bin zum ersten Mal hier, leider aus traurigem Grund.
Bei einer meiner Katzen (15 Jahre) wurde heute ein Knochentumor (eine
aggressive Form) festgestellt. Der 'Oberarm'-Knochen ist im
Schulterbereich über ein paar Zentimeter angegriffen, in der Lunge evtl
eine Metastase (nur Röntgenbild gemacht).
Seit einigen Wochen humpelt sie, erst hies es, vermutlich Sehne
überdehnt. Das ging dann ein paar Wochen mit leichter Besserung. Gestern
hat sich der Zustand stark verschlechtert und es geht ihr jetzt trotz
Schmerzmittel nicht gut.
Prognose: mit Amputation 6-8 Monate, besser gleich einschläfern...
Nach Recherchen im INet scheinen 3-beinige Katzen noch ganz fit zu sein.
Meine Hauptfrage ist, ob die Möglichkeit besteht, daß sich noch keine
Metastasen gebildet haben und sie nach der Amputation geheilt ist??
Diese kommt nur in Frage, falls sie danach wieder gesund ist. Keine
Chemotherapie oder ähnliche Quälereien!
Durch den Schock konnte ich den Arzt nicht nach weiteren Details fragen.
traurige Grüße
Ulrike
"Ulrike Hardt" <ulrike...@hms-heidelberg.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3E1DF28F...@hms-heidelberg.de...
> Hallo,
[Katze hat Knochenkrebs]
Es tut mir sehr Leid, dass deine Katze so krank ist.
Vielleicht kannst du dich mal mit Sabine Dem in Verbindung setzen. Sie hat
in den letzten 3 Tagen ein paarmal gepostet zum Thema Krebs und Amutation
eines Hinterbeines. Vielleicht kann sie dir noch Informationen geben, was
bei ihrer Tierärtzin alles getan und untersucht wurde. Lies doch mal die
Beiträge "OP-Bericht" und "Neues von der OP-Katze" und "dreibeinige Katze
sucht neues zuhause".
Was ich auf jeden Fall tun würde ist, die Meinung eines zweiten TA
einzuholen. Evtl. gibt es bei euch auch eine Tierklinik mit mehreren TA. Das
Leben mit drei Beinen ist für die Katze auf jeden Fall sehr lebenswert. Wenn
es jedoch mit Schmerzen und Leid verbunden ist, dann sieht es anders aus.
Aber das würde ich mir wirklich von möglichst vielen Seiten bestätigen
lassen, bevor ich eine endgültige Entscheidung treffe.
Ich wünsche dir viel Glück dabei das Richtige zu tun.
Gruß Barbara
*************************************
barbara....@t-online.de
www.buckstege.de/cats
*************************************
Barbara Buckstege wrote:
> Vielleicht kannst du dich mal mit Sabine Dem in Verbindung setzen. Sie hat
> in den letzten 3 Tagen ein paarmal gepostet zum Thema Krebs und Amutation
> eines Hinterbeines.
In dem Fall "meiner" Katze ist es aber so, daß sie erstens jünger ist (ca.7
Jahre) und zweitens keine Metastasen vorhanden sind.Ich glaube, ich würde
einer 15jährigen Katze, die bereits Metastasen in der Lunge hat, keine
Amputation mehr zumuten.
Ulrike, es tut mir so leid, daß Deine Katze so schwer krank ist. Hast Du
Deinen TA schon einmal auf Iscador abgesprochen? Das ist ein
Mistelpräparat, daß helfen kann, den Tumor zumimdest am Wachstum zu
hindern.Ich kenne Meerschweinchenbesitzer, die damit bei Tieren mit
inoperablen Bauchtumoren gute Erfahrungen gemacht haben. Der Kater einer
Freundin hat Tumore im Hals, die man nicht operieren kann.Seitdem er
Iscador bekommt, hat er keine Schluckbeschwerden mehr und er frißt normal.
Servus und alles, alles Gute,
Sabine
> In dem Fall "meiner" Katze ist es aber so, daß sie erstens jünger ist
> (ca.7 Jahre) und zweitens keine Metastasen vorhanden sind.Ich glaube, ich
> würde einer 15jährigen Katze, die bereits Metastasen in der Lunge hat,
> keine Amputation mehr zumuten.
Das sehe ich ganz genauso. Bei unserem Kater Joscha wuchs das Fibrosarkom
zum Schluss ja auch in die Rippen ein, wurde also zu einem Osteosarkom -
und damit begannen die Schmerzen. Das war der Zeitpunkt, ihn gehen zu
lassen.
Wenn unter solchen Umständen bei einer Op bestenfalls 6-8 Monate
Lebensverlängerung drin sind, bereits Metastasen vorliegen und das Tier
heftige Schmerzen hat, würde ich sagen: Es quält sich damit mehr, als dass
ihm die paar gewonnenen Monate noch was bringen. Qualität vor Quantität.
Nichtsdestotrotz kann es sich lohnen, einen zweiten TA nach seiner Meinung
zu fragen, und sei es nur, um eine Entscheidungshilfe zu bekommen.
> Ulrike, es tut mir so leid, daß Deine Katze so schwer krank ist.
Mir ebenfalls, Ulrike, :-(, zumal ich aufgrund unserer Erfahrung mit Joscha
sehr gut nachempfinden kann, wie du dich fühlen musst.
> Hast Du
> Deinen TA schon einmal auf Iscador abgesprochen? [...]
Damit hab ich keine Erfahrung, aber man sollte vielleicht dazu sagen, dass
Iscador regelmäßig gespritzt werden muss. Und es ist kein Schmerzmittel.
Schmerzbekämpfung wäre also zusätzlich nötig.
Ich wünsche dir viel Kraft für die Entscheidung und dann die sichere
Überzeugung, dass es die richtige war.
In Gedanken bei dir
Anita
vielen Dank für Eure Anteilnahme!
Iscador kannte ich bisher nicht, durchsuche aber das Internet danach. Ob
ein Naturheilmittel in so einem schweren Fall noch was bringt?
Mein Tierarzt scheint ein Schulmediziner zu sein. Bisher hatte ich einen
sehr guten Eindruck von ihm, es ging aber immer nur um Impfungen.
So im nachhinein finde ich, daß er mich etwas knapp 'abgekanzelt' hat
ohne genauere Erläuterungen. Ich werde am Montag in die Tierklinik
Heidelberg fahren um wirklich sicher zu sein. Odre hat jemand
Empfehlungen im Raum Heidelberg?
Heute geht es ihr schon besser. Sie schnurrt viel, frißt, ist ein paar
Mal herumgelaufen. Das Laufen scheint ihr aber doch Schmerzen zu
bereiten.
Viele Grüße
Ulrike
Zunaechst einmal tut mir der traurige Grund Deiner Frage sehr leid.
Ich will versuchen, ein paar Deiner Fragen zu beantworten, bin jedoch
kein Arzt, insofern sollen dies lediglich Denkanstoesse sein. Eine
endgueltige Entscheidung kannst Du nur mit Hilfe Deines Tierarztes
treffen, vielleicht kannst/moechstest Du einen zweiten
Tierarzt/Onkologen einen Blick auf die Roentgenbilder werfen lassen.
Die Behandlungsmoeglichkeiten und Erfolgschancen bei verschiedenen
Tumoren sind sehr von der Art des Tumors abhaengig. Bei der Auswahl
der Behandlung spielt auch der allgemeine Gesundheitszustand sowie das
Alter der Katze eine Rolle.
Da Du den Begriff Knochentumor verwendet hast, kann ich im Moment nur
mutmassen, dass Du von einem Osteosarkom sprichst. Ein Osteosarkom
laesst sich mit guter Prognose behandeln, wenn eine lokale
Tumorkontrolle erreicht werden kann (durch Amputation) und der Tumor
keine Tendenz zur Bildung von Metastasen hat. Die prognostizierte
durchschnittliche Lebenserwartung bei vollstaendiger Entfernung des
Tumors liegt im Schnitt bei 24-49 Monaten. Sofern sich der Tumor nicht
vollstaendig entfernen laesst oder bereits metastasiert hat, reduziert
sich die durchschnittliche Lebenserwartung auf 5.5 Monate. Es gibt
leider nur wenig Daten ueber Osteosarkome bei Katzen, da diese nicht
haeufig vorkommen. Es ist an sich ueblich, 'nur' Roentgenbilder zu
machen, um festzustellen, ob sich Metastasen gebildet haben, da die
Lunge haeufig als erstes befallen wird. Zusaetzlich gibt eine
Nadelaspiration oder eine Biopsie Auskunft ueber die Art des Tumors.
Eine Katze kann sich relativ gut an ein Leben auf drei Beinen
gewoehnen. Wichtiger unter diesem Aspekt ist die Tatsache, dass durch
die Amputation die Schmerzquelle entfernt wird.
Uebrigens kann man Chemotherapie und/oder Bestrahlung m.E. nicht
pauschal als Quaelerei betrachten. Der Schwerpunkt in der Humanmedizin
liegt im Verlaengern der Lebenserwartung, bei der Tiermedizin in der
Verbesserung der Lebensqualitaet. Somit ist in der Tiermedizin die
durchschnittliche Behandlungsdauer kuerzer und die Dosierung geringer,
was zu weniger Nebenwirkungen fuehrt.
Hoffe, Dir ein wenig geholfen zu haben.
Petra
> Bei einer meiner Katzen (15 Jahre) wurde heute ein Knochentumor (eine
> aggressive Form) festgestellt.
Ich habe einmal ein Kleintieronkologie-Fachbuch [1] gewälzt, also ein
Buch ausschließlich über Tumorerkrankungen:
Knochenkrebs ist bei Katzen leider fast immer bösartig, denn 90% aller
primären Knochentumore (also keine in die Knochen eingewachsenen Meta-
stasen anderer Tumore im Körper) sind solche. Davon sind 80% Osteosar-
kome, leider *äußerst* aggressive Tumore, die vornehmlich bei älteren
Katzen auftreten.
Sofern es noch zu keiner Metastasierung gekommen ist und das Osteo-
sarkom in einer Gliedmaße sitzt, wird eine Amputation empfohlen, da
hierdurch in der Regel eine Heilung der Katze erzielt werden kann.
Ob eine begleitende Chemotherapie die Überlebenszeit signifikant ver-
längern kann, ist aufgrund begrenzter Fallzahlen nicht nachgewiesen,
Einzelfälle überlebten 5 bis 14 Monate.
Es gibt nur sehr wenige in der Literatur beschriebene Fälle, bei denen
eine Strahlentherapie versucht wurde. Die Ergebnisse lassen leider auf
eine weitgehende Strahlenresistenz des Tumors schließen, kann ihn also
nicht eindämmen. In nicht-operablen Fällen kann sie als Schmerztherapie
zum Einsatz kommen.
Soweit der Kessler in relevanten Auszügen. Er hat eine Kleintierklinik
in Hofheim im Taunus bei Frankfurt am Main, falls Du da in der Nähe
wohnen solltest. Er gehört zu den führenden Kleintieronkologen.
> Der 'Oberarm'-Knochen ist im Schulterbereich über ein paar Zentimeter
> angegriffen, in der Lunge evtl eine Metastase (nur Röntgenbild
> gemacht).
Wenn bereits der Verdacht auf eine Metastasierung besteht, dann sollte
dies zuallererst überprüft werden. Sollte sich dieser Verdacht dann
bestätigen, dann tut es mir leid, aber dann würde ich persönlich meine
Katze nicht mehr operieren lassen. Diese Operation ist nämlich sehr
schmerzhaft und die Lebenserwartung in diesem Fall auch nur sehr kurz.
Das ersparte ich ihr deshalb.
> Gestern hat sich der Zustand stark verschlechtert und es geht ihr
> jetzt trotz Schmerzmittel nicht gut.
Schlimm. Knochenkrebs ist zu allem Überfluß auch noch eine sehr
schmerzhafte Kerbsform :( Wenn sie *trotz* starker Schmerzmittel
Schmerzen hat, dann ließe ich sofort amputieren oder einschläfern.
> Meine Hauptfrage ist, ob die Möglichkeit besteht, daß sich noch
> keine Metastasen gebildet haben und sie nach der Amputation geheilt
> ist??
Die Chance besteht durchaus, siehe oben. Aber dazu muß erst einmal der
Verdacht auf Metastasen in der Lunge ausgeräumt sein!
> Keine Chemotherapie oder ähnliche Quälereien!
Sehe ich genauso, hier mögen aber die Meinungen differieren. Ich möchte
diesen Streß und körperlichen Unbill keiner todkranken Katze mehr
zumuten.
Traurige Grüße und alles Gute,
Michael
[1] Kessler, "Kleintierinkologie", Parey Verlag, Berlin 2000
--
Deine Artikel sprechen für Dich - sei stolz auf sie. Nimm Dir Zeit, wenn
Du einen Artikel schreibst. Vernachlässige nicht die Aufmachung Deines
Artikels. Lies bitte auch http://www.drtk-faq.de und vor allem
http://www.newuserinfo.org/einfuehrung/index.php Vielen Dank!
zunächst vielen Dank für Eure Anteilnahme und die sehr informativen
Ausführungen.
Der Tierarzt hat eigentlich nicht viel gesagt, den Begriff Osteosarkom
hat er auch nicht benutzt. In Bezug auf Metastasen meinte er lediglich,
daß evtl in der Lunge gemäß den Röntgenaufnahmen eine ist.
Weitere Untersuchungen wurden nicht gemacht. Fragen konnte ich gestern
auch nicht stellen, weil ich völlig überrascht war von dieser Diagnose
(glaubte schlimmstenfalls an einen Knochenbruch) und mich nie mit Krebs
beschäftigt habe. Inzwischen habe ich mich auf Alles vorbereitet, von
der Einschläferung bis zur Fehldiagnose..
Die letztendliche Entscheidung fällt morgen. Ich habe kurzfristig morgen
einen Notfalltermin in der Tierklinik Dr Walla in Wiesloch bekommen. Hat
eine sehr guten Ruf und von deren Urteil mach ich meine Entscheidung
abhängig. Die machen sogar ggf. ausnahmsweise am Wochenende eine
Computertomographie, hoffentlich nicht nur Geldschneiderei..
Es ist ein letzter Strohhalm. Selbst wenn keine Metastasaen da sein
sollten, ist eine Amputation bei einer so alten Katze ziemlich kritisch.
Mal sehn, was morgen rauskommt...
Ich werde berichten.
Viele Grüße
Ulrike
> Der Tierarzt hat eigentlich nicht viel gesagt, den Begriff Osteosarkom
> hat er auch nicht benutzt.
Das ist meines Erachtens auch seriös, denn ohne eine Entnahme des
Tumors mit anschließender histologischer Untersuchung ist eine Aussage
diesbezüglich unsicher, selbst wenn die Wahrscheinlichkeit hoch ist.
> In Bezug auf Metastasen meinte er lediglich, daß evtl in der Lunge
> gemäß den Röntgenaufnahmen eine ist.
Die sind manchmal auch nur schwer *eindeutig* zu diagnostizieren. Nur
ein Öffnen der Lunge und Inaugenscheinnahme bietet einen ungetrübten
Blick, was man natürlich niemals machen wird.
> Weitere Untersuchungen wurden nicht gemacht.
Ich kenne Deinen TA nicht, und ich habe keinen Grund, an seiner Kompe-
tenz zu zweifeln. Ein erfahrener TA hat schon viel gesehen in seinem
Berufsleben, meist reicht ihm *eine* Röntgenaufnahme, um eine gesicher-
te Diagnose erstellen zu können.
> Inzwischen habe ich mich auf Alles vorbereitet, von der Einschläfe-
> rung bis zur Fehldiagnose..
Ein im Röntgenbild sichtbarer Knochentumor ist leider eine sichere
Aussage, sorry :(
> Die letztendliche Entscheidung fällt morgen. Ich habe kurzfristig
> morgen einen Notfalltermin in der Tierklinik Dr Walla in Wiesloch
> bekommen. Hat eine sehr guten Ruf und von deren Urteil mach ich meine
> Entscheidung abhängig.
Gut. Bei den akuten Schmerzen ist das auch gut so. Laß sie gehen, wenn
sie es empfehlen, sollte die Diagnose Knochenkrebs stimmen. Es ist wie
gesagt ein sehr schmerzhafter Krebs :(
> Die machen sogar ggf. ausnahmsweise am Wochenende eine Computertomo-
> graphie,
Uii, das ist aber eine super eingerichtete Praxis, respekt.
> hoffentlich nicht nur Geldschneiderei..
Nein, ganz bestimmt nicht. Das ist eine sehr gute diagnostische
Methode. Teuer, aber sehr gut und ziemlich eindeutig, nur die
histologische UNtersuchung ist sicherer.
> Selbst wenn keine Metastasaen da sein sollten, ist eine Amputation
> bei einer so alten Katze ziemlich kritisch.
Yep. leider.
> Mal sehn, was morgen rauskommt...
Ich drück Dir die Daumen und wünsche mir, daß ich in meiner Einschät-
zung irre ...
Seufz,
Michael
kurzer Zwischenbericht:
ich habe mich entschlossen, sie amputieren zu lassen.
Es ist eine weitere Röntgenaufnahme gemacht worden, auf der keine
Metastasen erkennbar waren.
Es hätte übrigens auch etwas bakterielles sein können, was den Knochen
angreift (habe den Fachbegriff vergessen). Die Bilder waren aber
eindeutig.
Nach Auskunft der m.A.n. sehr kompetenten Ärztin bildet ein Knochentumor
immer Mikrometastasen. Die Angaben zur statischen Lebenserwartung
schwanken doch sehr.
@Petra:
>Die prognostizierte
>durchschnittliche Lebenserwartung bei vollstaendiger Entfernung des
>Tumors liegt im Schnitt bei 24-49 Monaten.
Das ist aber viel. Wie ist das mit den Mikromeastasen? Hast Du da einen
Link zu?
Da sie sonst immer gesund war, habe ich mich nach einigem Hin und her
dazu entschlossen.
Sie wird danach Iscador oder etwas ähnliches bekommen (HAL odre so
ähnlich, kennt das jemand?). Das kläre ich nachher noch ab.
Sie wird übrigens noch heute nachmittag (!) operiert, da bei einem
Knochentumor Schmerzmittel wenig helfen.
Die Tierklinik Walla in Wiesloch ist in jeder Hinsicht sehr zu
empfehlen.
Viele Grüße
Ulrike
Zum Thema kann ich leider nichts sagen, aber ich drücke die Daumen, dass
die OP erfolgreich ist und ihr noch eine lange Zeit miteinander habt.
Und mit nur 3 Beinchen wird sie gut zurechtkommen :-)
--
Gruß, Sabine (www.catmix.de)
Neu im Usenet? Kein Problem! http://learn.to/quote und
http://www.newuserinfo.org/einfuehrung/index.php
Ulrike Hardt wrote:
> Sie wird übrigens noch heute nachmittag (!) operiert, da bei einem
> Knochentumor Schmerzmittel wenig helfen.
Wie geht es ihr jetzt? Ich hoffe, sie hat alles gut überstanden.
Servus,
Sabine
> > Sie wird übrigens noch heute nachmittag (!) operiert, da bei einem
> > Knochentumor Schmerzmittel wenig helfen.
>
> Wie geht es ihr jetzt? Ich hoffe, sie hat alles gut überstanden.
die OP ist sehr gut verlaufen. Kreislauf und Blutwerte sehr gut.
Sie hat schon versucht, etwas zu laufen, mit Gejammer und Problemen
natürlich. Sie hat schon verbotenerweise ein paar Krabben gegessen :-)
Momentan liegt sie im Bett auf dem Kopfkissen, ihrem Lieblingsplatz.
Gefällt mir nicht so, falls sie mal runterspringen sollte. Aber sie
würde eh versuchen, aufs Bett zu springen. Ich könnt sie höchstens im
Badezimmer einsperren, aber da wird sie nicht zur Ruhe kommen. Die
beiden anderen Katzen merken, daß was nicht stimmt und lassen sie in
Ruhe.
Mich wundert nur, daß sie nicht mal muß. Hab sie schon ins Klo gesetzt,
war aber nichts.
Hoffentlich muß sie heute nacht nicht. Wenn sie ins Bett pieselt, nicht
so schlimm, Hauptsache sie springt nicht runter. Muß ich noch absichern
mit Decken o.ä.
Ich denke, die Entscheidung war richtig.
Gestern ist sie trotz des völlig zerbröselten Knochens noch
herumgetapert und hat sich den Bauch schrubben lassen. Sie will leben.
Sie begleite mich seit 15,5 Jahren, hat 5 Umzüge klaglos mitgemacht und
vertraut mir völlig. Sogar eklige Medizin schluckt sie nach zureden.
So einen Vertrauensbruch brachte ich nicht fertig. Wenn sie jetzt
Metastasen entwickelt (und das wird sie), wars das halt. Wielange das
dauert, weiß niemand.
Angesichts der Wunde eine sehr harte Entscheidung, die das Problem nur
hinauszögert. Den Frühling wird sie jedenfalls erleben, vielleicht noch
den nächsten.
Seit den ersten mißgedeuteten Symptomen sind übrigens nur so 5-6 Wochen
vergangen. Ich hätte viel eher ein 2. Mal zum TA gehen sollen. Das hätte
zwar am Krebs nichts geändert, aber unnötige Schmerzen verhindert. Beim
Abtasten war bis diese Woche nichts schmerzhaft, aber sie war micht so
aktiv wie sonst (naja, eine eher ruhige Katze). Ich muß mir also
vorwerfen, zu spät gehandelt zu haben. Die Amputation wäre allerdings so
oder so notwendig gewesen. Dieser Krebs entwickelt sich sehr schnell und
der Schmerz läßt sich durch Schmerzmittel kaum dämpfen, es ist also
unverzügliches Handeln notwendig! In 3 Tagen Abwesenheit hat sich ihr
Zustand massivst verschlechtert, sicherlich auch, weil sie nicht gerne
alleine ist.
Viele Grüße
Ulrike
Ulrike Hardt wrote:
> die OP ist sehr gut verlaufen. Kreislauf und Blutwerte sehr gut.
Klingt toll. Bei "meiner" Patenkatze war das auch so.
> Sie hat schon versucht, etwas zu laufen, mit Gejammer und Problemen
> natürlich. Sie hat schon verbotenerweise ein paar Krabben gegessen :-)
Was heißt verboten, fressen ist immer gut.:-) Meine TÄ hat ja nach der OP
auch festgestellt, daß der Schmerz durch den Krebs viel schlimmer sein muß
als der Schmerz durch die Operation. "Meine" Katze wurde am Mittwoch Abend
operiert, nach nur 4 Tagen geht es ihr eigentlich sehr gut. Sie bekommt
natürlich Schmerzmittel. Was mußt Du Deiner Katze denn geben?
> Momentan liegt sie im Bett auf dem Kopfkissen, ihrem Lieblingsplatz.
> Gefällt mir nicht so, falls sie mal runterspringen sollte. Aber sie
> würde eh versuchen, aufs Bett zu springen. Ich könnt sie höchstens im
> Badezimmer einsperren, aber da wird sie nicht zur Ruhe kommen.
Wichtig ist, daß sie sich so wohl als momentan möglich und sicher fühlt.
Wie war die Nacht?
> Mich wundert nur, daß sie nicht mal muß. Hab sie schon ins Klo gesetzt,
> war aber nichts.
Sie hat sicher vor der OP nicht mehr viel gefressen. Laut meiner TÄ dauert
die Darmpassage bei Katzen 2 Tage, also wenn sie heute frißt, wird sie erst
übermorgen ihr erstes Häufchen machen. Hat sie schon gepinkelt?
> Ich denke, die Entscheidung war richtig.
Das glaube ich auch. Da sie ansonsten gesund ist, hat sie sicher gute
Chancen. Meine TÄ sagt auch, es dauert nicht lange, bis sich Katzen an ein
dreibeiniges Dasein gewöhnt haben, sie sind da sehr anpassungsfähig. Bei
"geübten" Dreibeinigen merkt man beim Laufen gar nichts. Der dreibeinige
Kater meiner TÄ ist der Schrecken der Nachbarschaft, er prügelt andere,
viel größere Kater, tierarztreif. Vermutlich haben die zuerst blöde Witze
über sein fehlendes Hinterbein gemacht.;-)
> Wenn sie jetzt Metastasen entwickelt (und das wird sie), wars das halt.
Das kommt aber auch auf die Krebsart an, ob sich welche entwickeln, oder?
> Wielange das dauert, weiß niemand.
Man kann ja auch sonst nie wissen, wie lange ein Lebewesen lebt. Ich sehe
das gerade wieder bei meinen Meerschweinchen. Der älteste Bock ist sechs
Jahre, schon recht dünn, aber munter. Er hat schon zwei viel jüngere
Weibchen überlebt. Bei ihm rechne ich fast damit, daß er eines Morgens tot
im Käfig liegt, aber er lebt und dafür geht es einem noch nicht einmal zwei
Jahre alten Bock sehr schlecht.:-(
> Angesichts der Wunde eine sehr harte Entscheidung, die das Problem nur
> hinauszögert. Den Frühling wird sie jedenfalls erleben, vielleicht noch
> den nächsten.
Ich habe ja die frisch operierte Katze bei meiner TÄ gesehen, es ist schon
ein schlimmer Anblick. Aber wenn erst einmal Fell darüber gewachsen ist und
die Katze gut gehen kann, ist es viel besser.
> Ich muß mir also vorwerfen, zu spät gehandelt zu haben.
Mach das nicht, es hat jetzt keinen Sinn mehr. Umhätschel lieber die
Patientin, dann hast Du nach ihrere Genesung ein verwöhntes Viecherl
mehr.;-)
Gute Besserung,
Sabine
> operiert, nach nur 4 Tagen geht es ihr eigentlich sehr gut. Sie bekommt
> natürlich Schmerzmittel. Was mußt Du Deiner Katze denn geben?
Baytril (ein Anitbiotikum) 1 Woche lang, Topic-Lösung(auf die Wunde
sprühen), und Schmerzmittel für 3 Tage.
Pflaster in 1 Woche entfernen, kann ich selbstmachen und Fädenziehen in
2 Wochen in der Klinik.
Dann wird auch über eine Therapie wie Iscador o.ä. gesprochen. Das soll
sehr teuer sein (100-150 Euro/Monat)?? Ich werd morgen noch mal fragen,
wie das andere Medikament hies.
> Wichtig ist, daß sie sich so wohl als momentan möglich und sicher fühlt.
> Wie war die Nacht?
Sie ist herumgelaufen, ich habs nicht bemerkt, sie lag morgens auf dem
Stuhl.
Jetzt scheint sie Schmerzen zu haben. Ich habe ihr eben Metacam gegeben,
statt der Schmerztabletten, weil das Mittel schläfrig macht und sie
versucht sich anders hinzulegen und dabei womöglich die Naht aufreißt.
Das schluckt sie uch freiwillig (Flüssigkeit), Tabletten dürften
schwierig werden. Nachher muß ich ihr aber das Antibiotikum reinwürgen..
Jetzt frißt sie, aber nicht so wie sonst. War halt eine OP, bei der
Kastration war das auc so.
> Sie hat sicher vor der OP nicht mehr viel gefressen. Laut meiner TÄ dauert
> die Darmpassage bei Katzen 2 Tage, also wenn sie heute frißt, wird sie erst
> übermorgen ihr erstes Häufchen machen. Hat sie schon gepinkelt?
Ja, heut nach ins Bett. Die Decke muß eh auf den Müll *g*
Sie hat mit dem fehlenden Arm noch große Schwierigkeiten, die nächsten
Tage werden bestimmt schwierig. Morgen wenigstens habe ich noch frei.
> dreibeiniges Dasein gewöhnt haben, sie sind da sehr anpassungsfähig. Bei
> "geübten" Dreibeinigen merkt man beim Laufen gar nichts. Der dreibeinige
> Kater meiner TÄ ist der Schrecken der Nachbarschaft, er prügelt andere,
> viel größere Kater, tierarztreif. Vermutlich haben die zuerst blöde Witze
> über sein fehlendes Hinterbein gemacht.;-)
Vorderbein stelle ich mir schwieriger vor, hat ja teilweise auch die
Funktion eines Arms, Springen nach unten wird auch schlechter gehen mit
dem Austarieren.
> Das kommt aber auch auf die Krebsart an, ob sich welche entwickeln, oder?
Bei Knochenkrebs (Osteosarkom) immer. Hat das Deine Katze nicht auch?
Was hat die TÄ zur Restlebensdauer gesagt?
Es werden Mikrometastasen im ganzen Körper gestreut, die jetzt höchstens
mit großem Aufwand bzw, wenn noch klein, gar nicht feststellen kann.
Deswegen war die Entscheidung auch so schwer. Die Amputation als solche
wäre für mich kein Grund zur Einschläferung gewesen. Die TÄ sagte, sie
sei danach schmerzfrei und käme gut damit klar. Das war letztendlich
ausschlaggebend, auch wenn mich Bekannte offenbar für etwas verrückt
oder gar tierquälerisch halten.
Die Tierärztin hat mir dazu geraten, und das ist eine Spezialklinik für
Hunde und Katzen. Wohl die Beste in der Gegend hier.
> im Käfig liegt, aber er lebt und dafür geht es einem noch nicht einmal zwei
> Jahre alten Bock sehr schlecht.:-(
In der Klinik sagten sie mir wegen meiner schönfärberischen Einwände
bzgl. Statistiken, daß ich die Statistik sprenge *g*
> > Ich muß mir also vorwerfen, zu spät gehandelt zu haben.
>
> Mach das nicht, es hat jetzt keinen Sinn mehr. Umhätschel lieber die
> Patientin, dann hast Du nach ihrere Genesung ein verwöhntes Viecherl
> mehr.;-)
Ja, mache ich. Ich nehme auch an, daß sie erst in den letzten Tagen
große Schmerzen hatte.
Viele Grüße
Ulrike
> Jetzt scheint sie Schmerzen zu haben. Ich habe ihr eben Metacam
> gegeben, statt der Schmerztabletten, weil das Mittel schläfrig macht
> und sie versucht sich anders hinzulegen und dabei womöglich die Naht
> aufreißt.
Ich gehe davon aus, daß das mit der Tierklinik abgesprochen ist.
Metacam ist ein gutes Medikament, aber auch mit Vorsicht zu genießen.
Niemals auf nüchternen Magen, wenn die Katze kotzt, sofort absetzen! Es
ist ein Entzündungshemmer, der aber gerade bei Knochenproblemen gegeben
wird. Trotzdem, Vorsicht.
> Jetzt frißt sie, aber nicht so wie sonst. War halt eine OP, bei der
> Kastration war das auc so.
Hier ist es sicher noch schlimmer, da die Narkose länger und vor allem
tiefer war. Laß ihr Zeit, wird schon wieder.
>> Hat sie schon gepinkelt?
>
> Ja, heut nach ins Bett.
Das ist immer nach einer Narkose ein gutes Zeichen, auch wenn's das
Bett traf ;-)
> Morgen wenigstens habe ich noch frei.
Hmm, kannst Du nicht noch ein paar Tage dranhängen. Sie sollte behütet
sein, damit sie nicht dumm rumspringt. Wenn es gar nicht geht, dann
lege wenigstens den Kratzbaum um und entferne alles gefährlich Hohes.
> Vorderbein stelle ich mir schwieriger vor, hat ja teilweise auch die
> Funktion eines Arms, Springen nach unten wird auch schlechter gehen
> mit dem Austarieren.
Das wird schon. Ich habe schon eine vorne amputierte Katze in einem
Baum klettern gesehen.
[Metastasen]
>> Das kommt aber auch auf die Krebsart an, ob sich welche entwickeln,
>> oder?
>
> Bei Knochenkrebs (Osteosarkom) immer.
Hmm, das widerspricht aber den Aussagen von Kessler, wonach eine Katze
eher wegen eines Rezidivs als wegen einer Metastasierung stirbt.
Außerdem schreibt er:
| ... läßt sich jedoch eine niedrigere Metastasierungsneigung fest-
| stellen.. So wurden nur von 5 von 62 Katzen eine Metastasierung
| beschrieben, wobei die Tochtergeschwülste vor allem in der Lunge
| und in einem Fall in der Niere auftraten.
> Es werden Mikrometastasen im ganzen Körper gestreut, die jetzt
> höchstens mit großem Aufwand bzw, wenn noch klein, gar nicht
> feststellen kann.
Hmm. Was ind eigentlich Mikrometastasen, oder meinten sie, daß diese
Metastasen ein Größe unter der Nachweisgrenze besitzen?
Viel Glück,
hier noch ein Nachtrag nach Studium amerikanischer Seiten:
aus http://www.talktothevet.com/ARTICLES/DOGS/dog_bone_cancer.HTM
Zitat Beginn :
Feline Osteosarcoma
Unlike its canine counterpart it has a much lower rate of metastasis and
longer term survival can be expected with complete excision. Median
survival for cats with osteosarcoma is approximately 2 years with many
cats outreaching that. Due to the slow metastatic rate, radiation
therapy can play an important role in osteosarcoma that cannot be
totally excised. Though, chemotherapy is not routinely warranted due to
the slow metastatic nature of feline osteosarcoma, it should be
considered in a case to case basis.
Zitat Ende
Nach anderen Links ist die durchschnittliche Lebensdauer noch erheblich
höher (bis 4 Jahre), wenn sich der Tumor großzügig entfernen läßt, wie
bei einer Amputation.
auf http://www.zzcat.com/ finden sich auch etliche Infos
Überaschend für mich ist besonders, daß die Wahrscheinlichkeit des
'Streuens' von Metastasen bei Katzen gering ist, im Gegensatz zur
Aussage der TÄ. Bei Hunden ist sie aber sehr hoch.
Ich verstehe nicht, weshalb die Angaben so unterschiedlich sind??
also, gut daß ichs gemacht habe.
Grüße
Ulrike
> Ich gehe davon aus, daß das mit der Tierklinik abgesprochen ist.
> Metacam ist ein gutes Medikament, aber auch mit Vorsicht zu genießen.
> Niemals auf nüchternen Magen, wenn die Katze kotzt, sofort absetzen! Es
> ist ein Entzündungshemmer, der aber gerade bei Knochenproblemen gegeben
> wird. Trotzdem, Vorsicht.
Es ist abgesprochen. Sie verträgt es auch gut und leckt es sogar vom
Finger ab. Ich habs heute noch in etwas geringerer Dosierung genommen,
damit sie müde wird und nicht rumläuft.
Außerdem sind Tabletten ein Drama. Morgen bekommt sie das andere Mittel.
Sie döst, schnurrt, wenn ich sie anfasse und scheint keine Schmerzen zu
haben.
Morgen werd ichs evtl mal mit dem Laufen versuche, aber ohne Zwang und
nur ein paar Schritte. Nur auf dem Bett etwas mit Futter locken. Sie ist
sehr vorsichtig, überhaupt ein idealer Patient.
> Das ist immer nach einer Narkose ein gutes Zeichen, auch wenn's das
> Bett traf ;-)
na, dann ist ja gut *g*
> Hmm, kannst Du nicht noch ein paar Tage dranhängen. Sie sollte behütet
> sein, damit sie nicht dumm rumspringt. Wenn es gar nicht geht, dann
> lege wenigstens den Kratzbaum um und entferne alles gefährlich Hohes.
Ich war schon lange in Urlaub, noch mehr geht jetzt schlecht. Es wird
aber jemand nach ihr sehen. Sie war schon immer eher ruhig und wird
solche Eskapaden bestimmt nicht machen.
> [Metastasen]
>
> >> Das kommt aber auch auf die Krebsart an, ob sich welche entwickeln,
> >> oder?
> >
> > Bei Knochenkrebs (Osteosarkom) immer.
>
> Hmm, das widerspricht aber den Aussagen von Kessler, wonach eine Katze
> eher wegen eines Rezidivs als wegen einer Metastasierung stirbt.
Äh, was ist ein Rezidiv?
> Außerdem schreibt er:
>
> | ... läßt sich jedoch eine niedrigere Metastasierungsneigung fest-
> | stellen.. So wurden nur von 5 von 62 Katzen eine Metastasierung
> | beschrieben, wobei die Tochtergeschwülste vor allem in der Lunge
> | und in einem Fall in der Niere auftraten.
ich habe eben noch einen anderen Beitrag mit Auszügen aus den USA
geschrieben, der ähnliches besagt. Die amerikanischen Quellen sind eh
viel ausführlicher als die deutschen, auch bei anderen Themen. Demnach
wäre sogar eine Behandlung wie Iscador oder Chemo gänzlich überflüssig?
Es ist mir vollkommen unverständlich, wieso 2 Tierärzte, darunter eine
Fachklinik, etwas gänzlich anderes sagen. Bei _Hunden_ ist die
Wahrscheinlichkeit einer Metastasierung nach allen Quellen sehr hoch, ob
die TÄ einfach von Hund auf Katze geschlossen haben?? Ich werd sie mal
drauf ansprechen, aber mit Ärzten kann man meist schlecht diskutieren
*g*
> > Es werden Mikrometastasen im ganzen Körper gestreut, die jetzt
> > höchstens mit großem Aufwand bzw, wenn noch klein, gar nicht
> > feststellen kann.
>
> Hmm. Was ind eigentlich Mikrometastasen, oder meinten sie, daß diese
> Metastasen ein Größe unter der Nachweisgrenze besitzen?
ja, so hatte ich das verstanden.
Mein Vertrauen in Ärzte ist, wenigstens was das komplizierte Thema Krebs
anbelangt, zutiefst erschüttert *g* Wenn ich mal sowas habe, werd ich
mindestens 10 Ärzte befragen und auf Literaturquellen bestehen.
Meine Entscheidung gestern stand auf der Kippe und war eher instinktiv.
Was für ein fataler Fehler das Einschläfern gewesen wäre..
Vielen Dank für Deinen Einsatz
Ulrike
Hi,
meines Wissens etwas Wiederkehrendes, also AFAIK ein Rückfall.
Michael, widersprich mir, wenn ich falsch liegen sollte. :)
Gruß Mona
--
Merlin, Filou, Ylvi und mehr: http://www.monas-welt-online.de/
------>>> drtk-FAQ http://www.drtk-faq.de/ <<<------
"Seitdem ich die Menschen kenne - liebe ich die Tiere...." (Goethe)
Ulrike Hardt wrote:
> Sie ist herumgelaufen, ich habs nicht bemerkt, sie lag morgens auf dem
> Stuhl.
Ich bin sicher, in ein paar Tagen macht sie wieder die ganze Wohnung
unsicher.
> Ja, heut nach ins Bett. Die Decke muß eh auf den Müll *g*
Na dann...;-)
> Bei Knochenkrebs (Osteosarkom) immer. Hat das Deine Katze nicht auch?
> Was hat die TÄ zur Restlebensdauer gesagt?
"Meine" Katze hatte zwei Hautgeschwüre, vermutlich Fibrosarkome, die sich
in den Knochen gefressen haben. Meine TÄ sagt, wenn das Bein weg ist und
die Tumore so nicht mehr wachsen können, ist alles OK und die Katze wird
wieder ganz gesund.
Servus,
Sabine
>> [Metastasen]
>>
>>>> Das kommt aber auch auf die Krebsart an, ob sich welche
>>>> entwickeln, oder?
>>>
>>> Bei Knochenkrebs (Osteosarkom) immer.
>>
>> Hmm, das widerspricht aber den Aussagen von Kessler, wonach eine
>> Katze eher wegen eines Rezidivs als wegen einer Metastasierung
>> stirbt.
>
> Äh, was ist ein Rezidiv?
Wie Mona schon schrieb, ist ein Rezidiv ein Tumor, der an derselben
Stelle nachwächst, an der er zuvor entfernt wurde. Leider kann man
nicht immer, einen Tumor restlos entfernen. In der Theorie reicht eine
einzige übersehene Krebszelle aus.
Genaus deshalb ist ja die radikale Amputation einer Entnahme des Tumors
aus dem Knochen vorzuziehen, selbst wenn letztere OP beim individuellen
Zersetzungszustand des Knochens überhaupt möglich wäre. Bei einer
Amputation kann kein Rezidiv mehr entstehen, nur noch Metastasen.
>> Außerdem schreibt er:
>>
>> | ... läßt sich jedoch eine niedrigere Metastasierungsneigung fest-
>> | stellen.. So wurden nur von 5 von 62 Katzen eine Metastasierung
>> | beschrieben, wobei die Tochtergeschwülste vor allem in der Lunge
>> | und in einem Fall in der Niere auftraten.
>
> ich habe eben noch einen anderen Beitrag mit Auszügen aus den USA
> geschrieben, der ähnliches besagt.
Yep, ich hab's gelesen.
> Demnach wäre sogar eine Behandlung wie Iscador oder Chemo gänzlich
> überflüssig?
Ein paar Gedanken hierzu:
1. Frage die TÄ, ob ihr allgemeiner Gesundheitszustand eine Chemo-
therapie überhaupt zuläßt, da diese eine hohe Belastung für den
Organismus bedeutet.
2. Hinsichtlich Iscador kann ich überhaupt nichts beitragen, da ich das
nicht kenne. (Ich bin hier eher der Vertreter der Schulmedizin ;-) )
3. Ich kenne mich zudem auch nicht hinsichtlich Chemotherapie und
Strahlentherapie bei Katzen aus, da ich bisher für mich persönlich kein
Verhältnis zwischen Erfolg und Belastung des Tieres durch die Therapie
erkennen konnte. Ein Mensch kann verstehen und dann akzeptieren, warum
diese Behandlung mit starkem Unwohlsein verbunden ist, eine Katze
nicht, sie leidet nur.
4. Überflüssig? Das wird Dir wohl keiner beantworten können, das weiß
man immer erst hinterher.
> Es ist mir vollkommen unverständlich, wieso 2 Tierärzte,
> darunter eine Fachklinik, etwas gänzlich anderes sagen. Bei _Hunden_
> ist die Wahrscheinlichkeit einer Metastasierung nach allen Quellen
> sehr hoch, ob die TÄ einfach von Hund auf Katze geschlossen haben??
Kann schon sein ;-)
> Ich werd sie mal drauf ansprechen, aber mit Ärzten kann man meist
> schlecht diskutieren *g*
Das kann ich in dieser Ausschließlichkeit nicht akzeptieren ;-)
>> Hmm. Was ind eigentlich Mikrometastasen, oder meinten sie, daß diese
>> Metastasen ein Größe unter der Nachweisgrenze besitzen?
>
> ja, so hatte ich das verstanden.
Ok, die kann man allenfalls durch eine Chemotherpie "erwischen".
> Mein Vertrauen in Ärzte ist, wenigstens was das komplizierte Thema
> Krebs anbelangt, zutiefst erschüttert *g*
Warte lieber noch etwas ab, noch ist doch alles viel zu frisch für Dich
und die TÄ.
> Wenn ich mal sowas habe, werd ich mindestens 10 Ärzte befragen und
> auf Literaturquellen bestehen.
Sogar hierbei kann Dir passieren, daß Du 10 verschiedene Antworte
bekommst <g>
>> Äh, was ist ein Rezidiv?
> meines Wissens etwas Wiederkehrendes, also AFAIK ein Rückfall.
> Michael, widersprich mir, wenn ich falsch liegen sollte. :)
Ich bin zwar nicht Michael, du hast aber trotzdem recht:-).
Grinsende Grüße, Christian
Du scheinst Dich ja wirklich gut auszukennen, hab mal gegoogelt *g*
> Genaus deshalb ist ja die radikale Amputation einer Entnahme des Tumors
> aus dem Knochen vorzuziehen, selbst wenn letztere OP beim individuellen
> Zersetzungszustand des Knochens überhaupt möglich wäre. Bei einer
> Amputation kann kein Rezidiv mehr entstehen, nur noch Metastasen.
Dann sind die Aussichten ja recht gut. Es ist auch die Schulter (oder
wie das heißt bei Katzen) entfernt worden. Der Tumor war im
Oberarmknochen ganz oben bis abwärts ein kurzes Stück.
> 1. Frage die TÄ, ob ihr allgemeiner Gesundheitszustand eine Chemo-
> therapie überhaupt zuläßt, da diese eine hohe Belastung für den
> Organismus bedeutet.
Zunächst, wir haben die Nachbehandlung noch nicht im einzelnen
besprochen. Das passiert in spätestens 2 Wochen beim Fädenziehen.
Sie meinte zur Chemotherapie, daß diese bei Katzen wenig bringt.
Alle paar Tage (so dafür notwendig) in die Klinik gurken ist für die
Katze extrem stressig und mir arbeitsmäßig auch nicht immer so ohne
weiteres möglich.
Tabletten sind wie üblich ein Drama. Das Antibiotikum bekomme ich nur
unter Mühen teilweise in sie rein. So etwas jeden Tag ist kaum machbar,
solange ich nicht den ultimativen Trick finde. Spritzen evtl schon eher.
> 2. Hinsichtlich Iscador kann ich überhaupt nichts beitragen, da ich das
> nicht kenne. (Ich bin hier eher der Vertreter der Schulmedizin ;-) )
Iscador ist offenbar inzwischen so grenzwertig in der Schulmedizin
anerkannt?! Es steht in der roten Liste und die TÄ meinte, es trüge sehr
zum allgemeinen Wohlbefinden bei. Studien scheint es wenig zu geben.
Aber Statistiken traue ich eh wenig ohne nähere Angaben zu den
Einzelfällen. Ich habe mich bisher zuwenig mit Medizin beschäftigt, um
das beurteilen zu können (zuviele Ärzte in dre Familie *G*)
Die Kosten sind auch heftig, obwohl ich als (Riff-) Aquarianerin hohe
Kosten gewohnt bin. Dann werdens halt ein paar weniger Korallen, aber
die Fahnenbarsche und Korallenwächter kommen rein ;-)
> 3. Ich kenne mich zudem auch nicht hinsichtlich Chemotherapie und
> Strahlentherapie bei Katzen aus, da ich bisher für mich persönlich kein
> Verhältnis zwischen Erfolg und Belastung des Tieres durch die Therapie
> erkennen konnte.
Ich habe schon ein paar Mal erlebt, daß meine Katzen irgendetwas für sie
widerliches mitmachen, wenn ich mich gedanklich _voll_ drauf
konzentriere, da brauche ich noch nichtmal viel Zureden. Diese
Konzentration gelingt mir aber nur selten.
Falls es sie körperlich sehr belastet, kommen solche Therapieformen eh
nicht in Frage.
> 4. Überflüssig? Das wird Dir wohl keiner beantworten können, das weiß
> man immer erst hinterher.
Könnte gelegentliches Röntgen oder von mir aus auch Computertomographie
Aufschluß über Metastasen bringen oder ist es dann schon zu spät?
> sehr hoch, ob die TÄ einfach von Hund auf Katze geschlossen haben??
>> darunter eine Fachklinik, etwas gänzlich anderes sagen. Bei _Hunden_
>> ist die Wahrscheinlichkeit einer Metastasierung nach allen Quellen
>> sehr hoch, ob die TÄ einfach von Hund auf Katze geschlossen haben??
> Kann schon sein ;-)
hmm, gibt es so wenig Austausch mit den USA? Die Quellen scheinen schon
fachkundig zu sein.
Und Dein Kessler, eine deutsche resp. -sprachige Quelle? Von einer
Fachklinik könnte man aktuelle Informationen erwarten, aber die Ärztin
war bis in den späten Abend hinein mit Notfällen beschäftigt. Bei
Menschenärzten ist es wohl noch extremer. Das erkenne ich auch
vollkommen an mit großem Respekt.
Daraus folgert aber auch, daß man sich als Patient selbst informieren
sollte, was dank des INets auch gut möglich ist.
Ich war nur etwas -naja ziemlich- aufgebracht, weil ich 2 Tage mit dem
unerträglichen Gedanken an Einschläferung gekämpft habe.
> > Ich werd sie mal drauf ansprechen, aber mit Ärzten kann man meist
> > schlecht diskutieren *g*
>
> Das kann ich in dieser Ausschließlichkeit nicht akzeptieren ;-)
Nach ein paar Tagen Literaturstudium kann und will ich nicht in einem
Streitgespräch mithalten. Aber wenn eine Info so offensichtlich falsch
ist muß man drüber reden.
> > Wenn ich mal sowas habe, werd ich mindestens 10 Ärzte befragen und
> > auf Literaturquellen bestehen.
>
> Sogar hierbei kann Dir passieren, daß Du 10 verschiedene Antworte
> bekommst <g>
Da habe ich absolut kein Problem mit, so ist die Wissenschaft nun mal.
Mich stört nur der Absolutheitsanspruch der Aussagen, noch dazu unter
großem Zeit- und psychischem Druck. Persönliche Ansichten sollten auch
als solche bezeichnet werden.
Es geht ihr heute (2.Tag nach OP) eher ein bißchen schlechter als
gestern. Gestren ist sie noch etwas herumgerobbt, heute wirkt sie
deprimiert und frustriert. Sie rührt sich kaum, frißt nur nach
Aufforderung und ins Klo muß ich sie tragen (steht auf dem Bett).
Nach einem ziemlich erfolglosen Versuch, ihr das Tabletten-Schmerzmittel
(Name nicht lesbar) zu verabreichen, gebe ich ihr wieder das Metacam.
Das bekommt ihr besser, sie wirkt aber immer noch etwas verwirrt. Ist
das normal oder muß ich was tun?
viele Grüße
Ulrike
> Iscador ist offenbar inzwischen so grenzwertig in der Schulmedizin
> anerkannt?!
Grenzwertig, ja, aber keineswegs allgemein. Iscador ist ein
Phytotherapeutikum, aber nach wie vor umstritten. Als Begleittherapeutikum
wird es auch von sog. Schulmedizinern verwendet. Die meisten
Krebsspezialisten lehnen es aber m.W. immer noch ab, da es keine
eindeutigen Wirknachweise gibt.
> Es steht in der roten Liste
Nu ja, da steht vieles drin ;-), genau genommen (fast) alles, was Medikament
genannt wird.
> und die TÄ meinte, es trüge sehr
> zum allgemeinen Wohlbefinden bei. Studien scheint es wenig zu geben.
Sehr wenig, und diese wenigen sind obendrein mit Vorsicht zu genießen, da
sie nicht unbedingt streng wissenschaftlichen Kriterien standhalten. Was
deine TÄ sagte - trägt zum allgemeinen Wohlbefinden bei -, scheint zu
stimmen: Eine echte Anti-Krebs-Wirkung konnte m.W. bisher nicht
nachgewiesen werden, eine Verbesserung der Lebensqualität beim Patienten
hingegen schon (bezieht sich alles auf Menschen). Mit anderen Worten:
Iscador ist kein Wundermittel, kann aber dennoch hilfreich sein. Das
allerdings nur, wenn du selbst spritzt. Wenn du für die Injektionen zur TÄ
musst, lass es. Der zusätzliche Stress ist es nicht wert.
Ob Chemo- und/oder Radiotherapie Sinn macht? Die Belastung für das Tier ist
enorm, und es versteht nicht, warum es ihm so dreckig geht bzw. wozu das
Ganze dienen soll. Ein Mensch weiß und versteht das und kann auf den
Behandlungserfolg hoffen. Das Tier hingegen lebt nur im Jetzt. Wenn es mich
beträfe: Ich würde unseren Tieren (voraussichtlich) weder Chemo- noch
Radiotherapie zumuten, aber letztlich kann das nur jeder für sich selbst
entscheiden.
So oder so: Ich drück deiner Katze die Daumen, dass sie sich schnell von der
Op erholt und noch eine schöne Zeit mit euch verlebt, egal, wie lang oder
kurz diese Zeit sein mag.
Gruß, Anita
>> Bei einer Amputation kann kein Rezidiv mehr entstehen, nur noch
>> Metastasen.
>
> Dann sind die Aussichten ja recht gut.
Ja, aber vergiß bitte nicht, daß das eine statistische Aussage ist, da
gibt es leider immer Gegenbeispiele, wenn auch selten.
> Es ist auch die Schulter (oder wie das heißt bei Katzen) entfernt
> worden.
Dacht ich mir, so wie Du es im ersten Posting beschriebst. Ja, das
nennt man auch bei Katzen die Schulter. Allerdings sagt man nicht Arm
sondern Vorderlauf ;-)
>> 1. Frage die TÄ, ob ihr allgemeiner Gesundheitszustand eine Chemo-
>> therapie überhaupt zuläßt, da diese eine hohe Belastung für den
>> Organismus bedeutet.
>
> Zunächst, wir haben die Nachbehandlung noch nicht im einzelnen
> besprochen. Das passiert in spätestens 2 Wochen beim Fädenziehen.
Ja, schriebst Du bereits.
> Sie meinte zur Chemotherapie, daß diese bei Katzen wenig bringt.
So deutlich wollte ich mich nicht ausdrücken, aber ich sehe es auch so.
> Alle paar Tage (so dafür notwendig) in die Klinik gurken ist für die
> Katze extrem stressig und mir arbeitsmäßig auch nicht immer so ohne
> weiteres möglich.
Und wie ich schon schrieb: Der Katze geht es nach einer Chemotherapie
echt dreckig, sie wird sich meist die Seele aus dem Leib kotzen. Ist
auch beim Menschen eine häufige Nebenwirkung.
> Tabletten sind wie üblich ein Drama. Das Antibiotikum bekomme ich nur
> unter Mühen teilweise in sie rein. So etwas jeden Tag ist kaum
> machbar, solange ich nicht den ultimativen Trick finde. Spritzen evtl
> schon eher.
In diesem Fall wirst Du sicher spritzen müssen, was kein großes Problem
sein wird.
>> 2. Hinsichtlich Iscador kann ich überhaupt nichts beitragen, da ich
>> das nicht kenne. (Ich bin hier eher der Vertreter der Schulmedizin
>> ;-) )
>
> Iscador ist offenbar inzwischen so grenzwertig in der Schulmedizin
> anerkannt?!
Die Antwort hierzu hat dankenswerterweise Anita übernommen, die sich
auf diesem Gebiet wesentlich besser auskennt als ich.
> Ich habe mich bisher zuwenig mit Medizin beschäftigt, um das
> beurteilen zu können (zuviele Ärzte in dre Familie *G*)
Grins.
> Die Kosten sind auch heftig, obwohl ich als (Riff-) Aquarianerin hohe
> Kosten gewohnt bin. Dann werdens halt ein paar weniger Korallen, aber
> die Fahnenbarsche und Korallenwächter kommen rein ;-)
Ey, Du hattest mir nachgegoogelt? Du hattest *das* gefunden? Oder isses
ein Zufall? Ich hatte einmal ernsthaft über den Einstieg in ein Riff-
aquarium nachgedacht, es aber verworfen.
>> 3. Ich kenne mich zudem auch nicht hinsichtlich Chemotherapie und
>> Strahlentherapie bei Katzen aus, da ich bisher für mich persönlich
>> kein Verhältnis zwischen Erfolg und Belastung des Tieres durch die
>> Therapie erkennen konnte.
>
> Ich habe schon ein paar Mal erlebt, daß meine Katzen irgendetwas für
> sie widerliches mitmachen, wenn ich mich gedanklich _voll_ drauf
> konzentriere, da brauche ich noch nichtmal viel Zureden. Diese
> Konzentration gelingt mir aber nur selten.
Das verstehe ich nun nicht richtig. Du hattest sie durch Konzentration
zu etwas gebracht, was sie sonst nicht geduldet hätten?
> Falls es sie körperlich sehr belastet, kommen solche Therapieformen eh
> nicht in Frage.
IMHO ist die körperliche Belastung bei einer Chemo- und Strahlenthera-
pie hoch, bei Katz wie Mensch.
> Könnte gelegentliches Röntgen oder von mir aus auch
> Computertomographie Aufschluß über Metastasen bringen oder ist es dann
> schon zu spät?
Hmm. Schwierig, schwierig. Sagen wir einmal so: Je früher sie entdeckt
werden desto besser, das ist gesichert. Ob es zu spät ist? Das kann man
leider nicht allgemein beantworten. Und außerdem sieht man Metastasen
leider auch erst ab einer signifikanten Größe. Je nach Krebsform kann
dieser Zeitpunkt *viel* zu spät oder noch *rechtzeitig* genug sein.
>>> sehr hoch, ob die TÄ einfach von Hund auf Katze geschlossen haben??
>>> darunter eine Fachklinik, etwas gänzlich anderes sagen. Bei _Hunden_
>>> ist die Wahrscheinlichkeit einer Metastasierung nach allen Quellen
>>> sehr hoch, ob die TÄ einfach von Hund auf Katze geschlossen haben??
>>
>> Kann schon sein ;-)
>
> hmm, gibt es so wenig Austausch mit den USA? Die Quellen scheinen
> schon fachkundig zu sein.
Ich denke schon, daß es Austausch mit Kollegen in den USA gibt, zumin-
dest auf Kongressen und Mailinglisten.
> Und Dein Kessler, eine deutsche resp. -sprachige Quelle?
Er hat eine Tierklinik in Hofheim im Taunus bei Frankfurt am Main.
> Von einer Fachklinik könnte man aktuelle Informationen erwarten, aber
> die Ärztin war bis in den späten Abend hinein mit Notfällen
> beschäftigt.
Du wirst ja noch einen Termin für die zukünftige Therapie mit ihr
haben. Dann wird sicher auch Zeit für Fragen sein.
> Daraus folgert aber auch, daß man sich als Patient selbst informieren
> sollte, was dank des INets auch gut möglich ist.
Aber bitte mit Vorsicht, denn im Weitgehend Widerspruchfreien Netz
findet man auch Berichte über Plastik-Chip-Karten, die einen Aldi-Wein
zum Ökowein wandeln :-))
>>> Ich werd sie mal drauf ansprechen, aber mit Ärzten kann man meist
>>> schlecht diskutieren *g*
>>
>> Das kann ich in dieser Ausschließlichkeit nicht akzeptieren ;-)
>
> Nach ein paar Tagen Literaturstudium kann und will ich nicht in einem
> Streitgespräch mithalten. Aber wenn eine Info so offensichtlich falsch
> ist muß man drüber reden.
Vorsicht mit offensichtlich ;-) Ich habe meine Quellen genannt, Du hast
Deine gefunden, vielleicht hat sie noch neuere?
>>> Wenn ich mal sowas habe, werd ich mindestens 10 Ärzte befragen und
>>> auf Literaturquellen bestehen.
>>
>> Sogar hierbei kann Dir passieren, daß Du 10 verschiedene Antworte
>> bekommst <g>
>
> Da habe ich absolut kein Problem mit, so ist die Wissenschaft nun mal.
ACK
> Mich stört nur der Absolutheitsanspruch der Aussagen, noch dazu unter
> großem Zeit- und psychischem Druck. Persönliche Ansichten sollten auch
> als solche bezeichnet werden.
Hmm. Stell Dir mal vor, eine TÄ oder ein TA streuten in jeden Satz
"meines Wissens", "meiner bescheidenen Meinung nach" oder ähnliches
Unpräzises ein, wie wäre es um deren Glaubwürdigkeit bestellt? Aber
ok., ich habe schon verstanden, was Du meinst.
> Es geht ihr heute (2.Tag nach OP) eher ein bißchen schlechter als
> gestern. Gestren ist sie noch etwas herumgerobbt, heute wirkt sie
> deprimiert und frustriert. Sie rührt sich kaum, frißt nur nach
> Aufforderung und ins Klo muß ich sie tragen (steht auf dem Bett).
> Nach einem ziemlich erfolglosen Versuch, ihr das
> Tabletten-Schmerzmittel (Name nicht lesbar) zu verabreichen, gebe ich
> ihr wieder das Metacam. Das bekommt ihr besser, sie wirkt aber immer
> noch etwas verwirrt. Ist das normal oder muß ich was tun?
Weiß ich ganz ehrlich gesagt nicht. Sie hat eine sehr schwere OP hinter
sich, die Rekonvaleszenz ist sicher langsam ob ihres Alters. Ich kann
Dir nur empfehlen, die TÄ zu kontaktieren und ihr den Zustand zu
schildern. Dann frage sie auch gleich, ob Du nicht vorbeikommen
könntest, um das Schmerzmittel in Spritzen aufgezogen abzuholen, damit
Du es selbst spritzen kannst. Sie hat sicher noch Schmerzen, und ich
bin mir nicht sicher, ob hier ein Entzündungshemmer wie Metacam
ausreicht ...
Viel Glück weiterhin,
an Dich, Anita, vielen Dank für die sehr hilfreichen Infos zu Iscador
und Chemo.
> Ja, aber vergiß bitte nicht, daß das eine statistische Aussage ist, da
> gibt es leider immer Gegenbeispiele, wenn auch selten.
das ist klar. In so einer Situation spielt die Psyche auch eine große
Rolle, da häng ich mich dann gerne auf an positiven Statistiken, was
soll man auch sonst tun ;)
> Dacht ich mir, so wie Du es im ersten Posting beschriebst. Ja, das
> nennt man auch bei Katzen die Schulter. Allerdings sagt man nicht Arm
> sondern Vorderlauf ;-)
Ich sage trotzdem gerne Arm, weil sie die Vorderpfote oft benutzen wie
eine Hand ;-)
> Und wie ich schon schrieb: Der Katze geht es nach einer Chemotherapie
> echt dreckig, sie wird sich meist die Seele aus dem Leib kotzen. Ist
> auch beim Menschen eine häufige Nebenwirkung.
ok, also nein. Quälen will ich sie nicht.
[Antibiotikum]
> In diesem Fall wirst Du sicher spritzen müssen, was kein großes Problem
> sein wird.
Ja, war heute noch mal da, s.u.
> Ey, Du hattest mir nachgegoogelt? Du hattest *das* gefunden? Oder isses
> ein Zufall? Ich hatte einmal ernsthaft über den Einstieg in ein Riff-
> aquarium nachgedacht, es aber verworfen.
Naja, gesehen hab ichs schon, das mit den Anemonen, aber es paßte auch
thematisch rein wegen der Kosten *g*
Es lohnt sich! Interessanter als Süßwasser, was ich seit 4 Jahren mache
(auch jetzt noch).
Mehrere Monate Vorbereitung und 3 Monate Kampf gegen Algen und
kümmernde, jetzt erholende, Korallen haben sich gelohnt. Ich bin meinen
eigenen Weg gegangen. Bspw. keine Doktorfische, Kaiser-, Pinzettfische
indiskutabel, Algenfilterbecken, hoher Bodengrund. Aber das gehört nicht
hierher, können wir gerne per PM über reden.
> Das verstehe ich nun nicht richtig. Du hattest sie durch Konzentration
> zu etwas gebracht, was sie sonst nicht geduldet hätten?
Schlecht zu beschreiben. Meine widerbortige (und sehr kluge) Zweitkatze
hat ihren Nacken hingehalten, um sich das stinkige Flohmittel
verabreichen zu lassen, was sonst nur mit Gewalt ging und geht. Oder sie
hat sich in die Transportkiste sperren lasssen, nachdem ich ihr gesagt
habe, es sei dringend (dabei wars nur ne Impfung *g*). Sonst ist sie
stundenlang verschwunden, wenn sie die Kiste gesehen hat. Oder der große
Umzug von Bremen hierher. Beide Katzen (die 3. kam erst später) waren
völlig gelassen, obwohl sie Autofahren hassen.
> dieser Zeitpunkt *viel* zu spät oder noch *rechtzeitig* genug sein.
ok, abwägen. Da verlasse ich mich auf die Klinik.
> Aber bitte mit Vorsicht, denn im Weitgehend Widerspruchfreien Netz
> findet man auch Berichte über Plastik-Chip-Karten, die einen Aldi-Wein
> zum Ökowein wandeln :-))
logo *g*
> Hmm. Stell Dir mal vor, eine TÄ oder ein TA streuten in jeden Satz
> "meines Wissens", "meiner bescheidenen Meinung nach" oder ähnliches
> Unpräzises ein, wie wäre es um deren Glaubwürdigkeit bestellt? Aber
> ok., ich habe schon verstanden, was Du meinst.
die Glaubwürdigkeit würde sich erhöhen. Medizin ist keine Mathematik. In
extremen Situationen muß man schon aus psychologishen Gründen
durchgreifen, soviel ist klar.
> > ihr wieder das Metacam. Das bekommt ihr besser, sie wirkt aber immer
> > noch etwas verwirrt. Ist das normal oder muß ich was tun?
.. sie hat seit heute mittag 'unmotiviert' gemaunzt ( das
Umwohlsein/SChmerzmauzen). Sie wirkte auch völlig schlapp und
deprimiert. Daraufhin habe ich sie in die Klinik gefahren.
Schmerzen hat sie nicht, die TÄ hat sogar an der Wunde gezerrt, alles
gut verheilt und kein Schmerz. Aber, sie hat eine Anämie und der
Kreislauf ist down.
Der Blutverlust durch die OP hätte schon ausgeglichen sein müssen. Auch
fangen amputiertre Katzen normalerweise schon nach 2 Tagen wieder an zu
laufen. Sie hat sich gar nicht mehr gerührt.
Die Anämie könnte auf Metastasen im Knochenmark hindeuten oder auch mit
dem Metacam zusammenhängen (Magenblutungen). HOffen wir letzteres. Das
Metacam soll ich absetzen, Schmerzmittel sind auch sonst nicht mehr
notwendig. Antibiotika werden jetzt gespritzt, war aber nichts
entzündet.
Die TÄ hat ihr noch 24h Zeit zur Besserung gegeben, währenddesssen ich
sie zum Laufen aufmuntern soll. Ich habe sie nach der OP auch sehr
verwöhnt und faul war sie schon immer.
Sie macht seit dem Klinikbesuch einen lebhafteren Eindruck. Keine
Riesenpupillen und apathischen Gesichtsausdruck mehr. Fressen tut sie
nach wie vor, wenn auch nicht so viel wie sonst.
Ich habe sie nach einer Ruhepause einfach brutal auf den Fußboden
gelegt. So einen Meter ist sie nach langem Zögern gewankt bzw gekrochen.
Sie scheint mit dem fehlendem Bein psychisch nicht klar zu kommen und
schmeißt sich dann lieber hin. Wenigstens weiß ich jetzt, daß ihr nichts
weh tut und sie ruhig mal etwas energischer behandeln kann. Ihr Miauen
hat jetzt auch deutlich nachgelassen und hat jetzt auch eher den
'ich-bin-genervt-Ton'. Hoffen wir das Beste.
Viele Grüße
Ulrike
>> Und wie ich schon schrieb: Der Katze geht es nach einer Chemotherapie
>> echt dreckig, sie wird sich meist die Seele aus dem Leib kotzen. Ist
>> auch beim Menschen eine häufige Nebenwirkung.
>
> ok, also nein. Quälen will ich sie nicht.
Um ganz sicher zu gehen, frage hierzu aber die Ärzte in der Klinik.
Vielleicht gibt es ja mittlerweile verträglichere Chemotherapeutika,
obwohl, mir fehlt hier der Glaube ...
> Mehrere Monate Vorbereitung und 3 Monate Kampf gegen Algen und
> kümmernde, jetzt erholende, Korallen haben sich gelohnt. Ich bin
> meinen eigenen Weg gegangen. Bspw. keine Doktorfische, Kaiser-,
> Pinzettfische indiskutabel, Algenfilterbecken, hoher Bodengrund. Aber
> das gehört nicht hierher, können wir gerne per PM über reden.
Seufz, bitte nicht, nachher habe ich einen Rückfall :) Nein, es geht
nicht, Dachwohnung, heiß im Sommer ==> Kühlaggregat für's Wasser :(
Außerdem befürchtet meine Lebensgefährtin, daß die Anemonen genau dann
das Becken verlassen, wenn ich auf Dienstreise sein sollte ;-) Und das
(Anemonenmasse auf'm Boden) ertrüge sie nie und nimmer <veg>
>> Hmm. Stell Dir mal vor, eine TÄ oder ein TA streuten in jeden Satz
>> "meines Wissens", "meiner bescheidenen Meinung nach" oder ähnliches
>> Unpräzises ein, wie wäre es um deren Glaubwürdigkeit bestellt? Aber
>> ok., ich habe schon verstanden, was Du meinst.
>
> die Glaubwürdigkeit würde sich erhöhen. Medizin ist keine Mathematik.
Bei Dir ja, bei der Mehrheit leider nicht.
> In extremen Situationen muß man schon aus psychologishen Gründen
> durchgreifen, soviel ist klar.
Yep.
>>> ihr wieder das Metacam. Das bekommt ihr besser, sie wirkt aber
>>> immer noch etwas verwirrt. Ist das normal oder muß ich was tun?
>
> .. sie hat seit heute mittag 'unmotiviert' gemaunzt ( das
> Umwohlsein/SChmerzmauzen).
Oh je :(
> Aber, sie hat eine Anämie und der Kreislauf ist down.
Mipft.
> Der Blutverlust durch die OP hätte schon ausgeglichen sein müssen.
Hat sie denn viel getrunken und/oder gefressen? Denn nur damit kommt
Wasser in eine Katze.
> Auch fangen amputiertre Katzen normalerweise schon nach 2 Tagen wieder
> an zu laufen. Sie hat sich gar nicht mehr gerührt.
Gar nicht schön.
> Die Anämie könnte auf Metastasen im Knochenmark hindeuten oder auch
> mit dem Metacam zusammenhängen (Magenblutungen). HOffen wir letzteres.
Das Magenbluten ist eine gefürchtete Nebenwirkung von Metacam, deshalb
versuchte ich, Dich zu einem Schmerzmittel zu "geleiten".
> Das Metacam soll ich absetzen,
Gut.
> Schmerzmittel sind auch sonst nicht mehr notwendig.
Es ist immer wieder erstaunlich, welche Schmerzen Katzen aushalten, bei
denen wir längst Opiate brauchen.
> Antibiotika werden jetzt gespritzt, war aber nichts entzündet.
Spritzt Du selbst? ;-)
> Die TÄ hat ihr noch 24h Zeit zur Besserung gegeben,
Oh je. Die Zeit ist um ... Seufz, wie ging es aus?
> Hoffen wir das Beste.
Ja, das hoffe ich auch, und ich drücke alle verfügbaren Daumen,
ihr geht es bedeutend besser!!
Dienstag hatte sie einen Hämatokritwert von 13 (normal laut Ausdruck
30-44), heute 23!
Sie ist mir Dienstag abend noch auf die Schulter gekrochen, Wahnsinn was
Katzen aushalten.
Die Wunde war da schon gut verheilt.
Offenbar hatte die TÄ einen guten Einfluß auf sie, weil sie nach dem
Besuch deutlich aktiver war. Gefressen hat sie übrigens in der Zeit ganz
gut, aber nur nach Aufforderung.
Ein Mensch läge da längst im Koma, das entspricht wohl so 3L
Blutverlust.
Nach dem praktisch nutzlosen Klinikbesuch am Mi inkl langer Autofahrt
(Ärztin krank, Blutwerte nicht aufzufinden) ging es ihr bis Do abend
wieder schlechter (ich mußte Do arbeiten, aber eine Nachbarin hat sie
versorgt).
Am Do Abend hat die 3.-Katze Lisa eine tote Maus angeschleppt, und da
erwachten ihre Lebensgeister schlagartig! Sie hat erst etwas mit dem
verbliebenen Arm äh Vorderlauf mit ihr gespielt, dann komplett
aufgefressen. Danach hat sie Lisa verhauen und ist mit etwas Hilfe aufs
Klo gegangen.
Da sie seit Sa nicht gesch... hat, hat die TÄ ihren Bauch auf ihre
Kosten (!) geröntgt, voll bis Anschlag. Sie hat ein Klistier gekriegt,
kam etwas raus. Morgen soll ich ihr das noch 2mal verabreichen.
Sie hat in der Zeit viel Leber bekommen, vielleicht hat ihr das Eisen
darin geholfen.
Lisa (8 Monate) hat genau gemerkt, wann es ihr schlecht ging. Tiger war
nur eifersüchtig, die ist aber ziemlich einzelgängerisch.
Hier mal die aktuellen Blutwerte:
WBC 13,8
RBC 4,74
HGB 6,5
Hct 23,0
MCV 48,4
MCH 13,6
MCHc 28,2
Plt 386
> Seufz, bitte nicht, nachher habe ich einen Rückfall :) Nein, es geht
> nicht, Dachwohnung, heiß im Sommer ==> Kühlaggregat für's Wasser :(
Ich brauche jetzt schon bald ein Kühlaggregat im EG. Mit Ventilator gut
26°, ohne 28-29. Son Aggregat kostet auch nicht die Welt, wenigstens in
der Anschaffung. Oben 1000 W rein, unten mit 500W wieder raus *g* Brauch
die Zentralheizung gar nicht anmachen.
> Außerdem befürchtet meine Lebensgefährtin, daß die Anemonen genau dann
> das Becken verlassen, wenn ich auf Dienstreise sein sollte ;-) Und das
> (Anemonenmasse auf'm Boden) ertrüge sie nie und nimmer <veg>
Korallen wandern nicht :-) und Anemonen machen eh nur Probleme. Die
Fische sind auch nett, der eine Salarias läuft mir hinterher wie ein
Schoßhund, der andere ist wie ein Wachhund z.B.
> > Der Blutverlust durch die OP hätte schon ausgeglichen sein müssen.
>
> Hat sie denn viel getrunken und/oder gefressen? Denn nur damit kommt
> Wasser in eine Katze.
ja. getrunken sogar mehr als sonst, gefressen insgesamt so mindestens
die Hälfte dre normalen Menge (verfressen *g*) und nur geringe Mengen
auf einmal. Aber Leber, Sheba und Krabben gehen immer rein *g*
> > Die Anämie könnte auf Metastasen im Knochenmark hindeuten oder auch
> > mit dem Metacam zusammenhängen (Magenblutungen). HOffen wir letzteres.
>
> Das Magenbluten ist eine gefürchtete Nebenwirkung von Metacam, deshalb
> versuchte ich, Dich zu einem Schmerzmittel zu "geleiten".
Das wußte ich bis Di nicht in der Form, ich habe es auch sofort
abgesetzt. Die TÄ hat an der Wunde herumgezerrt, keine Schmerzen.
Hoffentlich habe ich ihren Zustand nicht dadurch verschlimmert. Das
Problem war halt, einer leidenden Katze Tabletten zu verabreichen. Das
sollte einem alle TÄ mal zeigen in so einem Fall. Es sieht eigentlich
ganz einfach aus, man muß es nur mal gemacht haben und den Mut haben,
die Katze mal härter anzufassen.
> > Antibiotika werden jetzt gespritzt, war aber nichts entzündet.
>
> Spritzt Du selbst? ;-)
Das macht eine Bekannte (Krankenschwester). Selber spritzen hätt ich
auch gemacht, subkutan ist nicht schwer und tut nicht weh.
> Ja, das hoffe ich auch, und ich drücke alle verfügbaren Daumen
Es hat geholfen :-)
Viele Grüße
Ulrike
Ulrike Hardt wrote:
> ihr geht es bedeutend besser!!
*ufff* Da bin ich wirklich froh. Ich nehm ja immer gleich das Schlimmste
an, wenn sich jemand mit einer kranken Katze einmal nicht meldet...
Wir drücken hier weiter alle Daumen, Pfoten, Krallen und Flossen.:-)
Servus,
Sabine
> ihr geht es bedeutend besser!!
Schön, sehr schön. Ich hatte echt schon das Schlimmste befürchtet.
> Sie ist mir Dienstag abend noch auf die Schulter gekrochen, Wahnsinn
> was Katzen aushalten.
Ja. Wenn man uns ein Bein oder einen Arm amputiert, liegen wir erst
einmal für zwei, drei Wochen im Krankenhaus.
> Gefressen hat sie übrigens in der Zeit ganz gut, aber nur nach
> Aufforderung.
Und heute? Frißt sie jetzt von alleine?
> Am Do Abend hat die 3.-Katze Lisa eine tote Maus angeschleppt, und da
> erwachten ihre Lebensgeister schlagartig! Sie hat erst etwas mit dem
> verbliebenen Arm äh Vorderlauf mit ihr gespielt, dann komplett
> aufgefressen. Danach hat sie Lisa verhauen und ist mit etwas Hilfe
> aufs Klo gegangen.
Grins. Das ist mit Abstand das schönste was ich heute Abend gelesen
habe ;-) Seufz, irgendwann werde ich wieder Katze(n) haben ...
> Da sie seit Sa nicht gesch... hat, hat die TÄ ihren Bauch auf ihre
> Kosten (!) geröntgt, voll bis Anschlag. Sie hat ein Klistier gekriegt,
> kam etwas raus. Morgen soll ich ihr das noch 2mal verabreichen.
Hmm, die Narkose war wohl ziemlich heftig für sie. Ich drück Dir hier
die Daumen.
> Hier mal die aktuellen Blutwerte:
Bitte in Zukunft (auch an alle Mitleser) *mit* der Angabe zu den
Einheiten posten. Sonst wird es echt schwierig bis unmöglich, die
Normalbereiche zu identifizieren.
> WBC 13,8
Gesamt-Leukozytenzahl (Weiße Blutzellen, Normalbereich: 6 - 11), also
etwas zu hoch. IMHO, nicht der Rede wert.
> RBC 4,74
Heißt wahrscheinlich Red Blood Cells, hierzu kann ich keinen
Normalbereich finden.
> HGB 6,5
Hämoglobin (Blutfarbstoff, Normalbereich: 9 - 15), etwas zu niedrig,
IMHO auch nicht der Rede wert.
> Hct 23,0
Hämatokrit (Gesamtzahl aller Blutzellen pro Volumeneinheit,
Normalbereich: 30 - 44), war ja schon schlimmer.
> MCV 48,4
Mittleres Erythrozytenvolumen (Normalbereich: 40-55)
> MCH 13,6
Mean Corpuscular Hemoglobin (Normalbereich: 13-17)
> MCHc 28,2
Mean Corpuscular Hemoglobin Concentration (Normalbereich: 13-35)
> Plt 386
Hmm, keine Ahnung was das sein soll, sorry.
>> Seufz, bitte nicht, nachher habe ich einen Rückfall :) Nein, es geht
>> nicht, Dachwohnung, heiß im Sommer ==> Kühlaggregat für's Wasser :(
>
> Ich brauche jetzt schon bald ein Kühlaggregat im EG. Mit Ventilator
> gut 26°, ohne 28-29. Son Aggregat kostet auch nicht die Welt,
> wenigstens in der Anschaffung. Oben 1000 W rein, unten mit 500W wieder
> raus *g* Brauch die Zentralheizung gar nicht anmachen.
Dacht ich's mir doch. Das damals besichtigte Kühlaggregat war teuer,
groß, laut und ausgeprägt stromziehend.
>> Außerdem befürchtet meine Lebensgefährtin, daß die Anemonen genau
>> dann das Becken verlassen, wenn ich auf Dienstreise sein sollte ;-)
>> Und das (Anemonenmasse auf'm Boden) ertrüge sie nie und nimmer <veg>
>
> Korallen wandern nicht :-)
Da ist was dran :)
> und Anemonen machen eh nur Probleme.
Genau deshab interessierten sie mich.
> Die Fische sind auch nett, der eine Salarias läuft mir hinterher wie
> ein Schoßhund, der andere ist wie ein Wachhund z.B.
Grins.
Hoffentlich holen sie nicht nachts die Räuber im Aquarium.
>> Das Magenbluten ist eine gefürchtete Nebenwirkung von Metacam,
>> deshalb versuchte ich, Dich zu einem Schmerzmittel zu "geleiten".
>
> Das wußte ich bis Di nicht in der Form, ich habe es auch sofort
> abgesetzt.
Sorry, hätte ich wohl erwähnen sollen.
> Die TÄ hat an der Wunde herumgezerrt, keine Schmerzen.
Na, das ist ein gutes Zeichen.
> Hoffentlich habe ich ihren Zustand nicht dadurch verschlimmert.
Nein, mach Dir keinen Kopf. Die Tabletten waren nichts im Vergleich zum
Wundschmerz.
> Das Problem war halt, einer leidenden Katze Tabletten zu verabrei-
> chen. Das sollte einem alle TÄ mal zeigen in so einem Fall. Es sieht
> eigentlich ganz einfach aus, man muß es nur mal gemacht haben und den
> Mut haben, die Katze mal härter anzufassen.
Yep. Die einfachste Methode ist immer noch: Katze von hinten über-
rumpeln, Kopf umfassen und dabei Maul mit Daumen und Zeigefinger
"aufhebeln" und Pille einpfeifen, Schlund mit Zeigefinger und Daumen
nach unten mehrfach abstreichen (damit Pille auch geschluckt wird),
fertig ;-)
>>> Antibiotika werden jetzt gespritzt, war aber nichts entzündet.
>>
>> Spritzt Du selbst? ;-)
>
> Das macht eine Bekannte (Krankenschwester). Selber spritzen hätt ich
> auch gemacht, subkutan ist nicht schwer und tut nicht weh.
Wie? Antibiotika werden doch subkutan gespritzt? Verstehe ich jetzt
nicht. Spritzt Du nun selbst oder nicht?
>> Ja, das hoffe ich auch, und ich drücke alle verfügbaren Daumen
>
> Es hat geholfen :-)
Na, dann drück ich doch glatt weiter,
Evtl. platelets = Thrombozyten?
Viele Grüße, Christian
> *ufff* Da bin ich wirklich froh. Ich nehm ja immer gleich das Schlimmste
> an, wenn sich jemand mit einer kranken Katze einmal nicht meldet...
Es war halt noch alles in der Schwebe, da hab ich mich lieber um sie
gekümmert statt vorm Computer zu hocken. Arbeiten mußte ich auch noch.
Ich muß zugeben, daß ich kurzzeitig echt Zweifel hatte, ob die OP das
Richtige war. Und sie war richtig, was auch sehr der TÄ zu verdanken
ist, die mir Mut gemacht und sich ehrlich Sorgen gemacht hat.
In so einem kritischem Fall sollte man lieber nochmal andere Ärzte
aufsuchen, eh man aufgibt. Und immer das Beste hoffen.
> Wir drücken hier weiter alle Daumen, Pfoten, Krallen und Flossen.:-)
Danke, es hat geholfen :-)
Ich werde berichten, wenn sie doch Metastasen bildet bzw 20 geworden
ist ;-)
Viele Grüße
Ulrike
> Und heute? Frißt sie jetzt von alleine?
ja, aber sie ist doch recht bequem geworden *g*. Sie war schon immer
faul und mäkelig mit dem Futter.
Sie ist deutlich kräftiger geworden, konnte sogar 50cm auf ihr
geliebtes Bett springen. Sie ist auch, als ich auf dem Boden gesessen
habe, auf meine Schulter gesprungen und gleich wieder runtergefallen..
Auch ist sie auf dem Bett ein paarmal herumgetapert, da fällt man halt
weich. An das fehlende Bein muß sie sich noch gewöhnen, aber es wird
schon besser. Ich muß sie etwas fordern, weil sie unsicher ist und
letzte Woche ziemlich verwöhnt worden ist. Sie vermißt das Bein noch und
legt sich im Zweifelsfall erst mal hin zum Überlegen ;) Sie war heute
etwas verschlafen und ich habe sie weitgehend in Ruhe gelassen. Ihr Fell
sieht auch schon viel besser aus.
> > Da sie seit Sa nicht gesch... hat, hat die TÄ ihren Bauch auf ihre
> > Kosten (!) geröntgt, voll bis Anschlag. Sie hat ein Klistier gekriegt,
> > kam etwas raus. Morgen soll ich ihr das noch 2mal verabreichen.
>
> Hmm, die Narkose war wohl ziemlich heftig für sie. Ich drück Dir hier
> die Daumen.
Das war wohl auch der Blutmangel und das Metacam (Warnung vor dem
Zeugs!)
Dadurch haben sich verhärtete Klumpen im Darm angesammelt, war auch dem
Röntgenbild deutlich zu sehen. Heute Morgen hab ich ihr noch ein
Klistier verpaßt, funzt gut. Gleich kriegt sie noch eins.
> Bitte in Zukunft (auch an alle Mitleser) *mit* der Angabe zu den
> Einheiten posten. Sonst wird es echt schwierig bis unmöglich, die
> Normalbereiche zu identifizieren.
war ich zu tippfaul zu *g*, dürften auch im deutschland einheitlich sein
?
>
> > RBC 4,74
>
> Heißt wahrscheinlich Red Blood Cells, hierzu kann ich keinen
> Normalbereich finden.
Norm laut Ausdruck: 5-10 *10^6 µL
> Dacht ich's mir doch. Das damals besichtigte Kühlaggregat war teuer,
> groß, laut und ausgeprägt stromziehend.
Die Beleuchtung hängt von der Beckenhöhe und der Positionierung und
Ansprüchen der Tiere ab. Oft fährt man mit T5 gut, da reicht locker ein
Ventilator.
> > und Anemonen machen eh nur Probleme.
>
> Genau deshab interessierten sie mich.
Es gibt auch andere schwierige Tiere *g* Reizen tun sie mich auch,
besonders wegen dr Amphiprions, aber sie sind mit mind. Bratpfannengröße
für ein 760er schlicht zu groß und vernesseln alles.
Ich lege mehr Wert auf Artenvielfalt. Es gibt genügend interessante
kleinere Tiere. Korallen werden zwar auch recht groß, aber viele kann
man einfach durchschneiden und abgeben.
> Yep. Die einfachste Methode ist immer noch: Katze von hinten über-
> rumpeln, Kopf umfassen und dabei Maul mit Daumen und Zeigefinger
> "aufhebeln" und Pille einpfeifen, Schlund mit Zeigefinger und Daumen
> nach unten mehrfach abstreichen (damit Pille auch geschluckt wird),
> fertig ;-)
Mach das mal mit 2 Händen *g*, man muß auch die Tablette weit genug
reinkriegen, sonst gibts nur Gesabber. Kenn ich von mir selbst,
Tabletten krieg ich 'nackt' nur schlecht runter, weil irgendein Reflex
das SChlucken von Brocken verhindert.
> > Das macht eine Bekannte (Krankenschwester). Selber spritzen hätt ich
> > auch gemacht, subkutan ist nicht schwer und tut nicht weh.
>
> Wie? Antibiotika werden doch subkutan gespritzt? Verstehe ich jetzt
> nicht. Spritzt Du nun selbst oder nicht?
War wohl mißverständlich. Ja, wird subkutan gespritzt. Selber hab ichs
nicht gemacht, weil gerade ein Krankenschwester da war. Ist aber
wirklich einfach und allemal besser als das Tablettentheater. Heute hat
sie die Letzte bekommen.
> Na, dann drück ich doch glatt weiter,
> Michael
Danke, aber jetzt kann nicht mehr viel passieren, außer Metastasen, und
das ist statistisch gesehen unwahrscheinlich :-)
Beim Fädenziehen werd ich nochmal das Blut testen lassen, auch, um ihre
Normwerte zu erfahren.
Viele Grüße
Ulrike
Ulrike Hardt wrote:
> Es war halt noch alles in der Schwebe, da hab ich mich lieber um sie
> gekümmert statt vorm Computer zu hocken.
Klar.
> Arbeiten mußte ich auch noch.
Ach, wirklich?;-) Ist aber gut so, Du mußt ja Deine Katze ordentlich
versorgen. Wie heißt sie eigentlich, oder hab ich das überlesen?
> In so einem kritischem Fall sollte man lieber nochmal andere Ärzte
> aufsuchen, eh man aufgibt. Und immer das Beste hoffen.
Ja, genau.
> Danke, es hat geholfen :-)
> Ich werde berichten, wenn sie doch Metastasen bildet bzw 20 geworden
> ist ;-)
Ich hoffe doch, daß Du Dich auch vorher schon einmal meldest, vielleicht
nicht gleich wieder mit so etwas Dramatischem. Ich würde mich freuen zu
lesen, wie gut die Katze auch mit einem fehlenden Vorderbein
zurechtkommt.:-)
Servus,
Sabine
> Ich hoffe doch, daß Du Dich auch vorher schon einmal meldest, vielleicht
> nicht gleich wieder mit so etwas Dramatischem. Ich würde mich freuen zu
> lesen, wie gut die Katze auch mit einem fehlenden Vorderbein
> zurechtkommt.:-)
Inzwischen hoppelt sie schon ganz geschickt im Zeitlupentempo und fällt
nicht mehr so oft um. Sie ist noch fauler als sonst und natürlich noch
etwas unsicher.
Jetzt ist sie extrem mäkelig mit dem Fressen, am Liebsten das
Astronautenfutter (Nutri-plus-Gel mit Lebertran etc) und Shrimps,
Trockenfutter plötzlich wieder, dafür kein Sheba mehr *g*. Sie war aber
schon immer sehr anspruchsvoll mit dem Fressen und wirkt zufrieden.
Ich werd nächste Woche nochmal berichten, was sie so macht.
Grüße
Ulrike
Was macht die Patientin? Ich hoffe, sie frißt wieder ordentlich.
Servus,
Sabine
> Was macht die Patientin? Ich hoffe, sie frißt wieder ordentlich.
Danke der Nachfrage :-)
Mulli frißt gut, ka* gut, und ist sehr faul.
Sie läßt sich bedienen *g*. Sie kann ganz gut laufen, aber man muß sie
dazu 'nötigen'. Sie läuft immer nur ein paar Schritte, setzt sich dann
hin, überlegt, , und läuft weiter in Richtung Bett. Kräftig genug ist
sie. Sie springt lieber, als zu laufen und wählt den umständlichen Weg
übers Sofa, das am Bettrand steht. Beim Springen kommt sie noch nicht
mit dem fehlenden Bein klar und fällt womöglich runter. Runterspringen
tut sie noch nicht, nur rauf, und das so schnell, daß ich schnell genug
reagieren kann.
Ich denke, es ist einfach Unsicherheit und ihre Faulheit. Im Winter hat
sie sich eh nie viel bewegt und war entsprechend füllig.. Jetzt hat sie
ordentlich abgenommen und ihr (Über-)Gewicht muß ich jetzt mehr im Auge
behalten.
Eben hat Lisa eine Maus gefangen, die ich aufs Bett gelegt habe (kann
man ja keinem erzählen *g*). Da ist sie recht ökonomisch (Mulli) auf dem
Bett herumgelaufen. Als ich gesehen habe, daß die Maus noch lebt und
sich nur totstellt, habe ich sie wieder in den Garten gesetzt.
Sie hat einen munteren Gesichtsausdruck und reagiert normal auf
Streicheln und Schrubben, aber sie geht nicht vom Bett runter, auch
nicht, wenn ich von der Arbeit komme.Sie putzt sich wenig, das
irritiert mich mehr als ihre Faulheit. Auch scheint sie schlecht zu
hören (oder zu wollen).
Eben hab ich sie auf den Schoß gesetzt, sie versucht wie üblich, auf den
Schreibtisch zu springen, das fehlende Bein irritiert sie deutlichst.
Am Wochenende bei passablem Wetter kommt sie in den Garten in die
hinterste Ecke ;)
Ich denke mal, sie muß einfach sicherer werden und die vergangenen
Wochen vergessen. Schmerzen hat sie sicher keine mehr. Von einer
vollständigen Erholung kann man aber auch noch nicht sprechen. Ich
vermute, daß die jetztigen Probleme 'nur' psychologicsch bedingt sind.
Wie hat sich erigentlich Deine 3-beinige ans Laufen gewöhnt? War ja
'nur' ein Hinterbein?
Viele Grüße
Ulrike
Ulrike Hardt wrote:
> Mulli frißt gut, ka* gut, und ist sehr faul.
> Sie läßt sich bedienen *g*. Sie kann ganz gut laufen, aber man muß sie
> dazu 'nötigen'.
Das klingt ja alles nicht so schlecht. das mit dem Laufen wird sicher
besser, wenn sie sich daran gewöhnt hat, mit drei Beinen auskommen zu
müssen. Das dauert bei verschiedenen Katzen sicher unterschiedlich lang.
> Eben hat Lisa eine Maus gefangen, die ich aufs Bett gelegt habe (kann
> man ja keinem erzählen *g*).
Ts,ts,ts, sonst beschweren sich die Menschen immer, daß die Katze ihnen
eine Maus ins Bett legt.;-)
> Ich vermute, daß die jetztigen Probleme 'nur' psychologicsch bedingt sind.
Das kann gut sein, Katzen sind da sehr sensibel. Außerdem wird sie merken,
daß Du sie besonders verwöhnst, also nutzt sie das schamlos aus.;-)
> Wie hat sich eigentlich Deine 3-beinige ans Laufen gewöhnt? War ja
> 'nur' ein Hinterbein?
Es ist ja nicht "meine" Katze, nur meine Patenkatze.Ich habe die OP
bezahlt, dafür hat mich das Katzenvieh dann gekratzt.:-) Meine TÄ hat mir
erzählt, daß die Katze schon in der Nacht nach der OP irgendwie aufs
Kisterl gekommen ist zum Pinkeln. Die Katze war so ca. eine Woche in einem
großen Käfig bei der TÄ, da ist sie schon herumgehumpelt, manchmal
abgestützt am Gitter. Manchmal ist sie auch noch umgefallen, aber das ist
wohl normal. Jetzt in ihrem neuen Zuhause geht sie im ganzen Haus herum und
hat laut Besitzern keine großen Probleme.Diese Katze muß aber auch ein ganz
besonders zähes und anpassungsfähiges Tier sein.
Ich hoffe, Deine Mulli zeigt sich bewegungstherapiewillig, dann wird das
schon.:-)
Servus,
Sabine
ich war heute nochmal in der Klinik zum Fädenziehen.
Zur Erinnerung : 3 Tage nach der Amputation vor 2 Wochen ging es ihr
sehr schlecht, 3 Tage später schlagartig besser (Hämatokrit von 13 auf
23), seitdem Stagnation in Verhalten und Aussehen.
> > Ich vermute, daß die jetztigen Probleme 'nur' psychologicsch bedingt sind.
>
> Das kann gut sein, Katzen sind da sehr sensibel. Außerdem wird sie merken,
> daß Du sie besonders verwöhnst, also nutzt sie das schamlos aus.;-)
Das sicherlich, aber da ist noch irgendwas anderes, ich kenn sie
schließlich seit 15 Jahren. Das spiegelt sich auch in dem neuen
Untersuchungsergebnis wider:
Heute hat sie einn Hämataokritwert von 25,5 (normal 30-44%), also
innerhalb einer Woche kaum Verbesserung. Die Wunde ist nach dem
Fädenziehen tw wieder aufgegangen, obwohl sie prima aussah. Sie ist
nochmal getackert worden (mit Metallklammern).
Sie hat ein Anabolikum bekommen (Laurabolin 50) für die Blutbildung
sowie Interferon (Virbagen Omega 10ME). Letzteres muß ich ihr noch 2*mal
spritzen.
Das Interferon für Katzen ist erst seit 1 Jahr auf dem Markt,
Erfahrungen mit Knochenkrebs liegen noch nicht vor. Bei
Virenerkrankungen und malignem Melanom seien die Erfahrungen
vielversprechend.
Ich muß mich da erst noch drüber informieren, habs heute erst erfahren
und gleich zugestimmt. Dies ist ein Experiment, schaden wirds wohl
nicht. Wenn man sich zu so einer Operation entschließt, muß man die
Sache auch durchziehen. Allzu teuer wars nicht, außerdem 'vergißt' die
TÄ immer wieder, was in Rechnung zu stellen *g*.
Ich habe die Herstellerinfo über das Interferon mitbekommen, falls
jemand noch was weiß, immer her damit :-) Ich kann die Herstellerinfo
auch für Interessierte einscannen, ist aber recht oberflächlich.
Viele Grüße
Ulrike
> Zur Erinnerung : 3 Tage nach der Amputation vor 2 Wochen ging es ihr
> sehr schlecht, 3 Tage später schlagartig besser (Hämatokrit von 13 auf
> 23), seitdem Stagnation in Verhalten und Aussehen.
Das tut mir leid :-(
[Felines Interferon]
> Ich habe die Herstellerinfo über das Interferon mitbekommen, falls
> jemand noch was weiß, immer her damit :-)
Interferone haben neben ihren antiviralen Eigenschaften, indem sie auf
sehr komplizierte Weise die Immunantwort des Organismus auf ein Virus
verbessern helfen, auch noch antiproliferative (d.h. tumor-wachstums-
hemmende) Wirkung. Sie werden noch nicht so lange in der Tiermedizin
eingesetzt, man kann also noch nicht sehr viel über ihre reproduzier-
baren Erfolge berichten.
Zum Einstieg empfehle ich http://www.vetcontact.com/interferon/ und die
dort angeführten Links.
Viel Glück,
> Das war wohl auch der Blutmangel und das Metacam (Warnung vor dem
> Zeugs!)
ACK, das kann ich nur unterstreichen. Es ist gut, hat aber leider auch
diese unschöne Nebenwirkung. Also nur unter strenger ärztlicher
Kontrolle.
>> Bitte in Zukunft (auch an alle Mitleser) *mit* der Angabe zu den
>> Einheiten posten. Sonst wird es echt schwierig bis unmöglich, die
>> Normalbereiche zu identifizieren.
>
> war ich zu tippfaul zu *g*, dürften auch im deutschland einheitlich
> sein ?
Nein, es gibt da keine einheitlichen Angaben, trotz unserer 150%igen
Gründlichkeit :)
>>> RBC 4,74
>>
>> Heißt wahrscheinlich Red Blood Cells, hierzu kann ich keinen
>> Normalbereich finden.
>
> Norm laut Ausdruck: 5-10 *10^6 µL
Also auch ok.
> Danke, aber jetzt kann nicht mehr viel passieren, außer Metastasen,
> und das ist statistisch gesehen unwahrscheinlich :-)
Leider sieht aber auch jede Statistik diese Ausnahmen vor :(
Trotzdem, ich drücke die Daumen,
Michael
--
to let