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Pferdekauf - völlig betrogen

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Witch

unread,
Jun 18, 2000, 3:00:00 AM6/18/00
to
Hi Leute !

Ich bitte diesbezüglich um ehrliche nette und qualifizierte Äusserungen,
den Rest könnt ihr Euch sparen!

Ein Bekannter von mir hat ein Pferd gekauft. Zugegeben, er hat wenig
Ahnung (leider - auch keine Ankaufsuntersuchung etc.) und hat somit um
einiges vieles Geld ein Pferd gekauft, dass an akuter Hufrehe leidet,
das laut Tierarzt sicher schon seit mehr als einem halben Jahr erkrankt
sein muß. Es exisitiert ein Kaufvertrag, allerdings ist der Vorbesitzer
angeblich völlig Mittellos (war allerdings nur seine Aussage) und er hat
angeblich nicht mal mehr ein Telefon. Das Attest vom TA folgt nächste
Woche und einige Leute, die das Pferd gesehen haben rieten ihm vom
Leiden zu erlösen.

Leider kannte ich den Käufer vorher nicht, dann wäre das sicher nciht so
gekommen. Das Pferd muß zum Vorreiten wohl Medikamente bekommen haben um
nicht zu lahmen, ist natürlich nur eine Annahme!

Ich finde das echt fies, wirklich jemanden gutgläubigen so zu betrügen.
Die Einsteller, wo das Pferd vorher eingestellt war unter dem
Vorbesitzer rieten meinem Bekannten das Pferd wieder zu beschlagen und
weiterzuverkaufen. Tzzzz, natürlich ist der ein Tierfreund würde das
niemals tun, doch so würde ich das nicht auf mir sitzen lassen. Ich
würde sofort mit allen Mitteln kämpfen, doch mein Bekannter möchte das
nicht (hat verschieden Gründe).

Hat jemand eine ähnliche Erfahrung gemaccht oder kann irgendetwas
tröstliches oder hilfreiches zu diesem Fall beitragen?

Für alle zukünfitgen Pferdekäufer soll das auch eine Warnung sein, man
kann ja so betrogen werden! Natürlich wäre für mich eine
Ankaufsuntersuchung immer selbstverständlich....

Witch


Norbert Gleissner

unread,
Jun 18, 2000, 3:00:00 AM6/18/00
to
Habe gerade das gleiche Erlebnis.
aber; Mit ankaufsuntersuchung die aussagt daß dieses Pferd lahmt. Mit Einspruch
unsererseits nicht zu kaufen. Drei Tage später war Pferd gekauft. Vorderbeine
platt, nicht reitbar. Jetzt großes Weinen.

Zu Deinem Pferd:
In der Regel steht im Kaufvertrag:
Gekauft wie gesehen und probegeritten oder etwas ähnliches. Wenn er das so
unterschrieben hat, Pech.
Finde das mehr als traurig und der zusatz "vorbesitzer mittellos" hört sich
wieder einmal nach Schnäppchenkauf an.

Gruß
Norbert

Simone Frank

unread,
Jun 18, 2000, 3:00:00 AM6/18/00
to
Hi Witch,
mir ging es ähnlich, ich kaufte ein Pferd, sogar mit Ankaufsuntersuchung, und ich
ließ extra die Hufrolle röntgen, zwecks schlechter Erfahrungen in unserem Stall.
Der Tierarzt gab grünes Licht - leider nahm ich den Tierarzt der Verkäufer und
ließ mich auch noch zeitlich unter Druck setzen. Würde ich nie mehr tun, aus
Schaden wird man klug, leider!
Ich kaufte das Pferd, hatte aber ewig das Gefühl, es stimmt was nicht.
Tatsächlich stellte sich heraus, daß das Pferd eben doch an der Hufrolle erkrankt
war, und zwar mit erheblichen Schäden am Strahlbein.
Die angeforderten Röntgenbilder von der Ankaufsuntersuchung (die mir der Tierarzt
sogar aushändigte) ergaben, daß auch zu diesem Zeitpunkt schon Schäden zu
erkennen waren.
Nun hatte ich das Pferd schon 6 Monate und ließ es auch einschläfern, um ihm
weitere Schmerzen zu ersparen.
Ich hätte es mit Sicherheit nicht mehr "zurückgegeben", denn der Verkäufer hätte
es vielleicht wieder weiterverkauft - wenn er es zurückgenommen hätte. Diesen
Leidensweg konnte ich dem Pferd nicht antun. Rechtlich habe ich nichts
unternommen. Mein Tierarzt meinte auch, daß da nichts zu machen wäre.
So bin ich finanziell sehr hereingefallen - und mir tat es sehr leid um das
liebenswerte Pferd, das dafür wohl am wenigsten konnte.
Gruß, Simone

--
_____________________________________________________________
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Axel Funken

unread,
Jun 18, 2000, 3:00:00 AM6/18/00
to
On Sun, 18 Jun 2000 20:30:56 +0200, Witch <wi...@aon.at> erwähnte wie
folgt:

>Hat jemand eine ähnliche Erfahrung gemaccht oder kann irgendetwas
>tröstliches oder hilfreiches zu diesem Fall beitragen?

Name, Anschrift des Verkäufers. Sonst können wir hier weinig machen.

Gruss Axel

- -
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Norbert Gleissner

unread,
Jun 18, 2000, 3:00:00 AM6/18/00
to
>Tatsächlich stellte sich heraus, daß das Pferd eben doch an der Hufrolle
>erkrankt
>war, und zwar mit erheblichen Schäden am Strahlbein.
>Die angeforderten Röntgenbilder von der Ankaufsuntersuchung (die mir der
Tierarzt
>sogar aushändigte) ergaben, daß auch zu diesem Zeitpunkt schon Schäden zu
>erkennen waren.

Wenn das so ist, kannst oder besser konntest Du auch dagegen an gehen

Gruß
Norbert

iris brassel

unread,
Jun 19, 2000, 3:00:00 AM6/19/00
to
Hi Simone,


Du hast laut BGB gegenüber Deinem Tierarzt 30 (!) Jahre Ansprüche bei
nachweislich falscher Beurteilung bei der Ankaufsuntersuchung. In der letzten
Sankt Georg steht im artikel Röntgen auch etwas darüber.


Ich an Deiner Stelle würde den Tierarzt für die entstandenen Aufwendungen hafbar
machen. Das recht hast Du.


Vor 2 Wochen hatte ich einen beitrag hier in die Group gestellt, wo ich nach
ERfahrungen mit Ankaufsuntersuchungen gefragt hatte. mein Pferd habe ich mit
einer "unproblematischen Wunde" an der Hinterhand gekauft, die nur gespült werden
mußte. Die nachfolgenden 2 1/2 Wochen Tierklinik waren damit wohl nicht gemeint.
Ich habe gerade heute den untersuchenden Tierarzt angeschrieben und nach seiner
Haftpflichtversicherungsnummer gefragt. Das Geld werde ich nötigenfalls einklagen.
Die Anspruchsvoraussetzungen sind gegeben. In Deinem Fall auch.


Viel Erfolg,
Iris

"Simone Frank" <simone...@kabardiner.de> wrote:
>Hi Witch,
>mir ging es ähnlich, ich kaufte ein Pferd, sogar mit Ankaufsuntersuchung, und
ich
>ließ extra die Hufrolle röntgen, zwecks schlechter Erfahrungen in unserem Stall.
>Der Tierarzt gab grünes Licht - leider nahm ich den Tierarzt der Verkäufer und
>ließ mich auch noch zeitlich unter Druck setzen. Würde ich nie mehr tun, aus
>Schaden wird man klug, leider!
>Ich kaufte das Pferd, hatte aber ewig das Gefühl, es stimmt was nicht.

>Tatsächlich stellte sich heraus, daß das Pferd eben doch an der Hufrolle
erkrankt
>war, und zwar mit erheblichen Schäden am Strahlbein.
>Die angeforderten Röntgenbilder von der Ankaufsuntersuchung (die mir der
Tierarzt
>sogar aushändigte) ergaben, daß auch zu diesem Zeitpunkt schon Schäden zu
>erkennen waren.

kultost

unread,
Jun 19, 2000, 3:00:00 AM6/19/00
to
Simone Frank schrieb:

> Die angeforderten Röntgenbilder von der Ankaufsuntersuchung (die mir der Tierarzt
> sogar aushändigte) ergaben, daß auch zu diesem Zeitpunkt schon Schäden zu
> erkennen waren.
> Nun hatte ich das Pferd schon 6 Monate und ließ es auch einschläfern, um ihm
> weitere Schmerzen zu ersparen.
> Ich hätte es mit Sicherheit nicht mehr "zurückgegeben", denn der Verkäufer hätte
> es vielleicht wieder weiterverkauft - wenn er es zurückgenommen hätte. Diesen
> Leidensweg konnte ich dem Pferd nicht antun. Rechtlich habe ich nichts
> unternommen. Mein Tierarzt meinte auch, daß da nichts zu machen wäre.
> So bin ich finanziell sehr hereingefallen - und mir tat es sehr leid um das
> liebenswerte Pferd, das dafür wohl am wenigsten konnte.
> Gruß, Simone
>
> --
> _____________________________________________________________
> NewsGroups Suchen, lesen, schreiben mit http://netnews.web.de

Hallo Simone,

Ich glaube, daß, ist man erst einmal hereingelegt worden beim Pferdekauf
und man hat Verantwortung und ein Gewissen dem Tier gegenüber, man immer
die schlechten Karten hat, unabhängig davon, ob man rechtlich noch etwas
unternehmen könnte oder nicht. Jetzt ist man in der Gewissensfalle. Soll
man ein solch leidenes Tier zurückgeben? Man weiß, daß das Tier weiter
verkauft wird und weiter leiden muß.
Darum finde ich Deine Haltung, das Tier einzuschläfern für human und
nobel.
Ich hoffe, daß Du doch noch ein gesundes Pferd für Dich gefunden hast.

Gruß
Jutta

Julia Bückmann

unread,
Jun 19, 2000, 3:00:00 AM6/19/00
to
Bzgl. der Rechtslage kann ich dazu nix beitragen. Ich bin kein Fachmann in
solchen Sachen.

Bzgl. der Hufrolle kann ich Dir was berichten:
Bei uns im Stall steht eine Hannoveranerstute, 21 Jahre alt, Schul- und
Voltigierpferd mit Hufrolle, die sie schon jahrelang hat. Sie wird nicht
geritten und die Besitzerin hat sie sozusagen freigekauft - aus dem
Schulbetrieb vor ca. sieben Jahren. Auf der Messe im Dezember in Berlin
haben wir eine Adresse eines medizinischen Hufschmiedes erfahren, der die
Stute seid dem ausschneidet. Nach seinen langjährigen Erfahrungen ist
Hufrolle heilbar - sagt er jedenfalls, kommt auf die Schwere der Krankeheit
an. Sicherlich wird das Pferd nicht geritten werden können und wenn ja, dann
nur bedingt, auch aufgrund des Alters der Stute. Aber sie wird schmerzfrei
laufen können. Dieser Mensch ist zur Zeit damit beschäftigt in Berlin (Nähe
Rüdnitz) eine Klinik für hufkranke Pferde einzurichten. Bisher ist er wohl
in Stuttgart ansässig. Seid dieser Mensch (ich würde ihn mal Orthopäde für
Pferde nennen) die Stute relgemäßig behandelt (er verändert die
Hufstellung - ganz langsam und verändert so den Druck auf die Hufrolle) geht
die Stute schmerzfei und lahmt nicht mehr. Sie gibt diesem Menschen ganz
ohne Probleme die Hufe. Vorher durfte niemand ran, nicht mal zum auskratzen.

Bevor die Besitzerin mit der Behandlung begonnen hat, haben sie alle als
Tierquälerin bezeichnet. Sie solle die Stute doch von ihrem Leiden befreien
und zum Schlachter bringen usw. usw. usw. Ich war übrigens auch dieser
Meinung. Sie hat aber nicht aufgegeben und nach dem Xten Tierarzt (die alle
Spezialbeschlag oder Sehnenschnitt empfahlen) diesen besagten Hufschmied
rangeholt. Jetzt, nach einem halben Jahr, sieht die Sache ganz anders aus
und ich bin seeeeeehr vorsichtig geworden, was meine Meinung über das
Einschläfern von kranken, angeblich unheilbaren Pferden betrifft. Dieses
Pferd hat nach seinem Leben als Schulpferd einen schönen Lebensabend
verdient und es geht ihr jetzt sehr gut. Die Besitzerin reitet die Stute
dennoch nicht. Sie geht mit ihr spazieren, baden, weiden, sitzt einfach bei
ihr mit im Stall und man kann sehen, wie sehr die Stute dieser Frau
vertraut. Ich finde den Ausgang dieser Geschichte sehr schön und glaube, daß
dieser besagte Therapeut das Leben der Beiden zum Guten verändert hat.

Wenn Dein Freund/Freundin sein Pferd trotz Hufrolle behalten will und sich
mit der Krankheit nicht abfinden will, gebe ich Euch gern die
Adresse+Telefonnummer o. g. Mannes und ich würde Euch raten, ersteinmal auf
dessen Beurteilung der Lage zu warten, bevor das Pferd getötet werden soll
oder wieder verkauft werden soll. Villeicht bekommt er es sogar wieder so
hin, daß das Pferd geritten werden kann. Die Sache ist natürlich auch eine
Kostenfrage, aber wenn die beschriebene Besitzerin es von Sozialhilfe
hinbekommt, dann wird es wohl so schlimm nicht sein. Obwohl die besagte
Stute der einzige Lebenszweck dieser Frau ist.

Es grüßt Euch mit allen besten Wünschen

Jule

Julia Bückmann

unread,
Jun 19, 2000, 3:00:00 AM6/19/00
to
Das kommt davon, wenn man/Frau vor lauter Hysterie nicht richtig lesen tut -
äh tuten tut. Es handelt sich hier um Hufrehe nicht um Hufrolle. Grosses
Entschuldigung für den hier völlig falschen Beitrag. Villeicht konnte ich
aber dennoch dem einen oder anderen Helfen?

In der Hoffnung gruesst Euch alle

Jule

Steff (Stefan Knoll)

unread,
Jun 19, 2000, 3:00:00 AM6/19/00
to
Servus!

iris brassel schrieb in Nachricht <394de07e$1...@netnews.web.de>...


>
>Du hast laut BGB gegenüber Deinem Tierarzt 30 (!) Jahre Ansprüche bei
>nachweislich falscher Beurteilung bei der Ankaufsuntersuchung. In der
letzten
>Sankt Georg steht im artikel Röntgen auch etwas darüber.


Vielleicht solltest Du mit solchen Äußerungen vorsichtig sein. Der TA
schuldet _nur_ kunstgerechtes Bemühen, und Du wirst keinen Gutachter oder
anderen TA finden, der Dir bestätigt, daß ein Kunstfhler im eigenen Sinn
vorliegt. Und die Verjährung beträgt 6 Monate, wenn keine schuldhafte
rechtswidrige Tat vorliegt - was Du nie beweisen kannst.

>Ich an Deiner Stelle würde den Tierarzt für die entstandenen
Aufwendungen hafbar
>machen. Das recht hast Du.


Du findest sicher einen RA, der Deinen Fall vertritt und Dein Honorar
kassiert...

>Vor 2 Wochen hatte ich einen beitrag hier in die Group gestellt, wo ich
nach
>ERfahrungen mit Ankaufsuntersuchungen gefragt hatte. mein Pferd habe ich
mit
>einer "unproblematischen Wunde" an der Hinterhand gekauft, die nur
gespült werden
>mußte. Die nachfolgenden 2 1/2 Wochen Tierklinik waren damit wohl nicht
gemeint.
>Ich habe gerade heute den untersuchenden Tierarzt angeschrieben und nach
seiner
>Haftpflichtversicherungsnummer gefragt. Das Geld werde ich nötigenfalls
einklagen.
> Die Anspruchsvoraussetzungen sind gegeben.

Viel Erfolg... und halte uns doch auf dem laufenden.

CU

Steff


Wolfgang u. Birgitt Giessler

unread,
Jun 19, 2000, 3:00:00 AM6/19/00
to

"Witch" <wi...@aon.at> schrieb im Newsbeitrag
news:394D1560...@aon.at...
> Hi Leute !

Hallo Witch (ist das dein Vor- oder Nachname?)

> Ich bitte diesbezüglich um ehrliche nette und qualifizierte Äusserungen,
> den Rest könnt ihr Euch sparen!

ehrlich...sicherlich
nett....weiß ich nicht
qualifiziert....eher unwahrscheinlich
dennoch....eine Antwort!........gggg


...snipped

> Hat jemand eine ähnliche Erfahrung gemaccht oder kann irgendetwas
> tröstliches oder hilfreiches zu diesem Fall beitragen?

Mir selber ist es Gott sei Dank noch nicht so ergangen. Wahrscheinlich nur
Glück gehabt, aber meiner Freundin (eigentlich sehr erfahren, was Pferde
angeht), ist es ähnlich ergangen. Sie hat bei einem Händler ein Pferd
gesehen, wollte es unbedingt haben. 6 Wochen Rückgaberecht. Nach zwei Wochen
hatte sie es noch immer nicht geschafft, dieses Pferd reiten zu können.
Pferd ließ sich gar nicht erst satteln (Verdacht, dass beim Händler Meds
gegeben wurden, um Pferd ruhig zu stellen, liegt nahe, aber nicht
nachzuweisen), TA-untersuchung, könnte dies oder das oder jenes
sein...weitere teure Untersuchungen wären erforderlich gewesen. (jaja, so
wird aus einem Billigpferd ein teures Pferd). Sie hat es beim Händler
eingetauscht, wenn auch nicht gerne, natürlich Geld drauf gelegt und eine
vierjährige Stute mitgebracht. 6 Wochen Rückgaberecht....
Dieses Pferd hat sie vier Wochen später zum Schlachter gebracht, weil es
ebenfalls massive Schäden an den Beinen hatte. Sie hatte schon längst
bereut, das erste Pferd zurückgebracht zu haben...
Atteste über besten Gesundheitszustand lagen jeweils vor.
Sie hat viel Lehrgeld gezahlt, aber gegen den Händler nichts unternommen.

Schließlich kaufte sie sich einen Haflinger, wirklich gesund, munter,
geländesicher und gut gymnastiziert. Das ideale Pferd für sie.
Nach zwei Jahren bekam er eine Allergie gegen diverse Gräser, Heustaub,
Brennesseln, Hafer, Stroh... Desensibilisierung begonnen, später Scheidung
von ihrem Mann und damit das finanzielle Aus. Sie musste ihn verkaufen,
wirklich schwersten Herzens. Sie wollte die restlichen Spritzen zur
Desensibilsierung aber noch weiter bezahlen. Als sie ihn nach vier Wochen
besuchte (er wurde beim therapeutischen Reiten eingesetzt), erkannte sie ihn
nicht wieder. Er stand knietief im Mist (Stroh war da wohl mal drin
gewesen), hatte an den Vorderhufen Hintereisen, war mit Hafer vollgestopft,
deshalb nicht mehr zu handeln, warf die Kinder reihenweise ab und bekam
dafür Prügel.
Am nächsten Tag stand sie mit dem Hänger vor der Tür, von ihrem Chef einen
Scheck in der Hand und kaufte ihn zurück. Sie konnte ihn nicht behalten, hat
aber jetzt einen wirklich guten Platz gefunden.

> Für alle zukünfitgen Pferdekäufer soll das auch eine Warnung sein, man
> kann ja so betrogen werden! Natürlich wäre für mich eine
> Ankaufsuntersuchung immer selbstverständlich....

...und selbst die ist umstritten.

Dieses posting ist weder hilfreich noch tröstlich, und ich denke, die
meisten der Leser können ähnliche Geschichten beitragen. Betrug beim
Pferde(ver)kauf ist Alltag und ich fürchte, die unseriösen Händler
spekulieren darauf, dass der Käufer es nicht über's Herz bringt, ein krankes
Tier zurückzubringen.

Eine Frage noch zum Rehepferd: Ist inzwischen festgestellt worden, wie weit
die Rehe das Hufbein beeinträchtigt hat? Es gibt genug Rehe-Pferde, die
durchaus wieder leicht belastet werden konnten. Dazu bedarf es aber der
sorgfältigen Behandlung und sehr viel Geduld.

Liebe Grüsse,

Birgitt


Trixi

unread,
Jun 21, 2000, 3:00:00 AM6/21/00
to
On Sun, 18 Jun 2000 20:30:56 +0200, Witch <wi...@aon.at> wrote:

Hai

>Leider kannte ich den Käufer vorher nicht, dann wäre das sicher nciht so
>gekommen. Das Pferd muß zum Vorreiten wohl Medikamente bekommen haben um
>nicht zu lahmen, ist natürlich nur eine Annahme!

Kenne einen ähnlichen Fall, das Ganze ging vor Gericht, der Käufer hat
verloren, weil Bekannte vom Verkäufer ausgesagt haben, daß das Pferd
bis zum Verkauf beschwerdefrei war.

>Ich finde das echt fies, wirklich jemanden gutgläubigen so zu betrügen.
>Die Einsteller, wo das Pferd vorher eingestellt war unter dem
>Vorbesitzer rieten meinem Bekannten das Pferd wieder zu beschlagen und
>weiterzuverkaufen. Tzzzz, natürlich ist der ein Tierfreund würde das

Womit dein Einsteller keinen Deut besser wäre, als der, der das Pferd
verkauft hat.

>niemals tun, doch so würde ich das nicht auf mir sitzen lassen. Ich

Schön zu lesen :))

>Für alle zukünfitgen Pferdekäufer soll das auch eine Warnung sein, man
>kann ja so betrogen werden! Natürlich wäre für mich eine
>Ankaufsuntersuchung immer selbstverständlich....

Ich kenne auch einen Fall, wo auch die Ankaufsunteruchung nichts
genutzt hat :(

Bitte klärt, ob das Pferd eingermaßen beschwerdefrei mit Beschlag
oder/und Medikamenten leben kann und wenn, dann gebt es an einen guten
Platz, wo es seinen Lebensabend genießen kann. Geschah in beiden
Fällen, die ich geschildert habe auch. Beide springen quicklebendig
und relativ beschwerdefrei auf der Weide umeinander.

Gruß
Triixi


Witch

unread,
Jun 22, 2000, 3:00:00 AM6/22/00
to
Hi!


> Kenne einen ähnlichen Fall, das Ganze ging vor Gericht, der Käufer hat
> verloren, weil Bekannte vom Verkäufer ausgesagt haben, daß das Pferd
> bis zum Verkauf beschwerdefrei war.

Hmmm so einfach ist das nicht! In meinem Fall diagnositzierte der TA
chronische Hufrehe und hat ejtzt Röntgen gemacht! Ich denke, es sollte sich
doch eine chronische Rehe von einem plötzlichen Reheschub unterscheiden
lassen!?

> Ich kenne auch einen Fall, wo auch die Ankaufsunteruchung nichts
> genutzt hat :(

Ja, kenne ich auch genügend! Aber mehr als eine Ankaufsuntersuchung mit
Röntgen und Blutbild kann man ja wohl nicht machen!?

>
> Bitte klärt, ob das Pferd eingermaßen beschwerdefrei mit Beschlag
> oder/und Medikamenten leben kann und wenn, dann gebt es an einen guten
> Platz, wo es seinen Lebensabend genießen kann. Geschah in beiden
> Fällen, die ich geschildert habe auch. Beide springen quicklebendig
> und relativ beschwerdefrei auf der Weide umeinander.

Ja, es folgen noch untersuchungen etc. Die Vor-Besitzerin konnte sich
angeblich nichtmal erinnern, dass das Pferd letztes Jahr als Therapiepferd in
einem entfernten Stall eingestzt wurde. Sehr Merkwürdig!?!?
Die Sache wird wahrscheinlich auch vor gericht gehen, es werden nur noch
weitere Tierärztliche Atesste abgewartet!?!?

LG

Jasmin


Trixi

unread,
Jun 23, 2000, 3:00:00 AM6/23/00
to
On Thu, 22 Jun 2000 16:38:33 +0200, Witch <wi...@aon.at> wrote:

Hai Hexe :)

>Hmmm so einfach ist das nicht! In meinem Fall diagnositzierte der TA
>chronische Hufrehe und hat ejtzt Röntgen gemacht! Ich denke, es sollte sich
>doch eine chronische Rehe von einem plötzlichen Reheschub unterscheiden
>lassen!?

Soweit ich weiß, nicht immer.
In dem einen Fall, den ich kenne, ging es um einen kaputten Rücken.

>Ja, kenne ich auch genügend! Aber mehr als eine Ankaufsuntersuchung mit
>Röntgen und Blutbild kann man ja wohl nicht machen!?

Das ist das Problem. Auch der TA der Ankaufsuntersuchung kann sich
irren. Und wie man ja liest, werden Pferde auch mit Medikamenten für
den Verkauf aufgefittet. Sicher ist man da wohl nie.

>Ja, es folgen noch untersuchungen etc. Die Vor-Besitzerin konnte sich
>angeblich nichtmal erinnern, dass das Pferd letztes Jahr als Therapiepferd in
>einem entfernten Stall eingestzt wurde. Sehr Merkwürdig!?!?
>Die Sache wird wahrscheinlich auch vor gericht gehen, es werden nur noch
>weitere Tierärztliche Atesste abgewartet!?!?

Leider hilft das alles dem Pferd nicht viel.
Aber fürs Gericht wünsch ich viel Glück.

Gruß
Trixi

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