Ich habe eben in der Ulmer Suedwestpresse gelesen, dass die
"Verlustrate" bei Katzen in BW besonders hoch sei. Als Katzendiebe
werden nicht wie frueher Tierfaenger ausgemacht, welche die Katzen
fangen, um sie an staatliche wie private "Forschungs"einrichtungen zu
verkaufen (Stichwort Tier"versuche"), sondern Satanisten und
Fellhaendler.
So wurden dem Bericht zufolge beispielsweise auf einem Parkplatz bei
Pfullingen die graesslich zugerichteten Ueberreste von vier schwarzen
Katzen neben einem Eimer Katzenblut aufgefunden worden. Vermutlich
sind die betreffenden Tiere regelrecht abgeschlachtet worden, um
irgendein schwachsinniges satanisches Ritual zu zelebrieren.
Wie die Zeitung schreibt, gehen aber die meisten Diebstaehle auf das
Konto von Tierfaengern, die die Katzen oder deren Felle gegen gutes
Geld an Gerber verhoekern. Selbst das Justizministerium mag nicht
ausschliessen, dass hierbei organisierte Banden am Werk sind.
Was kann man als Katzenfreund bzw. -freundin tun?
Dass wir nie im Leben ein Katzenfell kaufen, ist ja wohl Ehrensache.
(Und andere Felle und Pelze nach Moeglichkeit auch nicht - Webpelze
sind viel schoener!)
Auch andere (Familienmirglieder, Freunde, Bekannte etc.) vom Kauf
abhalten.
Die Augen aufhalten und auf die Tierfaenger bzw. ihre Autos achten,
die vor allem nachts unterwegs sind, um ihrem schaendlichen "Beruf"
nachzugehen. Nummer notieren oder Polizei rufen.
Die Nachbarn ueber die neuen Gefahren fuer Katzen informieren.
Jedes Verschwinden einer Katze anzeigen (beim Tierschutzverein und der
Polizei). Auch Hinweise an die oertliche Presse, vor allem wenn
mehrere Katzen in einem Ort oder einer Siedlung verschwinden.
Vielleicht habt ihr noch weitere Tips - bitte in diesen Thread posten!
Danke!
Paul
Quelle: Hans Georg Frank: Viele Katzen werden Opfer von Satanisten und
der Fell-Mafia. In: Kocherbote. Rundschau für den Schwaebischen Wald
vom 28.01.99, S. 9
>Ich habe eben in der Ulmer Suedwestpresse gelesen, dass die
>"Verlustrate" bei Katzen in BW besonders hoch sei. Als Katzendiebe...
Sie sprechen ein Thema an, daß mir unter den Nägeln brennt, leider
hatte ein ähnlich gelagertes Posting von Frau Wolz vom 13.1. wenig
Resonanz, vielleicht wird es diesmal besser...
Am 4.12. war ein vergleichbarer Artikel in den Badischen Neusten
Nachrichten, Karlsruhe. Hier eine grobe Zusammenfassung:
"...im Oberrheingraben sei ... eine hohe Zahl an schwarzen Katzen
verschwunden.
..
In Bühl... sind im August und September eine Unzahl weißer(sic) Katzen
verschwunden.
..
In Verdacht geriet ein Rheumadeckenhersteller.... Man vermutet, daß
die Tiere zur Schlachtung ins benachbarte Elsaß gebracht und daraufhin
legal als Felle wiedereingeführt werden..."
Hier möchte ich eine kritische Anmerkung machen: Wie ich aus einem
grauenhaften TV-Bericht erfahren habe, kann man in Frankfurt
asiatische Katzenfelle für knapp DM 5 je Stück erwerben. Warum macht
sich dann jemand die Mühe lokale Katzen weg zu fangen, das ist ja doch
mit Aufwand verbunden?
Sowieso die Frage: Weiß jemand wie diese Katzenfänger vorgehen?
Verwenden sie Fallen, Lockstoffe oder machen sie sich nur an
zutrauliche Katzen ran?
Gibt es diese Vorkommnisse auch in anderen Bundesländern?
>
>Was kann man als Katzenfreund bzw. -freundin tun?
Also wenn unsere Katze Ausgang hat bleibt das Fenster offen (auch im
Winter) um sie rufen zu hören, wenn etwas los ist.
Weiterhin gehe ich nicht ins Bett, bevor die Katze im Haus ist, was
sich natürlich nicht bei jedem Tier realisieren läßt.
Ein Privatmann aus Hügelsheim/Ratstatt hat ein "Vermißtentelefon"
eingerichtet. Die Nummer möchte ich nicht in die NG stellen, ich teile
sie aber gerne per EMail mit.
Es gibt wahrscheinlich keine Tat, die schrecklich genug ist, damit sie
nicht von Menschen begangen wird.
Für weitere Hinweise wäre auch ich sehr dankbar.
Herzliche Grüße
Ulrich Lang, Raum Karlsruhe
> Als Katzendiebe werden nicht wie frueher Tierfaenger
> ausgemacht, welche die Katzen fangen, um sie an staatliche
> wie private "Forschungs"einrichtungen zu verkaufen
> (Stichwort Tier"versuche"),
immerhin haben die journalisten also kapiert, dass sie mit
solch hirnrissigen vermutungen voellig falsch liegen (da
tiere mit unbekannter historie fuer tierversuche ungeeignet
sind).
> sondern Satanisten und Fellhaendler.
das ist schon eher einsichtig. oft genug sind es aber
schlichtweg "ganz normale" tierquaeler; die duerften bei
weitem in der mehrzahl sein. viele davon sind jugendlich
und machen es, wenn sie erwischt und gefragt werden,
"just for fun".
> Wie die Zeitung schreibt, gehen aber die meisten Diebstaehle
> auf das Konto von Tierfaengern, die die Katzen oder deren Felle
> gegen gutes Geld an Gerber verhoekern.
ich bezweifele dies. reality check:
- in deutschland muehselig unter dem staendigen druck, erwischt
zu werden, ein paar katzen zu fangen ist sehr viel aufwendiger,
uneffizienter und teurer, als sie in anderen laendern en masse
zu "produzieren" und gleich dort (in billiglohnlaendern) ver-
arbeiten zu lassen und dann nur noch mir niedrigsten transport-
kosten die "wertvollen" felle voellig legal zu importieren.
kein auch nur halbwegs bei klarem verstand seiender mensch
wird etwas anderes versuchen, weil es zu aufwendig (katze
stehlen/fangen), unsicher (lieferfaehigkeit) ganz allgemein
umstaendlich ist.
- der beruf des gerbers ist in deutschland (ausser was
industrielle "tiermassenverwertung" angeht) fast
ausgestorben; und in so einem industriebetrieb wuerde
eine "charge" katzenhaeute unter den sonst verarbeiteten
rinder- und schweinefellen (und -kadavern) sehr wohl
auffallen.
> Dass wir nie im Leben ein Katzenfell kaufen, ist ja wohl
> Ehrensache.
und betten uns deshalb ruhigen gewissens auf unsere daunenkissen.
tom
--
Anyone who considers protocol unimportant has
never dealt with a cat. - R. Heinlein
Hallo Ulrich,
>Sie sprechen ein Thema an, daß mir unter den Nägeln brennt, leider
>hatte ein ähnlich gelagertes Posting von Frau Wolz vom 13.1. wenig
>Resonanz, vielleicht wird es diesmal besser...
naja, vielleicht war ja der traffic auf eMails beschränkt oder es ist
wg. des TV-Berichtes bei RTL einwenig untergegangen.
also ich geb' schon zu, das posting von monika nur ueberflogen zu
haben, weil mich baden-wuerttemberg nunmal geographisch gesehen nicht
so sehr beruehrt. was nicht bedeuten soll, das es mich nicht
interessiert, was in bw so los ist, nur kann ich von hier oben bei
euch da wenig ausrichten.
Gruß Ulrike mit Willie,Baby,Barney,Lorenzo,Teddy,April,Wölkchen und Quietschie
--
(ICQ: 15336719 Katzenfreak/IRC: Katzenfee #katzen)
(http://members.aol.com/germuki/private/herzlich.htm)
***Besucht die Kaffeeklatschliste***
Kazzerstreff Pfingsten 99 ..../treff.htm
Im allgemeinen gebe ich Dir da recht. Allerdings deuten die
Presseartikel darauf hin, dass es in diesem Fall etwas anders ist.
>> Wie die Zeitung schreibt, gehen aber die meisten Diebstaehle
>> auf das Konto von Tierfaengern, die die Katzen oder deren Felle
>> gegen gutes Geld an Gerber verhoekern.
>
>ich bezweifele dies. reality check:
>
>- in deutschland muehselig unter dem staendigen druck, erwischt
> zu werden, ein paar katzen zu fangen ist sehr viel aufwendiger,
> uneffizienter und teurer, als sie in anderen laendern en masse
> zu "produzieren" und gleich dort (in billiglohnlaendern) ver-
> arbeiten zu lassen und dann nur noch mir niedrigsten transport-
> kosten die "wertvollen" felle voellig legal zu importieren.
> kein auch nur halbwegs bei klarem verstand seiender mensch
> wird etwas anderes versuchen, weil es zu aufwendig (katze
> stehlen/fangen), unsicher (lieferfaehigkeit) ganz allgemein
> umstaendlich ist.
Ich bezweifle, ob der Druck, erwischt zu werden, hierzulande
tatsaechlich gross ist. Wenn ein paar Katzen verschwinden, passiert
normalerweise gar nichts. Die Taeter muessten schon in flagranti
erwischt werden oder so viele stehlen, dass der Druck derer, die ihre
Katze vermissen, gross genug wird. Wenn diese Katzendiebe mobil sind
und sich vor allem im laendlichen Raum, wo viele Katzen erst gar nicht
vermisst werden und der Nachschub ziemlich gesichert ist, bedienen,
muesste das IMHO ziemlich lange gut gehen. Und Katzen zu klauen ist
vermutlich billiger, als sie zu zuechten.
Fuer meine Argumentation spricht auch, dass vor allem in laendlichen
Gegenden sehr viele Katzen verschwunden sind (siehe mein Posting des
Artikels aus der StZ am 13.1.1999).
> - der beruf des gerbers ist in deutschland (ausser was
> industrielle "tiermassenverwertung" angeht) fast
> ausgestorben; und in so einem industriebetrieb wuerde
> eine "charge" katzenhaeute unter den sonst verarbeiteten
> rinder- und schweinefellen (und -kadavern) sehr wohl
> auffallen.
Deshalb wurden die Katzen ins Elsass exportiert.
Ciao
Monika
Nur zur Info: Die einzige Reaktion kam von Ulrich Lang, was ich sehr
schade fand, denn IMO ist das Thema sehr wichtig und nicht nur, weil
ich in BaWue wohne. Im Prinzip kann sich doch so etwas ueberall
abspielen.
Ciao
Monika
....
>Jedes Verschwinden einer Katze anzeigen (beim Tierschutzverein und
der
>Polizei). Auch Hinweise an die oertliche Presse, vor allem wenn
>mehrere Katzen in einem Ort oder einer Siedlung verschwinden.
Meiner persoenlichen Erfahrung nach interessiert sich die Polizei
herzlich wenig fuer verschwundene oder zu Tode gequaelte Katzen. Auch
bei der Presse kann man in vielen Faellennur im Sommerloch oder wenn
man Fakten und nicht nur Vermutungen hat, eine Reaktion erreichen.
Ciao
Monika
...
Der Tierschutzbund empfiehlt, Katzen nach Einbruch der Daemmerung
nicht mehr rauszulassen.
Ciao
Monika
Hallo Monika,
IMHO sollte jede vermißte Katze bei der Polizei anzeigt werden
(Anzeige gegen unbekannt wegen Diebstahl). Auf diese Weise ist in
Freudenstadt (auch Baden-Württemberg) erst aufgefallen, daß in einer
(!) Straße am selben Tag mehr als 10 Katzen vermißt wurden. Das war
Mitte Dezember. Im Radio (SWR3) wurde darauf hingewiesen, vermißte
Katzen auf jeden Fall als gestohlen anzuzeigen. Nach dem Motto "die
Masse macht's". Klar, daß eine einzige Anzeige kaum Eindruck macht.
Leider!
Bei uns in der Nachbarschaft ist vor 2 Wochen eine wunderschöne
reinweiße Angorakatze verschwunden. Bis jetzt keine Spur! Dabei fällt
mir ein: wenn es nun Leute sind, die Katzen fangen und dann einfach
über kostenlose Kleinanzeigen verkaufen? Ist auch schell verdientes
Geld. So hübsch wie diese weiße Katze war würde es mich nicht wundern.
Aber wenn man sich für eine Katze interessiert, wie soll man wissen,
ob sie gestohlen ist oder nicht?
Es mag grob klingen, aber ich weiß warum ich Jamie nicht rauslasse. Er
war immer nur in der Wohnung und kommt damit prima zurecht. Das Risiko
ist mir einfach zu groß.
Ciao-miao
Birgit
Wenn ich das Untenstehende lese, von wegen verschwundene Katzen in
Freudenstadt, läuft es mir eiskalt den Rücken runter. Es ist noch nicht
allzulange her, da kam nämlich im Fernsehen ein Bericht, daß in einem Dorf
dort ganz in der Nähe die Einwohner ihre Speisekarte mit Hunde- und
Katzenfleisch "bereichern" (mit Originalinterviews der Leute, die das tun!).
Im Ernst, das ist kein Flachs oder Jux; ich selbst wohne (wenn ich nicht
gerade in Griechenland bin) dort in der Nähe, habe von Kollegen davon
gehört, und auch diverse Tageszeitungen haben sich mit diesem Thema schon
befaßt. Also, Katzenfreunde, aufgepaßt! Diese Vorfälle sind übrigens auch
einer der Gründe, weshalb ich meine Tigers nie 'rauslasse!
Gruß
Regina
>Hallo Monika,
>
>IMHO sollte jede vermißte Katze bei der Polizei anzeigt werden
>(Anzeige gegen unbekannt wegen Diebstahl). Auf diese Weise ist in
>Freudenstadt (auch Baden-Württemberg) erst aufgefallen, daß in einer
>(!) Straße am selben Tag mehr als 10 Katzen vermißt wurden. Das war
>Mitte Dezember. Im Radio (SWR3) wurde darauf hingewiesen, vermißte
>Katzen auf jeden Fall als gestohlen anzuzeigen. Nach dem Motto "die
>Masse macht's". Klar, daß eine einzige Anzeige kaum Eindruck macht.
>Leider!
>Hallo Ihr lieben Dosis, speziell die in BW!
>
>Wenn ich das Untenstehende lese, von wegen verschwundene Katzen in
>Freudenstadt, läuft es mir eiskalt den Rücken runter. Es ist noch nicht
>allzulange her, da kam nämlich im Fernsehen ein Bericht, daß in einem Dorf
>dort ganz in der Nähe die Einwohner ihre Speisekarte mit Hunde- und
>Katzenfleisch "bereichern" (mit Originalinterviews der Leute, die das tun!).
Die Witze über die katzenfressenden Lützenharder sind so uralt wie Asbach:
aber *gesehen* hats noch nie einer, immer nur gehört. Darüber hinaus
müßten falls das Verschwinden ein Beweis dafür sein soll, daß die Katzen
gegessen wurden in dieser Gegend mindestens seit dreißig Jahren (wenn
nicht viel mehr) Katzen verschwunden sein.
--
renata <computers ate up my life> @berlin.snafu.de
Ciao-miao
Birgit