Ich habe seit einigen Wochen ein paar Spitzmaeuse in meiner Wohnung.
Am Anfang fand ich die ganz nett, aber in letzter Zeit werden die
laestig: sie machen Laerm und ueberall liegt Kot herum. Ein Versuch,
sie in einem Raum einzusperren, hat nicht geklappt. Was soll ich nun
machen, rausschmeissen wollte ich sie jetzt eigentlich nicht (unsere
Katze lauert da draussen) Ob ich sie in ein Terrarium stecke und im
Fruehjahr raussetze?
Was meint Ihr zu der Sache?
MfG
Sven
Gruß
Christian
Rowi schrieb:
Hoffentlich hast Du Dir sogenannte Lebendfallen mal naeher angesehen!
Wird die Funktion solcher Dinger mal sorgsam ueberprueft und ueber die
Konstruktion nachgedacht, dann darf immer oefter (nicht) gestaunt
werden, wie 'lebendig' die Inhalte 'danach' noch sind. Also ehe ich eine
solche Falle weiterempfehle, wuerde ich mir sowas doch vorher mal
genauer ansehen.
Sparsam koennte es sein, mensch nimmt einfach einen Plasteeimer oder ein
aehnliches innenglattwandiges (30...50)cm hohes Gefaess. Lehnt vorerst
aussen und innen zum Hoch-, Rein- und Rausklettern 'ne schraege (Leiter)
oder einen rauhen Ast ran. In den Eimer wird mehrere Tage ein Koeder
gelegt. Wenn der Koeder regelmaessig geholt wird und sich die Tiere an
den Eimer gewoehnt haben, nimmt man die Leiter innen weg. Es kann sein,
die Art ist schlau und springt nicht einfach so vom Rand in den Eimer
hinab. Es kann aber auch sein, die *.maus faellt drauf rein, springt und
kann nicht wieder raus. Aber weil so ein Eimer weder lebensgefaehrlich
noch einer kostenintensiven Anschaffung bedarf, kann mit solch einem
einfachen Aufbau der Lebendfang mal getestet werden.
Klappts nicht, koennen immer noch andere Ideen probiert werden. Klappt
die komerzielle 'durchkonstruierte' Lebendfalle nicht, dann ist's mit
dem Aussetzen in der Scheune auch vorbei.
--
Gruss
Ob einige insektenfresenden Arten den Katzen nicht schmecken?
Habe sehr selten beobachten koennen, dass Spitzmaeuse oder Maulwuerfe
von Katzen genommen werden. Aber man kann ja nie wissen. Zum Spielen
taugt sicher auch ein Insektenfresser.
> Hoffentlich hast Du Dir sogenannte Lebendfallen mal naeher angesehen!
> Wird die Funktion solcher Dinger mal sorgsam ueberprueft und ueber die
> Konstruktion nachgedacht, dann darf immer oefter (nicht) gestaunt
> werden, wie 'lebendig' die Inhalte 'danach' noch sind. Also ehe ich eine
> solche Falle weiterempfehle, wuerde ich mir sowas doch vorher mal
> genauer ansehen.
>
> Sparsam koennte es sein, mensch nimmt einfach einen Plasteeimer oder ein
> aehnliches innenglattwandiges (30...50)cm hohes Gefaess. Lehnt vorerst
> aussen und innen zum Hoch-, Rein- und Rausklettern 'ne schraege (Leiter)
> oder einen rauhen Ast ran. In den Eimer wird mehrere Tage ein Koeder
> gelegt. Wenn der Koeder regelmaessig geholt wird und sich die Tiere an
> den Eimer gewoehnt haben, nimmt man die Leiter innen weg. Es kann sein,
> die Art ist schlau und springt nicht einfach so vom Rand in den Eimer
> hinab. Es kann aber auch sein, die *.maus faellt drauf rein, springt und
> kann nicht wieder raus.
Kann auch sein, die *.maus springt aus dem Eimer wieder heraus (so
geschehen bei Bekannten, zurück blieb ungläubiges Staunen über die
Sprungkraft des Tieres). Kann auch sein, die *.maus nagt ein Loch ins
Plastik (so geschehen mit einem herkömmlichen Kunststoff-Eimer, der
zwecks Transport von Küchenabfällen zum Kompost auf unserer Terasse
steht).
Was ist eigentlich an herkömmlichen Lebendfallen auszusetzen? Es gibt
eine ganze Reihe von Modellen im Handel, und das von mir vor Jahren
selbst gebaute hat sich wiederholt bewährt. Überlebt haben es alle
Mäuse, und zwar nicht nur halbtot.
Christian
Dein Engagement für den Tierschutz in allen Ehren - aber manchmal
verkomplizierst Du die Dinge unnötig.
Beste Grüße
Rowi
>Bist Du sicher, daß es sich um Spitzmäuse handelt?
>Spitzmäuse sind Insektenfresser, und da sie aufgrund ihrer hohen
>Stoffwechselrate nahezu ständig fressen müssen, kann ich mir schwer
>vorstellen, wie sie in Deiner Wohnung überleben können. Bei uns sind
>schon Spitzmäuse in den Keller eingedrungen, aber sie sterben
>offensichtlich in kürzester Zeit an Nahrungsmangel. Könnte es sich
>vielleicht um echte Mäuse, also z. B. Haus- oder Waldmäuse handeln?
>
>
>Gruß
>
>Christian
>
Ich bin mir schon sicher, dass es Spitzmaeuse sind, ob Garten- oder
Hausspitzmaus ist die Frage. Fressen tun die Biester alle 4-6 Stunden,
deshalb sieht man sie ja so haeufig.
Auch wenn sie Insektenfresser sind, fressen sie auch Brot, Nuesse und
anderes nahrhaftes Zeug. Sie sammeln auch die Brotkrumen unter dem
Esstisch auf.
Uebrigens bin ich Biologe, beschaeftige mich mit verschiedenen
Wirbeltiergruppen, Spitzmaeuse waren nur bisher nicht darunter.
Tschuess
Sven
Hallo Marlies!
Ich kenne unsere Katze gut genug und weiss, dass sie alles fängt, was
sich bewegt. Fressen wird sie die Spitzmäuse nicht, nur töten.
Manchmal liegen die Leichen dann vor unserer Tür. Rotkehlchen und
Stare frißt sie auch nicht, wohl aber Sperlinge und Feldmäuse.
Herzliche Grüße
Sven
>Hallo Tierfreunde!
>
>Ich habe seit einigen Wochen ein paar Spitzmaeuse....
Mittlerweile hat sich die Sachlage etwas verändert: Die beiden Mäuse
sitzen jetzt in einem großen Terrarium. Sie sind recht zutraulich, das
Fangen war kein Problem. Die neue Behausung scheint ihnen auch keine
Probleme zu bereiten, solange genug Futter da ist. Wenn ich mal einen
Leckerbissen (ein kleines Stück rohen Fisch oder Fleisch, einen
Mehlwurm oder eine Stabheuschrecke) auf den Futterplatz lege, sind sie
sofort da und streiten sich darum. Selbst wenn ich sie mit der Hand
trenne, stürzen sie sich sofort wieder aufeinander. Sonst schlafen sie
aber aneinandergekuschelt und bei Katzentrockenfutter gibt es auch
keinen Streit. Die Frage nach dem Geschlecht sollte ich noch klären,
aber wie?
Ich denke, ich werde sie im Frühjahr in die Kompostecke unseres
Gartens setzen, da stammen sie ja vielleicht auch her.
Ein paar Bilder habe ich schon von den beiden, vielleicht setze ich
sie mal ins Netz.
Tschüss erstmal!
Sven
zic...@owl-online.de schrieb:
> Kann auch sein, die *.maus springt aus dem Eimer wieder heraus (so
> geschehen bei Bekannten, zurück blieb ungläubiges Staunen über die
> Sprungkraft des Tieres). Kann auch sein, die *.maus nagt ein Loch ins
> Plastik (so geschehen mit einem herkömmlichen Kunststoff-Eimer, der
> zwecks Transport von Küchenabfällen zum Kompost auf unserer Terasse
> steht).
Viel spass gehabt beim Lesen Deines Textes!
Kann sein ... kann auch sein ... kann vieles sein ... "kann sogar sein,
_Deine_ Spitzmaus ist ein Nagetier!!"
> Was ist eigentlich an herkömmlichen Lebendfallen auszusetzen?
"Nix. Ueberhaupt nix. Sie amputieren nur nicht gerade viel schlechter
als ein mittelmaessiger Vetmed."
> eine ganze Reihe von Modellen im Handel, und das von mir vor Jahren
> selbst gebaute hat sich wiederholt bewährt. Überlebt haben es alle
> Mäuse, und zwar nicht nur halbtot.
also Bei Deiner insektenfressenden plastikeimernagenden Maus krieg ich
auch keine grauen oder roten Haare.
--
Tschuessi
Deine spitzmaus
Sven Pollner schrieb:
> Das Fangen war kein Problem.
Alle Achtung!
Wollte aus einer Gartenveranda mal Bilche ausquartieren (irgendeine
Schlaeferart, kann nicht genau sagen welche Art es war).
Ich habe mir damals vielleicht einen abgebrochen! Nicht undumm die
Tierchen. Bzw. stellte sich M.Ortmann dumm an. :-P
> Ich denke, ich werde sie im Frühjahr in die Kompostecke unseres
> Gartens setzen, da stammen sie ja vielleicht auch her.
Sag mal Sven: Ich haette gern mal gewusst inwieweit sich Spitzmaeuse und
Wanderratten meiden. Da beide Arten offensichtlich gern die temperierten
Komposthaufen der Gaerten nutzen - koennte mit der einen Art die andere
Art evtl. vertrieben werden?
> Uebrigens bin ich Biologe ...
Dann bleibe der Gruppe doch bitte erhalten. Es waere doch schoen wenn Du
ab und an hier reinschauen und hin und wieder Fragen beantworten
koenntest.
--
Gruesse
Marlies
Marlies Ortmann schrieb:
> Hallo
>
> Rowi schrieb:
> >
> > Hallo Sven!
> > Ich würde die kleinen Racker in einer Lebendfalle (gibt es im Baumarkt oder
> > in einer Genossenschaft) fangen und in einer Scheune oder einem Schuppen
> > aussetzen. Ein guter Köder ist Erdnußbutter!
>
> Hoffentlich hast Du Dir sogenannte Lebendfallen mal naeher angesehen!
> Wird die Funktion solcher Dinger mal sorgsam ueberprueft und ueber die
> Konstruktion nachgedacht, dann darf immer oefter (nicht) gestaunt
> werden, wie 'lebendig' die Inhalte 'danach' noch sind. Also ehe ich eine
> solche Falle weiterempfehle, wuerde ich mir sowas doch vorher mal
> genauer ansehen.
>
> Sparsam koennte es sein, mensch nimmt einfach einen Plasteeimer oder ein
> aehnliches innenglattwandiges (30...50)cm hohes Gefaess. Lehnt vorerst
> aussen und innen zum Hoch-, Rein- und Rausklettern 'ne schraege (Leiter)
> oder einen rauhen Ast ran. In den Eimer wird mehrere Tage ein Koeder
> gelegt. Wenn der Koeder regelmaessig geholt wird und sich die Tiere an
> den Eimer gewoehnt haben, nimmt man die Leiter innen weg. Es kann sein,
> die Art ist schlau und springt nicht einfach so vom Rand in den Eimer
> hinab. Es kann aber auch sein, die *.maus faellt drauf rein, springt und
> kann nicht wieder raus. Aber weil so ein Eimer weder lebensgefaehrlich
> noch einer kostenintensiven Anschaffung bedarf, kann mit solch einem
> einfachen Aufbau der Lebendfang mal getestet werden.
>
> Klappts nicht, koennen immer noch andere Ideen probiert werden. Klappt
> die komerzielle 'durchkonstruierte' Lebendfalle nicht, dann ist's mit
> dem Aussetzen in der Scheune auch vorbei.
>
> --
> Gruss
Wir haben ein Rudel Farbmäuse von denen gelegentlich mal eine ausbüchst. Mit den
üblichen Lebendfallen haben wir bisher alle ohne Verletzung wieder
eingefangen.Ich will weiterhin nicht klugscheißen, aber Spitzmäuse gehören wie
Igel und Maulwurf zu den Insektenfressern.
Gut Fang
Michael
Sven Pollner schrieb:
Ich habe früher, als wir noch Katzen hatten, den Schurken oft genug
Spitzmäuse abgenommen. Eine gesunde Katze fängt so ziemlich alles was sich
bewegt und von der Größe her in ihr Beuteschema paßt.
Gruß
Michael
> Wir haben ein Rudel Farbmäuse von denen gelegentlich mal eine ausbüchst. Mit den
> üblichen Lebendfallen haben wir bisher alle ohne Verletzung wieder
> eingefangen
Sehr gut. Nur koennen jene (Deine) Erfolge genau diejenigen
Nutzer nicht ueberzeugen, deren Lebendfallen eben schon mal amputiert
haben. _Du_ wirst eben _Dein_ ungehemmtes Pro fuer diese Dinge
schreiben, ein anderer wird das auf Grund anderer eigener Erfahrungen
nicht tun. Und diese Leut empfehlen schlicht und unkompliziert, Vorsicht
walten zu lassen. In jenem Rattenforum, welches Du ja anscheinend auch
liest, gab es uebrigens auch mal 'ne Diskussion zu diesem Thema. Mal in
dejanews.com recherchieren! Und die Rattenleut, die dort ueber solche
Fallen schrieben aeusserten sich sogar mehrheitlich skeptisch.
> Ich will weiterhin nicht klugscheißen, aber Spitzmäuse gehören wie
> Igel und Maulwurf zu den Insektenfressern.
Das hatten wir gerade 'gestern bzw. vorgestern.' Ausgenommen jenem
zic...@owl-online.de aeusserte niemand Zweifel daran, zu welcher Ordnung
die Spitzmaus gehoert. Siehe Message-ID
<366E132C...@pandora.inf.uni-jena.de>.
Du filterst wohl sehr beim Lesen?
Rowi schrieb:
> diese Lebendfallen habe ich schon ca. 6000 mal im Rahmen diverser
> Untersuchungen ausprobiert.
Glaube ich Dir gern, es beruhigt auch ein wenig. Mit solch grosser
Testzahl kann ich natuerlich nicht aufwarten. Erinnere mich nur ungern
an 4 halbbestandene Tests solcher Objekte.
Mein Posting soll zur Vorsicht raten nicht mehr. Auch bzw. gerade
deshalb, weil die mir bekannte Unfallzahl 4 betrug. Vorsicht schadet
selten.
Mir ist aber nachwievor unklar, was an einem Eimer kompliziert sein
soll.
> In Eimern kratzen die kleinen Racker meist ab
Ich habe zwar nur eine Ahnung was Du mit 'abkratzen' und kleine Rackern
meinen koenntest, aber anscheinend wolltest Du jetzt noch einen anderen
wichtigen Aspekt ansprechen: Werden solch gefangene kleine Tiere nicht
umgehend aus dem Eimer befreit und muessen darin stundenlang sitzen,
dann koennen die durchaus im Eimer den 'Stress'tod sterben. Den
Stresstod koennen gefangene Wildtiere aber auch in der Lebendfalle
erleiden. Aber nachweislich sterben Wildtiere den Stresstod dann um so
oefter, je ungewohnter und unbekannter die lebensbedrohliche Situation
war, in welche sie geraten waren und aus der sie sich nicht befreien
konnten. Gerade auch deshalb riet ich, diesen Tieren vorerst die
Gelegenheit zu geben, den Eimer incl. Koeder incl. Kletteraeste
kennenzulernen und Vertrauen zur ungewohnten Situation aufzubauen. Dann
ueberwinden viele Wildtierarten schritt- und teilweise ihre angeborene
Phobie, markieren nach einer Gewoehnungszeit die ihnen nun bekannten
Gegenstaende. _So_ koennen deutlich neophobe wilde Tiere innerhalb kurze
Zeit an neue, ungewohnte und beaengstigende Dinge und Veraenderungen
innerhalb ihrer Umwelt gewoehnt werden. Ob die Spitzmaus zu den deutlich
neophoben wilden Tieren gehoert weiss ich nicht. Weiss aber aus eigener
Erfahrung, dass bspw. Gelbhalsmaeuse und Wanderratten oft nur auf solch
schlaue 'vertrauenserweckende' Art lebendig und stressarm zu fangen
sind.
Ein durch Medien und Buecher bekannt gewordenes abscheuliches Experiment
geht so:
Arme Wanderratten wurden von verrueckten Verhaltenswissenschaftlern
gefangen und ins Wasser geworfen. Das kuenstliche Behaeltnis hatte einen
hohen glatten Rand an dem das schwimmende Tier nicht herausklettern
konnte. Resultat 1: Die arme Ratte schwamm wenige min im Wasser. Danach
ertrank sie, weil sie hochgradig Stress im Wasserbecken erlitt. Eine
2.Ratte wurde von diesen verrueckten Typen ins Wasser geworfen und
wenige Minuten spaeter wurde ein Brett schwimmend auf die
Wasseroberflaeche gelegt. Umgehend kletterte die Ratte aufs Brett und
nahm auch die angebotene Rettungs'leiter' an. Wie lange sich die Ratte
ausruhen und den Schreck verarbeiten durfte steht hier nicht in dem
Paper. Jedenfalls wurde diesselbe arme Ratte ein 2. Mal in dieses
Wannenbad geworfen. Resultat 2: Dieses Tier schwamm nun stundenlang bis
es erschoepft war! Immer auf Rettung aus der ungewoehnlichen Situation
hoffend. Der Unterschied zum ersten Experiment bestand weder in der
Schwimmkunst noch konnte er durch eine unterschiedliche Fitness
begruendet werden. Er bestand nur darin, dass das Tier zuvor die
Hoffnung kennenlernen durfte.
> Dein Engagement für den Tierschutz in allen Ehren - aber manchmal
> verkomplizierst Du die Dinge unnötig.
Ein Plaste- oder ein emailierter Eimer und 2 Aeste sind wenig
kompliziert. Meine Empfehlung ist ungefaehrlich und verursachen wenig
'Stress'. Weshalb sollte mensch seltener nach dem Eimer sehen als nach
der Lebendfalle?
--
Gruss
Marlies
>On Wed, 02 Dec 1998 15:02:05 GMT, spol...@yahoo.com (Sven Pollner)
>wrote:
>
>>Hallo Tierfreunde!
>>
>>Ich habe seit einigen Wochen ein paar Spitzmaeuse....
>
>Mittlerweile hat sich die Sachlage etwas verändert: Die beiden Mäuse
>sitzen jetzt in einem großen Terrarium. Sie sind recht zutraulich...
War wohl doch nicht das Richtige: Gestern früh waren beide Mäuse tot,
tut mir echt leid. Ich kann keine Ursache finden. Die eine sah etwas
zerzaust aus, es gab wohl noch einen Kampf... Die andere lag nicht
weit daneben, einfach so, nicht mal verkrampft. Sieht nach einer
Vergiftung aus.
Verschiedenes Futter war ausreichend vorhanden, frisches Wasser habe
ich täglich gegeben. Belüftung war auch ok. Kann es eventuell am
Katzenfutter gelegen haben(Trockenfutter) oder an den Efeuranken, die
mit im Terrarium waren. Vor einigen Tagen hatten sie Stabheuschrecken
gefressen, die sich von Efeu ernährt hatten, das schien nichts
auszumachen.
Helfen wird`s zwar nicht mehr...
habt ihr eine Idee?
Tschüss
Sven
Du liest wohl nicht richtig? In meinem ersten Posting in diesem Thread
habe ich gleich darauf aufmerksam gemacht, daß Spitzmäuse
Insektenfresser sind. Nächstesmal genauer gucken!
Christian
zic...@owl-online.de schrieb:
> > Das hatten wir gerade 'gestern bzw. vorgestern.' Ausgenommen jenem
> > zic...@owl-online.de aeusserte niemand Zweifel daran, zu welcher Ordnung
> > die Spitzmaus gehoert. Siehe Message-ID
> > <366E132C...@pandora.inf.uni-jena.de>.
> > Du filterst wohl sehr beim Lesen?
>
> Du liest wohl nicht richtig? In meinem ersten Posting in diesem Thread
> habe ich gleich darauf aufmerksam gemacht, daß Spitzmäuse
> Insektenfresser sind. Nächstesmal genauer gucken!
'Gucke' bzw. lese ruhig mal hin. Wie geht das denn, wenn sich
'Spitzmaeuse' in Deinen Postings durch Deine Eimerwelten so
hindurchnagen? .-P
snip-> aus <366C3CA6...@owl-online.de>
> Kann auch sein, die *.maus nagt ein Loch ins
> Plastik (so geschehen mit einem herkömmlichen Kunststoff-Eimer, der
> zwecks Transport von Küchenabfällen zum Kompost auf unserer Terasse
> steht).
snap->
'So geschehen' eben Bei Dir viele lustige Dinge. Nimm es mir uebel oder
auch nicht ... mit Deinen Mausbeobachtungen und mit Deiner 'nagenden'
Klassifikation moechte ich auch in Zukunft nicht unbedingt
uebereinstimmen.
--
Tschuessi
M.Ortmann
Besorge Dir doch aus dem Archiv (dejanews.com) mal folgendes Posting:
From: "Hans Schmocker" <h.sch...@swissonline.ch>
Subject: Re: Spitzmause
Date: 14 Jan 1998 00:00:00 GMT
Message-ID: <69j7qj$m2...@news-sol-int.swissonline.ch>
References: <01bd1e9b$82859a80$ba238380@pentium90>
<69fu0n$l0...@news-sol-int.swissonline.ch>
X-MimeOLE: Produced By Microsoft MimeOLE V4.71.1712.3
Organization: Swissonline AG, Switzerland
Newsgroups: de.rec.tiere.misc
Der Wiener Spitzmauskenner Werner Haberl schrieb einen langen
informativen Text an Hans. Hans postete diesen dann in drtm.
--
Gruss
Marlies
>Hallo Sven,
>
>Besorge Dir doch aus dem Archiv (dejanews.com) mal folgendes Posting:
>
>From: "Hans Schmocker" <h.sch...@swissonline.ch>
>Subject: Re: Spitzmause...
Hi Marlies!
Vielen Dank für den Hinweis, ich hatte bei meiner letzten Suche noch
nichts gefunden.
Mir ist jetzt klar, daß ich die beiden nicht in eine Kiste tun durfte,
ist nun zu spät. Daß beide tot sind, verstehe ich trotzdem nicht.
Deine Frage, inwieweit sich Spitzmaeuse und Wanderratten meiden, kann
ich nicht direkt beantworten. Seit unsere Müllhalde (500m entfernt)
nur noch für Bauschutt und Abbraum verwendet wird, gibt es kaum noch
Ratten. Außerdem laufen viele Katzen und Hunde herum, und die
Komposthaufen sind von Igeln besetzt.
Tschüss
Sven
Im übrigen - die Eimertechnik wird mittlerweilen auch professionell
eingesetzt. Der Eimer wird hierbei allerdings mit einer
Konservierungsflüssigkeit gefüllt. Die armen Biester ersaufen dann
jämmerlich. Diese Technik lehne ich ab, die normale Klappfalle ist da
wesentlich humaner, wenn der Fang unverzichtbar ist (Keiner mag durchgenagte
Stromleitungen mit einhergenden Bränden!)
Beste Grüße
Rowi
Ähmm, von Spitzmäusen war in Bezug auf die Eimernagerei nie die Rede,
sondern von "*.mäusen". Und ein * ist nunmal eine Wildcard, oder etwa
nicht??? Dann allerdings solltest Du (Da du diesen Begriff als erste
verwendet hast) in diesem Zusammenhang zu Beginn Deiner Postings
zunächst die Variablen definieren, zb durch ein forsches "set *=Spitz"
oder so ähnlich. Die Eimernagerei ist übrigens wirklich passiert. AFAIK
steht der Eimer heute noch irgendwo im garten rum. Mit Loch. Was immer
es nun für eine *.maus gewesen sein mag. Daß es keine Spitzmaus war, ist
mir auch klar, aber darum ging es ja auch gar nicht, sondern um
sinnvolle und sinnlose Mausefallen.
Gruß
christian
>
> --
> Tschuessi
> M.Ortmann
Marlies Ortmann schrieb:
> michael grote schrieb:
>
> > Wir haben ein Rudel Farbmäuse von denen gelegentlich mal eine ausbüchst. Mit den
> > üblichen Lebendfallen haben wir bisher alle ohne Verletzung wieder
> > eingefangen
>
> Sehr gut. Nur koennen jene (Deine) Erfolge genau diejenigen
> Nutzer nicht ueberzeugen, deren Lebendfallen eben schon mal amputiert
> haben. _Du_ wirst eben _Dein_ ungehemmtes Pro fuer diese Dinge
> schreiben, ein anderer wird das auf Grund anderer eigener Erfahrungen
> nicht tun. Und diese Leut empfehlen schlicht und unkompliziert, Vorsicht
> walten zu lassen. In jenem Rattenforum, welches Du ja anscheinend auch
> liest, gab es uebrigens auch mal 'ne Diskussion zu diesem Thema. Mal in
> dejanews.com recherchieren! Und die Rattenleut, die dort ueber solche
> Fallen schrieben aeusserten sich sogar mehrheitlich skeptisch.
>
> In die Lebendfalle von der ich spreche, paßt keine Ratte rein. Beschreib mir doch
> bitte mal, wie die Falle aussuieht von der du hier schreibst. Weiter wäre ich an
> alternativen Deinerseits interessiert.
Michael
Rowi schrieb:
> Du bist die einzige Person, der es scheinbar gelungen ist mit Lebendfallen
> Gliedmaßen zu amputieren.
Das waere ja schoen bzw. noch vertretbar. Wir beide koennen nicht wissen
ob ich die einzige P. bin. Folgendes fand ich im Archiv und folgende
UserInnen beschrieben ihre Erfahrungen mit Lebendfallen:
subject: Lebendfallenunfall
Email: A.SI...@t-online.de
Date: 1998/05/12
Forums: de.rec.tiere.ratten
subject: Re: Lebendfallenunfall
Email: inge...@i-way.de
Date: 1998/05/13
Forums: de.rec.tiere.ratten
Habe diese Postings mal gelesen. Worauf wuerde ich also achten haette
ich keinen Eimer? ZB. darauf, dass der gespannte Koederhaken weit genug
vom Fall-'Tor' entfernt ist. Das ist aber so eine Sache. Ob mensch immer
genau die Groesse (Koerperlaenge) des Kleinstwildes abschaetzen kann?
Das Lebendfallenangebot variiert in der Groesse der Ausfuehrung. Man
entscheide sich fuer die richtige Groesse?
Gut angepasst waere die Konstruktion, wenn nicht mehr als ein Tier
hineinpassen wuerde. Die Dinger die ich hier in den Baumaerkten sehe
scheinen dem entgegenzukommen weil sie fast alle schmal und lang
aussehen. Dennoch koennen mehrere sehr kleine Tierarten hintereinander
in die Falle eindringen bzw. dort Schlange stehen. Waehrend das erste
Tier am Koeder zerrt, trifft die Falltuer das dahinterstehende 2.Tier.
Die Lebendfalle bleibt also ein Problem, solange es sich nicht bloss mal
um eine einzelgaengerisch veranlagte Art handelt. Bei Spitzmaus,
Maulwurf, Schermaus, Hoernchen duerfte sich das Problem etwas
entschaefen, denn so sozial sind diese Gattungen wohl nicht. Bei
Erdmaus, Feldmaus, Hausmaus, Wanderratte ... kann ich mir aber schon
vorstellen, dass dann mehrere Individuen recht dicht gefolgt anruecken.
Der eine oder der andere Anwender wird sich sicher drueber freuen wenn 2
Tiere gleichzeitig in die Falle gegangen worden sind.
Die Unverletztheit / Unversehrtheit ist den Leut oft nicht sooo wichtig.
Mensch probiert eben einfach mal neugierig die Lebendfalle und wenn's
dann ein kleine Unfall gibt dann ist es ja "auch nicht so schlimm".
Im Usenet scheint Ortmann aber nun doch nicht die einzige gewesne zu
sein, die schlechte Erfahrungen gemacht hat.
Eine Userin aus dem Rattenforum legte folgende Abaenderung der
Fallkonstuktion nahe: Seitlich auf dem Brett koennen 2 kleine
Erhoehungen angeklebt werden, so dass die Unterkante der Falltuer immer
ein paar Millimeter ueber dem Brettboden bleibt -> Um die schlimmsten
Quetschungen von Fuesschen oder Rute zu vermeiden.
_Ich_ habe leider des oefteren vaeterliche *.Maeusephobien im Garten
_mit_erleben muessen. Die Phobien dieser Generation sitzen oft sehr
tief. Egal war es diesen Phobien, ob im Haus im Garten eine Spitzmaus,
eine Feldmaus, eine Hausmaus, eine Schermaus, eine Ratte war. Was gross
war nannte sich Ratte was klein war nannte sich Maus. Beides musstem
verschwinden.
> Erinnert mich sehr an Monty Python - "... ich kann
> mit einem Eierlöffel Fledermäuse töten.."
Wenn Dich nur stoert, dass es untaugliche Lebendfallen ueberhaupt zu
kaufen gibt ... nun ... dann kann ich Dich beruhigen: _Das_ stoert mich
auch. Schlechte Erfahrungen sollten aber genauso gleichberechtigt und
offen wie die Deinigen positiven Erfahrungen gepostet werden.
Gleichberechtigt zu posten bedeutet v.a., es darf zur Vorsicht geraten
werden. Vorsicht ist ja kein Zwang. _Du_ musst ja _Deine_ Fallen weder
gegen (m)einen Eimer noch gegen 'irgendwelche' untauglichen
Fallkonstukte tauschen.
> Was Kleinsäuger und ihre Erfassung angeht bin ich ein Profi - solche
> Bestandsaufnahmen sind mein Job.
Was fuer eine Erfassung?
Ich bin kein Profi. Und nun? Ich habe trotzdem einen Eimer. Einen
eckigen aus Kunstoff und einen runden aus Metall. :-)_Ich_ tausche meine
Eimer noch immer nicht sooo schnell ein.
> Ich habe mit Lebendfallen schon eine Menge
> erlebt, aber wie von Dir beschriebene Phänomene noch nicht.
Phaenomene habe ich ja noch gar nicht naeher beschrieben.
> Kann es sein, das Deine "Erfahrungen" aus dem Second Hand Shop sind?
Nein kann nicht sein. Sind alte Erfahrungen aus dem damaligen
Baumarktangebot!
> Und warum verbreitest Du sie dann hier?
Soll wohl heut mal ein mittelgrosser Scherz sein? Also ... hm ... bis
jetzt warste ja ein interessant und nett postenter User. Mit Deiner
letzten 'Frage' wird es a bissel komisch.
Ich frage mal vorsichtig nicht zurueck, weshalb Du Deine Texte 'dann
hier verbreitest'.
Ob sich jemand Profi nennt, ob jemand mit 3stellige Erfolgsquoten
aufwarten kann ist die Angelegenheit jedes einzelnen. Das Recht, dies
alles anzuzweifeln (weil dies genauso wenig nachpruefbar ist wie
amputierte *.maeuse aus der eigenen Historie) darf dann aber jeder User
haben. Ich hatte 4 amputationsveruebte *.maeuse gesehen. Irgendwo traf
es Hinterfuesschen, (daemolierte Gelenke) und es traf einen
Schwanzstummel.
> Ein weiterer Vorteil der Lebendfalle, z. B. der Sherman Trap,
Dieser Tip ist sicher wertvoll. Evtl. hat ja auch Sven mit Sherman Trap
seine Maeuse gefangen. Wenn ich hoere, dass es auch ungefaehrliche
derartige Konstruktionen gibt, dann freut mich das umso mehr. Fuer
bestimmte Kleintierarten ist diese Konstruktion bestimmt zu empfehlen.
Wenn es sich um eine ueberlegte Konstruktion handelt dann gibt es diese
vielleicht im Handel gerade nicht?
--
Gruss
Marlies
>subject: Re: Lebendfallenunfall =....
Das Problem scheint Dich ja echt zu beschäftigen...
Ich finde, es gibt schlimmere Dinge. Ich kenne keinen, der sowas bei
uns benutzt. Kleine graue Tiere mit Schwanz sind eben Ungeziefer und
müssen getötet werden - das ist die gängige Meinung. Den Zweck
erfüllen die normalen Schnappfallen recht gut...
Es geht auch anders, aber der Aufwand ist dann auch größer. Wenn wir
uns diesen Aufwand machen, ist das für uns logisch, aber erkläre das
mal einer älteren Frau auf dem Dorf. Da hast Du keine Chance. Freue
Dich lieber, wenn jemand Tiere leben lassen will!
> Evtl. hat ja auch Sven mit Sherman Trap
>seine Maeuse gefangen. Wenn ich hoere, dass es auch ungefaehrliche
>derartige Konstruktionen gibt, dann freut mich das umso mehr....
Nö, Marlies, da muß ich Dich enttäuschen. Meine Fangmethoden kommen
aus Zeiten, als ich mich noch mit Eidechsen beschäftigt habe. Man muß
dabei den Tieren irgendetwas anbieten, was sie als Versteck annehmen.
Bei den Spitzmäusen waren es meine Hüttenschuhe. Die Wolle hat die
Biester unheimlich angezogen. Man legt das Versteck einfach an eine
Stelle, die von den Tieren recht häufig frequentiert wird. Ist die
Maus in der Nähe, sucht sie sich bei Gefahr meist das nächstgelegene
Versteck. Allerdings ist es günstig, wenn die Maus das Versteck schon
kennt. Man kann auch Köder auslegen, um die Tiere zum Versteck zu
dirigieren. Schließmechanismen braucht man nicht, man muß sich
allerdings etwas mit den Gewohnheiten der Tiere auskennen und Geduld
haben. Für Leute, die mal schnell eine Maus fangen wollen, eignet sich
die Methode sicher nicht.
Ich glaube, mittlerweise habe ich meine Wohnung dicht, ein paar
Spitzmäuse tummeln sich manchmal abends vor dem Haus. Mal sehen, was
passiert, wenn es wieder kälter wird...
Herzliche Grüße und ein frohes Fest!