wer hat Erfahrung mit Pferden, die auf der Rennbahn gewesen sind und nun als
Reitpferd abgegeben werden?
Gruß
GP
Eine Bekannte von mir hatte mal so ein Pferd,
aber es war sehr schwer zu halten und ist sofort losge
pest sobald es eine längere Strecke gesehen hat.
Kann ja auch sein dass das ein Einzelfall ist!:-)
Falls du so ein Pferd nehmen willst,Viel Glück!
Grüße aus Meppen!
Judii
Achim Klaassen schrieb in Nachricht <7edpk8$220$1...@news07.btx.dtag.de>...
Hi Achim!
Mein Pflegepferd ist ein Traber. Er hat sozusagen für ein Jahr auf Urlaub
von der Rennbahn. Ich reite ihn freizeitmäßig, was aber nicht bedeuten soll,
daß er nicht auch ab und zu mal was tun und sich konzentrieren muß. Bei
Ausritten pflitzte er anfangs ganz schön, aber mittlerweile hat sich das
gebessert. Ein klein wenig schwierig ist er trotzdem manchmal. Paßt nicht
immer richtig auf, wird im Gelände gern mal schneller wenn man nicht 'drauf
achtgibt und regt sich ab und zu mal ein wenig auf, wenn er nicht so darf
wie er will. Ansonsten aber ein ganz Lieber und auch kein Stück schreckhaft.
Man kann sich auf ihn verlassen. Inzwischen haben wir die meisten dieser
Problemchen auch ganz gut im Griff und verstehen uns Prima.
Gruß, Kalle
[Ka...@Erlhoff.de]
wir haben zwei Vollblueter die von der Rennbahn kommen, sind im Prinzip
klasse Pferde, allerdings wohl eher was fuer erfahrenere Reiter, die in der
Lage sind Pferde umzuschulen und mit temperamentvollen Pferden umgehen
koennen. Ausserdem sollte man sich bewusst sein, dass diese Pferde in sehr
jungen Jahren Hochleistungssport betreiben muessen und es dadurch sehr
leicht spaeter zu Spaetschaeden kommen kann, auch wenn die Pferde zu dem
Zeitpunkt wo man sie kauft, gesund erscheinen.
Tina
Christopher
Ich hoffe für Dich,daß Dir solche Erfahrungen erspart beiben,und wünsche
Dir alles Gute bei der Suche nach Deinem Freizeitpartner!
Gruß Marc
Hi Christopher!
Ich denke schon, daß er das "unterscheiden" kann. Anders kann ich mir das
nicht so recht vorstellen. Jedenfalls galoppiert er im Gelände ohne
weiteres, und das sehr schön und mit viel Freude (wow ist der schnell...).
Er braucht allerdings immer etwas "Anlauf", muß also zunächst recht schnell
Traben. Wenn man ihn vorher versammelt kommt der erste Galoppsprung zwar
eher, aber es ist halt doch was anderes als beim "normalen" Pferd. Das ist
auch der Grund warum es in der Halle meist beim Traben bleibt: Erst nach
einer ganzen Zeit angestrengter Arbeit bekommt man ihn so anständig
versammelt, daß er auf engem Raum ohne eine zuvorige Stechtrabeinlage
angalloppieren kann.
Tschau, Kalle
> Hallo,
>
> wer hat Erfahrung mit Pferden, die auf der Rennbahn gewesen sind und nun als
> Reitpferd abgegeben werden?
>
> Gruß
> GP
Hallo,
ich kenne sowohl ehemalige Traber als auch Galopper, die als Reitpferd gehen:
Bei der Traberstute, die ich kenne, war es anfangs etwas schwiereig, sie zu
galoppieren. Wir ließen sie zunächst alleine galoppieren. Inzwischen ist sie
übrigens über 20 Jahre alt und geht gut.
Die beiden Galopper sind sehr unterschiedlich. Der Wallach trabte anfangs etwas
"holprig", sonst gab es keine Probleme. Die Stute kann bisher nur schwierig mit
anderen zusammen galoppieren. Sie fetzt leicht los, kann es eben nicht haben,
wenn andere schneller bzw. vor ihr sind. Außerdem steht sie beim Schmied ungern
lange ruhig. Der Schmied meinte dazu, daß es Galopper gewohnt seien, daß das
Beschlagen schnell gehe.
Gruß
Gudrun
Ich hatte mal einen soooo lieben Traber, der eigentlich all das war, was man sich
von einem Pferd wuenschen kann ... Sehr liebes, sensibles, absolut scheufreies Tier
... Ein Wallach namens Eros ...
Er war kaum 4 Jahre alt, starb aber leider an einer Krankheit :( Ausser Eros haben
wir noch andere Pferde in der Reitschule, von denen ich nur sagen kann, dass Traber
(auch als Rasse) super dafuer geeignet sind, auch geritten zu werden, sie scheuen
sich nicht, sind sehr brav und leichtrittig... Auch das galloppieren ist bein
unseren Reit-trabern kein Problem ... Meine Erfahrungen sind also wirklich die
besten!
Hoffentlich machst du auch tolle Erfahrungen mit Trabern!
Gruss
Sanja
Jedes Pferd hat seine eigene Meinung ... Und jeder Mensch auch.
ich besitze seit 2 Jahren einen Blüter von der Rennbahn. Er wurde mit drei
Jahren als Hengst von der Rennbahn gekauft, da er zu langsam für Rennen war. Mit
4 1/2 wurde er gelegt, was den Umgang mit ihm erleichterte und für ihn die
Möglichkeit eröffnete mit seinen Artgenossen ins Paddock oder auf die Weide zu
kommen. Er wurde von meiner Freundin, die ihn damals kaufte ausgebildet. Da sie
noch zwei selbst gezogene Pferde plus Mutterstute besitzt, hat sie mir den
Blüter verkauft. Außerdem wollte sie mit dem Blüter Vielseitigkeitsreiten
machen, doch er eignete sich nicht besonders dafür. Bei mir ist er ein 90%iges
Freitzeit- bzw. Buschpferd und nur zu 10% wird er dressurmäßig geritten, vor
allem im Winter. Als ich ihn nach vierwöchiger Probe kaufte, wollte ich ihn nach
einem Monat wieder verkaufen. Ich war Reitanfängerin und auch etwas ängstlich,
da ich acht Monate zuvor einen schweren Reitunfall mit anschließender Operation
hatte. Aber Reiterkameraden beruhigten mich und sagten man braucht mindesten ein
halbes Jahr damit Pferd und Reitert sich aneinander gewöhnen, ganz besonders,
wenn das Pferd die letzten 5 Jahre nur von einem Reiter geritten wurde. So ritt
ich immer in Begleitung aus. Meine Reiterfreunde waren so tolerant, daß sie
zuerst auch nur Schritt und Trapp mit mir ritten. Später legten wir kleinere
Gallappreprisen ein, wobei ich meinen Blüter immer hinten ritt und beim
Durchparieren mein Pferd sich immer am vorderen Pferd orientierte. Das machte
ich ungefähr einen Monat lang, jedoch fast täglich. Dann ging ich mit ihm auch
alleine raus. Auch zuerst nur Schritt und Trapp und wenn ich mich sicher fühlte
auch kleinere Galloppaden. Ich habe sehr viel mit Stimme gearbeitet. Beim
Durchparieren und Tempiwechsel nach unten mit beruhigendem hooow hooow, bei
Tempiwechsel nach oben teerapp oder gaalopp. Außerdem habe ich in der ersten
Zeit, wenn ich alleine ritt ununterbrochen mit ihm geredet, ihn viel gelobt usw.
Ich weiß nicht, ob ich mit meiner Stimme das Pferd oder mich beruhigt habe,
vielleicht trifft ja beides zu. Auf jedenfall habe ich, wenn ich mit ihm sprach,
selbst eine ruhige Atmung gehabt und dem Pferd damit signalisiert, das ich
sicher bin.
Heute nach zwei Jahren - mein Blüter ist jetzt 11 Jahre alt - geht er mit mir
durch Dick und Dünn. Ich reite ihn inzwischen u.a. mit einem gebißlosen
merotischen Halfter mit und ohne Sattel (ohne Sattel allerdings nur im Schritt,
weil er nicht sehr weich ist). Im Paddock setze ich mich nur so drauf ohne Zügel
ohne Halfter und er geht dahin wo ich will und läßt sich auch rückwärtsrichten.
Das einzige Manko ist sein Schritt. Er hat einen typischen Blüterschritt,
langsam und nicht raumgreifend. Wenn andere Schritt gehen fallen wir zurück und
müssen immer hinterhertraben oder Joggen. Also als Wanderreitpferd nicht zu
empfehlen. Auch die Hufe sind bei engl. Blütern nicht die besten.Ich allerdings
würde meinen Blüter nicht wieder hergeben. Er ist sensibel, absolut verschmust
und läßt sich Kunststückchen beibringen. Seit vorigem November steht er mit noch
einem Pferd in unserer Reitanlage mit Halle in einem zweier Offenstall. Seitdem
ist er noch ausgelichener.
Jutta