mein Gregor, Wallach und mittlerweile 20 Jahre, hat ein Ödem am
Unterbauch: Strangartige Verdickung auf beiden Seiten des
Unterbauches, der Bauch und der Schlauchsack sind deutlich
geschwollen. Die TA kam, hat ihn untersucht und auch das Herz
abgehört. Die Herzgeräusche sind so deutlich, dass man sie mit der
Hand spüren kann - im Ruhezustand. Die TA meinte, das Herz sei auch
deutlich vergrößert und wir sind ziemlich ratlos, wo das herkommt. Ein
totaler Schock für mcih. Im Mai diesen Jahres hatte Gregor Husten und
wurde behandelt. Damals hat die TA auch das Herz untersucht und
meinte, für einen 20jährigen sei das Herz sehr gut. Und nun das.
Die Ursache könnte ein verschleppter Husten oder Erkältung sein, meint
die TA. So. Aber woher nur? Habe ich was nicht bemekrt???? Das kann
ich mir nicht vorstellen und die TA eigentlkich auch nicht, sie
behandelt das Pferd auch seit einigen Jahren.
Im vorherigen Stall, in dem wir nur 10 Monate waren, wurde oft
verdorbenes, schimmeliges Heu gefüttert. Das habe ich am Abend ab und
zu bemerkt, schon am Anfang, als wir in den Stall kamen. Ab und zu
waren die Rundballen, die abends verfüttert werden sollten. so
verdorben, dass man den Schimmel schon riechen konnte bevor der Ballen
geöffnet wurde. Auf die Beschwerden der Einstaller wurde der Ballen
dann entsorgt und ein neuer, guter Ballen verfüttert, unter viel Getue
allerdings. Ob der verdorbene Ballen wirklich entsorgt wurde.... daran
zweifle ich . Es hat einige Zeit gedauert, bis ich dahinter kam. Meine
Tagesfreizeit ist beschränkt und erst, als ich Urlaub hatte und
tagsüber zu unterschiedlcihen Zeiten in den Stall kam, wurde mir klar,
dass hier wirklich sehr oft Dreck gefüttert wird und dass das nicht
nur ab zu versehentlich passiert.. Die Pferde haben das meiste auch
nicht gefressen. Abends wurde dann auf den Dreck das neue Heu gegeben.
Klar habe ich mich beschwert, die Aussage des Stallbetreibers war,
warum ich mich so aufrege, die Pferde würden das eh nicht fressen, ich
selber würde ja auch merken, wenn Essen schlecht ist und würde das
nicht essen. Ohne Worte! Ich hätte ihn würgen können nach dieser
Aussage. So ein Vollidiot!
Das war auch der Grund, warum wir den Stall dann sehr schnell
verlassen haben.
Gregor steht jetzt in einer kleinen Gruppe von vier Wallachen, täglich
Auslauf und Koppel, nachts wird aufgestallt. Bisher ging es ihm sehr
gut dort, und nun das. Ich habe lange mit der TA gesprochen und die
Gegebenheiten in diesem miserablen Stall erzählt. Sie meinte, es könne
durchaus sein, dass auch der plötzlch auftretende Husten im Mai die
Ursache bei dem schlechten Futter hat. Das Immunsystem der Pferde
müsse ständig gegen die Schimmelpilzsporen und Toxine in dem Heu
ankämpfen. Bei einem ältern Pferd wie Gregor könne sich das durchaus
aufs Herz legen..... .
Behandelt wird er momentan mit Novaderma und Crataegus, wobei nach 10
Tagen zwar eine Besserung eingetreten ist, aber nicht so deutlich, wie
wir uns das gewüscht haben.
Hat jemand schon mal so etwas bei seinem Pferd erlebt? Was habt ihr
getan, wie wurde behandelt?
Ich habe wirklich Angst um ihn, wobei er offensichtlich nicht
darunter leidet. Er ist munter und frisst wie immer. Auch die
Ausscheidungen sind in Ordnung, er strahlt normal und der geschwollene
Schlauchsack scheint ihn dabei nicht zu behindern. Doch ich habe den
Eindruck, dass er etwas langsamer unterwegs ist, in der Gruppe eher im
Schritt oder langsamen Trab bleibt, wenn die anderen über die Koppel
flitzen. Das ist allerdings nur mein Eindruck, vielleicht
interpretiere ich auch was rein...?.
Viele Grüße (speziell an Nettsche + Waischa, die auch schon reiten
durfte, unter anderem am Volksritt in Schömberg im Jahr 2000 - wenn
ich mich richtig erinnere :-))
Dagmar
oh meine Güte, das hört sich ja wirklich nicht so toll an aber leider
kann ich Dir da gar nicht weiterhelfen. Waischa hatte ja auch schon
einiges aber in dieser Richtung noch nicht. Ich wünsch Deinem Gregor
Gute Besserung und dass er bald wieder mitflitzt!
Hihihi, war das der Voksritt als Waischa abging wie Schmidts Katze?
Ich kann mich noch gut dran erinnern.
Fühl Dich gedrückt und gib Gregor eine Karotte von mir
LG sendet Annette
Es ist in den letzten Tagen eine Besserung zu erkennen, ich denke, es
hat mit dem etwas kühleren Wetter zu tun. Gestern war er schon wieder
voll dabei - und hat sich leider vor lauter Übermut selber einen
Ballentritt verpasst. Das ist aber nicht so schlimm, Hauptsache, er
möchte sich wieder von allein mehr bewegen! Ja, leider können wir erst
mal nur abwarten. Die TA meint, dass wir erst noch eine Woche abwarten
müssen, die Dosis Cortison, die er über 10 Tage bekommen hat, war wohl
ziemlich hoch. Nächste Woche wird sie eine Blutprobe nehmen, wir
werden dann mehr wissen.
Ich bin guter Dinge, dass er sich erholt. Er ist ein Kämpfer und die
Haltungsbedingungen sind nun für ihn optimal.
>
> Hihihi, war das der Voksritt als Waischa abging wie Schmidts Katze?
> Ich kann mich noch gut dran erinnern.
Ja, genau!! Du konntest damals aus irgendwelchen Gründen net selber
mitreiten und hast mir Waischa gegeben. Abenteurlicher Ritt ;-) in der
Gruppe war sie damals nicht zu halten und der Schmidinger hat Blut und
Wasser geschwitzt... hihi. Lang ist es her.... .
>
> Fühl Dich gedrückt und gib Gregor eine Karotte von mir
Drück dich auch, alles Liebe, Dagmar
P.S.: Aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen funktioniert mein
privater Mailaccount nicht mehr.... konnte also bisher nicht
antworten.
>
> LG sendet Annette
> Es ist in den letzten Tagen eine Besserung zu erkennen, ich denke, es
> hat mit dem etwas kühleren Wetter zu tun. Gestern war er schon wieder
> voll dabei - und hat sich leider vor lauter Übermut selber einen
> Ballentritt verpasst.
*Autsch* :-(
> Das ist aber nicht so schlimm, Hauptsache, er
> möchte sich wieder von allein mehr bewegen! Ja, leider können wir erst
> mal nur abwarten.
Das kenne ich und ich hasse es zu warten, da hat man das Gefühl
hilflos zu sein und das mag ich gar nicht. Als Waischa sich vorletzten
Winter eine Sehnenzerrung vorne links und hinten rechts zugeogen hat,
hatte ich nach einem Vierteljahr die Hoffnung dass wir langsam wieder
anfangen können zu reiten. Meine TA meinte jedoch, keine Cance, evtl.
in 4 Wochen. Also gut, nach weiteren 4 Wochen die nächste Diagnose,
noch immer nicht gut, nochmals 4 Wochen. So hatten ich dann insgesamt
7 Monate zu warten bis ich das erste Mal wieder reiten konnte. Drum
weiss ich was heisst zu warten :-))
> Die TA meint, dass wir erst noch eine Woche abwarten
> müssen, die Dosis Cortison, die er über 10 Tage bekommen hat, war wohl
> ziemlich hoch. Nächste Woche wird sie eine Blutprobe nehmen, wir
> werden dann mehr wissen.
Ich drücke Euch alle Daumen! Berichte doch bitte, wie es Gregor geht
und wie die Behandlung ankommt.
> Ich bin guter Dinge, dass er sich erholt. Er ist ein Kämpfer und die
> Haltungsbedingungen sind nun für ihn optimal.
Das ist er allerdings! Ich kann mich noch daran erinnern, wie ihr
damals beim Schmidinger schon Eure Themen hattet und Du lang am
überlegen warst ob Du einen Nervenschnitt machst - da wart ihr beide
schon ziemlich stark fand ich.
> Ja, genau!! Du konntest damals aus irgendwelchen Gründen net selber
> mitreiten und hast mir Waischa gegeben. Abenteurlicher Ritt ;-)
Das kann ich mir vorstellen *lach* Wenn Madame mal aufdreht, dann ist
sie nicht mehr zu bremsen. Inzwischen reite ich sie mit einem Pelham
und seitdem haben wir im Gelände eine gute Kommunikation - auf dem
Platz habe ich ein Ausbildungsgebiss, doppelt gebrochen mit
Kupferrolle und das liebt sie.
> in der Gruppe war sie damals nicht zu halten und der Schmidinger hat Blut und
> Wasser geschwitzt
Ja und mir wollte er verklickern dass sie das gar nicht kann. *lach*
Aber ich glaube da hat er sie mal richtig unterschätzt. Heute (nach
fast 10 Jahren) bin ich um einiges schlauer und ich glaube ich würde
sie nicht mehr kaufen, wenn ich das wüsste was ich heute weiss - aber
jetzt kann ich sie nicht mehr hergeben. Sie hat inzwischen den Namen
Wahnfrida von mir bekommen obwohl sie jetzt gut zu handeln ist. Das
hat mich aber einen Beritt von fast 1 Jahr und Privatstunden 3 Jahre
lang gekostet.
> ... hihi. Lang ist es her.... .
Ja, leider! Ach das waren wirklich tolle Zeiten. Ich kann mich noch
dran erinnern, dass Waischa mich just an dem Abend abgebuckelt hat, an
dem ich sie aus dem Schulbetrieb gekauft habe. Eigentlich hätte das ja
schon Zeichen genug sein können, oder? Aber nein, ich wollte sie ja
dann unbedingt. Meine jetzige Stallbesitzerin meint immer, sie fordert
die absolute Konsequenz in allem (Umgang und unterm Sattel) und testet
immer aufs Neue, wie weit sie gehen kann - meine Güte, etwas einfacher
wäre auch o.k. gewesen! *grins* Inzwischen finde ich es aber toll,
dass sie so ist und muss immer lachen, wenn sie wieder versucht ihren
Kopf durchzusetzen...
Bei Dir und Gregor hatte ich immer das Gefühl das es passt und ihr
eine Wellenlänge habt. Ihr habt damals schon eine tolle Figur zusammen
gemacht und ich fand dass er genau das richtige Pferd für Dich ist.
> P.S.: Aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen funktioniert mein
> privater Mailaccount nicht mehr.... konnte also bisher nicht
> antworten.
Mach Dir keinen Kopf, das sind die Tücken der Technik
Liebe Grüße und Drücker sendet
Annette
Hi,
das Thema rutscht zwar gerade ein bisschen ab, aber das macht ja
nichts, es scheint eh niemand anderes zu antworten....
önnen wir erst
> > mal nur abwarten.
>
> Das kenne ich und ich hasse es zu warten, da hat man das Gefühl
> hilflos zu sein und das mag ich gar nicht.
Ja, genau. Und vor allem weiß ich nicht genau, wie es nun weitergeht.
Habe schon überlegt, einen zweiten TA dazu zu nehmen, irgendwie geht
mir das alles bisschen zu langsam ab.... Der Bauch ist nicht mehr so
dick, aber man sieht noch deutlich das Ödem. Und das müsste langsam
mal besser werden. Es können sich neue Zellen bilden, und dann bleibt
das so - ähnlich wie bei einem unbehandelten Einschuß, der zum
Elefantenfuß werden kann. Werde die TA morgen mal fragen, ob wir nicht
etwas entwässerndes geben können, wie z. B. Brennesseltabletten aus
der Apotheke - oder sie hat was speziell für Pferde, keine Ahnung.
Heute abend war er gut wieder gut drauf.
Ich hoffe sehr, dass es ihm bald wieder richtig gut geht. Das reiten
ist schon in den Hintergrund getreten, wenn er gar nimmer reitbar ist,
wäre mir das auch egal. Ich hatte schon so viele schöne Stunden im
Sattel mit ihm.... ach Mensch, er macht mir wirklich Sorgen!
Als Waischa sich vorletzten
> Winter eine Sehnenzerrung vorne links und hinten rechts zugeogen hat,
Oh! Wie ist das denn passiert?
> hatte ich nach einem Vierteljahr die Hoffnung dass wir langsam wieder
> anfangen können zu reiten. Meine TA meinte jedoch, keine Cance, evtl.
> in 4 Wochen. Also gut, nach weiteren 4 Wochen die nächste Diagnose,
> noch immer nicht gut, nochmals 4 Wochen. So hatten ich dann insgesamt
> 7 Monate zu warten bis ich das erste Mal wieder reiten konnte. Drum
> weiss ich was heisst zu warten :-))
Oh je, da hattet ihr ja eine wirklich lange Pause. Und das mit ihr....
das war sicher harte Arbeit nach der Pause..?
Und ja, das kenne ich nur zu gut. Weißt du noch, als Gregor mit der
Hufrollengeschichte angefangen hat? Das war kurz nachdem ich ihn
gekauft hatte. Und was möchte man am liebsten, wenn man endlich ein
eigenes Pferd hat? Es auch reiten können.... war bei uns halt erst mal
nicht drin. Wir haben auch monatelang an der Geschichte
rumgemacht....
Er ist ein Kämpfer und die
> > Haltungsbedingungen sind nun für ihn optimal.
>
> Das ist er allerdings! Ich kann mich noch daran erinnern, wie ihr
> damals beim Schmidinger schon Eure Themen hattet und Du lang am
> überlegen warst ob Du einen Nervenschnitt machst - da wart ihr beide
> schon ziemlich stark fand ich.
Ja, warten warten warten - und dann die Entscheidung treffen, es war
ja nicht klar, ob es klappt.Der TA damals hat gemeint, ich solle ihn
einschläfern lassen.... Gott sei gedankt, dass ich mich darauf nicht
eingelassen habe.
Nach dem Nervenschnitt wäre er im schlimmsten Fall mit 10 schon ein
Rentner geworden... . Aber es war die richtige Entscheidung! Ich habe
nach dem Posting, in dem ich die GEschichte von Gregor geschrieben
habe, viele private Mails bekommen. Mit einigen habe ich jetzt noch
Kontakt, die Pferde haben auch einen Nervenschnitt, manche jetzt erst
machen lassen - und alle sind gut unterwegs.
Abenteurlicher Ritt ;-)
>
> Das kann ich mir vorstellen *lach* Wenn Madame mal aufdreht, dann ist
> sie nicht mehr zu bremsen.
Ja, so ähnlich ist das damals abgelaufen :-)
Inzwischen reite ich sie mit einem Pelham
> und seitdem haben wir im Gelände eine gute Kommunikation - auf dem
> Platz habe ich ein Ausbildungsgebiss, doppelt gebrochen mit
> Kupferrolle und das liebt sie.
Ich reite - oder besser ritt bisher - auch mit doppelt gebrochenem
Gebiss. Unterschied zu deinem Geschoss ist, dass wir auch im Gelände
nichts anderes brauchen. Den Nasenriemen haben wir auch schon längst
eingemottet.... .
>
> > in der Gruppe war sie damals nicht zu halten und der Schmidinger hat Blut und
> > Wasser geschwitzt
>
> Ja und mir wollte er verklickern dass sie das gar nicht kann. *lach*
> Aber ich glaube da hat er sie mal richtig unterschätzt.
Hm ich glaube fast, er hat sie schon richtig eingeschätzt - er wollte
sie dir halt verkaufen und ein gutes Geschäft gewittert... so war er.
Heute (nach
> fast 10 Jahren) bin ich um einiges schlauer und ich glaube ich würde
> sie nicht mehr kaufen, wenn ich das wüsste was ich heute weiss
Wirklich? Du würdest sie nicht mehr kaufen... das gibt mir zu denken.
- aber
> jetzt kann ich sie nicht mehr hergeben.
Ja, so ist das.Man hängt ja irgendwann so an den Tieren, sie gehören
dazu. Ich könnte mich von Gregor auch nicht trennen.
Sie hat inzwischen den Namen
> Wahnfrida von mir bekommen obwohl sie jetzt gut zu handeln ist. Das
> hat mich aber einen Beritt von fast 1 Jahr und Privatstunden 3 Jahre
> lang gekostet.
Hm, da hast du wirklich noch viel Schweiß investiert...
> Ja, leider! Ach das waren wirklich tolle Zeiten. Ich kann mich noch
> dran erinnern, dass Waischa mich just an dem Abend abgebuckelt hat, an
> dem ich sie aus dem Schulbetrieb gekauft habe.
Haha, das weiß ich auch noch!
Eigentlich hätte das ja
> schon Zeichen genug sein können, oder? Aber nein, ich wollte sie ja
> dann unbedingt. Meine jetzige Stallbesitzerin meint immer, sie fordert
> die absolute Konsequenz in allem (Umgang und unterm Sattel) und testet
> immer aufs Neue, wie weit sie gehen kann - meine Güte, etwas einfacher
> wäre auch o.k. gewesen! *grins* Inzwischen finde ich es aber toll,
> dass sie so ist und muss immer lachen, wenn sie wieder versucht ihren
> Kopf durchzusetzen...
Stuten sind meiner Meinung nach nicht so leicht zu händeln wie
Wallache. Aber du hast ja unbedingt eine Stute gewollt, und auch
unbedingt die Waischa haben wollen. Das passt schon so, das hast du
einfach so gebraucht .-))))
>
> Bei Dir und Gregor hatte ich immer das Gefühl das es passt und ihr
> eine Wellenlänge habt. Ihr habt damals schon eine tolle Figur zusammen
> gemacht und ich fand dass er genau das richtige Pferd für Dich ist.
Oh danke, aber es stimmt. Er war genau das richtige Pferd und ist es
immer noch. Wir hatten schon auch unsere Meinungsverschiedenheiten -
vorsichtig ausgedrückt - aber er hat sich letztendlich sicher immer
leichter gefügt als deine Waischa. Das letzte Mal richtig abgestiegen
bin ich vor gut einem Jahr, als wir allein unterwegs waren und über
eine Wiese galoppiert sind. Ich war auf geradeaus eingestellt, doch
Pferd hat leider den Weg links entdeckt, der zurück führte. Pferd
beschloss plötzlich, nach links abzubiegen... die Trägheit der Masse
hat mich dann ziemlich unsanft zu Boden befördert... ;-) aber er
konnte nicht wirlich was dafür, ich hab einfach gepennt... . Er war
dann auch ganz erstaunt und blieb nach ein paar Sprüngen stehen -
sicher mit dem Gefühl, dass irgendwas jetzt net so ganz passt :-)
Weitere "Gespräche" vielleicht doch besser per PM? Ich schreibe dir
wieder von der Arbeit aus..
Liebe Grüße zurück
Dagmar
> On 5 Sep., 18:18, Nettsche <annett...@online.de> wrote:
>
> das Thema rutscht zwar gerade ein bisschen ab, aber das macht ja
> nichts, es scheint eh niemand anderes zu antworten....
Ich hab halt nix brauchbares beizutragen. Solche Oedeme habe ich gesehen
als Reaktion auf Insekten und einmal, weil der Schlauch des guten Tieres
arg verdreckt war - aber wenn der Tierarzt bereits eingeschaltet ist,
wird der schon wissen, was Sache ist.
> Und vor allem wei� ich nicht genau, wie es nun weitergeht.
> Habe schon �berlegt, einen zweiten TA dazu zu nehmen, irgendwie geht
> mir das alles bisschen zu langsam ab.... Der Bauch ist nicht mehr so
> dick, aber man sieht noch deutlich das �dem.
Wie sieht das mit Bewegung aus? Oedeme tun sich meistens mit (leichter)
Bewegung wesentlich besser.
> Hm ich glaube fast, er hat sie schon richtig eingesch�tzt - er wollte
> sie dir halt verkaufen und ein gutes Gesch�ft gewittert... so war er.
>
> > Heute (nach
> > fast 10 Jahren) bin ich um einiges schlauer und ich glaube ich w�rde
> > sie nicht mehr kaufen, wenn ich das w�sste was ich heute weiss
>
> Wirklich? Du w�rdest sie nicht mehr kaufen... das gibt mir zu denken.
Wenn ich gewusst haette, was ich mir mit Crumble genau einfangen wuerden
- sowohl die Gesundheitsprobleme als auch die Sache mit der Panik -
haette ich das glaube ich auch nicht gemacht. Hergegeben haette ich ihn
trotzdem nie. Das war ja ziemlich schnell abzusehen, dass seine Chancen,
ein gutes Heim zu finden, minimal waren. Und ihn an irgendwen anderes
abzugeben, haette ich nicht ueber mich gebracht.
Aber es gibt soviele tolle, nette, und gesunde Pferde, mit denen man
seinen Spass haben kann - und die deswegen noch lange nicht langweilig
oder persoehnlichkeitsfrei sind - dass man sich ein Problempferd nicht
unbedingt aussuchen muss.
Manchmal suchen die einen halt aus ;-)
> > Bei Dir und Gregor hatte ich immer das Gef�hl das es passt und ihr
> > eine Wellenl�nge habt. Ihr habt damals schon eine tolle Figur zusammen
> > gemacht und ich fand dass er genau das richtige Pferd f�r Dich ist.
>
> Oh danke, aber es stimmt. Er war genau das richtige Pferd und ist es
> immer noch. Wir hatten schon auch unsere Meinungsverschiedenheiten -
> vorsichtig ausgedr�ckt - aber er hat sich letztendlich sicher immer
> leichter gef�gt als deine Waischa.
Ich glaube, die gibt es mit jedem Pferd, auch mit den bravsten - das
gehoert halt dazu. Sind halt keine Maschinen. Ist auch gut so.
Catja (die am liebsten eine Zeitmaschine haette, um den jungen Crumble
zu entfuehren.)
--
writing blog @ http://beyond-elechan.livejournal.com
> Ich hab halt nix brauchbares beizutragen. Solche Oedeme habe ich gesehen
> als Reaktion auf Insekten und einmal, weil der Schlauch des guten Tieres
> arg verdreckt war - aber wenn der Tierarzt bereits eingeschaltet ist,
> wird der schon wissen, was Sache ist.
Ja, die Blutwerte sind da und sehen leider nicht gut aus. Erhöhte
Leukozyten (hoffe, das ist richtig geschrieben), Kalium-Werte passen
net und noch ein paar andere Abweichungen. Alles deutet auf eine akute
Entzündung im Körper hin.
Er wurde nun kurmäßig mit Antibiotika-Spritzen behandelt, alle zwei
Tage eine. Außerdem noch Skilla, ein Mittel für Herz-Kreislauf. Der
Blutdruck ist immer noch erhöht. Das Ödem ist besser. Der Schlauchsack
ist morgens noch geschwollen, abends fast normal.Bewegung hat er
genug, die Pferde sind den ganzen Tag draußen. Außerdem gehe ich mit
ihm spazieren... täglich, auch wenn dafür alles andere liegenbleibt.
Tja, wir werden wohl um eine Diagnose in einer Klinik nicht rumkommen.
Bevor ich ihn aber nach Leipzig stelle, werde ich noch eine zweite TA-
Meinung einholen.... . Alles so schwierig.... :-((
> Wie sieht das mit Bewegung aus? Oedeme tun sich meistens mit (leichter)
> Bewegung wesentlich besser.
Ja, siehe oben. Wird auch besser dadurch. Er ist munter wie immer,
heute sind wir eine Runde zusammen gejoggt. Abgesehen, dass unser
Tempo nicht immer gut zusammenpasst (entweder muss ich deutlich besser
werden oder er langsamer laufen :-)
hat das super geklappt und riesigen Spass gemacht - wenn nicht der
Anlass für unsere Jogging-Runde wäre...
> Wenn ich gewusst haette, was ich mir mit Crumble genau einfangen wuerden
> - sowohl die Gesundheitsprobleme als auch die Sache mit der Panik -
> haette ich das glaube ich auch nicht gemacht. Hergegeben haette ich ihn
> trotzdem nie. Das war ja ziemlich schnell abzusehen, dass seine Chancen,
> ein gutes Heim zu finden, minimal waren. Und ihn an irgendwen anderes
> abzugeben, haette ich nicht ueber mich gebracht.
Ja, du hast früher öfter mal über ihn geschrieben, ich kann mich
erinnern. Wie geht es euch jetzt?
>
> Aber es gibt soviele tolle, nette, und gesunde Pferde, mit denen man
> seinen Spass haben kann - und die deswegen noch lange nicht langweilig
> oder persoehnlichkeitsfrei sind - dass man sich ein Problempferd nicht
> unbedingt aussuchen muss.
>
> Manchmal suchen die einen halt aus ;-)
DAS ist vermutlich der Grund, warum es trotzdem so viele Halter gibt,
die sich trotz aller Probleme nicht vorstellen können, das Pferd
abzugeben... .
> Ich glaube, die gibt es mit jedem Pferd, auch mit den bravsten - das
> gehoert halt dazu. Sind halt keine Maschinen. Ist auch gut so.
Das ist ja gut so - sonst müssten wir alle Motorad fahren oder
sowas.... Der Reiz an der Pferdehaltung ist für mich das Lebewesen mit
seinem Charakter, den Bedürfnissen, Launen und vieles mehr. Ich kann
mich heute noch über Gregor wundern, staunen, lachen -einfach weil ich
ihn gut kenne und er trotzdem immer wieder eine Überraschung parat
hat, oder ein putziges Getue, oder etwas schlaues... .
Er hat einen neuen Boxennachbar, der mit 187 Stock so viel größer ist
als Gregor mit seinen 160 cm. Trotzdem ärgert ihn der Kleine, säuft z.
B. aus der Tränke in der Nachbarbox, wenn der Große noch mit seinem
Kraftfutter beschäftigt ist. Der dreht sich wütend um und droht ihn
weg. Gregor geht einen Schritt zurück, gerade soviel, dass der andere
ihn nicht erwischt. Und wenn der Große sich umdreht und wieder seinem
Krafttutter zuwendet, zwickt er ihn noch schnell in den Hintern. Sieht
witzig aus, geht aber auf Dauer natürlich nicht, sonst kommt der Große
nie in Ruhe zum Fressen. Wir bringen jetzt ein zusätliches Brett
zwischen den Boxen an, damit Ruhe einkehrt.
Ich finde, wir Freitzeitreiter sind schon ein bisschen crazy - wir
pumpen tausende von Euronen in Tierärtze, Hufschmiede und Zubehör, wir
stellen unser gesamtes Leben um, schlafen schlecht usw. wenn dem Pferd
was fehlt. Und sind wieder glücklich und zufrieden, wenns dem
Vierbeiner gut geht :) so isses halt.....
Dagmar, die das mit der Zeitmaschine auch gerne hätte....
> Ja, siehe oben. Wird auch besser dadurch. Er ist munter wie immer,
> heute sind wir eine Runde zusammen gejoggt. Abgesehen, dass unser
> Tempo nicht immer gut zusammenpasst (entweder muss ich deutlich besser
> werden oder er langsamer laufen :-)
> hat das super geklappt und riesigen Spass gemacht - wenn nicht der
> Anlass f�r unsere Jogging-Runde w�re...
Ich habe immer schon joggen muessen, wenn mein Kleiner im Schritt
ausgeholt hat.
> > Wenn ich gewusst haette, was ich mir mit Crumble genau einfangen wuerden
> > - sowohl die Gesundheitsprobleme als auch die Sache mit der Panik -
> > haette ich das glaube ich auch nicht gemacht. Hergegeben haette ich ihn
> > trotzdem nie. Das war ja ziemlich schnell abzusehen, dass seine Chancen,
> > ein gutes Heim zu finden, minimal waren. Und ihn an irgendwen anderes
> > abzugeben, haette ich nicht ueber mich gebracht.
>
> Ja, du hast fr�her �fter mal �ber ihn geschrieben, ich kann mich
> erinnern. Wie geht es euch jetzt?
Gar nicht mehr :-(
Ich habe ihn letztes Jahr im Juli einschlaefern lassen muessen, da die
Arthrose innerhalb weniger Monate von ab-und-zu ein bisserl zu 'nach
jedem Schmiedebesuch stocklahm' verschlechtert hat. Auf bute hat her
sowieso nie angesprochen, und mit anderen Mitteln konnte ich ihm das
Leben zwar ein wenig erleichtern, aber nicht merkbar. Bis auf den
Schmied gings zwar noch, aber das war Sommer. Und ich hab einfach sehen
koennen, dass es so nicht weitergehen konnte. Sicher haette ich ihn
vielleicht noch mal groesstenteils schmerzfrei ueber den Winter gekriegt
- aber nicht auf der teilweise recht steilen Hangweide, und es war nur
noch eine Frage der Zeit, bis noch irgendwas anderes dazukam.
Er hatte sich die letzten beiden Jahre auf der Ganzjahresweide mit
seinen zwei Stuten (Herde von 8) so richtig wohlgefuehlt, und ihn aus
dieser Situation rauszuholen, nur um noch ein Jahr oder zwei mit einem
ungluecklichen/gestressten Pferd zu verbringen, konnte ich ihm auch
nicht antun.
Und zur Zeit ist meine berufliche Situation einfach nicht so, dass ich
ein neues Pferd anpacken will, denn um eine Partnerschaft aufzubauen
gehoert doch etwas mehr Investition an Zeit und Geld dazu als mit einem
Halb- bis Dreivirtelrentner, den man gut kennt.
> > Aber es gibt soviele tolle, nette, und gesunde Pferde, mit denen man
> > seinen Spass haben kann - und die deswegen noch lange nicht langweilig
> > oder persoehnlichkeitsfrei sind - dass man sich ein Problempferd nicht
> > unbedingt aussuchen muss.
> >
> > Manchmal suchen die einen halt aus ;-)
>
> DAS ist vermutlich der Grund, warum es trotzdem so viele Halter gibt,
> die sich trotz aller Probleme nicht vorstellen k�nnen, das Pferd
> abzugeben... .
Ich hab immer gesagt dass mein Traumpferd Crumble in gesund und
vernuenftig ist. Aber ansonsten - und die Vernunft kam ja langsam - hat
das einfach gepasst, und es gibt nicht viele Pferde, die mir soviel
Spass gemacht haben wie mein Kleiner (der ja auch die richtige Groesse
und das richtige Gangwerk, und, und, und hatte.)
> > Ich glaube, die gibt es mit jedem Pferd, auch mit den bravsten - das
> > gehoert halt dazu. Sind halt keine Maschinen. Ist auch gut so.
>
> Das ist ja gut so - sonst m�ssten wir alle Motorad fahren oder
> sowas.... Der Reiz an der Pferdehaltung ist f�r mich das Lebewesen mit
> seinem Charakter, den Bed�rfnissen, Launen und vieles mehr. Ich kann
> mich heute noch �ber Gregor wundern, staunen, lachen -einfach weil ich
> ihn gut kenne und er trotzdem immer wieder eine �berraschung parat
> hat, oder ein putziges Getue, oder etwas schlaues... .
Das mit dem Lachen ist so ein Problem. Ich hab es oftmals nicht
geschaft, Crumble zu schelten, weil ich einfach vor Lachen am Boden lag,
und er ganz unschuldig guckte...
> Er hat einen neuen Boxennachbar, der mit 187 Stock so viel gr��er ist
> als Gregor mit seinen 160 cm.
187? Kommt der mit Leiter? 1,60 ist eine gute Groesse, finde ich. 1,62
is perfekt Seit ich in England wohne, bin ich einfach an kleinere Pferde
gewoehnt. Und Crumble hatte - bei weitem Sattel und 1,35 Gurt - einfach
nur weniger Beinlaenge, war aber nicht weniger Pferd.
> Ich finde, wir Freitzeitreiter sind schon ein bisschen crazy - wir
> pumpen tausende von Euronen in Tier�rtze, Hufschmiede und Zubeh�r, wir
> stellen unser gesamtes Leben um, schlafen schlecht usw. wenn dem Pferd
> was fehlt. Und sind wieder gl�cklich und zufrieden, wenns dem
> Vierbeiner gut geht :) so isses halt.....
Das was ich pro Woche fuer meinen Kleinen ausgab - auf der Rentnerweide
war Heu satt inbegriffen - geben andere an einem Abend fuer Coctails
aus. Wie das in der Werbung immer heisst:
Stallgebuehr: $$$
Futterkosten: $$
Im Matsch stehen, waehrend eine Herde Pferde im Galopp auf Dich
zustroemt: priceless
Ich hoffe, dass es Gregor jetzt wieder besser geht!
Catja