Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

Narkose schiefgelaufen, Katze fast gestorben

85 views
Skip to first unread message

Juergen Kimmel

unread,
Oct 17, 2003, 8:46:14 AM10/17/03
to
Hallo miteinander!

Vor ein paar Tagen hat meine Frau hier im Forum geschrieben, dass unser
kleines Perserkätzchen Puschel wegen einer Hornhautnekrose am Auge operiert
werden muss.

Schön und gut, diese OP sollte in der Nürnberger Tierklinik durchgeführt
werden, da dort ein Speziallist sitzt für Augenheilkunde. Die Fahrtzeit
dorthin, ca. 1 Stunde.

Früh gegen 8 Uhr hatten wir Termin zum Abgeben der Katze. Operation sollte
am Nachmittag dann erfolgen, so wurde es uns da dann gesagt.

Gut wir waren dann zum Einkaufen in Nürnberg unterwegs, als auf einmal mein
Handy klingelt. Dran war die Klinik und eine Ärztin sagte ich solle mich
nicht erschrecken, aber es gab Probleme. Meine Katze sei gerade beim
Aufwachen.

Es hat bei der Narkose einen Zwischenfall gegeben. Aus unbekanntem Grund hat
sie plötzlich das Schnaufen aufgehört und musste künstlich beatmet und
reanimiert werden. Deswegen wurde die OP abgebrochen. Angeblich sollen die
Atemwege zugeschwollen sein. Aber der Katze sei nichts weiter passiert. Wir
sollen dann gegen 18 Uhr vorbeikommen und die Katze dann abholen. Das war
gegen 12.20 Uhr.

Durch so einen Schock war uns dann alles vergangen und wir kamen dann schon
gegen 16 Uhr zur Klinik. Hier nahm uns dann der Arzt in Empfang der
Hinzugerufen wurde als der sog. "Narkoseunfall" passierte. Er erklärte es
uns nochmal und meinte das ohne ein Spezialgerät das sie haben, sie nicht
überlebt hätte. Sie hätte dann nicht beatmet werden können. Katze gehts
soweit gut, sie stiert noch ein bisserl vor sich hin, kommt aber angeblich
von Narkose und gibt sich. Heute muss sie hierbleiben, sehen durften wir sie
aber nicht. Morgen geht es aber sicher.

Bei meinem Anruf am nächsten Tag mittags erzählte mir eine unbekannte andere
Ärztin, dass meine Katze, sie ist 1 Jahr alt, so etwas ähnliches wie einen
Schlaganfall bei der Narkose erlitten hat, jedenfalls ist es deren
Vermutung. Die Katze darf nicht abgholt werden, Intensivpatient. Sie kann
weder sehen noch gehen. Chance das es wieder wird, weniger als 50 Prozent.
Es wurde uns hier auf einmal genau was anderes erzählt wie am Vortag.

Fix und fertig gingen wir dann zu unserem örtlichen Tierarzt und fragten um
Rat. Er rief dann in der Klinik an und verlangte den behandelten Arzt den er
auch schnell am Apparat hatte. Bei mir war er ja immer in Besprechung, naja
sagten sie halt. Er erklärte es noch und irgendwie klang alles
fadenscheinig.

In dem Gespräch stellte sich heraus, dass es möglicherweise eine allergische
Reaktion war, bzw. alles noch im unklaren ist was passiert war.

Auf einmal ging es der Katze angeblich etwas besser. Sie mauzt und reagiert
auf Licht. Daraufhin machten wir aus, die Katze wird von uns morgen also am
Folgetag abholen. Die weitere Behandlung soll bei meinem Tierarzt erfolgen,
da wir der Klinik nicht mehr trauten. Man versuchte uns immer anzulügen,
keiner sagte einem was nun eigentlich los war, bzw. passiert ist.

Das beste war ja, dass der Arzt nun alles verdrehte am Telefon, er habe uns
was anders erzählt und nun neue Erkenntnisse usw.

Am Abend so gegen 19 Uhr erfolgte nun neuer Anruf. Die Katze zeigt
Fortschritte, sie reagiert besser auch auf zurufen. Kreislauf und Atmung
alles wieder gut. Als ich dann sagte, dass wir bereits die Abholung mit dem
anderen Arzt ausgemacht haben, war sie erst kurz perplex, zeigte sich aber
einverstanden.

Heute dann, um 10 Uhr war ich dann in Nürnberg um die Katze abzuholen. Es
kam dann ein Mädchen dass mir die Katze hertrug ohne den Transportcannel, wo
sie drinnen war. Die Kanüle für die Infusionen war natürlich abgezogen,
obwohl wir ausgemacht hatten sie solle gesetzt bleiben. Aber eine neue dort
setzen lies ich nicht zu. Das soll wenn notwendig unser Tierarzt machen.

Den Cannel bekam ich kurz darauf und legte die abwesend wirkende Katze
hinein. Die Ärztin erklärte mir dann alles nochmal wieder anders und das ich
sie auch daheim mit in die Wohnung nehmen kann.

Nun legte ich auf den Beifahrersitz eine Wärmflasche darauf den Cannel mit
der Kleinen. Ab ging die Fahrt, eine Stunde über die Autobahn. Aber als ein
drittel der Strecke rum waren fing die Katze wieder an zu schreien und
später dann zu hecheln. Das macht sie jedoch immer sobald sie transportiert
werden muss. Sie hat einfach Angst vor dem Autofahren. Aber sie setzte sich
einmal während der Fahrt auf, was ich sehr positiv sah.

Dann gegen Ende der Fahrt wurde das Schnaufen immer schneller und heftiger.
Ich war froh als ich dann an der Türe des Tierarztes war, der mich schon
erwartete. Er hatte ein "Katzenzimmer" speziell für sie vorgeheizt. Da
setzte ich sie rein und sie legte sich nun zur Seite und wirkte fix und
fertig. Hier soll sie laut Tierarzt erstmal sich beruhigen bis er mit der
weiteren Behandlung weitermacht.

Auch muss er nochmal mit dem Klinikum telefonieren, da aus dem Bereicht
nichts zur erfolgten Narkose stand, keinerlei Mittel waren bekannt die
verwand wurden. Das beste war noch, dass hier wieder was anders stand, wie
ihm vorher am Telefon erklärt wurde.

So dass war alles was bisher geschah. Fix und fertig waren meine Frau und
ich diese Tage. Heute abend dürfen wir wieder zu ihr hin und erfahren dann
auch, wie es weitergehen wird.

Bisher ist weder bekannt, ob sie tatsächlich sieht oder nicht, bzw. warum
sie nicht laufen kann. Vermutung geht dahin, dass durch den
Sauerstoffmangel Nerven geschädigt wurden. Momentan hoffen wir. Weil die
kleine hängt uns sehr am Herzen.

Drückt uns die Daumen, dass alles wieder gut wird. Ich hoff auch das Euch
nicht so ein Unglück passiert. Denn vor 3 Tagen sprang sie noch quitschfidel
durch die Wohnung und dann sowas.

Erstmal beste Grüße, Euer Jürgen.


Andreas Hoffmann

unread,
Oct 17, 2003, 9:02:28 AM10/17/03
to
On 17.10.2003 14:46 Juergen Kimmel schrieb:
[Hornhautnekrose am Auge operiert, Zwischenfall]

> Drückt uns die Daumen, dass alles wieder gut wird. Ich hoff auch das Euch
> nicht so ein Unglück passiert. Denn vor 3 Tagen sprang sie noch quitschfidel
> durch die Wohnung und dann sowas.

Toi, toi, toi! Da wird einem das Herz schwer.
Alle Pfoten werden gedrückt.

Andi.

--
Auch ich bin heute verschrocken, weil /vermutlich/ Gingin ihren gesamten
Mageninhalt auf das neue Laminat im Wohnzimmer... Vielleicht verträgt
sie das California-Futter nicht? Gleich mal durch RC ausgewechselt.

Jutta und Ralf Wiegmann

unread,
Oct 17, 2003, 9:04:12 AM10/17/03
to
Hallo Jürgen!


[Bericht über furchtbare Behandlung in Klinik]

>
> Drückt uns die Daumen, dass alles wieder gut wird.


Hier sind alle Daumen und Krallen gedrückt.

Die Geschichte klingt ja wirklich heftig nach großem Arztfehler und
mieser Halterbehandlung:-((
Da denkt man in einer Tierklinik ist das Tier gut aufgehoben und dann
sowas:-( Dort scheint die linke Hand nicht zu wissen, was die rechte
tut:-(

Alles Gute für die Kleine,
gute Nerven für Euch
und halte uns bitte auf dem Laufenden.

Liebe mitfühlende Grüße
Jutta!


Joerg Graffe

unread,
Oct 17, 2003, 9:29:04 AM10/17/03
to
Hallo, Jürgen,

das ist ja wohl der absolute Hammer, was da passiert ist.


Erstmal wünsche ich Euch von Herzen, dass Eure geliebte Katze
wieder richtig gesund wird und keine Schäden davonträgt.


Wir hier haben 4 Katzen und als eine nach der anderen kastriert wurden,
da war mir immer ziemlich übel.

Ich wünsche Euch alles Gut und ich drück die Daumen.

Freundlicher Gruß
Jörg


Ulli Kimmel

unread,
Oct 17, 2003, 9:45:20 AM10/17/03
to
Hallo Jörg,

ich bin die Frau vom Jürgen :-)

> das ist ja wohl der absolute Hammer, was da passiert ist.

DAS kannst Du echt laut sagen. Sowas wünsche ich nicht meinem schlimmsten
Feind... Meine Nerven....

> Erstmal wünsche ich Euch von Herzen, dass Eure geliebte Katze
> wieder richtig gesund wird und keine Schäden davonträgt.

Um 17 Uhr können wir sie beim Tierarzt besuchen und dann sehen wir ja, wies
mit Puschelchen weitergeht. Wie ich mitbekommen habe, ist das Schlimmste,
dass sie blind bleibt. Ach, wird schon alles werden *positiv zu denken
versuche*

> Wir hier haben 4 Katzen und als eine nach der anderen kastriert
> wurden, da war mir immer ziemlich übel.

Puschelchen wurde erst Mitte Juli kastriert und hat den Eingriff reibungslos
überstanden. Ich hab sie am Vorabend hingebracht und am nächsten Tag abends
wieder geholt. Keinerlei Probleme....

> Ich wünsche Euch alles Gut und ich drück die Daumen.

Danke Dir recht herzlich dafür. Wir können jeden Daumen gebrauchen :-)

Liebe Grüße
Ulli

PS: Auf der Homepage sind Bilder von unserem Sorgenkind
--
--
http://www.lemmi1.de - frisch aufpoliert und geputzt MIT StrickTagebuch
;o)) ICQ-Nr. 104429238


André Wagner

unread,
Oct 17, 2003, 9:47:23 AM10/17/03
to
"Juergen Kimmel" <lem...@gmx.net> schrieb:

[OP-Bericht]

Natürlich werden hier alle Daumen und Tatzen gedrückt.

Sabine Dem

unread,
Oct 17, 2003, 10:03:29 AM10/17/03
to
Ulli Kimmel wrote:
> Danke Dir recht herzlich dafür. Wir können jeden Daumen gebrauchen :-)

Ich leg noch vier Menschendaumen dazu und 64 Viecherlpfoten. Ich hoffe,
Puschel erholt sich wieder völlig.

Liebe Grüße,
Sabine
--
Meine Katzen, Meerschweinchen, Käfigbau, Gastkatzen:
http://fb-trurl.dyndns.org/~sabine/

Christiane Bergheim

unread,
Oct 17, 2003, 10:51:41 AM10/17/03
to

Juergen Kimmel schrieb:

[Narkose und katastrophale Behandlung]

Hallo Jürgen,

also ich bin total schockiert!!! Mir ist es eiskalt den Rücken
runtergelaufen, Ihr und vor allem Puschel tut mir soooo leid. Ich hoffe
inständig, dass sich alles zum Guten wendet.

Ich muss jetzt leider mal pauschalisieren, also es gibt leider so viele
schwarze Schafe unter den Veterinärmedizinern, es ist zum kotzen.
Ich möchte hier jetzt keine Diskussion zum Thema kompetenter Tierarzt
anregen!

Ich rege mich nur gerade unendlich auf!!!!

An dieser Stelle werden alle Daumen und 8 Pfoten gedrückt, das alles
wieder gut wird.

Ich schick Euch und Puschel Kraft das alles zu überstehen....

Lieben Gruss,

Christiane mit Aramis und Manou

Brigitte Mergel

unread,
Oct 17, 2003, 11:10:03 AM10/17/03
to
Juergen Kimmel wrote:

[schlimme Narkose]

Alles Gute für Puschel, das wird schon wieder *daumendrück*

gruß
Brigitte


--
"Gott erschuf den Menschen, weil er vom Affen enttäuscht war.
Danach verzichtete er auf weitere Experimente." (Mark Twain)

Die Adresse ohne 'trashcan' wird sogar gelesen.

Sabine Dem

unread,
Oct 17, 2003, 11:09:37 AM10/17/03
to
Christiane Bergheim wrote:
> Ich muss jetzt leider mal pauschalisieren, also es gibt leider so viele
> schwarze Schafe unter den Veterinärmedizinern, es ist zum kotzen.

So wie in vielen anderen Berufen auch. Aber es stimmt schon, man soll auch
Medizinern gegenüber positiv kritisch sein.

Servus,

Doris Ochowat

unread,
Oct 17, 2003, 11:17:07 AM10/17/03
to
Hallo Jürgen,

............das ist doch nicht zu fassen !!!!!!!!!!
Garantiert ist da ein großer Fehler passiert und nun sind die sich noch
nicht einmal einig, welche Ausrede sie benutzen wollen.

Ich drücke euch alle zur Verfügung stehenden Daumen und Pfötchen dass alles
wieder gut wird.

Warum soll man denn seine Katze schon um 8 Uhr morgens abgeben, wenn
nachmittags erst die O.P. ist ???

Denken die auch daran, welch eine Angst so ein Tier hat in einer fremden
Umgebung und mit fremden Menschen ?
Das würde ich nicht machen. Ich würde bei meiner Katze bleiben wollen bis
zur Narkose.

Lasst mal von euch hören, wie es weitergegangen ist, bitte.

Ich denke an euch
Doris


Siggi Ruehl

unread,
Oct 17, 2003, 11:19:42 AM10/17/03
to
Hallo Jürgen und Ulli,

was für ein schwarzer Tag für die arme Puschel und euch. Ich wünsche
euch von ganzem Herzen, dass sich alles wieder einrenkt und Puschel
keine schlimmen Schäden durch die Narkose erlitten hat. Ich glaub, ich
wäre ausgerastet; es ist wirklich schlimm, was ihr erlebt habt. Die
Daumen werden feste gedrückt, damit Puschel bald wieder so qietschfidel
ist, wie vor diesem Horrorerlebnis!

Liebe Grüße
Siggi

--
http://home.t-online.de/home/siggi.ruehl/lucy-toto-lola/

Angela Schmitt

unread,
Oct 17, 2003, 12:02:08 PM10/17/03
to
Juergen Kimmel schrieb:

<eine schlimme Geschichte>

hallo Jürgen,
das ist ja eine furchtbare Geschichte. Vor allem bei der
Betreuung der Halter hat die Klinik total versagt. Unsere Yeti
ist ja auch eine Perserin, die als junge Katze ausgesetzt wurde.
Da ihre Halter wohl total versagt haben, lässt sie sich absolut
nicht kämmen und musste daher schon mehrmals in Narkose geschoren
werden. Unser damaliger TA hat die Katze vor der Narkosespritze
weder abgehört noch sonstwie untersucht, was da alles hätte
passieren können... Unsere jetzige TÄ ist eine sehr Gute, die es
geschafft hat, die Katze auch ohne Narkose zu scheren. Wenn ich
deinen Bericht lese, dann wird mir ganz schlecht, was alles hätte
passieren können.
Geschichten wie diese lassen mir jedesmal das Blut in den Adern
gefrieren. Schrecklich, und dann auch noch so ein entsetzlicher
Wirrwarr und ignorantes Verhalten der verschiedenen Klinikärzte.
Ich drücke der armen Kleinen ganz fest die Daumen, dass sie sich
wieder gut erholt und ihr diesen Alptraum vergessen könnt.
Viele Grüsse
Angela

Martina Lenzen

unread,
Oct 17, 2003, 12:41:39 PM10/17/03
to
Juergen Kimmel hatte am Fri, 17 Oct 2003 14:46:14 +0200 zu sagen:

>Puschels Leidensgeschichte<

Hallo Jürgen, hallo Ulli,

da fehlen mir einfach die Worte - es tut mir sehr, sehr leid für euch
und euer Puschelchen. Natürlich werden auch hier im Lipperland alle
Daumen und Pfoten gedrückt, dass die Kleine bald wieder gesund ist.

Gruss
Martina

0 new messages