Gruesse aus Berlin
Martin
Antwortadresse: gue...@ibm.net
Ninsche100 schrieb in Nachricht
<19990728172815...@ng-ba1.aol.com>...
> Hallo,
> Du solltest vielleicht auch den Stefan Luchmann in Deine Ueberlegungen
> einbeziehen. Der hat seit etlichen Jahren seinen eigenen Sattlereibetrieb
> (war frueher mal beim Rieser) und nennt sich jetzt High Horse Saddle.
> Villeicht findest Du dort, was Du suchst.
> Der Betrieb ist im Westerwald. Tel: 06435/5123
> Bitte einen schoenen Gruss von mir bestellen
>
> Gruesse aus Berlin
> Martin
>
Ich will ja niemanden miesmachen, eigentlich...
aber Stefan Luchmann hat etwas eigenartige, wenn auch primaer gut
begruendet klingende Gruende, einen Sattel so zu bauen, wie er das fuer
richtig haelt, und ich persoenlich bin nicht der Meinung, dass diese
Methode das "non-plus-ultra" ist...
Er geht u.a. davon aus, dass Saettel fuer Freizeitpferde oftmals nach
vorn rutschen, weil diese meistens einen Weidebauch haben, und man
deshalb "grundsaetzlich" eine 7/8-Gurtung anbringen sollte, ob der
Sattel dann nach vorn kippt oder nicht. Immerhin wuerde er sich ja
sofort "setzen", sobald ein Reiter darauf Platz nehmen wuerde. Ich halte
es aber dennoch fuer fraglich, ob das nicht doch Druckspitzen im
vorderen Sattelbereich geben kann (kann ich aber nicht nachweisen), und
fuers Reiten im Entlastungssitz ist er damit unter Ganrantie ungeeignet,
weil dann der Sattel ja (zeitweise) unbelastet ist und damit dauernd
auf-und abkippt, was bestimmt nicht so positiv für die Schultern und den
gesamten Ruecken ist: vorn entsteht dauernd verstaerkter und weniger
starker Druck, hinten dauernd keiner und mittelstarker, was auch
unangenehmer sein duerfte als gleichmaessiger Druck.
Ausserdem meint er, dass es ueberfluessig sei, darauf zu achten, dass
der Sattelbaum mit der 18. Rippe abschliesst (was ich wiederum fuer
aeusserst wichtig halte), der Sattel koenne im Extremfall bis zum
Beckenbeginn reichen. Das halte ich von da her fuer weniger gut
durchdacht, weil damit die "schwache Stelle" der Lendenwirbelbruecke
mittragen muss, die, gerade beim jungen Pferd, (noch) nicht genuegend
gekraeftigt ist, und ausserdem verhindert der Sattel dann sehr effektiv
jegliche Biegung der Wirbelbruecke und gibt damit dem "falschen Biegen",
bei dem lediglich der Hals zur Seite geht, aber nicht das Pferd sich in
der gesamten Wirbelbruecke gleichmaessig biegt, Vorschub.
Ansonsten ist es einer der wenigen Reitersleut, der sich wirklich
Gedanken ueber Anatomie und Bewegungsmechanik gemacht hat, was bestimmt
positiv in seinen Sattelbau mit einfliesst.
Allerdings, sich "High Horse" zu nennen, (nein, nicht nur seinen Hof,
*sich*), klingt ja doch *ein wenig* anmassend...
Anke,
die ihn mal auf einem Abendseminar kennengelernt hat und meint, dass das
fuers Leben reicht
Anke Spix <Anke...@t-online.de> schrieb in im Newsbeitrag:
1dvrjgl.1c7...@p3e9e1da5.dip.t-dialin.net...
ich selber hab mir zwar keinen Sattel vom Rieser bauen lassen, aber eine
Bekannte von mir. Sie ist absolut zufrieden. Er hat ihn genauso gebaut
wie sie ihn haben wollte und er paßt dem Pferd wie angegossen. Rieser
leistet absolut saubere Arbeit und seine Sättel sind wirklich ihr Geld
wert.
Tschüssi
Natalie
Ninsche100 schrieb:
Das ist der Name, den ihm die Indiander in Amerika gegeben haben, als er bei
denen eine Zeitlang lebte. Und ich persoenlich finde diesen "Touch" nun
wirklich nicht verkehrt - auch die Vermarktung ueber die Namensgebung von
Stefan's Firma nicht, weil Stefan ist einer der wenigen, die wirklich was
von Pferden UND Saetteln in Deutschland verstehen (ohne gleich den grossen
"Guru" zu spielen).
Und da kann ich auch auf gelegentliche Eigenwilligkeiten Ruecksicht nehmen.
Aber wie immer im Leben - jeder hat das Recht auf seine eigene Meinung - und
wen und was er an und auf sein Pferd laesst.
Gruesse aus Berlin
Martin
Antwortadresse: gue...@ibm.net
Anke Spix schrieb in Nachricht
<1dvrjgl.1c7...@p3e9e1da5.dip.t-dialin.net>...