ich hab eine frage bzgl. sattelpassform:
wenn sich im schweissbild trockene stellen zeigen, heisst das, dass der sattel
da zu locker sitzt (also quasi das drunterliegende fell luft und somit kuehlung
bekommt) oder dass er zu fest sitzt (aeh... quasi die schweissdruesen abklemmt)?
claudia
--
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Hallo Claudia,
> ich hab eine frage bzgl. sattelpassform:
>
>
> wenn sich im schweissbild trockene stellen zeigen, heisst das, dass der
sattel
> da zu locker sitzt (also quasi das drunterliegende fell luft und somit
kuehlung
> bekommt) oder dass er zu fest sitzt (aeh... quasi die schweissdruesen
abklemmt)?
>
Wo genau befinden sich denn die trockenen Stellen in der Sattellage ? Um was
für einen Sattel handelt es sich ?
Zufällig hatte ich letztes Wochenende ein Sattelseminar mit Peter Menet
(Labelle, Cobra) aus der Schweiz, bei dem diesen Thema zur Sprache kam.
Trockene Stellen finden sich meist rechts und links neben dem Widerrist,
direkt hinter dem Schulterblatt. Peter Menet verdeutlichte, daß sich durch
die Bewegung des Schulterblattes eine "Kuhle" hinter diesem bildet und daher
trockene Flecken hier eigentlich logisch seien. Man sieht diese Kuhle auch
bei Bewegung des Schulterblattes.
Um auf Deine Frage zurückzukommen, würde das also bedeuten, ein trockener
Fleck heißt "Luft" bzw. Platz unter dem Sattel und Schweissbildung "Druck".
Peter Menet wies aber explizit darauf hin, daß ein trockener Fleck nicht
zwangsläufig ein Hinweis auf einen schlechten Sattel sei, sondern dies eher
ein ganz hartnäckiges Gerücht sei (ebenso der "Saatteldeckentest").
Er nahm allerdings nur Bezug auf Englischsättel, die Sache mit dem trockenen
Fleck am Widerrist gilt aber dann natürlich für alle Sättel.
Sollte aber beispielsweise ein Westernsattel aussschließlich an der
Unterkante der Bars deutliche Schweißbildung zeigen, oben jedoch nicht,
würde ich für meinen Teil dennoch an einen falsche Winkelung der Bars und
damit einen schlecht sitzenden Sattel denken wollen.
> claudia
Viele Grüße
Judith
hi claudia
also wenn schon, dann liegt er an der trockenen stelle nicht auf.
frag im zweifelsfalle einen fachmann vor ort, der sich die sache genauer
anschaut.
nichts schlimmeres, als wenn der sattel nicht passt. das wäre wie wenn du
mit unpassenden schuhen sport treiben müsstest.
liebe grüsse
tendre
--
www.tendre.de
ten...@tendre.de
ten...@smile.ch
icq:23180318
tja, ich hatte halt auch schon gehoert, dass diese trockenen stellen ein indiz
fuer uebergrosse quetschung der haut sei. daher die frage.
>Wo genau befinden sich denn die trockenen Stellen in der >Sattellage ? Um was
>für einen Sattel handelt es sich ?
es handelt sich bei dem sattel um einen englischen dressursattel.
>Trockene Stellen finden sich meist rechts und links neben dem Widerrist,
>direkt hinter dem Schulterblatt. Peter Menet verdeutlichte,
ganz genau diese stellen meine ich! dann bin ich ja beruhigt.
hat er was dazu gesagt, dass ansonsten die schweissbildung absolut gleichmaessig
sein sollte oder muss. also auf beiden seiten des pferdes gleich, weiter vorne
soviel wie hinten?
sind denn ueberhaupt die schweissdruesen auf dem ruecken ueberall gleich??
claudia
Hallo,
>Peter Menet verdeutlichte, daß sich durch
>die Bewegung des Schulterblattes eine "Kuhle" hinter diesem bildet und daher
>trockene Flecken hier eigentlich logisch seien. Man sieht diese Kuhle auch
>bei Bewegung des Schulterblattes.
>Um auf Deine Frage zurückzukommen, würde das also bedeuten, ein trockener
>Fleck heißt "Luft" bzw. Platz unter dem Sattel und Schweissbildung "Druck".
>Peter Menet wies aber explizit darauf hin, daß ein trockener Fleck nicht
>zwangsläufig ein Hinweis auf einen schlechten Sattel sei, sondern dies eher
>ein ganz hartnäckiges Gerücht sei (ebenso der "Saatteldeckentest").
Hallo an alle anderen,
das scheint ja wirklich sehr interessant zu sein! Was haltet Ihr
davon?
Ich habe schon lange meinen Sattel immer wieder zum Sattler getragen
und immer wieder bleiben trockene Stellen genau hinter dem
Schulterblatt; gleichmaessig auf beiden Seiten. Es ist nie dick, es
entstehen keine weissen Haare (die man ja wohl inzwischen mal sehen
muesste, wenn zu viel Druck entsteht) und Apollo ist null
druckempfindlich an diesen Stellen. Ich habs ausprobiert.
Bei unserem Wanderreitsattel, der dick gepolstert ist und ausserdem an
der Schulter schraeg aufwaerts geschnitten ist, entstehen diese
Flecken nicht; ich wuerde hier vermuten, dass die dicke polsterung die
Kuhle, die bei der Bewegung entsteht, ausfuellt?
Jetzt bin ich aber mal entspannt
So long,
Katje + Apollo
Hallo Claudia,
> hat er was dazu gesagt, dass ansonsten die schweissbildung absolut
gleichmaessig
> sein sollte oder muss. also auf beiden seiten des pferdes gleich, weiter
vorne
> soviel wie hinten?
Er hat speziell aif die beiden genannten Stellen hingewiesen. Der Sattel
sollte dem Rücken des Pferdes folgen. Der hintere Teil der englischen
Sattels sollte sich weich nach oben ziehen, um auch hier keinen übermäßigen
Druck zu verursachen (aus diesem Grund verwenden sie bei ihren Sätteln auch
keine Keilkissen; sie verändern die eigentliche Sattelform zu stark und
passen sich nicht so exakt der Form des Pferderückens an). Da man aber ja im
tiefsten Punkt sitzt, wird auch hier wohl eine stärkere Schweißbildung
stattfinden, als am Sattelende. Dies ist natürlich wieder abhängig von der
Intensität und Dauer des Rittes/Trainings. Irgendwann schwitzt das Pferd ja
nicht mehr nur unter dem Sattel, sondern u.U. auch am ganzen Körper ;-)
Deswegen denke ich, ist hier einfach genaues Beobachten gefragt; wenn der
Sattel ständig an einer Stelle die Haare aufscheuert, würde ich mir schon
Gedanken machen (muß aber auch nicht immer am Sattel liegen).
Das ist aber mein persönliches Fazit und sind in dieser Form nicht Menets
Worte.
Ach ja; seiner Aussage nach sollte im Zweifelsfalle der Sattel eher zu groß
als zu klein sein.
>
> sind denn ueberhaupt die schweissdruesen auf dem ruecken ueberall gleich??
Das weiß ich leider nicht, nehme es aber an.
> claudia
Grüße
Judith
> also wenn schon, dann liegt er an der trockenen stelle nicht auf.
Ich denke nicht, dass das so einfach ist. Ich hatte einen Westernsattel,
der nach einiger Zeit trockene Stellen am Widerrist zeigte, etwa
Handteller gross, die vorher nicht waren. Da die Stute anfing, im Rücken
zu klemmen, hab ich einen Computerdrucktest machen lassen. An den
trockenen Stellen war hochgradiger Druck. Die Stute hatte zugelegt an
Muskeln und der Sattel war völlig zu eng, lag zudem wie eine Brücke. Ich
habe seitdem immer wieder alles gelesen, was mir darüber vor die Augen
kam und immer wurde darauf hingewiesen, dass trockene Stellen in der
Regel (keine Regel ohne Ausnahme) durch zuviel Druck entstehen. Der
gleichmässig aufliegende Sattel ist daher der wirklich passende und der
verursacht keine trockenen Stellen. Im Westernpferde Journal war dazu
ein Artikel über Sattelanprobe eines Westernsattels. Die
Pferdebesitzerin hatte mehrere Sattelhändler vor Ort und jede Menge
Sättel wurden probiert. Immer bleiben irgendwo am Widerrist trockene
Stellen, was zeigte, dass der Sattel drückt. Schliesslich hat sie einen
Custom Made Sattel fertigen lassen. Dazu werden die reinen Bäume solange
probiert, bis ein wirklich passender gefunden wurde. Der
Abschlussbericht ist leider noch nicht erschienen. Aber ich habe bei der
Redaktion nachgefragt. Der Sattel ist jetzt seit einem halben Jahr in
Gebrauch und obwohl das Pferd trainingsbedingt zugelegt hat, passt er
wie beim Kauf. Da mein aktueller Sattel ebenfalls schon wieder trockene
Stellen zeigt, werde ich mir auch einen Custom Made Sattel anschaffen.
Ich traue einfach den Sattelhändlern nicht mehr über den Weg.
>
> frag im zweifelsfalle einen fachmann vor ort, der sich die sache > genauer anschaut.
Aber dann einen "echten" Fachmann, keinen "Verkäufer".
CU
Maria
>Ich denke nicht, dass das so einfach ist. Ich hatte einen Westernsattel,
vielleicht ist das wirklich ein unterschied zwischen western- und dressursattel.
denn mein sattelmensch sagte auch spontan, dass fehlender schweiss an der stelle
fuer einen nicht fest aufliegenden sattel spricht.
> vielleicht ist das wirklich ein unterschied zwischen western- und dressursattel.
Aber da wo der Sattel nicht aufliegt, verkleinert sich doch die
Auflagefläche. Dann wäre ja mehr Druck auf dem Rest und das ist doch
auch nicht OK. Je mehr Auflage, desto besser verteilter Druck. Ist es da
nicht egal, welcher Art der Sattel ist?
> denn mein sattelmensch sagte auch spontan, dass fehlender schweiss an > der stelle fuer einen nicht fest aufliegenden sattel spricht.
Komisch. Da scheinen die Meinungen doch sehr unterschiedlich zu sein.
Die meisten Meinungen, die kenne, sagen, es liegt an zuviel Druck, weil
dadurch die Schweissproduktion unterbrochen wird. Über dies Thema wurde
ja schon viel diskutiert.
Aber vielleicht meldet sich ja noch ein Sattelexperte ;-)
Maria
liebe maria
> Ich denke nicht, dass das so einfach ist. Ich hatte einen Westernsattel,
> der nach einiger Zeit trockene Stellen am Widerrist zeigte, etwa
> Handteller gross, die vorher nicht waren. Da die Stute anfing, im Rücken
> zu klemmen, hab ich einen Computerdrucktest machen lassen. An den
> trockenen Stellen war hochgradiger Druck.
interessant. danke für deinen beitrag und deine erfahrung (auch mit dem
computermesssystem).
Da mein aktueller Sattel ebenfalls schon wieder trockene
> Stellen zeigt, werde ich mir auch einen Custom Made Sattel anschaffen.
> Ich traue einfach den Sattelhändlern nicht mehr über den Weg.
bestimmt ist es schwierig leuten zu trauen, die von irgenwoher kommen, an
diesem tag etwas verkaufen möchten und dann irgendwohin wieder verschwinden.
ein sattelhändler vor ort wird sich aber bestimmt allergrösste mühe machen,
seine kundschaft auf's beste zu bedienen.
im zweifelsfalle empfehle ich pullman, teuer, aber von grossartiger qualität
und mit einer baumvielfalt, dass für jedes pferd das passende gefunden
werden kann.
> > > Aber dann einen "echten" Fachmann, keinen "Verkäufer".
darin sind wir uns absolut einig!
wobei ein _guter_ verkäufer dir keinen unpassenden sattel verkaufen wird.
also: viel glück bei der suche nach einem verkäufer der zugleich fachmann
ist.
liebe grüsse
tendre
Westernsattelhändler vor Ort gibts nicht. Die sind immer weiter wech.
Und wenn du mal einen Sattel gekauft hast, bist Du kein Kunde mehr, denn
sooo schnell kaufste ja keinen zweiten ;-)
>
> im zweifelsfalle empfehle ich pullman, teuer, aber von grossartiger qualität
> und mit einer baumvielfalt, dass für jedes pferd das passende gefunden
> werden kann.
Kenn ich. Wiegt nicht unter 17 Kg, ist s..teuer und wenn er nicht passt,
nützt die beste Qualität nichts. Ausserdem passen die meisten Pullman
für meinen Hintern nicht ;-). Ich kenne jemand, der mit Pullman
gehandelt hat. Ich habe daher so etliche Sättel probesitzen können.
> darin sind wir uns absolut einig!
> wobei ein _guter_ verkäufer dir keinen unpassenden sattel verkaufen wird.
Woher weiss ich denn vorher, wer ein _guter_ Verkäufer ist? Bei denen
ich die beiden Sättel kaufte, dachte ich ja auch, dass es _gute_
Verkäufer sind.
>
> also: viel glück bei der suche nach einem verkäufer der zugleich fachmann
> ist.
Danke, ich hoffe, dass ich diesmal mehr Glück habe ;-)
LG
Maria
Hallo
Du solltest es Dir gar nicht soooo schwer machen. Problem ist, wie eigentlich
immer, Dir jemanden zu suchen, der Dich nicht nur ausnehmen will.
Wir arbeiten z.B. seit Jahren mit einem Sattlermeister zusammen. Selber Reiter,
weiß er genau, wie ein Pferd sich im laufe des Trainings verändert.
Er kommt und fragt, was und wie etwas mit dem Pferd getan wird. Daraufhin macht
er eine Sattelanprobe. Ergebnis: Du bekommst einen Sattel, der dem Pferd zu
diesem Zeitpunkt etwas zu weit ist. In einem halben Jahr passt er genau und
nach einem Jahr ändert er ihn für ein paar Mark ab, so das er wieder passt.
Damit fahre ich seit vielen Jahren sehr gut.
Soweit zur Geschichte. Diese Sattlermeister nun hat es geärgert, wie seine
Kollegen vom Verkauf ausschl. am Verkauf neuer Sättel interessiert sind. Als
Vorsitzender Der Sattlerinnung hat er eine Interessengemeinschaft von
Jungsattler ins Leben gerufen, die so arbeiten wie er. Wenn Du ihn anschreibst,
wird er Dir gerne eine Anschrift in Deiner Nähe geben, wo sich ein solcher
Kollege befindet.
Seine E-Mailadresse findest Du auf der HP
http://www.JFF-Corporation.de bei Who is Who unter Sattlerei Beuse.
Gruß
Norbert
> Er kommt und fragt, was und wie etwas mit dem Pferd getan wird. Daraufhin macht
> er eine Sattelanprobe. Ergebnis: Du bekommst einen Sattel, der dem Pferd zu
> diesem Zeitpunkt etwas zu weit ist. In einem halben Jahr passt er genau und
> nach einem Jahr ändert er ihn für ein paar Mark ab, so das er wieder passt.
Hört sich gut an. Nur, wie verändert er einen Westernsattel? Der ist
doch nicht gepolstert. Der Baum lässt sich doch nicht verändern??
>
> Soweit zur Geschichte. Diese Sattlermeister nun hat es geärgert, wie seine
> Kollegen vom Verkauf ausschl. am Verkauf neuer Sättel interessiert sind. Als
> Vorsitzender Der Sattlerinnung hat er eine Interessengemeinschaft von
> Jungsattler ins Leben gerufen, die so arbeiten wie er.
Genau das habe ich mir vorgestellt unter einem _guten_ Sattler.
> Wenn Du ihn anschreibst,
> wird er Dir gerne eine Anschrift in Deiner Nähe geben, wo sich ein solcher
> Kollege befindet.
Danke für Deine hilfreiche Info
Maria
Hi Maria.
Nein, den Baum kannst du nicht verändern, aber; Du kannst ihn unterlegen,
abpolstern usw.
Und das macht er richtig gut. Am Ende der ausbildung muß der Sattel dann ohne
alles passen.
Gruß
Norbert
> Claudia O. <cla...@scientific.de> schrieb in im Newsbeitrag:
> 3b3af51c$1...@netnews.web.de... > hallo,
>
> Hallo Claudia,
>
> > ich hab eine frage bzgl. sattelpassform: > > > wenn sich im schweissbild
> trockene stellen zeigen, heisst das, dass der sattel > da zu locker sitzt
> (also quasi das drunterliegende fell luft und somit kuehlung > bekommt)
> oder dass er zu fest sitzt (aeh... quasi die schweissdruesen abklemmt)? >
>
> Wo genau befinden sich denn die trockenen Stellen in der Sattellage ? Um
> was für einen Sattel handelt es sich ?
>
> Zufällig hatte ich letztes Wochenende ein Sattelseminar mit Peter Menet
> (Labelle, Cobra) aus der Schweiz, bei dem diesen Thema zur Sprache kam.
> Trockene Stellen finden sich meist rechts und links neben dem Widerrist,
> direkt hinter dem Schulterblatt. Peter Menet verdeutlichte, daß sich durch
> die Bewegung des Schulterblattes eine "Kuhle" hinter diesem bildet und
> daher trockene Flecken hier eigentlich logisch seien. Man sieht diese
> Kuhle auch bei Bewegung des Schulterblattes.
Das ist IMHO aber doch unlogisch, denn das Schulterblatt bewegt sich ja
nicht nur in eine Richtung. Das heisst, entsteht diese Kuhle beim
Vorfuehren des Vorderbeines, wird sie andererseits beim Rueckfuehren des
Beines wieder ausgefuellt, weil sich der Muskel strafft. Und das
passiert bei Bewegung eben "laufend" ;-) beidseitig abwechselnd.
Weswegen ich dieser Logik nicht ganz folgen kann.
Um auf Deine Frage
> zurückzukommen, würde das also bedeuten, ein trockener Fleck heißt "Luft"
> bzw. Platz unter dem Sattel und Schweissbildung "Druck". Peter Menet wies
> aber explizit darauf hin, daß ein trockener Fleck nicht zwangsläufig ein
> Hinweis auf einen schlechten Sattel sei, sondern dies eher ein ganz
> hartnäckiges Gerücht sei
Das wuerde ich erheblich differenzierter sehen:
Es gibt mehrere Sorten ungleichmessiger Schweissbildung unterm Sattel:
Im Idealfall ist der Verlauf beider langer Rueckenmuskeln trocken, bzw.
nur oberflaechlich leicht feucht (wie gewaschene, nicht ganz trockene
Waesche), und zwar gleichmaessig ueber die gesamte Auflageflaeche.
Hat man das erreicht, ist das Pferd hervorragend gymnastiziert und der
Sattel passt optimal.
Kleine schweissige Stellen auf dieser Flaeche sind Zeichen leicht
verstaerkten Druckes, der durch einen nicht mehr ganz optimal passenden
Sattel herruehren koennen, oefter jedoch von einem einseitig oder
vermehrt vorn oder hinten sitzenden Reiter stammen.
Schweiss ueber die gesamte Sattelflaeche ist schon weniger gut, denn das
bedeutet, dass der lange Rueckenmuskel angespannt war. Angespannte
Muskeln arbeiten vermehrt, mechanische Arbeit produziert Waerme, die
abgeleitet werden muss -> vermehrte Schweissbildung.
Grundsaetzlich schwitzen Pferde a) an Hautpartien mit viel
Schweissdruesen (alle lockeren Hautpartien bis auf Beine und Kopf) und
b) ueber den Muskeln, die man vermehrt zur Arbeit heranzieht.
Im Idealfall sind das Unterhals, Brust, die Seiten des Halses, bei
"hoehere Dressur" gehenden Pferden auch der obere seitliche Bereich des
Halses, die Bauchseiten, die Flanken und die Partien zwischen den
Hinterbeinen. Also sozusagen ueberall "unten" und "seitlich".
Bei einem schlecht gymnastizierten Pferd ist es sozusagen die gesamte
Oberlinie: Hals und Ruecken, Hals oben beidseitig, dazu noch der Hals
unten, wenn der Unterhals den Kopf stuetzen muss. Eventuell auch die
Flanken, weil da zum einen die Schweissdruesenkonzentration sowieso
recht gross ist, und weil das Pferd so oder so die Hinterbeine vorwaers
fuehrt. Dann allerdings weniger zwischen den Hinterbeinen, denn das ist
die "tragende" Muskulatur, die die Hinterbeine anwinkelt (alles jetzt
etwas vereinfacht)
Dass die Rueckenmuskeln schwitzen, darf eigentlich nur bei intensiver
Biegearbeit passieren (abwechselndes Zusammenziehen des langen
Rueckenmuskels je nach Rechts-oder Linksbiegung), ansonsten ist es idR
ein Zeichen fuer beginnende Verspannungen der Rueckenmuskulatur. (Ich
weiss, jaja, sehr viele Pferde sind unterm Sattel schweissnass...)
Ausnahmen gelten fuer Satteldecken aus Synthetikmaterial oder Gelpads,
unter denen aufgrund der mangelnden Schweissaufsaugung bzw.
Durchlaessigkeit staerker geschwitzt wird als unter Decken aus
Naturfasern oder schweissdurchlaessigem Material.
Hier waere es interessant, mal eine Decke aus natuerlichem Material zu
benutzen und zu sehen, was dann passiert.
Weitere Ausnahmen sind krankhafte Prozesse, wie Subluxationen der
Wirbel, die zu Verspannungen fuehren koennen, Muskelerkrankungen,
Mineralmangel, der krampfanfalelliger macht (Calcium oder Magnesium),
u.ae.
Sind in der schweissnassen Flaeche Stellen weniger starker
Schweissbildung, die aber noch feucht sind, liegt der Sattel dort hohl
oder hat vermehrten, aber keinen extremen Druck (Durchblutung behindert,
aber nicht unterbunden).
Entstehen aber trockene Flecken, die kein bisschen Feuchtigkeit mehr
dort haben, ist dort in der Tat die Haut so "abgeklemmt", dass sie nicht
mal mehr Schweiss bildet.
Und dass diese oftmals direkt hinter dem Widerrist beidseitig hinter der
Schulter liegen, hat einen sehr einfachen Grund:
Der Sattel wird im Idealfall dem stehenden entspannten Pferd angepasst
und sitzt richtig.
Der Reiter steigt auf, arbeitet mit dem Pferd, das Pferd beginnt seinen
Ruecken zu verspannen (leider sehr oft ueblich, wenn auch natuerlich
fehlerhaft), betroffen sind hier hauptsaechlich Trapezmuskel und langer
Rueckenmuskel. Das bewirkt ein beidseitiges Einsinken der
Rueckenmuskulatur, weswegen der "Sattelwinkel" vorn jetzt
verhaeltnismaessig zu weit wird und deswegen nur noch der Teil der
Polsterung, der unmittelbar am Kammerrand liegt (schmalste Stelle),
aufliegt, und der Rest hohl liegt, was zu punktuellem Druck fuehrt.
Zudem veraendert sich die Rueckenlinie von einer nahezu geraden zu einem
Gefaelle zum Widerrist hin, sodass das Gewicht des Reiters (unbewusst)
vermehrt nach vorn verlagert wird.
Beides zusammen fuehrt zu den Druckstellen hinter der Schulter, denen
man manchmal sogar die Auflagepunkte ansehen kann, denn sie sind oft
annaehernd dreieckig mit der Basis des Dreiecks oben am Polsterungsrand
des Sattels.
Das hat wirklich nichtmal was mit der Qualitaet bzw. Passform des
Sattels zu tun, sondern mit der Gymnastizierung des Pferdes.
Auf den Sturm der Entruestung wartend, <g>
Anke,
die letzhin sogar eine Haflingerstute, die sie zuvor noch nie geritten
hatte und die nicht viel, aber immerhin eine solide Grundausbildung
hatte, so geritten hat, dass der Ruecken gleichmaessig nur wenig feucht
war - bei nassem Unterhals und Brust und Flanken
+ Marseille,
die gewitzte Haflingerlady, die Longieren mit Frauchen drauf ziemlich
doof findet
+ Carmina, die natuerlich auch bei 30 Grad im Schatten immer noch
weniger ueberm Rueckenmuskel schwitzt (der ist dann leicht feucht) als
an den "erwuenschten" Stellen
> also: viel glück bei der suche nach einem verkäufer der zugleich fachmann
> ist.
Hallo Ihr,
dann fange ich doch auch mal mit suchen an: Suche _guten_ Sattler in der Gegend
von Karlsruhe, der auch auf den Hof kommt. Sattelkauf ohne Pferd und Probereiten
ist irgendwie bescheiden! Herr Hintermayer kommt leider nur auf den Hof, wenn er
die Garantie bekommt, daß er auch einen neuen Sattel verkauft :(
Habt Ihr irgendwelche Tips?
Ciao
Karin
Hallo Karin,
du könntest ja auch zu Hr. Hintermeyer fahren. Die haben dort einen kleinen
Reitplatz, wo man Sättel dann auf seinem Pferd ausprobieren kann. Habe ich
gemacht - ist dann 150,-- DM billiger.
Kennst Du Sattlerei Vollmer in Königsbach-Stein? Die sind auch ganz gut. Ob die
auf den Hof kommen weiß ich leider nicht, müßtest Du nachfragen. Habe nur leider
die Telefon-Nr. nicht parat!
Viele Grüße
Andrea
> Hallo Karin,
>
> du könntest ja auch zu Hr. Hintermeyer fahren. Die haben dort einen kleinen
> Reitplatz, wo man Sättel dann auf seinem Pferd ausprobieren kann. Habe ich
> gemacht - ist dann 150,-- DM billiger.
Hi Andrea,
Das wußte ich nicht, ist eigentlich eine gute Idee. Außer vielleicht, daß mein Pferd
da vermutlich das "Hermännle" macht und ich erst noch jemanden mit Auto und Hänger
zum Fahren organisieren muß...
> Kennst Du Sattlerei Vollmer in Königsbach-Stein? Die sind auch ganz gut. Ob die
> auf den Hof kommen weiß ich leider nicht, müßtest Du nachfragen. Habe nur leider
> die Telefon-Nr. nicht parat!
Ich war mal mit einer Freundin da - das ist wirklich ein schnuckelig-kleiner Laden.
Aber ich weiß nicht, ob er auf den Hof kommt, ich suche mir einfach mal die Nummer
von ihm raus und frag' ihn.
Danke!
Karin
witzigerweise habe ich mir genau diese Frage gestern schon beim Schreiben
auch gestellt (manche Dinge müssen sich halt immer erst mal setzen) und
wollte deshalb gestern abend diesbezüglich bei unseren Pferden noch mal
genauer experimentieren. Hat aber leider nicht geklappt, weil mir was
dazwischenkam.
Du hast völlig Recht, deutlich wird die Kuhle beim Vorführen des
Vorderbeines und ist auch im Stand erkennbar, inwieweit sich bei der
Rückführung des Vorderbeines der Muskel strafft und diese Kuhle füllt, war
genau der Punkt, den ich mir bewußt anschauen wollte.
Daß die Schweißbildung differenziert zu betrachten ist (berücksichtigt
werden muß ja auch u.a. Trainings- und Futterzustand) gebe ich Dir vöölig
Recht, wenngleich ich sie so differenziert wie Du leider noch nie getan
habe;
Heute abend werde ich Reitstunde (Dressur) haben, da werde ich mal ganz
speziell drauf achten und bin schon ganz gespannt.
Ich finde Deine Ausführungen hochinteressant, muss sich bei mir jetzt aber
auch erst mal setzen ;-))
(Wahrscheinlich nehme ich heute abend diese Mail mit und inspiziere nach der
Stunde mit Zettel in der Hand mein Pferd :-))) - aber heute ist es leider
auch extrem heiß )
> Um auf Deine Frage
> > zurückzukommen, würde das also bedeuten, ein trockener Fleck heißt
"Luft"
> > bzw. Platz unter dem Sattel und Schweissbildung "Druck". Peter Menet
wies
> > aber explizit darauf hin, daß ein trockener Fleck nicht zwangsläufig ein
> > Hinweis auf einen schlechten Sattel sei, sondern dies eher ein ganz
> > hartnäckiges Gerücht sei
>
> Das wuerde ich erheblich differenzierter sehen:
> Es gibt mehrere Sorten ungleichmessiger Schweissbildung unterm Sattel:
> Im Idealfall ist der Verlauf beider langer Rueckenmuskeln trocken, bzw.
> nur oberflaechlich leicht feucht (wie gewaschene, nicht ganz trockene
> Waesche), und zwar gleichmaessig ueber die gesamte Auflageflaeche.
> Hat man das erreicht, ist das Pferd hervorragend gymnastiziert und der
> Sattel passt optimal.
> Kleine schweissige Stellen auf dieser Flaeche sind Zeichen leicht
> verstaerkten Druckes, der durch einen nicht mehr ganz optimal passenden
> Sattel herruehren koennen, oefter jedoch von einem einseitig oder
> vermehrt vorn oder hinten sitzenden Reiter stammen.
> Schweiss ueber die gesamte Sattelflaeche ist schon weniger gut,
zu meinem Verständnis: meinst Du damit Schweißbildung im Bereich der
Sattelblätter, oder meinst Du eine nicht mehr klare Abgrenzung der
Auflagefläche ?
Warum ?
Ob richtig oder nicht; so intensiv muss man sich erst mal damit
auseinandersetzen!
> Anke,
Judith
die heute ihre Kahira genau testen wird
> > Kennst Du Sattlerei Vollmer in Königsbach-Stein? Die sind auch ganz gut.
Ob die
> > auf den Hof kommen weiß ich leider nicht, müßtest Du nachfragen. Habe
nur leider
> > die Telefon-Nr. nicht parat!
> Ich war mal mit einer Freundin da - das ist wirklich ein
schnuckelig-kleiner Laden.
> Aber ich weiß nicht, ob er auf den Hof kommt, ich suche mir einfach mal
die Nummer
> von ihm raus und frag' ihn.
Die Sattlerei Vollmer kann ich auch nur empfehlen! Dort habe ich
früher alle meine Ledersachen reparieren lassen und auch gerne
eingekauft :-)
Gruss,
Sabine
Hallo, Maria!
Leider bin ich kein Sattelexperte...
> > vielleicht ist das wirklich ein unterschied zwischen western- und
> dressursattel.
>
> Aber da wo der Sattel nicht aufliegt, verkleinert sich doch die
> Auflagefläche. Dann wäre ja mehr Druck auf dem Rest und das ist doch auch
> nicht OK. Je mehr Auflage, desto besser verteilter Druck. Ist es da nicht
> egal, welcher Art der Sattel ist?
Das ist richtig, aber es ist umso schwerer, einen Sattel gut anzupassen,
je mehr Auflageflaeche er hat.
Um es gedanklich zu vereinfachen, teile mal im Kopf die Flaeche des
Rueckens in viele einzelne Punkte auf: An jedem einzelnen Punkt sollte
der Druck gleich sein, aber es sind bei einem Sattel mit grosser
Auflageflaeche mehr Punkte da. Und diese muessen ja wie bei einem
dreidimensionalen Puzzle mit der Form des Sattels zusammenpassen. Je
mehr Punkte und je mehr "Biegungen" in der dritten Dimension, desto mehr
Moeglichkeiten, dass man irgendwo keine Uebereinstimmung hat.
Das fuehrt bei Rueckenverspannungen ausserdem noch zu dem Problem, dass
mehr Punkte ihre Lage veraendern und damit die Passform sich deutlicher
verschlechtert als bei einem Englischsattel, selbst wenn er beim
entspannten Pferd optimal gesessen hat.
Prinzipiell ist ein Sattel mit grosser Auflageflaeche wegen der besseren
Druckverteilung zwar fuer Freizeit-Distanz-und Wanderrreiten vorzuziehen
(nicht fuer Dressurreiten und Springen), aber er ist eben auch deutlich
schwieriger anzupassen.
Die Idee von Norberts Sattler ist dabei natuerlich gut, nuetzt aber auch
nur dann was, wenn das Pferd konsequent sauber gymnastiziert und gut
geritten wird. (Wie bei jedem anderen Sattel allerdings auch)
Gruss,
Anke
+ die Trachtensattelinhaber
> Leider bin ich kein Sattelexperte...
ich auch nicht, aber ich hab mich schon intensiv damit beschäftigt und
viel gelesen und war bei so einigen Sattelanproben dabei, auch bei
Pferden, bei denen ich die erste Sattelanprobe erlebt hatte und die sich
verändert hatten und nun einen neuen Sattel brauchten. Und je mehr ich
darüber weiss, desto misstrauischer werde ich...
> Das ist richtig, aber es ist umso schwerer, einen Sattel gut anzupassen,
> je mehr Auflageflaeche er hat.
Das stimmt.
> Um es gedanklich zu vereinfachen, teile mal im Kopf die Flaeche des
> Rueckens in viele einzelne Punkte auf: An jedem einzelnen Punkt sollte
> der Druck gleich sein, aber es sind bei einem Sattel mit grosser
> Auflageflaeche mehr Punkte da. Und diese muessen ja wie bei einem
> dreidimensionalen Puzzle mit der Form des Sattels zusammenpassen. Je
> mehr Punkte und je mehr "Biegungen" in der dritten Dimension, desto mehr
> Moeglichkeiten, dass man irgendwo keine Uebereinstimmung hat.
> Das fuehrt bei Rueckenverspannungen ausserdem noch zu dem Problem, dass
> mehr Punkte ihre Lage veraendern und damit die Passform sich deutlicher
> verschlechtert als bei einem Englischsattel, selbst wenn er beim
> entspannten Pferd optimal gesessen hat.
Ja, völlig klar. Deshalb muss man eben bei einem Sattel mit grosser
Auflage noch viel mehr auf gute Passform achten. Deshalb denke ich ja
auch, da es leichter ist, einen Englischsattel passend zu bekommen, dass
ein Englischsattel eher passgerecht sein könnte, als ein grossflächiger
Westernsattel und deshalb auch sollte. Wobei natürlich grundsätzlich
jeder Sattel passen sollte.
> Prinzipiell ist ein Sattel mit grosser Auflageflaeche wegen der besseren
> Druckverteilung zwar fuer Freizeit-Distanz-und Wanderrreiten vorzuziehen
> (nicht fuer Dressurreiten und Springen), aber er ist eben auch deutlich
> schwieriger anzupassen.
> Die Idee von Norberts Sattler ist dabei natuerlich gut, nuetzt aber auch
> nur dann was, wenn das Pferd konsequent sauber gymnastiziert und gut
> geritten wird. (Wie bei jedem anderen Sattel allerdings auch)
Das ist klar und trifft bei meinem Pferd auch zu. Bei meinem aktuellen
Sattel war es so und nun ist er eben zu klein und wie ich heute weiss,
leider auch zu lang.
>
Gruss
Maria
Claudia O. wrote:
> tja, ich hatte halt auch schon gehoert, dass diese trockenen stellen ein indiz
> fuer uebergrosse quetschung der haut sei. daher die frage.
Ich habe das auch schon gehört....bin schon neugierig was da jetzt stimmt :-)
Mfg Resi
Hallo, Judith!
...
> (Wahrscheinlich nehme ich heute abend diese Mail mit und inspiziere nach der
> Stunde mit Zettel in der Hand mein Pferd :-))) - aber heute ist es leider
> auch extrem heiß )
Es ist wirklich hochinteressant, was man beim Ansehen der Sattellage
oder der gesamten Schweissbildung des Pferdes fuer Rueckschluesse auf
die Stunde ziehen kann :-)
Allerdings muss man wissen, welche Muskeln wann und zu welchem Zweck
gebraucht werden
>
...
> > Schweiss ueber die gesamte Sattelflaeche ist schon weniger gut,
>
> zu meinem Verständnis: meinst Du damit Schweißbildung im Bereich der
> Sattelblätter, oder meinst Du eine nicht mehr klare Abgrenzung der
> Auflagefläche ?
Ich meine ueber die gesamte Auflageflaeche des Sattels, der ja idR auf
dem langen Rueckenmuskel liegt. An den Seiten (Sattelblaetter) ist
Schweiss o.k., weil dieser von der Arbeit der diagonal verlaufenden und
seitlichen Bauchmuskulatur herruehrt.
>
> > Auf den Sturm der Entruestung wartend, <g>
>
> Warum ?
> Ob richtig oder nicht; so intensiv muss man sich erst mal damit
> auseinandersetzen!
Tja, da koenntest du schon recht haben, aber ich habe ja indirekt den
Vorwurf gemacht, dass fast jedes Pferd, dessen Sattellage im
Rueckenbereich nach dem Reiten schweissnass ist, Rueckenverspannungen
haben koennte, und dass das in den meisten Faellen am Reiter liegen
wuerde.
Weisst Du, wieviele Pferde nach dem Reiten einen nassen Ruecken haben?
Ach ja, Nachtrag: wenn viel raumgreifend galoppiert und gesprungen wird,
darf die Sattellage auch nass sein, denn dann muss der lange
Rueckenmuskel wirklich kraeftig arbeiten...
>
Gruss,
Anke
+ die Trockengelegten
> tendre wrote:
>
> > also: viel glück bei der suche nach einem verkäufer der zugleich
> > fachmann ist.
>
> Hallo Ihr,
>
> dann fange ich doch auch mal mit suchen an: Suche _guten_ Sattler in der
> Gegend von Karlsruhe, der auch auf den Hof kommt. Sattelkauf ohne Pferd
> und Probereiten ist irgendwie bescheiden! ...
Kenst du Sommer in Pirmasens?
Die koennen Dir evtl. einen Haendler sagen, der auf den Hof kommt. Und
Du kannst dich auch mit Sonderwuenschen an sie wenden.
Gruss,
Anke,
die nach wie vor von einem Sommer Evolution traeumt
mit der Sattlerin Frau Schleehauf aus Herrenberg habe ich wirklich gute
Erfahrungen gemacht, sie hat hier einen sehr guten Ruf und macht meines
Wissens auch weitere Fahrten. Ob sie allerdings auch Touren Richtung
Karlsruhe fährt... ? Sie will nicht unbedingt verkaufen und kommt auch *nur*
zum Sattelanpassen auf den Hof oder du kannst das Pferd zu ihr bringen. Auf
einen Termin vor Ort muss man - nur meine Erfahrung! - allerdings lange
warten (wir brauchten ungefähr 3 Monate und mehrere Telefonate, bis es so
weit war).
Telefonnummer hab ich leider nicht da, aber sie ist im Reitsportgeschäft
Steckenpferd, Herrenberg, erreichbar.
HTH und viel Glück bei der Suche nach einem guten Sattler - das ist wirklich
nicht so einfach.
Grüsse
Dagmar + Gregor, dem sein Sattel bald noch besser passt
da will ich doch auch gleich mal fragen :-)
Kennt Ihr einen guten Sattler, irgendwo zwischen Stralsund und Hamburg? Hamburg
wäre okay, da fahr ich hoffentlich mit Hotte in 3-4 Wochen hin.
Gruß Christina
Hallo, Maria!
...Bei meinem aktuellen
> Sattel war es so und nun ist er eben zu klein und wie ich heute weiss,
> leider auch zu lang.
> >
Zu klein (zu eng) geworden kann jedem passieren - ist besser als
umgekehrt (zu weit).
Das mit dem "zu lang" ist auch so ein Problem. Die Duelmener Osteopathen
meinen ja, ein Sattel solle nicht laenger sein als bis zum 15.
Brustwirbel. Das schafft aber manchmal nichtmal ein Englischsattel. Ich
finde die Argumentation auch schwer nachzuvollziehen.
Sie sagen, die Dornfortsaetze der 15.-18. BW stuenden nahezu senkrecht
und waeren damit leicher herunterzudruecken als die davor, die ein wenig
schraeg nach hinten stehen.
Aber es darf ja sowieso kein Teil des Sattels auf der Wirbelsaeule
direkt aufliegen, also wie soll dann so viel Druck allein von einem
gutliegenden Sattel und gleichmaessig sitzenden Reiter kommen?
Es ist was anderes, wen ein Reiter staendig die "Hinterkante" des
Sattels belastet. Aber das soll ja auch nicht sein - dann bringt er auch
Brustwirbel vor dem 15. aus der korrekten Position.
Jedenfalls sollte er keinesfalls hinter dem 18. BW liegen - und das hat
zwei Gruende: Zum einen kann sich ein Pferd maximal im Lendenbereich
biegen, die Rippen vorher sind nicht so beweglich, und wenn der Sattel
laenger ist, moeglicherweise noch ein WS mit eckigen Skirts, dann piekst
sich das Pferd selber bei Biegeversuchen in die Seite, was eine
leidiglich "partielle" Biegung, z.B. vor allem des Halses, als
Kompensation dieses Pieksens foerdert.
Und ausserdem soll der Sattel ja auf dem langen Rueckenmuskel UND den
Rippen aufliegen - wenn der Muskel mal keine Kraft hat, stuetzen die
Rippen den Sattel wenigstens noch mechanisch, aber wo keine sind,
koennen keine stuetzen...
Gruss,
Anke,
die u.a. aus diesem Grund keinen WS mehr haben will (Biegen und
Auflageflaeche)
+ Kicki,
die mit ihrem Hestar ganz gluecklich ist
Hallo Anke,
> ich habe ja indirekt den
>Vorwurf gemacht, dass fast jedes Pferd, dessen Sattellage im
>Rueckenbereich nach dem Reiten schweissnass ist, Rueckenverspannungen
>haben koennte, und dass das in den meisten Faellen am Reiter liegen
>wuerde.
das haengt doch aber auch von Sattel und Decke/Pad ab... Wie ich schon
schrieb, ist bei Apollo nach einer Dressurstunde (= Dressursattel,
duenne Satteldecke) hinter den Schulterblaettern ein trockener Fleck,
der aber bei _viel_ Arbeit auch irgendwann anfaengt zu schwitzen.
Nach einem schweisstreibenden Ausritt (= Wanderreitsattel, dickes
tolles Pad) ist die _ganze_ Sattellage komplett durchgeschwitzt. Das
liegt aber auch daran, dass das Pad den Zwischenraum zwischen Sattel
und Schulterblatt-Kuhle (know what I mean??) ausfuellt und so auch
dort Schweiss entstehen muss.
Und - ich dachte immer, dass Schweiss dann entsteht, wenn die Muskeln
richtig arbeiten. Bei Verspannungen koennen sie das nicht. Oder hab
ich da was uebersehen?
So long,
Katje + Apollo, deren Reiterei gestern von einem fuerchterlichen
Gewitter nach einer Viertelstunde unterbrochen wurde...
"Katje Binder" <bin...@uni-muenster.de> schrieb im Newsbeitrag
news:9hnd1t$uus$5...@redenix.uni-muenster.de...
> das haengt doch aber auch von Sattel und Decke/Pad ab... Wie ich schon
> schrieb, ist bei Apollo nach einer Dressurstunde (= Dressursattel,
> duenne Satteldecke) hinter den Schulterblaettern ein trockener Fleck,
> der aber bei _viel_ Arbeit auch irgendwann anfaengt zu schwitzen.
Es könnte sein das dieser Bereich anfängt zu schwitzen weil dein Pferd mit
der Zeit weicher wird und auch diesen Muskel nutzt.
> Nach einem schweisstreibenden Ausritt (= Wanderreitsattel, dickes
> tolles Pad) ist die _ganze_ Sattellage komplett durchgeschwitzt.
Ich benutze beim Wandersattel auch ein sehr anpassungsfähiges Pad mit
Bulltexeinlage, dieses verursacht auch ein sehr gleichmässiges Schweissbild.
Obwohl der Sattel weit weniger gut passt wie mein Dressursattel der nach
kurzen Ritten nur ungleichmässige Schweissbilder produziert.
> Und - ich dachte immer, dass Schweiss dann entsteht, wenn die Muskeln
> richtig arbeiten. Bei Verspannungen koennen sie das nicht. Oder hab
> ich da was uebersehen?
Ja du hast was übersehen :-) Stress kann ebenfalls Schweiss auslösen.
Ausserdem ein verspannter Muskel verbraucht ebenfalls Energie und produziert
Wärme nur schon durch die Kontraktion die nie gelöst wird.
mfG René
> Kenst du Sommer in Pirmasens?
> Die koennen Dir evtl. einen Haendler sagen, der auf den Hof kommt. Und
> Du kannst dich auch mit Sonderwuenschen an sie wenden.
Hi Anke,
Ich hatte früher einen Sommer-Sattel, der hat dem Pferd super gepaßt, war nur
für den Reiter etwas härter ;) Aber momentan möchte ich mal erst querbeet
schauen, was es so gibt und vor allem, was meinem Pferd gut paßt. Ich träume
ja von einem Sattel mit viel Freiraum am Widerrist - irgendwie halte ich das
für nötig bei den Kissing Spines :(
Byebye
Karin
> Zu klein (zu eng) geworden kann jedem passieren - ist besser als
> umgekehrt (zu weit).
Ja, sicher. Die Stute hat sich einfach noch weiterentwickelt. Ist ein
Spätzünder.
> Das mit dem "zu lang" ist auch so ein Problem. Die Duelmener Osteopathen
> meinen ja, ein Sattel solle nicht laenger sein als bis zum 15.
> Brustwirbel. Das schafft aber manchmal nichtmal ein Englischsattel. Ich
> finde die Argumentation auch schwer nachzuvollziehen.
Genauer ausgedrückt: Der Schwerpunkt des Reiters sollte nicht hinter dem
15. Brustwirbel liegen, etwas Gewicht dürfte schon hinter dem 15. Wirbel
sein. So weiss ich das von meiner Osteopathin und aus dem Buch "Der
Pferderücken" von Sarah Wyche. Aber stimmt, ich habe auch schon viele
Englischreiter weit hinten sitzen sehen. Es hängt ja auch immer von der
Rückenlänge, von der Länge des Widerristes und der Schulterstellung ab,
wo genau der Sattel zu liegen kommt. Und selbst ein langer Westernsattel
sollte im Lendenbereich hinter dem 18. Brustwirbel nicht mit Druck
aufliegen.
> Sie sagen, die Dornfortsaetze der 15.-18. BW stuenden nahezu senkrecht
> und waeren damit leicher herunterzudruecken als die davor, die ein wenig
> schraeg nach hinten stehen.
> Aber es darf ja sowieso kein Teil des Sattels auf der Wirbelsaeule
> direkt aufliegen, also wie soll dann so viel Druck allein von einem
> gutliegenden Sattel und gleichmaessig sitzenden Reiter kommen?
Verstehe ich auch nicht so recht. Ich habe schon so viele Westernpferde
gesehen, die einen weit nach hinten reichenden Sattel trugen, ohne dass
sie Probleme mit ihrem Rücken gehabt hätten.
> Jedenfalls sollte er keinesfalls hinter dem 18. BW liegen - und das hat
> zwei Gruende: Zum einen kann sich ein Pferd maximal im Lendenbereich
> biegen, die Rippen vorher sind nicht so beweglich,
ja, und die Rippen geben eine gewisse Stabilisierung unter dem
Reitergewicht.
> und wenn der Sattel
> laenger ist, moeglicherweise noch ein WS mit eckigen Skirts, dann piekst
> sich das Pferd selber bei Biegeversuchen in die Seite, was eine
> leidiglich "partielle" Biegung, z.B. vor allem des Halses, als
> Kompensation dieses Pieksens foerdert.
Ich hab das mal neben dem Pferd stehend getestet. Wenn mein Pferd sich
biegt und sie kann sich sehr biegen, wölbt sich der Rücken etwas auf und
der Sattel kommt im hinteren Bereich etwas hoch, sodass er nicht in die
Seite pieksen kann. Aber vorn an der Schulter könnte sicher sowas
entstehen, falls der Sattel da nicht weit genug ist, wodurch die Biegung
des Pferdes möglicherweise etwas verhindert wird, einfach weil es
mechanisch behindert wird.
> Und ausserdem soll der Sattel ja auf dem langen Rueckenmuskel UND den
> Rippen aufliegen - wenn der Muskel mal keine Kraft hat, stuetzen die
> Rippen den Sattel wenigstens noch mechanisch, aber wo keine sind,
> koennen keine stuetzen...
Stimmt. Auch eine trainierte Lendengegend ist in jedem Falle weniger
belastbar, als der Bereich der Rippen.
>
> die u.a. aus diesem Grund keinen WS mehr haben will (Biegen und
> Auflageflaeche)
Doch, grundsätzlich bin ich damit sehr zufrieden. Er muss halt richtig
pasen.
Viele Grüsse
Maria
Hallo, Katje!
> das haengt doch aber auch von Sattel und Decke/Pad ab... Wie ich schon
> schrieb, ist bei Apollo nach einer Dressurstunde (= Dressursattel,
> duenne Satteldecke) hinter den Schulterblaettern ein trockener Fleck,
> der aber bei _viel_ Arbeit auch irgendwann anfaengt zu schwitzen.
> Nach einem schweisstreibenden Ausritt (= Wanderreitsattel, dickes
> tolles Pad) ist die _ganze_ Sattellage komplett durchgeschwitzt. Das
> liegt aber auch daran, dass das Pad den Zwischenraum zwischen Sattel
> und Schulterblatt-Kuhle (know what I mean??) ausfuellt und so auch
> dort Schweiss entstehen muss.
Eh-eh. Sooo nicht :-)) Das gildet nur, wenn Dein Pad aus Vestan, Kodel
oder einem aehnlichen Kunstfasermaterial ist.
Das mit der Dressursatteldecke kann daran liegen, dass dieser nicht
optimal passt oder dass Dein Pferd eben doch etwas den Ruecken krampft
beim Arbeiten, s. entsprechendes posting. Oder Du klemmst mit den
Oberschenkeln.
Aber sonst sollteDein pferd bei Dresur oder Freizeitreiten gar nicht auf
dem Ruecken *nass* sein. Weder stellenweise noch ganzflaechig.
> Und - ich dachte immer, dass Schweiss dann entsteht, wenn die Muskeln
> richtig arbeiten. Bei Verspannungen koennen sie das nicht. Oder hab
> ich da was uebersehen?
Ebent. Schweiss entsteht hauptsaechlich da, wo Waerme entsteht, und die
entsteht dort, wo Muskeln arbeiten. Nur: der lange Rueckenmuskel, der
Trapezmuskel und noch so einige der Oberlinie *sollen* (bei
Dressurreiten unter Klasse M oder Vergleichbarem und Freizeitreiten) gar
nicht so angestrengt arbeiten - hoechstens einseitig und beim Biegen,
oder eben bei viel Galopp und Springen.
Den Ruecken straffen, damit er verhaeltnismaessig muehelos tragen kann,
erreicht man mit dem langen Nackenband (Senken und Anwinkeln des Kopfes)
und den dreierlei Bachmuskeln (laengs, quer und schraege B.). Dann kann
der Antagonist loslassen, hier der lange Rueckenmuskel. Unterstutzend
dazu noch die "Hankenbeugung", bei gebeugten Hinterbeinen wird das
Becken leicht abgewinkelt und zieht den Rueckenmuskel ausserdem noch
lang und woelbt die Lendenpartie auf.
*Deswegen* soll der Rueckenmuskel nicht schwitzen. Stattdessen dieSeiten
(laengs verlaufende und diagonal verlaufende Bauchmuskulatur) und die
Muskelpartien, die das Hinterbein anwinkeln und heben, also Bereiche vor
dem Kniegelenk und zwischen den Hinterbeinen.
Wenn er aber doch schwitzt und es nicht am waerme-und
feuchtigkeitssstauenden Pad liegt, dann traegt der Ruecken
Reitergewicht, indem er mit dem langen Rueckenmuskel die Wirbelbruecke
"feststellt", und das ist aus diversen Gruenden, die ich schonmal
aufgefuehrt hatte, nicht sonderlich erstrebenswert.
Uebrigens: Verspannte Muskeln produzieren auch Waerme - sie arbeiten ja
besonders viel...
>
Gruss,
Anke,
die Katje wirklich gerne mal die eine oder andere Stunde verabreichen
wuerde ;-))
Hallo, Karin!
>
.... irgendwie
> halte ich das für nötig bei den Kissing Spines :(
>
Wenn er kissing spines hat und die noch nicht verwachsen sind, dann
wuerde ich dir dringend a) einen Osteopathen und b) ganz ganz viel
Rueckentraining ans Herz legen wollen.
Einen Sattel fuer ein solches Pferd evtl. noch massanfertigen zu lassen
ist nicht die optimale Loesung.
Gruss,
Anke,
die sich intensiv mit diesem Thema beschaeftigt hat
>Aber sonst sollteDein pferd bei Dresur oder Freizeitreiten gar nicht auf
>dem Ruecken *nass* sein. Weder stellenweise noch ganzflaechig.
Also ich weiß nicht, wie du reitest, aber wenn ich mich dabei
anstrenge (zumindest bei der Dressur), dann fange ich irgendwann an zu
schwitzen. Meinem Pferd geht es nicht anders. Und während am Körper
der "Fahrtwind" für einen gewisse Lüftung sorgt, ist das unter dem
Sattel (mit Ausnahme der Kammer) nicht so. Er liegt auf dem Pferd. Das
Leder ist nicht besonders luftdurchlässig. Ergo fängt mein Pferd dort
an zu schwitzen wenn es sich anstrengt, beim jetzigen heißen Wetter
teilweise auch schon im Schritt. (Auch ich schwitze schon, wenn ich
mit dem Pferd von der Weide komme und dort in der sengenden Sonne
gegangen bin.) Da die Wärme durch den Sattel nicht verdunsten kann,
ist die Sattellage ebenso wie die dünne Satteldecke beim Abnehmen des
Sattels naß, wohin hätte der Schweiß auch gehen sollen?
Übrigens kann man das auch beobachten, wenn man eine Schabracke
benutzt. Die geht über den Sattel hinaus und wenn das Pferd geschwitzt
hat, dann ist es auch unter dem hinteren Teil der Schabracke naß,
obwohl dort kein Sattel aufliegt. Da aber der Körper des Pferdes dort
abgedeckt wurde und einen Luftzirkulation nicht oder nur sehr
eingeschränkt stattfinden konnte, um die Wärme abzuleiten, ist auch
dort die Schabracke (und das Pferd) naßgeschwitzt.
Ein gleichmäßig in Sattellage verschwitztes Pferd ist daher noch kein
Grund zur Sorge. Erst wenn nach mäßigem Schwitzen die Sattellage
ungleichmäßig verschwitzt ist, würde ich mir ernsthaft Gedanken über
den offenbar nicht passenden Sattel machen.
Aber es ist ja wohl etwas übertrieben zu behaupten, ein Pferd sollte
nach dem Dressurreiten auf dem Rücken nicht nass sein! Das würde
lediglich bedeuten, daß das Pferd sich überhaupt nicht angestregt hat
- ergo eine Dressur"arbeit" nicht stattgefunden hat. Wenn der Reiter
aber gar nichts erreicht hat bei seinen Anstrengungen, das Pferd zu
gymnastizieren, dann sollte er sich vielleicht ein anderes Pferd
suchen, da er diesem offenbar nicht gewachsen ist!
Um das klarzustellen: Ich plädiere nicht dafür, sein Pferd in der
Dressur zu trietzen, bis ihm der Schweiß in Strömen läuft, aber es
liegt in der Natur der Sache, das die Dressur anstrengend für Pferd
und Reiter ist, so sie denn ordentlich auszuführen versucht wird. Es
ist nicht ungewöhnlich, daß das Pferd dabei eine mehr oder weniger
intensive Schweißentwicklung zeigt. Dasselbe gilt für den Reiter.
Bea
> Also ich weiß nicht, wie du reitest, aber
rest gesnippt.
danke bea, du rückst mein weltbild wieder gerade:-)
liebe grüsse
tendre
> Wenn er kissing spines hat und die noch nicht verwachsen sind, dann
> wuerde ich dir dringend a) einen Osteopathen und b) ganz ganz viel
> Rueckentraining ans Herz legen wollen.
> Einen Sattel fuer ein solches Pferd evtl. noch massanfertigen zu lassen
> ist nicht die optimale Loesung.
>
> Gruss,
>
> Anke,
>
> die sich intensiv mit diesem Thema beschaeftigt hat
Hi Anke,
ja, was meinst Du denn, was ich mache? ;)
Vor ziemlich genau einem Jahr sind die KS bei meinem Pferd entdeckt worden
(war auch nicht sonderlich schwer *autsch* :( ).
Dann stand er erst mal in der Klinik, hat Infusionen bekommen und
Schmerzmittel, damit er sich erst mal wieder los läßt beim Longieren.
Außerdem gab's drei Monate Anabolika, damit die Muskulatur sich schneller
aufbaut (da meinte der Dicke dann, er sei Hengst und hat eine Stute
besprungen...). Aber irgendwie war es bis Oktober noch nicht wesentlich
besser, also kam die Osteopathin das erste Mal. Seit dem noch drei weitere
Male und jedes Mal ging es meinem Pferd danach wieder ein Stück besser.
Beim ersten Mal war wirklich alles verspannt, was ein Pferd überhaupt an
Muskeln hat :( Bei der Gelegenheit wurde auch noch seine Echinacea-Allergie
festgestellt.
Außerdem läuft Lake seit Ende Januar barfuß, weil ich denke, daß es besser
ist, wenn der "Aufprall" auf den Boden nicht so heftig ist - geht ja
irgendwie doch durch den ganzen Körper und eben auch zur Wirbelsäule hoch.
Aus dem gleichen Grund reite ich möglichst nicht auch hartem Boden und
dafür Krümmen und Biegen wir (naja, eher er) uns viel, reiten das Pferd
rund!rund!rund! , gehen ins Gelände, wo's nur geht und hüpfen einmal die
Woche Cavaletti.
Inzwischen geht Lake wieder richtig locker und ich werde ihn wieder ein
bißchen mehr aufrichten, sobald seine Schwellung an der Schulter (von einem
Biß) zurückgegangen ist.
Was könnten wir noch machen? Springen ist nicht sein Ding, da hat er in der
Landung immer den Kopf ganz weit oben - muß eigentlich im Kreuz richtig weg
tun.
Das mit dem "weiten" Sattel möchte ich eigentlich, damit sich die
Wirbelsäule möglichst frei bewegen kann und garantiert nichts auf/gegen die
Wirbel drückt. Maßanfertigen wollte ich ihn aber sowieso nicht lassen.
Ciao
Karin - meldet sich mit Katje bei Ankes Reitstunde an ;)
>
> Wenn er kissing spines hat und die noch nicht verwachsen sind, dann
> wuerde ich dir dringend a) einen Osteopathen und b) ganz ganz viel
> Rueckentraining ans Herz legen wollen.
Das ist klar.
> Einen Sattel fuer ein solches Pferd evtl. noch massanfertigen zu lassen
> ist nicht die optimale Loesung.
Das nicht. Muss nicht bei einem Pferd mit Rückenproblemen ganz
besonders auf einen gut passenden Sattel geachtet werden? Warum sollte
der dann nicht massgefertigt sein? Dann habe ich doch die beste
Garantie, dass er passt? Am besten wäre es natürlich, wenn der
Osteopath das Pferd behandelt hat und das Pferd bereits gut
gymnastiziert ist und dann der Maßsattel angepasst wird. Was spricht
dagegen?
Gruss
Maria
>> Also ich weiß nicht, wie du reitest, aber
>
>rest gesnippt.
>
>danke bea, du rückst mein weltbild wieder gerade:-)
Indem ich feststelle, daß ich nicht weiß, wie Anke reitet? <vbg>
Bea
nein, indem du schreibst weswegen und wo ein pferd schwitzt.
anke ist kein thema für mich............
liebe grüsse
tendre
Hi Karin!
> ja, was meinst Du denn, was ich mache? ;)
Ist ja gut... alles genehmigt :-))
> Dann stand er erst mal in der Klinik, hat Infusionen bekommen und
> Schmerzmittel, damit er sich erst mal wieder los läßt beim Longieren.
> Außerdem gab's drei Monate Anabolika, damit die Muskulatur sich schneller
> aufbaut (da meinte der Dicke dann, er sei Hengst und hat eine Stute
> besprungen...). Aber irgendwie war es bis Oktober noch nicht wesentlich
> besser,
Das klappt auch selten :-(
also kam die Osteopathin das erste Mal. Seit dem noch drei weitere
> Male...
Gut!
> Außerdem läuft Lake seit Ende Januar barfuß, weil ich denke, daß es besser
> ist, wenn der "Aufprall" auf den Boden nicht so heftig ist - geht ja
> irgendwie doch durch den ganzen Körper und eben auch zur Wirbelsäule hoch.
hm... ja, Oder Hufschuhe/Kunststoffbeschlag ginge auch noch. Diese sind
beide gut stossdaempfend.
Ich glaube, ich werde allmaehlich ein Freund dieser Marquis-Schuhe...
> Aus dem gleichen Grund reite ich möglichst nicht auch hartem Boden und
> dafür Krümmen und Biegen wir (naja, eher er) uns viel, reiten das Pferd
> rund!rund!rund! , gehen ins Gelände, wo's nur geht und hüpfen einmal die
> Woche Cavaletti.
Sehr gut!
>
> Was könnten wir noch machen? Springen ist nicht sein Ding, da hat er in der
> Landung immer den Kopf ganz weit oben - muß eigentlich im Kreuz richtig weg
> tun.
Kann ich dir hier schlecht uebermitteln - aber was du machst, hoert sich
alles recht gut an.
Viel Dehnungshaltung reiten, aber das machst du ja schon. Evtl. viel
effektiven Leichten Sitz (den, den Stefan nicht fuer gut haelt - fuer
solche Rueckenprobleme ist ers aber schon). Andere Sachen sind in reinem
Text nicht zu uebermitteln - Schulterherein im Schritt vom Boden aus,
Rueckwaertsrichten, "Bergziege", diverse Sitzuebungen/evtl.
Sitz"korrekturen" - dann muesstest du schon mit in die Stunde mit Katje
kommen ;-))
>
> Das mit dem "weiten" Sattel möchte ich eigentlich, damit sich die
> Wirbelsäule möglichst frei bewegen kann und garantiert nichts auf/gegen die
> Wirbel drückt. Maßanfertigen wollte ich ihn aber sowieso nicht lassen.
Dann wuerde ich ueberlegen, einen Sattel mit elastischem Baum zu nehmen.
>
Gruss,
Anke
Hallo, Maria!
> Das nicht. Muss nicht bei einem Pferd mit Rückenproblemen ganz
> besonders auf einen gut passenden Sattel geachtet werden?
Natuerlich.
Warum sollte
> der dann nicht massgefertigt sein? Dann habe ich doch die beste
> Garantie, dass er passt? Am besten wäre es natürlich, wenn der
> Osteopath das Pferd behandelt hat und das Pferd bereits gut
> gymnastiziert ist und dann der Maßsattel angepasst wird. Was spricht
> dagegen?
Nichts - so ist es die richtige Reihenfolge.
Was ich meinte, ist, dem Pferd nicht fuer einen Senkruecken/eine Schiefe
im Ruecken/weniger/mehr Muskulatur im Ruecken einen passenden Sattel
machen zu lassen - das ist Geldverschwendung, wenn man *danach* einen
Osteopathen holt und die Rueckenform sich wieder normalisiert.
Gruss,
Anke
>Katje Binder <bin...@uni-muenster.de> wrote:
Hallo Anke,
>> das haengt doch aber auch von Sattel und Decke/Pad ab...
[schnipp]
>Eh-eh. Sooo nicht :-)) Das gildet nur, wenn Dein Pad aus Vestan, Kodel
>oder einem aehnlichen Kunstfasermaterial ist.
Das Pad fuer den Wanderreitsattel ist so ein °argl° mir faellt der
Name nicht ein... was Steff mir mal empfohlen hat...
>Das mit der Dressursatteldecke kann daran liegen, dass dieser nicht
>optimal passt oder dass Dein Pferd eben doch etwas den Ruecken krampft
>beim Arbeiten, s. entsprechendes posting. Oder Du klemmst mit den
>Oberschenkeln.
Hmmm - mir leuchtet eigentlich die Erklaerung ein, warum genau in
dieser Kuhle ein trockener Fleck ist.
Das mit den Oberschenkeln kann auch sein :-)) wird aber hoffentlich
demnaechst verschwinden, weil Apollo zunehmend weniger wirft und daher
die Notwendigkeit, sich irgendwo festzuklemmen, nicht mehr da ist.
>Aber sonst sollteDein pferd bei Dresur oder Freizeitreiten gar nicht auf
>dem Ruecken *nass* sein. Weder stellenweise noch ganzflaechig.
Da bin ich anderer Meinung. Wenn das Pferd am Hals und an den Flanken
schwitzt, deutet das darauf hin, dass sich durch die Arbeit die
Koerpertemperatur so erhoeht, dass gekuehlt werden muss. Das wenige
Schwitzen an Hals und Flanken entsteht durch die gleichzeitige
Abkuehlung an der Luft; dies kann unter dem Sattel nicht passieren.
Daher ist unter dem Sattel mehr Schweiss.
Wenn ich joggen gehe, schwitze ich auch nicht nur an den
Oberschenkeln, sondern auch an Ruecken und Bauch. Obwohl da die
Muskeln nicht mehr arbeiten muessen als wenn ich normal gehe.
>> Und - ich dachte immer, dass Schweiss dann entsteht, wenn die Muskeln
>> richtig arbeiten. Bei Verspannungen koennen sie das nicht. Oder hab
>> ich da was uebersehen?
>
>Ebent. Schweiss entsteht hauptsaechlich da, wo Waerme entsteht, und die
>entsteht dort, wo Muskeln arbeiten. Nur: der lange Rueckenmuskel, der
>Trapezmuskel und noch so einige der Oberlinie *sollen* (bei
>Dressurreiten unter Klasse M oder Vergleichbarem und Freizeitreiten) gar
>nicht so angestrengt arbeiten - hoechstens einseitig und beim Biegen,
>oder eben bei viel Galopp und Springen.
Ja schau, ich loese mein Pferd mit vielen Galopp-Trab-Uebergaengen,
und ich bestehe auch auf korrekte Biegungen. Dann darf Apollo auch am
Ruecken schwitzen, gell? Aber wie gesagt, ich nehme eine andere
Ursache fuer das Schwitzen an. Bei viel Arbeit schwitzt er ja sogar am
Kopf, und ich glaube, das Gehirn hat nicht so viele Muskeln ;-)
>Uebrigens: Verspannte Muskeln produzieren auch Waerme - sie arbeiten ja
>besonders viel...
Das hatte ich uebersehen, danke! Danke auch fuer die Erklaerung, was
im Ruecken wie funktioniert...
>die Katje wirklich gerne mal die eine oder andere Stunde verabreichen
>wuerde ;-))
Bitte sehr! Gehen wir zu mir oder zu Dir ;-)) ?
So long,
Katje, die mal wieder von Eigenregie traeumt + Apollo, der da zwar
prima aufgehoben aber einfach zu weit weg ist :-(
> Nichts - so ist es die richtige Reihenfolge.
> Was ich meinte, ist, dem Pferd nicht fuer einen Senkruecken/eine Schiefe
> im Ruecken/weniger/mehr Muskulatur im Ruecken einen passenden Sattel
> machen zu lassen - das ist Geldverschwendung, wenn man *danach* einen
> Osteopathen holt und die Rueckenform sich wieder normalisiert.
>
Prima, dann bin ich ja beruhigt und auf dem richtigen Weg ;-)
Gruss
Maria
Hast Du sie schon getestet? Wie ist Dein Eindruck?
> > Aus dem gleichen Grund reite ich möglichst nicht auch hartem Boden
Ich auch nicht. jedenfalls nicht, wenn ich sehe, dass mein Pferd klemmt,
was im Moment seltener der Fall ist, ausser auf Strasse, da geht sie
eher staksig als locker.
Hast Du eine wirklich plausible Erklärung dafür, warum ein Pferd mit
Rückenproblemen (enge Dornfortsätze, Verspannungen im Rückenmuskel,
Lendengegend) nur im Schritt auf hartem Boden klemmt oder leicht lahmt?
Nicht im Trab und nicht auf weichem Boden? Osteopath und Chiropraktiker
waren schon da, kein Befund mehr. Beine OK. TA sagt, verspannte
Rückenmuskeln.
> Viel Dehnungshaltung reiten, aber das machst du ja schon. Evtl. viel
> effektiven Leichten Sitz (den, den Stefan nicht fuer gut haelt - fuer
> solche Rueckenprobleme ist ers aber schon). Andere Sachen sind in reinem
> Text nicht zu uebermitteln - Schulterherein im Schritt vom Boden aus,
> Rueckwaertsrichten, "Bergziege", diverse Sitzuebungen/evtl.
> Sitz"korrekturen" -
Machen wir alles, geht auch alles (jetzt) wieder. Und trotzdem ist die
Empfindlichkeit auch abhängig vom Wetter (Wetterumschwung, Kälte, Nässe)
auf hartem Boden nach wie vor, zwar abgeschwächt, da. Was genau führt
gerade hier zu Schmerzen?
Gruss
Maria
>nein, indem du schreibst weswegen und wo ein pferd schwitzt.
Ist ja wohl völlig normal das ein Pferd schwitzt. Mach ich ja auch.
Ich verstehe nicht, wie man das Gegenteil annehmen kann.
Bea
hi bea
ich auch nicht.........bg
aber manchmal frage ich mich, was.............................rest
verschluckt...........bg
liebe grüsse
tendre
btw: du und dein pferdchen würden gut auf meine hp passen.-))
--
www.tendre.de
ten...@tendre.de
ten...@smile.ch
icq:23180318
> > > Aus dem gleichen Grund reite ich möglichst nicht auch hartem Boden
>
> Hast Du eine wirklich plausible Erklärung dafür, warum ein Pferd mit
> Rückenproblemen (enge Dornfortsätze, Verspannungen im Rückenmuskel,
> Lendengegend) nur im Schritt auf hartem Boden klemmt oder leicht lahmt?
> Nicht im Trab und nicht auf weichem Boden? Osteopath und Chiropraktiker
> waren schon da, kein Befund mehr. Beine OK. TA sagt, verspannte
> Rückenmuskeln.
Hi Maria,
Ich habe mir eine Erklärung ausgedacht, weiß aber nicht, ob ich sie richtig
erklären kann. Der Schritt ist ja ein Viertakt, weshalb sich die Muskeln
extrem "gegeneinander" bewegen. Deshalb muß die Rückenmuskulatur locker genug
sein, um der dynamischen Bewegung der vier Beine gegeneinander genügend
Spielraum zu bieten. Ist die Rückenmuskulatur verspannt, so kann das Pferd
nicht den Raumgriff aufbauen, weil die Rückenmuskulatur die Bewegung behindert
-> das Pferd klemmt.
Im Trab dagegen ist der Takt kürzer und die Beine bewegen sich in der
Diagonale. Eine verspannte (=verkürzte) Rückenmuskulatur fällt nicht so auf,
da die Beweglichkeit lediglich in dieser Diagonalen geprüft wird, die "Länge"
der Diagonalen im Rücken sich aber nie ändert - im Schritt blockiert aber der
"kurze" Muskel ein freies Ausschreiten nach vorne.
Hmm, von wegen verspannte Muskeln - hat jemand Erfahrung mit der Fütterung von
Magnesium ans Pferd? Bringt das was?
Ciao
Karin
Ja. So hab ich mir das auch vorgestellt.
> Im Trab dagegen ist der Takt kürzer und die Beine bewegen sich in der
> Diagonale. Eine verspannte (=verkürzte) Rückenmuskulatur fällt nicht so auf,
> da die Beweglichkeit lediglich in dieser Diagonalen geprüft wird, die "Länge"
> der Diagonalen im Rücken sich aber nie ändert - im Schritt blockiert aber der
> "kurze" Muskel ein freies Ausschreiten nach vorne.
Denk ich mir auch so. Nur, warum ist das nur auf hartem bzw. festem
Boden sichtbar? Warum nicht auf weichem Boden? Warum geht sie da
entspannter und im Rücken schwingend? Wenn sie Schmerzen durch die
verspannten Muskeln hat, müsste das doch dann unabhängig von der
Bodenbeschaffenheit sichtbar sein, oder nicht?
Im Galopp hat sie in verspanntem Zustand auch auf weichem Boden
Probleme. Springt dann oft in Kreuzgalopp.
Gruss
Maria
Hallo, Maria!
>
> > Ich glaube, ich werde allmaehlich ein Freund dieser Marquis-Schuhe...
>
> Hast Du sie schon getestet? Wie ist Dein Eindruck?
Nein, ich lasse sie erst mal von anderen testen :-))
Bisher ist der Eondruck gut, sie lassen sich gut anpassen, scheuern
nicht am Ballen und sitzen trotzdem fest.
Der Ventilnippel ist vielleicht ein bisschen gefaehrdet, abzureissen,
aber wie man das aendern will, kann ich nicht sagen.
>
...
> Hast Du eine wirklich plausible Erklärung dafür, warum ein Pferd mit
> Rückenproblemen (enge Dornfortsätze, Verspannungen im Rückenmuskel,
> Lendengegend) nur im Schritt auf hartem Boden klemmt oder leicht lahmt?
> Nicht im Trab und nicht auf weichem Boden? Osteopath und Chiropraktiker
> waren schon da, kein Befund mehr. Beine OK. TA sagt, verspannte
> Rückenmuskeln.
Kann ich mit Sicherheit so nicht sagen - *dafuer* muesste ich Deine
Kleine wirklich mal sehen.
Prinzipiell duerfte ein Federungsmechanismus ueberfordert sein, aber
welcher, kann ich schlecht sagen. Es koennten die Schulterblaetter sein.
Diese verrenken sich gern, dann verkrampft der Trapezmuskel und das
haelt sowohl die "Federmatte" der Baender fest und auch den Ruecken von
seinem seitlichen Durchschwingen ab.
Genauso gut koennten es aber auch Prozesse am "andern Ende" sein, von
einer empfindlichen Hufsohle bis zu Schaedigungen im Huf.
Oder, hinten, etwas zu lose sitzende Kniescheiben, die sie das Bein
flacher vorsetzen lassen. Oder ein extrem flaches Becken. Oder der
Sattel stoert doch durch seine Laenge.
Es kann auch innerlich sein - Stoerungen des Muskelstoffwechsels.
Oder was auch immer. Es gibt multiple Moeglichkeiten.
Ist schwer zu sagen, ohne das Pferd, den Sattel, die Reiterin und alles
sehen zu koennen.
>
> Machen wir alles, geht auch alles (jetzt) wieder. Und trotzdem ist die
> Empfindlichkeit auch abhängig vom Wetter (Wetterumschwung, Kälte, Nässe)
> auf hartem Boden nach wie vor, zwar abgeschwächt, da. Was genau führt
> gerade hier zu Schmerzen?
Wenn Du das *genau* wissen willst, dann wirst du mich konsultieren
muessen ;-)). Wo wohnst Du, sagtest du? <grins>
Ich kann es so wirklich nicht sagen. Es koennte ausserdem noch Schale
oder Arthrosen in den kleinen Gelenken sein oder sonstwas.
Gruss,
Anke
Hallo, Bea!
> >Aber sonst sollteDein pferd bei Dresur oder Freizeitreiten gar nicht auf
> >dem Ruecken *nass* sein. Weder stellenweise noch ganzflaechig.
>
> Also ich weiß nicht, wie du reitest,
Anders als Du ;-))
> aber wenn ich mich dabei
anstrenge (zumindest bei der Dressur), dann fange ich irgendwann an zu
> schwitzen. Meinem Pferd geht es nicht anders. Und während am Körper
> der "Fahrtwind" für einen gewisse Lüftung sorgt, ist das unter dem
> Sattel (mit Ausnahme der Kammer) nicht so. ...
So dachte ich auch mal. Und so war es auch mal bei mir, und jetzt ist es
anders. Natuerlich, wenn es heiss ist, dann schwitzt sowohl Pferd als
auch Mensch dort mehr, wo der Koerper bedeckt ist, bzw. der Schweiss
kann dort nicht abtrocknen. Zudem bildet sich ein Waermestrau unterm
Sattel, weil es dort ja nicht ablueften kann.
Trotzdem sind meine Pferde auch bei sommerlichen Temperaturen unterm
Sattel nur *feucht*, aber nicht klatschnass, wenn ich mit ihnen fertig
bin. Und u.U. sogar *kuehl*. Die isoliernde Wirkung von Sattel und Decke
hat ja auch zwei Seiten...
Wie gesagt, ich dachte auch mal so. Und bin eines besseren belehrt
worden, sowohl, was meine Techniken im Reiten angeht wie auch, was deren
Folgen angeht.
Aber seien wir mal kompromissbereit und sagen so: Es kann auch sein,
dass die Passform eines Sattels und der Sitz des Reiters o.k. ist, wenn
es ueberall woanders, aber nicht umterm Sattel schwitzt. Es muss
vielleicht nicht zwangslaeufig sein, dass sich ein Pferd verspannt hat,
wenn es dort schwitzt, ist aber eine Ueberlegung, die man im Hinterkopf
behalten sollte.
>
> Übrigens kann man das auch beobachten, wenn man eine Schabracke
> benutzt. Die geht über den Sattel hinaus und wenn das Pferd geschwitzt
> hat, dann ist es auch unter dem hinteren Teil der Schabracke naß,
> obwohl dort kein Sattel aufliegt.
Bei mir nicht - und ich habe Schabracken. Nur feuchter als der restliche
Bauch, abgesehen von den Partien, die ich gern "schwitzend haben will".
> Ein gleichmäßig in Sattellage verschwitztes Pferd ist daher noch kein
> Grund zur Sorge. Erst wenn nach mäßigem Schwitzen die Sattellage
> ungleichmäßig verschwitzt ist, würde ich mir ernsthaft Gedanken über
> den offenbar nicht passenden Sattel machen.
Mit der Auffassung habe ich gerechnet. Ich kannte es ja frueher auch so.
Die Argumentation mit der Abdeckung ist mir auch bekannt und sie ist
"logisch". Aber so, wie ich es auch habe beobachten koennen, ist sie
nicht der Weisheit letzter Schluss.
Inzwischen wuerde ich mich fast trauen, zu experimentieren, dass Dein
Pferd - 30 Grad oder nicht - unter mir zumindest deutlich weniger in der
Sattellage schwitzen wuerde als bei Dir. Alerdings kann ich damit auch
nach meiner Argumentation auf den Bauch fallen, wenn sich das Pferd
(vorausgesetzt, ich haette recht und es *waere* verspannt) auch unter
mir nicht genuegend loesen koennte ;-))
>
> Aber es ist ja wohl etwas übertrieben zu behaupten, ein Pferd sollte
> nach dem Dressurreiten auf dem Rücken nicht nass sein! Das würde
> lediglich bedeuten, daß das Pferd sich überhaupt nicht angestregt hat
> - ergo eine Dressur"arbeit" nicht stattgefunden hat. Wenn der Reiter
> aber gar nichts erreicht hat bei seinen Anstrengungen, das Pferd zu
> gymnastizieren, dann sollte er sich vielleicht ein anderes Pferd
> suchen, da er diesem offenbar nicht gewachsen ist!
Ich foerdere beim Dressurreiten meine Pferde bis an die taegliche Grenze
ihres Leistungsvermoegens. Das kann, nach barocken Prinzipinen,
allerdings auch schon nach 20 Minuten erreicht sein. Meistens ist es
aber ca. eine Stunde, die ich *arbeite* und das Pferd wirklich fordere.
Allerdings ist eins der Prinzipien, die ich gelernt habe, jegliche
Verspannung zu vermeiden, weil diese kontraproduktiv fuer Arbeit und
Lernen ist. Ohne Verspannung gibt es erheblich weniger Anstrengung.
Wobei das Pferd dann bei sommerlichen Temperaturen an besagten Stellen
stark schwitzt, unterm Sattel aber nur feucht ist. Im Winter ist es
meistens danach ueberall knochentrocken oder nur an den angestrengten
Partien etwas feucht.
Ich halte nichts davon, ein Pferd in Schweiss zu reiten "damit es
richtig gearbeitet hat". Das fuehrt nur zu Ueberanstrenung der
Muskulatur und Verspannungen bei beiden, aber nicht zu einem sinnvollen
Koennenszuwachs.
Und ich habe auch schon, nachdem es idr unter mir gut klappt, die
verschiedensten "Rueckenschweissbilder" gesehen - vom trockenen Ruecken
mit einem einzigen feuchten Fleck, wo interessanterweise der Muskel
druckschmerzhaft und verspannt war, bis zum nassen Ruecken mit trockenen
Flecken an den Schultern, in einer Stunde, wo mein Pferdchen nur
sternguckerig gelaufen ist.
Ich traue mir demanch inzwischen durchaus zu, ein Schweissbild eines
Rueckens zu sehen, den Ruecken ggf. noch abzutasten und darueber
Schluesse ueber den Verlauf der Stunde, die Haltung des Pferdes und den
Sitz des Reiters zu ziehen.
Ich kann das inzwischen recht zuverlaessig folgern.
>
... aber es
> liegt in der Natur der Sache, das die Dressur anstrengend für Pferd
> und Reiter ist, so sie denn ordentlich auszuführen versucht wird. Es
> ist nicht ungewöhnlich, daß das Pferd dabei eine mehr oder weniger
> intensive Schweißentwicklung zeigt. Dasselbe gilt für den Reiter.
Ist es nicht, wenn man es *wirklich* gut macht. Schonmal einen Nuno
Oliviera, einen Egon von Neindorff oder einen Richard Hinrichs mit
knallrotem Kopf und tuechtig durchgeschwitzt gesehen?
Ich weiss, dass das starker Tobak und schwer nachzuvollziehen ist, aber
es ist - leider - wahr. Es ist aber nichts, ueber das man
unterschiedlicher Meinung sein koennte, sondern beruht schlicht auf
Physiologie und Physik.
Gruss,
Anke,
die diese Thesen damals auch nicht geglaubt haette, wenn sie sie nicht
von jemandem gehoert haette, von deren Vernunft und Koennen sie
ueberzeugt gewesen war
> Kann ich mit Sicherheit so nicht sagen - *dafuer* muesste ich Deine
> Kleine wirklich mal sehen.
> Prinzipiell duerfte ein Federungsmechanismus ueberfordert sein, aber
> welcher, kann ich schlecht sagen.
OK, das ist doch ein Argument.
> Es koennten die Schulterblaetter sein.
> Diese verrenken sich gern, dann verkrampft der Trapezmuskel und das
> haelt sowohl die "Federmatte" der Baender fest und auch den Ruecken von seinem seitlichen Durchschwingen ab.
Die Osteopathin fand die Schulterblätter frei beweglich. Lediglich das
rechte war im Bindegewebe leicht verklebt, dass ich durch Dehnen lösen
konnte.
> Genauso gut koennten es aber auch Prozesse am "andern Ende" sein, von
> einer empfindlichen Hufsohle bis zu Schaedigungen im Huf.
Hufe sind unempfindlich.
> Oder, hinten, etwas zu lose sitzende Kniescheiben, die sie das Bein
> flacher vorsetzen lassen.
Das rechte Hinterbein tritt oft minimal kürzer. Sie verlagert ihr
Gewicht von rechts hinten nach links vorn. Seit 2 Jahren knackt das
rechte Knie, nachdem sie gegen ein Tor gedonnert ist. Wurde klinisch
untersucht und behandelt. Kein Befund. Röntgenaufnahme bestens. Sie
hatte keine Beschwerden damit. Das Lahmen war voher schon. Richtig
massiv wurde es Anfang Dezember letzten Jahres, quasi über nacht. Im
rechten Rückenmuskel ist jetzt noch in der Lendengegend eine verhärtete
Stelle. Durch Massage, Wärme und Gymnastik wird sie lockerer. An der
Wirbelsäule selbst ist kein Befund mehr seit ca. 2 Monaten. Am rechten
Fesselgelenk und unter der Schweifrübe sind Narben von Draht. Rechts an
dem Muskel, der direkt neben der Schweifrübe am Bein runterführt über
den Sitzbeinhöcker, ist direkt neben dem Sitzbeinhöcker eine tiefe Kuhle
im Muskel, aber keine Narbe in der Haut.
> Oder ein extrem flaches Becken.
Ein anderer Ta sagte, sie wäre im Kreuz-Darmbeinbereich etwas steif.
>Oder der Sattel stoert doch durch seine Laenge.
Sie hat über den Winter 5 Monate Reitpause gehabt. Die Symptome waren
gleich, ob geritten wurde oder nicht.
> Es kann auch innerlich sein - Stoerungen des Muskelstoffwechsels.
Dafür hat sie etwas von einem Heilpraktiker bekommen. Seitdem sind ihre
Kreislaufprobleme weg. Er riet dann zum Aderlass, aber das wollte mein
Ta nicht. Die Nierenwerte sind alle OK.
> Oder was auch immer. Es gibt multiple Moeglichkeiten.
> Ist schwer zu sagen, ohne das Pferd, den Sattel, die Reiterin und alles sehen zu koennen.
Ist schon klar. Wollte halt mal sehen, ob Dir was Konkretes dazu
einfällt.
> >
> Wenn Du das *genau* wissen willst, dann wirst du mich konsultieren
> muessen ;-)). Wo wohnst Du, sagtest du? <grins>
Sehr gern, wenn Du nach Wolfsburg kommst ;-)))
>
> Ich kann es so wirklich nicht sagen. Es koennte ausserdem noch Schale
> oder Arthrosen in den kleinen Gelenken sein oder sonstwas.
Die Gelenke der Vorderbeine sind bestens. Das rechte Kniegelenk auch.
Viele Grüsse
Maria
>mh <maria....@dlr.de> wrote:
>
>Hallo, Maria!
>>
>> > Ich glaube, ich werde allmaehlich ein Freund dieser Marquis-Schuhe...
>>
>> Hast Du sie schon getestet? Wie ist Dein Eindruck?
>
>Nein, ich lasse sie erst mal von anderen testen :-))
>Bisher ist der Eondruck gut, sie lassen sich gut anpassen, scheuern
>nicht am Ballen und sitzen trotzdem fest.
>Der Ventilnippel ist vielleicht ein bisschen gefaehrdet, abzureissen,
>aber wie man das aendern will, kann ich nicht sagen.
Hallo zusammen,
wie ich mir von unserem huforthopaeden habe sagen lassen soll der Old
Mac's mindestens ebenbuertig sein; er hat auch noch zwei Vorteile: er
ist billiger ;-) und man braucht keine Luftpumpe mit sich
rumzuschleppen. Die Distanzreiter sind AFAIK ganz begeistert davon.
Leider muss ich erst Apollos Renk-Aktion bezahlen und kann dann erst
an die Anschaffung von Hufschuhen denken - aber sooo dringend ist es
eh nicht.
So long,
Katje + Apollo, die gleich noch mal was tun gehen...
hallo katje,
> Leider muss ich erst Apollos Renk-Aktion bezahlen und kann dann erst
> an die Anschaffung von Hufschuhen denken - aber sooo dringend ist es
> eh nicht.
der hufschmied, die hier in österreich die marquis-vertretung hat, würde
mich die hufschuhe 14 tage lang testen lassen. das ist natürlich eine kurze
zeit, es braucht nur schlechtes wetter oder viel arbeit dazwischen kommen,
und die testphase ist um ohne nennenswertes ergebnis.
in jedem fall müssen sie aber angepasst werden, jeder huf ist anders. bei
kaida fürchte ich, dass die weissen füsse am kronenrand aufgerieben werden,
sie ist auch auf gamaschen etwas empfindlich und verträgt nur die teuersten.
liebe grüsse,
reinhild
Hallo, Reinhild!
bei
> kaida fürchte ich, dass die weissen füsse am kronenrand aufgerieben werden,
> sie ist auch auf gamaschen etwas empfindlich und verträgt nur die teuersten.
>
Gerade dann muessten die Marquis besser sein als jeder andere - denn sie
sind im Ballenbereich ganz weich und glatt durch diese Luftpolsterung,
und bei den Pferden, wo ich sie angepasst gesehen habe, gehen sie nicht
ganz bis an den Kronrand hinauf.
Deswegen wuerde ich ihnen auch einen Vorzug gegenueber den Old Macs
geben, allerdings weiss ich bei letzteren nicht, wie diese im
Ballenbereich gefertigt sind.
Gruss,
Anke
> Hallo Anke,
>
...
> Das rechte Hinterbein tritt oft minimal kürzer. Sie verlagert ihr
> Gewicht von rechts hinten nach links vorn. Seit 2 Jahren knackt das
> rechte Knie, nachdem sie gegen ein Tor gedonnert ist. Wurde klinisch
> untersucht und behandelt. Kein Befund. Röntgenaufnahme bestens. Sie
> hatte keine Beschwerden damit. Das Lahmen war voher schon. Richtig
> massiv wurde es Anfang Dezember letzten Jahres, quasi über nacht. Im
> rechten Rückenmuskel ist jetzt noch in der Lendengegend eine verhärtete
> Stelle. Durch Massage, Wärme und Gymnastik wird sie lockerer. An der
> Wirbelsäule selbst ist kein Befund mehr seit ca. 2 Monaten. Am rechten
> Fesselgelenk und unter der Schweifrübe sind Narben von Draht. Rechts an
> dem Muskel, der direkt neben der Schweifrübe am Bein runterführt über
> den Sitzbeinhöcker, ist direkt neben dem Sitzbeinhöcker eine tiefe Kuhle
> im Muskel, aber keine Narbe in der Haut.
> Ein anderer Ta sagte, sie wäre im Kreuz-Darmbeinbereich etwas steif.
> ch muesste sie wirklich sehen - sonst gehts beim besten Willen nicht.
>
Ich muesste sie wirklich sehen koennen - so sagt mir das zwar das eine
oder andere, aber ich koennte nur beim Anschauen ihres Bewegungsablaufes
und Abtasten usw. wirklich was sagen.
Manchmal ist es einfach zu sagen, manchmal nicht.
Es duerfte Dich ja kaum ueberraschen, das dies ein weniger einfacher
Fall ist ;-) war ja wohl bisher auch schon immer mit ihr so, oder?
> Dafür hat sie etwas von einem Heilpraktiker bekommen. Seitdem sind ihre
> Kreislaufprobleme weg. Er riet dann zum Aderlass, aber das wollte mein
> Ta nicht. Die Nierenwerte sind alle OK.
<schock> Was fuer ein HP war das denn? Aus *der* Zeit sind wir doch
allmaehlich raus, das man noch Aderlaese braeuchte.
Es gibt auch sehr gute andere Moeglichkeiten, den Koerper von
Stoffwechselschlacken zu befreien.
>
> Ist schon klar. Wollte halt mal sehen, ob Dir was Konkretes dazu
> einfällt.
> > >
Leider nein.
>
> > Wenn Du das *genau* wissen willst, dann wirst du mich konsultieren
> > muessen ;-)). Wo wohnst Du, sagtest du? <grins>
>
> Sehr gern, wenn Du nach Wolfsburg kommst ;-)))
Wenn du die Fahrtkosten bezahlst <vbg>.
Nein, ich nehme keine Patienten an, die weiter als 60 km weg sind. Man
kann sonst im Zweifelsfall in Akutfaellen nicht schnell genug da sein.
Das ist der Nachteil des Internets: Reden koennen wir miteinander, nur
der materielle Transport ist noch nicht moeglich ;-/
Tut mir leid...
Anke
>> Also ich weiß nicht, wie du reitest,
>
>Anders als Du ;-))
Das ist offensichtlich ... <g>
>> aber wenn ich mich dabei
>anstrenge (zumindest bei der Dressur), dann fange ich irgendwann an zu
>> schwitzen.
>
>So dachte ich auch mal. Und so war es auch mal bei mir, und jetzt ist es
>anders.
>Trotzdem sind meine Pferde auch bei sommerlichen Temperaturen unterm
>Sattel nur *feucht*, aber nicht klatschnass, wenn ich mit ihnen fertig
>bin. Und u.U. sogar *kuehl*. Die isoliernde Wirkung von Sattel und Decke
>hat ja auch zwei Seiten...
Ja klar, wenn ich mir eine wasserdichte Regenjacke anziehe und dann
mit dem Rad fahre, dann bin ich darunter hinterher schön gekühlt statt
geschwitzt!
>Wie gesagt, ich dachte auch mal so. Und bin eines besseren belehrt
>worden, sowohl, was meine Techniken im Reiten angeht wie auch, was deren
>Folgen angeht.
Ich bin zwar alles andere als perfekt, denke doch aber, daß ich einen
guten RL gehabt habe, der mir die Grundtechniken des Dressurreitens
zumindest nahegebracht hat. War wohl alles falsch dann ...
>Aber seien wir mal kompromissbereit und sagen so: Es kann auch sein,
>dass die Passform eines Sattels und der Sitz des Reiters o.k. ist, wenn
>es ueberall woanders, aber nicht umterm Sattel schwitzt.
Mein Computer hat einen Lüfter, wie hast du deinen zwischen Pferd und
Sattel bekommen?
>Es muss
>vielleicht nicht zwangslaeufig sein, dass sich ein Pferd verspannt hat,
>wenn es dort schwitzt, ist aber eine Ueberlegung, die man im Hinterkopf
>behalten sollte.
Diese Überlegung ist grundsätzlich in meinem Hinterkopf, denn ich
bemühe mich ja, mein Pferd zu lösen, und das nicht nur vor sondern
auch während der Arbeit, wenn ich merke, es verspannt sich bei
bestimmten Übungen. Ich dachte immer, ein willig und entspannt
vorwärtsgehendes Pferd ist Ziel und Voraussetzung der Dressurarbeit.
>Bei mir nicht - und ich habe Schabracken. Nur feuchter als der restliche
>Bauch, abgesehen von den Partien, die ich gern "schwitzend haben will".
Welche Partien am Bauch möchtest du denn schwitzend haben? Und
feuchter als feucht wird auch die Satteldecke/der Rücken nicht werden,
da der Schweiß ja aufgesaugt wird. Sonst hättest du ja ein
Wasserkissen unter dem Sattel, daß entweder in kleinen Bächen
runterdribbelt oder sich gegen alle Gesetze der Physik dort hält.
>> Ein gleichmäßig in Sattellage verschwitztes Pferd ist daher noch kein
>> Grund zur Sorge.
>Mit der Auffassung habe ich gerechnet. Ich kannte es ja frueher auch so.
>Die Argumentation mit der Abdeckung ist mir auch bekannt und sie ist
>"logisch". Aber so, wie ich es auch habe beobachten koennen, ist sie
>nicht der Weisheit letzter Schluss.
Diese Weisheit ist immerhin allgemein anerkannt. Was bringt dich dann
zum umgekehrten Schluß, wenn es doch logisch ist?
>Inzwischen wuerde ich mich fast trauen, zu experimentieren, dass Dein
>Pferd - 30 Grad oder nicht - unter mir zumindest deutlich weniger in der
>Sattellage schwitzen wuerde als bei Dir. Alerdings kann ich damit auch
>nach meiner Argumentation auf den Bauch fallen, wenn sich das Pferd
>(vorausgesetzt, ich haette recht und es *waere* verspannt) auch unter
>mir nicht genuegend loesen koennte ;-))
Da wirst du ganz sicher auf den Bauch fallen. Erstens kenne ich mein
Pferd besser als du, und kann es daher wahrscheinlich auch schneller
lösen, was die Verspannungen schon mal erheblich minimieren dürfte.
Zweitens trägt sie zwar Hinz und Kunz geduldig schlurfend durch die
Gegend - solltest du allerdings Dressur reiten wollen, so wird dir
nichts anderes übrigbleiben, als zu REITEN.
Denn von alleine macht sie es nicht. Sie ist dabei nicht unwillig,
aber sie erwartet zumindest, daß man ihr klar und deutlich sagt, was
sie wann machen soll. Sonst schlurft sie eben nur durch die Gegend,
warum sollte sie auch nicht. Da sind schon einige vermeintlich gute
Reiter dran verzweifelt. Und ich durfte mir dann anhören, das mein
Pferd aber auch gar nichts kann!
Hört sich nach einem guten Lehrpferd an, ist sie aber nach
landläufigen Kriterien eigentlich nicht. Ich bin auch schon ein paar
gute geritten, und die waren sehr viel leichter ordentlich zu reiten.
Bei meiner Kleinen muß man erst mal den Knopf finden, und den findet
scheinbar nicht jeder. Und auch wer ihn findet, muß erst mal eine
Weile suchen. <g>
>Ich foerdere beim Dressurreiten meine Pferde bis an die taegliche Grenze
>ihres Leistungsvermoegens. Das kann, nach barocken Prinzipinen,
>allerdings auch schon nach 20 Minuten erreicht sein. Meistens ist es
>aber ca. eine Stunde, die ich *arbeite* und das Pferd wirklich fordere.
Ich wage zu bezweifeln, daß sich ein Pferd eine ganze Stunde lang
konzentrieren kann - und du kannst das auch? Gratuliere, da bist du ja
ein Wunder an Konzentrationsfähigkeit! Ich arbeite selten länger als
eine halbe Stunde intensiv, denn wenn die Aufmerksamkeit erst mal
nachläßt, dann wird es auf beiden Seiten frustrierend. Und bringt dann
auch nichts mehr außer Verspannungen. Lieber gehe ich regelmäßig nach
der Arbeit noch einen kleine Runde ins Gelände, das ist entspannend
für Pferd und Reiter.
Ich würde nie auf die Idee kommen, mein Pferd täglich an die Grenze
seines Leistungsvermögens zu fordern. Schließlich springt ein
verantwortungsvoller Springreiter ja auch nicht jeden Tag einen
M-Parcours, auch wenn das Pferd das könnte, üblicherweise reichen
Gymastiksprünge für die tägliche Arbeit völlig aus. Warum sollte ich
das beim Dressurreiten anders handhaben.
>Allerdings ist eins der Prinzipien, die ich gelernt habe, jegliche
>Verspannung zu vermeiden, weil diese kontraproduktiv fuer Arbeit und
>Lernen ist.
Das gilt wohl für jede Art von Reiten, was ist daran so besonderes?
>Ohne Verspannung gibt es erheblich weniger Anstrengung.
>Wobei das Pferd dann bei sommerlichen Temperaturen an besagten Stellen
>stark schwitzt, unterm Sattel aber nur feucht ist.
Wie schwitzen deine Pferde denn nun anders als meins außer unter dem
Sattel?
>Ich halte nichts davon, ein Pferd in Schweiss zu reiten "damit es
>richtig gearbeitet hat". Das fuehrt nur zu Ueberanstrenung der
>Muskulatur und Verspannungen bei beiden, aber nicht zu einem sinnvollen
>Koennenszuwachs.
Ich habe mich auch ausdrücklich von dieser Praxis distanziert! Ich bin
lediglich der Meinung, daß eine Arbeit auch Anstrengung beinhaltet,
folglich also auch zu mehr oder weniger Schwitzen führt, wenn sie über
einen gewissen Zeitraum ausgeführt wird. Eine Überanstrengung ist
gegeben, wenn das Pferd z. B. am nächsten Tag Muskelkater hat. Dann
war es eindeutig zuviel! Die Bandbreite dazwischen ist aber recht
groß, da kann man wohl für jeden das richtige Maß finden.
>... aber es
>> liegt in der Natur der Sache, das die Dressur anstrengend für Pferd
>> und Reiter ist, so sie denn ordentlich auszuführen versucht wird. Es
>> ist nicht ungewöhnlich, daß das Pferd dabei eine mehr oder weniger
>> intensive Schweißentwicklung zeigt. Dasselbe gilt für den Reiter.
>
>Ist es nicht, wenn man es *wirklich* gut macht. Schonmal einen Nuno
>Oliviera, einen Egon von Neindorff oder einen Richard Hinrichs mit
>knallrotem Kopf und tuechtig durchgeschwitzt gesehen?
Ich habe sie überhaupt noch nicht reiten sehen außer auf Video. Aber
da waren sie vermutlich übergepudert. <g> Oliviera, Neindorff oder
Hinrichs sind begnadete Reiter, die für mich ein Vorbild sein können,
deren Können ich aber in diesem Leben nicht nahekommen werde. Im
übrigen reiten sie in der Öffentlichkeit (Vorführungen) gut
ausgebildete, willige Pferde, die mit den Pferden, die mit den bei uns
im Stall (und vermutlich in den meisten anderen Ställen) stehenden
leider nicht viel gemeinsam haben. Die Kunst des Reitens ist, es ganz
einfach und leicht aussehen zu lassen - obwohl es das nicht ist.
Vielleicht tun sie sich zu Hause mit noch nicht so gut ausgebildeten
Pferden auch etwas schwerer und schwitzen gelegentlich mal?
Gerne würde ich das Können und Wissen haben, alle Pferde, die ich
reite, entsprechend auszubilden, nur leider ist meines schon über ein
Jahrzehnt von anderen geritten worden, wobei ich keine Ahnung habe,
was es dabei erlebt hat. Ich wage allerdings zu bezweifeln, daß es die
reine klassische Lehre war. Und so muß ich sie eben da abholen, wo sie
sind, und versuchen, das Beste darus zu machen.
>Ich weiss, dass das starker Tobak und schwer nachzuvollziehen ist, aber
>es ist - leider - wahr. Es ist aber nichts, ueber das man
>unterschiedlicher Meinung sein koennte, sondern beruht schlicht auf
>Physiologie und Physik.
Trotz Grundkenntnissen auf beiden Gebieten und einem starken Hang zur
Logik bin ich durchaus anderer Meinung, da ich mich mit dem
Nachvollziehen schwertue. Offenbar hat die gesamte Reiterschaft der
letzten 100 Jahre sich geirrt.
Bea
liebe bea
eines der besten postings die ich in der ng las!
da kann ich einfach nicht anders:
gratulationsbussi!
liebe grüsse
tendre
--
ich greife zwei Punkte heraus:
>Ich wage zu bezweifeln, daß sich ein Pferd eine ganze Stunde lang
konzentrieren kann-<
Folgender Vergleich: wenn ich Unterricht über eine Stunde lang in
der reinen Frontalform abhalte, darüber hinaus auch noch ständig die
gleichen Inhalte abfordere, schlafen mir die Schüler binnen kurzer Zeit weg
bzw. beschäftigen sich anderweitig.
Bin ich in der Lage, Unterricht abwechslungsreich sowohl in Hinsicht auf
Inhalte als auch Durchführung zu gestalten, habe ich eine gute Chance, meine
Schüler eine Stunde lang zu fesseln.
Schaffe ich es darüber hinaus, meinen Schüler zu motivieren, zu ermutigen
und auf seinem Niveau anzusprechen, ist mir die Aufmerksamkeit sicher.
Ein typisches Beispiel - mein Chemielehrer hat es immer geschafft und man
war erstaunt, wenn die Stunde schon vorrüber war. Die Geschichtsstunden
hingegen schienen unendlich zu sein ;-) und das obwohl der Inhalt ansich
interessanter war!
Drei Dinge sind sicher zu berücksichtigen.
1. Sollte ich als Lehrer selbst in der Lage sein, mich so lange freudig
konzentrieren zu können und die Inhalte abwechslungsreich und sinnvoll in
einander übergehen zu lassen.
2. Ist jeder Schüler unterschiedlich lernfreudig und braucht auch eine
individuelle Motivation. Herauszufinden, wo dieser Knopf steckt, ist in
meinen Augen eine wesentlich Aufgabe eines Ausbilders -sofern er sich auf
die Fahnen schreiben möchte, daß er interessierte und motivierte Schüler
haben will.
3. Nicht jeder ist zum Lehren/Ausbilden berufen. Man sollte nicht nur Spaß
daran haben sondern auch die Fähigkeit.
Folgende Probleme sind bekannt:
Das Pferd ist überfordert, weil der Reiter nur für sich und sein Ziel
arbeitet und dabei den Schüler vollkommen aus den Augen verliert und
inflexibel wird.
Das Pferd ist unterfordert und gelangweilt , weil der Reiter zu wenig
fordert
Der Reiter ist überfordert, weil er nicht in der Lage ist, sich am Stück zu
konzentrieren oder/und den richtigen Einstieg nicht findet. Aus der
Zerstreutheit des Reiters folgt die Verwirrung des Pferdes. Oft zu sehen:
erst schlafft der Reiter ab und sogleich auch das Pferd.
Der Reiter ist überfordert und unsicher - das Pferd wird unsicher.
Daß höchste Konzentration ununterbrochen über eine längere Zeit
aufrechterhalten werden kann, ist natürlich Humbug. Jeder sollte aus
eigener Erfahrung wissen, daß wir nach einigen Minuten (idR. deutlich unter
einer Viertelstunde, je nach Inhalt) beginnen abzuschweifen. So denke ich,
ist Anke aber nicht zu verstehen.
Ich halte es für genauso großen Schwachsinn, zu behaupten, man könne ein
Pferd keine Stunde konzentriert und motiviert mitarbeiten lassen.
Ich glaube, das ist vielfach eher ein Manko des Reiters:-) wobei man sich
und dem jeweiligen Pferd zugestehen sollte, wo die Grenzen liegen. Das ist -
vermute ich - in vielen Pferd-Reiter-Kombination unterschiedlich.
> Ich habe sie überhaupt noch nicht reiten sehen außer auf Video. ...
Vielleicht tun sie sich zu Hause mit noch nicht so gut ausgebildeten Pferden
auch etwas schwerer und schwitzen gelegentlich mal?<
Ich durfte mal einer Unterrichtsstunde einer Freundin bei Herrn Branderup
beiwohnen. Um dem Pferd die Umsetzung der Hilfen für den fliegenden
Galoppwechsel klarer zu machen, ist er selbst aufgestiegen. Es sah zwar
nicht aus, als würde er gerade sein Sonntagmittagschläfchen halten, aber
schwitzen sah ich ihn nicht :-)
Aus meiner eigenen bescheidenen Erfahrung kann ich sagen, daß ich immer dann
"körperlich schwitze", wenn ich aus dem Training bin. *puh*. Sind meine
Muskeln und die Abläufe ausreichend trainiert, dann schwitze ich v.a. vor
Konzentration. Dieser "Konzentrationsschweiß" läßt tatsächlich mein Gesicht
in mattem Rot erglänzen und ich bin hinterher fertig ohne Ende.;-)
Muskelanstrengung ist das nicht. Und es vergeht, wenn die Lektionen in
Fleisch und Blut übergehen.
Es lebe die Faulheit :-) Gruß Christina
> Ich muesste sie wirklich sehen koennen - so sagt mir das zwar das eine
> oder andere, aber ich koennte nur beim Anschauen ihres Bewegungsablaufes
> und Abtasten usw. wirklich was sagen.
> Manchmal ist es einfach zu sagen, manchmal nicht.
> Es duerfte Dich ja kaum ueberraschen, das dies ein weniger einfacher
> Fall ist ;-) war ja wohl bisher auch schon immer mit ihr so, oder?
Nein, einfach war bei der Stute noch nie etwas ...
>
> <schock> Was fuer ein HP war das denn? Aus *der* Zeit sind wir doch
> allmaehlich raus, das man noch Aderlaese braeuchte.
Wenn Du es wirklich wissen willst, schreibe ich Dir das per PM. Er
praktiziert deutschlandweit...
> Es gibt auch sehr gute andere Moeglichkeiten, den Koerper von
> Stoffwechselschlacken zu befreien.
Welche würdest du einsetzen? Nur mal als Vorschlag.
>
> Nein, ich nehme keine Patienten an, die weiter als 60 km weg sind. Man
> kann sonst im Zweifelsfall in Akutfaellen nicht schnell genug da sein.
> Das ist der Nachteil des Internets: Reden koennen wir miteinander, nur
> der materielle Transport ist noch nicht moeglich ;-/
>
> Tut mir leid...
Schade. Ich hätte sie Dir gern gezeigt, weil mich Deine Meinung
interessiert hätte. Aber bei der Entfernung ist es klar, dass das nichts
bringt.
Gruss
Maria
>Bin ich in der Lage, Unterricht abwechslungsreich sowohl in Hinsicht auf
>Inhalte als auch Durchführung zu gestalten, habe ich eine gute Chance, meine
>Schüler eine Stunde lang zu fesseln.
>Schaffe ich es darüber hinaus, meinen Schüler zu motivieren, zu ermutigen
>und auf seinem Niveau anzusprechen, ist mir die Aufmerksamkeit sicher.
Die Aufmerksamkeit zu haben im Unterricht ist nicht dasselbe wie
ununterbrochen konzentriert an einer Sache zu arbeiten. Da rechne ich
für den Reiter übrigens auch Schrittpausen zur Erholung für das Pferd
hinzu - für das Pferd mag es eine Verschnaufpause sein, aber deshalb
muß der Reiter ja nicht alles wegschmeißen und sich auf dem
Pferderücken hinlegen ... Auch Schritt will ordentlich geritten
werden.
>Folgende Probleme sind bekannt:
>Das Pferd ist überfordert, weil der Reiter nur für sich und sein Ziel
>arbeitet und dabei den Schüler vollkommen aus den Augen verliert und
>inflexibel wird.
Da hilft es schon, wenn der Reiter nicht ständig dasselbe macht. Ich
kenne Reitlehrer, die es kritisieren, wenn man öfter als 1x
hintereinander ganze Bahn reitet ...
>Der Reiter ist überfordert, weil er nicht in der Lage ist, sich am Stück zu
>konzentrieren oder/und den richtigen Einstieg nicht findet. Aus der
>Zerstreutheit des Reiters folgt die Verwirrung des Pferdes. Oft zu sehen:
>erst schlafft der Reiter ab und sogleich auch das Pferd.
Ich für meinen Teil gebe gerne zu, mich nicht eine Stunde am Stück
konzentrieren zu können. Ich habe auch noch niemanden getroffen, dem
das gelungen wäre.
>Daß höchste Konzentration ununterbrochen über eine längere Zeit
>aufrechterhalten werden kann, ist natürlich Humbug. Jeder sollte aus
>eigener Erfahrung wissen, daß wir nach einigen Minuten (idR. deutlich unter
>einer Viertelstunde, je nach Inhalt) beginnen abzuschweifen.
Sag ich doch?
>Ich halte es für genauso großen Schwachsinn, zu behaupten, man könne ein
>Pferd keine Stunde konzentriert und motiviert mitarbeiten lassen.
>Ich glaube, das ist vielfach eher ein Manko des Reiters:-) wobei man sich
>und dem jeweiligen Pferd zugestehen sollte, wo die Grenzen liegen.
In einer Unterrichtsstunde fällt es nicht weiter auf, wenn ich mit den
Gedanken mal kurz abschweife, auf dem Pferd allerdings schon, denn
nicht alles geht beim Reiten automatisch weiter. Auf diesem Level sind
wohl die wenigsten Reiter.
Selbstverständlich muß man seine Grenzen kennen, und ich merke schon,
wann ich unkonzentriert werde. Das merkt auch das Pferd, da die Hilfen
dann nicht mehr so koordiniert kommen und wird entsprechend reagieren
(oder auch nicht).
Es gibt aber auch guckige Pferde, die selbst oft abgelenkt sind. Da
ist es dann der Reiter, der sich vielleicht länger konzentrieren kann
und das Pferd immer wieder daran erinnern muß, daß es jetzt eigentlich
was anderes machen sollte, als in der Gegend rumzuschauen.
Die individuelle Situation von Pferd und Reiter ist natürlich
ausschlaggebend, trotzdem glaube ich nicht, das Pferde oder Reiter
eine ganz Stunde konzentriert arbeiten können. Das wäre extremer
Hochleistungssport und den betreibt von uns wohl keiner mit seinem
Pferd.
>Ich durfte mal einer Unterrichtsstunde einer Freundin bei Herrn Branderup
>beiwohnen. Um dem Pferd die Umsetzung der Hilfen für den fliegenden
>Galoppwechsel klarer zu machen, ist er selbst aufgestiegen. Es sah zwar
>nicht aus, als würde er gerade sein Sonntagmittagschläfchen halten, aber
>schwitzen sah ich ihn nicht :-)
Er wird auch mindestens eine halbe Stunde diese Hilfen intensiv
demonstriert haben? <g> Es geht nicht darum, daß der Reitlehrer kurz
aufs Pferd steigt ("was wollen sie denn, es geht doch!" <bg>), sondern
das er ein Pferd intensiv arbeitet, und das über einen längeren
Zeitraum hinweg. Von 10 Minuten Konzentration fang ich auch noch nicht
an zu schwitzen, da wird ein sehr viel besserer Reiter das wohl noch
weniger.
>Aus meiner eigenen bescheidenen Erfahrung kann ich sagen, daß ich immer dann
>"körperlich schwitze", wenn ich aus dem Training bin. *puh*. Sind meine
>Muskeln und die Abläufe ausreichend trainiert, dann schwitze ich v.a. vor
>Konzentration. Dieser "Konzentrationsschweiß" läßt tatsächlich mein Gesicht
Ist auch Schweiß, oder? Ob die Anstrengung nun körperlicher oder
geistiger Art ist, ist eigentlich ziemlich unerheblich, aber da die
meisten Pferde, die ich kenne, nicht die Gedanken des Reiters lesen
(können), bleibt den Reitern nichts anderen übrig, als sich durch
körperliche Hilfen verständlich zu machen. Das geht bei einigen
Pferden vielleicht einfacher als bei anderen, aber mit der Zeit wird
das auf jedem Pferd anstrengend.
Es hilft nichts: ordentlich zu reiten ist anstrengend. Es nicht danach
aussehen zu lassen ist eine Kunst, die nur von wenigen Leuten
beherrscht wird. Trotzdem sollten wir deshalb nicht einfach aufhören
es zu versuchen. Es gewinnt auch nicht jeder Tennisspieler Wimbelden,
aber Spaß macht es trotzdem.
Bea
>liebe bea
>
>eines der besten postings die ich in der ng las!
Erröt ... verbeug ... knicks ...
>da kann ich einfach nicht anders:
>
>gratulationsbussi!
... Wange hinhalt ...
Danke!
Bea
küss die hand my lady............
> ... Wange hinhalt ...
da werde ich bibelfest.................bg........bitte die andere wange auch
hinhalten.....danke:-)
eine haut wie eine frische pfirsich.............-))
>
> Danke!
wofür denn? it was my pleasure..........
btw: ich lese deine postings gerne, schreib bitte weiter fleissig mit.
liebe grüsse
tendre
> Die Aufmerksamkeit zu haben im Unterricht ist nicht dasselbe wie
> ununterbrochen konzentriert an einer Sache zu arbeiten.
Es sollte das Gleiche sein. Wenn Du einem Pferd etwas beibringen
willst, gibst Du ihm permanent Unterricht. Nicht umsonst heißt es, daß
man in jeder Sekunde, die man mit einem Pferd zusammen ist, nur zwei
Dinge bewirken kann: es abstumpfen oder sensibilisieren. In diesem
Sinne arbeitet man pausenlos mit dem Pferd.
Vielleicht deute ich die Zeichen ja verkehrt *g*, aber einige Leute,
die so reiten, wie ich es gern erreichen möchte, schmeissen desöfteren
alles weg und machen eine Denkpause und Knuddelpause. Und dann geht's
wieder weiter. Daß man auch dabei nicht völlig abschlafft ist klar,
aber wenn einem bestimmte Dinge in Fleisch und Blut übergehen, dann
braucht man daran auch keinen Gedanken mehr zu verschwenden und das
bedeutet in meinen Augen: man konzentriert sich nicht mehr darauf
(bewußt).
Natürlich wird ein Profi eher daran interessiert sein, sein Pferd in
kurzen Etappen optimal zu fördern. Schließlich waren noch x andere
Pferde auf ihn:-)
Ich bin aber kein Profi, hab nur 1 oder 2 manchmal 3 Pferde zu
arbeiten und kann mir entsprechend mehr oder weniger Zeit nehmen.
Einen ordentlichen Schritt zu reiten, ist mit Sicherheit eine
vernünftige Forderung --- und eine gehörige Überforderung für die
meisten Reiter. Es wird Gründe haben, warum der Schritt die
schwierigste Gangart ist. WEnn Du wirklich im Schritt arbeitest, dann
gehören auch dort Denkpausen hinein. Es sei denn Du bist bereits so
meisterhaft, daß Dir und Deinem Pferd der Schritt bereits im Blut
liegt.
> >Das Pferd ist überfordert, weil der Reiter nur für sich und sein Ziel
> >arbeitet und dabei den Schüler vollkommen aus den Augen verliert und
> >inflexibel wird.
>
> Da hilft es schon, wenn der Reiter nicht ständig dasselbe macht. Ich
> kenne Reitlehrer, die es kritisieren, wenn man öfter als 1x
> hintereinander ganze Bahn reitet ...
Nein, das habe ich nicht gemeint. Ich kann auch hundertfach
verschiedene Dinge tun und dennoch auf dem gleichen Thema rumhacken.
Lektionenreiten ist nicht mal die halbe Miete.
Ich dachte an aktiv zuhörendes und kommunizierend Reiten mit dem
Pferd. Das ist ein Geben und Nehmen. Nichts anderes als Ankes Tanz. Im
obigen Beispiel tanzt das Pferd mit einem Partner, der krampfhaft die
Führung übernimmt und nur für sein persönliches Auftreten da ist. --
in vielen Tanzschulen zu sehen, wenn man mehr oder minder verzweifelt
an seinem Tanzlehrer hängt :-)
> > Ich für meinen Teil gebe gerne zu, mich nicht eine Stunde am Stück
> konzentrieren zu können. Ich habe auch noch niemanden getroffen, dem
> das gelungen wäre.
Ich schließe mich dem ersten Punkt eingeschränkt an. Wobei ich an
guten Tagen - durchaus über eine STunde in Konzentration mit meinem
Pferd arbeiten kann. Das sind aber Sternstunden:-) Die vergehen wie im
Fluge und hinterher wundere ich mich, wie lange ich gearbeitet habe
(nehme grundsätzlich nie eine Uhr mit)
Unsere Definition über Konzentrationsleistung ist wohl unterschiedlich
-s.u.
> >Daß höchste Konzentration ununterbrochen über eine längere Zeit
> >aufrechterhalten werden kann, ist natürlich Humbug. Jeder sollte aus
> >eigener Erfahrung wissen, daß wir nach einigen Minuten (idR. deutlich unter
> >einer Viertelstunde, je nach Inhalt) beginnen abzuschweifen.
>
> Sag ich doch?
Jaaaa *seufz* - nur unterstellst Du gleichzeitig Anke, daß sie genau
eben diese Art von Konzentration meint. ankes Statement dazu kenne ich
noch nicht. Ich meine aber etwas anderes.
Sagen wir mal so: Wenn wir die o.g. Definition berücksichtigen, dann
gibt es mind. 3 Stadien von Konzentration - höchste Konzentration,
laufende Konzentration und abbrechende/keine Konzentration.
Wenn man mit seinem Pferd arbeitet befindet man sich meist in einer
laufenden Konzentration. Dh. die Güte verläuft kurvenartig, mal
ansteigend, dann wieder absteigend und wieder ansteigend.
Optimalerweise landet man in der Abwärtskurve nicht auf dem Nullpunkt
sondern aud einem mittlerem Niveau. Ist man gut, dann werden die
Höchstphasen (entspricht höchster Konzentration) für schwere Lektionen
genutzt.
Das Schwierige ist natürlich solche Konzentrationsverläufe bei Reiter
und Pferd in Einklang zu bringen:-)
Die meisten (ich schließe Dich nicht automat. mit ein) Reiter, die
behaupten, man könne sich keine Stunde auf die Arbeit mit dem Pferd
konzentrieren, meinen aber folgendes:
Nach einer Viertel Stunde ist Shcluß, dann geht nichts mehr. Meiner
Ansicht nach zeugt das von einer anders aufgebauten Stunde oder aber
dem Unvermögen diese gut zu gestalten. Im ersten Fall, will man sehr
bewußt eine viertel Stunde richtig hart arbeiten (höchste
Konzentration), dann aber Ferien haben möchte. Im zweiten Fall ist
"Konzentrationsunvermögen" eine Schutzbehauptung.
Achja, nicht zu vergessen, daß man häufig einfach überfordert ist,
weil man übermüdet, abgespannt usw. ist und nicht abschalten kann.
Unterschiede zwischen Menschen gehören da selbstverständlich mit
hinein. ;-)
> In einer Unterrichtsstunde fällt es nicht weiter auf, wenn ich mit den
> Gedanken mal kurz abschweife,
mir fällt es schon auf, wenn ich im Unterricht vom Stoff abschweife.
Das Pferd ist nicht der Maßstab, höchstens ein Indiz.
> Selbstverständlich muß man seine Grenzen kennen, und ich merke schon,
> wann ich unkonzentriert werde. Das merkt auch das Pferd, da die Hilfen
> dann nicht mehr so koordiniert kommen und wird entsprechend reagieren
> (oder auch nicht).
Ich würde sagen, daß ein Pferd es sehr viel eher bemerkt als sein
Reiter :-)
>
> Es gibt aber auch guckige Pferde, die selbst oft abgelenkt sind. Da
> ist es dann der Reiter, der sich vielleicht länger konzentrieren kann
> und das Pferd immer wieder daran erinnern muß, daß es jetzt eigentlich
> was anderes machen sollte, als in der Gegend rumzuschauen.
Ich glaube nicht, daß dies die Regel ist. Tatsächlich beschäftigen
sich die meisten Reiter eher damit, daß ihr Pferd in der Gegend
rumschaut und sie es entsprechend beschäftigen müssen, damit es das
läßt. :-) Das hat auch eine Wirkung:-))) Nur selten die, die sich der
Reiter wünscht.
>trotzdem glaube ich nicht, das Pferde oder Reiter eine ganz Stunde
>konzentriert arbeiten können. Das wäre extremer Hochleistungssport
und den >betreibt von uns wohl keiner mit seinem Pferd.
Wenn es um Höchstkonzentration geht, ja. Nur davon habe ich nicht
gesprochen. von Hochleistungssport kann also keine Rede sein. Obwohl
ich mich nach den genannten Sternstunden fühle, als hätte ich gerade
eine anregende und fordernde Diskussion gehabt. Das entspannt ungemein
:-)
>Es geht nicht darum, daß der Reitlehrer kurz aufs Pferd steigt
sondern das er >ein Pferd intensiv arbeitet, und das über einen
längeren Zeitraum hinweg.
Okay, es waren tatsächlich nur 10 Minuten :-). Aber ich wette nach
diesen 10 Minuten hätten 90% der Reiter ganz schön geschwitzt:-) Wenn
sie es herkömmlich versucht hätten und/oder ihnen eine derartige
Lektion noch nicht auf allen Pferden ins Blut gegangen wäre
("was wollen sie denn, es geht doch!" <bg>),
Nähme ich dies ernst ;-) "Idiot" *bfg*. Mein RL bringt das,wenn ich so
dämlich war zu behaupten, etwas ginge nicht oder sei schwer. IdR. läßt
er mich den Gegenbeweis selbst antreten. Und dann schmunzeln wir:-)))
> Von 10 Minuten Konzentration fang ich auch noch nicht an zu schwitzen, da >wird ein sehr viel besserer Reiter das wohl noch weniger.
Na, wenn Du von 10 Minuten Konzentration noch nicht schwitzt, dann
könntest Du doch auch locker sehr viel länger konzentriert reiten? :-)
Ich finde, das kling nicht nach höchster Konzentration - so wie ich
sie verstehe allerdings;-)
>Ob die Anstrengung nun körperlicher oder geistiger Art ist, ist
eigentlich >ziemlich unerheblich,
Nein, das ist ein wesentlicher Unterschied, der in meinen Augen die
Qualität des Reitens ausmacht.
>bleibt den Reitern nichts anderen übrig, als sich durch
> körperliche Hilfen verständlich zu machen.
Welche ganz leicht erfolgen können und irgendwann mal in
"Gedankenübertragung" übergehen sollten. Du hast doch sicher auch
schon auf Deinem Pferd gesessen und nur daran gedacht, jetzt höre ich
mit Trab auf(oder fang an) und schwupps:-) So sollte es sein.
> Das geht bei einigen Pferden vielleicht einfacher als bei anderen, aber mit >der Zeit wird das auf jedem Pferd anstrengend.
Ja? Genau das Gegenteil sollte passieren. Das ist im Übrigen nicht
einigen wenigen Reitern vorbehalten sondern stellt in meinen Augen DER
Grundpfeiler jeder guten reiterlichen und pferdischen Ausbildung dar.
Bevor das nicht wenigstens im Kopf sitzt, ist es in meine Augen kein
Weg in Richtung guten Reitens. Das jeder es darin zu unterschiedlicher
Meisterschaft bringen wird, ist auch klar. Die Grundzüge aber kann
jeder lernen.
>Trotzdem sollten wir deshalb nicht einfach aufhören es zu versuchen.
Es >gewinnt auch nicht jeder Tennisspieler Wimbelden, aber Spaß macht
es trotzdem.
Volle Zustimmung!
Gruß Christina
liebe christina
Nicht umsonst heißt es, das man in jeder Sekunde, die man mit einem Pferd
zusammen ist, nur zwei
> Dinge bewirken kann: es abstumpfen oder sensibilisieren.
heisst es das? wo heisst es das denn?
das ist für mich etwas zu sehr schwarz/weiss denken..........wo sind denn da
die graustufen? oder noch besser/lieber: wo sind die farben?:-)
In diesem Sinne arbeitet man pausenlos mit dem Pferd.
wenn du damit sagen willst "man wirkt immer" hast du wohl recht.
bloss (kein aber.....lach) wird die palette des wirkens mehr als abstumpfen
oder sensibilisieren sein...........
> Einen ordentlichen Schritt zu reiten, ist mit Sicherheit eine
> vernünftige Forderung --- und eine gehörige Überforderung für die
> meisten Reiter.
bei mir wurde schrittreiten kürzlich als "rumlatschen" bezeichnet:-)
leider vergassen die kritiker dabei 1. zu fragen: versammelter schritt,
mittelschritt, starker schritt? oder gar abwchselnd?
2. vergessen wurde dabei auch, ob ich 80 % schritt reite, weil dem pferd
noch kondition fehlt, es in einer aufbauphase ist.
3. leider wurde auch nicht gefragt ob es am gelände liegt..........ständiges
auf und ab im faltenjura lässt halt vielfach nur schritt zu.
4. auch kein thema war, ob es an der bodenbeschaffenheit liegen
könnte......................
5. könnte das pferd ja auch rekonvaleszent sein............
du siehst, alleine übers schrittreiten kann man viel diskutieren, aber (bg)
das ist jetzt an eurem thema vorbeigeredet.
Es wird Gründe haben, warum der Schritt die
> schwierigste Gangart ist. WEnn Du wirklich im Schritt arbeitest, dann
> gehören auch dort Denkpausen hinein.
mache ich...da darf mirel dann mal für eine kurze zeit latschen:-)
Es sei denn Du bist bereits so meisterhaft, daß Dir und Deinem Pferd der
Schritt bereits im Blut
liegt.
bis jetzt las ich noch keinen meister hier in der
ng................vielleicht ist stefan auf dem weg, einer zu werden?
> > Da hilft es schon, wenn der Reiter nicht ständig dasselbe macht. Ich
> > kenne Reitlehrer, die es kritisieren, wenn man öfter als 1x
> > hintereinander ganze Bahn reitet ...
wenn paul weier dich angaloppieren lässt, dann schaffst du selten mehrere
volte im galopp ohne dass er nicht einwendet: galoppieren kann das
pferd...........üben wir die übergänge................
> in vielen Tanzschulen zu sehen, wenn man mehr oder minder verzweifelt
> an seinem Tanzlehrer hängt :-)
da wäre ich lieber in einem mauseloch verschwunden......aber meine
tanzlehrerin lies mich nicht los..............bg
> Das Schwierige ist natürlich solche Konzentrationsverläufe bei Reiter
> und Pferd in Einklang zu bringen:-)
das schwierige oder schöne am reitsport ist ja, dass da 2 lebewesen mit all
ihren launen sich finden müssen.
im training kann der gute reiter auf die launen seines pferdes rücksicht
nehmen, im wettkampf sollten dann beide am selben strick und erst noch in
die selbe richtung ziehen. sehr gute reiter gehen auch im wettkampf auf ihr
pferd ein...............das kann bedeuten zu verzichten.
> Achja, nicht zu vergessen, daß man häufig einfach überfordert ist,
> weil man übermüdet, abgespannt usw. ist und nicht abschalten kann.
> Unterschiede zwischen Menschen gehören da selbstverständlich mit
> hinein. ;-)
da gehört neben talent dann noch die gnade der einsicht dazu: heute
nicht............
Ich würde sagen, daß ein Pferd es sehr viel eher bemerkt als sein Reiter
:-)
und zu seinen gunsten "ausnutzt":-)
btw: das was das pferd beim "ausnutzen" macht, wäre ja dann das, was es
gerne macht...............da wären wir dann wieder beim thread: lieber
galoppieren, fressen oder dressurlektionen:-)
> Ich glaube nicht, daß dies die Regel ist. Tatsächlich beschäftigen
> sich die meisten Reiter eher damit, daß ihr Pferd in der Gegend
> rumschaut und sie es entsprechend beschäftigen müssen, damit es das
> läßt. :-) Das hat auch eine Wirkung:-))) Nur selten die, die sich der
> Reiter wünscht.
>
lach............ist der reiter guggerig, sieht es das pferd
auch................
wieso ist mirel guggerig.........grummel..................lach
> Okay, es waren tatsächlich nur 10 Minuten :-). Aber ich wette nach
> diesen 10 Minuten hätten 90% der Reiter ganz schön geschwitzt:-) Wenn
> sie es herkömmlich versucht hätten und/oder ihnen eine derartige
> Lektion noch nicht auf allen Pferden ins Blut gegangen wäre
fein reduziert:-)
>
> ("was wollen sie denn, es geht doch!" <bg>),
> Nähme ich dies ernst ;-) "Idiot" *bfg*. Mein RL bringt das,wenn ich so
> dämlich war zu behaupten, etwas ginge nicht oder sei schwer. IdR. läßt
> er mich den Gegenbeweis selbst antreten. Und dann schmunzeln wir:-)))
ein guter reitlehrer!
> Nein, das ist ein wesentlicher Unterschied, der in meinen Augen die
> Qualität des Reitens ausmacht.
das schon, aber nicht die qualität des schweisses:-)
>
> Welche ganz leicht erfolgen können und irgendwann mal in
> "Gedankenübertragung" übergehen sollten. Du hast doch sicher auch
> schon auf Deinem Pferd gesessen und nur daran gedacht, jetzt höre ich
> mit Trab auf(oder fang an) und schwupps:-) So sollte es sein.
so sind die araber...............wenn man ihre sprache spricht:-)
> Es >gewinnt auch nicht jeder Tennisspieler Wimbelden, aber Spaß macht
> es trotzdem.
tennsspielen bei 36 ° am schatten...........?.ufffffffffffff
naja, meine pfunde würden purzeln.......bg
liebe grüsse
tendre
>> Nicht umsonst heißt es, das man in jeder Sekunde, die man mit einem Pferd
>>zusammen ist, nur zwei
>> Dinge bewirken kann: es abstumpfen oder sensibilisieren.
>heisst es das? wo heisst es das denn?
Oh, erwischt *g* Das ist ein Spruch meines RL. Ich nehme an, er wollte/ will
damit bewirken, daß man sich über sein Handeln klar sein sollte. Sieht aus, als
sei dieser Spruch schon ganz fest verankert *g*
>das ist für mich etwas zu sehr schwarz/weiss denken..........wo sind denn da
>die graustufen? oder noch besser/lieber: wo sind die farben?:-)
Farben?! Du unterschätzt mich :-)
Mal wieder nicht lückenlos formuliert... selbstverständlich gibt es
unterschiedliche Tönungen. Mal mehr sensibilisieren, mal weniger - mal mehr
Abstumpfen, mal weniger... und gute Reiter (ausgeglichene Menschen) schaffen es
dann irgendwann auf einem nahezu gleichbleibend hohem Level zu bleiben.
>wenn du damit sagen willst "man wirkt immer" hast du wohl recht....
Nichts anderes. Rest siehe oben.
>> Einen ordentlichen Schritt zu reiten, ist mit Sicherheit eine vernünftige
Forderung >>und eine gehörige Überforderung für die meisten Reiter.
>bei mir wurde schrittreiten kürzlich als "rumlatschen" bezeichnet:-)
*g* Ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. ich übe auch noch ;-)))
Ich habe die "Schritt-Arie" herausgegriffen, weil Bea folgendes schrieb:
"Da rechne ich für den Reiter übrigens auch Schrittpausen zur Erholung für das
Pferd
hinzu - für das Pferd mag es eine Verschnaufpause sein, aber deshalb muß der
Reiter ja nicht alles wegschmeißen und sich auf dem Pferderücken hinlegen ...
Auch Schritt will ordentlich geritten werden."
Im Zuge des vorher geschriebenen, bin ich stillschweigend von Deinem Punkt 1 im
Sinne von Arbeit in der Bahn ausgegangen. Eine Unterstellung. Das läßt sich ja
klären.;-)
Also Bea, welche Art Schritt hast Du gemeint?
>>Es sei denn Du bist bereits so meisterhaft, daß Dir und Deinem Pferd der
>>Schritt bereits im Blut liegt.
>bis jetzt las ich noch keinen meister hier in der ng.
Ich lege Beas oben zitierte Antwort so aus, daß Bea ihrem Pferd die
Verschnaufpause gönnt, sich aber nicht.
Wir sprachen von Konzentration - wenn Bea also nicht doch auch unterschiedliche
Grade von Konzentration meint (??, Bea?), dann unterstelle ich, daß sie ihr
Pferd nicht länger als max. 15 Minuten gezielt reiten können wird. Im Prinzip
ähnelt es (ganz bewußt) dem, was sie Anke vorwirft;-) und mir vorwerfen darf.
Allerdings sprach ich bei meiner Person explizit nicht von einstündiger Arbeit
in ununterbrochen höchster Konzentration , daher wäre es denn doch nicht
gerechtfertigt. :-)
Das verdeutlich doch, daß wir uns verständigen sollten, was wir mit
Konzentrationsleistung meinen. Wie war das noch mit den Äppeln und Birnen?
>> Das Schwierige ist natürlich solche Konzentrationsverläufe bei Reiter
>> und Pferd in Einklang zu bringen:-)
>das schwierige oder schöne am reitsport ist ja, dass da 2 lebewesen mit all
>ihren launen sich finden müssen.
That's it:-) Ich liebe es.
>das kann bedeuten zu verzichten.
Und? Kein Widerspruch, woher auch:-)
>> Achja, nicht zu vergessen, daß man häufig einfach überfordert ist,
>> weil man übermüdet, abgespannt usw. ist und nicht abschalten kann.
>> Unterschiede zwischen Menschen gehören da selbstverständlich mit
>> hinein. ;-)
>da gehört neben talent dann noch die gnade der einsicht dazu: heute
nicht............
Natürlich, was sonst? Sind wir Maschinen? Nööööö :-)))
>> Okay, es waren tatsächlich nur 10 Minuten :-). Aber ich wette nach
>> diesen 10 Minuten hätten 90% der Reiter ganz schön geschwitzt:-) Wenn
>> sie es herkömmlich versucht hätten und/oder ihnen eine derartige
>> Lektion noch nicht auf allen Pferden ins Blut gegangen wäre
>fein reduziert:-)
Ja, nicht O;-)
>ein guter reitlehrer!
Und ob!
>das schon, aber nicht die qualität des schweisses:-)
ts, jetzt wirst Du aber albern ;-)
>> Welche ganz leicht erfolgen können und irgendwann mal in
> >"Gedankenübertragung" übergehen sollten. ....
>so sind die araber...............wenn man ihre sprache spricht:-)
Zu dumm, ich hab ein Connemara *g*.
Gruß Christina, deren Konzentration heute sehr zu wünschen übrig läßt ;-(
liebe christina
>
> Oh, erwischt *g*
hehe.......lach
Das ist ein Spruch meines RL. Ich nehme an, er wollte/ will
> damit bewirken, daß man sich über sein Handeln klar sein sollte. Sieht
aus, als
> sei dieser Spruch schon ganz fest verankert *g*
er beeinflusst dich ganz schön:-)
ich finde es aber gut, wenn man einen tollen rl hat, sich beeinflussen lässt
und dann nicht äpfel und birnen vermischt......bg
> Farben?! Du unterschätzt mich :-)
smile.........ich denke eher, ich schätze dich:-)
> Mal wieder nicht lückenlos formuliert... selbstverständlich gibt es
> unterschiedliche Tönungen. Mal mehr sensibilisieren, mal weniger - mal
mehr
> Abstumpfen, mal weniger... und gute Reiter (ausgeglichene Menschen)
schaffen es
> dann irgendwann auf einem nahezu gleichbleibend hohem Level zu bleiben.
ich würde anstelle des mehr oder weniger die attribute wechseln:-)
> >wenn du damit sagen willst "man wirkt immer" hast du wohl recht....
>
> Nichts anderes. Rest siehe oben.
das reicht mir.......fg
> >bei mir wurde schrittreiten kürzlich als "rumlatschen" bezeichnet:-)
>
> *g* Ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. ich übe auch noch
;-)))
missverständnis: der vorwurf kam aus der ng...........ferndiagnose oder
niedergeschriebener alptraum......bg
aber am üben bin ich ebenfalls..............lebenslänglich heisst wohl das
urteil:-)
> Ich habe die "Schritt-Arie" herausgegriffen, weil Bea folgendes schrieb:
> "Da rechne ich für den Reiter übrigens auch Schrittpausen zur Erholung für
das
> Pferd
> hinzu - für das Pferd mag es eine Verschnaufpause sein, aber deshalb muß
der
> Reiter ja nicht alles wegschmeißen und sich auf dem Pferderücken hinlegen
...
muss nicht, aber kann.........mal den körper und die seele baumeln lassen,
gerade im gelände.
btw: so falle ich eher runter als wenn ich pferde einreite...........bg
> Auch Schritt will ordentlich geritten werden."
stimmt. jedenfalls in der arbeitsphase.
> Im Zuge des vorher geschriebenen, bin ich stillschweigend von Deinem Punkt
1 im
> Sinne von Arbeit in der Bahn ausgegangen. Eine Unterstellung. Das läßt
sich ja
> klären.;-)
genau, gerade die stillschweigenden punkte.......lach
ausser du siehst mir tief in die augen, dann kann ich es ja
nachlesen...............bg
> Also Bea, welche Art Schritt hast Du gemeint?
genau.werde deutlicher..............gggg
Es sei denn Du bist bereits so meisterhaft, daß Dir und Deinem Pferd der
> >>Schritt bereits im Blut liegt.
gemäss meiner tanzlehrerin liegt mir wohl bewegungslosigkeit im
blut......lach
> Ich lege Beas oben zitierte Antwort so aus, daß Bea ihrem Pferd die
> Verschnaufpause gönnt, sich aber nicht.
ich würde sie auch bea gönnen:-)
> Das verdeutlich doch, daß wir uns verständigen sollten, was wir mit
> Konzentrationsleistung meinen. Wie war das noch mit den Äppeln und Birnen?
oder den profis und den amateuren............lach..........bitte keinen
neuen thread darüber entfachen:-)
> That's it:-) Ich liebe es.
>
me too..........entschuldigung frank:-)
> >das kann bedeuten zu verzichten.
> Und? Kein Widerspruch, woher auch:-)
braves mädel.........fg
Natürlich, was sonst? Sind wir Maschinen? Nööööö :-)))
und das pferd eben auch nicht.
unsere misslaune könnte sich dank dem pferd lösen, aber auch auf unsere
reitweise oder auf's pferd übertragen.
> Ja, nicht O;-)
hey! unsere alpengletscher schmelzen weg...............lach
> Und ob!
gut erkannt, bravo tendre..............gggg
ts, jetzt wirst Du aber albern ;-)
kommen die auch in den himmel?
Zu dumm, ich hab ein Connemara *g*.
sehr schöne ponies!
mit araberköpfchen:-)
> Gruß Christina, deren Konzentration heute sehr zu wünschen übrig läßt ;-(
sonstwäre ich deinen postings ja auch nicht gewachsen:-)
liebe grüsse
tendre
>>Das ist ein Spruch meines RL. Ich nehme an, er wollte/ will
>> damit bewirken, daß man sich über sein Handeln klar sein sollte. Sieht
>>aus, als sei dieser Spruch schon ganz fest verankert *g*
>er beeinflusst dich ganz schön:-)
Charismatischer Mensch, mit überzeugenden Argumenten und bildern eben :-) Dazu
erzählt er noch viele Dinge (aber nicht alle natürlich), die mir
entgegenkommen. Das macht die Verständigung natürlich etwas einfacher.
Schade, daß ich schon so lange nicht mehr hin konnte. Obwohl mir im Moment der
Sinn nach neuen Horizonten steht. Natürlich sind die noch weiter weg, aber was
ist hier schon nah dran.
>ich finde es aber gut, wenn man einen tollen rl hat, sich beeinflussen lässt
>und dann nicht äpfel und birnen vermischt......bg
I hope so. Aber wer ist von Fehlern gefeit? ICH nicht, hoffentlich. Das wäre
das Ende allen Lernens, wie laaaaaaaangweilig *gähn*
>> Farben?! Du unterschätzt mich :-)
>smile.........ich denke eher, ich schätze dich:-)
Ha, das war ein gelungenes "Fishing for compliments" *fg*
>missverständnis: der vorwurf kam aus der ng...........ferndiagnose oder
>niedergeschriebener alptraum......bg
ah soo. Äh? Egal. ok.
>genau, gerade die stillschweigenden punkte.......lach
>ausser du siehst mir tief in die augen, dann kann ich es ja
>nachlesen...............bg
Du flirtest? Sowas ;-)
>und das pferd eben auch nicht.
>unsere misslaune könnte sich dank dem pferd lösen, aber auch auf unsere
>reitweise oder auf's pferd übertragen.
Bei mir kommen in aller Regel die letzten Punkte zum Zuge. Reiten ist dann fast
nie drin, eher noch Bodenarbeit, meist aber U*****
>>Zu dumm, ich hab ein Connemara *g*.
>sehr schöne ponies!
>mit araberköpfchen:-)
Und was weiß ich nicht noch alles drin. :-) Die orginellste Beschreibung meiner
damals zweijährigen Stute: "Ist das ein kleiner Friesenhengst?"
*sfg* Und das bei einem Schimmel... "der weiße Friese" :-) LOL
>> Gruß Christina, deren Konzentration heute sehr zu wünschen übrig läßt ;-(
>sonstwäre ich deinen postings ja auch nicht gewachsen:-)
Schwein gehabt *sfg*
liebe christina
> Charismatischer Mensch, mit überzeugenden Argumenten und bildern eben :-)
Dazu
> erzählt er noch viele Dinge (aber nicht alle natürlich), die mir
> entgegenkommen. Das macht die Verständigung natürlich etwas einfacher.
> Schade, daß ich schon so lange nicht mehr hin konnte. Obwohl mir im Moment
der
> Sinn nach neuen Horizonten steht. Natürlich sind die noch weiter weg, aber
was
> ist hier schon nah dran.
und was wirklich fern? auf unserer erde ist jeder punkt an einem tag
erreichbar geworden.
> Ha, das war ein gelungenes "Fishing for compliments" *fg*
du hast eben keinen wurm als köder benutzt:-)
> >genau, gerade die stillschweigenden punkte.......lach
> >ausser du siehst mir tief in die augen, dann kann ich es ja
> >nachlesen...............bg
>
> Du flirtest? Sowas ;-)
nöööööö, oder?
ich bin nur schlecht im lippenlesen.............:-))
> Bei mir kommen in aller Regel die letzten Punkte zum Zuge. Reiten ist dann
fast
> nie drin, eher noch Bodenarbeit, meist aber U*****
das kommt mit der erfahrung des alters..bg
ich muss ja auch von posting zu posting meinen stil wechseln:-)
> Und was weiß ich nicht noch alles drin. :-) Die orginellste Beschreibung
meiner
> damals zweijährigen Stute: "Ist das ein kleiner Friesenhengst?"
naja, offensichtlich einer der auch pudel mit bernhardiner verwechseln
würde...lach
> *sfg* Und das bei einem Schimmel... "der weiße Friese" :-) LOL
springst du mit ihm? sind ja sehr gute dressur- und springponies.
> Schwein gehabt *sfg*
sagt das huhn zum schwein: lass uns fusionieren. machen wir spiegelei mit
schinken................ggggg
liebe grüsse
tendre
>
Prost Mahlzeit. Ich hoffe bei mir nicht, dann kann ich irgendwann mit
schlechter laune gar nicht mehr aufs Pferd steigen.
>naja, offensichtlich einer der auch pudel mit bernhardiner verwechseln
>würde...lach
Umso erstaunlicher, da Fragestellerin einen Friesen ritt. Und die Frage war
tatsächlich ernst gemeint *Kopfschüttel&staun*
>springst du mit ihm? sind ja sehr gute dressur- und springponies.
Ihm dem Pony - und mit ihr (der Stute *g) - ich will es gern lernen. Bißchen
Hoppsen ist eine Sache, aber richtig Springen eine andere. Erstmal muß aber ihr
Rücken und der Rest wieder in Ordnung sein.
>sagt das huhn zum schwein: lass uns fusionieren. machen wir spiegelei mit
>schinken................ggggg
Sprach der Löwe: "Endlich, ich war schon am Verhungern"
> Prost Mahlzeit. Ich hoffe bei mir nicht, dann kann ich irgendwann mit
> schlechter laune gar nicht mehr aufs Pferd steigen.
nene, mit dem alter kommt die gelassenheit und die weisheit......lach.
und die glatze under bauch.............:-((............bg
> Umso erstaunlicher, da Fragestellerin einen Friesen ritt. Und die Frage
war
> tatsächlich ernst gemeint *Kopfschüttel&staun*
das headshkingsyndrom habe ich zeitweise auch ................beim lesen der
ng........fg
> Ihm dem Pony
genau:-)
- und mit ihr (der Stute *g) - ich will es gern lernen. Bißchen
> Hoppsen ist eine Sache, aber richtig Springen eine andere. Erstmal muß
aber ihr
> Rücken und der Rest wieder in Ordnung sein.
was ist denn alles in unordnung?
>
>
> >sagt das huhn zum schwein: lass uns fusionieren. machen wir spiegelei mit
> >schinken................ggggg
>
> Sprach der Löwe: "Endlich, ich war schon am Verhungern"
hast du das prinzip der fusion an obigem beispiel verstanden? oder zu
unkonzentriert?......fg
liebe grüsse
tendre
btw: wo bleibt das foto von gwendolyn und der badenixe oder verwechsle ich
da etwas?
Weisheit ja, Gelassenheit auch, aber Ruhe beim oder durch das Reiten bekommen -
bei mir : scheinbar nein.
>und die glatze under bauch.............:-((............bg
Runzeln, graue Haare und überhaupt alle Vorzüge der Schwerkraft. *g. Schön, daß
ich davon noch entfernt bin *fg* Bis auf ein paar weiße Haare :-) LOL
>Gwen<
>was ist denn alles in unordnung?
Überraschend wenig. Dem Himmel und der weiteren Unterstützung sei dank.
Derzeit geht es um eine (nur noch eine...) Wirbelblockade im Rücken, Gallen,
deren Herkunft eventuell und "hoffentlich" auf die Rückengeschichte
zurückzuführen sind, diffuser Schleim nach viel Bewegung, angeschwollene
Luftsäcke und Dauerfellwechsel.
Ich finde das hört sich schon fast normal an ;-)
Immerhin reite ich sie seit Mai regelmäßig. Der Kleinen geht es scheinbar gut
- vorausgesetzt ich verlange nichts schmerzhaftes. Das schränkt zwar allgemein
meine Möglichkeiten ein, aber daß wir überhaupt wieder so weit kommen, hätte
ich vor einem halben Jahr nicht gedacht.
Wie es so ist - noch stehen ein paar Termine an und ich bin zuversichtlich, daß
es sich ins Gute finden wird.
Scheint wir nähern uns der 2Jahres Gnadenfrist. :-)
>hast du das prinzip der fusion an obigem beispiel verstanden? oder zu
>unkonzentriert?......fg
Wer weiß :-)
>wo bleibt das foto von gwendolyn und der badenixe oder verwechsle ich da
etwas?
Ganz bestimmt :-) _Davon_ gibt es keine Fotos. Obwohl Gwen es bestimmt lustig
gefunden hätte: mein Gesicht für die Ewigkeit - im Moment des eleganten
rückwärtig gerichteten Planschers :-)))
Ich arbeite in ein paar Wochen an meiner HP, bis dahin sollte ich dringend ein
paar Fotos machen. Aber vielleicht mal ich nur ein paar Strichmännchen oder
Pferde? LOL
> Weisheit ja, Gelassenheit auch, aber Ruhe beim oder durch das Reiten
bekommen -
> bei mir : scheinbar nein.
>
aha, wieder am fischen:-))
ok, ich sag's...........du bist ja noch blutjung:-))
> Runzeln, graue Haare und überhaupt alle Vorzüge der Schwerkraft. *g.
cellulitis nicht vergessen......fg
Schön, daß
> ich davon noch entfernt bin *fg* Bis auf ein paar weiße Haare :-) LOL
die sind doch von gwen:-))
> Derzeit geht es um eine (nur noch eine...) Wirbelblockade im Rücken,
Gallen,
> deren Herkunft eventuell und "hoffentlich" auf die Rückengeschichte
> zurückzuführen sind, diffuser Schleim nach viel Bewegung, angeschwollene
> Luftsäcke und Dauerfellwechsel.
> Ich finde das hört sich schon fast normal an ;-)
geht so:-(
gute besserung dem stütchen.
> Immerhin reite ich sie seit Mai regelmäßig. Der Kleinen geht es scheinbar
gut
> - vorausgesetzt ich verlange nichts schmerzhaftes.
wer macht das schon....ok, ich weiss, es gibt solche:-(((
Das schränkt zwar allgemein
> meine Möglichkeiten ein, aber daß wir überhaupt wieder so weit kommen,
hätte
> ich vor einem halben Jahr nicht gedacht.
sich freuen an dem was geht................deine ersten
alterserscheinungen......fg
> Wie es so ist - noch stehen ein paar Termine an und ich bin
zuversichtlich, daß
> es sich ins Gute finden wird.
am schluss bleibt glaube, hoffnung, liebe...............tendre wieder mal
bibelfest:-)
> Scheint wir nähern uns der 2Jahres Gnadenfrist. :-)
rennpferde gewinnen immer dann wenn man sagt: letzter versuch, dann geb
ich's auf............:-)
> Wer weiß :-)
typisch frau................lach
> Ganz bestimmt :-) _Davon_ gibt es keine Fotos. Obwohl Gwen es bestimmt
lustig
> gefunden hätte: mein Gesicht für die Ewigkeit - im Moment des eleganten
> rückwärtig gerichteten Planschers :-)))
ich denke, nicht nur gwen..............die ganze ng:-)
> Ich arbeite in ein paar Wochen an meiner HP, bis dahin sollte ich dringend
ein
> paar Fotos machen.
und wie sollen wir diese zeit nutzvoll vollbringen? überstehen?:-)
Aber vielleicht mal ich nur ein paar Strichmännchen oder
> Pferde?
auf jeden fall keine strichfrauen.........bg
liebe grüsse
tendre
> Wenn Du einem Pferd etwas beibringen
>willst, gibst Du ihm permanent Unterricht. Nicht umsonst heißt es, daß
>man in jeder Sekunde, die man mit einem Pferd zusammen ist, nur zwei
>Dinge bewirken kann: es abstumpfen oder sensibilisieren. In diesem
>Sinne arbeitet man pausenlos mit dem Pferd.
Genau das meine ich. Und dieses pausenlos setzt eine gewisse
Konzentration voraus.
>Vielleicht deute ich die Zeichen ja verkehrt *g*, aber einige Leute,
>die so reiten, wie ich es gern erreichen möchte, schmeissen desöfteren
>alles weg und machen eine Denkpause und Knuddelpause. Und dann geht's
>wieder weiter. Daß man auch dabei nicht völlig abschlafft ist klar,
>aber wenn einem bestimmte Dinge in Fleisch und Blut übergehen, dann
>braucht man daran auch keinen Gedanken mehr zu verschwenden und das
>bedeutet in meinen Augen: man konzentriert sich nicht mehr darauf
>(bewußt).
Da hast du recht. Allerdings gehe ich mal davon aus, daß die meisten
von uns nicht so begnadete Reiter sind, denen das schon alles in
Fleisch und Blut übergegangen ist. Also müssen wir wohl weiterhin
Gedanken daran verschwenden, womit wir wieder bei der Konzentration
wären.
Natürlich ist es schön, wenn man zwischendurch mal alles wegschmeißen
kann. Ich würde das aber vom Pferd abhängig machen. Wenn es sich
hinterher wieder gut aufnehmen läßt, kein Problem, aber wenn ich dann
erst mal wieder von vorne anfangen muß und ein paar Minuten brauche,
um den alten Zustand wiederherzustellen und weiterarbeiten zu können,
dann ist es eher kontraproduktiv.
>Einen ordentlichen Schritt zu reiten, ist mit Sicherheit eine
>vernünftige Forderung --- und eine gehörige Überforderung für die
>meisten Reiter. Es wird Gründe haben, warum der Schritt die
>schwierigste Gangart ist. WEnn Du wirklich im Schritt arbeitest, dann
>gehören auch dort Denkpausen hinein. Es sei denn Du bist bereits so
>meisterhaft, daß Dir und Deinem Pferd der Schritt bereits im Blut
>liegt.
Weder noch, daher muß ich schon aufpassen, daß es nicht zu schlimm
wird. Denn es ist wirklich die schwierigste Gangart und ich bin meist
überfordert. <g> Entspannung also nur fürs Pferd, nicht für mich.
>Ich dachte an aktiv zuhörendes und kommunizierend Reiten mit dem
>Pferd. Das ist ein Geben und Nehmen.
Das sollte das Ziel sein. Im näherzukommen ist nicht so einfach.
>> > Ich für meinen Teil gebe gerne zu, mich nicht eine Stunde am Stück
>> konzentrieren zu können. Ich habe auch noch niemanden getroffen, dem
>> das gelungen wäre.
>Ich schließe mich dem ersten Punkt eingeschränkt an. Wobei ich an
>guten Tagen - durchaus über eine STunde in Konzentration mit meinem
>Pferd arbeiten kann. Das sind aber Sternstunden:-) Die vergehen wie im
>Fluge und hinterher wundere ich mich, wie lange ich gearbeitet habe
>(nehme grundsätzlich nie eine Uhr mit)
Solche Tage gibt es, dann läuft es einfach gut und dann ist es auch
keine Überforderung, wenn man es ausnützt und einfach länger arbeitet,
wie es sich eben gerade anbietet. Ich wünschte, ich hätte mehr davon
... <bg>
>Unsere Definition über Konzentrationsleistung ist wohl unterschiedlich
>-s.u.
>Sagen wir mal so: Wenn wir die o.g. Definition berücksichtigen, dann
>gibt es mind. 3 Stadien von Konzentration - höchste Konzentration,
>laufende Konzentration und abbrechende/keine Konzentration.
>Wenn man mit seinem Pferd arbeitet befindet man sich meist in einer
>laufenden Konzentration. Dh. die Güte verläuft kurvenartig, mal
>ansteigend, dann wieder absteigend und wieder ansteigend.
>Optimalerweise landet man in der Abwärtskurve nicht auf dem Nullpunkt
>sondern aud einem mittlerem Niveau. Ist man gut, dann werden die
>Höchstphasen (entspricht höchster Konzentration) für schwere Lektionen
>genutzt.
Also, entweder ich konzentriere mich, oder eben nicht. Ich sehe da
keine Abstufungen, wie nur ein bißchen konzentrieren, ganz doll
konzentrieren oder so halb konzentrieren. Das wäre wie einbißchen
schwanger.
>Die meisten (ich schließe Dich nicht automat. mit ein) Reiter, die
>behaupten, man könne sich keine Stunde auf die Arbeit mit dem Pferd
>konzentrieren, meinen aber folgendes:
>Nach einer Viertel Stunde ist Shcluß, dann geht nichts mehr. Meiner
>Ansicht nach zeugt das von einer anders aufgebauten Stunde oder aber
>dem Unvermögen diese gut zu gestalten.
Wenn schon nach einer Viertelstunde nichts mehr geht, dann ist da wohl
was nicht in Ordnung. Kann man es sich so schnell mit einem Pferd
verscherzen, wenn man nicht mal über die Aufwärmphase hinauskommt? Von
Arbeit kann dann ja wohl nicht die Rede sein, da liegen dann andere
Probleme zugrunde, die man zuerst angehen sollte.
>Achja, nicht zu vergessen, daß man häufig einfach überfordert ist,
>weil man übermüdet, abgespannt usw. ist und nicht abschalten kann.
Das passiert mir auch manchmal. Das merkt man aber recht schnell, wenn
an einem Tag einfach nichts läuft. Dann geht es zu einer entspannenden
Runde ins Gelände, das tut Pferd und Reiter gut und läßt den Frust
einer völlig verkorksten Stunde gar nicht erst aufkommen. Auch da
sollte man seine Grenzen kennen und entscheiden, was in der Situation
am sinnvollsten ist.
>Ich würde sagen, daß ein Pferd es sehr viel eher bemerkt als sein
>Reiter :-)
Wahrscheinlich!
>>Es geht nicht darum, daß der Reitlehrer kurz aufs Pferd steigt
>sondern das er >ein Pferd intensiv arbeitet, und das über einen
>längeren Zeitraum hinweg.
>
>Okay, es waren tatsächlich nur 10 Minuten :-). Aber ich wette nach
>diesen 10 Minuten hätten 90% der Reiter ganz schön geschwitzt:-) Wenn
>sie es herkömmlich versucht hätten und/oder ihnen eine derartige
>Lektion noch nicht auf allen Pferden ins Blut gegangen wäre
Wenn ein entsprechend guter Reiter das macht, dann sind die paar
Minuten wohl nicht sein Untergang. <g> Meiner wahrscheinlich schon,
denn wenn ich es nicht kann, und mein Pferd vielleicht auch noch
nicht, dann können natürlich auch ein paar Minuten schon ziemlich
anstrengend sein!
>
>("was wollen sie denn, es geht doch!" <bg>),
>Nähme ich dies ernst ;-) "Idiot" *bfg*.
Na klar geht es, er kann ja auch gut reiten, sonst würde ich ja keinen
Unterricht bei ihm nehmen! <g>
>>Ob die Anstrengung nun körperlicher oder geistiger Art ist, ist
>eigentlich >ziemlich unerheblich,
>
>Nein, das ist ein wesentlicher Unterschied, der in meinen Augen die
>Qualität des Reitens ausmacht.
Wenn du es so siehst: der Anfänger kann es noch nicht besser und
treibt sein armes Pferd mit kraftzehrendem Hämmern der Absätze
vorwärts - das ist für ihn anstrengend und für den Beobachter ein
furchtbarer Anblick.
Der gute Reiter reitet sein Pferd mit kaum sichtbaren Hilfen und
konzentriert sich darauf, möglichst fein zu reiten - das ist für ihn
anstrengend und für den Beobachter schön anzuschauen.
Angestrengt haben sich beide, der eine körperlich, der andere eher
geistig. Wenn sie sich nach einiger Zeit verausgabt haben, wird beiden
der Schweiß geflossen sein. Dem war es wahrscheinlich egal, aus
welcher Art der Anstrengung er resultierte. So war das gemeint. <bg>
>>bleibt den Reitern nichts anderen übrig, als sich durch
>> körperliche Hilfen verständlich zu machen.
>
>Welche ganz leicht erfolgen können und irgendwann mal in
>"Gedankenübertragung" übergehen sollten. Du hast doch sicher auch
>schon auf Deinem Pferd gesessen und nur daran gedacht, jetzt höre ich
>mit Trab auf(oder fang an) und schwupps:-) So sollte es sein.
Von solch einem Pferd träume ich immer noch ... <g> Aber wie es vor
ein paar Tagen so heiß war, und sie gar keine Lust hatte, klappte das
tatsächlich: hab ich mal aufgehört zu treiben, und prompt ging sie in
die nächstniedrigere Gangart! Allerdings würde ich das eher als
ausfallen denn als ordentliches durchparieren bezeichnen. <g>
Die Gedankenübertragung setzt ein sensibles, sehr gut ausgebildetes
und motiviertes Pferd (und einen ebensolchen Reiter) voraus - da muß
schon einiges Zusammetreffen.
>> Das geht bei einigen Pferden vielleicht einfacher als bei anderen, aber mit >der Zeit wird das auf jedem Pferd anstrengend.
>
>Ja? Genau das Gegenteil sollte passieren. Das ist im Übrigen nicht
>einigen wenigen Reitern vorbehalten sondern stellt in meinen Augen DER
>Grundpfeiler jeder guten reiterlichen und pferdischen Ausbildung dar.
Leider scheinen viele Pferde keine solide Grundausbildung genossen zu
haben. Die der Reiter variiert sehr stark, wenn sie denn überhaupt an
einer Ausbildung interessiert sind.
>Bevor das nicht wenigstens im Kopf sitzt, ist es in meine Augen kein
>Weg in Richtung guten Reitens. Das jeder es darin zu unterschiedlicher
>Meisterschaft bringen wird, ist auch klar. Die Grundzüge aber kann
>jeder lernen.
So er denn will. Viele "Freizeitreiter" (bitte nicht abwertend
auffassen, ich reite schließlich auch nur in meiner Freizeit) halten
es nicht für nötig, sich überhaupt ausbilden zu lassen, bzw. ihren
Ausbildungstand zu halten, indem sie weiterhin Unterricht nehmen.
Dafür reiten sie dann aber ihre Pferde ein. Die sollen schließlich
keine hohe Schule gehen und für die "Grundausbildung" sind sie ja
allemal qualifiziert.
Und das sind dann die Pferde, die im Stall stehen. Die
Reitbeteiligung, so sie denn Unterricht zu nehmen wünscht, darf dann
unter Aufsicht des RL dem Tier die Grundbegriffe beibringen - womit
sie in der Regel überfordert ist, da sie selbst noch nicht gut genug
reitet. Der Prozeß der Ausbildung beider zieht sich dann entsprechend
hin.
Soviel zu den motivierten, freudig mitarbeitenden Pferden ...
Das ist natürlich nicht die Regel, aber leider schon oft genug
vorgekommen. Das Ideal sollten wir alle anstreben, aber auch bedenken,
es manchmal nicht so einfach ist.
Bea
>> Einen ordentlichen Schritt zu reiten, ist mit Sicherheit eine
>> vernünftige Forderung --- und eine gehörige Überforderung für die
>> meisten Reiter.
>
>
>bei mir wurde schrittreiten kürzlich als "rumlatschen" bezeichnet:-)
Na der es sagte konnte es dann ja offensichtlich nicht! <vbg>
>leider vergassen die kritiker dabei 1. zu fragen: versammelter schritt,
>mittelschritt, starker schritt? oder gar abwchselnd?
Der das sagte kannte den Unterschied wahrscheinlich nicht, somit ist
er entschuldigt. <vbg> Denn wenn er wüßte, wovon er redet, würde er ja
nicht von rumlatschen sprechen. Hoffentlich hast du ihm einen
halbstündigen Vortrag gehalten über die Natur des Schrittes, den Sinn
und Zweck während der Arbeit, die Verschiedenen Gangmaße, und
natürlich darüber, wie man ihn ordentlich zu reiten üben kann? LOL
>3. leider wurde auch nicht gefragt ob es am gelände liegt..........ständiges
>auf und ab im faltenjura lässt halt vielfach nur schritt zu.
Bist du aber pingelig!
>4. auch kein thema war, ob es an der bodenbeschaffenheit liegen
>könnte......................
Nun übertreib aber nicht! So schlecht kann der Boden doch gar nicht
sein, daß man nicht hier und da mal einen kleinen Gallopp einlegen
könnte. (kicher)
>mache ich...da darf mirel dann mal für eine kurze zeit latschen:-)
Also doch rumlatschen! Was willst du eigentlich?
>wenn paul weier dich angaloppieren lässt, dann schaffst du selten mehrere
>volte im galopp ohne dass er nicht einwendet: galoppieren kann das
>pferd...........üben wir die übergänge................
In der Volte? Mann, der ist aber anspruchsvoll!
>> in vielen Tanzschulen zu sehen, wenn man mehr oder minder verzweifelt
>> an seinem Tanzlehrer hängt :-)
>
>da wäre ich lieber in einem mauseloch verschwunden......aber meine
>tanzlehrerin lies mich nicht los..............bg
Warst du etwa auch so einer, die mir ständig auf den Füßen gestanden
sind? (mitleidig schau)
>tennsspielen bei 36 ° am schatten...........?.ufffffffffffff
Lach nicht, ich hab da mal eine Phase gehabt ... in der Mittagszeit
unter der prallen Sonne Floridas ... nur ein paar Ballwechsel ... so
etwa 2 Stunden lang ... dann gingen mir die Gegner aus ... haben mich
einfach für verrückt erklärt ... natürlich war ich fix und alle, war
aber ein schönes Gefühl ...
Bea
das war ein ng schreiber.........und nicht dabei als ich ritt:-)
>
> Der das sagte kannte den Unterschied wahrscheinlich nicht, somit ist
> er entschuldigt.
ja? ist dem so?
<vbg> Denn wenn er wüßte, wovon er redet, würde er ja
> nicht von rumlatschen sprechen. Hoffentlich hast du ihm einen
> halbstündigen Vortrag gehalten über die Natur des Schrittes, den Sinn
> und Zweck während der Arbeit, die Verschiedenen Gangmaße, und
> natürlich darüber, wie man ihn ordentlich zu reiten üben kann? LOL
ich enthalte mich des kommentares.
>
> >3. leider wurde auch nicht gefragt ob es am gelände
liegt..........ständiges
> >auf und ab im faltenjura lässt halt vielfach nur schritt zu.
>
> Bist du aber pingelig!
tja, ich reite halt nach der formel: bergauf jag mich nicht, berab führe
mich, in der ebene schone mich nicht..............wobei ich letzteres nicht
so sehr befolge:-)
>
> >4. auch kein thema war, ob es an der bodenbeschaffenheit liegen
> >könnte......................
>
> Nun übertreib aber nicht! So schlecht kann der Boden doch gar nicht
> sein, daß man nicht hier und da mal einen kleinen Gallopp einlegen
> könnte. (kicher)
ich erkenne dein scherzchen:-)
>
> >mache ich...da darf mirel dann mal für eine kurze zeit latschen:-)
>
> Also doch rumlatschen! Was willst du eigentlich?
keine telepathische kritik..........und die anerkennung, dass man auch bei
80 % schritt reiten 60 % als schrittarbeit ansehen kann.
>
> >wenn paul weier dich angaloppieren lässt, dann schaffst du selten mehrere
> >volte im galopp ohne dass er nicht einwendet: galoppieren kann das
> >pferd...........üben wir die übergänge................
>
> In der Volte? Mann, der ist aber anspruchsvoll!
wieso sollten auf einer volte keine übergänge geritten werden?
> Warst du etwa auch so einer, die mir ständig auf den Füßen gestanden
> sind? (mitleidig schau)
nö........ich glaube, ich bekam meine gar nicht hoch.............bg
> Lach nicht, ich hab da mal eine Phase gehabt ... in der Mittagszeit
> unter der prallen Sonne Floridas ... nur ein paar Ballwechsel ... so
> etwa 2 Stunden lang ... dann gingen mir die Gegner aus ... haben mich
> einfach für verrückt erklärt ... natürlich war ich fix und alle, war
> aber ein schönes Gefühl ...
crazy bea............lach.......und sowas habe ich gebusselt:-))
liebe grüsse
tendre
Alison <rum...@snafu.de> schrieb in im Newsbeitrag:
ds5kktsbhb7dg39ii...@4ax.com...
> Ich für meinen Teil gebe gerne zu, mich nicht eine Stunde am Stück
> konzentrieren zu können. Ich habe auch noch niemanden getroffen, dem
> das gelungen wäre.
Du hast mich noch nie getroffen. :-)
Gestern, beim Dressurunterricht hatte ich da auch so meine Probleme. Was
sagte die RL doch gleich? <bg>
Das kommt bei mir ganz auf die Tagesform an. Ich kann mich sogar mehere
Stunden am Stück konzentireren, mich dabei voellig in eine Aufgabe
versenken. Einige Jahre lang hatte ich den Job Leiterplatten zu entwerfen.
Dabei werden elektronische Bauteile durch Kupferbahnen verbunden. Die Bahnen
muessen kreuzungsfrei auf einer oder mehren Ebenen verlegt werden (am
Computer). Dabei habe ich mich manchmal so in die Arbeit vertieft, dass ich
nicht mal merkte, wenn jemand in mein Buero kam, oder ich habe die Pause
verpasst. Eine derartige Konzentration ist allerdings sehr ermuedend und
geht auf Dauer an die Substanz.
Ein Pferd kann sich in der Regel nur um die 20 Minuten am Stueck voll
konzentieren. Abhaengig von der Tagesform und vom Pferd.
mfg
Thorsten
Hallo, Bea!
Entschuldige vorab eventuelle geringere Wortgewandheit, ich bin ein
bischen krank heute...
> >So dachte ich auch mal. Und so war es auch mal bei mir, und jetzt ist es
> >anders.
> >Trotzdem sind meine Pferde auch bei sommerlichen Temperaturen unterm
> >Sattel nur *feucht*, aber nicht klatschnass, wenn ich mit ihnen fertig
> >bin. Und u.U. sogar *kuehl*. Die isoliernde Wirkung von Sattel und Decke
> >hat ja auch zwei Seiten...
>
> Ja klar, wenn ich mir eine wasserdichte Regenjacke anziehe und dann
> mit dem Rad fahre, dann bin ich darunter hinterher schön gekühlt statt
> geschwitzt!
Solange Du mit den Beinen und nicht mit den Armen strampelst, muesstest
du demnach "obenrum" weniger schwitzen ;-))
Nein, Scherz beiseite. Das wuerde nicht funktionieren, weil der Mensch
ja seine hoechste Konzentration an Schweissdruesen unter den Achseln
hat.
Aber eine Satteldecke ist schon etwas durchlaessiger als eine
wasserdichte Regenjacke. Deswegen habe ich ja auch Synthetik-Decken,
Gelpads und aehnliches Undurchlaessige ausgenommen.
Warum der Sattel selber wenig Einfluss hat, weiss ich auch nicht. Ich
habe momentan auch nur Erfahrungen mit Baumwoll-Schurwoll-und
Lammfelldecken. Moeglicherweise liegt es teilweise auch am
Deckenmaterial.
>
> >Wie gesagt, ich dachte auch mal so. Und bin eines besseren belehrt
> >worden, sowohl, was meine Techniken im Reiten angeht wie auch, was deren
> >Folgen angeht.
>
> Ich bin zwar alles andere als perfekt, denke doch aber, daß ich einen
> guten RL gehabt habe, der mir die Grundtechniken des Dressurreitens
> zumindest nahegebracht hat. War wohl alles falsch dann ...
Wer weiss?
>
> Mein Computer hat einen Lüfter, wie hast du deinen zwischen Pferd und
> Sattel bekommen?
Och, das ist kein Problem, der wird demnaechst in die Polsterung
eingebaut ;-))
>
> >Es muss
> >vielleicht nicht zwangslaeufig sein, dass sich ein Pferd verspannt hat,
> >wenn es dort schwitzt, ist aber eine Ueberlegung, die man im Hinterkopf
> >behalten sollte.
>
> Diese Überlegung ist grundsätzlich in meinem Hinterkopf, denn ich
> bemühe mich ja, mein Pferd zu lösen, und das nicht nur vor sondern
> auch während der Arbeit, wenn ich merke, es verspannt sich bei
> bestimmten Übungen. Ich dachte immer, ein willig und entspannt
> vorwärtsgehendes Pferd ist Ziel und Voraussetzung der Dressurarbeit.
Ist es ja auch. Nur gibt es verschiedene Wege, dort hinzukommen. Und
manche Wege fuehren trotz bester Ueberzeugung der Lehrer vielleicht in
die Irre.
>
> >Bei mir nicht - und ich habe Schabracken. Nur feuchter als der restliche
> >Bauch, abgesehen von den Partien, die ich gern "schwitzend haben will".
>
> Welche Partien am Bauch möchtest du denn schwitzend haben?
Nimm dir mal eine Anatomietafel mit den wichtigsten Muskeln. Die Partien
ueber den seitlichen, den querverlaufenden und den laengsverlaufenden
Bauchmuskeln.
Am Hals die Partien, die ueber dem M. serratus ventralis liegen. An den
Hinterbeinaussenseiten die Partien ueber dem M. tensior fasciae latae
und dem M. glutaeus superficialis. (hauptsachlich, es sind natuerlich
auch andere, kleinere Muskeln beteiligt)
Im uebrigen habe ich mal eine Graphik der Verteilung der Schweissdruesen
beim Pferd gesehen, und wennich mich recht erinnere, waren die
Schweissdruesen auf dem Ruecken sehr viel weniger zahlreich als (fast)
ueberall woanders ausser an Beinen und Kopf. Leider finde ich sie heute
abend nicht mehr :-(
Und
> feuchter als feucht wird auch die Satteldecke/der Rücken nicht werden,
> da der Schweiß ja aufgesaugt wird.
Nur bis zu einem bestimmten Grad.
Sonst hättest du ja ein
> Wasserkissen unter dem Sattel, daß entweder in kleinen Bächen
> runterdribbelt oder sich gegen alle Gesetze der Physik dort hält.
Eher runterdribbelt, was man ja auch bei vielen Pferden sehen kann.
>
> >> Ein gleichmäßig in Sattellage verschwitztes Pferd ist daher noch kein
> >> Grund zur Sorge.
>
> >Mit der Auffassung habe ich gerechnet. Ich kannte es ja frueher auch so.
> >Die Argumentation mit der Abdeckung ist mir auch bekannt und sie ist
> >"logisch". Aber so, wie ich es auch habe beobachten koennen, ist sie
> >nicht der Weisheit letzter Schluss.
>
> Diese Weisheit ist immerhin allgemein anerkannt. Was bringt dich dann
> zum umgekehrten Schluß, wenn es doch logisch ist?
Mich bringt nichts zu dem Schluss, ich wiederhole lediglich, was mir
gesagt wurde und was ich selber habe daraufhin beobachten koennen.
Im Uebrigen ist es nicht weniger logisch, dass arbeitende Muskeln mehr
Waerme produzieren als entspannte.
>
> >Inzwischen wuerde ich mich fast trauen, zu experimentieren, dass Dein
> >Pferd - 30 Grad oder nicht - unter mir zumindest deutlich weniger in der
> >Sattellage schwitzen wuerde als bei Dir. Alerdings kann ich damit auch
> >nach meiner Argumentation auf den Bauch fallen, wenn sich das Pferd
> >(vorausgesetzt, ich haette recht und es *waere* verspannt) auch unter
> >mir nicht genuegend loesen koennte ;-))
>
> Da wirst du ganz sicher auf den Bauch fallen. Erstens kenne ich mein
> Pferd besser als du, und kann es daher wahrscheinlich auch schneller
> lösen, was die Verspannungen schon mal erheblich minimieren dürfte.
Das ist moeglich.
> Zweitens trägt sie zwar Hinz und Kunz geduldig schlurfend durch die
> Gegend - solltest du allerdings Dressur reiten wollen, so wird dir
> nichts anderes übrigbleiben, als zu REITEN.
Bea, ich *reite* durchaus auch. Allerdings habe ich meine Pferde
ausreichend sensibilisiert, dass ich idR ohne schweisstreibende Arbeit
auch sie zum Arbeiten kriegen kann.
Ob ich das auch bei Deinem Pferd schaffen wuerde, weiss ich nicht - wenn
sie so geritten ist wie der allgemeine Durchschnitt englisch gerittener
Pferde, haette ich in der Tat Muehe damit.
>
> Denn von alleine macht sie es nicht. Sie ist dabei nicht unwillig,
> aber sie erwartet zumindest, daß man ihr klar und deutlich sagt, was
> sie wann machen soll. Sonst schlurft sie eben nur durch die Gegend,
> warum sollte sie auch nicht. Da sind schon einige vermeintlich gute
> Reiter dran verzweifelt. Und ich durfte mir dann anhören, das mein
> Pferd aber auch gar nichts kann!
Das erwarten meine Pferde durchaus auch. Allerdings kommt es bei ihnen
eher auf die Praezision als auf die grobe Kraft der Hilfen an. Ich will
nicht mit grober Kraft reiten. Das ist IMO meiner Pferde unwuerdig und
ich selber bin mir dafuer auch zu schade.
>
...
> Bei meiner Kleinen muß man erst mal den Knopf finden, und den findet
> scheinbar nicht jeder. Und auch wer ihn findet, muß erst mal eine
> Weile suchen. <g>
Das ist schon moeglich <g>
>
> >Ich foerdere beim Dressurreiten meine Pferde bis an die taegliche Grenze
> >ihres Leistungsvermoegens. Das kann, nach barocken Prinzipinen,
> >allerdings auch schon nach 20 Minuten erreicht sein. Meistens ist es
> >aber ca. eine Stunde, die ich *arbeite* und das Pferd wirklich fordere.
>
> Ich wage zu bezweifeln, daß sich ein Pferd eine ganze Stunde lang
> konzentrieren kann - und du kannst das auch? Gratuliere, da bist du ja
> ein Wunder an Konzentrationsfähigkeit! Ich arbeite selten länger als
> eine halbe Stunde intensiv, denn wenn die Aufmerksamkeit erst mal
> nachläßt, dann wird es auf beiden Seiten frustrierend. Und bringt dann
> auch nichts mehr außer Verspannungen. Lieber gehe ich regelmäßig nach
> der Arbeit noch einen kleine Runde ins Gelände, das ist entspannend
> für Pferd und Reiter.
Ich arbeite ca. eine Stunde lang samt Loesephasen und *sehr* kurzen
Pausen, damit sich Kopf und Glieder nicht verkrampfen.
Und ja, ich fordere sie bis an ihre Grenzen, Aber *in* der Stunde -
nicht die ganze Stunde lang. Das heisst, im Hoehepunkt der Stunde gehen
wir an diese Grenze. Und auch nur dann, wenn das Pferd faehig ist, heute
so weit zu gehen - wenn nicht, machen wir halt Leichteres oder gehen
raus.
Dressurarbeit ist im uebrigen von der Koordination her anstrengend,
nicht von der groben Kraft her, koordiniert wird aber im Kopf, der so
licht nicht verschleissen kann ;-), waehrend beim Springreiten
mindestens ebenso der Koerper belastet wird.
>
> Ich würde nie auf die Idee kommen, mein Pferd täglich an die Grenze
> seines Leistungsvermögens zu fordern.
Ich reite ja auch nicht taeglich ;-))
> >Allerdings ist eins der Prinzipien, die ich gelernt habe, jegliche
> >Verspannung zu vermeiden, weil diese kontraproduktiv fuer Arbeit und
> >Lernen ist.
>
> Das gilt wohl für jede Art von Reiten, was ist daran so besonderes?
Nichts, wenn es jeder respektieren wuerde. Die wenigsten tun es aber.
>
> >Ohne Verspannung gibt es erheblich weniger Anstrengung.
> >Wobei das Pferd dann bei sommerlichen Temperaturen an besagten Stellen
> >stark schwitzt, unterm Sattel aber nur feucht ist.
>
> Wie schwitzen deine Pferde denn nun anders als meins außer unter dem
> Sattel?
s.o. Wo Dein Pferd natuerlich sonst noch schwitzt, weiss ich nicht.
Zwei meiner Pferde schwitzen gelegentlich noch mit am Trapezmuskel - das
eine, weil es dort jahrelang total verkrampft war (in der Zeit, in der
sie auch unterm Sattel geschwitzt hat <fg>) und sich der Muskel noch
schwer lockert, die andere, weil sie leider noch nicht kapiert hat, wie
sie es "richtig" machen soll. Was u.a. eben daran liegt, dass ich so
selten zum reiten komme.
>
> >Ist es nicht, wenn man es *wirklich* gut macht. Schonmal einen Nuno
> >Oliviera, einen Egon von Neindorff oder einen Richard Hinrichs mit
> >knallrotem Kopf und tuechtig durchgeschwitzt gesehen?
>
> Ich habe sie überhaupt noch nicht reiten sehen außer auf Video. Aber
> da waren sie vermutlich übergepudert. <g> Oliviera, Neindorff oder
> Hinrichs sind begnadete Reiter, die für mich ein Vorbild sein können,
> deren Können ich aber in diesem Leben nicht nahekommen werde. Im
> übrigen reiten sie in der Öffentlichkeit (Vorführungen) gut
> ausgebildete, willige Pferde, die mit den Pferden, die mit den bei uns
> im Stall (und vermutlich in den meisten anderen Ställen) stehenden
> leider nicht viel gemeinsam haben. Die Kunst des Reitens ist, es ganz
> einfach und leicht aussehen zu lassen - obwohl es das nicht ist.
> Vielleicht tun sie sich zu Hause mit noch nicht so gut ausgebildeten
> Pferden auch etwas schwerer und schwitzen gelegentlich mal?
Vermutlich tun sie sich schwerer. Aber was ich meinte, ist, dass sie
prinzipiell nicht so weit gehen, dass es *richtig* anstrengend wird. Sie
arbeiten auf eine Art, die ihnen gestattet, auch mit weniger gut
ausgebildeten Pferden mit wenig Krafteinsatz zu reiten. Sie *wollen* so
arbeiten. AFAIK weil sie meinen, dass alles andere ohnehin auch keine
schnelleren Fortschritte bringt und nicht nur ihnen, sondern auch dem
Pferd unangenehm(er) ist.
> Gerne würde ich das Können und Wissen haben, alle Pferde, die ich
> reite, entsprechend auszubilden, nur leider ist meines schon über ein
> Jahrzehnt von anderen geritten worden, wobei ich keine Ahnung habe,
> was es dabei erlebt hat. Ich wage allerdings zu bezweifeln, daß es die
> reine klassische Lehre war. Und so muß ich sie eben da abholen, wo sie
> sind, und versuchen, das Beste darus zu machen.
Sicher. Ich habe es da relativ gut, da sie nur in meinen Haenden waren -
bis auf Faramir.
Aber letzhin habe ich immerhin auch erleben duerfen, dass eine
08/15-Hafistute ebenfalls so nett und nicht-anstrengend zu reiten war -
obwohl "englisch ausgebildet". Man musste sehr praezise und konzentriert
sein, aber dann hatte sie sich auch sehr viel Muehe gegeben. Angenehme
Ueberraschung!
>
> Trotz Grundkenntnissen auf beiden Gebieten und einem starken Hang zur
> Logik bin ich durchaus anderer Meinung, da ich mich mit dem
> Nachvollziehen schwertue. Offenbar hat die gesamte Reiterschaft der
> letzten 100 Jahre sich geirrt.
Das ist der gesamten Reiterschaft in den letzten 2000 Jahren schonmal ab
und an passiert ;-))
>
Gruss,
Anke
Hallo, Maria!
> Wenn Du es wirklich wissen willst, schreibe ich Dir das per PM. Er
> praktiziert deutschlandweit...
Ja, sags mal. Immer noch besser zu wissen, auf wen man da stoesst...
>
> > Es gibt auch sehr gute andere Moeglichkeiten, den Koerper von
> > Stoffwechselschlacken zu befreien.
>
> Welche würdest du einsetzen? Nur mal als Vorschlag.
Zum Beispiel Kraeuter zur Blutreinigung, Brennessel und Quecke und
sowas, oder Kneippsche Guesse.
> >
> > Tut mir leid...
>
> Schade. Ich hätte sie Dir gern gezeigt, weil mich Deine Meinung
> interessiert hätte. Aber bei der Entfernung ist es klar, dass das nichts
> bringt.
Es ist wirklich *sehr* weit. Es sind ca. 450 km. :-(
ich haette sie auch gerne kennengelernt (und Dich natuerlich :-))
>
Gruss,
Anke
Das ist aber in meinen Augen der springende Punkt. Pausenloses
Arbeiten setzt pausenlose Konzentration voraus - bei Dir jetzt nur
eine gewisse?! :-)
Nach allerspätestens 15 Minuten kommt der erste
Konzentrationseinbruch. Konzentration ist keine Konstante. Das war
alles, was ich damit sagen wollte ;-)
Wenn man mit seiner Konzentration dynamisch umgeht, kann man auch an
schlechten Tagen das Maß der Konzentration verlängern. Das Gleiche
gilt für das Pferd. Von den unterschiedlichen Tagesformen sehe ich
jetzt ab.
> Ich würde das aber vom Pferd abhängig machen.
Das ist doch ein alter Hut. Jeder Reiter und jedes Pferd erfordern ein
individuelle Vorgehen :-)
>Entspannung also nur fürs Pferd, nicht für mich.
Aha :-) Bewundernswert, ich könnte nie und nimmer länger als 15
Minuten höchste Konzentration halten ;-). Ich zieh mir aber auch nicht
den Stiefel an, es gäbe nur Konzentration oder keine Konzentration....
Du scheinst eine seltene Ausnahme zu sein - wie Anke? *stichel
bg*---an Tagen mit Sternstunden eine Stunde in stetig höchster
Konzentration auf dem Pferd zu sitzen :-) Oder machst Du doch mal
Pause oder konzentrierst Dich weniger?
Ich gönne mir und meinem Pferd immer unterschiedliche Grade an
Konzentration und Aufmerksamkeit. Das erspart mir den völligen
Konzentrationsabbruch:-)))
> Das sollte das Ziel sein. Im näherzukommen ist nicht so einfach.
Wer hat gesagt, Reiten sei einfach ;-) Ist es glücklicherweise nicht.
> Wenn schon nach einer Viertelstunde nichts mehr geht, dann ist da wohl
> was nicht in Ordnung. Kann man es sich so schnell mit einem Pferd
> verscherzen, wenn man nicht mal über die Aufwärmphase hinauskommt? Von
> Arbeit kann dann ja wohl nicht die Rede sein, da liegen dann andere
> Probleme zugrunde, die man zuerst angehen sollte.
Stark vereinfacht...:-) Also wie ist das nun? Bisher folgere ich aus
Deinen Aussagen, daß man nur mit seinem Pferd arbeitet, wenn man
konzentriert ist (im Sinne meines hochkonzentriert). Hohe
Konzentration ist nicht sehr lange zu halten... wenn man eine
Aufwärmphase von 15 Min. zugrunde legen würde, dann könnte man wie
lang noch arbeiten? 5 Minuten, 10?! ;-) Was erreicht ein
durchschnittlicher Reiter in 5 oder 10 Minuten an Lernerfolgen bei
sich und seinem Pferd????Und in der "Aufwärmphase" arbeitet man also
nicht mit seinem Pferd?
Ich sage ja nicht, daß es nicht möglich ist - im Sinne Deiner
Konzentrationsauffassung - nur --- sehr ungewöhnlich und in meinen
Augen bereits ab 15 Minuten :-)
> Das passiert mir auch manchmal. Das merkt man aber recht schnell, wenn
> an einem Tag einfach nichts läuft. Dann geht es zu einer entspannenden
> Runde ins Gelände,
oder eben das, was einem und dem Pferd am ehesten entspannt. Was in
meinem Fall garantiert kein Ausritt ist:-)
> >("was wollen sie denn, es geht doch!" <bg>),
> >Nähme ich dies ernst ;-) "Idiot" *bfg*.
>
> Na klar geht es, er kann ja auch gut reiten, sonst würde ich ja keinen
> Unterricht bei ihm nehmen! <g>
Ob's dennn wirklich gleich "geht" ist noch die Frage. Dafür muß das
Pferd es schließlich auch können :-) Mir hat mal ein RL gesagt,
nachdem er sich mein Pferd für eine Demonstration ausgeliehen hat:
"Vielen Dank für ihre gute Vorarbeit. Ich hätte sonst nicht das zeigen
können, was ich zeigen wollte..." Auch wenn RL weit mehr können
sollten als ihre Schüler - Magier sind sie nciht.
> Wenn du es so siehst: der Anfänger kann es noch nicht besser und
> treibt sein armes Pferd mit kraftzehrendem Hämmern der Absätze
> vorwärts - das ist für ihn anstrengend und für den Beobachter ein
> furchtbarer Anblick.
>
So ein Anfänger bekommt von mir einen Rüffel. Das geht auch anders.
Nicht allein der gute Reiter konzentriert sich auf feine Hilfen. Ich
fordere es bereits von Anfängern, frei nach: Was Hänschen nicht lernt,
lernt Hans nimmer mehr. Freilich steht die Ballance und das Sitzgefühl
im Vordergrund. Das schließt sich ja nicht aus.
> Von solch einem Pferd träume ich immer noch ...
Träume könne wahr werden... aufhören mit dem Träumen und es in die
Realität umsetzen. Sonst sind wir bei "bei meinem Pferd geht das aber
nicht..."
> ...ausfallen denn als ordentliches durchparieren bezeichnen. <g>
Tja, ist eben die Kunst es nicht als ein Ausfallen zu reiten :-) Und
es muß natürlich umgekehrt funktionieren. *schwierig, sicher*
Ich bin weder besonders talentiert, noch ein guter Reiter. Dennoch
bilde ich mir die Stute so aus, daß als Grundpfeiler genau dies steht.
> Die Gedankenübertragung setzt ein sensibles, sehr gut ausgebildetes
> und motiviertes Pferd (und einen ebensolchen Reiter) voraus - da muß
> schon einiges Zusammetreffen.
Ja, Arbeit, Arbeit, Arbeit :-)))
> Leider scheinen viele Pferde keine solide Grundausbildung genossen zu
> haben. Die der Reiter variiert sehr stark...
Bei den Reitern finde ich es katastrophaler >:-(
>
> So er denn will.
Das ist eine ganz andere Debatte und führt vom Thema ab.
>Viele "Freizeitreiter" (bitte nicht abwertend
> auffassen, ich reite schließlich auch nur in meiner Freizeit)
Ich fühle mich nicht angesprochen ;-)
Gruß christina
> > <schock> Was fuer ein HP war das denn? Aus *der* Zeit sind wir doch
> > allmaehlich raus, das man noch Aderlaese braeuchte.
Bist du grundsätzlich gegen Aderlass?
Mein erstes Pferd hatte im Alter von 24 einen (ersten und letzten)
Reheschub, der TA machte als Sofortmaßnahme einen Aderlass, um den "Druck
aus dem Huf zu nehmen". (sicher nicht medizinisch korrekt ausgedrückt)
Mein Pferd hat diese Rehe gut und ohne Spätfolgen überstanden. Einzige
"Spätfolge" war, dass ich _noch_ vorsichtiger beim Angrasen im Frühjahr
wurde und mir so manche spöttische Bemerkung anderer Einstaller anhören
musste, wenn ich mit der Stoppuhr in der einen und den Strick mit Pferd in
der anderen Hand loszog zur nächsten Wiese... und das bereits immer in den
ersten März-Tagen...
Gruß,
Birgitt
>> >mache ich...da darf mirel dann mal für eine kurze zeit latschen:-)
>>
>> Also doch rumlatschen! Was willst du eigentlich?
>
>keine telepathische kritik..........und die anerkennung, dass man auch bei
>80 % schritt reiten 60 % als schrittarbeit ansehen kann.
Hast du! <g>
>> >pferd...........üben wir die übergänge................
>>
>> In der Volte? Mann, der ist aber anspruchsvoll!
>
>wieso sollten auf einer volte keine übergänge geritten werden?
Ich sag ja nicht, daß es nicht geht, aber das ist schon ziemlich
anspruchsvoll. Ich freu mich schon, wenn ich die Volte gut hinbekomme,
was neuerdings schon viel besser geht ... (in einer Gangart!)
>crazy bea............lach.......und sowas habe ich gebusselt:-))
Keine Angst, ist ja schon Jahre her. Heutzutage bekomme ich schon beim
Nichtstun und sehr viel weniger Hitze fast nen Kreislaufkollaps. <vbg>
Außerdem ist es nicht ansteckend!
Bea
>Aber eine Satteldecke ist schon etwas durchlaessiger als eine
>wasserdichte Regenjacke. Deswegen habe ich ja auch Synthetik-Decken,
>Gelpads und aehnliches Undurchlaessige ausgenommen.
>Warum der Sattel selber wenig Einfluss hat, weiss ich auch nicht. Ich
>habe momentan auch nur Erfahrungen mit Baumwoll-Schurwoll-und
>Lammfelldecken. Moeglicherweise liegt es teilweise auch am
>Deckenmaterial.
Ich nehme nur Baumwolldecken, die nehmen den Schweiß gut auf und
lassen sich einfach waschen.
>> Ich bin zwar alles andere als perfekt, denke doch aber, daß ich einen
>> guten RL gehabt habe, der mir die Grundtechniken des Dressurreitens
>> zumindest nahegebracht hat. War wohl alles falsch dann ...
>
>Wer weiss?
Ohne Kommentar ...
>> Mein Computer hat einen Lüfter, wie hast du deinen zwischen Pferd und
>> Sattel bekommen?
>
>Och, das ist kein Problem, der wird demnaechst in die Polsterung
>eingebaut ;-))
Na, Luftkissen kann man ja wohl schon einbauen, das ist dann wohl das
nächste.
>> Ich dachte immer, ein willig und entspannt
>> vorwärtsgehendes Pferd ist Ziel und Voraussetzung der Dressurarbeit.
>
>Ist es ja auch. Nur gibt es verschiedene Wege, dort hinzukommen. Und
>manche Wege fuehren trotz bester Ueberzeugung der Lehrer vielleicht in
>die Irre.
Jedes Pferd ist anders, im Zweifelsfall hilft nur ausprobieren, was
bei einem Pferd sinnvoll ist. Irren ist dabei menschlich, da es die
Gebrauchsanweisung mit Garantie nicht gibt.
>Nimm dir mal eine Anatomietafel mit den wichtigsten Muskeln.
Ich habe keine Anatomietafel. Ich habe auch noch nie die Notwendigkeit
verspürt, mir eine anzuschaffen. Also erklär es doch bitte in
allgemein verständlichen Worten. Dann können auch alle anderen
Mitleser verstehen, was du meinst. Ich vermute nämlich, das ich nicht
die einzige ohne Anatomietafel bin.
> Sonst hättest du ja ein
>> Wasserkissen unter dem Sattel, daß entweder in kleinen Bächen
>> runterdribbelt oder sich gegen alle Gesetze der Physik dort hält.
>
>Eher runterdribbelt, was man ja auch bei vielen Pferden sehen kann.
Das habe ich persönlich noch nicht beobachten können, obwohl ich schon
genug stark schwitzende Pferde gesehen habe.
>> Erstens kenne ich mein
>> Pferd besser als du, und kann es daher wahrscheinlich auch schneller
>> lösen, was die Verspannungen schon mal erheblich minimieren dürfte.
>
>Das ist moeglich.
Das ist sehr wahrscheinlich.
>Bea, ich *reite* durchaus auch. Allerdings habe ich meine Pferde
>ausreichend sensibilisiert, dass ich idR ohne schweisstreibende Arbeit
>auch sie zum Arbeiten kriegen kann.
Das ist schön für deine Pferde und auch für dich. Es war aber auch
nicht von schweißtreibender Arbeit die Rede.
>Ob ich das auch bei Deinem Pferd schaffen wuerde, weiss ich nicht - wenn
>sie so geritten ist wie der allgemeine Durchschnitt englisch gerittener
>Pferde, haette ich in der Tat Muehe damit.
Ich weiß nicht, wie der allgemeine Durchschnitt englisch gerittener
Pferde geritten ist, obwohl ich selten auf anderen Pferden geritten
bin. Meiner Erfahrung nach sind sie alle irgendwie unterschiedlich,
haben ihre Eigenarten und Vorlieben und erfordern daher je nach
Sensibität, Mentalität und Ausbildungsstand eine unterschiedliche
Behandlung um ihnen beim Reiten gerecht zu werden. Ich nehme an, das
gilt auch für anders gerittene Pferde. Das sich einige Pferde
vielleicht leichter und andere wiederum nicht ganz so leicht reiten
lassen, hat wohl auch wenig mit der Reitweise zu tun.
>Das erwarten meine Pferde durchaus auch. Allerdings kommt es bei ihnen
>eher auf die Praezision als auf die grobe Kraft der Hilfen an. Ich will
>nicht mit grober Kraft reiten. Das ist IMO meiner Pferde unwuerdig und
>ich selber bin mir dafuer auch zu schade.
Niemand will mit grober Kraft reiten. Das ist ein Armutszeugnis für
den Reiter! Mache ich übrigens auch nicht und davon war nicht die
Rede.
>Dressurarbeit ist im uebrigen von der Koordination her anstrengend,
>nicht von der groben Kraft her, koordiniert wird aber im Kopf
Wenn du von deinem Pferd z. B. Versammlung forderst, dann ist das
durchaus anstrengend, wenn nicht für dich, dann zumindest für das
Pferd. Das hat auch nichts mit grober Kraft zu tun sondern mit
Körperbeherrschung.
>> Ich würde nie auf die Idee kommen, mein Pferd täglich an die Grenze
>> seines Leistungsvermögens zu fordern.
>
>Ich reite ja auch nicht taeglich ;-))
Nicht? Du gymnastizierst deine Pferde also nur unregelmäßig und
erwartest dann von ihnen, das sie bis an die Grenze ihrer
Leistungsfähigkeit gehen? Wie oft reitest du sie denn?
>> Vielleicht tun sie sich zu Hause mit noch nicht so gut ausgebildeten
>> Pferden auch etwas schwerer und schwitzen gelegentlich mal?
>
>Vermutlich tun sie sich schwerer. Aber was ich meinte, ist, dass sie
>prinzipiell nicht so weit gehen, dass es *richtig* anstrengend wird. Sie
Gehen sie nicht? Ich glaube, ich sollte mich mal mit einigen
Topreitern unterhalten, um in Erfahrung zu bringen, wie man Pferde
aller Ausbildungsstufen ausbildet, ohne sich dabei richtig
anzustrengen. Ich gebe zu, das es sicher einfacher ist, wenn man
ausgezeichnet zu Pferde sitzt und entsprechende Erfahrung hat, aber
sich dabei nicht richtig anstrengen?
>arbeiten auf eine Art, die ihnen gestattet, auch mit weniger gut
>ausgebildeten Pferden mit wenig Krafteinsatz zu reiten. Sie *wollen* so
>arbeiten.
Wieso gehst du eigentlich immer davon aus, daß alle anderen offenbar
mit Kraft reiten müssen? Ich kenne durchaus einige Reiter, die das
machen, aber die meisten Reiter sind körperlich gar nicht in der Lage,
sich über einen längeren Zeitraum dem Pferd gegenüber mit Kraft zu
behaupten. Abgesehen davon, daß ein so malträtiertes Pferd wohl auch
kaum losgelassen gehen wird.
>Aber letzhin habe ich immerhin auch erleben duerfen, dass eine
>08/15-Hafistute ebenfalls so nett und nicht-anstrengend zu reiten war -
>obwohl "englisch ausgebildet". Man musste sehr praezise und konzentriert
>sein, aber dann hatte sie sich auch sehr viel Muehe gegeben. Angenehme
>Ueberraschung!
Nicht möglich! Ein Hafi ist leicht zu reiten und hat sich sogar Mühe
gegeben, es seinem Reiter recht zu machen! Und das, obwohl er englisch
ausgebildet war! Könnte es nicht einfach sein, das das Tier eine
zumindest halbwegs ordentliche Grundausbildung genossen hat?
Kürzlich ist mir übrigens ähnliches mit einer kleinen Vollblutstute
von der Rennbahn passiert - allerdings ohne solide Grundausbildung.
Was es nicht alles gibt!
Bea
Hallo, Bea!
> >Nimm dir mal eine Anatomietafel mit den wichtigsten Muskeln.
>
> Ich habe keine Anatomietafel. Ich habe auch noch nie die Notwendigkeit
> verspürt, mir eine anzuschaffen. Also erklär es doch bitte in
> allgemein verständlichen Worten. Dann können auch alle anderen
> Mitleser verstehen, was du meinst. Ich vermute nämlich, das ich nicht
> die einzige ohne Anatomietafel bin.
Die meisten Mitleser hier haben das schon fuenfmal gehoert. Und es ist
sehr zeitaufwendig, es in reinem Text zu erklaeren. Aber bitte... ich
wills versuchen, muss mich aber kurz fassen, weil ich noch viel andere
Arbeit habe.
Also, vergleichen wir einen Pferderuecken bzw. dessen Wirbelsaeule mal
mit einem elastischen Stab, z.B. einem Bambusstab. Wenn man diesen
belastet, biegt er sich (durch). Man kann aber das Durchbiegen
verhindern, indem man sozusagen ihn in die andere Richtung biegt und
verspannt, ungefaehr so wie einen Bogen (zum Bogenschiessen, keinen
Geigenbogen).
Das kann man beim lebendigen Pferd dadurch erreichen, dass man das Pferd
animiert, die Bauchmuskulatur anzuspannen, die sich in drei
uebereinanderliegenden Schichten zwischen Becken und Rippenbogen findet.
Die eine Schicht verlaeuft von den Rippen zum Becken "laengs", die
andere von der Wirbelsaeule zur anderen Seite rund um den Bauch "quer"
und die dritte verlaeuft kreuzweise von der einen Rippenseite zur
anderen Beckenseite "schraeg".
So, das waere die Bauchmuskulatur.
Spannt das Pferd die laengsverlaufende Bauchmuskulatur an, woelbt sich
der Ruecken dabei ein wenig hoch, wie im Vergleich der gespannte Bogen.
Und, was hierfuer wichtig ist, der lange Rueckenmuskel arbeitet *nicht*,
er ist entspannt und locker.
Jetzt gibt es noch zwei weitere Faktoren, die den Ruecken des Pferdes
entlasten, das lange Nackenband oder Nacken-Rueckenband und das Becken,
wenn dieses ein wenig gekippt wird, also der Kruppenwinkel (Linie
Darmbeinkamm-Schweifansatz) etwas steiler wuerde. Ich hoffe, Du kannst
was mit diesem Begriff anfangen.
Das lange Nackenband fuehrt vom Hinterkopf des Pferdes sozusagen an der
gesamten Oberlinie entlang, im Rueckenbereich parallel zur Wirbelsaeule,
und hat sein anderes Ende am Becken.
Senkst das Pferd seinen Kopf, so wird der gesamte Rumpf praktisch durch
die elastische Spannung dieses Bandes getragen, das sich dann strafft.
Korrekt gemacht, nennt man das Dehnungshaltung.
Man kann das Band noch mehr straffen, indem man am anderen Ende noch
weitere Spannung aufbaut, also das Pferd animiert, das Becken ein klein
wenig zu kippen.
Die Haltung mit tiefem Kopf braucht keinerlei Muskelkraft, also wird
auch hierbei der lange Rueckenmuskel frei und entspannt.
Beim Longieren kann man das sehen, wenn das Pferd wirklich diese Haltung
einimmt, ist der Rueckenmuskel u.U. so locker, dass der ganze Ruecken im
Trab zentimeterweise auf und ab schwingt.
Das Becken zu kippen braucht allerdings Kraft, und die erreicht man mit
einer Kombination aus Arbeit der laengsverlaufenden Bauchmusklulatur und
der Muskulatur, die die Hinterbeine hebt und nach vorn bringt.
Von der Funktion her ist *das* aehnlich wie beim Menschen, versuch mal,
dich hinzustellen, das Becken festzuhalten und dein Bein zu heben, und
dann das Bein so zu heben, wie Du es normalerweise machst, um es am
effektivsten zu koennen.
Du kommst erheblich hoeher mit dem Bein, wenn Du das Becken kippst und
die Lendenwirbelsaeule nach hinten durchwoelbst.
Fuer dieses Beinheben (was man beim Pferd Hankenbeugung nennt) benutzt
Du ausser der Bauchmuskulatur Muskeln, die am Knie ansetzen, das
Hueftgelenk ueberspringen und oberhalb davon ihr anderes Ende haben.
wenn also die Theorie der arbeitenden Muskulatur, die mehr schwitzen
sollte, stimmt, muessten diese Bereiche, beim Pferd also die Partie
zwischen Kniegelenk und Becken, die Flanken, staerker schwitzen. Dort
ist uebrigens auch nicht umsonst die Haut duenn und die Konzentration an
Schweissdruesen hoch.
Und natuerlich der gesamte Bauch, vom einen Rippenbogen zum anderen.
Seitlich am Bauch, unterhalb des Rippenbogens, sollte es dann nasser
sein, wenn man intensive Biegearbeit gemacht hat, das ist dann die
schraeg verlaufende Bauchmuskulatur.
An der Brust ist das Pferd dann auch voraussichtlich nass, weil auch da
duenne Haut, viele Schweissdruesen und die beinhebende Muskulatur fuer
die Vorderbeine zusammenkommen.
Der Hals ist jetzt ein etwas schwierigeres Kapitel, ich wuerde das gern
aussparen, weil das wieder drei Seiten Beschreibung nach sich ziehen
wuerde. Sagen wir mal nur, dass in der Haltung des Kopfes in Hoehe des
Widerristes mit Nasenline kurz vor der Senkrechten das Nackenband noch
gespannt ist und auch die Oberhalsmuskukatur von Arbeit entlastet.
Deswegen sollte diese auch trocken sein, sie sollte erst dann schwitzen,
wenn hoehere Aufrichtung verlangt wird wie in den Dressurklassen
zwischen L und M aufwaerts, weil dann andere Mechanismen das
Reitergewicht tragen.
Tut sie es vorher, ist oft der Trapezmuskel verkrampft, der das
Schulterblatt ueberdeckt und einen dreieckigen Auslaeufer in den Hals
und einen zweiten in den Ruecken verlaufen hat.
Oft geht das Pferd dann auch mit "falschem Knick".
Nehmen wir mal als Gegenbeispiel ein Pferd mit "falschem Knick" im Hals
und Rueckenverspannungen: Ueberm Trapezmuskel wird das Pferd dann
schwitzen, dernn dieser arbeitet ja, und sogar schwer, also in jedem
Fall schonmal der halbe Oberhals und der halbe Ruecken und beide
Schultern. Der Unterhals wird relativ wenig schwitzen, wenn das Pferd
dazu noch die Rueckenmsukulatur anspannt, um ein Durchbiegen der
Wirbelsaeule zu verhueten (das klappt bis zu einem gewissen Grade auch),
arbeitet der lange Rueckenmuskel auch kraeftig, also wird der gesamte
Ruecken nass sein, die Bauchseiten und der Bauch aber weniger, weil
diese Muskeln locker sind. Die Flanken weurden auch nass sein und die
Brust, denn das Pferd muss ja trotzdem die Beine heben, aber weil das
Pferd mit festgestelltem Ruecken die Hinterbeine weniger weit unter den
Koerper setzen kann, wird es zur Verstaerkung der Gaenge die Hinterbeine
(Roehrbeine ueber die Senkrechte hinaus) weit nach hinten fuehren, womit
die Hinterseite der Muskelpartien zwischen Hueftbeinhoecker und
Sprunggelenk stark schwitzen wird, die bei obigem Idelafall auch relativ
trocken sein duerfte.
Uebrigens: dass Arbeit in jedem Fall Waerme erzeugt, ist ein
physikalisches Gesetz. Daran kann man nicht deuteln. Das einzige,
worueber wir diskutieren koennen, ist, wie effektiv das Blut diese
Waerme ueber den ganzen Koerper verteilt.
Anscheinend aber bleibt eine gewisse "Restwaerme", die nicht effetiv
genug verteilt werden kann, am arbeitenden Muskel zurueck.
> >Eher runterdribbelt, was man ja auch bei vielen Pferden sehen kann.
>
> Das habe ich persönlich noch nicht beobachten können, obwohl ich schon
> genug stark schwitzende Pferde gesehen habe.
Ich habe es schon ziemlich oft gesehen - allerdings muss dazu noch
heisses Wetter kommen. Die Pferde tropfen da nicht richtig, sondern es
bilden sich Schweissbahnen, an denen der Schweiss ablaeuft, und wenn
ueberhaupt, dribbeln *einige* Troepfchen dann vom Bauch runter.
Einmal habe ich deutlich mehr gesehen, das war nach einem immens
anstrengenden Berg, den meine Pferde unsere Kutsche raufziehen mussten -
ich glaube, drei oder vier Kilometer mit sowas um acht Prozent Steigung.
Aber dabei haben sie auch *zuletzt* auf dem Ruecken geschwitzt.
Allerdings haben sie ja auch Geschirr getragen, der Ruecken war also
nicht bedeckt.
>
> >Bea, ich *reite* durchaus auch. Allerdings habe ich meine Pferde
> >ausreichend sensibilisiert, dass ich idR ohne schweisstreibende Arbeit
> >auch sie zum Arbeiten kriegen kann.
>
> Das ist schön für deine Pferde und auch für dich. Es war aber auch
> nicht von schweißtreibender Arbeit die Rede.
So? Ich dachte, wir reden hier ausschliesslich ueber Schweiss. *Du* hast
geschrieben, wenn ich mich nicht irre, dass Dressurreiten anstrengend
sei. Also, wenn ich mich anstrenge, dann fange ich auch an zu schwitzen
;-))
>
> >Ob ich das auch bei Deinem Pferd schaffen wuerde, weiss ich nicht - wenn
> >sie so geritten ist wie der allgemeine Durchschnitt englisch gerittener
> >Pferde, haette ich in der Tat Muehe damit.
>
> Ich weiß nicht, wie der allgemeine Durchschnitt englisch gerittener
> Pferde geritten ist, obwohl ich selten auf anderen Pferden geritten
> bin. Meiner Erfahrung nach sind sie alle irgendwie unterschiedlich,
> haben ihre Eigenarten und Vorlieben und erfordern daher je nach
> Sensibität, Mentalität und Ausbildungsstand eine unterschiedliche
> Behandlung um ihnen beim Reiten gerecht zu werden. Ich nehme an, das
> gilt auch für anders gerittene Pferde. Das sich einige Pferde
> vielleicht leichter und andere wiederum nicht ganz so leicht reiten
> lassen, hat wohl auch wenig mit der Reitweise zu tun.
Doch, hat es. In der englischen Reitweise bestimmt man um der
Korrektkeit willen jeden Schritt, was bei vielen, die es nicht perfekt
koennen, zu einer gegensaetzlichen Wirkung von Zuegelhilfen und
Schenkelhilfen fuehrt, die sich teilweise gegenseitig aufheben. In
barocker Dressur setzt man einen Initialeffekt und erwaertet, dass das
Pferd zumindest eine Zeitlang Tempo, Gangart und Kadenz beibehaelt. Wenn
es daraus ausfaellt, kommt es zu Korrekturen, die aber idR sehr klein
sind (wenn mans rechtzeitig merkt). Dadurch sind Pferde in barocker
Reitweise idR erheblich staerker sensibilisiert als Pferde in englischer
Reitweise.
Wobei es auch da natuerlich eine breitere Variation an Moeglichkeiten
gibt.
>
> >Das erwarten meine Pferde durchaus auch. Allerdings kommt es bei ihnen
> >eher auf die Praezision als auf die grobe Kraft der Hilfen an. Ich will
> >nicht mit grober Kraft reiten. Das ist IMO meiner Pferde unwuerdig und
> >ich selber bin mir dafuer auch zu schade.
>
> Niemand will mit grober Kraft reiten. Das ist ein Armutszeugnis für
> den Reiter! Mache ich übrigens auch nicht und davon war nicht die
> Rede.
Tja, es ist aber die Frage, wo bei mir die grobe Kraft anfaengt (grob im
Sinne von nicht mehr feinmechanisch, feinmechanisch sind z.B. die
Hand-und Fingerbewegungen beim Schreiben) und wo sie bei Dir anfaengt.
Wenn Du sagst, dass man nicht ohne Anstrengung dressurreiten koenne,
dann muss ich bereits annehmen, dass die Hilfengebung nicht mehr
feinmechanisch ist.
>
> >Dressurarbeit ist im uebrigen von der Koordination her anstrengend,
> >nicht von der groben Kraft her, koordiniert wird aber im Kopf
>
> Wenn du von deinem Pferd z. B. Versammlung forderst, dann ist das
> durchaus anstrengend, wenn nicht für dich, dann zumindest für das
> Pferd. Das hat auch nichts mit grober Kraft zu tun sondern mit
> Körperbeherrschung.
Ich weiss nicht, ob wir aneinander vorbei reden. Wenn ich von meinem
Pferd Versammlung fordere, ist diese natuerlich anstrengend, aber durch
den Einsatz eben jener z.T. oben beschriebenen Muskelpartien wuerde es
deswegen immer noch nicht unterm Sattel schwitzen, sondern eben an
anderen Koerperteilen.
ich wuerde vermutlich wenig oder gar nicht schwitzen, weil ich mich
nicht dabei anstrenge. Ich waere nachher muede, weil ich sehr viel
geistige gearbeitet haette, aber nicht muskulaer erschoepft.
>
> >Ich reite ja auch nicht taeglich ;-))
>
> Nicht? Du gymnastizierst deine Pferde also nur unregelmäßig und
> erwartest dann von ihnen, das sie bis an die Grenze ihrer
> Leistungsfähigkeit gehen? Wie oft reitest du sie denn?
Zwischen eineml in der Woche und einmal alle vier Wochen.
Du musst aber bedenken, dass die Grenze der Leistungsfaehigkeit nach
vier Wochen nicht unbedingt da sein muss, wo sie nach einer Woche oder
drei Tagen (Optimum zur weiteren Foerderung) waere.
Wenn ich spuere, dass wir heute nicht einen Schritt weitergehen koennen
gegenueber dem letzten Mal, dann tue ich es auch nicht, wenn ich spuere,
dass nichtmal der Status erreicht werden kann, dann tue ich das auch
nicht.
Im Grunde ist jede Stunde, die ich mache, ein Aufbauprogramm, bei dem
ich mit leichten Uebungen anfange und immer weiter und immer hoeher die
Leistungsleiter hinaufklimme - bis eben dahin, wo es nicht mehr geht,
beziehungsweise im Idealfall kurz davor.
Das heisst auch wiederum nicht, dass ich mich durch samtliche Uebungen
ackere vom ersten Anreiten bis zu Klasse L, aber eben eine oder zwei
Uebungen aus jedem Bereich mache. Und dann sehe ich ja, wie weit ich
komme.
In der Regel kann ich aber sogar nac vier Wochen einen Schritt weiter
gehen. Vielleicht nur einen kleinen, aber immerhin.
Noch was: Meine Pferde stehen im Offenstall bzw. auf der Weide, ahben
dort also Moeglichkeiten genug, sich zu bewegen und fit zu halten. Und
das tun sie anscheinend auch.
>
... Ich gebe zu, das es sicher einfacher ist, wenn man
> ausgezeichnet zu Pferde sitzt und entsprechende Erfahrung hat, aber
> sich dabei nicht richtig anstrengen?
Es kommt daruaf an, was Du unter anstrengen verstehst. Was sie dann
sicherlich brauchen, ist eine hohe Konzentration, also geistige
Anstrengung. Was sie weniger brauchen duerften, ist koerperliche
Anstrengung.
Was sie ausserdem brauchen, ist eine hohe Kordinationsfaehigkeit, die
ist aber wiederum eher geistig anstrengend als fuer die Muskulatur.
Und die muessten sie eben haben, wenn sie gute Reiter sind.
Wie gesagt, Springen ist ausgenommen - das *ist* anstrengend fuer beide.
Und wenn diese guten Reiter auch nicht-gute Pferde reiten: *Junge*
Pferde kann man von vorn herein auf feine Hilfen schulen, man muss nur
eben beachten, ob sie verstanden haben, was sie tun sollen oder nicht.
Abgestumpfte Pferde wird man nicht mit feinen Hilfen reiten koenen, aber
ein guter Reiter wird immer noch weniger Kraft einsetzen muessen als ein
weniger guter, weil ersterer zur richtigen Zeit die richtige Kraft
einsetzt.
Mehr Kraft einzusetzen, um mehr Effekt zu bekommen, ist, so wie ich es
gelernt habe, kontraproduktiv, weil sich der Reiter dann verspannt, das
Pferd einen verspannten Reiter nicht mit lockerem Ruecken tragen kann
und der lockere Ruecken Grundvoraussetzung fuer fleissiges
Voreaertsgehen ist. Man schneidet sich damit nur ins eigenen Fleisch und
erzielt in letzter Konsequenz eben ein abgestumpftes Pferd. Das ist auch
eine der Erkenntnisse, auf der der Spruch von Christinas RL basiert:
"Man kann ein Pferd nur entweder sensibilisieren oder abstumpfen".
In dem Moment, wo mit Koepfchen und Koordinationsvermoegen geritten
wird, sebsibilisiere ich mein Pferd immer weiter, in dem Moment, wo sich
der Reiter zu sehr anstrengt und damit verspannt, verspannt sich das
Pferd und es wird anfangen, abzustumpfen.
>
> Wieso gehst du eigentlich immer davon aus, daß alle anderen offenbar
> mit Kraft reiten müssen?
Keiner muss. Aber wenn man nicht mit Kraft reitet, ist Reiten auch nicht
anstrengend. Und das war ja nicht mein Argument ;-)
Ich kenne durchaus einige Reiter, die das
> machen, aber die meisten Reiter sind körperlich gar nicht in der Lage,
> sich über einen längeren Zeitraum dem Pferd gegenüber mit Kraft zu
> behaupten. Abgesehen davon, daß ein so malträtiertes Pferd wohl auch
> kaum losgelassen gehen wird.
Das ist richtig. Aber, wie gesagt, nicht *ich* habe damit angefangen,
dass Dressurreiten anstrengend sein muesse.
>
> >Aber letzhin habe ich immerhin auch erleben duerfen, dass eine
> >08/15-Hafistute ebenfalls so nett und nicht-anstrengend zu reiten war ...
>
> Nicht möglich! Ein Hafi ist leicht zu reiten und hat sich sogar Mühe
> gegeben, es seinem Reiter recht zu machen! Und das, obwohl er englisch
> ausgebildet war! Könnte es nicht einfach sein, das das Tier eine
> zumindest halbwegs ordentliche Grundausbildung genossen hat?
Koennen wir bitte sachlich bleiben? Jawohl, das Pferd hatte eine solide
und gute Grundausbildung bekommen, was aber eben leider keine
Selbstverstaendlichkeit ist, schon gar nicht fuer einen 08/15 Haflinger.
Und da es ein Kutschpferd ist, selten geritten wird und mich nicht
kannte, hatte es eigentlich auch keinen Grund, sich Muehe zu geben. Und
gerade Haflinger werden gerne bueffelig, wenn man versucht, Kraft mit
Praezision zu ersetzen.
Zudem hatte ich zuvor immer wieder die Argumente gehort, es hinge mit
der Ausbildung des Pferdes zusammen, wo es schwitzt etc.
Das war das erste fremde Pferd, das ich seit langem geritten hatte, und
es reagierte genau so wie meine auch - also kanns nicht allein am
Training gelegen haben.
Insofern war es eben doch eine angenehme Ueberraschung, weil nicht
selbstverstaendlich. Eine Glanzleistung war es aber natuerlich nicht.
>
Gruss,
Anke
> Hallo Anke!
>
> > > <schock> Was fuer ein HP war das denn? Aus *der* Zeit sind wir doch
> > > allmaehlich raus, das man noch Aderlaese braeuchte.
>
> Bist du grundsätzlich gegen Aderlass?
*Grundsaetzlich* ist so ein absolutes Wort... mir ist es in jedem Fall
lieber, es ist nicht noetig.
> Mein erstes Pferd hatte im Alter von 24 einen (ersten und letzten)
> Reheschub, der TA machte als Sofortmaßnahme einen Aderlass, um den "Druck
> aus dem Huf zu nehmen". ...
Das kenne ich - ich denke, dass die Stoffwechselprodukte, die die Rehe
ausloesen, dann einfach mit dem Blut entfernt werden, sodass ihre
Konzentration im Blut sinkt (die Blutfluessigkeit wird ja innerhalb
weniger Stunden wieder aufgefuellt)
Ich kann dasselbe idR auch ohne Aderlass erreichen. Immerhin entfernt
der Aderlass ja nicht nur Giftstoffe, sonern eine ganze Menge Salze,
rote Blutkoerperchen, weisse BK und andere fuer den Koerper sehr
wichtige Partikel. Ein Koerper hat IMHO nie zuviel von etwas. Alles, was
er enthaelt, ist notwendig, ein Entfernen von Teilen kann nicht
dauerhaft zu groesserer Gesundheit fuehren.
Gruss,
Anke
le Fri, 13 Jul 2001 14:44:15 +0200, Anke...@t-online.de (Anke Spix)
a écrit:
>Das kenne ich - ich denke, dass die Stoffwechselprodukte, die die Rehe
>ausloesen, dann einfach mit dem Blut entfernt werden, sodass ihre
>Konzentration im Blut sinkt (die Blutfluessigkeit wird ja innerhalb
>weniger Stunden wieder aufgefuellt)
nicht nur Blutflüssigkeit, sondern auch alle anderen Bestandteile...
>
>Ich kann dasselbe idR auch ohne Aderlass erreichen. Immerhin entfernt
>der Aderlass ja nicht nur Giftstoffe, sonern eine ganze Menge Salze,
>rote Blutkoerperchen, weisse BK und andere fuer den Koerper sehr
>wichtige Partikel. Ein Koerper hat IMHO nie zuviel von etwas. Alles, was
>er enthaelt, ist notwendig, ein Entfernen von Teilen kann nicht
>dauerhaft zu groesserer Gesundheit fuehren.
ich hab mal gelernt (zugegeben, lange ist's her) dass durch den
Aderlass die blutbildenden Organe zu erhöhter Tätigkeit angeregt
werden, und dass genau dieser Effekt sehr oft Heilung bewirken kann...
die "Quacksalber" der letzten Jahrhunderte wussten *wie* heilen, aber
nicht warum das wirkte.
ich frage mich wie die das rausgefunden haben...
liebe Grüsse
Beat
>ich frage mich wie die das rausgefunden haben...
Die haben das "böse Blut" abgelassen oder sowas. Oder dem Effekt bei
Verletzungen mit entsprechendem Blutverlust bemerkt.
MarionS
--
RMS-M...@t-online.de
"Gott ist tot." - Nietzsche
"Nietzsche ist tot." - Gott
"Tote reden nicht." - Django
>Das kenne ich - ich denke, dass die Stoffwechselprodukte, die die Rehe
>ausloesen, dann einfach mit dem Blut entfernt werden, sodass ihre
>Konzentration im Blut sinkt (die Blutfluessigkeit wird ja innerhalb
>weniger Stunden wieder aufgefuellt)
Das ist nicht alles. Mir hat man seinerzeit tatsächlich die Blutspende
empfohlen, weil ich ein wenig zu niedrigem Blutdruck neige. Beim
Blutverlust durch die Spende ziehen sich auch die Adern zusammen oder
sowas, und dadurch steigt der Blutdruck. Der Körper kann ja nicht
warten, bis alles ersetzt ist, auch der Vorrat in der Milz bringt
unter Umständen nicht genug, der Körper muß schneller reagieren.
Immerhin darf ich nach zehn Minuten nach der Blutspende schon wieder
aufstehen und gehen.
Man haut beim Aderlaß nicht nur eine Menge Blut raus, es wirkt auch
noch anders.
Hallo, Beat!
> >Das kenne ich - ich denke, dass die Stoffwechselprodukte, die die Rehe
> >ausloesen, dann einfach mit dem Blut entfernt werden, sodass ihre
> >Konzentration im Blut sinkt (die Blutfluessigkeit wird ja innerhalb
> >weniger Stunden wieder aufgefuellt)
>
> nicht nur Blutflüssigkeit, sondern auch alle anderen Bestandteile...
Nicht alle. Sonst haetten diese alten Aerzte (in vor-hahnemannischen
Zeiten ;-)) ihre Patienten ja nicht zu Tode aderlassen koennen... es
gibt Reserven, aber die sind begrenzt.
> >
> ich hab mal gelernt (zugegeben, lange ist's her) dass durch den
> Aderlass die blutbildenden Organe zu erhöhter Tätigkeit angeregt
> werden,
Das ist richtig.
und dass genau dieser Effekt sehr oft Heilung bewirken kann...
> die "Quacksalber" der letzten Jahrhunderte wussten *wie* heilen, aber
> nicht warum das wirkte.
Das ist auch richtig, aber eine "Holzhammer-Methode".
>
> ich frage mich wie die das rausgefunden haben...
Entweder durch Try and Error, oder durch Beobachtung. Das System der
Traditionellen Chinesichen Medizin beruht AFAIK auf Beobachtung und
Philosophie und funktioniert hervorragend, obwohl ein schulmedizinischer
westlicher Arzt wohl mit der Diagnose "Eindringen von Wind-Hitze in den
Magenmeridian" kaum etwas anfangen koennte...
>
Gruesse,
Anke
> Am Fri, 13 Jul 2001 14:44:15 +0200 schrieb Anke...@t-online.de (Anke
> Spix) :
>
>> ... dass die Stoffwechselprodukte, ... dann einfach mit dem Blut >>
entfernt werden, sodass ihre
> >Konzentration im Blut sinkt ...
> Das ist nicht alles.
Hab ich das behauptet?
Mir hat man seinerzeit tatsächlich die Blutspende
> empfohlen, weil ich ein wenig zu niedrigem Blutdruck neige. Beim
> Blutverlust durch die Spende ziehen sich auch die Adern zusammen oder
> sowas, und dadurch steigt der Blutdruck. ...
Stimmt. Ist aber auch eine "Holzhammer-Methode", denn dasselbe koennte
man ohne Blutverlust ueber warm-kalte Wechselduschen erreichen.
> Man haut beim Aderlaß nicht nur eine Menge Blut raus, es wirkt auch
> noch anders.
Wegen der anderen Wirkung wird es ja auch gemacht - aber es bleibt die
Tatsache bestehen, dass man eine Menge Blut dabei verliert :-(
Gruss,
Anke
> snipp ...
Das ganze erinnert mich in Teilen an die Theoriestunden meines
Reitlehrers, auch wenn die Beschreibung der Zusammenhänge nicht
hundertprozentig übereinstimmt.
Laß mich das kurz zusammenfassen, ob ich dich richtig verstanden habe.
Wenn das Pferd korrekt durch das Genick geritten wird, dann schwitzt
es unter dem Sattel nicht?
>Sagen wir mal nur, dass in der Haltung des Kopfes in Hoehe des
>Widerristes mit Nasenline kurz vor der Senkrechten das Nackenband noch
>gespannt ist und auch die Oberhalsmuskukatur von Arbeit entlastet.
Ein korrekt gerittenes Pferd hat demnach eine entspannte
Oberhalsmuskulatur? Im Umkehrschluß würde das bedeuten, daß ein Pferd
mit Unterhals entsprechend gut geritten sein muß. Ich glaube, dann
kenne ich doch mehr ausgezeichet gerittene Pferde als ich dachte.
>Deswegen sollte diese auch trocken sein, sie sollte erst dann schwitzen,
>wenn hoehere Aufrichtung verlangt wird wie in den Dressurklassen
>zwischen L und M aufwaerts, weil dann andere Mechanismen das
>Reitergewicht tragen.
Ich wüßte nicht, was sich an der Anatomie des Pferdes zwischen L und M
ändern sollte. Das wäre Voraussetzung dafür, das der Mechanismus sich
ändert.
>> Das ist schön für deine Pferde und auch für dich. Es war aber auch
>> nicht von schweißtreibender Arbeit die Rede.
>
>So? Ich dachte, wir reden hier ausschliesslich ueber Schweiss. *Du* hast
>geschrieben, wenn ich mich nicht irre, dass Dressurreiten anstrengend
>sei.
Meine Definition von Schwitzen erstreckt sich auf die Anstrengung, die
Pferd und Reiter nach einiger Zeit der Arbeit zu einem feuchtem
Äußeren verhilft. Daran ist nichts ungewöhnliches. Deinen Äußerungen
entnehme ich immer wieder, daß das Schwitzen scheinbar nur durch
falsches Reiten kommt (in den meisten Fällen offenbar einhergehend mit
erheblichem Kraftaufwand des Reiters).
Wie du schon geschrieben hast, erzeugt die Bewegung von Muskeln Wärme.
Schon die inzwischen in Fleisch und Blut übergegangenen
Kompensationsbewegungen von Rücken- und Bauchmuskulatur, die es erst
ermöglichen "ruhig" auf dem Pferd z. B. im Trab zu sitzen, erzeugen
also Wärme, auch wenn diese eher passive Bewegung zunächst mal nicht
anstrengend ist. Auch ein "entspannt" sitzender Reiter wird also je
nach Trainingszustand der Muskeln nach mehr oder weniger langer Zeit
ins Schwitzen kommen.
>> Ich weiß nicht, wie der allgemeine Durchschnitt englisch gerittener
>> Pferde geritten ist, obwohl ich selten auf anderen Pferden geritten
>> bin. Meiner Erfahrung nach sind sie alle irgendwie unterschiedlich,
>> haben ihre Eigenarten und Vorlieben und erfordern daher je nach
>> Sensibität, Mentalität und Ausbildungsstand eine unterschiedliche
>> Behandlung um ihnen beim Reiten gerecht zu werden. Ich nehme an, das
>> gilt auch für anders gerittene Pferde. Das sich einige Pferde
>> vielleicht leichter und andere wiederum nicht ganz so leicht reiten
>> lassen, hat wohl auch wenig mit der Reitweise zu tun.
>
>Doch, hat es. In der englischen Reitweise bestimmt man um der
>Korrektkeit willen jeden Schritt, was bei vielen, die es nicht perfekt
>koennen, zu einer gegensaetzlichen Wirkung von Zuegelhilfen und
>Schenkelhilfen fuehrt, die sich teilweise gegenseitig aufheben. In
Das hört sich an, als ob in der sogenannten englischen Reitweise die
Pferde ständig getrietzt werden, weil man mit Gewalt jeden Schritt
herausreiten muß, und zwar genau dahin wo man das Pferd haben will. Es
ist richtig, das die Kontrolle über das Pferd gewünscht wird, wie
sonst könnte man z. B. eine Dressuraufgabe reiten. Im Umkehrschluß
würde es bedeuten, daß ein englisch gerittenes Pferd nichts anderes
kennt und man es eigentlich nicht mal am langen Zügel reiten könnte?
Das ist natürlich Unsinn. Ein gut gerittenes Pferd wird auf feinste
Hilfen reagieren. Wenn ein Reiter tatsächlich jeden einzelnen Schritt
seines Pferdes bestimmen müßte, würde er wohl kaum noch zum Reiten
kommen ... ;-)))
Es besteht auch bei einem englisch gerittenen Pferd keine
Notwendigkeit, ständig ein Bombardement an Hilfen einzusetzen, nur
damit das Pferd geradeaus geht. Das wäre kontraproduktiv und stumpft
ab. Das ist leider nicht selten zu sehen, und das Ergebnis spricht für
sich. Erst bei einer Abweichung vom gewünschten Verhalten sollte eine
Korrektur erfolgen. Nicht umsonst heißt es "soviel wie nötig, sowenig
wie möglich".
Einen gravierenden Unterschied sehe ich da höchstens bei
Westernreitern, die meinen, man muß die Beine nur ordentlich nach vorn
wegstrecken und ja nicht mit dem Pferd in Berührung kommen lassen. Da
kann man aber auch schnell erkennen, daß das nicht die besten Reiter
sind, die sitzen auch etwas anders zu Pferde.
>barocker Dressur setzt man einen Initialeffekt und erwaertet, dass das
>Pferd zumindest eine Zeitlang Tempo, Gangart und Kadenz beibehaelt. Wenn
>es daraus ausfaellt, kommt es zu Korrekturen, die aber idR sehr klein
>sind (wenn mans rechtzeitig merkt). Dadurch sind Pferde in barocker
>Reitweise idR erheblich staerker sensibilisiert als Pferde in englischer
>Reitweise.
Dann sind sie lediglich gut geritten. Das Prinzip ist auch nicht
anders, s.o. Das ist der Idealzustand, den auch ein englisch
gerittenes Pferd erreichen kann, wenn es ordentlich ausgebildet worden
ist und eine entsprechende Bereitschaft zur Mitarbeit zeigt. Letztere
ist allerndings zugegebenermaßen vielen Pferden abhanden gekommen. Wie
gesagt, "soviel wie nötig, sowenig wie möglich".
>Tja, es ist aber die Frage, wo bei mir die grobe Kraft anfaengt (grob im
>Sinne von nicht mehr feinmechanisch, feinmechanisch sind z.B. die
>Hand-und Fingerbewegungen beim Schreiben) und wo sie bei Dir anfaengt.
>Wenn Du sagst, dass man nicht ohne Anstrengung dressurreiten koenne,
>dann muss ich bereits annehmen, dass die Hilfengebung nicht mehr
>feinmechanisch ist.
Das habe ich oben bereits erklärt. Ich sehe nicht, daß diese
Definition einer feinen Anwendung von Hilfen widerspricht, wenn das
Pferd diese zuläßt und akzeptiert. Das es je nach Pferd eventuell
nötig ist, gewisse Abstriche von diesem Idealzustand zu machen, weil
das Pferd bis dahin nicht so toll geritten wurde, sollte man im
Hinterkopf behalten. In diesem Fall ist es einen Versuch wert, dem
Pferd die gewünschten Verhaltensweisen nahezubringen, das nennt sich
dann Grundlagenarbeit.
>Ich weiss nicht, ob wir aneinander vorbei reden. Wenn ich von meinem
>Pferd Versammlung fordere, ist diese natuerlich anstrengend,
>ich wuerde vermutlich wenig oder gar nicht schwitzen, weil ich mich
>nicht dabei anstrenge. Ich waere nachher muede, weil ich sehr viel
>geistige gearbeitet haette, aber nicht muskulaer erschoepft.
Wenn du "nur" eine halbe Stunde am Tag auf einem vorzüglich
ausgebildeten und willig dahingleitenden Pferd reitest, dann ist das
eventuell nachvollziehbar. Dann wäre das Pferd wahrscheinlich auch
weich wie ein Sofakissen. Um Arbeit handelt es sich sicherlich nicht,
denn dieser Begriff enthält eben das, nämlich "Arbeit". Und das
schließt beim Reiten geistige und körperliche Arbeit mit ein. Deinen
Äußerungen entnehme ichaber , daß du durchaus mit deinen Pferden
arbeitest.
>> Wie oft reitest du sie denn?
>
>Zwischen eineml in der Woche und einmal alle vier Wochen.
>Du musst aber bedenken, dass die Grenze der Leistungsfaehigkeit nach
>vier Wochen nicht unbedingt da sein muss, wo sie nach einer Woche oder
>drei Tagen (Optimum zur weiteren Foerderung) waere.
Da hast du recht, da müßte die Leistungsfähigkeit eigentlich ständig
zurückgehen, wenn du diesen Intervall einhälst. Wenn ich ein Pferd nur
alle 4 Wochen gymnastiziere, dann frage ich mich, wie es überhaupt
halbwegs gelenkig sein oder bleiben kann.
>Im Grunde ist jede Stunde, die ich mache, ein Aufbauprogramm, bei dem
>ich mit leichten Uebungen anfange und immer weiter und immer hoeher die
>Leistungsleiter hinaufklimme
Das ist lediglich der sinnvolle Aufbau einer Dressurstunde.
>In der Regel kann ich aber sogar nac vier Wochen einen Schritt weiter
>gehen. Vielleicht nur einen kleinen, aber immerhin.
Es fält mir zugegebenermaßen schwer, das zu glauben.
>Noch was: Meine Pferde stehen im Offenstall bzw. auf der Weide, ahben
>dort also Moeglichkeiten genug, sich zu bewegen und fit zu halten. Und
>das tun sie anscheinend auch.
Mein Pferd steht auch im Offenstall und bewegt sich dort sicherlich
ausreichend. Allerdings habe ich noch nicht feststellen können, daß es
sich alleine gymnastiziert. Da wir beide nicht hohe Schule reiten, ist
die Grundkondition, die es durch die Bewegung erhält, ausreichend für
die Anforderungen der Dressur, die wir zur Zeit praktizieren. Wenn ich
aber einige Wochen nicht reiten kann, wie zum Beispiel letzten Sommer,
als ich nach einer Operation an der Hand fast 2 Monate ausgefallen
bin, dann ist mein Pferd hinterher steif wie ein Brett. Es hat mich
eine Weile und viele Übungen gekostet, es wieder dorthin zu bringen,
wo wir aufgehört hatten. Konditionsprobleme hatte es allerdings
tatsächlich nicht.
>... Ich gebe zu, das es sicher einfacher ist, wenn man
>> ausgezeichnet zu Pferde sitzt und entsprechende Erfahrung hat, aber
>> sich dabei nicht richtig anstrengen?
>
>Es kommt daruaf an, was Du unter anstrengen verstehst.
Ich bleibe dabei, Arbeit ist auf Dauer anstrengend, geistig und
körperlich.
>Abgestumpfte Pferde wird man nicht mit feinen Hilfen reiten koenen, aber
>ein guter Reiter wird immer noch weniger Kraft einsetzen muessen als ein
>weniger guter, weil ersterer zur richtigen Zeit die richtige Kraft
>einsetzt.
Leider sind die meisten Pferde mehr oder weniger abgestumpft - das
Ideal wird leider selten erreicht. Aber auch der richtige Einsatz der
richtigen Kraft wird auf Dauer anstrengend.
>Mehr Kraft einzusetzen, um mehr Effekt zu bekommen, ist, so wie ich es
>gelernt habe, kontraproduktiv, weil sich der Reiter dann verspannt, das
Dann hast du offenbar keinen guten Reitlehrer gehabt?
>> Wieso gehst du eigentlich immer davon aus, daß alle anderen offenbar
>> mit Kraft reiten müssen?
>
>Keiner muss. Aber wenn man nicht mit Kraft reitet, ist Reiten auch nicht
>anstrengend. Und das war ja nicht mein Argument ;-)
Wenn die Pferde also durchs Viereck schweben und scheinbar alles von
alleine machen, dann ist es für den Reiter nicht anstrengend? Gutes
Reiten ist, es so leicht aussehen zu lassen, obwohl es das nicht ist.
Aber das sagte ich schon mal glaube ich.
>> Nicht möglich! Ein Hafi ist leicht zu reiten und hat sich sogar Mühe
>> gegeben, es seinem Reiter recht zu machen! Und das, obwohl er englisch
>> ausgebildet war! Könnte es nicht einfach sein, das das Tier eine
>> zumindest halbwegs ordentliche Grundausbildung genossen hat?
>
>Koennen wir bitte sachlich bleiben? Jawohl, das Pferd hatte eine solide
>und gute Grundausbildung bekommen, was aber eben leider keine
>Selbstverstaendlichkeit ist, schon gar nicht fuer einen 08/15 Haflinger.
>Und da es ein Kutschpferd ist, selten geritten wird und mich nicht
>kannte, hatte es eigentlich auch keinen Grund, sich Muehe zu geben. Und
>gerade Haflinger werden gerne bueffelig, wenn man versucht, Kraft mit
>Praezision zu ersetzen.
Womit wir wieder bei der Grundausbildung wären. Auch ein Haflinger
kann ordentlich ausgebildet werden. Und wenn er büffelig wird, wenn
man versucht, Kraft mit ordentlichen Hilfen zu ersetzen, dann hat er
die offenbar nicht gehabt. Dieses Problem gibt es nicht nur bei
Haflingern, es tritt bei vielen Pferden in unterschiedlichen
Ausprägungen und Reaktionen zutage, wenn die Ausbildung nicht so
sonderlich gut war.
Bea
> >Doch, hat es. In der englischen Reitweise bestimmt man um der
> >Korrektkeit willen jeden Schritt, was bei vielen, die es nicht perfekt
> >koennen, zu einer gegensaetzlichen Wirkung von Zuegelhilfen und
> >Schenkelhilfen fuehrt, die sich teilweise gegenseitig aufheben. In
>
> Das hört sich an, als ob in der sogenannten englischen Reitweise die
> Pferde ständig getrietzt werden, weil man mit Gewalt jeden Schritt
> herausreiten muß, und zwar genau dahin wo man das Pferd haben will.
also für mich hört es sich so nicht an.
Und ich habe bei Anke auch weder etwas von triezen noch Herausreiten jedes
Schrittes mit Gewalt gelesen.
> Es ist richtig, das die Kontrolle über das Pferd gewünscht wird, wie
> sonst könnte man z. B. eine Dressuraufgabe reiten. Im Umkehrschluß
> würde es bedeuten, daß ein englisch gerittenes Pferd nichts anderes
> kennt und man es eigentlich nicht mal am langen Zügel reiten könnte?
> Das ist natürlich Unsinn.
Warum? Deine nachfolgend aufgeführte Begründung "Ein gut gerittenes Pferd
wird auf feinste Hilfen reagieren. " sehe ich nicht im ursächlichen
Zusammen-
hang zwischen Kontrolle über das Pferd haben und es am langen Zügel
reiten.
Mein Umkehrschluß daraus würde jetzt lauten: Ein am langen Zügel
gerittenes Pferd unterliegt im Gegensatz zu einem dressurgerittenen
keiner - oder wenig - Kontrolle.
Das wolltest Du sicherlich nicht sagen, kommt leider aber so an. ;-))
>Wenn ein Reiter tatsächlich jeden einzelnen Schritt
> seines Pferdes bestimmen müßte, würde er wohl kaum noch zum Reiten
> kommen ... ;-)))
Dazu wird er, zumindestens in der Grundausbildung, auch nicht so richtig
kommen. Außer, er riskiert dauerhafte Schäden beim Pferd.
Inwieweit der Reiter davon im Laufe der Ausbildung Abstand nehmen
an, hängt von sehr vielen Faktoren ab. An erster Stelle würde ich
Ausbildungsziel und physisch/psychische Eigenschaften des Pferdes
nennen.
> Es besteht auch bei einem englisch gerittenen Pferd keine
> Notwendigkeit, ständig ein Bombardement an Hilfen einzusetzen, nur
> damit das Pferd geradeaus geht. Das wäre kontraproduktiv und stumpft
> ab. Das ist leider nicht selten zu sehen, und das Ergebnis spricht für
> sich. Erst bei einer Abweichung vom gewünschten Verhalten sollte eine
> Korrektur erfolgen. Nicht umsonst heißt es "soviel wie nötig, sowenig
> wie möglich".
...und alles im richtigen Maß zu seiner Zeit"; würde ich ergänzen.
Gibt es bei Dir Wichtungen bzgl. des soviel wie Notwendigen und des
sowenig wie Möglichen? Nuancierst Du da in gewissenen Ausbildungsstadien
eines Pferdes?
Setzt Du in Deiner Ausbildung von vornherein nur die Korrektur ein, wenn
eine Abweichung vom gewünschten Verhalten erfolgte? Oder zeigst Du
Deinen Pferden evtl. erst einmal durch permanente Hilfengebungen, was
Du Dir gerade erhoffst, als Ergebnis zu bekommen?
> Einen gravierenden Unterschied sehe ich da höchstens bei
> Westernreitern, die meinen, man muß die Beine nur ordentlich nach vorn
> wegstrecken und ja nicht mit dem Pferd in Berührung kommen lassen. Da
> kann man aber auch schnell erkennen, daß das nicht die besten Reiter
> sind, die sitzen auch etwas anders zu Pferde.
Und schon wieder mal die blöden Westernreiter, die keine Ahnung
haben. Nur gut, daß sie solche guten Pferde haben, die alles von allein
machen. Ein Tipp an die NG: Setzt Euch alle etwas anders zu Pferde,
und schon klappt es mit der Westernreiterei. Bloß nicht die Beine an
das Pferd bringen dabei, ihr könntet es im eigenständigen Denken
stören. :-((
> >barocker Dressur setzt man einen Initialeffekt und erwaertet, dass das
> >Pferd zumindest eine Zeitlang Tempo, Gangart und Kadenz beibehaelt. Wenn
> >es daraus ausfaellt, kommt es zu Korrekturen, die aber idR sehr klein
> >sind (wenn mans rechtzeitig merkt). Dadurch sind Pferde in barocker
> >Reitweise idR erheblich staerker sensibilisiert als Pferde in englischer
> >Reitweise.
>
> Dann sind sie lediglich gut geritten. Das Prinzip ist auch nicht
> anders, s.o.
Hast Du Dir mal die Pferderassen angesehen, die in der barocken
Reitweise geritten werden - im Gegensatz zu denen in der
klassisch englischen Dressur.
Evtl. fällt Dir dann ein, warum ein Initialeffekt nicht das erstrebenswerte
in der englischen Reitweise ist.
Gruß
Peter Sev
Hallo, Bea!
> Das ganze erinnert mich in Teilen an die Theoriestunden meines
> Reitlehrers, auch wenn die Beschreibung der Zusammenhänge nicht
> hundertprozentig übereinstimmt.
Nun, Du wolltest es ja wissen ;-))
>
> Laß mich das kurz zusammenfassen, ob ich dich richtig verstanden habe.
> Wenn das Pferd korrekt durch das Genick geritten wird, dann schwitzt
> es unter dem Sattel nicht?
Richtig. Unter besagten Einschraenkungen.
>
> >Sagen wir mal nur, dass in der Haltung des Kopfes in Hoehe des
> >Widerristes mit Nasenline kurz vor der Senkrechten das Nackenband noch
> >gespannt ist und auch die Oberhalsmuskukatur von Arbeit entlastet.
>
> Ein korrekt gerittenes Pferd hat demnach eine entspannte
> Oberhalsmuskulatur? Im Umkehrschluß würde das bedeuten, daß ein Pferd
> mit Unterhals entsprechend gut geritten sein muß. Ich glaube, dann
> kenne ich doch mehr ausgezeichet gerittene Pferde als ich dachte.
Jein. Erstens trifft das lediglich fuer die Dehungshaltung zu, aber
nicht fuer die Versammlung. Aber die muskulaeren Zusammenhaenge fuer die
Versammlung auch noch in ein posting zu stopfen, erschien mir ein
bisschen viel. Du wirst dich also bis in ca. drei Wochen, wenn ich aus
dem Urlaub zurueck bin, gedulden muessen. Wenn Du es dann immer noch
wissen willst, dann erinnere mich doch bitte daran.
Und zweitens scheint das zwar etwas paradox zu sein, aber in jedem Fall
erreicht man durch *Dauerspannung* keinen Muskelaufbau, sondern das
Gegenteil. *Kurze* Anspannungsphasen bauen Muskulatur auf.
Erfahrungsgemaess kann ich auch noch sagen, dass das lockere passive
Schwingenlassen der Rueckenmuskulatur diese ofensichtlich kraeftigt -
ich kann aner leider nicht genau sagen, warum. Vielleicht arbeitet der
Muskel eben doch, aber verhaeltnismaessig wenig oder in rythmischem
Wechsel von Anspannung und Entspannung. Vielleicht bringt gerade dieses
Dehnen und Schwingenlassen den Aufbau. Vielleicht funktioniert es, weil
ich dabei auf dem Zirkel arbeite und dabei die inneren Muskelgruppen
sich immer wieder leicht anspannen muessen. Genau weiss ich es (noch)
nicht.
>
> Ich wüßte nicht, was sich an der Anatomie des Pferdes zwischen L und M
> ändern sollte. Das wäre Voraussetzung dafür, das der Mechanismus sich
> ändert.
Die Anatomie aendert sich nicht, aber die Haltung aendert sich - von
einer, die mehr mittels passiver "Verspannungtechniken" und wenig
Muskelarbeit zum Tragen des Reitergewichtes fuehrt (Dehnungshaltung bis
zu Haltung durchs Genick, aber Kopf mit Ohren bis halbe Kopflaenge in
Widerristhoehe), zu einer, in der groesstenteils Muskulatur eingesetzt
wird, um das Reitergewicht zu tragen und *wirklich* die Vorderhand zu
entlasten (mit stark gewoelbtem Hals und Kinn in Widerristhoehe). Aber
wie gesagt, das ist zuviel fuer einmal. Spaeter ;-)
>
> Meine Definition von Schwitzen erstreckt sich auf die Anstrengung, die
> Pferd und Reiter nach einiger Zeit der Arbeit zu einem feuchtem
> Äußeren verhilft.
<grins> Schoen formuliert.
Daran ist nichts ungewöhnliches. Deinen Äußerungen
> entnehme ich immer wieder, daß das Schwitzen scheinbar nur durch
> falsches Reiten kommt (in den meisten Fällen offenbar einhergehend mit
> erheblichem Kraftaufwand des Reiters).
Nunja, es kommt natuerlich auf die Aussentemperaturen an. Eine "Stunde"
die ich im Oktober bei unter 10 Grad Aussentemperatur und Wind
absolviere, wird mich kaum zum Schwitzen bringen, dieselbe Stunde bei 27
Grad im Schatten und Schwuele wird mich bereits fuenf Minuten nach dem
Aufsteigen zum Schwitzen bringen.
Aber da wuerde ich schon beim Putzen und Satteln damit anfangen ;-)).
Ich meinte sowohl beim Pferd als auch beim Menschen, dass beide (ich
ueberzeichne jetzt auch mal etwas) nicht pitschnass aus der
Dressurstunde kommen sollten. Im Sommer wird auch der Reiter erhitzt
sein und *feucht*. Aber das ist normal, das ist man dann bei jeder
anderen *kleinen* Anstrengung auch.
>
> Wie du schon geschrieben hast, erzeugt die Bewegung von Muskeln Wärme.
> Schon die inzwischen in Fleisch und Blut übergegangenen
> Kompensationsbewegungen von Rücken- und Bauchmuskulatur, die es erst
> ermöglichen "ruhig" auf dem Pferd z. B. im Trab zu sitzen, erzeugen
> also Wärme, auch wenn diese eher passive Bewegung zunächst mal nicht
> anstrengend ist. Auch ein "entspannt" sitzender Reiter wird also je
> nach Trainingszustand der Muskeln nach mehr oder weniger langer Zeit
> ins Schwitzen kommen.
Nun, diese Bewegungen sind eher passiv als aktiv, IMHO.
Erfahrungsgemaess kann aber selbst ein so wenig reitender Reiter wie ich
dabei noch eine so gute Kondition halten, dass er das eine ganze Weile
durchhalten kann.
In der letzten Zeit arbeite ich viel im Trab mit meinen Pferden - kein
Problem. Auch ohne Spezialdeos ;-))
>
> >Doch, hat es. In der englischen Reitweise bestimmt man um der
> >Korrektkeit willen jeden Schritt, was bei vielen, die es nicht perfekt
> >koennen, zu einer gegensaetzlichen Wirkung von Zuegelhilfen und
> >Schenkelhilfen fuehrt, die sich teilweise gegenseitig aufheben. In
>
> Das hört sich an, als ob in der sogenannten englischen Reitweise die
> Pferde ständig getrietzt werden, weil man mit Gewalt jeden Schritt
> herausreiten muß, und zwar genau dahin wo man das Pferd haben will.
Genau so wollte ich es *nicht* gesehen haben. Ich habe mal so gedacht,
weil man es so oft sieht, aber es ist dann eben nicht korrekt. Aber die
*Neigung* zu gegensaetzlichen Hilfen bleibt dabei genauso wie die
*Neigung* zu mangelnder Praezision beim barocken Reiten.
Es
> ist richtig, das die Kontrolle über das Pferd gewünscht wird, wie
> sonst könnte man z. B. eine Dressuraufgabe reiten. Im Umkehrschluß
> würde es bedeuten, daß ein englisch gerittenes Pferd nichts anderes
> kennt und man es eigentlich nicht mal am langen Zügel reiten könnte?
Es gibt tatsaechlich englisch gerittene Pferde, die man nicht am langen
Zuegel reiten kann - sie fangen an zu "eiern", wenn der Rahmen der
Hilfen wegfaellt.
Viele Pferde kann man natuerlich am langen Zuegel reiten, aber sie gehen
dann halt so vor sich hin. Pferde koennen sich ja schliesslich auch
bewegen, wenn kein Reiter draufsitzt, also koennen sie sich auch
bewegen, wenn einer draufsitzt und nichts "sagt". Fragt sich nur, wie.
Stetige Gangart wird wohl gegeben sein, Tempo, Takt und Kadenz, so man
von letzterer dann ueberhaupt reden kann, werden jedenfalls ziemlich
variieren oder sich am untersten Minimum bewegen.
> Das ist natürlich Unsinn. Ein gut gerittenes Pferd wird auf feinste
> Hilfen reagieren. Wenn ein Reiter tatsächlich jeden einzelnen Schritt
> seines Pferdes bestimmen müßte, würde er wohl kaum noch zum Reiten
> kommen ... ;-)))
Frag Stefan Ungemach. Ich bin kein Spezialist in Sachen Englischreiten,
aber das habe ich von ihm. Vielleicht habe ich ihn (und alle anderen,
denen ich darin Sachverstand abnehme) falsch verstanden.
>
> Es besteht auch bei einem englisch gerittenen Pferd keine
> Notwendigkeit, ständig ein Bombardement an Hilfen einzusetzen, nur
> damit das Pferd geradeaus geht.
Nun, ein Bombardement ist wieder ueberspitzt - nochmal, bitte sachlich
bleiben - ich habe keine Lust, mich mit Leuten zu streiten, die mich nur
unbedingt widerlegen wollen.
Es werden aber Hilfen eingesetzt, damit das Pferd diese jetzige Haltung,
das Tempo und die Kadenz aufrechterhaelt, und zwar in dem Masse, wie sie
notwendig sind. Ein guter Reiter wird dabei nicht zuviel anwenden, ein
weniger guter wird dazu neigen, zuviel anzuwenden und das Pferd dadurch
abzustumpfen.
Was natuerlich bedeutet, dass man auf dem Weg zum guten Reiter einige
Pferde verschleisst. Ich fuerchte, das ist wirklich die Konsequenz.
> Einen gravierenden Unterschied sehe ich da höchstens bei
> Westernreitern, die meinen, man muß die Beine nur ordentlich nach vorn
> wegstrecken und ja nicht mit dem Pferd in Berührung kommen lassen. Da
> kann man aber auch schnell erkennen, daß das nicht die besten Reiter
> sind, die sitzen auch etwas anders zu Pferde.
Ich hoffe, Du beziehst das mit den "besten Reitern" nicht auf alle
Westernreiter, sondern nur auf einige Westernreiter, naemlich die mit
den weggereckten Beinen ;-)
Das sind naemlich bei den Westernreiten die Sorte Reiter, die beim
Englischreiten die sind, die mit hochrotem Kopf riegelnd und schubsend
einherschwitzen... naemlich die Schlechten.
Ich habe noch nicht allzu viele Westernreiter gesehen, aber unter denen,
die ich gesehen habe, waren einige sehr gute, die ausgeszeichnet
gesessen haben. Selbst auf ein paar kleinen Westernturnieren habe ich
welche gesehen, die zwar "nur" eine Grundausbildung hatten, aber einen
sauberen, korrekten Sitz.
Westernreiten ist wie das barocke Reiten eine Impulsreitweise. Ein guter
Westernreiter sitzt nicht anders zu Pferd als ein guter Dressurreiter
oder ein guter Barockreiter. Ein guter Sitz ist naemlich von
menschlicher Anatomie abgaengig, und die kan auch nicht variiert werden
:-). Der Mensch kann auch nicht anders sitzen in anderen Reitweisen,
ohne anders einzuwirken - und das muss nicht unbedingt besser sein.
Man sieht bei Westernreitern nur nicht soviel Hilfengebung, weil ein gut
gerittenes Westernpferd eben auch nicht so viel "Anleitung" braucht.
Aber der Weg dahin ist muehsam. Es ist durchaus nicht so, dass ein
Westernpferd alles von alleine macht. Bis es soweit ist, das es so
*aussieht*, braucht genauso viel Arbeit wie alle anderen soliden
Ausbildungen auch. (nicht wahr, Peter?)
>
> Dann sind sie lediglich gut geritten. Das Prinzip ist auch nicht
> anders, s.o. Das ist der Idealzustand, den auch ein englisch
> gerittenes Pferd erreichen kann, wenn es ordentlich ausgebildet worden
> ist und eine entsprechende Bereitschaft zur Mitarbeit zeigt. Letztere
> ist allerndings zugegebenermaßen vielen Pferden abhanden gekommen. Wie
> gesagt, "soviel wie nötig, sowenig wie möglich".
In der Theorie ist der Unterschied zwischen Idelazustand und Realzustand
gering, in der Praxis ist er oft gewaltig - was eben IMHO damit
zusammenhaengt, dass die Reiter meinen, sich anstrengen zu muessen,
zuviel Muskelspannung aufbauen, das Pferd dann nicht frei ausschreiten
kann, langsamer wird, womit der Reier wieder mehr zu treiben muesen
glaubt, sich staerker anspannt...
Natuerlich, wenn man aus diesem Teufelskreis rauswill (in den uebrigens
jedem in jeder Reitweise geraten kann), wird das Pferd erst mal
latschen, bis man gelernt hat, zu treiben, ohne zuviel Spannung in der
eigenen Muskulatur aufzubauen.
>
> >Ich weiss nicht, ob wir aneinander vorbei reden. Wenn ich von meinem
> >Pferd Versammlung fordere, ist diese natuerlich anstrengend,
>
> >ich wuerde vermutlich wenig oder gar nicht schwitzen, weil ich mich
> >nicht dabei anstrenge. Ich waere nachher muede, weil ich sehr viel
> >geistige gearbeitet haette, aber nicht muskulaer erschoepft.
>
> Wenn du "nur" eine halbe Stunde am Tag auf einem vorzüglich
> ausgebildeten und willig dahingleitenden Pferd reitest, dann ist das
> eventuell nachvollziehbar. Dann wäre das Pferd wahrscheinlich auch
> weich wie ein Sofakissen. Um Arbeit handelt es sich sicherlich nicht,
> denn dieser Begriff enthält eben das, nämlich "Arbeit". Und das
> schließt beim Reiten geistige und körperliche Arbeit mit ein. Deinen
> Äußerungen entnehme ichaber , daß du durchaus mit deinen Pferden
> arbeitest.
Es ist mein Hobby, meine Arbeit ist was anderes. Und, wie gesagt, *ich*
habe gelernt, dass Verkrampfung und damit "Arbeit" zu Pferd der erste
Weg weg von der Sensibilisierung ist.
Geistig arbeite ich viel beim Reiten, koerperlich wenig. Und im
physikalischen Sinne ist geistige Arbeit keine Arbeit ;-))
Uebrigens hat nur eins meiner Pferde *weiche* Gaenge. Die andern
schwingen mittelmaessig bis ziemlich stark, und da es Ponies sind, auch
noch in schnellerem Takt als ein Grosser. Dafuer ist die Amplitude
allerdings natuerlich absolut gesehen geringer.
Und sie wuerden eben auch nicht "willig dahingleiten", wenn ich da
hinein nicht eine Menge (geistiger und Koordinations-)Arbeit gesteckt
haette.
Bei einer bin ich immer noch nicht viel weiter gekommen (vermutlich
reite ich sie zuwenig - ber der Kleinen koennte das wirklich stimmen),
da ist es auch viel anstrengender als bei den anderen.
Aber da sie eher rast als sich treiben laesst, muss ich mich zumindest
in dieser Hinsicht nicht in Schweiss treibenlassen - wenn ich da
schwitze, was ich in der Tat eher tue, dann ist es eher ein
"Stress"-Schweiss.
>
> Da hast du recht, da müßte die Leistungsfähigkeit eigentlich ständig
> zurückgehen, wenn du diesen Intervall einhälst. Wenn ich ein Pferd nur
> alle 4 Wochen gymnastiziere, dann frage ich mich, wie es überhaupt
> halbwegs gelenkig sein oder bleiben kann.
Das frage ich mich zwar manchmal auch, aber sie bleiben es tatsachlich.
Im Gegenteil, zu meiner Ueberraschung bringen sie mitunter nach noch
laengerer Zeit noch Leistungen, mit denen ich nie gerechnet haette.
Letzten Sonntag habe ich meine alte Stute mal kurz an die Longe genommen
- nur so ein bisschen laufen lassen wollte ich sie, damit sie besser
durchatmet und sich der Schleim aus ihren Bronchien besser loest. Ich
habe also brav rundenweise getrabt, dann, weil ich merkte, sie wollte
zumindest geistig gefordert werden, sie Uebergaenge Halt-Trab-Halt und
Galopp-Schritt-Galopp gehen lassen.
Nun gibt es eine Uebung, die ich mit den Pferden zu Biegeuebungen gern
im Schritt und spaeter auch im Trab mache - praktisch ein Quadrat in
grosser Zirkelgroesse mit einer Volte in jeder Ecke. Meine kleine Alte
wurde ein wenig hitzig, und um sie zu bremsen, verkleinerte ich den
Zirkel. Schliesslich wars eine Volte, das Pferd galoppierte immer noch.
<staun>
Da habe ich dann einfach (ohne mir grossen Effekt davon zu versprechen)
sie besagte Uebung im Galopp gehen lassen.
Abgesehen von einiger Verwirrung beim Geradeausschicken gelangen die
Volten sehr gut. Ich wuerde nicht sagen, dass das Pferd perfekt gebogen
gewesen waere, aber der Galopp war sauber, kadenziert und
durchgesprungen und sie hat die Volte mit vielleicht 200 g Gewicht der
Longe auf meiner Hand gemacht.
Und ich hatte gerade, bevor es ihr so schlechtzugehen begann, mit
Galoppvolten *angefangen*. Jeweils *einer* Galoppvolte in den
*Sternstunden* unserer Uebungsstunden.
Das war - bitte festhalten - ***vor einem Dreivierteljahr***.
Seitdem war sie ab und zu unter Anfaengern gegangen, und seit letztem
November lediglich noch den einen oder anderen Ausritt mit mir. Mehr
nicht.
>
> >In der Regel kann ich aber sogar nac vier Wochen einen Schritt weiter
> >gehen. Vielleicht nur einen kleinen, aber immerhin.
>
> Es fält mir zugegebenermaßen schwer, das zu glauben.
>
> >Noch was: Meine Pferde stehen im Offenstall bzw. auf der Weide, ...
>
> Mein Pferd steht auch im Offenstall und bewegt sich dort sicherlich
> ausreichend. Allerdings habe ich noch nicht feststellen können, daß es
> sich alleine gymnastiziert. Da wir beide nicht hohe Schule reiten, ist
> die Grundkondition, die es durch die Bewegung erhält, ausreichend für
> die Anforderungen der Dressur, die wir zur Zeit praktizieren.
Das nehme ich doch stark an :-)
Wenn ich
> aber einige Wochen nicht reiten kann, wie zum Beispiel letzten Sommer,
> als ich nach einer Operation an der Hand fast 2 Monate ausgefallen
> bin, dann ist mein Pferd hinterher steif wie ein Brett. Es hat mich
> eine Weile und viele Übungen gekostet, es wieder dorthin zu bringen,
> wo wir aufgehört hatten. Konditionsprobleme hatte es allerdings
> tatsächlich nicht.
Wenigstens mit letzterem sind wir uns einig. Moeglicherweise liegt es
wirklich an meiner Trainingsmethode, dass meine Pferde eben nicht
abbauen und steif werden.
Wenn sie es taeten, wuerde ich entweder gar nicht mehr oder viel mehr
reiten ;-), denn sonst waere es frustrierend.
Mein Training zielt auch daruf hin, dass die Pferde lernen sollen, eine
bestimmte Haltung, die sie natuerlicherweise nicht regelmaessig
einnehmen wuerden, eben regelmaessig und gewohnheitsmaessig zu benutzen,
auch auf der Weide. Anscheinend hatte ich damit einen gewissen Erfolg,
denn ansonsten liesse sich dieser Effekt in der Tat nicht erklaeren.
Wenn ein Pferd aber trotz bewegungsmoeglichkeiten wirklich *steif* wird
in dieser zeit (ich hoffe, das war auch eine Uebertreibung), dann wuerde
ich meinen, das eben doch etwas an der Trainingsmethode nicht stimmt.
Das duerfte eben nicht passieren, es spricht dafuer, dass eben doch
Muskelgruppen beim Reiten nicht arbeiten, sondern krampfen, und diese
Anspannung bleibt eben ohne regelmaessige Versuche der Lockerung gern
ziemlich lange erhalten.
Wenn Muskeln erst mal in eine Verspannung hineinkommen, neigen sie ja
bekanntlich dazu, sich in einem weiteren Teufelskreis aus
Schmerz-Verspannung-Schmerz immer weiter zu verkrampfen, wenn man nichts
dagegen tut.
Das koennte natuerlich - in kleinem Rahmen - zu solchen Ergebnissen
fuehren.
>
>
> Leider sind die meisten Pferde mehr oder weniger abgestumpft - das
> Ideal wird leider selten erreicht.
Warum eigentlich nicht? Ich bin absolut kein genialer Reiter, wenn ich
auch hartnaeckig bin. Wenn ich das erreichen kann, warum koennen das so
viele andere nicht?
Aber auch der richtige Einsatz der
> richtigen Kraft wird auf Dauer anstrengend.
Fuer den Kopf ja, weil Koordination auch geistige Anstrengung ist. Aber
alle faulen Leute arbeiten lieber mit dem Gehirn als mit den Muskeln
;-))
>
> >Mehr Kraft einzusetzen, um mehr Effekt zu bekommen, ist, so wie ich es
> >gelernt habe, kontraproduktiv, weil sich der Reiter dann verspannt, das
>
> Dann hast du offenbar keinen guten Reitlehrer gehabt?
Im Gegenteil, ich habe so gute Reitlehrer gehabt, dass ich selbst bei
vierwoechigen Reitpausen noch immer weiterkomme, und das, ohne dass ich
oefter als zwei-oder dreimal im Jahr Korrekturmoeglichkeiten habe <fg>
>
> Wenn die Pferde also durchs Viereck schweben und scheinbar alles von
> alleine machen, dann ist es für den Reiter nicht anstrengend? Gutes
> Reiten ist, es so leicht aussehen zu lassen, obwohl es das nicht ist.
> Aber das sagte ich schon mal glaube ich.
Gutes Reiten ist, jahrelang zu arbeiten, damit es dann mal so leicht
*ist*. Ein fliegender Galoppwechsel ist nicht schwierig und erfordert
auch vom Reiter keine wesentliche Kraft - nicht mehr, als zwei
Treppenstufen heraufzusteigen - ein Pferd aber so weit zu bringen, dass
es auf eine leise Aufforderung fliegend wechselt und das auch von der
Kraft und der Koordination hinkriegt, und im Galopp nie so schief zu
sitzen, dass es auch dann wechselt, wenn es nicht soll, das ist schwer.
Aber schwierig und langwierig, auch da nicht koerperlich anstrengend.
>
> Womit wir wieder bei der Grundausbildung wären. Auch ein Haflinger
> kann ordentlich ausgebildet werden.
Dem habe ich ja auch gar nicht widersprochen. Und von wieviel Haflingern
weisst Du, dass sie eine solide Grundausbildfung bekommen und diese bis
zum 15. Jahr aufrechterhalten haben?
Die Wahrscheinlichkeit, dass das Pferd (noch) sensibel und sauber
ausgebildet war, war nicht allzu hoch.
... Dieses Problem gibt es nicht nur bei
> Haflingern, es tritt bei vielen Pferden in unterschiedlichen
> Ausprägungen und Reaktionen zutage, wenn die Ausbildung nicht so
> sonderlich gut war.
Das ist leider allzu wahr.
Gruesse,
Anke
+ Kicki, die taenzerische Rentnerin
>> Ich wüßte nicht, was sich an der Anatomie des Pferdes zwischen L und M
>> ändern sollte. Das wäre Voraussetzung dafür, das der Mechanismus sich
>> ändert.
>
>Die Anatomie aendert sich nicht, aber die Haltung aendert sich - von
>einer, die mehr mittels passiver "Verspannungtechniken" und wenig
>Muskelarbeit zum Tragen des Reitergewichtes fuehrt (Dehnungshaltung bis
>zu Haltung durchs Genick, aber Kopf mit Ohren bis halbe Kopflaenge in
>Widerristhoehe), zu einer, in der groesstenteils Muskulatur eingesetzt
>wird, um das Reitergewicht zu tragen und *wirklich* die Vorderhand zu
>entlasten (mit stark gewoelbtem Hals und Kinn in Widerristhoehe).
Wie bitte? Wenn ich mich recht erinnere, dann werden in L bereits
Mittel- sowie versammelter Trab und Galopp verlangt. Und das auf
Kandare. Wenn ein Pferd sich dabei noch nicht "wirklich" versammeln
lassen und in der beschriebenen Haltung geritten werden kann, dann
erfüllt es die Anforderungen dieser Klasse wohl noch nicht, oder?
>Ich meinte sowohl beim Pferd als auch beim Menschen, dass beide (ich
>ueberzeichne jetzt auch mal etwas) nicht pitschnass aus der
>Dressurstunde kommen sollten. Im Sommer wird auch der Reiter erhitzt
>sein und *feucht*. Aber das ist normal, das ist man dann bei jeder
>anderen *kleinen* Anstrengung auch.
Davon, sein Pferd klitschnaß zu reiten, habe ich mich ja auch deutlich
distanziert. Vielleicht können wir uns darauf einigen, daß Reiten
gelegentlich durchaus etwas anstrengend sein kann und auch mal mit
feuchter Keidung enden kann? Um dieses Thema abzuschließen. <vbg>
>> Das hört sich an, als ob in der sogenannten englischen Reitweise die
>> Pferde ständig getrietzt werden, weil man mit Gewalt jeden Schritt
>> herausreiten muß, und zwar genau dahin wo man das Pferd haben will.
>
>Genau so wollte ich es *nicht* gesehen haben. Ich habe mal so gedacht,
>weil man es so oft sieht, aber es ist dann eben nicht korrekt. Aber die
>*Neigung* zu gegensaetzlichen Hilfen bleibt dabei genauso wie die
>*Neigung* zu mangelnder Praezision beim barocken Reiten.
Es ist also mehr eine Sache der Ausbildung von Pferd und Reiter als
der Reitweise, darauf wollte ich doch hinaus. Der Idealzustand ist
natürlich, wenn alles korrekt ist.
>Es werden aber Hilfen eingesetzt, damit das Pferd diese jetzige Haltung,
>das Tempo und die Kadenz aufrechterhaelt, und zwar in dem Masse, wie sie
>notwendig sind. Ein guter Reiter wird dabei nicht zuviel anwenden, ein
>weniger guter wird dazu neigen, zuviel anzuwenden und das Pferd dadurch
>abzustumpfen.
Das entspricht genau dem, was du unter deiner Impulsreitweise
beschrieben hast: die Hilfen in dem Moment anwenden, indem man spürt,
das das Pferd nicht mehr das macht, was man von ihm möchte, im
Idealfall kurz davor. Überspitzt gesagt ist das auch beim
Englischreiten nicht anders.
>Ich hoffe, Du beziehst das mit den "besten Reitern" nicht auf alle
>Westernreiter, sondern nur auf einige Westernreiter, naemlich die mit
>den weggereckten Beinen ;-)
>Das sind naemlich bei den Westernreiten die Sorte Reiter, die beim
>Englischreiten die sind, die mit hochrotem Kopf riegelnd und schubsend
>einherschwitzen... naemlich die Schlechten.
Sagte ich nicht, das sind nicht die besten? <g> Das sind
wahrscheinlich die, denen englisch zu kompliziert und anstrengend zu
lernen war, und die meinten, Westernreiten sei "einfacher". Was es
nartürlich nicht ist. Es ist nur anders.
>Westernreiten ist wie das barocke Reiten eine Impulsreitweise. Ein guter
>Westernreiter sitzt nicht anders zu Pferd als ein guter Dressurreiter
>oder ein guter Barockreiter. Ein guter Sitz ist naemlich von
>menschlicher Anatomie abgaengig, und die kan auch nicht variiert werden
Amen!
>In der Theorie ist der Unterschied zwischen Idelazustand und Realzustand
>gering, in der Praxis ist er oft gewaltig
Dann sind wir uns doch einig.
> Wenn ich
>> aber einige Wochen nicht reiten kann, wie zum Beispiel letzten Sommer,
>> als ich nach einer Operation an der Hand fast 2 Monate ausgefallen
>> bin, dann ist mein Pferd hinterher steif wie ein Brett. Es hat mich
>> eine Weile und viele Übungen gekostet, es wieder dorthin zu bringen,
>> wo wir aufgehört hatten. Konditionsprobleme hatte es allerdings
>> tatsächlich nicht.
>
>Wenn ein Pferd aber trotz bewegungsmoeglichkeiten wirklich *steif* wird
>in dieser zeit (ich hoffe, das war auch eine Uebertreibung), dann wuerde
>ich meinen, das eben doch etwas an der Trainingsmethode nicht stimmt.
Das steif bezog sich natürlich nicht auf das ganze Pferd.
Bewegungsmäßig hat sie natürlich keine Probleme gehabt. Aber was die
Biegung betrifft, da hatte ich einiges zu tun, bis sie wieder so ging,
wie sie sollte. Sie bewegt sich zwar auf der Weide, aber die Biegung
dort hält sich doch in engen Grenzen - es sei denn, die Mückenplage
hat wieder kräftig zugestochen und das Pferd juckt und kneift sich
ständig und überall - das wäre allerdings effektive Biegung!
Allerdings wünsche ich meinem Pferd das nicht, da ziehe ich die Arbeit
auf dem Platz vor.
Übrigens geht mir das auch nicht anders. Ich habe früher regelmäßig
geturnt, und wenn ich aus dem Urlaub wiederkam, dann mußte ich erst
mal ordentlich Gymnastik und Dehnübungen machen, um den "Gummieffekt"
wieder zu aktivieren. Andernfalls drohte Muskelkater und damit turnt
es sich nicht besonders gut ...
>> Leider sind die meisten Pferde mehr oder weniger abgestumpft - das
>> Ideal wird leider selten erreicht.
>
>Warum eigentlich nicht? Ich bin absolut kein genialer Reiter, wenn ich
>auch hartnaeckig bin. Wenn ich das erreichen kann, warum koennen das so
>viele andere nicht?
Weil sie nicht wollen? Sich keine Gedanken darüber machen? Oder kein
gutes Vorbild haben? Kein gutes Lehrpferd zur Verfügung haben? Mit
ihrem Stand zufrieden sind? Nur ausreiten wollen?
>Und von wieviel Haflingern
>weisst Du, dass sie eine solide Grundausbildfung bekommen und diese bis
>zum 15. Jahr aufrechterhalten haben?
Wir habe eine ältere Hafi-Stute im Stall, die von ihren Besitzern nur
gefahren wird. Der Stallmeister sorgt für eine (oft unregelmäßige)
Reitbeteiligung, damit sie auch mal geritten wird. Dressurarbeit ist
dabei allerdings selten, die meisten reiten nur mit ihr aus. Ich habe
sie unter manchem Reiter aber schon sehr nett gehen sehen - leider
nicht unter allen.
>... Dieses Problem gibt es nicht nur bei
>> Haflingern, es tritt bei vielen Pferden in unterschiedlichen
>> Ausprägungen und Reaktionen zutage, wenn die Ausbildung nicht so
>> sonderlich gut war.
>
>Das ist leider allzu wahr.
Und darum versuche ich es besser zu machen. Ich bin eben immer noch
Idealist.
Bea
>Das wolltest Du sicherlich nicht sagen, kommt leider aber so an. ;-))
Ist ja schon gut, ich nehme alles zurück! <g>
>> Einen gravierenden Unterschied sehe ich da höchstens bei
>> Westernreitern, die meinen, man muß die Beine nur ordentlich nach vorn
>> wegstrecken und ja nicht mit dem Pferd in Berührung kommen lassen. Da
>> kann man aber auch schnell erkennen, daß das nicht die besten Reiter
>> sind, die sitzen auch etwas anders zu Pferde.
>
>Und schon wieder mal die blöden Westernreiter, die keine Ahnung
>haben. Nur gut, daß sie solche guten Pferde haben, die alles von allein
>machen. Ein Tipp an die NG: Setzt Euch alle etwas anders zu Pferde,
>und schon klappt es mit der Westernreiterei. Bloß nicht die Beine an
>das Pferd bringen dabei, ihr könntet es im eigenständigen Denken
>stören. :-((
Ich sprach von genau denen, die das so machen und sagte, das sind
meist nicht die besten. Habe ich von allen Westernreitern gesprochen?
Ich habe auch nicht gesagt, das Westernpferde alles von allein machen.
Oh man, darf ich mal raten: du reitest Western? <g>
Im Gegenteil, ich hatte vor ein paar Jahren im Urlaub mal das
Vergnügen, einige gut ausgebildete Westernpferde zu reiten. Es hat
großen Spaß gemacht. Von alleine habe die aber auch nichts gemacht,
Telepathie war ihnen wohl noch nicht beigebracht worden. <g>
Der Tainer saß übrigens in meinem Augen "vernünftig" auf dem Pferd
(also auch ohne die weit weggestreckten Beine) und ich habe ihn
gefragt, warum er so sitze. Die Antwort war einleuchtend: nur mit
einem guten unabhängigen Grundsitz wäre man in der Lage, gezielt auf
das Pferd einzuwirken. Und der wäre nicht von der Reitweise abhängig.
Das ist sicher der Grund dafür, daß man einen guten Reiter in jeder
Reitweise schnell erkennt.
Ich bin übrigens (offfenbar im Gegensatz zu vielen anderen) der
Ansicht, das Westernreiten nicht einfacher ist als englisch Reiten. Es
ist lediglich anders aber genauso schwer zu lernen. Wenn man es denn
will.
>Hast Du Dir mal die Pferderassen angesehen, die in der barocken
>Reitweise geritten werden - im Gegensatz zu denen in der
>klassisch englischen Dressur.
>Evtl. fällt Dir dann ein, warum ein Initialeffekt nicht das erstrebenswerte
>in der englischen Reitweise ist.
Warum nicht? Wenn sich viele Pferde nicht darauf einlassen, dann
spricht das für eine nicht ideale Ausbildung. In der Theorie sind die
Unterschiede nicht so groß, wie Anke schon sagte. Das die Praxis
anders aussieht, weiß ich natürlich auch, aber muß ich deshalb meine
Ideale auch noch über Bord werfen? Das machen schon genug andere!
Bea