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Alleine ausreiten - Pro und Contra

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Katje Binder

unread,
Jun 11, 2002, 1:30:46 PM6/11/02
to
Hallo zusammen,

aufgrund aktueller Geschehnisse wuerde ich gerne mal Eure Meinungen zu
diesem Thema hoeren.

Lernt nicht ein aengstliches Pferd, dass es Faehrnisse "draussen" auch
alleine bewaeltigen kann, ohne dass ein anderes vorzugehen braucht?
Oder sollte es, gerade wenn es etwas unerfahren ist, lieber einen
Vorgaenger haben, der es "mitzieht"? Was meint Ihr?

Zur Situation: Ich reite mit Kira ja noch nicht alleine aus, also ist
immer entweder Donna oder Apollo dabei. Wenn Apollo dabei ist, geht
Kira als Handpferd mit. Nun ist das Problem, dass sowohl Donna als
auch Apollo, aeh, keine besonders guten Bewaeltigungsstrategien haben,
was unerwartete Gegenstaende / Personen / whatever angeht, die man auf
dem Ausritt zwangslaeufig trifft. Ich bemerke, dass Kira sich das
abguckt und genauso schissig wird wie die beiden anderen :-(
Mit Apollo kann ich alleine ausreiten, aber es dauert halt immer
etwas, bis wir so an allem vorbei sind (mein Fehler, ich mach das halt
nicht oft genug). Habe ich Kira an der Hand, wird es doppelt so
nervig, weil Apollo davon ausgeht, dass Kira vorgehen koennte, die
sich aber auf ihn verlaesst usw.

Meint Ihr, das alleine ausreiten koennte diesem Zustand abhelfen? Wenn
Apollo sich die Dinge lange genug anschaut (bzw. anschauen muss), dann
geht er auch dran vorbei (letztes Mal hat es 45 Minuten gedauert,
seufz!). Aber so lange kann ich natuerlich nicht mit zwei Pferden
irgendwo rumstehen, weil die Wege nicht breit genug dafuer sind.

Und: Ich gebe zu, in letzter Zeit aufgrund vieler persoenlicher
Stressoren nicht die Geduldigste zu sein, was solche Nervereien
angeht. Habt Ihr einen Tip fuer mich, dass ich nicht nach 5 Minuten
absteige, mein Pferd anmaekele und es an dem Gefaehrlichen
vorbeifuehre? Sie sollen ja beide lernen, dass sie es eben doch selber
koennen.

Und: Wie koennte ein Antischeutraining aussehen, das man auf dem
eigenen Platz macht? Lehrt man das Pferd einen bestimmten Begriff
("Trau dich!"), das es mit der Ueberwindung verknuepft?

Fragen ueber Fragen. Ich hoffe, Ihr habt was Konstruktives...

Liebe Gruesse,

Katje + die Chaoten, die auf dem Platz eine gute Figur machen (wenn
Kira so weitermacht, ist sie dieses Jahr noch ein rittiges Pferdchen),
aber im Gelaende alles schrecklich aufregend finden...
--
http://www.omi-schreibt.de
http://mitglied.lycos.de/kazibo/
Last Update: 25.4.2002

Marion

unread,
Jun 11, 2002, 3:01:10 PM6/11/02
to
Hallo Katje,

ich habe letzten Sommer ebenfalls angefangen meinen Araber auch ohne
Begleitung ins Gelände zu reiten.

Allerdings hatte ich es in der Anfangsphase einfacher, da wir ein
richtig cooles Begleitpferd mithatten, das sich nur von wenigen Dingen
erschrecken lässt. Aber irgendwann gings dann tatsächlich alleine los.

Ich habe mir am Anfang nur eine ganz kurze Strecke gesucht (die ich
notfalls auch nach Hause laufen könnte ;-)) Diese Strecke bin ich lange
Zeit, also sehr häufig, geritten, bis mein Pferd sich dort relativ
sicher fühlte. Ich habe ihn anfänglich zuvor aber immer ablongiert oder
auf dem Platz abgeritten, so war er schon erwas ausgeglichener. Dann
haben wir uns auch an andere längere Strecken rangetraut. Es gibt immer
noch Angstsituationen. In der Regel steige ich das erste Mal doch immer
noch ab. Führe vorbei oder wenn es sich machen lässt bis ran, um das
Schrecknis genauer zu betrachten. Bei zweiten Mal verlange ich dann in
der Regel schon, dass er sich überwindet, ohne dass ich absteige. Aber
wie gesagt wirklich geländesicher ist mein Pferd auch noch nicht. Der
Unterschied vom vorigen Jahr zu diesem Jahr ist aber enorm.

Aber wenn man wirklich mal einen Tag mit schwachen Nerven hat sollte man
es lieber lassen, das geht meist nach hinten los!

Ach übrigens, da meiner auch ein ganz schöner Angsthase ist, habe ich
ihn auf dem Platz viel mit "schrecklichen" Dingen konfrontiert.
Plastiktüten, Angeln, Regenschirme, alles was Leute so bei sich tragen
können, sind ja wirklich Dinge zum Fürchten ;-)

Viele Grüße

Marion

ChrisChris

unread,
Jun 11, 2002, 3:21:19 PM6/11/02
to
Hallo,

> Lernt nicht ein aengstliches Pferd, dass es Faehrnisse "draussen" auch
> alleine bewaeltigen kann, ohne dass ein anderes vorzugehen braucht?
> Oder sollte es, gerade wenn es etwas unerfahren ist, lieber einen
> Vorgaenger haben, der es "mitzieht"? Was meint Ihr?

Ich würde sagen, dassein eher ägnstliches Pferd zunächst nur in Begleitung
ins gelände gehen sollte - das ist für das Pfered entspannender und für den
Reiter sicherer!!
Ich hatte das große Glück, ein sehr nervenstarkes Pferd zu kaufen, mit dem
ich von Anfang an (er war gerade mal 4 1/2Jahre alt) allein losziehen
konnte. Aber das ist ja eher selten.
Es ist immer leichter für ein Pfeerd, wenn ein erfahrenes ruhiges Pferd
vorgeht. Allerdings darf man sich nichts vormachen: das vorhergehende Pferd
erleichtert es dem Youngster natürlich, ins Gelände zu gehen, aber selbst
wenn er irgendwann als zweiter ganz entspannt geht, kann er im nächsten
moment völlig durchdrehen vor Angst, wenn er vorangehen soll oder ihr das
erste Mal allein unterwegs seid.
Das Vorhergehen sollte schon immer wieder geübt werden, denn nur das macht
nervenstark.

Als ich mein erstes Pferd kaufte, wollte ich ihn unbedingt im Gelände
ausprobieren, und die Besitzerin ging mit einem anderen Pferd mit ins
Gelände. Sie ritt voran und mein Traumpferd trottete völlig problemlosund
total entspannt hinterher. Ich wra sehr naiv damals und kaufte ihn
anschließend. Als ich das erste Mal alein mit ihm ins Gelände wollte, gab es
eine einzige Katastrophe. Das Pferd hatte solche Angst, dass er absolut
nicht vorwärts zu bewegen war. Ich habe dann mit viel Liebe, Konsequenz und
und jahrelang versucht, ihn zum angstfreier zu bekommen. Nach drei Jahren
habe ich als Freizeitreiterin aufgegeben und ihn an Dressurleute verkauft,
die ihn nur auf dem Platz geritten haben.Seitdem ist er glücklich.....

Christoph


Mathias Grün-Drebes

unread,
Jun 11, 2002, 3:48:24 PM6/11/02
to
Hi Katje,
mit Lucky bin ich meist allein unterwegs.
Auch er hat vor Allem und Jedem angst.
Meist steige ich dann ab - führe ihn hin (nicht vorbei) und mache dann genau
auf, neben, unter dem 'Monster' Rast.
Zwar war ich dabei schon 2 Std unterwegs für einen Kilometer hin und zurück-
aber nach dem zweiten oder dritten Mal schert sich Lucky nicht mehr darum.

Noch eine Erfahrung.
Bei unserem Mammutausritt hatte er Anfangs vor vielen Sachen Angst - als er
aber später müde wurde nahm er Es recht gelassen. Kurz bevor wir zuhause
ankamen und wirklich fertig waren, sprabg direkt vor uns ein Reh durch den
Wald - das hat gerade mal für einen Zucker gelangt...

Auch Raika, mit der ich am Strick spazieren gehe - ist am Anfang eines
Spaziergangs immer aufgeregter als am Ende. Gewöhnung ?
Bei Ihr funktioniert das mit der Rast auch. Lang genug bei einem Monster
gestanden ohne gefressen zu werden reicht wohl aus um es als Monster nicht
mehr ernst zu nehmen.

Wir hatten übrigends einen grossen Rundballen Heu mit mehreren Plastikplanen
abgedeckt vorm Stall stehen - nach einer Woche zog Raika die Plastikplane
mit den Zähnen hinter sich her .......


CU
Mathias


Manuela Körbe

unread,
Jun 11, 2002, 5:36:18 PM6/11/02
to
Hallo,

Katje Binder wrote:

[...]

> Und: Wie koennte ein Antischeutraining aussehen, das man auf dem
> eigenen Platz macht? Lehrt man das Pferd einen bestimmten Begriff
> ("Trau dich!"), das es mit der Ueberwindung verknuepft?

ich habe mit meinen Hotts ein "selbstgebasteltes" Antischeutraining gemacht,
d. h. ich habe Szenen nachgestellt, die auch auf einem Ausritt / Turnier
passieren könnten.

Beispiele dafür:

- durch Flatterband durchgehen (Baustellenband rot / weiß), das hilft gegen
die Angst vor etwas Beweglichem.

- Plane (am Besten weiß oder blau) auslegen, dann das Pferd erst an der Hand
drüberlaufen lassen, wenn das ohne Probleme klappt dann mit Reiter obendrauf
(notfalls mit 2 Personen, einer führt und der andere reitet).

- Pferd mit Regenschirm bekannt machen (möglichst in grellen Farben), erst
geschlossen, dann geöffnet und anschließend das öffnen üben (vom Boden aus).

- Pferd mit Plastiktüte vertraut machen, anschließend damit den Körper
abreiben, die Tüte sollte schön knistern.

- Wenn im Wald ein Bauwagen steht, absteigen, Pferd heranführen und
anschließend dran rumklopfen, erst sanft und dann immer heftiger werden
(dafür sollte am Besten eine Longe oder so etwas ähnlich langes zur
Verfügung stehen, das Pferd kann schon ziemlich heftig auf so "Schrecknisse"
reagieren)

- Wenn irgendwo ein "Schrecknis" beim Ausritt auf Euch zukommt erst mal
Reaktion des Pferdes beobachten und von Oben aus versuchen, das "Schrecknis"
zu überwinden, wenn das nicht klappt absteigen und ausgiebig mit der Sache
"spielen". (mein Pferd hatte Angst vor gefällten Baumstämmen, da habe ich
mich einfach eine Zeit lang auf die draufgesetzt und mein Pferd gehalten,
irgendwann war meinem Pferd der Baumstamm egal und es hat sich gelangweilt)

- Wenn etwas gut gelaufen ist (das "Schrecknis" gut überwunden wurde) das
Loben nicht vergessen (auch mal Leckerli geben, dann verbindet das Pferd das
"Schrecknis" mit was Positiven und nicht mehr so sehr negativ).

Vielleicht wäre das "Clicker-Training" auch was für Dich, schau mal unter
http://www.clicker.de/ (zwar ist diese Seite über Hunde, aber so
funktioniert das auch beim Pferd).

Liebe Grüße
Manu


Anneke Wriedt

unread,
Jun 12, 2002, 2:38:06 AM6/12/02
to
bin...@uni-muenster.de (Katje Binder) wrote in message news:<ae5bsu$130o$5...@redenix.uni-muenster.de>...
> Hallo zusammen,
>
hallihallo,

>
> Lernt nicht ein aengstliches Pferd, dass es Faehrnisse "draussen" auch
> alleine bewaeltigen kann, ohne dass ein anderes vorzugehen braucht?
> Oder sollte es, gerade wenn es etwas unerfahren ist, lieber einen
> Vorgaenger haben, der es "mitzieht"? Was meint Ihr?

grundsätzlich denke ich, es ist ganz bestimmt nicht verkehrt, wenn die
ersten male im gelände für ein junges pferd ein erfahrenes und ruhiges
vorgehpferd mitkommt, damit dem jungen hotti die nervosität und die
angst genommen wird und es die richtigen verhaltensweisen sich
abschauen kann.

>Ich bemerke, dass Kira sich das
> abguckt und genauso schissig wird wie die beiden anderen :-(

dann ist dein apollo wohl wirklich nicht das richtige vorbild.
ich weiss nur, dass meine gabi, die anerkanntermassen als ruhiges,
cooles und verlässliches geländepferd gilt, von ihrem bauernzüchter
nach folgender methode angeritten wurde:

ich hab heute lust auszureiten. hmh, kein reitbares pferd da....halt
moment, was ist denn mit der kleinen dreijährigen stute da hinten in
der ecke? komm mal her.....ja das ist ein sattel, stell dich nicht so
an..mach das maul auf...und rauf da und raus ins gelände

da könnte man denken, mein hü hätte einen knacks fürs leben. nein, hat
sie nicht, eben verlässlich im gelände.
ich will damit eigentlich nur sagen, dass man mit einem jungen pferd
durchaus alleine ins gelände gehen kann (und kira wird ja bereits
reell geritten)und dass ein unverkrampfter umgang oftmals helfen kann.

> Und: Ich gebe zu, in letzter Zeit aufgrund vieler persoenlicher
> Stressoren nicht die Geduldigste zu sein, was solche Nervereien
> angeht>

IMO muss man IMMER geduldig sein - fällt mir aber auch schwer. aber
bei den ersten malen allein wirst du nicht drumherumkommen, einen
besonders dicken geduldsfaden mitzunehmen. ich würde auch erstmal
dieselbe strecke übe, um kira selbstvertrauen zu geben, und nach
einiger zeit mal den einen oder anderen schlenker einzubauen. und wenn
sie stehen bleibt,um zu gucken, dann lass sie. solange sie nur hingeht
und sich den horror anguckt....am besten nicht mal ignorieren, wenn
sie sich aufregt, also nicht durch übertriebenes reagieren zeigen,
dass da WIRKLICH etwas schreckliches sein könnte.
und dann kann ich nur noch sagen, wenn die übung und die gewohnheit
kommt,dann gehen deine beschriebenen probleme oftmals.
aber ich habe gut reden, denn ich habe wirklich glück gehabt

anneke + gabi, die überall hin- und vorbeigeht, nur ins wasser geht
sie nicht für geld und gute worte (ausnahme: watt,d enn da kann man ja
mal unbeschränkt fetzen!)

Fons de Bruyn

unread,
Jun 12, 2002, 7:49:59 AM6/12/02
to

Anneke Wriedt heeft geschreven in bericht ...

>bin...@uni-muenster.de (Katje Binder) wrote in message
news:<ae5bsu$130o$5...@redenix.uni-muenster.de>...

Hallo Anneke,

>ich hab heute lust auszureiten. hmh, kein reitbares pferd da....halt
>moment, was ist denn mit der kleinen dreijährigen stute da hinten in
>der ecke? komm mal her.....ja das ist ein sattel, stell dich nicht so
>an..mach das maul auf...und rauf da und raus ins gelände

Die Basisidee unterschreibe ich, aber ich wuerde sagen dass daran
einiges an Ausbildung voran gehen muesste.

>ich will damit eigentlich nur sagen, dass man mit einem jungen pferd
>durchaus alleine ins gelände gehen kann (und kira wird ja bereits
>reell geritten)und dass ein unverkrampfter umgang oftmals helfen kann.

Unverkrampft ist das Schluesselwort, der Reiter/ausbilder sollte
ohne eigene nervositaet/Spannung mit dem Pferd umgehen, denn
wie kann man ein Pferd ruhe beibringen wenn man selber nichts
als Spannung [=Gefahr] ausstrahlt.

>IMO muss man IMMER geduldig sein -

Richtig, und ausgeglichen.

LG

Fons


Andrea Teschner

unread,
Jun 12, 2002, 3:35:20 PM6/12/02
to
Hallo Katje

>Lernt nicht ein aengstliches Pferd, dass es Faehrnisse "draussen" auch
>alleine bewaeltigen kann, ohne dass ein anderes vorzugehen braucht?

sicher, wir haben unsichere Pferde immer vom Boden aus gefahren(halt
hinterhergelaufen)
die ersten Male ist ein zweiter Mensch mitgegangen damit das Pferd
wusste was es sollte dann alleine
so muss dein Pferd halt vorgehen, du hast dabei halt andere
Einwirkungsmöglichkeiten als von oben(je nach Pferd kann das aber
auch nach hinten losgehen zB wenn Pferde schlagen ect, bei manchen
Pferden kann es auch sein das du von oben besser Einwirkung hast, habe
ich aber bislang nur bei einem Kaltblut gehabt. )

Wenn dus von oben machen willst sollte das Pferd meiner Meinung nach
gut an den Hilfen stehen, so das die Reiterhilfen auch in
Stresssituationen ankommen.

>Oder sollte es, gerade wenn es etwas unerfahren ist, lieber einen
>Vorgaenger haben, der es "mitzieht"? Was meint Ihr?

ist meiner Erfahrung nach das beste wenn du einen Vorgänger hast der
sicher ist, wenn ein unsicheres Pferd vorgeht ziehst du dir schnell
ein zweites unsicheres Pferd heran


Wenn Apollo dabei ist, geht
>Kira als Handpferd mit.

ich würde nur ein Handperd mitnehmen wenn ich auf einem sicheren Pferd
sitze. ich denke fast jeder kennt die Situation die entsteht wenn sich
zwei Pferde "aufheizen" ich finde ein nicht so ganz sicheres Pferd
angenehmer als zwei, besonders wenn diese dann auch noch von nur einem
Reiter gehändelt werden müssen.

ich finde Handperdreiten mit einem nicht sehr sicheren Reitperd als
sehr gefährlich

Nun ist das Problem, dass sowohl Donna als
>auch Apollo, aeh, keine besonders guten Bewaeltigungsstrategien haben,
>was unerwartete Gegenstaende / Personen / whatever angeht, die man auf
>dem Ausritt zwangslaeufig trifft.

denke das du wenn Kira sich an die beiden anschliesst bald drei solche
Pferde hast.
selbst meine Zweijährige die sehr viel Temperament und Power hat ist
jetzt schon Strassen und Geländesicher wenn Trio dabei ist, ich glaube
es kommt ihr garnicht in den Sinn Sachen komisch zu finden die für
Trio Ok sind


>Und: Wie koennte ein Antischeutraining aussehen, das man auf dem
>eigenen Platz macht? Lehrt man das Pferd einen bestimmten Begriff
>("Trau dich!"), das es mit der Ueberwindung verknuepft?

ich kann immer nur sagen viel reiten immer wieder raus und immer neue
Sachen anschauen und machen, alleine Ausreiten mit Hakim war mir ein
dreivierel Jahr recht komisch, aber jetzt reite ich überall mit ihm
hin , einfach durchhalten, ich denke nicht das man ein richtig
sicheres Geländeperd auf dem Platz dafür ausbilden kann.

Viele grüsse
Andrea

die schon etwas muffe hat da ihr das ab nächstem Jahr mit Nanu ja auch
wieder bevorsteht,

Katje Binder

unread,
Jun 12, 2002, 3:59:35 PM6/12/02
to
Am Tue, 11 Jun 2002 21:01:10 +0200, schrieb Marion
<Mar....@t-online.de>:

Hallo,

Danke erstmal fuer Deine Ratschlaege. Sowas aehnliches habe ich mir ja
auch schon gedacht bzw. geplant...

>Ich habe mir am Anfang nur eine ganz kurze Strecke gesucht (die ich
>notfalls auch nach Hause laufen könnte ;-)) Diese Strecke bin ich lange
>Zeit, also sehr häufig, geritten, bis mein Pferd sich dort relativ
>sicher fühlte.

Ich denke auch, dass ich eine Feierabendrunde nach getaner Arbeit auf
dem Platz zur Regel mache. Dort sind so schlimme Dinge wie Baenke,
Baumstaemme und ein Schweinehof (der, vor dem wir neulich eine
Dreiviertelstunge standen). Absteigen will ich aber nicht mehr. Ich
moechte ja, dass mein Pferd sich *selber* traut und ich nicht vorgehen
muss. Vielleicht kommt auch noch Fahren vom Boden dazu, auf dem Platz
und um die ganzen schrecklichen Sachen herum, die ich grade sammele
;-)

>Aber wenn man wirklich mal einen Tag mit schwachen Nerven hat sollte man
>es lieber lassen, das geht meist nach hinten los!

Stimmt :-( Ich frage mich allerdings, ob mein Pferd mir nicht zutraut,
die Situation richtig einzuschaetzen? Er sagt "ich geh nicht", ich
sage "komm, ist nicht schlimm, du schaffst es", und er glaubt mir das
nicht? Aber wenn ich vorgehe, ist meist alles nur noch halb so
schlimm. Ist das Vertrauen in *mich* da, daber das Vertrauen in *sich*
selbst nicht? Oder mach ich was ganz falsch?

Nachdenkliche Gruesse,

Katje

Katje Binder

unread,
Jun 12, 2002, 3:59:35 PM6/12/02
to
Am Tue, 11 Jun 2002 21:48:24 +0200, schrieb "Mathias Grün-Drebes"
<dre...@t-online.de>:

>Hi Katje,
>mit Lucky bin ich meist allein unterwegs.
>Auch er hat vor Allem und Jedem angst.
>Meist steige ich dann ab - führe ihn hin (nicht vorbei) und mache dann genau
>auf, neben, unter dem 'Monster' Rast.

Guter Tip, das werde ich wieder ins Programm aufnehmen. Man wird echt
betriebsblind und kommt auf die einfachsten Dinge nicht mehr...

liebe Gruesse,

Katje

Katje Binder

unread,
Jun 12, 2002, 3:59:35 PM6/12/02
to
Am Tue, 11 Jun 2002 21:21:19 +0200, schrieb "ChrisChris"
<chris...@t-online.de>:

Hi Chris,

>Ich würde sagen, dassein eher ägnstliches Pferd zunächst nur in Begleitung
>ins gelände gehen sollte - das ist für das Pfered entspannender und für den
>Reiter sicherer!!

Das ist sicher richtig. Nur wie dem Pferd das noetige Selbstvertrauen
vermitteln, dass es eben selber die "Gefahren" meistern kann?

>Das Vorhergehen sollte schon immer wieder geübt werden, denn nur das macht
>nervenstark.

Das Komische ist: Beide Pferde gehen mit Vorliebe vorne (Apollo
versucht sich ab und zu mal hinter Merlin zu verkriechen, aber die
meiste Zeit ist er vorne). Nur wenn was Schreckliches kommt, wollen
sie nach hinten.

>Nach drei Jahren
>habe ich als Freizeitreiterin aufgegeben und ihn an Dressurleute verkauft,
>die ihn nur auf dem Platz geritten haben.Seitdem ist er glücklich.....

Hm - ich hoffe doch mal nicht, dass Apollo ein aehnliches Schicksal
blueht... und mir auch, denn ich reite zwar gerne auf dem Platz, aber
nicht ausschliesslich...

Katje

Katje Binder

unread,
Jun 12, 2002, 3:59:36 PM6/12/02
to
Am 11 Jun 2002 23:38:06 -0700, schrieb anne...@yahoo.de (Anneke
Wriedt):

Hallo,

>dann ist dein apollo wohl wirklich nicht das richtige vorbild.

Nee, glaube ich auch. Aber ich finde es sehr praktisch und es macht
viel Spass, wenn ich die Kleine als Handpferd mitnehmen kann. So lernt
sie die Gegend kennen, und Apollo ist insgesamt ruhiger als alleine.
Aber vielleicht stelle ich das mal eine Weile zurueck und uebe mit
beiden alleine, bevor ich jetzt bei Kira in dieser Hinsicht was
versaue.

>ich will damit eigentlich nur sagen, dass man mit einem jungen pferd
>durchaus alleine ins gelände gehen kann

Aha. Das ist doch mal ne klare Aussage.

>(und kira wird ja bereits
>reell geritten)

Danke fuer die Blumen, ich gebe mir alle Muehe :-))

>IMO muss man IMMER geduldig sein - fällt mir aber auch schwer. aber
>bei den ersten malen allein wirst du nicht drumherumkommen, einen
>besonders dicken geduldsfaden mitzunehmen.

Hmmm *seufz*. Vielleicht ein Bier trinken vor dem Ausritt? Oder solche
Sachen einplanen, wenn wirklich alle Zeit der Welt da ist... ist im
Moment aber schwierig, wegen Generve an allen Fronten :-(

>ich würde auch erstmal
>dieselbe strecke übe, um kira selbstvertrauen zu geben, und nach
>einiger zeit mal den einen oder anderen schlenker einzubauen. und wenn
>sie stehen bleibt,um zu gucken, dann lass sie. solange sie nur hingeht
>und sich den horror anguckt....am besten nicht mal ignorieren, wenn
>sie sich aufregt, also nicht durch übertriebenes reagieren zeigen,
>dass da WIRKLICH etwas schreckliches sein könnte.

So mache ich das ja meistens auch. kira ist ja auch lustig, sie rennt
wirklich auf die Schrecknisse zu, um sie sich anzuschauen ;-) Das
sollte ich vielleicht nicht gefaehrden, indem ich sie zu oft mit
Apollo mitnehme. Stimmt.

Liebe Gruesse,

Katje + die Suessen

heinz egli

unread,
Jun 12, 2002, 4:47:51 PM6/12/02
to

"Katje Binder" <bin...@uni-muenster.de> schrieb im
Newsbeitrag news:ae88vj$pa2$7...@redenix.uni-muenster.de...

hi katje

> Stimmt :-( Ich frage mich allerdings, ob mein Pferd mir
nicht zutraut,
> die Situation richtig einzuschaetzen? Er sagt "ich geh
nicht", ich
> sage "komm, ist nicht schlimm, du schaffst es", und er
glaubt mir das
> nicht? Aber wenn ich vorgehe, ist meist alles nur noch
halb so
> schlimm. Ist das Vertrauen in *mich* da, daber das
Vertrauen in *sich*
> selbst nicht? Oder mach ich was ganz falsch?

wenn ich dir antworte bin ich der böse vom dienst.

also sage ich nichts. (jetzt darfst du wieder ungestraft
dein "halt doch die schnauze wenn du nichts zu sagen hast"
an mich loswerden).

mfg

heinz

Anneke Wriedt

unread,
Jun 13, 2002, 1:53:36 AM6/13/02
to
"Fons de Bruyn" <fo...@de-bruyn5.myweb.nl> wrote in message news:<ae7c8v$k0r$2...@cyan.nl.gxn.net>...

> Anneke Wriedt heeft geschreven in bericht ...
> >bin...@uni-muenster.de (Katje Binder) wrote in message
> news:<ae5bsu$130o$5...@redenix.uni-muenster.de>...
>
> Hallo Anneke,

moin Fons


> Die Basisidee unterschreibe ich, aber ich wuerde sagen dass daran
> einiges an Ausbildung voran gehen muesste.

aber klar!!!!! ich hatte katjes aussage nur so verstanden, dass sie ja
bereits mit kira in der täglichen gymnastizierenden ausbildung steckt.
durch meine beschriebene anreitweise hat meine dicke sicherlich
defizite mitbekommen, die ich (sie ist mittlerweile 10) immer noch
ausbügeln muss. es wird zwar weniger, aber ab und zu gibts dann halt
noch mal rückfälle.
ich würde ein junges pferd NIEMALS so anreiten, aber bei gabi ist es
halt so gemacht worden, und man kann gegen sie sagen, was man will,
sie ist ein nervenstarkes geländepferd (wenigstens etwas!!)


>
>
> Unverkrampft ist das Schluesselwort, der Reiter/ausbilder sollte
> ohne eigene nervositaet/Spannung mit dem Pferd umgehen, denn
> wie kann man ein Pferd ruhe beibringen wenn man selber nichts
> als Spannung [=Gefahr] ausstrahlt.

äh, genau das wollte ich damit sagen, bin verbal wohl ein wenig
ungeschickt :-)

jedenfalls ist es IMO für Kira besser, kein vorbild als ein schlechtes
zu haben. kira kann das auch alleine lernen, ob katje nun führt oder
reitet, ob sie für einen kilometer 1 stunde oder eine minute braucht,
das klappt schon........siehe ausstrahlung!!!!!!!

beste wünsche
anneke + die nervenstärke auf vier beinen

Edith Loschmidt

unread,
Jun 13, 2002, 12:00:12 PM6/13/02
to
Hallo Katje,

Katje Binder schrieb:

> >dann ist dein apollo wohl wirklich nicht das richtige vorbild.
>
> Nee, glaube ich auch. Aber ich finde es sehr praktisch und es macht
> viel Spass, wenn ich die Kleine als Handpferd mitnehmen kann. So lernt
> sie die Gegend kennen, und Apollo ist insgesamt ruhiger als alleine.
> Aber vielleicht stelle ich das mal eine Weile zurueck und uebe mit
> beiden alleine, bevor ich jetzt bei Kira in dieser Hinsicht was
> versaue.

...darin möchte ich dich bestärken. Es ist sicher einfacher Kira alleine
an Schrecknisse zu gewöhnen, als wenn Apollo ein schlechtes Vorbild
abgibt. Leider habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich Pferde
besonders die unerwünschten Verhaltensweisen voneinander abschauen.


>
> >ich will damit eigentlich nur sagen, dass man mit einem jungen pferd
> >durchaus alleine ins gelände gehen kann

...schliesse mich an

lG
Edith


Katje Binder

unread,
Jun 13, 2002, 12:51:00 PM6/13/02
to
Am Wed, 12 Jun 2002 21:35:20 +0200, schrieb Andrea Teschner
<andrea....@freesurf.ch>:

Huhu,

>sicher, wir haben unsichere Pferde immer vom Boden aus gefahren(halt
>hinterhergelaufen)

Habe ich auch schon ueberlegt, aber die Strecken, auf denen das hier
moeglich ist, sind etwas weiter weg. Ist daher vielleicht spaeter
besser, wenn mehr Sicherheit da ist.

>ist meiner Erfahrung nach das beste wenn du einen Vorgänger hast der
>sicher ist, wenn ein unsicheres Pferd vorgeht ziehst du dir schnell
>ein zweites unsicheres Pferd heran

Genau das ist meine Befuerchtung; ich werde jetzt mit beiden alleine
trainieren.


>
>> Wenn Apollo dabei ist, geht
>>Kira als Handpferd mit.
>
>ich würde nur ein Handperd mitnehmen wenn ich auf einem sicheren Pferd
>sitze. ich denke fast jeder kennt die Situation die entsteht wenn sich
>zwei Pferde "aufheizen" ich finde ein nicht so ganz sicheres Pferd
>angenehmer als zwei, besonders wenn diese dann auch noch von nur einem
>Reiter gehändelt werden müssen.

Stop: Apollo heizt sich nicht in dem Sinne auf, dass er schneller wird
oder wegrennt / zur Seite springt o.ae. - er bleibt einfach stehen und
ruehrt sich nicht mehr von der Stelle. Irgendwann geht er auch weiter,
klar, aber meist ist meine Geduld vorher zu Ende :-(
Also ist die einzige Gefahr, dass zwei Pferde irgendwo rumstehen...

So long,

Katje

Katje Binder

unread,
Jun 13, 2002, 1:40:06 PM6/13/02
to
Am Thu, 13 Jun 2002 16:00:12 GMT, schrieb Edith Loschmidt
<e.los...@kabsi.at>:

>...darin möchte ich dich bestärken. Es ist sicher einfacher Kira alleine
>an Schrecknisse zu gewöhnen, als wenn Apollo ein schlechtes Vorbild
>abgibt.

Yep, ich habe das auch schon beschlossen. Danke fuer Eure vielen
Antworten! Manchmal hilft schon eine kleine Diskussion, um die eigene
Betriebsblindheit zu ueberwinden.

Liebe Gruesse,

Katje, die froh waere, wenn sie taeglich reiten koennte - ist in den
naechsten 4 Wochen wegen Uni-Stress leider nicht moeglich :-(

Katje Binder

unread,
Jun 13, 2002, 1:40:06 PM6/13/02
to
Am Wed, 12 Jun 2002 22:47:51 +0200, schrieb "heinz egli"
<ten...@smile.ch>:


>also sage ich nichts. (jetzt darfst du wieder ungestraft
>dein "halt doch die schnauze wenn du nichts zu sagen hast"
>an mich loswerden).

Es gibt auch Leute, von denen ich keine Ratschlaege mehr annehme...
Aber Du greifst meiner Antwort an Dich eh schon vor.

heinz egli

unread,
Jun 13, 2002, 2:13:43 PM6/13/02
to

"Katje Binder" <bin...@uni-muenster.de> schrieb im
Newsbeitrag news:aeal60$vfu$7...@redenix.uni-muenster.de...

hi katje

> Yep, ich habe das auch schon beschlossen. Danke fuer Eure
vielen
> Antworten! Manchmal hilft schon eine kleine Diskussion, um
die eigene
> Betriebsblindheit zu ueberwinden.

noch eine idee:
wenn kira alleine ins gelände geht, dann kann sie genausogut
mit apollo zusammen (2. reiter vorausgesetzt) und kira
spielt gleich das führpferd für apollo.
dann lernt halt er von ihr.

> Katje, die froh waere, wenn sie taeglich reiten koennte -
ist in den
> naechsten 4 Wochen wegen Uni-Stress leider nicht moeglich
:-(


vielleicht verstehst du nun, weswegen ich dir von einem
zweiten pferd abriet?

mfg

heinz

heinz egli

unread,
Jun 13, 2002, 2:16:44 PM6/13/02
to

"Katje Binder" <bin...@uni-muenster.de> schrieb im
Newsbeitrag news:aeal60$vfu$6...@redenix.uni-muenster.de...

hi katje

> Es gibt auch Leute, von denen ich keine Ratschlaege mehr
annehme...

dabei schreibst du doch immer, ich würde gar keine geben.

> Aber Du greifst meiner Antwort an Dich eh schon vor.

siehst du, solche sätze habe ich nie gebraucht (widerlich/
schreibt aus der gülle/ halt die schnauze quält seine
tiere*)
aber du bist noch so jung, da drückt man halt mal ein auge
zu:-)

mfg

heinz

* nicht alle diese aussagen sind von dir.


heinz egli

unread,
Jun 13, 2002, 3:37:03 PM6/13/02
to

"Katje Binder" <bin...@uni-muenster.de> schrieb im
Newsbeitrag news:aeal60$vfu$6...@redenix.uni-muenster.de...

ein posting von martina bessert, die hier nicht selber
posten kann und mir per email schrieb:
(veröffentlichung mit ihrem einverständnis!)

***Wenn ich diesen Tread lese bin ich wirklich froh das ich
nur lesenden Zugriff habe. Warum hacken alle aufeinander
rum? Warum kannst Du oder zB Beat eure Meinungen nicht
schreiben ohne das min. die Hälfe der NG über Euch
herfallen, sehr merkwürdig!

Aber zugegeben in diesem Tread hätte ich mich auch unbeliebt
gemacht, meine Güte was wundern sich die Leute.... Drehen
mit ihren Pferden stupide runden im Viereck, gehen raus mit
eigenem dummen Gefühl im Magen, was sich der "Bock" heute
wieder einfallen läßt und wundern sich das das Hüh völlig
verspannt und nervig ist. Das sind in meinen Augen dann die
Reiter die ihre Pferde mit allen möglichen Hilfszügeln
ausreiten, oder eben nicht weil wieder gelbe Säcke draußen
stehen oder gerade Erntezeit ist und ja wieder die blöden
Landwirte mit Ihren Treckern frecherweise draussen
rumgurken.
Warum suchen solche Leute nicht erstmal den Fehler bei sich
selbst? Ein verspannter nervöser Reiter sitzt dann auf einen
ebensolchen Pferd.
Klar ich bin auch kein erklassiger Reiter der mit jeder
Situation fertig wird, habe aber festgestellt das es
eigentlich immer bei mir liegt. Ich steige in solchen Fällen
ab, beruhige mich selbst und führe mein Pferd dran vorbei,
das ist keine Schande finde ich. Wenn ich ein stärkerer
Reiter wäre könnte ich ganz cool sitzen bleiben und mein
Pferd vorbeitreiben wobei ich denke das es viele Situationen
garnicht geben würde.

Warum stecken die nervösen Reiter mit nervösen Pferden nicht
sich und den Pferden ein Stück Möhre in den Mund/Maul, wer
Kaut atmet und wer atmet hat schwierigkeiten mit dem
Verspannen. Damit meine ich beide Pferd und Reiter, ich
steige immer ab und Rauch erstmal eine, ich mag nämlich
keine Möhren. Ausserdem finde ich es ganz nett mich mal per
Pedes zu bewegen. ***


mfg

heinz

K. Binder

unread,
Jun 14, 2002, 6:26:35 AM6/14/02
to
heinz egli schrieb:

> siehst du, solche sätze habe ich nie gebraucht (widerlich/
> schreibt aus der gülle/ halt die schnauze quält seine
> tiere*)

> * nicht alle diese aussagen sind von dir.

Keine einzige, um genau zu sein.

K. Binder

unread,
Jun 14, 2002, 6:34:13 AM6/14/02
to
heinz egli schrieb:

> "Katje Binder" <bin...@uni-muenster.de> schrieb im
> Newsbeitrag news:aeal60$vfu$6...@redenix.uni-muenster.de...
>
> ein posting von martina bessert, die hier nicht selber
> posten kann und mir per email schrieb:
> (veröffentlichung mit ihrem einverständnis!)

Hallo Martina,


> Aber zugegeben in diesem Tread hätte ich mich auch unbeliebt
> gemacht, meine Güte was wundern sich die Leute.... Drehen
> mit ihren Pferden stupide runden im Viereck, gehen raus mit
> eigenem dummen Gefühl im Magen, was sich der "Bock" heute
> wieder einfallen läßt und wundern sich das das Hüh völlig
> verspannt und nervig ist.

Viele viele Vorurteile...
Ich fuerchte, Du schaetzt mich falsch ein. Zunaechst drehe ich keine
stupiden Runden, sondern ueberlege vor jeder Stunde, was ich heute ueben
oder erreichen will. Dabei hat die Entspannung des Pferdes unbedingte
Prioritaet. Wie sollte ich sonst ein lockeres, eifrig mitarbeitendes
Pferd bekommen?
Wenn ich ausreite, dann freue ich mich auf den Ritt, denn es gibt immer
wieder Tage und Momente, an denen mein Grosser (der schlicht und
ergreifend ein Problem mit seinen Nerven hat) entspannt durch die Gegend
guckt und sich schnell wieder abregt, wenn was Gefaehrliches auf dem Weg
lag...
Meine "Boecke" (ich habe Pferde niemals so genannt!) haben es auch nicht
noetig, sich was einfallen zu lassen, weil sie 24 Stunden in ihrer Herde
auf der Weide stehen, was ihnen jede Menge Abwechslung bietet.


> Das sind in meinen Augen dann die
> Reiter die ihre Pferde mit allen möglichen Hilfszügeln
> ausreiten, oder eben nicht weil wieder gelbe Säcke draußen
> stehen oder gerade Erntezeit ist und ja wieder die blöden
> Landwirte mit Ihren Treckern frecherweise draussen
> rumgurken.

Meinst Du mich damit? Dann kennst Du mich nicht.


> Warum stecken die nervösen Reiter mit nervösen Pferden nicht
> sich und den Pferden ein Stück Möhre in den Mund/Maul, wer
> Kaut atmet und wer atmet hat schwierigkeiten mit dem
> Verspannen.

Ein Kilo Moehren traegt sich so schlecht auf dem Ausritt - da muesste
ich ja jedesmal meine Satteltaschen mitnehmen ;-)
Dass ich manchmal zu ungeduldig bin, weiss ich und ich versuche, das zu
aendern. Wenn Du meine Postings gelesen haettest, wuesstest Du das auch.

Liebe Gruesse,

Katje


Ellen Deppe

unread,
Jun 14, 2002, 6:51:39 AM6/14/02
to

"K. Binder" schrieb:> Warum stecken die nervösen Reiter mit nervösen Pferden
nicht

> > sich und den Pferden ein Stück Möhre in den Mund/Maul, wer
> > Kaut atmet und wer atmet hat schwierigkeiten mit dem
> > Verspannen.
>
> Ein Kilo Moehren traegt sich so schlecht auf dem Ausritt - da muesste
> ich ja jedesmal meine Satteltaschen mitnehmen ;-)
>

Hi Katje,

nimm doch Leckerlies (bin ja eigentlich kein Fan davon) oder ein paar
Händchen Müsli in der Hosentasche mit. Wenn Du dann von oben Apollo "die
Hand reichst" wenn er die "Gefahr" aushält (kann er denn _auf_ dem
Schweinehof stehenbleiben?), bemerkt er ja, dass Du noch da bist, und zwar
im positiven Sinne und nicht nur durch "grrrr, geh da jetzt vorbei, aber los
jetzt".
Musst halt nur den richtigen Moment gut abpassen, dass er nicht denkt,
_davor_ stehenbleiben wäre jetzt auf einmal doch toll ;-).

Dies ist _kein_ Aufruf für die Pferdeausbildung _nur_ durch
Konditionierung!!! Nur eine Möglichkeit einer vorübergehenden Hilfestellung
für ein Pferdchen, welches in Gegenwart grässlicher Umweltfaktoren vergisst,
dass es der Frau da oben in den meisten Fällen eigentlich wohl glauben kann!

Lieben Gruss,
Ellen


K. Binder

unread,
Jun 14, 2002, 8:00:49 AM6/14/02
to
Ellen Deppe schrieb:

> nimm doch Leckerlies (bin ja eigentlich kein Fan davon) oder ein paar
> Händchen Müsli in der Hosentasche mit. Wenn Du dann von oben Apollo "die
> Hand reichst" wenn er die "Gefahr" aushält (kann er denn _auf_ dem
> Schweinehof stehenbleiben?), bemerkt er ja, dass Du noch da bist, und zwar
> im positiven Sinne und nicht nur durch "grrrr, geh da jetzt vorbei, aber los
> jetzt".

> Musst halt nur den richtigen Moment gut abpassen, dass er nicht denkt,

> _davor_ stehenbleiben wäre jetzt auf einmal doch toll ;-).

Hi Ellen,

eben deshalb mache ich das nicht mit den Leckerchen. Bleibt er stehen, kriegt er
schonmal nix ;-) und wenn er weitergeht und ich ihm den Leckerbissen ins Maul
schiebe, muss er ja auch wieder stehenbleiben (im Gehen essen is halt nix).
Er wird aber mit Pomp und Trara zum Helden des Tages erklaert mit
Maehnestreicheln und echter Begeisterung, wenn er was gut macht, das kennt er
und versteht es auch. Ich denke, wir werden unser Problem mal wieder nur mit
viel Ueben bewaeltigen. Es ist ja auch schon viel besser mit ihm geworden!

Liebe Gruesse,

Katje

PS: Ich hab mal die Ausschreibungen von 4 Ritten angefordert... :-)

heinz egli

unread,
Jun 14, 2002, 7:55:23 AM6/14/02
to

"K. Binder" <bin...@uni-muenster.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3D09C4DB...@uni-muenster.de...


ich muss dich korrigieren: halt die schnauze war von dir.

heinz

claudia van dongen

unread,
Jun 14, 2002, 2:03:23 PM6/14/02
to
Hallo Katje


> aufgrund aktueller Geschehnisse wuerde ich gerne mal Eure Meinungen zu
> diesem Thema hoeren.


Jetzt werde ich dann auch mal meine meinung dazu geben, auch wenn ich
selber nicht die erfahrungsvollste gelaendereiterin bin und auch noch
meine problemen habe.

Wayou ist mit ein anderes ruhiges pferd genau so aufgeregt wie ohne.
Dazu kommt noch das er mit ein aufgeregtes pferd die coolheid selber
ist. Ich hatte die situation das ein begleitpferd im wald anfing zu
steigen und galopierte auf der stelle etc. Wayou blieb cool, ging vorbei
und hatte wirklich so was wie: tuh, ich zeig ihr mal wie es geht. Dabei
bin ich fast vor staunen vom pferd gefallen :-)

Ansonnsten ist wayou nicht so schlimm, er hat tagen an den es besser ist
oder schlechter.Ich selber reite ihm in moment sehr wenig aus und wenn
dann nur die landstrasse hoch und runter die er sehr gut von an der hand
kennt. AN der hand hat er gelernt das die sachen dort nicht schlimm sind.
Der grund waarum ich ausreite ist weil ich selber zu schissich bin etwas
koennte passieren. Da schliesse ich mich die meinung an das der reiter
sehr gelassen sein sollte und solange ich das nicht bin werde ich den
wayou keine angst antrainieren. Dafuer reitet meine RB viel ins gelaende
und das geht auch meistens gut. (da habe ich das glueck das sie ihm
sicher macht fuer mich:-) )
Sie reitet idr alleine.

Wie sehr das gemut des reiters auswirkung hat habe ich mal bei ihm
gesehen. Ich war mit eine freundin im wald und ihr hafi war sehr brav
wie immer. Wayou hatt sich aufegefuehrt und wollte nicht schritt gehen
sondern nur seitwartz taenzeln. ansaetze zum angalopieren, kopf hoch
geschmissen und gelegentlich gegen raschelende blaetter austretend. Nach
15 minuten war ich so klitschnass geschwitzt und muede das ich gesagt
habe das es nicht mehr geht. Da hat die freundin angeboten da ich mich
auf ihre stute setzen konnte und sie wayou weiter reitet. Und sehe da:
Wayou ging super gelassen, hals runtergestreckt, schoenen nicht
uebereilten schritt. Er ging abwechselnd vorne weg oder hinterher, das
war ihm egal. Bei den ganzen drachen hat er nur sein kopf gehoben und
nicht mal gezuckt. Bei mir dagegen hat er fuer jeden grasshalm gescheut.
Da habe ich beschlossen nicht mehr in angst drauf zu setzen um raus zu
gehen. Lieber nach dem reiten eine ganz kleine sichere runde machen von
10 minuten und von diese basis weiter bauen.

Also zu deine fragen: ich wuerde lieber alleine gehen als mit apollo,
aber nur wenn du dich sicher fuehlst. Sonnst geh erst alleine mit ihr zu
fuess, bis das sie eine kleine runde kennt und dann erst diese runde
reiten. Es kann aber genau so gut sien das du fuer appolle unbewuest
auch der angstausloeser bist (wie reagiert er mit einen anderen reiter
am besagten schweinehof?) weil du denkst: gleich hat er angst, und
flupp, da ist die angst auch schon.
Das wuerde ich mal ausprobieren. Weiter wuerde ich mit kira wenn es
nicht gut allleine unter dem sattel laueft aber an der hand schon,
fragen ob deine freundin mitlaufen will, und dann immer den abstand
vergroessern.
Leckerchen geben kann ich mitterweile vom sattel aus im schritt auch
ganz gut:-) Uebungssache.

Aber das wird schon werden, ich wuerde auch mit appollo konsekwent
ueben. Kannst du nicht eine rb nehmen wenn du eh in die naechsten zeit
wenig zeit hast?

Vuel erfolg, gruesse die kindskoepfchen von mir, und nicht verzweifeln
wenn es nicht ganz so gut klappt.

lg cloudy (und der eigentlich mutige wayou)

Katje Binder

unread,
Jun 15, 2002, 8:16:17 AM6/15/02
to
Am Thu, 13 Jun 2002 20:13:43 +0200, schrieb "heinz egli"
<ten...@smile.ch>:

>"Katje Binder" <bin...@uni-muenster.de> schrieb im
>Newsbeitrag news:aeal60$vfu$7...@redenix.uni-muenster.de...
>


>wenn kira alleine ins gelände geht, dann kann sie genausogut
>mit apollo zusammen (2. reiter vorausgesetzt) und kira
>spielt gleich das führpferd für apollo.
>dann lernt halt er von ihr.

Ja, das waere eine Moeglichkeit; im Moment habe ich allerdings keinen
zweiten Reiter. Das Problem mit Apollo ist auch nicht, dass er das
alles nicht *kennt*, sondern dass er nicht in der Lage zu sein
scheint, ein Problem alleine zu bewaeltigen. Und eben das wird er,
wenn ueberhaupt, nur lernen, wenn er alleine rausgeht.
Apollo kann ja nicht behaupten, dass er zuwenig im Gelaende geritten
worden ist. Er ist von Anfang an mit Merlin und auch alleine draussen
gewesen. Wir haben den Wanderrit und ich weiss nicht wieviele
Tagesritte gemacht - alleine und mit anderen. Er kennt alles. Nur
haelt er sich eben nicht fuer faehig, ein Problem alleine, dh ohne
meine Hilfe, zu bewaeltigen.

Kira dagegen, geht alles, was sie erschreckt hat, "offensiv" an. Sie
bleibt kurz stehen, sieht sich die Sache an und geht dann von selber
drauf zu, um es zu untersuchen. Das finde ich normal und darauf kann
ich aufbauen. Bei Apollo faellt mir langsam nichts mehr ein. Gestern
sind wir halt rueckwaerts am Schweinehof vorbei, das ging zuegig und
er war sehr erstaunt, als er vorbei war.

>> Katje, die froh waere, wenn sie taeglich reiten koennte -
>> ist in den
>> naechsten 4 Wochen wegen Uni-Stress leider nicht moeglich

>vielleicht verstehst du nun, weswegen ich dir von einem
>zweiten pferd abriet?

Nun, gerade jetzt, wo Apollo eine wirklich schlechte Phase hat, bin
ich froh darueber, ein "normales" Pferd zu haben, mit dem ich ganz
normal arbeiten kann. Gestern hatten wir die erste Stunde beim neuen
RL (mit Apollo). Es war verheerend. Ich war zum ersten Mal nahe dran,
den Grossen nur noch auf der Weide zu lassen... ich weiss, dass es
wieder besser wird - aber Kira noch zu haben ist gerade jetzt
besonders schoen, weil sie eben keine dieser Probleme hat und das
Arbeiten mit ihr viel entspannter ist.

Gruss,

Katje

Katje Binder

unread,
Jun 15, 2002, 8:16:18 AM6/15/02
to
Am Fri, 14 Jun 2002 20:03:23 +0200, schrieb claudia van dongen
<wa...@t-online.de>:

Hallo Cloudy,

>Es kann aber genau so gut sien das du fuer appolle unbewuest
>auch der angstausloeser bist (wie reagiert er mit einen anderen reiter
>am besagten schweinehof?) weil du denkst: gleich hat er angst, und
>flupp, da ist die angst auch schon.

Nein, da achte ich sehr drauf. Meistens unterhalte ich mich mit meiner
Mitreiterin, oder ich summe vor mich hin, gucke in die Gegend... ich
habe mir angewoehnt, das, was Apollo fuerchtet, nur kurz anzuschauen
und dann wieder woandershin zu sehen. Manchmal gaehne ich auch
demonstrativ ;-) Ich lasse im Schritt immer die Zuegel lang und nehme
sie auch nicht auf, wenn er sich aufregt. Ich setze mich nicht tiefer
in den Sattel o.ae.
So langsam bin ich der Ansicht, dass Apollo einfach so ist und
vielleicht nicht anders kann. Was aber nicht heisst, dass ich es nicht
weiter mit ihm uebe.

>Aber das wird schon werden, ich wuerde auch mit appollo konsekwent
>ueben. Kannst du nicht eine rb nehmen wenn du eh in die naechsten zeit
>wenig zeit hast?

Na, die vier Wochen bis zum Semesterende schaffen wir auch noch...
Danach habe ich wieder wesentlich mehr Zeit.

>Vuel erfolg, gruesse die kindskoepfchen von mir, und nicht verzweifeln
>wenn es nicht ganz so gut klappt.

Danke :-) gestern war ich doch nahe dran, am verzweifeln, mein ich
*seufz*

Liebe Gruesse,

Katje + der Paranoide + die kleine Suesse

heinz egli

unread,
Jun 15, 2002, 8:24:57 AM6/15/02
to

"Katje Binder" <bin...@uni-muenster.de> schrieb im
Newsbeitrag news:aefaug$nn8$1...@redenix.uni-muenster.de...

hi katje

> Ja, das waere eine Moeglichkeit; im Moment habe ich
allerdings keinen
> zweiten Reiter.

dann ist es besser, mit beiden pferden einzeln zu reiten und
das handpferdereiten wegzulassen.
meine freundin und ich waren btw sm im hanpferdereiten
(isländer). der ritt nach genf und zurück mit handpferd war
ein super training gewesen.

>Wir haben den Wanderrit und ich weiss nicht wieviele
> Tagesritte gemacht - alleine und mit anderen. Er kennt
alles. Nur
> haelt er sich eben nicht fuer faehig, ein Problem alleine,
dh ohne
> meine Hilfe, zu bewaeltigen.

war er denn auf dem wanderritt selber auch so?

> Gestern
> sind wir halt rueckwaerts am Schweinehof vorbei, das ging
zuegig und
> er war sehr erstaunt, als er vorbei war.

ich würde ein paar mal auf dem schweinehof rast machen,
mindestens eine stunde.
nimm dir etwas zum essen und trinken mit, ein gutes buch und
für apollo deponierst du dort vorher heu.

> Nun, gerade jetzt, wo Apollo eine wirklich schlechte Phase
hat, bin
> ich froh darueber, ein "normales" Pferd zu haben, mit dem
ich ganz
> normal arbeiten kann.

ich denke, dass apollo wenn er täglich 2 stunden geritten
würde weniger schwierig wäre.
so sind beide pferde immer frisch.


> Gestern hatten wir die erste Stunde beim neuen
> RL (mit Apollo). Es war verheerend. Ich war zum ersten Mal
nahe dran,
> den Grossen nur noch auf der Weide zu lassen...

wenn das zu oft vorkommt, passen pferd und reiter nicht
zusammen.
manchmal ist auch ein (tränenreicher) abschied besser.

>ich weiss, dass es
> wieder besser wird - aber Kira noch zu haben ist gerade
jetzt
> besonders schoen, weil sie eben keine dieser Probleme hat
und das
> Arbeiten mit ihr viel entspannter ist.

und nur kira zu haben?

mfg

heinz

Katje Binder

unread,
Jun 15, 2002, 2:56:43 PM6/15/02
to
Am Sat, 15 Jun 2002 14:24:57 +0200, schrieb "heinz egli"
<ten...@smile.ch>:

>"Katje Binder" <bin...@uni-muenster.de> schrieb im
>Newsbeitrag news:aefaug$nn8$1...@redenix.uni-muenster.de...

Hallo Heinz,

>dann ist es besser, mit beiden pferden einzeln zu reiten und
>das handpferdereiten wegzulassen.

Wie Du gemerkt haben wirst, ist das genau das, was ich vorgestern
beschlossen habe.

>war er denn auf dem wanderritt selber auch so?

Gemaessigt, aber nicht wesentlich anders. Wir hatten halt den ruhigen
Merlin dabei...

>> Gestern
>> sind wir halt rueckwaerts am Schweinehof vorbei, das ging

>ich würde ein paar mal auf dem schweinehof rast machen,


>mindestens eine stunde.
>nimm dir etwas zum essen und trinken mit, ein gutes buch und
>für apollo deponierst du dort vorher heu.

Nein. Das geht nicht. Seine "Schweinephobie" hat genau so
angefangen... Ich habe das glaube ich schonmal erwaehnt (ist 2 Jahre
her). Weil er immer so einen Aufstand gemacht hat, als wir an einem
anderen Schweinehof vorbeikamen, habe ich ihn da mal hingefuehrt und
grasen lassen. Nach einer Stunde war das Pferd total panisch, trabte
auf der Stelle und ich hatte Muehe, ihn am Halfter davon abzubringen,
nach Hause zu rennen :-( Fuer ihn sah es so aus, als haette ich ihn
"unwissentlich" in diese Situation gebracht und als muesste er uns
beide beschuetzen. Vielleicht erinnert sich Anke auch noch daran; ich
hatte mich damals mit ihr laengere Zeit darueber unterhalten.
Heu dort zu deponieren bringt nichts, ausser dass ich es dann den
Pferden dort geben kann, denn er frisst nicht in solchen Situationen.

>> Nun, gerade jetzt, wo Apollo eine wirklich schlechte Phase

>ich denke, dass apollo wenn er täglich 2 stunden geritten
>würde weniger schwierig wäre.

Sicherlich... es ist aber auch sonst, wenn ich ihn regelmaessig 4-5mal
die Woche reite, nicht wesentlich besser. Er hat immer wieder solche
Phasen, in denen er voellig paranoid herumspinnt. Auf dem Platz ist
das nicht so schlimm.

>>Ich war zum ersten Mal
>>nahe dran,
>> den Grossen nur noch auf der Weide zu lassen...

>wenn das zu oft vorkommt, passen pferd und reiter nicht
>zusammen.
>manchmal ist auch ein (tränenreicher) abschied besser.

Das ist keine Alternative. Ich bin schon ziemlich weit mit ihm
gekommen, und ich werde mit ihm weitermachen. Wo komm ich denn hin,
wenn ich nur den bequemen Weg gehe?

>>ich weiss, dass es
>> wieder besser wird - aber Kira noch zu haben ist gerade
>>jetzt
>> besonders schoen, weil sie eben keine dieser Probleme hat
>>und das
>> Arbeiten mit ihr viel entspannter ist.
>
>und nur kira zu haben?

Langweilig...

So long,

Katje, die eben beide Pferde zu aller Zufriedenheit geritten hat...

Catja Pafort

unread,
Jun 16, 2002, 6:31:42 AM6/16/02
to
Katje schrieb:

> Lernt nicht ein aengstliches Pferd, dass es Faehrnisse "draussen" auch
> alleine bewaeltigen kann, ohne dass ein anderes vorzugehen braucht?

> Oder sollte es, gerade wenn es etwas unerfahren ist, lieber einen
> Vorgaenger haben, der es "mitzieht"? Was meint Ihr?

Das kommt darauf an...

> Zur Situation: Ich reite mit Kira ja noch nicht alleine aus, also ist
> immer entweder Donna oder Apollo dabei. Wenn Apollo dabei ist, geht
> Kira als Handpferd mit. Nun ist das Problem, dass sowohl Donna als


> auch Apollo, aeh, keine besonders guten Bewaeltigungsstrategien haben,
> was unerwartete Gegenstaende / Personen / whatever angeht, die man auf

> dem Ausritt zwangslaeufig trifft. Ich bemerke, dass Kira sich das
> abguckt und genauso schissig wird wie die beiden anderen :-(

Ganz schlechte Idee, aber das weisst Du ja.

> Mit Apollo kann ich alleine ausreiten, aber es dauert halt immer
> etwas, bis wir so an allem vorbei sind (mein Fehler, ich mach das halt
> nicht oft genug).

Es kann auch einfach sein, dass Du eine andere Problemstrategie brauchst
mit ihm. So langsam sollten diese Phasen bei normalem Ablauf naemlich
vorbeisein.

> Meint Ihr, das alleine ausreiten koennte diesem Zustand abhelfen? Wenn
> Apollo sich die Dinge lange genug anschaut (bzw. anschauen muss), dann
> geht er auch dran vorbei (letztes Mal hat es 45 Minuten gedauert,
> seufz!).

Wenn das Problem alleine (=ohne Fuehrpferd) auftritt, musst Du es auch
so loesen - oder Dich damit abfinden, dass er halt nur in Begleitung
geht. Ich wuerde klein anfangen. Ganz klein. Fuenf Minuten Schritt am
langen Zuegel klein. Mit so einem Angsthase brauchst Du viele
unkomplizierte Ritte.

> Und: Ich gebe zu, in letzter Zeit aufgrund vieler persoenlicher
> Stressoren nicht die Geduldigste zu sein, was solche Nervereien
> angeht. Habt Ihr einen Tip fuer mich, dass ich nicht nach 5 Minuten
> absteige, mein Pferd anmaekele und es an dem Gefaehrlichen
> vorbeifuehre? Sie sollen ja beide lernen, dass sie es eben doch selber
> koennen.

Dafuer ist eine Strasse oder ein weit von zuhause entfernter Ort aber
nicht das richtige Lernumfeld. Hindernisse ueberwinden uebt man zuhause.

Absteigen ist keine Schande.



> Und: Wie koennte ein Antischeutraining aussehen, das man auf dem
> eigenen Platz macht? Lehrt man das Pferd einen bestimmten Begriff
> ("Trau dich!"), das es mit der Ueberwindung verknuepft?

Meiner hat mitlerweile das 'have a _look_' ganz gut drauf. Ich bin immer
wieder von unten wenn er etwas beaengstigend fand hingegangen, habe das
Teil angefasst (vorsichtig); ihm ganz dicht dran ein Leckerli gegeben,
und dieses Kommando. Von oben anfangst mit Helfer. Inzwischen ist er so
weit, dass er stehenbleibt, wenn ihm etwas nicht geheuer ist (frueher
ist er soft umgedreht, teilweise im Galopp) und erst einmal mistrauisch
beaeugt. Wenn ich sage 'have a _look_' geht er hin und steckt die Nase
rein - und manchmal sind das nicht die Dinge, die ich als Schrecknisse
im Auge hatte!
Diese Bewaeltigungsstrategie ist bei diesem Pferd sehr erfolgreich - ich
habe allerdings auch schon andere geritten, bei denen ein 'in
angemessenem Abstand vorbeireiten und so tun, als ob das Teil nicht
existiert' besser war.

Catja
und der Count

Katje Binder

unread,
Jun 17, 2002, 4:05:34 AM6/17/02
to
Am Sun, 16 Jun 2002 11:31:42 +0100, schrieb green...@cix.co.uk
(Catja Pafort):

>Katje schrieb:

Hallo Catja,

>> Zur Situation: ...


>> Ich bemerke, dass Kira sich das
>> abguckt und genauso schissig wird wie die beiden anderen :-(
>
>Ganz schlechte Idee, aber das weisst Du ja.

Ja, inzwischen. Ich habe Kira ja noch nicht so lange, und eine Weile
sah es eher so aus, als koennte sie nichts erschrecken. Daher dachte
ich, dass es fuer Apollo gut waere, sie dabeizuhaben. Ist aber nicht
gut fuer sie gewesen, deshalb wird das erstmal auf Eis gelegt, bis
beide sicherer geworden sind. Bis dahin geht Apollo allein, und Kira
nur mit Merlin raus.

>Es kann auch einfach sein, dass Du eine andere Problemstrategie brauchst
>mit ihm. So langsam sollten diese Phasen bei normalem Ablauf naemlich
>vorbeisein.

Denke ich auch... Wir haben auch schon viel ausprobiert:
- stehen und gucken lassen
- irgendwie dran vorbeireiten, ohne die "Huchs" des Pferdes zu
beachten
- hinreiten, bis das Pferd den Gegenstand mit der Nase beruehrt hat
- per Schenkelweichen dran vorbei
- rueckwaerts dran vorbei
- als "huch" bekannte Strecken nur auf dem Heimweg...

das Ganze wahlweise stumm, vor mich hinsummend oder mit einem barschen
"stell dich nicht an!" - letzteres scheint ihn haeufig auf den Boden
der Tatsachen zurueckzuholen, ohne ihn zu erschrecken.

>Wenn das Problem alleine (=ohne Fuehrpferd) auftritt, musst Du es auch
>so loesen - oder Dich damit abfinden, dass er halt nur in Begleitung
>geht. Ich wuerde klein anfangen. Ganz klein. Fuenf Minuten Schritt am
>langen Zuegel klein. Mit so einem Angsthase brauchst Du viele
>unkomplizierte Ritte.

Die sind selten. Aber ich werde mal sehen, was ich an Vorbereitung
noch machen kann (Ausritt nach einer Woche wenig Arbeit ist
natuerlich nicht schlau...).

>Dafuer ist eine Strasse oder ein weit von zuhause entfernter Ort aber
>nicht das richtige Lernumfeld. Hindernisse ueberwinden uebt man zuhause.

Dummerweise ist es ja das "ich bin von zu Hause weg", was ihn unsicher
und schissig werden laesst. Die Hindernisse, die ich zu Hause aufbauen
kann, sind nach 5 Minuten kalter Kaffee - und wir haben das ganze Set
durch. Aber ich schau mal, ob ich nicht darauf aufbauen kann (danke
Dir sehr fuer den "have a _look_"-Tip - das mit einem Kommando zu
verbinden, halte ich fuer eine sehr gute Idee!).

>Absteigen ist keine Schande.

Nein. Nur wenn ich dann vorgehe, hat er die "Gefahr" ja wieder nicht
alleine bewaeltigt, und genau das ist ja das, was er lernen soll.

Liebe Gruesse,

Katje, die gestern mit Kira und Merlin ausgeritten ist und nach einer
Woche Stress und Generve an allen Fronten damit eine wunderbare Zeit
hatte :-)

annette mueller

unread,
Jun 17, 2002, 5:19:15 AM6/17/02
to
hi katje,

> demonstrativ ;-) Ich lasse im Schritt immer die Zuegel lang und nehme
> sie auch nicht auf, wenn er sich aufregt. Ich setze mich nicht tiefer
> in den Sattel o.ae.

bin mir nicht sicher, ob das gut ist (das mit dem zügel lang lassen).
mir hat mal ein erfahrener reiter gesagt, dass es einem (englisch
gerittenen) pferd auch sicherheit gibt, wenn immer *leichter*
zügelkontakt besteht. ich fand das schlüssig und handhabe es im
wesentlichen auch so, zumindest am anfang eines ausritts. je nach
entspannungsgrad und tagesform meiner kleinen lasse ich nach einer weile
dann auch im schritt die zügel lockerer, aber nie durchhängen.

> So langsam bin ich der Ansicht, dass Apollo einfach so ist und
> vielleicht nicht anders kann. Was aber nicht heisst, dass ich es nicht
> weiter mit ihm uebe.

die idee mit der rb von cloudy finde ich nicht schlecht. mir hat das
auch geholfen, gina und ich waren kurz vor so einer blöden
nervositätsspirale (v.a. nach meinem sturz im dezember, nach dem ich
echt schiss hatte). da hat es sehr geholfen, dass meine freundin
regelmäßig mit gina rausging (sehr oft alleine), weil sie einfach cooler
und unbelasteter ranging (und einfach total viel besser reitet als ich).
jedes mal, wenn sie zurückkam und sagte "heute war sie ganz lieb", hat
mich das sicherer gemacht.

ich habe dann nach meiner reitpause klein angefangen und die
gelände-einheiten kontinuierlich gesteigert: nach konzentrierter
gymnastik auf dem platz noch eine bummelrunde allein um den hof (20
minuten). beim nächsten mal wieder einen gemeinsamen ausritt. dann eine
bummelrunde vor der dressur auf dem platz. dann nur 15 minuten auf dem
platz und eine stunde allein ins gelände. mittlerweile habe ich ein paar
richtig schöne einsame ritte (bis zu 2,5 stunden) mit gina verbracht,
die zu 80% stressfrei verliefen. die restlichen 20% (meist am anfang des
rittes) akzeptiere ich und verbuche sie unter "sie ist halt so".
natürlich arbeite ich weiter dran, aber sie bringen mich nicht aus dem
gleichgewicht. die tagesform ist bei gina auch sehr schwankend (und das
nicht nur bei mir, sondern auch bei meiner freundin), daran haben wir
uns einfach gewöhnt. im übrigen kann ich das sprichwort "die meisten
probleme mit den meisten pferden sind nach den ersten 20 kilometern
vergessen" durchaus bestätigen <g>.

und: wenn du einen tag schon selbst schlecht drauf und nervös bist,
lieber nicht allein rausgehen, auch wenn man das dann wieder als
rückschlag empfindet - so isses dann halt. ihr seid ja beide noch jung
;-)

viele grüße & viel erfolg
annette
& gina, die leider schon wieder mehrere wochen pause von mir hat, und
das im sommer <heul>
www.aboese.de


annette mueller

unread,
Jun 17, 2002, 5:19:24 AM6/17/02
to
hi andrea,

> sicher, wir haben unsichere Pferde immer vom Boden aus gefahren(halt
> hinterhergelaufen)

dazu mal ne (vielleicht blöde) frage: was machst du, wenn das hotte
dabei erschrickt und durchgeht, oder auch nur ein paar galoppsprünge
macht? zügel loslassen? die gefahr, hinterhergeschliffen zu werden,
scheint mir da doch ziemlich groß?

viele grüße
annette
www.aboese.de

Andrea Teschner

unread,
Jun 17, 2002, 7:07:00 PM6/17/02
to
Hallo Anette

>
>dazu mal ne (vielleicht blöde) frage: was machst du, wenn das hotte
>dabei erschrickt und durchgeht,

hm, klar kann das passieren, genauso wie es passieren kann das mein
Pferd sich losreisst wenn ich es führe, (womit wir immer angefangen
haben), oder wenn ich auf einer Kutsche sitze und das passiert( klar
man spannt kein unsicheres Pferd ein, aber irgendwann lernt ja jedes
Pferd mal), dann habe ich ein scheuendes Pferd und eine
dranfestgespannte Kutsche


oder auch nur ein paar galoppsprünge
>macht?

oder scheut und ich falle runter, lasse ich dann los oder nicht,
schleift es mich dann mit oder läuft es in ein Auto rein......
oder ich reite mit Handpferd und beide Pferde scheuen in verschiedene
Richtungen

zügel loslassen? die gefahr, hinterhergeschliffen zu werden,
>scheint mir da doch ziemlich groß?

nun, wie schon gesagt, in unserer Truppe machen wir das seit Jahren so
, das sicherste ist wohl garnicht zu reiten, danach nur in der Halle
(?)
und irgendwie muss ich doch sagen das die letzten 14 Jahre mit den
ganzen Wanderritten und Geländekilometern ohne das uns oder jemanden
anderen was passiert ist mir einfach zeigen das es, in jedem Fall für
mich , nicht so ganz verkehrt sein kann
( Trio hat, ebenso wie einige Ponys aus unserer Wandertruppe , mehr KM
gelaufen als so mancher Kleinwagen.)

Viele Grüsse

Andrea

die natürlich immer nur von ihren Erfahrungen erzählen kann.
>

annette mueller

unread,
Jun 18, 2002, 3:04:11 AM6/18/02
to
hi andrea,

> nun, wie schon gesagt, in unserer Truppe machen wir das seit Jahren so
> , das sicherste ist wohl garnicht zu reiten, danach nur in der Halle
> (?)

die frage war zwar vielleicht blöd, aber durchaus ernst gemeint. deinen
ausführungen entnehme ich, dass dir noch nie ein pferd beim fahren vom
boden ausgebüchst ist? wenn das so ist, herzlichen glückwunsch. wenn
nicht, würde mich die "problembewältigung" ernsthaft interessieren.

gruss
annette
www.aboese.de


Jacqueline Wiedler

unread,
Jun 18, 2002, 6:20:18 AM6/18/02
to
hallo annette

annette mueller wrote:

deine frage ist überhaupt nicht blöd, die antwort würde mich nämlich auch
interessieren. meine rl hat uns letzten winter in die doppellongenarbeit
eingeführt, und meinte dazu, im gelände sei das zu gefährlich. ich machs
trotzdem mit meinem rb-pferd, weil dieses pferd wirklich gelassen und
geländesicher ist (mit dem kleinen restrisiko, das es auch beim reiten
gibt, kann ich leben). allerdings hätte ich wirklich vorbehalte, mit einem
pferd, das im gelände unsicher ist, so raus zu gehen.

grüsse
jacqueline

K. Binder

unread,
Jun 18, 2002, 8:24:26 AM6/18/02
to
annette mueller schrieb:

> bin mir nicht sicher, ob das gut ist (das mit dem zügel lang lassen).
> mir hat mal ein erfahrener reiter gesagt, dass es einem (englisch
> gerittenen) pferd auch sicherheit gibt, wenn immer *leichter*
> zügelkontakt besteht.

Hallo Annette,

doch, bei Apollo ist das das Signal "alles ok und entspannt". Er kann dann
auch viel besser gucken, als wenn ich ihn mit der Hand auffordere, immer
geradeaus zu schauen. Zuegel aufnehmen bedeutet "gleich kommt was", zB
antraben, stehenbleiben (an der Strasse zB) oder sowas und soll seine
Aufmerksamkeit wieder voll auf mich und meine Hilfen lenken (was ich aber
auch durch Kreuzeinwirkung vorbereite).

> die idee mit der rb von cloudy finde ich nicht schlecht. mir hat das
> auch geholfen, gina und ich waren kurz vor so einer blöden
> nervositätsspirale (v.a. nach meinem sturz im dezember, nach dem ich
> echt schiss hatte). da hat es sehr geholfen, dass meine freundin
> regelmäßig mit gina rausging (sehr oft alleine), weil sie einfach cooler
> und unbelasteter ranging (und einfach total viel besser reitet als ich).

Ich habe keine Angst vor meinem Pferd und dem, was es draussen macht. Nie.
Es nervt mich einfach nur, dass es fast keinen (bzw. unendlich langsamen)
Lernfortschritt gibt. Dass die Bank, die gestern und vorgestern schrecklich
war, aber bewaeltigt wurde, heute immer noch schrecklich ist. Dass man nicht
lernen kann, dass einem auf der Strasse am Schweinehof nichts passiert, auch
wenn man schon 30mal daran vorbeigegangen ist... Kann natuerlich sein, dass
ich den Guten damit in eine Schublade packe a la "wird ja eh wieder nichts";
darauf muss ich mal achten und mich mal mental besser vorbereiten.


> ich habe dann nach meiner reitpause klein angefangen

ja, das habe ich auch schon ausprobiert. Vielleicht ist es auch eher *mein*
Problem, dass ich zu ungeduldig bin bzw. meinem Pferd nicht soviel Zeit
gebe, wie es braucht. Muss da mal in mich gehen...


> und: wenn du einen tag schon selbst schlecht drauf und nervös bist,
> lieber nicht allein rausgehen, auch wenn man das dann wieder als
> rückschlag empfindet - so isses dann halt. ihr seid ja beide noch jung

Moment... :-)) uebermorgen werde ich 27 und fuehle mich langsam recht alt
;-))
Aber Apollo ist noch ganz klein, das stimmt.

Liebe Gruesse,

Katje + die Kindskoepfe

Fons de Bruyn

unread,
Jun 18, 2002, 3:13:21 PM6/18/02
to
Hallo Jacqueline,

>deine frage ist überhaupt nicht blöd, die antwort würde mich nämlich auch
>interessieren. meine rl hat uns letzten winter in die doppellongenarbeit
>eingeführt, und meinte dazu, im gelände sei das zu gefährlich.


Trotzdem mache ich auf diese Weise Fahrponies[meist Ponies] verkehrssicher
sobald sie fuer mein Gefuehl soweit sind dass sie auf mich hoeren.
Selbstverstaendlich suche ich dafuer anfangs Strecken aus wo ich Platz
habe, wenn noetig, auszuweichen und notfalls evt. ein Volte zu machen,
deswegen habe ich die Aussenleine auch immer "hintenrum" sodass wenn
Pferd oder Pony hinten wegdreht ich das verhindern kann.
Sehr wichtig finde ich dass wenn moeglichen Drachen, Spuken oder
aenliches Gesindel auftauchen -meine- Anlehnung unveraendert bleibt.
Das heisst dafuer zu sorgen dass nicht -ich- das betreffende Tier
Aengste einrede worauf das Pferd ohne mein Signal wahrscheinlich
nicht gekommen waere.
Meiner Erfahrung nach sind Pferde und Ponies im Grunde nicht aungstlich
sondern werden eher aengstlich gemacht.
Was Schweine angeht, fuer Katje, da du angeblich Platz genug hast, kaufe
dir ein Schwein und bringe es grenzend an die Pferdeweide unter und du
wirst sehen dass nach kurzer Zeit Pferd und Schwein oft Nase an Nase stehen.
Schweinegeruch ist dann in Zukunft keine "Gefahr" mehr fuer Apollo, nachher
kannst du das Schwein dann noch auf "Wintersport" schicken.

Gruesse

Fons

Andrea Teschner

unread,
Jun 18, 2002, 6:17:10 PM6/18/02
to
Hallo Annette

>die frage war zwar vielleicht blöd,

ne, war überhaupt nicht blöd, ich hatte nur irgendwie Mühe rüber zu
bringen was ich meinte.
hab mir auch überlegt ob ich das mit einem einssiebzieger Warmblut
machen würde und so ganz wohl war mir der Gedanke dabei nicht(da
kommen aber auch so alte Erlebnisse wieder hoch von nicht so gut zu
handhabenden Schulpferden )

aber durchaus ernst gemeint. deinen
>ausführungen entnehme ich, dass dir noch nie ein pferd beim fahren vom
>boden ausgebüchst ist?

ein einziges Mal, das war aber auch derartig dämlich von mir das man
das eigendlich vergessen kann
(so als ob man sich wundert, wenn ein Auto das man ohne Bremse und
Gang an einem Hang abstellt, weiter rollt)

wenn das so ist, herzlichen glückwunsch.

danke, ich geniesse auch meine Ponys sehr

wenn
>nicht, würde mich die "problembewältigung" ernsthaft interessieren.

na ja, als Hakim mir damals abhaute habe ich ihn zuhause
wiedergetroffen(damals noch in LG, Platz ohne Ende)
am nächsten Tag habe ich dann meinen RL gebeten mir einmal zu helfen,
damit sich das nicht einbürgert, das wars .

wir hatten das schon mal in einem alten Thread, ich glaube auch nicht
das man meine "Problembewältigung" als überall funktionierendes Mittel
einsetzten kann.

Meine Pferde waren schon bevor ich anfing sie "Auszubilden" Gelände
und Strassensicher, kannten das andere Pferde an ihnen
vorbeigaloppierten das das Führpferd verschwand aber immer wieder
kommt
(wenn ich Hakim als Jungpferd bei Trio als Handpferd mitgenommen habe
dann ist meist mein Reitmädchen die ersten KM auf Trio mitgekommen,
ich habe Hakim geführt, die ersten Ritte ist sie fünf Meter von uns
weggetrabt, dann zehn, dann......dann hat sie uns im Trab überholt,
dann im Galopp......)
Trio ist super sicher, so das die Jungpferde es nie in Frage gestellt
haben ob denn ein Trecker beisst....besonders da der Treckerfahrer
immer Lekerlies auf dem Trecker hatte.
Mit Kühen standen meine Ponys als Jungpferde zusammen.....
da ich meine Ponys immer selbst vorsorgt habe hast du sie automatisch
jeden Tag zu Weide geführt, meinen Garten habe ich nicht gemäht
sondern abgrasen gelassen....
ausser diesem einem Mal hat nie ein Pferd versucht abzuhauen.

eine Freundin hat sich in eine Berberstute aus Marokko (?) verguckt
die konnte nichts, aber sie wollte halt ein sichere Pferd, bovor sie
anfing sie von hinten zu fahren ist sie halt mit ihr spazieren
gegangen, ich glaube sechs Wochen lang täglich mehrere Stunden
als sie anfing sie von hinten zu fahren kannte die mehr als so manches
Pferd von hier das schon ein paar Jahre geritten würde.

irgendwie hat keiner aus unserer Gruppe solche Probleme gehabt mit
durchgehenden oder scheuenden Pferden, und die Gruppe ist bunt
gemischt,

aber wir alle wollten Pferde mit denen du Wanderritte machen kannst
und auch heil wieder ankommst, da bemühst du dich um andere Sachen als
ob dein Hauptschwerpunkt auf die Platzreiterei liegt
(und ich denke auch das du deine Aengste eher überwindest, in jedem
Fall war das bei mir so, ich will ja Ritte machen, und da muss ich
halt mit Hakim raus. Na ja, irgendwann platzt dann der Knoten( war in
jedem Fall bislang immer so)

Viele Grüsse

Andrea

annette mueller

unread,
Jun 19, 2002, 3:12:30 AM6/19/02
to
huhu katje,

> doch, bei Apollo ist das das Signal "alles ok und entspannt". Er kann dann
> auch viel besser gucken, als wenn ich ihn mit der Hand auffordere, immer
> geradeaus zu schauen.

wie gesagt, ich meinte sehr leichten kontakt, d.h. nach rechts und links
gucken ist immer noch möglich. ist wohl ne definitionsfrage. vielleicht
ist für dich "durchhängender zügel" das gleiche wie für mich "leichter
kontakt". nein, wir fangen jetzt nicht an, die längen auszumessen und
seitenlange definitionen zu verfassen ;-). wenns so klappt, ist das doch
die hauptsache.

> Ich habe keine Angst vor meinem Pferd und dem, was es draussen macht. Nie.

ok, das war ein missverständnis meinerseits bzw. die projektion meines
(mittlerweile bewältigten) problems auf deins. drtp erweitert ja doch
den horizont <staun> ;-).

viele grüße
annette
www.aboese.de


K. Binder

unread,
Jun 19, 2002, 3:54:17 AM6/19/02
to
Fons de Bruyn schrieb:

> Was Schweine angeht, fuer Katje, da du angeblich Platz genug hast, kaufe
> dir ein Schwein und bringe es grenzend an die Pferdeweide unter und du
> wirst sehen dass nach kurzer Zeit Pferd und Schwein oft Nase an Nase stehen.
> Schweinegeruch ist dann in Zukunft keine "Gefahr" mehr fuer Apollo, nachher
> kannst du das Schwein dann noch auf "Wintersport" schicken.

LOL... das finde ich ist eine lustige Idee :-)) Ich wuerde es glatt machen, aber
ich fuerchte, dann gibts Aerger mit dem Verpaechter.
Ausserdem kommen in der naechsten Zeit noch 4 Schafe, die unser neuer
Mitbewohner hat, zu unserer kleinen Herde dazu - und ich fuerchte, dann reicht
die Weide nicht mehr aus (weder vom Platz her noch vom Futterbedarf).
Aber vielleicht kann ich ja mit einem nach Schwein stinkenden Lumpen ueben.
Bah...

Liebe Gruesse,

Katje

claudia van dongen

unread,
Jun 19, 2002, 4:55:08 AM6/19/02
to

>>Was Schweine angeht, fuer Katje, da du angeblich Platz genug hast, kaufe
>>dir ein Schwein und bringe es grenzend an die Pferdeweide unter

, dann gibts Aerger mit dem Verpaechter.
> Ausserdem kommen in der naechsten Zeit noch 4 Schafe, die unser neuer
> Mitbewohner hat, zu unserer kleinen Herde dazu - und ich fuerchte, dann reicht
> die Weide nicht mehr aus (weder vom Platz her noch vom Futterbedarf).
>


Hi Katje. DIe idee mit einen schwien ist nicht schlecht. Kannst du nicht
beim schweinestall 2 tieren "ausleihen" fuer 1 oder 2 wochen?
Das muesste doch auch mit den verpachter zu bereden sein oder?

lg cloudy


annette mueller

unread,
Jun 19, 2002, 10:29:54 AM6/19/02
to
hi fons,

> Trotzdem mache ich auf diese Weise Fahrponies[meist Ponies] verkehrssicher
> sobald sie fuer mein Gefuehl soweit sind dass sie auf mich hoeren.
> Selbstverstaendlich suche ich dafuer anfangs Strecken aus wo ich Platz
> habe, wenn noetig, auszuweichen und notfalls evt. ein Volte zu machen,
> deswegen habe ich die Aussenleine auch immer "hintenrum" sodass wenn
> Pferd oder Pony hinten wegdreht ich das verhindern kann.

und wenns nicht hinten wegdreht, sondern nach vorne losspurtet? dann machst
du eine volte? kann man da trotzdem verhindern, vom pferd mitgezogen zu
werden? sorry, wenn ich so nachbohre; ich kann mir das einfach nicht so
richtig bildlich vorstellen. bis ich die hilfe zur volte gegeben habe, lieg
ich doch schon auf der fresse <g>. oder?

viele grüße
annette
www.aboese.de


annette mueller

unread,
Jun 19, 2002, 10:30:01 AM6/19/02
to
hi andrea,

es ging mir nicht darum, dass ich angst hab, mit gina ins gelände zu gehen
(habe ich aus deiner antwort rausgelesen, war vielleicht ein
missverständnis). mich interessierte eher theoretisch, wie man das mit dem
fahren vom boden im gelände anstellt.
trotzdem danke für deine antwort.

viele grüße
annette
www.aboese.de


Fons de Bruyn

unread,
Jun 19, 2002, 3:13:01 PM6/19/02
to

Hi Annette,

>und wenns nicht hinten wegdreht, sondern nach vorne losspurtet? dann machst
>du eine volte? kann man da trotzdem verhindern, vom pferd mitgezogen zu
>werden? sorry, wenn ich so nachbohre; ich kann mir das einfach nicht so
>richtig bildlich vorstellen. bis ich die hilfe zur volte gegeben habe, lieg
>ich doch schon auf der fresse <g>. oder?

Ist mir -noch- nie passiert, wenn sich so wass aufbaut fuehlt man das
kommen,
und eine Volte einsetzen ist nicht mehr als aussen geben und innen fragen,
will
das Tier galoppieren, galoppiert es eben, weicht es seitlich aus komme
ich eben nach.
Dass schlimmste was man tun kann ist die eigene Ruhe zu verlieren und damit
den Chef Status.
Was ich auch oefter gemacht habe ist eine zweite Person mitnehmen und eine
dritte Longe, fuer alle Faelle, wenn ich zweiffle trotz Vorbereitung.
Die beiden habe ich nur einmahl gebraucht, bei einem [von Vorbesitzer]
versauten
Friesen Wallach der anfing Capriolen zu machen wobei er hinten bis 2 Meter
hoch
ausschlug.
Nachher stellte sich heraus dass er mit Vorbesitzer und Kutsche ins Holz
geraten
war in Panik versetzte, sich selber "ausgespannen" hat, und deswegen
verkauft worden ist.
Der Vorbesitzer ist einer von den Typen die "mal schnell" ein Pferd
anfahren/anreiten.
Angeblich war das Pferd beim Verkauf "nur geritten".
Wenn ich vorher gewusst haette woher das Tier kam haette ich mich das Pferd
nicht
mal angesehen.

Gruesse

Fons

Anke Spix

unread,
Jun 19, 2002, 3:24:43 PM6/19/02
to
annette mueller <aboese...@gmx.de> wrote:

Hi Annette!

> und wenns nicht hinten wegdreht, sondern nach vorne losspurtet? dann machst
> du eine volte? kann man da trotzdem verhindern, vom pferd mitgezogen zu
> werden?

Ja, wenn man mit dem Zeugs umgehen kann *und* das Pferd an eine solche
Arbeit in der Bahn gewoehnt wurde.
Immerhin macht man das auch dann, wen man ein Pferd aufs Fahren vor dem
Wagen vorbereiten will - und mit dem Wagen kann man in aller Regel
nicht mehr in Volten lenken oder aehnliches, wenn man am Strassenverkehr
teilnimmt. Eine gewisse Verlaesslichkeit auf eine Reaktion auf Hilfen
selbst bei beginnender Panik ist also schon dafuer erforderlich.

> sorry, wenn ich so nachbohre; ich kann mir das einfach nicht so
> richtig bildlich vorstellen. bis ich die hilfe zur volte gegeben habe, lieg
> ich doch schon auf der fresse <g>. oder?

Nicht, wenn das Pferd "gut an den Hilfen steht", denn dann hat es idR
nicht viel Raum zum Losspurten, bis es am Ende der Leinen angekommen
ist.

Mir ist Faramir allerdings einmal draussen beim Fahren vom Boden
durchgegangen. Das ist aber der einzige Fall (ich habe das mit meinen
anderen Pferden und dem einen oder anderen fremden auch schon gemacht),
und es lag an zu schlechter Vorbereitung meinerseits.
>
Gruesse,

Anke

Fons de Bruyn

unread,
Jun 19, 2002, 6:55:05 PM6/19/02
to

Anke Spix heeft geschreven in bericht
<1fe1jh2.1uj...@pd904311d.dip.t-dialin.net>...
>annette mueller <aboese...@gmx.de> wrote:

Hi Anke & Annette,

>Ja, wenn man mit dem Zeugs umgehen kann *und* das Pferd an eine solche
>Arbeit in der Bahn gewoehnt wurde.

Es kommt darauf an des Pferdes Vertrauen zu gewinnen, es mit [Stimm] hilfen
vertraut zu machen, zu wissen was man mit den Haenden -nicht- macht,
und kurz-gefasst Herdenfuerer[in] zu sein.

>Immerhin macht man das auch dann, wen man ein Pferd aufs Fahren vor dem
>Wagen vorbereiten will - und mit dem Wagen kann man in aller Regel
>nicht mehr in Volten lenken oder aehnliches, wenn man am Strassenverkehr
>teilnimmt. Eine gewisse Verlaesslichkeit auf eine Reaktion auf Hilfen
>selbst bei beginnender Panik ist also schon dafuer erforderlich.

Richtig, und Panik wird eher vom Reiter/Fahrer ausgeloest als von der
vorliegende lage.

>> sorry, wenn ich so nachbohre;

Bohre ruhig weiter...


ich kann mir das einfach nicht so
>> richtig bildlich vorstellen. bis ich die hilfe zur volte gegeben habe,
lieg
>> ich doch schon auf der fresse <g>. oder?

Hast du so wenig Vertrauen in dein Pferd?
Man "Kriegt" in dieses Verhaeltnis zurueck was man selber anbietet.

>Nicht, wenn das Pferd "gut an den Hilfen steht", denn dann hat es idR
>nicht viel Raum zum Losspurten, bis es am Ende der Leinen angekommen
>ist.

Richtig, aber bis am Ende der Leinen kommen sie bei mir nicht.

>Mir ist Faramir allerdings einmal draussen beim Fahren vom Boden
>durchgegangen. Das ist aber der einzige Fall (ich habe das mit meinen
>anderen Pferden und dem einen oder anderen fremden auch schon gemacht),
>und es lag an zu schlechter Vorbereitung meinerseits.

So lange man daraus lernt darf man Fehler machen[auch ich]

Gruesse,

Fons


Petra in Germany

unread,
Jun 20, 2002, 4:31:37 AM6/20/02
to
Anette schrieb :

>und wenns nicht hinten wegdreht, sondern nach vorne losspurtet? dann machst
>du eine volte? kann man da trotzdem verhindern, vom pferd mitgezogen zu
>werden?

Ja zu beidem. Natürlich ist es fast unmöglich, ein nach vorne wegrasended Pferd
in gerader Linie wieder unter Kontrolle zu bringen. Im ABSOLUTEN NOTFALL läuft
man mit dem wegspurtenden Pferd ein paar Schritte mit um nicht von den Beinen
gerissen zu werden ( funktioniert immer wenn man aufpasst ) - Wenn man es dann
nicht wieder unter Kontrolle bringt (NUR dann, als letzte Lösung ) einen Zügel
fallen lassen und die Bewegung auf der anderen Seite abfangen, d.h wenn man
rechts fallen lässt einen grossen Schritt nach links machen und damit die
Vorwärtsbewegung ausbremsen, der Kopf und Hals der Pferdes kommen damit nach
links und das Pferd dreht ab. Dann rückwärts bewegen und das Pferd kann nicht
mehr weiterrennen, dann ruhig einholen und nach Hause gehen, und weiterüben.

Bevor es jemand sagt : Ja, dann flattert eine Leine mit dem verbundenen
Verletzungsrisiko. Aber in einem NOTFALL ist das besser als ZWEI flatternde
leinen, ein Reiter uuf der Schnauze liegend, und ein Pferd welches in absoluter
Panik verfogt von zwei Leinen davonstürmt !

Ich habe diese Notbremse gelernt, sie aber noch nie anwenden müssen. Sie
funktioniert auch hervoragend beim Longieren, selbst mit Halfter ganz ohne
Trense !

Ich bin mit Monty an der Doppellonge ins Gelände lang bevor er überhaupt
eingeritten war.

Ein Tip zum Verhindern dass die trense durch's maul gezogen wird : Doppelonge
gerade bei jungen Pferden am Reithalfter nicht den Trensenringen festmachen.

Und immer dran denken dass die Arbeit an der Doppelonge eine Kunst ist, die
erlernt werden will und muss. Es ist nicht so leicht, wie es ausschaut, und
genau wie man keinen Reit-Anfänger auf einem rohen Pferd losschicken würde
sollte man die Arbeit an der Doppel-longe von der Pike auf mit einem GUT
ausgebildeten Pferd lernen, unter Aufsicht, bevor man es dem eigenen beibringen
will.

Petra

Anke Spix

unread,
Jun 20, 2002, 7:26:34 AM6/20/02
to
Fons de Bruyn <fo...@de-bruyn5.myweb.nl> wrote:

Hi Fons!


> >Nicht, wenn das Pferd "gut an den Hilfen steht", denn dann hat es idR
> >nicht viel Raum zum Losspurten, bis es am Ende der Leinen angekommen
> >ist.
>
> Richtig, aber bis am Ende der Leinen kommen sie bei mir nicht.

Ich meinte damit, dass man die Leinen nicht durchhaengen lassen sollte,
sondern staendigen leichten Kontakt aufrechterhalten, damit das Pferd
nicht den losen Kontakt dazu benutzen kann, vorzuprellen. Bei losen
Leinen merkt man das zu einen nicht ganz so schnell (obwohl man das
Pferd ja vor sich sehen kann und es *eigentlich* merken sollte), und zum
anderen kriegt das Pferd schon bei 20 cm durchhaengender Leine deutlich
mehr Schwung, bis der erste Druck aufs Maul kommt, wenn es einen Satz
macht, als bei gar nicht durchhaengender. Und kann dann evtl. eben auch
genug Kraft entwickeln, sich loszureissen.
Ich meinte *nicht* dass man das Ende der Leine in der Hand halten sollte
oder diese durchgleiten lassen sollte - bisschen Reserve in der Hand
muss eben immer sein, *damit* das Pferd sich nicht losreisst.

>
> >Mir ist Faramir allerdings einmal draussen beim Fahren vom Boden
> >durchgegangen. Das ist aber der einzige Fall (ich habe das mit meinen
> >anderen Pferden und dem einen oder anderen fremden auch schon gemacht),
> >und es lag an zu schlechter Vorbereitung meinerseits.
>
> So lange man daraus lernt darf man Fehler machen[auch ich]

Ja, z.B. arbeite ich jetzt trotz seiner relativen Unerfahrenheit lieber
mit Gebiss mit ihm - draussen war ich mit einem, zudem bei ihm arg
rutschenden, Kappzaum. War keine gute Idee...
An sich kann man auch mit einem (nicht zu stark gepolsterten) Kappzaum
rausgehen, wenn man das Pferd ueblicherweise (d.h. z.B. auf dem Platz)
damit jederzeit halten kann.
Peter beispielsweise rollt sich mit Gebiss an der Doppellonge
fuerchterlich auf, deswegen nehme ich bei ihm lieber einen Kappzaum.
>
Gruesse,

Anke

annette mueller

unread,
Jun 20, 2002, 11:03:11 AM6/20/02
to
huhu fons,

> Hast du so wenig Vertrauen in dein Pferd?
> Man "Kriegt" in dieses Verhaeltnis zurueck was man selber anbietet.

schon interessant, was alles in fragen reininterpretiert wird <g>. ich hab
sehr viel vertrauen in mein pferd. mehr denn je. aber es ist mir beim
longieren schon passiert, dass ich völlig ruhig in der mitte stand, meine
dicke brav um mich rumzirkelte, und sie plötzlich einen satz machte oder für
eine halbe runde losspurtete, weil sie wegen irgendwas erschrak. und auch
beim reiten im gelände ist sie nunmal so, dass sie ab und zu mal weghopst,
weil z.b. einen meter rechts von ihr eine ente aufflattert o.ä. - durchaus
situationen, in denen ich selbst auch kurz zusammenzucke, und die ich
eigentlich für normal halte. sagst du, dass das an mangelndem vertrauen
liegt? vor dem hintergrund dieser situationen habe ich mich gefragt, wie ich
vermeiden kann, auf den
bauch zu fallen, wenn mein hüh mal drei meter nach vorne springt. aber petra
hats ja inzwischen erklärt.

viele grüße
annette
www.aboese.de


annette mueller

unread,
Jun 20, 2002, 11:01:30 AM6/20/02
to
hi petra,

[notbremse bei fahren vom boden]

danke für die erläuterung! das wars, was ich wissen wollte.

> Ein Tip zum Verhindern dass die trense durch's maul gezogen wird :
> Doppelonge gerade bei jungen Pferden am Reithalfter nicht den
> Trensenringen festmachen.

wo denn dann?

> Und immer dran denken dass die Arbeit an der Doppelonge eine Kunst ist,
> die erlernt werden will und muss. Es ist nicht so leicht, wie es
ausschaut,
> und genau wie man keinen Reit-Anfänger auf einem rohen Pferd losschicken
> würde sollte man die Arbeit an der Doppel-longe von der Pike auf mit
> einem GUT ausgebildeten Pferd lernen, unter Aufsicht, bevor man es
> dem eigenen beibringen will.

habe auch festgestellt, dass man die longenarbeit sehr leicht unterschätzt
<andieeigenenasefass>. werde wohl im herbst mal nen kurs machen.

viele grüße
annette
www.aboese.de


annette mueller

unread,
Jun 20, 2002, 11:03:41 AM6/20/02
to
hi anke,

> Ja, wenn man mit dem Zeugs umgehen kann *und* das Pferd an eine solche
> Arbeit in der Bahn gewoehnt wurde.

hatte ich vorausgesetzt. da ich mit dem zeugs noch nicht so recht umgehen
kann, fehlt mir auch die vorstellungskraft für den umgang mit der
mittlerweile mehrfach beschrieben situation.

> teilnimmt. Eine gewisse Verlaesslichkeit auf eine Reaktion auf Hilfen
> selbst bei beginnender Panik ist also schon dafuer erforderlich.

es ging mir nicht um panik.

> Mir ist Faramir allerdings einmal draussen beim Fahren vom Boden
> durchgegangen. Das ist aber der einzige Fall (ich habe das mit meinen
> anderen Pferden und dem einen oder anderen fremden auch schon gemacht),
> und es lag an zu schlechter Vorbereitung meinerseits.

und was hast du gemacht?

viele grüße
annette
www.aboese.de

Fons de Bruyn

unread,
Jun 20, 2002, 2:19:00 PM6/20/02
to

Hoi Annette,

<g>. ich hab
>sehr viel vertrauen in mein pferd.

Glaube ich sofort.

mehr denn je. aber es ist mir beim
>longieren schon passiert, dass ich völlig ruhig in der mitte stand, meine
>dicke brav um mich rumzirkelte, und sie plötzlich einen satz machte oder
für
>eine halbe runde losspurtete, weil sie wegen irgendwas erschrak. und auch

dass sie ab und zu mal weghopst

Das kann alles passieren, ist aber kein Grund sich selbst aus der Ruhe
bringen
zu lassen, da passt eher eine Haltung von "stell dich nicht so an, ist doch
nichts los"..

>weil z.b. einen meter rechts von ihr eine ente aufflattert o.ä.
- durchaus
>situationen, in denen ich selbst auch kurz zusammenzucke, und die ich
>eigentlich für normal halte. sagst du, dass das an mangelndem vertrauen
>liegt?

Natuerlich behaupte ich dass nicht, das sind alles Sachen die, inherent an
den Fakt dass man mit Lebewesen arbeitet, vorkommen.
Worauf ich aus kommen will ist dass das eigene Verhalten sehr mitbestimmend
ist fuer was die Folgen von solche Lagen angeht, positiv oder negativ.

>vor dem hintergrund dieser situationen habe ich mich gefragt, wie ich
>vermeiden kann, auf den
>bauch zu fallen, wenn mein hüh mal drei meter nach vorne springt. aber
petra
>hats ja inzwischen erklärt.

Habe ich gelesen, und bin damit einverstanden, im uebrigen habe ich was
Doppellonge angeht leicht reden, ich arbeite schon vielen Jahren damit,
und bin noch immer sehr begeistert ueber dass was man damit
erreichen kann, kann aber auch gut verstehen dass man das nicht vom
einen auf anderen Tag lernen kann und darum unsicher darueber ist.

Gruesse

Fons


Fons de Bruyn

unread,
Jun 20, 2002, 3:10:20 PM6/20/02
to

Anke Spix heeft geschreven in bericht
<1fe2n5h.1n3...@pd904330f.dip.t-dialin.net>...

Hoi Anke,

>> Richtig, aber bis am Ende der Leinen kommen sie bei mir nicht.

>Ich meinte damit, dass man die Leinen nicht durchhaengen lassen sollte,
>sondern staendigen leichten Kontakt aufrechterhalten, damit das Pferd
>nicht den losen Kontakt dazu benutzen kann, vorzuprellen. Bei losen
>Leinen merkt man das zu einen nicht ganz so schnell (obwohl man das
>Pferd ja vor sich sehen kann und es *eigentlich* merken sollte),

Einverstanden, und mit wie viel[wenig] Gewicht ich mit -diesem- Pferd
auskomme habe -ich- vorher gelernt in den Wochen als ich damit im
Viereck von 15x15M, damit ich ihn auch Ecken fahren lernen kann,
denn auch das ist bei jedem Pferd anders.
Stimmhilfen sind hier natuerlich ausserordentlich wichtig,
denn wie kann man das Pferd sonst wissen lassen dass es seine
Arbeit gut macht oder wissen lassen dass es aus der Reihe tanzt,

Auch beim von Boden aus fahren muss man dauernd im Auge behalten
womit das Pferd beschaeftigt ist, mit mir, oder etwas ganz anderes,
deswegen ist es wichtig sich das Ohrenspiel, Kopf/Halshaltung, Schweiff,
Ruecken, der Schrittryhtmus, dauernd zu merken denn daraus kann man
lesen was bevor steht.

>Peter beispielsweise rollt sich mit Gebiss an der Doppellonge
>fuerchterlich auf, deswegen nehme ich bei ihm lieber einen Kappzaum.

Wenn ich so ein Fall begegne, heisst es zurueck ins Viereck[s.o.]
bis die richtige Anlehnung gefunden ist, Ursache ist oft eine unsensible
Hand und ein sehr sensibler Pferdemund, oder ein noch uebereiliges Pferd
mit s. sens.Mund und uns.Hand. oder was sich sonst noch kombinieren
laesst
Es kommt darauf an Ruhe und die richtige Balance zwisschen Hand, Mund und
Treiben zu finden.-)

Liebe Gruesse

Fons

Anke Spix

unread,
Jun 20, 2002, 4:08:04 PM6/20/02
to
annette mueller <aboese...@gmx.de> wrote:

Hallo, Annette!

> > Mir ist Faramir allerdings einmal draussen beim Fahren vom Boden

> > durchgegangen....


>
> und was hast du gemacht?

Losgelassen. Es ging nicht anders, er stuerzte dann immer extrem wuchtig
los. An der Hand haette ich ihn dabei auch nur mit Kette halten koennen
- und voller Kraft (auch nicht gerade elegant). Und damals wusste ich es
noch nicht besser.
Jetzt wuerde ich versuchen, ihn seitlich so weit zu stellen, dass er a)
nicht seine volle Schubkraft einsetzen und b) den Hals nicht steifmachen
kann. Und, vor allem, erst mal *auf dem Platz* hinter ihm zu laufen
anfangen - das hatte ihn naemlich irre erschreckt, und ich hatte
meinerseits nicht mit einer so extremen Reaktion gerechnet.

Uebrigens: Die Situation beim Fahren vom Boden aus oder doppellongieren
ist nicht dem an der einfachen Longe zu vergleichen - man hat
*wesentlich* mehr Kontrolle mit zwei Leinen.

Gruesse

Petra in Germany

unread,
Jun 21, 2002, 7:11:27 PM6/21/02
to
>> Doppelonge gerade bei jungen Pferden am Reithalfter nicht den
>> Trensenringen festmachen.
>
>wo denn dann?
>

Also ich mach die Doppellonge bei jungen oder nicht doppelt-longierten Pferden
so fest dass sie durch die Trensenringe UND das Reithalfter geht. Dadurch dämpt
man die Einwirkung !
Mag nicht Klassisch sein aber ich fahre damit nach 10 oder so Pferden gut. (am
Anfang )

Petra

Anke Spix

unread,
Jun 22, 2002, 5:49:27 AM6/22/02
to
Fons de Bruyn <fo...@de-bruyn5.myweb.nl> wrote:

Hi Fons!

...


> Stimmhilfen sind hier natuerlich ausserordentlich wichtig,

Das war fuer mich so selbstverstaendlich, dass es keiner Erwaehnung
bedarf ;-), zumindest was Lob angeht, was Kommandos angeht, brauche ich
diese zwar an der einfachen Longe, an der DL war ich aber bisher davon
ausgegangen, dass man sie nur anfangs zur Unterstuetzung verwendet, da
das Pferd ja irgendwann nur auf Leinen-und evtl. Peitschenhilfen
reagieren soll.

> Auch beim von Boden aus fahren muss man dauernd im Auge behalten
> womit das Pferd beschaeftigt ist, mit mir, oder etwas ganz anderes,

> ... dauernd zu merken denn daraus kann man
> lesen was bevor steht.

Logisch.

>
> >Peter beispielsweise rollt sich mit Gebiss an der Doppellonge
> >fuerchterlich auf, deswegen nehme ich bei ihm lieber einen Kappzaum.
>
> Wenn ich so ein Fall begegne, heisst es zurueck ins Viereck[s.o.]

Ich *bin* dann mit ihm im Viereck :-)

> ... Ursache ist oft eine unsensible


> Hand und ein sehr sensibler Pferdemund,

Im Moment vermutlich eine ungeschickte Hand bei mir, ein supersensibles
Maul bei ihm und zu wenig Koordination der Hilfen.
Was mich aber troestet, ist, dass er sich bei AdB auch aufgerollt hat.

Im Moment habe ichs mit ihm etwas schwer an der DL: Wenn ich die Leinen
so locker lasse, dass er sich nicht einrollt, habe ich keinen Kontakt
mehr. Nehme ich sie auf, sodass sie nicht mehr durchhaengen, rollt er
sich ein oder bleibt stehen. Treibe ich dann vorwaerts, macht er einen
falschen Knick. Treibe ich vermehrt und lockere den Kontakt, ist er
wieder dauerhaft verloren und das Pferd rennt. Nehme ich sie einseitig
auf, laeuft er zur Seite.

Wir muessen uns da noch erheblich einiger werden...

Gruesse,

Anke

+ Caprice,

die heute das erste Mal eingespannt werden soll... und ich kann nicht
dabei sein! :-/

Anke Spix

unread,
Jun 22, 2002, 9:15:44 AM6/22/02
to
Petra in Germany <petrain...@aol.com> wrote:

Hallo!

> Also ich mach die Doppellonge bei jungen oder nicht doppelt-longierten
> Pferden so fest dass sie durch die Trensenringe UND das Reithalfter geht.
> Dadurch dämpt man die Einwirkung ! Mag nicht Klassisch sein aber ich fahre
> damit nach 10 oder so Pferden gut. (am Anfang )
>

Das ist eine gute Idee und entspricht dem bereits mehrfach heftig
diskutierten "Pullerriemchen", das uebers Nasenbein durch die
Trensenringe verlaeuft und Nasenriemen und Trensenringe verbindet.

Eine Variante davon steht bei Pape, "Die Kunst des Fahrens", allerdings
eher fuer maulverdorbene Pferde. Insofern ist sowas gar nicht so
"unklassisch", auch dann nicht, wenn mans dafuer benutzen will, dass es
gar nicht erst zu schlechten Erfahrungen kommen soll.

Eine weitere Variante steht bei René Gogue zur Einschnallung der
einfachen Longe in einen Trensenzaum, naemlich genau wie von Dir
beschrieben - die Longe durch den Trensenring und dann unter dem RH
hergefuehrt und dann "an sich selbst" festgehakt.

Ob Gogue nun ein Klassiker ist oder nicht, kann ich allerdings nicht
beurteilen :-)

Gruesse,

Anke,

die gerade gehoert hat, das Caprice schon zweimal eingespannt war und
ganz brav gegangen ist <ueberraschtguck> <freu>

Fons de Bruyn

unread,
Jun 22, 2002, 6:15:13 PM6/22/02
to


Hallo Anke,

>ausgegangen, dass man sie nur anfangs zur Unterstuetzung verwendet, da
>das Pferd ja irgendwann nur auf Leinen-und evtl. Peitschenhilfen
>reagieren soll.

Ich ging davon aus dass es hier um Fahren/Fahren von Boden aus geht,
da hat man ausser Leinen und Stimme kaum Hilfen denn Gerte ist bei
mir das letzte Mittel, die verwende ich fast nur fuer loben und wenn
eine Koerperbiegung trainiert werden muss.

>Ich *bin* dann mit ihm im Viereck :-)

Aber ohne Trense...

>Im Moment vermutlich eine ungeschickte Hand bei mir, ein supersensibles
>Maul bei ihm und zu wenig Koordination der Hilfen.
>Was mich aber troestet, ist, dass er sich bei AdB auch aufgerollt hat.

Aber mit ein anderer Reiter ?

>Im Moment habe ichs mit ihm etwas schwer an der DL: Wenn ich die Leinen
>so locker lasse, dass er sich nicht einrollt, habe ich keinen Kontakt
>mehr.

Gerade dann waere m.a. der Moment dass er nach der Hand getrieben
werden muesste...

>Wir muessen uns da noch erheblich einiger werden...

Ich behaupte nicht dass es leicht ist..

Das letzte Pferd das ich geritten bin hatte eine Methode entwickelt dass
wenn Reiter zuviel am Mund herumgemurkst hatten, er die Kinne[ ?]
am Brust gelegt hat und schoen vertikal durch die Bahn gehopst hat.
Die waren dann stolz den "er geht am Zuegel !" dabei hat er sie dann
so hoch aus dem Sattel geworfen dass es komisch war.
Kluges Pferd !
Da das Pferd dass ich vor ihn geritten bin verkauft wurde habe ich
ihn in 4 Vereinsturniere in L Dressur ausgebracht und alle 4 gewonnen.
Ich muss zugeben dass es einiges von meinen Beinen gefragt hat
bis ich ihn klargemacht hatte wo er mit seiner Nase bleiben sollte.

Heute war AdB wieder hier [und Morgen bis 16.00 U]
In die Letzte Stunde wobei ich zugesehen habe war ein Pferd mit
Hahnenschritt [sehr Kraeftiger Brauner Wallach von Libero H].
Verspannter Ruecken rechts gebogen und das erste mal da.
Der Besitzer war da [hatte dieses Pferd fuer Schlachtpreis gekauft]
eine gute Reiterin drauf, ich hatte in der Praxis noch nie ein Pferd
mit Hahnentritt gesehen[hinten links], es wurde ca. 20 Minuten
an Rueckenentspannung gearbeitet und glaube oder glaube es nicht,
auch hier funktionierte es, d.h. der Hahnenschritt war entweder
viel weniger deutlich oder vielen Meter lang weg.
Am Ende der Stunde waren die guten Meter noch zahlreicher.
Eine talentierte Schimmelstute, Hufroller und das dritte mal hier,
hat die ersten 3 Minuten noch deutlich gelaehmt, im Schritt,
danach gar nicht mehr.
Muss dazu sagen dass diese Reiterin nicht viel weniger begabt war
aber noch jung [ noch schoener, die Tochter des bekanntesten
Pferden TA in NL]

>die heute das erste Mal eingespannt werden soll... und ich kann nicht
>dabei sein! :-/

Dass muss weh tun.

LG und ein schoenes Wochenend

Fons


Katje Binder

unread,
Jun 23, 2002, 11:06:30 AM6/23/02
to
Hallo Leute,

in Kuerze die Ergebnisse der letzten Woche:

Kira:
- ausreiten mit Merlin geht gut, die Kleine entspannt sich schnell und
laesst sich auch weitgehend unabhaengig von ihm reiten (vorne, hinten,
auf der anderen Wegseite usw.).
- wir haben ein Bodenarbeitsset angeschoben, um mal die Frage zu
klaeren, wer hier wem was zu sagen hat - das scheint auch nachhaltigen
Eindruck auf sie gemacht zu haben :-))

Apollo:
- alleine ausreiten ist mit verschiedenen Strategien viel besser als
ohne :-) zB habe ich heute versucht, ihn viel mehr an den Hilfen zu
haben als sonst; das hat schon mal ca. ein Drittel der Probleme
geloest; und das "wenn Du stehenbleibst, dann nerve ich Dich" hat auch
sehr gut funktioniert.
- Bodenarbeit und Antischeutraining ist auch mit dem Grossen geplant
und faengt an, sobald ich genug schreckliche Sachen gefunden habe ;-)

Schoenen Sonntag noch,

Katje + Apollo, die heute einen Workout in den Baumbergen gemacht
haben + die kleine Suesse

--
http://www.omi-schreibt.de
http://mitglied.lycos.de/kazibo/
Last Update: 25.4.2002

Ellen Deppe

unread,
Jun 23, 2002, 5:42:56 PM6/23/02
to
Hallo,

Katje Binder schrieb:

> in Kuerze die Ergebnisse der letzten Woche:
>
> Kira:

> - ausreiten mit Merlin geht gut, ....


> - wir haben ein Bodenarbeitsset angeschoben, um mal die Frage zu
> klaeren, wer hier wem was zu sagen hat - das scheint auch nachhaltigen
> Eindruck auf sie gemacht zu haben :-))
>
> Apollo:
> - alleine ausreiten ist mit verschiedenen Strategien viel besser als
> ohne :-) zB habe ich heute versucht, ihn viel mehr an den Hilfen zu
> haben als sonst; das hat schon mal ca. ein Drittel der Probleme
> geloest; und das "wenn Du stehenbleibst, dann nerve ich Dich" hat auch
> sehr gut funktioniert.
>

mmmh, das hört sich gut an. Artige Pferde! Können wir ja doch mal zusammen
ausreiten ;-)

Wir hatten dafür heute mal wieder "one of these crazy days".....
Und das kam so:

Ellen geht zur Wiese und beschliesst, weder Halfter und Strick dabei
(macht sie sonst höchstens mit einem Pferd) trotzdem das schwarze und das
graue Pferd mit zum Stall zu nehmen, nur so zum Rumtüdeln (es ist so
warm).
Sie schaffen es zu dritt aus dem Tor zu kommen und die anderen Pferde drin
zu lassen. Ellen und das graue Pferd gehen vorneweg den Wiesenweg am Wald
entlang, das schwarze Pferd trippelt hinterher. Da das Gras am Wegesrand
viiieel leckerer ist, als das auf der Wiese, bleibt das graue Pferde von
Zeit zu Zeit kurz stehen, schnappt sich ein Mäulchen voll und trabt dann
schnell hinter her. So wandern sie ein paar Meter.
Auf einmal entdeckt das schwarze Pferd, dass ja heute im Wald lauter
_Bäume_ stehen.
- schwarzes Pferd: "Wer hat die denn da schon wieder alle hingetan?"
*gruselgrusel*
- Ellen: "Pony! Im Wald stehen doch immer Bäume!"
- schwarzes Pferd: "NNEEEINN! Die sehen doch, wenn man sonst zur Wiese
läuft gaaaaannnz anders aus!"
- Ellen: "Wie jetzt, du gehst hier fast _jeden_ Tag lang und die sollen
echt im Ernst immer anders aussehen?!"
- schwarzes Pferd: "JJAAAAhhhaaaah, das machen die extra,
weil.........aaaahhhh, da sind ja auch noch überall voll viele fette
Monster!!!!"
Pferd wird etwa 20 cm kleiner und schleicht schnorcheln und geduckt hinter
Ellen her, in Angriffshaltung in alle Richtungen starrend, um den
gefährlichen Monstern zuvor zu kommen.
- Ellen: "Immer schön flauschig bleiben, Kleine. Nein, Du kannst jetzt
nicht in meine Hosentasche kriechen und auf den Arm geht heute auch
nicht!"
- schwarzes Pferd: schnorchelt lauter und wird noch kleiner.
Einige Kreuz- und Quersprünge und wildes Augenrollen werden eingesetzt, um
die lauernden Monster einzuschüchtern.
Das graue Pferd hat mittlerweile aufgeschlossen und sieht sich das Ganze
eher bemitleidend an und schweigt, denn es ist sehr vornehm und mit vollem
Mund spricht man ja nicht!
- Ellen: "Lass das Gehopse jetzt sein und guck halt nicht ins Gebüsch!"
- schwarzes Pferd: "Nein, doch, das muss so,
weil.........äääähhh.........naja, _darum_ eben!!"
Das letzte Stück Weg bis zum Stall ist ein Wirtschaftsweg auf dem heute,
weil Sonntag, einige Spaziergänger das schöne Wetter geniessen. Mehrere
Leute sehen schon etwas verwundert auf das tanzende Pferd und stehen
Spalier, um Platz zu machen. _Das_ ist genau richtig. Ein Ruck geht durch
das, eben noch von fremden Mächten verfolgte Pferd und es stolziert auf
einmal sehr, sehr lässig den Weg entlang. Das graue Pferd folgt, in
genervten Schlangenlinien den streichelnden Händen der Kinder ausweichend
(immer noch mit vollem Mund).
- Ellen: "Hä, was ist den das jetzt, sind die Monster weg, oder was?"
- schwarzes Pferd: "Monster? Welche Monster? Ich sehe hier nur Leute, die
mich bewundern, weil ich ohne Halfter hier langlaufen darf (mit einem
verächtlichen Seitenblick auf die Pferde, welche auf der mittlerweile
erreichten Hauskoppel grasen) und mich furchtbar gut benehme und furchtbar
gut aussehe und ...und ...und überhaupt halt!"
- Ellen: "Ah, ja, mmhh....können wir jetzt wohl hier eben rechts in die
Hofeinfahrt abbiegen, oder wolltest Du geradeaus weiterlaufen und auf`m
Bauch im Graben landen?"

Im Stall angekommen werden die Pferde angebunden und ein wenig geputz. Auf
Mähne und Schweif wird etwas Pflegespray gesprüht (damit Ellen nicht
soviel Arbeit mit dem Kämmen hat, da die Pferde ja im Sommer keine Zöpfe
tragen).
Beide Pferde stehen ganz entspannt rum und lassen sich "sonntags-fein"
machen.
Zum Abschluss soll es noch etwas Insektenspray auf den Pelz geben.....
Ellen sprüht auf das schwarze Pferd........
- schwarzes Pferd: springt mit allen Vieren gleichzeitig in dei Luft
"HHHIILLLFEEE, die will mich vergiften!! Das ist doch bestimmt
Kontaktgift! Ich muss aufpassen, dass ich nicht soviel davon abkriege!"
- Ellen: "Haaalllooo! Mach mal halblang, das ist die gleiche Flasche wie
eben die mit dem Pflegespray, nur mit einem anderen Etikett!"
- schwarzes Pferd: die Beine beginnen zu zittern "AAAHHH nein, ich werde
sterben!!"
Ellen sprüht weiter. Auch das graue Pferd bekommt was ab, das schwarze
steht paranoid röcheld daneben und wundert sich, dass doch niemand stirbt,
trotz jahrelangem Gebrauch des Mittels..........
Zu dritt gehen sie dann schweigend und gelassen wieder durch den Wald zur
Wiese zurück.

>
> Schoenen Sonntag noch,

Danke.Hatten wir ;-)

Gruss
Ellen


K. Binder

unread,
Jun 25, 2002, 7:26:23 AM6/25/02
to
Ellen Deppe schrieb:

> Wir hatten dafür heute mal wieder "one of these crazy days".....

ROTFL...

Danke, Ellen, das war wirklich koestlich!!

*traenenwegwisch*

Katje, immer noch lachend :-)

Petra in Germany

unread,
Jun 25, 2002, 11:03:52 AM6/25/02
to
Ellen, das war wirklich wahnsinnig lustig undkommt mir auch sehr bekannt vor !

Aber sag mal, Pferd ohne Halter oder Strick durch den Wald führen wenn da auch
noch Leute rumlaufen, ist das nicht ne Ecke riskant ? Wenn Pferdchen aus
irgendenem Grund einen Denkfehler macht, oder wieder en Monster sieht, und auf
ein Kind hopst sagt Deine Versicherung garantiert, daß sie wegen grober
Fahrlässigkeit nicht einspringen, oder ?

Petra

Ellen Deppe

unread,
Jun 25, 2002, 1:29:33 PM6/25/02
to

Petra in Germany schrieb:

Hallo Petra.

Ich gebe zu, man sollte es _nicht_ mit Vorsatz tun, Pferde "nackt" durch die
Gegend führen ist nicht ganz ohne. Ich bin auch aus der Kategorie
Sicherheitsfanatiker, und habe immer eine Menge "was wäre wenn"`s im Kopf.
Ich muss dazu sagen, dass das letzte Stück (was von Leuten benutzt wird) Weg sehr
kurz und breit ist und die Tierchen allenfalls in Richtung Anlage tippeln würden.
Dazu kommt eben noch, dass meine Ponies als Therapiepferde ausgebildet sind (und
werden), und deshalb in Bezug auf Kinder und andere ramdösig herumstehende Menschen
noch gemässigter und nachsichtiger reagieren als "normale" gut erzogene Pferde
(*1*) und wenn sie mal dringend zur Seite gehen müssen, dann gehen sie halt dahin,
wo kein Mensch steht/sitzt/.... in solchen Situationen sind meistens eh alle
Monster weg und sie müssen dann ja von Berufs wegen auf Konzentration schalten.
Natürlich kann man den super GAU nie ganz ausschliessen, sind ja immer noch
Lebewesen.
Ich tue sowas auch i.d.R. nicht täglich ;-)

(*1* soll aber nicht heissen, dass Therapiepferde (so wie _ich_ sie haben möchte)
stumpfe Krücken sind, die alles an sich abprallen lassen. Meine dürfen schon
"gezielt zappeln" oder sich "nicht führen lassen", etc. )

Gruss,
Ellen (heute wieder Ponies konventionell mit Halfter aus der Wiese geholt)


Anke Spix

unread,
Jun 27, 2002, 3:07:00 PM6/27/02
to
Fons de Bruyn <fo...@de-bruyn5.myweb.nl> wrote:

Hi Fons!

... da


> >das Pferd ja irgendwann nur auf Leinen-und evtl. Peitschenhilfen
> >reagieren soll.
>
> Ich ging davon aus dass es hier um Fahren/Fahren von Boden aus geht,
> da hat man ausser Leinen und Stimme kaum Hilfen denn Gerte ist bei
> mir das letzte Mittel, die verwende ich fast nur fuer loben und wenn
> eine Koerperbiegung trainiert werden muss.

Axo. Ich wuerde eine Gerte eben auch durchaus treibend benutzen. Die
Pferde *sollen* das ja bei mir kennen und akzeptieren. Es bildet ein
zusaetzliches Mittel zum Aktivieren der Hinterhand und einem wenigstens
einseitigen Schenkelersatz (vielleicht braucht man das bei korrektem
Doppellongieren nicht mehr, aber vielleicht bin ich noch nicht so weit)


>
> >Ich *bin* dann mit ihm im Viereck :-)
>
> Aber ohne Trense...

Na und?

>
> >Im Moment vermutlich eine ungeschickte Hand bei mir, ein supersensibles
> >Maul bei ihm und zu wenig Koordination der Hilfen.
> >Was mich aber troestet, ist, dass er sich bei AdB auch aufgerollt hat.
>
> Aber mit ein anderer Reiter ?

Nein, mit mir obendrauf oder eben ohne Reiter, beides an der DL, und mit
Trense. Und ich habe peinlich darauf geachtet, mich in seine
Leinenfuehrung nicht einzumischen und das Pferd durch schlechte
Kooperation evtl. hinter den Zuegel zu holen.

>
> >Im Moment habe ichs mit ihm etwas schwer an der DL: Wenn ich die Leinen
> >so locker lasse, dass er sich nicht einrollt, habe ich keinen Kontakt
> >mehr.
>
> Gerade dann waere m.a. der Moment dass er nach der Hand getrieben
> werden muesste...

Naja, vielleicht lern ich es noch ;-) Ich werde wohl im August einen
Kurs fuer DL bei meinem Fahrlehrer machen - an sich wollte ich Faramir
mitnehmen, aber vielleicht sollte ich dann doch Peterle nehmen. (jaja,
die Qual der Wahl)

>
> Das letzte Pferd das ich geritten bin hatte eine Methode entwickelt dass
> wenn Reiter zuviel am Mund herumgemurkst hatten, er die Kinne[ ?]
> am Brust gelegt hat und schoen vertikal durch die Bahn gehopst hat.
> Die waren dann stolz den "er geht am Zuegel !" dabei hat er sie dann
> so hoch aus dem Sattel geworfen dass es komisch war.
> Kluges Pferd !

<grins> Typische Kompensationshaltung.

> Heute war AdB wieder hier [und Morgen bis 16.00 U]
> In die Letzte Stunde wobei ich zugesehen habe war ein Pferd mit
> Hahnenschritt [sehr Kraeftiger Brauner Wallach von Libero H].

Interessant...

> >die heute das erste Mal eingespannt werden soll... und ich kann nicht
> >dabei sein! :-/
>
> Dass muss weh tun.

Das tut noch viel weher, denn ich kann von Freitag bis Mittwoch nicht zu
ihr fahren :-(((

Aber lt. telefonischer Auskunft soll sie ganz brav gewesen sein und hat
nichtmal mit den fremden Pferden herumgezickt. Sowas macht sie sonst
ganz gerne schonmal... Das Gespann muss aber ein Bild fuer die Goetter
gewesen sein - zwei Fuechse, aber der eine fast 1,70 und eher eckig, die
andere 1,45 und kugelrund... :-)))


>
> LG und ein schoenes Wochenend

Danke, leider wars nicht so besonders. Kann man aber nix machen, ist
halt eben manchmal so.

Liebe Gruesse,

Anke

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