Ich weiß nicht wie oft ich schon gehört habe:
"MIt Dobermännern muß man vorsichtig sein - die werden sehr häufig (oder
sogar fast immer?) im Alter "falsch" und fallen ihre Besitzer an"
(Manchmal mit dem Zusatz: "Das liegt daran, weil die genetisch zu
Hirntumoren neigen - und dann drehen die irgendwann durch")
Selbst von Dobermannbesitzern habe ich das schn gehört.
Daher meine Frage: hat irgendjemand eine Ahnung, woher diese Legenden
kommt?
Unnötig zu erwähnen, das noch nie jemand, der mir sowas erzählt hat, selber
jemanden kannte, der von seinem Dobermann angefallen wurde - klassische
Urban Legend also.
Ebenso hörte isch schon oft, dass gerade ein Dobermann ein typischer "ein
Mann Hund" sei, der nur auf eine Person fixiert ist und sonst auf niemanden
hört. Hmm... würde ich auch erstmal ins Reich der Fabel verweisen, oder?
Bye
woffi
--
The things you own end up owning you.
- Tyler Durden
> Unnötig zu erwähnen, das noch nie jemand, der mir sowas erzählt hat, selber
> jemanden kannte, der von seinem Dobermann angefallen wurde - klassische
> Urban Legend also.
Lustigerweise mag ich mich gerade an 2 Begegnungen erinnern, wo mir
angebliche Ex-Dobermann Besitzer genau so ne Story erzählen wollten.
Der eine sagte, er habe den Hund einschläfern lassen müssen, nachdem er
ihn, als er einfach neben ihm stand und ihm die Hand auf den Kopf legte
in den Daumen gebissen hätte, beim andern hab ich's nicht so genau
verstanden, das war ein Bauer aus der tiefsten Oberösterreichischen
Provinz und ich hatte etwas Mühe mit dem Dialekt :)
Naja, wie auch immer. Bei Person Nr. 1 war der Daumen auf jeden Fall
noch dran und so schnell würd ich meinen Hund dann doch nicht
einschläfern lassen.
Ich könnte mir gut vorstellen, dass das manchmal auch Leute sind, die
Dobis nicht so mögen und gerne Horrorstories erzählen.
Auf jeden Fall hab ich noch viel mehr absolut begeisterte
(Ex-)Dobibesitzer getroffen.
Gut, eine Frau mit einem Boxer meinte mal, so einen 'Jammerhund' würde
sie nie wieder wollen - und da muss ich schon zugeben, dass da was dran
ist. Mein Dobi jammert viel und gern.
Aber das stört mich nicht.
> Ebenso hörte isch schon oft, dass gerade ein Dobermann ein typischer "ein
> Mann Hund" sei, der nur auf eine Person fixiert ist und sonst auf niemanden
> hört. Hmm... würde ich auch erstmal ins Reich der Fabel verweisen, oder?
Hab ich nun auch schon oft gehört. Kann was dran sein, bei uns seh ich
das auf jeden Fall nicht. Meine Freundin hat genau so viel zu melden wie
ich, denke ich. Liegt aber vielleicht daran, dass wir beide sehr viel
Zeit mit ihr verbingen (also die Freundin und ich mit dem Hund :) )
"Wolfgang Krietsch" <xwo...@gmx.de> schrieb
>"MIt Dobermännern muß man vorsichtig sein - die werden sehr häufig (oder
>sogar fast immer?) im Alter "falsch" und fallen ihre Besitzer an"
>
>(Manchmal mit dem Zusatz: "Das liegt daran, weil die genetisch zu
>Hirntumoren neigen - und dann drehen die irgendwann durch")<
Das habe ich auch von anderen Hunderassen schon gehört, z.B. Golden und
Cocker. Gekannt habe ich allerdings bisher nur einen Golden mit Tumor...
>Ebenso hörte isch schon oft, dass gerade ein Dobermann ein typischer "ein
>Mann Hund" sei, der nur auf eine Person fixiert ist und sonst auf niemanden
>hört. Hmm... würde ich auch erstmal ins Reich der Fabel verweisen, oder?<
Nachdem ich bei meinem letzten Tierarztbesuch im Wartezimmer einen
ausgewachsenen Dobermannrüden auf den Schultern hatte, der sich
tierisch über meine Existenz gefreut hat, leiste ich Dir Gesellschaft
und verweise mit. Der nette Bursche hörte auf Frauchen, er hörte auf
ca. 13-jährige Tochter und er hörte auf ca. 10-11-jährigen Sohn - zwar
immer nur kurz (hier fehlte wohl noch einiges an Ausbildung), aber doch
so lang, dass ich zwischendurch Luft holen konnte.
Tschüssi
Inge
>"MIt Dobermännern muß man vorsichtig sein - die werden sehr häufig (oder
>sogar fast immer?) im Alter "falsch" und fallen ihre Besitzer an"
Meine fällt mich heute schon an!:-)) Dabei ist es nur eine Halbe. Mein
Linchen liebt es mich und Personen die sie sehr mag aus dem Stand
anzuspringen und eine Gesichtswäsche zu tätigen.
>(Manchmal mit dem Zusatz: "Das liegt daran, weil die genetisch zu
>Hirntumoren neigen - und dann drehen die irgendwann durch")
Egal welche Rasse, mit Hirntumor verändert sich das Tier (Mensch auch)
>Unnötig zu erwähnen, das noch nie jemand, der mir sowas erzählt hat, selber
>jemanden kannte, der von seinem Dobermann angefallen wurde - klassische
>Urban Legend also.
Hab so was vor langer Zeit mal gehört, da hiess es abe, deie Veränderung
würde mit 2 Jahren beginnen.
>Ebenso hörte isch schon oft, dass gerade ein Dobermann ein typischer "ein
>Mann Hund" sei, der nur auf eine Person fixiert ist und sonst auf niemanden
>hört. Hmm... würde ich auch erstmal ins Reich der Fabel verweisen, oder?
Bei uns in der Nähe gibt es ein paar Dobis! Gehalten von Herr/Frau gemischt.
Ich finde die Dobis unheimlich verspielt auch wenn sie älter sind, durch die
Grösse haben sie auch eine wahnsinns Kraft.
Jammern tut mein Linchen auch, sie mag es gar nicht wenn Frauchen nicht in
sichtbarer Nähe ist. Sie bellt und jault, der ganze Hund steht kurz vor dem
Zerflissen.
Aber, was solls, wer hat keine Fehler!
Moni
> Egal welche Rasse, mit Hirntumor verändert sich das Tier (Mensch auch)
A propos, mir ist eingefallen, dass ich das noch anders gehört habe:
Dobermänner hätten so flache Schädel, dass oftmals das Gehirn irgendwann
keinen Platz mehr hätte und sie dann durchdrehen :)
hallo patrick,
das habe ich auch schonmal gehört.war vor ungefähr 15 jahren nachdem mich
ein dobermann gebissen hatte.allerdings glaube ich in der heutigen sicht
nicht das es wahr ist,oder?muss aber dazu sagen das ich seitdem panische
angst vor dobermännern und rottweilern habe.
gruss claudia
>Ich könnte mir gut vorstellen, dass das manchmal auch Leute sind, die
>Dobis nicht so mögen und gerne Horrorstories erzählen.
Aber warum schaffen die sich dann z. T. selber welche an?
>Gut, eine Frau mit einem Boxer meinte mal, so einen 'Jammerhund' würde
>sie nie wieder wollen - und da muss ich schon zugeben, dass da was dran
>ist. Mein Dobi jammert viel und gern.
ACK - die Dobermanndame von unserer Hundetrainerin ist auch so ein Weichei,
das sich problemlos von unserer TRixi was wegnehmen lässt. Sieht lustig aus
;-)
Bye
woffi
--
To the uneducated, an A is just three sticks.
- Winne the Pooh
>A propos, mir ist eingefallen, dass ich das noch anders gehört habe:
>Dobermänner hätten so flache Schädel, dass oftmals das Gehirn irgendwann
>keinen Platz mehr hätte und sie dann durchdrehen :)
Aha. Ich hatte schon vermutet, daß man die Hirntumor Theorie durch eine
noch dämlichere ersetzen kann :-)
Bye
woffi
--
Top Ten Times in history when saying F**K was appropriate:
3) "Scattered f**king showers... my arse!" - Noah
> "MIt Dobermännern muß man vorsichtig sein
*g* da fällt mir eine Geshichte ein, die mir eine Bekannte neulich erzählt
hat. Diese hat eine Dobermannhündin namens Dakota. Dakota ist aus dem
Tierheim, die wurde von einer 16 jährigen nur auf dem Balkon gehalten.
Sollte man meinen, dass dieser Hund nen Schuss für's Leben hat. Gut, Dakota
ist also jetzt bei Sabine, die einen Reiterhof unterhält, dort laufen an
manchen Tagen bis zu 10 Hunde rum, nie gab's Probleme. Jetzt ist Dakota halt
ein bisschen sicherer geworden, sie ist dennoch noch immer ein richtiger
Angsthase, ist ja klar. Was meint ihr wie die Anfangs auf der Wiese gelaufen
ist, die hatte richtig Angst das Gras zu berühren. Gut aus dem Angsthasen
ist langsam ein "normaler" Hund geworden, der jetzt auch mal 5 Meter von
seinem Frauchen wegrennt - weiter aber sicher nicht. Außerdem ist Dakota
sowas von gutmütig, das ist unglaublich. WEnn man dem Hund ins Gesicht
schaut - ne, von dem kann man gar keine Angst haben. Egal, also vor ein paar
Tagen rollte ein Gendarmeriewagen auf den Hof. Es hätte eine Anzeige von
einer Nachbarin gegeben. Diese Frau traut sich ihr Baby nicht mehr auf den
Balkon stellen, weil eines Tages sicher!!! Dakota auf den Balkon springen
und das Baby aus dem Kinderwagen reissen würde, um es zu Tode zu beissen.
Diese Hunde wären gefährlich.In der ganzen Zeit als der Gendarm mit Sabine
sprach hielt sich Dakota hinter ihr versteckt. Der Gendarm war sehr
belustigt. In der Zeit liefen etliche Jogger vorbei und Fahrradfahrer kamen
des Weges, Dakota guckte völlig desinteressiert in die andere Richtung. Man
man man...blöde Welt. Anstatt sich zu freuen, dass dieser Hund vor Freude
Bocksprünge machend mal über eine Wiese rennt, ruft die dumme Nuss die
Polizei... DA langst Dir doch ans Hirn.
Liebe Grüße
Andrea - PRO Dobermann. Der einzige Hund der mich mal gebissen hat, dafür
dann gleich vier mal, war ein Schäferhund.
> hallo patrick,
> das habe ich auch schonmal gehört.war vor ungefähr 15 jahren nachdem mich
> ein dobermann gebissen hatte.allerdings glaube ich in der heutigen sicht
> nicht das es wahr ist,oder?muss aber dazu sagen das ich seitdem panische
Eher kaum...
> angst vor dobermännern und rottweilern habe.
Tut mir leid für dich (sowohl dass du gebissen wurdest, wie auch dass du
nun Angst vor diesen Hunden hast).
Ich wurde mal von nem Pudel gebissen und hab zum Glück keine Angst
zurückbehalten :)
Dass mich mein Dobermann beissen würde ist für mich absolut - un - vor -
stell - bar. Sie bricht selbst im wildesten Spiel sofort ab, wenn sie
z.B. nen Finger im Maul spürt. Wie sie das so schnell und gut merkt,
kann ich fast nicht nachvollziehen :)
> Aber warum schaffen die sich dann z. T. selber welche an?
Na wenn meine Theorie stimmen würde, hätten sie eben keine angeschafft,
sondern würden das nur erzählen...
> Angsthase, ist ja klar. Was meint ihr wie die Anfangs auf der Wiese gelaufen
> ist, die hatte richtig Angst das Gras zu berühren. Gut aus dem Angsthasen
> ist langsam ein "normaler" Hund geworden, der jetzt auch mal 5 Meter von
Als ich mit der Kleinen zum ersten mal in der Welpenspielgruppe war, hat
sie sich übrigens auch fast ausschliesslich auf der gedeckten Terasse
des Clubhäuschens versteckt, möglichst unter einem Tisch. Kann
allerdings auch sein, weil es geregnet hat.
Heute verträgt sie sich super mit jedem Hund, scheinbar ist sie sogar
aussergewöhnlich freundlich zu anderen Hunden. Kann das nicht
beurteilen, ist ja mein erster Hund :)
> belustigt. In der Zeit liefen etliche Jogger vorbei und Fahrradfahrer kamen
> des Weges, Dakota guckte völlig desinteressiert in die andere Richtung. Man
Ohje, das ist leider bei uns immer noch ein Problem ... :( Alle anderen
Dobis, die ich bisher kennengelernt habe, haben das Problem allerdings
nicht.
Diese Storys bekomme ich auch ewig zu hören.
Und kann sie absolut nicht bestätigen.
Mein alter Dobermann Charlie ist 15 Jahre alt geworden und war kein bisschen
falsch.
Er war ein wunderbarer Hund, freundlich, gehorsam, wachsam.
Es war auch mal eine Story im Umlauf, die besagte, dass im Wachstum durch
den schmalen Schädel das Gehirn gequetscht würde und der Hund deswegen böse
würde.
Also, wer das behauptet, der hat noch nie einen Windhund gesehen. Da müsste
die Weld ja von bösen Windhunden überfließen.
Ist auch so eine Urban legend.
Wir haben hier 3 Dobermänner im Hause, ich habe 2, mein Bruder hat eine
Hündin.
Absolut liebe, freundliche aber wachsame Familienhunde, die sich gern
unterordnen, eifrig lernen und sehr gehorsam sind.
Totale Ein-Mann-Hunde sind sie nicht, klar, sie binden sich an ihre
Bezugsperson, aber das tut jeder Hund. Trotzdem kann jederzeit meine Mutter
mit ihnen rausgehen, die Hunde gehorchen ihr selbstverständlich auch.
Gruß
Tanja
Nein, diese Geschichte ist absolut nicht wahr.
Schau Dir mal Windhunde an, die haben einen extrem schmalen Schädel. Da
müssten die ja auch alle bissig sein.
Wenn man einmal schlechte Erfahrungen mit einer Rasse gemacht hat, dann
setzt sich sowas fest, das ist klar.
Ich mache auch aus diversen Gründen einen Bogen um Schäferhunde - aber es
ist immer das andere Ende der Leine, dessen muss man sich bewusst sein.
Gruß
Tanja
>Dakota ist aus dem
>Tierheim, die wurde von einer 16 jährigen nur auf dem Balkon gehalten.
Immer wenn man meint, man hat alles gesehen und gehört, kommt sowas.
Unglaublich. :-(
>Liebe Grüße
>Andrea - PRO Dobermann.
Ich finde die auch toll - ich habe nicht umsonst einen Doberdackel.
Wahrscheinlich habe ich deshalb auch die Gruselgeschichten über Dobermänner
schon so oft gehört, weil immer, wenn das Thema auf Hunde kommt, ich was
von "Dobermänner sind toll" erzähle.
Bye
woffi
--
Melusine: Kraweel, kraweel!
Taub-trüber Ginst am Musenhain,
trüb-tauber Hain am Musenginst: kraweel, kraweel!
- Loriot, Pappa ante Portas
>Hi, Wolfgang.
>
>Diese Storys bekomme ich auch ewig zu hören.
>
>Und kann sie absolut nicht bestätigen.
Natürlich nicht - ist ja auch Quatsch.
>Mein alter Dobermann Charlie ist 15 Jahre alt geworden und war kein bisschen
>falsch.
>Er war ein wunderbarer Hund, freundlich, gehorsam, wachsam.
Glaube ich gern - würde die Theorie aber natürlich nicht widerlegen ;-)
Mich würde halt nur mal interessieren, woher ausgerechnet Dobermänner und
Rottweiler diesen seltsamen Ruf haben.
Einfach nur, weil sie sehr groß und schwarz sind und demzufolge "böse"
aussehen?
Bye
woffi
--
The Bible tells us to love our neighbors and also to love
our enemies; probably because they are generally
the same people.
- Mark Twain
>"claudia palm" <claud...@kielnet.net> schrieb:
>
>> angst vor dobermännern und rottweilern habe.
>
>Tut mir leid für dich (sowohl dass du gebissen wurdest, wie auch dass du
>nun Angst vor diesen Hunden hast).
Ich finde die HUnde ja wie gesagt toll und habe keine Angst vor denen -
aber auch erst, seitdem ich selber einen HUnd habe und öfter mal Rottis und
DObis begegne. Anfangs hatte ich schon einen "besonderen" Respekt vor
denen, ebenso wie vor "StaffBullPit" Hunden.
Da merkt man, was man von solchen Vorurteilen selber verinnerlicht, auch
wenn man's vom Verstand her besser weiß. Das sich sowas dann beim
"normalen" Bürger, der mit Hunden nix weiter zu tun hat, ziemlich schnell
als unumstössliche Tatsache festsetzt ist kein Wunder :-(
Ganz, ganz einfach!
Du fragtest, woher gerade Dobis und Rottis den schlechten Ruf haben?
Liegt doch klar auf der Hand:
Medien!
Magnum - Zeus und Apollo, die bösen Biester
Spielfilme - Die Dobermann-Gang etc.
Sogar in "Die nackte Kanone" kamen Dobermänner als die bösen Wachhunde vor.
In "True Lies" waren sie die bösen Hunde "Handgranaten im Fellbezug" wie
Arnie sie nannte.
Selbst in Zeichentrickfilmen von Disney wird, wenn ein böser Hund
dargestellt wird, Dobi oder Rotti gezeigt.
Es gab eine Columbo-Folge, in der ein Dobi auf Telefonsignal einen Menschen
zerfleischte...
etc. etc. etc.
Wo immer in Film und Fernsehen ein bösartiger Wachhund gezeigt wird, handelt
es sich um Dobi oder Rotti.
_DAS_ hat sich in den Köpfen der Leute festgesetzt.
Und nun weißt Du, woher der schlechte Ruf dieser Rassen kommt.
Wie oft musste ich mir mit Charlie anhören "Mama, guck mal, das ist der
Killerhund aus dem Fernsehen!"
Medien prägen nun mal, LHVs lassen grüßen.
Gruß
Tanja
Niemand würde behaupten, dass Arnold Schwarzenegger oder Sylvester Stallone
im real life mit MGs und Handgranaten rumrennen und die Leute abschießen -
sind doch nur Schauspieler.
Aber bei den Hunden, die in Film und Fernsehen als böse gezeigt werden, von
denen wird im real life ganz selbstverständlich angenommen, dass sie
wirklich böse sind. Dabei sind das doch auch nur Schauspieler!
Ansonsten hätte der Film wohl kaum abgedreht werden können, oder?
Aber solange Menschen glauben, dass Schäferhunde grundsätzlich von selbst
das klingelnde Telefon holen á la Kommissar Rex.... :-(
Gruß
Tanja
Demzufolge hat mein Linchen hoffentlich nicht genug Hirn!:-))
Moni
Mein Dobermischling hat sich von einem anderen Hund beissen lassen! Nein, sie
hat nicht zurückgebissen! Hat nur mich hilfesuchend angeschaut. Gebissen hab
dann ich:-))
Moni
Das ist es! Bekanntlich sehen schwarze Hunde gefährlicher aus als anderst
farbige.
Moni
>Demzufolge hat mein Linchen hoffentlich nicht genug Hirn!:-))
Spiel doch mal eine Partie Schach gegen sie :-)
Bye
woffi
--
When you are a Bear of Very Little Brain, and you Think of Things,
you find sometimes that a Thing which seemed very Thingish inside
you is quite different when it gets out into the open and has other
people looking at it. - Winnie the Pooh
>Wo immer in Film und Fernsehen ein bösartiger Wachhund gezeigt wird, handelt
>es sich um Dobi oder Rotti.
>_DAS_ hat sich in den Köpfen der Leute festgesetzt.
>
>Und nun weißt Du, woher der schlechte Ruf dieser Rassen kommt.
IBTD - ich glaube, dass Du Ursache und Wirkung verwechselst. IMHO ist der
schlechte Ruf der Dobis deutlich älter als die von dir genannten Filme etc.
Schon mein Opa "wusste", dass Dobis alls brandgefährlich sind - und das war
lange vor Magnum.
Dass solche FIlme natürlich das Image aufgreifen und weiter verstärken ist
klar (wobei die Dobi uín Magnum doch niedlich waren!)
Bye
woffi
--
Nothing defines humans better than their willingness to do irrational
things in the pursuit of phenomenally unlikely profits. This is the
principle behind lotteries, dating, and religion.
- Scott Adams, "The Dilbert Priciple"
> On Thu, 9 May 2002 12:32:47 +0200, Andrea Nolde wrote:
>
>> Dakota ist aus dem
>> Tierheim, die wurde von einer 16 jährigen nur auf dem Balkon gehalten.
>
> Immer wenn man meint, man hat alles gesehen und gehört, kommt sowas.
> Unglaublich. :-(
Auf einem Reiterhof in Tschechien, wo ich vor ein paar Jahren
Wanderreiturlaub machte, gab es auch einen Dobermann. Die Hündin war
noch recht jung, ca. 1 Jahr, und lebte mit einer etwa gleichaltrigen
Irish-Wolfshündin im Zwinger. Spazieren gehen gab es nicht, "Erziehung"
fand wohl eher mit ein paar Schlägen statt :-(. Hin und wieder durften
die Hunde im Innenhof und Stall rumlaufen und Gäste haben sich mit
ihnen beschäftigt.
Ihr könnt Euch vorstellen, mir war das alles sehr arg ;`-(, ich habe
mich daher täglich ausgiebig mit ihnen beschäftigt und gespielt.
Zwei so extrem freundliche und liebe Hündinnen habe ich selten erlebt,
über jede menschliche Aufmerksamkeit haben sie sich total gefreut.
Nach Rückfrage wurde mir gestattet, mit ihnen an der Leine Spazieren zu
gehen, Freilauf war nicht möglich, weil beide eine Jagdpassion hatten.
Von Leinenführigkeit hatten sie allerdings noch nie was gehört, die
haben sich beide in die Seile geschmissen, daß ich echt Probleme hatte,
sie zu halten.
Ein Bild für Götter ;-), vorne dran haben die zwei nicht gerade klein
geratenen Hündinnen gezogen wie die Berserker und mich durch die Gegend
geschleift, nach 1 Std. war ich total groggy. Aber was tut man nicht
alles ...
Am vorletzten Tage sind die Hunde wieder mal ausgekommen und jagen
gegangen, der Jäger hat mit Schrot auf sie geschossen und die
Wolfshündin schwer verletzt. Der TA hatte 16 Kugeln rausoperiert, ob
sie wieder gesund wurde, weiß ich leider nicht.
Jedenfalls zwei traumhafte (Zucht)Hunde, die ein besseres Leben
verdient hätten, als im Zwinger ihr karges Dasein zu fristen.
Grüße
Sabine
> "MIt Dobermännern muß man vorsichtig sein - die werden sehr häufig (oder
> sogar fast immer?) im Alter "falsch" und fallen ihre Besitzer an"
....
> Ebenso hörte isch schon oft, dass gerade ein Dobermann ein typischer "ein
> Mann Hund" sei, der nur auf eine Person fixiert ist und sonst auf niemanden
> hört. Hmm... würde ich auch erstmal ins Reich der Fabel verweisen, oder?
> woffi
Leider hab ich nicht genug Erfahrung mit Dobermann Hunden, um
wissenschaftlich abgesicherte Behauptungen darzulegen - aber:
derzeit lebe ich mit drei Dobis im Rudel und die Jahre davor hatte ich
auch zwei Dobermänner. Somit kann ich wenigstens auf Erfahrung aus 1.
Hand zurückgreifen.
Ich meine, der Satz ganz oben darf getrost für alle Hunde angewendet
oder besser gänzlich in's Fabelreich weitergeleitet werden. Real ist
es doch eher so, daß jeder Hund ein Individualist ist - egal ob er
einer Rasse zugeordnet wird oder nicht zugeordnet werden kann. Ich
sage das, weil alle meine 5 Dobis zwar optisch recht ähnlich
sind/waren, jedoch bei einer detaillierten Beschreibung jedes
Einzelnen kaum wer darauf setzen würde, daß es sich um die selbe Rasse
handelt. Vorausgesetzt, ich schreibe es nicht dazu.
Nahezu alle beschriebenen Hundeeigenschaften, die ich in dieser Gruppe
bislang lesen konnte, waren in mehr oder weniger ausgeprägter Form
auch bei meinen Dobis wiederzuerkennen. Nur: da wurden vom Rehrattler
bis zum Irish Wolf alle möglichen Eigenschaften beschrieben;
beziehungsweise bestimmten Rassen zugeschrieben. Daß es tatsächlich
aber eher mehr die Umwelteinflüsse sind, die jeden einzelnen Hund
prägen, als seine Rassezugehörigkeit, will man als Liebhaber
bestimmter Rassen gar nicht so gern wahrhaben.
Schnell wird den persönlich Vorlieben gerecht zugeordnet:
Ein schwarzer, kupierter Dobermann ist per se gefährlich.
Ein gelber Leonberger ist ausgesprochen freundlich.
Ein weißer Pudel ist grundsätzlich harmlos.
etca...
Um auf den "Einmannhund" noch einzugehen:
Nachdem ich mit meinen Hunden allein im Rudel lebe, sollten
selbstmurmelnd alle drei auf mich fixiert sein und jedem Fremden
gegenüber mißtrauisch und abweisend gegenübertreten. Pustekuchen!
Ambra, die Jüngste, schließt sich beim Spaziergang jeder
Menschengruppe an, die des Weges kommt und läuft bedenkenlos mit.
Tobiasz, der Älteste, ingnoriert jeden, der ihm nicht auf die Pelle
rückt. Und Bruce, der Folgsamste, er jammert und protestiert bis zur
Erschöpfung, wenn er mich aus dem Sichtkontakt verliert. Das
schlimmste Leid, welches ihm widerfahren kann, ist eine geschlossene
Tür zwischen mir und ihm. Genau *das* trifft auf die beiden anderen
gar nicht zu und ist mir auch bei den inzwischen verstorbenen Arons
nicht in Erinnerung. Allerdings waren diese noch überwiegend im
Menschenrudel integriert, weil die Familie damals noch beisammen war.
So könnte ich noch endlos aufzählen und analysieren. Es endet doch
immer im gleichen Ergebnis: Ein Hund ist zu allererst ein Hund. Durch
besonders ausgeprägte Anpassungsfähigkeit bleibt ihm wenig
individuelle Persönlichkeit. Zuletzt wird sein Verhalten noch von
Zuchtauswahl vorbestimmt, was von Fall zu Fall doch nur eine mehr oder
weniger ausgeprägte Neigung fördert. Darüber hinausgehende
Interpretationen sind vom Menschen gestrickt und werden vom Menschen
geglaubt oder nicht. Religionsersatz also.
Servus
Gerhard
>
>Das ist es! Bekanntlich sehen schwarze Hunde gefährlicher aus als anderst
>farbige.
Wem sagst Du das <seufz> :-)
Bye
woffi
--
Die Schwerkraft ist überbewertet
man braucht sie gar nicht
wie man ja wohl am Weltall sieht
- Peter Licht, "Lied gegen die Schwerkraft"
Tanja Marschall schrieb:
[Dobi und Rotti durch Medien verdammt]
>
> Aber bei den Hunden, die in Film und Fernsehen als böse gezeigt werden, von
> denen wird im real life ganz selbstverständlich angenommen, dass sie
> wirklich böse sind.
Mag sein, daß die Medien da Eindrücke gefestigt haben. Aber es fällt mir
schwer, den Zuschauern die Fähigkeit zur Unterscheidung zwischen
Leinwand und Frischluft abzusprechen. Irgendwo müssen schließlich auch
die Gründe dafür liegen, daß ausgerechnet diese Rassen zur Darstellung
gefährlicher oder bösartiger Hunde ausgewählt werden...?
Eine Betrachtung meiner eigenen (größtenteils unbewußten)
Lieblingsvorurteile aus der Zeit ohne Hund&Glück (denn das gehört ja
bekanntlich eng zusammen), ergeben da zum Beispiel bezüglich Dobi und
Rotti:
* Sie sind größtenteils schwarz. - Schwarze Hunde neigen per se dazu,
dafür empfänglichen Menschen mehr Angst einzuflößen, als helle.
Vielleicht kommt da auch die schwerer erkennbare Mimik ins Spiel (?).
* Sie sind Kraftpakete, und das kann man sehen. - Der (dank Kurzhaar)
deutlich sichtbare Körperbau spiegelt unverkennbar das Potential für
große Kraftentwicklung. Wer zudem schonmal einen Dobermann hat
springen/laufen/toben sehen, wird sich dem Eindruck erst recht nicht
entziehen können.
* Sie machen einen stolzen Eindruck. - Gerade der Dobermann in seinen
quadratischen Proportionen und oft erhobenem Kopf (eben kein Cocker, von
dem man im Gras nur die Rückenpartie erahnt) vermittelt Würde und
Unnahbarkeit. Kupiert wirkt er noch größer, noch "aufrechter". (Diesen
Habt-Respekt-Ausruck erreicht der Rottweiler vielleicht durch den
breiten Kopf und die Riesenpranken)
* Sie sind keine klassischen Sympathieträger. - Für den oberflächlichen
Eindruck eines Nichthundekenners gilt annähernd:
- Langes Fell ist "sanfter" als kurzes Fell (Boxer, Dobermann,
Rottweiler, auch Staff, Bulli etc.),
- Schlappohren sind "friedlicher" als Stehohren (kupierte Dobis, Doggen
etc. - vielleicht auch durch deutlichere Körpersprache),
- kleine Hunde sind "ungefährlicher" als große Hunde (Dobi/Rotti mögen
im Vergleich zum Barsoi mittelgroß sein, aber wer Dackel, Jack Russel,
kleine Pudel, Westis & Co. aus seiner Umgebung gewohnt ist, auf den
kommt mit dem Dobi durchaus "was zu"),
- ein schmaler, länglicher Fang ist "edler" und "zahmer" als ein breiter
und/oder kurzer Fang (Rottweiler, Boxer, Pitbull etc. - hier bleibt Dobi
außen vor, der hat aber auf den anderen Gebieten gut Punkte gemacht),
außerdem gelten die lieben kurzen Schnauzen auf den ersten Blick selten
als "schön" (...und was immer ein Golden, ein Setter oder selbst große
Herdenschutzhunde spontan zu hören kriegen können).
- wichtig mag auch das Verhältnis von Kopf und Körper sein, ein großer
und breiter Kopf an einem kräftigen, gedrungenen Körper wirkt weniger
sympathisch als das zierliche Häuptlein selbst eines großen Windhunds
(Molosserzüge verhelfen wohl in den meisten Fällen auch nicht zu
spontaner Sympathie).
Ein äußerliches Antipathie-Image haftet wohl eher dem Rottweiler an,
denn vom Dobermann sagen immerhin viele (selbst hundeängstliche)
Menschen etwas im Sinne von "...schön sind die ja...". Hier greift wohl
eher die o.g. Kobination aus direkter Kraft (sozusagen direkt sichtbar),
Stolz, Unnahbarkeit und schwarzem Fell. Der Ruf schmiert seinen Teil
noch drauf.
A propos. Bezüglich der Stehohren würde mich mal interessieren, ob
langjährige Doberleute, die sowohl kupierte als auch unkupierte Hunde
haben/hatten daraufhin mit anderen Reaktionen konfrontiert wurden.
Obwohl das Wort "Dobermann" bisweilen so gefürchtet zu sein scheint,
könnte ich mir vorstellen, daß viele Leute den Dobi "von heute" mit
Schlappohr und Wedelrute ungenannt gar nicht erkennen. Da müßten sich
doch zumindest die fest mit einem Bild des gefährlichen (kupierten)
Biests namens "Dobermann" verwachsenen Vorurteile relativieren, oder?
Gehofft und gewunken -
BJL & selbsternannter Sympathieträger Noah.
--
in dubio pro budo | BUDO-AKADEMIE-EUROPA [Medien] | www.b-a-e.de
________________________________________________________________
P E N D O L O | http://www.pendolo.de | li...@pendolo.de
--
posted via http://www.newsgroup.de
abuse: newsgro...@ganzeinfach.de
Also, ich habe hier eine Hündin aus 2. Hand, die ist vollkupiert (Ohren und
Rute).
Dann noch einen Rüden, der nur an der Rute kupiert wurde (geboren 97, also
legal).
Und eine Hündin mit allem dran, was zum Hund gehört.
Alle Hunde sind lieb und freundlich.
Fazit:
Obwohl meine vollkupierte Hündin braun ist, haben viele Leute Angst vor ihr
und fassen sie nicht an.
Dies liegt in der Tat an den kupierten Ohren, die sie "gefährlich" aussehen
lassen.
Gleichwohl wird von allen Leuten gesagt (auch von denen, die sie nicht
anfassen), dass meine vollkupierte Hündin viel edler, eleganter und schöner
aussieht, als mein kupierter Rüde (Zitat Passant:"der sieht so treudoof
aus") und die unkupierte Hündin (Zitat Passant:"also die Rute da dran passt
gar nicht zum Hund, da ist gar nix elegantes mehr dran.")
Mein Rüde und die andere Hündin werden oft nicht als Dobermann erkannt. Sie
sind beide schwarz.
Mein Rüde wird oft als Rottweiler angesehen (was ihn in Augen der Leute
nicht symphatischer macht), die unkupierte Hündin wird oft für einen
Jagdhund gehalten.
Also, auf unkupierte Dobermänner gehen die Leute viel vorurteilsfreier und
offener zu als auf kupierte Hunde.
Ich persönlich stimme dem zu, dass vollkupierte Dobermänner edler und
eleganter - aber eben auch gefährlicher aussehen.
Nun, ich favorisiere die unkupierte Variante und somit auch das
Kupierverbot, warum sollen liebe Hunde nicht auch lieb aussehen?
Gruß
Tanja
Hallo Barbara,
insgesamt ein schönes Posting - IMHO hast Du die Sache schön auf den Punkt
gebracht.
>Unnahbarkeit. Kupiert wirkt er noch größer, noch "aufrechter". (Diesen
>Habt-Respekt-Ausruck erreicht der Rottweiler vielleicht durch den
>breiten Kopf und die Riesenpranken)
Und auch durch den ganzen Körperbau - ein Rotti sieht einfach unglaublich
bullig aus. Hier läuft immer einer rum, der ziemlich groß und verspielt ist
- wenn der im Gallop auf mich zugerannt kommt, ist das schon ein
beeindurckendes Bild. Ungefähr so als ob ein Omnibus auf eine zu fährt ;-)
>- ein schmaler, länglicher Fang ist "edler" und "zahmer" als ein breiter
>und/oder kurzer Fang (Rottweiler, Boxer, Pitbull etc. - hier bleibt Dobi
>außen vor, der hat aber auf den anderen Gebieten gut Punkte gemacht),
Aber der Fang wirkt bei Dobis IMHO *sehr* groß und lang, gerade durch den
schlanken KOpf und die kurzen Haare.
>Ein äußerliches Antipathie-Image haftet wohl eher dem Rottweiler an,
>denn vom Dobermann sagen immerhin viele (selbst hundeängstliche)
>Menschen etwas im Sinne von "...schön sind die ja...".
ACK. Ich hörte schon mal "Schön sind die ja, aber als Haushund zu
gefährlich".
>A propos. Bezüglich der Stehohren würde mich mal interessieren, ob
>langjährige Doberleute, die sowohl kupierte als auch unkupierte Hunde
>haben/hatten daraufhin mit anderen Reaktionen konfrontiert wurden.
Ich habe zumindest schonmal den Spruch gehört, unkupierte Dobis sähen
"doof" aus - "gar nicht mehr gefährlich".
>Obwohl das Wort "Dobermann" bisweilen so gefürchtet zu sein scheint,
>könnte ich mir vorstellen, daß viele Leute den Dobi "von heute" mit
>Schlappohr und Wedelrute ungenannt gar nicht erkennen.
Stimmt wohl.
Naja - ich hatte mich ursprünglich gefragt, ob es irgendwo mal einen wahren
Kern für die Legende vom durchdrehenden und gefährlichen Dobermann gegebn
hat. Das ist wohl gottseidank tatsächlich nicht der Fall.
Bye
woffi
--
The fact that no one understands you doesn't mean
you're an artist.
>Hi!
>
>Ich weiß nicht wie oft ich schon gehört habe:
>
>"MIt Dobermännern muß man vorsichtig sein - die werden sehr häufig (oder
>sogar fast immer?) im Alter "falsch" und fallen ihre Besitzer an"
>
>(Manchmal mit dem Zusatz: "Das liegt daran, weil die genetisch zu
>Hirntumoren neigen - und dann drehen die irgendwann durch")
>
>Selbst von Dobermannbesitzern habe ich das schn gehört.
>
>Daher meine Frage: hat irgendjemand eine Ahnung, woher diese Legenden
>kommt?
>
>Unnötig zu erwähnen, das noch nie jemand, der mir sowas erzählt hat, selber
>jemanden kannte, der von seinem Dobermann angefallen wurde - klassische
>Urban Legend also.
Das ist das *Gelaber* was eben aus ein bisschen Sensationslust nicht
fehlen darf beim Durchschnittshundehalter, den man mit seinem Dobi
trifft, der sich gerade fast umbringt um mit dem anderen Hund Kontakt
aufzunehmen und 18 Spielaufforderungen nacheinander macht. Der andere
Hund knurrt dann natürlich vor *Angst* vor dem bösen Schwarzen
Killerhund, aber das ist dann ja vollkommen normal und verständlich.
Ich kenne auch noch "Die Dobi-Rüden werden aggressiv, wenn sich die
gut riechenden Hündinnen nicht willig zur Paarung zeigen, dann
entstehen böse Beißereien." Dies soll angeblich sogar ein Tierarzt
gesagt haben. Ich bin es schon gewöhnt mit dem Hund von Baskerville
unterwegs zu sein. Ich hatte mir das Gerede von den Leuten allerdings
nicht so schlimm vorgestellt, bevor ich mir den Dobi zulegte.
>
>Ebenso hörte isch schon oft, dass gerade ein Dobermann ein typischer "ein
>Mann Hund" sei, der nur auf eine Person fixiert ist und sonst auf niemanden
>hört. Hmm... würde ich auch erstmal ins Reich der Fabel verweisen, oder?
Ich würde schon sagen, dass er am meisten auf eine Person hört. Dies
bedeutet aber nicht, dass er garnicht auf die anderen
Familienmitglieder hört. Dies ist aber warscheinlich bei anderen
Hundereassen ebenso.
Grüße
Katrin, Enzio, Shoona, Pucki
http://katrinhome.bei.t-online.de
Wolfgang Krietsch, Deine Zeilen möchte ich kommentieren:
> On Thu, 09 May 2002 18:59:52 +0200, Barbara J. Litza wrote:
>
> insgesamt ein schönes Posting - IMHO hast Du die Sache schön auf den Punkt
> gebracht.
ACK
>> Unnahbarkeit. Kupiert wirkt er noch größer, noch "aufrechter". (Diesen
>> Habt-Respekt-Ausruck erreicht der Rottweiler vielleicht durch den
>> breiten Kopf und die Riesenpranken)
>
> Und auch durch den ganzen Körperbau - ein Rotti sieht einfach unglaublich
> bullig aus.
Nachdem hier nun vermehrt unkupierte Rottweiler rumlaufen, verwischt
sich dieser Eindruck.
Die Rute nimmt dem Rotti doch einiges von diesem bulligen Eindruck, und
das ist auch gut so.
> Hier läuft immer einer rum, der ziemlich groß und verspielt ist
> - wenn der im Gallop auf mich zugerannt kommt, ist das schon ein
> beeindurckendes Bild. Ungefähr so als ob ein Omnibus auf eine zu fährt ;-)
Wenn meine beiden (leider schon verstorbenen) Rüden Florian
(Setter-Mischling, rotbraun) und der Rotti auf jemanden zuliefen, kam
"Tut der Schwarze/Rottweiler was?", obwohl sich beide gleich verhielten.
Ich stellte oft fest, daß die Leute vor schwarzen Hunde, deren weißte
Zähne einen ziemlichen Kontrast darstellen, viel mehr Angst haben als
vor braunen, roten oder beigen.
Die fehlende Rute machte wohl auch was aus, weil man nicht sofort
einschätzen kann, ob der kupierte Hund sich freundlich oder feindlich
gesinnt nähert.
Grüße
Sabine
Danke für den ausführlichen Bericht. Genau das habe ich gemeint.
Tanja Marschall schrieb:
[...]
> Ich persönlich stimme dem zu, dass vollkupierte Dobermänner edler und
> eleganter - aber eben auch gefährlicher aussehen.
Richtig. Und bei aller Abneigung gegenüber dem Kupieren kann ich über
dieses Erscheinungsbild tatsächlich schwärmen:
http://www.woofs.org/showdogs/working2001.html
Es war natürlich dennoch höchste Zeit, das Kupieren zu untebinden. Es
wird auch dem Ruf des Dobermanns sicher zugute kommen.
> Nun, ich favorisiere die unkupierte Variante und somit auch das
> Kupierverbot, warum sollen liebe Hunde nicht auch lieb aussehen?
:) Ein schöner Satz, den sich Mensch hinter die (unkupierten) Ohren
schreiben sollte.
Bedankt und einen friedlichn Gruß an alle Dobis -
BJL & Hovi Noah, der schon mal als dicker Setter verkannt wird ("Oh, ein
Gordon! Na, der ist aber überfüttert!")
Obwohl ich ja nicht dobi-behaftet bin...
>* Sie sind größtenteils schwarz. - Schwarze Hunde neigen per se dazu,
>dafür empfänglichen Menschen mehr Angst einzuflößen, als helle.
Ja, das erlebe ich häufig.
>Vielleicht kommt da auch die schwerer erkennbare Mimik ins Spiel (?).
Pondas schwarzes "Gesicht" hat eine unglaublich vielseitige Mimik.
>* Sie sind keine klassischen Sympathieträger. - Für den oberflächlichen
>Eindruck eines Nichthundekenners gilt annähernd:
>- Langes Fell ist "sanfter" als kurzes Fell (Boxer, Dobermann,
>Rottweiler, auch Staff, Bulli etc.),
Jawohl. Absolut. Max, der für den Nichthundler (und komischerweise
auch für machen Border Collie-Hündinnen-Besitzer) aussieht, wie ein
Border Collie, hat mindestens 5 Steine für sein Fell und 10 für den
Kino-Film bei Passanten im Brett.
>- ein schmaler, länglicher Fang ist "edler" und "zahmer" als ein breiter
>und/oder kurzer Fang (Rottweiler, Boxer, Pitbull etc. - hier bleibt Dobi
>außen vor, der hat aber auf den anderen Gebieten gut Punkte gemacht),
>außerdem gelten die lieben kurzen Schnauzen auf den ersten Blick selten
>als "schön" (...und was immer ein Golden, ein Setter oder selbst große
>Herdenschutzhunde spontan zu hören kriegen können).
Ja. Pondi ist ein Breitmaulfrosch und hat wieder Pech gehabt.
Ich erlebe das schon immer: Max sieht aus wie der nette Border, hat
langes Fell mit wohl genügend weiß, eine schmale Schnauze. Er hat
immer alle Sympathien. Es sei denn, er ist im Sommer geschoren - da
haben schon Leute die Strassenseite gewechselt.
Ponda hat kein Kuschelfell, eine breite Schnauze, ist fast nur schwarz
- das retten die Schlappohren auch nicht mehr.
Max, der angeleint meist auf Hundekontakt verzichten kann (z.B. im
TA-Wartezimmer), muß ich oft vehement vor Kleinhunden verteidigen.
"Ach, warum darf er denn nicht mal schnuppern? Der guckt doch so
lieb."
Vor Ponda, der "herzensgut" auch und vor allem mit Kleinhunden ist,
werden Kleinhunde an solchen Orten schnellstens in Sicherheit
gebracht.
Neulich im Wald wollte eine Kleinhündin-Besitzerin gern Kontakt. Aber
dann hat sie ganz klar gesagt:"Aber nicht mit dem da!" Ponda war
natürlich gemeint.
Nicht verstehende Grüße,
Ellen und Ponda, das häßliche Entlein
"Wolfgang Krietsch" <xwo...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:abe3e...@usenet.woffi.de...
das ging mir genau so. Seitdem wir einen Hund haben und regelmäßig mit
vielen anderen Hunden, darunter auch einigen Dobermännern zusammen treffen,
habe ich vor diesen Hunden keine Angst mehr. Im Gegenteil, ich finde sie
haben ein schönes Temperament, manche Menschen sagen auch, sie sind
"nervös", was ich gar nicht nachvollziehen kann.
Früher hatten wir schon Angst, bei uns in der Straße an einem Haus vorbeizu
gehen, wo 2 Dobermänner hinterm (zugegebenermassen wackligen) Zaun standen
und tierisch bellen.
mfg
GabyRudiGypsy
"moni" <mo...@mogue.de> schrieb im Newsbeitrag
news:zbavzbthrqr.g...@News.CIS.DFN.DE...
wir hatten hier im Kölner "Express" mal die Serie: "Die schönsten Hunde des
Rheinlandes". Jeden Tag wurde ein Hund vorgestellt, mindestens 10 insgesamt,
oder sogar noch mehr. Es war kein einziger schwarzer Hund dabei. Natürlich
auch kein "Kampfhund". Gewonnen hat, wer wundert sich noch, ein Golden
Retriever.
mfg
gabyRudiGypsy
>Tanja Marschall schrieb:
>[...]
>> Ich persönlich stimme dem zu, dass vollkupierte Dobermänner edler und
>> eleganter - aber eben auch gefährlicher aussehen.
>
>Richtig. Und bei aller Abneigung gegenüber dem Kupieren kann ich über
>dieses Erscheinungsbild tatsächlich schwärmen:
>
>http://www.woofs.org/showdogs/working2001.html
Sorry - ich kann mich dem gar nicht anschließen. Ich sehe da nur einen
traurig verstümmelten Hund. Womöglich sogar exakt deshalb urpsünglich so
zugerichten, um das IMage zu erreichen, das wir hier in diesem Thread so
beklagen? Oder gab es dafür andere Gründe?
Bye
woffi
--
Der Mensch - ein Exempel der beispiellosen
Geduld der Natur.
- Christian Morgenstern
Hallo Wolfgang
> Ich habe zumindest schonmal den Spruch gehört, unkupierte Dobis sähen
> "doof" aus - "gar nicht mehr gefährlich".
>
> Stimmt wohl.
Deswegen sind auch viele Dobermänner in den letzten Jahren im Ausland
kupiert worden.
> Naja - ich hatte mich ursprünglich gefragt, ob es irgendwo mal einen
wahren
> Kern für die Legende vom durchdrehenden und gefährlichen Dobermann gegebn
> hat. Das ist wohl gottseidank tatsächlich nicht der Fall.
>
Jede Legende hat wohl einen wahren Kern, nur oft ist er nicht mehr zu
ergründen ;-). Der " schlechte " Ruf des Dobermanns scheint schon so alt zu
sein wie die Rasse selbst.
http://www.zweidickefreunde.de/dobermann/historie.htm
Dobermanns Hunde waren nicht sonderlich beliebt. Wie der Herr, so das
Gescherr und zumal Hundefänger und Abdecker nicht eben geachtete Berufe
waren, färbte das auch auf die Hunde ab. Sie galten als unverbesserliche,
scharfe Wilderer, die von den Jägern unbarmherzig abgeknallt wurden, "
sobald sie die Nase über die Pfähle hinaus streckten ". Ich zitiere Göller:
Es war eben ein Hund, der den lieben, langen Tag an der Kette
zuverbringen hatte, auf Düngerhaufen oder in erbärmlicher Hütte sein Leben
im öden Einerlei fristete. Bei solcher Behandlung wurde er bissig....
Abgeschrieben aus dem Buch Schnauzer - Pinscher von Dr. Hans Raeber.
Vielleicht ist von dem damaligen schlechten Ruf etwas hängen geblieben und
da die wirklichen Gründe verloren gingen wurde die
kleinerKopfgroßesHirn - Geschichte erfunden. Noch eine gängige Geschichte
ist die: zu schmaler Brustkorb, zu großes Herz = geringe Lebenserwartung des
Dobis.
Hoffe geholfen zu haben
LG Anne
Kann ich bestätigen:-)) Linchen hat schon des öfteren Vasen, Lampen, Gläser
usw. die auf einem niedrigen Tisch standen mit ihrem Schwanz abgeräumt. Die
Eigentümer der Gegenstände waren aber lernfähig:-)) wenn wir kommen werden
die zerbrechlichen Teile etwas zur Seite geräumt. Linchen wedelt halt sehr
viel mit ihrem Schwanz.
Moni
Kennst du die Tiroler Brandelbracke? Hat unheimlich viel ähnlichkeit mit dem
Dobis. Ist kleiner und unkopiert. Normalerweise auch recht schlank, Zeichnung
wie bei Dobi und Rotti.
Moni
>
>Vielleicht ist von dem damaligen schlechten Ruf etwas hängen geblieben und
>da die wirklichen Gründe verloren gingen wurde die
[...]>
>Hoffe geholfen zu haben
Hast Du - danke. das ist wenigstens mal eine halbwegsb plausible Erklärung.
Bye
woffi
--
Notebooks machen frei!
(Roland Mösl in dafa)
>Kann ich bestätigen:-)) Linchen hat schon des öfteren Vasen, Lampen, Gläser
>usw. die auf einem niedrigen Tisch standen mit ihrem Schwanz abgeräumt. Die
>Eigentümer der Gegenstände waren aber lernfähig:-)) wenn wir kommen werden
>die zerbrechlichen Teile etwas zur Seite geräumt. Linchen wedelt halt sehr
>viel mit ihrem Schwanz.
Aha! Also doch heimtückische Biester - kein Wunder, irgendwoher muß mein
Doberdackel diesen Wesenszug ja geerbt haben ;-)
Bye
woffi
--
I'm overeducated, underskilled ...
or maybe it's the other way around, I forget
- William "D-FENS" Foster in "Falling Down"
> A propos. Bezüglich der Stehohren würde mich mal interessieren, ob
> langjährige Doberleute, die sowohl kupierte als auch unkupierte Hunde
> haben/hatten daraufhin mit anderen Reaktionen konfrontiert wurden.
> Obwohl das Wort "Dobermann" bisweilen so gefürchtet zu sein scheint,
> könnte ich mir vorstellen, daß viele Leute den Dobi "von heute" mit
> Schlappohr und Wedelrute ungenannt gar nicht erkennen. Da müßten sich
> doch zumindest die fest mit einem Bild des gefährlichen (kupierten)
> Biests namens "Dobermann" verwachsenen Vorurteile relativieren, oder?
Mein 'intakter' Dobi wurde noch nie 'einfach so' angefeindet. Positive
Reaktionen habe ich jedoch relativ oft (geht hin bis zum offenen Neid
:) ). Gerade gestern habe
ich nen elteren Herrn getroffen, der erst mal 2 Minuten geschwärmt hat
und dann sagte, das wäre eigentlich sein Traumhund gewesen, aber er
hätte halt von der Frau aus nicht dürfen und damals sei der Ruf halt
grad nicht der Beste gewesen usw....
Ich selbst denke, dass der 'original' Dobi wesentlich freundlicher
(manchmal halt auch treu-doof) aussieht als der coupierte. Dass manche
Leute ihn gar nicht als Dobi erkennen kann ich mir durchaus vorstellen.
Ich habe erst einmal erlebt, dass eine Frau den Kontakt zu ihrem Hund
verhindern wollte. Dem armen kleinen Kerl wurde ein Auge ausgebissen.
Ich sagte dann zu ihr, dass es aber wohl auch keine Lösung sei, den
Kontakt zu allen Hunden zu verbieten und sie meinte dann 'nicht zu
allen, nur zu denen, denen man sowas zutraut...'.
> Dobermanns Hunde waren nicht sonderlich beliebt. Wie der Herr, so das
> Gescherr und zumal Hundefänger und Abdecker nicht eben geachtete
Berufe
> waren, färbte das auch auf die Hunde ab. Sie galten als
unverbesserliche,
> scharfe Wilderer, die von den Jägern unbarmherzig abgeknallt wurden, "
Was ich auch schon gelesen habe ist, dass der Dobermann, ursprünglich ja
eben auf Schärfe gezüchtet, am Anfang des 20. Jahrhunderts irgendwann
wirklich 'zu scharf' wurde, das mittlerweilen jedoch wieder 'korrigiert'
wurde.
> Was ich auch schon gelesen habe ist, dass der Dobermann, ursprünglich ja
> eben auf Schärfe gezüchtet, am Anfang des 20. Jahrhunderts irgendwann
> wirklich 'zu scharf' wurde, das mittlerweilen jedoch wieder 'korrigiert'
> wurde.
Zu diesem Zeitpunkt begann man gezielt die Rasse des Dobermanns zu züchten,
auf der Basis dessen was der Herr Dobermann hinterlassen hat. Und das waren
wohl sehr " scharfe " Hunde.
LG Anne
Wolfgang Krietsch schrieb:
> On Thu, 09 May 2002 22:14:01 +0200, Barbara J. Litza wrote:
> >Tanja Marschall schrieb:
> >[...]
> >> Ich persönlich stimme dem zu, dass vollkupierte Dobermänner edler und
> >> eleganter - aber eben auch gefährlicher aussehen.
> >Richtig. Und bei aller Abneigung gegenüber dem Kupieren kann ich über
> >dieses Erscheinungsbild tatsächlich schwärmen:
> >http://www.woofs.org/showdogs/working2001.html
> Sorry - ich kann mich dem gar nicht anschließen. Ich sehe da nur einen
> traurig verstümmelten Hund.
Da hörst Du keinerlei Widerspruch. Über pro und contra und über unser
eigenes Empfinden gegenüber dem Kupieren müssen wir hier nicht
diskutieren, denn nicht erst als sog. Tierfreund, sondern schon als
moralisch denkender Mensch dürfte man da nicht lange überlegen.
Dennoch erscheinen mE die Proportionen und das gesamte Erscheinungsbild
eines solchen Tieres (sozusagen im losgelösten Moment der Betrachtung)
überaus ästhetisch. Das an sich ist ja nichts Verwerfliches. Doch es
wurde zu einem Motiv, um das Tier zu verstümmeln - und über die weitere
Beurteilung sind wir uns einig.
> Womöglich sogar exakt deshalb urpsünglich so
> zugerichten, um das IMage zu erreichen, das wir hier in diesem Thread so
> beklagen? Oder gab es dafür andere Gründe?
Dieses Image scheint ganz offenbar beabsichtigt worden zu sein. Den
Eigenschaften, die ihm als "gefährlichem Tier" zuzuschreiben waren,
sollte vermutlich Ausdruck verliehen werden. (Erinnert mich an eine
naivere und vor allem lebende! Version der umstrittenen
"Körperwelten"-Ausstellungen)
Gegrüßt und weg, langsam wird's gruselig -
BJL & Noah
Wolfgang Krietsch schrieb:
> On Thu, 09 May 2002 18:59:52 +0200, Barbara J. Litza wrote:
> insgesamt ein schönes Posting - IMHO hast Du die Sache schön auf den Punkt
> gebracht.
Schönen Dank.
> >Unnahbarkeit. Kupiert wirkt er noch größer, noch "aufrechter". (Diesen
> >Habt-Respekt-Ausruck erreicht der Rottweiler vielleicht durch den
> >breiten Kopf und die Riesenpranken)
> Und auch durch den ganzen Körperbau - ein Rotti sieht einfach unglaublich
> bullig aus. Hier läuft immer einer rum, der ziemlich groß und verspielt ist
> - wenn der im Gallop auf mich zugerannt kommt, ist das schon ein
> beeindurckendes Bild. Ungefähr so als ob ein Omnibus auf eine zu fährt ;-)
:) Das kann ich mir gut vorstellen. Ich habe auf weitere Analysen bzgl.
der Rottweiler verzichtet, weil ich persönlich leider keine Erfahrungen
mit dieser Rasse habe - noch nie kam ein solcher Omnibus auf mich zu...
(Bildungslücke! Nennt mich ZOB! *armeausbreit*)
> >- ein schmaler, länglicher Fang ist "edler" und "zahmer" als ein breiter
> >und/oder kurzer Fang (Rottweiler, Boxer, Pitbull etc. - hier bleibt Dobi
> >außen vor, der hat aber auf den anderen Gebieten gut Punkte gemacht),
> Aber der Fang wirkt bei Dobis IMHO *sehr* groß und lang, gerade durch den
> schlanken KOpf und die kurzen Haare.
Ja. Es ging mir in diesem Punkt um die Form des Kopfes an sich. Bei
gleicher Größe (Länge, Höhe) macht die Breite einen entscheidenden
Unterschied. Aber Du hast schon recht. Ein Dobermannfang ist durchaus
beachtlich, die Zähne dabei schön deutlich sichtbar (Lefzen zB im
Gegensatz zu einer Dogge relativ sparsam beschaffen). Gerade durch den
langen Hals wirkt der Kopf noch größer, weil er nicht im direkten
Kontrast zum Körper steht. Außerdem lassen Schlappohren, gerade die
großen, leicht abstehenden, den Kopf und vor allem den Fang kleiner
erscheinen, weil sie dem Ganzen mehr Breite verleihen.
> >Ein äußerliches Antipathie-Image haftet wohl eher dem Rottweiler an,
> >denn vom Dobermann sagen immerhin viele (selbst hundeängstliche)
> >Menschen etwas im Sinne von "...schön sind die ja...".
> ACK. Ich hörte schon mal "Schön sind die ja, aber als Haushund zu
> gefährlich".
Genau. Ich kenne Familienväter/-mütter mit Retrievern oder Collies, die
insgeheim von einem Dobi träum(t)en, den Wunsch jedoch nicht mit Familie
und Kindern vereinbaren konnten.
> >A propos. Bezüglich der Stehohren würde mich mal interessieren, ob
> >langjährige Doberleute, die sowohl kupierte als auch unkupierte Hunde
> >haben/hatten daraufhin mit anderen Reaktionen konfrontiert wurden.
> Ich habe zumindest schonmal den Spruch gehört, unkupierte Dobis sähen
> "doof" aus - "gar nicht mehr gefährlich".
:) Vielleicht kriegen sie endlich den verdienten häuslichen Touch.
Gewünscht und seufzende Grüße -
BJL & Noah (trotz Schlappohr unwiderlegbar gefährlich)
Ellen Ziemer-Sonnenberg schrieb:
> On Thu, 09 May 2002 18:59:52 +0200, "Barbara J. Litza"
> <li...@pendolo.de> wrote:
> Obwohl ich ja nicht dobi-behaftet bin...
Ich auch nicht (die sind ja schön, aber zu gefährlich...).
> >* Sie sind größtenteils schwarz. - Schwarze Hunde neigen per se dazu,
> >dafür empfänglichen Menschen mehr Angst einzuflößen, als helle.
> Ja, das erlebe ich häufig.
Interessanterweise ist hier offenbar weiß die Farbe, die schon in
kleinen Mengen Wunder vollbringen kann. Ich kenne einen Collie-Mix, der
die Statur eines Malamuten hat und bis auf einen weißen Kragen (und
Socken) ganz schwarz ist. Auch die Ohren stehen, und er macht von der
Körpersprache her durchaus einen respekteinflößenden Eindruck. Dennoch
reagieren die Leute (meine Mutter als personifizierte Hundepanik dient
hier als Richtgröße) auf ihn im allgemeinen sympathisch, weitaus besser
als auf den durchweg schwarzen, aber nur halb so großen Labrador von
nebenan (gut - Glatthaar, aber trotzdem). Die Steigerung dieser leicht
angeweißten Schwärze ist wohl so etwas wie der Border Collie, und von da
an ist es nur noch ein Katzensprung zum allerliebsten Dalmatiner.
> >Vielleicht kommt da auch die schwerer erkennbare Mimik ins Spiel (?).
> Pondas schwarzes "Gesicht" hat eine unglaublich vielseitige Mimik.
Das Haben ist keine Frage. Nur ist sie auf den ersten Blick vielleicht
schlechter erkennbar. Obwohl mE gerade beim Dobi und ähnlichen Färbungen
(auch Rottweiler, schwarzmarkener Hovi etc.) die hellen Punkte über den
Augen letzteres wesentlich erleichtern.
> >- Langes Fell ist "sanfter" als kurzes Fell (Boxer, Dobermann,
> >Rottweiler, auch Staff, Bulli etc.),
> Jawohl. Absolut. Max, der für den Nichthundler (und komischerweise
> auch für machen Border Collie-Hündinnen-Besitzer) aussieht, wie ein
> Border Collie, hat mindestens 5 Steine für sein Fell und 10 für den
> Kino-Film bei Passanten im Brett.
Welchen Kino-Film? *ungebildetguck*
> >außerdem gelten die lieben kurzen Schnauzen auf den ersten Blick selten
> >als "schön" (...und was immer ein Golden, ein Setter oder selbst große
> >Herdenschutzhunde spontan zu hören kriegen können).
> Ja. Pondi ist ein Breitmaulfrosch und hat wieder Pech gehabt.
Ich habe schon Aussagen gehört, die nicht verstehen wollten, wie man
überhaupt (hier war das Beispiel ein:) Boxer halten könne. Man könne
sich das doch unmöglich wirklich wünschen! *schulterzuck*
> Ich erlebe das schon immer: Max sieht aus wie der nette Border, hat
> langes Fell mit wohl genügend weiß, eine schmale Schnauze. Er hat
> immer alle Sympathien. Es sei denn, er ist im Sommer geschoren - da
> haben schon Leute die Strassenseite gewechselt.
> Ponda hat kein Kuschelfell, eine breite Schnauze, ist fast nur schwarz
> - das retten die Schlappohren auch nicht mehr.
Ja, das ist doch ziemlich klassisch. Vor allem wenn die Schlappohren an
einem glatthaarigen, breiten Kopf hängen, können sie nicht mehr
allzuviel rausschlagen.
> Max, der angeleint meist auf Hundekontakt verzichten kann (z.B. im
> TA-Wartezimmer), muß ich oft vehement vor Kleinhunden verteidigen.
> "Ach, warum darf er denn nicht mal schnuppern? Der guckt doch so
> lieb."
> Vor Ponda, der "herzensgut" auch und vor allem mit Kleinhunden ist,
> werden Kleinhunde an solchen Orten schnellstens in Sicherheit
> gebracht.
Wie gut, daß die Leute genau wissen, was ihre Hunde von der Sache
halten.
Kopfgeschüttelt und besonders aufmunternde Grüße an das Breitmaulentlein
-
BJL & Noah (mit allseitigem Der-ist-ja-süß-Bonus)
>(Bildungslücke! Nennt mich ZOB! *armeausbreit*)
ZOB?
>BJL & Noah (trotz Schlappohr unwiderlegbar gefährlich)
Habt ihr beide Schlappohren? ;-)
Bye
woffi
--
Someday, we'll look back on this, laugh nervously
and change the subject.
>Das Haben ist keine Frage. Nur ist sie auf den ersten Blick vielleicht
>schlechter erkennbar. Obwohl mE gerade beim Dobi und ähnlichen Färbungen
>(auch Rottweiler, schwarzmarkener Hovi etc.) die hellen Punkte über den
>Augen letzteres wesentlich erleichtern.
ACK. Trixi hat diese "Augenbrauen" ja auch, und gerade dadur kann sie
unglaublich ausdrucksvoll gucken (wenn man z. B. am TIsch sitzt und eine
Bratwurst isst ;-)
Bye
woffi
--
Die Nichtexistenz eines Beweises ist kein Beweis für die
Nichtexistenz
Zentralomnibusbahnhof. :)
> >BJL & Noah (trotz Schlappohr unwiderlegbar gefährlich)
> Habt ihr beide Schlappohren? ;-)
Nur in gedrückter Stimmung.
BJL. (Noah pennt.)
Grüßchen
Sandra
Sandra Koschke schrieb:
> > Ich auch nicht (die sind ja schön, aber zu gefährlich...).
> Huch, von wem kam denn diese falsche aussage??
> Ein Hund ansich ist nie gefährlich, das hat nichts mit der Rasse, sondern
> mit dem Leinenanhang zu tun :-)
Keine Panik. Da hat sich nur im Eifer der Ironie das Standardzitat (!)
des gängigen Dobi-Skeptikers eingeschlichen. Siehe weiter oben im
Thread. Sei also gnädig. :)
Bedankt und im seligsten Frieden mit Dobis -
BJL & Noah (der ist ja gefährlich, aber zu schön... *knuddel*)
> Bedankt und im seligsten Frieden mit Dobis -
Ich muss jetzt da einfach doch noch mal einschreiten.
Dobis sind *nicht* ungefährlich. Ich muss es wissen.
Mein Dobi schleicht sich Nacht für Nacht zu uns in's Bett und kuschelt
sich so nah an mein Kreuz, dass ich am Morgen wie gerädert aufwache.
Ungefährlich... tzck... keine Ahnung die Leute... <seufz>
Hopps! genug geschrieben
Gruss von der Lahn
harald
Patrick Kormann schrieb:
Du siehst mich offenen Mundes erstarren. <baff>
Wieder mal typisch, daß zu den wirklichen Gefahrenbereichen von
öffentlicher Stelle keinerlei Aufklärung betrieben wird! Es ist doch
so... Da will man sich als ahnungsloser Verbraucher eine renommierte
Alarmanlage mit Scherengebiß ins Haus holen, die auch nach was aussieht
- und was kriegt man? Nicht die gute alte Qualität mit feinem Stehohr
und Wedelsperre, sondern das treudoofe Komplettpaket mit allem
Überflüssigen dran. Wenn man Pech hat, ist das Phi auch noch
menschenfreundlich und als Selbstschußanlage nicht zu gebrauchen (der
Makel kommt bestimmt durch die Überzüchtung! Pfui!). Aber kann der so
armselig Betrogene nun in Frieden, wenn auch vollends zerknirscht sein
Dasein fristen? Weit gefehlt! Mit der Moral einer Viper und den
schmerzlichen Konturen eines Kälbchens versteht es die Bestie
meisterhaft, sich unter ihres Gönners Kreuz zu schleichen. Und wer ist
schon auf einen solchen Angriff vorbereitet?! Schneller als man
"Dobermannvorurteilsthread" sagen kann, ist das Rückenmark zerknittert,
vom Laken ganz zu schweigen...
Es ist gut, daß wir hier mutige Opfer haben, die nicht länger schweigen
wollen! Und wer weiß schließlich, welche anderen Gefahren uns noch in
unserem vermeintlich sicheren sechs- bis n-füßigen Alltag drohen? Ich
empfehle Panik.
Bedankt für die Aufdeckung und fortan besserwissend -
BJL & Noah, der neben Steuermarke ab sofort einen Privatdetektiv am Hals
hat. (*skeptischguck*)
> Es ist gut, daß wir hier mutige Opfer haben, die nicht länger schweigen
> wollen! Und wer weiß schließlich, welche anderen Gefahren uns noch in
> unserem vermeintlich sicheren sechs- bis n-füßigen Alltag drohen? Ich
> empfehle Panik.
Was bin ich froh, dass ich mit meinen Sorgen endlich nicht mehr alleine
da stehe! Da wird man Nacht für Nacht hinterrücks (im wahrsten Sinn des
Wortes) angefallen und auf perfide Weise fast totgekuschelt und kein
Mensch greift das Thema auf. Ich erwarte in den nächsten Tagen einen
Beitrag in "Extrem Primitiv - die Blamage", oder ich versteh die Welt
nicht mehr.
>Mit der Moral einer Viper und den schmerzlichen
>Konturen eines Kälbchens versteht es die Bestie
>meisterhaft, sich unter ihres Gönners Kreuz zu
>schleichen. Und wer ist schon auf einen solchen Angriff
vorbereitet?! Schneller als man
>"Dobermannvorurteilsthread" sagen kann, ist das
>Rückenmark zerknittert,
Hallo Barbara,
jetzt ist mir endlich klar, warum in Deutschlands
Reha-Kliniken so viele Rückenleiden behandelt werden
müssen! Ich fordere eine Kampfkuschler-Verordnung,
denn es kann nicht sein, dass Deutschlands
Krankenkassenmitglieder sowie die BfA-Versicherten
Jahr für Jahr Millionen für die Behandlung der von den
Bestien verursachten Rückenschäden zahlen müssen!
Gruß
Wolfgang
und AmStaff Ina - nu aber raus aus dem Bett, Bestie!
--
__________________________________________________________
News suchen, lesen, schreiben mit http://newsgroups.web.de
Tel.: 05137/876979 ; 0175/2347923