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Draussenkatze bei Umzug mitnehmen? (etwas lang)

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Elke Thiele

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Jul 4, 2000, 3:00:00 AM7/4/00
to
Hallo!
Bei uns steht demnaechst ein groesseres Problem an: Wir muessen im Lauf des
naechsten Jahres umziehen. Bisher fuettern wir immer "unsere" wilde Katze
Minka, eine vermutlich 6, 7 Jahre alte Kaetzin. Sie wohnt hier in den
Hinterhoefen, haengt aber fast nur noch in oder vor unserer Wohnung rum.
(Ja, leider markiert sie hier drinnen auch, obwohl kastriertes Weibchen, ist
das zu fassen???) Mit unserem Kater Lebouski versteht sie sich ziemlich gut.
Zwar ist sie gerne in unserer Wohnung, sie wird aber nervoes und schreit
rum, sobald wir die Balkontuere zumachen. Und obwohl sie mittlerweile so
zahm ist, dass sie mir aus der Hand Schinken frisst (anscheinend ihre
Lieblingsspeise, da ist sie bestechlich :-)) - anfassen oder gar streicheln
laesst sie sich bis jetzt nicht. Und ich habe nach über drei Jahren nicht
viel Hoffnung, dass sich das noch aendert. Aber am Anfang war sie so scheu,
dass sie noch nicht einmal gefressen hat, wenn wir auch nur irgendwo in der
Naehe waren.
Was sollen wir machen, wenn wir umziehen? Natuerlich moechte ich sie sehr
gerne mitnehmen, einerseits, weil ich sie mag, andererseits, weil wir weit
und breit die einzigen sind, die sie fuettern. Der Gedanke, dass sie
erwartungsvoll vor unserer Balkontuere sitzen wird und dann ganz fremde
Leute dort wohnen, ist ziemlich traurig. Andererseits ist sie sicherlich
hier in der Naehe geboren und kennt hier jeden Stein. Natuerlich moechte ich
wieder eine Wohnung mit Garten haben, allein schon wegen unserers Katers,
aber kann sich eine so alte, wilde Katze ueberhaupt an eine ganz neue
Umgebung gewöhnen? Oder ob sie gleich abhauen wuerde? Waere es besser sie
mitzunehmen oder hierzulassen??? Es waere schoen wenn mir jemand einen Tipp
geben koennte!
Vielen Dank, Elke.


Birgit Meyer

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Jul 4, 2000, 3:00:00 AM7/4/00
to
Hallo Elke,

ich würde die Katze mitnehmen und mindenstens 1 halbes nicht raus lassen.
Ich habe meine wilden Katzen im Winter auch immer drin. 14 Tage lang ist
dann Terror. Danach haben sie sich dran gewöhnt.

cu Gitti

Alex

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Jul 4, 2000, 3:00:00 AM7/4/00
to
Hallo Elke,

mein Rat an Dich : mitnehmen !! Eine wichtige auch durch mich gemachte
Erkenntnis ist, daß die Katze zu 25 % am Revier hängt, aber zu 75 % am
Menschen, daher würde ich Dir raten, nimm sie mit. Sie wird es Dir
vielleicht mit Unverständnis danken, aber wenn sie wieder eine gewisse
Regelmäßigkeit hinsichtlich Ihrer Fütterungszeiten und Ihren Zuwendungen
spürt, wird sie sich ganz schnell mit ihrer Situation arrangieren.

Alles Gute wünscht Alex

Inge Grotjahn

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Jul 4, 2000, 3:00:00 AM7/4/00
to
Hallo Elke,

vielleicht koennt Ihr ja mit Eurem Nachmieter (wenn es einen gibt) mal
reden. Das haben wir auch getan, als wir umgezogen sind. Unsere
'Asylanten' werden jetzt von unserem Nachmieter gefuettert:-)) Seit wir
umgezogen sind, haben wir schon wieder neue.

Die Katze mitzunehmen, ist nicht empfehlenswert, da sie vermutlich an
ihren alten Platz zurueckgeht. Sie ist ja nicht zahm und ihr koennt sie
warscheinlich nicht fuer ein paar Wochen drinnenhalten?
Seid Ihr allerdings der Meinung, dass die Katze das Eingesperrtsein
'durchhaelt', solltet Ihr es versuchen. Wenn sie sich an die neue
Wohnung so gewoehnt hat, dass sie nirgendwo mehr Angst zeigt, koennt Ihr
sie rauslassen.

Ich wuensche Euch viel Glueck
{

--
Inge & Puschel *Kurzhaarperser*, Tientje *Mr. Niedlich* und She *ich leg' Dir 'ne Maus ins Bett*


Wigmut Unger

unread,
Jul 4, 2000, 3:00:00 AM7/4/00
to
> Nachmieter

Hallo, liebe Katzenfreunde,

die Idee mit dem Nachmieter ist ja nicht schlecht, klappt aber nur in
Ausnahmefällen, also fast nie. Das Problem ist das Motiv des
Nachmieters:

Ist er ein Katzenfreund, der auch verwilderte Katzen
selbstverständlich füttert ?
Glücksfall getroffen - kommt sehr, sehr selten vor.

Sagt er "ja" , ist aber nicht mit Herz dabei ? Dann gebe ich der Katze
maximal einen Monat bis zur Hungerzeit ins Elend.
Diese Fälle kenne ich mehr als genug !

Unsere Mitarbeiterinnen haben im Falle des Umzugs bisher immer ihre
Freigänger mitgenommen - mit Erfolg. Lange einsperren, dann klappt die
Umsiedlung. Einige Katzen wurden durch die Freiheitsberaubung sogar
sehr häuslich und genossen es später, mit ins Wohnzimmer zu dürfen ...


Gruß W. Unger katzen...@owl-de.net

Inge Grotjahn

unread,
Jul 4, 2000, 3:00:00 AM7/4/00
to

Wigmut Unger schrieb:

> Ist er ein Katzenfreund, der auch verwilderte Katzen
> selbstverständlich füttert ?
> Glücksfall getroffen - kommt sehr, sehr selten vor.

Das weiss ich nicht, aber wir gehen dort oefters vorbei und haben bis
jetzt immer gefuellte Schaelchen angetroffen.
Im Prinzip stimme ich zu, dass das die Ausnahme ist.

Schoene Gruesse
{

--
Inge & Puschel *Kurzhaarperser, gekaemmt!*, Tientje *Mr. Niedlich* und She *ich leg' Dir 'ne Maus ins Bett*

Carsten Dahlenkamp

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Jul 5, 2000, 3:00:00 AM7/5/00
to
Hallo Elke,
hello *,


"Elke Thiele" <uzs...@news.rhrz.uni-bonn.de> wrote:
[Problembeschreibung wegen Umzugs]


Ich kann Dir nur sagen, dass wir vor ein paar Wochen vor einem ähnlichem Problem
standen. Allerdings war Othello damals schon sehr zahm - er hatte nach ein paar
abendlichen Fütterungen so viel Vertrauen, dass er zum Schluss sogar von selber
auf unseren Schoß "gekrabbelt" und sich - wenn auch sehr sehr hektisch-
vorsichtig von uns streicheln liess. Insofern war die Situation bei uns nicht
ganz so schwierig.


Wir haben auch hier in der NG gefragt, und haben uns letztendlich entschlossen,
Othello mit zu nehmen. Damals war vor allem auch die Frage, ob der Kater den
später wieder rausgehen würde können *was ein Satz, Schweiss von der Stirn
wisch*
Bei uns, bzw. bei Orthello hat das sehr sehr gut geklappt. Er kratzt zwar morgens
und abends (vor allem in der Dämmerung) an den Balkontüren, aber insgesamt
scheint er sehr zufreiden zu sein - immerhin bekommt er regelmässig Futter.
Allerdings müssen wir uns sehr viel mit Ihm beschäftigen. Er will als Ausgleich
halt viel spielen .....


Falls Du mehr wissen magst, schreib ne mail .....


Herzliche Grüße,
Julika, Carsten, Blacky & Othello *wir drücken die Daumen für die richtige
Entscheidung*

--
_____________________________________________________________
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Elke Thiele

unread,
Jul 6, 2000, 3:00:00 AM7/6/00
to
Hallo!

>
> die Idee mit dem Nachmieter ist ja nicht schlecht, klappt aber nur in
> Ausnahmefällen, also fast nie. Das Problem ist das Motiv des
> Nachmieters: (...)
Auf die Wahl unseres Nachmieters werden wir wahrscheinlich keinen Einfluß
haben. Unser Nachbar aber wird mit uns umziehen und hat schon eine
Nachmieterin, die uns zusagte, die Katze auch zu füttern. Wir würden ihr
dann das Geld für das Futter regelmäßig überweisen. Allerdings mag die Frau
gar keine Katzen und würde es nur aus Nettigkeit machen. Also, nicht so
optimal. Minka ist auch nicht die Katze die einem schnell ans Herz wächst.
Sie ist auf den ersten Blick alles andere als "niedlich", sondern sieht auch
so aus wie man sich eine richtige Straßenkatze vorstellt. Sie länger in der
Wohnung zu halten, habe ich noch nie versucht, nur für ein paar Stunden, und
dann fängt sie ziemlich bald an zu schreien. Einmal hatten wir sie über
Nacht dringelassen, aber das war nach ihrer Kastration und dürfte eher ein
traumatisches Erlebnis für sie gewesen sein. Und dann ist noch das Problem
mit ihrer Markiererei. Sie hat uns jetzt schon gegen den Wäschekorb und den
Küchenschrank gepinkelt, und ich habe leider keine Ahnung, ob und wie man
ihr das abgewöhnen könnte. Möglicherweise macht sie das nur, weil in unserer
Wohnung öfter ein Kater vorbeischaut, den sie nicht leiden kann??!
Viele Grüße, Elke


Elke Thiele

unread,
Jul 6, 2000, 3:00:00 AM7/6/00
to
Hallo Carsten!

> Ich kann Dir nur sagen, dass wir vor ein paar Wochen vor einem ähnlichem
Problem
> standen. Allerdings war Othello damals schon sehr zahm - er hatte nach ein
paar
> abendlichen Fütterungen so viel Vertrauen, dass er zum Schluss sogar von
selber
> auf unseren Schoß "gekrabbelt" (...)
Wenn die Minka so zahm wäre, würde ich mir wahrscheinlich nicht so viele
Gedanken machen und sie einfach mitnehmen. Aber sie ist eine richtige
Kratzbürste. Ich habe zwar immer den Eindruck, daß sie gerne in unserer Nähe
ist, aber anfassen von Menschen... igitt! Naja, aber es ist schön daß Ihr
mit Eurem Othello so gute Erfahrungen gemacht habt! Wie lange kanntet Ihr
den Kater den schon?
Viele Grüße,
Elke

Claudia Voelker

unread,
Jul 6, 2000, 3:00:00 AM7/6/00
to
Elke Thiele <uzs...@news.rhrz.uni-bonn.de> wrote:

> Nachmieterin, die uns zusagte, die Katze auch zu füttern. Wir würden ihr
> dann das Geld für das Futter regelmäßig überweisen. Allerdings mag die
> Frau gar keine Katzen und würde es nur aus Nettigkeit machen. Also, nicht
> so optimal. Minka ist auch nicht die Katze die einem schnell ans Herz
> wächst.

Dann würde ich mich auf diese Frau nicht verlassen, denn für eine Katze
zu sorgen beinhaltet mehr als sie zu füttern. Versteh das jetzt bitte
nicht als Vorwurf, daß _dir_ das klar ist kann ich mir schon vorstellen.
Aber die Nachbarin wahrscheinlich nicht. Was ist, wenn die Katz krank
wird? Ihr kennt euch aus und bemerkt das eher als jemand, der sich
womöglich nicht drum schert.


Schöne Grüße,
Claudia
--
http://www.nutrimatic.de C=:o)

Elke Thiele

unread,
Jul 6, 2000, 3:00:00 AM7/6/00
to
Hallo Claudia!

> Dann würde ich mich auf diese Frau nicht verlassen, denn für eine Katze
> zu sorgen beinhaltet mehr als sie zu füttern. (...)

Ja, genau das denke ich auch.
Schönen Gruß, Elke

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