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Kortison gegen Sommerekzem: Wer weiss was?

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Katje Binder

unread,
Sep 28, 1998, 3:00:00 AM9/28/98
to
Hallihallo!

Diese Frage ist (gluecklicherweise) nicht in eigener Sache...
In unserer Stallgemeinschaft gibt es einen Duelmenerwallach (5 Jahre),
der wohl ein Sommerekzem hat. "Wohl" deswegen, weil die Besitzerin
sich ihrer Sache da nicht so ganz sicher ist... es sieht aber schon
sehr danach aus. Das arme Tierchen scheuert sich mit Hingabe an allem
Erreichbaren, steht bei Sonne im Stall und sieht aus wie ein
abgewetzter Flickenteppich.
Jetzt habe ich gehoert, dass eine einmalige Kortisonspritze im
Fruehjahr im Allgemeinen ausreicht, um das Jucken und Scheuern fuer
den ganzen Sommer zu unterbinden.
Stimmt das? Und warum experimentieren dann so viele Ekzemer-Besitzer
mit teuren Mittelchen herum?
Kortison ist ein Hammer, der alles moegliche durcheinanderbringt, aber
wenn ich damit meinem Pferd diese Quaelerei ersparen koennte, wuerde
ich, glaube ich, nicht mehr zoegern.
Wer hat Erfahrungen (gute und schlechte) mit dieser Behandlung
gemacht??

Antwortet in Masssen!

So long,

Katje


Sorry, did I say something wrong?
Pardon me for breathing, which I never do anyway,
so I don't know why I bother to say it.
Marvin


Steffi Keup

unread,
Sep 28, 1998, 3:00:00 AM9/28/98
to
On Mon, 28 Sep 1998 09:12:22 GMT, "Katje Binder"
<bin...@uni-muenster.de> wrote:

>Hallihallo!
>
>Diese Frage ist (gluecklicherweise) nicht in eigener Sache...
>In unserer Stallgemeinschaft gibt es einen Duelmenerwallach (5 Jahre),
>der wohl ein Sommerekzem hat. "Wohl" deswegen, weil die Besitzerin
>sich ihrer Sache da nicht so ganz sicher ist... es sieht aber schon
>sehr danach aus. Das arme Tierchen scheuert sich mit Hingabe an allem
>Erreichbaren, steht bei Sonne im Stall und sieht aus wie ein
>abgewetzter Flickenteppich.


Hi Katje,
es ist wichtig, erst einmal herauszufinden, wodurch der Juckreiz
ausgeloest wird. Wenn das Pferd "wie ein Flickenteppich" aussieht,
sollte zuerst noch einmal abgeklaert werden, ob es sich nicht doch um
einen Pilz- oder Ektoparasitenbefall handelt. Falls dies
ausgeschlossen werden kann, solltet ihr versuchen, die Ursache so eng
wie moeglich einzugrenzen, also Antworten zu finden auf Fragen wie
z.B.
-zu welcher Jahreszeit tritt der Juckreiz vermehrt auf?
-zu welcher Tageszeit scheuert sich das Pferd am staerksten?
-Ueberempfindlichkeit gegen bestimmte Insekten?
-Ueberempfindlichkeit gegen bestimmte Futtersorten (Allergien?)
usw.
Die "Diagnose" Sommerekzem beschreibt ja eigentlich nur ein Symptom
(ebenso wie eine Lahmheit keine Ursache, sondern ein Symptom ist),
naemlich, dass das Pferd sich scheuert, und das kann unendlich viele
Ursachen haben.

Fuer das Pferd wesentlich gesuendere Alternativen zu der
Kortison-Depot-Injektion koennten dann ein ausschliesslich
naechtlicher Weidegang sein, Reduzierung der Eiweisaufnahme,
weglassen bestimmer Futtersorten bei Allergien etc.
Seit diesem Jahr gibt es auch sog. Ekzemdecken fuer Islandpferde auf
dem Markt, wobei ich persoenlich Hemmungen haette, mein Pferd von den
Ohren bis einschliesslich der kompletten Schweifruebe bei sengender
Sonne oder stroemendem Regen auf der Weide herumlaufen zu lassen
-viele Islandpferde-Besitzer schwoeren jedoch auf diese Decken.

Die Kortisongabe ist nicht unproblematisch und leider auch nicht
ungefaehrlich; wir haben vor etlichen Jahren einen Ekzemer (Islaender)
mit solch einer Depotspritze vorbeugend behandeln lassen, allerdings
war der Erfolg nicht gerade ueberzeugend und die Nebenwirkungen umso
extremer. Dauerhafte Linderung brachte schliesslich eine konsequente
Umstellung der Haltung, das Pferd kam nur noch nachts auf die Weide,
es wurde von der Fuetterung her recht knapp gehalten und schon vor der
Mueckensaison wurden gefaehrdete Koerperpartien "behandelt", um die
Haut dort geschmeidig zu halten, denn trockene Haut verstaerkte den
Juckreiz.

Es gibt wohl eine Seite im Internet, die sich ausschliesslich mit dem
Thema Sommerekzem befasst ( "http://www.tekstotaal.com", s. auch das
posting: "2nd Announcement").

Steffi

--
Steffi Keup
Steff...@gmx.de

Kirstin Zoller

unread,
Sep 29, 1998, 3:00:00 AM9/29/98
to
Hallo katje,

"Wohl" deswegen, weil die Besitzerin
> sich ihrer Sache da nicht so ganz sicher ist... es sieht aber schon
> sehr danach aus. Das arme Tierchen scheuert sich mit Hingabe an allem
> Erreichbaren, steht bei Sonne im Stall und sieht aus wie ein
> abgewetzter Flickenteppich.

...ob das wirklich ein Sommerekzem ist, wuerde ich ersmal ganz genau
diagnostisch abklaeren lassen. Ganz besonders, da Du schreibst, dass
es ein Duelmener ist....da kannst Du unter Umstaenden auch
parasitaere Ursachen mit guter Wahrscheinlichkeit haben - zumindest wenn
er im Duemener Bestand aufgewachsen ist.

> Jetzt habe ich gehoert, dass eine einmalige Kortisonspritze im
> Fruehjahr im Allgemeinen ausreicht,

Da Kortison erhebliche Nebenwirkungen ganz besonders auch langfristig
auf verschiedene, lebenswichtige Organe hat, wuerde ich zu Kortison-
behandlungen immer nur als allerletztem Ausweg greifen - und das
bedeutet erstmal umfangreiche Diagnostik bis die tatsaechliche Ursache
ueberhaupt klar definiert ist.


Viele Gruesse
Kirstin

Katje Binder

unread,
Sep 30, 1998, 3:00:00 AM9/30/98
to
Am Tue, 29 Sep 1998 13:37:18 +0200 schreib einE gewisseR Kirstin
Zoller <k.zo...@elmshorn.netsurf.de> :

Hi Kirstin,


>...ob das wirklich ein Sommerekzem ist, wuerde ich ersmal ganz genau
>diagnostisch abklaeren lassen. Ganz besonders, da Du schreibst, dass
>es ein Duelmener ist....da kannst Du unter Umstaenden auch
>parasitaere Ursachen mit guter Wahrscheinlichkeit haben - zumindest wenn
>er im Duemener Bestand aufgewachsen ist.

Ja, nun! Er ist als Jaehrling in diesen Stall gekommen und nun
5jaehrig. Da koennen wir wohl davon ausgehen, dass er keine Parasiten
hat...


>> Jetzt habe ich gehoert, dass eine einmalige Kortisonspritze im
>> Fruehjahr im Allgemeinen ausreicht,
>Da Kortison erhebliche Nebenwirkungen ganz besonders auch langfristig
>auf verschiedene, lebenswichtige Organe hat, wuerde ich zu Kortison-
>behandlungen immer nur als allerletztem Ausweg greifen - und das
>bedeutet erstmal umfangreiche Diagnostik bis die tatsaechliche Ursache
>ueberhaupt klar definiert ist.

Das ist klar. Aber wie viele Nebenwirkungen koennen auftreten, wenn
man _eine_ Spritze im Fruehjahr gibt (evtl. im Sommer noch mal
nachspritzt)?
Wenn ich dem Pferd jede Woche das Zeug geben sollte, wuerde ich das
auch nicht tun, weil ich auch ueberhaupt kein Freund von Kortison bin.
Ich moechte wissen, wer Erfahrung mit solchen Spritzen hat, die er/sie
mir mitteilen kann.

Steffi Keup

unread,
Sep 30, 1998, 3:00:00 AM9/30/98
to
On Wed, 30 Sep 1998 09:15:06 GMT, "Katje Binder"
<bin...@uni-muenster.de> wrote:

>Das ist klar. Aber wie viele Nebenwirkungen koennen auftreten, wenn
>man _eine_ Spritze im Fruehjahr gibt (evtl. im Sommer noch mal
>nachspritzt)?
>Wenn ich dem Pferd jede Woche das Zeug geben sollte, wuerde ich das
>auch nicht tun, weil ich auch ueberhaupt kein Freund von Kortison bin.
>Ich moechte wissen, wer Erfahrung mit solchen Spritzen hat, die er/sie
>mir mitteilen kann.
>
>So long,
>
>Katje
>
>


Hallo Katje,
<verzweifelt-mit-dem-extra-grossen-Zaunpfahl-wink>, wie oben schon
geschrieben haben wir mal ein Pferd mit solch einer Spritze behandeln
lassen, der Erfolg war nicht ueberwaeltigend: das Ekzem trat in dem
folgenden Sommer zwar nicht ganz so stark auf, wir mussten jedoch
trotzdem staendig "schmieren", d.h. wir haben versucht, die Haut an
den gefaehrdete Koerperpartien geschmeidig zu halten und trotz Spritze

scheuerte sich das Pferd -zwar an wenigen Stellen, aber immerhin-
blutig. Beeindruckend -im absolut negativen Sinn- waren jedoch die
Nebenwirkungen, denn der bislang unverwuestliche Islaender, der in
seinem Leben -bzw. solange er bei uns war- noch nie eine Kolik hatte,
bekam nach der Spritze massive Stoffwechselstoerungen und als Folge
davon eine Kolik nach der anderen. Er wurde zu einem sehr schlechten
Futterverwerter und magerte stark ab. Zwei o. drei Jahre spaeter starb
er an Herzversagen waehrend einer Kolik.

In der aktuellen Ausgabe der Verbandszeitschrift des IPZV
("Das Islandpferd" Nr.65, S.11 ff) sind mehrere Artikel zum Thema
"Sommerekzem", in einem davon beschreibt ein Pferdebsitzer seine
Erfahrungen, ich fasse mal kurz zusammen: er hatte sein Ekzempferd mit
einer Cortisonspritze (Volon) behandeln lassen, das Pferd starb -laut
pathologischem Befund- an einer Abloesung von Magen- und
Darmschleimhaut. Auch das ist allerdings -wie bei unserem Islaender-
schon ein paar Jahre her, es mag sein, dass es mittlerweile
vertraeglichere Mittel gibt, ich persoenlich wuerde jedoch dringend
raten, zunaechst eine genauere Diagnose zu stellen, Alternativen
bezueglich Haltung/Fuetterung auszuprobieren und die Depotspritze dann
als allerletzte Behandlungsmoeglichkeit in Betracht zu ziehen.

Viel Erfolg,
Steffi
--

Steff...@gmx.de

Anke Spix

unread,
Sep 30, 1998, 3:00:00 AM9/30/98
to
Katje Binder <bin...@uni-muenster.de> wrote:


> >Da Kortison erhebliche Nebenwirkungen ganz besonders auch langfristig
> >auf verschiedene, lebenswichtige Organe hat, wuerde ich zu Kortison-
> >behandlungen immer nur als allerletztem Ausweg greifen - und das
> >bedeutet erstmal umfangreiche Diagnostik bis die tatsaechliche Ursache
> >ueberhaupt klar definiert ist.

> Das ist klar. Aber wie viele Nebenwirkungen koennen auftreten, wenn
> man _eine_ Spritze im Fruehjahr gibt (evtl. im Sommer noch mal
> nachspritzt)?
> Wenn ich dem Pferd jede Woche das Zeug geben sollte, wuerde ich das
> auch nicht tun, weil ich auch ueberhaupt kein Freund von Kortison bin.
> Ich moechte wissen, wer Erfahrung mit solchen Spritzen hat, die er/sie
> mir mitteilen kann.


Hallo, Katje!
Der Knackpunkt bei dieser Depotspritze ist ja, daß sie ein halbes Jahr
wirkt!!! Das heißt <ebenso wie Steffi mit dem Zaunpfahl winkend> daß
sowohl der gewünschte Effekt (so er denn dann in ausreichendem Maße
überhaupt auftritt) als auch die Nebenwirkungen (deren ihr Euch sicher
ein könnt), die bei Cortison erheblich UND nicht ungefährlich sind, so
lange andauern. Eine Depotspritze ist nicht harmloser, weil sie seltener
gegeben wird!!!

Tschüß,

Anke
>

> Sorry, did I say something wrong?

Ich fürchte, ja ;-)

Nikola Herzberg

unread,
Sep 30, 1998, 3:00:00 AM9/30/98
to
Katje Binder wrote:

> Jetzt habe ich gehoert, dass eine einmalige Kortisonspritze im

> Fruehjahr im Allgemeinen ausreicht, um das Jucken und Scheuern fuer
> den ganzen Sommer zu unterbinden.
> Stimmt das? Und warum experimentieren dann so viele Ekzemer-Besitzer
> mit teuren Mittelchen herum?

Hallo Katja,
in den letzten beiden Ausgaben "Das Islandpferd" wurde/wird dieses Thema
z.Z. heiß diskutiert. Nur ganz kurz hierzu: ein Zahnarzt hat mit seinem
Islandpferd Distanzritte gemacht (100 Meiler). Wegen starkem Sommerekzem
ließ er Volon (Kortisonpräparat) spritzen, das Ende der 70er als
unschädlich galt. Beim nächsten Distanzritt zeigte dessen Isländer so
starken Leistungsabfall (Pulls war allerdings normal), daß er den Ritt
vorzeitig abbrach und das Pferd auf die Weide stellte, wo er es am
nächsten morgen tot auffand.
In der derzeitigen 65. Ausgabe von das Islandpferd stehen einige
Interessante Meinungen zu diesem Thema. Wenn Du magst, kann ich Dir
kopien zuschicken.
Viele Grüße - Nikola

Katje Binder

unread,
Oct 1, 1998, 3:00:00 AM10/1/98
to
Hallo Ihr alle!

Das hoert sich ja furchtbar an!!
Ich wollte ja nicht gleich mit der Spritze im Stall anruecken (ist ja
auch BTW nicht mein Pferd), sondern um viele viele Erfahrungen bitten.
Anscheinend ist diese Depotspritze ganz schoen gefaehrlich - meine
Befuerchtungen haben sich also bestaetigt.
Was gibt es dann fuer andere, sehr wirksame Mittel? Dieselbe Frau, die
mir das mit der Kortisonspritze sagt, sprach auch von Penochron
(heisst das so?). Ist das auch so ein Teufelszeug? Wie wirkt das?

So long,

Katje


Sorry, did I say something wrong?

Kirstin Zoller

unread,
Oct 1, 1998, 3:00:00 AM10/1/98
to
Hallo Katje,

> Das hoert sich ja furchtbar an!!
> Ich wollte ja nicht gleich mit der Spritze im Stall anruecken (ist ja
> auch BTW nicht mein Pferd), sondern um viele viele Erfahrungen bitten.
> Anscheinend ist diese Depotspritze ganz schoen gefaehrlich - meine
> Befuerchtungen haben sich also bestaetigt.
> Was gibt es dann fuer andere, sehr wirksame Mittel? Dieselbe Frau, die
> mir das mit der Kortisonspritze sagt, sprach auch von Penochron
> (heisst das so?). Ist das auch so ein Teufelszeug? Wie wirkt das?

Hier einige Infos zu Penochron:

Zusammensetzung

Benzylis benzoas 200 mg, 2-Phenylphenolum 0,95 mg, Prednisoloniacetas 1
mg,
Excipiens ad emulsionem pro 1 ml

es ist eine wässrige Emulsion mit insektizider, antiphlogistischer und
leicht desinfizierender
Wirkung und wird eigentlich in der Kleintierpraxis eingesetzt. (Hunde)

Die Anwendung erfolgt aeusserlich bei prasitaeren Ekzemen.
Auf dem Warnhinweis steht, dass man verhindern sollte, dass die Tiere
das Praeparat
ablecken (von dn behandelten Stellen).

ich habe es auf Empfehlung eines Tierarztes schon oefter bei
Schweifscheuern mit
Verdacht auf parasiten erfolgreich eingesetzt. Nebenwirkungen habe ich
bisher nicht
feststellen koennen.

Viele Gruesse
Kirstin

Anke Spix

unread,
Oct 1, 1998, 3:00:00 AM10/1/98
to
Kirstin Zoller <k.zo...@elmshorn.netsurf.de> wrote:

Und enthält auch Kortison... (Prednisolon).
Aber sonst habe ich eigentlich mehr Gutes über dieses spezielle Präparat
gehört. Ich habe es gaaanz früher mal bei meinem isi bei Hautpilz
verabreicht und weiß auch von vielen anderen, die das getan gaben, es
war eigentlich immer gut wirksam und wurde gut vertragen. Mein alter
Tierarzt hat es bei katzen gegen Ohrmilben eingesetzt, obwohl es dafür
eigentlich nicht verwendet werden soll, mit sehr gutem Erfolg (ebenfalls
guter Verträglichkeit).

Tschüß,

Anke

Harald Mueller

unread,
Oct 4, 1998, 3:00:00 AM10/4/98
to
Hallo Katje,

ich habe einen 13- jährigen Wallach mit starkem Sommerekzem.
Auch die teuersten Fliegenlotionen (250 DM/Liter) halfen dem armen Kerl
nichts.
Als erstes veränderte ich die Aufstallung.
Das heist auf einen Berg (ohne Wasser und viele Kriebelmücken).
An den Stalleingang habe ich einen Steifenvorhang aus sich überlappenden
Plastikstreifen angebracht.
Dies hat seeehr viel gebracht.

Auf die teuren Mittel zum Einreiben verzichte ich mittlerweile.
Die besten Erfahrungen habe ich mit Parafinöl gemacht.
Dem Pferd habe ich eine Stoppelmäne geschnitten.
So kann ich reichlich Parafin auf den Mähnenkamm, Schweif, Brust und Bauch
schmieren.
Das Zeug ist absolut geruchsneutral und ohne Nebenwirkungen.
Es enspannt die Haut (gegen Jukreiz) und die Fliegen gehen nicht ran.

Aber trotzdem kommt es ca. einmal im Jahr zu einem Ausbruch.
In diesem Sommer waren ca. 50% des Felles abgescheuert.

Abhilfe: Depotspritze mit Kortison.
Diese wir unter die Haut gespritzt, und das kristalline Kortison lößst sich
langsam auf.
Das ganze hällt ca. 6-8 Wochen an.

Aber eins ist sicher: Die Mücken sind die Ursache und müssen ferngehalten
werden.

Gruß
Harald Mueller


Katje Binder wrote in message <360f4c8a...@news.uni-muenster.de>...


>Hallihallo!
>
>Diese Frage ist (gluecklicherweise) nicht in eigener Sache...
>In unserer Stallgemeinschaft gibt es einen Duelmenerwallach (5 Jahre),

>der wohl ein Sommerekzem hat. "Wohl" deswegen, weil die Besitzerin


>sich ihrer Sache da nicht so ganz sicher ist... es sieht aber schon
>sehr danach aus. Das arme Tierchen scheuert sich mit Hingabe an allem
>Erreichbaren, steht bei Sonne im Stall und sieht aus wie ein
>abgewetzter Flickenteppich.

>Jetzt habe ich gehoert, dass eine einmalige Kortisonspritze im
>Fruehjahr im Allgemeinen ausreicht, um das Jucken und Scheuern fuer
>den ganzen Sommer zu unterbinden.
>Stimmt das? Und warum experimentieren dann so viele Ekzemer-Besitzer
>mit teuren Mittelchen herum?

>Kortison ist ein Hammer, der alles moegliche durcheinanderbringt, aber
>wenn ich damit meinem Pferd diese Quaelerei ersparen koennte, wuerde
>ich, glaube ich, nicht mehr zoegern.
>Wer hat Erfahrungen (gute und schlechte) mit dieser Behandlung
>gemacht??
>
>Antwortet in Masssen!
>

Ulrike meyer

unread,
Oct 6, 1998, 3:00:00 AM10/6/98
to
"Harald Mueller" <Harald....@kronach.baynet.de> wrote:
>Hallo Katje,>
>ich habe einen 13- jährigen Wallach mit starkem Sommerekzem.
>Auch die teuersten Fliegenlotionen (250 DM/Liter) halfen dem armen Kerl
>nichts.
>Als erstes veränderte ich die Aufstallung.
>Das heist auf einen Berg (ohne Wasser und viele Kriebelmücken).
>An den Stalleingang habe ich einen Steifenvorhang aus sich überlappenden
>Plastikstreifen angebracht.
>Dies hat seeehr viel gebracht.
>
>Auf die teuren Mittel zum Einreiben verzichte ich mittlerweile.
>Die besten Erfahrungen habe ich mit Parafinöl gemacht.
>Dem Pferd habe ich eine Stoppelmäne geschnitten.
>So kann ich reichlich Parafin auf den Mähnenkamm, Schweif, Brust und Bauch
>schmieren.
>Das Zeug ist absolut geruchsneutral und ohne Nebenwirkungen.
>Es enspannt die Haut (gegen Jukreiz) und die Fliegen gehen nicht ran.
>
>Aber trotzdem kommt es ca. einmal im Jahr zu einem Ausbruch.
>In diesem Sommer waren ca. 50es Felles abgescheuert.

_____________________________________________________________
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Ulrike meyer

unread,
Oct 6, 1998, 3:00:00 AM10/6/98
to
"Harald Mueller" <Harald....@kronach.baynet.de> wrote:
>Hallo Katje,>
>ich habe einen 13- jährigen Wallach mit starkem Sommerekzem.
>Auch die teuersten Fliegenlotionen (250 DM/Liter) halfen dem armen Kerl
>nichts.
>Als erstes veränderte ich die Aufstallung.
>Das heist auf einen Berg (ohne Wasser und viele Kriebelmücken).
>An den Stalleingang habe ich einen Steifenvorhang aus sich überlappenden
>Plastikstreifen angebracht.
>Dies hat seeehr viel gebracht.
>
>Auf die teuren Mittel zum Einreiben verzichte ich mittlerweile.

Hallo

ich empfehle euch " Befelka Öl ". Das wirkt bei allen hautgeschichten wahre
Wunder.
Nun etwas ganz anderes : ich habe ein Haflinger - Gespann
im Raum Osnabrück. Suche gedanklichen Austausch. Vielleicht auch mal im 4er Zug
anspannen.

es grüsst
ulrike.

Pierre Greiveldinger

unread,
Oct 7, 1998, 3:00:00 AM10/7/98
to
Hallo!

Eins von unseren Pferden ist auch mit Sommerekzem geplagt. Wir haben ihm dann eine
spezielle Ganz-Körperdecke (bis zu den Ohren) verpasst (kein Witz) welche wir in
England bestellt hatten, so dass keine Mücken mehr an ihn rankamen. Der Erfolg war
verblüffend, nicht nur das Sommerekzem war verschwunden sondern das lästige und
zeitraffende Einreiben mit irgendwelchen teuren Cremes wurde überflüssig.

Die Decke ist sehr leicht und luftdurchlässig und kann auch bei Regen auf dem Hü
bleiben.

Pierre


Katje Binder

unread,
Oct 8, 1998, 3:00:00 AM10/8/98
to
Am Wed, 07 Oct 1998 08:00:21 +0100 schreib einE gewisseR Pierre
Greiveldinger <pierre.gre...@statec.etat.lu> :

[superdecke]
>
>Die Decke ist sehr leicht und luftdurchl=E4ssig und kann auch bei Regen a=
>uf dem H=FC
>bleiben.


Hi Pierre!

Besteht sie auch den Beta-Test in einer Herde mit lauter wilden
Pferden, die lauter wilde Gedanken hegen??
Schreib mal was ueber die Festigkeit.

Katje + der wilde Apollo

Pierre Greiveldinger

unread,
Oct 9, 1998, 3:00:00 AM10/9/98
to
Katje Binder wrote:

> Hi Pierre!
>
> Besteht sie auch den Beta-Test in einer Herde mit lauter wilden
> Pferden, die lauter wilde Gedanken hegen??
> Schreib mal was ueber die Festigkeit.

Hm, schwer zu sagen, denn die Decke ist/war erst seit letztem Sommer drauf. Die
Decke sieht noch tiptop aus. Was die wilden Wilden angeht: das Pferde welche
die Decke traegt, ist ein Hengst welcher nur die anderen Pferde nervt.
Jedenfalls hat der Hengst sie den ganzen Sommer Tag und Nacht und bei jedem
Wetter getragen.

Gruss,

Pierre


Sandra Baum

unread,
Oct 11, 1998, 3:00:00 AM10/11/98
to bin...@uni-muenster.de
Versuchs mal lieber mit einer Ekzemer-Decke!

Diese Decke hat unserer Reitponystute sehr geholfen und sie kann jetzt mit den anderen Pferden ungestört auf die Koppel.
 

Gruß Sandra

Katje Binder schrieb:

Hallihallo!

Diese Frage ist (gluecklicherweise) nicht in eigener Sache...
In unserer Stallgemeinschaft gibt es einen Duelmenerwallach (5 Jahre),
der wohl ein Sommerekzem hat. "Wohl" deswegen, weil die Besitzerin
sich ihrer Sache da nicht so ganz sicher ist... es sieht aber schon
sehr danach aus. Das arme Tierchen scheuert sich mit Hingabe an allem
Erreichbaren, steht bei Sonne im Stall und sieht aus wie ein
abgewetzter Flickenteppich.
Jetzt habe ich gehoert, dass eine einmalige Kortisonspritze im
Fruehjahr im Allgemeinen ausreicht, um das Jucken und Scheuern fuer
den ganzen Sommer zu unterbinden.
Stimmt das? Und warum experimentieren dann so viele Ekzemer-Besitzer
mit teuren Mittelchen herum?
Kortison ist ein Hammer, der alles moegliche durcheinanderbringt, aber
wenn ich damit meinem Pferd diese Quaelerei ersparen koennte, wuerde
ich, glaube ich, nicht mehr zoegern.
Wer hat Erfahrungen (gute und schlechte) mit dieser Behandlung
gemacht??

Antwortet in Masssen!

So long,

Katje

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