mit Hufschuhen haben wir noch keine Erfahrungen gesammelt, leider aber mit
vernagelten Eisen... Wie lange er Pause mag ich so pauschal nicht sagen, ich
weiß ja nicht, was der Schmied getroffen hat. Aber wenn er exakt das gleiche
Loch nochmal erwischt hat, also, war das schon "verheilt" oder wie? In den
meisten Fällen sieht man doch alte Löcher bis sie rausgewachsen sind,
jedenfalls bei normal sauberen Hufen, dass er das nicht gleich gemerkt hat
finde ich schon merkwürdig...
Ich würde mich einfach mal umhören, ob er sich bei anderen auch Fehltritte
geleistet hat, denn wenn doch, sollte man zumindest eine Alternative im
Hinterkopf wissen...
Hoffe, er läuft bald wieder!
Tschüs, Michi


Maximilian Hohmann

unread,
Apr 9, 2002, 9:08:15 AM4/9/02
to
Hallo!

"Nicola Trappmann" <nic...@trappmann.net> wrote in message news:<a8ug1t$rsp$1...@innferno.news.tiscali.de>...

> Ob ein Hufschuh helfen würde? Aber kann man den einseitig
> benutzen, oder sollte man das andere Vordereisen auch noch abnehmen?

Wie? Habe ich das richtig verstanden: Das Pferd hat jetzt vorne an
einem Huf ein Eisen und am anderen nicht? Und sowohl der Hufschmied
als auch der Tierarzt dulden diesen Zustand? Denen wuerde ich beiden
den Laufpass geben, kein Wunder, dass das Pferd lahmt.

ciao, maximilian

Nicola Trappmann

unread,
Apr 9, 2002, 10:32:45 AM4/9/02
to
Hallo!

> Wie? Habe ich das richtig verstanden: Das Pferd hat jetzt vorne an
> einem Huf ein Eisen und am anderen nicht?

Genauso ist es! Sollen wir die Eisen an beiden Vorderbeinen abnehmen, damit
er auf beiden Vorderbeinen lahmt? Ist das besser? Die arme Sau hat so schon
Schmerzen genug, soll er jetzt auch noch auf dem anderen Bein Schmerzen
bekommen?
Außerdem habe ich ja deswegen gefragt, ich bin weder Hufschmied, noch
Tierarzt. Ich sehe das Problem aber wirklich nicht darin, daß ein Eisen weg
ist. Mein Pony hatte auch öfter mal ein Eisen verloren und wir mußten ein
paar Tage auf den Schmied warten. Davon hat er nie gelahmt... schließlich
steht das Pferd auf weichem Untergrund und muß nicht arbeiten.

> Und sowohl der Hufschmied
> als auch der Tierarzt dulden diesen Zustand? Denen wuerde ich beiden
> den Laufpass geben, kein Wunder, dass das Pferd lahmt.

Ja? Warum? Wegen des 1 cm Höhenunterschied? Auf der Matschwiese macht das
doch wohl keinen gravierenden Unterschied, oder?
Das ist doch nicht der Auslöser für die Lahmheit. Nimm ihm alle Eisen ab und
er bewegt sich keinen Meter mehr....

Gruß
Nico

Nicola Trappmann

unread,
Apr 9, 2002, 10:32:46 AM4/9/02
to
Hallo!

> Aber wenn er exakt das gleiche
> Loch nochmal erwischt hat, also, war das schon "verheilt" oder wie?

Ich habe es selber nicht gesehen, aber er hat wohl von unten in das gleiche
Loch genagelt, oben kam der Nagel an einer anderen Stelle raus. Der TA
meinte, daß nichts passiert wäre, wenn er den Nagel einfach weggelassen
hätte...

> In den
> meisten Fällen sieht man doch alte Löcher bis sie rausgewachsen sind,
> jedenfalls bei normal sauberen Hufen, dass er das nicht gleich gemerkt hat
> finde ich schon merkwürdig...

Ich auch, er war wohl im Terminstreß... Aber das ist kein Argument, sich so
zu beeilen, daß wieder alles schief geht.

Wie gesagt, bis jetzt hat er keinen Unsinn verbockt, er beschlägt unsere
Pferde seit Jahren. Naja, es kommt jetzt auch ein bißchen darauf an, wie er
sich bei der Schadenbeseitigung (TA-Rechnung) verhält. Wenn er da streiken
sollte, werden wir uns wohl jemand anderes suchen...

Gruß
Nico


Helmut Hochheimer

unread,
Apr 9, 2002, 11:26:02 AM4/9/02
to

Nicola Trappmann wrote:
>
> Hallo!
>
> > Wie? Habe ich das richtig verstanden: Das Pferd hat jetzt vorne an
> > einem Huf ein Eisen und am anderen nicht?
>
> Genauso ist es! Sollen wir die Eisen an beiden Vorderbeinen abnehmen, damit
> er auf beiden Vorderbeinen lahmt? Ist das besser? Die arme Sau hat so schon
> Schmerzen genug, soll er jetzt auch noch auf dem anderen Bein Schmerzen
> bekommen?


hallo,
laufe mal eine stunde durch die stadt mit eine normalen schuh und einen
mit kleiner absatz. Oder gar mit nur einen turnschuh und anderen fuess
nakt. Schau dann mal wie anstrengend und schmerzhaft das ist. das sieht
furchtbar in die huftgelenken. Dan gehst du auch lieber auf nakten
fuessen selbst wenn der boden ein wenig uneben ist.
Ich wuerde auf jeden fall beide eisen runter nehmen.

Frage den hufschmied mal ob plastik eisen zum kleben keine
uebergangsloesung sind. Die halten zwar normal nicht lange aber wenn er
davon die hufsohle geschont kriegt und aber nicht genagelt werden muess
duerfte das vielleicht helfen.

Hufschuhe sind prinzipiell keine schlechte sache fuer so was aber ein
pferd muess sich da auch dran gewoehnen und das dauert auch so 3 bis 4
wochen. Also in diesem fall keine echte alternative.

Also entweder klebeisen oder barfuess auf steinfreien boden. (die frage
ist wieviel abnutzung da ist. Wenn mehr huf als stral da ist koennte
bewegung auf harten boden besser sein als sandplatz. Das weiss ich nicht
genau. Frage da auch lieber den schmied, und hohle eventuell doch eine
2e meinung.)


> > Und sowohl der Hufschmied
> > als auch der Tierarzt dulden diesen Zustand? Denen wuerde ich beiden
> > den Laufpass geben, kein Wunder, dass das Pferd lahmt.
>

ich auch, oder wenigstens heftig hinterfragen waarum das so sein soll.

> Ja? Warum? Wegen des 1 cm Höhenunterschied? Auf der Matschwiese macht das
> doch wohl keinen gravierenden Unterschied, oder?
> Das ist doch nicht der Auslöser für die Lahmheit. Nimm ihm alle Eisen ab und
> er bewegt sich keinen Meter mehr....
>

sehe oben. ich denke es macht schon unterschied aus. Und frage nach
welchen boden besser ist. Schwere boeden veranlassen das der huf
reinsackt und auch der strahl kontakt hat.

was die bezahlung angeht? Ein hufschmied muesste gegen solche
kunstfehler versichert sein!

viel erfolg
lg cloudy

Catherine Nagel

unread,
Apr 9, 2002, 11:30:11 AM4/9/02
to
Hallo!
Mein Pferd läuft barfuss, deshalb hatte ich noch nie solch ein Problem.
Trotzdem schreibe ich hier mal, was ich so denke.

"Nicola Trappmann" <nic...@trappmann.net> schrieb im Newsbeitrag
news:a8uu4a$vt9$1...@innferno.news.tiscali.de...


> Hallo!
>
> > Wie? Habe ich das richtig verstanden: Das Pferd hat jetzt vorne an
> > einem Huf ein Eisen und am anderen nicht?
>
> Genauso ist es! Sollen wir die Eisen an beiden Vorderbeinen abnehmen,
damit
> er auf beiden Vorderbeinen lahmt? Ist das besser? Die arme Sau hat so
schon
> Schmerzen genug, soll er jetzt auch noch auf dem anderen Bein Schmerzen
> bekommen?

Ich bin auch der Meinung, dass das andere Eisen runter sollte, denn ab und
zu steht er doch sicher auch auf ebenem Boden, oder?
Nur vom Eisen abnehmen alleine sollte er eigentlich keine Schmerzen
bekommen, wenn er auf weichem Boden laufen kann. In der Boxe unbedingt auf
eine tiefe, weiche und saubere Einstreu achten. Er sollte unbedingt auch die
Möglichkeit haben, sich zu bewegen, wenn er das will.

Eine Möglichkeit wären zB. klebbare Kunststoffeisen (oder wie man die nennt)
oder eben Hufschuhe, die man übrigens auch mit Socken verwenden kann, die
das ganze noch zusätzlich abpolstern. Es gibt, soweit ich weiss, sogar
medizinische Hufschuhe, die vermutlich für solche Fälle gedacht sind.
Auf jeden Fall würde ich aber auf Beiden Seiten die selbe Lösung benutzen,
sprich auf Beiden Seiten barfuss, mit Hufschuhen oder diesen Klebe-Dingern.
Denn schliesslich sollte er nicht noch zusätzlich unregelmässig laufen, weil
der eine Huf anders besohlt ist als der andere.

Ich wünsche Pharo auf jeden Fall gute Besserung!

Bye
Catherine


Katje Binder

unread,
Apr 9, 2002, 1:00:16 PM4/9/02
to
Hi,

was ich an der ganzen Geschichte nicht verstehe, ist: Warum muss der
Schmied unbedingt auch da einen Nagel reinkloppen, wo er vorher
vernagelt hat? Und wenn man weiss, wo die Vernagelung ist, warum muss
dann das ganze Eisen runter? Man kann doch auch mit den uebrigen
Nagelloechern das Ganze so befestigen, dass das Eisen haelt.

Just my 2c,

Katje
--
http://www.omi-schreibt.de
http://mitglied.lycos.de/kazibo/
Last Update: 20.3.2002

Maximilian Hohmann

unread,
Apr 9, 2002, 3:07:59 PM4/9/02
to
Hallo!

"Nicola Trappmann" <nic...@trappmann.net> wrote in message news:<a8uu4a$vt9$1...@innferno.news.tiscali.de>...

> Genauso ist es! Sollen wir die Eisen an beiden Vorderbeinen abnehmen, damit
> er auf beiden Vorderbeinen lahmt? Ist das besser?

Ich denke er lahmt einseitig, weil er vernagelt wurde? Dann kann er
eine Weile sowieso nur im Schritt bewegt und nicht geritten werden.
Was spricht also dagegen, dass das andere Eisen auch wegkommt?

> Die arme Sau hat so schon Schmerzen genug, soll er jetzt auch noch auf dem anderen Bein Schmerzen
> bekommen?

Ein Pferd bekommt nicht automatisch Schmerzen, wenn es nicht
beschlagen ist! Eine Menge Pferde sind gar nicht oder nur vorne
beschlagen (unseres hatte meines Wissens hinten noch nie Eisen).

> Außerdem habe ich ja deswegen gefragt, ich bin weder Hufschmied, noch
> Tierarzt.

Ich auch nicht, aber meine beiden (TA und HS) haben mir
uebereinstimmend erklaert, dass eine Unsymmetrie das Schlimmste ist,
was dem Pferd passieren kann. Wenn vorne ein Eisen fehlt, kommt eine
'Diagonale Ueberlastung' (hoffe, dass das der korrekte Ausdruck ist)
dazu, denn das Pferd entlastet zusammen mit dem wehen Vorderhuf auch
den diagonal gegenuberliegenden Hinterhuf und belastet im Gegenzug den
anderen um so mehr. Verbunden damit sind Verspannungen ueber den
gesamten Ruecken hinweg. Ich habe mal auf einen Ausritt ein Eisen
_vorne_ verloren und den Fehler gemacht, die halbe Stunde zurueck im
Sattel zu bleiben. Die Folge davon war ein bis auf den Ballen
abgenutzter (unbeschlagener) _Hinter_huf auf der gegenueberliegenden
Seite, der uns vier Wochen Reitabstinenz beschert hat -
gluecklicherweise ohne Folgen fuer das Pferd.
Bandagieren soll man aus dem selben Grund uebrigens auch immer
symmetrisch, auch wenn eigentlich nur ein Bein betroffen ist.

> Ich sehe das Problem aber wirklich nicht darin, daß ein Eisen weg
> ist. Mein Pony hatte auch öfter mal ein Eisen verloren und wir mußten ein
> paar Tage auf den Schmied warten. Davon hat er nie gelahmt... schließlich
> steht das Pferd auf weichem Untergrund und muß nicht arbeiten.

Ob er arbeiten muss oder nicht ist vollkommen egal! Zieh einmal einen
Schuh von Dir aus und stelle Dich ein paar Stunden nur hin ... Du
wirst anschliessend am ganzen Koerper verspannt sein. (Oder gehe ein
paar hundert Meter, nachdem Du einen Absatz verloren hast.) Wenn wir
abends ein Eisen verlieren und der Hufschmied nicht spaetestens am
naechsten Morgen kommen kann, mache ich das andere auch runter! So hat
er's mir eindringlich nahegelegt.

> Ja? Warum? Wegen des 1 cm Höhenunterschied?

Zum Hoehenunterschied kommt auch noch ein Gewichtsunterschied dazu.
Unser Hufschmied ist immer ganz pingelig, wenn es um exakt gleiches
Gewicht der Eisen links und rechts geht. Wir mussten mal vorne rechts
einen Steg in das Eisen schweissen lassen, um eine verletzte Stelle an
der Hufsohle zu schonen. Zum Ausgleich der Unsymmetrie (es waren
vielleicht 50g!) hat er auf der anderen Seite ein gleichschweres
Stueck Eisen angebracht.

> Das ist doch nicht der Auslöser für die Lahmheit. Nimm ihm alle Eisen ab und
> er bewegt sich keinen Meter mehr....

Ausloser der Lahmheit vielleicht nicht, aber Ausloeser von
Folgeschaeden! Wenn das Pferd nur auf der Matschwiese steht, dann
sollte es eigentlich gar keine Eisen brauchen, oder?

ciao, maximilian

Nicola Trappmann

unread,
Apr 10, 2002, 5:41:55 AM4/10/02
to
Hallo an alle!
Ja, ihr habt mich überzeugt, ich werde es meiner Freundin nahe legen, daß
das andere Eisen auch noch runter kommt.
Katje: der Tierarzt hat das Eisen wieder runter genommen, da er sich erst
nicht sicher war, ob es am 2. vernageln lag oder wirklich schon die Sehne
was abbekommen hat. Er wollte auch Nummer sicher gehen. Das der Schmied
idiotisch gehandelt hat, ist uns allen ja klar, wir verstehen das auch
nicht.
Maximilian: Pharo ist halt leider so empfindlich, daß er sofort lahmt, wenn
ein Eisen weg ist. Klar gibt es genug Pferde, die ohne Eisen laufen, mein
Hafi früher auch, bevor er gefahren wurde. Dieses Pferd hat halt Schmerzen,
wenn er barhuf läuft. Wer weiß wie lange er schon beschlagen ist, er ist
auch als Fahrpferd gekauft worden, wahrscheinlich läuft er seit seinem 4.
Lebensjahr mit Eisen rum, jetzt ist er 12.
Das mit der Unsymmetrie sehe ich ein.
Das mit der Matschwiese meinte ich nur für die Zeit in der er nicht geritten
werden kann, sonst arbeitet er viel, auch vorm Wagen, braucht also die
Eisen!

Tja, ich bin auch nicht der Fan vom ständigen Beschlagen, aber für die
Fahrerei habe ich noch keine Alternative gefunden. Über Plastik'eisen' höre
ich tausend verschiedene Meinungen, der eine schreit: bloß nicht, der andere
schwört drauf. Ich weiß es nicht... Mein Pferd läuft ohne Probleme mit
Eisen, ich hoffe, wir bekommen den Pharo auch bald wieder hin!

Danke für eure Meinungen!

Nico


Marion Scheffels

unread,
Apr 10, 2002, 4:04:48 PM4/10/02
to
Am Tue, 9 Apr 2002 16:32:45 +0200 schrieb "Nicola Trappmann"
<nic...@trappmann.net> :

>Genauso ist es! Sollen wir die Eisen an beiden Vorderbeinen abnehmen, damit
>er auf beiden Vorderbeinen lahmt? Ist das besser? Die arme Sau hat so schon
>Schmerzen genug, soll er jetzt auch noch auf dem anderen Bein Schmerzen
>bekommen?

Dann nimm zwei Hufschuhe. Ein Eisen abzunehmen ist sicherlich
ungeeignet.
Mach doch mal ein kleines Experiment: stell dich gleichmäßig auf beide
Füße und mach mit jemandem Armdrücken. Nur so, um das Kräfteverhältnis
auszutesten. Und dann legst du dir unter einen Fuß ein Buch und
probierst das nochmal. Das Ergebnis ist verblüffend. Und ich geh mal
davon aus, daß das bei einem Pferd ähnlich ist.

MarionS
--
RMS-M...@t-online.de
"Gott ist tot." - Nietzsche
"Nietzsche ist tot." - Gott
"Tote reden nicht." - Django

Nicola Trappmann

unread,
Apr 11, 2002, 5:42:34 AM4/11/02
to
Hallohallo!
So, wir hatten gestern noch mal den Tierarzt da. Pharo hat mittlerweile eine
ausgewachsene Huflederhautentzündung, scheiße. Er belastet den Huf überhaupt
nicht mehr, daher meinte der Tierarzt, daß es jetzt überhaupt nicht guttun
würde, das zweite Eisen abzunehmen. Dann würde es schneller zu einer
Belastungsrehe kommen, mit Eisen würde wenigstens die Sohle und die
Hufspitze entlastet. Er hat ihm schmerzstillende Mittel und
Entzündungshemmer gespritzt, wir werden jetzt 2 Tage warten, wenn er den Huf
dann wieder belastet, kommt das andere Eisen auch ab und wenn er wieder
laufen kann, werden wir mit ihm in eine Beschlagslehrschmiede fahren, damit
erstmal wieder ein guter (orthopädischer?) Beschlag drunter kommt. Da werden
natürlich dann alle Hufe gemacht. Wenn es in zwei Tagen nicht besser ist,
werden wir in die Klinik fahren, hoffentlich bleibt uns das erspart... Der
TA meinte, wenn es sich nach den Schmerzmitteln nicht schnell bessert, könne
das Hufgelenk angekratzt sein, das könne man dann nur in einer Klinik
anständig versorgen. Ohje, mir tut der Kerl so leid.
Jetzt bleibt er erstmal im Stall, glücklicherweise haben wir große
Laufställe und alleine ist er auch nicht, da eine tragende Stute bei ihm
ist, bei der es in den nächsten Tagen soweit ist... (da bin ich ja sooooo
gespannt: eine Knappstrupper-Stute vom alten (sehr barocken :o)) Schlag, rot
gepunktet, gedeckt von einem sehr netten, schwarz gepunkteten, sportlichen
Knappstrupper-Hengst).

Drückt dem alten Pharo die Daumen, daß er schnell wieder auf die Hufe kommt!

Gruß
Nico


Maximilian Hohmann

unread,
Apr 11, 2002, 9:36:57 AM4/11/02
to
Hallo!

"Nicola Trappmann" <nic...@trappmann.net> wrote in message news:<a93mss$68a$1...@innferno.news.tiscali.de>...

> Drückt dem alten Pharo die Daumen, daß er schnell wieder auf die Hufe kommt!

Das wird schon wieder! Huflederhautentzeundung hatten wir letzten
Herbst auch mal - hat inklusive 'Sicherheitszuschlag' etwa zwei Wochen
gedauert. Nach der ersten Spritze haben wir den Huf ein paar Tage lang
eingewickelt und nebenbei fuer ein paar Wochen noch Arnika (oder
irgendein anderes homoepatisches Zeug - ich glaub eh' nicht dran, aber
man will ja nichts unversucht lassen...) verabreicht.
Seitdem haben wir zur Schonung Sikikoneinlagen zwischen Eisen und Huf
- das koennte bei Euch vielleicht auch helfen?

ciao, maximilian

Katje Binder

unread,
Apr 11, 2002, 2:07:18 PM4/11/02
to
Am Thu, 11 Apr 2002 11:42:34 +0200, schrieb "Nicola Trappmann"
<nic...@trappmann.net> in der Nachricht
<a93mss$68a$1...@innferno.news.tiscali.de> :

>Hallohallo!
>So, wir hatten gestern noch mal den Tierarzt da. Pharo hat mittlerweile eine
>ausgewachsene Huflederhautentzündung,

Hallo Nico,

das ist ja nun wirklich grosses Pech. Ich druecke Euch die Daumen,
dass alles schnell wieder heilt!

Hier noch einige Auszuege aus dem Buch "Huf, Hufbeschlag,
Hufkrankheiten" von Dr. med. vet. H.-D. Koerber; Kapitel "Zur
Haftpflicht des Hufschmiedes" (S. 187ff.):

"Die Schaedigung eines Pferdes beim Hufbeschlag ist eine
Sachbeschaedigung. Sie ist sowohl eine Vertragsverletzung nach § 276
BGB als auch eine Handlung, die den Tatbestand einer unerlaubten
Handlung oder eines Deliktes nach § 823 BGB erfuellt. Vorsatz und
Fahrlaessigkeit sind erforderliche Formen der Schuldzuweisung, wobei
der Vorsatz beim Hufbeschlag wohl vernachlaessigt werden kann.
Fahrlaessig handelt der Hufschmied, wenn er bei der Ausfuehrung eines
Auftrages:
- nicht alles unternimmt, was fachgerecht erforderlich ist;
- nicht alles unterlaesst, was nach Ansicht und ERfahrung
eines ausgebildeten Hufbeschlagschmiedes einen Schaden
verursachen kann.

[...]

Die Versicherung (HP des Schmiedes, denke ich) haftet nicht:
- bei Lahmheit des Pferdes infolge einer Vernagelung ohne
Konsultierung eines Tierarztes;
- bei Behandlungen von Huf- und anderen ERkrankungen durch den
Schmied, auch bei Aeusserungen oder Anweisungen dazu;
[...]"

Zur Vernagelung im Besonderen ab S. 123:
"Der drueckende Nagel wird entfernt und der Huf mit einem kuehlenden
Angussverband versehen. Das lahme Pferd bekommt Ruhe in einer dick
eingestreuten Torfmull- oder Lohebox. [...] Bei einem erneuten
Beschlag wird an der betroffenen Stelle kein Hufnagel eingeschlagen.
Die Ursachen der Vernagelung teilt man in solche, fuer die ein Schmied
zur Rechenschaft gezogen werden kann, und in solche, die ausserhalb
seiner Haftung liegen, ein.

URSACHEN OHNE HAFTUNG
- unruhige, widersetzliche Pferde
- schlechte BEschaffenheit des Horns
- duenne, steile, ausgebrochene, getrennte, verbogene, hohle Waende
- Voll- und Flachhufe
- starke Hornabnutzung barfussgehender Pferde
- unsichtbare Fehler des Hufnagels
- unsichtbare Nagelstuempfe.

HAFTPFLICHTIGE URSACHEN
- fehlerhaftes Abnehmen der Hufeisen [...]
- fehlerhafte Hufzubereitung: zu starkes Kuerzen oder Berunden des
Tragrandes; tiefes Einlegen der Kappen; Ausschneiden und Schwaechen
der Sohle; unterlassene Untersuchung des Hufes auf Nagelstumpen
- fehlerhafte Hufeisen oder Hufnaegel [...]
- Vernageln durch zu tiefes oder zu hohes Ansetzen (nachzuweisen
anhand der Nagelklinge); zu rasches und zu hohes Einschlagen der
Naegel; zu fruehes und zu starkes Anziehen und Zunieten; Nageln hinter
einem Aufzug (Kappe); Nageln an einer krankhaften Stelle
- ungenuegende Beleuchtung der Beschlagbruecke"

So, das wird wohl reichen ;-)
Es ist in Eurem Fall klar, dass der Schmied, auch wenn er beim ersten
Vernageln vielleicht nicht haften muss, aufgrund der erneuten
Vernagelung fahrlaessig gehandelt hat; das muss dann wohl seine
Haftpflicht bezahlen. Ich wuerde an Eurer Stelle die Behandlungskosten
von ihm wiederhaben wollen; wenn Ihr jetzt zur Lehrschmiede geht,
muesst Ihr ja seine Dienste nicht mehr in Anspruch nehmen.

Viel Erfolg,

Adriano Cristofaro

unread,
Apr 11, 2002, 3:56:32 PM4/11/02
to
Ich hoffe das in der Schweiz gewählt wird.


TIEREN SIND KEINE SACHEN!!!

Wählt JA....

Also das wird in der nächsten Abstimmung gemacht.


Wenn das in der Schweiz angenommen wird, dann sind Tieren Lebenwesen und
auch so behandelt.

Vorteile:

- Tierambulant darf mit Blaulicht fahren.

- Tieren werden als Lebenwesen behandelt.

- Wenn jemand einen Tier überfährt und nicht angehalten hat wird bestraft.

- Wenn jemand anhält um einen Tier durchzulassen und einen hintendran in
dich hereinfährt ist schuld.

- Wenn einen an einem Tier schmerzen zufügt wird ins Gefängnis geworfen.
Gilt auch für Hufschmied oder Arzt.

- Wer einen Tier absichtlich umbringt wird bestraft.

Also gleiche Rechte wie bei dem Menschen.

Das gilt nicht an Tieren die Extra gezüchtet werden um Fleisch herzustellen.
Aber mir wäre es egal somit würde ich auf Fleisch verzichten.

Grüsse
Adriano Cristofaro


Pierre Greiveldinger

unread,
Apr 12, 2002, 1:52:19 AM4/12/02
to
Katje Binder wrote:

> So, das wird wohl reichen ;-)
> Es ist in Eurem Fall klar, dass der Schmied, auch wenn er beim ersten
> Vernageln vielleicht nicht haften muss, aufgrund der erneuten
> Vernagelung fahrlaessig gehandelt hat; das muss dann wohl seine
> Haftpflicht bezahlen. Ich wuerde an Eurer Stelle die Behandlungskosten
> von ihm wiederhaben wollen; wenn Ihr jetzt zur Lehrschmiede geht,
> muesst Ihr ja seine Dienste nicht mehr in Anspruch nehmen.

Stimmt, so wie in meinem Fall gibt es eine Haftpflicht die zahlen muß

Pierre

Pierre Greiveldinger

unread,
Apr 12, 2002, 1:54:03 AM4/12/02
to
Adriano Cristofaro wrote:

> Ich hoffe das in der Schweiz gewählt wird.
>
> TIEREN SIND KEINE SACHEN!!!

Das ist mal 'ne gute Sache, ich hoffe daß die Schweiz hier mal wieder ein
Exempel statuiert. Uberhaupt finde ich die Sache mit dem Abstimmen ziemlich gut.

Pierre

Michael A. Naujoks

unread,
Apr 12, 2002, 2:04:13 AM4/12/02
to
HI Nicola,

On Wed, 10 Apr 2002 11:41:55 +0200, "Nicola Trappmann"
<nic...@trappmann.net> wrote:
>Pharo ist halt leider so empfindlich, daß er sofort lahmt, wenn
>ein Eisen weg ist. Klar gibt es genug Pferde, die ohne Eisen laufen, mein
>Hafi früher auch, bevor er gefahren wurde. Dieses Pferd hat halt Schmerzen,
>wenn er barhuf läuft.

Das ist was, was ich nicht verstehe, Habt ihr die Hufe schon mal
röntgen lassen? Es ist kaum möglich ein Pferd mit Eisen zu vernageln,
wenn die Spitze des Nagel auf der Hufwand wieder raus kommt, da das
Nagelloch im Eisen fast unmöglich weit genug hinter der weißen Line
liegen kann, um noch Leben zu treffen. Normalerweise verbiegt sich der
Nagel im Loch und drückt auf das Leben, was aber zwei mal
hintereinander nie passieren wird. Noch schwieriger ist es, nach einer
Wachstumsphase, im gleichen Loch auf Leben zu stoßen. Also muss doch
der Huf nicht in Ordnung sein?


Auf bald
Michael
von der www.TWARanch.de

Rasmus Plewe

unread,
Apr 12, 2002, 2:31:31 AM4/12/02
to
Adriano Cristofaro wrote:
> Ich hoffe das in der Schweiz gewählt wird.
>
> TIEREN SIND KEINE SACHEN!!!
>
> Wählt JA....

Ich bin kein Schweizer, aber so wie Du das schreibst wuerde ich
definitiv "Nein" stimmen:

> Wenn das in der Schweiz angenommen wird, dann sind Tieren Lebenwesen und
> auch so behandelt.
>
> Vorteile:
>
> - Tierambulant darf mit Blaulicht fahren.

Das ist ok.

> - Tieren werden als Lebenwesen behandelt.

Ebenfalls.

> - Wenn jemand einen Tier überfährt und nicht angehalten hat wird bestraft.

Na, viel Spass, ich seh die ganzen Regenwuermer auf der Strasse ja
nichtmal ordentlich.
[X] Dagegen.

> - Wenn jemand anhält um einen Tier durchzulassen und einen hintendran in
> dich hereinfährt ist schuld.

Der Meinung bin ich seit meiner Fahrschulzeit.

> - Wenn einen an einem Tier schmerzen zufügt wird ins Gefängnis geworfen.
> Gilt auch für Hufschmied oder Arzt.

Also wirds keine Tieraerzte mehr geben. Oder wird dann nur noch unter
Vollnarkose (ueber Maske, nicht Spritze!) untersucht und behandelt?
[X] Dagegen.

> - Wer einen Tier absichtlich umbringt wird bestraft.

[X] Dagegen! Aber sowas von dagegen! Ich will weiterhin diese
Mistmuecken umbringen koennen. Das ist mindestens Notwehr.
Und wenn der Kampfhund auf dem Kinderspielplatz Amok laeuft sollte die
Polizei auch mehr machen duerfen als daneben zu stehen und zu sage
"Komm, gutes Hundchen, spuck den Arm aus und komm her, hier ist viel
leckereres Fresschen..."

> Das gilt nicht an Tieren die Extra gezüchtet werden um Fleisch herzustellen.
> Aber mir wäre es egal somit würde ich auf Fleisch verzichten.

Die Schweizer, ein Volk von Vegetariern. Naja, fuer Kaesefondue
brauchts ja kein Fleisch...


Ras*gaehn*mus

Frank Mechelhoff

unread,
Apr 12, 2002, 5:06:34 AM4/12/02
to
"Adriano Cristofaro" <trance...@sug.ch> wrote:


>TIEREN SIND KEINE SACHEN!!!


Dass TIERE(N) keine Sachen sind wissen wir hier...


>Vorteile:
(...)


>- Wenn einen an einem Tier schmerzen zufügt wird ins Gefängnis geworfen.
>Gilt auch für Hufschmied oder Arzt.


Dann würde kein Hufschmied mehr ein Pferd beschlagen. Das Risiko dem Pferd
Schmerz zuzufügen besteht immer, gehört zum Wesen des genagelten Beschlags. Wer
das Pferd aus Furcht davor unbeschlagen lässt, bis es auf dem Zahnfleisch läuft,
handelt unverantwortlich und tierquälerisch. Gutes Handwerk reduziert es auf ein
tierschutzmässig vertretbares Minimum. Wenn dann dennoch ein Pferd infolge des
Beschlags lahmt, kann der Schmied nur haftbar gemacht werden wenn er einen Fehler
gemacht hat und dieser nachgewiesen werden kann. In dem Fall ist er zu
Schadensersatz verpflichtet (über seine Versicherung), wie wenn er eine "Sache"
(unabsichtlich) beschädigt hätte.


Rechtlich sehe ich hier überhaupt kein Problem. Natürlich kann in Einzelfällen
der Nachweis schwierig sein. Aber üblich ist doch, dass der Hufschmied den Kunden
z.B. darauf hinweist dass das Horn schon total ausgebrochen ist, und er noch
einen Versuch unternehmen kann das Eisen aufzunageln, aber keine Garantie
übernimmt dass es hält. Akzeptiert der Kunde das, kann er hinterher nicht klagen,
das die Wand noch mehr ausgebrochen ist als vorher. Andernfalls muss er auf den
Beschlag verzichten, aber wer tut das schon?


Ich bin der Meinung dass Tiere vor Tierquälerei (aus kriminellen oder
habsüchtigen Gründen) besser geschützt werden müssen, aber nicht vor dem
Hufschmied oder Tierarzt, die ihren Job verstehen. Was soll denn, im Falle der
Vernagelung, besser werden dadurch? Soll dem Tier etwas auch "Schmerzensgeld"
zugesprochen werden? Wie wäre das zu bewerten?


Die Steigerungsform von "schlecht" ist häufig "gut gemeint"...


Gruss Frank


http://www.taunusreiter.de
--
__________________________________________________________
News suchen, lesen, schreiben mit http://newsgroups.web.de

Vollmeier René (vollmi)

unread,
Apr 12, 2002, 5:26:16 AM4/12/02
to
Hi Adriano

"Adriano Cristofaro" <trance...@sug.ch> schrieb folgendes:


> Also das wird in der nächsten Abstimmung gemacht.

Hast du die Abstimmungsunterlagen schon?

> - Tierambulant darf mit Blaulicht fahren.

Soweit Okay

> - Tieren werden als Lebenwesen behandelt.

Einverstanden.

> - Wenn jemand einen Tier überfährt und nicht angehalten hat wird bestraft.

Da müsste man leider Speziestisch werden, denn sonnst müsste man bei
jeder ueberfahrenen Schnecke anhalten.

> - Wenn jemand anhält um einen Tier durchzulassen und einen hintendran in
> dich hereinfährt ist schuld.

Das war schon immer so.

> - Wenn einen an einem Tier schmerzen zufügt wird ins Gefängnis geworfen.
> Gilt auch für Hufschmied oder Arzt.

Sowas wollte ich schon meinem Zahnarzt vorschlagen, der hat mir
nähmlich letztens Schmerzen zugefügt.

So einfach ist das nicht, es ist manchmal nicht möglich Schmerzen
vollständig zu vermeiden (Vollnarkose ist eine sehr sehr gefährliche
Lösung).

Vermeidbare Schmerzen okay ist aber derzeit schon durch das
Tierschutzgesetz abgedeckt.

> - Wer einen Tier absichtlich umbringt wird bestraft.

Bist du Vegetarier?

> Also gleiche Rechte wie bei dem Menschen.

Das lässt sich unmöglich bewerkstelligen, wie will man einem Tier
erklähren warum es abstimmen sollte?

> Das gilt nicht an Tieren die Extra gezüchtet werden um Fleisch herzustellen.
> Aber mir wäre es egal somit würde ich auf Fleisch verzichten.

Gerade dort müsste man die Gesetzte speziell straffen.
Kein Tierhalter wird sein Tier unnötigen Schmerzen aussetzen.
Schlachtviehalter sind da weniger pingelig die sollte man speziell in
die Verantwortung nehmen.

mfG René
--
Kernschmelze. Das ist wieder eins dieser billigen Schlagworte. Wir
nennen dies eher einen unangeforderten Spaltungsüberschuss.
(Mr.Burns)

Pierre Greiveldinger

unread,
Apr 12, 2002, 5:31:56 AM4/12/02
to
"Vollmeier René (vollmi)" wrote:

> Da müsste man leider Speziestisch werden, denn sonnst müsste man bei
> jeder ueberfahrenen Schnecke anhalten.

> 'Wirbeltiere' ?

> > - Wenn einen an einem Tier schmerzen zufügt wird ins Gefängnis geworfen.
> > Gilt auch für Hufschmied oder Arzt.
>
> Sowas wollte ich schon meinem Zahnarzt vorschlagen, der hat mir
> nähmlich letztens Schmerzen zugefügt.

'durch einen unnötigen Grund' -> schächten?

> > - Wer einen Tier absichtlich umbringt wird bestraft.

' außer das Tier ist zum Verzehr bestimmt' -> töten aus religiösen Motiven sollte
IMHO verboten werden

> Kein Tierhalter wird sein Tier unnötigen Schmerzen aussetzen.

Das lass'ich mal so stehen, siehe 'schächten'

Gruß,

Pierre

Michael A. Naujoks

unread,
Apr 12, 2002, 6:09:31 AM4/12/02
to
Hi Katje,

erst einmal Danke für die Info.

On Thu, 11 Apr 2002 18:07:18 GMT, bin...@uni-muenster.de (Katje
Binder) wrote:
>So, das wird wohl reichen ;-)
>Es ist in Eurem Fall klar, dass der Schmied, auch wenn er beim ersten
>Vernageln vielleicht nicht haften muss, aufgrund der erneuten
>Vernagelung fahrlaessig gehandelt hat; das muss dann wohl seine
>Haftpflicht bezahlen. Ich wuerde an Eurer Stelle die Behandlungskosten
>von ihm wiederhaben wollen; wenn Ihr jetzt zur Lehrschmiede geht,
>muesst Ihr ja seine Dienste nicht mehr in Anspruch nehmen.

Glaube ich noch nicht, wenn er in dem Glauben gehandelt hat, dass die
Vernagelung durch einen gebogenen Nagel hervorgerufen wurde, kann er
mit einem geraden Nagel nach der Heilung, das Loch gefahrlos nutzen.

Jacqueline Wiedler

unread,
Apr 12, 2002, 6:39:30 AM4/12/02
to
hallo allerseits


Rasmus Plewe wrote:

> Adriano Cristofaro wrote:
> > Ich hoffe das in der Schweiz gewählt wird.
> >
> > TIEREN SIND KEINE SACHEN!!!
> >
> > Wählt JA....
>
> Ich bin kein Schweizer, aber so wie Du das schreibst wuerde ich
> definitiv "Nein" stimmen:

ich weiss nicht, woher adriano seine detaillierten infos her hat; die initiative
hat nämlich lediglich folgenden wortlaut:

"Die Volksinitiative lautet:

Die Bundesverfassung vom 18. April 1999 wird wie folgt ergänzt:

Art. 79a (neu)

1Tiere sind Lebewesen, deren Würde, Empfindungen und Schmerzfähigkeit der Mensch
Rechnung tragen muss.

2Der Bundesgesetzgeber bestimmt die besonderen, den Tieren zukommenden Rechte und
setzt zu deren Vertretung geeignete Anwälte ein."

(nachzulesen auf: http://www.admin.ch/ch/d/pore/vi/vi301t.html)

also von blaulicht, hufschmied und staatlich verordnetem vegetarismus weit und
breit keine rede.


grüsse
jacqueline

Beat

unread,
Apr 12, 2002, 6:43:25 AM4/12/02
to
Hi Pierre

le Fri, 12 Apr 2002 11:31:56 +0200, Pierre Greiveldinger
<pierre.gre...@internet.lu> a écrit:

>
>'durch einen unnötigen Grund' -> schächten?

das wäre wahrscheinlich nicht stichhaltig, die Tiere werden
geschächtet _damit_ sie anschliessend verzehrt werden können. Wird
also eher durch das Argument mit unnötigen Schmerzen abgedeckt, wobei
von interessierten Kreisen behauptet wird, dass das schächten keine
Schmerzen bereitet, sondern zum sofortigen Tod führt.

Zum Glück bleibt uns diese Diskussion aber erspart, da das
Schächtverbot zum Glück nun doch nicht aufgehoben wurde.

Allerdings mit, unter anderen, einer einigermassen scheinheiligen
Begründung: es könne genügend koscheres Fleisch aus dem Ausland
eingeführt werden... merke: im Ausland sind die Tiere weniger
schmerz-empfindlich! :-((


>
>> > - Wer einen Tier absichtlich umbringt wird bestraft.
>
>' außer das Tier ist zum Verzehr bestimmt' -> töten aus religiösen Motiven sollte
>IMHO verboten werden

die ganze Sache ist IMHO von Adriano etwas verzerrt dargestellt
worden. Auch wenn die Tiere nicht mehr Sachen gleichgestellt werden
sollen, so werden sie trotzdem nicht den Menschen gleichgestellt.
>
liebe Grüsse
Beat

Katje Binder

unread,
Apr 13, 2002, 4:11:32 AM4/13/02
to
Am Fri, 12 Apr 2002 12:09:31 +0200, schrieb Michael A. Naujoks
<mich...@pferdl.de> in der Nachricht
<4a6dbu4fnbkr2rduh...@4ax.com> :

>Hi Katje,

>Glaube ich noch nicht, wenn er in dem Glauben gehandelt hat, dass die
>Vernagelung durch einen gebogenen Nagel hervorgerufen wurde, kann er
>mit einem geraden Nagel nach der Heilung, das Loch gefahrlos nutzen.

Interessanter Aspekt.
Kann man davon ausgehen, dass nach 2 Wochen eine Heilung erfolgt ist?
Und: Haette er den Nagel nicht vorher ueberpruefen muessen, ob er
gebogen ist? Kann man das nicht sehen? Wenn ja, haette er schon beim
ersten Vernageln fahrlaessig gehandelt und waere auch schon dafuer
haftbar zu machen.
Nein, was man alles dazulernt :-))

So long,

Katje + Kira, die gestern die Eisen runterbekam und ueber die
Steinchen laeuft als waeren sie noch drauf *freu*

Anke Spix

unread,
Apr 13, 2002, 4:01:58 PM4/13/02
to
Nicola Trappmann <nic...@trappmann.net> wrote:

Hallo, Nicola!

...


> Tja, ich bin auch nicht der Fan vom ständigen Beschlagen, aber für die
> Fahrerei habe ich noch keine Alternative gefunden. Über Plastik'eisen'
> höre ich tausend verschiedene Meinungen, der eine schreit: bloß nicht, der
> andere schwört drauf. Ich weiß es nicht... Mein Pferd läuft ohne Probleme
> mit Eisen, ich hoffe, wir bekommen den Pharo auch bald wieder hin!

Trotters oder Marathons sind nur sehr eingeschraenkt zum Fahren
brauchbar. Einschraenkungen sind entweder die Zeit, in der gefahren wird
(um 2 Stunden am Tag muesste gehen), oder der Bodenhaertegrad - bis 20
Prozent Asphalt und nochmal max. 20 Kies/Schotterwege muesste ganz gut
klappen, selbst wenn man mehr als vier Stunden taeglich faehrt, darueber
hinaus ist der Abrieb wirklich arg.

Wie waere es denn mit Eisen von April bis Oktober und Plastik oder
Hufschuhen zwischen November und Maerz? IdR faehrt man doch im Winter
weniger oft, weniger lange und evtl. sogar mehr in der Halle oder auf
dem Platz, die einen Untergrund mit weniger Abrieb haben.

Gruss,

Anke

+ die Fast-immer-Barhufgaenger

Michael A. Naujoks

unread,
Apr 13, 2002, 5:00:04 PM4/13/02
to
Hi Katje,

Vernageln ist eigentlich selten, Ich habe es nur einmal erlebt, und da
kam der Nagel nicht raus. Es wurde aber erkannt, bevor der Nagel ganz
eingeschlagen wurde.
Normalerweise hört man beim Einschlagen, wo der Nagel hingeht, Das
einzige Problem sind Nägel die sich im Huf verbiegen, aber ein
erfahrener Hufschmied merkt das am Verhalten beim Einschlagen.
Also kann ich mir das Vernageln nur entweder durch grobe
Fahrlässigkeit oder durch einen abnormalen Huf erklären.

On Sat, 13 Apr 2002 08:11:32 GMT, bin...@uni-muenster.de (Katje
Binder) wrote:
>Kann man davon ausgehen, dass nach 2 Wochen eine Heilung erfolgt ist?

Bei einer Vernaglung durch einen krummen Nagel, ja da hier nur Druck
ausgeübt wird und es keine infizierbare Verletzung gibt.

>Und: Haette er den Nagel nicht vorher ueberpruefen muessen, ob er
>gebogen ist? Kann man das nicht sehen? Wenn ja, haette er schon beim

Der biegt sich beim Einschlagen, ist aber selten. Passiert jedoch
häufiger, wenn der Nagel beim Einschlagen verbogen wird und der
Hufschmied ihn einfach wieder gerade biegt. (Anfänger)

>Katje + Kira, die gestern die Eisen runterbekam und ueber die
>Steinchen laeuft als waeren sie noch drauf *freu*

In drei Wochen, wenn sie immer noch problemlos geht, hast Du es
geschafft. Wünsche Dir alles Gute.

Auf bald
Michael
auf der www.twaRanch.de
für mail "trash" mit "michael" austauschen

Stefan "Steff" Knoll

unread,
Apr 14, 2002, 5:13:28 AM4/14/02
to
Servus Adriano!

Adriano Cristofaro schrieb:

> Ich hoffe das in der Schweiz gewählt wird.
>
> TIEREN SIND KEINE SACHEN!!!

In D sind Tiere, soweit es das Zivilrecht betrifft, Sachen i.S. des BGB.
Was auch sonst? Soll man sie zu Viertelmenschen machen odrer Achtelmenschen
- es gibt nur "Menschen und den Rest" und der gilt halt als Sache.

Wenn ich ein Pferd kaufe, dann muessen bestimmte Regelungen, die genauso
fuer ein Auto oder ein Schnitzel gelten, auch fuer mich und das Pferd
gelten. Also die Frage des Eigentums, der Haftung, der Sorgfaltspflicht
etc., warum soll man da extra "tierische" Normen erfinden, wenn die
anderen, die das Tier als Sache definieren, funktionieren.

Was den Tierschutzsapekt angeht, so gilt (in D) sowohl TierSchG, als auch
Art. 90 a GG (unsere Verfassung) wonach Tiere nicht wirklich Sachen sein
sollen, fuer die aber die Vorschriften gelten, die auch fuer Sachen gelten.

Geaendert hat es gar nichts, ausser ein paar gluecklichen und befriedigten
Gutmenschen, die jetzt stolz sind auf das (inhaltsleere) Erreichte. Wenn
die Schweizer darueber auch noch zur Urne gerufen werden, wundert mich
nicht, dass diese Volksabstimmungsdemokratie von immer mehr (schweizer)
Leuten fuer laestig und schwerfaellig angesehen wird - schliesslich sind
auch in der Schweiz Politiker nur Menschen und die wahren Sauereien spielen
sich trotzdem ab...

NfU

Steff

Helmut Hochheimer

unread,
Apr 14, 2002, 6:33:29 AM4/14/02
to

> In D sind Tiere, soweit es das Zivilrecht betrifft, Sachen i.S. des BGB.
> Was auch sonst? Soll man sie zu Viertelmenschen machen odrer Achtelmenschen
> - es gibt nur "Menschen und den Rest" und der gilt halt als Sache.

leider....

tieren haben ja auch gefuehlen wie menschen auch...

>
> Wenn ich ein Pferd kaufe, dann muessen bestimmte Regelungen, die genauso
> fuer ein Auto oder ein Schnitzel gelten, auch fuer mich und das Pferd
> gelten.

ein auto zu verwarlosen ist ja nicht so dramatisch als ein pferd zu
verwahrlosen!

Ich meine ja nicht das tieren die besseren menschen sind, aber imho ist
es falsch rechtlich gesehen tieren als sachen zu handhaben. Sie sind es
eben nicht. Ich finde es sehr schade das tieren noch so behandelt
werden.

Aber klar, es ist parodox, weil wenn tieren wie menschen behandelt
werden wuerden dan duerfte ja kein mensch mehr fleisch essen.
Trotzdem finde ich ein pferderipper der die tieren nur aus spass an der
sache foltert und toetet, genau so schlimm wie ein menschenmoerder. Es
gibt da eben den unterschied zwischen tiergerecht und quaelung. Aber wer
ist der mensch ja schon um zu bestimmen was tiergerecht ist?

lg cloudy (nachdenklich)

Helmut Hochheimer

unread,
Apr 14, 2002, 6:44:37 AM4/14/02
to

>
> Glaube ich noch nicht, wenn er in dem Glauben gehandelt hat, dass die
> Vernagelung durch einen gebogenen Nagel hervorgerufen wurde, kann er
> mit einem geraden Nagel nach der Heilung, das Loch gefahrlos nutzen.
>

ich denke solche sachen sind immer schwer zu beweisen, aber wenn er ein
halbwegs vernuenftiger schmied ist wird er selber mit der besitzerin
darueber reden wie man das loesen kann, wenn die versicherung nicht
haftet.

Schlieslich muess er seinen ruf bewahren und wenn der kunde nicht
zufrieden ist.....

lg cloudy

Rasmus Plewe

unread,
Apr 14, 2002, 7:10:22 AM4/14/02
to
Helmut Hochheimer wrote:
>
>> In D sind Tiere, soweit es das Zivilrecht betrifft, Sachen i.S. des BGB.
>> Was auch sonst? Soll man sie zu Viertelmenschen machen odrer Achtelmenschen
>> - es gibt nur "Menschen und den Rest" und der gilt halt als Sache.
>
> leider....
>
> tieren haben ja auch gefuehlen wie menschen auch...
>
> Ich meine ja nicht das tieren die besseren menschen sind, aber imho ist
> es falsch rechtlich gesehen tieren als sachen zu handhaben. Sie sind es
> eben nicht. Ich finde es sehr schade das tieren noch so behandelt
> werden.

Gut, dann ist Dir natuerlich auch klar

... dass der Verkauf von Tieren, erst recht ohne ihre Zustimmung, zu
verbieten ist.
... dass Jungtiere nicht aktiv von ihren Eltern getrennt werden
duerfen.
... dass Tiere nicht getoetet werden duerfen, sondern vielmehr ins
Sozialsystem integriert werden muessen.
... dass Du natuerlich keine Unterschiede zwischen Dir genehmen und
Dir unangenehmen Tieren machen darfst. Dieselben Regeln, die fuer
Dein geliebtes Pferd gelten, gelten auch fuer die Wuermer die es
hat.
... undsoweiter halt.

> Trotzdem finde ich ein pferderipper der die tieren nur aus spass an der
> sache foltert und toetet, genau so schlimm wie ein menschenmoerder. Es
> gibt da eben den unterschied zwischen tiergerecht und quaelung. Aber wer
> ist der mensch ja schon um zu bestimmen was tiergerecht ist?

Wie gesagt, es gibt entweder Mensch oder Sache. Mensch scheidet aus,
bleibt also Sache, Und fuer diejenigen, die sich an Begriffen stoeren,
hats ja gerade die Grundgesetzaenderung gegeben. Tierquaelerei ist
(ebenso wie Sachbeschaedigung, z.B.) durchaus strafbar. Dass das dem
Mord nicht gleichgestellt ist ist aber natuerlich voellig in Ordnung,
dafuer gibt es den Verfassungsgrundsatz der Verhaeltnismaessigkeit der
Mittel.

Ich habe zwar nie Pferde umgebracht, aber in meiner Kindheit mal
Schmetterlingen die Fluegel ausgerissen, weil die dann so lustig ueber
den Boden flatterten. Kann ich aber nicht lebenslanges Gefaengnis fuer
kriegen, ich war damals noch strafunmuendig. Und meinem Koenigspython
verfuettere ich auch regelmaessig Nagetiere, was ich auch nicht auf
eine Stufe damit stellen wuerde wie einen Netzpython zu haben und ihm
kleine Babies zu verfuettern, oder was meinst Du?


Hmpf. Na schoen, noch ein kleiner Nachtrag, damit ich mir nicht immer
vorwerfen muss prinzipiell immer nur off topic zu posten.

Letzten Donnerstag hatte ich wieder mal Reitstunde. Lief ganz ok (dass
das der Reitlehrerin nicht langsam langweilig wird staendig "Rasmus,
Hacken nach hinten austreten!" zu rifen?), teilweise ein bischen
muehsam. Anschliessend ist eine Stunde von Leuten, die ein bischen
fortgeschrittener sind, wo es auch der Uhrzeit wegen meist ziemlich
voll ist. Diesmal war ein wenig Verwirrung, ob/wer mein Pferd fuer die
zweite Stunde uebernehmen sollte und wer ueberhaupt an der Stunde
teilnahm. Also meinte ich, mehr zum Spass, ich koenne das Pferd ja
noch eine Stunde reiten. Die RL meinte "ja, wenn Du unbedingt willst",
hat dann noch das Pferd gewechselt, und ich durfte zur zweiten Stunde
mit antreten.

Ich war begeistert, es hat sich so angefuehlt als wenn die erste
Stunde nur ein Aufwaermen fuer mich gewesen waere, die zweite flog
dann richtig dahin. Und es klappte vieles auch wesentlich besser (was
nicht nur am Pferd lag, behaupte ich mal). Sachen, auf die ich mich
normalerweise konzentrieren muss gingen automatisch, und ich hab auch
einiges neues gelernt. Wenn das nicht finanziell ein bischen gewagt
waere wuerde ich sowas ja regelmaessig anstreben... Naja, auch in
anderen Sportarten sind Trainingseinheiten oft 90-120 min lang.


Rasmus

Jacqueline Wiedler

unread,
Apr 14, 2002, 7:37:47 AM4/14/02
to
hallo steff

Stefan \"Steff\" Knoll wrote:


> Geaendert hat es gar nichts, ausser ein paar gluecklichen und befriedigten
> Gutmenschen, die jetzt stolz sind auf das (inhaltsleere) Erreichte. Wenn
> die Schweizer darueber auch noch zur Urne gerufen werden, wundert mich
> nicht, dass diese Volksabstimmungsdemokratie von immer mehr (schweizer)
> Leuten fuer laestig und schwerfaellig angesehen wird - schliesslich sind
> auch in der Schweiz Politiker nur Menschen und die wahren Sauereien spielen
> sich trotzdem ab...


naja, die sache mit der volksabstimmungsdemokratie ist nicht ganz so
einfach. hat halt wie das meiste gute und schlechte seiten. zu den
nachteilen gehört die schwerfälligkeit und die abstimmungsmüdigkeit, die
sich angesichts der vielen urnengänge bei vielen leuten einstellt. zudem
sind viele sachverhalte, über die wir abstimmen, derart komplex, dass
ein grossteil der bevölkerung gar nicht wirklich darüber urteilen kann.
auch ich (und ich bin immerhin angehende akademikerin) kann oft
angesichts der abstimmungsunterlagen nur mit den schultern zucken und
nachgucken, was denn meine lieblingspartei dazu sagt. auf bundesebene
wird allerdings meist über doch recht "grosse" dinge wie UNO-beitritt
etc. abgestimmt (verfassungsänderungen) - wirklich ermüdend (IMO) sind
die vielen abstimmungen auf kantonaler und kommunaler ebene, über
gesetzesänderungen und den bau neuer schulhäuser oder was weiss ich
(gähn...). diese abstimmungen sind denn auch meistens unumstitten und
eigentlich nur eine formsache. dementsprechend tief ist meist auch die
stimmbeteiligung.

andererseits können gerade initiativen schon hin und wieder etwas
bewirken, obwohl sie nur ganz selten angenommen werden. das hat gerade
diese "tiere sind keine sachen"-geschichte gezeigt. diese initiative
(eigentlich sinds zwei, es läuft noch eine zweite mit ähnlichem
wortlaut) hat bewirkt, dass im parlament eine bessere rechtsstellung der
tiere thematisiert wurde. evtl. kommt diese initiative gar nie zur
abstimmung - falls das parlament die rechtliche besserstellung der tiere
beschliesst, würde sie hinfällig.

mehr dazu (wen's interessiert):
http://www.ofj.admin.ch/themen/tiere/stgnbr-com-d.htm


grüsse

jacqueline


Helmut Hochheimer

unread,
Apr 14, 2002, 9:25:50 AM4/14/02
to
Hallo Rasmus

>
> Gut, dann ist Dir natuerlich auch klar
>
> ... dass der Verkauf von Tieren, erst recht ohne ihre Zustimmung, zu
> verbieten ist.
> ... dass Jungtiere nicht aktiv von ihren Eltern getrennt werden
> duerfen.
> ... dass Tiere nicht getoetet werden duerfen, sondern vielmehr ins
> Sozialsystem integriert werden muessen.
> ... dass Du natuerlich keine Unterschiede zwischen Dir genehmen und
> Dir unangenehmen Tieren machen darfst. Dieselben Regeln, die fuer
> Dein geliebtes Pferd gelten, gelten auch fuer die Wuermer die es
> hat.
> ... undsoweiter halt.
>
yaeh right...
genau das meinte ich ja nicht! Wie schon geagt kann man pferden nicht an
menschne gleich stellen in den rechten, geht auch gar nicht.
Ausserdem duerfte man dan auch keine laestige muecke mehr erschlagen
duerfen :-(

was ich nur meine ist das menschen die tieren zu eigene
vergnuegenszwecken halten auch verantwortet damit umgehen muessen.
Fehlerfrei ist niemand aber man sollte sich gedanken machen. Und klar
ist der mensch besitzer vom tier und genau deswegen ist die
verantwortung auch so wichtig. dadurch das wir tieren halten nehmen wir
denen entscheidungen ab. Wir haben dan aber auch die pflicht diese
entscheidungen tiergerecht zu machen (was ich sagte, wie entscheidet man
was tiergerecht ist? durch so ein par trockene gesetzen? oder durch
menschliches verstand und vernunft, die wir ja haben sollten in
gegensatz zu tieren, nur leider merkt man das zu wenig bei vielen
tierhalter. Genau das macht mich so stutzig wenn die dan aber gesetlich
trotzdem durchkommen damit.)

der unterschied zwischen sachbeschaedigung von tieren und andere
sachgegenstaende ist aber imho nicht gleich schlimm. das war alles was
ich sagen wollte.


> Wie gesagt, es gibt entweder Mensch oder Sache. Mensch scheidet aus,
> bleibt also Sache,

sehr schwarz/weiss.

> Und fuer diejenigen, die sich an Begriffen stoeren,
> hats ja gerade die Grundgesetzaenderung gegeben. Tierquaelerei ist
> (ebenso wie Sachbeschaedigung, z.B.) durchaus strafbar.

genau das ist es. Die gleichen strafen fuer auto und pferd
(beschaedigung), obwohl das auto ja nichts davon mitkriegt aber das
pferd schon. Und ganz abgesehen davon ob das pferd es mitkriegt, schadet
man den besitzer auch mehr, indem er sein tier leiden sehen muess, als
das er sein auto abschleppen lassen muess. (ausnahmen bestaetigen die
regel)

> Dass das dem
> Mord nicht gleichgestellt ist ist aber natuerlich voellig in Ordnung,
> dafuer gibt es den Verfassungsgrundsatz der Verhaeltnismaessigkeit der
> Mittel.

eben nicht. Es gibt nur menschen und sahcen. das hast du ja selber
gesagt, oder?
also gibt es keine abstufung. Waarum kann man tieren nicht zwischen
menschen und sachen stellen?

>
> Ich habe zwar nie Pferde umgebracht, aber in meiner Kindheit mal
> Schmetterlingen die Fluegel ausgerissen, weil die dann so lustig ueber
> den Boden flatterten. Kann ich aber nicht lebenslanges Gefaengnis fuer
> kriegen, ich war damals noch strafunmuendig. Und meinem Koenigspython
> verfuettere ich auch regelmaessig Nagetiere, was ich auch nicht auf
> eine Stufe damit stellen wuerde wie einen Netzpython zu haben und ihm
> kleine Babies zu verfuettern, oder was meinst Du?

aus diesen grund wuerde ich keine schlange halten wollen weil ich es
nicht ueber das herz kriegen wuerde. Aber abegesehen davon: fakt ist
das du die nagetieren toeten (laesst) fuer einen biologischen zweck.
genau so wie bei menschen fleisch essen auch ist. Das ist was anderes
als tierquaelerei wegen fahrlaessigkeit oder gar perversen
spassgruenden.

aber das ist ja ein thema mit verschiedenen meinungen und es kann leicht
aus den zusammenhang gerissen werden. Und das ist aber meine
(unanfechtbare) meinung dazu, und ich hoffe ihr liesst das ganze und
nicht nur einzelsaetze


>
> Hmpf. Na schoen, noch ein kleiner Nachtrag, damit ich mir nicht immer
> vorwerfen muss prinzipiell immer nur off topic zu posten.

:-)

>
> Letzten Donnerstag hatte ich wieder mal Reitstunde. Lief ganz ok (dass
> das der Reitlehrerin nicht langsam langweilig wird staendig "Rasmus,
> Hacken nach hinten austreten!" zu rifen?),

*grins* kann sie den spruch nicht auf tonband aufnehmen? habe ich mich
auch schon haeufiger gefragt.

>"ja, wenn Du unbedingt willst",
> hat dann noch das Pferd gewechselt, und ich durfte zur zweiten Stunde
> mit antreten.

ist doch schoen.


>
> Ich war begeistert, es hat sich so angefuehlt als wenn die erste
> Stunde nur ein Aufwaermen fuer mich gewesen waere, die zweite flog
> dann richtig dahin.

genau so war es warscheinlich auch! das pferd hat vielleicht die zeit
gebraucht um sich zu lockern. Und du auch. In eine stunde lockerarbeit
und leistungsarbeit und cooldown zu reiten ist ja eigentlich auch
zuviel, vorallem mit schulpferden die sich jedes mal auf andere reiter
erst mal wieder einstellen muessen, und aber saemtliche gaengen und
lektionen abarbeiten muessen. Und dazu kommt noch das das lockern fuer
pferden auch schwierig ist wenn sie anfaenger drauf haben (nicht dich
gemeint aber im algemein)

> Wenn das nicht finanziell ein bischen gewagt
> waere wuerde ich sowas ja regelmaessig anstreben...

waere eine rb nichts fuer dich?

lg cloudy

Reinhild Nürnberger

unread,
Apr 14, 2002, 9:54:27 AM4/14/02
to

Stefan "Steff" Knoll <stefan...@web.de> schrieb in im Newsbeitrag:
a9bkp5$rk2$05$1...@news.t-online.com...

servus steff,

> > TIEREN SIND KEINE SACHEN!!!
>
> In D sind Tiere, soweit es das Zivilrecht betrifft, Sachen i.S. des BGB.
> Was auch sonst? Soll man sie zu Viertelmenschen machen odrer
Achtelmenschen
> - es gibt nur "Menschen und den Rest" und der gilt halt als Sache.

ganz einverstanden bin ich damit nicht. wie wär es mit dem ausdruck
"lebewesen?"


>
> Wenn ich ein Pferd kaufe, dann muessen bestimmte Regelungen, die genauso
> fuer ein Auto oder ein Schnitzel gelten, auch fuer mich und das Pferd
> gelten. Also die Frage des Eigentums, der Haftung, der Sorgfaltspflicht
> etc., warum soll man da extra "tierische" Normen erfinden, wenn die
> anderen, die das Tier als Sache definieren, funktionieren.

bestimmte reglelungen gelten für alles. wenn du ein unternehmen bist und ein
bewerber vorspricht, prüfst du auch ganz genau - auch dinge, die du dem
bewerber(der bewerberin) gar nicht sagst wie z.b. zu alt, zu unattraktiv,
fährt "nur" einen smart, zu angehängt mit fünf kindern.,..etc.


>
> Was den Tierschutzsapekt angeht, so gilt (in D) sowohl TierSchG, als auch
> Art. 90 a GG (unsere Verfassung) wonach Tiere nicht wirklich Sachen sein
> sollen, fuer die aber die Vorschriften gelten, die auch fuer Sachen
gelten.

ok, einverstanden.


>
> Geaendert hat es gar nichts, ausser ein paar gluecklichen und befriedigten
> Gutmenschen, die jetzt stolz sind auf das (inhaltsleere) Erreichte. Wenn
> die Schweizer darueber auch noch zur Urne gerufen werden, wundert mich
> nicht, dass diese Volksabstimmungsdemokratie von immer mehr (schweizer)
> Leuten fuer laestig und schwerfaellig angesehen wird - schliesslich sind
> auch in der Schweiz Politiker nur Menschen und die wahren Sauereien
spielen
> sich trotzdem ab...

jedes land ruft zu mehr oder minder sinnvollen volksabstimmungen auf.
zumindest rütteln sie die menschen wach, wenn sie auch danach archiviert
werden.

wenn ich an all die überfahrenen tiere denke, die einfach sterbend oder tot
auf der straße liegen gelassen werden (vom vogel bis marder, katzen, hunden
und rehen), kommt mir das grausen. die autofahrer "schiessen" mehr ab als
alles bei uns heimische raubzeug zusammen.

lg,
reinhild

Rasmus Plewe

unread,
Apr 14, 2002, 10:39:29 AM4/14/02
to
Helmut Hochheimer wrote:
>
> aus diesen grund wuerde ich keine schlange halten wollen weil ich es
> nicht ueber das herz kriegen wuerde.

Ich postuliere dass das lediglich ein "Akzeptieren der natuerlichen
Vorgaenge" ist. Aber ich gebe auch zu dass ich damit erstaunlich wenig
Probleme habe.

>> Letzten Donnerstag hatte ich wieder mal Reitstunde. Lief ganz ok (dass
>> das der Reitlehrerin nicht langsam langweilig wird staendig "Rasmus,
>> Hacken nach hinten austreten!" zu rifen?),
>
> *grins* kann sie den spruch nicht auf tonband aufnehmen? habe ich mich
> auch schon haeufiger gefragt.

Ja, das ist eigentlich eine gute Idee, sollte ich ihr mal
vorschlagen. Lohnt sich halt nicht mehr so.

> Und dazu kommt noch das das lockern fuer
> pferden auch schwierig ist wenn sie anfaenger drauf haben (nicht dich
> gemeint aber im algemein)

Oh, ich habe nie behauptet kein Anfaenger zu sein. Und auch dass ich
etwas schwerer bin als das durchschnittliche Pferdemaedchen macht das
sicher nicht leichter.

>> Wenn das nicht finanziell ein bischen gewagt
>> waere wuerde ich sowas ja regelmaessig anstreben...
>
> waere eine rb nichts fuer dich?

Ja. Aber ich bin nur noch diesen Monat hier in der Gegend. Mal sehen
was sich in Hamburg ergibt, aber ich hatte schon ins Auge gefasst
dieses Jahr eine rb zu suchen, auch um naeher zu erleben was es heisst
ein eigenes Pferd zu haben. Mal gucken was sich findet.


Rasmus

heinz egli

unread,
Apr 14, 2002, 12:16:06 PM4/14/02
to

"Stefan "Steff" Knoll" <stefan...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:a9bkp5$rk2$05$1...@news.t-online.com...

hi steff

als mensch und nicht jurist gibt es für mich

-menschen
-andere lebewesen
-sachen

gruss

heinz

--
www.tendre.de
ten...@tendre.de
icq 23180318

Rasmus Plewe

unread,
Apr 14, 2002, 12:44:09 PM4/14/02
to
heinz egli wrote:
> "Stefan "Steff" Knoll" <stefan...@web.de> schrieb:
>
> als mensch und nicht jurist gibt es für mich
>
> -menschen
> -andere lebewesen
> -sachen

Fuer Dich sind also Muecken und Pferde in derselben Kategorie?


Rasmus

heinz egli

unread,
Apr 14, 2002, 3:57:38 PM4/14/02
to

"Rasmus Plewe" <r...@lst.de> schrieb im Newsbeitrag
news:pkbc9a...@crash.lst.de...

> Fuer Dich sind also Muecken und Pferde in derselben Kategorie?

hi rasmus

ich würde weder die muecke noch das pferd quälen.

gruss

heinz


Rasmus Plewe

unread,
Apr 14, 2002, 4:15:44 PM4/14/02
to
heinz egli wrote:
> "Rasmus Plewe" <r...@lst.de> schrieb:

>
>> Fuer Dich sind also Muecken und Pferde in derselben Kategorie?
>
> ich würde weder die muecke noch das pferd quälen.

Ich habe wesentlich weniger Probleme mit der Vorstellung einer
grossflaechigen Ausrottung der Muecken. Aber unabhaengig davon was Du
tun wuerdest ist die Frage ob es fuer Dich (unter strafrechtlichen
Gesichtspunkten aequivalent ist ob jemand einer lebenden Muecke oder
einem lebenden PferdHundKatzeMausTigerElefant ein Bein ausreisst. Es
gibt halt wirklich Tiere und Tiere.


Rasmus

heinz egli

unread,
Apr 14, 2002, 4:53:41 PM4/14/02
to

"Rasmus Plewe" <r...@lst.de> schrieb im Newsbeitrag
news:g1oc9a...@crash.lst.de...

hi rasmus

> Ich habe wesentlich weniger Probleme mit der Vorstellung einer
> grossflaechigen Ausrottung der Muecken. Aber unabhaengig davon was Du
> tun wuerdest ist die Frage ob es fuer Dich (unter strafrechtlichen
> Gesichtspunkten aequivalent ist ob jemand einer lebenden Muecke oder
> einem lebenden PferdHundKatzeMausTigerElefant ein Bein ausreisst. Es
> gibt halt wirklich Tiere und Tiere.

ich würde beide menschen (erwachsen vorausgesetzt) verabscheuen.

gruss

heinz

btw: eot

Stefan "Steff" Knoll

unread,
Apr 14, 2002, 5:27:33 PM4/14/02
to
Grias Di, Reinhild!

Reinhild Nürnberger wrote:

>> In D sind Tiere, soweit es das Zivilrecht betrifft, Sachen...

> ganz einverstanden bin ich damit nicht. wie wär es mit dem
> ausdruck "lebewesen?"

Unser Grundgesetz redet von "Mitgeschoepfen", aber trotzdem sind auch Tiere
"besitzbar" und sind jemandes Eigentum. Also findet Zivilrecht Anwendung
wie bei anderen Sachen. Waere es umgekehrt und (manche?) Tiere koennten
(manche?) andere Tiere (oder Sachen) besitzen, muesste man einen neuen
gesetzlichen Status schaffen, der diese (und nur um die geht es ja hier)
Rechte irgendwie fasst. (Z.B. Art. 1: Phyton duerfen Hamster zuechten und
verzehren. Art. 2: Phytons duerfen mit Hamstern zur Zucht und zum Verzehr
Handel treiben; das naehere regelt die dritte Verordnung zur Anlage 2
"Haendlerschlangen" zum "Tierischen Handelsgesetzbuch"... oder so :-).

> ...jedes land ruft zu mehr oder minder sinnvollen
> volksabstimmungen auf.

Ist ja auch was tolles - aber meine Schweizer Freunde jammern gelegentlich,
dass sogar ueber die Farbe des Gelben Sackes abgestimmt werden muesse...
Bei Dingen, die die Identitaet einer Nation oder Gesellschaft angehen,
finde ich es gut (EURO ja/nein?!), aber man kann es wohl auch uebertreiben.

CU

Steff

Helmut Hochheimer

unread,
Apr 14, 2002, 6:34:17 PM4/14/02
to

> Ich postuliere dass das lediglich ein "Akzeptieren der natuerlichen
> Vorgaenge" ist. Aber ich gebe auch zu dass ich damit erstaunlich wenig
> Probleme habe.
>
ich mit die idee auch nicht aber die umsetzung


> Oh, ich habe nie behauptet kein Anfaenger zu sein. Und auch dass ich
> etwas schwerer bin als das durchschnittliche Pferdemaedchen macht das
> sicher nicht leichter.

da das pferdi sich entspannt hat und es gut geklappt hat nachdem ihr
euch auf einander eingestellt hattet, gehe ich davon aus das du deine
sache gar nicht so schlecht machen kannst :-)

>
> Ja. Aber ich bin nur noch diesen Monat hier in der Gegend. Mal sehen
> was sich in Hamburg ergibt, aber ich hatte schon ins Auge gefasst
> dieses Jahr eine rb zu suchen, auch um naeher zu erleben was es heisst
> ein eigenes Pferd zu haben. Mal gucken was sich findet.
>

dann viel erfolg und spass bei der suche und den umzug.
leider kenne ich keine pferdemenschn in hamburg, aber frage dann ja mal
hier in der ng fuer vermitlungen.

lg cloudy

Helmut Hochheimer

unread,
Apr 14, 2002, 6:37:31 PM4/14/02
to
das ist eben der unterschied mit sogenannten haustieren (wozu ich
einfachhalber auch das pferd zaehle)

die muecke habe ich als mensch keine verantwortung ab zu legen, da ich
mich ja mehr oder weniger wehre. Tieren die aber durch menschen gehalten
werden sind eine andere sachen. Und wilde tieren die durch menschlichen
fortschritt und technik leiden ist auch nicht dasselbe.

lg cloudy

Rasmus Plewe

unread,
Apr 14, 2002, 6:49:08 PM4/14/02
to
Helmut Hochheimer wrote:
>
>> Ich postuliere dass das lediglich ein "Akzeptieren der natuerlichen
>> Vorgaenge" ist. Aber ich gebe auch zu dass ich damit erstaunlich wenig
>> Probleme habe.
>>
> ich mit die idee auch nicht aber die umsetzung

Nein, damit hab ich ja nichts zu tun, das macht der Python von
alleine. Alles was ich tun muss ist die Ratte in das Terrarium zu
setzen.

>> Oh, ich habe nie behauptet kein Anfaenger zu sein.
>

> da das pferdi sich entspannt hat und es gut geklappt hat nachdem ihr
> euch auf einander eingestellt hattet, gehe ich davon aus das du deine
> sache gar nicht so schlecht machen kannst :-)

Ich bin kein blutiger Anfaenger, und dass ich frueher mal geturnt habe
wird auch eine Rolle spielen. Aber bei mir laufen noch viel zu oft
wirklich grundlegende Sachen falsch ("Unterschenkel ein bischen weiter
zurueck!"), das dauert auch sicher noch mindestens ein halbes Jahr bis
ich mich traue ernsthaft nach einer Reitbeteiligung zu suchen.

>> Ja. Aber ich bin nur noch diesen Monat hier in der Gegend. [...]


>>
> dann viel erfolg und spass bei der suche und den umzug.
> leider kenne ich keine pferdemenschn in hamburg, aber frage dann ja mal
> hier in der ng fuer vermitlungen.

Danke, Wohnung hab ich, jetzt wuesste ich gerne noch wann ich da rein
kann damit ich den Umzug planen kann.
Ich hatte schonmal zwecks Reitvereinen angefragt und auch von Hilke
ein paar Tips bekommen. Falls sonst noch jemand was im Westen Hamburgs
kennt (ich wohne dann in Wedel) bin ich natuerlich fuer jeden Hinweis
dankbar.


Rasmus

Frank Mechelhoff

unread,
Apr 15, 2002, 6:46:41 AM4/15/02
to
"Reinhild Nürnberger" <nuern...@aon.at> wrote:


>wenn ich an all die überfahrenen tiere denke, die einfach sterbend oder tot
>auf der straße liegen gelassen werden (vom vogel bis marder, katzen, hunden
>und rehen), kommt mir das grausen. die autofahrer "schiessen" mehr ab als
>alles bei uns heimische raubzeug zusammen.


Hallo Reinhild,


meinst Du wirklich an den toten Katzen, Hasen und Füchsen würde sich etwas
ändern, wenn Tierschutz Verfassungsrang erhielte?


Was sollte das denn für konkrete rechtliche Konsequenzen haben? Können die Tiere
dann selber vor Gericht ziehen, oder bekommen sie einen gesetzlichen Vetreter der
es für sie tun kann? Ich glaube nicht.


Nicht die Absicht ist entscheidend, sondern die Konsequenzen. Insofern stimme
ich Steff völlig zu.


Tiere können nur besser vor menschlicher Rohheit, Habgier und Dummheit geschützt
werden, aber nie die "gleichen Rechte" haben wie Menschen (weder Erwachsene noch
Kinder). Was heisst überhaupt "Tiere"? Wenn Fische, Hummer und Regenwürmer
unterschiedliche Empfindungen haben wie Hund, Katze und Pferd (und das haben sie
ganz bestimmt, denn ihre Organismen sind ganz anders aufgebaut) wie sollten sie
dann rechtlich gleichgestellt sein können? (auch das Tierschutzgesetz schützt nur
*Wirbel*tiere) Was ist mit unseren "Haustieren" vs. "Nutztiere" zum
Nahrungsverzehr?


Der Mensch hat ganz sicher nicht das Recht, Tiere leiden zu lassen, weil in
Jahrtausendealten Religionsvorschriften steht dass Tieren bei vollem Bewusstsein
der Hals durchgeschnitten werden muss (eine Vorschrift die vor Erfindung des
Kühlhauses in heissen Klimaregionen sogar ihren Sinn gehabt haben mag). Jedes
Tier hat ein Anrecht auf artgerechte Behandlung, Unterbringung und Fütterung. Um
der Großen Strafe von Mutter Natur zuvorzukommen, damit wir unser Existenzrecht
auf diesem Planeten nicht verwirken, muss der Mensch die Einhaltung dieser Normen
selbst überwachen, und ahnden, so gut es eben möglich ist. Aber unsere Politiker
und manche Gutmenschen wollen uns doch nur Sand in die Augen streuen nach dem
Motto "jetzt steht es in der Verfassung, legt Euch wieder schlafen".


Wenn ich mit meinem Pferd zum Tierarzt, oder Schmied gehe, nehme *ich* als
Besitzer dessen Rechte wahr, quasi als sein Vertreter oder Vormund. Es gibt in
diesem Geschäft zwei Parteien: einen der leistet, und einen der zahlt. Der zahlt,
kann eine gute Leistung erwarten, insbesondere weil es sich um ein
höhergestelltes Wirbeltier und kein Auto handelt. Wird infolge der Leistung das
Tier verletzt, oder unbrauchbar, haftet mir der andere. Das genügt und ist völlig
ausreichend. Eine dritte Partei einzuführen, würde bedeuten dass Pferd über den
Beschlag oder die Krankenbehandlung mitdiskutieren zu lassen. Nur Leute die die
feineren Zeichen von Unbehagen und Schmerz (z.B. bei einem Nageldruck) nicht
erkennen können auf so absurde Ideen verfallen.


Gruss Frank


http://www.taunusreiter.de
--
__________________________________________________________
News suchen, lesen, schreiben mit http://newsgroups.web.de

Katje Binder

unread,
Apr 15, 2002, 8:16:22 AM4/15/02
to
Am Sat, 13 Apr 2002 23:00:04 +0200, schrieb Michael A. Naujoks
<tr...@pferdl.de>:

Hi Michael,

>On Sat, 13 Apr 2002 08:11:32 GMT, bin...@uni-muenster.de (Katje
>Binder) wrote:
>>Kann man davon ausgehen, dass nach 2 Wochen eine Heilung erfolgt ist?
>
>Bei einer Vernaglung durch einen krummen Nagel, ja da hier nur Druck
>ausgeübt wird und es keine infizierbare Verletzung gibt.

Nah, Moment, hier muessen wir aber zwischen "echtem" Vernageln, das
mit einer Infektion einhergehen kann, weil der Nagel durchs Leben
ging, und Nageldruck unterscheiden - hier gelangt der Nagel ja nur in
die Naehe der Huflederhaut.

>>Katje + Kira, die gestern die Eisen runterbekam und ueber die
>>Steinchen laeuft als waeren sie noch drauf *freu*
>
>In drei Wochen, wenn sie immer noch problemlos geht, hast Du es
>geschafft. Wünsche Dir alles Gute.

Jo, wuensch ich mir auch, vor allem, dass ich mal wieder zum Reiten
komme (sch*** Pruefungen!)...

So long,

Katje + deren Regentanz offensichtlich genutzt hat :-))

Jacqueline Wiedler

unread,
Apr 15, 2002, 10:06:07 AM4/15/02
to
hallo

Frank Mechelhoff wrote:


> Was heisst überhaupt "Tiere"? Wenn Fische, Hummer und Regenwürmer
> unterschiedliche Empfindungen haben wie Hund, Katze und Pferd (und das haben sie
> ganz bestimmt, denn ihre Organismen sind ganz anders aufgebaut) wie sollten sie
> dann rechtlich gleichgestellt sein können? (auch das Tierschutzgesetz schützt nur
> *Wirbel*tiere) Was ist mit unseren "Haustieren" vs. "Nutztiere" zum
> Nahrungsverzehr?

auch hier in der schweiz schützt das tierschutzgesetz nur wirbeltiere. ich denke
allerdings, dass auch nicht alle wirbeltiere vor dem tierschutzgesetz gleich sind.
z.b. würde wohl kaum jemand den tierschutzverein bemühen, wenn irgend ein angler
seine gefangenen fische ersticken lässt. ist für den fisch bestimmt nicht so toll
und der fisch ist immerhin ein wirbeltier.

aber es ist halt nun mal so, dass es sympathieträger-arten gibt, die als süss, edel,
schön, intelligent oder was weiss ich gelten (paradebeispiele delphin, wale
allgemein, koalabär, panda, seehund, usw.), während nach anderen arten kein hahn
kräht. wenn hier die wühlmaus aussterben würde, würde das wohl niemanden gross
kratzen. beim eichhörnchen wäre das wohl schon anders.

ich habe noch einen link gefunden zur schweizer "tierrechts"-diskussion:

http://www.zuercher-tierschutz.ch/d/law/tierinitiative/faq.htm

wie's aussieht, sollen die neuen gesetze v.a. den tieren zu gute kommen, die in
menschlicher obhut leben.

grüsse
jacqueline

Reinhild Nürnberger

unread,
Apr 15, 2002, 4:06:56 PM4/15/02
to

heinz egli <ten...@tendre.de> schrieb in im Newsbeitrag:
3cb9df34$0$7076$7402...@newsfeed.sunrise.ch...

hallo heinz,

> ich würde weder die muecke noch das pferd quälen.

ich fürchte, die mücken werden dieses jahr eher dich wieder quälen..:-((((

liebe grüße,
reinhild

Nicola Trappmann

unread,
Apr 23, 2002, 10:29:27 AM4/23/02
to
Hi Anke und alle anderen!
Kurz zu Pharo: er läuft wieder, ist frech wie eh und je, nächste Woche
fahren wir in die Schmiede und lassen ihn 'runderneuern'. Vom Schmied kann
ich noch keine Neuigkeiten berichten.

> Wie waere es denn mit Eisen von April bis Oktober und Plastik oder
> Hufschuhen zwischen November und Maerz? IdR faehrt man doch im Winter
> weniger oft, weniger lange und evtl. sogar mehr in der Halle oder auf
> dem Platz, die einen Untergrund mit weniger Abrieb haben.

Mmm, ich fahre leider im Winter mehr Straße als jetzt. Im Sommer ist unser
Fahrplatz benutzbar, dann trainieren wir dort, im Winter aber ist er eine
Matschwiese und nicht zu gebrauchen.
Aber vielleicht werde ich mein Pferd im nächsten Winter einfach mal 2 Monate
nicht fahren, damit ich die Eisen abnehmen kann und die Hufe sich
regenerieren können. Auch eine so kurze Zeit hat bei unserem Hafi Wunder
gewirkt.

Gruß
Nico,
die so langsam furchtbar nervös wird, in 2 Wochen ist das erste Turnier und
Pegaz hat immer noch nicht begriffen, daß man auch vor der Kutsche 10
Sekunden stillstehen kann..... Wie peinlich, wenn ich im Vorbeifahren grüßen
muß... ;o)
--
für mail 'trash' mit 'nicola' austauschen!


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