vor gut drei Wochen wurde meine Molly an der Milchleiste opperiert. Ihr
wurde ein Mamma-Tumor entfernt. Die Narbe verheilte recht gut und
schnell. Jetzt bilden sich Bläschen und die Haut reagiert mit dem Faden,
der sich eigentlich unter der Haut auflösen sollte. In 15 % der Fälle -
so ca. - passiert das wohl :-(
Bei diesem Wetter darf Hundi also nicht in den See.
Der TA will die Fäden versuchen herauszubekommen und dann mit einer
Salbe behandeln.
Hat jemand eine Ahnung, wie lange der (gestörte) Heilungsprozeß jetzt
noch dauern wird? Ggf. besteht ja die Chance, dass ich unseren Haussee
in in diesem Jahr doch noch zu Gesicht bekomme, falls es mir gelingt,
die ganzen Berliner zu überwinden, die da wohl im Schichtwechsel
rumwuseln :-)
Dem Hund scheint es keine Schmerzen zu bereiten und sie leckt sich an
der Stelle nicht. Zu blöd ist nur, dass sie jetzt Scheinschwanger
geworden ist und ich hoffe, dass das Medikament recht schnell anschlägt.
Ich hatte den TA darauf hingewiesen, dass das ggf. passieren könnte
*grummel* Sowas passiert immer dann, wenn der Haustierarzt im Urlaub
ist. Das nächste Mal höre ich auf meine innere Stimme.
Gibt es in so einem Fall ein Wachstumsschub des Tumor's? Also während
oder kurz nach einer Läufigkeit/Scheinschwangerschaft?
lG
Julia
[Mammatumor entfernt]
> Gibt es in so einem Fall ein Wachstumsschub des Tumor's? Also während
> oder kurz nach einer Läufigkeit/Scheinschwangerschaft?
Was hat denn die Histo ergeben? Häufige Scheinschwangerschaften (richtiger
wäre übrigens Scheinmutterschaften) können ein Auslöser für maligne
Mammatumoren (Mammakarzinome) sein. Wir hatten das bei einer Hündin in der
Praxis, die Halterin wollte keinesfalls kastrieren lassen nachdem die
ersten bösartigen Tumore entfernt waren, die Hündin wurde nach jeder
Läufigkeit scheinträchtig. Letzlich mussten der Hündin dann in einer
weiteren OP beide Milchleisten komplett entfernt werden und da inzwischen
auch eine (geschlossene) Pyo vorlag, hat die Halterin dann auch der
Kastration zugestimmt ("hypsche" OP übrigens, ich frage mich bei sowas
immer, wo meine Chefin eigentlich die ganze Haut zum Vernähen hernimmt).
Kurz: Hormonelle Abläufe können das Tumorwachstum begünstigen. Und je
nachdem ob maligne oder benigne sollte zumindest über eine Kastration
*nachgedacht* werden, wenn es häufig zu Scheinschwangerschaften kommt.
Gruss,
Kathrin
> Was hat denn die Histo ergeben?
Die was?
> Häufige Scheinschwangerschaften (richtiger
> wäre übrigens Scheinmutterschaften) können ein Auslöser für maligne
> Mammatumoren (Mammakarzinome) sein.
Die Hündin ist 7 Jahre alt und hat sich bisher nie auffällig verhalten.
Die Läufigkeit ging immer ohne Probleme vorbei.
> Wir hatten das bei einer Hündin in der
> Praxis, die Halterin wollte keinesfalls kastrieren lassen nachdem die
> ersten bösartigen Tumore entfernt waren,
War der erste bösartige Tumor und das wäre auch für mich (noch) kein
Grund, alles ausräumem zu lassen. Die OP ist doch recht schwerwiegend,
jedenfalls aus meiner Erfahrung mit unserer Paula.
> Kurz: Hormonelle Abläufe können das Tumorwachstum begünstigen. Und je
> nachdem ob maligne oder benigne sollte zumindest über eine Kastration
> *nachgedacht* werden, wenn es häufig zu Scheinschwangerschaften kommt.
Jep, ich denke nach ........ darum ja das Posting.
lG
Julia
> Ihr
> wurde ein Mamma-Tumor entfernt. Die Narbe verheilte recht gut und
> schnell. Jetzt bilden sich Bläschen und die Haut reagiert mit dem Faden,
> der sich eigentlich unter der Haut auflösen sollte. In 15 % der Fälle -
> so ca. - passiert das wohl :-(
Das hatten wir auch mal. Zuerst schien alles gut zu verheilen, dann
fing der Driss an zu suppen... es entstanden richtige "Loecher", die
ewig und drei Tage zum Abheilen brauchten (wir haben dann ein anti-
biotisches Puder reinstreuen muessen).
> Der TA will die Fäden versuchen herauszubekommen und dann mit einer
> Salbe behandeln.
An diese Option ist bei Vio nicht gedacht worden bzw. hat man uns
davon nichts gesagt.
> Hat jemand eine Ahnung, wie lange der (gestörte) Heilungsprozeß jetzt
> noch dauern wird?
Ach...wenn Ihr Pech habt, habt Ihr noch Jahre damit Spass. Bei Vio
jedenfalls sind danach die Allergien so richtig heftig ausgebrochen.
:-((
> Gibt es in so einem Fall ein Wachstumsschub des Tumor's? Also während
> oder kurz nach einer Läufigkeit/Scheinschwangerschaft?
Wie Kathrin schon sagt: Ja.
Paradebeispiel war auch hier Vio. Da veraenderten sich ihre Knoten
und Tumore bei jeder Hormonveraenderung durch Laeufigkeit und
Scheintraechtigkeit.
Ich wuenschte, der erste TA, bei dem ihr erster Mammatumor entfernt
worden war, haette ganze Arbeit geleistet... es war *nicht* schoen,
sie im Alter von 9 Jahren 2x kurz hintereinander unter's Messer zu
legen, um die restlichen Milchleisten samt groesseren Tumoren raus-
zunehmen und eine Ovariohysterektomie durchzufuehren. :-((
http://www.kiruna.de/kastration.htm
Das untere Foto (Schnitt von der Vulva bis zur Achsel) entstand
uebrigens im November '99.
Gruss, Grazi
> Julia Bückmann schrieb:
>
>>Kathrin Bochow schrieb:
>>
>> > Was hat denn die Histo ergeben?
>>Die was?
>
> Ist bestimmt cooler Arzthelferinnnen-Slang, vielleicht histologische
> Untersuchung (des Tumors)?
Hmm, wenn Du das als Slang bezeichnest, ist in meinem (nicht medizinisch
vorbelasteten) Bekannten-/Freundeskreis ein durchaus gängiger und bekannter
Ausdruck...aber Arzthelferin ist falsch, Tierarzthelferin übrigens auch,
nicht jeder, der in einer Tierarztpraxis arbeitet hat zwangsläufig eine
TAH-Ausbildung, es sollen tatsächlich auch andere Berufe dort anzutreffen
sein ;-).
@Julia, wurde der Tumor nicht zur Untersuchung eingeschickt? Falls ja, was
steht denn in dem Befund, falls nein, warum nicht?
Gruss,
Kathrin
> Hallo Gruppe,
>
> vor gut drei Wochen wurde meine Molly an der Milchleiste opperiert. Ihr
> wurde ein Mamma-Tumor entfernt. Die Narbe verheilte recht gut und
> schnell. Jetzt bilden sich Bläschen und die Haut reagiert mit dem Faden,
> der sich eigentlich unter der Haut auflösen sollte. In 15 % der Fälle -
> so ca. - passiert das wohl :-(
Spike schläge sich mit dem Problem jetzt seit September letzten Jahres
herum, bisher KEINE Besserung in Sicht..
zumal ja auch die Fäden, die in den Muskeln und dem Unterhautgewebe
verarbeitet wurden, für ihn genauso problematisch sind.
Hoffentlich ist Dein Haustierarzt bald wieder da, Spike brachte nur eine 3
OP Hilfe.
Ich drücke Euch die Daumen.
Suse
> Matthias Vorlob schrieb:
>>Julia Bückmann schrieb:
>>
>>>Kathrin Bochow schrieb:
>>>
>>> > Was hat denn die Histo ergeben?
>>>Die was?
>>
>>Ist bestimmt cooler Arzthelferinnnen-Slang, vielleicht histologische
^^^^^^^^^^^^^
>>Untersuchung (des Tumors)?
>
> Und das ist jetzt kein "cooler Arzthelferinnen-Slang"? *g*
Natürlich nicht, Inge. Er ist doch keine Arzthelferin <kopfschüttel>.
Gruss,
Kathrin
> Inge Schneider schrieb:
[...]
>>Und das ist jetzt kein "cooler Arzthelferinnen-Slang"? *g*
>
> Man kann es immerhin nachschlagen.
Hast Du mal "Histo" und "Tumor" bei Google eingegeben? Kann man nämlich auch
nachschlagen :->
Aber Dir ging's wohl eher um den dümmlichen Seitenhieb auf Arzthelferinnen,
wie mir scheint.
Gruss,
Kathrin
Deine Selbsterkenntnis ehrt Dich, ebenso wie Deine verständliche
Ausdrucksweise ;-) btw, wenn's dir darum wirklich ging, hättest Du
vielleicht die Bedeutung von "histologisch" nachschlagen sollen, bevor Du
gepostet hast, damit Du sie auch "domänenunspezifisch" erklären kannst.
Ansonsten wirkt Deine obige Aussage doch ein wenig an den Haaren
herbeigezogen...aber nun reicht's mir zumindest mit dem OT, daher hier EOD.
Gruss,
Kathrin
f'up to poster gesetzt
> Milchleisten samt groesseren Tumoren raus-
> zunehmen und eine Ovariohysterektomie durchzufuehren. :-((
Die Tierärzte sind durchgehend der Ansicht,wenn Tumore am Gesäuge
auftreten, dann müssen die Milchleisten entfernt werden.
Muss das sein? Odie unser Dackelspitz litt vor drei Jahren an Tumoren
(etwa Haselnussgrösse) die ich damals allesamt entfernen liess (etwa 7),
aber nur die Tumore.
Dieses Jahr liess ich nochmals vier kleinere, nachgewachsene Tumore
entfernen und wiederum nur die Tumore, aber nicht die ganzen
Milchleisten.
Dieser Art verheilten die kleinen Wunden auch recht schnell und ohne
jegliche Komplikation.
Odie geht es prima. Sie ist inzwischen ca.13 Jahre alt und nicht
kastriert.
Die Laboranalyse vor drei Jahren ergab natürlich, dass die Tumore
bösartiger Natur waren.
Diesmal liess ich keine neuerliche Analyse machen.
Zu der Milchleistenschnippelei möchte ich daraufhinweisen, dass die
moderne Chirurgie bei Menschen (Frauen) auch nicht mehr die gesamte
Brust entfernt, sondern sich auf den Tumor beschränkt.
MFG
V.G.
--
Protestiert gegen das sinnlose 100 %ige Kastrationsgebot für Hunde in
einigen deutschen Tierheimen.-Tierheimkunden sind keine unmündigen
Trottel.Hunde haben ein Anrecht auf körperliche Unversehrtheit-auch
wenn sie durch Tierheime oder den WDR vermittelt werden.
> http://www.kiruna.de/kastration.htm
>
> Das untere Foto (Schnitt von der Vulva bis zur Achsel) entstand
> uebrigens im November '99.
Mönsch Grazi,
das ist ja grausam, die arme Maus! Da dreht sich einem das Herz um wenn man
das sehen muß! Die machen schon was mit, unsere Hundis...
Liebe Grüße
Bettina
>> Milchleisten samt groesseren Tumoren raus-
>> zunehmen und eine Ovariohysterektomie durchzufuehren. :-((
> Die Tierärzte sind durchgehend der Ansicht,wenn Tumore am Gesäuge
> auftreten, dann müssen die Milchleisten entfernt werden.
Nein, sind sie nicht. Ich weiss nicht, warum Du so eine schlechte
Meinung von TAs hast.
Als Demona einen Tumor am Gesaeuge hatte, ist lediglich dieser
entfernt worden und nicht die gesamte Milchleiste.
> Muss das sein?
Nein. Ich lasse auch nicht unnoetigerweise an meinen Hunden rum-
schnippeln und habe sicher nicht aus Jux und Dollerei zwei solch
grossen Eingriffen innerhalb kuerzester Zeit zugestimmt, wenn es
nicht haette sein *muessen*.
> Odie unser Dackelspitz litt vor drei Jahren an Tumoren
> (etwa Haselnussgrösse) die ich damals allesamt entfernen liess (etwa 7),
> aber nur die Tumore.
Tja... da hat/hatte Odie halt Glueck, dass es nur so wenige waren
und diese noch dazu so gut lokalisiert waren, dass man sie pro-
blemlos entfernen konnte. Vio hatte dieses Glueck nicht.
> Zu der Milchleistenschnippelei möchte ich daraufhinweisen, dass die
> moderne Chirurgie bei Menschen (Frauen) auch nicht mehr die gesamte
> Brust entfernt, sondern sich auf den Tumor beschränkt.
Dein Hinweis ist an dieser Stelle unnoetig.
Gruss, Grazi
Und genau deshalb habe ich das fotografiert. Ich moechte auch in
Zukunft in aller Brutalitaet daran erinnert werden, dass ich mit
der Gesundheit meiner Huendinnen bzgl. Mammatumoren keine Gluecks-
spiele betreiben darf. Besteht auch nur der geringste Verdacht,
dass ein hormoneller Einfluss das Tumorwachstum ausgeloest hat,
wird das Maedchen kastriert.
Liebe Gruesse, Grazi
>Die Tierärzte sind durchgehend der Ansicht,wenn Tumore am Gesäuge
>auftreten, dann müssen die Milchleisten entfernt werden.
Naja, hier neigen sie nicht zwangsläufig dazu. Es kommt mehr auf die
Art der Tumore an schätze ich.
Bis vor 1 Jahr hatte ich ja noch keine Hündinnen. Hab aber beobachtet
das bei einzelnen Tumoren auch nur der Tumor entfernt wird und bei
mehrern Tumoren die ganz Milchleiste auf der Seite.#
Allerdings empfinde ich Krebs als hochkomplizierte Angelegenheit und
egal welche Entscheidung an trifft, man kanns nur falsch machen. :-(
VG
Andrea + Pack
> Graziella Pugliese <le...@gmx.net> wrote:
>
>> Milchleisten samt groesseren Tumoren raus-
>> zunehmen und eine Ovariohysterektomie durchzufuehren. :-((
>
> Die Tierärzte sind durchgehend der Ansicht,wenn Tumore am Gesäuge
> auftreten, dann müssen die Milchleisten entfernt werden.
Es ist auch von der Lage und Anzahl der Tumoren, sowie der Prognose aufgrund
eventuell vorheriger OPs, abhängig. Bei einer OP eines (mehrerer) gut
abgegrenzte(r)n Tumor(en)s habe ich zumindest bisher noch nicht erlebt,
dass die gesamte Milchleiste entfernt wird, das ist nämlich eine alles
andere als "angenehme" OP, für alle Beteiligten.
[...]
> Zu der Milchleistenschnippelei möchte ich daraufhinweisen, dass die
> moderne Chirurgie bei Menschen (Frauen) auch nicht mehr die gesamte
> Brust entfernt, sondern sich auf den Tumor beschränkt.
Das ist so nicht richtig, auch hier richtet sich die Maßnahme nach den
unterschiedlichen Befunden (wann diagnostiziert, wie viele, welche Lage,
Metastasen) und übrigens nicht nur bei Frauen, sowohl männliche Hunde und
Katzen, als auch Männer können (zwar selten, aber doch) an Mammakarzinomen
erkranken
http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=31359. Nicht zu vergessen
auch die prophylaktischen Amputationen bei Hochrisikopatientinnen (was bei
den Betroffenen das Risiko um ca. zu 90% senkt, laut einer Studie der
Mayoklinik, zu finden als Artikel unter letztem Link). Interessant auch,
was bei Frauen noch alles, ausser OPs gemacht wird, aber ob man das seinem
Tier zumuten will?:
http://www.uni-essen.de/tumorforschung/protokolle/mamma-hd.html oder auch
bei http://www.universimed.com/index_stage.html nach "Mastektomie" suchen.
Zur Häufigkeit der Brustamputationen kann Karina aber wohl mehr sagen als
ich.
Gruss,
Kathrin
Bei ca. 30% der Betroffenen, meistens mit gleichzeitigem
Wiederaufbau.
Erforderlich bei fortgeschrittenen oder sehr grossen oder
mehreren Tumoren etc.
Wen es interessiert:
http://www.meduniqa.at/search2.cfm?nav=wissen&pit2=683
Diese furchtbaren verstümmelnden Schlachtereien, die ich
noch im Studium erlebt habe, sind glücklicherweise vorbei.
Viele Grüsse
Karina
> Wen es interessiert:
> http://www.meduniqa.at/search2.cfm?nav=wissen&pit2=683
DANKE! Sehr informativ, hab ich mir sofort gebookmarkt.
Liebe Grüße
Tina
> @Julia, wurde der Tumor nicht zur Untersuchung eingeschickt? Falls ja, was
> steht denn in dem Befund, falls nein, warum nicht?
Nein, wurde er nicht, weil der TA "sehen" konnte, dass es bösartig ist
und außerdem, was hätte mir die Auskunft genützt, dass es bösartig oder
gutartig ist? Raus hätte es ersteinmal gemußt, um die Sache einschicken
zu können und mehr als rausschneiden hätte man doch eh nicht tun können.
Er meint halt, dass er aufgrund langjähriger Erfahrung fühlen, sehen,
beurteilen könne, dass es sich um einen bösartigen Tumor handelt, der
wohl nicht klar zum restlichen Gewebe abgegrenzt war. Die OP hat seine
Kollegin durchgeführt.
lG
Julia
> Ach...wenn Ihr Pech habt, habt Ihr noch Jahre damit Spass. Bei Vio
> jedenfalls sind danach die Allergien so richtig heftig ausgebrochen.
> :-((
toll :-(
>> Gibt es in so einem Fall ein Wachstumsschub des Tumor's? Also
>> während oder kurz nach einer Läufigkeit/Scheinschwangerschaft?
> Wie Kathrin schon sagt: Ja.
Ich dacht's mir beinahe schon
> Das untere Foto (Schnitt von der Vulva bis zur Achsel) entstand
> uebrigens im November '99.
..... verdammter Mist, ich wär in Ohnmacht gefallen, wenn mir so ein
Riesenschnitt nach einer OP an meinem Hund vorgezeigt worden wäre. Hat
man Euch vorher aufgeklärt/gewarnt?
Molly hat natürlich keine weiteren Knoten, es war nur dieser eine.
lG
Julia
> Ich drücke Euch die Daumen.
Danke und auch gute Besserung für Spike
lG
Julia
> Kathrin Bochow schrieb:
>
>> @Julia, wurde der Tumor nicht zur Untersuchung eingeschickt? Falls ja,
>> was steht denn in dem Befund, falls nein, warum nicht?
>
> Nein, wurde er nicht, weil der TA "sehen" konnte, dass es bösartig ist
Na ja, zu solchen TAs sag ich nichts mehr...
> und außerdem, was hätte mir die Auskunft genützt, dass es bösartig oder
> gutartig ist? Raus hätte es ersteinmal gemußt, um die Sache einschicken
> zu können und mehr als rausschneiden hätte man doch eh nicht tun können.
Vorher nicht, aber hinterher wüsste man genau, was man machen könnte (und
m.E. müsste, ist zumindest bei uns Standard), z.B. aufgrund des
histopathologischen Befundes regelmässig auf Metastasen untersuchen
(Röntgen, Ultraschall). Mammakarzinome, wenn es denn welche waren, streuen
gerne z.B. in die Lunge. Ausserdem ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein
Mammakarzinom rezidiviert (also wieder kommt) relativ gross. Was wurde Dir
denn in Punkto Nachsorge gesagt? Du sollst doch bestimmt regelmässig die
Milchleiste abtatsten, oder? Soll denn irgendwann (oder wurde vielleicht
schon der OP?) eine Untersuchung wegen evtl. vorhandener/entstehender
Metastasen gemacht werden? Seit bei einer meiner Katzen ein Knoten wegen
Verdachts auf Fibrosarkom entfernt wurde, bin ich beim Thema Tumoren ein
"bisschen" übervorsichtig (übrigens hat hier die Untersuchung ein
"gutartig, aber weiter beobachten" ergeben), gebe ich ja zu ;-).
> Er meint halt, dass er aufgrund langjähriger Erfahrung fühlen, sehen,
> beurteilen könne, dass es sich um einen bösartigen Tumor handelt, der
> wohl nicht klar zum restlichen Gewebe abgegrenzt war.
Ich hoffe einfach mal, dass es _kein_ bösartiger Tumor war (auch gutartige
sind nicht immer scharf abgegrenzt und manch einer, den wir rausholten und
der "böse" aussah, entpuppte sich als harmlos und umgekehrt) und es auch
keine Metastasen geben wird.
Wie sieht's denn jetzt mit der Wundheilung aus?
Gruss,
Kathrin
> Wie sieht's denn jetzt mit der Wundheilung aus?
Am Freitag war ich beim TA und der hat die Haut nicht schneiden wollen,
um an den Faden zu gelangen. Er hat mir eine Salbe mitgegeben und
gemeint, das Wundwasser/Eiter solle von selber zu Tage treten und dann
soll ich kommen, damit der untere Faden "herausgepopelt" werden kann.
Sonnabend spät abends ging dann eine Stelle auf und es kam Wundwasser
mit etwas Blut. Ich hab die Stelle abgetupft und dann die Salbe
aufgebracht. Am Sonntag war noch ein wenig Eiter auszustreichen und am
Abend war die gesamte Schwellung (auch an den Stellen, wo es nicht von
selber aufging) zurückgegangen und die Beulen sind kleiner geworden. Es
fühlt sich auch nicht mehr hart an und es ist keine erneute Flüssigkeit
zu fühlen. Falls es heutenachmittag noch kleiner geworden ist, werde ich
abwarten und falls es erneut Flüssigkeit gebildet hat, werden wir den
Faden wohl herausholen müssen.
Das ich die Hunde regelmäßig auf Knoten abtaste, versteht sich von
selbst. Auch der TA schaut bei fast jedem Besuch nach. An der Lunge kann
man das natürlich nicht so ohne weiteres sehen.
lG
Julia
> keine schönen Aussichten für Molly
leider nicht, aber vielleicht kommt Molly damit besser klar als Spike
> Danke und auch gute Besserung für Spike
danke schön..
ist Dein Tierarzt wieder da?
Was sagt denn Der?
liebe Grüße
Suse
--
train hard
live well
-and smile!
Werde ich erst heute konsultieren und kann dann morgen oder übermorgen
berichten was los war.
lG
Julia
Auch Kurpfuscherei, Quacksalberei und Scharlatanerie genannt.
Sicher, dass du bei einem echten TA gewesen bist?
Gruss
Karina
> Auch Kurpfuscherei, Quacksalberei und Scharlatanerie genannt.
> Sicher, dass du bei einem echten TA gewesen bist?
Wie kommst Du zu so einer Schlußfolgerung?
Was hat die OP selbst mit Kurpfuscherei, Quacksalberei oder
Scharlatanerie zu tun, nur weil das entnommene Gewebe nicht zur
Untersuchung eingeschickt wurde? Sicher hätte er meinem Wunsch
entsprochen, wenn ich es so gewollt hätte und hätte es getan.
In der Praxis arbeiten drei TÄ und an dem Tag der Voruntersuchung waren
zwei von ihnen anwesend und haben sich den Hund angeschaut und am Tag
der OP war halt nur einer von beiden am Hund, der die OP durchgeführt
hat. Was ist daran "unecht"?
Der TA ist schon so an die 20 Jahre TA und hat in seinem Leben mit
Sicherheit schon die eine oder andere Wucherung/Karzinom gesehen. An der
OP selbst hätte sich NICHTS geändert und wäre genau so durchgeführt
worden, ob es sich nun um einen gutartigen oder bösartigen Tumor
gehandelt hätte.
lG
Julia
> Karina Leo-Steffen schrieb:
>
>> Auch Kurpfuscherei, Quacksalberei und Scharlatanerie genannt.
>> Sicher, dass du bei einem echten TA gewesen bist?
> Wie kommst Du zu so einer Schlußfolgerung?
>
> [...]
Ich denke nicht, dass Karina die OP an sich meinte...
> Der TA ist schon so an die 20 Jahre TA und hat in seinem Leben mit
> Sicherheit schon die eine oder andere Wucherung/Karzinom gesehen.
Das hat meine Chefin auch (Studium 1983 beendet, 1985 promoviert,
Interessenschwerpunkt Weichteilchirurgie) und sie schickt es trotzdem ein,
der untersuchende Pathologe sieht eigentlich fast nicht anderes und
trotzdem würde er durch bloße Ansicht kein Urteil fällen. Insofern kann ich
Karina schon verstehen, so etwas macht ein Arzt einfach nicht.
Gruss,
Kathrin
--
Ein Lügner und Widerling:
<ced527$8io$1...@online.de>
<ceck0d$f1v$1...@online.de>
Kein Mensch auf der ganzen Welt kann von blossem Ansehen
sicher beurteilen, ob es ein bösartiger oder gutartiger Tumor
ist. Sowas zu behaupten ist mehr als unseriös.
Die meisten Faktoren, die per Definition eine Bösartigkeit
überhaupt erst ausmachen, sind nur unter einem Mikroskop
zu sehen und nur mit spezieller Färbung.
Frag diesen TA doch mal, wieviele Mitosen er an
dem Tumor gesehen hat.
Woher weisst du, dass sich an der OP selbst nichts geändert
hätte? Ich wusste gar nicht, dass du Tierärztin bist....
Bei den allermeisten bösartigen Tumoren ändert sich sehr wohl
die OP-Technik.
BTW lässt eine Wundheilungsstörung eher auf eine Bösartigkeit
schliessen.
Gruss
Karina
Ganz genauso ist es.
Beim Menschen werden sogar intraoperativ Schnellschnitte gemacht,
um zu wissen, ob gut- oder bösartig.
So ein Schnellschnitt ist ein Riesenaufwand, es steht ein Krankenwagen
mit laufendem Motor bereit, um sofort den Tumor mit Blaulicht und
Pressluft zum nächsten Pathologen zu fahren, während das ganze
OP-Team wartet, der Pathologe frostet, schneidet, kuckt in
allerkürzester Zeit und nach seinem Anruf geht die OP erst weiter.
Aber Hunde sind sowas wohl nicht wert....
Viele Grüsse
Karina
> Werde ich erst heute konsultieren und kann dann morgen oder übermorgen
> berichten was los war.
Ich bin gespannt, vielleicht kann ich ja mit dem Tip
Deines Tierarztes meinen TA auch noch auf die ein
oder andere Idee bringen.
lg Suse
Deine miese Art und Weise und die Zickigkeit in Deinen Postings an
Leute, die nicht alles nachplappern was Du so von Dir gibst (sh.
RR-Bord) geht mir auf die Nerven. Bei diesem Wetter will ich die lieber
schonen und darum ist das Thema für mich mit Dir durch!
Selbst wenn Du recht hast, und das schrieb ich Dir schon einmal, möchte
ich auf dieser Ebene mit Dir nicht diskutieren.
lG
Julia
Also ich war gestern nochmal dort. Es waren wieder beide TÄ anwesend.
Die Kollegin, die die OP durchgeführt hat, hat sich die Wunde angeschaut
und gesagt, dass der Faden noch nicht vollständig aufgelöst ist. Das
passiert erst nach ca. 6 Wochen. Bei uns sind es 3 1/2 Wochen her. Die
Milchbildung hätte nichts mit der schlechten Wundheilung zu tun. Sie
konnte beobachten (in der Praxis generell), dass es eine
Unverträglichkeit mit dem Faden zum überwiegenden Teil bei der
Entfernung von Mammatumoren gibt. Bei Pyos oder anderen OP's gäbe es die
Probleme seltener.
Sie hat die beiden Bläschen, die an den Knotenpunkten entstanden sind
mit einem Skalpell eingeschnitten, das Wundsekret entfernt und mit einer
Salbe (Penicillin wohl) behandelt und es gab zwei Spritzen. Ein Stück
Faden konnte sie vorher entfernen. Wenn es nicht verheilen sollte, soll
ich in zwei Wochen wiederkommen und dann sollen die Reste der Fäden
entfernt werden. Bis dahin soll ich die Wunde versorgen, Salbe gab es ja
schon letzte Woche zu diesem Zweck.
Wenn sich erneut und in kurzen Abständen weitere Knoten bilden sollten,
rät sie mir zu einer Kastration, damit die Hündin nicht mehr in die
Hitze kommt und somit das Wachstum von Knoten begünstigt wird.
Jetzt kann ich nur hoffen, dass die Wunde auch ohne das Entfernen der
Fäden gut verheilen wird. Zwei Bläschen sind verschwunden und übrig sind
noch die beiden Knotenpunkte, wo das Wundsekret jetzt abfließen kann.
Mal sehen .........
lG
Julia
BTW erinner ich mich an so einige Wechsel zwischen dir und
Volker G. Dieses dein Niveau habe ich bisher noch nicht erreicht. :-)
War da nicht mal was mit einem Glashaus?
Gruss
Karina
> BTW erinner ich mich an so einige Wechsel zwischen dir und
> Volker G. Dieses dein Niveau habe ich bisher noch nicht erreicht. :-)
Das ist Jahre her und ich bin zwischenzeitlich auch erwachsen geworden
:-) Du dürftest um einiges Älter sein, als ich es bin!
Außerdem war der "Popologie-Wortwechsel" mit Volker eher ironisch
gemeint, um ihn auf seine "Verbissenheit" hinzuweisen. Ich denke, er hat
das am Ende schon einordnen können.
Heute würde ich so ein Streitgespräch vermeiden, weil es um nix ging und
dafür geb ich meine Zeit nicht mehr her.
> War da nicht mal was mit einem Glashaus?
Ich kann auch gut einstecken wenn's sein muß.
Nix für ungut.
lG
Julia
Julia Bückmann <buec...@fokus.fhg.de> wrote:
> Also ich war gestern nochmal dort. Es waren wieder beide TÄ anwesend.
> Die Kollegin, die die OP durchgeführt hat, hat sich die Wunde angeschaut
> und gesagt, dass der Faden noch nicht vollständig aufgelöst ist. Das
> passiert erst nach ca. 6 Wochen. Bei uns sind es 3 1/2 Wochen her. Die
> Milchbildung hätte nichts mit der schlechten Wundheilung zu tun. Sie
> konnte beobachten (in der Praxis generell), dass es eine
> Unverträglichkeit mit dem Faden zum überwiegenden Teil bei der
> Entfernung von Mammatumoren gibt. Bei Pyos oder anderen OP's gäbe es die
> Probleme seltener.
Meinu Hündin hatte zwei Mammatumor-OPs und beide Male wurden
Fäden verwendet, die man nach 10 Tage entfernt. Die Wundheilung verlief
problemlos, das Ziehen der Fäden dauerte nicht mal 5 Minuten.
Wieso verwndet Dein TA sich auflösende Fäden, wenn sie wissen, dass
es öfter zu Unverträglichkeit kommt?
Viele grüße
Milena
Weil in drei Schichten genäht werden muss. Die Fäden der beiden unteren
Schichten kann man nach 10 Tagen nicht entfernen, weil man an diese
Stelle(n) nicht mehr drankommt.
Die Fäden der Wunde auf der Haut (sichtbare Naht) hat mein TA auch nach
10 Tagen problemlos ziehen können.
Es passiert in 15 % der Fälle, was ja so eine schlechte Prognose gar
nicht ist. Wir hatten halt das Pech unter die 15% zu fallen :-(
Die Wunde ist aber nach dem letzten Besuch schön zugegangen und heilt
jetzt offenbar problemlos *dreimalaufholzklopf* ab.
lG
Julia
> ..... verdammter Mist, ich wär in Ohnmacht gefallen, wenn mir so ein
> Riesenschnitt nach einer OP an meinem Hund vorgezeigt worden wäre. Hat
> man Euch vorher aufgeklärt/gewarnt?
Selbstverständlich. Ich wusste, was auf uns zukam... aber es
hat mich trotzdem fast aus den Latschen gekippt.
> Molly hat natürlich keine weiteren Knoten, es war nur dieser eine.
*erleichtert aufseufz*
Gruesslies, Grazi