Freue mich auf Eure Hilfe!
liebe grüße aus Kiel
Jessika
> Hat jemand Erfahrungen mit günstigen "Katalogangeboten " gesammelt?
Mit günstigen Katalogangeboten noch nicht, aber leider mit einem
"Billigsattel" - und lass es mich vorweg schicken- meine Erfahrung ist :
Lass lieber die Hände davon. Mein erster Westernsattel war ein preiswerter,
schon aber nach kurzer Zeit zeigte sich die minderwertige Qualität des
Leders und geklebte Stellen lösten sich auf, - und dann das Problem ihn
wieder los zu werden !!!
Meine Empfehlung ist, gehe zu einem qualifizierten Händler, die haben immer
gute, gebrauchte Sättel (die kannst du auch immer wieder gut verkaufen auch
mit nicht allzuviel Verlust, da sich ja dein Pferdchen auch mit zunehmenden
Training verändern wird) und lass ihn anpassen (Du suchst doch einen
Englischsattel oder habe ich dich falsch verstanden?). Von der Methode mit
zusätzlichen Unterlagen wie z.B. Keilkissen etc. die Lage zu verbessern
halte ich nicht allzuviel, es kann vielleicht in manchen Situationen
sinnvoll sein, aber wenn du dir schon einen Sattel kaufst, bitte einen der
schon von Anfang an passt, oder durch den Sattler deinem Pferd angepasst
wird.
Oder du probierst mit einer erfahrenen (ich weiß nicht, ob du genug
Erfahrung hast, gehe aber bei der Fragestellung davon aus, dass vielleicht
nicht?) Person mehrere Sättel, die im Stall sind aus, wenn du dann weißt,
welchen Sattel du willst, kannst du auch bei ebay danach Ausschau halten.
Meine Freundin hat da einen superschönen Showsattel für die Hälfte des
Ladenpreises ersteigert, wobei der Sattel noch fast neuwertig war, ein
riesen Glücksgriff.
Ich
> finde dort
> Ledersättel für 150?, wo dann steht, Pony, Warmblut oder Vollblut als
> Größe.... Hmm, Pony kann ja nun vieles sein..
eben, es ist noch nicht die Rede davon, wie die Schulter aussieht, der
Widerrist, der Rücken: Kurz oder lang... Also sieht oben.
> Wie sieht es mit gebrauchten Sätteln aus?
Wir am Stall haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht, kommt aber auch
glaube ich immer auch darauf an, wo man kauft (keine geklaute Ware,
miderwertige Ware...)
> Wenn ich also einen nicht ganz so zierlichen Hintern habe, brauche ich
> dann eine größere Sitzfläche?
:-)) Yupp, weiß ich aus Erfahrung. Ist angenehmer ;-)
Viel Glück bei der Sattelsuche.
Carmen
Nachtrag :-))
> Also lieber einen guten gebrauchten, als einen billigen
> neuen..
Ja, habe aber eben noch vergessen zu sagen, dass ich bei einem Gebrauchenten
lieber einen Markensattel wählen wurde, zum Einen sind die gut wieder zu
verkaufen und zum Anderen es gibt einige Sättel, bei denen u.a. die
Kammerweite geändert werden kann ( Passier bietet so etwas an meine ich
(leider auch teuer) ), dies wäre ja auch nicht schlecht bei deinem Pferd.
Wir haben das Glück, dass wir ein sehr gutes Reitsportfachgeschäft mit
eigener Sattlerei in unserer Nähe haben, da wissen wir, dass wir nicht
übers Ohr gehauen werden und die gebrauchten Sättel in Ordnung sind und
fachmännisch angepasst werden. Vielleicht gibt es so etwas auch in deiner
Nähe..
> Ja testen wäre gut, nur leider haben die anderen in unserer kleinen
> Stallgemeinschaft auch alle Westernsättel.. Ich möchte gerne "english"
> bleiben.. ;o)
Darfst du ja auch :-))) Bei uns haben aber auch fast alle Westernreiter eine
"klassische" Ausbildung und kennen sich mit den anderen Sätteln aus, frag
doch einfach mal, vielleicht kann dir jemand bei einer Anprobe "beistehen"
vier oder mehr Augen sehen mehr als zwei :-)) oder es kann dir jemand ein
gutes Geschäft empfehlen.
Schönen Abend noch
Carmen
Am Mittwoch, 15. Januar 2003 20:07 schrieb Jessika Kraatz:
> Diese Frage wurde hier bestimmt schon diskutiert, aber so lange lese ich
> noch nicht mit.. ;o)
www.google.de ist da sehr praktisch...
> Meine Stute (Welsh Cop/QuarterHorse- Mix, ca. 1,36cm ) soll ihren ersten
> Sattel bekommen. Habe noch keinerlei Erfahrungen mit dem Bestimmen der
> Sattelgröße gesammelt und wundere mich auch ein wenig, das
> Pferdeversandhandel zwar angeben, wie ich die richtige Größe für eine
Ist das auch Dein erster eigener Sattelkauf?
> Reithose ausmesse, aber nicht wie ich die Sattelgröße bestimme.
Fuer das Pferd ist der passende Sattel noch wichtiger als fuer den Reiter
der passende Schuh... Man muss gerade bei Ponys und anderen
''Sondergroessen'' den Sattel ausgiebig probieren koennen. Ich habe schon
mehrere Saettel per Post gekauft, habe aber viele wieder zurueckschicken
muessen, bis der Optimale gekommen ist.
> Hat jemand Erfahrungen mit günstigen "Katalogangeboten " gesammelt?
Hast Du keine Leute um Dich, die Du fragen kannst und die vielleicht helfen?
Wenn Du keine Ahnung hast, dann ist vielleicht besser, einen Sattler in der
Naehe zu fragen (Branchenbuch) und dort den am besten passenden Sattel zu
kaufen, aber sicherstellen, dass man vollen Service garantiert bekommt.
Pferde aendern sich auch, da muss ein Englischsattel evtl. nachgepolstert
werden. Ein Westernsattel passt dem sich veraendernden Pferd
schlimmstenfalls irgendwann nicht mehr und tut ihn weh, man braucht einen
neuen. Fuers Pferd und Dich sicher nicht schoen.
> und auch bei Ebay kann man schon ab 100? einen Sattel(sogar neu)
> ersteigern..
Wenn Du Dich noch nicht so gut mit Saetteln auskennst, solltest Du Dich
wenigstens gut bei Ebay auskennen... Aber Du wirst ja reiten wollen und
nicht Deinen Traumsattel suchen - dafuer ich habe ich 3 Jahre gebraucht,
aber ich hatte die ganze Zeit einen gut passsenden (aber sehr harten...)
Sattel. Bei Ebay muss man manchmal lange warten koennen, bis das richtige
Angebot kommt, und dann muss man es auch noch steigern...
> Wie sieht es mit gebrauchten Sätteln aus? Wer hats schonmal
> ausprobiert?
Ist genauso wie einen neuen Sattel kaufen, aber nicht so teuer. Wenn man den
richtig passenden Satteln kaufen kann, ist es egal, ob der Sattel neu oder
gebraucht ist. Schon mit minimaler Pflege koennen Saettel wirklich alt
werden. Und normalerweise kann man mit dem Verkaeufer vernuenftige
Testphasen ausmachen, um den Sattel auf und mit Dem Pferd mindestens einen
ganzen Tag auszuprobieren. Ist Dein Pferd fit genug dafuer? Jetzt im Winter
kann auch durch das Winterfell ein zu weiter Sattel gerade noch so passen
fuer die doch geringere Belastung und im Sommer reibts und schmerzt es
dann...
Vielleicht kaufst Du Dir erstmal einen guten Voltigurt und ein Pad, bis Du
auch Dein Pferd bessser kennst. Oder einen Armeesattel Gr. 1 - als Versuch.
> Wenn ich also einen nicht ganz so zierlichen Hintern habe, brauche ich
> dann eine größere Sitzfläche?
Du solltest mehr an die Passform ''nach unten'' denken, aber wenn der
passende Sattel auch noch bequem ist - um so besser.
Viel Glueck
CU
Steff
Du hast nicht viel Erfahrung mit Sätteln, deshalb umsowichtiger "Ziehe
unbedingt einen Fachmann "guten Sattler" hinzu. Es wäre hier jetzt endlos zu
erklären, woran man erkennt, ob ein Sattel passt, dass er nirgends zwickt, der
Rückenform des Pferdes entspricht, das Gewicht wirklich gleichmässig verteilt,
keine Brücke bildet.... .
> Meine Stute (Welsh Cop/QuarterHorse- Mix, ca. 1,36cm ) soll ihren ersten
> Sattel bekommen. Habe noch keinerlei Erfahrungen mit dem Bestimmen der
Ich nehme an, sie wird erst angeritten? Da ändert sich die Muskultur des
Pferdes noch gewaltig, cih würde einen Sattel empfehlen, den man in der
Passform noch ändern kann/ ändern lassen kann. Also ein Sattel mit
auswechselbarem Kopfeisen und polsterbar. Ein sehr gutes Konzept bieten auch
ROC-Sättel, sie sind neu auch durchaus erschwinglich: www.r-o-c.de und werden
vom Fachmann angepasst!
> Hat jemand Erfahrungen mit günstigen "Katalogangeboten " gesammelt? Kann man
> einen günstigeren Sattel z.b. mit Gelpadunterlagen aufwerten? Ich finde dort
Nein! Genau das ist das Problem bei Kauf ohne Fachmann und/ oder mit wenig
Erfahrung! Da ist es dann eigentlich egal ob es ein teurer nicht passender
Sattel ist, oder ein billiger nicht passender (der Vorteil liegt nur am
Material und dass der teure leichter veränderbar ist, länger hält und
angenehmer im Umgang und Pflege). Gelpads haben sich ja gut verkauft, um die
Stöße auf den Pferderücken zu mindern, einen unpassenden Sattel zu überbrücken
etc. Aber mit solchen Details macht man mehr schlecht als gut, z.B. wird durch
ein gelpad die Wirbelsäulenfreiheit minimiert bis neutralisiert, d.h. es wird
ein ständiger Druck auf die Wirbelsäule des PFerdes ausgeübt. Ausserdem verengt
ein Gelpad die Kammer gewaltig - sodass ein ev. von der Kammerweite her
passender Sattel erst recht unpassend gemacht wird!
> Ledersättel für 150?, wo dann steht, Pony, Warmblut oder Vollblut als
> Größe.... Hmm, Pony kann ja nun vieles sein..
Genau das ist das Problem. Man sieht sich nur mal einige Ponys gleicher Rasse
an, sie sind unterschiedlich dick, der Rücken ist mal lang mal kurz...., die
Schultern haben nicht die gleiche Breite, der Widerrist (sofern vorhanden) kann
verschiedene Höhen, Breiten Längen haben, der Rückenschwung verläuft völlig
unterschiedlich.... Das alles mit 3 Größen abzudecken ist nicht möglich!
>
> Wenn ich also einen nicht ganz so zierlichen Hintern habe, brauche ich dann
> eine größere Sitzfläche?
Ein Sattler wird dich diesbezüglich gut beraten - ist auf die Entfernung schwer
zu sagen - und selbst diese Größen sind verschieden, von hersteller zu
Hersteller! D.H. 17" Sitzfläche kann ganz verschieden ausfallen, mal kann dir
der Sattel eng vorkommen und mal kommt dir vor Du schwimmst darin - alles
schon erlebt!
Mein einziger Tip ist es sich an einen Spezialisten zu wenden, auch wenn der
Sattel dann nicht auf 100,-Euro kommt, aber du ersparst Dir und Deinem Pferd in
Zukunft viel Leid und Ärger!
LG
Jasmin
alles was die anderen gesagt haben kann ich unterstreichen
ansonsten habe ich aber die Erfahrung gemacht das Trachtensättel
einfacher anzupassen sind, mehr Pferden passen wie andere Sättel
viele Grüsse
Andrea
Weshalb denn das?
Mehr Auflagefläche am Rücken ist mir klar, aber weshalb sind sie
einfacher anzupassen und passen mehr Pferden?
LG
Jasmin
Hallo, Steff!
> Vielleicht kaufst Du Dir erstmal einen guten Voltigurt und ein Pad, bis Du
> auch Dein Pferd bessser kennst. Oder einen Armeesattel Gr. 1 - als Versuch.
>
In allem anderen Zustimmung - aber ob nicht selbst der kleinste
Armeesattel einem 1,36er Pony nicht ein bisschen zu lang sein koennte?
Selbst mancher moderne Trachtensattel ist da oft noch zu lang.
Nachdenklich,
Anke
Hallo, Jessika!
> Diese Frage wurde hier bestimmt schon diskutiert, aber so lange lese ich
> noch nicht mit.. ;o) Meine Stute (Welsh Cop/QuarterHorse- Mix, ca. 1,36cm
> ) soll ihren ersten Sattel bekommen. Habe noch keinerlei Erfahrungen mit
> dem Bestimmen der Sattelgröße gesammelt und wundere mich auch ein wenig,
> das Pferdeversandhandel zwar angeben, wie ich die richtige Größe für eine
> Reithose ausmesse, aber nicht wie ich die Sattelgröße bestimme. Hat jemand
> Erfahrungen mit günstigen "Katalogangeboten " gesammelt?
Kauf auf *keinen Fall* einen Sattel per Katalog. Die haben, wenn
ueberhaupt, drei Standardgrossen. Tatsaechlich ist aber jeder
Pferderuecken anders, und deswegen stellen gute Sattelfirmen Saettel in
16 und mehr verschiedenen Kammerweiten her.
Leider bezeichnen sie diese aber auch in jeder Firma verschieden :-(
> Kann man einen
> günstigeren Sattel z.b. mit Gelpadunterlagen aufwerten?
Nicht wirklich, wenn er nicht passt.
> Wie sieht es mit
> gebrauchten Sätteln aus? Wer hats schonmal ausprobiert?
Wenn Du keinen neuen Sattel kaufen willst, kauf einen gebrauchten, am
besten in einem Reiterladen in Eurer Naehe. Die haben idR einiges an
Gebrauchtsaetteln da und koennen auch ueber ein Messgitter ausprobieren,
ob der Sattel passt.
Kauf keinen Sattel ohne Messgitteranpassung, wenn Du nicht viel
Erfahrung in der Anpassung von Saetteln hast!
Wenn Du dann noch einen Markensattel kaufst, hast Du gute Chancen, dass
man diesen evtl. noch in Kleinigkeiten fuer nicht allzu viel Geld
anpassen lassen kann.
Ich habe z.B. erst vor kurzem erfahren, dass die Firma Sommer Baeume bis
zu 10 Jahren Alter fuer ca. 70 Euro im Rahmen von zwei Kammerweiten
erweitern oder verengen kann und bei aelteren Saetteln fuer immerhin ca.
180 Euro den Baum austauschen kann.
Ich habe das bei einigen meiner Saettel jetzt in Auftrag gegeben, denn
selbst wenn ein Sattel selbst nur noch 150 Euro wert ist, so ist ein
neuer zu kaufen immer noch teurer, als den alten umarbeiten zu lassen.
Und so koennte es auch billiger sein, naemlich Erhebliches an Zeit
sparen, einen nicht ganz passenden, guenstigen alten Markensattel
umarbeiten zu lassen, als 100 Sattel auszuprobieren, bis man einen
passenden findet.
Wie die Preise bei anderen Firmen sind, weiss ich nicht, da es aber
AFAIK nicht mehr als 10 deutsche Sattlereien mit haeufiger verkauften
Markensaetteln gibt, wuerde ich mich halt bei allen diesen erkundigen.
> Wenn ich also einen nicht ganz so
> zierlichen Hintern habe, brauche ich dann eine größere Sitzfläche?
Ja. Mindestens 17,5'' , besser noch 18'' Und aufpassen, dass der Sattel
dann fuer Dein Pferd nicht insgesamt zu lang ist. Das ist naemlich ein
Problem bei der Sache. Er darf nicht auf der Schulter und nicht (oder
allenfalls "ausschwingend") hinter der 18. Rippe aufliegen. Bei kleinen,
kurzen Pferden bleibt da u.U. nicht viel Platz.
Was die restliche Passform angeht, musst Du einfach verschiedene Saettel
ausprobieren. Jeder fuehlt sich in einem anderen Sattel wohler - z.B.
hatte eine Bekannte von mir einen Kieffer-Sattel, den sie sehr bequem
fand, ich dagegen fand ihn entsetzlich unbequem. Ebenso die
Goertz-Sattel, die ich in Reken ausprobiert hatte - die waren alle so
breit. Die schmaleren Sommer-Saettel sind fuer mich ideal, andere
wiederum finden sie zu hart...
hth,
Gruesse,
Anke
+ Caprice,
die auf dem Weg der Umarbeitung hoffentlich einen passenden *und*
schoenen, bequemen Sattel bekommt...
Gruß
Micha
oh je, du kennst mich noch nicht so lange, den meinsten hier ist
sicher schon klar das ich eher der Praktiker, nicht so der Theoretiker
bin.
Kann das mal jemand anders erklären? wenn ich den Sattel auf dem Pferd
sehe ist es klar....
aber ohne das so hinzustellen: alles was schon immer gut( für lange
Strecken ect) war ist noch immer gut..
Die Sättel die für lange Ritte, verschiedene Pferde, wechselnde Pferde
gedacht waren sind meinsten Trachtensättel gewesen.
Deutscher Militärsatte
Schweizer Militärsattel
Stocksattel
Isländersattel
und alles was für lange solche Bedürfnisse zugeschnitten ist, schadet
auch keinem jungen Pferd ( so der Sattel passt)
ein Dressursattel soll nah am Pferd sein, damit die Hilfen sicher
rüber kommen, ein Springsattel den Reiter gut übers Hinderniss bringen
ein "Gebrauchssattel (s.o.) Pferd und Reiter lange Strecken schonend
sicher mit "viel " Gepäck KM machen lassen
Viele Grüsse
Andrea
die am liebsten im Englischsattel sitzt, aber die Sicherheit des
Westernsattels mag und nicht weiss wie sie, selbst bei einem
Englischsattel mt Ringen ihr Wanderreitgerödel mitbekommt
total glücklich über ihrne D. Militärsattel ist.
passt beiden Pferden, man sitzt tief und sicher, aber nicht so breit
wie in einem Westernsattel, Gebpäck gut fest zumachen
Am Donnerstag, 16. Januar 2003 09:13 schrieb hafner:
> Ein sehr gutes Konzept bieten
> auch ROC-Sättel, sie sind neu auch durchaus erschwinglich...
> ... und werden vom Fachmann angepasst!
Weder sind sie preiswert (im Wortsinne) noch werden sie von einem Fachmann
angepasst - wenn Du einen gekauft hast und er passt, hast Du (und Dein
Pferd) vor allem Glueck gehabt.
Das wuensche ich Dir auch weiterhin.
CU
Steff
michael gielsdorf wrote:
> kann mir jemand was über schweizer Armeesättel erzählen??
Ich habe vor Jahren mein erstes RB-Pferd (Freiberger) hin und wieder mit
einem solchen Sattel geritten.
> Was ist das besondere an den Dingern??
Keine Ahnung... es sind Trachtensättel und haben (sofern ich mich
richtig erinnere) fast keine Pauschen, sondern eher so einen Wulst vorne
am Sattelblatt. Ich fand den Sattel recht bequem, wobei man dazu sagen
muss, dass ich damals a) Anfängerin war und b) sonst mit Westernsätteln
ritt, also damals keine Vergleichsmöglichkeiten mit anderen
"klassischen" Sätteln hatte. Mir kam damals wohl das
Fehlen dicker Pauschen entgegen, da Westernsättel sowas auch nicht haben.
Als ich mein derzeitiges RB-Pferd (08/15 Vielseitigkeitssattel) zu
reiten begann, haben mich die Pauschen am Anfang gestört.
Ich erinnere mich auch, dass es an dem Sattel Oesen etc. gab, um etwas
zu befestigen. Sehr praktisch.
Vielleicht weiss René mehr über die Sättel?
Gruss
Jacqueline
> >
> >Weshalb denn das?
> >Mehr Auflagefläche am Rücken ist mir klar, aber weshalb sind sie
> >einfacher anzupassen und passen mehr Pferden?
>
> oh je, du kennst mich noch nicht so lange, den meinsten hier ist
> sicher schon klar das ich eher der Praktiker, nicht so der Theoretiker
> bin.
>
Stimmt, bin jahrelang nicht dabei gewesen, sorry, dass ich dich
aufgefordert habe dich verbal auszudrücken...!
>
>
> aber ohne das so hinzustellen: alles was schon immer gut( für lange
> Strecken ect) war ist noch immer gut..
>
Hmmmmm, leider nciht! Ich kann hier in erster Linie aus der
Islandpferdeszene sprechen, wobei ich aber sagen muss, dass diese PFerde
oft eben nicht mehr quer durch die Landschaft geritten werden, sondern in
deutschland und Ö meist als freizeitpferde - oder Amateurturnierpferde
keine so langen Strecken mehr zurücklegen müssen:
Trachtensättel haben ihre Berechtigung, aber der Trend geht weg davon
(sei es nun wie oben erwähnt der Einsatz, oder, dass die
Exterieur-Ansprüche sich ändern, oder die Reiter sensibler auf einen
passenden Sattel achten....?). Mehr und mehr "Nichttrachtensättel" werden
angeboten (Stübben und Bennys Harmonie, HGG Appaloosa, neue Modelle der
Firma Trieb - also Piet Hoyos Sport....), die vor allem mit
Federsattelbaum sehr beliebt sind - was bei einem Trachtensattel nicht
möglich sein dürfte (aber gut das ist ein anderes Thema). Auch wird
zunehmend den Reitern klar, dass man gutes Reiten nicht mit dem
Schwerpunkt möglichs weit hinten ersetzten kann,... und so ähnln
Islandpferdesätteln mehr und mehr Dressursätteln mit der Ausnahme dass
das Sattelblatt nach wie vor nicht so weit in die Schulter des PFerdes
reicht! Man kommt weg von Schweifriemen und entdeckt, dass auch oder
besonders Gangpferde dressurmässig gymnastiziert werden müssen!
Ich war in vielen Islandpferdereitställen und muss sagen, dass ich so
viele unpassende Trahtensättel gesehen habe, dass ich für einen
freizeitreiter, der nochdazu von Neupreis eines Sattels unter 1.000,-Euro
spricht, keinen Trachtensattel empfehlen möchte. Diese verteilen das
Gewicht besser - aber nur, wenn sie auch tatsächlich passen. Oft sind die
Sättel zu lang und ein weiterer Punkt ist die Brückenbildung. fast jeder
nicht-fachgerecht-angepasste Trachtensattel im Islandpferdebereicht
bildet eine Brücke, was den besitzern verborgen bleibt, denn einen
kippenden Sattel bemerkt ein Laie, nur der Hohlraum, der nicht am Rücken
aufliegt, den sieht man und spürt man nicht!
>
> Die Sättel die für lange Ritte, verschiedene Pferde, wechselnde Pferde
> gedacht waren sind meinsten Trachtensättel gewesen.
> Deutscher Militärsatte
> Schweizer Militärsattel
> Stocksattel
> Isländersattel
>
> und alles was für lange solche Bedürfnisse zugeschnitten ist, schadet
> auch keinem jungen Pferd ( so der Sattel passt)
>
Bin ganz Deiner Meinung, wenn ein Sattel für Distanz gut den bedürfnissen
vor allem des Pferdes gerecht wird, dann erst recht für einen 1 Stunden
ausritt!
Tja und dass ein Sattel passen muss um gut zu sein, da sind wir ja auch
einer Meinung, nur leider streiten sich da ja sogar die Profis, und ich
habe schon so viele schlechte Sattler gesehen, dass ich nur jedem
PFerdehalter empfehlen kann trotz Fachmann sein Wissen zu dem thema bei
jeder Gelegenheit erweitern, sich alles erklären lassen und viele Fragen
stellen, wenn was unklar ist!
LG
Jasmin
>cih würde einen Sattel empfehlen, den man in der
>Passform noch ändern kann/ ändern lassen kann. Also ein Sattel mit
>auswechselbarem Kopfeisen und polsterbar.
... so wie beispielsweise die Wintec Saettel *nerv* mit Easy change
System. Ich habe vor einigen Monaten einen gekauft und bin immer noch
begeistert. Apollo auch, glaube ich :-)
>Ein sehr gutes Konzept bieten auch
>ROC-Sättel, sie sind neu auch durchaus erschwinglich: www.r-o-c.de und werden
>vom Fachmann angepasst!
Nah, da hab ich aber bisher wenig Gutes drueber gehoert.
Und: Ein Sattel sollte eigentlich IMMER vom Fachmann angepasst werden.
Ich habe inzwischen 7 Saettel in Betrieb gehabt und traue mir immer
noch nicht zu, zu entscheiden, ob einer *wirklich* passt oder nicht.
Liebe Gruesse,
Katje
--
http://www.omi-schreibt.de
http://mitglied.lycos.de/kazibo/
Last Update: 10.11.2002
> cih würde einen Sattel empfehlen, den man in der
> >Passform noch ändern kann/ ändern lassen kann. Also ein Sattel mit
> >auswechselbarem Kopfeisen und polsterbar.
>
> ... so wie beispielsweise die Wintec Saettel *nerv* mit Easy change
> System. Ich habe vor einigen Monaten einen gekauft und bin immer noch
> begeistert. Apollo auch, glaube ich :-)
>
Stimmt, beides trifft auf Wintec zu, obwohl nicht jeder Sattler einen Wintec
umpolstert....! Habe schon Abfuhren bekommen!
Aber das CAIR-System bei Wintec hat sich nciht wirklich durchgesetzt, oder?
>
> Und: Ein Sattel sollte eigentlich IMMER vom Fachmann angepasst werden.
> Ich habe inzwischen 7 Saettel in Betrieb gehabt und traue mir immer
> noch nicht zu, zu entscheiden, ob einer *wirklich* passt oder nicht.
Stimmt, selbst Sattler sind LEIDER nur Menschen...!
Aber mal ganz ehrlich, wieviele Sättel im Freizeitreiterbereich sind wirklich vom
Fachmann angepasst, überprüft, o.ä.?
Ich schätze mal 10% der Sättel - zunehmenden werden es zum Glück mehr!
LG
Jasmin
Hallo,
>Stimmt, beides trifft auf Wintec zu, obwohl nicht jeder Sattler einen Wintec
>umpolstert....! Habe schon Abfuhren bekommen!
Nein, aber imo lohnt sich die Suche. Umpolstern ist uebrigens selbst
beim CAIR nicht wirklich schwierig, da ueber dem Luftkissen noch
konventionelles Polster eingebracht werden kann.
>Aber das CAIR-System bei Wintec hat sich nciht wirklich durchgesetzt, oder?
Weiss nicht, uns gefaellt es jedenfalls :-)
>> Und: Ein Sattel sollte eigentlich IMMER vom Fachmann angepasst werden.
>Stimmt, selbst Sattler sind LEIDER nur Menschen...!
Ja, aber auch Menschen, die was gelernt haben ;-) Ich traue meinem
Sattler schon wesentlich mehr Fachwissen zu, als ich selbst dazu je
haben werde, und er hat meinem Toennchen (kein nennenswerter
Widerrist, breiter Ruecken) einen Sattel sehr gut angepasst. Die
Kleine laeuft ganz anders jetzt...
>Aber mal ganz ehrlich, wieviele Sättel im Freizeitreiterbereich sind wirklich vom
>Fachmann angepasst, überprüft, o.ä.?
Weiss nicht, leider kommt es ja bei vielen auch aufs Geld an und dann
werden irgendwelche rodderigen Billigsaettel gekauft oder so exotische
Dinger, dass der 08/15-Sattler sich weigert, da was dran zu machen.
Gruss,
Hallo, Jasmin!
> > aber ohne das so hinzustellen: alles was schon immer gut( für lange
> > Strecken ect) war ist noch immer gut..
> >
>
> Hmmmmm, leider nciht! Ich kann hier in erster Linie aus der
> Islandpferdeszene sprechen, wobei ich aber sagen muss, dass diese PFerde
> oft eben nicht mehr quer durch die Landschaft geritten werden, sondern in
> deutschland und Ö meist als freizeitpferde - oder Amateurturnierpferde
> keine so langen Strecken mehr zurücklegen müssen:
> Trachtensättel haben ihre Berechtigung, aber der Trend geht weg davon
> ... Mehr und mehr "Nichttrachtensättel" werden
> angeboten ..., die vor allem mit
> Federsattelbaum sehr beliebt sind - was bei einem Trachtensattel nicht
> möglich sein dürfte (aber gut das ist ein anderes Thema).
Wieso? Ich bekomme demnaechst einen solchen. In Deutschland hat
ausserdem Way out West verschiedenste Modelle von Trachtensaetteln mit
elastischem Baum. Allerdings sind die eher zum Wanderreiten gedacht.
> Auch wird
> zunehmend den Reitern klar, dass man gutes Reiten nicht mit dem
> Schwerpunkt möglichs weit hinten ersetzten kann,...
GOTT SEI DANK!!! Ich kriege immer selber Rueckenschmerzen, wenn ich noch
solche Saettel sehe.
> und so ähnln
> Islandpferdesätteln mehr und mehr Dressursätteln mit der Ausnahme dass
> das Sattelblatt nach wie vor nicht so weit in die Schulter des PFerdes
> reicht!
Das gabs frueher schonmal. Ich habe einen Hestar spezial und einen
Sommer Dressage, beides Trachtensaettel, und benutze sie fuer
Nichtgangpferde zum Dressur-und Freizeitreiten. Beide haben eine sehr
angenehme Sitzform zum Dressurreiten, ausser dass sie etwas flach sind.
Daran kann man sich aber gewoehnen - und als Bonbon haben sie beide
einen Rippsitz ;-) Und beide sind deutlich ueber 10 Jahre alt, der
Hestar spezial wohl um die 15.
Aber Sommer hat AFAIK auch nie Islaendersaettel speziell fuer
Turnierzwecke gebaut.
> Ich war in vielen Islandpferdereitställen und muss sagen, dass ich so
> viele unpassende Trahtensättel gesehen habe, dass ich für einen
> freizeitreiter, der nochdazu von Neupreis eines Sattels unter 1.000,-Euro
> spricht, keinen Trachtensattel empfehlen möchte.
Soweit ich es gesehen habe, geht der Trend in der Zucht auch hin zu
einem sehr quadratischen Pferd. Auf einem quadratischen Pferd unter 1,40
ist aber selbst fuer einen kurzen Trachtensattel in der Tat kein Platz,
bei Pferden ueber 1,40 muss man es vom Modell abhaengig machen - aber
ein Armeesattel, der ziemlich lange Trachten hat, duerfte da immer noch
von der Schulter bis zu den Hueftknochen reichen.
Ich hab noch einen alten Billigtrachtensattel von meinem alten Isi
(1,37), der ihm trotz der grossen Sattellaenge gut gepasst hatte. Aber
der war ein sehr ungewoehnlich gebauter Islaender mit einem sehr langen
Ruecken und einem maechtigen Hals. Viele Isi-Fans mochten ihn nicht
sonderlich, weil er ihnen zu schwer war.
> Diese verteilen das
> Gewicht besser - aber nur, wenn sie auch tatsächlich passen.
Deswegen habe ich aber immer noch welche ;-)
> Oft sind die
> Sättel zu lang und ein weiterer Punkt ist die Brückenbildung. fast jeder
> nicht-fachgerecht-angepasste Trachtensattel im Islandpferdebereicht
> bildet eine Brücke, was den besitzern verborgen bleibt, denn einen
> kippenden Sattel bemerkt ein Laie, nur der Hohlraum, der nicht am Rücken
> aufliegt, den sieht man und spürt man nicht!
Ich muss hinzufuegen, das man bei langen Saetteln allgemein schnell ein
Brueckenphaenomen bekommt, wenn sich die Pferde im Ruecken verspannen.
Man muss differenzieren, ob dieses Phaenomen jetzt von einem verspannten
Ruecken oder von tatsaechlich mangelnder Passform kommt. Moderne
Trachtensaettel schwingen sich auch oft im hinteren Trachtenbereich nach
oben weg - sehr empfehlenswert. Ich wiederum wuerde ebenfalls frech
behaupten, dass mindestens die Haelfte aller Pferde (egal welcher Rasse
oder Reitweise) beim Reiten zu Rueckenverspannungen neigen.
>
> Tja und dass ein Sattel passen muss um gut zu sein, da sind wir ja auch
> einer Meinung, nur leider streiten sich da ja sogar die Profis, und ich
> habe schon so viele schlechte Sattler gesehen, dass ich nur jedem
> PFerdehalter empfehlen kann trotz Fachmann sein Wissen zu dem thema bei
> jeder Gelegenheit erweitern, sich alles erklären lassen und viele Fragen
> stellen, wenn was unklar ist!
Information hat noch niemandem geschadet... das kann ich nur
unterstuetzen. Genauso im Bereich Hufpflege/Beschlag und Fuetterung.
>
Gruesse,
Anke
Hi Anke!
>
> > Trachtensättel haben ihre Berechtigung, aber der Trend geht weg davon
> > ... Mehr und mehr "Nichttrachtensättel" werden
> > angeboten ..., die vor allem mit
> > Federsattelbaum sehr beliebt sind - was bei einem Trachtensattel nicht
> > möglich sein dürfte (aber gut das ist ein anderes Thema).
>
> Wieso? Ich bekomme demnaechst einen solchen. In Deutschland hat
> ausserdem Way out West verschiedenste Modelle von Trachtensaetteln mit
> elastischem Baum. Allerdings sind die eher zum Wanderreiten gedacht.
>
Hmmm, ich hatte diese Info nur vom Trieb und Stübben, deren Trachten-Sätteln
nciht den berühmten Federsattelbaum haben - von dem ich persönlich nur
beschränkt begeistert bin! Aber wiederrum ist elastischer Sattelbaum auch
nciht unbedingt gleich Federsattelbaum, hat mir jemand erklärt, da gibt es
kleine feine Unterschiede zwischen elastischen Sattelbäumen - sodass meine
negative Erfahrung nicht für alle dergleichen gelten muss!
>
> > Ich war in vielen Islandpferdereitställen und muss sagen, dass ich so
> > viele unpassende Trahtensättel gesehen habe, dass ich für einen
> > freizeitreiter, der nochdazu von Neupreis eines Sattels unter 1.000,-Euro
> > spricht, keinen Trachtensattel empfehlen möchte.
>
> Soweit ich es gesehen habe, geht der Trend in der Zucht auch hin zu
> einem sehr quadratischen Pferd. Auf einem quadratischen Pferd unter 1,40
> ist aber selbst fuer einen kurzen Trachtensattel in der Tat kein Platz,
> bei Pferden ueber 1,40 muss man es vom Modell abhaengig machen - aber
> ein Armeesattel, der ziemlich lange Trachten hat, duerfte da immer noch
> von der Schulter bis zu den Hueftknochen reichen.
> Ich hab noch einen alten Billigtrachtensattel von meinem alten Isi
> (1,37), der ihm trotz der grossen Sattellaenge gut gepasst hatte. Aber
> der war ein sehr ungewoehnlich gebauter Islaender mit einem sehr langen
> Ruecken und einem maechtigen Hals. Viele Isi-Fans mochten ihn nicht
> sonderlich, weil er ihnen zu schwer war.
Wirklich???????? Ich dachte der Trend geht eher hin zum langen überbauten
Überdrüber-Passer. Ausserdem werden PFerde fast ausschliesslich für
Turnierzwecke gezüchtet, der "Abfall" geht dann in den freizeitreiterbereich -
wobei diese Pferde aber leider keine angenehmen endlostölter eben mit wenig
Aktion sind, sondern es für Turnierzwecke nicht gereicht hat, also leider
keine leicht zu reitenden Pferde! Aber vielleicht ist das in Deutschland
anders, bin ja hier in Ö daheim und habe meine Erfahrungen von hier!
Jedenfalls täte ich gerne mal so einen richtigen quadratischen nicht
überbauten Isländer sehen, der unter dem Sattel viel angenehmen Tölt hat, dass
sogar Anfänger im Töltreiten dieses einfach anchreiten können in einem
akzeptablen Takt!
Und ich habe ebenso einen langen Fünfgänger mit mächtigem Hals und kräftigen
Beinen STM. 1,38 - ich mag allerdings schon die kräftigen Isländer...
LG
jasmin
Hi Jasmin!
<Trachtensaettel mit elastischem Baum>
> Hmmm, ich hatte diese Info nur vom Trieb und Stübben, deren Trachten-Sätteln
> nciht den berühmten Federsattelbaum haben - von dem ich persönlich nur
> beschränkt begeistert bin! Aber wiederrum ist elastischer Sattelbaum auch
> nciht unbedingt gleich Federsattelbaum, hat mir jemand erklärt, da gibt es
> kleine feine Unterschiede zwischen elastischen Sattelbäumen - sodass meine
> negative Erfahrung nicht für alle dergleichen gelten muss!
Hm... ich kenne den kleinen feinen Unterschied zwischen Federsattelbaum
und elastischem Sattelbaum auch nicht. Man klaere mich auf...
Firmen, die Trachtensaettel mit elastischem Baum herstellen, sind z.B.
Sommer (Evolution, frueher AFAIK noch zwei oder drei andere Modelle) und
Deuber, wobei Deuber eher Saettel auf Westernbaumbasis baut. Einige
Saettel werden wohl auch speziell fuer Way out West in Lizenz oder so
von anderen Firmen gebaut. Es gibt aber inzwischen sogar solche fuer
Klassische Dressur. Inwieweit es welche auch fuer Islaender mit Trachten
gibt, weiss ich aber nicht - eher eben Freizeit-oder
Wanderreitermodelle.
Ich hatte auch einen elastischen Baum als zweischneidige Sache gesehen,
da ich dachte, dass er sich ja auch der Form eines verspannten Rueckens
anpassen wuerde, aber die Gurtung ist bei diesen Saetteln idR v-foermig,
sodass er die Tendenz bekommt, sich gegen das Reitergewicht nach oben zu
woelben (in der Praxis tut er es natuerlich nicht, drueckt sich aber
auch nicht so stark unter dem Gewicht durch).
Und nachdem ich einmal mit einem solchen geritten bin und spueren
konnte, wie der Sattel in jeder Bewegung des Pferdes mitgeht, war ich
schon begeistert.
> > Soweit ich es gesehen habe, geht der Trend in der Zucht auch hin zu
> > einem sehr quadratischen Pferd. ...
>
> Wirklich????????
Weiss nicht - ich bin kein Spezialist fuer Islaender. Mir faellt nur
immer wieder auf, wenn ich welche sehe, dass sie immer mehr wie ein
Reitpony mit Wuschelmaehne aussehen. Zumindest im Sommer. ;-) D.h. sie
werden immer schmaler, hochbeiniger und eben auch quadratischer.
Aber ich sehe, wenn, auch hauptsaechlich welche aus zwei Gestueten, das
ist natuerlich nicht allzu repraesentativ.
> Ich dachte der Trend geht eher hin zum langen überbauten
> Überdrüber-Passer. Ausserdem werden PFerde fast ausschliesslich für
> Turnierzwecke gezüchtet, der "Abfall" geht dann in den freizeitreiterbereich -
Nett, dass dieselben Fehler, die die Islaender(Pony)szene mal den
Warmbluetern vorgeworfen hat, jetzt fuer sie selbst gelten... :-(
Fuer ein ueberbautes Pferd ist natuerlich ein Trachtensattel keine gute
Loesung. Abgesehen davon ist ein ueberbautes Pferd anatomisch eh keine
so gute Loesung und immer problematischer als ein korrekt gebautes.
> Jedenfalls täte ich gerne mal so einen richtigen quadratischen nicht
> überbauten Isländer sehen, der unter dem Sattel viel angenehmen Tölt hat, dass
> sogar Anfänger im Töltreiten dieses einfach anchreiten können in einem
> akzeptablen Takt!
Ich bin, wie gesagt, kein Isispezialist. Aber ich denke mal, dass es
mitunter fuer einen Anfaenger schon bei einem Dreigaenger schwierig sein
kann, einen korrekten Takt zu halten. Nach meiner Erfahrung funktioniert
das auf Dauer nur bei sehr gutem Mitschwingen in der Bewegung und
ausbalanciertem Sitz - und jemanden, der das hat, wuerde ich nicht
unbedingt mehr als Anfaenger bezeichnen.
Das ist bei einem Vier-oder Fuenfgaenger sicherlich noch schwieriger.
Quadratische nicht-ueberbaute Isis gibts z.B. in Deutschland auf dem
Hochwaldhof. Das ist dann aber eben auch dieser leichte Reitponytyp. Was
die Toelteigenschaften dieser Pferde angeht, sehe ich mich zu einem
Urteil ausserstande - erstens habe ich sie nicht geritten, sondern nur
angeschaut, und zweitens koennte ich es selbst dann vermutlich nicht von
Fachmannsseite her beurteilen.
>
> Und ich habe ebenso einen langen Fünfgänger mit mächtigem Hals und kräftigen
> Beinen STM. 1,38 - ich mag allerdings schon die kräftigen Isländer...
Gruesse von meinem verewigten Japur an Deinen Isi. Japur war allerdings
lediglich ein schwacher Viergaenger...
>
Gruesse,
Anke
+ Carmina (leicht ueberbaut)