Nun meine Frage, wie gehe ich da am besten vor? Ich hab mir überlegt erst zu
versuchen andere Hunde aus dem Wurf zu finden und dann dem Tierschutz dies
zu melden.
Hat man da überhaupt eine Chance? Im Kaufvertrag steht ja auch, dass für
spätere Erkrankungen keine Haftung übernommen wird. Aber meiner Meinung nach
ist das Vorsätzlich, weil man einfach mit kranken Tieren weiter gezüchtet
hat.
René
> Nun meine Frage, wie gehe ich da am besten vor? Ich hab mir überlegt erst zu
> versuchen andere Hunde aus dem Wurf zu finden und dann dem Tierschutz dies
> zu melden.
Der dann was machen soll/kann/darf?
> Hat man da überhaupt eine Chance? Im Kaufvertrag steht ja auch, dass für
> spätere Erkrankungen keine Haftung übernommen wird. Aber meiner Meinung nach
> ist das Vorsätzlich, weil man einfach mit kranken Tieren weiter gezüchtet
> hat.
Ein Züchter benötigt (leider) keine Qualifikation. Er könnte sich
einfach damit rausreden, daß er von der Vererbung der HD keine
Kenntnisse hat und das war's dann wahrscheinlich.
Ist der Züchter wenigstens in einem Verband? Vielleicht kann man über
den Weg etwas machen.
_MM_
"René Gärtner" schrieb:
> Hallo NG,
> wie im einem früheren Beitrag von mir schon erzählt leidet unser Labrador an
> schwerer HD. Die Krankheit ist ja rein erblich und deshalb wollte ich
> versuchen gegen den Züchter vorzugehen, um
> 1. zu verhindern das andere dort auch einen hund kaufen und das gleiche
> durchmachen müssen und
> 2. zu versuchen "Schadensersatz" einzuklagen damit ich die ziemlich hohen
> Arztrechnungen bezahlt kriege.
Vorweg: Ich bin auch so ein Hundezuechter (Rasse: Landseer).
Sachlage: HD ist zu ca. 60% erblich, der Rest ist haltungs- und
fuetterungsbedingt. Z.B.: Ich fahre mit dem noch nicht ausgewachsenen Tier
exzessiv Fahrrad (d.h. ich fahre, der Hund laeuft hinterher), dann kan ich recht
sicher sein, dass das Tier im Alter oder auch schon frueher HD bekommt (Baender
und Gelenke waren in noch nicht ausgehaertetem Zustand der Beanspruchung nicht
gewachsen). Zur Ernaehrung: Wenn ich den Hund nur mit selbstgefertigtem Futter
ernaehre, kann ich mir nicht sicher sein, ob Kalzium und Phosphor im richtigen
Zusammenhang stehen. Auch zuviel an Kalk kann zum Knochenabbau fuehren!
Zum Schadensersatz: Der Hund ist vom Kauf her eine Sache! Also habe ich auch 6
Monate gesetzliche Gewaehrleistungsfrist. HD in der Jugend kann man als
versteckten Mangel ansehen. Ich habe Mitzuechter im Verein, die Tierarztkosten
in Hoehe von 3500,- DM zu tragen hatten (das war ihr 50%-Anteil), das ist recht
bitter, aber voellig in Ordnung. Mit dem "versuchen, dass andere da keine Hunde
mehr kaufen" waere ich vorsichtig, wenn du es oeffentlich machst, weil dich der
gute Mann dann eventuell auf Schadenersatz verklagen koennte
(Geschaeftsschaedigung).
Sonst mail mich mal direkt an.
Mit freundlichen Landseergruessen! P. Martens
"René Gärtner" schrieb:
>
>
> Nun meine Frage, wie gehe ich da am besten vor? Ich hab mir überlegt erst zu
> versuchen andere Hunde aus dem Wurf zu finden und dann dem Tierschutz dies
> zu melden.
> Hat man da überhaupt eine Chance? Im Kaufvertrag steht ja auch, dass für
> spätere Erkrankungen keine Haftung übernommen wird. Aber meiner Meinung nach
> ist das Vorsätzlich, weil man einfach mit kranken Tieren weiter gezüchtet
> hat.
>
Rechtlich wirst Du keine Chance haben. Und wenn? Würdest Du dann Deinen
Hund gegen einen neuen austauschen?
In Ö versucht gerade Fr. Dr. Stur auf der Vet.Med Uni in Wien (die mit
den tollen Artikeln gegen Maulkorb-/Leinenzwang) eine Datenbank
anzulegen, wo (erb-?)kranke Hunde von Züchtern registriert werden. Da
geht es nicht um vernadern, sondern mehr wissenschaftlich um Rassen und
Zuchtlinien.
Nur als Beispiel: Wenn nun schon ca. 50% der Golden Retriever HD haben
und viele von denen dort registriert sind, könnte man zurückverfolgen,
woher, warum, etc. Aber in der Datenbank werden - leider sehr, sehr
selten - auch andere Fehler registriert. Noch melden sich zuwenige bzw.
wird das alles sogar tws. boykottiert. (na no net)
Alles Gute
Paul
Mit solchen Anschuldigungen wäre ich an Deiner Stelle wirklich vorsichtig.
Hast Du Dich denn vor dem Kauf Deines Hundes nicht über die Elterntiere
informiert?
Hat Dein Züchter Dir garantiert, daß Dein Hund HD-frei ist? Wenn ja, wie hat
er das begründet?
Weißt Du etwas über die anderen Vorfahren Deines Hundes?
Ist Dein Züchter im VDH oder einem anderen Verband?
Hast Du eine Ahnentafel bekommen?
Ist Dir bewußt, daß auch bei zwei völlig HD-freien Elterntieren kranke
Welpen hervorgebracht werden können? (Ich weiß von einem Fall, Vater HD A,
Mutter HD B einer der Welpen HD D, einer sogar HD E)
Du kannst auch als gewissenhafter Züchter nicht alles planen und
vorhersagen! Bei Menschen ist es ja genauso, wo kämen sonst behinderte
Kinder her?
Ich habe irgenwie das Gefühl, bei Dir dreht es sich nicht unbedingt um
Deinen Hund, den erwähnst Du nämlich so gut wie gar nicht, sondern nur ums
Geld.
Ein Hund ist zwar rein rechtlich gesehen eine Sache, aber man muß halt auch
gewisse Dinge akzeptieren können. Und wenn ich mir ein Lebewesen ins Haus
hole, bin ich mir bewußt, daß es auch mal Probleme geben kann. Jedes Tier
kann krank werden und da muß ich schon ein bißchen Geld einplanen, um es
gesund zu halten.
Noch eine Frage, wie hast Du Deinen Labrador aufgezogen?
Bist Du mit ihm viel spazieren gegangen, als er noch klein war? Ist er
vielleicht sogar neben dem Fahrrad mit Dir gelaufen?
Hast Du ihn bis zum ersten Lebensjahr ins Auto gehoben? Mußte er Treppen
steigen?
Wie hast Du ihn ernährt?
HD ist keine reine Erbkrankheit, da spielen viele Faktoren eine Rolle!
Vielleicht redest Du erst einmal mit Deinem Züchter?
Grüße, Jutta.
--
Jutta Linsel
aus Kreuztal
mit Tessa (GH) und Anton (GR)
Zwinger: Ulfilas
jutta....@t-online.de
http://home.t-online.de/home/jutta.linsel/
"René Gärtner" <r...@shd.de> schrieb im Newsbeitrag
news:9i1fqb$rvf$1...@news.shd.de...
>Aber meiner Meinung nach ist das Vorsätzlich, weil man
>einfach mit kranken Tieren weiter gezüchtet hat.
Hallo René,
kannst Du das beweisen?
HD ist eine problematische Sache, sie ist zwar überwiegend
erblich bedingt, kann aber auch durch Umweltbedingungen
(falsche Fütterung - wozu übrigens auch zu energiereiche und
zu eiweißreiche Fütterung zählen kann, und zu hartes Training
im Junghundalter) ausgelöst werden.
Zudem ist bei der HD-Vererbung nicht nur ein Gen
verantwortlich, sondern das Zusammenwirken mehrerer.
Der beste Schutz ist der Welpenkauf bei einem guten Züchter,
der die Elterntiere auf HD untersucht hat. Das ist eine Frage,
die man vor dem Kauf des Welpen klären sollte. In vielen
Vereinen gibt es Zuchtverbote für Hunde mit mittlerer und
schwerer HD.
Wie ist das bei dem Züchter, bei dem Du gekauft hast?
Das zu klären könnte interessant sein für die juristische
Wertung.
Gruß
Wolfgang
>
--
__________________________________________________________
News suchen, lesen, schreiben mit http://newsgroups.web.de
Jutta Linsel schrieb:
>
>
> Du kannst auch als gewissenhafter Züchter nicht alles planen und
> vorhersagen! Bei Menschen ist es ja genauso, wo kämen sonst behinderte
> Kinder her?
Stimmt.
Aber gerade bei HD - die auch sonst auftreten kann - erkennt man an der
Ahnentafel, ob es gut ausgehen könnte oder nicht. Wer 5 Generationen
SchH3 oder Mondioring, etc. drinnenstehen hat, wird kaum HD-anfällig
sein.
>
> Noch eine Frage, wie hast Du Deinen Labrador aufgezogen?
> Bist Du mit ihm viel spazieren gegangen, als er noch klein war? Ist er
> vielleicht sogar neben dem Fahrrad mit Dir gelaufen?
> Hast Du ihn bis zum ersten Lebensjahr ins Auto gehoben? Mußte er Treppen
> steigen?
> Wie hast Du ihn ernährt?
>
Es ist kein Hovi ;-)))
Unsere sind früh Stiegen auf und ab gelaufen, sind gelaufen, im
Tiefschnee herumgezischt, wurden nie ins Auto gehoben (naja, als sie
Mini-babies waren)...etc. Trotzdem haben sie keine HD.
Hovis sind da halt robuster..... sicher aber haben Hovis in Ö die
wahrscheinlich strengsten Zucht-Vorschriften.
Herzliche Grüsse
Paul
>Aber meiner Meinung nach ist das Vorsätzlich, weil man
>einfach mit kranken Tieren weiter gezüchtet hat.
Hallo René,
Was er machen kann?! Nun, für mich ist das 100%ige Tierquälerei, und dagegen
gibt es schließlich Gesetze. Dumm ist halt nur, dass ich dem Züchter nichts
nachweisen kann und er sich mit seinem Vertrag schön den Rücken freigehalten
hat.
Was er machen darf!? Zumindest versuchen dem Züchter ins Gewissen zu reden
oder wenigstens ihm helfen seine Zuchtmethoden zu verbessern.
> Ein Züchter benötigt (leider) keine Qualifikation. Er könnte sich
> einfach damit rausreden, daß er von der Vererbung der HD keine
> Kenntnisse hat und das war's dann wahrscheinlich.
Das ist traurig, wenn das stimmt.
>
> Ist der Züchter wenigstens in einem Verband? Vielleicht kann man über
> den Weg etwas machen.
Ja er gehört zu einem Verband, VDH glaub ich, aber das heist ja anscheind
nix.
René
> Michael Meier <mich...@t-online.de> schrieb:
[Tierschutz]
> > Der dann was machen soll/kann/darf?
> >
> Was er machen soll!? Dem unfähigen Züchter eins draufgeben damit er nicht
> weitere Tiere quält und sich vieleicht auch mal etwas schlauer macht bevor
> er anfängt loszuzüchten.
"Draufgeben" mit welcher rechtlichen Begründung?
> Was er machen kann?! Nun, für mich ist das 100%ige Tierquälerei, und dagegen
> gibt es schließlich Gesetze. Dumm ist halt nur, dass ich dem Züchter nichts
> nachweisen kann und er sich mit seinem Vertrag schön den Rücken freigehalten
> hat.
Das ist das Problem.
> Was er machen darf!? Zumindest versuchen dem Züchter ins Gewissen zu reden
> oder wenigstens ihm helfen seine Zuchtmethoden zu verbessern.
Wenn es ein Massenvermehrer ist, wird ihm das egal sein. Falls es ein
Idiot ist, hilft es vielleicht.
> > Ist der Züchter wenigstens in einem Verband? Vielleicht kann man über
> > den Weg etwas machen.
>
> Ja er gehört zu einem Verband, VDH glaub ich, aber das heist ja anscheind
> nix.
So ist es. :-|
_MM_
Leider haben meine Eltern den Hund ohne mein Wissen gekauft.
> Weißt Du etwas über die anderen Vorfahren Deines Hundes?
Nein, und wenn ich jetzt bei dem Züchter anrufe lässt er sich immer
verleugnen, weil ich ihn beim ersten mal direkt angemotzt habe am Telefon.
> Ist Dein Züchter im VDH oder einem anderen Verband?
Ja, VDH
> Hast Du eine Ahnentafel bekommen?
Nein, das hat mich damals auch schon stützig gemacht.
> Ist Dir bewußt, daß auch bei zwei völlig HD-freien Elterntieren kranke
> Welpen hervorgebracht werden können? (Ich weiß von einem Fall, Vater HD A,
> Mutter HD B einer der Welpen HD D, einer sogar HD E)
> Du kannst auch als gewissenhafter Züchter nicht alles planen und
> vorhersagen! Bei Menschen ist es ja genauso, wo kämen sonst behinderte
> Kinder her?
Klar, aber mein Hund hat HD (E) und ich glaube nicht das alle seine
Vorfahren HD frei waren. Wie gesagt ich will natürlich erst noch versuchen
andere Hunde aus dem Wurf im Oktober finden, und wenn die das auch haben
kann er sich nicht mehr rausreden.
> Ich habe irgenwie das Gefühl, bei Dir dreht es sich nicht unbedingt um
> Deinen Hund, den erwähnst Du nämlich so gut wie gar nicht, sondern nur ums
> Geld.
Frechheit ;-) Natürlich kümmer ich mich erst mal um meinen Kleinen, wie du
auch in meinem Beitrag von vor ein paar Tagen lesen kannst (künstliches
Hüftgelenk)
Aber mit ein bissel Geld kann man dem Hund noch mehr gutes tun, und du weist
ja bestimmt was so Operationen kosten, vorallem ein künstliches Hüftgelenk.
> Ein Hund ist zwar rein rechtlich gesehen eine Sache, aber man muß halt
auch
> gewisse Dinge akzeptieren können. Und wenn ich mir ein Lebewesen ins Haus
> hole, bin ich mir bewußt, daß es auch mal Probleme geben kann. Jedes Tier
> kann krank werden und da muß ich schon ein bißchen Geld einplanen, um es
> gesund zu halten.
Recht haste ja, und ich bin auch deiner Meinung, aber hier gehts numal nicht
um ein bisschen Geld.
> Noch eine Frage, wie hast Du Deinen Labrador aufgezogen?
> Bist Du mit ihm viel spazieren gegangen, als er noch klein war? Ist er
> vielleicht sogar neben dem Fahrrad mit Dir gelaufen?
> Hast Du ihn bis zum ersten Lebensjahr ins Auto gehoben? Mußte er Treppen
> steigen?
> Wie hast Du ihn ernährt?
Ich war fast von Anfang an in der Hundeschule mit ihm, da hab ich einiges
gelernt über die Erziehung von Hunden. Treppen steigen durfte er erst mit 3
Monaten (auch nur 2 - 3mal am Tag in den Keller).
Ein Fahrrad hab ich nicht, und wir sind ganz normal spazieren gegangen.
Und ins Auto heben? Das ist ein Hund, also irgendwo hörts ja auf, ob er mich
jetzt vor Freude anspringt oder ob er jetzt gerade mal ins Auto hopst, wo
ist da der Unterschied?
Füttern tu ich ihn seit Anfang an mit Pedigree für Welpen Trockenfutter.
> HD ist keine reine Erbkrankheit, da spielen viele Faktoren eine Rolle!
Hab ich anderes gelesen, und mein Arzt sagte auch NUR erblich.
> Vielleicht redest Du erst einmal mit Deinem Züchter?
Ein Züchter sollte daran interesiert sein wenn einer seiner Hunde so schwer
erkrankt ist, damit er den Fehler aus seiner Zucht beseitigen kann, aber
wenn man so reagiert wie er, fahr ich halt auch direkt schwerere Geschütze
auf.
MfG
René
Nein, noch nicht, aber wenn ich weitere kranke Hunde aus seiner Zucht finde
hat er ein Problem denk ich mal.
> HD ist eine problematische Sache, sie ist zwar überwiegend
> erblich bedingt, kann aber auch durch Umweltbedingungen
> (falsche Fütterung - wozu übrigens auch zu energiereiche und
> zu eiweißreiche Fütterung zählen kann, und zu hartes Training
> im Junghundalter) ausgelöst werden.
So wie ich das verstanden habe führt eine schlechte Fütterung oder "zu
hartes Training" dazu das die HD früher "ausbricht", trotzdem ist der Hund
seit der Geburt krank.
> Zudem ist bei der HD-Vererbung nicht nur ein Gen
> verantwortlich, sondern das Zusammenwirken mehrerer.
Aha, wollte mir mal ein Buch zulegen und ein wenig mehr herausfinden über
HD. Obwohl, dem Hund bringt das auch nix.
> Der beste Schutz ist der Welpenkauf bei einem guten Züchter,
> der die Elterntiere auf HD untersucht hat. Das ist eine Frage,
> die man vor dem Kauf des Welpen klären sollte. In vielen
> Vereinen gibt es Zuchtverbote für Hunde mit mittlerer und
> schwerer HD.
> Wie ist das bei dem Züchter, bei dem Du gekauft hast?
> Das zu klären könnte interessant sein für die juristische
> Wertung.
Leider war ich bei der Anschaffung des Labi's unbeteiligt, aber Pech haben
kann man überall. Ich meine zu wissen, dass unser Züchter dem VDH angehört,
aber ich habe ja noch nicht mal eine Ahnentafel bekommen.
Gruß
René
>
> Rechtlich wirst Du keine Chance haben. Und wenn? Würdest Du dann Deinen
> Hund gegen einen neuen austauschen?
Es geht hier um OP Kosten für die man sich ein kleines Auto kaufen kann, da
kann mans auf jedenfall mal versuchen, oder? Ausserdem hab ich geschrieben
das es mir nicht nur ums Geld geht.
> In Ö versucht gerade Fr. Dr. Stur auf der Vet.Med Uni in Wien (die mit
> den tollen Artikeln gegen Maulkorb-/Leinenzwang) eine Datenbank
> anzulegen, wo (erb-?)kranke Hunde von Züchtern registriert werden. Da
> geht es nicht um vernadern, sondern mehr wissenschaftlich um Rassen und
> Zuchtlinien.
Ist ne gute Idee, aber wahrscheinlich nur ein Tropfen auf den heissen Stein.
MfG
René
Dann hab ich wohl die 60% erwischt. Ich bin mir sicher das ich keine so
grobe und dumme Fehler gemacht habe.
> Zum Schadensersatz: Der Hund ist vom Kauf her eine Sache! Also habe ich
auch 6
> Monate gesetzliche Gewaehrleistungsfrist. HD in der Jugend kann man als
> versteckten Mangel ansehen.
Toll, da ist mir also seit einem Monat die Garantie abgelaufen,
mannmannmann, was für eine Welt.
> Ich habe Mitzuechter im Verein, die Tierarztkosten
> in Hoehe von 3500,- DM zu tragen hatten (das war ihr 50%-Anteil), das ist
recht
> bitter, aber voellig in Ordnung. Mit dem "versuchen, dass andere da keine
Hunde
> mehr kaufen" waere ich vorsichtig, wenn du es oeffentlich machst, weil
dich der
> gute Mann dann eventuell auf Schadenersatz verklagen koennte
> (Geschaeftsschaedigung).
Klar ist das für einen Züchter auch ein batzen Geld, aber Unwissenheit
schützt vor Strafe nicht. Und kranke Hunde zu verkaufen ist Tierquälerei und
die nunmal strafbar, mittlerweile sogar bis hin zur Gefängnisstrafe, soweit
ich weis.
> Sonst mail mich mal direkt an.
> Mit freundlichen Landseergruessen! P. Martens
freundliche Grüsse zurück
René
René Gärtner schrieb:
> Hat man da überhaupt eine Chance? Im Kaufvertrag steht ja auch, dass für
> spätere Erkrankungen keine Haftung übernommen wird.
>
> René
Ich möchte mich nur auf diesen letzten Absatz beziehen. Diese Klausel
ist eigentlich ist jedem Tierschutzvertrag zu finden, denn ansonsten
könnte es sein, dass der Vermittler/Züchter bei allem und jedem zur
Verantwortung gezogen werden würde.
> Aber meiner Meinung nach
> ist das Vorsätzlich, weil man einfach mit kranken Tieren weiter gezüchtet
> hat.
hier stellt sich die Frage des Beweises. Ausserdem ist HD genetisch
bedingt, kann aber auch durch falsche Aufzucht geförtdert werden. das
Problem ist bei HD, dass sie Generationen überspringen kann. Jetzt hier
die Genetik auszuführen würde zu weit führen und ist auch zu komplex.
Wichtig ist, dass HD nicht nur durch ein Gen verursacht wird, sondern
auch rezessiv weitervererbt wird. Ich hatte damals einen Welpen
erworben, der schwere HD hatte, seine 6 anderen Geschwister waren frei,
nur einer hatte noch eine Übergangsform.
Behandlungsmethoden könnten sein: Myektomie, Intertrochantere
Varisationsosteotomie, 3fache Beckenosteotomie, Goldakupunktur,
Gelatine-Kappen-Arthroplastik, Resektion des Femurkopfes, letzteres evtl
auch durch eine Endoprothese. Allerdings muss an der Haltbarkeit noch
gearbeitet werden.
Zum anderen - aber schlagt mich bitte nicht gleich wieder:-) -stellt
sich mir die Frage: tue ich dem Hund mit all dem einen Gefallen? oder
wäre bei starken Schmerzen nicht die letzte Alternative besser? Ich habe
ja nun mit 2 Hunden dieses Problem gehabt, die eine Hündin hat immer
noch -zum Glück- keine Probleme und wird jetzt 5 Jahre. Die andere
Hündin konnte nach ca. 9 Mon. kaum noch laufen, geschweige denn sich
lösen, ohne dass ich sie stützen musste. Wir haben viel versucht, zum
Schluss sogar mit Morphinen, aber ich bin ehrlich, die Hündin wollte
auch nicht mehr. Gut, es war sehr schmerzhaft für mich, ist es immer
noch, aber ich glaube zum Wohl dieser HÜndin die richtige Entscheidung
getroffen zu haben......
Moni
Hex...@bigfoot.de
http://besu.ch/Monis_Hundeseiten
http://www.svg-visselhoevede.de
ich habe die ganze Diskussion bisher 'still' verfolgt.
>Zum anderen - aber schlagt mich bitte nicht gleich wieder:-) -stellt
>sich mir die Frage: tue ich dem Hund mit all dem einen Gefallen? oder
>wäre bei starken Schmerzen nicht die letzte Alternative besser?
Genau das war auch mein Gedanke. Wenn der Hund so schwere HD hat, sollte man
nicht auf Teufel-komm-raus alles unnötig verlängern. Eine Bekannte hatte das
gleiche Pech. Innerhalb von 3 Jahren musste sie 5 Schäferhunde wegen schwerer
HD einschläfern lassen. Der Jüngste war noch nicht einmal ein Jahr und schrie
fast nur noch vor Schmerzen...
>Wir haben viel versucht, zum
>Schluss sogar mit Morphinen, aber ich bin ehrlich, die Hündin wollte
>auch nicht mehr. Gut, es war sehr schmerzhaft für mich, ist es immer
>noch, aber ich glaube zum Wohl dieser HÜndin die richtige Entscheidung
>getroffen zu haben......
Ich würde sagen Moni, du hast die einzig richtige Entscheidung getroffen und
dein Hund wird es dir danken..
Gruß Elvira
"Hexchen" <hex...@bigfoot.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3B448E90...@bigfoot.de...
Das denke ich auch! Wenn es wirklich nicht mehr geht, sollte man dem Leiden
ein Ende machen.
Viele Leute denken da aber leider anders. Bei uns ind er Nachbarschaft wohnt
ein Rüde, der schwerste HD hat, ED hat, mit diversen Allergien kämpft,
Fettleibig ist, Arthrose bis hinten hin hat und noch so verschiedene andere
Sachen. Dieser Rüde wird auf Teufel komm raus seit 10 Jahren von seinen
Besitzern durch die Felder geschleift und kann sich kaum auf den Beinen
halten. Das ist Tierquälerei!
(Rene, dieser Rüde ist angeblich auch ein VDH-Hund! Du siehst also, Du bist
nicht der einzige, dem so etwas passiert! Abgesehen kenne ich wenigstens 10
VDH Hunde mit schwerer oder mittlerer HD, deren Eltern und auch Großeltern
absolut gesund sind! So it goes.)
Viele Grüße, Jutta.
>
>Nein, noch nicht, aber wenn ich weitere kranke Hunde aus seiner Zucht finde
>hat er ein Problem denk ich mal.
>
dazu möchte ich dir mal was von meinem Hund erzählen.
Er stammt aus einer der ältesten Briardzuchten der DDR. Kurz nach der Wende
eine Ost-West-Verpaarung. Alle 8 Hunde waren in der VDH-Clubauswertung
HD-frei, beide Eltern im Stammbaum (VDH/FCI/DDR) über 5 Generationen
komplett HD-frei.
Wegen dieses guten Ergebnisses wiederholte die Züchterin diese Verpaarung 2
Jahre später: Ergebnis: 1 HD-frei, 3 schwere HD, 3 mittlere HD! Aus diesem
Wurf stammt mein Hund mit mittlerer HD ( mittlerweile 7 und noch immer ohne
jegliche Symptome). Und die anderen Würfe der Mutter waren auch HD-frei,
auch der Rüde (bekannter Deckrüde) hat viele HD-freie Würfe gezeugt.
Sämtliche Vorväter machten SCH.
Kann ich dieser Züchterin irgendeine Schuld daran geben, daß ich einen Hund
mit HD habe? Und ich habe ihn schonend und bewußt aufgezogen.
Das Tückische am Erbgang ist, daß Generationen übersprungen werden.
Übrigens ist noch interessant, daß in der DDR Hundefutter, auch für Welpen,
immer selbst zubereitet wurde ( in der Zeit war der Wurf HD-frei). Mein Hund
wurde von der Züchterin mit Pedigree Pal aufgezogen ( goldene Versprechungen
aus dem Westen). Leider haben es alle Welpenbesitzer außer die des HD-freien
eine Zeitlang weitergefüttert.
Mittlerweile ist es eigentlich Standardwissen, daß HD nicht nur vererbt
wird, sondern multifaktoriell bedingt ist.
Ich kann verstehen, daß du wütend und entäuscht bist, aber bedenke, daß dein
Züchter auch schuldlos daran sein kann.
Viele Grüße
Karina
Jutta Linsel schrieb:
>
> Das denke ich auch! Wenn es wirklich nicht mehr geht, sollte man dem Leiden
> ein Ende machen.
wie ich schon an Elvira postete, es ist hart und man muss zu sich selbst
so ehrlich sein...
> Sachen. Dieser Rüde wird auf Teufel komm raus seit 10 Jahren von seinen
> Besitzern durch die Felder geschleift und kann sich kaum auf den Beinen
> halten. Das ist Tierquälerei!
ja, absolut! Aber warum schreitet der TA da nicht ein? Zum Glück habe
ich eine sehr gute TÄ, die mir aber auch schonungslos sagt, wenn es
besser ist, das Tier zu erlösen. Hätte ich damals bei Caty auf sie
gehört, hätte ich dem armen Hund und auch mir sehr viele Schmerzen
ersparen können, wenn ich gleich auf sie gehört hätte....
> (Rene, dieser Rüde ist angeblich auch ein VDH-Hund! Du siehst also, Du bist
> nicht der einzige, dem so etwas passiert! Abgesehen kenne ich wenigstens 10
> VDH Hunde mit schwerer oder mittlerer HD, deren Eltern und auch Großeltern
> absolut gesund sind! So it goes.)
_kein_ Züchter kann eine 100%ige Garantie auf gesunde Hunde geben, der
Züchter hat nur zu einem gewissen Mass Einfluss auf die Genetik. Er kann
sich noch so viel Mühe geben, Erbkrankheiten wie die HD kann er selbst
bei grösstem Wissen, Erfahrung und Verantwortungsbewusstsein nicht
ausschliessen.....
würde eine Verantwortung für ein ganzes Hundeleben auf ihm liegen, mit
Beteiligung an allen Kosten, würde niemand mehr züchten. Und wo sollen
wir dann unsere vierbeinigen Freunde herbekommen?:-) Allerdings gibt es
auch seriöse Züchter, ich kenne einige, die bei HD zum Beispiel einen
Welpen anbieten und/oder den Hund zurücknehmen. Bei meinem Züchter ist
es so. Ich könnte also, wenn ein Hund HD hätte, Ersatz bekommen. Dies
auch noch nach Jahren, sprich, wenn ich den Hund erlösen müsste, wenn
ich nach einiger Zeit einen 2. Hund haben möchte oder der Hund
altersbedingt stirbt, könnte ich den welpen "einfordern".
viele Grüsse
Moni
>
> Viele Grüße, Jutta.
Elvira schrieb:
>Genau das war auch mein Gedanke. Wenn der Hund so schwere HD hat, sollte man
>nicht auf Teufel-komm-raus alles unnötig verlängern. Eine Bekannte hatte das
> gleiche Pech. Innerhalb von 3 Jahren musste sie 5 Schäferhunde wegen schwerer
Auch ich musste innerhalb von 4 Jahren 3 Hunde einschläfern. Es war die
schlimmste Entscheidung meines Lebens, aber das Gefühl musste draussen
bleiben. Beim ersten Hund habe ich ein Pro/Kontra-Liste gemacht, ich
musste ehrlich und vor allem hart zu mir selber sein, um das Richtige
tun zu können.....
> HD einschläfern lassen. Der Jüngste war noch nicht einmal ein Jahr und schrie
> fast nur noch vor Schmerzen...
ja, das ist das Furchtbarste, was ich jemals gehört habe:-(
>
> Ich würde sagen Moni, du hast die einzig richtige Entscheidung getroffen und
> dein Hund wird es dir danken..
ich weiss es - jedenfalls vom Kopf her. Aber vom Gefühl? immer noch sind
Fragen da, Selbstvorwürfe usw., aber dies gehört halt dazu, wenn man
sich einen Hund holt, man weiss schliesslich, dass die Lebenserwartung
eines Hundes nicht so hoch ist wie beim Menschen. Allerdings finde ich
noch wichtiger, dass man weiss, dass durch irgendwelche Umstände man den
Hund evtl. erlösen muss, ich wünsche jedem, dass er dann den Mut und die
Stärke hat, die richtige Entscheidung zu treffen.....
viele Grüsse
>
> Gruß Elvira
Zur Erläuterung:
man kann nicht "im VDH sein" wie es hier so schön hiess, sondern höchstens in einem Verein, der dem VDH als
Dachverband angeschlossen ist.
Gruss
Robert
Hallo
das halte ich , mit Verlaub gesagt, für absoluten Blödsinn, dass Fütterung von Pedigree zu HD führt oder HD
begünstigt. Sicher ist allerdings, dass die heutigen Fertigfutter recht gehaltvoll sind und deshalb die Fütterungsmenge
recht genau angepasst werden muss. Ansonsten wachsen die Hunde zu schnell und das Knochengerüst passt nicht.
Viele Hundebesitzer glauben ausserdem immer noch, das szusätzliche Fütterunmg von Kalzium/Kalk Präparaten
notwendig sei. De facto schadet man damit dem Hund und das kann sehr wohl HD begünstigen.
Gruss
Robert
"René Gärtner" schrieb:
> Toll, da ist mir also seit einem Monat die Garantie abgelaufen,
> mannmannmann, was für eine Welt.
>
> >
Hast du denn "Beweise" (Aussagen deines TA, von Leuten ausserhalb deines
Verwandtenkreises o.ae.), dass der Hund schon frueher deutlich krank war? Dann
hast du eine Chance. Geh mal zu einem Anwalt. Manche "Zuechter" reagieren recht
verschreckt, wenn sie ein Schreiben von dieser Seite bekommen.
Zur Ahnentafel: Die gehoert nicht dem Zuechter sondern dem Verein, dem er
angehoert. Wenn du also an den Verein des Zuechters schreibst, bekommst du eine
Zweitschrift dieser Ahnentafel (jedenfalls ist es bei uns so) und der Zuechter
jede Menge Aerger, das geht bis zum Vereinsausschluss, da der Verkauf von Hunden
ohne Ahnentafel einem VDH-Zuechter verboten ist (Telefonat mit dem VDH in
Dortmund).
Gruss! Peter
<das halte ich , mit Verlaub gesagt, für absoluten Blödsinn, dass Fütterung
von Pedigree zu HD führt oder HD
<begünstigt. Sicher ist allerdings, dass die heutigen Fertigfutter recht
gehaltvoll sind und deshalb die <Fütterungsmenge
<recht genau angepasst werden muss. Ansonsten wachsen die Hunde zu schnell
und das Knochengerüst <passt nicht.
<Viele Hundebesitzer glauben ausserdem immer noch, das szusätzliche
Fütterunmg von Kalzium/Kalk <Präparaten
<notwendig sei. De facto schadet man damit dem Hund und das kann sehr wohl
HD begünstigen.
ich meinte damit auch nicht unbedingt, daß ausgerechnet Pedigree Pal HD
auslöst (Zufälle sind keine Beweise, können aber manchmal Indizien sein),
bin aber durch viele ähnliche Geschichten eher zu der Auffassung gelangt,
daß ich dieses Futter sicher nicht weiterempfehlen werde wie ich generell
kaum ein Fertigfutter empfehle. Ich kenne deine Meinung über die Ernährung
von Hunden sehr gut und denke, wir brauchen da auch nicht weiter drüber zu
diskutieren :-).
Zur bewußten Aufzucht meiner Hunde gehört u.a.auch, daß ich sie sozusagen
"großhungere", also 7-800g Gewichtszunahme pro Woche und daß sie keine
zusätzlichen Kalzium/Kalk Präparate bekommen.
Viele Grüße
Karina
--
Hi
> btw: Niemand könnte Dir z.B. jetzt verbieten, mit deinem Hund weiter
> zu züchten, obwohl Du weisst, dass er HD hat! Da gibt es eben keine
> "Handhabe".
Träumst Du? Mit einem Hund mit HD E, darf man im ÖKV sicher net
wieterzüchten, ich kann mir nicht vorstellen das es beim VDH anders ist.
Oders redest Du von sinnlosem vermehren? Dann nenne es auch so.
mfg Uschi
Natürlich darf man das in VDH-Vereinen auch nicht !!! Das ist doch klar. Die Vorschriften entsprechen in etwa
denen des ÖKV. Schliesslich erkennen sich die Verbände ja auch gegenseitig an.
Gruss
Robert ( KfT im VDH, ÖKfT im ÖKV, SCFT in SKG )
> _kein_ Züchter kann eine 100%ige Garantie auf gesunde Hunde geben, der
> Züchter hat nur zu einem gewissen Mass Einfluss auf die Genetik. Er kann
> sich noch so viel Mühe geben, Erbkrankheiten wie die HD kann er selbst
> bei grösstem Wissen, Erfahrung und Verantwortungsbewusstsein nicht
> ausschliessen.....
> würde eine Verantwortung für ein ganzes Hundeleben auf ihm liegen, mit
> Beteiligung an allen Kosten, würde niemand mehr züchten.
Stimmt. Aber der Welpenkäufer erlebt manchmal eine bittere Enttäuschung,
wenn er für den Welpen so um 2000 DM bezahlt und dann noch einen Haufen
Geld wegen einer Erbkrankheit ausgeben muß. Und wenn er deswegen nicht
gerade glücklich wird, wird ihm vorgeworfen, daß ihm nur ums Geld geht.
Die "seriösen" (ich hasse dieses Wort) Züchter werben immer damit, daß
die bei ihnen gekaufte Welpen mit an die Sicherheit grenzender
Wahrscheinlichkeit gesund und wesenfest sind. Nur für jemanden, der das
Pech hat und eben diesen seltenen kranken Welpen erwischt, können diese
Rechnungen ziemlich egal sein; sein Hund ist nicht zu 20 oder 80 %
krank, es ist schlicht und einfach krank.
Daß der Züchter die Behandlungskosten für alle kranke Welpen nicht
übernehmen kann, ist schon klar. Dem Käufer soll es auch klar sein, daß
bei manchen Rassen (z.B. 70-80 kg schwere Monster und "Flachgesichter")
das Risiko diverser Erkrankungen höher ist, als bei den anderen (z.B.
Gebrauchshunde, die als solche eingesetzt werden). Bei den Modehunden,
wie Labrador, Golden oder Westi sollte man besonders vorsichtig sein und
sehr sorgfältig den Züchter aussuchen.
> Allerdings gibt es
> auch seriöse Züchter, ich kenne einige, die bei HD zum Beispiel einen
> Welpen anbieten und/oder den Hund zurücknehmen. Bei meinem Züchter ist
> es so. Ich könnte also, wenn ein Hund HD hätte, Ersatz bekommen.
Ich finde, daß das bei jedem guten Züchter eine gängige Praxis sein
soll. Es geht halt auch darum, daß sich der Welpenkäufer mit seinem
Problem nicht alleine gelassen fühlt. Einen neuen Welpen anzubieten oder
dem Käufer das Geld, das er für den Welpen bezahlt hatte, zu erstatten
wäre eine gute Lösung, wo doch die TA-Kosten bei ernsten Erkrankungen
wie HD viel höher sind, als die "Anschaffungskosten" für den Welpen.
Grüße
Milena
Milena Lipkowski schrieb:
> Stimmt. Aber der Welpenkäufer erlebt manchmal eine bittere Enttäuschung,
> wenn er für den Welpen so um 2000 DM bezahlt und dann noch einen Haufen
> Geld wegen einer Erbkrankheit ausgeben muß.
stimmt, aber es ist nun mal ein Risiko, denn niemand kann garantieren
dass ein Hund 100% gesund ist
Und wenn er deswegen nicht
> gerade glücklich wird, wird ihm vorgeworfen, daß ihm nur ums Geld geht.
diese habe und werde ich nicht....
> Rechnungen ziemlich egal sein; sein Hund ist nicht zu 20 oder 80 %
> krank, es ist schlicht und einfach krank.
natürlich ist das schlimm, aber ich finde es nicht ok, wenn dann auf den
Züchter geschimpft wird. Dazu wissen wir zu wenig, um beurteilen zu
können, ob es ein Züchter ist, der sich Mühe gibt oder nur einer, der
aufs Geld schaut. Zudem sollte man sich vorher möglichst erkundigen,
welche Hunde gerade in Mode sind, sich z.B. auch beim VDH, SV, ADRK usw.
erkundigen, ob der Züchter evtl. schon negativ aufgefallen ist, auch
sollte man sich die Papiere der Elterntiere zeigen lassen und sich auch
beim Verband erkundigen, ob schon mal Welpen aus der Verbindung da waren
und wie dann die Erkrankungsrate aussah.....
> Daß der Züchter die Behandlungskosten für alle kranke Welpen nicht
> übernehmen kann, ist schon klar. Dem Käufer soll es auch klar sein, daß
> bei manchen Rassen (z.B. 70-80 kg schwere Monster und "Flachgesichter")
> das Risiko diverser Erkrankungen höher ist, als bei den anderen (z.B.
> Gebrauchshunde, die als solche eingesetzt werden).
ja, und man sollte sehen, was man mit dem Hund machen möchte.....Denn es
ist ja oft so: man fährt mit den besten Vorsätzen hin (Fragen,
emotionslos angucken, überschlafen usw.) und dann sieht man einen Haufen
süsser, tapsiger kleiner Knuddel und schon sind alle guten Vorsätze
vergessen:-)))
Bei den Modehunden,
> wie Labrador, Golden oder Westi sollte man besonders vorsichtig sein und
> sehr sorgfältig den Züchter aussuchen.
ja, und sich auch evtl. einen hundekundigen Menschen mitnehmen, der kann
zwar nicht hellsehen, ob der Welpe gesund ist, aber er kann doch die
"Zuchtanlage" beurteilen und evtl. bei einem Welpen zu- bzw. abraten
usw.
>
> Ich finde, daß das bei jedem guten Züchter eine gängige Praxis sein
> soll. Es geht halt auch darum, daß sich der Welpenkäufer mit seinem
> Problem nicht alleine gelassen fühlt. Einen neuen Welpen anzubieten oder
ja, aber da muss man schon genau suchen.......
> dem Käufer das Geld, das er für den Welpen bezahlt hatte, zu erstatten
> wäre eine gute Lösung, wo doch die TA-Kosten bei ernsten Erkrankungen
> wie HD viel höher sind, als die "Anschaffungskosten" für den Welpen.
tja, aber da der Züchter ja dies auch oft nur als Hobby macht, kann es
ihn ganz schnell in den Ruin treiben, denn eine erworbene von einer
ererbten HD zu unterscheiden ist fast unmöglich.....
>
> Grüße
> Milena
--
Schwarz Ursula schrieb:
> Hi
auch hi:-)
>
> Träumst Du? Mit einem Hund mit HD E, darf man im ÖKV sicher net
> wieterzüchten, ich kann mir nicht vorstellen das es beim VDH anders ist.
Nein, bei allen grossen Verbänden darf nur mit HD frei, fast normal oder
z.T. auch leichter HD gezüchtet werden
> Oders redest Du von sinnlosem vermehren? Dann nenne es auch so.
davon halte ich persönlich gar nichts
> mfg Uschi
--
Hexchen <hex...@bigfoot.de> wrote:
> Zudem sollte man sich vorher möglichst erkundigen,
> welche Hunde gerade in Mode sind, sich z.B. auch beim VDH, SV, ADRK usw.
> erkundigen, ob der Züchter evtl. schon negativ aufgefallen ist, auch
> sollte man sich die Papiere der Elterntiere zeigen lassen und sich auch
> beim Verband erkundigen, ob schon mal Welpen aus der Verbindung da waren
> und wie dann die Erkrankungsrate aussah.....
Ich schätze, man braucht ungefähr bis zu einem Jahr um sich in der
"Hundeszene" einigermaßen schlau zu machen, sich eben bei den Verbänden
zu erkundigen, vielleicht ein paar Ausstellungen zu besuchen, mit den
Züchtern sprechen, sie eventuell zu besuchen. Wenn die ausgewählte Rasse
nicht sehr verbreitet ist, muß man manchmal auch ein paar Monate auf den
Welpen warten. Manchen ist es halt zu lange und zu anstrengend und
entscheiden sich für den ersten in Kleinanzeigen gefundenen Welpen.
Dann können sie sich selbst die Schuld zuschreiben, wenn sie auf einen
schlechten Züchter reingefallen sind.
> ja, und man sollte sehen, was man mit dem Hund machen möchte.....Denn es
> ist ja oft so: man fährt mit den besten Vorsätzen hin (Fragen,
> emotionslos angucken, überschlafen usw.) und dann sieht man einen Haufen
> süsser, tapsiger kleiner Knuddel und schon sind alle guten Vorsätze
> vergessen:-)))
Ja, das kenne ich. Vor 10 Jahren habe ich eigentlich den Kauf eines
Alaskan Malamute - Rüden geplant. Der hat sich als eine
Mini-Schäferhündin entpuppt ;-). Aber so unüberlegt war die
"Welpenadoption" nicht: ich kannte beide Eltern, es waren schon ältere
(7-8 Jahre) Hunde, kerngesund und mit tollem Wesen. Und meine Hündin hat
mich selbst ausgesucht: sie ist im meinem Jackenärmel eingeschlafen und
wollte nicht mehr weg.
> tja, aber da der Züchter ja dies auch oft nur als Hobby macht, kann es
> ihn ganz schnell in den Ruin treiben, denn eine erworbene von einer
> ererbten HD zu unterscheiden ist fast unmöglich.....
Stimmt, man soll sich jedoch bemühen, eine Lösung zu finden,
die für beide Seiten akzeptabel wäre. Es wäre, glaube ich, auch im
Sinne der Züchter die Käufer auf die Gefahren hinzuweisen und ein paar
Tipps zu geben, wie die künftigen Besitzer der erworbenen HD vorbeugen
können.
Grüße
Milena
"Milena Lipkowski" <li...@addcom.de> schrieb im Newsbeitrag
news:1ew6vs2.1awppts1e9at50N%li...@addcom.de...
Hallo zusammen!
> Hallo Moni,
>
> Hexchen <hex...@bigfoot.de> wrote:
>
> > Zudem sollte man sich vorher möglichst erkundigen,
> > welche Hunde gerade in Mode sind, sich z.B. auch beim VDH, SV, ADRK usw.
> > erkundigen, ob der Züchter evtl. schon negativ aufgefallen ist, auch
> > sollte man sich die Papiere der Elterntiere zeigen lassen und sich auch
> > beim Verband erkundigen, ob schon mal Welpen aus der Verbindung da waren
> > und wie dann die Erkrankungsrate aussah.....
>
> Ich schätze, man braucht ungefähr bis zu einem Jahr um sich in der
> "Hundeszene" einigermaßen schlau zu machen, sich eben bei den Verbänden
> zu erkundigen, vielleicht ein paar Ausstellungen zu besuchen, mit den
> Züchtern sprechen, sie eventuell zu besuchen. Wenn die ausgewählte Rasse
> nicht sehr verbreitet ist, muß man manchmal auch ein paar Monate auf den
> Welpen warten. Manchen ist es halt zu lange und zu anstrengend und
> entscheiden sich für den ersten in Kleinanzeigen gefundenen Welpen.
> Dann können sie sich selbst die Schuld zuschreiben, wenn sie auf einen
> schlechten Züchter reingefallen sind.
Wenn man wirklich sicher gehen möchte - und selbst das ist ja kein 100%iger
Schutz - muß man diese Mühen eben auf sich nehmen, und es gibt auch enorm
viele Leute, die das auch tun!
>
> > ja, und man sollte sehen, was man mit dem Hund machen möchte.....Denn es
> > ist ja oft so: man fährt mit den besten Vorsätzen hin (Fragen,
> > emotionslos angucken, überschlafen usw.) und dann sieht man einen Haufen
> > süsser, tapsiger kleiner Knuddel und schon sind alle guten Vorsätze
> > vergessen:-)))
>
> Ja, das kenne ich. Vor 10 Jahren habe ich eigentlich den Kauf eines
> Alaskan Malamute - Rüden geplant. Der hat sich als eine
> Mini-Schäferhündin entpuppt ;-). Aber so unüberlegt war die
> "Welpenadoption" nicht: ich kannte beide Eltern, es waren schon ältere
> (7-8 Jahre) Hunde, kerngesund und mit tollem Wesen. Und meine Hündin hat
> mich selbst ausgesucht: sie ist im meinem Jackenärmel eingeschlafen und
> wollte nicht mehr weg.
>
> > tja, aber da der Züchter ja dies auch oft nur als Hobby macht, kann es
> > ihn ganz schnell in den Ruin treiben, denn eine erworbene von einer
> > ererbten HD zu unterscheiden ist fast unmöglich.....
>
> Stimmt, man soll sich jedoch bemühen, eine Lösung zu finden,
> die für beide Seiten akzeptabel wäre. Es wäre, glaube ich, auch im
> Sinne der Züchter die Käufer auf die Gefahren hinzuweisen und ein paar
> Tipps zu geben, wie die künftigen Besitzer der erworbenen HD vorbeugen
> können.
Ich denke, ein verantwortungsvoller Züchter wird das auch tun und sich auch
bei der Wahl seiner Käufer viel Zeit lassen. Ich habe selbst gerade einen
Wurf Golden Retriever (sind jetzt gerade mal 8 Tage alt!)und suche mir
wirklich sorgfältig aus, wer einen Hund bekommt und wer nicht.
Eine Frau war auf Bedrängen eines Bekannten gekommen, weil sie mal geäußert
hat, sie wünschte sich einen Hund. Sie war auch ganz begeistert im Anblick
unserer kleinen Scheißer und ist sogar schon dreimal dagewesen. Ihr Mann hat
eingewilligt, die ganze Familie wurde mobilisiert und alle möglichen
Überlegungen wurden angeregt, wie man es am besten mit einem kleinen Hund
anstellt, aber ich habe die Leute trotzdem abgelehnt und den Kleinen nun
jemand anders zugesagt, weil ich einfach Bedenken hatte, daß der Entschluß,
sich einen Hund ins Haus zu holen zu übereilt war. Als ich ihr das
mitgeteilt hatte, war sie irgendwie traurig, irgendwie aber auch
erleichtert, weil sie so mehr Zeit hat, sich auf alles vorzubereiten, denn
der Entschluß einen Hund ins Haus zu holen steht nun ganz sicher fest, es
macht ihr auber auch nichts aus, noch eineinhalb bis zwei Jahre auf den
nächsten Wurf zu warten.
Ich lege viel Wert darauf, daß sich die zukünftigen Besitzer schon vorher
mit der Rasse auseinander setzen und sich mit dem Thema "Hund" beschäftigen.
Alle potentiellen Käufer werden schon beim ersten Besuch, der normalerweise
lange vor der Geburt der Welpen erfolgt, über die möglichen Risiken im Bezug
auf HD, ED, Augenkrankheiten aufgeklärt und informiert und viele meiner
potentiellen Käufer kommen dadurch erst einmal auf die Idee, sich mit dem
Thema zu beschäftigen. Auf jeden Fall wissen die Leute, worauf sie sich
einlassen, nämlich, daß unsere Welpen zwar die bestmögliche Startsituation
haben, aber daß es dennoch passieren kann, daß einer oder vielleicht auch
alle Kleinen einen erblichen oder erworbenen Fehler haben können.
Das macht die Sache zwar insgesamt schwieriger, ich kann mir aber sicher
sein, daß alle meine Welpenkäufer wissen, worauf sie sich einlassen und auch
darauf vorbereitet sind, daß einer meiner Hunde eventuell einmal krank
werden könnte. Sollte dies der Fall sein, können alle sicher sein, daß ich
sie so weit ich kann immer unterstützen werde. Aber wie Moni schon sagt, bei
einer Hobbyzucht kann man nicht alle anfallenden Kosten übernehmen wenn mal
etwas schief geht.
Viele Grüße, Jutta.
Mit Tessa, Anton, Bastian Tassilo, Bismarck, Bruno, Beloved Maggie und
Babsi!
"Jutta Linsel" <jutta....@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:9i7ku3$kph$05$1...@news.t-online.com...
>
> Ich lege viel Wert darauf, daß sich die zukünftigen Besitzer schon vorher
> mit der Rasse auseinander setzen und sich mit dem Thema "Hund" beschäftigen.
Müssen die einen kleinen Sachkundetest bei Dir ablegen?
> Alle potentiellen Käufer werden schon beim ersten Besuch, der normalerweise
> lange vor der Geburt der Welpen erfolgt, über die möglichen Risiken im Bezug
> auf HD, ED, Augenkrankheiten aufgeklärt und informiert und viele meiner
> potentiellen Käufer kommen dadurch erst einmal auf die Idee, sich mit dem
> Thema zu beschäftigen.
Das ehrt Dich sehr, trotzdem sind es genau diese möglichen Erbkrankheiten, die
mich dazu veranlassen, nie einen Rassehund zu kaufen. Eine Bekannte hat
ebenfalls gezüchtet, allerdings nur auf Vorbestellung. Da standen die Käufer
schon fest, bevor die Hündin überhaupt gedeckt wurde. Dieses Vorgehen halte
ich für sehr seriös, nicht erst mal Welpen produzieren und dann die Käufer
suchen. Das ist aber nicht gegen Dich gerichtet, Du gibst Dir meiner Meinung
nach die größte Mühe, daß Deine Welpen ein gutes Zuhause bekommen.
Viele Grüße
Sabine
siehe z.B. auch http://www.welpen.de/service/jetter/artikel1.htm
> 1. zu verhindern das andere dort auch einen hund kaufen und das gleiche
> durchmachen müssen und
> 2. zu versuchen "Schadensersatz" einzuklagen damit ich die ziemlich hohen
> Arztrechnungen bezahlt kriege.
Ist der Züchter Mitglied in einem Rassenhunde Zuchtverband für Labradore?
Wenn nicht, so unterwirft er sich auch keiner Zuchtordnung. Folglich ist er
für mich kein Züchter sondern ein Hundevermeherer. Der Sinn von
Zuchtordnungen besteht unter anderem darin eine gesunde und wesensfeste
Nachzucht zu garantieren.
In der Zuchtordnung des LCD (http://www.labrador.de/welpen/zo2001.html) sind
nur HD freie Hunde oder Hunde mit leichter HD zur Zucht zugelassen. Sollte
Dein Züchter mit anderen Hunden gezüchtet haben, so verstößt er ggf. gegen
die Regeln des Zuchtverbandes und kann nach einer entsprechenden Beschwerde
ausgeschlossen werden.
Wie ist der HD- Befund der Elterntiere Deines Hundes? Selbst HD- Freiheit
bei den Eltern ist keine absolute Garantie für die HD- Freiheit der
Nachkommen.
Um zu verhindern, daß Leute Hunde bei Hundevermehrern beziehen, kann man
eigentlich nur eins tun - nämlich immer wieder darauf hinweisen, daß sich
ein Hundekäufer vorher beim entsprechenden Rasseverband nach zugelassenen
Züchtern umsieht. Mit dieser Vorauswahl "bewaffnet" kann man dann mehrere
Züchter besuchen, die Lebensbedingungen der Hunde anschauen und die
Ahnentafeln studieren, die z.B. bei den meisten HD gefährdeten Rassen eine
genaue Übersicht über die HD- Fälle in der Zucht geben. Ein guter Züchter
wird seine Zucht transparent halten und jedem Besucher gerne Auskunft über
seine Zucht und die Haltungsbedingungen geben. Die Rasseverbände geben in
der Regel gerne Auskunft über die speziellen Gesundheitsprobleme ihrer Rasse
und über Masßnahmen diese in künftigen Generationen zu bewältigen.
Sabine Schulz schrieb:
> Das ehrt Dich sehr, trotzdem sind es genau diese möglichen Erbkrankheiten, die
> mich dazu veranlassen, nie einen Rassehund zu kaufen. Eine Bekannte hat
hmmm, das Problem ist aber doch, dass Mischlinge aus Rassehunden
entstehen und daher auch sämtliche vorhandenen Erbkrankheiten
mitbekommen. Da man aber mit Mischlingen selten "züchtet", somit also
auch nicht den Zuchtkriterien eines Verbandes unterliegt und mit ihnen
SchH oder ähnliche Ausbildungen macht, wird man oft diese Krankheiten
oft nicht feststellen. Weder beim Rassehund noch beim Mischling müssen
diese dominant sein, sondern können rezessiv über Generationen
weitergegeben werden.
> Viele Grüße
>
> Sabine
--
Jutta Linsel schrieb:
> Wenn man wirklich sicher gehen möchte - und selbst das ist ja kein 100%iger
> Schutz - muß man diese Mühen eben auf sich nehmen, und es gibt auch enorm
> viele Leute, die das auch tun!
zum Glück!
>
> Ich denke, ein verantwortungsvoller Züchter wird das auch tun und sich auch
> bei der Wahl seiner Käufer viel Zeit lassen. Ich habe selbst gerade einen
> Wurf Golden Retriever (sind jetzt gerade mal 8 Tage alt!)und suche mir
> wirklich sorgfältig aus, wer einen Hund bekommt und wer nicht.
so soll es sein....
> anstellt, aber ich habe die Leute trotzdem abgelehnt und den Kleinen nun
> jemand anders zugesagt, weil ich einfach Bedenken hatte, daß der Entschluß,
> sich einen Hund ins Haus zu holen zu übereilt war. Als ich ihr das
Als ich vor Jahren mal einen Wurf hatte, habe ich auch Leute wieder
weggeschickt. ich habe schliesslich nicht nur die Verantwortung für die
Welpen sondern auch z.T. für meine Mitmenschen.
> Das macht die Sache zwar insgesamt schwieriger, ich kann mir aber sicher
> sein, daß alle meine Welpenkäufer wissen, worauf sie sich einlassen und auch
> darauf vorbereitet sind, daß einer meiner Hunde eventuell einmal krank
> werden könnte.
Damit fange ich schon an, wenn Interessenten zum Hundeplatz kommen oder
mich anrufen, weil sie gern einen Welpen haben möchten. Sie wollen sich
informieren, welche Rasse es für sie sein könnte usw.
Sollte dies der Fall sein, können alle sicher sein, daß ich
> sie so weit ich kann immer unterstützen werde. Aber wie Moni schon sagt, bei
> einer Hobbyzucht kann man nicht alle anfallenden Kosten übernehmen wenn mal
> etwas schief geht.
stimmt, ansonsten würde niemand mehr einen Wurf machen und die
"Hundefabriken" hätten Hochkunjunktur:-( Auch ich würde mir dann
überlegen, ob ich jemals in die Zucht gehen würde.
>
> Viele Grüße, Jutta.
>
> Mit Tessa, Anton, Bastian Tassilo, Bismarck, Bruno, Beloved Maggie und
> Babsi!
>
> --
> Jutta Linsel
> aus Kreuztal
> mit Tessa (GH) und Anton (GR)
> Zwinger: Ulfilas
> jutta....@t-online.de
> http://home.t-online.de/home/jutta.linsel/
--
Milena Lipkowski schrieb:
> Ich schätze, man braucht ungefähr bis zu einem Jahr um sich in der
> "Hundeszene" einigermaßen schlau zu machen, sich eben bei den Verbänden
> zu erkundigen, vielleicht ein paar Ausstellungen zu besuchen, mit den
> Züchtern sprechen, sie eventuell zu besuchen.
jein, wenn ich einen guten Hundeverein finde, wird mir auch dort oft
geholfen.
> entscheiden sich für den ersten in Kleinanzeigen gefundenen Welpen.
> Dann können sie sich selbst die Schuld zuschreiben, wenn sie auf einen
> schlechten Züchter reingefallen sind.
leider ist das so:-(
>
> Ja, das kenne ich. Vor 10 Jahren habe ich eigentlich den Kauf eines
> Alaskan Malamute - Rüden geplant. Der hat sich als eine
> Mini-Schäferhündin entpuppt ;-). Aber so unüberlegt war die
> "Welpenadoption" nicht: ich kannte beide Eltern, es waren schon ältere
> (7-8 Jahre) Hunde, kerngesund und mit tollem Wesen. Und meine Hündin hat
> mich selbst ausgesucht: sie ist im meinem Jackenärmel eingeschlafen und
> wollte nicht mehr weg.
*g* das kenne ich irgendwie:-)) In meiner "jugend" wollte ich unbedingt
eine "Lassie" haben und bin von Pontius zu Pilatus gefahren, ich hätte
auch den Iron-Man mitmachen können so fit war ich*lol* Aber lange Rede
kurzer Sinn: nirgends war ein Collie zu bekommen, Dackel war mir zu
klein, Bernhardiner zu ruhig, bis ich dann per Zufall auf einen
DSH-Züchter stiess. Dieser hatte noch 2 Junghunde von 4,5 Mon. - ich sah
die Hündin und es war Liebe auf den ersten Blick und dies gegenseitig.
Sie wich mir nicht mehr von der Seite, dabei hatte ich sie nur im
Freilauf gesehen und nicht einmal gestreichelt. Als der Züchter sie dann
rauslies, damit ich mir den Hund mal ganz ansehen konnte, war sie sofort
bei mir und wollte auch nicht mehr weg. Selbst als ich noch zur Kasse
musste, um mein Sparbuch zu plündern, hat sie nur im Hof gesessen und
gejault bis ich wieder da war..... Dies ist zwar schon ewig her, aber
ich werde diesen Hund nie vergessen, denn sie war meine erste grosse
Liebe....
>
> Stimmt, man soll sich jedoch bemühen, eine Lösung zu finden,
> die für beide Seiten akzeptabel wäre. Es wäre, glaube ich, auch im
natürlich, nur müssen beide bereit sein, ein vernünftiges Gespräch zu
führen, um eine Lösung zu finden....
> Sinne der Züchter die Käufer auf die Gefahren hinzuweisen und ein paar
> Tipps zu geben, wie die künftigen Besitzer der erworbenen HD vorbeugen
> können.
das gehört dazu! Auch ein TA kann dabei hilfreich sein oder ein
Hundeverein......
"Hexchen" <hex...@bigfoot.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3B483414...@bigfoot.de...
>
> hmmm, das Problem ist aber doch, dass Mischlinge aus Rassehunden
> entstehen und daher auch sämtliche vorhandenen Erbkrankheiten
> mitbekommen.
... können, wobei ich die Wahrscheinlichkeit, daß ein Mischling Erbkrankheiten
aufweist, für wesentlich geringer halte als wie bei reinrassiger Zucht. Aber
dieses Thema hatten wir hier schon, eine Annäherung der Meinungen hat nicht
stattgefunden. Ich finde, jeder soll das für sich entscheiden, ich persönlich
tendiere halt eher zu nicht reinrassigen Hunden.
Viele Grüße
Sabine
"Harald Kisling" <harald....@bigfoot.com> schrieb im Newsbeitrag
news:4arhkt485ftd4nm5i...@4ax.com...
>
> glaubst du, dass es bei "Nicht- Rassehunden" keine sg. Erbkrankheiten
> gibt?
Doch natürlich, aber nicht in dem Ausmaß wie bei Rassehunden. Wenn mir der
Züchter erzählt, welche Krankheiten der Welpe möglicherweise bekommen kann,
dann habe ich ehrlich gesagt schon genug. Bei einer Hundeausstellung habe ich
mich mal intensiver mit einem IMHO seriösen Züchter von Leonbergern
unterhalten, er erklärte mir genau, wie man einen Welpen großziehen muß usw.
Das allein fand ich schon nicht ganz normal, wenn ein Welpe nicht Rumtoben
darf wegen seinen Gelenken und Bänder, dann kann da was nicht ganz stimmen.
Diese Rasse wird wohl zu groß und zu schwer, daher brauchen die Kleinen
Schonung und spezielle Behandlung, ansonsten hat man einen kranken Hund. Das
alles hat mir nicht gefallen, unter einem robusten Hund stelle ich mir was
anderes vor. Da geht es auch nicht um den Preis von ca. DM 2.500,00, den ich
gerne bezahlen würde, auch wenn ich den Rüden nie ausstellen oder gar zur
Zucht verwenden würde.
Im Tierheim gibt es immer wieder sehr große Mischlingshunde mit robustem
"Einschlag", vielleicht Kangal oder Ortschwarka, die keine potientiellen
Gelenksprobleme haben, warum soll ich dann so ein überzüchtetes Tier vom
Züchter kaufen? Außerdem habe große Hunde es sowieso schwer in der
Vermittlung, daher wird so ein Mix irgendwann ein gutes Zuhause bei mir
finden.
Viele Grüße
Sabine
Sabine Schulz schrieb:
>
> ... können,
hmmm, ich möchte mich mit Dir nicht streiten:-) Aber es ist ja nun mal
erwiesen, dass Mischlinge aus Rassehunden entstanden sind, von daher ist
die genetische Disposition genauso - wenn nicht imho - höher
Erbkrankheiten zu haben.....
wobei ich die Wahrscheinlichkeit, daß ein Mischling Erbkrankheiten
> aufweist, für wesentlich geringer halte als wie bei reinrassiger Zucht. Aber
ich nicht, ich sehe es eigentlich genau gegenteilig. Denn bei Zucht kann
ich versuchen, im Laufe der Zeit Krankheiten zu minimieren oder ganz
auszumerzen. Dies ist bei Mischlingen nicht möglich.
> dieses Thema hatten wir hier schon, eine Annäherung der Meinungen hat nicht
> stattgefunden.
ich weiss
Ich finde, jeder soll das für sich entscheiden, ich persönlich
> tendiere halt eher zu nicht reinrassigen Hunden.
versteh mich bitte nicht falsch, ich bin kein Gegner von Mischlingen -
im Gegenteil, habe ich doch selbst lange selbst welche gehabt. Hätte ich
mehr Platz würden auch aus dem TH einige Mixe bei mir landen:-)
Aber ich habe mich jetzt für reinrassige dSH entschieden, da ich 3
Mischlinge viel zu früh verloren habe und kurioserweise eben an
sogenannten Erbkrankheiten. Und da ich ja auch begeisterter
Hundesportler bin und gern im SchH-Sport arbeite, bin ich jetzt mit
meinen beiden glücklich....
"Hexchen" <hex...@bigfoot.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3B495346...@bigfoot.de...
>
> hmmm, ich möchte mich mit Dir nicht streiten:-) Aber es ist ja nun mal
> erwiesen, dass Mischlinge aus Rassehunden entstanden sind, von daher ist
> die genetische Disposition genauso - wenn nicht imho - höher
> Erbkrankheiten zu haben.....
Der Genpool ist aber wesentlich größer, daher ist die Wahrscheinlichkeit einer
Erbkrankheit IMHO geringer.
> Denn bei Zucht kann ich versuchen, im Laufe der Zeit Krankheiten zu
> minimieren oder ganz auszumerzen. Dies ist bei Mischlingen nicht möglich.
Durch die Zucht sind diese Erbkrankheiten ja erst entstanden. Ein zukünftiges
Minimieren oder gar Ausmerzen sehe ich nicht, weil meist die Zuchtbasis zu
gering ist. Ich verstehe nichts von Zucht, aber um IMHO "frisches Blut" für
eine Rasse zu bekommen, muß man wohl schon sehr weit fahren.
> Aber ich habe mich jetzt für reinrassige dSH entschieden, da ich 3
> Mischlinge viel zu früh verloren habe und kurioserweise eben an
> sogenannten Erbkrankheiten.
Ich hoffe, Du hast Glück mit Deinen drei Schäferhunde, "meine" Rasse ist das
nicht.
> Und da ich ja auch begeisterter Hundesportler bin und gern im SchH-Sport
> arbeite, bin ich jetzt mit meinen beiden glücklich....
Das freut mich, so hält jeder den Hund, der ihm geeignet erscheint. Ich möchte
keinesfalls einen Hund, der sich für Schutzhundesport eignet, mir macht es
keinen Spaß, jede Woche auf einen Hundeplatz zu fahren, um irgendwas zu
trainieren. Da gehe ich lieber in die Berge, fahre Rad, Roller Blades oder
mache sonstige Ausflüge mit Hund. Agility käme zur Not in Betracht, aber nur,
wenn der Hund sehr viel Spaß daran hat.
Viele Grüße
Sabine
>Ich möchte
>keinesfalls einen Hund, der sich für Schutzhundesport eignet, mir macht es
>keinen Spaß, jede Woche auf einen Hundeplatz zu fahren, um irgendwas zu
>trainieren. Da gehe ich lieber in die Berge, fahre Rad, Roller Blades oder
>mache sonstige Ausflüge mit Hund. Agility käme zur Not in Betracht, aber nur,
>wenn der Hund sehr viel Spaß daran hat.
bis auf kurze Spaziergänge könntest du aber das auch alles vergessen, wenn dein
Hund (egal ob Mix oder reinrassig) z. B. schwere HD hätte... datz braucht es
nicht erst den Schutzhundesport
Gruß Elvira
>Der Genpool ist aber wesentlich größer, daher ist die Wahrscheinlichkeit
einer
>Erbkrankheit IMHO geringer.
Wir rede hier überwiegend von *Dispositionen*, die vererbt werden. Ob sie
Krankheitswert bekommen, hängt von vielen Faktoren und nicht nur von der
erblichen Disposition ab. Ernährung, Bewegung, etc. spielen ebenso eine
Rolle wie bisweilen die Rasse an sich -- so hat zB. ein Bandscheibenvorfall
beim Dackel zumeist wesentlich gravierendere Folgen ("Dackellähme") als beim
Englischen Bulldog, der aufgrund des anderen Körperbaus und der Bemuskelung
auf dasselbe Phänomen wenig bis garnicht reagiert.
>Durch die Zucht sind diese Erbkrankheiten ja erst entstanden.
Nein. Erb"krankheiten" bzw. Dispositionen dazu entstehen zunächst einmal
durch Gendefekte -- und die treten anfänglich *spontan* auf, m.a.W., die
können jedem und immer passieren. In der freien Wildbahn führt dies bei
gravierenderen (=behindernden) Defekten dazu, daß solche Tiere zumeist nicht
überleben, und sich in Folge auch nicht (so stark) weiter vermehren -- das
kann für Farbdefekte (Albinos als leichtere Beute für Fressfeinde) ebenso
gelten wie für physische Defekte (ein Fuchs mit schwerer HD würde
schlichtweg verhungern...).
In einer "geschützten" Umgebung ohne natürliche Feinde -- egal ob beim
Rassehund-Züchter oder beim "sonstigen" Hundebesitzer -- vermehren sich
solche Tiere wesentlich leichter.
Das Problem liegt in erster Linie in der mangelnden Kenntis solcher
Defekte -- während ein guter (!) Züchter die Paarung sehr genau überlegt,
"passiert" eine "Gefahrenpaarung" bei den Mischlingshunden halt einmal (wir
nehmen mal jene aus, die ihre Mixes bewußt züchten). Selbst erfahrene
Züchter können die verschlungenen Wege der Vererbung von Anlagen nicht immer
ab- und einschätzen, aber sie haben immerhin Daten über die Vorfahren und --
in den letzten Jahren -- auch über deren Gesundheit, Nachkommenschaft,
Probleme, etc. Bei einer zufälligen Mischlingsverpaarung kann dir niemand
garantieren, dass nicht hier ein dispositiv belateter Vater oder Großvater
seine Tochter oder Enkelin deckt, bei der mit einiger Wahrscheinlichkeit die
Disposition ebenfalls bereits vorhanden ist...
Garantien gibt es sowieso keine, aber es muss klar sein, dass die Gleichung
"gesunder Vater + gesunde Mutter = gesunder Welpe" auf keinen Fall stimmen
muss. Allerdings -- je mehr gesunde "Ur"s sich in der Zuchtgleichung
"Gesunde Urgroßeltern + gesunde Großeltern + gesunde Eltern = gesunder
Welpe" sind, desto wahrscheinlicher ist es, daß sie auch stimmt. Aber selbst
hier kann der spontane genetische Defekt genau bei meinem und nur meinem
Welpen auftreten -- davor ist niemand gefeit.
>Ich verstehe nichts von Zucht, aber um IMHO "frisches Blut" für
>eine Rasse zu bekommen, muß man wohl schon sehr weit fahren.
*Gute* Züchter tun das... *Vermehrer* setzen den nächstbesten Rüden auf die
nächstbeste Hündin und scheren sich einen Dreck darum, was herauskommt --
hauptsache der Käufer hat bar bezahlt...
Und *da* gilt es anzusetzen -- je mehr die Züchter über die
Nachkommenschaften der Ahnen wissen und erfahren können, umso besser können
sie eine Auswahl treffen, was sie verpaaren. Wenn man aber nicht einmal die
Großeltern des eigenen Hundes kennt, hat man weder Grund noch Anlaß zur
Vermutung, daß er weniger genetische Fehldispositionen in sich trägt als
irgend ein anderer Hund...
Helmut
Sabine Schulz schrieb:
> Der Genpool ist aber wesentlich größer, daher ist die Wahrscheinlichkeit einer
> Erbkrankheit IMHO geringer.
nein, wie Helmut schon schrieb, stimmt dies so nicht. Er hat mir jetzt
eine Menge Tipperei erspart:-)))
>
> Durch die Zucht sind diese Erbkrankheiten ja erst entstanden. Ein
zukünftiges
Nein, Erbkrankheiten gibt es bei Wölfen genauso wie bei Menschen oder
anderen Tierarten...
> Minimieren oder gar Ausmerzen sehe ich nicht, weil meist die Zuchtbasis zu
> gering ist. Ich verstehe nichts von Zucht, aber um IMHO "frisches Blut" für
> eine Rasse zu bekommen, muß man wohl schon sehr weit fahren.
dies spielt absolut keine Rolle, denn was nützt mir die Nähe, wenn sich
die Blutlinien nicht vertragen und ich z.B. damit rechnen muss, dass der
ganze Wurf eingeht. Daher ist ja Zucht nicht nur auf die BRD begrenzt,
sondern weltweit. Es soll Züchter geben, die wegen einer alten Linie
sogar nach Amerika fliegen... Ausserdem gibt es ja die Ahnentafeln, ich
habe also die Möglichkeit, über Generationen hinweg zu verfolgen, welche
Linien beim meinem Hund drin sind. Danach kann ich dann nach dem suchen,
was ich gern hätte wie z.B. eine ganz fremde Linie.....Aber nun ist
Schluss, sonst führt das zu weit:-))
>
> Ich hoffe, Du hast Glück mit Deinen drei Schäferhunde,
Nene, sind nur zwei, schliesslich habe ich auch nur 2 Hände:-) Die drei
die Du nennst waren meine Mixe....
"meine" Rasse ist das
> nicht.
kommt ganz darauf an, ob Du Hochzucht oder Leistungszucht wählst. Ich
weiss nicht, ob Du Dir Issy und Jana mal angeschaut hast...... Aber es
kommt ja auf die Rasse gar nicht an, Hauptsache man liebt seinen Hund so
wie er ist....
> Das freut mich, so hält jeder den Hund, der ihm geeignet erscheint. Ich möchte
so sollte es sein:-)
> keinesfalls einen Hund, der sich für Schutzhundesport eignet, mir macht es
> keinen Spaß, jede Woche auf einen Hundeplatz zu fahren, um irgendwas zu
> trainieren.
dafür habe ich aber viel gelernt und es macht den Hunden und mir auch
Spass, denn wir können alle drei nicht stillsitzen*g*
Da gehe ich lieber in die Berge, fahre Rad, Roller Blades oder
> mache sonstige Ausflüge mit Hund. Agility käme zur Not in Betracht, aber nur,
> wenn der Hund sehr viel Spaß daran hat.
dies mache ich auch, bis auf Roller Blades. Agility gibt es hier oben ja
kaum, aber der Breitensportparcour macht Issy und Jana auch sehr viel
Spass
>"Hexchen" <hex...@bigfoot.de> schrieb im Newsbeitrag
>news:3B495346...@bigfoot.de...
>>
>> hmmm, ich möchte mich mit Dir nicht streiten:-) Aber es ist ja nun mal
>> erwiesen, dass Mischlinge aus Rassehunden entstanden sind, von daher ist
>> die genetische Disposition genauso - wenn nicht imho - höher
>> Erbkrankheiten zu haben.....
>
>Der Genpool ist aber wesentlich größer, daher ist die Wahrscheinlichkeit einer
>Erbkrankheit IMHO geringer.
Sorry, aber das ist nur theoretisch richtig. Praktisch ist es ein
Blödsinn.
Wie kommt es zur Verpaarung von Mischlingen? Entweder ein
Hündinnenbesitzer will einen Wurf machen und nimmt sich einen Rüden
(meist einen aus der näheren Umgebung, weil es sich für einen
Mischlingswurf bestimmt nicht lohnt weit zu fahren), oder es passiert
halt, dass die Hündin von einem Rüden gedeckt wird. Das wird aber auch
nur mit einem Rüden aus der näheren Umgebung passieren. Der Genpool
bei Mischlingspaarungen beschränkt sich in der Regel also auf die
Hunde der näheren Umgebung.
>Durch die Zucht sind diese Erbkrankheiten ja erst entstanden. Ein zukünftiges
>Minimieren oder gar Ausmerzen sehe ich nicht, weil meist die Zuchtbasis zu
>gering ist. Ich verstehe nichts von Zucht, aber um IMHO "frisches Blut" für
>eine Rasse zu bekommen, muß man wohl schon sehr weit fahren.
Die Erbkrankheiten entstehen nicht durch die Zucht. Sie werden
höchstens durch falsche Selektion manifestiert.
Frisches Blut bringt nix, wenn es auch mit Erbkrankheiten behaftet
ist.
Wenn man mal davon aus geht, dass man unter Mischlingen Hunde
versteht, die keine Abstammungsnachweise haben, dann gibt es da
verschiedene Versionen von Mischlingen.
1. Zwei Rassehunde, die nicht die Zuchtvoraussetzungen des Verbandes
erfüllen werden verpaart. -> Warum sollen die Nachkommen dieser Hunde
besser sein, als Rassehunde?
2. Ein Rassehund wird mit einem Mischlingshund verpaart (passiert halt
mal). Der Mischlingshund kann gesund sein, oder auch krank. -> Warum
sollen die Nachkommen dieser Hunde besser sein, als Rassehunde?
3. Zwei Mischlinge treffen sich und es kommt zu Nachwuchs. Hier gilt
das selbe wie für 2.
Ich kenne aus der Praxis sehr viele Mischlingshunde mit schwerer HD.
Dabei handelt es sich meistens um Mischlinge von rasen, die
seinerseits mit HD zu kämpfen haben. Ist ja auch irgendwie logisch.
IMHO gibt es kein vernünftiges Argument dafür, dass Mischlingshunde im
Allgemeinen gesünder sind als Rassehunde.
Wenn man Rassehunde züchtet, ist man an bestimmte Auflagen gebunden.
Will man z.B. vermeiden, dass man einen Hund mit HD bekommt, dann kann
man durch die Wahl der Rasse und der Blutlinie das Risiko minimieren.
Servus Helmut
"Helmut Steinberger" <ki...@malinois.net> schrieb im Newsbeitrag
news:hpsjktcejcg3dd2q6...@4ax.com...
Hallöchen!
Ich kann Helmut da nur zustimmen! Da Mischlinge aus Rassehunden entstanden
sind, kann eine HD-Disposition nicht plötzlich verschwunden sein, nur weil
sich zwei rassefremde Hunde verpaaren. HD ist ja nun wirklich sehr
verbreitet unter allen größeren Rassehunden, so daß man wirklich nicht davon
ausgehen kann, daß wenn sich ein Collie mit einem Retriever verpaart nur
gesunde Hunde dabei herauskommen, auch wenn besagter Collie und Retriever
gesund sind.
Abgesehen davon gibt es bei Mischlingen noch einen ganz wichtigen Punkt, der
meines Wissens noch gar nicht erwähnt wurde - die Inzestverpaarung. Ein
Mischlingsrüde interessiert sich nicht wirklich dafür, ob die Hündin, die
dort herumläuft vielleicht seine Mutter oder Schwester ist (z.B. bei den
Straßenhunden in Spanien oder Rumänien) und es kommt zum Deckakt. Ist nun HD
in der "Hundefamilie" in den Genen festgelegt, wird sie so nur noch mehr
manifestiert und verbreitet. Es gibt ja auch einige Leute, die einen
Mischling haben und GENAUSO EINEN wieder haben möchten. Also wird die eigene
Hündin mit einem Rüden verpaart, der vielleicht noch ähnlich aussieht und
eventuell ohne Wissen des Besitzers ganz eng verwandt mit der eigenen Hündin
ist.
Bei einem Hund mit Papieren kann man diese Möglichkeit weitgehend
ausschließen und bis zur 6. oder 8. Generation einen Vergleich anstellen, um
eine mögliche Verwandtschaft aufzudecken. (Es gibt natürlich auch Züchter,
die eine sogenannte Linienzucht betreiben, indem sie mit einer erfolgreichen
Linie eng züchten, was ich jedoch für relativ risikoreich halte.)
Ich persönlich kenne wirklich mehr Mischlingshunde (dazu zähle ich auch die
"Rassehunde", die keine Papiere haben), die wegen HD o.Ä. eingeschläfert
werden mußten als Rassehunde.
Viele Grüße an alle,
Jutta, Tessa, Anton, Bastian Tassilo, Bismarck, Bruno, Beloved Maggie und
Babsi.
> Die Erbkrankheiten entstehen nicht durch die Zucht. Sie werden
> höchstens durch falsche Selektion manifestiert.
Du könntest das "höchstens" durch "oft" ersetzen.Es wäre näher an der
Realität.
Deshalb schliessen sich dann solche Selektierer auch noch in Verbänden
zusammen und schaffen "neue" = kranke Rassenstandards.-
Ein bisschen HD,ein bisschen mehr HD,Normal HD...gehört halt zur
normalen Zuchtauslese des ....
A. Tibetanischen Spitzwindhundes?
B. Grönländischen Bullterriers?
C. Allgermanischen Shepard?
Rätsel:Was ist richtig(st): A.B.C.? (Otto Sch.ist von der Teilnahme
ausgeschlossen)
Wenn ich recht unterrichtet bin pflegt,schützt und propagiert der
grösste VDH -Rassenverband derartige "Selektion".
Du sprichst in Deiner Replik an Sabine von der lokalen " Genbank',die
Mischlingen in einem gewissen Distrikt,weil begrenzt zum Verhängnis
werden können,aber was nun Rassezucht betrifft seien grössere
geographische Distanzen eine Art Garant für eine bessere und weit
gefächertete Genbank-(die ausserdem bekannt und durch lange Ahnenreihen
bestätigt sei.)
Der ganze Ausstellungsrummel mit peisgekrönten Vererbern bewirkt aber
in Realität das Gegenteil:
"Mein XXXX ist ein indirekter-" noch besser (mit geschwellter Brust vom
Eigentümer verkündet) "direkter Nachfahre,Abkömling von XXXX vom
YYYY-Hof"
und das sagen dann irgendwo gleichzeitig tausende Hundebesitzer,die ihr
hinkendes Viechlein Gassi führen.
MFG
Volker Greulich ,Verwalter einer sehr,sehr grossen hündischen Genbank.
--
Protestiert gegen das sinnlose 100 %ige Kastrationsgebot für Hunde in
einigen deutschen Tierheimen.-Tierheimkunden sind keine unmündigen
Trottel.Hunde haben ein Anrecht auf körperliche Unversehrtheit-auch
wenn sie durch Tierheime oder den WDR vermittelt werden.
[...]
>Ein bisschen HD,ein bisschen mehr HD,Normal HD...gehört halt zur
>normalen Zuchtauslese des ....
>
>A. Tibetanischen Spitzwindhundes?
>B. Grönländischen Bullterriers?
>C. Allgermanischen Shepard?
>
>Rätsel:Was ist richtig(st): A.B.C.? (Otto Sch.ist von der Teilnahme
>ausgeschlossen)
[...]
Das ist jetzt aber gemein ... <heul> ...
Gruss Otto & Sina
--
;-) :-) :) ( Bei Bedarf kopieren und oben einfügen ... )
Familie Schramek: http://home.wtal.de/schramek
"drth" in Wuppertal: http://home.wtal.de/schramek/drth.htm
>"Helmut Steinberger" schrieb :
>> Sabine Schulz schrieb:
[...über Mischlinge...]
>>>Der Genpool ist aber wesentlich größer, daher ist die Wahrscheinlichkeit
>>>einer
>>>Erbkrankheit IMHO geringer.
>> Sorry, aber das ist nur theoretisch richtig. Praktisch ist es ein
>> Blödsinn.
>> [...]
>> Der Genpool
>> bei Mischlingspaarungen beschränkt sich in der Regel also auf die
>> Hunde der näheren Umgebung.
Sorry, das hört sich ja gut an. Praktisch ist es aber Blödsinn, denn genetische
Vielfalt hat nun wirklich nichts mit räumlicher Nähe zu tun ...
[...]
>> IMHO gibt es kein vernünftiges Argument dafür, dass Mischlingshunde im
>> Allgemeinen gesünder sind als Rassehunde.
Wahrscheinlich nicht - jedenfalls nicht in den ersten Generationen.
[...]
>Ich kann Helmut da nur zustimmen! Da Mischlinge aus Rassehunden entstanden
>sind, kann eine HD-Disposition nicht plötzlich verschwunden sein, nur weil
>sich zwei rassefremde Hunde verpaaren.
[...]
Nein, natürlich nicht ! Denn das Problem ist etwas komplexer als es von
Züchtern und Rassehundanhängern gerne dargestellt wird. Hier sind zwar
scheinbar liebe, nette Menschen dabei, aber jetzt möchte ich Euch doch mal
einen gewissen Grad an Kurzsichtigkeit unterstellen :
Die Mischlinge, die wir heute so kennen, sind meist aus Rassehunden entstanden.
Soweit, sogut ... Und unsere heutigen Rassehunde ? Richtig ! Die haben alle den
gleichen Ursprung - den Wolf. Nun stellen wir uns eine grosse Wiese vor auf der
je ein Vertreter jeder Hunderasse steht, und stellen gleich noch einmal soviel
Mischlinge dazu. Was wir dann sehen, das ist die genetische Vielfalt des
Wolfes. Und jetzt stellen wir uns eine Wiese vor auf der alle Hunde eines
Züchters stehen. Was wir da sehen, das ist die genetische Vielfalt eines
Rassehundes ... Natürlich sehen sich auch Wölfe sehr ähnlich, aber die
natürliche Selektion ist mit der vom Menschen gesteuerten nicht zu vergleichen.
Der Züchter trifft seine Wahl nach dem Aussehen und der Brauchbarkeit (für
Dienste, die dem Menschen nützen). Und gerade diese Aspekte sind es, die bei
der natürlichen Auswahl keine Beachtung finden - jedenfalls nie in diesem
extremen Ausmass. Die natürlichen Selektionsweisen können wir nie
nachempfinden, deshalb kann es doch nur eine Lösung geben: Die (menschlichen)
Anforderungen möglichst gering zu halten und kranke Tiere endlich aus der Zucht
zu nehmen !
> Die Mischlinge, die wir heute so kennen, sind meist aus Rassehunden
> entstanden. Soweit, sogut ... Und unsere heutigen Rassehunde ? Richtig !
> Die haben alle den gleichen Ursprung - den Wolf.
Und die Rassehunde?
Sind allesamt aus "Mischlingen" durch mutwillige Einschränkung des
Genpools auf gewisse Merkmale enstanden.
Jutta Linsel hat ja das Entstehen von Rassen schön beschrieben:
>Es gibt ja auch einige Leute, die einen
>Mischling haben und GENAUSO EINEN wieder haben möchten.
Das ist der Ur- Grundgedanke,der für die Entstehung der "Rassenhunde"
verantwortlich ist,im Guten,wie im Schlechten.
Kurz, es gibt strenggenommen nur Mischlinge,soweit sich die Viecher Hund
nennen.
Das scheint hier irgendwie in Vergessenheit geraten zu sein.
---
Neulich las ich hier in der NG,dass es in Züchterkreisen üblich ist,dass
man,falls das Weibchen sich nicht von einem gewissen Männchen decken
lässt,mit Gewalt nachhilft.
Vielleicht sagt der "Instinkt" dem Tier-als einer Art "Sicherung" ,dass
diese Verbindung vielleicht nicht wünschenswert ist.Was kümmerts die
Züchter? Feste druff-der Wurf ist bereits geplant und verkauft-Im August
muss geliefert werden.Planung macht den "seriösen" Züchter aus,da darf
so ein zickges Hundevieh keine Spirenzchen machen.
MFG
Volker Greulich
>>> Der Genpool
>>> bei Mischlingspaarungen beschränkt sich in der Regel also auf die
>>> Hunde der näheren Umgebung.
>
>Sorry, das hört sich ja gut an. Praktisch ist es aber Blödsinn, denn genetische
>Vielfalt hat nun wirklich nichts mit räumlicher Nähe zu tun ...
Natürlich hat es mit der räumlichen Nähe zu tun. Wie soll denn bitte
der Mischlingshund unseres Bauern zu einer Hündin kommen, die 100 km
entfernt wohnt?
Theoretisch ist es so, dass es viele Mischlinge gibt. Praktisch ist es
so, dass sich ein Mischlingsrüde die nächste läufige Hündin nimmt, die
er kriegen kann, und sein es seine Mutter, Schwester oder Tochter.
>[...]
>>> IMHO gibt es kein vernünftiges Argument dafür, dass Mischlingshunde im
>>> Allgemeinen gesünder sind als Rassehunde.
>
>Wahrscheinlich nicht - jedenfalls nicht in den ersten Generationen.
Warum sollen denn die Mischlinge über die Generationen besser werden?
Welcher natürliche Slektionsdruck lastet auf den Mischlingen?
Praktisch ist es so, dass auch Mischlinge von ihren Besitzern
gefüttert und gepflegt werden. Es kann sich also jeder Mischling
fortpflanzen, nicht nur die besten, gesündesten und stärksten.
>Die Mischlinge, die wir heute so kennen, sind meist aus Rassehunden entstanden.
>Soweit, sogut ... Und unsere heutigen Rassehunde ? Richtig ! Die haben alle den
>gleichen Ursprung - den Wolf. Nun stellen wir uns eine grosse Wiese vor auf der
>je ein Vertreter jeder Hunderasse steht, und stellen gleich noch einmal soviel
>Mischlinge dazu. Was wir dann sehen, das ist die genetische Vielfalt des
>Wolfes. Und jetzt stellen wir uns eine Wiese vor auf der alle Hunde eines
>Züchters stehen. Was wir da sehen, das ist die genetische Vielfalt eines
>Rassehundes ... Natürlich sehen sich auch Wölfe sehr ähnlich, aber die
>natürliche Selektion ist mit der vom Menschen gesteuerten nicht zu vergleichen.
Sorry, aber das ist Blödsinn. Die Welt der Hunde ist keine kleine
Wiese, wo jeder Hund jeden anderen Hund erreichen kann. Für einen
Mischlingshund ist ein 100km entfernter Geschlechtspartner praktisch
nicht vorhanden. Wenn ich die Hunde in unserem Dorf hernehme, dann
kann man sagen, dass sich der Genpool, aus dem die schöpfen können,
sich genau auf diese Hunden reduziert.
Über Wölfe reden wir nicht, sondern über Hunde.
Bei Hunden gibt es keine natürliche Selektion, auch nicht bei
Mischlingshunden. Jedenfalls nicht bei Hunden in unseren Breiten.
>Der Züchter trifft seine Wahl nach dem Aussehen und der Brauchbarkeit (für
>Dienste, die dem Menschen nützen). Und gerade diese Aspekte sind es, die bei
>der natürlichen Auswahl keine Beachtung finden - jedenfalls nie in diesem
>extremen Ausmass. Die natürlichen Selektionsweisen können wir nie
>nachempfinden, deshalb kann es doch nur eine Lösung geben: Die (menschlichen)
>Anforderungen möglichst gering zu halten und kranke Tiere endlich aus der Zucht
>zu nehmen !
Warum soll man die Anforderungen möglichst gering halten? Das verstehe
ich nicht. Einerseits verlangst Du eine bessere Selektion,
andererseits willst Du die Anforderungen gering halten.
Kranke Tiere gehören aus der Zucht, da hast Du recht. Leider ist es
nicht immer möglich die genetische Disposition zu erkennen, bevor
Nachwuchs da ist. Wenn das so wäre, wäre es ja viel einfacher.
Ich bleibe dabei. Es gibt keinen vernünftigen Grund, warum Mischlinge
gesünder sein sollen als Rassehunde.
Servus Helmut
> Da Mischlinge aus Rassehunden entstanden sind, kann eine HD-Disposition....
Definiere mal Mischlinge, Bastard (Nachkomme zweier Rassehunde aus
unterschiedlichen Rassen) und Rassehund aus Sicht des Hundes. Sorry,
ich halte diese rein menschliche Sichtweise Rassehund und nicht
Rassehund aus der sicht eines wünschenswert-gesunden hundes für
gefährlichen leichtsinn, sogar für blödsinn.
Tatsache ist, das ein Rassehund nur aufgrund klarer zuchtselektion
entstehen kann. tatsache ist, das diese reinzucht nur über eine
reduzierung des genpools stattfinden kann, weil es immer eine
ausschlusszucht ist - weil man sich nur hunde verpaaren lässt, die eben
nicht diese (aus rein menschlicher sicht) zuchtausschliessende körper-
bzw. wesenseigenschaften haben. tatsache ist, wenn ich in einer ökologie
sich frei vermehrende hunde hätte, würde sich nach einigen generationen
eine hundart mit aussehen und eigenschaften entwickeln, bei denen dieses
aussehen und die eigenschaften heritables merkmal in dieser population
wären. tatsache ist, dass sich innerhalb dieser population der gesunde
hund langfristig durchsetzen würde.
sinnvoll wäre, wenn ein vergleich von rassehunden oder bastarden aus
gesundheitlich-belasteten rasselinien nur mit diesem von mir theoretisch
oben beschriebenen hund stattfinden würde. konsequenterweise würde man
dann
feststellen, dass der moderne rassehund im vergleich zu diesem gesunden
hund
nur ein ziemlich fehlerhafter biologischer irrtum ist, bei dem der
mensch
erfolgreich genetische defekte als heritables rassemerkmal etabliert
hat.
ich bin sicher, das helmut recht hat, dass die nachkommen kranker
rassehunde
genauso krank sind (oder werden können). aber genauso bin ich sicher,
dass
der mittelwert der grundgesamtheit (nach gauss) der echten mischinge
gesünder
ist, als die meisten rassehunde.
> Abgesehen davon gibt es bei Mischlingen noch einen ganz wichtigen Punkt, der
> meines Wissens noch gar nicht erwähnt wurde - die Inzestverpaarung.
> Ein Mischlingsrüde interessiert sich nicht wirklich dafür, ob die Hündin, die
> dort herumläuft vielleicht seine Mutter oder Schwester ist (z.B. bei den
> Straßenhunden in Spanien oder Rumänien) und es kommt zum Deckakt.
sorry, genau das ist unsinn. weil genau das ein mittel bei der
rassezucht
ist. geschwisterverpaarung, eltern-kind-verpaarung, grosseltern-enkel,
und natürlich sowieso auch entferntere linien, also solche mit nicht
unmittelbarer verwandstschaftlicher beziehung. und aus allem resultiert
wieder eine reduzierung des genpools.
was du beschreibst findet nur statt bei hunden mit konkreten instinkt-
ausfällen, verhaltensstörungen.... was weiss ich...
genau da gibt es eine klare hemmung bei instinktsicheren hunden.....
weiss
nicht mehr, wo das steht.... shit...
> Ich persönlich kenne wirklich mehr Mischlingshunde (dazu zähle ich auch die
> "Rassehunde", die keine Papiere haben), die wegen HD o.Ä. eingeschläfert
> werden mußten als Rassehunde.
Ich persönlich kenne wirklich mehr Mischlingshunde (dazu zähle ich auch
die
"Rassehunde", die keine Papiere haben), auf deren gesundheit die
meissten
mir bekannten rassehunde neidisch blicken können.... einschliesslich
meiner
mit gelenkerrkrankungen belasteten hovawarhündin.
so unterschiedlich sind die hier subjektiv-gemachten als wahrheiten
suggestiv
verkauften persönlichen erfahrungen..... fragt sich nur, was sie mit der
realtität zu tun haben, und was wir menschen in unserer bornierten und
von vorurteilen geprägten sichtweise als realität empfinden. rassehunde
sind keine natürliche realität, und schon garn icht eine gesunde
realität.
t.
> Da Mischlinge aus Rassehunden entstanden sind, kann eine HD-Disposition....
sorry, das ist totaler unsinn. du kannst einen rassehund nur dann
kreieren, wenn du eine möglichst grosse auswahl unterschiedlichster
hunde hast. du musste aus vielen einzelnen eigenschaften verschiedener
hunde jeweils diese herauszüchten und versuchen sie zu etablieren, die
deiner vorstellung entsprechen.
angenommen es gäbe keine hovwarte und du hättest das bild eines
hovawartes vor augen und wolltest diesen herauszüchten. du brauchtest
etliche andere rassen, mischlinge, was auch immer um diesen hund
künsterlich nach deinen vorstellungen zu gestalten. das ist moderne
hundezucht... geradezu pervers..... der urahn einer jeden rasse ist
ein bastard.... oder ein mischlinge... zumindest in der ersten
generation. und der urahn eines jeden mischlings oder bastard ist
der wolf.
da gabs mal einen vortrag von nem ziemlich bekannten forscher in
der "gesellschaft für haustierforschung" in zusammenarbeit mit der
eberhard trumler-station. der hat erklärt, würde er über die gesamte
wolfspopulation unserer erde verfügen, also über jedes einzelne zur
zucht taugliche exemplar, brauchte er nur sieben generationen, um
die erste generation einer JEDEN rasse zu kreieren, egal um welche
hunderasse es sich handelt.
und im übrigen....
...definiere mal Mischlinge, Bastard (Nachkomme zweier Rassehunde aus
unterschiedlichen Rassen) und Rassehund aus Sicht des Hundes. Sorry,
ich halte diese rein menschliche Sichtweise Rassehund und nicht
Rassehund aus der sicht eines wünschenswert-gesunden hundes für
gefährlichen leichtsinn, aus der sicht des hundliches interesses
sogar für blödsinn.
> Abgesehen davon gibt es bei Mischlingen noch einen ganz wichtigen Punkt, der
> meines Wissens noch gar nicht erwähnt wurde - die Inzestverpaarung.
> Ein Mischlingsrüde interessiert sich nicht wirklich dafür, ob die Hündin, die
> dort herumläuft vielleicht seine Mutter oder Schwester ist (z.B. bei den
> Straßenhunden in Spanien oder Rumänien) und es kommt zum Deckakt.
sorry, genau das ist unsinn. weil genau das ein mittel bei der
rassezucht
ist. geschwisterverpaarung, eltern-kind-verpaarung, grosseltern-enkel,
und natürlich sowieso auch entferntere linien, also solche mit nicht
unmittelbarer verwandstschaftlicher beziehung. und aus allem resultiert
wieder eine reduzierung des genpools.
was du beschreibst findet nur statt bei hunden mit konkreten instinkt-
ausfällen, verhaltensstörungen.... was weiss ich...
genau da gibt es eine klare hemmung bei instinktsicheren hunden.....
weiss
nicht mehr, wo das steht.... shit...
> Ich persönlich kenne wirklich mehr Mischlingshunde (dazu zähle ich auch die
> "Rassehunde", die keine Papiere haben), die wegen HD o.Ä. eingeschläfert
> werden mußten als Rassehunde.
Ich persönlich kenne wirklich mehr Mischlingshunde (dazu zähle ich auch
die
der echten mischinge gesünder ist, als die vergleichbare menge der
meisten rassehunde.
> Abgesehen davon gibt es bei Mischlingen noch einen ganz wichtigen Punkt, der
> meines Wissens noch gar nicht erwähnt wurde - die Inzestverpaarung.
> Ein Mischlingsrüde interessiert sich nicht wirklich dafür, ob die Hündin, die
> dort herumläuft vielleicht seine Mutter oder Schwester ist (z.B. bei den
> Straßenhunden in Spanien oder Rumänien) und es kommt zum Deckakt.
sorry, genau das ist unsinn. weil genau das ein mittel bei der
rassezucht ist. geschwisterverpaarung, eltern-kind-verpaarung,
grosseltern-enkel, und natürlich sowieso auch entferntere linien,
also solche mit nicht unmittelbarer verwandstschaftlicher beziehung.
und aus allem resultiert wieder eine reduzierung des genpools.
was du beschreibst findet nur statt bei hunden mit konkreten instinkt-
ausfällen, verhaltensstörungen.... was weiss ich...
genau da gibt es eine klare hemmung bei instinktsicheren hunden.....
weiss nicht mehr, wo das steht.... shit...
> Ich persönlich kenne wirklich mehr Mischlingshunde (dazu zähle ich auch die
> "Rassehunde", die keine Papiere haben), die wegen HD o.Ä. eingeschläfert
> werden mußten als Rassehunde.
Ich persönlich kenne wirklich mehr Mischlingshunde (dazu zähle ich auch
die "Rassehunde", die keine Papiere haben), auf deren gesundheit die
meissten mir bekannten rassehunde neidisch blicken können....
einschliesslich meiner mit gelenkerkrankungen belasteten hovawarhündin.
so unterschiedlich sind die hier subjektiv-gemachten als wahrheiten
suggestiv verkauften persönlichen erfahrungen..... fragt sich nur,
was sie mit der realtität zu tun haben, und was wir menschen in unserer
bornierten und von vorurteilen geprägten sichtweise als realität
empfinden. rassehunde sind keine natürliche realität, und schon gar
Thomas Luening <Thomas...@t-online.de> wrote:
>[Forscher] der hat erklärt, würde er über die gesamte
> wolfspopulation unserer erde verfügen, also über jedes einzelne zur
> zucht taugliche exemplar, brauchte er nur sieben generationen, um
> die erste generation einer JEDEN rasse zu kreieren, egal um welche
> hunderasse es sich handelt.
-Gib mir ein ordentliche Portion jeglichen chemischen Elements,und ich
zaubere daraus innerhalb 3 Stunden einen delikaten Wackelpudding-
Grau ist alle Theorie.
> wenn ich in einer ökologie
> sich frei vermehrende hunde hätte, würde sich nach einigen generationen
> eine hundart mit aussehen und eigenschaften entwickeln, bei denen dieses
> aussehen und die eigenschaften heritables merkmal in dieser population
> wären. tatsache ist, dass sich innerhalb dieser population der gesunde
> hund langfristig durchsetzen würde.
Wenn ich Dich recht verstanden habe,wäre wohl der Dingo so eine
"Rasse".Dingos sind vom Körperbau recht grosse Tiere-wären also
ebenfalls HD gefährdet,wenn man von den Erfahrungen mit grosswüchsigen
"Kunst-Rassen" in Europa ausgeht.
Wie HD-krank sind Dingos? (Um mal eine Krankheit herauszugreifen, die
die Zivilsations- und Kunstrassen besonders hart trifft.Es gibt noch ein
Vielzahl andere)
Sind Dingos gesünder?
> Nein, bei allen grossen Verbänden darf nur mit HD frei, fast normal
oder
> z.T. auch leichter HD gezüchtet werden
Eben, was anderes hätte mich auch verwundert.
> davon halte ich persönlich gar nichts
wo wir wieder einer Meinung wären ;-)
mfg Uschi
> Grau ist alle Theorie.
bezogen auf die hundezucht und die variabiltät in grösse und aussehen
bei den wölfen auf der welt sehr gut nachvollziehbar. bezogen auf
deinen pudding für mich nicht.
> Sind Dingos gesünder?
denkst du wirklich, ein frühzeitig an hd erkrankter hund
könnte im fairen natürlichen wettstreit um sexualpartner
bestehen und seine genetische dispositiion auf hd erfolgreich
an seine nachkommen weitergeben?
imho ist hd ein natürliches ausschlusskriterium in der
fortpflanzung, solange der mensch seine manipulierenden
Hände draussen lässt.
schau dir nur an, was gerade mit diesem weissen schimpansen
geschieht, den man irgendwo in afrika gefunden hat. in seiner
art wurde der gemieden, ausgestossen, findet keinen sexualpartner
und kann somit seine defekten gene der weisshäutigkeit nicht
weitergeben. da gehts noch nicht mal um körperliche, also behindernde
effekte, sondern nur ums aussehen.... die natur und das verhalten
der eigenen art sorgen dafür, dass der sich nicht vermehrt.
was tut mensch? schreit begeistert "hurra" ob dieser abnormität
und überlegt, wie man diesen defekt züchterisch manipuliert
festigen kann..... pervers.... genauso pervers wie die qualzuchten,
z.b. der möpse die nicht selbstständig gebären können, wie die boxer
und andere kurznasen, die keuchen als hätten sie permanent asthma
und bei wärme kaum imstande sind, 2 km am stück zu laufen....
... es lebe die anomalie....
T.
>Otto Schramek <schr...@wtal.de> wrote:
>> Die Mischlinge, die wir heute so kennen, sind meist aus Rassehunden
>> entstanden. Soweit, sogut ... Und unsere heutigen Rassehunde ? Richtig !
>> Die haben alle den gleichen Ursprung - den Wolf.
>Und die Rassehunde?
>
>Sind allesamt aus "Mischlingen" durch mutwillige Einschränkung des
>Genpools auf gewisse Merkmale enstanden.
Ja, ja - ich hatte da einen Schritt vergessen ...
[...]
>Neulich las ich hier in der NG,dass es in Züchterkreisen üblich ist,dass
>man,falls das Weibchen sich nicht von einem gewissen Männchen decken
>lässt,mit Gewalt nachhilft.
>Vielleicht sagt der "Instinkt" dem Tier-als einer Art "Sicherung" ,dass
>diese Verbindung vielleicht nicht wünschenswert ist.
[...]
Genau so ist es ! Übrigens auch bei dem Menschen ... Darüber habe ich mal einen
Bericht in ??? - äh - weiss nich' mehr - gesehen. (Mit-)entscheidend ist dabei
wohl der individuelle Geruch (daher wohl auch die Redensart "Sich nicht riechen
können") Der Geruch ist von verschiedenen Hormonen abhängig und das Vorkommen
dieser wiederum von der sog. genetischen Veranlagung ... Genau weiss das wohl
niemand. Deshalb aber zu behaupten, dass man es nicht beachten muss, ist
vollkommen falsch ...
> Otto Schramek schrieb:
[...]
>>Sorry, das hört sich ja gut an. Praktisch ist es aber Blödsinn, denn genetische
>>Vielfalt hat nun wirklich nichts mit räumlicher Nähe zu tun ...
>Natürlich hat es mit der räumlichen Nähe zu tun. Wie soll denn bitte
>der Mischlingshund unseres Bauern zu einer Hündin kommen, die 100 km
>entfernt wohnt?
Kann es sein, dass wir von völlig unterschiedlichen Bedingungen ausgehen ? In
meiner unmittelbaren Nachbarschaft gibt es mehr Rüden unterschiedlichster
Herkunft, als eine Zuchthündin üblicherweise zu Gesicht bekommt - auf dem Land
mag das ganz anders sein ...
[...]
>>>> IMHO gibt es kein vernünftiges Argument dafür, dass Mischlingshunde im
>>>> Allgemeinen gesünder sind als Rassehunde.
>>Wahrscheinlich nicht - jedenfalls nicht in den ersten Generationen.
>Warum sollen denn die Mischlinge über die Generationen besser werden?
Die Chancen stehen besser, weil die gen. Variabilität grössser ist.
>Welcher natürliche Slektionsdruck lastet auf den Mischlingen?
>Praktisch ist es so, dass auch Mischlinge von ihren Besitzern
>gefüttert und gepflegt werden. Es kann sich also jeder Mischling
>fortpflanzen, nicht nur die besten, gesündesten und stärksten.
ACK - und genau damit würde der Mensch die besseren Chancen gleich wieder
zunichte machen ...
[...]
>Über Wölfe reden wir nicht, sondern über Hunde.
Das sollten wir aber, damit wir die Zusammenhänge besser verstehen lernen.
>Bei Hunden gibt es keine natürliche Selektion, auch nicht bei
>Mischlingshunden. Jedenfalls nicht bei Hunden in unseren Breiten.
ACK
[...]
>Warum soll man die Anforderungen möglichst gering halten? Das verstehe
>ich nicht. Einerseits verlangst Du eine bessere Selektion,
>andererseits willst Du die Anforderungen gering halten.
"Besser" ist hier nicht mehr, sondern das Gegenteil: "weniger" ! (abgesehen vom
gesundheitlichen Zustand ...)
>Kranke Tiere gehören aus der Zucht, da hast Du recht. Leider ist es
>nicht immer möglich die genetische Disposition zu erkennen, bevor
>Nachwuchs da ist. Wenn das so wäre, wäre es ja viel einfacher.
Aber man könnte dann diese Hunde und ihren Nachwuchs aus der Zucht nehmen. Der
Erfolg tritt natürlich nicht sofort ein, aber in den folgenden Generationen
würde eine ständige Verbesserung zu sehen sein. In der Wildnis bedeutet das
oftmals das Ende der Tiere ... das muss in der Obhut des Menschen ja nicht so
sein ...
>Ich bleibe dabei. Es gibt keinen vernünftigen Grund, warum Mischlinge
>gesünder sein sollen als Rassehunde.
Wenn Mischlinge nach den gleichen Kriterien zur Zucht zugelassen werden sollten
wie Rassehunde, dann hast Du eine neu Rasse mit all ihren Nachteilen.
Schwarz Ursula schrieb:
>
> Eben, was anderes hätte mich auch verwundert.
schade finde ich nur, dass immer noch Hunde mit "leichter HD" zugelassen
sind. Besser wären Hunde mit "a normal" oder höchstens noch "a fast
normal", da hier ja die hÜfte zwar ok sein kann, aber noch nicht
ausgeformt oder eine nicht 100% Norberg-Winkelung
>
> wo wir wieder einer Meinung wären ;-)
wie schön, das zaubert mir doch glatt ein Schmunzeln ins Gesicht:-)))
> mfg Uschi
--
--
Jutta Linsel
aus Kreuztal
mit Tessa (GH) und Anton (GR)
Zwinger: Ulfilas
jutta....@t-online.de
http://home.t-online.de/home/jutta.linsel/
"Thomas Luening" <Thomas...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3B4AB0AD...@t-online.de...
> Jutta Linsel schrieb:
>
> > Da Mischlinge aus Rassehunden entstanden sind, kann eine
HD-Disposition....
>
> sorry, das ist totaler unsinn. du kannst einen rassehund nur dann
> kreieren, wenn du eine möglichst grosse auswahl unterschiedlichster
> hunde hast. du musste aus vielen einzelnen eigenschaften verschiedener
> hunde jeweils diese herauszüchten und versuchen sie zu etablieren, die
> deiner vorstellung entsprechen.
Wenn Du das so siehst, ist das natürlich richtig, ich rede allerdings an
dieser Stelle nicht von irgendwelchen Ur-Mischlingen, die eine Grundlage für
eine neue Rasse bilden, sondern von den Mischlingen, die durch die
Verbindung von zwei Rassehunden entstanden sind, wie sie heutzutage meines
Erachtens öfter anzutreffen sind.
Klar, weil die Hunde selbst überleben müssen und nicht auch noch der
Schwächste von irgendeinem "Züchter" hochgepäppelt würde. Dann sieht die
Selektion natürlich ganz anders aus! Aber davon sprechen wir im Moment
eigentlich gar nicht. Die Selektion, die vom Züchter vorgenommen wird oder
durch Zufälle passiert, sieht ja völlig anders aus. Die vom Züchter ist ja
wohl ausreichend erläutert worden und die vom Zufall sieht einfach so aus,
daß irgendein Lumpi - ob Rassehund oder nicht - irgeneinen anderen Lumpi
deckt, weil sich gerade die Möglichkeit bietet. Nicht weil Lumpi 1 Lumpi 2
wegen seiner Stärke und Gesundheit ausgewählt hat, sondern weil Lumpi 2
gerade knallheiß ist und ihren Besitzern ausgebüchst ist und Lumpi 1 eben
auch gerade auf Abwegen ist. Lumpi 2 kann natürlich nicht wissen, daß Lumpi
1 ein völlig schwächlicher Welpe war, der ohne die aufopfernde Pflege eines
"Züchters" vermutlich innerhalb von 10 Stunden nach der Geburt gestorben
wäre. Für beide zählt in dem Moment nur der Trieb, dem hier gefröhnt werden
kann.
> sinnvoll wäre, wenn ein vergleich von rassehunden oder bastarden aus
> gesundheitlich-belasteten rasselinien nur mit diesem von mir theoretisch
> oben beschriebenen hund stattfinden würde. konsequenterweise würde man
> dann
> feststellen, dass der moderne rassehund im vergleich zu diesem gesunden
> hund
> nur ein ziemlich fehlerhafter biologischer irrtum ist, bei dem der
> mensch
> erfolgreich genetische defekte als heritables rassemerkmal etabliert
> hat.
Siehe oben. Deine Mischlingsdefinition passt leider nicht auf den heutzutage
"üblichen" Mischling. Das gibts noch nicht einmal mehr bei den Straßenhunden
auf Ibiza oder sonstwo, weil sich immer irgendwelche Menschen erbarmen und
besagte Straßenhunde kastrieren, ärztlich behandeln lassen und zufüttern
oder aufpäppeln. Dadurch wird Deine gesamte Theorie über den Haufen
geworfen.
Die Trumler Station funktioniert anders, schwächliche Tiere werden
aussortiert, indem sie einfach nicht überleben - dann kann sich natürlich
durch Selektion auch der "gesunde Mischling" etablieren, der Dir hier
vorschwebt.
>
> ich bin sicher, das helmut recht hat, dass die nachkommen kranker
> rassehunde genauso krank sind (oder werden können). aber genauso
> bin ich sicher, dass der mittelwert der grundgesamtheit (nach gauss)
> der echten mischinge gesünder ist, als die vergleichbare menge der
> meisten rassehunde.
>
Eben, der echten Mischlinge aber nicht der Mischlinge, die hier herumlaufen.
> > Abgesehen davon gibt es bei Mischlingen noch einen ganz wichtigen Punkt,
der
> > meines Wissens noch gar nicht erwähnt wurde - die Inzestverpaarung.
> > Ein Mischlingsrüde interessiert sich nicht wirklich dafür, ob die
Hündin, die
> > dort herumläuft vielleicht seine Mutter oder Schwester ist (z.B. bei den
> > Straßenhunden in Spanien oder Rumänien) und es kommt zum Deckakt.
>
> sorry, genau das ist unsinn. weil genau das ein mittel bei der
> rassezucht ist. geschwisterverpaarung, eltern-kind-verpaarung,
> grosseltern-enkel, und natürlich sowieso auch entferntere linien,
> also solche mit nicht unmittelbarer verwandstschaftlicher beziehung.
> und aus allem resultiert wieder eine reduzierung des genpools.
> was du beschreibst findet nur statt bei hunden mit konkreten instinkt-
> ausfällen, verhaltensstörungen.... was weiss ich...
> genau da gibt es eine klare hemmung bei instinktsicheren hunden.....
> weiss nicht mehr, wo das steht.... shit...
Das stimmt ja nun nicht, warum verpaaren sich dann bei Trumler eben genau
diese verwandten Tiere?
>
> > Ich persönlich kenne wirklich mehr Mischlingshunde (dazu zähle ich auch
die
> > "Rassehunde", die keine Papiere haben), die wegen HD o.Ä. eingeschläfert
> > werden mußten als Rassehunde.
>
> Ich persönlich kenne wirklich mehr Mischlingshunde (dazu zähle ich auch
> die "Rassehunde", die keine Papiere haben), auf deren gesundheit die
> meissten mir bekannten rassehunde neidisch blicken können....
> einschliesslich meiner mit gelenkerkrankungen belasteten hovawarhündin.
Ist eben ein persönlicher Erfahrungswert ...
>
> so unterschiedlich sind die hier subjektiv-gemachten als wahrheiten
> suggestiv verkauften persönlichen erfahrungen..... fragt sich nur,
> was sie mit der realtität zu tun haben, und was wir menschen in unserer
> bornierten und von vorurteilen geprägten sichtweise als realität
> empfinden. rassehunde sind keine natürliche realität, und schon gar
> nicht eine gesunde realität.
>
> t.
Kann man sehen, wie man will. Es gibt eben Belege für beide Theorien.
Grüße, Jutta.
Oh doch, das weiß man schon! Es gibt ein Mini-Organ am oberen Ende des
Naseninneren, welches für das Aussuchen des richtigen Partners zuständig
ist. Der biologisch richtige Partner zur Vermehrung ist immer der mit einem
unterschiedlichen Immunsystem - die Mischung zweier unterschiedlicher
Immunsysteme garantiert den Nachkommen ein gut funktionierendes. Dies
Mini-Organ findet das konträre Immunsystem über den Geruch, der durch
Hormone bestimmt ist....ob das bei Hunden auch so ist, weiß ich allerdings
nicht! Und auch bei Menschen klappt das nur dann, wenn der Hormonhaushalt
unverändert ist. Nehmen z.B. Frauen die Pille funktioniert das schon nicht
mehr.
Nur so nebenbei
Juliette
> ....oder eine nicht 100% Norberg-Winkelung
die frage ist wirklich, ob diese 100% winkelung auch
einer 100% fitness dient. mir wäre lieber, wenn der dsh
standadmässig so fit wäre, wie's beispielsweis im ringsport
(ich erinnere mich an helmuts postings) gefordert wird.
nen hängender arsch und zu kurze hinterbeine scheinen aber
für solche hohen anforderungen nicht gerade förderlich
zu sein... aber hauptsache 100% winkelung.... [scnr]
t.
Hallo Thomas,
Thomas Luening <Thomas...@t-online.de> wrote:
> nen hängender arsch
richtig!
> und zu kurze hinterbeine
Falsch! Eher das Gegenteil = Winkel(Buckel) des Rückens,Winkel der Beine
+ "normale" Beinlänge ergeben diese eigenartige
"Ruhestellung"(vergl.dazu die Geometrie des Schaukelpferdes,jedenfalls
soweit es die Hinterhand betifft) des hier ungenannten Rassehundes.
Man sollte sich "züchterisch" daran machen,die Hinterbeine zu
verkürzen,dann könnten besagte Hunde auch bei abfallenden Rücken ihr
Gewicht richtig verteilen.-Im Klartext -die vier Auflagepunkte befänden
sich wieder senkrecht unter der zu tragenden Körpermasse.
Es gilt wie immer " Zucht,um die Rasse zu verbessern"
MFG
Dr.Frankenstein,
wissenschaftlicher Berater des VDH und SV.
Volker Greulich schrieb:
>
> Es gilt wie immer " Zucht,um die Rasse zu verbessern"
>
> MFG
>
> Dr.Frankenstein,
> wissenschaftlicher Berater des VDH und SV.
Nachdem ich an diesem Wochende bei einer Hundeausstellung war (mit
RH-Brigade, nicht mit "Schönheitshund") kann ich nur grinsen.
Diese langhaarigen Kleinscheisserln mit ihren Mascherln im Haar, die
grossartigen Königs-Pudel, die hergerichtet werden, als würden sie
nacktärschig in einem Puff den 1. Preis machen müssen.... zum Kotzen!
Internationale Show-Richter sind ja grossteils bereits gegen diese
Verschandelungen. Nur die Zuchtverbände halten noch daran fest.
Ein int. Richter erzählte mir, er habe vor einiger Zeit eine
Show-Bewertung bei Pudeln abgebrochen, weil er endlich einmal sagen
wollte: "Hört mit dem Irsinn auf!!!" OK: Dann hat er weiter bewerten
müssen.
Herzliche Grüsse
Paul
> Nachdem ich an diesem Wochende bei einer Hundeausstellung war (mit
> RH-Brigade, nicht mit "Schönheitshund") kann ich nur grinsen.
> Diese langhaarigen Kleinscheisserln mit ihren Mascherln im Haar, die
> grossartigen Königs-Pudel, die hergerichtet werden, als würden sie
> nacktärschig in einem Puff den 1. Preis machen müssen.... zum Kotzen!
Es i s t ein Puff.Was sonst?
>
> Internationale Show-Richter sind ja grossteils bereits gegen diese
> Verschandelungen. Nur die Zuchtverbände halten noch daran fest.
Heh! Da komme ich nicht mit.Sollten nicht die Richter de arschroute
vorgeben?
>
> Ein int. Richter erzählte mir, er habe vor einiger Zeit eine
> Show-Bewertung bei Pudeln abgebrochen, weil er endlich einmal sagen
> wollte: "Hört mit dem Irsinn auf!!!"
Ja. Das ist ja wunderbar,aber warum sagt er das nicht laut heraus?
Einer muss ja mal anfangen und ein Lawine der Vernunft in Gang setzen.
Er könnte der M.Luther des Hundewesens werden!
>OK: Dann hat er weiter bewerten
> müssen.
Er muss garnichts! Wenn nicht der schnöde Mammon wäre.....
MFG
Volker Greulich
Volker Greulich schrieb:
>
>
> Ja. Das ist ja wunderbar,aber warum sagt er das nicht laut heraus?
> Einer muss ja mal anfangen und ein Lawine der Vernunft in Gang setzen.
> Er könnte der M.Luther des Hundewesens werden!
>
Das werde ich ihm kommende Woche sagen, wenn er uns privat besucht. Aber
er scherit eh.... im Herbst wird er - mit guter PR ;-)) - noch mehr
schreien.... das schon vorab.
Herzliche Grüsse
Paul
cit/
Die meisten Züchter wollen (oder müssen) auf Ausstellungen mit Hunden glänzen,
die nicht nur den Rasse-Standard einhalten, sondern im Vergleich zu in der
gleichen Klasse mitausgestellten Konkurrenten auch als noch typischer
auffallen. Dabei genügt es den Züchtern nicht, einen zur Hündin passenden
Rüden zu finden, der bei ihr vorhandene Fehler ausgleicht. Dies würde
bedeuten, daß die Rasse in ihrem Bild stagniert. Züchter unterscheiden sich
jedoch eben dadurch von Hundevermehrern, daß sie auf die Weiterentwicklung der
Rasse Einfluß nehmen möchten. Um nun persönlich im eigenen Züchterleben den
Erfolg verbuchen zu können, die Rasse ein Stück höher gezüchtet zu haben,
greift man auf die Möglichkeiten zurück, die die Inzucht bietet. Durch sie
wird erreicht, daß gewünschte Merkmale sich verstärken. Unbeabsichtigt
mitverstärkt werden Anlagen zu Erbkrankheiten. Rassehunde werden überzüchtet.
Inzucht bedeutet, daß miteinander nah verwandte Tiere Nachkommen zeugen. Zwei
Arten von Inzucht werden unterschieden:
Als Inzest bezeichnet man die Paarung unmittelbar miteinander verwandter Tiere
(Geschwister-, Vater-Tochter- oder Mutter-Sohn-Kombinationen). Inzest - die
Extremform der Inzucht - wird nur noch in seltenen Fällen von Vereinen
erlaubt, ist aber bei unkontrollierten Massenzuchten und Promenadenmischungen
(Dorfhunden) nicht auszuschließen.
Als Linienzucht bezeichnet man das noch immer verbreitete züchterische
Vorgehen, nah verwandte Tiere zu paaren, deren gemeinsame Vorfahren besondere
Schönheitsmerkmale aufwiesen. Letztere treten bei den Nachkommen mit hoher
Wahrscheinlichkeit wieder auf.
Eine Fremdpaarung ist dagegen eine Paarung mit einem Partner ohne
Überschneidung in der Ahnentafel. Auch hier kann eine entfernte Verwandtschaft
nicht ausgeschlossen werden, stammen doch die meisten eingetragenen Rassehunde
von sehr wenig Stammtieren ihrer Rasse ab. Wird eine einzelne Fremdpaarung
nach langjähriger Linienzucht eingeschaltet, kann sie die genetische Verarmung
nicht vollständig kompensieren, besonders dann nicht, wenn mit den Nachkommen
gleich wieder Linienzucht betrieben wird.
cit
http://www.crawler.net/magazin/m963901a.html
Ergo: Erbkrankheiten sind ein Problem der rassereinen Zucht.
Viele Grüße
Sabine
Um es kurz zu machen: ich schließe mich den Postings von Otto und Thomas L.
an.
> Der Genpool bei Mischlingspaarungen beschränkt sich in der Regel
> also auf die Hunde der näheren Umgebung.
Hier in München hätte eine Hündin die Auswahl zwischen zig Tausend Rüden, ein
riesiger Genpool, Du solltest nicht immer nur eine kleine Dorfgemeinde als
Beispiel heranziehen.
> Die Erbkrankheiten entstehen nicht durch die Zucht. Sie werden
> höchstens durch falsche Selektion manifestiert.
Siehe dazu http://www.crawler.net/magazin/m963901a.html (gequotet im Posting
an Helmut Einfalt). Um eine Rasse anerkannt zu bekommen, benötigt man IMHO in
mehreren Generationen möglichst gleichaussehende Welpen, damit sind
Erbkrankheiten durch Inzucht vorprogrammiert.
Viele Grüße
Sabine
"Jutta Linsel" <jutta....@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:9icv00$dml$02$1...@news.t-online.com...
>
> Ich kann Helmut da nur zustimmen! Da Mischlinge aus Rassehunden entstanden
> sind, kann eine HD-Disposition nicht plötzlich verschwunden sein, nur weil
> sich zwei rassefremde Hunde verpaaren.
IMHO sind Rassehunden aus Mischlingen entstanden.
> Abgesehen davon gibt es bei Mischlingen noch einen ganz wichtigen Punkt, der
> meines Wissens noch gar nicht erwähnt wurde - die Inzestverpaarung.
Nur so lassen sich übrigens Hunde züchten, die später mal als Rasse anerkannt
werden.
> Ein Mischlingsrüde interessiert sich nicht wirklich dafür, ob die Hündin,
> die dort herumläuft vielleicht seine Mutter oder Schwester ist (z.B. bei den
> Straßenhunden in Spanien oder Rumänien) und es kommt zum Deckakt.
In Bukarest leben bzw. lebten über 200.000 Straßenhunde, wie hoch ist die
Wahrscheinlichkeit, daß dort Inzucht stattfindet?
> Es gibt ja auch einige Leute, die einen Mischling haben und
> GENAUSO EINEN wieder haben möchten. Also wird die eigene
> Hündin mit einem Rüden verpaart, der vielleicht noch ähnlich aussieht und
> eventuell ohne Wissen des Besitzers ganz eng verwandt mit der eigenen Hündin
> ist.
Du hast schön beschrieben, wie man eine Rasse züchtet. Man nimmt Mischlinge
und versucht, möglichst oft gleiche Welpen zu reproduzieren, sowas
funktioniert ausschließlich mit Inzucht und daraus resultieren Erbkrankheiten.
Viele Grüße
Sabine
Die Welt besteht aber nicht nur aus kleinen Dörfern. Der Genpool in Städten
ist riesig, abgesehen davon, daß ich genügend Halter vom "Dorf" kenne, die
ihren Hund gar nicht aus der Region haben, egal ob Rassehund oder Mischling.
> Ich bleibe dabei. Es gibt keinen vernünftigen Grund, warum Mischlinge
> gesünder sein sollen als Rassehunde.
Eine Rasse entsteht nur durch Inzucht, damit sind Erbkrankheiten
vorprogrammiert.
Viele Grüße
Sabine
>Ergo: Erbkrankheiten sind ein Problem der rassereinen Zucht.
NEIN.
(1)
Ein Hund, der Erb*krankheiten* hat, darf m.W. bei *keinem* der Verbände in D
oder Ö zur Zucht verwendet werden.
Ein Hund, bei dem sich das *Vorhandensein genetischer Defekte manifestiert
(etwa HD, die nicht notwendigerweise Krankheitswert hat), darf nur unter
bestimmten Voraussetzungen zur Zucht verwendet werden. Und das wird bei der
ZTP überprüft.
(2)
Ein vernünftiger Züchter wird natürlich in gewissem Maße Linienzucht
betreiben, wenn und nur wenn es zur Festigung einer bestimmten Eigenschaft
*notwendig* sein sollte -- und das ist es heute bei kaum einer Rasse der
Fall.
Aber um *erfolgreich* Linienzucht zu betreiben, ist es zwingend, daß die zur
Zucht verwendeten Hunde so weit wie möglich und so weit wie meßbar
defektfrei sind, und genau *das* überprüft ein -- ich betone es nochmals --
*vernünftiger* Züchter ohnehin (und das muß er bei bestimmten Defekten
sowieso, weil der Hund sonst überhaupt nicht zugelassen wird, womit wir
wieder bei der HD wären...).
Jeder -- selbst der dümmste -- Züchter von Rassehunden hat zumindest Zugang
zu den Informationen über Eltern, Großeltern und Urgroßeltern seiner Tiere.
*Ob* er von diesen Informationen Gebrauch macht, ist eine andere Sache --
aber es ist keine große Hexerei herauszubekommen, daß sich zB bei den
Nachkommen des Sowieso S. (*1980) bestimmte Defekte gehäuft haben und Welpen
einer Farbe gefallen sind, die seit dem ersten Standard von 1865 als
Fehlfarbe gelten.
Der gute Züchter weiß, daß die Kennzeichnung bestimmter Farben als
"Fehlfarben" bei dieser Rasse kein Spleen ist, sondern aus der Erfahrung der
Züchter des 19. Jahrhunderts kommt, daß mit dieser Farbe gehäuft andere
Probleme einhergehen.
Der gute Züchter wird also versuchen, in seiner Verpaarung -- egal wie eng
oder weit sie ist -- möglicht keine Nachkommen eines bekannten
"Fehl-Vererbers" dabeizuhaben.
Dem weniger guten Züchter wird es wahrscheinlich wurscht sein -- aber der
*könnte* es wissen.
Der aber, dessen MoPuDaPi-Rüde auf die Chiwawa-Boxer-Hündin seines Nachbarn
steigt, der weiß normalerweise bestenfalls zum Thema Stammbaun, daß es der
zweite drüben in der Meyer-Allee ist... und *da* liegen die Probleme.
(3)
Vererbung ist funktioniert nicht so primitiv linear, wie sich das manche
Leute offensichtlich vorstellen. Um *ein* Merkmal einzuzüchten und stabil zu
halten, bedarf es mindestens *fünfer* Generationen, und das gleicht gilt für
das "Ausmerzen" von Defekten -- sofern man sie nämlich kennt. Wenn es sich
aber um *mehr* ale ein Mekrmal handelt, wird die Sach enetsprechend
komplizierter und langweiriger...
Daß zB HD heute ein so großes Problem ist, hängt mit folgenden Faktoren
zusammen:
-- daß es sie gibt, weiß man erst seit ein paar Jahrzehnten, und da hat man
sie für eine schicksalshafte Krankheit gehalten (dh. sie tritt halt auf wie
der Hexenschuß).
-- daß sie anlagebedingt ist, weiß man seit etlichen Jahren, und seither
versucht man auch, sie zuminest im Vorfeld festzustellen und jene Hunde von
der Zucht auszuschließen, bei denen sie in einem bestimmten Grad zum
Ausbruch gekommen ist.
-- daß sie durch anatomische Gegebenheiten in ihrer Entwicklung zur
*Krankheit* begünstigt wird, weiß man erst seit wesentlich weniger Jahren --
und da war ein Teil des Unglücks schon passiert.
-- daß sie auch durch Umweltgegebenheiten wie Futter und Bewegung in ihrer
Entwicklung zum Krankheitsbild mit beeinflußt wird, ist noch eine wesentlich
neuere Erkenntnis,
-- WIE sich die Anlage aber genau vererbt, weiß man bis heute nicht, und
warum aus einer Verpaarung HD-frei mit HD-frei vier Hunde mit HD-frei und
einer mit HD-schwer fallen können, wird wohl auch noch eine Zeitlang ein
Rätsel bleiben, eben auch, weil offenbar mehrere rezessiv vererbte Faktoren
(neben allen anderen) eine Rolle spielen.
WENN jemand eine Chance hat, dagegen was zu unternehmen, dann diejenigen,
die ihre Hunde und deren Vorfahren möglichst genau und mglichst lange zurück
kennen, und das auch nur dann, wenn es ihnen eben nicht wurscht ist und wenn
sie erhebliche Zeit und Mühe drauf verwenden, herauszufinden, wie denn das
mit den anderen NAchkommen des ururgroßopas gesundheitlich weitergegangen
ist....
Das alles ändert nichts daran, daß es tolle und weniger tolle Mixes gibt,
ebenso wie es tolle und weniger tolle Rassehunde gibt. Genetische Defekte
sind bei beiden etwa gleich häufig und würden sich -- ich hab das schon mal
gesagt -- in einer *natürlichen* Umwelt (ohne Eingreifen des Menschen) von
selbst erledigen, bis die nächste Mutation spontan auftritt...
Da aber nun einmal der Mensch eingegriffen hat und der Hund sich anders als
sein Verwandter und Ahne Wolf nicht selbst durchschlagen muss, sondern der
Mensch aufzieht, was sein Tierarzt nur gerade mal noch so eben am Leben
erhalten kann (jaja, ihc überzeichne, aber darauf läufts hinaus), sollte der
Mensch auch die ihm gegebenen Möglichketien ausnützen und alles dransetzen,
um die weitere Ausbreitung genetischer Defekte (von denen er noch nicht soo
lange weiß, daß sie welche sind!) zu unterbinden. Und das kann er nur, wenn
er die *Gesundheit* seiner Hunde vor ihre "Schönheit" stellt, und alles
daransetzt, die Gesundheit zu erhalten. Nicht klappen wird es allerdings
dann, wenn -- wie es bereits geschieht -- der Teufel mit dem Beelzebuben
ausgetrieben wird und Hunde deswegen zugelassen werden, *weil* sie HD-frei
sind, aber sich keiner einen Dreck drum schert, ob sie nicht vielleicht
andere (und wesentlich gravierendere) Mängel für die nächsten Generationen
mitschleppen...
Helmut
>Du hast schön beschrieben, wie man eine Rasse züchtet. Man nimmt Mischlinge
>und versucht, möglichst oft gleiche Welpen zu reproduzieren, sowas
>funktioniert ausschließlich mit Inzucht ....
Bis auf das "ausschließlich" stimmt der Satz bis hierher halbwegs (wenn sich
auch die Frage aufdrängt, *wovon* man denn *Mischlinge* nähme, wenn es denn
keine Rassen gäbe)...
>....und daraus resultieren Erbkrankheiten.
^^^^^^^^^^^^^^^^^^
... aber da wird ein Schluß gezogen, dem leider die Prämisse fehlt.
*Wenn* genetische Defekte *vorhanden sind*, verstärken sich natürlich auch
diese Anlagen, wie sich die anderen verstärken. Es gibt aber keine
Anzeichen, daß sie in erheblichem Maße daraus *resultieren*.
Dieser scheinbare Schluß erinnert nämlich fatal an das, was jene
Pseudo-Sozialdarwinisten als "Schlüsse" gezogen haben, die das "Gesetz zur
Verhütung erbkranken Nachwuchses" am 25. Juli 1933 erlassen haben...
Helmut
Thomas Luening schrieb:
>
> die frage ist wirklich, ob diese 100% winkelung auch
> einer 100% fitness dient. mir wäre lieber, wenn der dsh
hast Du mal geschaut, wie der Hund gebaut sein müsste, wenn der Winkel
zutreffen soll?;-))
> standadmässig so fit wäre, wie's beispielsweis im ringsport
> (ich erinnere mich an helmuts postings) gefordert wird.
mir ist das ja auch lieber...
>
> nen hängender arsch und zu kurze hinterbeine scheinen aber
> für solche hohen anforderungen nicht gerade förderlich
> zu sein... aber hauptsache 100% winkelung.... [scnr]
ts, dies trifft mich zum Glück nicht, meine haben 4 lange Beine und
einen hochstehenden Popo*bg*
>
> t.
--
> Eine Rasse entsteht nur durch Inzucht, damit sind Erbkrankheiten
> vorprogrammiert.
ja... ich sehe das genauso... es sei denn, du wiederholst
die bastard-nachkommen mit genau den gleichen rassehund-eltern,
nur eben andere eltern-individuen...
dann hätteste wirklich mehrere würfe, bei denen die welpen eben
nicht verwandt wären, aber dem gleichen rassenmix entsprächen...
um allerdings dann gewisse merkmale endgültig zu manifestieren oder
stärker auszuprägen, wirds wohl ohne inzucht nicht gehen.... ich
denke, du hast recht, sabine
t.
> Bis auf das "ausschließlich" stimmt der Satz bis hierher halbwegs (wenn sich
> auch die Frage aufdrängt, *wovon* man denn *Mischlinge* nähme, wenn es denn
> keine Rassen gäbe)...
die moderne hundezucht mit diesen klaren vorgegebenen
äusserlichkeitsmerkmalen gibts erst seit wenigen jahren....
im vergleich zur historischen mensch-hund-partnerschaft.
jahrtausendelang war das aussehen irrelevant, nur der praktische
nutzen zählte. dazu gehören beispielsweise grösse bei wach- und
schutzhunden, oder auch dichtes fell in kalten klimazonen, oder
dünnes kurzes fell in heissen gegenden. dann zählten natürlich
die talente, die den hund erst zur arbeit als nutzvieh brauchbar
machten. das einzige, was wohl nicht zählte, war das aussehen.
also... ökologisch und dem kulturellen standard der bevölkerung
angepasste hunde waren wichtig, aber sicher waren nicht schöne
und immer gleichaussehende hunde vorrangig ... allein-schöne
hunde waren nur nutzlose fresser... teure energieverschwender.
und erst aus dieser variabilität mit ungeheurer genvielfalt
kannst du schöpfen, um die individuelle variabilität zu
beschneiden und diesen reduzierten genpool als heritables merkmal
in der rasse etablieren.
t.
>ich denke, du hast recht, sabine
Nein, Helmut hat Recht, und das hat fachlich korrekt und
bewundernswert geduldig erklärt.
Eure Diskussion über den "reduzierten Genpool" läuft
jedoch auf der Basis des reduzierten Wissens ab.
Daraus ergibt sich eine typische tier-ng-Gleichung:
Weniger Wissen ergibt mehr Meinung. Mir scheint, das
ist inzwischen eine menschliche "Erbkrankheit", die nicht
nur unter Tierhaltern, sondern auch unter Politikern weit
verbreitet ist.
Erstere singen das Hohe Lied der Mischlinge, letztere
verfassen Hundeverordnungen. Beides ist in etwa gleich
korrekt.
Gruß
Wolfgang
ein Freund von *gesunden* Rassehunden
>
>
>
>
>
>
--
--
__________________________________________________________
News suchen, lesen, schreiben mit http://newsgroups.web.de
Nein, Thomas hat das fachlich korrekt und bewunderswert geduldig erklärt.
> Eure Diskussion über den "reduzierten Genpool" läuft
> jedoch auf der Basis des reduzierten Wissens ab.
Wie groß ist die Zuchtbasis in D z. B. für den Riesenschnauzer? Genau deswegen
wird er im Polizeidienst kaum mehr verwendet, hat mir ein Hundeführer
erzählt.
> ein Freund von *gesunden* Rassehunden
Um Welpen gleichen Aussehens zu reproduzieren, bedarf es der Inzucht. Aus ihr
resultieren Erbkrankheiten, dies ist Fakt.
Grüße
Sabine
>Um Welpen gleichen Aussehens zu reproduzieren,
>bedarf es der Inzucht. Aus ihr resultieren
>Erbkrankheiten, dies ist Fakt.
1. Niemand hat behauptet, dass bei Rassehunden alle
Welpen gleich aussehen.
2. Mir scheint, Du weist noch nicht einmal was Zucht ist,
geschweige denn Inzucht oder Familienzucht.
3. Du setzt Zuchtfehler mit Zucht gleich. Das ist Unfug.
4. Ein "großer" Genpool ist noch kein Qualitätsmerkmal
5. Ein "reduzierter" Genpool ist noch kein Zeichen für
Mängel
6. Rassehund ist nicht gleich Rassehund, selbst dann
nicht, wenn beide Rassehunde der selben Rasse
angehören.
7. Es gibt große Unterschiede zwischen einem Züchter
und einem Vermehrer. Dieser Satz gilt sowohl für den
Bereich der Rassehunde als auch für Mischlinge.
8. Man sollte Zuchtfragen nicht im Stile religiöser Eiferer
diskutieren.
9. Wenn es den Könnern unter unseren züchterischen
Vorfahren nicht gelungen wäre, aus dem Wolf eine
beeindruckende Vielfalt von Haushunden
herauszuzüchten, würde es diese ng wohl kaum geben.
Gruß
Wolfgang
und die wegen ihrer Rassezugehörigkeit politisch
verfolgte AmStaff Ina. Und meinen HD-freien, bis ins
hohe Alter kerngesunden und wesensstarken
Schäferhund "Paul" habe ich eben so wenig vergessen
wie meinen "Cassius", der zu seiner Zeit zu den
erfolgreichsten Rennhunden Deutschlands gehörte und
als Greyhound einer Rasse anngehörte, die älter ist als
2000 Jahre.
Mir schein, wir reden aneinander vorbei.
Hunderassen werden vom Menschen kreiert und nicht von der Natur.
> 9. Wenn es den Könnern unter unseren züchterischen
> Vorfahren nicht gelungen wäre, aus dem Wolf eine
> beeindruckende Vielfalt von Haushunden
> herauszuzüchten, würde es diese ng wohl kaum geben.
Wie, meinst Du, entsteht wohl eine Rasse?
Gibt es nicht einen "Stammvater", auf den sich jede Rasse gründet? Oder
gründet sich jede Rasse auf 1000 verschiedene Rüden, die zufällig gleich
aussehen ;->?
Grüße
Sabine
Sabine Schulz schrieb:
>
>
> Gibt es nicht einen "Stammvater", auf den sich jede Rasse gründet? Oder
> gründet sich jede Rasse auf 1000 verschiedene Rüden, die zufällig gleich
> aussehen ;->?
>
Nimm den Hovawart.
Im Mittelalter gab es schwarze "Hofwart-Hunde", die natürlich nicht
rasserein waren aber gewisse, gewünschte Eigenschaften aufwiesen. Erst
Anfang des 20.Jh. wollte man wieder einen "echten" Hovawart züchten.
Also nahm man das, was von bisherigen Hofwart-Hunden als Typhund "übrig"
war und kreuzte Neufundländer, DSH und Kuvacs hinein. Tws. in
N-Deutschland auch Leonberger und in Hamburg in den 70-er-Jahren sogar
tws. afrikanische Wildhunde.
Soviel zu einem reinrassigen Hovi mit FCI-Standard ;-)))
Herzliche Grüsse
Paul
[...]
>Oh doch, das weiß man schon! Es gibt ein Mini-Organ am oberen Ende des
>Naseninneren, welches für das Aussuchen des richtigen Partners zuständig
>ist.
[...]
Dann korrigiere ich mich: "Man" weiss es schon, Juliette auch ..., nur ich
wieder mal nicht ... BTW: Vielen Dank für die Erklärung !
>....ob das bei Hunden auch so ist, weiß ich allerdings
>nicht!
Warum sollte es ander sein ?
>Und auch bei Menschen klappt das nur dann, wenn der Hormonhaushalt
>unverändert ist. Nehmen z.B. Frauen die Pille funktioniert das schon nicht
>mehr.
Und Deo, Parfüm, ... ? Kurzzeitige Fehlfunktion ?
> >Und auch bei Menschen klappt das nur dann, wenn der Hormonhaushalt
> >unverändert ist. Nehmen z.B. Frauen die Pille funktioniert das schon
nicht
> >mehr.
>
> Und Deo, Parfüm, ... ? Kurzzeitige Fehlfunktion ?
Tja, Deos, Parfums - in Maßen!In Maßen! Es geht die Mär, daß Napoleon eine
Woche vor seiner Ankunft an seine Frau schrieb, er käme dann und dann, sie
möge also jetzt schon aufhören, sich zu waschen.....
ungewaschene (man/fgrau) weiß ja nie...
Juliette
Das gibt es nicht nur im Verein für Labradore. Schau mal auf die Seite
http://www.HVD-eV.de , das ist kei VDH-Verein, aber die Zuchtornung ist
mindestens genau so streng!
Und wenn man schon mal da auf der Seite ist, kann man unter anklicken der
Top 50 einen Überblick über viele interessante Seiten bekommen.
Viele Grüße
Manuela und ihr Rudel
>[Zitate.Zitate]
Hallo Axel,
Vielen Dank,aber ich hatte diesen Beitrag bereits.
Sorry
Axel