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Unbeaufsichtigter Hund beißt unangeleinten Hund

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Boschy

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May 18, 2002, 12:03:33 PM5/18/02
to
Hallo

wer kennt sich etwas mit Recht in Bezug auf Hundebeisserei aus?

Unserer Yorkie Dusty (fast 10) wurde gestern von einem Labrador gebissen. Beide
Hunde mögen sich nicht, wurden bei zufälligen Begegnungen angeleint und alles
war o.k.
Mein Vater ging gestern Gassi, spielte mit unserem Hund in der Nähe des Hauses
wo eben dieser Labrador wohnt am Bach. Plötzlich war der Labrador da. Das Tor
war offen und der Hund lief unbeaufsichtigt raus. Mein Vater bemerkte das zu
spät, d.h. konnte unseren Yorkie weder anleinen noch hochheben (wobei es
rechtlich gesehen nicht sein muß daß man seinen Hund "hochreißt" wenn sich ein
fremder Hund nähert, oder?!?) da er auch einige Meter entfernt war. Die beiden
Hunde gingen zuerst aneinander vorbei, der Labrador dreht dann aber um und biß
unseren Yorkie in den Nacken. Da sich mein Vater sofort auf ihn stürzte (bitte
nicht wörtlich nehmen) konnte weiteres verhindert werden.
Durch das Geschrei unseres Yorkies kamen die Besitzer aus dem Garten. Zuerst sah
es aus als ob nicht viel passiert wäre. Die Labrador-Leute meinten auch daß es
wohl nicht so schlimm ist. Mein Vater hat Dusty dann bis nach Hause auf dem Arm
getragen. Und da der Kleine auch Daheim nicht gehen konnte sind wir gleich zum
Tierarzt gefahren.

Er hat wahrscheinlich eine Wirbelsäulenverletzung, sollte normalerweise mit
Cortison zum Abschwellen gebracht werden, was aber wegen seiner Herzerkrankung
nicht geht und der TA auf ein anderes Mittel zurückgreifen mußte. Heute müssen
wir wieder hin.

Wie sieht es jetzt mit der Tierarztrechnung aus? Für mich ist es eigentlich klar
daß ich die Rechnung an die Labradorbesitzer weitergebe.
Wir telefonierten gestern noch mit den Labrador-Leuten, damit sie Bescheid
wissen daß es eben nicht so gut ausgegangen ist. Sie gaben uns aber zu verstehen
daß unserer Hund _auch_ nicht angeleint war.

Ist das denn von Bedeutung wenn der andere Hund ganz unbeaufsichtigt war?
Theoretisch kann man natürlich einen 3 kg Hund auf den Arm nehmen, aber was ist
wenn man einen 30 kg Hund an der Leine hat und ein unbeaufsichtigter "Feind"
erscheint?!

Bitte erzählt doch mal wenn ihr ähnliche Fälle kennt.
Wünsche noch schönen Feiertag...

B.Schittko


Petra Funk

unread,
May 19, 2002, 7:32:14 AM5/19/02
to
Hallo Boschy,

Schau mal unter http://www.terrier.de, da sind einige Gerichtsurteile, auch zum
Thema Beisereien abgedruckt (musst ein wenig suchen). Prinzipiell gilt, wenn beide
Hunde frei waren, dass die Kosten aufgeteilt werden. Hier könnte aber noch zum
tragen kommen, dass der Angreifer unbeaufsichtigt abgehauen ist, sprich, die
Labi-Besitzer haftbar zu machen sind. Auf jeden Fall das ganze der Haftpflicht
melden (die Labi-Besitzer haben hoffentlich eine???)

Lieben Gruß und gute Besserung für euren kleinen Kerl, ich hoffe, die Verletzung hat
keine langfristigen Auswirkungen.

Petra

PS: Dein Vater hätte den Hund auf keinen Fall auf den Arm nehmen sollen, das hätte
womöglich dazu geführt, dass der Labi ihn angesprungen und umgeworfen, womöglich
verletzt hätte.... :((


Holger Heimbürge

unread,
May 19, 2002, 8:27:15 AM5/19/02
to
Boschy wrote:
>
> Hallo
>
> wer kennt sich etwas mit Recht in Bezug auf Hundebeisserei aus?
>
> Unserer Yorkie Dusty (fast 10) wurde gestern von einem Labrador gebissen. Beide
> Hunde mögen sich nicht, wurden bei zufälligen Begegnungen angeleint und alles
> war o.k.

In Zukunft sollten beide Halter drauf achten; wird sich bei diesen
beiden mit Sicherheit nicht mehr legen.

> Mein Vater ging gestern Gassi, spielte mit unserem Hund in der Nähe des Hauses
> wo eben dieser Labrador wohnt am Bach. Plötzlich war der Labrador da. Das Tor
> war offen und der Hund lief unbeaufsichtigt raus. Mein Vater bemerkte das zu
> spät, d.h. konnte unseren Yorkie weder anleinen noch hochheben (wobei es
> rechtlich gesehen nicht sein muß daß man seinen Hund "hochreißt" wenn sich ein
> fremder Hund nähert, oder?!?) da er auch einige Meter entfernt war.

Wie das rechtlich korrekt wäre mit dem "Hochreißen" weiß ich nicht.
Ich würde den Hund immer hochnehmen soweit das möglich ist
(zeitlich, gewichtsmäßig etc.), schließlich geht es mir um Schadensbe-
grenzung, denn Laufereien zum TA oder Folgeschäden möchte ich auch
nicht! Auch mir kann es passieren, daß mein Hund mir außer Kontrolle
gerät (stolpere/falle hin, Leine reißt etc.), da ist es gut wenn der
andere etwas "gegensteuert".

Ein Problem für einen Rechtsstreit sehe ich darin, daß beide Hunde
nicht angeleint waren :-|

[snip]


> Er hat wahrscheinlich eine Wirbelsäulenverletzung, sollte normalerweise mit
> Cortison zum Abschwellen gebracht werden, was aber wegen seiner Herzerkrankung
> nicht geht und der TA auf ein anderes Mittel zurückgreifen mußte. Heute müssen
> wir wieder hin.
>
> Wie sieht es jetzt mit der Tierarztrechnung aus? Für mich ist es eigentlich klar
> daß ich die Rechnung an die Labradorbesitzer weitergebe.
> Wir telefonierten gestern noch mit den Labrador-Leuten, damit sie Bescheid
> wissen daß es eben nicht so gut ausgegangen ist. Sie gaben uns aber zu verstehen
> daß unserer Hund _auch_ nicht angeleint war.

Hmm, das könnte problematisch werden. Gemäß meines (gesunden)
Menschenverstandes hat der Labrador-Besitzer die größere Schuld, aber
Dein Vater hat IMO eine gewisse Mitschuld. Ähnlich wie bei einem
Verkehrsunfall, der andere ist zwar reingefahren, wäre aber die
Bremsanlage/Reifen etc. ok, dann wäre der Unfall nicht passiert.
(Ich vermute mal, spätestens jetzt werden noch welche "anbeissen" *g*
Traut euch!)

> Ist das denn von Bedeutung wenn der andere Hund ganz unbeaufsichtigt war?

Entscheidend ist IMHO, ob der jeweilige Hundeführer (muß ja nicht der
Besitzer sein) auf den Hund genügend Einfluß nehmen kann. Und dieser
Einfluß ist an der Leine (meist) wirksamer - das ist das Problem.
Wäre Euer Yorki an der Leine gewesen, so hätte Dein Vater den Hund etwas
heranziehen können, sodaß der Labrador sich evtl. nicht mehr getraut
hätte.

> Theoretisch kann man natürlich einen 3 kg Hund auf den Arm nehmen, aber was ist
> wenn man einen 30 kg Hund an der Leine hat und ein unbeaufsichtigter "Feind"
> erscheint?!

*LOL* Einen Bernhardiner möchte ich nicht versuchen zu hieven, aber an
der Leine macht schon einiges aus.



> Bitte erzählt doch mal wenn ihr ähnliche Fälle kennt.
> Wünsche noch schönen Feiertag...

Danke, ebenso!


Holger

Susanne Patock

unread,
May 19, 2002, 10:19:56 AM5/19/02
to
Hallo Boschy (ich würde mir einen vollständigen Namen kaufen)

"Boschy" <bos...@freenet.de> schrieb

[Unangeleinter/unbeaufsichtigter Labrador beisst unangeleinten Yorkie]

Nach meinen Informationen zahlt die Haftpflichversicherung des
beissenden
Hundes nur, wenn dieser angeleint war.

Die Frage ist doch eigentlich, ob der unangeleinte Labrador den Yorkie
_nicht_ gebissen hätte, wenn dieser angeleint gewesen wäre? So hatte
dieser
doch eine reelle Chance zur Flucht!

Lieben Gruß

Susanne, die Ihren Hund in einer solchen Situation immer losmachen
würde!

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Ingo Wolf

unread,
May 19, 2002, 11:49:22 AM5/19/02
to

"Boschy" <bos...@freenet.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3ce77abc$0$8327$9b62...@news.freenet.de...

> Hallo
>
> wer kennt sich etwas mit Recht in Bezug auf Hundebeisserei aus?
>
> Unserer Yorkie Dusty (fast 10) wurde gestern von einem Labrador gebissen.
Beide
> Hunde mögen sich nicht, wurden bei zufälligen Begegnungen angeleint und
alles
> war o.k.
> Mein Vater ging gestern Gassi, spielte mit unserem Hund in der Nähe des
Hauses
> wo eben dieser Labrador wohnt am Bach. Plötzlich war der Labrador da. Das
Tor
> war offen und der Hund lief unbeaufsichtigt raus. Mein Vater bemerkte das
zu
> spät, d.h. konnte unseren Yorkie weder anleinen noch hochheben (wobei es
> rechtlich gesehen nicht sein muß daß man seinen Hund "hochreißt" wenn sich
ein
> fremder Hund nähert, oder?!?) da er auch einige Meter entfernt war. Die
beiden
> Hunde gingen zuerst aneinander vorbei, der Labrador dreht dann aber um und
biß
> unseren Yorkie in den Nacken. Da sich mein Vater sofort auf ihn stürzte
(bitte
> nicht wörtlich nehmen) konnte weiteres verhindert werden.

Meine Erfahrung mit solchen Sachen ist, daß sie oft erst durch dergleichen
menschliches Eingreifen eskalieren.
Schon die Furcht der Menschen es könnte was passieren und hysterisches
Rufen/Gehabe macht die Hunde aggressiv.
"Da sich mein Vater sofort auf ihn stürzte" läßt sich zumindest so
interpretieren,
wenn einfach alle cool geblieben wären wäre vielleicht gar nichts ernstes
passiert.
Am Nacken packen und durchschütteln ist ja eine bei Hunden übliche
Erziehungsmaßnahme, gerade kleine Hunde die immer an der Leine sind sind ja
oft provozierend frech, weil die nie von den großen entsprechend
zurechtgewiesen
werden und sich dementsprechend dann zurückhalten.
Meine feste Überzeugung ist sowieso das dergleichen Zwischenfälle oft erst
dadurch entstehen, daß die Hunde ständig angeleint sind und nicht in
direkten
Kontakt treten können was meist wesentlich zurückhaltender geschieht, statt
dessen werden sie an der Leine aneinander vorbeigezerrt und knurren und
bellen sich aus kurzer Distance an und werden immer aggressiver. Mann muß
sich nur mal so Streuner anschauen, die sind meistens zurückhaltend.
Ich zumindest habe mir abgewöhnt meinen Hund hinterherzurennen wenn er
zu irgendeinem Hund rennt, einholen kann ich ihn eh nicht und die Sache
eskalierte dann oft erst wenn ich eintraf. Bleibt man dagegen ruhig hält
sich der
Hund auch zurück da geht man dann langsam rann und zieht den Hund von
hinten weg. Das kostet zwar Überwindung der Erfolg gibt aber recht.
Wenn man die Hunde nicht einsperren und anleinen täte könnte man die
gar nicht so aggressiv machen, die würden wegrennen.

Tschuess Ingo

Ellen Ziemer-Sonnenberg

unread,
May 19, 2002, 12:53:02 PM5/19/02
to
On Sat, 18 May 2002 18:03:33 +0200, "Boschy" <bos...@freenet.de>
wrote:

>Wie sieht es jetzt mit der Tierarztrechnung aus? Für mich ist es eigentlich klar
>daß ich die Rechnung an die Labradorbesitzer weitergebe.
>Wir telefonierten gestern noch mit den Labrador-Leuten, damit sie Bescheid
>wissen daß es eben nicht so gut ausgegangen ist. Sie gaben uns aber zu verstehen
>daß unserer Hund _auch_ nicht angeleint war.

Ich hatte mal eine ähnliche Situation: ich radelte mit Max unangeleint
im Gemeindegebiet. Max lief "bei Rad" auf dem Fußweg. Von der anderen
Straßenseite kam ein Hund aus seinem offenen Grundstückstor und biß
Max "hinterrücks" in die Hoden (so schnell konnte ich gar nicht
gucken, geschweige denn reagieren). Max Hoden mußten morgens um 7.00
Uhr, also vor der normalen Sprechstunde (gleich extrateuer)
zusammengeflickt werden. Die Rechnung war nicht schlecht und wurde
komplett von der Haftpflichtversicherung des beißenden Hundes
übernommen.

(Bei Überreichung der Rechnung hat mich der Hund übrigens noch in den
Arm gebissen. Und wer glaubt, dass das Tor freiwillig nach dem Vorfall
immer verschlossen gewesen wäre, der irrt :-( Das habe ich erst
erreicht, als ich der Besitzerin ein Horrorscenario ausgemalt habe,
für den Fall, dass Max den Beißer mal erwischen sollte.)

>Ist das denn von Bedeutung wenn der andere Hund ganz unbeaufsichtigt war?
>Theoretisch kann man natürlich einen 3 kg Hund auf den Arm nehmen, aber was ist
>wenn man einen 30 kg Hund an der Leine hat und ein unbeaufsichtigter "Feind"
>erscheint?!

Meine Hunde haben ja beide um die 30kg und für den Fall, dass ich so
einen Angreifer nicht anders loswerde, bzw. wie im obigen Beispiel
nicht erst bemerke, wenn Max schon brüllt, dann löse ich bei beiden
Hunden die Leine. Ich habe einfach schon zuviel erlebt, als dass ich
noch in der Lage wäre, Rücksicht zu nehmen. Allerdings: sollte mein
Hund dann z.B. einen Autounfall verursachen, dann hab ich Pech gehabt.
Laut Gemeindeverordnung darf ich den Hund auch in einer solchen
Situation nicht von der Leine lösen.

Liebe Grüße,
Ellen

Boschy

unread,
May 18, 2002, 7:32:40 PM5/18/02
to
Hi Petra,

Petra Funk schrieb in Nachricht <3CE78D3E...@web.de>...


>Hallo Boschy,
>Schau mal unter http://www.terrier.de, da sind einige Gerichtsurteile, auch zum
>Thema Beisereien abgedruckt

Vielen Dank. Mache ich gleich.

>(Prinzipiell gilt, wenn beide


>Hunde frei waren, dass die Kosten aufgeteilt werden. Hier könnte aber noch zum
>tragen kommen, dass der Angreifer unbeaufsichtigt abgehauen ist, sprich, die
>Labi-Besitzer haftbar zu machen sind. Auf jeden Fall das ganze der Haftpflicht
>melden (die Labi-Besitzer haben hoffentlich eine???)

Ja. Hab heute erfahren daß sie eine haben. Anscheinend kennen sie den TA sehr
gut, haben schon mit ihm telefoniert (wahrscheinlich wegen der Kosten
erkundigt...). Der TA meinte auch was von wegen "die hälfte bezahlen". Mal
sehen.

>Lieben Gruß und gute Besserung für euren kleinen Kerl, ich hoffe, die
Verletzung hat
>keine langfristigen Auswirkungen.

Danke. Scheint nicht so schlimm zu sein. Heute läuft er schon ein bißchen rum.
Irgendwie ist er doch ein zäher Terrier. Hat er dieses Jahr schon 2 mal bewiesen
(nein, keine Raufereien). Ist irgendwie ein schlechtes Jahr... :(

>PS: Dein Vater hätte den Hund auf keinen Fall auf den Arm nehmen sollen, das
hätte
>womöglich dazu geführt, dass der Labi ihn angesprungen und umgeworfen,
womöglich
>verletzt hätte.... :(

Normalerweise schon. Kann mir aber bei dem Labi nicht vorstellen daß er auf nen
Menschen "los geht".

Liebe Grüße
B. Schittko


Boschy

unread,
May 18, 2002, 7:44:33 PM5/18/02
to

Holger Heimbürge schrieb in Nachricht <3CE79A23...@t-online.de>...
Boschy wrote:

>In Zukunft sollten beide Halter drauf achten; wird sich bei diesen
>beiden mit Sicherheit nicht mehr legen.

Ja, das ist klar.

>Wie das rechtlich korrekt wäre mit dem "Hochreißen" weiß ich nicht.
>Ich würde den Hund immer hochnehmen soweit das möglich ist
>(zeitlich, gewichtsmäßig etc.), schließlich geht es mir um Schadensbe-
>grenzung, denn Laufereien zum TA oder Folgeschäden möchte ich auch
>nicht! Auch mir kann es passieren, daß mein Hund mir außer Kontrolle
>gerät (stolpere/falle hin, Leine reißt etc.), da ist es gut wenn der
>andere etwas "gegensteuert".

Ja. Sicher. Man will aber auch nicht hysterisch wirken...

>Ein Problem für einen Rechtsstreit sehe ich darin, daß beide Hunde
>nicht angeleint waren :-|

Ich hoffe wir können auf nen Streit verzichten :)

>Gemäß meines (gesunden)
>Menschenverstandes hat der Labrador-Besitzer die größere Schuld, aber
>Dein Vater hat IMO eine gewisse Mitschuld. Ähnlich wie bei einem
>Verkehrsunfall, der andere ist zwar reingefahren, wäre aber die
>Bremsanlage/Reifen etc. ok, dann wäre der Unfall nicht passiert.
>(Ich vermute mal, spätestens jetzt werden noch welche "anbeissen" *g*
>Traut euch!)

*beiß*
;-)

> Ist das denn von Bedeutung wenn der andere Hund ganz unbeaufsichtigt war?

>Entscheidend ist IMHO, ob der jeweilige Hundeführer (muß ja nicht der
>Besitzer sein) auf den Hund genügend Einfluß nehmen kann. Und dieser
>Einfluß ist an der Leine (meist) wirksamer - das ist das Problem.
>Wäre Euer Yorki an der Leine gewesen, so hätte Dein Vater den Hund etwas
>heranziehen können,

Hm... wie lang darf denn (rechtlich) so ne Leine sein? Ich meine - mit einer 5 m
Flexileine kann man den Hund auch nicht blitzschnell bei sich haben... (es sei
denn man schleudert ihn irgendwie irgendwohin... ;)

>Holger

Danke!
B. Schittko

Boschy

unread,
May 18, 2002, 7:24:34 PM5/18/02
to
Hallo Ingo,

Ingo Wolf schrieb in Nachricht ...


>
>"Boschy" <bos...@freenet.de> schrieb im Newsbeitrag
>news:3ce77abc$0$8327$9b62...@news.freenet.de...

>>Die beiden


>> Hunde gingen zuerst aneinander vorbei, der Labrador dreht dann aber um und
biß
>> unseren Yorkie in den Nacken. Da sich mein Vater sofort auf ihn stürzte
>>(bitte nicht wörtlich nehmen) konnte weiteres verhindert werden.

>Meine Erfahrung mit solchen Sachen ist, daß sie oft erst durch dergleichen
>menschliches Eingreifen eskalieren.
>Schon die Furcht der Menschen es könnte was passieren und hysterisches
>Rufen/Gehabe macht die Hunde aggressiv.

Danke. Aber das wissen wir :-)
Wenn es so eine Begegnung gibt, laufe ich lieber in die entgegengesetzte
Richtung und der Hund folgt mir dann schon.

Aber da das ganze vor dem Haus des Labis geschah, glaube ich, daß die Sache noch
angespannter war.

>"Da sich mein Vater sofort auf ihn stürzte" läßt sich zumindest so
>interpretieren,

Falsche Reihenfolge. Mein Vater lief erst hin als der Labi zugebissen hat. Es
schien ihm ja auch sinnvoller das ganze abzuwarten (da unser Hund ja außer
Reichweite war), und da die beiden Hunde erstmal an einander vorbei gingen und
sich nicht mal angeschaut haben hat er sich da nicht eingemischt.

>wenn einfach alle cool geblieben wären wäre vielleicht gar nichts ernstes
>passiert.

Er war cool, siehe oben.

>Am Nacken packen und durchschütteln ist ja eine bei Hunden übliche
>Erziehungsmaßnahme, gerade kleine Hunde die immer an der Leine sind sind ja
>oft provozierend frech, weil die nie von den großen entsprechend
>zurechtgewiesen
>werden und sich dementsprechend dann zurückhalten.

Da gibts aber "neuere" Forschungen die das bestreiten.
Funktioniert vielleicht bei JUNGEN kleinen Hunden. Aber nicht bei ERWACHSENEN
kleinen Hunden.
Ein Nackenbiß bedeutet Lebensgefahr. Oder sollte ich mich da total täuschen?

>Meine feste Überzeugung ist sowieso das dergleichen Zwischenfälle oft erst
>dadurch entstehen, daß die Hunde ständig angeleint sind und nicht in
>direkten
>Kontakt treten können was meist wesentlich zurückhaltender geschieht, statt
>dessen werden sie an der Leine aneinander vorbeigezerrt und knurren und
>bellen sich aus kurzer Distance an und werden immer aggressiver.

In diesem Fall gingen die beiden immer an der Leine OHNE gebell oder geknurre.
Sie ignorierten sich eher

Jetzt fühle ich mich etwas persönlich angegriffen.
Du weißt ja nicht wie viel mein Hund mit und ohne Leine läuft. Aber ich kanns
dir ja erzählen...

Ich hab mich, seit ich lesen konnte, auf Hundebücher gestürzt und eines nach dem
anderen verschlungen. Ich liebe Hunde einfach. Meine Eltern hatten jahrelang
Ausreden (die manchmal auch sinnvoll waren) mit keinen Hund zu kaufen. Mit 16
war es dann endlich soweit.
Ich hab den Kleinen zu allen Hunden laufen lassen, egal ob klein oder groß. Bei
den Großen habe ich vorsichtshalber nachgefragt ob sie was gegen kleine Hunde
haben, da ich ja auch von "verhaltensgestörten" Hunden gelesen/gehört habe. Klar
sind mir da schon Menschen über den Weg gelaufen die ihre Hunde krampfhaft an
der Leine hielten und mir abgeraten haben meinen Zwerg in die Nähe ihre Hunde zu
lassen.
Trotz dem hatte ich ein Wahnsinns-Vertrauen zu den Viechern. Das habe ich heute
nicht mehr!!!

Ach, waren das noch Zeiten! Ich habe mich oft kaputt gelacht als er mit einem
Bernhardiner gespielt hat, oder einer Dobermannhündin hinterher lief... Nur
Schäferhunde (sorry an alle Sch-Liebhaber) waren fast alle total grob, warfen
ihn mit ein, zwei Pfotenschlägen um.

Mein Terrier war jahrelang super freundlich zu (fast) allen Hunden. Mit ca. 4
Jahren hat ihn ein großer schwarzer Hund gepackt, war zum Glück harmlos, ist
nichts passiert. Das war dann ein kleiner Schock, schwarze Hunde haben ihm
monatelang Angst gemacht. Er war nicht agressiv, machte einfach einen
riesengroßen Bogen um sie.

>Mann muß
>sich nur mal so Streuner anschauen, die sind meistens zurückhaltend.
>Ich zumindest habe mir abgewöhnt meinen Hund hinterherzurennen wenn er
>zu irgendeinem Hund rennt, einholen kann ich ihn eh nicht und die Sache
>eskalierte dann oft erst wenn ich eintraf. Bleibt man dagegen ruhig hält
>sich der
>Hund auch zurück da geht man dann langsam rann und zieht den Hund von
>hinten weg. Das kostet zwar Überwindung der Erfolg gibt aber recht.
>Wenn man die Hunde nicht einsperren und anleinen täte könnte man die
>gar nicht so aggressiv machen, die würden wegrennen.
>
>Tschuess Ingo

Das ist schon richtig, aber du kannst sowas nur machen wenn die Hunde etwas
gleich groß sind. Vor nem guten Jahr gabs nämlich wieder so einen "der tut
nichts" (wörtlich!) -Hund - leider wieder schwarz! :-( der plötzlich zubiß was
unseren Hund fast das Leben gekostet hat. Es dauerte Wochen bis er sich wieder
erholt hat und ein paar "Schönheitsfehler" (ich hoffe es sind nur solche, es
kann natürlich auch sein daß ihm die deformierten Knochen am Nacken zeitweise
Schmerzen bereiten)...

Weißt du, das Risiko daß mein Hund bei so einer "Erziehungsmaßnahme" drauf geht
ist mir mitllerweile zu groß. Hab früher auch gelacht wenn die Besitzer ihre
Kleinhunde auf den Arm nahmen. Aber heute kann ich einfach nicht garantieren daß
mein Terrier nicht zu knurren anfängt - eben weil er schlechte Erfahrungen
gemacht hat und Angst hat. Und wenn dieses Knurren für einen großen Hund einen
Freischein für eine Erzeihungsmaßnahme bedeutet - das geht einfach nicht mehr
gut.

Mittlerweile rege ich mich wirklich auf wenn große Hunde (die ich nicht kenne)
auf mich/uns ohne Leine zulaufen. Irgendwo weit weg brüllt der Besitzer "der tut
nichts....". Tja. Glaube ich einfach nicht mehr...

Hoffe du kannst mich ein bißchen verstehen?

Boschy (die schon aus Sicherheitsgründen für den Hund nie wieder einen kleinen
Hund will)
B. Schittko


Holger Heimbürge

unread,
May 19, 2002, 3:15:18 PM5/19/02
to
Boschy wrote:
>
> Holger Heimbürge schrieb in Nachricht <3CE79A23...@t-online.de>...
> Boschy wrote:
>
> >In Zukunft sollten beide Halter drauf achten; wird sich bei diesen
> >beiden mit Sicherheit nicht mehr legen.
>
> Ja, das ist klar.

Prima :-)



> >Wie das rechtlich korrekt wäre mit dem "Hochreißen" weiß ich nicht.
> >Ich würde den Hund immer hochnehmen soweit das möglich ist
> >(zeitlich, gewichtsmäßig etc.), schließlich geht es mir um Schadensbe-
> >grenzung, denn Laufereien zum TA oder Folgeschäden möchte ich auch
> >nicht! Auch mir kann es passieren, daß mein Hund mir außer Kontrolle
> >gerät (stolpere/falle hin, Leine reißt etc.), da ist es gut wenn der
> >andere etwas "gegensteuert".
>
> Ja. Sicher. Man will aber auch nicht hysterisch wirken...

Hysterie macht alles nur schlimmer!



> >Ein Problem für einen Rechtsstreit sehe ich darin, daß beide Hunde
> >nicht angeleint waren :-|
>
> Ich hoffe wir können auf nen Streit verzichten :)

Wäre schön.



> >Gemäß meines (gesunden)
> >Menschenverstandes hat der Labrador-Besitzer die größere Schuld, aber
> >Dein Vater hat IMO eine gewisse Mitschuld. Ähnlich wie bei einem
> >Verkehrsunfall, der andere ist zwar reingefahren, wäre aber die
> >Bremsanlage/Reifen etc. ok, dann wäre der Unfall nicht passiert.
> >(Ich vermute mal, spätestens jetzt werden noch welche "anbeissen" *g*
> >Traut euch!)
>
> *beiß*
> ;-)

*grrrrrr* :-)



> > Ist das denn von Bedeutung wenn der andere Hund ganz unbeaufsichtigt war?
>
> >Entscheidend ist IMHO, ob der jeweilige Hundeführer (muß ja nicht der
> >Besitzer sein) auf den Hund genügend Einfluß nehmen kann. Und dieser
> >Einfluß ist an der Leine (meist) wirksamer - das ist das Problem.
> >Wäre Euer Yorki an der Leine gewesen, so hätte Dein Vater den Hund etwas
> >heranziehen können,
>
> Hm... wie lang darf denn (rechtlich) so ne Leine sein? Ich meine - mit einer 5 m
> Flexileine kann man den Hund auch nicht blitzschnell bei sich haben... (es sei
> denn man schleudert ihn irgendwie irgendwohin... ;)

Frag mich bitte nicht nach rechtlichen Dingen (auch weil ich dieses
ganze Paragraphengetöns nicht so mag - Du konntest nicht wissen ;-))
Für diesen Fall meinte ich kurz ein die Leine nehmen, dadurch sieht
der "Angreifer" zwei Gestalten dicht beieinander, und das könnte (!!!)
ein Hinterungsgrund sein. Bei fünf Meter hat es nicht diese Wirkung.

(Ich hab mal vor langer Zeit mit meinem ersten Schäferhund für eine
Schutzhundausbildung trainiert (keine Prüfung, weil wesensbedingt).
Diese Hündin hat bei einer Distanz von bis zu 5 m in den Hetzärmel
gebissen, bei größerer Entfernung hat sie abgelassen. An diesem
Beispiel wollte ich nur deutlich machen, welche Rolle die Distanz
zum Hundeführer spielt.)


Holger

moni

unread,
May 19, 2002, 5:21:04 PM5/19/02
to
Hallo,

>Wie sieht es jetzt mit der Tierarztrechnung aus? Für mich ist es eigentlich klar
>daß ich die Rechnung an die Labradorbesitzer weitergebe.

Der Labrador dürfte das eigene Grundstück nicht verlassen. Die Leute haben
bestimmt ein Hundehaftpflichtversicherung und die muss zahlen.
War bei uns in der Nachbarschft auch die Kombination, ähnlicher Vorfall.
Labrador im Garten, Gartentor war offen Hund hat Garten verlassen und mit
einem der zufällig vorbei lief gerauft. Sachlage war klar. Labbi Besitzer hat
durch Versicherung entstandene Tierarztkosten begleichen lassen.

Moni


harald muessig

unread,
May 20, 2002, 9:46:25 AM5/20/02
to
Hallo Hundler..
Ich muss in Punkto DSH und dem Umgang mit kleineren Hunden entschieden
widersprechen.
Es scheint mir eher am Induviduum zu liegen- nicht an der Rasse!
Zugegeben, die meissten DSH - Besitzer sind beinahe militant und moechten
keinesfalls einen Kontakt zu anderen Hunden haben- das , so schaetze ich,
haengt damit zusammen, dass 创ihr创 Hund nicht als umgaenglich oder gar
harmlos eingestuft werden s o l l ....
Ich habe Peter ganz entgegengesetzt erzogen und fast nur gute Erfahrungen
gemacht!
(Wir hatten frueher andere, kleinere Hunde und waren es irgendwann mal leid,
dass der 创Kleine创 staendig die Opferrolle mit anschliessendem Naehen beim
TA spielen sollte und haben dann den Peter ausgesucht.. nun ist Schluss mit
lustig..obwohl Peter ein geradezu hochnaesiger Koeter ist, der eher pikiert
als aggressiv reagiert- aber sich keinesfalls die Butter vom Brot nehmen
laesst- auch von Dobermaenninnen nicht)
Kurz zu diesem konkreten Fall:

Es war gut, dass Dein Hund nicht angeleint war, sonst haette es schlimm
ausgehen koennen- der Andere betrachtet das dann als Aufforderung- nicht als
Hemmnis zuzubeissen!
Ich muss allerdings immer wieder die enorme Aggressivitaet der Terrier
betonen, die den Labrador garantiert schon laenger provoziert hat- denn
diese Rasse ist eigentlich recht umgaenglich- nach meinen Erfahrungen...

Irgendwie habe ich das Gefuehl, dass die kleinen Rassen oft als
Totzubeissendes angesehen werden- von den 创Normalwuechsigen创, die dem
Urbild des Wolfes doch sehr viel aehnlicher sind, evtl. erkennen die nicht
mal mehr den Hund in diesem Tier...
Hoffentlich bleiben dir solche Erfahrungen erspart und nur Tiere wie Peter
entgegenkommen, die auch hoeren!
harald


harald muessig

unread,
May 20, 2002, 9:55:17 AM5/20/02
to
Hallo..
Es hilft da nichts- da muss man durch!
Den offiziellen Weg zu gehen bringt immer mehr Aerger als die Sache wert
hat- deshalb meinen Rat:
Wenn der Bobtail wieder mal unterwegs ist- dann das Tier versuchen
anzulocken, gut zuzureden- ein Leckerli..
Evtl. klaert sich die Sache ganz schnell, denn die fremden Besitzer moegen
das oftmals garnicht leiden- und .. der Hund wird eingesperrt- ausserdem hat
das Feo Witterung vom anderen Tier, das bringt etwas naeher...
Ein Bobtail duerfte einem DSH nichts anhaben koennen- da ist wohl die Sorge
recht unbegruendet- ich habe noch nicht erlebt, dass sich etwa gleichgrosse
Hunde ernsthaft verletzen- wenn keiner der Beiden angeleit ist- es kann man
ein Zwicken geben oder es fehlt etwas Fell.. das war es aber auch.
Oder:
Einfach mal ein Angebot abwarten, losfahren, einen hoeheren Zaun fuers
eigene Grundstueck kaufen!
Gruss
harald

Holger Heimbürge

unread,
May 20, 2002, 11:16:09 AM5/20/02
to
Hallo Anette,

[snip]
> Vorbeigehen wenn die Bobtailhündin draussen ist:Zitterpartie weil
> sie rüberspringt und keiner der Besitzer sich drum kümmert,Feo
> allein draussen lassen...unmöglich,Feo
> geht grundsätzlich nicht über den Zaun,obwohl er auch nur 70cm hoch
> ist, aber die andere springt eben rein.

Der Nachbar wird evtl. schwer zu überzeugen sein, wenn Ihr Euren
Zaun nicht auch anpasst. (Geben und Nehmen ...)

> Habe auch keine Lust,auch wenn ich rechtlich gesehen alles bezahlt
> bekäme, Dauergast beim TA zu werden,aber so gefangen im eigenen Garten?

Verständlich!

> Bisher war alles für die Besitzer nicht wichtig, selbst als fast die
> Meerschweine der Nachbarn gekillt wurden, weil sie bei denen rein ist.
> Es nervt enorm,mein Hund haut nicht ab,aber muß drunter leiden weil die
> ihren Hund nicht im Auge halten können und obendrein auch gar keine Lust
> dazu haben.
>
> Habt ihr da auch Tips??

Ja! Rede mit Deinen Nachbarn (ohne Paragraphen zu zitieren) so wie Du
das hier in diesem Forum getan hast. Nutze dieses Beispiel.
Vielleicht werden sie verstehen.

Viel Glück!


Gruß,
Holger

Otto.schramek

unread,
May 20, 2002, 12:53:44 PM5/20/02
to
Hi, Ha. !

harald muessig wrote:
[...]


> Ein Bobtail duerfte einem DSH nichts anhaben koennen- da ist wohl die Sorge
> recht unbegruendet- ich habe noch nicht erlebt, dass sich etwa gleichgrosse
> Hunde ernsthaft verletzen- wenn keiner der Beiden angeleit ist- es kann man
> ein Zwicken geben oder es fehlt etwas Fell.. das war es aber auch.

[ ] Du hast schon mal einen Bobtail gesehen.
Ein "Zusammentreffen" zweier gleichgrosser Hunde birgt die grösste
Verletzungsgefahr ...

> Oder:
> Einfach mal ein Angebot abwarten, losfahren, einen hoeheren Zaun fuers
> eigene Grundstueck kaufen!

Meine sauer verdiente Kohle wg des unsozialen Verhalten der Nachbarn aus
dem Fenster werfen ? Das bringt Unmut !

Otto

--
drth in Wuppertal: http://home.wtal.de/schramek/drth.htm

Ellen Ziemer-Sonnenberg

unread,
May 20, 2002, 1:17:36 PM5/20/02
to
Hi Anette,

On Mon, 20 May 2002 11:25:28 +0200, Anette Immerschitt
<immer...@t-online.de> wrote:

[Bobtailhündin]

Solidarität unter Hundebesitzern ist ja durchaus wünschenswert und
gut. Aber: irgendwo sind halt auch Grenzen und die wären bei mir in
Deiner Situation längst erreicht.

Mir fallen da zwei Möglichkeiten ein:

a) Du wendest Dich an Euer Ordnungsamt

b) triffst Du den Hund draußen an, bzw. in Eurem eigenen Garten: bring
ihn ins Tierheim

Beides wirst Du bei solch ignoranten Leuten wahrscheinlich mehr als
einmal machen müssen, aber beides geht den Leuten ans Portemonaie
(Bußgeld von der Gemeinde, bzw. Unterbringungskosten im Tierheim) und
erfahrungsgemäß tut das "solchen" Leuten am meisten weh.

Liebe Grüße,
Ellen

Petra Funk

unread,
May 20, 2002, 1:41:50 PM5/20/02
to
Hi Boschy,

Boschy wrote:

> [...]


>
>
> >Lieben Gruß und gute Besserung für euren kleinen Kerl, ich hoffe, die
> Verletzung hat
> >keine langfristigen Auswirkungen.
>
> Danke. Scheint nicht so schlimm zu sein. Heute läuft er schon ein bißchen rum.
> Irgendwie ist er doch ein zäher Terrier. Hat er dieses Jahr schon 2 mal bewiesen
> (nein, keine Raufereien). Ist irgendwie ein schlechtes Jahr... :(

Ja, unsere kleinen Terrors, äh Terrier sind oft hart im nehmen! Freut mich, dass er
wieder besser läuft!

>
>
> >PS: Dein Vater hätte den Hund auf keinen Fall auf den Arm nehmen sollen, das
> hätte
> >womöglich dazu geführt, dass der Labi ihn angesprungen und umgeworfen,
> womöglich
> >verletzt hätte.... :(
>
> Normalerweise schon. Kann mir aber bei dem Labi nicht vorstellen daß er auf nen
> Menschen "los geht".

Der Labbi wäre dann nicht auf einen Menschen losgegangen, sondern auf den Hund, im
Arm Deines Vaters und hätte womöglich versucht ihn (den Hund) anzugreifen... deshalb
würde ich niemals meinen noch so kleinen Hund auf den Arm holen, es sei denn ich
habe noch jemand dabei, der sich um der "Angreifer" kümmern kann.

Lieben Gruß

Petra

Petra Funk

unread,
May 20, 2002, 1:52:00 PM5/20/02
to
Hallo Harald,!

harald muessig wrote:

> Hallo Hundler..
> Ich muss in Punkto DSH und dem Umgang mit kleineren Hunden entschieden
> widersprechen.

Und ich muss Dir entschieden wiedersprechen! Mein Jack Russell Terrier ist im
Jahr 2001 von 4 (in Worten vier!!!) DSH-Hündinnen massiv angegriffen worden.
Alle haben sich in der dem DSH typischen Art angeschlichen und geduckt um dann
auf ihn loszugehen. Einmal endeten wir beim TA, weil die Hündin Brutus eine
Schulterveltzung (Zerrung/Prellung) verpasst hatte. Die anderen male war er
geschickter und konnte sich ins Gebüsch retten während ICH die jeweilige DSH
einfing und sie ihrem unfähigen Besitzer übergab.

Der erste fatale Angriff gegen meinen Terrier (der mit einm durchgebissenen
Mittelfubknochen am Hinterlauf endete) kam ebenfalls von einem DSH. Weitere
Angreifer waren ein Bouvier, zwei Neufundländerdamen sowie zwei Bedlington
Terrierrüden.... die DSH sind einduetig in der überzahl der schlecht
sozialisierten und schlecht geführten Hunde!

Und, der Angriff der DSH erfolgte nicht etwa aufgrund der enormen Agressivität
meines Terriers, es waren alles Angriffe OHNE Vorwarnung. Mein Terrier
schnuffelt immer erst an einem anderen Hund, um dann die Rüden zu beschimpfen...
soweit kan er in den besagten Situationen nie!

Gruß

Petra


Boschy

unread,
May 19, 2002, 1:42:21 PM5/19/02
to
Hi noch mal,

harald muessig schrieb in Nachricht ...


>Hallo Hundler..
>Ich muss in Punkto DSH und dem Umgang mit kleineren Hunden entschieden
>widersprechen.
>Es scheint mir eher am Induviduum zu liegen- nicht an der Rasse!

Freut mich! :)
Nur was soll man davon halten wenn ein unbekannter DSH auf meinen Terrier
zuläuft, und entweder ohne Vorwarnung mit der Pfote drauf haut (ich muß ja wohl
nicht dazusagen daß mein Terrier nach dem dritten oder vierten Pfotenhieb
gejault hat) oder gleich drüber läuft und und ihn ein paar Meter mitschleudert?

Das hat sich leider einige male wiederholt. Und es waren immer DSH. :-(

Ich bin wirklich nicht überempfindlich (bzw. war es früher nicht, mittlerweile
bin ich vorsichtiger), aber keiner der DSH-Besitzer hat sich entschuldigt. Und
da gebe ich dir Recht - liegt wohl doch am Menschen!
Ich meine - es war nicht zu übersehen daß mein Yorkie keine Freude da dran
hatte, und auch mal vor Schmerzen losgejault hat! Meisten sah ich dann nur ein
Schmunzeln....

>Zugegeben, die meissten DSH - Besitzer sind beinahe militant und moechten
>keinesfalls einen Kontakt zu anderen Hunden haben- das , so schaetze ich,

>haengt damit zusammen, dass ´´ihr´´ Hund nicht als umgaenglich oder gar


>harmlos eingestuft werden s o l l ....

Schäferhunde kann man doch prima erziehen! :)

>Ich habe Peter ganz entgegengesetzt erzogen und fast nur gute Erfahrungen
>gemacht!

Super!

>(Wir hatten frueher andere, kleinere Hunde und waren es irgendwann mal leid,

>dass der ´´Kleine´´ staendig die Opferrolle mit anschliessendem Naehen beim
>TA spielen sollte

Genau das gleiche habe ich mir vorgenommen!

>Es war gut, dass Dein Hund nicht angeleint war, sonst haette es schlimm
>ausgehen koennen- der Andere betrachtet das dann als Aufforderung- nicht als
>Hemmnis zuzubeissen!

Ich denke auch daß unserer Kleiner in dieser angespannten Situation an der Leine
eventuell sogar angefangen hätte.

>Ich muss allerdings immer wieder die enorme Aggressivitaet der Terrier
>betonen, die den Labrador garantiert schon laenger provoziert hat- denn
>diese Rasse ist eigentlich recht umgaenglich- nach meinen Erfahrungen...

In diesem Fall - Nein.
Kann sein daß sie sich mal vor 2 oder 3 Jahren angeknurrt haben, als der Labi
erwachsen wurde (als er noch Junghund war gabs ja keine Probleme). Mein Terrier
kann auch an der "Leine kochen" daß will ich nicht bestreiten! Aber in diesem
Fall waren die Hunde dann bei allen Begegnungen an der Leine (manchmal auch
ohne - bei Fuß) und haben sich mehr oder weniger ignoriert. Also ohne Gebell
oder Knurren.

>Irgendwie habe ich das Gefuehl, dass die kleinen Rassen oft als

>Totzubeissendes angesehen werden- von den ´´Normalwuechsigen´´, die dem


>Urbild des Wolfes doch sehr viel aehnlicher sind, evtl. erkennen die nicht
>mal mehr den Hund in diesem Tier...

Mir hat nur mal ein Windhundbesitzer gesagt, daß er seine Hunde nicht laufen
lassen kann wenn ein Zwerg in der Nähe ist, sie sehen alles als Beute an und
würden ihn jagen und totbeißen. :-(

Wie ist es da mit dem Geruchsinn? (Laßen wir jetzt die Windhunde weg, die ja mit
den Augen jagen)
Die Kleinen riechen ja noch nach Hund!?
(Nein, unser Yorkie wird nicht jede Woche gebadet :-)

>Hoffentlich bleiben dir solche Erfahrungen erspart und nur Tiere wie Peter
>entgegenkommen, die auch hoeren!
>harald

Tja, das wäre schön :)
Danke, liebe Grüße.
B. Schittko

Ursula Schwarz

unread,
May 20, 2002, 2:25:33 PM5/20/02
to
Hi Harald

"harald muessig" schrieb


> Ich muss in Punkto DSH und dem Umgang mit kleineren Hunden
entschieden
> widersprechen.
> Es scheint mir eher am Induviduum zu liegen- nicht an der Rasse!
> Zugegeben, die meissten DSH - Besitzer sind beinahe militant und
moechten
> keinesfalls einen Kontakt zu anderen Hunden haben- das , so
schaetze ich,

> haengt damit zusammen, dass ´´ihr´´ Hund nicht als umgaenglich


oder gar
> harmlos eingestuft werden s o l l ....
> Ich habe Peter ganz entgegengesetzt erzogen und fast nur gute
Erfahrungen
> gemacht!

Ah geh wie war das mit den Vorurteilen? Alle Kampfhunde sind böse,
usw.
usw. Warum willst Du für Dich ein Recht verbuchen das Du anderen
nicht
zugestehst?


> Es war gut, dass Dein Hund nicht angeleint war, sonst haette es
schlimm
> ausgehen koennen- der Andere betrachtet das dann als Aufforderung-
nicht als
> Hemmnis zuzubeissen!
> Ich muss allerdings immer wieder die enorme Aggressivitaet der
Terrier
> betonen, die den Labrador garantiert schon laenger provoziert
hat- denn
> diese Rasse ist eigentlich recht umgaenglich- nach meinen
Erfahrungen...

*gröhhhhhhhhhhhhhhhhhl* Harald unser Vorurteilsreiter. He schon
gehört
alle DSH haben einen Schaden, sind extrem oft in Beißunfälle usw.
verwickelt.
Erinnerst Du Dich? Du hast null gelernt. Gott oh Gott schmeiß eine
Runde
Hirn für Harald herunter :-(


>
> Irgendwie habe ich das Gefuehl, dass die kleinen Rassen oft als

> Totzubeissendes angesehen werden- von den ´´Normalwuechsigen´´,


die dem
> Urbild des Wolfes doch sehr viel aehnlicher sind, evtl. erkennen
die nicht
> mal mehr den Hund in diesem Tier...

Jetzt drehst total ab, oder? Bei mir leben ein Zwerg und Großhunde
friedlich nebeneinander, was sollen Deine dummen, nichtssagenden
Aussagen eigentlich bewirken?


> Hoffentlich bleiben dir solche Erfahrungen erspart und nur Tiere
wie Peter
> entgegenkommen, die auch hoeren!

*gg* na sicher der laut Deinen eigenen Aussagen Terrier nicht
ausstehen kann.
Komisch mein Hund wurde merhrmals von kleinen Hunden gebissen, er
kann
trotzdem alle gut ausstehen, da ich ihm das vermittelt habe, es
scheint so
Harald das Du dessen nicht fähig bist. aber gut wer
Beschwictigungsgesten
als Ärger ansieht, was will man sich da erwarten?
lg Uschi & Rudel

andreas müller

unread,
May 20, 2002, 4:04:42 PM5/20/02
to
Boschy schrieb:

Hallo Boschy!

> Nur was soll man davon halten wenn ein unbekannter DSH auf meinen Terrier
> zuläuft, und entweder ohne Vorwarnung mit der Pfote drauf haut (ich muß ja wohl
> nicht dazusagen daß mein Terrier nach dem dritten oder vierten Pfotenhieb
> gejault hat) oder gleich drüber läuft und und ihn ein paar Meter mitschleudert?

Er hat nie gelernt mit kleineren Hunden umzugehen. Vermutlich ist er mit
Herrchen auf einen Schäferhundeplatz gegangen zum Sozialisieren. Wenn
überhaupt.

Probier mal einen Boxer, der bislang nur auf dem Boxerplatz mit
seinesgleichen Kontakt hatte und einen Schäferhund, der auf dem
"Sv-Platz um die Ecke" "sozialisiert" wurde und weitgehend nur mit
Schäferhunden spielen durfte, zusammen laufen zu lassen. Das wird
zumeist in die Hose gehen. Die Hunde sprechen verschiedene "Sprachen".
Die Art des Spiels ist bei den zwei Rassen extrem unterschiedlich, die
Körpersprache für das Gegenüber gewöhnungsbedürftig.

Gruß
Andreas
--
http://www.hundeverhalten.net/
Die Hunde-Verhalten-Probleme Mailingliste [HVP] beschäftigt sich mit den
kleineren und größeren Problemen des Alltags rund um den Hund und dient
dazu, sich gegenseitig auszutauschen und weiterzuhelfen.

Helga Artmann

unread,
May 20, 2002, 5:24:42 PM5/20/02
to
harald muessig <theba...@t-online.de> wrote:

> Hallo Hundler..

Hallo Harald,

> Es scheint mir eher am Induviduum zu liegen- nicht an der Rasse!
> Zugegeben, die meissten DSH - Besitzer sind beinahe militant und moechten
> keinesfalls einen Kontakt zu anderen Hunden haben- das , so schaetze ich,

> haengt damit zusammen, dass ´´ihr´´ Hund nicht als umgaenglich oder gar


> harmlos eingestuft werden s o l l .... Ich habe Peter ganz entgegengesetzt
> erzogen und fast nur gute Erfahrungen gemacht!

Ok, Du bist also der Meinung, dass man einen Schäferhund entweder so
erziehen kann, dass er einen ehrfurchtsvollen Eindruck beim Gegenüber
hinterlässt, oder dass man ihn so erziehen kann, dass er ein angenehmes
Familienmitglied ist.
Da bin ich doch ganz Deiner Meinung...


> Ich muss allerdings immer wieder die enorme Aggressivitaet der Terrier
> betonen, die den Labrador garantiert schon laenger provoziert hat- denn
> diese Rasse ist eigentlich recht umgaenglich- nach meinen Erfahrungen...

...die sich hier aber plötzlich ganz schnell wieder von Deiner Meinung
unterscheidet!
Ich weiß ja nicht welche schrecklichen Erlebnisse Du mit Terriern
hattest, die so tiefe Eindrücke bei Dir hinterlassen zu scheinen haben,
dass Du so generelle Vorurteile hast.
Ich persönlich bin aber zum Beispiel nicht wirklich ein Freund vom DSH.
Mir drängt sich beim DSH immer das Bild des zähnefletschenden
Bauernhofhundes auf, der wütend an seiner Kette zerrt. Mir ist zwar
heute klar, dass die Wut des Hundes durchaus berechtigt war. Ich wäre
auch wütend, wenn ich mein Leben an so einer Kette fristen müsste. So
ein richtiger Freund des DSH bin ich zwar immer noch nicht geworden,
aber das muss ich ja auch nicht, es reicht ja eigentlich schon, wenn ich
zwischen perönlichen Vorlieben und objektiven Tatsachen unterscheiden
kann.
Meine persönliche Vorliebe gilt nämlich dem Terrier. Ich durfte 13
aggressionsfreie Jahre mit Bubie, dem Pudel/Terrier-Mix erleben (bevor
jetzt kommt: ach ein Pudel, möchte ich nur schnell sagen, dass er zwar
vielleicht aussah wie ein Jackie im Pudelkostüm, aber tief in seinem
Herzen immer ein Terrier war ;-)) und heute froh um jeden Tag mit Eddie,
dem Jack Russell bin, dem anscheinend auch das "terrierübliche
Aggressionsgen" zu fehlen scheint. Gut, Eddie ist erst 8 Monate alt und
es werden sicher noch einige pubertäre Auseinandersetzungen kommen, aber
ich glaube nicht, dass er irgendwann eine 180°-Drehung in Sachen
Charakter vollführen wird.
Lieber Harald, wie wäre es denn da mit einem kleinen Deal? Ich noch ein
bisschen weniger Voreingenommenheit in Sachen DSH und Du vielleicht
wenigstens ein kleines bisschen weniger Voreingenommenheit in Sachen
Terrier? :-)

Viele Grüße
Hedda

daniel glass | glasskom.

unread,
May 20, 2002, 10:33:39 PM5/20/02
to
guter punkt. sehr guter, meine ich..
lg,d.:)

daniel glass | glasskom.

unread,
May 20, 2002, 10:31:46 PM5/20/02
to
hoi!

so richtig lieb haste den harald nicht, was?
oder ist das einfach deine art, mit anderen meinungen umzugehen?

ich befasse mich erst seit relativ kurzer zeit mit verhaltensmodellen von
hunden, sei es rassisch oder durchs sozialgefüge bedingt, und die studien
und denkmodelle darüber. dennoch hab ich zumindest soviel mitbekommen, dass
es hier (wie ansich ja überall) meist mehrere weltbilder zur
kategorisierung, erklärung und zum gesamtverständnis gibt. von streng
wissenschaftlich exakt bis hin zu höchstliberal und emotional. lustigerweise
scheinen selbst völlig gegensätzliche denkmodelle oft gleichermassen
plausibel, und durch fallballspiele oder die einfache praxis durchaus
nachvollziebar und belegbar, je nachdem, wie man die sache betrachtet.

bemerkenswert finde ich, wie du harald gänzlich jenseits inhaltlicher
argumentation dafür niedermachst, dass er nun einmal den eher
verhaltenswissenschaftlichen ansatz gewählt hat und darüber
erklärungsmodelle sucht. du dagegen gehst eher hemdsärmelig, aber mit
genauer kennstnis einiger weniger fälle an die sache. also per
argumentation, gestützt durch tiefes beobachten, anstelle der breiten
beobachtungen, die harald zugrundelegt, die aber keine so tiefe
fallspezifische kenntnisse haben wie du. beides kann vorteilhaft sein,
beides hat seine berechtigung und argumentetiv vor- und nachteile. aber
darum gehts mir nicht.
will sagen: es sit doch nur ne andere meinung! warum erklärtst du harald
pauschal als doof und inkompetent, anstatt argumentativ zu überzeugen?
mag sein, dass ich seit den ausufernden threads mit manus beteiligung etwas
übersensibilisiert auf rotzige respektlose antworten bin, aber irgendwie ist
es für mich auffällig:
wo du schreibst, wächst oft kein grass mehr. *g*

warum so heftig?
oder hab ich wieder die vorgeschichte verpasst?

lg,d.:)

Ellen Ziemer-Sonnenberg

unread,
May 21, 2002, 1:10:47 AM5/21/02
to
Hi Hedda,

On Mon, 20 May 2002 23:24:42 +0200, helga_...@mac.com (Helga
Artmann) wrote:

>Lieber Harald, wie wäre es denn da mit einem kleinen Deal? Ich noch ein
>bisschen weniger Voreingenommenheit in Sachen DSH und Du vielleicht
>wenigstens ein kleines bisschen weniger Voreingenommenheit in Sachen
>Terrier? :-)

Wenn das nix wird, könnten wir natürlich auch eine kleine
Anti-DSH-Kampagne starten ;-) Ich kenne wesentlich mehr unangenehme
und/oder leicht verrückte DSHe (dicht gefolgt von den ach so lieben
Golden Retrievern), als Terrier egal welcher Sorte.

Schon mal vorbereitende Grüße,
Ellen, die nur einen DSH wirklich klasse findet

Ursula Schwarz

unread,
May 21, 2002, 2:51:06 AM5/21/02
to
Hi Daniel
"daniel glass | glasskom." schrieb


> so richtig lieb haste den harald nicht, was?
> oder ist das einfach deine art, mit anderen meinungen umzugehen?

nein es ist nicht normalerweise meine Art, aber ich versuche nun
schon
ziemlich lange Harald klarzumachen das man nicht so voller
Vorurteile
stecken darf. Terrier sind böse, Doggen nichts für Frauen,
Kampfhunde,
Rottweiler und Dobermänner gehören sowieso verboten. Huskys ist es
zu warm bei uns, Labradors sind friedlich. Der DSH ist der eizig
optimale
Hund usw.usw.usw. Mal von den unsinnigen Weisheiten die er sonst
noch
von sich gibt ganz abgesehen. Nun nehme ich mal an hier lesen nicht
nur
alte Hasen mit, sondern auch Hundeneulinge, diese nehmen sich dann
Haralds teilweise schon Deppentipps zu Herzen, Ende vom Lied, eine
der vielen Hunde die wir wieder eingliedern müssen. Nein solche
Menschen die derart unwissend sind, aber glauben alle anderen sind
Deppen und nur er weiß alles, solche Menschen die derart von
Vorurteilen durchdrungen sind, habe ich nicht sonderlich lieb :-(

>
> ich befasse mich erst seit relativ kurzer zeit mit
verhaltensmodellen von
> hunden, sei es rassisch oder durchs sozialgefüge bedingt, und die
studien
> und denkmodelle darüber. dennoch hab ich zumindest soviel
mitbekommen, dass
> es hier (wie ansich ja überall) meist mehrere weltbilder zur
> kategorisierung, erklärung und zum gesamtverständnis gibt. von
streng
> wissenschaftlich exakt bis hin zu höchstliberal und emotional.
lustigerweise
> scheinen selbst völlig gegensätzliche denkmodelle oft
gleichermassen
> plausibel, und durch fallballspiele oder die einfache praxis
durchaus
> nachvollziebar und belegbar, je nachdem, wie man die sache
betrachtet.


Gebe ich Dir durchaus recht, nur nicht wenn jemand mit solchen
Vorurteilen behaftet ist. Nimms mal mich. Nach Haralds bisherigen
Aussagen muss ich ja so ziemlich das schlimmste sein :-) Eine Frau,
alos nicht fähig größere Hunde zu halten und auch unter Kontrolle
zu haben. Dann noch zwei Hunde*sorry inzwischen drei und in einem
Jahr ca 6* also laut Haralds Aussagen eine der schlimmsten Personen,
weil Menschen mit mehereren Hunden haben die überhaupt nicht unter
Kontrolle. Dann hab eich noch zwei Huskys, also auch noch Tierquäler
den laut Haralds Aussage sind diese Hund ein unseren Gefilden arm,
da
zu warm *Was jedoch auch wieder zeigt das er Null Ahnung hat* und
zu guter Letzt hab ich jetzt auch noch einen Chi /Terriermix ergo
nach
Haralds Aussage ein böses Tier*gg* und trotzdem trau ich mir zu 100%
wtten wenn ich im Gegenzug zu Harald mit meinen drei auftauche,
gehen
ihm die Augen über wie die parieren. Und so könnte man die Liste
beliebig
erweitern. Ja gegen solche Vorurteile habe ich etwas.


>
> bemerkenswert finde ich, wie du harald gänzlich jenseits
inhaltlicher
> argumentation dafür niedermachst, dass er nun einmal den eher
> verhaltenswissenschaftlichen ansatz gewählt hat und darüber
> erklärungsmodelle sucht. du dagegen gehst eher hemdsärmelig, aber
mit
> genauer kennstnis einiger weniger fälle an die sache. also per
> argumentation, gestützt durch tiefes beobachten, anstelle der
breiten
> beobachtungen, die harald zugrundelegt, die aber keine so tiefe
> fallspezifische kenntnisse haben wie du. beides kann vorteilhaft
sein,
> beides hat seine berechtigung und argumentetiv vor- und nachteile.
aber
> darum gehts mir nicht.

*gg* lies Dir Haralds Aussagen mal genau durch. Also sorry ich
diskutiere
gern und viel mit Fachmännern, aber jedem dem ich bis dato Haralds
Aussagen zeigte, bzw. ihn darauf hinwies bekam einen Lachkrampf.


> will sagen: es sit doch nur ne andere meinung! warum erklärtst du
harald
> pauschal als doof und inkompetent, anstatt argumentativ zu
überzeugen?

Lies Dir mal alles durch was ich im Bezug auf Harald geschrieben
habe, ich
habe anfangs versucht ihm alles zu erklären, dann habe ich sogar
versucht ihm
einen Spiegel vorzuhalten indem ich genauso über den Schäferhund
hergezogen bin, wie er über viele andere Rassen, genutzt hat es
Null, auf
99% der Fragen die ich ihm gestellt habe, habe ich bis heute keine
Antwort erhalten, warum wohl. Wenn Harald nur minimal zeigen würde
das er von seinen blöden Vorurteilen abässt dann, ok gerne fang ich
nochmal von vorne an, aber so, nein nicht wirklich. Noch eine von
Haralds Aussagen sein Hund hört perfekt, ist der einzige der
wirklich gut
sozialisiert ist usw. all das hat er natürlich Harald zu verdanken,
dann
kommt die Frage nach einem Hundespaziergang, aber Vorsicht Peter
hats net so mit den Terriern, natürlich sind die Terrier schuld, der
liebe Peter kanns net sein. Tja, meine Hunde mögen auch so manchen
anderen Hund nicht, was aber nichts zur Sache tut, den ich als Alpha
erlaube nicht das er auch nur knurrt. Bei Harald sind natürlich die
bösen
Terrier schuld :-(


>ag sein, dass ich seit den ausufernden threads mit manus
beteiligung etwas
übersensibilisiert auf rotzige respektlose antworten bin, aber
irgendwie ist
es für mich auffällig:
wo du schreibst, wächst oft kein grass mehr. *g*


*gg* kann sein das wir alle dadurch etwas übersensibiliert sind. Und
Du hast Recht, bei uns in Österreich sagt man ich hab manchmal eine
etwas
hantige Art, das kommt wohl davon wenn Du tagtäglich siehst wieviel
Leid durch solche Vorurteile, Unwissenheiten usw. entstehen. Aber im
Normalfall sehe ich ob derjenige lernwillig ist, oder nicht. Harald
beruft
sich da lieber auf seine Bücher aus der Stadtbücherei und andere
Hunde
sind soweiso böse und Frauen sowieso unfähig Hunde zu führen*
den kleinen rosa Stdtpudel mal ausgenommen, den ein Terrier darfs
ja auch nicht sein den die sind böse :-)* Komisch nur das ich dann
die
Hunde dasitzen habe die von solch ganzen Kerlen wie Harald geführt
wurden und ich als unfähige Frau darf sie dann wieder zurechtbiegen.
Also wenn ich jetzt Vorurteile hätte, na serwas :-)

> warum so heftig?
> oder hab ich wieder die vorgeschichte verpasst?

Sieh oben, Du hast ne ganz große Vorgeschichte verpasst :-)
lg Uschi & Rudel

daniel glass | glasskom.

unread,
May 21, 2002, 4:53:56 AM5/21/02
to
hehe.. danke für die antwort. macht die sache runder für mich.

lg,d.:)

Ursula Schwarz

unread,
May 21, 2002, 5:01:44 AM5/21/02
to

"daniel glass | glasskom." schrieb

> hehe.. danke für die antwort. macht die sache runder für mich.

Gern geschehen, kein Problem ;-)
lg Uschi & Rudel

harald muessig

unread,
May 21, 2002, 10:09:23 AM5/21/02
to
Hallo Petra.
Das habe ich ja doch zugegeben und eindeutig gesagt, dass es meisst die
DSH - Leute sind- die sonderbar reagieren- es scheint die gleiche 创Sorte创
Mensch zu sein, wie Jaeger oder Polizisten- irgendwie militant..
Deshalb mein Versuch Peter vollkommen anders zu erziehen..
Ich habe Schimpfe auf dem Hundeplatz geerntet- :
创So erzieht man keinen DSH!``
Gleichzeitig mussten die dort zugeben, dass Peter einen beeindruckenden
Gehorsam an den Tag legt- das hat mich wieder gefreut- weil die Muehe nicht
umsonst war- und diese 创Spezialisten创 auf die Raenge verwiesen hat...
haha..
Harald

harald muessig

unread,
May 21, 2002, 10:11:15 AM5/21/02
to
Wegen gemeiner, unter jedem Niveau angesiedelter Antworten, die kein Lernen
erkennen lassen- plonk..
Harald

Ursula Schwarz schrieb in Nachricht ...

Ursula Schwarz

unread,
May 21, 2002, 10:37:52 AM5/21/02
to
Hi harald

"harald muessig" schrieb

> Wegen gemeiner, unter jedem Niveau angesiedelter Antworten, die
kein Lernen
> erkennen lassen- plonk..

Auch eine Möglichkeit sich vor der Wahrheit zu verschließen und
wie üblich keine einzig wirkliche Antwort auf meine Fragen. Oder
wie ist das nun mit dem Superhund der Terrier trotzdem hasst?
Also muss man denen aus dem Weg gehen? Nur so als kleinesBeispiel
:-)
lg Uschi & Rudel

Holger Heimbürge

unread,
May 21, 2002, 11:49:53 AM5/21/02
to
Hallöle Ellen,


> Solidarität unter Hundebesitzern ist ja durchaus wünschenswert und
> gut. Aber: irgendwo sind halt auch Grenzen und die wären bei mir in
> Deiner Situation längst erreicht.

Einmal offen miteinander reden ist schon einmal zuviel -
das ist nicht Dein Ernst?



> Mir fallen da zwei Möglichkeiten ein:
>
> a) Du wendest Dich an Euer Ordnungsamt

Wie schön, daß es Behörden und Paragraphen gibt :->

> b) triffst Du den Hund draußen an, bzw. in Eurem eigenen Garten: bring
> ihn ins Tierheim

§ ?



> Beides wirst Du bei solch ignoranten Leuten wahrscheinlich mehr als
> einmal machen müssen, aber beides geht den Leuten ans Portemonaie
> (Bußgeld von der Gemeinde, bzw. Unterbringungskosten im Tierheim) und
> erfahrungsgemäß tut das "solchen" Leuten am meisten weh.

Und weil andere - größtenteils (?) Nichthundebesitzer - ebenso denken,
haben wir so wahnsinnig gute Regelungen, wo dann wegen ein paar Ausmaßen
alle anderen reglementiert werden. Dafür ist Dir mein Dank _nicht_
gewiß!


Gruß,
Holger

Ellen Ziemer-Sonnenberg

unread,
May 21, 2002, 12:12:44 PM5/21/02
to
Hi Holger,

On Tue, 21 May 2002 17:49:53 +0200, Holger Heimbürge
<h.heim...@t-online.de> wrote:

>> Solidarität unter Hundebesitzern ist ja durchaus wünschenswert und
>> gut. Aber: irgendwo sind halt auch Grenzen und die wären bei mir in
>> Deiner Situation längst erreicht.
>
>Einmal offen miteinander reden ist schon einmal zuviel -
>das ist nicht Dein Ernst?

Ich gehe davon aus, dass das längst passiert ist. Bevor ich in einer
Newsgroup so etwas posten würde, hätte ich schon mehr als ein offenes
Gespräch geführt.



>> Mir fallen da zwei Möglichkeiten ein:
>>
>> a) Du wendest Dich an Euer Ordnungsamt
>
>Wie schön, daß es Behörden und Paragraphen gibt :->

Manchmal scheints das zu brauchen...

>> b) triffst Du den Hund draußen an, bzw. in Eurem eigenen Garten: bring
>> ihn ins Tierheim
>
>§ ?

Was für'n Paragraphen? Ich hab' hier nen herrenlosen Hund aufgegriffen
und den kann ich jederzeit ins Tierheim bringen.


>> Beides wirst Du bei solch ignoranten Leuten wahrscheinlich mehr als
>> einmal machen müssen, aber beides geht den Leuten ans Portemonaie
>> (Bußgeld von der Gemeinde, bzw. Unterbringungskosten im Tierheim) und
>> erfahrungsgemäß tut das "solchen" Leuten am meisten weh.
>
>Und weil andere - größtenteils (?) Nichthundebesitzer - ebenso denken,
>haben wir so wahnsinnig gute Regelungen, wo dann wegen ein paar Ausmaßen
>alle anderen reglementiert werden. Dafür ist Dir mein Dank _nicht_
>gewiß!

Nein. Wir haben so "wunderbare" Regelungen, weil es Hundebesitzer
gibt, die mit ihren Hunden und ihren Mitmenschen so völlig ignorant
umgehen. Es kann einfach nicht sein, dass ich meinen Hund
unbeaufsichtigt in Nachbargärten hopsen lasse und er sich dort sein
Frühstück genehmigt. Es darf auch nicht sein, dass mein Hund
unbeaufsichtigt auf der Strasse harmlose Passanten belästigt. Das sind
Dinge, die Hunde unbeliebt machen und Hundehassern immer wieder
bestätigt, dass scharfe Regelungen notwendig sind.

Es bringt nix, mit dem Finger auf die bösen Nichthundebesitzer zu
zeigen, nach dem Motto:"Du, du, du, das ist doch nur ein Hund und
wirklich machen tut der auch nix."

Es bringt nur etwas, wenn Hunde keinen Anlass zu Unmut geben. Der von
Anette beschriebene Fall gibt Anlass zu Unmut und scheinbar schon
längere Zeit und ohne dass sich die Hundebesitzer in irgendeiner Form
drum kümmern. _Das_ ist nicht ok und das schadet allen Hundebesitzern.

Liebe Grüße,
Ellen

Benno Marn

unread,
May 21, 2002, 8:22:19 AM5/21/02
to
"harald muessig" schrieb

> Ich muss in Punkto DSH und dem Umgang mit kleineren Hunden entschieden
> widersprechen.
> Es scheint mir eher am Induviduum zu liegen- nicht an der Rasse!

Aha !

> Ich muss allerdings immer wieder die enorme Aggressivitaet der Terrier

> betonen, .........

Es scheint Dir eher an der Rasse zu liegen- nicht am Individuum ?

> Irgendwie habe ich das Gefuehl, dass die kleinen Rassen oft als

> Totzubeissendes angesehen werden- von den ´´Normalwuechsigen´´,


> die dem Urbild des Wolfes doch sehr viel aehnlicher sind,
> evtl. erkennen die nicht mal mehr den Hund in diesem Tier...

Ich würde meinem Hund von Haus aus eine Brille von Fiepmann kaufen !

Im übrigen weiss ich nun, nach deinen lichtvollen Ausführungen, dass die
''normalwüchsigen'' Rottweiler, Königspudel, Pulis, Bobtails, etc, etc,
etc, ''dem Urbild des Wolfes'' sehr ähnlich sind. Irgendwie muss ich in
den vergangenen Jahrzehnten eine völlig falsche Vorstellung vom Aussehen
der Wölfe gehabt haben ! Sowas dummes aber auch !

Gruß Benno

Holger Heimbürge

unread,
May 21, 2002, 2:15:15 PM5/21/02
to
Hi Ellen,

>
> On Tue, 21 May 2002 17:49:53 +0200, Holger Heimbürge
> <h.heim...@t-online.de> wrote:
>
> >Einmal offen miteinander reden ist schon einmal zuviel -
> >das ist nicht Dein Ernst?
>
> Ich gehe davon aus, dass das längst passiert ist. Bevor ich in einer
> Newsgroup so etwas posten würde, hätte ich schon mehr als ein offenes
> Gespräch geführt.

In (dieser) NG gehe ich von (fast) nichts mehr aus.
Schau Dich doch hier mal um :-|



> >> Mir fallen da zwei Möglichkeiten ein:
> >>
> >> a) Du wendest Dich an Euer Ordnungsamt
> >
> >Wie schön, daß es Behörden und Paragraphen gibt :->
>
> Manchmal scheints das zu brauchen...

Beim Nachbar zuletzt !?



> >> b) triffst Du den Hund draußen an, bzw. in Eurem eigenen Garten: bring
> >> ihn ins Tierheim
> >
> >§ ?
>
> Was für'n Paragraphen? Ich hab' hier nen herrenlosen Hund aufgegriffen
> und den kann ich jederzeit ins Tierheim bringen.

Hättest Du nicht, Du weißt woher der Hund ist und leugnest es.



> >> Beides wirst Du bei solch ignoranten Leuten wahrscheinlich mehr als
> >> einmal machen müssen, aber beides geht den Leuten ans Portemonaie
> >> (Bußgeld von der Gemeinde, bzw. Unterbringungskosten im Tierheim) und
> >> erfahrungsgemäß tut das "solchen" Leuten am meisten weh.
> >
> >Und weil andere - größtenteils (?) Nichthundebesitzer - ebenso denken,
> >haben wir so wahnsinnig gute Regelungen, wo dann wegen ein paar Ausmaßen
> >alle anderen reglementiert werden. Dafür ist Dir mein Dank _nicht_
> >gewiß!
>
> Nein. Wir haben so "wunderbare" Regelungen, weil es Hundebesitzer
> gibt, die mit ihren Hunden und ihren Mitmenschen so völlig ignorant
> umgehen. Es kann einfach nicht sein, dass ich meinen Hund
> unbeaufsichtigt in Nachbargärten hopsen lasse und er sich dort sein
> Frühstück genehmigt. Es darf auch nicht sein, dass mein Hund
> unbeaufsichtigt auf der Strasse harmlose Passanten belästigt. Das sind
> Dinge, die Hunde unbeliebt machen und Hundehassern immer wieder
> bestätigt, dass scharfe Regelungen notwendig sind.

Irgendwo will ich Dich ja verstehen, aber die totale Sicherheit gibt
es _leider_ nicht. Es gibt zig Situationen, wo man sich ordnungsgemäß
mit dem Hund bewegt, und trotzdem kann was zustoßen/passieren (durch
Dritte). Und diese Fälle werden dann ebenso "behandelt" als wenn es
Vorsatz/Boßhaftigkeit war weil halt gewisse §§ existieren.
Übrigens Boßhaftigkeit konnte ich hierbei nicht erkennen, eher
Gleichgültigkeit.



> Es bringt nix, mit dem Finger auf die bösen Nichthundebesitzer zu
> zeigen, nach dem Motto:"Du, du, du, das ist doch nur ein Hund und
> wirklich machen tut der auch nix."

Hab ich nicht getan, hab sogar ein Fragezeichen dahintergesetzt,
überlies bitte nicht solche entscheidenden Details.



> Es bringt nur etwas, wenn Hunde keinen Anlass zu Unmut geben. Der von
> Anette beschriebene Fall gibt Anlass zu Unmut und scheinbar schon
> längere Zeit und ohne dass sich die Hundebesitzer in irgendeiner Form
> drum kümmern. _Das_ ist nicht ok und das schadet allen Hundebesitzern.

Bei ersten "Hinsehen" leuchtet (mir) Deine Argumentation ein,
beim Zweiten nicht mehr.
Es gibt auch noch andere Gefahren im (täglichen) Leben,
z. B. im Straßenverkehr. Autofahrer werden deswegen jedoch _nicht_
angepöbelt! Woran kann das liegen?

Schau mal, Deinen Hund hast Du doch auch erzogen indem Du sicher auch
die Psyche des Tieres genutzt hast. Man ist da doch sehr erfinderisch,
ohne da gleich an harte Strafen zu denken. Und irgendwie geht's dann ;-)

Das ganze Paragraphenzeugs ist IMO was für "Betonköpfe".
Was glaubst warum man hier und da dazu übergeht sog. "Schiedsgerichte"
zu schaffen, die diesen Kleinkram "aburteilen"/schlichten.
Ich glaube weil es sich vor Gericht schon oft herausgestellt hat, daß
die primitivsten Regeln des Zusammenlebens ignoriert wurden.


Gruß,
Holger

Ellen Ziemer-Sonnenberg

unread,
May 21, 2002, 3:54:32 PM5/21/02
to
Hi Holger,

On Tue, 21 May 2002 20:15:15 +0200, Holger Heimbürge
<h.heim...@t-online.de> wrote:

>In (dieser) NG gehe ich von (fast) nichts mehr aus.
>Schau Dich doch hier mal um :-|

Uups - was soll mir das sagen?



>> >Wie schön, daß es Behörden und Paragraphen gibt :->
>>
>> Manchmal scheints das zu brauchen...
>
>Beim Nachbar zuletzt !?

Nur damit ich sicher bin wir haben das gleiche Ausgangsposting
gelesen: die Bobtailhündin lebt seit 3 Jahren bei Anettes Nachbarn.
Genau so lange hüpft sie auf die Straße, in Anettes Garten, in andere
Gärten. Ihre Besitzer interessiert das nicht. Sie belästigt Passanten,
verspeist beinahe Kleintiere, prügelt sich mit Anettes Hündin,
gefährdet den Straßenverkehr - seit 3 Jahren.
Ich bitte Dich, da ist bestimmt mehr als ein Gespräch geführt worden,
nicht nur von Anettes Seite.

>> Was für'n Paragraphen? Ich hab' hier nen herrenlosen Hund aufgegriffen
>> und den kann ich jederzeit ins Tierheim bringen.
>
>Hättest Du nicht, Du weißt woher der Hund ist und leugnest es.

Nach 3 Jahren Streß wär mir das wurscht. Das erschüttert Dich
wahrscheinlich, ich bin ehrlich.

>Irgendwo will ich Dich ja verstehen, aber die totale Sicherheit gibt
>es _leider_ nicht. Es gibt zig Situationen, wo man sich ordnungsgemäß
>mit dem Hund bewegt, und trotzdem kann was zustoßen/passieren (durch
>Dritte).

Sicherlich. Aber gib mir doch mal bitte ein unbeabsichtigtes Beispiel,
welches an diese 3 Jahre währende Geschichte heranreicht. Mir fällt da
nix zu ein. Mein Hund kann mal Mist bauen, dann entschuldige ich mich,
mache gut was gut zu machen ist und sorge dafür, dass es nicht wieder
vorkommt. Das ist doch nicht vergleichbar mit dieser Geschichte.

>Und diese Fälle werden dann ebenso "behandelt" als wenn es
>Vorsatz/Boßhaftigkeit war weil halt gewisse §§ existieren.

Da gibt es (zumindest in unserer Gemeinde) aber eine Abstufung. Beim
ersten Auffallen passiert überhaupt nix. "Wiederholungstäter" trifft
es - und das zu recht. Wir wollen doch immer keine Einstufung nach
Rassen, sondern nach "erwiesener Gefährlichkeit".

>Übrigens Boßhaftigkeit konnte ich hierbei nicht erkennen, eher
>Gleichgültigkeit.

Wobei ich diese Gleichgültigkeit schon ziemlich gefährlich finde.



>> Es bringt nix, mit dem Finger auf die bösen Nichthundebesitzer zu
>> zeigen, nach dem Motto:"Du, du, du, das ist doch nur ein Hund und
>> wirklich machen tut der auch nix."
>
>Hab ich nicht getan, hab sogar ein Fragezeichen dahintergesetzt,
>überlies bitte nicht solche entscheidenden Details.

Ich fand dieses Detail nicht so entscheidend. Ist nicht mal so, dass
ich damit nur Dich meine. Unter Hundebesitzern ist es recht weit
verbreitet, die "Schuld" an Nicht-Hundebesitzer abzuwälzen. Das
funktioniert aber nicht.

>Bei ersten "Hinsehen" leuchtet (mir) Deine Argumentation ein,
>beim Zweiten nicht mehr.
>Es gibt auch noch andere Gefahren im (täglichen) Leben,
>z. B. im Straßenverkehr. Autofahrer werden deswegen jedoch _nicht_
>angepöbelt! Woran kann das liegen?

Was hat das mit Pöbeln zu tun?
Wenn ein Autofahrer zig mal wegen zu schnell Fahrens geblitzt wird,
ist sein Führerschein irgendwann weg.

>Schau mal, Deinen Hund hast Du doch auch erzogen indem Du sicher auch
>die Psyche des Tieres genutzt hast. Man ist da doch sehr erfinderisch,
>ohne da gleich an harte Strafen zu denken. Und irgendwie geht's dann ;-)

Meine Hunde haben aber keine 3 Jahre gebraucht. Meine Hunde sind auch
nicht so ignorant wie manche Mitmenschen. Hunde sind eben doch die
besseren Menschen ;-) Vielleicht sind meine Hunde sogar besser als
ich. Aber eins ist sicher: Max wäre sehr pieselig (pieseliger als
ich), würde ein Nachbarrüde (mit dem er sich wie im beschriebenen Fall
nicht mal versteht) es wagen, einfach in seinen Garten zu hopsen. Ich
schätze, ich hätte das Problem nur einmal.

>Das ganze Paragraphenzeugs ist IMO was für "Betonköpfe".

Richtig. Die hat man manchmal auch in seiner Nachbarschaft wohnen.

>Was glaubst warum man hier und da dazu übergeht sog. "Schiedsgerichte"
>zu schaffen, die diesen Kleinkram "aburteilen"/schlichten.
>Ich glaube weil es sich vor Gericht schon oft herausgestellt hat, daß
>die primitivsten Regeln des Zusammenlebens ignoriert wurden.

Hm. Es gäb in diesem Beispiel imho gar keine Gerichtsverhandlung.

Liebe Grüße,
Ellen, die sich übrigens mit sämtlichen Nachbarn gut versteht ;-)

gabi_muehlenbrock

unread,
May 21, 2002, 4:44:28 PM5/21/02
to
Hallo,

"Ursula Schwarz" <husk...@chello.at> schrieb im Newsbeitrag
news:u7mG8.102998$oG6.1...@news.chello.at...


> Hi Daniel
> "daniel glass | glasskom." schrieb
>
>
> > so richtig lieb haste den harald nicht, was?
> > oder ist das einfach deine art, mit anderen meinungen umzugehen?
>
> nein es ist nicht normalerweise meine Art,

ich hatte auch schon ein paar Auseinandersetzungen mit Uschi, in denen sie
zumindest am Anfang direkt die verbale Keule schwang. Es ging damals glaube
ich um die Sache mit dem "Leinenzerren". Es fielen wenig sachliche Worte von
ihr, unter anderem direkt die Empfehlung, sich doch einen Stoffhund zu
kaufen.
Wenn man dann ein bißchen nachhakt, (meistens macht Helmut das, der kann das
besser als ich), und sich nicht abschrecken läßt, geht es dann mit einer
einigermaßen sachlichen Diskussion.

Nur finde ich das schade, dass man nicht direkt von Anfang an ruhig und
sachlich diskutieren kann!
(Das gilt nicht nur für Uschi)

> *gg* lies Dir Haralds Aussagen mal genau durch. Also sorry ich
> diskutiere
> gern und viel mit Fachmännern,

wer bestimmt hier, wer hier ein Fachmann ist?
außerdem sind wir alle hier, um dazuzulernen,
(was wohl jeder ab und zu mal tut, trotz "Fachwissen")
und nicht um Leute verbal niederzumachen.

>aber jedem dem ich bis dato Haralds
> Aussagen zeigte, bzw. ihn darauf hinwies bekam einen Lachkrampf.

ja dann lach doch zu hause vor dich hin, ist doch kein Grund, so unhöflich
zu werden

,>ich


> habe anfangs versucht ihm alles zu erklären, dann habe ich sogar
> versucht ihm
> einen Spiegel vorzuhalten indem ich genauso über den Schäferhund
> hergezogen bin, wie er über viele andere Rassen, genutzt hat es
> Null,

na dann hört man irgend wann damit einfach auf, anstatt weiter zu schimpfen.

mfg

GabyRudiGypsy


Dietmar Hollenberg

unread,
May 21, 2002, 6:33:49 PM5/21/02
to
Boschy schrieb:

> Hab früher auch gelacht wenn die Besitzer ihre
> Kleinhunde auf den Arm nahmen.

Ich lache heute noch, wenn die Besitzer das von sich aus in Panik tun
und der "Kleine" das zum Anlaß nimmt, aus dieser sicheren Position
heraus den Lauten zu machen.

Tut mir leid, aber wer eine große Klappe hat, muß auch selbst für die
Folgen einstehen.

Wenn der Hund allerdings von sich aus Hilfe bei mir sucht, bekommt er
jede Unterstützung. Da darf auch Benny mit seinen 15kg auf meinen Arm
springen, und den Hund möchte ich sehen, der sich dann noch an mich
herantraut :-)

Tschüß

Dietmar

Dietmar Hollenberg

unread,
May 21, 2002, 6:33:50 PM5/21/02
to
Boschy schrieb:

> Ein Nackenbiß bedeutet Lebensgefahr.

Jein. Ein Nackenbiß ist zunächst einmal eine Zurechtweisung, ein
Zeichen von Überlegenheit. Ein psychisch gesunder Hund hat eine
Beißhemmung, die schwerere Verletzungen verhindert.

> Oder sollte ich mich da total täuschen?

Total leider nicht. Viele Stadt- und Leinenhunde habe kein "normales"
Sozialverhalten mehr und können die Folgen ihrer Bisse (eigentlich mehr
"Zupacken") nicht einschätzen. Das kann man aber kaum dem Hund
anlasten.

Tschüß

Dietmar

Dietmar Hollenberg

unread,
May 21, 2002, 6:33:50 PM5/21/02
to
Hi alle,

jetzt melde ich mich nach einigen Tagen stummen Mitlesens auch mal zu
Wort ;-)

Kurze Vorstellung: 46 Jahre, männlich ;-), bisherige Hundeerfahrung:
Yorkshire-Terrier (kein Mini-Yorkshire), mit 8 Jahren in Pflege
genommen, da der Besitzer schwer erkrankte und kurz darauf starb. Nicki
war bis dahin ein reiner "Haushund mit Hofgang" gewesen, der
bestenfalls bei kurzen Spaziergängen an der Leine mit anderen Hunden in
Kontakt kam. Mit viel Geduld und teilweise hartem Zupacken habe ich ihn
dazu gebracht, in den wichtigen Situationen auf mich zu hören. Einzig
bei Igeln und läufigen Hündinnen hatte ich nie eine Chance :-) Der Hund
hat mich bis zu seinem Tod mit 17 Jahren wirklich geliebt.
Aktuell haben wir seit vier Wochen einen Mischling mit Terrierinhalt,
Benny, ca. 1,5 Jahre, der in einem Wald ausgesetzt wurde. Das Tier ist
so was von lieb, daß ich absolut nicht kapieren kann, wie jemand sowas
einfach festbinden und weggehen kann. Eine Grunderziehung hat er
(absolut stubenrein), das ist es aber schon fast. Als einziges Kommando
kennt er anscheinend "Sitz", bei allem anderen schaut er ratlos.
Vernünftiges Verhalten an Straßen, an der Leine usw. kennt er nicht. Da
haben wir noch ein gutes Stück Arbeit vor uns, aber er ist lernwillig.

So, und nun zur Sache:

Ingo Wolf schrieb:

> Meine Erfahrung mit solchen Sachen ist, daß sie oft erst
> durch dergleichen menschliches Eingreifen eskalieren.

Oft, nicht immer. Ich hatte nie ein großes Problem mit Tieren, ein
gesundes Selbstvertrauen und (fast) keine Angst. Vermutlich liegt es
daran, daß auch große Hunde mir gegenüber ihre Aggression und ihren
Vormachtanspruch zeigen, aber nie ernsthaft versucht haben, ihn
durchzusetzen. Ich weiche nicht zurück, ich mache mich groß (1,83) und
mein Adrenalinspiegel steigt.

> Schon die Furcht der Menschen es könnte was passieren und
> hysterisches Rufen/Gehabe macht die Hunde aggressiv.

Das ist richtig. Allerdings glaube ich nicht, daß es echte Aggression
ist, sondern das Wahrnehmen einer reellen Chance, in der Hierarchie
nach oben zu kommen.

> "Da sich mein Vater sofort auf ihn stürzte" läßt sich
> zumindest so interpretieren,
> wenn einfach alle cool geblieben wären wäre vielleicht gar
> nichts ernstes passiert.

Ich kenne den gebissenen Yorkie nicht, aber mit unserem Nicki wäre
zumindest in seiner Anfangszeit bei uns ganz sicher "etwas passiert".
Er hatte vorher kaum soziale Kontakte mit anderen Hunden und ging
selbst den größten Schäferhund an. Nach kurzer Zeit war ich das so
leid, daß ich ihn dabei grundsätzlich von der Leine ließ. Er hat seine
schlechten Erfahrungen gemacht und etliche Bisse eingefangen, dafür war
er aber irgendwann in der Lage, an anderen Hunden vorbeizugehen, ohne
eine Riesenshow abzuziehen ("Ich bin ja an der Leine, aber wenn ich
könnte, dann würde ich dich...").

> Am Nacken packen und durchschütteln ist ja eine bei Hunden
> übliche Erziehungsmaßnahme, gerade kleine Hunde die immer
> an der Leine sind sind ja oft provozierend frech, weil die
> nie von den großen entsprechend zurechtgewiesen
> werden und sich dementsprechend dann zurückhalten.

Naja, bei Nicki war es teilweise schon ein bißchen mehr als "am Nacken
packen und durchschütteln", er kam auch mal mit durchbissenen Lefzen
zurück. Da er aber die Rauferei mit dem Schäferhund angefangen hatte,
hatte ich nicht das kleinste Problem damit. Er war offensichtlich sauer
auf mich, weil ich ihm nicht geholfen hatte, aber ich habe ihm relativ
schnell beigebracht, daß er nur auf meine Hilfe rechnen kann, wenn er
*nicht* anfängt.

> Meine feste Überzeugung ist sowieso das dergleichen
> Zwischenfälle oft erst dadurch entstehen, daß die Hunde
> ständig angeleint sind und nicht in direkten
> Kontakt treten können was meist wesentlich zurückhaltender
> geschieht, statt dessen werden sie an der Leine aneinander
> vorbeigezerrt und knurren und bellen sich aus kurzer
> Distance an und werden immer aggressiver.

Stimmt. Deshalb habe ich immer großen Wert darauf gelegt, daß unsere
Hunde möglichst ausgiebige Kontakte hatten. Wenn Nicki im Schutz seiner
Leine den "Riesen" markieren wollte, habe ich ihn nicht daran
weggezerrt, sondern ihm mit einem kräftigen Griff ins Nackenfell
gezeigt, daß sein Rudelführer diese Reaktion nicht wünscht. Wenn er den
anderen Hund zu hartnäckig reizte, habe ich ihn losgemacht, damit er
selber für sein Verhalten einstehen muß. Fast immer war dann Ruhe.

> Mann muß sich nur
> mal so Streuner anschauen, die sind meistens zurückhaltend.

Nicht unbedingt zurückhaltend, eher freundlich.

> Ich zumindest habe mir abgewöhnt meinen Hund
> hinterherzurennen wenn er zu irgendeinem Hund rennt,
> einholen kann ich ihn eh nicht und die Sache eskalierte
> dann oft erst wenn ich eintraf.

In dieser Hinsicht macht Benny keine Probleme, er ist freundlich zu
jedem anderen Hund. Notfalls legt er sich sogar auf den Rücken. Mein
Problem dabei ist, daß er noch unkontrolliert über Straßen läuft, aber
daran arbeiten wir schon intensiv und die ersten Erfolge kommen bereits.

> Bleibt man dagegen ruhig
> hält sich der
> Hund auch zurück da geht man dann langsam rann und zieht
> den Hund von hinten weg.

Habe ich nie gemacht. Wenn sich ein Hund mit einem anderen anlegt, soll
er auch die Konsequenzen ertragen. Wenn ihm die Sache zu groß wird,
soll er zu mir kommen, ich gebe ihm Deckung.

> Das kostet zwar Überwindung der
> Erfolg gibt aber recht. Wenn man die Hunde nicht einsperren
> und anleinen täte könnte man die gar nicht so aggressiv
> machen, die würden wegrennen.

Nein, sie hätten ganz normale soziale Kontakte mit anderen Hunden, mit
Unterwürfigkeit, Hierarchien und Herumtoben. Ernste Verletzungen kommen
bei Hierarchiekämpfen so gut wie nie vor, die entstehen erst, wenn
reine Leinenhunde und größere mit reduzierter Beißhemmung
aufeinandertreffen.

Tschüß

Dietmar

Gerhard Bayer

unread,
May 21, 2002, 6:52:45 PM5/21/02
to
Holger Heimbürge wrote:

> Boschy wrote:
>>Hallo
>>wer kennt sich etwas mit Recht in Bezug auf Hundebeisserei aus?

> nicht! Auch mir kann es passieren, daß mein Hund mir außer Kontrolle
> gerät (stolpere/falle hin, Leine reißt etc.), da ist es gut wenn der
> andere etwas "gegensteuert".


Ja, jedem kann das passieren. Und nun mach mir bitte den Unterschied
klar - zwischen dem unbemerkt aus dem Haus entlaufenen Labbi und
einem Labbi, der sich von der Leine gerissen hat, damit er Yorkies
fressen kann. Welcher ist also der Schuldigere?


> Ein Problem für einen Rechtsstreit sehe ich darin, daß beide Hunde
> nicht angeleint waren :-|

> [snip]

> Hmm, das könnte problematisch werden. Gemäß meines (gesunden)
> Menschenverstandes hat der Labrador-Besitzer die größere Schuld, aber
> Dein Vater hat IMO eine gewisse Mitschuld.


Dein schlüssiges Argument will mein armseliger (dennoch gesunder!)
Menschenverstand nicht kapieren. Wieso ist nicht der Yorki-Besitzer(?)
der Schuldigere? Hätte er sich nicht einen Bullmastif zulegen können,
wenn er schon weiß, daß ein Labbi die Gegend verunsichert? Oder gibt
es in DE ein Gesetz/HVO welche(s) explizit die Schuldigkeit abhängig
von der Hundegröße vorschreibt?


>>Ist das denn von Bedeutung wenn der andere Hund ganz unbeaufsichtigt war?
>
> Entscheidend ist IMHO, ob der jeweilige Hundeführer (muß ja nicht der
> Besitzer sein) auf den Hund genügend Einfluß nehmen kann. Und dieser
> Einfluß ist an der Leine (meist) wirksamer - das ist das Problem.
> Wäre Euer Yorki an der Leine gewesen, so hätte Dein Vater den Hund etwas
> heranziehen können, sodaß der Labrador sich evtl. nicht mehr getraut
> hätte.

> Holger


IMHO hat der an Ort und Stelle anwesende Yorki-Besitzer(?) seine
Rudelführer-Aufsichtspflicht verletzt, weil er sein Rudelmitglied
nicht ausreichend schützen konnte, obgleich er größer und schwerer als
der (im Alleingang und verängstigte) Labbi war. Gibt es nicht sogar
eine HVO in DE, die besagt, daß eine Hundebegleiter körperlich und
geistig in der Lage sein muß, den von ihm ausgeführten Hund zu beschützen?

Holger, Du gehst ziemlich beliebig um mit Deiner Schuldverteilung.

Servus
Gerhard

Dietmar Hollenberg

unread,
May 21, 2002, 7:32:39 PM5/21/02
to
Ellen Ziemer-Sonnenberg schrieb:

> Was für'n Paragraphen? Ich hab' hier nen herrenlosen Hund
> aufgegriffen und den kann ich jederzeit ins Tierheim
> bringen.

Vorsichtig. Wenn der Besitzer beweisen kann, daß du weißt, wohin der
Hund gehört (das dürfte bei Nachbarn nicht schwer sein), und zu dem
Zeitpunkt auch jemand zu Hause war, kannst du das IMO nicht. Im
Gegenteil: Wenn er einen guten Anwalt hat, drückt er dir auch noch die
Kosten für die Rückholung aufs Auge, zusätzlich zu den Tierheimkosten.

Tschüß

Dietmar

Dietmar Hollenberg

unread,
May 21, 2002, 7:32:39 PM5/21/02
to
Sorry, den ersten Kommentar zu schnell abgeschickt...

Boschy schrieb:

> Aber heute kann ich einfach nicht garantieren daß
> mein Terrier nicht zu knurren anfängt - eben weil er
> schlechte Erfahrungen gemacht hat und Angst hat.

Wenn er Angst hat, soll er bei dir in Deckung gehen, und du hilfst ihm
gegen jeden anderen Hund. Aber er soll diese Deckung nicht dazu
benutzen, dem anderen Hund zu signalisieren "Ich hab meinen großen
Bruder/meine große Schwester dabei, die hilft mir, wenn du mir was tun
willst". Gerade unser Nicki mit seinen fast nicht vorhandenen
Sozialkontakten und dem Mut eines Löwen mußte mal erst auf ein
richtiges Maß zurechtgestutzt werden, aber später haben ihm diese
Erfahrungen mehr geholfen als geschadet.

> Und wenn dieses Knurren für einen großen Hund einen
> Freischein für eine Erzeihungsmaßnahme bedeutet - das geht einfach nicht
> mehr gut.

Dein Hund hat offensichtlich ein Problem: Er kann sich nicht im
richtigen Moment unterwerfen. Bis auf ganz wenige (IMO psychisch kranke
Tiere) beißt kein Hund zu, wenn ihm der Bauch und die Kehle angeboten
werden.

> Mittlerweile rege ich mich wirklich auf wenn große Hunde
> (die ich nicht kenne) auf mich/uns ohne Leine zulaufen.
> Irgendwo weit weg brüllt der Besitzer "der tut nichts....".
> Tja. Glaube ich einfach nicht mehr...

Bei Benny habe ich keinerlei Bedenken, der ist schneller als jeder
große Hund :-) Er zeigt aber auch instinktiv das richtige Verhalten.
Bei Nicki habe ich solche Situationen bewußt in Kauf genommen, weil ich
wollte, daß er lernt, mit anderen Hunden vernünftig umzugehen. Im
Normalfall ging die Aggression nämlich von ihm aus. Der Erfolg hat mir
recht gegeben.

> Hoffe du kannst mich ein bißchen verstehen?

Ein bißchen, ja. Aber schön finde ich die Situation weder für dich noch
für deinen Hund.

> Boschy (die schon aus Sicherheitsgründen für den Hund nie
> wieder einen kleinen Hund will)

Ein Mini-Yorkie (schließe ich jetzt mal aus den 3kg) ist wirklich etwas
klein, und diese Größe dem eigentlichen Charakter eines
Yorkshire-Terriers nicht angemessen. Nicki war auch ein Yorkshire, aber
etwas größer und deutlich kräftiger als ein gut gewachsener Dackel. Er
konnte sich schon ganz gut durchsetzen. Benny ist auch kein Riese,
dafür aber so wendig, daß ihn kein größerer Hund fassen könnte. Gerade
heute hatte er (ohne Leine) ein unangenehmeres Erlebnis mit zwei
größeren Hunden (angeleint), die auf seine Kontaktaufnahme aggressiv
bellend und schnappend reagierten. Ich habe ihn zu mir gerufen, mich
zwischen ihn und die Hunde gestellt und alles war gut. Kein
Hinterherkläffen, kein Knurren, mehr "mit denen spiele ich nicht mehr".

Tschüß

Dietmar

Dietmar Hollenberg

unread,
May 21, 2002, 7:32:40 PM5/21/02
to
Ellen Ziemer-Sonnenberg schrieb:

> Mir fallen da zwei Möglichkeiten ein:
>
> a) Du wendest Dich an Euer Ordnungsamt

*Nachdem* ein klärendes Gespräch keine Wirkung gezeigt hat, Ok.

> b) triffst Du den Hund draußen an, bzw. in Eurem eigenen
> Garten: bring ihn ins Tierheim

Vor so einer Aktion würde ich Rücksprache mit einem Anwalt nehmen. Die
Nachbarn können sicher ohne große Probleme beweisen, daß Annette weiß,
wohin die Hündin gehört. Die Aktion könnte als Schikane ausgelegt
werden und Annette auf den Kosten sitzenbleiben.

Wenn schon Konfrontationskurs, bleibt eigentlich nur ein (absolut
unschöner) Weg: Mit Photos und Zeugen belegen, daß die Nachbarn ihre
Aufsichtspflicht *grob fahrlässig*, also mit Wissen um die Ausflüge der
Hündin, verletzen, und es auf eine Auseinandersetzung der beiden
Hündinnen *in Annettes* Garten ankommen lassen. Beim Einreichen der
Tierarztrechnung (der Arztbesuch muß rein prophylaktisch stattfinden,
auch ohne erkennbare Verletzungen) der Versicherung die grobe
Fahrlässigkeit mitteilen. Die wird dann trotzdem zahlen (müssen), sich
wegen der groben Fahrlässigkeit das Geld aber bei den Haltern
zurückholen.

Danach dürfte aber jede Basis für einen Kompromiß zerstört sein.

Tschüß

Dietmar

Ellen Ziemer-Sonnenberg

unread,
May 22, 2002, 12:45:53 AM5/22/02
to
On 21 May 2002 23:32:40 GMT, Dietmar Hollenberg
<dietmar_h...@web.de> wrote:

>Ellen Ziemer-Sonnenberg schrieb:

>> b) triffst Du den Hund draußen an, bzw. in Eurem eigenen
>> Garten: bring ihn ins Tierheim

>Vor so einer Aktion würde ich Rücksprache mit einem Anwalt nehmen. Die
>Nachbarn können sicher ohne große Probleme beweisen, daß Annette weiß,
>wohin die Hündin gehört. Die Aktion könnte als Schikane ausgelegt
>werden und Annette auf den Kosten sitzenbleiben.

Es wäre Schikane, geb ich ja zu. Allerdings nach 3jähriger Belästigung
durch die Nachbarhündin. Wenn so ein Zustand 3 Jahre anhält (ich
kann's mir gar nicht vorstellen), dann wäre es mir diese Schikane
wert.

>Wenn schon Konfrontationskurs, bleibt eigentlich nur ein (absolut
>unschöner) Weg: Mit Photos und Zeugen belegen, daß die Nachbarn ihre
>Aufsichtspflicht *grob fahrlässig*, also mit Wissen um die Ausflüge der
>Hündin, verletzen,

Das käme automatisch beim Weg über das Ordnungsamt.

>und es auf eine Auseinandersetzung der beiden
>Hündinnen *in Annettes* Garten ankommen lassen.

Darauf würde ich es wissentlich nicht ankommen lassen.

>Danach dürfte aber jede Basis für einen Kompromiß zerstört sein.

Meinst Du nicht, die ist bei einem Zeitraum von 3 Jahren eh längst den
Bach runter gegangen?

Liebe Grüße,
Ellen

Holger Heimbürge

unread,
May 22, 2002, 4:13:36 AM5/22/02
to
Moin Ellen,


> On Tue, 21 May 2002 20:15:15 +0200, Holger Heimbürge
> <h.heim...@t-online.de> wrote:
>
> >In (dieser) NG gehe ich von (fast) nichts mehr aus.
> >Schau Dich doch hier mal um :-|
>
> Uups - was soll mir das sagen?

Nur _allgemeine_ Beispiele (Aufzählung unvollständig):
Ein Teil der "Wahrheit" wird zurückbehalten, weil für Fragenden
(zunächst) bedeutungslos oder ihn "belasten" könnte.
Der "Angeklagte" wird hier ohnehin nicht gehört ;-)



> >> >Wie schön, daß es Behörden und Paragraphen gibt :->
> >>
> >> Manchmal scheints das zu brauchen...
> >
> >Beim Nachbar zuletzt !?
>
> Nur damit ich sicher bin wir haben das gleiche Ausgangsposting
> gelesen: die Bobtailhündin lebt seit 3 Jahren bei Anettes Nachbarn.

Hmm!

> Genau so lange hüpft sie auf die Straße, in Anettes Garten, in andere
> Gärten. Ihre Besitzer interessiert das nicht. Sie belästigt Passanten,
> verspeist beinahe Kleintiere, prügelt sich mit Anettes Hündin,
> gefährdet den Straßenverkehr - seit 3 Jahren.

Dieser Teil ist _Dein_ Hineininterpretieren (oder Du hast noch
detailiertere Info's per Mail erhalten.) In meinem Posting ist ein
Fragezeichen für Dich bedeutunglos, aber hier zitierst Du Sachen, die
nicht geschrieben stehen. Lies doch bitte selbst nochmal nach.

(Mutmaßung, weil keine genaueren Info's!!!
Wie soll ein junger Hund/"Nochwelpe" einen 70-cm-Zahn überspringen?
Könnte aber als erwachsener Hund gekauft sein? Selbst dann weiß der
nicht sofort wo die Beute ist, und wie am besten zu erreichen.
Der jetzige Zustand hat IMHO mit Sicherheit einen allmählichen
Prozeß voraus gehabt - den ich/wir nicht kenne(n).
Wie gesagt _meine_ "Dichtung", weil keine geanueren Info's)

Von meiner Seite ist alles gesagt.

Ich ziehe mich hiermit in diesem Thread zurück.
Viel Spaß noch beim Diskutieren.


Gruß,
Holger

Holger Heimbürge

unread,
May 22, 2002, 5:00:33 AM5/22/02
to
Gerhard Bayer wrote:
>
> Holger Heimbürge wrote:
>
> > Boschy wrote:
> >>Hallo
> >>wer kennt sich etwas mit Recht in Bezug auf Hundebeisserei aus?
>
> > nicht! Auch mir kann es passieren, daß mein Hund mir außer Kontrolle
> > gerät (stolpere/falle hin, Leine reißt etc.), da ist es gut wenn der
> > andere etwas "gegensteuert".
>
> Ja, jedem kann das passieren. Und nun mach mir bitte den Unterschied
> klar - zwischen dem unbemerkt aus dem Haus entlaufenen Labbi und
> einem Labbi, der sich von der Leine gerissen hat, damit er Yorkies
> fressen kann. Welcher ist also der Schuldigere?

Würde durch meinem Hund/mein Auto etc. unter _meiner_ Aufsicht jemand
zu Schaden kommen, muß _ich_ für den Schaden aufkommen. Aber wegen
blöder Umstände - auch bei tragischen Ereignissen - solle man nicht
sofort Böswilligkeit unterstellen. Absolute Angaben kann ich nicht
machen, (auch) weil ich nicht weiß, wie der sich von der Leine losreißen
konnte (bezogen auf Dein Bsp.).

> > Ein Problem für einen Rechtsstreit sehe ich darin, daß beide Hunde
> > nicht angeleint waren :-|
>
> > [snip]
>
> > Hmm, das könnte problematisch werden. Gemäß meines (gesunden)
> > Menschenverstandes hat der Labrador-Besitzer die größere Schuld, aber
> > Dein Vater hat IMO eine gewisse Mitschuld.
>
> Dein schlüssiges Argument will mein armseliger (dennoch gesunder!)
> Menschenverstand nicht kapieren. Wieso ist nicht der Yorki-Besitzer(?)
> der Schuldigere?

Zunächst war der Yorki quasi im Einflußbereich seines Besitzers.
Ich gebe aber zu, der Fall ist schwierig. Deswegen schrieb ich
"IMO" und nicht absolut. Wenn man für diesen Fall evtl. eine
maßstabsgerechte Skizze hätte, könnte (?) sich das Blatt etwas
oder total wenden.

> Hätte er sich nicht einen Bullmastif zulegen können,
> wenn er schon weiß, daß ein Labbi die Gegend verunsichert? Oder gibt
> es in DE ein Gesetz/HVO welche(s) explizit die Schuldigkeit abhängig
> von der Hundegröße vorschreibt?

Ich hab nichts von der Größe abhängig gemacht !!!
Den Labi-Besitzer gab ich die größere Schuld, da der Hund
scheinbar _völlig_ außerhalb dessen Einflußbereiches war.

> >>Ist das denn von Bedeutung wenn der andere Hund ganz unbeaufsichtigt war?
> >
> > Entscheidend ist IMHO, ob der jeweilige Hundeführer (muß ja nicht der
> > Besitzer sein) auf den Hund genügend Einfluß nehmen kann. Und dieser
> > Einfluß ist an der Leine (meist) wirksamer - das ist das Problem.
> > Wäre Euer Yorki an der Leine gewesen, so hätte Dein Vater den Hund etwas
> > heranziehen können, sodaß der Labrador sich evtl. nicht mehr getraut
> > hätte.
>
> > Holger
>
> IMHO hat der an Ort und Stelle anwesende Yorki-Besitzer(?) seine
> Rudelführer-Aufsichtspflicht verletzt, weil er sein Rudelmitglied
> nicht ausreichend schützen konnte, obgleich er größer und schwerer als
> der (im Alleingang und verängstigte) Labbi war.

> Gibt es nicht sogar
> eine HVO in DE, die besagt, daß eine Hundebegleiter körperlich und
> geistig in der Lage sein muß, den von ihm ausgeführten Hund zu beschützen?

*LOL* Nee, so eine Regelung kenn ich nicht.
Der Hundeführer muß körperlich und geistig in der Lage sein den Hund
zu führen.

> Holger, Du gehst ziemlich beliebig um mit Deiner Schuldverteilung.

Dessen bin ich mir - wie die meisten bei sich auch - nicht bewußt.


Servus ins geliebte Österreich,
Holger

Ursula Schwarz

unread,
May 22, 2002, 6:47:25 AM5/22/02
to
Hi Gabi


"gabi_muehlenbrock" schrieb

> ich hatte auch schon ein paar Auseinandersetzungen mit Uschi, in
denen sie
> zumindest am Anfang direkt die verbale Keule schwang. Es ging
damals glaube
> ich um die Sache mit dem "Leinenzerren". Es fielen wenig sachliche
Worte von
> ihr, unter anderem direkt die Empfehlung, sich doch einen
Stoffhund zu
> kaufen.

Nö, nö es ging ums Leinenrucken :-)*prinzipreiter heutewieder* :-)

> Wenn man dann ein bißchen nachhakt, (meistens macht Helmut das,
der kann das
> besser als ich), und sich nicht abschrecken läßt, geht es dann mit
einer
> einigermaßen sachlichen Diskussion.

Ich sach ja ich lass mich auch überzeugen, respektive wenn man sich
normal
unterhält auch ohne weiteres anderes akzeptieren. Ich bin noch immer
gegen
Teletakt oder Leinengerucke, aber ich kann eben durchaus
akzeptieren,wenn
ich merke der Mensch macht sich so seine Gedanken, und bei Dir kam
das
ganz gut rüber.

>
> Nur finde ich das schade, dass man nicht direkt von Anfang an
ruhig und
> sachlich diskutieren kann!
> (Das gilt nicht nur für Uschi)

Nun bei mir kommts wohl wirklich durch den Tierschutz und das viele
Leid das man sieht*geb ich schon zu das man da oft hantiger
reagiert, als
es notwendig wäre*

> wer bestimmt hier, wer hier ein Fachmann ist?

Damit meine ich Tierärze usw. da sind keine Privatpersonen
miteinbezogen, sonst hätte icgh geschrieben in meinen Augen
kompitente Personen*weil dasd kann ich ja wieder nur aus
meinem Blickwinkel beurteilen*

> außerdem sind wir alle hier, um dazuzulernen,
> (was wohl jeder ab und zu mal tut, trotz "Fachwissen")
> und nicht um Leute verbal niederzumachen.

Na logo, nur habe ich bei Harald nie gesehen das er irgendwo bereit
gewesen wäre dazuzulernen, auch nur eines seiner Vorurteile
abzulegen usw. Ich hab hier auch schon tolle Infos übers
Clickern bekommen und viele andere tolle Tipps, auslernen
wird wohl nie ein Hundehalter, da jeder Hund anders ist.


> ja dann lach doch zu hause vor dich hin, ist doch kein Grund, so
unhöflich
> zu werden

Unhöflichkeit und Wahrheit ist ein Unterschied :-) Und auch das
liegt im
Auge des Betrachters. Ich finde es auch äußerst unhöflich von Harald
als
unfähige Frau betitelt zu werden. Da Frauen ja grundsätzlich große
Hund enicht halten können, von den anderen Vorurteilen die auf mich
auch zutreffen mal garnicht zu reden. Ich habe bis dato auch von
Harald
nicht eine vernünftige Antwort bekommen, im Gegensatz z.B von Dir
schon. Wenn ich nur Vorurteile von mir lasse und dann noch
nichteinmal
fähig bin die kleinsten Fragen zu beantworten, sondern diese einfach
überlese, dann hat meine Antwort Null mit Unhöflichkeit zu tun,
sondern
es ist ein klein wenig Provokation*ob er nicht doch endlich mal
etwas beantwortet* und die Wahrheit und damit sollte man leben
können
wenn man erwachsen ist.


> na dann hört man irgend wann damit einfach auf, anstatt weiter zu
schimpfen.


Tja ich hab normalerweise Ausdauer, oder eventuell glaube ich doch
das
er irgendwann begreift? Was auch immer :-)
lg Uschi & Rudel

Boschy

unread,
May 21, 2002, 8:56:29 AM5/21/02
to
Tach!

>Dietmar Hollenberg schrieb in Nachricht ...


>Sorry, den ersten Kommentar zu schnell abgeschickt...

>>Boschy schrieb:

>> Aber heute kann ich einfach nicht garantieren daß
>> mein Terrier nicht zu knurren anfängt - eben weil er
>> schlechte Erfahrungen gemacht hat und Angst hat.

>Wenn er Angst hat, soll er bei dir in Deckung gehen, und du hilfst ihm
>gegen jeden anderen Hund. Aber er soll diese Deckung nicht dazu
>benutzen, dem anderen Hund zu signalisieren "Ich hab meinen großen
>Bruder/meine große Schwester dabei, die hilft mir, wenn du mir was tun
>willst".

Ich schreib eigentlich total ungern daß ich einen Yorkie hab, denn irgendwie
haben die meisten dann sofort ein Bild von einem "Taschenhund" der von oben
herab die Großen ankläfft, total schlecht sozialisiert ist usw...
Also noch mal - Dusty wird so gut wie nie auf dem Arm getragen (nur wenns
einfach praktischer ist, z.B. wenn er in Menschenmassen übersehen werden könnte)
und kläfft auch nicht auf dem Arm...

>Gerade unser Nicki mit seinen fast nicht vorhandenen
>Sozialkontakten und dem Mut eines Löwen mußte mal erst auf ein
>richtiges Maß zurechtgestutzt werden, aber später haben ihm diese
>Erfahrungen mehr geholfen als geschadet.

Ich kenne auch so einen Löwen-Yorkie, gehört einer Verwandten.... Er wurde schon
im Welpenalter, besonders bei großen Hunden, auf den Arm genommen, hat wie wild
gekläfft und beißt seit Jahren alle Hund die größer sind als er (wenn er sie mal
ohne Leine erwischt). Find ich unmöglich, aber es scheint Leute zu geben die
damit leben können.

>> Und wenn dieses Knurren für einen großen Hund einen
>> Freischein für eine Erzeihungsmaßnahme bedeutet - das geht einfach nicht
>> mehr gut.

>Dein Hund hat offensichtlich ein Problem: Er kann sich nicht im
>richtigen Moment unterwerfen. Bis auf ganz wenige (IMO psychisch kranke
>Tiere) beißt kein Hund zu, wenn ihm der Bauch und die Kehle angeboten
>werden.

Du hast vielleicht Recht - ich weiß jetzt auch wo er ein Problem hat - nämlich b
ei Hunden die viel jüger sind als er, die er als Junghunde kennt, die dann
"plötzlich" erwachsen werden und eine andere Position annehmen wollen. Und da er
fast 10 ist, sieht er das irgendwie nicht ein (jetzt mal menschlich
interpretiert :). Das ist mir jetzt erst nach ein bißchen Überlegen eingefallen.
Denn früher war das kein Problem mit Unterwerfen, hat er eigentlich oft gemacht!

>> Mittlerweile rege ich mich wirklich auf wenn große Hunde
>> (die ich nicht kenne) auf mich/uns ohne Leine zulaufen.
>> Irgendwo weit weg brüllt der Besitzer "der tut nichts....".
>> Tja. Glaube ich einfach nicht mehr...

>Bei Benny habe ich keinerlei Bedenken, der ist schneller als jeder
>große Hund :-) Er zeigt aber auch instinktiv das richtige Verhalten.

Hey, wie viel PS? :)

Und wenn du ihn an der Leine hast und der Große (ohne Leine) ihn bedrängt?

>Bei Nicki habe ich solche Situationen bewußt in Kauf genommen, weil ich
>wollte, daß er lernt, mit anderen Hunden vernünftig umzugehen. Im
>Normalfall ging die Aggression nämlich von ihm aus. Der Erfolg hat mir
>recht gegeben.

Tja, mein Hund war eben nie aggressiv. Aber durch solche Erlebnisse hat sich
sein Verhalten etwas geändert.

>> Hoffe du kannst mich ein bißchen verstehen?
>Ein bißchen, ja. Aber schön finde ich die Situation weder für dich noch
>für deinen Hund.

Meinst du jetzt den Vorfall mit dem Labi oder insgesamt?

>> Boschy (die schon aus Sicherheitsgründen für den Hund nie
>> wieder einen kleinen Hund will)

>Ein Mini-Yorkie (schließe ich jetzt mal aus den 3kg) ist wirklich etwas
>klein, und diese Größe dem eigentlichen Charakter eines
>Yorkshire-Terriers nicht angemessen.

Dusty ist eigentlich kein Mini-Yorkie. Und offiziel gibt es keine Rasse die
Mini-Yorkie heißt.
Laut Standard soll ein Yorkie bis 3,2 kg wiegen. Ich treffe wirklich selten
einen Y. der größer ist als er! Und die Yorkshirepüpchen auf den Ausstellungen
würden ihm unterm Bauch passen....(Allerdings ist Dusty ziemlich dünn :)

Danke für dein Posting.
Liebe Grüße
B.Schittko

Boschy

unread,
May 21, 2002, 9:00:47 AM5/21/02
to

>Dietmar Hollenberg schrieb in Nachricht ...
>>Boschy schrieb:

>Jein. Ein Nackenbiß ist zunächst einmal eine Zurechtweisung, ein
>Zeichen von Überlegenheit. Ein psychisch gesunder Hund hat eine
>Beißhemmung, die schwerere Verletzungen verhindert.

Nur sieht man das dem Hund leider nicht an ob er eine gesunde Beißhemmung hat!

>> Oder sollte ich mich da total täuschen?

>Total leider nicht. Viele Stadt- und Leinenhunde habe kein "normales"
>Sozialverhalten mehr und können die Folgen ihrer Bisse (eigentlich mehr
>"Zupacken") nicht einschätzen. Das kann man aber kaum dem Hund
>anlasten.

Ich frag mich nur ob ein großer Hund sich dessen bewußt ist daß ein 3-kg-Hund
anders angepackt werden "muß" wie ein 10x schwerer Hund...?
Wenn er mit kleinen Hund keine Erfahrung hat, dann wahrscheinlich weniger (?)

Ciao
Boschy

Milena Lipkowski

unread,
May 22, 2002, 1:29:33 PM5/22/02
to
Hallo Dietmar,

Dietmar Hollenberg <dietmar_h...@web.de> wrote:

> Jein. Ein Nackenbiß ist zunächst einmal eine Zurechtweisung, ein
> Zeichen von Überlegenheit.

Meine Hündin z.B setzt als Zurechtweisung immer nur den Schnauzgriff
ein, nie einen Nackenbiß.

> Ein psychisch gesunder Hund hat eine
> Beißhemmung, die schwerere Verletzungen verhindert.

Wieso soll man überhaupt irgendwelche Verletzungen in den Kauf nehmen?
Ein psychisch gesunder, gut erzogener und ausgelasteter Hund kommt kaum
auf die Idee einfach so auf fremde Hunde zuzulaufen um mit ihnen
Unterordnungsübungen zu machen. Und es ist die Aufgabe des Besitzers
solches Verhalten zu unterbinden.

Grüße
Milena

gabi_muehlenbrock

unread,
May 22, 2002, 4:21:34 PM5/22/02
to
Hallo Uschi,

"Ursula Schwarz" <husk...@chello.at> schrieb im Newsbeitrag

news:1HKG8.21188$ze7.1...@news.chello.at...

> > Nur finde ich das schade, dass man nicht direkt von Anfang an
> ruhig und
> > sachlich diskutieren kann!
> > (Das gilt nicht nur für Uschi)
>
> Nun bei mir kommts wohl wirklich durch den Tierschutz und das viele
> Leid das man sieht*geb ich schon zu das man da oft hantiger
> reagiert, als
> es notwendig wäre*

o.k., verstehe ich, aber nutzen tut es dir und den Tieren nicht, wenn du
unfreundlich bist

> > ja dann lach doch zu hause vor dich hin, ist doch kein Grund, so
> unhöflich
> > zu werden
>
> Unhöflichkeit und Wahrheit ist ein Unterschied :-) Und auch das
> liegt im
> Auge des Betrachters. Ich finde es auch äußerst unhöflich von Harald
> als
> unfähige Frau betitelt zu werden. Da Frauen ja grundsätzlich große
> Hund enicht halten können, von den anderen Vorurteilen die auf mich
> auch zutreffen mal garnicht zu reden.

aber Harald hat doch hier keinen persönlich angesprochen. Ich fühlte mich
nicht angesprochen. Über so was lache ich nur.

>Ich habe bis dato auch von
> Harald
> nicht eine vernünftige Antwort bekommen,

ja, ich hatte ihm auch schon mal was geschrieben, jedoch auch keine Antwort
bekommen. Dann lass ich´s halt.

> Wenn ich nur Vorurteile von mir lasse und dann noch
> nichteinmal
> fähig bin die kleinsten Fragen zu beantworten, sondern diese einfach
> überlese, dann hat meine Antwort Null mit Unhöflichkeit zu tun,
> sondern
> es ist ein klein wenig Provokation*ob er nicht doch endlich mal
> etwas beantwortet* und die Wahrheit und damit sollte man leben
> können
> wenn man erwachsen ist.

ja, das sollte man. Nur hast du bei ihm auf diese Art und Weise nichts
erreicht.

> > na dann hört man irgend wann damit einfach auf, anstatt weiter zu
> schimpfen.
>
>
> Tja ich hab normalerweise Ausdauer, oder eventuell glaube ich doch
> das
> er irgendwann begreift? Was auch immer :-)

wer weiß, vielleicht kann er ja nur nichts zugeben

mfg

GabyRudiGypsy

Anette Immerschitt

unread,
May 22, 2002, 4:57:20 PM5/22/02
to
Hi,

wie wichtig ihnen der Hund ist........(meinen Nachbarn):

Gestern abend gegen 23.30, Hund auf Strasse bellt,wollte mit meinen beiden
eigentlich zum Pipi machen los.
Also erstmal gucken:Bobtail liegt mitten auf der Strasse um die Uhrzeit,weit
und breit kein Mensch,das gleiche auch noch 15 Minuten später,endlich schaut
mal einer wo sie ist,"P......... komm!!" Reaktion von ihr: aufspringen und
Richtung _Hauptstrasse_ losdüsen.Was machte Herrchen?....drehte sich um und
ging ins Haus!
Naja, dachte schau ich mir mal weiter an,Minuten später Herrchen kam und
lief gemütlich in die Richtung in die sie verschwunden war.
Dann nach einer Weile laute "P...... sitz" Rufe.Dann dachte ich nur noch
armer Hund.
Ich würde meine Hunde erstens nie nachts auf einer Strasse rumliegen lassen
und falls einer abbüxt, noch dazu in Richtung einer auch um die Uhrzeit
recht frequentierte Strasse,ich würde meinen Hund sofort holen.Übrigens ist
die Bahnlinie auch nur eine Strasse nebendran.

Was will man da noch sagen,dieses Verhalten sagt einfach schon aus wie
wichtig der Hund ist.

Aber ich habe ja immer noch die Hoffung es sammelt sie mal jemand auf der
sie nicht kennt und bringt sie ins TH,die Idee hatte ich ja auch schon,aber
wie ja schon geschrieben wurde,ich kann ja nicht behaupten ich kenn den Hund
nicht und weiss nicht wo er hingehört. :-((

Gruss Anette,die ziemlich gefrustet ist und der Hund furchtbar leid tut.

Dietmar Hollenberg

unread,
May 22, 2002, 6:14:20 PM5/22/02
to
Boschy schrieb:

> Nur sieht man das dem Hund leider nicht an ob er eine
> gesunde Beißhemmung hat!

Hmm... ich habe vielleicht tatsächlich eine besondere Beziehung zu
Hunden, aber im Allgemeinen sehe ich ihnen schon auf einige Entfernung
an, wie sie kurze Zeit später reagieren werden. Ihre Körpersprache
meist eindeutig.

> Ich frag mich nur ob ein großer Hund sich dessen bewußt ist
> daß ein 3-kg-Hund anders angepackt werden "muß" wie ein 10x
> schwerer Hund...?

Eigentlich sollte es gar nicht zu dieser Rang-Diskussion kommen. Wenn
sich natürlich ein kleiner Hund für stärker und ranghöher hält als er
tatsächlich ist...
Nicki mußte auch erst sehr schmerzhaft lernen, daß es nicht sinnvoll
ist, einen ausgewachsenen Schäferhund unterordnen zu wollen. Ich hätte
ihm und mir aber sicher keinen Gefallen damit getan, wenn ich es immer
wieder verhindert hätte. Das Ergebnis hat mir am Ende recht gegeben.

> Wenn er mit kleinen Hund keine Erfahrung
> hat, dann wahrscheinlich weniger (?)

Das hängt wohl nicht nur von der Erfahrung, sondern auch vom Feingefühl
ab. Ich kannte mal einen Airdale, der war einfach nur völlig lieb und
verspielt, aber so tollpatschig, daß er mir beim Versuch, mir durchs
Gesicht zu lecken, eine blutige Oberlippe verpaßte. Er sprang
eigentlich auch niemanden an, sondern richtete sich einfach auf und
wollte sich mit den Vorderpfoten abstützen. Dabei war er so
ungeschickt, daß er jeden, der nicht mindestens 70kg wog, einfach
umwarf. Das war ihm dann zwar peinlich, aber ändern konnte er es nicht.
Was mit einem Yorkie passiert, wenn dieser Hund "nur ein bißchen
spielen" will, möchte ich mir gar nicht ausmalen. Übel nehmen konnte
ich ihm seine Tollpatschigkeit jedenfalls nie, weil seine "Unglücke"
immer ohne jede Boshaftigkeit oder Vorsatz passierten.

Tschüß

Dietmar

Dietmar Hollenberg

unread,
May 22, 2002, 6:44:22 PM5/22/02
to
Milena Lipkowski schrieb:

> Meine Hündin z.B setzt als Zurechtweisung immer nur den
> Schnauzgriff ein, nie einen Nackenbiß.

Das scheint vom Hund abzuhängen. Nicki hatte nach seinen Diskussionen
mehrmals Verletzungen an der Schnauze, ist aber auch mal kräftig im
Nackenfell geschüttelt worden.

> Wieso soll man überhaupt irgendwelche Verletzungen in den
> Kauf nehmen? Ein psychisch gesunder, gut erzogener und
> ausgelasteter Hund kommt kaum auf die Idee einfach so auf
> fremde Hunde zuzulaufen um mit ihnen Unterordnungsübungen
> zu machen. Und es ist die Aufgabe des Besitzers solches
> Verhalten zu unterbinden.

Grundsätzlich richtig. Aber oft machen es gerade kleine Hunde größeren
nicht leicht, die Ruhe zu bewahren.

Tschüß

Dietmar

Dietmar Hollenberg

unread,
May 22, 2002, 7:14:24 PM5/22/02
to
Boschy schrieb:

> Ich schreib eigentlich total ungern daß ich einen Yorkie
> hab, denn irgendwie haben die meisten dann sofort ein Bild
> von einem "Taschenhund" der von oben herab die Großen
> ankläfft, total schlecht sozialisiert ist usw...

Ich persönlich habe keine großen Probleme damit. Aber ich habe auch
Nickis penetrante Aktionen erlebt, wenn er sich in der Sicherheit
seiner Leine glaubte. Auf dem Arm war er eigentlich nie, dafür war er
zu groß und schwer.

> Also noch
> mal - Dusty wird so gut wie nie auf dem Arm getragen (nur
> wenns einfach praktischer ist, z.B. wenn er in
> Menschenmassen übersehen werden könnte) und kläfft auch
> nicht auf dem Arm...

Glaube ich ja ;-)

> Ich kenne auch so einen Löwen-Yorkie, gehört einer
> Verwandten.... Er wurde schon im Welpenalter, besonders bei
> großen Hunden, auf den Arm genommen, hat wie wild gekläfft
> und beißt seit Jahren alle Hund die größer sind als er
> (wenn er sie mal ohne Leine erwischt). Find ich unmöglich,
> aber es scheint Leute zu geben die damit leben können.

Als Besitzer eines größeren Hundes würde ich keinen Zweifel daran
lassen, daß ich meinem Hund erlaube, sich zu wehren. Einmal fiel ein
käffender Dackel (ohne Leine) wie ein Berserker über Nicki (angeleint)
her. Ich sagte dem Dackelhalter, daß mein Hund sich wehrt, und als
keine Reaktion kam, ließ ich Nicki los. Nach nicht mal einer Minute war
die Sache geklärt...

Umgekehrt wußte Nicki aber auch, daß er *richtig* Ärger mit mir bekam,
wenn er so etwas anzettelte.

> Du hast vielleicht Recht - ich weiß jetzt auch wo er ein
> Problem hat - nämlich b ei Hunden die viel jüger sind als
> er, die er als Junghunde kennt, die dann "plötzlich"
> erwachsen werden und eine andere Position annehmen wollen.

Real betrachtet ist das Sozialleben eines so kleinen Hundes schon
richtig hart. Andererseits blieben die Verhältnisse vielleicht anders,
wenn sich die Hunde sehr häufig treffen würden. Ich hoffe mal, mit
Benny bleiben mir Erlebnisse wie mit Nicki erspart...

>> Bei Benny habe ich keinerlei Bedenken, der ist schneller
>> als jeder große Hund :-) Er zeigt aber auch instinktiv das
>> richtige Verhalten.
>
> Hey, wie viel PS? :)

Noch nicht gemessen :-)
Aber er springt aus dem Stand bis über meinen Kopf, obwohl er mir
gerade bis zum Knie reicht. Und er läuft Kurvenradien mit vollen
Geschwindigkeit, die größere Hunde einfach nicht bringen. Meine
Schwägerin hat einen Boxer. Der läuft zwar in der Endgeschwindigkeit
erheblich schneller als Benny, aber dafür läuft er noch 5m geradeaus,
wenn Benny schon wieder auf dem Rückweg ist.

> Und wenn du ihn an der Leine hast und der Große (ohne
> Leine) ihn bedrängt?

Kommt drauf an. Zunächst mal würde ich deutlich machen, daß ich Bennys
Rudelführer bin und der große an mir vorbei muß, wenn er an "mein
Rudelmitglied" will. Ich weiß nicht, wie ich dann auf einen Hund wirke
(mein Adrenalinspiegel steigt schnell. Ich kann mich dann zwar
kontrollieren, aber das muß ja der Hund nicht wissen...), aber bisher
war dieser Eindruck immer ausreichend, um alle Hunde nicht auf dumme
Ideen kommen zu lassen.

Wenn das mal nichts nützen sollte, werde ich Benny sicher loslassen,
damit er wenigstens flüchten kann. Was dann aber mit dem großen Hund
passiert, wenn ich ihn die Finger bekomme, möchte ich nicht
ausprobieren...

> Tja, mein Hund war eben nie aggressiv.

Nicki konnte andere Hunde auch "degradieren", ohne dabei zu knurren
oder zu bellen. Ein Außenstehender hätte vermutlich gar nichts
besonderes gesehen, aber mir fielen seine Haltung, seine Bewegungen und
seine Blickrichtung später gleich auf. Größere Hunde haben das in der
Regel ignoriert (auch nicht alle), aber ein etwa gleich großer
Mischling (immer angeleint) bekam immer fast einen Herzkasper, wenn
Nicki das bei ihm machte.

>>> Hoffe du kannst mich ein bißchen verstehen?
>> Ein bißchen, ja. Aber schön finde ich die Situation weder
>> für dich noch für deinen Hund.
>
> Meinst du jetzt den Vorfall mit dem Labi oder insgesamt?

Speziell den Vorfall mit dem Labi, aber ich fürchte, das wird nicht der
letzte dieser Art sein.

> Dusty ist eigentlich kein Mini-Yorkie. Und offiziel gibt es
> keine Rasse die Mini-Yorkie heißt.

Aber du weißt, was ich meine :-)

> Laut Standard soll ein Yorkie bis 3,2 kg wiegen.

Hupps... Dann war Nicki ja fast vier mal so schwer, wie er sein sollte.
Nein, er war kein bißchen fett :-)

> Danke für dein Posting.

Wird nicht das letzte gewesen sein :-)

Tschüß

Dietmar

Dietmar Hollenberg

unread,
May 22, 2002, 7:44:28 PM5/22/02
to
Ellen Ziemer-Sonnenberg schrieb:

> Es wäre Schikane, geb ich ja zu. Allerdings nach 3jähriger
> Belästigung durch die Nachbarhündin.

Moment, das sollten wir klarstellen: Nicht die Hündin belästigt (die
verhält sich völlig artgerecht), sondern die fehlende Verantwortung der
Halter.

> Wenn so ein Zustand 3
> Jahre anhält (ich kann's mir gar nicht vorstellen), dann
> wäre es mir diese Schikane wert.

Bitte. Dann darfst du dich danach aber auch nicht beschweren, wenn es
*dein* Geld kostet.

>> Wenn schon Konfrontationskurs, bleibt eigentlich nur ein
>> (absolut unschöner) Weg: Mit Photos und Zeugen belegen, daß
>> die Nachbarn ihre Aufsichtspflicht *grob fahrlässig*, also
>> mit Wissen um die Ausflüge der Hündin, verletzen,
>
> Das käme automatisch beim Weg über das Ordnungsamt.

Nicht unbedingt. Wenn das nicht genau hinsieht, erkennt es nur die
einfache Fahrlässigkeit, und die wird von der Haftpflichtversicherung
abgedeckt. Eine Folge daraus täte also den Haltern nicht weh.

>> und es auf eine Auseinandersetzung der beiden
>> Hündinnen *in Annettes* Garten ankommen lassen.
>
> Darauf würde ich es wissentlich nicht ankommen lassen.

Ich schon, mindestens einmal. Ohne Fakten zu schaffen, geht in dieser
Situation kaum was. Und dieser unhaltbare Zustand bleibt bestehen.

>> Danach dürfte aber jede Basis für einen Kompromiß zerstört
>> sein.
>
> Meinst Du nicht, die ist bei einem Zeitraum von 3 Jahren eh
> längst den Bach runter gegangen?

Kennst du Details der Vorgeschichte?

Tschüß

Dietmar

Ellen Ziemer-Sonnenberg

unread,
May 23, 2002, 1:32:00 AM5/23/02
to
On 22 May 2002 23:44:28 GMT, Dietmar Hollenberg
<dietmar_h...@web.de> wrote:

>Ellen Ziemer-Sonnenberg schrieb:
>
>> Es wäre Schikane, geb ich ja zu. Allerdings nach 3jähriger
>> Belästigung durch die Nachbarhündin.

>Moment, das sollten wir klarstellen: Nicht die Hündin belästigt (die
>verhält sich völlig artgerecht), sondern die fehlende Verantwortung der
>Halter.

Ja. Seufz. Die Halter kann man leider nicht ins Tierheim bringen.

>> Wenn so ein Zustand 3
>> Jahre anhält (ich kann's mir gar nicht vorstellen), dann
>> wäre es mir diese Schikane wert.
>
>Bitte. Dann darfst du dich danach aber auch nicht beschweren, wenn es
>*dein* Geld kostet.

Hätte ich nicht. Ich schrieb ja: nach 3 Jahren wär's mir die Schikane
_wert_ - mit allem was eventuell dazu gehört. (Wenn ich nicht noch
jemanden finden würde, der ortsfremd ist...) Ich kann mir auch
irgendwie kaum vorstellen, dass wir hier (und anderswo) nur reine
Engelchen haben, die sich mit einer solchen Wohnsituation arrangieren.
Ich glaub's nicht, aber ich mag mich natürlich täuschen ;-)

>>> Wenn schon Konfrontationskurs, bleibt eigentlich nur ein
>>> (absolut unschöner) Weg: Mit Photos und Zeugen belegen, daß
>>> die Nachbarn ihre Aufsichtspflicht *grob fahrlässig*, also
>>> mit Wissen um die Ausflüge der Hündin, verletzen,
>>
>> Das käme automatisch beim Weg über das Ordnungsamt.
>
>Nicht unbedingt. Wenn das nicht genau hinsieht, erkennt es nur die
>einfache Fahrlässigkeit, und die wird von der Haftpflichtversicherung
>abgedeckt. Eine Folge daraus täte also den Haltern nicht weh.

Beim ersten Mal. Beim zweiten Mal schauen die hin.

>>> und es auf eine Auseinandersetzung der beiden
>>> Hündinnen *in Annettes* Garten ankommen lassen.
>>
>> Darauf würde ich es wissentlich nicht ankommen lassen.
>
>Ich schon, mindestens einmal.

Auf Kosten Deiner Hunde? Es gibt ja imho zwei Möglichkeiten:
a) der eigene Hund muß zum Tierarzt
b) der fremde Hund muß zum Tierarzt

Auf a) lasse ich es wissentlich nicht ankommen, weil ich weder
Verletzungen, noch evtl. nötige Narkosen bewußt provozieren würde.
Auf b) lasse ich es wissentlich auch nicht ankommen, weil sich da sehr
schnell der schwarze Peter meinen Hunden zuwenden könnte.

>Ohne Fakten zu schaffen, geht in dieser Situation kaum was.

Die Fakten sind längst da. Sie müssen bloß endlich genutzt werden.
Ordnungsamt. Und so wie sich Annettes neues Posting anhört, sammeln
sich da schnell neue Fakten.

>Und dieser unhaltbare Zustand bleibt bestehen.

Richtig. Jammern allein nützt nix.

>>> Danach dürfte aber jede Basis für einen Kompromiß zerstört
>>> sein.
>>
>> Meinst Du nicht, die ist bei einem Zeitraum von 3 Jahren eh
>> längst den Bach runter gegangen?
>
>Kennst du Details der Vorgeschichte?

Nein. Ich kann sie mir nur vorstellen. So ist es übrigens immer mit
Postings in NGs. Der Leser kann logischerweise nur auf das reagieren,
was er zu lesen bekommt. Es liegt also am (Ausgangs-)Poster, sein
Anliegen, seine Situation so genau als möglich zu formulieren, will er
für seine spezielle Situation wirkliche Hilfe/Tipps/Meinungen.

Liebe Grüße,
Ellen

Ursula Schwarz

unread,
May 23, 2002, 1:45:39 AM5/23/02
to
Hi Gabi

"gabi_muehlenbrock" schrieb


> o.k., verstehe ich, aber nutzen tut es dir und den Tieren nicht,
wenn du
> unfreundlich bist

Womit Du nicht unrecht hast :-)

> aber Harald hat doch hier keinen persönlich angesprochen. Ich
fühlte mich
> nicht angesprochen. Über so was lache ich nur.

Ich fühle mich nicht angesprochen, ich habs nur als Beispiel
gebracht,
weil so schön passt :-) Aber bitte wenn ich dann schon wieder lese
alles nur net Rohfleisch füttern :-( Mann oh Mann jeder soll füttern
was er will, aber das Argument das Rohfleisch wild macht gehört
echt in den Berreich Ammenmärchen. Nur so als Beispiel.


> ja, ich hatte ihm auch schon mal was geschrieben, jedoch auch
keine Antwort
> bekommen. Dann lass ich´s halt.

Wird das beste sein.

> ja, das sollte man. Nur hast du bei ihm auf diese Art und Weise
nichts
> erreicht.

Ich glaube ehrlich gesagt nicht das irgendwer, irgendwas bei ihm
erreicht. Das sind genau die Typen die in meinen Augen
Hundehalteverbot
bekommen sollten weil sie mehr schaden als nützen. wenn icvh schon
lese
das er es normal findet seinem Hund zu lernen einen Terrier auf
Befehl
durchzubeuteln, nur weil der Kleine schlecht sozialisiert ist. Dann
frage
ich mich aber wirklich?

> wer weiß, vielleicht kann er ja nur nichts zugeben

Das ist natürlich auch eine Möglichkeit.
lg Uschi & Rudel

Dietmar Hollenberg

unread,
May 23, 2002, 1:53:12 PM5/23/02
to
Ellen Ziemer-Sonnenberg schrieb:

>> Nicht unbedingt. Wenn das nicht genau hinsieht, erkennt es
>> nur die einfache Fahrlässigkeit, und die wird von der
>> Haftpflichtversicherung abgedeckt. Eine Folge daraus täte
>> also den Haltern nicht weh.
>
> Beim ersten Mal. Beim zweiten Mal schauen die hin.

Du glaubst nicht, wie desinteressiert Beamte sein können...

>> Ich schon, mindestens einmal.
>
> Auf Kosten Deiner Hunde?

Nein, nicht unbedingt. Es reicht ja, daß es zu einen lauten Bellerei
kommt.

> Es gibt ja imho zwei
> Möglichkeiten: a) der eigene Hund muß zum Tierarzt

Müßte er auf jeden Fall, und er würde dort *umfangreich* untersucht ;-)

> b) der fremde Hund muß zum Tierarzt
>
> Auf a) lasse ich es wissentlich nicht ankommen, weil ich
> weder Verletzungen, noch evtl. nötige Narkosen bewußt
> provozieren würde.

So weit würde ich es auch nicht kommen lassen. Es geht darum, eine
Situation herzustellen, in der der Halter des anderen Hundes eindeutig
durch grobe Fahrlässigkeit im Unrecht ist. Dazu reicht es, daß sich die
Hündinnen in *meinem* Garten anbellen.

> Auf b) lasse ich es wissentlich auch
> nicht ankommen, weil sich da sehr schnell der schwarze
> Peter meinen Hunden zuwenden könnte.

Nein. Niemand wird ihnen das Recht bestreiten, sich im eigenen Garten
gegen unberechtigte Eindringlinge zu wehren.

> Die Fakten sind längst da. Sie müssen bloß endlich genutzt
> werden. Ordnungsamt.

Langsam. Unwillig.

> Und so wie sich Annettes neues Posting
> anhört, sammeln sich da schnell neue Fakten.

Stimmt. Es fehlt eigentlich nur noch der Zwischenfall, der auch einen
Beamten weckt.

Tschüß

Dietmar

Ute Heilig + G. Rothenbücher

unread,
May 24, 2002, 2:58:22 AM5/24/02
to

"Susanne Patock" <susanne...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:ac8cuo$n2k$06$1...@news.t-online.com...
> Hallo Boschy,
>
> "Boschy" <bos...@freenet.de> schrieb
>
> [Unangeleinter/unbeaufsichtigter Labrador beisst unangeleinten Yorkie]
>
> Nach meinen Informationen zahlt die Haftpflichversicherung des
> beissenden Hundes nur, wenn dieser angeleint war.
>

Hallo Susanne,

Deine Informationsquelle ist wohl falsch.
Die Haftpflicht zahlt bei *Vorsatz* nicht.
Einen Vorsatz kann ich hier aber nicht
erkennen.
Beachte auch, dass in der Hundehaftpflicht
*nicht* die Verschuldenshaftung sondern,
wie beim Kfz, die Gefaehrdungshaftung gilt.
(Was hier in diesem Fall aber keine Rolle
spielt.)

Gruss
Guenther Rothenbuecher

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