wir überlegen durch, ob und wie wir einen Berner Sennenhund halten
können.
Da wir im zweiten Stock wohnen und Treppensteigen für ein so großes
Tier wohl kaum gut sein kann, denken wir gerade daran, eine Hundehütte
zu bauen. Unser letzter Hund, ein Cocker, bekam bald Hüftprobleme,
auch liegt der Lebensmittelpunkt meiner Eltern durch ein Restaurant
tagsüber im Erdgeschoss; ein Wohnungshund wäre unnötig einsam.
"Ein Berner fühlt sich bei Kälte wohl", heißt es in den Büchern, aber
kann man ihn auch bei minus zehn, zwanzig Grad draußen halten? Was ist
dann mit dem Hund als Welpe oder als altes Tier? Dann auch?
Vor allem: Was ist beim Bau einer Hütte zu berücksichtigen?
Vielleicht besitzt jemand schon einen Berner und weiß ein paar
Hinweise...
Vielen Dank
Markus Neuschäfer
> "Ein Berner fühlt sich bei Kälte wohl", heißt es in den Büchern,
Ein Berner fühlt sich - wie jeder andere Hund auch - vor allem bei seiner
Familie wohl. Wieso kann's nicht ein kleinerer Hund sein, der dafür beim
Rudel leben darf? Ach ja, ich hab zwei große Hunde und die rennen den ganzen
Tag hier die Treppen rauf und runter, geht gar nicht anders, bin ich unten,
sind die unten, bin ich oben sind sie eben da. Überlegt Euch das bitte noch
mal, ich halt's für Schwachsinn den Hund alleine im Hof zu halten.
Andrea
"Markus Neuschäfer" <mneusc...@yahoo.de> schrieb im Newsbeitrag news:c69c947.02073...@posting.google.com...
> Hallo,
>
> wir überlegen durch, ob und wie wir einen Berner Sennenhund halten
> können.
> Da wir im zweiten Stock wohnen und Treppensteigen für ein so großes
> Tier wohl kaum gut sein kann, denken wir gerade daran, eine Hundehütte
> zu bauen. Unser letzter Hund, ein Cocker, bekam bald Hüftprobleme,
> auch liegt der Lebensmittelpunkt meiner Eltern durch ein Restaurant
> tagsüber im Erdgeschoss; ein Wohnungshund wäre unnötig einsam.
Und der Lebensmittelpunkt eines Hundes liegt in seiner Familie.
> "Ein Berner fühlt sich bei Kälte wohl", heißt es in den Büchern, aber
> kann man ihn auch bei minus zehn, zwanzig Grad draußen halten? Was ist
> dann mit dem Hund als Welpe oder als altes Tier? Dann auch?
Nein, die heutigen Berner sind IMO zu empfindlich.
Sie sind nicht mehr die Bauernhunde, die sie einst waren.
Und das alte Tier?
Dein Berner wird alt, er wird aufgrund der Haltungsbedingungen
Arthrose und alle möglichen Zipperlein haben.
Eines Tages wird er vor seiner Hütte sitzen und Dich anschauen.
Seine Augen drücken Liebe aus, aber auch eine Frage:
Herrchen, warum hast Du mich verlassen?
-----------------------------------------------------------------------
Markus, nimm lieber einen kleinen Hund, den Du auch in die Wohnung
tragen kannst.
Grüsse
Rolf und Hera
Hallo Markus,
wir haben seit nunmehr 4 Jahren einen Berner Senn, und ich kann
den Antworten von Andrea und Rolf nur beipflichten:
Unser Barney (so heisst er) waere ohne den mehr oder weniger
staendigen Kontakt zu uns wahrscheinlich todungluecklich.
Es ist ein ausgesprochener Familienhund, der die Naehe
seiner Menschen braucht. Er wohnt bei uns im Erdgeschoss, und da
alles offen ist, hat er genuegend Platz und kann sich auch mal
zurueckziehen. Als wir ihn im Alter von 9 Wochen holten, haben
wir die Treppen zum Keller und zum Obergeschoss mit einem
Maschengitter abgesperrt (es sind offene Stufen, und wir hatten
Angst, dass er durch die Stufen rutscht und abstürzt).
Selbst als die Gitter lange wieder entfernt und Barney
ausgewachsen war, wirkt diese "Sperre" noch nach, er geht
werder nach unten, noch nach oben, obwohl er ansonsten Treppen
steigt.
Wir sind heute froh, dass wir uns damals keinen Zwinger oder Huette
zugelegt haben, und das Grundstueck einzaeunen wollte ich auch nicht.
Er bewegt sich frei im Haus und auf dem Grundstueck, allerdings
stand ich auch schon mal Sonntag gegen 11.30 bei Nachbars in der
Kueche, als er deren Katze hinterhergesaust war -
das war mir bissel peinlich ;-)
So wohnt er bei und mit uns, und ist oftmals fuer uns eine
Quelle fuer Spass, Freude und Glueck. Ich denke, das beruht auf
Gegenseitigkeit :-)
(Ein paar Bilder (nicht ganz so neu :-/) findest Du unter
http://www.infotech.tu-chemnitz.de/~herrmann/privates.html
Schoenen Tag noch und Gruesse
Goeran
nun geht es allerdings nicht um einen Wohnungs- oder
"Gesellschaftshund", sondern einen Gebrauchshund, wenn man ihn so
nennen darf. Seine Hauptaufgabe ist es, das Anwesen zu bewachen. Seine
Menschen sind außer nachts grundsätzlich im Erdgeschoss - also den
ganzen Tag in seiner Nähe.
Bei uns in der Gegend gibt es mehrere Bauernhöfe, deren Hunde
(meistens Schäferhunde) grundsätzlich draußen leben. Nebenbei bemerkt,
alle "Hunde mit Aufgabe", die mir bisher begegnet sind, (von Jägern,
Bauern, Polizei usw...) machten einen deutlich souveräneren,
gelasseneren und irgendwie ausgefüllteren Eindruck, als all die großen
unerzogenen Hundekinder, die in den Straßen so um ihre Besitzer
herumspringen...
Niemand von uns erwägt auch nur, das Tier bei minus zwanzig Grad
nachts draußen zu lassen. In diesem Fall - es sind ja nur etwa 10
Nächte im Jahr mit solchen Temperaturen hier - könnte er
selbstverständlich rein, aber: Sein "Hauptwohnsitz" sollte draußen
sein, und da kann es schon im Herbst mal sein, dass es mal friert.
Also noch einmal gefragt: Gibt es hier einen Besitzer übermittelgroßer
Hunde, dessen Gefährte draußen schläft?
Kennt jemand Tips zum Hüttenbau?
Vielen Dank,
Markus
> alle "Hunde mit Aufgabe", die mir bisher begegnet sind, (von Jägern,
> Bauern, Polizei usw...) machten einen deutlich souveräneren,
> gelasseneren und irgendwie ausgefüllteren Eindruck, als all die großen
> unerzogenen Hundekinder, die in den Straßen so um ihre Besitzer
> herumspringen...
Das mag sein. Das liegt dann aber an der *Beschäftigung* mit dem Tier
und nicht an dem in den Garten sperren.
Bei dem Bauern seh ich das allerdings weniger.
Auch ich kann meinen Vorrednern nur beipflichten! Ein Berner ist zwar ein
"Haus und Hofhund", was allerdings nicht bedeutet, dass er dort die ganze
Zeit über lebt. Er braucht den mehr oder weniger ständigen Kontakt zu seinem
Menschenrudel und es ist für sein empfindliches Wesen mehr als schlecht ihn
auch nur kurzfristig in einem Zwinger zu halten.
Im Übrigen macht es dem Hund weit weniger etwas aus zweimal am Tag ein paar
Treppen zu steigen, als von seinem Rudel "getrennt" zu leben. Bis zum Alter
von ca. einem Jahr müßte man ihn allerdings die Treppen tragen, damit sich
seine Gelenke während der Wachstumsphase nicht "mißbilden" durch die hohe
Belastung.
Ich kann Deinen Wunsch nach dieser tollen Rasse verstehen, aber diese
Überlegung solltet Ihr trotzdem vielleicht noch einmal durchdenken.
Wir haben uns auch, obwohl ich dass erst nicht wollte:-)), erst ein Haus mit
Garten gekauft; ich war in unserer 175 m² Wohnung im 2. Stock glücklich;
bevor wir nun nach einem Jahr einen Bernie bekommen werden, damit dieser
eben keine Treppen steigen muß (was er durchaus kann).
Also, eine glückliche hand für Deine (Eure) Endscheidung und viel Spaß mit
dem neuen Rudelmitglied.
Gruß Christoph
"Markus Neuschäfer" <mneusc...@yahoo.de> schrieb im Newsbeitrag
news:c69c947.02073...@posting.google.com...
> nun geht es allerdings nicht um einen Wohnungs- oder
> "Gesellschaftshund", sondern einen Gebrauchshund, wenn man ihn so
> nennen darf. Seine Hauptaufgabe ist es, das Anwesen zu bewachen. Seine
> Menschen sind außer nachts grundsätzlich im Erdgeschoss - also den
> ganzen Tag in seiner Nähe.
> Niemand von uns erwägt auch nur, das Tier bei minus zwanzig Grad
> nachts draußen zu lassen. In diesem Fall - es sind ja nur etwa 10
> Nächte im Jahr mit solchen Temperaturen hier - könnte er
> selbstverständlich rein, aber: Sein "Hauptwohnsitz" sollte draußen
> sein, und da kann es schon im Herbst mal sein, dass es mal friert.
>
> Also noch einmal gefragt: Gibt es hier einen Besitzer übermittelgroßer
> Hunde, dessen Gefährte draußen schläft?
>
> Kennt jemand Tips zum Hüttenbau?
> Markus
Nun, mein ältester Dobermann (~7) hat bis vergangenen Silvester
eigentlich den größten Teil des Tages draußen verbracht. Die Wahl
hatte er aber immer selber. Gleiches galt auch für seinen Vorgänger.
Aus meiner Erfahrung war es den Hunden egal, ob -5 oder -25 Grad.
Umgekehrt wollten sie ab +25 Grad lieber im Haus herumlungern. Richtig
unwohl zumute ist ihnen allerdings bei Nebel und 0 bis 3 Grad. Sie
mögen die Feuchtigkeit nicht. Soweit generell.
Individuelle Unterschiede sind allerdings nicht zu übersehen. Jeder
einzelne meiner Dobis hat da andere Ansichten, obgleich alle das
gleiche Umfeld, Futter, Zuwendung etc. haben. Die Hündin
beispielsweise, geht grundsätzlich nicht freiwillig raus, wenn draußen
der Boden naß ist; unabhängig von der vorherrschenden Temperatur.
Als Hundehütte habe ich eine gemauerte aus Ziegelsteinen, mit festem
Dach. Die Innendecke ist verstellbar von 1,2 bis 2,5 m. Das bewährt
sich gut für Sommer/Winter. Während im Sommer kaminartig die Luft nach
oben abströmen kann, wärmten die Hunde mit ihrer Körperwärme im Winter
die 1,2 x 1,2 x 1,2 ausreichend auf. Zwar habe ich seinerzeit sogar
einen Ölofen installiert, das hat sich jedoch als überflüssig
herausgestellt.
Seit 1.1.02 (Neujahrstag) liegt Tobiasz (der älteste) aus irgendeinem
Grund bevorzugt neben meinem Schreibtisch. Er verläßt das Haus
überwiegend nur in meiner Begleitung oder zumindest auf Aufforderung,
bzw. zum Fressen. Mir ist bis heute nicht klar, was diese
überraschende Änderung seiner Vorlieben verursacht hat. Ich vermute,
daß ihn in der Silvesternacht ein Knallkörper nachhaltig erschreckt
hat. Obgleich ihn bis zu diesem Zeitpunkt niemals etwas aus der Ruhe
bringen konnte und er eigentlich nur "Kontrollgänge" durchs Haus
gemacht hat. Heute sucht er mit aller Gewalt meine Nähe, wenn draußen
leises Donnergrollen zu vernehmen ist. Ein richtig krachendes Gewitter
versetzt ihn in eine Art Vorstufe zur Panik. Die beiden anderen
blieben jedoch unbeeindruckt, obwohl sie alles zeitgleich miterlebt
haben; was immer als Auslöser schuld war. Bemerkenswert in diesem
Zusammenhang ist noch der Umstand, daß er die beiden anderen bis heute
nicht in "seine" Hütte läßt. Ich erinnere mich nur an 2 Ausnahmen, wo
er die Hündin mal gnadenhalber zu seinen Füßen liegen ließ. Aber auch
sie darf nicht seinen Thron in der Hütte entern.
Servus
Gerhard
"Markus Neuschäfer" <mneusc...@yahoo.de> schrieb im Newsbeitrag
news:c69c947.02080...@posting.google.com...
> nun geht es allerdings nicht um einen Wohnungs- oder
> "Gesellschaftshund", sondern einen Gebrauchshund, wenn man ihn so
> nennen darf. Seine Hauptaufgabe ist es, das Anwesen zu bewachen.
nun ich glaube die Sache mit dem Wachhund, der draußen Haus und Hof
bewacht, ist heutzutage überholt.
Besser wäre eine gute Alarmanlage.
Berner sind wohl auch nicht die besten Wachhunde.
Weißt du wo ein Wachhund am besten aufgehoben ist? Bei seinem
Rudel, wenn draußen einer ums Haus schleicht hört der das und schlägt an.
Aber er ist in Sicherheit.
Wenn er aber dann draußen ist, ist es kein Problem ihn unschädlich zu
machen (z.B. mit vergiftetem Fleisch). Das Risiko würde ich nicht ein_
gehen.
mfg
GabyRudiGypsy
>nun geht es allerdings nicht um einen Wohnungs- oder
>"Gesellschaftshund", sondern einen Gebrauchshund, wenn man ihn so
>nennen darf. Seine Hauptaufgabe ist es, das Anwesen zu bewachen.
Grins. Du meinst wirklich, damit ist ein Hund ausgelastet? Und nennst
es dann auch noch Gebrauchshund? Meine Hunde machen das so ganz
nebenbei und zwar aus dem Haus heraus. Sie waren sogar schon
erfolgreich, als man nachts bei unserem nächsten Nachbarn einbrechen
wollte.
>Nebenbei bemerkt,
>alle "Hunde mit Aufgabe", die mir bisher begegnet sind, (von Jägern,
>Bauern, Polizei usw...) machten einen deutlich souveräneren,
>gelasseneren und irgendwie ausgefüllteren Eindruck,
Doppelgrins. Grundsätzlich ist an dieser Aussage nichts auszusetzen.
Allerdings verkennst Du da trotzdem was: Hunde von Bauern haben Glück,
wenn sie nicht in Anbindehaltung leben müssen. Hunde von Bauern haben
meist keine weitere Aufgabe, als ggf. anzuschlagen. Funktionieren sie
nicht, sind sie ganz schnell weg. Nicht wenige Jagdhunde kommen 1-2mal
die Woche zum jagdlichen Einsatz und sitzen ansonsten im Zwinger -
diese Exemplare haben zwar eine Aufgabe, sind aber auch nur so
unauffällig, weil sie aus dem Zwinger keine Ausbruchmöglichkeit haben
(übrigens auch dann nicht, wenn der Einbrecher kommt).
So wie Du Dir die Haltung eines "Hundes mit Aufgabe" vorstellst, wird
es nur mit einem ganz besonders phlegmatischen Exemplar funktionieren.
Du reduzierst den Hund auf "Aufpassen - Fressen - gelegentlich über
den Kopf tätscheln".
Zum Glück gibt es im Usenet kein festgelegtes Recht auf Antworten, die
man gerne hören möchte.
erstmal die Tastatur putzend,
Ellen
Hallo Gaby
> nun ich glaube die Sache mit dem Wachhund, der draußen Haus und Hof
> bewacht, ist heutzutage überholt.
Da gebe ich dir recht
> Besser wäre eine gute Alarmanlage.
Am Telefon (!) wollte mir kürzlich eine Dame eine Alarmanlage verkaufen. Auf meinen
Einwand, meine Alarmanlage habe vier Beine, bekam ich zur Antwort: "Dann haben sie die
beste!" Seither habe ich Ruhe vor derartiger Werbung.
> Berner sind wohl auch nicht die besten Wachhunde.
Mein Flat ganz bestimmt auch nicht.
> Weißt du wo ein Wachhund am besten aufgehoben ist? Bei seinem
> Rudel, wenn draußen einer ums Haus schleicht hört der das und schlägt an.
Nicht nur Wachhunde.
Auch Berner und Flats etc schlagen an.
> Wenn er aber dann draußen ist, ist es kein Problem ihn unschädlich zu
> machen (z.B. mit vergiftetem Fleisch). Das Risiko würde ich nicht ein_
> gehen.
Für mich gehören (mit wenigen Ausnahmen) Hunde sowieso ins Haus.
mfg Renate mit Cesco, dem Lausbub