Kann mir mal kurz jemand die korrekte Sequenz der Hilfen zum Angaloppieren, so
wie Ihr sie gelernt habt - aufschreiben - nur damit ich weiss ob ich mein Leben
lang falsch angallopiert bin ?
Dankt Euch
Petra
--
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**** http://chaps.atfreeweb.com/
>Kann mir mal kurz jemand die korrekte Sequenz der Hilfen zum Angaloppieren
>aufschreiben
aber klar doch:
Gewichtshilfe: einseitig belastend innen (= innere Hüfte vor)
Schenkel: innerer Schenkel treibend am Gurt (löst den Galoppsprung aus),
äußerer Schenkel verwahrend (eine Handbreit hinter dem Gurt)
Zügel: äußerer Zügel verwahrend, innere Zügel annehmend und nachgebend (=den
Galoppsprung "herauslassen")
Jeder Galoppsprung ist von der Hilfengebung her so reiten, als wäre es der
erste, das Pferd also "in der Hilfe" und "vor dem Schenkel" behalten!!
Innen ist bezogen auf den Handgalopp (zum Linksgalopp ist links "innen" und
umgekehrt.)
Hoffe, es hilft so?
Ciao
Tess
So - naechste Frage - warum nicht mit dem aeusseren Schenkel hinter dem Gurt
treiben und den inneren Schenkel am Gurt verwahren lassen - wie mir das heute
als korrekt gesagt wurde ? (Ich hab da so meine Theorien - aber was meint Ihr
? )
Hallo Petra!
> So - naechste Frage - warum nicht mit dem aeusseren Schenkel hinter dem
Gurt
> treiben und den inneren Schenkel am Gurt verwahren lassen - wie mir das
heute
> als korrekt gesagt wurde ? (Ich hab da so meine Theorien - aber was meint
Ihr
> ? )
_Hinter_ dem Gurt treiben? wirklich?
Ich darf mal meine Reitlehrerin zitieren:
Weil ich mit dem treibenden Schenkel das entsprechendseitige Hinterbein zum
Untertreten und Gewichtaufnehmen veranlasse.
Ergo :innerer Schenkel treibt, äußerer verwahrt.
Nun bin ich aber gespannt auf die Erklärung für die andere Theorie...
Viele Grüße,
Birgitt
> Gewichtshilfe: einseitig belastend innen (= innere Hüfte vor)
>
> Schenkel: innerer Schenkel treibend am Gurt (löst den Galoppsprung aus),
> äußerer Schenkel verwahrend (eine Handbreit hinter dem Gurt)
>
Ja, so habe ich es auch gelernt! Und noch nie die umgekehrte Version gehört,
doch ich habe schon so viel Quatsch gehört, das mich das auch nciht mehr
verwundert!
>
> Zügel: äußerer Zügel verwahrend, innere Zügel annehmend und nachgebend (=den
> Galoppsprung "herauslassen")
>
> Jeder Galoppsprung ist von der Hilfengebung her so reiten, als wäre es der
> erste, das Pferd also "in der Hilfe" und "vor dem Schenkel" behalten!!
>
Echt, habe ich das etwas auch gelernt??? Wird das Pferd nicht stumpf, wenn man
es jeden Galoppsprung so treibt, wie wenn man angaloppiert?
Soll man auch bei jedem Trabschritt treiben? Beim Leichttraben immer beim
Einsitzen oder so?
Bitte um aufklärung!!!
LG
Jasmin
> So - naechste Frage - warum nicht mit dem aeusseren Schenkel hinter dem
Gurt
> treiben und den inneren Schenkel am Gurt verwahren lassen - wie mir das
heute
> als korrekt gesagt wurde ? (Ich hab da so meine Theorien - aber was meint
Ihr
> ? )
Genau. Warum nicht?
Mit dem ANgaloppieren hat das nichts zu tun, aber zum GALOPPIEREN gehoert
das durchaus mit dazu. Aber dazu kommen wir spaeter. Denken wir erst mal
einen Moment ueber Treiben und Verwahren an sich nach.
Die Wurzel des Missverstaendnisses liegt darin, dass aus der empfohlenen
Lage fuer den treibenden und verwahrenden Schenkel geschlossen wird,
selbiger koenne NUR in dieser jeweiligen Lage entsprechend wirken. Das ist
natuerlich falsch: bei deutlicher Biegung beispielsweise in der Traversale,
in der Arbeitspirouette etc. kann man sich durchaus des gleichzeitig hinten
liegenden und dennoch treibenden Schenkels bedienen. Nur ist das nicht so
ganz korrekt - aber unabdingbar auf dem Weg des Pferdes hin zu solchen
Lektionen, die es ja auch erst mal erlernen muss.
Vor allem jedoch handelt es sich hierbei um eine Erweiterung des technischen
Wissens, mit dem (wie man anhand der Beispiellektionen sieht) meist erst der
fortgeschrittene Reiter konfrontiert wird. Das ist voellig einsehbar:
zunaechst soll er, um mit Spoerl zu sprechen, "lernen, wie man's richtig
macht, bevor er's falsch machen darf". Oder sinngemaess: er muss erst mal
die richtigen Grundhilfen verinnerlichen, damit er nicht Gefahr laeuft,
durch solche Aufweichungen der Grundsaetze von vorneherein verwirrt zu
werden. Gerade die Galopphilfen sind da ein gutes Beispiel, weil das eine
doch schon recht komplizierte Sequenz ist: erst wenn diese richtig erlernt
wurde und auch unbewusst absolut sicher ablaeuft, sozusagen eingepraegt ist,
kann man sich mit Variationen oder Erweiterungen beschaeftigen, ohne dass
das Erlernte dadurch verwaessert wird. Aber, wie gesagt: zum Galopp an sich
kommen wir noch.
Ob ein Schenkel treibt oder verwahrt, haengt nicht ausschliesslich von
seiner Lage ab. Wenn Schenkelhilfen (fast) gleichzeitig auf beiden Seiten
gegeben werden, koennen sie logischerweise nicht beide treiben, weil in
keiner Gangart beide Hinterbeine parallel abfussen. Verwahrend wirkt daher
der Schenkel, der dabei quasi "zur Erinnerung" am Pferd liegt; treibend
derjenige, mit dem ein punktueller Druck ausgeuebt wird. Das kann der Reiter
unabhaengig von der Schenkellage ausnutzen. Zwar weiss das gut ausgebildete
Pferd auch alleine mit der Schenkellage schon einiges anzufangen, aber das
kann durch Druck mit dem aeusseren Schenkel in Verwahrposition und passives
Anliegen des inneren in "Treibposition" ueberdeckt werden. Nur, wie gesagt:
das wird auf dem Weg des Erlernens von hoeheren Lektionen praktiziert
(weil's leichter ist) und sollte irgendwann nicht mehr wahrnehmbar sein.
Kommen wir zum Galopp. Wozu ueberhaupt soll hier ein aeusserer Schenkel denn
treiben - und weshalb soll er dies ohne Lageveraenderung tun?
Das Pferd, auch das galoppierende, hat ZWEI Hinterbeine - und beide gehoeren
zur erwuenscht aktiven Hinterhand. Selbstverstaendlich ist es daher auch
sinnvoll (und in der Ausbildung junger Pferde besonders wichtig), das im
Handgalopp aeussere Hinterbein zu motivieren, was - wie auch anders? - ueber
eine treibende Schenkelhilfe erfolgt. Die wird nur regelmaessig von
Reitlehrern und Reitlehrenschreibern vergessen, weil jenes aeussere
Hinterbein ja quasi "sowieso von alleine" mitgenommen wird. Eine ruehmliche
Ausnahme stellt "Den richtigen Draht finden" von C.Plaege dar, wo dieser
Zusammenhang deutlich gemacht wird.
Bei eher "auseinandergefallen" galoppierenden Pferden (oder bei sich
aufgrund von Aufregung, Verspannung oder Widersetzlichkeiten festmachenden)
kann man deutlich sehen, dass sie fast mit beiden Hinterbeinen gleichzeitig
abspringen, jedenfalls aber mit wenig Raumgriff des aeusseren Hinterbeins
auskommen muessen. Zum qualitaetsvollen Galopp gehoert dieser aber dazu, und
so kann bei jedem Galoppsprung auch dem einzelnen, aeusseren, Hinterbein
etwas nachgeholfen werden. Der Zeitpunkt hierfuer ist kurz davor, in etwa
beim Auffussen des inneren Vorderbeines.
Betrachten wir doch einfach mal die Fussfolge des Galopps. Dies beginnt mit
dem Vortreten des AEUSSEREN Hinterbeins; erst dann folgt das diagonal
entgegengesetzte Beinpaar. Letzteres erst wird durch die innere
Schenkelhilfe des Galopps ausgeloest und stellt den eigentlichen
Galoppsprung dar. In dieser Phase soll der aeussere Schenkel verwahren (was
BTW immer seitlich stattfindet), und weil hier soviel in verwirrender Weise
zusammenkommt, ist das meist auch alles, was zu diesem i.d.R. gesagt wird.
Aber irgendwann beginnt die Fussfolge erneut, und das aeussere Hinterbein
des Pferdes schwingt vor. Beschraenke ich die Aufgabe des aeusseren
Schenkels auf das Verwahren (und damit den Erhalt der Biegung bzw. die
Lenkung des Galopps in die erwuenschte Richtung), bleibt nichts, um dieses
Vorschwingen zu unterstuetzen. Man verlaesst sich darauf, dass das Pferd die
Sache schon richtig macht (galoppieren kann's ja bekanntlich von alleine,
wie man von der Koppel weiss) - die erreichte Gangqualitaet und den Ausdruck
nimmt man als gegeben hin und bemueht sich allenfalls um mehr Aufrichtung.
Das ist schade, denn gerade der relle Raumgriff im Galopp (jaja, ich weiss:
schon beim Reitabzeichen lernt man, dass das eigentlich "Bodengewinn"
heisst - aber der erstgenannte Begriff macht speziell im Zusammenhang mit
dem aeusseren, einzeln vorschwingenden, Hinterbein deutlicher, worum es mir
geht) laesst sich durch gezieltes Reiten stark verbessern.
Aus diesem Grund werden uebrigens auch junge Pferde IMMER ueber den inneren
Schenkel angaloppiert, waehrend ausgebildete die Sache schon kennen und auch
alleine auf die Lage des aeusseren Schenkels reagieren - und zwar ohne darob
die Bewegung des aeusseren Hinterbeins abzuschwaechen. Dazu muessen sie
natuerlich erst mal begriffen haben, dass letzterer auch in dieser Position
treiben kann.
Konzedieren wir also, dass der aeussere treibende Schenkel einen Sinn macht.
Zum richtigen Zeitpunkt. Es ist richtig, dass jeder Galoppsprung wie der
erste zu reiten bzw. auszuloesen ist - aber auch die Phase dazwischen
verdammt den Reiter keineswegs zur Untaetigkeit. Fragt sich nur noch,
weshalb er dazu ueberhaupt in der als "verwahrend" erlernten Position
bleiben soll?
Und auch das ist ganz einfach. Die Biegung des Pferdes wird ebenfalls durch
die Schenkel massgeblich mitbestimmt - und HIER ist deren Lage erstes
Kriterium. Wuerde der Reiter den treibenden Schenkel also abwechselnd
verlagern, provoziert er hierbei eine Umstellung des Pferdes, die ein
Umspringen nach sich zieht - bei Galoppwechseln a tempi ist das erwuenscht,
beim normalen Galopp hingegen nicht. Gerade da nicht, denn je nach
Veranlagung und restlicher Hilfengebung fuehrt eine deutliche
Lageveraenderung der Schenkel die Pferde nicht selten in den Kreuzgalopp.
Also: die von Tess praegnant zusammengestellte Hilfensequenz ist voellig
korrekt und beschreibt das Angaloppieren (wie auch den Erhalt des
Galoppsprungs) vollstaendig. Alleine vor der Frage stehend, "wie galoppiere
ich (an)?", muss man sich danach richten. Erweitern wir dagegen die
Fragestellung in Richtung "wie verbessere ich die Grundgaloppade des
Dressurpferdes?", kommen wir nicht umhin, auch ueber die Verbesserung der
Taetigkeit des aeusseren Hinterbeins nachzudenken - und hierzu treibende
Schenkelhilfen an bislang ungewohnter Stelle zu nutzen.
Gruss
Stefan
--
--
Stefan Ungemach
Software-Ingenieur
> Soll man auch bei jedem Trabschritt treiben? Beim Leichttraben immer beim
> Einsitzen oder so?
Das waere ja nur bei jedem ZWEITEN Trabtritt ("Trabschritte" gibt es sowieso
nicht). :-)
Aber ja: grundsaetzlich sollte man auch im Trab diagonal treiben, wobei sich
dieses Treiben durchaus auf eine ganz vorsichtige, dem Takterhalt dienende,
"Erinnerung" handeln darf. Nur ist das speziell im Leichttraben nicht so
ganz einfach - speziell auf dem europaeischen Kontinent steht man im
Leichttraben mit dem Vorschwingen der aeusseren Schulter bzw. des inneren
Hinterbeines auf. Da aber die innere treibende Hilfe eben doch ein wenig
wichtiger ist, bedeutet das, dass man gerade beim Aufstehen noch ein wenig
mehr ans Treiben denken soll und zusaetzlich nicht, natuerlich auch nicht
beim Einsitzen, einfach BEIDE Beine zumachen darf - das ist nicht so ganz
ohne.
Vielen Dank. Mir ist gerade ein ganzer Kronleuchter aufgegangen. Und zwar habe
ich immer etwas Probleme mit der Stute meiner Freundin welche ich regelmäßig
reiten darf. Das Angaloppieren klappt sehr gut. Ich brauch nur die innere Hüfte
etwas vorschieben und mein Gewicht verlagern und sie springt schön an. Das
eigentliche Problem habe ich dann im Galopp selbst. Sie hat zwar eine schöne
Haltung aber sie springt überhaupt nicht richtig durch, es ist mit den
Hinterbeinen mehr ein Hüpfen. Bei anderen Pferden würde ich einfach das Tempo
etwas zulegen, geht bei ihr aber nicht, da sie dann etwas hektisch wird. Vor
allem springt sie mir häufig auf der offenen Zirkelseite in den Kreuzgalopp.
Klarer Fall, einfach etwas mehr äußerer Schenkel zur Begrenzung und Aktivierung
des äußeren Hinterbeins. Hätte ich auch selbst drauf kommen können, ich treib
immer innen wie blöd.
Steffi
--
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hi stefan
dankeschön für die "dressurstunde" und ein nachträgliches danke noch für die
physikalische erklärung des verhaltens eines anhängers in ausnahmesituation
mit dem "löffelbeispiel", dank dem auch ich es verstand:-)
liebe grüsse tendre
Ich frage mich ob dass vielleicht eine nationale Verschiedenheit ist. Muss mal
in der US Newsgroup nachfragen - wie die das lernen !
>> Jeder Galoppsprung ist von der Hilfengebung her so reiten, als wäre es der
>> erste, das Pferd also "in der Hilfe" und "vor dem Schenkel" behalten!!
>>
>
>Echt, habe ich das etwas auch gelernt??? Wird das Pferd nicht stumpf, wenn
>man
>es jeden Galoppsprung so treibt, wie wenn man angaloppiert?
Hallo und guten abend,
nein, das Pferd wird sicher nicht abstumpfen, wenn man es versucht "am Bein" zu
behalten.
Das meint nichts anderes, als den innernen Schenkel an seinem korrekten Platz
(am Gurt) liegen zu lassen, wo er "atmen" soll, bei angespannter
Wadenmuskulatur (kommt mit dem tiefen Absatz von allein!) genügt der Kontakt
des geschmeidig anliegenden Schenkels
Wegstrecken ist falsch!
Dem Impuls aus der Wade soll das Pferd prompt Folge leisten, dann bin ich bei
den fein abgestimmten Hilfen.
Der äußere Schenkel muß aus dem Grund an der Stelle verbleiben, die er zum
angaloppieren eingenommen hat, weil er neben seiner (das Ausweichen der
Hinterhand) verwahrenden Funktion im Falle des Falles an eben dieser Stelle
auch als "aktiver" Schenkel zum Einsatz kommen muß, um z.B. die HH ine der
"Spur zu halten".
Insbesondere in engeren Wendungen, die man dem weiter ausgebildeten Springpferd
abverlangt, bei denen nicht mehr die Innenstelluung,
sondern das aktive, Last aufnehmende Hinterbein oberste Priorität hat, wird
der äußere Schenkel durchaus auch einmal "mithelfen" müssen, eine solche
Wendung ausführen zu können.
(Auf diese Art gehen auch engere Wendungen nicht allzusehr "auf die Knochen"!)
Deshab bleibt die Hilfe zu jedem Zeitpunkt des Galoppierens die gleiche, wie
zum Angaloppieren, das hat mit abstumpfen nichts zu tun. Das Ziel ist die
feine, unsichtbare Hilfengebung!!
Grüßlies
Tess
habe - wie so manchmal - erst nach und nach ALLE Postings lesen können und
deshalb bereits etwsas geschrieben, bevor ich die Ausführungen von Stefan
gesehen hatte:
Deshalb dazu nur noch ein Satz
:>ueber die Verbesserung der
>Taetigkeit des aeusseren Hinterbeins nachzudenken - und hierzu treibende
>Schenkelhilfen an bislang ungewohnter Stelle zu nutzen.
..........und nicht nur hierzu ...............
(siehe mein Posting)
Ciao
Tess
> Deshab bleibt die Hilfe zu jedem Zeitpunkt des Galoppierens die gleiche,
> wie zum Angaloppieren (...)
Hallo,
ich weiss, ich bin pingelig <g>. Aber die Hilfengebung zum Angaloppieren
bleibt nicht zu jedem Zeitpunkt des Galopps gleich, sondern wird mit jedem
Galoppsprung wiederholt, wenn das innere Hinterbein vorwaerts kommen soll
(das ist der Fall, wenn das innere Vorderbein fast seinen hintersten Punkt
erreicht hat). Passend zum Dreitakt des Galopps ergibt sich damit auch ein
zeitlich laengerer Abstand vom "Treiben innen" zum "Treiben aussen", als
umgekehrt. Zaehlt man, wie beim Walzer <g>, unterm Galoppieren vom
Angaloppieren an "eins, zwei, drei" mit, so waere bei "drei" der richtige
Zeitpunkt zum Aktivieren des aeusseren Hinterbeins gekommen.
Das Reiten von Wendungen im Parcours ist natuerlich in der Tat der zweite
Anwendungsfall fuer den treibenden aeusseren Schenkel. Schliesslich will man
eine gute Galoppade nicht nur beim Dressurpferd foerdern, sondern auch beim
Springen zur Verfuegung haben...
Gruss
Stefan
Stefan Ungemach schrieb:
> ....
> Also: die von Tess praegnant zusammengestellte Hilfensequenz ist voellig
> korrekt und beschreibt das Angaloppieren (wie auch den Erhalt des
> Galoppsprungs) vollstaendig. Alleine vor der Frage stehend, "wie galoppiere
> ich (an)?", muss man sich danach richten. Erweitern wir dagegen die
> Fragestellung in Richtung "wie verbessere ich die Grundgaloppade des
> Dressurpferdes?", kommen wir nicht umhin, auch ueber die Verbesserung der
> Taetigkeit des aeusseren Hinterbeins nachzudenken - und hierzu treibende
> Schenkelhilfen an bislang ungewohnter Stelle zu nutzen.
>
> Gruss
> Stefan
>
> --
> --
> Stefan Ungemach
> Software-Ingenieur
>
> www.ungemachdata.de
Ich kenne folgende Erklärung zum Angaloppieren:
Geht man (der Einfachheit halber) vom Trab aus, so hat das Pferd zwei diagonale
Beinpaare. Der aktive innere Schenkel treibt das (meist in der Ausbildung
junge) Pferd in die vordere Dreibeinstütze des Galopps. Der aktive äußere
Schenkel bringt das Pferd über die hintere Dreibeinstütze in den Galopp. In
beiden Fällen muß das zweite diagonale Beinpaar (zeitlich) aufgelöst werden, Nur
die Methode mit dem äußeren aktiven Schenkel bringt das Pferd in einen
versammelteren Galopp als mit dem inneren Schenkel, was natürlich einen höheren
Ausbildungsstand voraussetzt. Auch für das spätere Ausführen der fliegenden
Wechsel von Sprung zu Sprung (Einerwechsel) muß das Pferd sich an die Hilfe mit
dem äußeren Schenkel gewöhnt haben, da ein fortwährendes Umlegen der Schenkel
oftmals zu einem schwankendem Pferd führt. Pferde die sich durch leichtes
zurücklegen der beiden Schenkel und durch Druck des jeweiligen neuen äußeren
Schenkels zum Umspringen bewegen lassen bleiben meistens gerader (Quelle
Bereiter von Willi Schultheiß)
Grüße
Knut Krüger
Reitpark Einthal
Mail: Reit...@t-online.de
Besuchen Sie doch mal unsere Homepage ...
Homepage: http://www.einthal.de
Gruss,
Amanda
Petra wrote in message <20001129055200...@ng-fx1.aol.com>...
>Liebe Birgitt - ich bin genause gespannt wie Du - aber anscheinend wird das
oft
>gelehrt !
>
>Ich frage mich ob dass vielleicht eine nationale Verschiedenheit ist. Muss
mal
>in der US Newsgroup nachfragen - wie die das lernen !
>
> Nur damit ich weiss dass ich nicht ploetzlich verrueckt gewordenbin :
>
> Kann mir mal kurz jemand die korrekte Sequenz der Hilfen zum
> Angaloppieren, so wie Ihr sie gelernt habt - aufschreiben - nur damit ich
> weiss ob ich mein Leben lang falsch angallopiert bin ?
>
Hallo!
Ich will keineswegs die hier aufgefuehrten (vollkommen richtigen) Texte
schmaelern, aaber.. <Warnung: es folgt das Schlachten einer heiligen Kuh
- hoffentlich hat sie weder Medikamente noch Tiermehl bekommen>
Ich hatte mit diesen korrekten Galopphilfen immense Probleme, meinen ach
so exotischen Peter anzugaloppieren, vor allem rechts war es praktisch
unmoeglich. Bis meine RL mir eine ganz andere Hilfenpalette sagte: Die
innere Schulter freimachen, indem man das Gewicht nach hinten-aussen
verlagert. Schenkelhilfen wie gehabt. Zur Korrektur sollte dieses
***junge ungeuebte*** Pferd noch eine Idee nach aussen gestellt werden
und die innere Hand ebenfalls eine Idee gehoben werden.
Warum?
Weil die "klassische" Hilfenkombination fuer Pferde gilt, die in der 2.
Galopphase anspringen (diagonales Beinpaar fusst, Last verschiebt sich
in der naechsten Phase auf vorderes inneres Bein).
Peter aber (der ja nichts so machen kann wie andere Pferde) sprang immer
in der 1. Phase an (aeusseres HB fusst, innere Schulter hebt sich), und
er hebt sich sehr stark beim angaloppieren. Anfangs hatte ich nicht
damit gerechnet und fiel (zu meiner Schande) stets etwas nach vorn.
Mit dieser Hilfenkombination konnte er dann aber angaloppieren, ohne aus
dem Gleichgewicht zu kommen. Inzwischen ist die Aussenstellung und das
heben der Hand nahezu ueberfluessig geworden (nur ganz selten mal
noetig), die Verlagerung des Gewichtesnach aussen-hinten aber ist nach
wie vor notwendig. Und wer es nicht macht, sieht anschliessend den
Sattel von unten...
Theoretisch kann ein Pferd auch in der 3. Galopphase angaloppieren,
wuenschenswert waere es aber IMHO eher nicht, obwohl (habe es so
gehoert) manche Westernreiter das bevorzugen, mit wiederum anderer
Hilfengebung. (Belastung innen-vorn, aeusserer Schenkel treibt das
aeussere HB fuer die naechste Phanse unter)
Ebenfalls theoretisch muesste man ein Pferd mittels der jeweils
verschiedenen Hilfengebung auch dazu bringen koennen, in der
gewuenschten Phase anzugaloppieren, aber vermutlich duerfte es je nach
Veranlagung schwierig sein, das auch wirklich zu erreichen.
Moeglicherweise (das ist jetzt aber reine Spekulation) faellt es
Barockpferden oder dem Barocktyp nahestehenden Pferden leichter, in der
1. Phase anzuspringen, oder sie tun es von sich aus eher.
Gefunden habe ich dazu uebrigens einen Teil eines Artikels von Bent
Branderup in einer Cavallo dieses Jahres (Mai/Juni?). Abgesehen davon,
das nicht unbedingt alles stimmen muss, was in der Cavallo steht, ist
mir Herr Branderup jedenfalls fuer durchdachte Veroeffentlichungen gut -
ich zumindest vertraue ihm insoweit, dass er wird nichts drucken lassen
wird, was er nichtbelegen kann.
Gruss,
Anke
und das Schaukelpferd
> (Methode zum Angaloppieren in der 1. und 3. Phase der Dreitakt-Fussfolge)
Hallo Anke,
Derartiges ist, gelinde gesagt, sehr bedenklich. Erstens ist das, was Ihr da
macht, kein besonderer Zaubertrick - logischerweise wird ein Pferd, dessen
Reiter sein Gewicht nach "hinten-aussen" verlagert, selbiges durch
vermehrtes Untertreten des gleichseitigen Hinterbeines aufzunehmen
versuchen. Und es ist auch einfacher, weil es hierzu nur der Bewegung einer
Gliedmasse bedarf. Nur zieht eine derartige Lastaufnahme auch eine
Aussenstellung nach sich, die zu korrigieren anfaenglich eine zusaetzliche
Disharmonie, wenn nicht Rythmusstoerung, in den Bewegungsablauf bringt.
Anders gesagt: es ist ungesund. Und zweitens entsteht so ein zusaetzliches
Hindernis fuer das Pferd auf dem Weg zu reeller Hilfeninterpretation, weil
dieses ein weiters Mal "umlernen" muss - dass Dein Pferd immer noch diese
abweichende Hilfengebung benoetigt, bekraeftigt dies.
Die "klassische" Hilfengebung fuer den Handgalopp ist keineswegs in
irgendeiner Weise tradiert bzw. als ein reformierbares "war schon immer so"
zu verstehen. Sie beruht schlicht und einfach auf der Ueberlegung, dass
bereits das Anspringen die waehrend des Galopps groesste Lastaufnahme durch
das innere Hinterbein markieren sollte. Beim in die Stellung des Handgalopps
gebogenen Pferd ist dies das Vorfussen des inneren Hinterbeins, mithin die
zweite Phase des Galoppsprungs. Die beiden "Alternativen" bergen beide
gravierende Nachteile: auf dem aeusseren Hinterbein anzugaloppieren den der
erforderlichen Umstellung, und auf dem inneren Vorderbein anzugaloppieren
den der Gangartumstellung "auf der Vorhand" (es ist nicht eines der
Hinterbeine, welches die durch den Uebergang entstehende einseitige
Belastung aufnimmt).
Mag sein, dass letzteres durch einen auf quasi mit "eingebauter Aufrichtung"
versehene Barockpferde spezialisierten Fachmann wie Brenderup (von dem ich
auch einiges hier stehen habe) akzeptiert oder sogar publiziert wird - in
Zusammenhang mit "Normalpferden" angewendet ist ein solches Statement jedoch
verantwortungslos (und selbst bezogen auf die Barockpferde entkraeftet der
Umstand, dass es funktioniert - ein schwaches Argument, denn ich kann ein
Pferd auch dazu bringen, dass es statt auf IRGENDEINE konventionelle HIlfe
hin von mir aus auf einen Trillerpfeifenton hin anspringt - keineswegs die
Bedenken hinsichtlich der Bewegungsmechanik).
Grundsaetzlich neige ich zu der Ansicht, dass derartige Tricks, wenn man
denn wirklich nicht ohne sie auskommen glaubt (gelegentlich mag es nuetzlich
sein, dies erst mal durch einen versierten Bereiter zu ueberpruefen),
UNBEDINGT auf eine ganz kurze Phase beschraenkt werden muessen. Sprich, es
ist eine Systematik anzuwenden, sie schnellstmoeglich ueberfluessig zu
machen. Es ist kein Zufall, dass diese Aussage ganz aehnlich wie die zu den
Hilfszuegeln klingt.
Hierzu kann man beispielsweise wiederholt an der immer gleichen Stelle auf
einer gebogenen Linie, eventuell unter Zuhilfenahme zweier Stangen in einem
Abstand, der zum Angaloppieren zwingt, auf die "falsche" Art angaloppieren
und, sobald dies sich gesetzt hat, auf die "richtige" Hilfengebung
umsteigen. Der Erfolg letzterer sollte dann mit viel Lob verbunden sein;
Misserfolge erfordern einen Neubeginn in der gleichen Weise. Das erfordert
selbstverstaendlich einen routinierten Reiter mit der Gabe zur phasengenauen
Hilfengebung und der Geduld sowie dem Willen zur Einstellung des Pferdes auf
die korrekte Hilfengebung. Ich betone das gleichermassen gezielt wie ohne
boese Absicht - aber bei einem Pferd, welches leichter mit einem
"vereinzelten" Bein als mit dem diagonalen Beinpaar auf eine gesteigerte
Gewichtshilfe reagiert, ist es natuerlich aeusserst verlockend (weil vom
gleichen "Erfolg" gekroent), einfach *irgendwie* im Trab den Koerper nach
hinten-aussen zu haengen...
Viele liebe grüße, Alex
Alex schrieb:
>
> ein Pferd, dass vor ca. einem Jahr
> noch M-Turniere gang.
gang? neue Rechtschreibeform?
Ach so, "geng, gang, gegungen..." - wir Schweizer hinken halt manchmal
in der deutschen Rechtschreibung...
*Sorry, konnte mir das nicht verkneifen*
Grüessli
Andrea
> Ich hab mal eine Frage: Ich reite immer ein Pferd, dass vor ca. einem Jahr
> noch M-Turniere gang. Jetzt kommt es aber öfters vor, dass ich ihn nicht
> angaloppiert bekomme.
... und im Newsbeitrag news:90gsll$13jqq$1...@ID-61198.news.dfncis.de...
> Ich wollte mal fragen, ob ihr mir vielleicht die Hilfen zu einer Schritt-
> oder auch Galopppirouette und Fliegenden Wechsel beschreiben könnt?
Sag mal,
meinst Du das wirklich ernst - oder willst Du uns bloss verarschen? Das ist
ja fast so, als wuerde jemand im gleichen Atemzug anfragen, wie genau man
mit dem Funboard in der Welle einen Vorwaertssalto springt - und wie genau
man eigentlich auf dieses wackelige Brett gelangen soll...
Kopfschuettelnd...
Viele (kopflose) Grüße
Heiko
Stefan Ungemach schrieb:
Stefan Ungemach wrote:
> Sag mal,
>
> meinst Du das wirklich ernst - oder willst Du uns bloss verarschen? Das ist
> ja fast so, als wuerde jemand im gleichen Atemzug anfragen, wie genau man
> mit dem Funboard in der Welle einen Vorwaertssalto springt - und wie genau
> man eigentlich auf dieses wackelige Brett gelangen soll...
>
> Kopfschuettelnd...
> Stefan
*hoooooo* Ganz ruhig bleiben.. :)
Klar klingt das etwas absurd, mit einem Problem in einer Grundlektion nach
M-Lektionen zu fragen.
Aber wer sagt denn, daß sie gleich Pirouetten nachreiten will? Nur weil man sich
die theoretische Information holt, muß mans ja nicht gleich nachmachen ;) - und
Wissen schadet nie!
Evtl. ist es ja auch so, daß der Pferdebesitzer ihr "Unterricht" erteilt und
dann solche Lektionen verlangt, die das Pferd kann, der Reiter aber noch nicht.
Manche Leute, die super reiten können und das gerne weitergeben wollen, können
es einfach nicht, weil sie nicht richtig lehren können...
Tschüß
Karin
Schau doch mal im Meerschweinchenforum (www.meerschwein.ch) nach, die können Dir
bestimmt weiterhelfen :-}
Eure enttäuschte Alex
> Ich weiss ja nicht wie ihr das jetzt seht, aber die
> Frage ist doch ganz
> einfach. (...) Das war
> doch eine ganz simple frage, auf die man doch
> vielleicht antworten kann.
Es gibt ein Sprichwort, welches besagt, dass "selbst der Duemmste eine Frage
stellen kann, die der Weiseste nicht zu beantworten vermag". Darin steckt
ein wahrer Kern: natuerlich handelt es sich um eine ganz simple Frage. Aber
die Antwort ist es nicht!
Genaugenommen machen Antworten auf so spezialisierte Fragen sogar recht viel
Arbeit. Wenn sie einen Sinn ergeben sollen. Hierzu gehoert - weil es sich
schon um sehr fortgeschrittene Lektionen aus dem S-Bereich handelt - ein
exaktes Verstehen bzw. Hinterfragen der Situation von Pferd und Reiter.
Stellt man dagegen einfach irgendwelche banalen 08/15-Anleitungen in den
Raum (wenn's damit getan waere, koennte ein jeder auf S-Niveau
unterrichten...), disqualifiziert man sich selbst als Ratgeber - und
ausserdem provoziert man die Gefahr, dass ein anderer auf der Basis dieser
starken Vereinfachungen "nach Schema F" Hochspezialisiertes zu reiten
versucht. Und damit sich selbst wie auch sein Pferd womoeglich in fatale
Sackgassen leitet.
Also bleiben nur zwei Moeglichkeiten. Entweder laesst man sich auf eine
aufwendige Analyse der Gruende fuer die Probleme des Reiters ein. Oder man
verfasst einen umfassenden Auszug aus einer fortgeschrittenen Dressurlehre.
Soviel Aufwand treibt man aber nur, wenn's nicht fuer die Katz' ist - und
wenn jener Reiter gleichzeitig Fragen zur Grundschule stellt bzw. Probleme
damit offenbart, erscheint es doch sehr wahrscheinlich, dass genau das der
Fall sein wird, da der Unterbau (im vorliegenden Fall sicheres Reiten und
Begreifen der zugrundeliegenden Lehre auf M-Niveau) noch fehlt.
Gruss
Stefan
Hallo liebe Karin!
Danke, dass du nicht gleich so anfängst wie die anderen. Ich hatte ehrlich
gesagt auch gar nicht die Absicht, Galopppirouetten zu reiten. Ich wollte
einfach nur mein Wissen etwas aufbessern. Das haben andere aber
wahrscheinlich etwas falsch aufgefasst. Find ich auch ziemlich schade, denn
welche Galopphilfen man gibt, das weiss ich. :-)))) Die Frage haben die
meisten wohl auch nicht richtig gelesen und verstanden. Ich hab nämich nur
gefragt, was ich machen kann, ihn besser vorwärts zu reiten und dann auch
korrekt anzugaloppieren. Die eine frage hatte mit der anderen gar nichts zu
tun!!!
Na gut... ist ja auch egal, ich will mich jetzt nicht streiten.
Viele Grüße, Alex
Hallo Anke und Stefan,
nachdem mein portugiesischer RL vor einigen Jahren meinem Beteiligungspferd
zunächst über leichte Traversstellung das korrekte Anspringen beibrachte -
wir hatten vorher nur Beine-Salat, weil das Pferd trotz erkennbarer
Willigkeit einfach seine Füße ständig durcheinanderbrachte - , interessiert
mich speziell die Frage des Angaloppierens auf dem äußeren Hinterbein auch
sehr.
Ich habe daher mal bei Branderup nachgelesen, in "Akademische Reitkunst",
und da schreibt er im Kapitel "Fliegender Wechsel":
1. Inneres Hinterbein
Besonders bei Westernausbildern wird dem jungen Pferd der Innengalopp
dadurch beigebracht, daß das Pferd nach außen gestellt wird, wobei das
innere Vorderbein aus der Haltung herausgreift und die Hinterhand hinterher
zieht. Dabei beschleunigt das Pferd = aus dem Gleichgewicht heraus.
2. Diagonales Beinpaar
Um das Pferd in gleicher Haltung zu erhalten, holt man vom inneren Schenkel
das innere Hinterbein und damit auch das diagonale Vorderbein zum Galopp.
Danach folgt das innere Vorderbein, wonach dann aber erst der erste
vollständige Galoppsprung vom äußeren Hinterbein ausgeführt wird = im
Gleichgewicht bleibend.
3. Äußeres Hinterbein
Der äußere Schenkel holt das äußere Hinterbein zum Angaloppieren. Dadurch
entspricht die erste Bewegung des Pferdes im Galopp auch der ersten Phase
des 3-Taktes = zum Gleichgewicht hin.
- Zitat Ende -
Den Artikel in der Zeitschrift habe ich nicht gelesen. Nachdem mir Stefans
Erklärung, wieso das Angaloppieren auf dem äußeren Hinterbein ungesund sei,
zunächst eingeleuchtet hat, bin ich jetzt doch wieder am Überlegen. , wieso
man dann in der akademischen Reitkunst doch Wert auf genau diese Ausführung
legt ? Branderups Begründung dafür lautet, daß dort eben immer von hinten
nach vorne gearbeitet wird und demzufolge auch der Galoppp mit dem 1. Takt,
also dem äußeren Hinterbein,
eingeleitet werden soll.
Im Gegensatz zu Ankes Beschreibung wird bei Variante 3 das Pferd vorher also
nicht aktiv vom Reiter nach außen gestellt. Trotzdem bin ich jetzt erst
richtig am Überlegen, ob es sein kann, daß dadurch die Lektion für das Pferd
doch wieder zuträglich wird ?
- Rest von Stefans informativem posting gesnippt, danke für die Ausführungen
! -
Liebe Grüße
Beate
Hallo!
> Den Artikel in der Zeitschrift habe ich nicht gelesen. Nachdem mir Stefans
> Erklärung, wieso das Angaloppieren auf dem äußeren Hinterbein ungesund
> sei, zunächst eingeleuchtet hat, bin ich jetzt doch wieder am Überlegen. ,
> wieso man dann in der akademischen Reitkunst doch Wert auf genau diese
> Ausführung legt ? Branderups Begründung dafür lautet, daß dort eben immer
> von hinten nach vorne gearbeitet wird und demzufolge auch der Galoppp mit
> dem 1. Takt, also dem äußeren Hinterbein, eingeleitet werden soll.
>
Der war inhaltlich in etwa aehnlich lautend.
> Im Gegensatz zu Ankes Beschreibung wird bei Variante 3 das Pferd vorher
> also nicht aktiv vom Reiter nach außen gestellt. Trotzdem bin ich jetzt
> erst richtig am Überlegen, ob es sein kann, daß dadurch die Lektion für
> das Pferd doch wieder zuträglich wird ?
Ich muss hier zwei Dinge voneinander differenzieren: Erstens: Die
Aussenstellung des Pferdes war Korrektur fuer dieses spezielle Pferd und
diesen speziellen Fall, keineswegs sollte diese bei einem mit dem
aeusseren HB anspringenden Pferd immer so gemacht werden.
Die Hilfengebung "Gewicht nach aussen-hinten, innerer Schenkel treibt,
aeuuserer verwahrt" waere allerdings schon nach meinem bescheidenen
Wissen bei einem solchen Pferd oder, wenn man gezielt in dieser Phase
angeloppieren will, empfehlenswert.
>
Gruss,
Anke
Hallo!
Erstens ist das, was Ihr
> da macht, kein besonderer Zaubertrick -
Das habe ich auch nirgendwo behauptet.
logischerweise wird ein Pferd,
> dessen Reiter sein Gewicht nach "hinten-aussen" verlagert, selbiges durch
> vermehrtes Untertreten des gleichseitigen Hinterbeines aufzunehmen
> versuchen.
Stefan, ich weiss nicht, ob ich mich unkorrekt ausgedrueckt habe, und
habe im Moment nicht die Zeit, alles akribisch nachzulesen.
Jedenfalls kann ich hier eindeutig sagen, was zuerst da war, die Henne
oder das Ei, denn das Pferd hat *von sich aus* mit dem aeusseren HB
angefangen und macht es auch weiterhin so, auch freilaufend - ich
bezweifle, dass er bisher ueberhaupt auf den Gedanken gekommen ist, dass
man es anders machen koennte. Es handelt sich hier also um ein Eingehen
des Reiters ans Pferd und nicht umgekehrt ein Hineinpressen des Pferdes
in ein von mir bevorzugtes Schema.
Und es ist auch einfacher, weil es hierzu nur der Bewegung
> einer Gliedmasse bedarf. Nur zieht eine derartige Lastaufnahme auch eine
> Aussenstellung nach sich, die zu korrigieren anfaenglich eine zusaetzliche
> Disharmonie, wenn nicht Rythmusstoerung, in den Bewegungsablauf bringt.
> Anders gesagt: es ist ungesund. Und zweitens entsteht so ein zusaetzliches
> Hindernis fuer das Pferd auf dem Weg zu reeller Hilfeninterpretation, weil
> dieses ein weiters Mal "umlernen" muss - dass Dein Pferd immer noch diese
> abweichende Hilfengebung benoetigt, bekraeftigt dies.
Ich weiss nicht, wo da das Problem sein soll.
Galopp hat nunmal den Bewegungsablauf - das bedeutet aber auch a) dass
ein Pferd theoretisch wie praktisch in jeder dieser Phasen und
Uebergaenge den Uebergang in den Galopp machen kann und b) man dem Pferd
dieses mittels der entsprechende Hilfengebung signalisieren koennen
sollte (was natuerlich sowohl von der Geschicklichkeit des Pferdes als
auch der des Reiters ahaengig ist).
Habe ich ein Pferd, dass dieser Geschicklichkeit nicht faehig ist, so
halte ich es fuer pferdegerechter, sich dem Pferd anzupassen als das
Pferd einem Schema anzupassen.
Uebrigens: meine "alten" Stuten koennen auf beide Galopphilfe, die
"normale" und die hier strittige- hin angaloppieren, tun es aber dann
jeweils in den verschiedenen Phasen.
>
> Die "klassische" Hilfengebung fuer den Handgalopp ist keineswegs in
> irgendeiner Weise tradiert bzw. als ein reformierbares "war schon immer
> so" zu verstehen. Sie beruht schlicht und einfach auf der Ueberlegung,
> dass bereits das Anspringen die waehrend des Galopps groesste Lastaufnahme
> durch das innere Hinterbein markieren sollte. Beim in die Stellung des
> Handgalopps gebogenen Pferd ist dies das Vorfussen des inneren
> Hinterbeins, mithin die zweite Phase des Galoppsprungs. Die beiden
> "Alternativen" bergen beide gravierende Nachteile: auf dem aeusseren
> Hinterbein anzugaloppieren den der erforderlichen Umstellung, und auf dem
> inneren Vorderbein anzugaloppieren den der Gangartumstellung "auf der
> Vorhand" (es ist nicht eines der Hinterbeine, welches die durch den
> Uebergang entstehende einseitige Belastung aufnimmt).
Letzeres kann ich unschwer nachvollziehen, ersteres faellt mir schwer,
denn nach der Schwebephase fusst das Pferd im naechsten Sprung ja doch
wieder mit dem aeusseren HB auf und sollte auch dabei gebogen bleiben
koennen. Im Grunde wuerde ich das Auftreten des aeusseren HB als sogar
eher positiv bezeichen, da das Becken des Pferdes sich ja dann durch das
Vorschwingen des inneren HB nach vorn verschiebt, was der Biegung eher
entgegenkommen als sie hindern duerfte. Ausserdem traegt das Pferd in
jedem Galoppsprung das Gewicht zeitweilig auf einem Bein, ohne dass man
es damit ueberlasten wuerde - beim Springen sogar beim Aufkommen auf
einem Vorderbein, und das duerfte viel mehr Wucht bedeuten als
Angaloppieren im Arbeitstempo (aus welcher Gangart auch immer).
>
> Mag sein, dass letzteres durch einen auf quasi mit "eingebauter
> Aufrichtung" versehene Barockpferde spezialisierten Fachmann wie Brenderup
> (von dem ich auch einiges hier stehen habe) akzeptiert oder sogar
> publiziert wird - in Zusammenhang mit "Normalpferden" angewendet ist ein
> solches Statement jedoch verantwortungslos (und selbst bezogen auf die
> Barockpferde entkraeftet der Umstand, dass es funktioniert - ein schwaches
> Argument, denn ich kann ein Pferd auch dazu bringen, dass es statt auf
> IRGENDEINE konventionelle HIlfe hin von mir aus auf einen
> Trillerpfeifenton hin anspringt - keineswegs die Bedenken hinsichtlich der
> Bewegungsmechanik).
Ich sagete ebenfalls nicht, dass es funktioniert, sondern, dass es
*vermutlich* ausser meinem Pferd auch noch andere Pferde
*natuerlicherweise* bzw. *von sich aus* so machen - auch und gerade
freilaufend.
Voraussichtlich werden unter "Normalpferden" sehr wenige davon sein,
fuer diese ist diese Hilfengebung ueberfluessig, vermutlich sogar ebenso
verwirrend wie die umgekehrte fuer das von sich aus in der ersten Phase
anspringenden Pferd. Aber es gibt eben nicht nur "Normalpferde".
In einem *System* kann man eigentlich nur das lehren, was einem
*Grossteil* der Pferde und Reiter entspricht (abgesehen von "voellig
richtigen" und "voellig falschen" Lehren in bezug auf Bewegungsmechanik
von Pferd und Mensch). Nichtsdestotrotz werde da immer einige Ausnahmen
dieser Regel bestehen. Diese wuerden dann entweder kaum gefoerdert
werden koennen, oder man muss ihnen auf individuellen Wegen beikommen.
ich moechte hiert nochmals betonen: ***Ich habe nicht, ich wiederhole
nicht, gemeint, die angegebene anweichende Hilfengebung sei in jedem
Falle und bei jedem Pferd empfehlenswert, sondern *nur* bei Pferden, die
*von sich aus* in der ersten Phase anspringen - auch freilaufend.***
>
(gelegentlich mag es
> nuetzlich sein, dies erst mal durch einen versierten Bereiter zu
> ueberpruefen),
Das kannst Du gern haben. Ich sage Dir aber, es ist kein Vergnuegen...
dieses Pferd hat eine ziemlich breite Paltete an unerwuenschten
Reaktionsmoeglichkeiten, wenn man gegen es arbeitet. <fg>
> Hierzu kann man beispielsweise wiederholt an der immer gleichen Stelle auf
> einer gebogenen Linie, ...
Danke fuer die Hilfe - diesen "Trick" <scnr> kene ich aber auch. Auch
den mit den Cavaletti.
Ich betone das
> gleichermassen gezielt wie ohne boese Absicht - aber bei einem Pferd,
> welches leichter mit einem "vereinzelten" Bein als mit dem diagonalen
> Beinpaar auf eine gesteigerte Gewichtshilfe reagiert, ist es natuerlich
> aeusserst verlockend (weil vom gleichen "Erfolg" gekroent), einfach
> *irgendwie* im Trab den Koerper nach hinten-aussen zu haengen...
<empoert guck> Ich haenge ebensowenig nach aussen, wie ein guter
Englisch-Reiter nach innen haengt, wenn er den inneren Gesaessknochen
belastet.
Die Hilfe erfolgt ausschliesslich aus dem Becken heraus bei kerzengerade
aufgerichtetem Oberkoerper impulsartig und fuer den Sekundenbruchteil
des Angaloppierens. Laenger nicht. Im Grunde handelt es sich -
anatomisch gesehen - auch eher um eine Heben des inneren-vorderen Teils
des Beckenringes, wodurch die Koerperlast eben schwerpunktmaessig nach
aussen-hinten kommt.
Bedenke, meine RW ist eine Impulsreitweise - jegliche Hilfengebung ruht,
wenn das Pferd seine Uebung so korrekt, wie es ihm in dem jeweiligen
Ausbildungsstand moeglich ist, ausfuehrt, und der Ehrzgeiz ist der, die
Hilfengebung weitestgehend zu reduzieren - dazu ist aber erste
Voraussetzung, dass die Hilfe exakt im richtigen Moment einsetzt und
eben auch sofort nach Reaktion des Pferdes wieder zurueckgenommen wird.
>
Ich hoffe, damit etwas mehr Klarheit geschaffen zu haben,
Anke
Hallo Alex,
>
> > Klar klingt das etwas absurd, mit einem Problem in einer Grundlektion
> nach
> > M-Lektionen zu fragen.
> > Aber wer sagt denn, daß sie gleich Pirouetten nachreiten will? Nur weil
> man sich
> > die theoretische Information holt, muß mans ja nicht gleich nachmachen
> ;) - und
Und wer besagt, dass sie genau dieses nicht vorhat? Sie zumindest mal
nicht und sie sollte es schon dazu sagen.
> > Wissen schadet nie!
>
Richtig, kenne auch einen der nach einem Monat reiten (also schon weg
von der Longe) sich nach dem fliegenden Galoppwechsen erkundigt hat.
Derjenige hat diesen Begriff irgendwo gehoert und wollte sich dann
darueber erkundigen, er hat auch eine Antwort bekommen u.a. aber
natuerlich auch, dass er dies momentan noch nicht reiten kann.
> Hallo liebe Karin!
> Danke, dass du nicht gleich so anfängst wie die anderen. Ich hatte ehrlich
> gesagt auch gar nicht die Absicht, Galopppirouetten zu reiten. Ich wollte
> einfach nur mein Wissen etwas aufbessern. Das haben andere aber
> wahrscheinlich etwas falsch aufgefasst. Find ich auch ziemlich schade, denn
> welche Galopphilfen man gibt, das weiss ich. :-)))) Die Frage haben die
> meisten wohl auch nicht richtig gelesen und verstanden. Ich hab nämich nur
> gefragt, was ich machen kann, ihn besser vorwärts zu reiten und dann auch
> korrekt anzugaloppieren. Die eine frage hatte mit der anderen gar nichts zu
> tun!!!
Wieso suchst du denn jetzt die Fehler bei anderen und nicht bei dir
selbst. Wenn du hier schreibst, dass dich andere falsch verstanden
haben, kann es denn nicht auch sein, dass du dich falsch oder schlecht
ausgedrueckt hast?
Es ist immer wieder das Selbe, aber da redet man hier ja gegen eine
Wand. Leute entdecken das Internet (in dem Fall das Usenet) und nutzen
es erstmal gedankenlos. Da ist man noch nichtmal in der Lage seinen
Realen Namen bekannt zu geben bzw. man hat es nicht noetig und genauso
gedankenlos sind dann auch die verfassten Postings. Dann wundert man
sich, dass man mit dem Medium nicht zurecht kommt und als Fazit wird
dann gezogen, dass alle anderen daran schuld sind.
Laeuft so nicht, weder im realen Leben noch im Usenet.
> Na gut... ist ja auch egal, ich will mich jetzt nicht streiten.
OK, wen du dich schonmal nicht streiten willst ist das ja schon
in Ordnung.
Aber die kleine Aussage laut Netiquette wonach man vorher ueberlegen
sollte, was man postet berherzigst du dann doch bitte mal bzw.
lebst mit ensprechenden konsequenzen.
NfU
Gruss
Peter
--
o/~ (tschueueueueus) |
/| | http://www.peter-noss.de
_/ \_____________________| mailto://pe...@stud.uni-sb.de
Peter Noss wrote:
> > > die theoretische Information holt, muß mans ja nicht gleich nachmachen
> > ;) - und
>
> Und wer besagt, dass sie genau dieses nicht vorhat? Sie zumindest mal
> nicht und sie sollte es schon dazu sagen.
>
> > Hallo liebe Karin!
> > Danke, dass du nicht gleich so anfängst wie die anderen. Ich hatte ehrlich
> > gesagt auch gar nicht die Absicht, Galopppirouetten zu reiten. Ich wollte
> > einfach nur mein Wissen etwas aufbessern.
Hi Peter,
Alex ist hier neu , muß sich erst zurecht finden und sagte eigentlich nur, daß
sie falsch verstanden wurde.
Bevor Du ihr hier übers Maul fährst, solltest Du vielleicht auch mal lesen. Alex
sagt genau in dem, was Du zitierst, daß sie das Nachreiten (noch) nicht vor hat!
Sorry, mich regt das einfach auf, wenn hier jemand Neues pampig angesprochen
wird. Daß Alex falsch verstanden wurde, liegt nicht nur daran, daß sie sich
falsch ausgedrueckt hat, denn mind. 2 Leute hier haben sie richtig verstanden.
Karin
hier kommt es auch immer wieder vor, daß mich Erstsemester nach der
Promotionsordnung fragen. Von mir aus können sie diese gerne lesen, sie
sollen mich aber nicht für arrogant halten, wenn ich mir erlaube zu fragen,
ob sie nicht vielleicht erst einmal erfahren wollen, wann und wie sie Ihre
propädeutischen Scheine machen müssen, damit sie in der vorgeschriebenen
Zeit ihr Vordiplom ablegen können(und natürlich, wo die besten Parties sind
;-)).
Grüße,
Konstanze
Na gut, ich hoffe ich hab jetzt einige Missverständnisse aus dem Weg
geräumt!!
Viel Grüße, Alex
Hallo Karin,
> Alex ist hier neu , muß sich erst zurecht finden und sagte eigentlich nur, daß
> sie falsch verstanden wurde.
Alex ist _hier_ neu, aber nicht neu im Leben.
Die Anonymitaet der Internets verleitet viele dazu (und davon sprach
auch) etwas gedankenlos verschiedene Dinge von sich zu geben. Dieses
kann natuerlich passieren, da niemand perfekt ist.
> Bevor Du ihr hier übers Maul fährst, solltest Du vielleicht auch mal lesen. Alex
> sagt genau in dem, was Du zitierst, daß sie das Nachreiten (noch) nicht vor hat!
>
Da ich das von mir ziterte natuerlich auch gelesen habe geht es hier
um einen andere Sache, also das Lesen und das anschliesende Verstehen.
Und dies ist wohl bei dir nicht so ganz der Fall. Es ging mir darum,
aufzuzeigen, dass Alex doch wohl offensichtlich in der Lage ist sich
richtig auszudruecken. Ich bemaengelte, dass sie das nicht gleich
gemacht hat und dann auch anderen gegenueber behauptet, dass genau
diese nicht richtig lesen koennen. Also anders ausgedrueckt es kamen
die 2, selbst nach deiner Aussage, doch sehr widerspruechlichen
Postings, dann wurden diese bemaengelt und anschliessend hat sie die
Sache ganze Richtig gestellt. Und dies tat sie in dem von mir zitierten.
Und ich kritisierte, dass sie das doch bei ein wenig Ueberlegung
haette gleich machen koennen. Und vorallem nach dem ganzen, nicht den
Fehlern bei andern suchen sollte, zumindest nicht zwingend.
> Sorry, mich regt das einfach auf, wenn hier jemand Neues pampig angesprochen
> wird. Daß Alex falsch verstanden wurde, liegt nicht nur daran, daß sie sich
> falsch ausgedrueckt hat, denn mind. 2 Leute hier haben sie richtig verstanden.
Und mich regt es auf, wie hier teilweise einige gedankenlos posten.
Es gehoert ja teilweise nur ein wenig mitdenken dazu, das hat mit dem
hier neu sein nicht unbdingt was zu tun. Gehe mal zu einem Reiter
oder zu einer Gruppe von Reitern (die dich nicht kennen) und frage
sie, genauso wie Alex es hier gemacht hat, zuerst nach der Galopphilfe
und anschliessend nach dem fliegenden Galoppwechsel. Danach wartest
du dann deren Reaktion ab. Es waere auch in dem Fall nicht gut, diese
des nicht verstehens zu bezichtigen sondern den Fehler in seiner
eigenen Ausdruckweise zu suchen.
Generell gibt es zwei Moeglichkeiten (und auch nur die zwei)
1. Derjenige moechte diese Figuren selbst reiten oder aber
2. Er fragt nur mal aus Interesse.
Da man natuerlich auch vom 2. Fall ausgehen kann und man
dementsprechend antwortet, kann es natuerlich passieren, dass man
richtig reagiert. Dabei handelt es sich aber um einen Zufall nicht
aber um ein richtiges Verstehen, weil genau dieses setzt voraus,
dass sich vorher richtig ausgedrueckt wurde. Oder aber, dass
man selbst entsprechend hinterfragt, dann aber sollte derjenige
nicht unbedingt als "nicht lesen koennent" bezeichnet werden.