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Pitbull (Kampfhunde) verbieten

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Dieter Seidel

unread,
May 14, 1998, 3:00:00 AM5/14/98
to

Gestern sind in Waldeck Sachsenhausen zwei Pitbulls entlaufen die sehr
angriffslustig sind.
Die Polizei warnt vor diesen Hunden (sich sofort entfernen und die Polizei
verständigen).
Ich habe zwei kleine Kinder die gerne im Garten spielen (grade bei diesem
Wetter), leider traue ich mich im Moment nicht diese vor die Tür zu lassen.
Wo soll das noch hinführen.


Wie schrieb doch vor noch nicht allzu langer Zeit ein ganz Gescheiter
in dieser Group: Das sind alles ganz liebe Hunde !

Hapeso
Im Übrigen bin ich der Meinung, daß die Zucht und die Haltung von
Kampfhunden europaweit gesetzlich verboten werden müssen.


PS
Ich möchte eine newsgroup de.rec.tiere.kampfhund-Verbot gründen.
In dieser sollen alle die für ein Verbot sind ein Posting hinterlassen.
Vielleicht kann man mit genügend Stimmen eine Gesetzesänderung
herbeiführen.
Für eine Unterstützung In de.admin.news.groups würde ich mich freuen.


MFG
Didi

Hiermit widerspreche ich der Nutzung oder Übermittlung meiner
Daten fuer Werbezwecke oder fuer die Markt- oder Meinungsforschung
gemaess Par. 28 Abs. 3 Bundesdatenschutzgesetz.


KK

unread,
May 14, 1998, 3:00:00 AM5/14/98
to

>Im Übrigen bin ich der Meinung, daß die Zucht und die Haltung von
>Kampfhunden europaweit gesetzlich verboten werden müssen.
>
>
>PS
>Ich möchte eine newsgroup de.rec.tiere.kampfhund-Verbot gründen.
>In dieser sollen alle die für ein Verbot sind ein Posting hinterlassen.
>Vielleicht kann man mit genügend Stimmen eine Gesetzesänderung
>herbeiführen.
>Für eine Unterstützung In de.admin.news.groups würde ich mich freuen.


Was bitte ist "ein Kampfhund"? Hast Du ein Bild oder irgendwo eine
Rassebeschreibung? Ich bin schon seit Jahren auf der Suche danach...

Ich habe in allen Hundebüchern immer nur die Einteilung der FCI gefunden....
und da steht seltsamerweise nicht. Kennen die Hohen Herren diese "Rasse"
nicht?

Nichts dagegen, daß man Hunde sanktioniert, die auffällig geworden sind
(dann aber auch jeden Retriver, Westie, Dackel, Schäferhund, etc....!) aber
doch nicht alle, die irgend jemand mal unter "Kampfhund" gesteckt hat (zudem
die Summe derer auch noch heftig schwankt!)

Herzliche Grüße

Désirée

JuttaBechinger

unread,
May 15, 1998, 3:00:00 AM5/15/98
to

KK schrieb in Nachricht <6jeq0h$qvh$1...@zeus.bingo.baynet.de>...


>
>>Im Übrigen bin ich der Meinung, daß die Zucht und die Haltung von
>>Kampfhunden europaweit gesetzlich verboten werden müssen.
>>
>>
>>PS
>>Ich möchte eine newsgroup de.rec.tiere.kampfhund-Verbot gründen.
>>In dieser sollen alle die für ein Verbot sind ein Posting hinterlassen.
>>Vielleicht kann man mit genügend Stimmen eine Gesetzesänderung
>>herbeiführen.
>>Für eine Unterstützung In de.admin.news.groups würde ich mich freuen.
>
>
>Was bitte ist "ein Kampfhund"? Hast Du ein Bild oder irgendwo eine
>Rassebeschreibung? Ich bin schon seit Jahren auf der Suche danach...
>

******
Habe selten so einen großen SCHWACHSINN gelesen. Die sogenannten
"Kampfhunde" gibt es nicht. Auch nicht oder falsch erzogene Schosshündchen
können zu "Kampfhunden" werden. Nachweislich passieren die meisten Unfälle
mit Zwingerhunden die kaum soziale Kontakte zu ihren Menschen haben oder mit
Tieren die zu vermenschlicht und verwöhnt werden, so daß sie die wahren
Chef´s sind. Verboten werden müsste, daß irgendwo aufgeschnappte Klischees
immer wieder neu verbreitet werden ohne Sachverstand und Überlegung. Es ist
sicher traurig daß immer wieder Unfälle auch tötliche passieren es ist aber
immer die Schuld des Menschen.So daß mußte mal gesagt werden.
J.Bechinger
*******

wboetz

unread,
May 18, 1998, 3:00:00 AM5/18/98
to

JuttaBechinger schrieb in Nachricht <6ji525$4v6$1...@news.vossnet.de>...

kann mir mal bitte einer sagen was ein kampfhund ist ???

wir haben selber ein American staff und er ist eine seele von hund
nur er braucht eben eine vernünftige erziehung ohne wenn und aber ,wir haben
noch nie was lieberes und treueres gehabt wie diese rasse .

wbo...@wtal.de

>>
>>
>
>

Helmut Steinberger

unread,
May 18, 1998, 3:00:00 AM5/18/98
to

wboetz schrieb in Nachricht <6jpjln$f0e$1...@euler.space.net>...

>kann mir mal bitte einer sagen was ein kampfhund ist ???
>
>wir haben selber ein American staff und er ist eine seele von hund
>nur er braucht eben eine vernünftige erziehung ohne wenn und aber ,wir
haben
>noch nie was lieberes und treueres gehabt wie diese rasse .
>


Ganz einfach: ein Kampfhund ist ein Cockerspaniel, Dackel, Dalmatiner,
Schäferhund, Hoverwart, Setter, Pudel, Bernahrdiner, Dt. Kurzhaar, Basset
u.v.m. oder irgendein Mischling, der gelernt hat auf alles was sich bewegt
loszugehen.
Es gibt aber auch ein paar Komiker, die behaupten Kampfhunde wären nur auf
ein paar Rassen bezogen.

Helmut

Caligula

unread,
May 18, 1998, 3:00:00 AM5/18/98
to

Helmut Steinberger schrieb in Nachricht <6jpnpr$l7g$3...@apain2.apa.at>...

>
>wboetz schrieb in Nachricht <6jpjln$f0e$1...@euler.space.net>...
>
>>kann mir mal bitte einer sagen was ein kampfhund ist ???
>>
>Ganz einfach: ein Kampfhund ist ein Cockerspaniel, Dackel, Dalmatiner,
>Schäferhund, Hoverwart, Setter, Pudel, Bernahrdiner, Dt. Kurzhaar, Basset

Und Oesterreicher zaehlen auch noch dazu.........

Tschuess
Caligula

P.Hartig

unread,
May 19, 1998, 3:00:00 AM5/19/98
to

Caligula schrieb:

>
> >Ganz einfach: ein Kampfhund ist ein Cockerspaniel, Dackel, Dalmatiner,
> >Schäferhund, Hoverwart, Setter, Pudel, Bernahrdiner, Dt. Kurzhaar, Basset
>
> Und Oesterreicher zaehlen auch noch dazu.........
>
> Tschuess
> Caligula
-----------------------------------------------------------------------
Der Liebe Gott weiß alles, CALIGULA weiß alles BESSER!!

Hi Caligula,
seit Wochen verfolge ich mit großem Interesse Deine unsinnigen Aussprüche in
der NG. Zunächst mit einem Schmunzeln, jetzt allerdings bedauere ich es, daß
ich kein Psychiater bin, von Dir alleine könnte man locker leben.

Mona Klock schrieb in Nachricht <6u43M...@shadow.flensburg.de>...
>Warum hast Du noch keinen Therapieplatz? Das muss doch auffallen, wenn >Du staendig Selbstgespraeche fuehrst.

Dem habe ich nichts hinzuzufügen, Mona Klock sprach mir aus der Seele.

Ab mit ihm ins Killfile

Peter aus ÖSTERREICH

Helmut Steinberger

unread,
May 19, 1998, 3:00:00 AM5/19/98
to

Caligula schrieb in Nachricht <6jr0v3$1de$6...@news.metronet.de>...


>Helmut Steinberger schrieb in Nachricht <6jpnpr$l7g$3...@apain2.apa.at>...
>>
>>wboetz schrieb in Nachricht <6jpjln$f0e$1...@euler.space.net>...
>>
>>>kann mir mal bitte einer sagen was ein kampfhund ist ???
>>>

>>Ganz einfach: ein Kampfhund ist ein Cockerspaniel, Dackel, Dalmatiner,
>>Schäferhund, Hoverwart, Setter, Pudel, Bernahrdiner, Dt. Kurzhaar, Basset
>
>Und Oesterreicher zaehlen auch noch dazu.........
>


Das möchte ich lieber nicht kommentieren. Nur ein Rat an Dich Caligula. Es
gibt eine NG, welche Deinem Intellekt besser gerecht wird. Versuche es in
de.alt.dummschwatz

Aber bleibe uns trotzdem erhalten. Der ganze Schwachsinn, der von Dir kommt
hat doch einen gewissen Unterhaltungswert.

Servus
Helmut

Joachim Fricke

unread,
May 20, 1998, 3:00:00 AM5/20/98
to

Helmut Steinberger schrieb in Nachricht

>Es gibt aber auch ein paar Komiker, die behaupten Kampfhunde wären nur auf
>ein paar Rassen bezogen.
>
>Helmut

Hi,

naja, soviel Komiker muss man zu dieser Behauptung nicht sein: schliesslich
sind schon immer spezielle Rassen für spezielle Tätigkeitsfelder (Hüten,
Jagd, Wachen etc.) gezüchtet worden...tja, und eben auch für den "Kampf",
sei es als Schutzhund/Kriegshund, um gegen Menschen zu "kämpfen" oder eben,
um gegen Hunde und andere Tiere zu kämpfen.

Die einfache Tatsache, dass es Rassen gibt, die zum Zweck "Kampf" gezüchtet
worden sind, lässt sich nicht verleugnen. Insofern gibt es natürlich
Kampfhund-Rassen. Ansonsten: jeder Hund jagt, also ist die Bezeichunung
"Jagdhunde" für viele Rassen also auch nur etwas, was sich ein paar Komiker
ausgedacht haben? Und Schutzhunde? Jeder Hund schützt, oder? Also alles nur
Komiker? Oder wie? Sicher ist der Nutzungszweck Kampfhund weder bei
Züchtern, Vereinen und bei Haltern populär, aber er lässt sich nicht
wegleugnen!

Und natürlich sind viele dieser Rassen mit einer hohen Reizschwelle
gegenüber Menschen versehen, müssen sie ja auch, wg. ihrem "Beruf", nämlich
gegen Hunde (Hunde, nicht Menschen. Die Kampfhunde, die speziell gegen
Menschen eingesetzt werden, tja, die heissen Schäferhund, Rottweiler etc.
Na, okay, "Schutzhunde", klingt feiner...) zu kämpfen... lest mal bei Dr.
Fleig nach, der züchtet Bullterrier und hat zu diesem Thema viele
interessante Sachen zu sagen bzw. zu schreiben.

Leider haben diese Hunde aber auch die Eigenschaft, bis zum Tod zu kämpfen,
wenn sie denn erstmal einen Feind ausgemacht haben und die Reizschwelle
überschritten ist (wieder bei Dr. Fleig nachzulesen), tja, und das
unterscheidet sie dann schon von anderen Rassen....

Eins noch: in dieser NG wird einzelnen Leuten auf niedrigstem Niveau
niedriges Niveau vorgeworfen... Leider scheint es mir eher so zu sein, das
hier unbeliebte Meinungen gemeint sind...


Tschuess, Joachim

Helmut Steinberger

unread,
May 21, 1998, 3:00:00 AM5/21/98
to

Joachim Fricke schrieb in Nachricht
<6jvju8$urj$1...@news01.btx.dtag.de>...


>
>Helmut Steinberger schrieb in Nachricht
>>Es gibt aber auch ein paar Komiker, die behaupten Kampfhunde wären
nur auf
>>ein paar Rassen bezogen.
>>
>>Helmut
>
>Hi,
>
>naja, soviel Komiker muss man zu dieser Behauptung nicht sein:
schliesslich
>sind schon immer spezielle Rassen für spezielle Tätigkeitsfelder
(Hüten,
>Jagd, Wachen etc.) gezüchtet worden...tja, und eben auch für den
"Kampf",
>sei es als Schutzhund/Kriegshund, um gegen Menschen zu "kämpfen" oder
eben,
>um gegen Hunde und andere Tiere zu kämpfen.

Das Hunde im Krieg gegen Menschen kämpfen ist schon sehr lange her.
Und das Hunde als Kampfhunde gegeneinander kämpfen ist auch eine Sache
die einige Zeit zurückliegt. Sicher gibt es auch heute noch vereinzelt
einige Perverslinge, die Hunde aufeinander hetzen, aber das wird man
durch ein aKampfhundeverbot auch nicht verhindern können.
Hundekämpfe sind nämlich sowieso verboten.
Wer sich ein bischen mit Hundezucht auskennt, weis, das Eigenschaften
einer Rasse in relativ kurzer Zeit verloren gehen,. wenn man sie nicht
als Zuchtziel hat. Man braucht sich nur einzelne Gebrauchshunde
ansehen, deren Zuchtziel in den letzten Jahren die Schönheit war. Ihr
Gebrauchswert nähert sich dramatisch schnell der Nullinie.


>Die einfache Tatsache, dass es Rassen gibt, die zum Zweck "Kampf"
gezüchtet
>worden sind, lässt sich nicht verleugnen. Insofern gibt es natürlich
>Kampfhund-Rassen. Ansonsten: jeder Hund jagt, also ist die
Bezeichunung


Siehe oben.

>"Jagdhunde" für viele Rassen also auch nur etwas, was sich ein paar
Komiker
>ausgedacht haben? Und Schutzhunde? Jeder Hund schützt, oder? Also
alles nur


Jagdhunde werden heute noch sehr verbreitet als Jagdhunde gezüchtet
und verwendet. Wenn man diese Rassen nicht mehr auf ihre jagdlichen
Fähigkeiten überprüfen würde, bevor man sie zur Zucht heranzieht, wäre
es bald zu Ende mit den Jagdhundeeigenschaften.
Bei den Schutzhunden ist es ähnlich. Da kommt es nicht sosehr auf die
Rasse an, sondern vielmehr auf das Zuchtziel und die Verwendung
geeigneter Exemplare zur Zucht. Es gibt Deutsche Schäferhunde, die
durch Schönheitszucht soweit verändert wurden, daß sie als Schutzhund
völlig ungeeignet sind. Von den meisten Dobermännern will ich erst gar
nicht mehr reden.

>Komiker? Oder wie? Sicher ist der Nutzungszweck Kampfhund weder bei
>Züchtern, Vereinen und bei Haltern populär, aber er lässt sich nicht
>wegleugnen!


Dieser Nutzungszweck ist sogar sehr populär. Und zwar bei denene die
so einen Hund brauchen um ihr Ego aufzumöbeln. Nur hat das nichts mit
der einzelnen Rasse zu tun. Es gibt eine Menge seriöse Züchter der
"KLampfhunderassen", deren Hunde mit einem Kampfhund nur mehr das
Äußere gemeinsam haben.

>Und natürlich sind viele dieser Rassen mit einer hohen Reizschwelle
>gegenüber Menschen versehen, müssen sie ja auch, wg. ihrem "Beruf",
nämlich
>gegen Hunde (Hunde, nicht Menschen. Die Kampfhunde, die speziell
gegen


Das ist jetzt ein interessanter Aspekt, den Du hier bringst. Das
heißt, daß Kampfhunde für den Menschen ungefährlich sind. Da werden
sich jetzt einige drüber freuen (Caligula und Freunde) :-)))

>Menschen eingesetzt werden, tja, die heissen Schäferhund, Rottweiler
etc.
>Na, okay, "Schutzhunde", klingt feiner...) zu kämpfen... lest mal bei
Dr.
>Fleig nach, der züchtet Bullterrier und hat zu diesem Thema viele
>interessante Sachen zu sagen bzw. zu schreiben.


Schutzhunde kenne ich nur in 2 Varianten. 1. Diensthunde bei Polizei
u.ä., was sehr nützlich ist.
2. Als Sporthunde im Schutzhundesport. Da handelt es sich zum größten
Teil um gut in der Hand der Hundeführer stehende Hunde. SCHH ist die
hohe Schule der Unterordnung. Es ist relativ selten, daß es durch
einen sportlich geführten Schutzhund zu Unfällen kommt.
Schutzhunde im zivielen Bereich, die Mannscharf trainiert werden,
lehne ich ab. Zu gefährlich !!!!

>Leider haben diese Hunde aber auch die Eigenschaft, bis zum Tod zu
kämpfen,
>wenn sie denn erstmal einen Feind ausgemacht haben und die
Reizschwelle
>überschritten ist (wieder bei Dr. Fleig nachzulesen), tja, und das
>unterscheidet sie dann schon von anderen Rassen....


Wenn Dr. Fleig der Überzeugung wäre, daß Bullterrier generell
gefährlich sind, würde er sie sicher nicht züchten.

>Eins noch: in dieser NG wird einzelnen Leuten auf niedrigstem Niveau
>niedriges Niveau vorgeworfen... Leider scheint es mir eher so zu
sein, das
>hier unbeliebte Meinungen gemeint sind...


Manche verstehen es nicht, wenn man es mit vernünftigen Erklärungen
versucht. Deshalb muß man sich mitunter auf ein niedrigeres Niveau
begeben um auch diesen Leuten etwas mitteilen zu können.
Mit ungeliebten Meinungen habe ich kein Problem, zumal meine Meinung
sicher auch nicht von Jedermann geliebt wird. Ich liebe es nur nicht,
wenn Behauptungen in den Raum gestellt werden, die sachlich durch
nichts zu belegen sind.

Servus Helmut

Caligula

unread,
May 21, 1998, 3:00:00 AM5/21/98
to

Joachim Fricke schrieb in Nachricht <6jvju8$urj$1...@news01.btx.dtag.de>...
>
>Helmut Steinberger schrieb in Nachricht
>>Es gibt aber auch ein paar Komiker, die behaupten Kampfhunde wären nur auf
>>ein paar Rassen bezogen.
>>
>>Helmut
>
>naja, soviel Komiker muss man zu dieser Behauptung nicht sein: schliesslich
>sind schon immer spezielle Rassen für spezielle Tätigkeitsfelder (Hüten,
>Jagd, Wachen etc.) gezüchtet worden...tja, und eben auch für den "Kampf",
>sei es als Schutzhund/Kriegshund, um gegen Menschen zu "kämpfen" oder eben,
>um gegen Hunde und andere Tiere zu kämpfen.
Beim Steinberger kannst Du Dir jegliche Worte sparen, der kennt nur sich und
seine seinen kleinen, engen Horiziont.

Tschuess
Caligula

Joachim Fricke

unread,
May 22, 1998, 3:00:00 AM5/22/98
to

Helmut Steinberger schrieb in Nachricht <6k1ebc$9pt$2...@apain2.apa.at>...

>Wer sich ein bischen mit Hundezucht auskennt, weis, das Eigenschaften
>einer Rasse in relativ kurzer Zeit verloren gehen,. wenn man sie nicht
>als Zuchtziel hat. Man braucht sich nur einzelne Gebrauchshunde
>ansehen, deren Zuchtziel in den letzten Jahren die Schönheit war. Ihr
>Gebrauchswert nähert sich dramatisch schnell der Nullinie.

>Jagdhunde werden heute noch sehr verbreitet als Jagdhunde gezüchtet
>und verwendet. Wenn man diese Rassen nicht mehr auf ihre jagdlichen
>Fähigkeiten überprüfen würde, bevor man sie zur Zucht heranzieht, wäre
>es bald zu Ende mit den Jagdhundeeigenschaften.

Ja, die ehemals gewünschten Eigenschaften würden sich langsam abschwächen,
aber sie blieben doch als Grundanlage vorhanden. Wenn das Hauptzuchtziel
z.B. Schönheit ist, bedeutet das ja nicht im Umkehrschluß, das Aggressivität
und Kampfbereitschaft damit automatisch ausgemerzt werden. Oder anders: eine
Jagdhunderasse, die selten oder kaum im jagdlichen Einsatz steht und auch
nicht hauptsächlich auf jagdliche Eigenschaften gezüchtet wird, behält
trotzdem einen großen Teil ihrer vorherigen Eigenschaften, es sei denn,
diese werden BEWUSST weggezüchtet.

Auch die sogenannten "Kampfhunderassen" werden also, selbst wenn die
entsprechenden Wesenszüge in der Zucht nicht mehr gefördert werden, nicht
auf einmal zu lammfrommen Hündchen, denen jede unangenehme Eigenschaft
abgeht...


>>Und natürlich sind viele dieser Rassen mit einer hohen Reizschwelle
>>gegenüber Menschen versehen, müssen sie ja auch, wg. ihrem "Beruf",

>Das ist jetzt ein interessanter Aspekt, den Du hier bringst. Das


>heißt, daß Kampfhunde für den Menschen ungefährlich sind.

Ich zitiere mal Herr Haucke, nicht unbedingt beliebt, aber nichtsdestotrotz
kompetent, und zwar aus einem Artikel mit dem Titel "Die Kampfhundlüge", der
sich gegen die Hysterie in diesem Zusammenhang wendet:

"Gefahr geht von Ihnen ohnehin nur für Hunde aus. Zu Hundekämpfen
mißbrauchte müssen extrem menschenfreundlich sein und sind es auch. Die
"Richter" und Besitzer dieser armen Hunde gehen ungefährdet zwischen die
Kämpfenden und trennen sie, wenn einer getötet zu werden droht, denn ein
toter Hund kann nie wieder kämpfen. Wird ein "Richter" gebissen, ist der
betreffende Hund disqualifiziert, sein Marktwert sinkt auf Null."

Wirkliche Kampfhunde sind demzufolge wirklich nur für Hunde gefährlich.
Natürlich lassen sich aber Hunde mit den vorhandenen Erbanlagen auch in jede
andere Richtung erziehen. Insofern ist also der Bullterrier, der von
irgendwelchen miesen Gestalten zu Hundekämpfen missbraucht wird für uns
Menschen völlig ungefährlich, nur von dem so brav in der Familie lebenden
Hund droht uns Gefahr, wenn seine Instinkte die Oberhand gewinnen! Und
solange jeder solch einen Hund besitzen und erziehen darf, werden diese
Fälle immer wieder auftreten.


>Wenn Dr. Fleig der Überzeugung wäre, daß Bullterrier generell
>gefährlich sind, würde er sie sicher nicht züchten.

Nun noch ein Zitat von Dr. Fleig, der ein glühender Verehrer und Züchter von
Bullterriern ist:

"Der Bullterrier hat ein völlig anderes Sozialverhalten, als man es sonst
bei Hunden findet. Vielleicht muß man sogar sagen, daß es entartet ist. Er
kennt keine Tötungshemmung, und wenn er in Rage ist, empfindet er keinen
Schmerz mehr. Das alles ist seit Jahrhunderten in ihm. Was nichts taugte,
das starb im Ring. Zur Zucht wurden nur die siegreichen Gladiatoren benutzt.
Das Blut dieser altenglischen Kampfhunde pulst noch immer in den Adern
unseres heutigen Bullterriers, Dies zu wissen und einzukalkulieren ist von
außerordentlicher Bedeutung für eine richtige Behandlung und
verständnisvolle Erziehung unseres Hundes."

Dr. Fleig IST der Überzeugung, das Bullterrier generell gefährlich sind! Er
glaubt aber auch, das dieses Risiko bei entsprechender Erziehung und Haltung
kalkulierbar ist. Nur lassen sich eben diese Anforderungen nicht dauerhaft
sicherstellen, weil man nicht kontrollieren kann, wer sich einen solchen
Hund kauft!

Tschüss, Joachim

Helmut Steinberger

unread,
May 23, 1998, 3:00:00 AM5/23/98
to

Caligula schrieb in Nachricht <6k38f1$e9q$1...@news.metronet.de>...


>Beim Steinberger kannst Du Dir jegliche Worte sparen, der kennt nur
sich und
>seine seinen kleinen, engen Horiziont.


Hi Caligula,

Der Steinberger postet hier wenigsten unter seinem Realnamen und wird
hiermit auch zum letztenmal ein Posting vom POST kommentieren. In
Zukunft kannst Du sicher sein, daß ich auf Deine Postings nicht mehr
reagiere. Ins Killfile kommst Du aber nicht, da dann für mich der
Unterhaltungswert der NG dramatisch sinken würde :-))).
Um meine Horizont brauchst Du Dir übrigens keine Sorgen zu machen.

Sag zum Abschied leise Servus

Helmut

Sven

unread,
May 24, 1998, 3:00:00 AM5/24/98
to

Entschuldige bitte die gekürzte Version aber sonst wir es echt zu lang.
Ich wollte nur eines zu deinem Posting sagen und zwar das es eines der
Besten ist das ich zu diesem Thema hier gelesen habe, Wirklich und ehrlich
ganz toll.

Gruß

Sven

Ralf Loeper

unread,
May 24, 1998, 3:00:00 AM5/24/98
to

Lieber Joachim,


On 22 May 1998 13:39:35 GMT, Joachim...@t-online.de (Joachim


Fricke) wrote:
>
>Helmut Steinberger schrieb in Nachricht <6k1ebc$9pt$2...@apain2.apa.at>...
>
>>Wer sich ein bischen mit Hundezucht auskennt, weis, das Eigenschaften
>>einer Rasse in relativ kurzer Zeit verloren gehen,. wenn man sie nicht
>>als Zuchtziel hat.

>Ja, die ehemals gewünschten Eigenschaften würden sich langsam abschwächen,


>aber sie blieben doch als Grundanlage vorhanden. Wenn das Hauptzuchtziel
>z.B. Schönheit ist, bedeutet das ja nicht im Umkehrschluß, das Aggressivität
>und Kampfbereitschaft damit automatisch ausgemerzt werden. Oder anders: eine
>Jagdhunderasse, die selten oder kaum im jagdlichen Einsatz steht und auch
>nicht hauptsächlich auf jagdliche Eigenschaften gezüchtet wird, behält
>trotzdem einen großen Teil ihrer vorherigen Eigenschaften, es sei denn,
>diese werden BEWUSST weggezüchtet.

Das stimmt so nicht. Biologisch gesehen ist der Begriff "Kampfhund"
als Sammelbegriff für einen Typus Hund unsinnig, da die römischen
Kampfhunde des Mittelalters mit den heutigen Rassen nichts mehr gemein
haben. Nachzulesen z.B. in Veröffentlichungen des Instituts für
Haustierforschung, UNI Kiel.

>Ich zitiere mal Herr Haucke, nicht unbedingt beliebt, aber nichtsdestotrotz
>kompetent, und zwar aus einem Artikel mit dem Titel "Die Kampfhundlüge", der
>sich gegen die Hysterie in diesem Zusammenhang wendet:
>
>"Gefahr geht von Ihnen ohnehin nur für Hunde aus. Zu Hundekämpfen
>mißbrauchte müssen extrem menschenfreundlich sein und sind es auch.

[..]."


>
>Wirkliche Kampfhunde sind demzufolge wirklich nur für Hunde gefährlich.
>Natürlich lassen sich aber Hunde mit den vorhandenen Erbanlagen auch in jede
>andere Richtung erziehen. Insofern ist also der Bullterrier, der von
>irgendwelchen miesen Gestalten zu Hundekämpfen missbraucht wird für uns
>Menschen völlig ungefährlich, nur von dem so brav in der Familie lebenden
>Hund droht uns Gefahr, wenn seine Instinkte die Oberhand gewinnen! Und
>solange jeder solch einen Hund besitzen und erziehen darf, werden diese
>Fälle immer wieder auftreten.
>

Da bin ich, bis auf die letzten beiden Sätze, seiner Meinung.
Allerdings glaube ich nicht, daß die Gefahr von den "normalen"
Familienhunden ausgeht. Eher schon von diesen bemitleidendswerten
Leuten, die ihren Hund dazu benutzen, Mängel in ihrem Ego zu
kompensieren.

>
>Nun noch ein Zitat von Dr. Fleig, der ein glühender Verehrer und Züchter von
>Bullterriern ist:
>
>"Der Bullterrier hat ein völlig anderes Sozialverhalten, als man es sonst
>bei Hunden findet. Vielleicht muß man sogar sagen, daß es entartet ist. Er
>kennt keine Tötungshemmung, und wenn er in Rage ist, empfindet er keinen
>Schmerz mehr. Das alles ist seit Jahrhunderten in ihm. Was nichts taugte,
>das starb im Ring. Zur Zucht wurden nur die siegreichen Gladiatoren benutzt.
>Das Blut dieser altenglischen Kampfhunde pulst noch immer in den Adern
>unseres heutigen Bullterriers, Dies zu wissen und einzukalkulieren ist von
>außerordentlicher Bedeutung für eine richtige Behandlung und
>verständnisvolle Erziehung unseres Hundes."
>

>Tschüss, Joachim

Hier sieht man deutlich, daß auch ein Dr. Fleig von dieser, für mich
unverständlichen, "Kamfhundeaura" erfaßt wird, da seine Aussagen über
das Sozialverhalten, von einigen Zuchtlinien einmal abgesehen,
belegbar falsch sind. Ein Anruf bei einer Universität, Fachbereich
Biologie, reicht aus und man erhält tonnenweise Studien,
Dissertationen etc. die das wiederlegen. Jetzt frage ich mich, warum
der Dr. Fleig so etwas schreibt? Zum einen schafft er sich damit eine
Klientel für seine Hunde, die Ihm eigentlich nicht recht sein kann,
zum anderen nährt er damit die Vorurteile gegenüber dieser Rasse.

Ich möchte nicht, daß einige Hunderassen verboten werden!
Das hat zwei Gründe:
1. Es ist biologischer Unsinn. Bitte glaube mir: wenn es so wäre, daß
die Gefährlichkeit von der Rasse an sich ausgeht, dann würde ich diese
Rasse aussterben lassen. Die Gefährlichkeit geht aber von den Züchtern
(und die haben es tatsächlich geschafft, einige Zuchtlinien mit
vererbbaren Defekten in Richtung Aggressivität und fehlendes
Sozialverhalten zu produzieren. Diese Linien sollten tatsächlich von
der Nachzucht ausgeschlossen werden!) und den Haltern, die einen
"richtig gefährlichen Hund" an der Leine haben wollen, aus.

2. Nachdem die Bulli-Rassen verboten wären, würden eben jene Züchter
und Halter wieder, wie früher auch, als noch kein Mensch sich über
Bullterrier, Pitts etc. aufregte, andere Hunderassen wie Rottweiler,
Dobies und Schäferhunde mißbrauchen. Irgendwann geht das dann soweit,
daß jeder größere Hund verboten wäre. Ich fände das traurig.

Ich besitze einen belgischen Schäferhund (Tervueren).

Gruß

Ralf

Joachim Fricke

unread,
May 24, 1998, 3:00:00 AM5/24/98
to

Ralf Loeper schrieb in Nachricht <6k9dre$5ai$1...@news00.btx.dtag.de>...

>Biologisch gesehen ist der Begriff "Kampfhund"
>als Sammelbegriff für einen Typus Hund unsinnig, da die römischen
>Kampfhunde des Mittelalters mit den heutigen Rassen nichts mehr gemein
>haben.

Mag sein, es kommt ja auch niemand auf die Idee, Dackel und Saluki in einen
Topf zu schmeißen, sind aber beides Jagdhunde, nicht? Der Nutzungszweck, ums
mal unschön auszudrücken, ist der Gleiche. Und genauso gibt es Hunderassen,
die zum Zwecke "Kampf" gezüchtet worden sind.

>Hier sieht man deutlich, daß auch ein Dr. Fleig von dieser, für mich
>unverständlichen, "Kamfhundeaura" erfaßt wird, da seine Aussagen über
>das Sozialverhalten, von einigen Zuchtlinien einmal abgesehen,
>belegbar falsch sind.

Vielleicht sind ja seine Zuchtlinien so. Ich denke, er meint damit, dass
Verharmlosung, die hier leider immer wieder betrieben wird, im Zusammenhang
mit diesen Rassen gefährlich sein kann. Herr Fleig hat übrigens aus eigener
Erfahrung noch mehr zum Sozialverhalten von Bullterriern geschrieben, z.B.
das Hündinnen häufig ihre Welpen totbeissen ("wahrscheinlich halten sie sie
für Ratten..."), das Welpen sich gegenseitig totbeissen etc. pp. Da frag ich
mich natürlich, ob die "tonnenweise Studien" ohne die Züchter (denn es gibt
viele Züchter, die ähnliches berichten) stattfinden..

> Ein Anruf bei einer Universität, Fachbereich
>Biologie, reicht aus und man erhält tonnenweise Studien,
>Dissertationen etc. die das wiederlegen.

>Ich möchte nicht, daß einige Hunderassen verboten werden!
>Das hat zwei Gründe:
>1. Es ist biologischer Unsinn. Bitte glaube mir: wenn es so wäre, daß
>die Gefährlichkeit von der Rasse an sich ausgeht, dann würde ich diese
>Rasse aussterben lassen.

DAS ist biologischer Unsinn! Natürlich werden Hunderassen auf bestimmte
Verwendungszwecke hin gezüchtet und dafür bestimmte Anlagen und
Eigenschaften gefördert oder eingeschränkt. Bei jedem Einsatzzweck wird das
von den Haltern und Züchtern gerne und immer wieder dargestellt (Jagdhunde,
Hütehunde....usw.), nur bei den "Kampfhunderassen" wird das vehement
abgestritten. Da frage ich mich warum...

>und Halter wieder, wie früher auch, als noch kein Mensch sich über
>Bullterrier, Pitts etc. aufregte, andere Hunderassen wie Rottweiler,
>Dobies und Schäferhunde mißbrauchen. Irgendwann geht das dann soweit,
>daß jeder größere Hund verboten wäre. Ich fände das traurig.

Ich glaube, bei den Schäferhunden, Dobermännern etc. trifft Dein Argument
viel eher: bei diesen Rassen sind durch unverantwortliche Züchter
Eigenschaften gefördert worden, die aus diesen einstmals sicheren, ruhigen
und liebenswerten Rassen nervöse, hysterische aggressive Monstren
hervorgezüchtet haben...

Ich denke, das das ganze Problem etwas vielschichtiger ist, aber das blosse
ableugnen gewisser Rasseeigenschaften hilft nicht weiter...

Tschüß, Joachim

Ralf Buschner

unread,
May 27, 1998, 3:00:00 AM5/27/98
to

Hallo Joachim,


Sei mir nicht boese, aber hier geht mir doch der Hut hoch:


JF> DAS ist biologischer Unsinn! Natürlich werden Hunderassen auf bestimmte
JF> Verwendungszwecke hin gezüchtet und dafür bestimmte Anlagen und
JF> Eigenschaften gefördert oder eingeschränkt. Bei jedem Einsatzzweck wird
JF> das von den Haltern und Züchtern gerne und immer wieder dargestellt
JF> (Jagdhunde, Hütehunde....usw.), nur bei den "Kampfhunderassen" wird das
JF> vehement abgestritten. Da frage ich mich warum...

Wer bitteschoen zuechtet denn heute noch "Kampfhunde" zu Kampfzwecken und
betreibt eine dahingehende Zuchtauslese???

Diese durch Selektion gefoerderten Eigenschaften verkuemmern recht
schnell, wenn nicht immer wieder nur die Tiere zur Zucht eingesetzt
werden, die diese "erwuenschten" Eigenschaften in hohem Masse selbst
aufweisen und auch vererben. Und gerade letzteres ist durchaus nicht immer
gegeben.
Aber auch sonst: [LAUT UND DEUTLICH!] Es findet heutzutage keine
Zuchtauslese in Hinblick auf die "Kampfhundeigenschaften" mehr statt!

cu, Ralf

Caligula

unread,
May 27, 1998, 3:00:00 AM5/27/98
to

Ralf Buschner schrieb in Nachricht ...

>Hallo Joachim,
>
>Sei mir nicht boese, aber hier geht mir doch der Hut hoch:
>
>JF> DAS ist biologischer Unsinn! Natürlich werden Hunderassen auf bestimmte
>JF> Verwendungszwecke hin gezüchtet und dafür bestimmte Anlagen und
>JF> Eigenschaften gefördert oder eingeschränkt. Bei jedem Einsatzzweck wird
>JF> das von den Haltern und Züchtern gerne und immer wieder dargestellt
>JF> (Jagdhunde, Hütehunde....usw.), nur bei den "Kampfhunderassen" wird das
>JF> vehement abgestritten. Da frage ich mich warum...
>
>Wer bitteschoen zuechtet denn heute noch "Kampfhunde" zu Kampfzwecken und
>betreibt eine dahingehende Zuchtauslese???
Das sind die Leute, sie Kampfhunde (Pittbulls und Staffordshire) sich
vermehren lassen. Im allgemeinen nennt man diese LEute "Zuechter".

>Diese durch Selektion gefoerderten Eigenschaften verkuemmern recht
>schnell,

ROTFL!
Der heutige Mensch hat noch Eigenarten, die er schon in der Steinzeit hatte
und da liegen ein paar Jahre dazwischen.
Den Hunden geht das nicht anders und der Beutetrieb, der beim Kampfhund Sehr
stark ausgepraegt ist, ist auch heute noch perfekt vorhanden! Exakt aus
diesem Grund kommt es ja immerwieder zu so boesen Zwischenfaellen mit
Kampfhunden.

>Aber auch sonst: [LAUT UND DEUTLICH!] Es findet heutzutage keine
>Zuchtauslese in Hinblick auf die "Kampfhundeigenschaften" mehr statt!

...und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute...

Tschuess
Caligula

Marlies Ortmann

unread,
May 27, 1998, 3:00:00 AM5/27/98
to

Ralf Buschner schrieb:

> Aber auch sonst: [LAUT UND DEUTLICH!] Es findet heutzutage keine
> Zuchtauslese in Hinblick auf die "Kampfhundeigenschaften" mehr statt!
>

Hoffentlich hat es 'Kampfhunderasse', vierbeiniges Individuum, Zuechter
und Szene jetzt DEUTLICH gehoert und ist in Zukunft ... schoen brav.

--
Tschuess
Pandora

Marlies Ortmann

unread,
May 27, 1998, 3:00:00 AM5/27/98
to

Hallo Joachim, Entschuldige, dass ich in meinem Reply auf Dein Posting
_und_ auch auf Postings anderer Leut eingehe.

Joachim und Ralf schrieben:


>
> Mag sein, es kommt ja auch niemand auf die Idee, Dackel und Saluki in einen
> Topf zu schmeißen, sind aber beides Jagdhunde, nicht?

die Chinesen die immer die Hundesuppe kochen, hindert nichts daran, 2
'Un(ter)arten' in einen Topf mit gesalzenem Wasser zu 'schmeissen'.


>
> >Hier sieht man deutlich, daß auch ein Dr. Fleig von dieser, für mich
> >unverständlichen, "Kamfhundeaura" erfaßt wird, da seine Aussagen über
> >das Sozialverhalten, von einigen Zuchtlinien einmal abgesehen,
> >belegbar falsch sind.
>
> Vielleicht sind ja seine Zuchtlinien so.

Fuer all die besonders 'objektiven' Studienzwecke 'selektiert' mensch
fast immer seine Umfrageumfeld! Wer oder was hindert mensch daran, schon
bei Auswahlkriterien das Klientel zu selektieren?

> > Ein Anruf bei einer Universität, Fachbereich
> > Biologie, reicht aus und man erhält

... tonnenweise genau die 'objektive' Studienselektion, welche mensch
schon immer gesucht hat.

> > Dissertationen etc. die das wiederlegen.

... was mensch widerlegt haben moechte.


>
> >Ich möchte nicht, daß einige Hunderassen verboten werden!

Ein Zuchtverbot wuerde aber dem Tierschutzgesetz nach nichts
Ungesetzliches sein ... eben weil dem nichtgeborenen Tier ja kaum
Schmerz zugefuegt werden kann.

> >Das hat zwei Gründe:
> >1. Es ist biologischer Unsinn. Bitte glaube mir: wenn es so wäre, daß
> >die Gefährlichkeit von der Rasse an sich ausgeht, dann würde ich diese
> >Rasse aussterben lassen.
>
> DAS ist biologischer Unsinn!

Verzeih Joachim! Unsinn bleibt es vermutlich, aber biologischer? Wo ist
in Ralfs Satz:

> >Bitte glaube mir: wenn es so wäre, daß
> >die Gefährlichkeit von der Rasse an sich ausgeht, dann würde ich diese
> >Rasse aussterben lassen.

eigentlich der '(Bio)logische' Schluss zu entdecken?

> >und Halter wieder, wie früher auch, als noch kein Mensch sich über
> >Bullterrier, Pitts etc. aufregte, andere Hunderassen wie Rottweiler,
> >Dobies und Schäferhunde mißbrauchen. Irgendwann geht das dann soweit,
> >daß jeder größere Hund verboten wäre. Ich fände das traurig.

Der nichtgeborene Hund aber nicht.


>
> Ich denke, das das ganze Problem etwas vielschichtiger ist, aber das blosse
> ableugnen gewisser Rasseeigenschaften hilft nicht weiter...
>

Habe aber noch ein anderes Problemchen entdeckt: Eigentlich sind wir
(die einer 'Rasse' statisch belegte bestimmte Verhaltensprofile
an'dichten' wollen) in der Beweispflicht. Wenn der Erziehungsskandal und
die Selektion sich statistisch auf Rassen belegen lassen, muessen WIR
dies nachweisen und nicht jene Leut, die vorsichtig behaupten, die Rasse
ist wie jede andere, dass Individuum ist manchmal eben nicht erzogen.

alles Schei ... Deine Elli.

--
Gruss
Pandora

Helmut Steinberger

unread,
May 27, 1998, 3:00:00 AM5/27/98
to

Ralf Loeper schrieb in Nachricht <6k9dre$5ai$1...@news00.btx.dtag.de>...


Hallo Ralf,

bitte verzeih mir, daß ich hier etwas aus dem Zusammenhang zitiere und
darauf antworte. Ich stimme im Prinzip vollinhaltlich mit Deinem
Posting überein. Nur zum folgendem Satz habe ich eine Ergänzung, die
zugegebenermaßen etwas offtopic ist.


>
>Ich möchte nicht, daß einige Hunderassen verboten werden!

Ich möchte schon, daß einige Hunderassen verboten werden. Und zwar
alle, die durch verantwortungslose Zucht und Rassestandards soweit
gekommen sind, daß sie eher Karikaturen als Hunde sind. Ich meine
damit z.B. Nackthunde, englische Bulldogge, Französische Bulldogge,
Mops, etc. Es geht mir darum die immer extremer ausgelegten
Rassestandards wieder in eine vernünftige Richtung zu bringen. Das
paßt aber wie gesagt nicht ganz hierher. Vielleicht sollte man einen
eigenen Thread dazu eröffnen, wenn andere auch eine Meinung zu diesem
Thema haben. Es ist mir eben spontan beim Lesen Deines Satzes
eingefallen.

Servus Helmut

Helmut Steinberger

unread,
May 27, 1998, 3:00:00 AM5/27/98
to

Ralf Buschner schrieb in Nachricht ...
>Hallo Joachim,
>
>
>Sei mir nicht boese, aber hier geht mir doch der Hut hoch:
>
>
>JF> DAS ist biologischer Unsinn! Natürlich werden Hunderassen auf
bestimmte
>JF> Verwendungszwecke hin gezüchtet und dafür bestimmte Anlagen und
>JF> Eigenschaften gefördert oder eingeschränkt. Bei jedem
Einsatzzweck wird
>JF> das von den Haltern und Züchtern gerne und immer wieder
dargestellt
>JF> (Jagdhunde, Hütehunde....usw.), nur bei den "Kampfhunderassen"
wird das
>JF> vehement abgestritten. Da frage ich mich warum...
>
>Wer bitteschoen zuechtet denn heute noch "Kampfhunde" zu Kampfzwecken
und
>betreibt eine dahingehende Zuchtauslese???
>

>Diese durch Selektion gefoerderten Eigenschaften verkuemmern recht

>schnell, wenn nicht immer wieder nur die Tiere zur Zucht eingesetzt
>werden, die diese "erwuenschten" Eigenschaften in hohem Masse selbst
>aufweisen und auch vererben. Und gerade letzteres ist durchaus nicht
immer
>gegeben.

>Aber auch sonst: [LAUT UND DEUTLICH!] Es findet heutzutage keine
>Zuchtauslese in Hinblick auf die "Kampfhundeigenschaften" mehr statt!
>


Da bin ich voll Deiner Meinung. Im Gegenteil wird Zuchtauslese nach
einer Wesensüberprüfung auf Gutmütigkeit und Ausgeglichenheit
betrieben.
Da sind die früher vorherschenden Kampfhundeeigenschaften schnell weg.
Solche Eigenschaften lassen sich bei richtiger Zuchtauslese binnen
wenigen Hundegenerationen wegzüchten.
Leider züchten nicht alle Züchter nach diesen Richtlinien. Das bezieht
sich aber auf alle Rassen.
Es dauert maximal 20 - 30 Jahre um Eigenschaften einer Rasse
herauszuzüchten oder verschwinden zu lassen. Dazu gibt es einen
Versuch mit Silberfüchsen. Da wurden auf einer Pelztierfarm in
Russland Silberfüchse nach dem Gesichstpunkt Zutraulichkeit zu
Menschen ausgesucht und untereinander verpaart. Nach 20 Jahren hat
sich dieses Merkmal so gefestigt, daß alle Exemplare dieser Linien
diese Eigenschaft zeigten. Diese Auslese ausschließlich nach Zahmheit
brachte auch interessante körperliche Veränderungen mit sich. Die
Füchse bekammen weiße Flecken, wurden größer und wurden 2 mal jährlich
läufig !!!! Daraus kann man auch ableiten, daß die Wandlung des Wolfes
zum Hund nicht Jahrtausende gedauert haben muß.


Servus Helmut

Ralf Buschner

unread,
May 28, 1998, 3:00:00 AM5/28/98
to

Hallo anpost # metronet.de,


[FLAME ON]

Caligula, du wirst das nie kapieren. Entweder willst du nicht, oder es
erschliesst sich dir wirklich nicht. Zu deinen Gunsten nehme ich mal
letzteres an.

[FLAME OFF]

a> >Wer bitteschoen zuechtet denn heute noch "Kampfhunde" zu Kampfzwecken und
a> >betreibt eine dahingehende Zuchtauslese???
a> Das sind die Leute, sie Kampfhunde (Pittbulls und Staffordshire) sich
a> vermehren lassen. Im allgemeinen nennt man diese LEute "Zuechter".

Ich rede nicht von Vermehrung, sondern von Zuchtauslese. Dies bedeutet
zuechterisches Einwirken in dem Sinne, dass nur die Hunde mit der speziell
zu erreichenden Eigenschaft zur Zucht eingesetzt werden. Und dies ist bei
den Bullrassen bezueglich Aggressivitaet mit Sicherheit nicht der Fall.
Was einige Asoziale in deiner naeheren Umgebung veranstalten kannst du
nicht auf die Rasse als solche interpolieren...


a> >Diese durch Selektion gefoerderten Eigenschaften verkuemmern recht
a> >schnell,
a> ROTFL!
a> Der heutige Mensch hat noch Eigenarten, die er schon in der Steinzeit hatte
a> und da liegen ein paar Jahre dazwischen.

Sicher. Und die Erde ist eine Scheibe.

a> Den Hunden geht das nicht anders und der Beutetrieb, der beim Kampfhund
a> Sehr stark ausgepraegt ist, ist auch heute noch perfekt vorhanden! Exakt
a> aus diesem Grund kommt es ja immerwieder zu so boesen Zwischenfaellen mit
a> Kampfhunden.

Wenn du auch nur ein Mindestmass an Sachverstand mitbringen wuerdest,
wuesstest du, dass Beutetrieb und Aggression absolut verschiedene Sachen
sind. Beutetrieb dient nicht dem Kampf schlechthin, sondern der
Ernaehrung. Jedenfalls im Grundsatz. Natuerlich spielt die Ernaehrung
durch Beutemachen keine Rolle mehr, dafuer hat der Hund seinen
zweibeinigen Dosenoeffner. Die Aggression gegen andere Hunde oder Menschen
hat damit nichts, aber auch garnichts zu tun, sondern entspringt vorrangig
a) einer unterlassenen Sozialisierung im Welpenalter, oftmals mangels
Wissen und
b) dem Loben und damit Bestaetigen des Hundes, wenn er sich bereits im
Welpenalter mehr als sinnvoll ueber seine Artgenossen hermacht. Der
Rudelfuehrer muss Grenzen und Tabus setzen, unterlaesst er dies, foerdert
er damit aufkeimendes Aggressionsverhalten.

a> >Aber auch sonst: [LAUT UND DEUTLICH!] Es findet heutzutage keine
a> >Zuchtauslese in Hinblick auf die "Kampfhundeigenschaften" mehr statt!
a> ....und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute...

Lass es, Caligula, du wirst zumindest in Sachen Hunde nie ein
ernstzunehmender Diskussionspartner sein. Verallgemeinerungen aus deiner
persoenlichen Umgebung, ein fachliches Niveau auf Bildzeitungsebene und
pures Nachplappern reisserischer Journalistensprueche sind nun mal kein
Garant fuer sachliche Kompetenz.

Vielleicht schaust du dich mal in Hundevereinen der einschlaegigen Rassen
um, um erkennen zu koennen, dass das Gros dieser Hunde durchaus nicht
deinen Krawallklischees entspricht. Aber vermutlich wirst du genau das
ablehnen, da du dann dein (Vor-) Urteil revidieren muesstest.

cu, Ralf

Ralf Buschner

unread,
May 28, 1998, 3:00:00 AM5/28/98
to

Hallo nmo # pandora.inf.uni-jena.de,

Du meintest am 27.05.98 um 23:33 im Brett /FIDO/DE.REC.TIERE.HUNDE
zum Thema "Re: Pitbull (Kampfhunde) verbieten":

MO> From: Marlies Ortmann <n...@pandora.inf.uni-jena.de>
MO>
MO> Ralf Buschner schrieb:
MO>
MO> > Aber auch sonst: [LAUT UND DEUTLICH!] Es findet heutzutage keine
MO> > Zuchtauslese in Hinblick auf die "Kampfhundeigenschaften" mehr statt!
MO> >
MO> Hoffentlich hat es 'Kampfhunderasse', vierbeiniges Individuum, Zuechter
MO> und Szene jetzt DEUTLICH gehoert und ist in Zukunft ... schoen brav.

Ich rede hier nicht vom unkontrollierten Vermehren von Hunden, sondern von
Zucht. Und diese schliesst nunmal gezieltes Selektieren auf Aggressivitaet
aus...
Wenn du die Produkte irgendwelcher wilden Verpaarungen als Zucht
bezeichnen willst - bitteschoen. Nur reden wir dann ueber zwei
verschiedene Dinge.

cu, Ralf

Caligula

unread,
May 28, 1998, 3:00:00 AM5/28/98
to

Ralf Buschner schrieb in Nachricht ...
>Hallo anpost # metronet.de,
>


>a> >Aber auch sonst: [LAUT UND DEUTLICH!] Es findet heutzutage keine
>a> >Zuchtauslese in Hinblick auf die "Kampfhundeigenschaften" mehr statt!
>a> ....und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute...
>
>Lass es, Caligula, du wirst zumindest in Sachen Hunde nie ein
>ernstzunehmender Diskussionspartner sein. Verallgemeinerungen aus deiner
>persoenlichen Umgebung, ein fachliches Niveau auf Bildzeitungsebene und

Die Bild kann einem ja schon richtig leid tun, wie oft die hier als
Denuzierungsmittel herhalten muss.....

>pures Nachplappern reisserischer Journalistensprueche sind nun mal kein
>Garant fuer sachliche Kompetenz.

Ich schreibe Dir das nochmal, 1. lese ich keine Bild und 2. gebe ich hier
persoenliche Erfahrungswerte wieder.

>Vielleicht schaust du dich mal in Hundevereinen der einschlaegigen Rassen

Ach ja, bei uns im Hundeverein, aufd em Hundeplatz vertritt man zum
groessten Teil die Meinung, dass Kampfhunde unberechenbar sind und anderen
Hunden Schaeden zufuegen. Wie kommt das nur?
Lesen die auch alle die Bild, oder haben die vielleicht auch nur schlechte
Erfahrungen gemacht?

>um, um erkennen zu koennen, dass das Gros dieser Hunde durchaus nicht
>deinen Krawallklischees entspricht. Aber vermutlich wirst du genau das
>ablehnen, da du dann dein (Vor-) Urteil revidieren muesstest.

Dann muesste ich meine Erfahrungen urploetzlich vergessen und urploetzlich
alle Kampfhunde keine anderen Hunde mehr grundlosanfallen. Waere das so,
wuerde ich sicherlich das Gegenteil behaupten.
Da das aber nicht der Fall sein wird, werde ich auch weiterhin meine
Erfahrungen wiedergeben.
Das traurige ist halt nur, dass Kampfhundebesitzer anscheinend
Schwierigkeiten mit der Realitaetswahrnehmung haben.
Aber das ist behandlungsfaehig und das zahlt auch die Krankenkasse.

Tschuess
Caligula

Ralf Loeper

unread,
May 28, 1998, 3:00:00 AM5/28/98
to

Helmut Steinberger wrote:
>
> Ralf Loeper schrieb in Nachricht <6k9dre$5ai$1...@news00.btx.dtag.de>...
> >
> >Ich möchte nicht, daß einige Hunderassen verboten werden!
>
> Ich möchte schon, daß einige Hunderassen verboten werden. Und zwar
> alle, die durch verantwortungslose Zucht und Rassestandards soweit
> gekommen sind, daß sie eher Karikaturen als Hunde sind. Ich meine
> damit z.B. Nackthunde, englische Bulldogge, Französische Bulldogge,
> Mops, etc. Es geht mir darum die immer extremer ausgelegten
> Rassestandards wieder in eine vernünftige Richtung zu bringen. Das
> paßt aber wie gesagt nicht ganz hierher. Vielleicht sollte man einen
> eigenen Thread dazu eröffnen, wenn andere auch eine Meinung zu diesem
> Thema haben.
>
> Servus Helmut

Lieber Helmut,

das wäre durchaus einen Thread wert. Im Gegensatz zu Dir möchte ich
selbst diese Hunderassen nicht verbieten, sondern die Zuchtziele
(na gut, bei einigen extremen Qualzuchten bin ich mir nicht sicher,
was man am besten machen sollte) verbieten. Ansonsten züchtet z.B. ein
"Züchter" der das Kindchenschema toll findet, in Zukunft halt andere
Hunde mit großen Augen und offener Fontanelle.

Gruß

Ralf

Anja Wolf

unread,
May 28, 1998, 3:00:00 AM5/28/98
to

Gut, springe ich also rein - ich stelle mir schon lange die Frage- was ist
vertretbar in der Hundezucht ?
Schönheit liegt im Auge des Betrachters, soviel vorweg . Nicht alle Rassen
sind unbedingt mein Ding, aber eines erwarte ich vom Hund, gleich welcher
Größe und Varietät :
a. - er muß laufen können ( Damit meine ich auch LAUFEN, nicht nur
fortbewegen )
b. er muß schmerzfrei existieren ( OHNE angezüchtete Defekte)
c. er sollte in der Lage sein, sich ohne menschliche Hilfe zu
reproduzieren/fortzupflanzen
d. er sollte, muß sich mit seiner Spezies und der des Menschen in
vertretbarem Rahmen verträglich zeigen
Bernhardiner und viele molossoide Rassen tragen nur unter Mühe ihr eigenes
Gewicht herum - Spaß an der Bewegung und Lebensfreude sehe ich nur bei
leichten Vertretern dieser Rassen und Jungtieren . Offene Augen ( Entropium)
sind häufig, der "seelenvolle" Blick resultiert auf ständig gereizten
Bindehäuten. Lose Hautfalten ziehen die Augen zusätzlich nach unten.
Manchen Zwerghunden kann man mit dem Eierlöffel den Schädel einschlagen,
anderen fallen bei Aufregung buchstäblich die "Augen aus dem Kopf" .
Kurzköpfige Rassen bekommen wenig Luft, keine Bewegung im Sommer , nachts
schnarchen sie zum Gotterbarmen. Kaiserschnitte bei Zwerghunden sind die
Regel, aber auch bei anderen Rassen keine Ausnahme. Manchen Rassen ist das
Sozialverhalten gegenüber ihresgleichen weggezüchtet worden, gottseidank
sind diese Tendenzen stark rückläufig. Dem deutschen Schäferhund rennt die
eigene Hinterhand hinterher, nur noch Fließheck, dem Gebrauchs- und
Leistungshund sind die Nerven abhanden gekommen. Der Bobtail, einstiger
Treib- und Hütehund wird auf Ausstellungen zum Idioten frisiert. Collies
sind mit den Nerven so am Ende, daß man manche spazierentragen muß. Der
Yorkshireterrier von heute fürchtet sich vor Mäusen und einige
Golden-Retriever beißen vor lauter Angst alles, was ihnen zu nahe kommt.
Was haben wir aus dem Hund gemacht ?
Anja

Marlies Ortmann

unread,
May 28, 1998, 3:00:00 AM5/28/98
to

Ralf Buschner schrieb:

>
> Wenn du die Produkte irgendwelcher wilden Verpaarungen als Zucht
> bezeichnen willst - bitteschoen. Nur reden wir dann ueber zwei
> verschiedene Dinge.
>
Hallo Ralf

... finde ich aber sehr gut, dass Du diesen Unterschied zwischen Zucht
und Vermehrung mal herausarbeitest.

--
Tschuess
Marlies


Andrea Martin

unread,
May 28, 1998, 3:00:00 AM5/28/98
to

Hallo Anja

Erst möchte ich Dir mal mein allergrößtes Kompliment aussprechen. Alle
von Dir geposteten Artikel fand ich wirklich sehr interessant. In meine
Augen bist Du eine echte bereicherung für die Newsgroup. Mach bitte
weiter so

Anja Wolf schrieb:


>
> Gut, springe ich also rein - ich stelle mir schon lange die Frage- was ist
> vertretbar in der Hundezucht ?
> Schönheit liegt im Auge des Betrachters, soviel vorweg . Nicht alle Rassen
> sind unbedingt mein Ding, aber eines erwarte ich vom Hund, gleich welcher
> Größe und Varietät :
> a. - er muß laufen können ( Damit meine ich auch LAUFEN, nicht nur
> fortbewegen )
> b. er muß schmerzfrei existieren ( OHNE angezüchtete Defekte)
> c. er sollte in der Lage sein, sich ohne menschliche Hilfe zu
> reproduzieren/fortzupflanzen
> d. er sollte, muß sich mit seiner Spezies und der des Menschen in
> vertretbarem Rahmen verträglich zeigen

All Deinen Argumenten kann ich nur aus vollem Herzen zustimmen.
Allerdings drängt sich mir dann die Frage auf, welche Rassen dann noch
als "züchtenswert" übrigbleiben?
In meinen Augen bleiben nur noch wenige Arbeits und Urhundrassen übrig
deren Haltung für den "Familienhundhalter auch nicht unbedingt zu
empfehlen.



> Bernhardiner und viele molossoide Rassen tragen nur unter Mühe ihr eigenes
> Gewicht herum - Spaß an der Bewegung und Lebensfreude sehe ich nur bei
> leichten Vertretern dieser Rassen und Jungtieren . Offene Augen ( Entropium)
> sind häufig, der "seelenvolle" Blick resultiert auf ständig gereizten
> Bindehäuten. Lose Hautfalten ziehen die Augen zusätzlich nach unten.

Hier möchte ich noch hinzufügen, daß die Hautfalten zu ständigen Exzemen
neigen. Und meine Erfahrung zeigt mir: Ein Lefzenekzem zum Beispiel ist
was ekelhaftes.

> Manchen Zwerghunden kann man mit dem Eierlöffel den Schädel einschlagen,
> anderen fallen bei Aufregung buchstäblich die "Augen aus dem Kopf" .

Auch hier noch ne Anmerkung. Die sogenannten Toyrassen haben manchmal
die Knorpelspangen der Luftröhre nicht richtig entwickelt. Dann kann es
bei jeder Aufregung (zum Beispiel wenn Herrchen nach Hause kommt) zu
einem Kollabieren der Luftröhre kommen und der Hund kriegt keine Luft
mehr.

> Kurzköpfige Rassen bekommen wenig Luft, keine Bewegung im Sommer , nachts
> schnarchen sie zum Gotterbarmen. Kaiserschnitte bei Zwerghunden sind die
> Regel, aber auch bei anderen Rassen keine Ausnahme. Manchen Rassen ist das
> Sozialverhalten gegenüber ihresgleichen weggezüchtet worden, gottseidank
> sind diese Tendenzen stark rückläufig. Dem deutschen Schäferhund rennt die
> eigene Hinterhand hinterher, nur noch Fließheck, dem Gebrauchs- und
> Leistungshund sind die Nerven abhanden gekommen. Der Bobtail, einstiger
> Treib- und Hütehund wird auf Ausstellungen zum Idioten frisiert. Collies
> sind mit den Nerven so am Ende, daß man manche spazierentragen muß. Der
> Yorkshireterrier von heute fürchtet sich vor Mäusen und einige
Golden-Retriever beißen vor lauter Angst alles, was ihnen zu nahe
kommt.

Und dann noch die Hunde die frieren wenns kalt ist und Sonnenbrand
bekommen wenn es warm ist. Hunde die in ihrem Ausdrucksvermögen stark
reduziert sind, weil sie eine starre Maske statt Mimik haben und denen
man Rute und Ohren abgeschnitten hat. Hunde die auf Grund ihrer Farbgene
blind oder taub sind und und und...

> Was haben wir aus dem Hund gemacht ?

Und vorallem warum?

Viele Grüße
Andrea
-
besucht die Homepage des Dillinger Tierheim

http://members.xoom.com/OnkelHotte/

Ralf Buschner

unread,
May 28, 1998, 3:00:00 AM5/28/98
to

Hallo Helmut,

Du meintest am 27.05.98 um 21:19 im Brett /FIDO/DE.REC.TIERE.HUNDE


zum Thema "Re: Pitbull (Kampfhunde) verbieten":

HS> Leider züchten nicht alle Züchter nach diesen Richtlinien. Das bezieht
HS> sich aber auf alle Rassen.

Notfalls (und noetigenfalls) kann man diese wenigen Quertreiber aus dem
entspr. Zuchtverein ausschliessen, wenn sie entgegen den Statuten des
Vereins handeln. Vereinsschaedigendes Verhalten...
Natuerlich muss man die entspr. Regeln in den Statuten haben... :-)

HS> Diese Auslese ausschließlich nach Zahmheit
HS> brachte auch interessante körperliche Veränderungen mit sich. Die
HS> Füchse bekammen weiße Flecken, wurden größer und wurden 2 mal jährlich
HS> läufig !!!! Daraus kann man auch ableiten, daß die Wandlung des Wolfes
HS> zum Hund nicht Jahrtausende gedauert haben muß.

Koennte es sein, dass da eine Korrelation bestand, die zahmsten Tiere die
hellsten Flecken hatten oder so? (Ist aber wahrscheinl. im nachhinein
schwer festzustellen...)

cu, Ralf

Ralf Buschner

unread,
May 28, 1998, 3:00:00 AM5/28/98
to

Caligula, Caligula,

langsam enttaeuschst du mich aber wirklich.

a> Ich schreibe Dir das nochmal, 1. lese ich keine Bild und 2. gebe ich hier
a> persoenliche Erfahrungswerte wieder.

Deine persoenlichen Erfahrungswerte sind in dem Falle vollkommen
irrelevant, da sie lediglich dein persoenliches Umfeld wiederspiegeln.
Ich wills mal extrem formulieren: Wer unter Kriminellen aufwaechst,
koennte durchaus auf die Idee kommen, alle Menschen seien Kriminelle.
Dies stimmt jedoch nur fuer sein Umfeld.

a> >Vielleicht schaust du dich mal in Hundevereinen der einschlaegigen Rassen
a> Ach ja, bei uns im Hundeverein, aufd em Hundeplatz vertritt man zum
a> groessten Teil die Meinung, dass Kampfhunde unberechenbar sind und anderen
a> Hunden Schaeden zufuegen. Wie kommt das nur?

Wieviele der inkriminierten "Kampfhunde" gibts denn in eurem Verein, auf
eurem Platz? Woher beziehen denn eure Mitglieder ihre Meinung?
Ich will mir hier den Spruch "Fresst Scheisse, Millionen Fliegen koennen
nicht irren!" erlauben, aber im Ernst: Wir Hundesportler sind Menschen wie
jeder andere auch mit Meinungen, Ansichten, Vorurteilen und ich denke,
dass die meisten dieser Eigenschaften sehr subjektiv gefaerbt sind.

a> Dann muesste ich meine Erfahrungen urploetzlich vergessen und urploetzlich
a> alle Kampfhunde keine anderen Hunde mehr grundlosanfallen. Waere das so,
a> wuerde ich sicherlich das Gegenteil behaupten.

Was ist denn mit den Beissunfaellen mit Mischlingen, Schaeferhunden etc. ?
Nicht nur in absoluten Zahlen, sondern auch in Relation zur
Populationsstaerke gibt es bei denen weeeitaus mehr Beissunfaelle als mit
sog. "Kampfhunden". Fallen die etwa aus gutem Grund ueber andere her, so
dass deren Attacken durchaus toleriert werden koennen?

a> Da das aber nicht der Fall sein wird, werde ich auch weiterhin meine
a> Erfahrungen wiedergeben.

Dagegen ist nichts einzuwenden, solange du sie als _deine_ Efahrungen
kennzeichnest und nicht (so wie jetzt) behauptest, das waere
grundsaetzlich so.

a> Das traurige ist halt nur, dass Kampfhundebesitzer anscheinend
a> Schwierigkeiten mit der Realitaetswahrnehmung haben.
a> Aber das ist behandlungsfaehig und das zahlt auch die Krankenkasse.

Das kann und will ich nicht beurteilen. Ich kenne naemlich nicht alle
"Kampfhundebesitzer". Dich dagegen kenne ich, ob die Kasse das aber
bezahlt, weiss ich nicht. Soll ich es mal erfragen?

cu, Ralf

Ralf Buschner

unread,
May 29, 1998, 3:00:00 AM5/29/98
to

Hallo Marlies,

Du meintest am 28.05.98 um 20:53 im Brett /FIDO/DE.REC.TIERE.HUNDE


zum Thema "Re: Pitbull (Kampfhunde) verbieten":

MO> > Wenn du die Produkte irgendwelcher wilden Verpaarungen als Zucht
MO> > bezeichnen willst - bitteschoen. Nur reden wir dann ueber zwei
MO> > verschiedene Dinge.
MO> >
MO> ... finde ich aber sehr gut, dass Du diesen Unterschied zwischen Zucht
MO> und Vermehrung mal herausarbeitest.

Ein offenes Wort zur rechten Zeit... :-)

cu, Ralf

Helmut Steinberger

unread,
May 29, 1998, 3:00:00 AM5/29/98
to

Andrea Martin schrieb in Nachricht
<356DC736...@saarbruecken.netsurf.de>...

>All Deinen Argumenten kann ich nur aus vollem Herzen zustimmen.
>Allerdings drängt sich mir dann die Frage auf, welche Rassen dann
noch
>als "züchtenswert" übrigbleiben?
>In meinen Augen bleiben nur noch wenige Arbeits und Urhundrassen
übrig
>deren Haltung für den "Familienhundhalter auch nicht unbedingt zu
>empfehlen.


Ich kenne da schon ein paar. Als erstes natürlich meine persönliche
Lieblingsrasse : Der Malinois.
In der Zeit, in der ich mich jetzt mit dieser Rasse beschäftige, bin
ich noch auf keinen einzigen Mangel (ist natürlich mein subjektives
Empfinden) gestoßen. Vielleicht kann mir hier jemand von etwas
Gegenteilieges berichten.

>Und dann noch die Hunde die frieren wenns kalt ist und Sonnenbrand
>bekommen wenn es warm ist. Hunde die in ihrem Ausdrucksvermögen stark
>reduziert sind, weil sie eine starre Maske statt Mimik haben und
denen
>man Rute und Ohren abgeschnitten hat. Hunde die auf Grund ihrer
Farbgene
>blind oder taub sind und und und...


Da gebe ich Dir vollkommen recht. Ich habe selbst einen Hund einer
betroffenen Rasse. Als ich mir meine Dalmatinerhündin gekauft habe,
war ich sehr begeistert von dieser Rasse. Es sind auch wirklich liebe
Tiere, aber wenn man ein bischen hinter die Kulissen blickt, stößt man
auf die Probleme, die diese Rasse mitbringen. Da ist das große Problem
der Taubheit, das bei allen Pigmentarmen Hunden vorkommt. Es gibt zwar
mitlerweile die audiometrische Untersuchung, die zwingend für alle
Dalmis, die in derZucht eingesetzt werden, vorgeschrieben ist. Für
mich stellt sich aber die Frage der Sinnhaftigkeit, wenn man mit
großem Aufwand Erbfehler aufspührt, und dann Wurfgeschwistern von
vollkommen tauben Dalmis die Zuchterlaubnis erteilt. Meine Hündin ist
zum Glück gesund. Ich habe aber entschieden sie nie in der Zucht
einzusetzen, da ein Welpe beim 2. Wurf ihrere Mutter taub war. Dieser
Welpe ist etwas mehr als eine Halbschwester. Gleiche Mutter, und die
beiden Väter sind Wurfbrüder.
Es gibt noch mehrere Probleme mit der diese Rasse kämpft. Ich hoffe
Dalmatinerbesitzer sind mir jetzt nicht böse. Es gibt genug gesunde
Einzeltiere. Wenn man ein solches hat, kann man sich glücklich
schätzen.
Ich habe die Befürchtung, daß sich diese Rasse nicht so schnell von
dem riesen Boom, der nach den 101 Dalmatinerfilmen, geherrscht hatte,
erholen wird.

Das mit den abgeschnittenen Ohren und Ruten (man nennt es salbungsvoll
Kupieren :-)), ist ein eigenes Kapitel (vielleicht ein eigener Thread
?). Ich kann keinen einzigen Grund finden, der diese schreckliche
Unsitte rechtfertigen würde. Es wird von Kupierverfechtern immer
wieder angeführt, daß die Hängeohren anfälliger für Krankheiten sind.
Damit haben sie auch recht, wenn ich an meinen Dalmi denke. Nur finde
ich es grotesk, wenn man Merkmale herauszüchtet, die Krankheiten
fördern, und diese dann durch künstliche Eingriffe wieder ausgleicht.
Warum züchtet man dann überhaupt Hunde mit problematischen Ohren ?
Warum werden nicht alle Hunde mit Hängeohren kupiert ?
Bei den Ruten verhält es sich ähnlich. Ein Hund dem ein wesentlicher
Faktor der interhundlichen Kommunikation weggeschnitten wird, dem
fehlt wohl etwas Entscheidendes.
Ein weiterer Aspekt, der mir in diesem Zusammenhang einfällt :
Die Züchter von Hunden die kupiert werden sagen immer das Kupieren der
Ohren findet in Narkose statt. Dadurch hat der Hund keine Schmerzen.
Das ist auch richtig so. Wenn man aber einmal dabei war, wie täglich
die Ohren neu mit Pflaster verklebt werden (beim Entfernen gibt es ein
Gewinsle), dann wundert man sich nicht, daß diese Erlebnisse beim Hund
später zu Verhaltensstörungen führen. Der Hund macht in einer sehr
wichtigen Phase seines Lebens die Erfahrung : Mensch nimmt mich, das
tut weh. Was eine solche Verknüpfung bewirken kann, braucht man nicht
zu beschreiben. Praktische Beispiele dieser These kann ich jederzeit
bringen.

>> Was haben wir aus dem Hund gemacht ?
>Und vorallem warum?


Diese Frage ist berechtigt, wenn auch überflüssig, wenn man anschaut
was der Mensch sonst noch alles auf dieser Welt angestellt hat. :-(

Servus Helmut

Helmut Steinberger

unread,
May 29, 1998, 3:00:00 AM5/29/98
to

Ralf Buschner schrieb
>Hallo Helmut,
>
>Du meintest am 27.05.98 um 21:19 im Brett /FIDO/DE.REC.TIERE.HUNDE

>zum Thema "Re: Pitbull (Kampfhunde) verbieten":
>
>HS> Leider züchten nicht alle Züchter nach diesen Richtlinien. Das
bezieht
>HS> sich aber auf alle Rassen.
>
>Notfalls (und noetigenfalls) kann man diese wenigen Quertreiber aus
dem
>entspr. Zuchtverein ausschliessen, wenn sie entgegen den Statuten des
>Vereins handeln. Vereinsschaedigendes Verhalten...
>Natuerlich muss man die entspr. Regeln in den Statuten haben... :-)
>

Das schlimme ist, daß die Zuchtrichtlinien der Vereine oft so sind,
daß auch absolute Katastrophenhunde in die Zucht kommen. Mir sind
persönlich mehrere Fälle bekannt.

>HS> Diese Auslese ausschließlich nach Zahmheit
>HS> brachte auch interessante körperliche Veränderungen mit sich. Die
>HS> Füchse bekammen weiße Flecken, wurden größer und wurden 2 mal
jährlich
>HS> läufig !!!! Daraus kann man auch ableiten, daß die Wandlung des
Wolfes
>HS> zum Hund nicht Jahrtausende gedauert haben muß.
>
>Koennte es sein, dass da eine Korrelation bestand, die zahmsten Tiere
die
>hellsten Flecken hatten oder so? (Ist aber wahrscheinl. im nachhinein
>schwer festzustellen...)


Ich habe diesen Versuch in einer Dokumantation auf Discovery Channel
gesehen. Da wurde nicht erwähnt, ob die zahmeren Tiere von Haus aus
weiße Flecken hatten.


Caligula

unread,
May 29, 1998, 3:00:00 AM5/29/98
to

Ralf Buschner schrieb in Nachricht ...
>Caligula, Caligula,
>
>langsam enttaeuschst du mich aber wirklich.
>
>a> Ich schreibe Dir das nochmal, 1. lese ich keine Bild und 2. gebe ich
hier
>a> persoenliche Erfahrungswerte wieder.
>
>Deine persoenlichen Erfahrungswerte sind in dem Falle vollkommen
>irrelevant, da sie lediglich dein persoenliches Umfeld wiederspiegeln.
Achso! Guck an, dass war mir ja nun garnicht klar.
Dann frage ich mich, warum es in Brandenburg demnaechst eine
Kampfhundeverordnung geben wird und selbiges in Berlin auch in 1-2 Wochen
unterzeichnet werden soll.

>Ich wills mal extrem formulieren: Wer unter Kriminellen aufwaechst,
>koennte durchaus auf die Idee kommen, alle Menschen seien Kriminelle.
>Dies stimmt jedoch nur fuer sein Umfeld.

Achso, das sich hier Kampfhundebesitzer befinden die die Gefahr vollkommen
ignorieren und herunterspielen, deshalb sind Kampfhunde also nicht mehr
gefaehrlich. Verstehe, frage mich nur, ob das der 5 jaehrige Junge der in
Nauen im Krankenhaus liegt auch so sieht, denn der ist vorgestern von einen
Staff vollkommen grundlos und unerwartet angegriffen worden und schwer
verletzt worden!

>a> >Vielleicht schaust du dich mal in Hundevereinen der einschlaegigen
Rassen
>a> Ach ja, bei uns im Hundeverein, aufd em Hundeplatz vertritt man zum
>a> groessten Teil die Meinung, dass Kampfhunde unberechenbar sind und
anderen
>a> Hunden Schaeden zufuegen. Wie kommt das nur?
>
>Wieviele der inkriminierten "Kampfhunde" gibts denn in eurem Verein, auf
>eurem Platz?

Keinen, denn Kampfhunde werden dort nicht geduldet, wie im uebrigen auf
keinem der Hundeplaetze dort! (da sind gleich 6 Hundeplaetze nebeneinander).

>Woher beziehen denn eure Mitglieder ihre Meinung?

Den Schilderungen nach ebenfallsa us persoenlichen Erfahrungen.
Ich weiss, diese spielen nnatuerlich keine Rolle und sind vollkommen
irrelevant.

>Ich will mir hier den Spruch "Fresst Scheisse, Millionen Fliegen koennen
>nicht irren!" erlauben, aber im Ernst:

Willst Du jetzt oeffentlich Deine uneingeschraenke Dummheit unterstreichen?

>Wir Hundesportler sind Menschen wie
>jeder andere

Momentmal, was legitimiert Dich fuer alle Hundesportler zu sprechen? Bist Du
der Pressesprecher des VDH?
Ich zaehle mich auch zu den Hundesportlern und ich verbitte mir, dass Du
mich da mit einbeziehst und ich kann mir gut vorstellen, dass das andere
ebenso sehen.
Davon einmal abgesehen ist die FRage, was Du unter Hundesport verstehst.
Wenn ein Kampfhund einen Hund zerfleischt hat? Ist daas fuer DIch
Hundesport?

>auch mit Meinungen, Ansichten, Vorurteilen und ich denke,
>dass die meisten dieser Eigenschaften sehr subjektiv gefaerbt sind.

Du urteilst hier ueber Dinge, die Du in keinster Weise beurteilen kannst,
oder kennt Du alle Hundesportler und deren Meinungen persoenlich?

>a> Dann muesste ich meine Erfahrungen urploetzlich vergessen und
urploetzlich
>a> alle Kampfhunde keine anderen Hunde mehr grundlosanfallen. Waere das so,
>a> wuerde ich sicherlich das Gegenteil behaupten.
>
>Was ist denn mit den Beissunfaellen mit Mischlingen, Schaeferhunden etc. ?

Das sind normale Hunde, deren Beisskraft im Rahmen ist und die meisten Bisse
sind nicht so wild und wachsen wieder zusammen. Bisse von Kampfhunden sind
jedoch um Laengen schlimmer.

>Nicht nur in absoluten Zahlen, sondern auch in Relation zur
>Populationsstaerke gibt es bei denen weeeitaus mehr Beissunfaelle als mit
>sog. "Kampfhunden". Fallen die etwa aus gutem Grund ueber andere her, so
>dass deren Attacken durchaus toleriert werden koennen?

Das Ergebnis ist entscheident.

>a> Da das aber nicht der Fall sein wird, werde ich auch weiterhin meine
>a> Erfahrungen wiedergeben.
>
>Dagegen ist nichts einzuwenden,

Ach, wie denn das?

>solange du sie als _deine_ Efahrungen
>kennzeichnest und nicht (so wie jetzt) behauptest, das waere
>grundsaetzlich so.

Kampfhunden liegt es im Naturell zu beissen und zu vernichten. Das leugnest
Du zwar gerne, kannst das Gegenteil aber nicht belegen. Wie auch, oder hat
Dein Kampfhund keine Zaehne mehr?

>a> Das traurige ist halt nur, dass Kampfhundebesitzer anscheinend
>a> Schwierigkeiten mit der Realitaetswahrnehmung haben.
>a> Aber das ist behandlungsfaehig und das zahlt auch die Krankenkasse.
>
>Das kann und will ich nicht beurteilen.

Es gibt tatsaechlich Dinge die Du nicht beurteilen kannst? Das erstaunt mich
aber nun doch.

>Ich kenne naemlich nicht alle "Kampfhundebesitzer".

Die kenne ich zum Glueck auch nicht. Mir reichen schon die die ich kennen
und zwangsweise auch kennengelernt habe.

>Dich dagegen kenne ich, ob die Kasse das aber
>bezahlt, weiss ich nicht. Soll ich es mal erfragen?

Waere nicht schlecht, denn dann koenntest Du Dich behandeln lassen und das
wird mit Sicherheit mal einem Kind das Leben retten und/oder anderen Hunden
die Gesundheit erhalten.

Tschuess
Caligula

Andrea Martin

unread,
May 29, 1998, 3:00:00 AM5/29/98
to

Hallo Helmut

Helmut Steinberger schrieb:



> Ich kenne da schon ein paar. Als erstes natürlich meine persönliche
> Lieblingsrasse : Der Malinois.
> In der Zeit, in der ich mich jetzt mit dieser Rasse beschäftige, bin
> ich noch auf keinen einzigen Mangel (ist natürlich mein subjektives
> Empfinden) gestoßen. Vielleicht kann mir hier jemand von etwas
> Gegenteilieges berichten.

Nun ich könnte Dir schon was berichten, was den Mali auch unter die von
mir aufgeführten Rassen zählen lässt. ich finde der malinois muß
arbeiten können um wirklich zufrieden zu sein. Wie Du Dich sicher
erinnerst schrieb ich: Außer wenigen Ur und Gebrauchshunden. Und für
mich ist der Malinois ein echter Gebrauchshund, der nicht glücklich ist
wenn er nur 2 mal am Tag ne Stunde spazieren gehen darf. Ansonsten
stimme ich Dir gerne zu der Mali ist ein toller Hund.

> Da gebe ich Dir vollkommen recht. Ich habe selbst einen Hund einer
> betroffenen Rasse. Als ich mir meine Dalmatinerhündin gekauft habe,
> war ich sehr begeistert von dieser Rasse. Es sind auch wirklich liebe
> Tiere, aber wenn man ein bischen hinter die Kulissen blickt, stößt man
> auf die Probleme, die diese Rasse mitbringen. Da ist das große Problem
> der Taubheit, das bei allen Pigmentarmen Hunden vorkommt. Es gibt zwar
> mitlerweile die audiometrische Untersuchung, die zwingend für alle
> Dalmis, die in derZucht eingesetzt werden, vorgeschrieben ist. Für
> mich stellt sich aber die Frage der Sinnhaftigkeit, wenn man mit
> großem Aufwand Erbfehler aufspührt, und dann Wurfgeschwistern von
> vollkommen tauben Dalmis die Zuchterlaubnis erteilt. Meine Hündin ist
> zum Glück gesund. Ich habe aber entschieden sie nie in der Zucht
> einzusetzen, da ein Welpe beim 2. Wurf ihrere Mutter taub war. Dieser
> Welpe ist etwas mehr als eine Halbschwester. Gleiche Mutter, und die
> beiden Väter sind Wurfbrüder.
> Es gibt noch mehrere Probleme mit der diese Rasse kämpft. Ich hoffe
> Dalmatinerbesitzer sind mir jetzt nicht böse. Es gibt genug gesunde
> Einzeltiere. Wenn man ein solches hat, kann man sich glücklich
> schätzen.

Gibts bei den Dalmatinern nicht noch eine Krankheit die absolut
Dalmatinerspezifisch ist? Irgendwas mit Browning oder Bronzingsyndrom?
Weißt Du was darüber? Dann wäre es nett wenn Du mir was davon erzählen
könntest. Deine Entscheidung mit Deiner Dalmatinerin nicht zu züchten
find ich super.

> Ich habe die Befürchtung, daß sich diese Rasse nicht so schnell von
> dem riesen Boom, der nach den 101 Dalmatinerfilmen, geherrscht hatte,
> erholen wird.

Tja, was gibts schlimmeres auf Erden als ein Modehund zu werden.



> Das mit den abgeschnittenen Ohren und Ruten (man nennt es salbungsvoll
> Kupieren :-)), ist ein eigenes Kapitel (vielleicht ein eigener Thread
> ?). Ich kann keinen einzigen Grund finden, der diese schreckliche
> Unsitte rechtfertigen würde. Es wird von Kupierverfechtern immer
> wieder angeführt, daß die Hängeohren anfälliger für Krankheiten sind.
> Damit haben sie auch recht, wenn ich an meinen Dalmi denke. Nur finde
> ich es grotesk, wenn man Merkmale herauszüchtet, die Krankheiten
> fördern, und diese dann durch künstliche Eingriffe wieder ausgleicht.
> Warum züchtet man dann überhaupt Hunde mit problematischen Ohren ?
> Warum werden nicht alle Hunde mit Hängeohren kupiert ?
> Bei den Ruten verhält es sich ähnlich. Ein Hund dem ein wesentlicher
> Faktor der interhundlichen Kommunikation weggeschnitten wird, dem
> fehlt wohl etwas Entscheidendes.

Alles ganz meiner Meinung. Hier im Tierheim hatten wir bislang 2 Hunde
die wegen Medizinischer Indiktion die Rute kupiert bekommen mußten. Und
keiner davon war ein Vertreter der "kupierten Rassen". Es war eine Dogge
und ein DSH.

> Ein weiterer Aspekt, der mir in diesem Zusammenhang einfällt :
> Die Züchter von Hunden die kupiert werden sagen immer das Kupieren der
> Ohren findet in Narkose statt. Dadurch hat der Hund keine Schmerzen.
> Das ist auch richtig so. Wenn man aber einmal dabei war, wie täglich
> die Ohren neu mit Pflaster verklebt werden (beim Entfernen gibt es ein
> Gewinsle), dann wundert man sich nicht, daß diese Erlebnisse beim Hund
> später zu Verhaltensstörungen führen. Der Hund macht in einer sehr
> wichtigen Phase seines Lebens die Erfahrung : Mensch nimmt mich, das
> tut weh. Was eine solche Verknüpfung bewirken kann, braucht man nicht
> zu beschreiben. Praktische Beispiele dieser These kann ich jederzeit
> bringen.

Diese Beispiel könnte sicherlich jeder bringen der jemals einen
kupierten Welpen besaß. Und trotzdem holen sich diese Leute beim
nächsten Hund wieder einen Kupierten. Ein Zeichen dafür, daß die
Schmerzen die sie beobachten können sie selbst wenig betreffen.
Eine erstaunliche Entwicklung für mich ist, daß man seit dem
Kupierverbot für Ohren kaum Doggen, Boxer oder Schnauzer sieht die
trotzdem kupiert sind. Aber dafür jede Menge Dobermänner. Beide Dobis
die zur Zeit bei uns im Tierheim sitzen sind kupiert. Hat dafür jemand
eine Erklärung?



> >> Was haben wir aus dem Hund gemacht ?
> >Und vorallem warum?
>
> Diese Frage ist berechtigt, wenn auch überflüssig, wenn man anschaut
> was der Mensch sonst noch alles auf dieser Welt angestellt hat. :-(

War auch mehr rethorisch gemeint :-)

Viele Grüße
Andrea
--

Helmut Steinberger

unread,
May 28, 1998, 3:00:00 AM5/28/98
to

Ralf Loeper schrieb in Nachricht <356D7F...@computer.org>...

>Lieber Helmut,
>
>das wäre durchaus einen Thread wert. Im Gegensatz zu Dir möchte ich
>selbst diese Hunderassen nicht verbieten, sondern die Zuchtziele
>(na gut, bei einigen extremen Qualzuchten bin ich mir nicht sicher,
>was man am besten machen sollte) verbieten. Ansonsten züchtet z.B.
ein


Da hast Du recht. Manche Rassestandards haben schon Mißbildungen als
fixen Bestandteil.
Wenn man diese Rassen verbietet, werden vielleicht andere Rassen
mutieren. Das geht bei Hunden ja sehr schnell.

>"Züchter" der das Kindchenschema toll findet, in Zukunft halt andere
>Hunde mit großen Augen und offener Fontanelle.


Eines der Hauptprobleme sind bestimmt die Züchter. Das größte Problem
sind IMO aber die Formwertrichter. Da werden Rassemerkmale mit
salmvollen Worten beschrieben, ohne irgendeine objektive Beurteilung
erkennen zu lassen. Da heißt es z.B. : Gute, tiefe Brust, oder Brust
könnte etwas tiefer sein. Das führt dann zu extremen Zuchtformen, da
die Züchter auf Richterbewertungen reagieren und versuchen die
Merkmale überzubetonen. Das Ergebnis sind dann z.B. Dackel, die zu
ihren ohnehin schon zu kurzen Beinen eine Brusttiefe erreichen, daß
die Brust beinahe den Boden berührt. Das ist nur ein Beispiel von
vielen. Hier dreht sich eine Spirale des groben Unfugs. Die
Wechselwirkung Richterurteil und Züchterreaktion führen dazu, daß
viele ursprünglich gesunde Rassen zu jämmerlichen Kreaturen, reif fürs
Panoptikum, mutieren.

Servus helmut

Helmut Steinberger

unread,
May 30, 1998, 3:00:00 AM5/30/98
to

Caligula schrieb in Nachricht <6kmgqm$7p3$3...@news.metronet.de>...


>Ralf Buschner schrieb in Nachricht ...


Hallo Caligula,

ich weiß, ich hab versprochen nicht mehr auf Deine postings zu
antworten, aber ich habe bemerkt, daß ich irgendwie
Entzugserscheinungen bekomme. Darum ab sofort wieder Antworten von
mir.

>>Deine persoenlichen Erfahrungswerte sind in dem Falle vollkommen
>>irrelevant, da sie lediglich dein persoenliches Umfeld
wiederspiegeln.
>Achso! Guck an, dass war mir ja nun garnicht klar.
>Dann frage ich mich, warum es in Brandenburg demnaechst eine
>Kampfhundeverordnung geben wird und selbiges in Berlin auch in 1-2
Wochen
>unterzeichnet werden soll.


Wahrscheinlich gibt es in Brandenburg genauso qualifizierte :-)
Experten unter den Politikern wie in der Steiermark (sihe mein Posting
dazu).:-(

>>Wir Hundesportler sind Menschen wie
>>jeder andere
>Momentmal, was legitimiert Dich fuer alle Hundesportler zu sprechen?
Bist Du
>der Pressesprecher des VDH?
>Ich zaehle mich auch zu den Hundesportlern und ich verbitte mir, dass
Du
>mich da mit einbeziehst und ich kann mir gut vorstellen, dass das
andere
>ebenso sehen.
>Davon einmal abgesehen ist die FRage, was Du unter Hundesport
verstehst.
>Wenn ein Kampfhund einen Hund zerfleischt hat? Ist daas fuer DIch
>Hundesport?
>

1. Ich sehe mich auch als Hundesportler, und muß Ralf absolut recht
geben.
2. Welche Art von Hundesport betreibst Du ?

>>auch mit Meinungen, Ansichten, Vorurteilen und ich denke,
>>dass die meisten dieser Eigenschaften sehr subjektiv gefaerbt sind.
>Du urteilst hier ueber Dinge, die Du in keinster Weise beurteilen
kannst,
>oder kennt Du alle Hundesportler und deren Meinungen persoenlich?
>

Wenn man, wie vermutlich Ralf, viel auf Hundesportplätzen unterwegs
ist und sich mit vielen Hundesportlern unterhält, kriegt man schon
einiges von den Meinungen der Hundesportler mit. Deshalb glaube ich
schon, daß es eine überwiegende Anzahl von Hundesportlern ist, dessen
Meinung Ralf hier vertritt.

>>Was ist denn mit den Beissunfaellen mit Mischlingen, Schaeferhunden
etc. ?
>Das sind normale Hunde, deren Beisskraft im Rahmen ist und die
meisten Bisse
>sind nicht so wild und wachsen wieder zusammen. Bisse von Kampfhunden
sind
>jedoch um Laengen schlimmer.


Das heißt, ein Kind, daß von einem DS gebissen wurde und
schwerverletzt im Krankenhaus liegt hat eben nur Pech gehabt. Bei uns
in Österreich wird seit längerer Zeit auch eine Hetzkampagne gegen
Rottweiler geführt. Seither sind einige schwere Bißunfälle mit
Rottweilern in den Zeitungen gestanden.
Ich meine mich erinnern zu können, daß Du Rottweiler nicht zu den
Kampfhunden zählst. Da hast Du ja ausnahmsweise einmal recht. Ich
glaube nur, wenn Du in Österreich leben würdest, und die hiesigen
Hetznachrichten lesen würdest, sehe das anders aus.

>>Nicht nur in absoluten Zahlen, sondern auch in Relation zur
>>Populationsstaerke gibt es bei denen weeeitaus mehr Beissunfaelle
als mit
>>sog. "Kampfhunden". Fallen die etwa aus gutem Grund ueber andere
her, so
>>dass deren Attacken durchaus toleriert werden koennen?
>Das Ergebnis ist entscheident.


Welches Ergebnis ? Meinst Du die Qualität der Bisse ist wichtiger als
die Quantität ?

>Kampfhunden liegt es im Naturell zu beissen und zu vernichten. Das
leugnest
>Du zwar gerne, kannst das Gegenteil aber nicht belegen. Wie auch,
oder hat
>Dein Kampfhund keine Zaehne mehr?


Soweit ich mich erinnere hat Ralf eine Hovi. Ist das jetzt auch schon
ein Kampfhund ?

>>a> Das traurige ist halt nur, dass Kampfhundebesitzer anscheinend
>>a> Schwierigkeiten mit der Realitaetswahrnehmung haben.
>>a> Aber das ist behandlungsfaehig und das zahlt auch die
Krankenkasse.
>>
>>Das kann und will ich nicht beurteilen.
>Es gibt tatsaechlich Dinge die Du nicht beurteilen kannst? Das
erstaunt mich
>aber nun doch.


Mich nicht. Man kann ja nicht alles wissen, außer vielleicht man heißt
Caligula, das Stiefelchen.

Servus Helmut

P.S. Ich glaube meine beiden Hunde gehören auch noch nicht zu den
Kampfhunden. Das heißt ich bin noch kein Kampfhundebesitzer.

Helmut Steinberger

unread,
May 30, 1998, 3:00:00 AM5/30/98
to

Andrea Martin schrieb in Nachricht

<356EA242...@saarbruecken.netsurf.de>...


>
>Nun ich könnte Dir schon was berichten, was den Mali auch unter die
von
>mir aufgeführten Rassen zählen lässt. ich finde der malinois muß
>arbeiten können um wirklich zufrieden zu sein. Wie Du Dich sicher
>erinnerst schrieb ich: Außer wenigen Ur und Gebrauchshunden. Und für
>mich ist der Malinois ein echter Gebrauchshund, der nicht glücklich
ist
>wenn er nur 2 mal am Tag ne Stunde spazieren gehen darf. Ansonsten
>stimme ich Dir gerne zu der Mali ist ein toller Hund.


Vollkommene Zustimmung. Ich habe das nur deshalb nicht erwähnt, weil
ich es nicht als Mangel sehe, wenn ein Hund das Bedürfnis hat zu
arbeiten. Für dei Zwecke zu denen der Mali gezüchtet wurde und wird,
ist es ein riesen Vorteil. Hier sieht man, daß durch beibehalten
ursprünglicher Zuchtrichtlinien (ich spreche hier vom Mutterland
Belgien) eine Rasse über beinahe 100 Jahre auf höchstem Level
gezüchtet werden kann.

>Gibts bei den Dalmatinern nicht noch eine Krankheit die absolut
>Dalmatinerspezifisch ist? Irgendwas mit Browning oder
Bronzingsyndrom?
>Weißt Du was darüber? Dann wäre es nett wenn Du mir was davon
erzählen
>könntest. Deine Entscheidung mit Deiner Dalmatinerin nicht zu züchten
>find ich super.


Tut mir leid, aber von einem Browning oder Bronzingsyndrom habe ich
noch nichts gehört.
Vielleicht meinst Du die Farben der Flecken. Die können nämlich auch
braun sein. Das ist aber keine Fehler. Es gibt auch Dalmis mit
helleren Flecken, die sind so Bronzefärbig, wird auch Lemon genannt.
Das ist ein Fehler und führt zum Zuchtausschluß. Ist aber für den Hund
kein gesundheitliches Problem und daher nicht so schlimm.
Was beim Dalmatiner aber häufiger vorkommt, sind Nierenprobleme.
Dalmis können sogar Nierensteine bekommen.

>Eine erstaunliche Entwicklung für mich ist, daß man seit dem
>Kupierverbot für Ohren kaum Doggen, Boxer oder Schnauzer sieht die
>trotzdem kupiert sind. Aber dafür jede Menge Dobermänner. Beide Dobis
>die zur Zeit bei uns im Tierheim sitzen sind kupiert. Hat dafür
jemand
>eine Erklärung?

Das kann ich mir auch micht erklären. Vielleicht ist es gerade das
elegante Aussehen, was den Dobermann so beliebt macht. Dieses elegante
Äußere leidet natürlich unter Hängeohren.
Beim Dobi wird vermutlich viel Wert auf Aussehen gelegt. Anders kann
ich es mir nicht erklären, daß es Leute gibt, die für einen
wesensschwachen Dobermann öS 15.000,- hinblättern. Das ist in
Österreich der vom Dobi-Verein empfohlene Preis. Wer billiger verkauft
wird, angeblich, vom Verein bestraft.
Dieser hohe Preis, für einen Hund der nur mehr durchschnittlich 6 - 7
Jahre alt wird, erklärt natürliche so Manches. Da werden Hündinnen
jedes Jahr gedeckt und es wird mit jedem noch so gestörten Hund
gezüchtet.


Servus Helmut

Andrea Martin

unread,
May 30, 1998, 3:00:00 AM5/30/98
to

Hallo Helmut

Helmut Steinberger schrieb:


> Vollkommene Zustimmung. Ich habe das nur deshalb nicht erwähnt, weil
> ich es nicht als Mangel sehe, wenn ein Hund das Bedürfnis hat zu
> arbeiten. Für dei Zwecke zu denen der Mali gezüchtet wurde und wird,
> ist es ein riesen Vorteil. Hier sieht man, daß durch beibehalten
> ursprünglicher Zuchtrichtlinien (ich spreche hier vom Mutterland
> Belgien) eine Rasse über beinahe 100 Jahre auf höchstem Level
> gezüchtet werden kann.

Da hast Du recht.

> Tut mir leid, aber von einem Browning oder Bronzingsyndrom habe ich
> noch nichts gehört.
> Vielleicht meinst Du die Farben der Flecken. Die können nämlich auch
> braun sein. Das ist aber keine Fehler. Es gibt auch Dalmis mit
> helleren Flecken, die sind so Bronzefärbig, wird auch Lemon genannt.
> Das ist ein Fehler und führt zum Zuchtausschluß. Ist aber für den Hund
> kein gesundheitliches Problem und daher nicht so schlimm.
> Was beim Dalmatiner aber häufiger vorkommt, sind Nierenprobleme.
> Dalmis können sogar Nierensteine bekommen.

Ne was ich meine ist schon eine Krankheit, die soweit ich weiss nur bei
Dalmis vorkommt. In meinen Unterlagen konnte ich leider nix darüber
finden, aber ich werd mal weiterforschen.

Anja Wolf

unread,
May 31, 1998, 3:00:00 AM5/31/98
to

In article <356DC736...@saarbruecken.netsurf.de>,
fel...@saarbruecken.netsurf.de says...

>
> All Deinen Argumenten kann ich nur aus vollem Herzen zustimmen.
> Allerdings drängt sich mir dann die Frage auf, welche Rassen dann noch
> als "züchtenswert" übrigbleiben?
> In meinen Augen bleiben nur noch wenige Arbeits und Urhundrassen übrig
> deren Haltung für den "Familienhundhalter auch nicht unbedingt zu
> empfehlen.
>
> Auch hier noch ne Anmerkung. Die sogenannten Toyrassen haben manchmal
> die Knorpelspangen der Luftröhre nicht richtig entwickelt. Dann kann es
> bei jeder Aufregung (zum Beispiel wenn Herrchen nach Hause kommt) zu
> einem Kollabieren der Luftröhre kommen und der Hund kriegt keine Luft
> mehr.
>
Na, ich denke mir, DEN perfekten und gesunden Hund als Rasse gibt es
nicht. In jeder, wirklich JEDER Rasse treten hier und da Defekte auf, um
dieses doofe Wort ´mal zu benutzen. Da findet sich ein Zahnfehler beim
Malinois, Kaiserschnitte in Husky-Linien, Aggressivitaet beim Zwergpudel.
Da sind die Zuechter und Zuchtverbaende gefragt, da muss man nix
schoenluegen und ehrlich bleiben.
Fuer mich faengt Qualzucht da an, wo ich wissentlich Defekte nicht nur in
Kauf nehme, sondern sie im Standard festschreibe und somit wissentlich
zum "Schoenheits" - Ideal erhebe. Und hier sind die Richter gefragt.
Beim Dalmatiner- und diese Rasse gibt es schon laenger- gehe ich
eigentlich nicht von Qualzucht aus, nur impliziert diese vertrackte Kiste
mit der Koppelung der Farb- an andere Gene manchmal gewisse Defekte- wie
auch bei vielen Rassen mit dem Merle-Gen . Das ist zuechterisch aber auch
in den Griff zu bekommen. Diese browning oder so genannte Sache erinnert
mich an den Bedlington-Terrier, da gab es etwas, das so klang. Hing
irgendwie mit dem Leber-Stoffwechsel zusammen, bei Interesse lese ich
nach.
Der Dobie als solcher ist sicherlich auch keine Qualzucht, ließe man ihn,
wie er ist, haette er wenig zu leiden, m.W. sind das fitte Hunde, mit
reichlich Power sogar, aber das trifft auf den Malinois ja auch zu. Die
Qual faengt ja dann an, wenn der Hund in falsche Haende geraet, die ihn
falsch oder unterbeschaeftigen, aber das gehoert eher in den Bereich
Verhalten/Erziehung. Husky gehoert ja auch nicht an Omas Leine in der
Stadt. Die Kupiererei kann und muss man nicht verstehen, beim Dobermann
ist sicherlich Grund fuer das Kupieren, dass der Hund mit Ohren nicht
mehr so "scharf" aussieht-elegant ist er auch mit Ohren.
(Ueberbleibsel aus den Kindertagen des Menschentums,
Beutegreifer/Aggressoren tragen ihre Ohren aufrecht, Jungtiere lassen
diese haengen) Ein Widderkaninchen mit Haengeohren ist irgendwie
"Putziger" als dasselbe mit Stehohren- drum.
Gibt schon noch viele urspruengliche und gesunde Rassen, auch unter den
mittleren und kleinen Rassen. Viele Terrier fallen darunter, sogar viele
Pudel, wenn nicht bis zum Nimmermehr verzwergt, hohes Alter sagt viel
aus. Ein Grossteil der Jagdhundrassen sind vital und fit, gehoeren aber
in kundige Haende. Dito die Schlittenhunde. Am meisten gelitten haben die
Rassen, die in Mode kamen, und viele molossoide Rassen. Sorry, aber
mancher Mastino sieht mir aus, als habe ihn irgendein kranker Geist zu
spaeter Stunde bei Kerzenlicht aus Resten zusammengefrickelt. Kampfhund ?
Da lachen ja die Huehner-mag sein, er frisst Dich wenn er Dich kriegt,
aber die sind froh, wenn sie sich fortbewegen koennen. Am allerbesten
sind die Rassen dran, die keiner kennt- die haben keine Lobby um
irgendein verruecktes Ideal zum Standard zu erheben.
Da lob´ich mir die Gebrauchshunde, die Jagdhunde, die Terrier, und viele
der "Kleinen" - die wurzeln sich munter durch zwoelf und fuenfzehn Jahre.
Zu unserer Freude- denn ein gesunder Hund ist doch zuletzt der pure
menschliche Eigennutz- wir haben laenger was davon, wann hat Mensch dazu
je NEIN gesagt ?
Anja

Helmut Steinberger

unread,
May 31, 1998, 3:00:00 AM5/31/98
to

Anja Wolf schrieb in Nachricht ...
>In article <356DC736...@saarbruecken.netsurf.de>,


>Na, ich denke mir, DEN perfekten und gesunden Hund als Rasse gibt es
>nicht. In jeder, wirklich JEDER Rasse treten hier und da Defekte auf,
um

Das liegt in der Natur der Sache. Auch bei Wildcaniden treten immer
wieder Defekte auf, nur gelangen diese dort nicht zur Nachzucht.

>dieses doofe Wort ´mal zu benutzen. Da findet sich ein Zahnfehler
beim
>Malinois, Kaiserschnitte in Husky-Linien, Aggressivitaet beim
Zwergpudel.

Einen fehlenden Prämolaren würde ich nicht als so schlimm einstufen.
Ein Wolf mit fehlendem Prämolaren hat sicher kein großes Problem damit
zurechtzukommen. Ein Hund schon gar nicht. Viele Hunde mit
hervorragenden Eigenschaften scheiden aus der Zucht aus, nur weil
ihnen ein Zahn (noch dazu ein völlig unwichtiger) fehlt. Wenn dieser
Zahn auch nur 1 mm aus dem Zahnfleisch guckt ist es in Ordnung ? Was
bringt dieser Zahn dem Hund ?
Nur um gleich Reaktionen in diese Richtung zu bremsen, mein Hund hat
alle Zähne.

>Fuer mich faengt Qualzucht da an, wo ich wissentlich Defekte nicht


nur in
>Kauf nehme, sondern sie im Standard festschreibe und somit
wissentlich
>zum "Schoenheits" - Ideal erhebe. Und hier sind die Richter gefragt.

Völlige Übereinstimmung. Besser kann man es nicht ausdrücken.

>Beim Dalmatiner- und diese Rasse gibt es schon laenger- gehe ich
>eigentlich nicht von Qualzucht aus, nur impliziert diese vertrackte
Kiste

Soweit würde ich natürlich auch nicht gehen. Ich neige in dieser
Richtung bewußt zu Übertreibungen, da ohnehin viele Abstriche vom
Ideal gemacht werden.

>Der Dobie als solcher ist sicherlich auch keine Qualzucht, ließe man
ihn,
>wie er ist, haette er wenig zu leiden, m.W. sind das fitte Hunde, mit
>reichlich Power sogar, aber das trifft auf den Malinois ja auch zu.
Die

Natürlich ist der Dobi keine Qualzucht, aber es ist oft eine Qual zu
sehen, wie kleine Dobis mit verklebten Ohren herumlaufen.

>Gibt schon noch viele urspruengliche und gesunde Rassen, auch unter
den
>mittleren und kleinen Rassen. Viele Terrier fallen darunter, sogar
viele
>Pudel, wenn nicht bis zum Nimmermehr verzwergt, hohes Alter sagt viel
>aus. Ein Grossteil der Jagdhundrassen sind vital und fit, gehoeren
aber
>in kundige Haende. Dito die Schlittenhunde. Am meisten gelitten haben
die


Da hast Du völlig recht. Diese Rassen sind absolut in Ordnung. Eine
gewisse Rassenvielfalt ist ja notwendig, um für jeden Menschentyp den
richtigen Hund zu haben. Ich frage mich nur, was das für Menschen sind
für die ein Nackthund, eine englische Bulldogge, ein Mops, ein
Mastino, ein Basset (so wie er heute gezüchtet wird) und noch einige
mehr von der Sorte, der richtige Hund ist.

>Da lob´ich mir die Gebrauchshunde, die Jagdhunde, die Terrier, und
viele
>der "Kleinen" - die wurzeln sich munter durch zwoelf und fuenfzehn
Jahre.


Gebrauchshunde sind völlig O.K., solange sie noch zu gebrauchen sind.
Wenn ich mir ansehe, was man aus dem einst so hervorragenden DSH
gemacht hat, dann zeigt das, wozu der Mensch fähig ist.
Gut, es gibt auch noch DS, die sehr gute Gebrauchshunde sind, aber
wenn man sich die Zuchtzahlen ansieht, dann fragt man sich, wo die
alle sind. Sieht man sich die Ergebnislisten der großen Turniere an,
spielt der DSH nicht diese Übergeordnete Rolle, die er eigentlich
aufgrund der großen Anzahl and Tieren, spielen sollte.
Zum Alter´: die Vitalität einer Rasse spiegelt sich sicherlich, wie Du
richtig schreibst, im Alter wieder, das die Hunde erreichen. Hier
müßte es einem Nachdenklich stimmen, wenn eine Dt. Dogge im
Durchschnitt 6 Jahre alt wird. Ein Dobermann wird auch kaum älter.

>Zu unserer Freude- denn ein gesunder Hund ist doch zuletzt der pure
>menschliche Eigennutz- wir haben laenger was davon, wann hat Mensch
dazu
>je NEIN gesagt ?


Dem ist nichts hinzuzufügen.

Servus Helmut

Martin Freiberg

unread,
May 31, 1998, 3:00:00 AM5/31/98
to

R_Bus...@raybbs.ray.net (Ralf Buschner) writes:


> Wer bitteschoen zuechtet denn heute noch "Kampfhunde" zu Kampfzwecken und

> betreibt eine dahingehende Zuchtauslese???

Ach so ja, in Mafiakreisen, also dort wo Hundekaempfe durchaus noch
ihren Reiz haben, dort setzt man ganz bestimmt keine Kampfhunde
mehr ein weil Du es so willst.

> Aber auch sonst: [LAUT UND DEUTLICH!] Es findet heutzutage keine

> Zuchtauslese in Hinblick auf die "Kampfhundeigenschaften" mehr statt!

Sollte das tatsaechlich jemand aus den Kreisen lesen, in welchen
Hundkaempfe noch abgehalten werden, so hast Du bei denen bestimmt
fuer grosse Lacher gesorgt.

Martin


--
Man wird alt, wenn die Leute | ()_() Martin Freiberg
anfangen zu sagen, dass man | ( O O )
jung aussieht. | |\_/|
(Karl Dall) | \w/ Wer...@wwho.augusta.de

Désirée

unread,
May 31, 1998, 3:00:00 AM5/31/98
to

>
>
>> Wer bitteschoen zuechtet denn heute noch "Kampfhunde" zu Kampfzwecken und
>> betreibt eine dahingehende Zuchtauslese???
>
>Ach so ja, in Mafiakreisen, also dort wo Hundekaempfe durchaus noch
>ihren Reiz haben, dort setzt man ganz bestimmt keine Kampfhunde
>mehr ein weil Du es so willst.
>
Nun, was für Hunde weren denn dort eingesetzt?

>> Aber auch sonst: [LAUT UND DEUTLICH!] Es findet heutzutage keine
>> Zuchtauslese in Hinblick auf die "Kampfhundeigenschaften" mehr statt!
>
>Sollte das tatsaechlich jemand aus den Kreisen lesen, in welchen
>Hundkaempfe noch abgehalten werden, so hast Du bei denen bestimmt
>fuer grosse Lacher gesorgt.
>

Das Problem ist aber, daß diese speziell gezüchteten Hunde so gut wie nie in
der Öffentlichkeit auftauchen. Die Herren (und Damen) wissen warum. Man
scheut das Licht der Öffentlichkeit, diese Hunde werden nicht zum
"promenieren" gehalten, sondern rein für Ihre "Aufgabe" (Zweck wenn man
will).
Und da man ganz bestimmt nicht durch einen unvorhergesehenen "Unfall" die
Herren der Polizei auf den Fersen haben will, bleibt man "Unter sich". Ich
denke, ich spreche da durchaus aus Erfahrung.

Tatsache ist, das bei den Hunden, die Papiere (FCI-VDH) bekommen, wirklich
und tatsächlich darauf geachtet wird, daß sie ein gefestigtes Wesen haben.
Und dies ist ausschließlich im Positiven gemeint!

Und noch einmal:

WENN JEMAND EINEN HUND JEDWEDER ART UND RASSE ZUR PERSÖNLICHKEITSAUFWERTUNG
BENÖTIGT, SO IST DIESER MENSCH ARM IM GEIST, ABER NICHT SEIN HUND!!!!!

Bis dann

Désirée

Ralf Buschner

unread,
Jun 1, 1998, 3:00:00 AM6/1/98
to

Hallo Martin,

Du meintest am 31.05.98 um 15:23 im Brett /FIDO/DE.REC.TIERE.HUNDE


zum Thema "Re: Pitbull (Kampfhunde) verbieten":

MF> > Wer bitteschoen zuechtet denn heute noch "Kampfhunde" zu Kampfzwecken
MF> > und betreibt eine dahingehende Zuchtauslese???
MF>
MF> Ach so ja, in Mafiakreisen, also dort wo Hundekaempfe durchaus noch
MF> ihren Reiz haben, dort setzt man ganz bestimmt keine Kampfhunde
MF> mehr ein weil Du es so willst.

Und da die Mafiakreise sooo weit verbreitet sind, und da fast alle dieser
Hunde aus mafioesen Zuechtungen stammen... :-)

MF> > Aber auch sonst: [LAUT UND DEUTLICH!] Es findet heutzutage keine
MF> > Zuchtauslese in Hinblick auf die "Kampfhundeigenschaften" mehr statt!
MF>
MF> Sollte das tatsaechlich jemand aus den Kreisen lesen, in welchen
MF> Hundkaempfe noch abgehalten werden, so hast Du bei denen bestimmt
MF> fuer grosse Lacher gesorgt.

Das nehme ich gerne in Kauf.

cu, Ralf

Joachim Fricke

unread,
Jun 1, 1998, 3:00:00 AM6/1/98
to

Hallo,

>Verzeih Joachim! Unsinn bleibt es vermutlich, aber biologischer? >Wo ist
>in Ralfs Satz:

> >Bitte glaube mir: wenn es so wäre, daß
> >die Gefährlichkeit von der Rasse an sich ausgeht, dann würde ich diese
> >Rasse aussterben lassen.

>eigentlich der '(Bio)logische' Schluss zu entdecken?


Naja, zumindest kann man die Behauptung, spezielle Charaktereigenschaften
hätten nichts mit der Rassezugehörigkeit zu tun, irgendwo in die Nähe der
Biologie rücken. Vererbungslehre etc. pp.

>Habe aber noch ein anderes Problemchen entdeckt: Eigentlich sind >wir
>(die einer 'Rasse' statisch belegte bestimmte Verhaltensprofile
>an'dichten' wollen) in der Beweispflicht. Wenn der >Erziehungsskandal und
>die Selektion sich statistisch auf Rassen belegen lassen, muessen >WIR
>dies nachweisen und nicht jene Leut, die vorsichtig behaupten, die >Rasse
>ist wie jede andere, dass Individuum ist manchmal eben nicht >erzogen.

>alles Schei ... Deine Elli.


Ich möchte ja gar keiner Rasse irgendwas andichten und eigentlich auch gar
nichts statistisch nachweisen, weil ich nicht glaube, dass das notwendig
ist. Ich sehe "nur" ein Problem darin, dass einige Leuten glauben, durch
totales Leugnen oder ein naives "letzten Endes ist doch der Mensch/die
Erziehung schuld..." ein Problem zu lösen, das, lösen es nicht die direkt
Betroffenen selbst, so sicher wie das Amen in der Kirche eines Tages durch
Gesetze gelöst wird. Und das ist dann unabhängig von gewissen Rassen,
sondern wird uns wahrscheinlich alle treffen.


Tschüss, Joachim

Ralf Loeper

unread,
Jun 2, 1998, 3:00:00 AM6/2/98
to

Marlies Ortmann wrote:

>
> Fuer all die besonders 'objektiven' Studienzwecke 'selektiert' mensch
> fast immer seine Umfrageumfeld! Wer oder was hindert mensch daran, schon
> bei Auswahlkriterien das Klientel zu selektieren?

Der Prof, der Deine Dissertation unterschreiben muß.
Nun tue doch nicht so, als ob alle Untersuchungen an Unis etc.
"getürkt" wären, weil das alles Kampfhundefanatiker sind.

> > >Ich möchte nicht, daß einige Hunderassen verboten werden!
>

> Ein Zuchtverbot wuerde aber dem Tierschutzgesetz nach nichts
> Ungesetzliches sein ... eben weil dem nichtgeborenen Tier ja kaum
> Schmerz zugefuegt werden kann.

Das ist doch hoffentlich nicht Dein ernst!

> Habe aber noch ein anderes Problemchen entdeckt: Eigentlich sind wir
> (die einer 'Rasse' statisch belegte bestimmte Verhaltensprofile
> an'dichten' wollen) in der Beweispflicht. Wenn der Erziehungsskandal und
> die Selektion sich statistisch auf Rassen belegen lassen, muessen WIR
> dies nachweisen und nicht jene Leut, die vorsichtig behaupten, die Rasse
> ist wie jede andere, dass Individuum ist manchmal eben nicht erzogen.

In diesem Zusammenhang interessiert mich, woher Ihr (Joachim und Du)
Eure Informationen herhabt. Woher wißt Ihr, daß das Aggressionsverhalten
rassespezifisch ist?
Da die wenigsten Leute in dieser NG den wissentschaftlichen Hintergrund
zur qualifizierten Beurteilung dieser Problematik haben, muß man sich
auf die Literatur stützen, die man als Problemadäquat ansieht. Das mag
für den einen eine Veröffentlichung einer Arbeit an einer Uni sein,
für andere sind das populärwissentschaftliche Hundebücher oder, wie
im Falle Caligula, eigene Erfahrungen (und mit seinen Beschreibungen
der "Berliner Hundeszene" hat er durchaus recht, wenn ich auch mit
seinen Schlußfolgerungen nicht übereinstimme). Es ärgert mich aber
sehr, wenn interessierte Hundehalter (und ich hoffe, nur solche ziehen
sich die NG rein) irgendwelche BILD-Parolen nachbeten, ohne sich
Gedanken zu machen, ob Ihre Aussagen einen Mindestwahrheitsgehalt haben.

Gruß

Ralf

Ralf Loeper

unread,
Jun 2, 1998, 3:00:00 AM6/2/98
to

Hallo Helmut,

Helmut Steinberger wrote:
>
> Caligula schrieb in Nachricht <6kmgqm$7p3$3...@news.metronet.de>...
> >Ralf Buschner schrieb in Nachricht ...
>
> Hallo Caligula,
>
> ich weiß, ich hab versprochen nicht mehr auf Deine postings zu
> antworten, aber ich habe bemerkt, daß ich irgendwie
> Entzugserscheinungen bekomme. Darum ab sofort wieder Antworten von
> mir.

Willkommen im Club. ;-)

> >>Deine persoenlichen Erfahrungswerte sind in dem Falle vollkommen
> >>irrelevant, da sie lediglich dein persoenliches Umfeld
> wiederspiegeln.
> >Achso! Guck an, dass war mir ja nun garnicht klar.
> >Dann frage ich mich, warum es in Brandenburg demnaechst eine
> >Kampfhundeverordnung geben wird und selbiges in Berlin auch in 1-2
> Wochen
> >unterzeichnet werden soll.
>
> Wahrscheinlich gibt es in Brandenburg genauso qualifizierte :-)
> Experten unter den Politikern wie in der Steiermark (sihe mein Posting
> dazu).:-(
>

Noch genauer: wir haben bald Wahl, das ist immer ein geeigneter
Augenblick "um mal richtig durchzugreifen". Insbesondere, wenn
immer mehr Wähler "am rechten und am linken Rand" gesichtet
werden. Von so etwas nebensächliches wie Fakten lassen sich
unsere Politiker doch nicht beeinflussen :-((

> Das heißt, ein Kind, daß von einem DS gebissen wurde und
> schwerverletzt im Krankenhaus liegt hat eben nur Pech gehabt. Bei uns
> in Österreich wird seit längerer Zeit auch eine Hetzkampagne gegen
> Rottweiler geführt. Seither sind einige schwere Bißunfälle mit
> Rottweilern in den Zeitungen gestanden.

Noch vor 15 Jahren kümmerte sich in Berlin niemand um
"Kampfhunde". Damals waren es die Rottweiler und Schäferhunde
("Mörder im gelben Pelz" - Stern) auf die eine Hetzkampagne
gestartet wurde. Dementsprechend viele Exemplare dieser Rassen
gab es, ziemlich desozialisiert, in Berlin.

Heute ist das anders, man hat die Kampfhunde entdeckt.
Das traurige an der ganzen Sache ist, daß es abzusehen ist,
daß nach den kommenden Kampfhundeverordnungen (die zunächst
einmal die vielen normalen Hundehalter trifft) keinerlei
Besserung der Lage eintritt. Denn Caligula hat in einem Recht:
seine Schilderungen der Berliner Hundeszene sind durchaus richtig.
Da ich aber glaube, daß diejenigen Leute, die "gerne etwas
Scharfes an der Leine" haben wollen, demnächst auf andere
Rassen umsteigen, wird sich kaum etwas ändern. :-(


Gruß

Ralf

Christian Samtleben

unread,
Jun 2, 1998, 3:00:00 AM6/2/98
to

Moin Ralf,

Ralf Loeper schrieb in Nachricht <3573B8...@computer.org>...


>Marlies Ortmann wrote:
>
>>
>> Fuer all die besonders 'objektiven' Studienzwecke 'selektiert' mensch
>> fast immer seine Umfrageumfeld! Wer oder was hindert mensch daran, schon
>> bei Auswahlkriterien das Klientel zu selektieren?
>
>Der Prof, der Deine Dissertation unterschreiben muß.
>Nun tue doch nicht so, als ob alle Untersuchungen an Unis etc.
>"getürkt" wären, weil das alles Kampfhundefanatiker sind.

Na, ich weiß nur:

Traue keiner Statistik, die Du nicht selber gefälscht hast.!

Grüße
Christian
---
Um zu antworten, bitte die From-Zeile mit ROT13 bearbeiten. Danach mit
MD5 hashen, zeichenweise den ASCII-Code um 2 erhoehen (mod 57) und
erneut um 63 erhoehen. Dann mit der urspruenglichen Adresse x-oren.
Schliesslich am Ergebnis erfreuen und so antworten wie gewohnt.

Joachim Fricke

unread,
Jun 2, 1998, 3:00:00 AM6/2/98
to


>In diesem Zusammenhang interessiert mich, woher Ihr (Joachim und Du)
>Eure Informationen herhabt. Woher wißt Ihr, daß das Aggressionsverhalten
>rassespezifisch ist?

..


>sich die NG rein) irgendwelche BILD-Parolen nachbeten, ohne sich
>Gedanken zu machen, ob Ihre Aussagen einen >Mindestwahrheitsgehalt haben.
>

Nehmen wir einfach populär- und auch weniger populärwissenschaftliche
Studien und Bücher, dazu noch ein wenig gesunden Menschenverstand (obwohl
das natürlich eine der am meisten missbrauchten Phrasen überhaupt ist). Dann
noch die Aussagen von Leuten, die es wissen müssten (Züchter, Halter...),
tja, und ich denke, dann kann man sich schon die Meinung bilden, dass das
völlige Abstreiten gewisser aggressiver Tendenzen bei gewissen Rassen auch
nicht so ganz richtig sein kann. Und das hat nun wirklich nichts mit dem
Nachbeten von BILD-Parolen zu tun, sondern mit differentiertem und
kritischem Denken.

Tschüss, Joachim

Andrea Wahl

unread,
Jun 5, 1998, 3:00:00 AM6/5/98
to

Genau, Joachim!
Was glauben die Leute denn, wie es zum Setter gekommen ist? oder zum
Vorstehhund?
Hey, glaubt Ihr wirklich, das ist denen anerzogen und sonst nix??
Das nennt man Zuchtauswahl.
Feddersen-Petersen sagt, das man in 10 Generationen gezielter Zucht eine
deutliche Verhaltensänderung erzüchten kann.

Andrea

Joachim Fricke schrieb:

Ralf Loeper

unread,
Jun 5, 1998, 3:00:00 AM6/5/98
to

Andrea Wahl wrote:
>
> Genau, Joachim!
> Was glauben die Leute denn, wie es zum Setter gekommen ist? oder zum
> Vorstehhund?
> Hey, glaubt Ihr wirklich, das ist denen anerzogen und sonst nix??
> Das nennt man Zuchtauswahl.
> Feddersen-Petersen sagt, das man in 10 Generationen gezielter Zucht eine
> deutliche Verhaltensänderung erzüchten kann.
>
> > >In diesem Zusammenhang interessiert mich, woher Ihr (Joachim und Du)
> > >Eure Informationen herhabt. Woher wißt Ihr, daß das Aggressionsverhalten
> > >rassespezifisch ist?
> >
> > Nehmen wir einfach populär- und auch weniger populärwissenschaftliche
> > Studien und Bücher, dazu noch ein wenig gesunden Menschenverstand (obwohl
> > das natürlich eine der am meisten missbrauchten Phrasen überhaupt ist).
...

Liebe Andrea,

kann es sein, daß Du hier etwas mißverstanden hast? Die Frage lautete:
ist es sinnvoll, eine Rasse zu verbieten, weil alle Hunde dieser Rasse
gefährlich sind? Im Zuge dieser Diskussion kam dann die Frage auf,
ob die Beschreibung "Kampfhund" für eine Rasse zulässig ist, oder ob
es sich bei den gefährlichen Hunden um falsch sozialisierte Hunde
und/oder um einzelne Zuchtlinien handelt.

Da Du Feddersen-Petersen zitierst, hier einige Zitate von ihr, die ich
schon einmal an anderer Stelle gepostet habe:

"Kampfhund als
Sammelbegriff für bestimmte Hunderassen [..] ist biologisch unsinnig
und unhaltbar."

Sie definiert einen Kampfhund wie folgt:
"Als Kampfhunde würde ich [..] alle
Hundeindividuen bezeichnen, die, gleich welcher
Rassezugehörigkeit, kein normales Sozialverhalten entwickeln konnten,
vielmehr durch ein ausgeprägtes Aggressionsverhalten Menschen wie
Artgenossen gegenüber auffallen."

und weiter

"Verboten werden müssen nicht Rassen, sondern die gezielten
Neuzüchtungen mit besonders angriffs- und kampfbereiter Individuen."

Jetzt behaupten aber viele Leute in dieser NG, daß einzelne Rassen
grundsätzlich gefährlich sind. Ich frage mich deshalb, woher diese
Leute ihr Wissen nehmen, wenn Doch alle mir bekannten Untersuchungen
die Aussage von Feddersen-Petersen bestätigen.
Ich meine das ehrlich: ich möchte niemandem unterstellen, er würde
sich nur aus der BILD-Zeitung informieren, aber ich möchte gerne
wissen, wo und von wem andere Untersuchungen gemacht wurden,
die ein Verbot einzelner Rassen rechtfertigen.

Nochmal: es geht hier nicht darum, ob es möglich ist, daß einige
Spinner eine aggressionsbedingte Zuchtauswahl treffen, sondern
darum, ob die vielen normalen Züchter dieser Rassen alle
(unbewußt) Bestien heranzüchten "weil das halt schon seit
Jahrhunderten Kampfhunde sind" und deshalb a l l e Hunde dieser
Rasse verboten werden müssen.

Gruß

Ralf

Joachim Fricke

unread,
Jun 6, 1998, 3:00:00 AM6/6/98
to

Hi,

Ralf Loeper schrieb in Nachricht

>ist es sinnvoll, eine Rasse zu verbieten, weil alle Hunde dieser Rasse
>gefährlich sind?

Ich tausche mal die Zitate aus:

"Wer will denn noch allen Ernstes behaupten, es seien in erster Linie
Eigenschaften wie "Familienfreundlichkeit" oder "Sportlichkeit", die
gewissen Rassen seit einiger Zeit diese enormen Zuwachsraten bescheren.
[...] Diesen Trend können auch diejenigen nicht umkehren, die sich in den
letzten Jahren bewußt für einen Kampfhund entschieden haben,um ein Zeichen
zu setzen und zu demonstrieren, daß auch diese verfemten Hunde
sozialverträglich gehalten werden können.

Das Problem sind die zahlreichen Interessenten, die nicht bloß das
gefährliche Image, sondern tatsächlich den Kampfhund im Kampfhund wollen.
Gerade seine umstrittenen Eigenschaften machen diesen Hund [...] zum Objekt
der Begierde. Der Begriff "Kampfhund" impliziert Eigenschaften wie
rauschhafte angriffslust, Todesmut, Fehlen jeglicher Beißhemmung,
problematisches Sozialverhalten und Schmerzunempfindlichkeit.

Sind Hunde mit diesen Attributen schützenswert, oder sind sie in unserer
Gesellschaft ein Anachronismus? Diese Frage stellen sich nicht nur
Hundegegner." (C. Noé, Hunde Revue 11/97, S. 33)


Das habe ich zwar schonmal gepostet, aber es trifft die Sache trotzdem....


Tschüss, Joachim


Mario Klatt

unread,
Jun 6, 1998, 3:00:00 AM6/6/98
to

On 6 Jun 1998 10:20:16 GMT, Joachim...@t-online.de (Joachim
Fricke) wrote:

Hi,

>Hi,
>
>Ralf Loeper schrieb in Nachricht
>>ist es sinnvoll, eine Rasse zu verbieten, weil alle Hunde dieser Rasse
>>gefährlich sind?
>

[...]

>Sind Hunde mit diesen Attributen schützenswert, oder sind sie in unserer
>Gesellschaft ein Anachronismus? Diese Frage stellen sich nicht nur
>Hundegegner." (C. Noé, Hunde Revue 11/97, S. 33)
>
>

>Das habe ich zwar schonmal gepostet, aber es trifft die Sache trotzdem....
>

Die Sache trifft es eher nicht, aber warscheinlich deine Meinung.
>
>Tschüss, Joachim
>

Also ich besitze zur Zeit keinen sogenannten Kampfhund, sondern einen
Dackel. Ich hatte jedoch mehrere Bullterrier, als diese Rassen noch
nicht so in Mode waren und nur von Liebhabern gehalten wurden.
Wenn ich diese Diskussion verfolge, kann ich nur sagen das die
Besitzer von Schutzhundrassen nur zufrieden sein können, daß es
"Kampfhunde" gibt. Oder kann sich sonst keiner erinnern wie die Bild
Schlagzeilen vor 10 Jahren aussahen.

"Schäferhund zerfleischt Kind" oder "Schutzhund-Ausbildung verbieten!"
Aber wenn es zu einem Kampfhundeverbot kommen sollte, seid ihr wieder
drann!

Jetzt ist es leider modern geworden über Bullterrier und Pits zu
berichten. Viele der jetzigen "Kamphund"Halter sind leider erst durch
diese reisserischen Artikel auf diese Rassen aufmerksam geworden und
da liegt das Problem und nicht bei den Hunden.

Tschau, Mario

KSUKolbe

unread,
Jun 7, 1998, 3:00:00 AM6/7/98
to

Hallo Helmut,
freut mich, daß Du so ein Mali-Fan bist, aber ganz offen: ich bin es nicht. Wir
hatten in unserem Verein bisher 5 ernsthafte Beißereien, und bei dreien davon
war eine Mali-Hündin beteiligt bzw. sie ging einfach auf die anderen los. Ein
Rüde traute sich eine Zeitlang gar nicht mehr auf den Platz, weil sie ihn immer
gejagt und niedergemacht hat. Ausnahme? Vielleicht, aber man hört so manches
über diese Rasse.
Gruß
Katrin

Anja Wolf

unread,
Jun 7, 1998, 3:00:00 AM6/7/98
to

> letzten Jahren bewußt für einen Kampfhund entschieden haben,um ein Zeichen
> zu setzen und zu demonstrieren, daß auch diese verfemten Hunde
> sozialverträglich gehalten werden können.
>
> Das Problem sind die zahlreichen Interessenten, die nicht bloß das
> gefährliche Image, sondern tatsächlich den Kampfhund im Kampfhund wollen.
> Gerade seine umstrittenen Eigenschaften machen diesen Hund [...] zum Objekt
> der Begierde. Der Begriff "Kampfhund" impliziert Eigenschaften wie
> rauschhafte angriffslust, Todesmut, Fehlen jeglicher Beißhemmung,
> problematisches Sozialverhalten und Schmerzunempfindlichkeit.
>
> Sind Hunde mit diesen Attributen schützenswert, oder sind sie in unserer
> Gesellschaft ein Anachronismus? Diese Frage stellen sich nicht nur
> Hundegegner." (C. Noé, Hunde Revue 11/97, S. 33)
>
> Das habe ich zwar schonmal gepostet, aber es trifft die Sache trotzdem....

Joachim,
ich denke, das ist ein nachdenkenswertes posting.
Danke,
Anja

Alexandra

unread,
Jun 7, 1998, 3:00:00 AM6/7/98
to

Hi Katrin

KSUKolbe schrieb:

Ausnahme, ja und nein.

1. ist es sicher eine große Herausforderung für jeden Hundehalter -
freund einen so agilen arbeitswütigen Hund zu führen. Noch dazu einen,
der IMHO mehr als andere Rassen nach Konsequenz, Strenge, Härte, und
trotzdem auch Zuneigung verlangt.

Kurze Wesensbeschreibung der Rasse:

Der Malinois: Musketire mit Heldenmut;
Unter den belgischen Schäferhunden ist er der Workoholic: geradezu
versessen auf Arbeit und jeder Aufgabe gewachsen.
Trotz seiner "wohnungsgerechten" Größe, der Menschenfreundlichkeit,
trotz Lerneifer und hoher Intelligenz ist dieser Hirte kein klassischer
Familienhund.Dazu ist er zu aufgabensüchtig, zu selbstbewußt, zu
temperamentvoll und viel zu charmant. Schon der Malinois Welpe weiß
genau, wann ihm allgemeines Gelächter sicher ist, versteht es die
Aufmerksamkeit aller auf sich zu ziehen und jede Schwäche seines
Menschen auszunutzen. Der Tatendrang der Kleinen macht nahezu vor nichts
Halt. Sie sind dazu geboren, die Welt zu erobern und sie das, sobaldsie
die ersten Schritte auf wackeligenBeinen unternehmen können.
Seine Athletenfigur, die leichten Knochen, die erstaunliche
Gelenkigkeit, die überragende Sprungkraft und die enorme Vitalität,
verbunden mit blitzschneller Auffassungsgabe und einem eisernen
Durchhaltewillen prädestinieren diesen Hund für "Berufe" wie Lawinen-,
Wach-, Polizei-, Zoo-, Drogen-, sprengstoff und Katastrophenhund.
Ein toller Hund, der in "Privat" hand natürlich seinen Meister sucht.
Eine Mäglichkeit diesen Superathleten zu einem ausgeglichenen
zufriedenen Familienhund zu erziehen sind die modernen Hunde-Sportarten,
für die er körperlich wie intelligenzmäßig, wie geschaffenist. Vor den
sportlichen Trophähen liegt jedoch die Grunderziehung, am besten unter
erfahrenen Lehrern. Die Grunderziehung(der Mali ist ein Gebrauchshund)
kann mit acht Monaten beginnen. Erst wenn der noch immer nicht
ausgewachsene Malinois gelernt hat, daß die Worte seines Herrn und
Meister, ernstgemeint sind, daß er sich nicht durch drollige Späße vor
ihm nicht genehmen Aufgaben drücken kann, wenn er beginnt Spaß an seinen
eigenen leistungen zu finden, wird er auch auf dem Hundeplatz mit
Ehrgeiz und Elan gegen die Kollegen antreten.
Neben Agility sind die Malinois berühnt für ihre Fangsicherheit bei
Frisbee-Wettbewerben und Flyballveranstaltungen. Natürlich kann man den
Malinois auch einfach nach einem Tennisball jagen lassen, ihn über Stock
und Stein beim gemeinsamen Querfeldeinrennen jagen oder eine
Wasserschlacht mit ihm genießen. Er kann auch das und was er kann, das
macht er gut.
Vorausgesetzt, sein Mensch (und möglichst viele Zuschauer) erkennen
seine Leistungen an.
Schließlich ist das Leben für ihn eine Art Bühne, auf der er sich gerne
präsentiert.


So, Katrin, glaubst Du jetzt, daß diesen Hund ein jeder Mensch führen
kann?
Man brauch wirklich viel Zeit für diesen Hund (o.k., braucht man für
andere auch.)
Aber ich habe noch keine Rasse kennengelernt, die so agil ist, und o.a.
Wesensmerkmale aufweist.
Aus diesem Grund muß man sich noch mehr mit dieser Rasse beschäftigen,
und mit dem normalen Spaziergang, auch wenn er noch solange dauert, ist
es nicht abgetan.

Du schreibst, daß es 5 Raufereien gegeben hat. Bei dreien EINE
Malihündin der Grund.
Was hat das bitte mit der Rasse zu tun?
Du kennst mal eine Hündin, und die rauft, und dann sagst Du gleich, daß
Du keine Malis magst. Nun, das sei dir selbst überlassen, welche
Hunderassen dir zusagen, oder nicht.
Aber aus so einem Grund?
Zeigt dieser malihündin der Besitzer, (Halter) ihre Grenzen?
Wie kommt es überhaupt dazu, daß sie, wenn sie denn schon derartig
aufgefallen ist, nochmal in eine solche Versuchung kommen kann, nämlich
andere Hunde anzugreifen?
Einmal kann passieren, maximal aber 2 Mal. Bereits nach dem 2. Mal hätte
doch schon längst einer sagen müssen, daß der Halter entweder die Hündin
an die Leine nimmt, oder sie eben nicht frei herumlaufen läßt, oder sie
eben einen Maulkorb bekommt.
Bzw. der Halter muß den Platz verlassen.

Aber wenn ein jeder Mensch so denkt wie Du, zählen innerhalb ganz kurzer
Zeit auch die Malinois zu den sogenannten "Kampfhunden"
Und das ganze nur, weil man gerade mal 2 oder 3 Hunde einer RASSE kennt.

Überdenk doch das ganze nochmal, und Du wirst hoffentlich auch noch ganz
liebe Malis kennenlernen.

Ich kenne Helmuts KIRA, und die ist ganz lieb.
Dann kenn ich noch ca. 40 weitere Vertreter dieser Rasse, und auch da
sind ca. 98% sozial.


mfg

Eine begeisterte Malinoishalterin

Alexandra

> Gruß
> Katrin

Helmut Steinberger

unread,
Jun 7, 1998, 3:00:00 AM6/7/98
to

Am 7 Jun 1998 18:20:08 GMT, schrieb ksuk...@aol.com (KSUKolbe) :

>Hallo Helmut,
>freut mich, daß Du so ein Mali-Fan bist, aber ganz offen: ich bin es nicht. Wir

Hallo Katrin,

tut mir leid, daß Du durch einen einzelnen offenbar nicht richtig
gehaltenen Mali ein schlechtes Bild von einer an und für sich
wunderbaren Rasse bekommen hast.
Es gibt natürlich, wie bei allen Rassen immer wieder einzelne
Vertreter, die keine guten "Botschafter" ihrere Rasse sind.
Ich kann Dir aber versichern, daß die Mehrzahl der Malinois, sofern in
fachkundiger Hand, wirklich wesenssichere, verträgliche Hunde sind.
Ich habe eine Hündin, die sich wirklich ausnahmslos mit allen anderen
Hunden (Rüden und Hündinnen) verträgt.

>hatten in unserem Verein bisher 5 ernsthafte Beißereien, und bei dreien davon
>war eine Mali-Hündin beteiligt bzw. sie ging einfach auf die anderen los. Ein

Ich nehme an, daß das immer die selbe Hündin war.
Da müßte man mal erzieherisch auf den Hundehalter einwirken:-)
Was mir komisch vorkommt : Dient euer Abrichteplatz als Freilaufzone ?

>Rüde traute sich eine Zeitlang gar nicht mehr auf den Platz, weil sie ihn immer
>gejagt und niedergemacht hat. Ausnahme? Vielleicht, aber man hört so manches
>über diese Rasse.

Das würde mich interessieren, was man noch so hört. Vielleicht kannst
Du mehr darüber schreiben.
Es ist natürlich so, daß der Malinois ein extrem leistungsfähiger Hund
ist. Genauso, wie nicht Jedermann mit einem Ferarri zurechtkommt, kann
auch nicht jeder einen Mali richtig führen und ausbilden. Zwar sind
Malis auch nur Hunde, aber sie stellen auf Grund ihrer enormen
Leistungsfähigkeit und Sensibilität hohe Anforderungen an ihren
Führer.

Würdest Du meine Hündin kennen, wärst Du vielleicht auch ein Mali
Fan.:-)

Entschuldige bitte meine subjektive Sicht. Aber jeder der einmal so
einen Hund geführt hat, wird mich verstehen.

Servus Helmut

Caligula

unread,
Jun 7, 1998, 3:00:00 AM6/7/98
to

Joachim Fricke schrieb in Nachricht <6lb550$f1c$2...@news00.btx.dtag.de>...
>Hi,


>Ich tausche mal die Zitate aus:
>

>Das Problem sind die zahlreichen Interessenten, die nicht bloß das


>gefährliche Image, sondern tatsächlich den Kampfhund im Kampfhund wollen.
>Gerade seine umstrittenen Eigenschaften machen diesen Hund [...] zum Objekt
>der Begierde. Der Begriff "Kampfhund" impliziert Eigenschaften wie
>rauschhafte angriffslust, Todesmut, Fehlen jeglicher Beißhemmung,
>problematisches Sozialverhalten und Schmerzunempfindlichkeit.

Das ist ja auch der Hauptgrund, warum sich das Proletariat Kampfhunde
zulegt. Um endlich einmal (dank des Kampfhundes) ein ganzer Kerl zu sein.
Wie behaemmert diese Leute in wirklichkeit sind, merken sie nicht!
Dafuer das Umfeld um so mehr, denn das muss unter dem falschen Ehrgeiz der
Kampfhundebesitzer leiden.

>Sind Hunde mit diesen Attributen schützenswert, oder sind sie in unserer
>Gesellschaft ein Anachronismus? Diese Frage stellen sich nicht nur
>Hundegegner." (C. Noé, Hunde Revue 11/97, S. 33)

Ich hoffe das aendert sich bald und diese Mistviecher werden endlich
verboten!

>Das habe ich zwar schonmal gepostet, aber es trifft die Sache trotzdem....

Eben, und das kannst Du in regelaessigen Abstaenden gerne wiederholen.

Tschuess
Caligula

Ralf Loeper

unread,
Jun 9, 1998, 3:00:00 AM6/9/98
to

Joachim Fricke wrote:
>
> Hi,
>
> Ralf Loeper schrieb in Nachricht
> >ist es sinnvoll, eine Rasse zu verbieten, weil alle Hunde dieser Rasse
> >gefährlich sind?
>
> Ich tausche mal die Zitate aus:
>
> "Wer will denn noch allen Ernstes behaupten, es seien in erster Linie
> Eigenschaften wie "Familienfreundlichkeit" oder "Sportlichkeit", die
> gewissen Rassen seit einiger Zeit diese enormen Zuwachsraten bescheren.

Stimmt, die hohen Zuwachsraten kommen von denjenigen Leuten, die einen
"scharfen Hund" an der Leine haben wollen. Da man einige Rassen
neuerdings
als "Kampfhunde" bezeichnet, werden Hunde dieser Rassen auch besonders
(von solchen Spinnern) nachgefragt. Früher hatten die meist Rottweiler.


> Das Problem sind die zahlreichen Interessenten, die nicht bloß das
> gefährliche Image, sondern tatsächlich den Kampfhund im Kampfhund wollen.

Dem kann man nur voll zustimmen.

> Gerade seine umstrittenen Eigenschaften machen diesen Hund [...] zum Objekt
> der Begierde. Der Begriff "Kampfhund" impliziert Eigenschaften wie
> rauschhafte angriffslust, Todesmut, Fehlen jeglicher Beißhemmung,
> problematisches Sozialverhalten und Schmerzunempfindlichkeit.
>

Stimmt, der Begriff "Kampfhund" impliziert diese Eigenschaften, sind sie
aber tatsächlich vorhanden? Wie gesagt: Feddersen-Petersen und andere
Biologen sagen dazu klar nein. Nur weil ich eine Hunderasse Pumuckl
nenne, haben die Einzelindividuen noch lange keine roten Haare!

> Sind Hunde mit diesen Attributen schützenswert, oder sind sie in unserer
> Gesellschaft ein Anachronismus? Diese Frage stellen sich nicht nur
> Hundegegner." (C. Noé, Hunde Revue 11/97, S. 33)
>

Gäbe es solche Hunde, wären sie nicht schützenswert.

> Das habe ich zwar schonmal gepostet, aber es trifft die Sache trotzdem....
>

> Tschüss, Joachim

Lieber Joachim, ich möchte Dich damit nicht ärgern, (insbesondere, weil
ich glaube, daß Du dich durchaus ernsthaft mit der Problematik
beschäftigst.) Ich möchte aber gerne wenigstens e i n e biologische
Studie etc. von irgendeiner Uni dieser Welt sehen, die ein Verbot
einer (Kampfhunde-)Rasse rechtfertigt, weil sie belegt, daß alle
(oder fast alle) Individuen dieser Rasse gefährlich sind.

Mir sind nur Untersuchungen bekannt, die die Gefährlichkeit einzelner
Zuchtlinien bestätigen. Grund dafür ist die hohe Nachfrage und die
hohen Preise für aggressive Hunde. Also haben sich einige
unverantwortliche "Züchter" (es graust mich, wenn ich für solche
Leute dieses Wort gebrauche) genau den Hundetypus herangezüchtet,
der offenbar nachgefragt wird. Gemessen an der Gesamtpopulation
ist der Anteil dieser Hunde allerdings verschwindend gering und
rechtfertigt in keiner Weise das Verbot einer ganzen Rasse.

Gruß

Ralf

jordan.s

unread,
Jun 10, 1998, 3:00:00 AM6/10/98
to

Anja Wolf schrieb in Nachricht <6kk6bk$8p2$8...@goof.de.uu.net>...
>Gut, springe ich also rein - ich stelle mir schon lange die Frage- was ist
>vertretbar in der Hundezucht ?
>Schönheit liegt im Auge des Betrachters, soviel vorweg . Nicht alle Rassen
>sind unbedingt mein Ding, aber eines erwarte ich vom Hund, gleich welcher
>Größe und Varietät :
>a. - er muß laufen können ( Damit meine ich auch LAUFEN, nicht nur
>fortbewegen )
>b. er muß schmerzfrei existieren ( OHNE angezüchtete Defekte)
>c. er sollte in der Lage sein, sich ohne menschliche Hilfe zu
>reproduzieren/fortzupflanzen
>d. er sollte, muß sich mit seiner Spezies und der des Menschen in
>vertretbarem Rahmen verträglich zeigen
>Bernhardiner und viele molossoide Rassen tragen nur unter Mühe ihr eigenes
>Gewicht herum - Spaß an der Bewegung und Lebensfreude sehe ich nur bei
>leichten Vertretern dieser Rassen und Jungtieren . Offene Augen
Entropium)
>sind häufig, der "seelenvolle" Blick resultiert auf ständig gereizten
>Bindehäuten. Lose Hautfalten ziehen die Augen zusätzlich nach unten.
>Manchen Zwerghunden kann man mit dem Eierlöffel den Schädel einschlagen,
>anderen fallen bei Aufregung buchstäblich die "Augen aus dem Kopf" .
>Kurzköpfige Rassen bekommen wenig Luft, keine Bewegung im Sommer , nachts
>schnarchen sie zum Gotterbarmen. Kaiserschnitte bei Zwerghunden sind die
>Regel, aber auch bei anderen Rassen keine Ausnahme. Manchen Rassen ist das
>Sozialverhalten gegenüber ihresgleichen weggezüchtet worden, gottseidank
>sind diese Tendenzen stark rückläufig. Dem deutschen Schäferhund rennt die
>eigene Hinterhand hinterher, nur noch Fließheck, dem Gebrauchs- und
>Leistungshund sind die Nerven abhanden gekommen. Der Bobtail, einstiger
>Treib- und Hütehund wird auf Ausstellungen zum Idioten frisiert. Collies
>sind mit den Nerven so am Ende, daß man manche spazierentragen muß. Der
>Yorkshireterrier von heute fürchtet sich vor Mäusen und einige
>Golden-Retriever beißen vor lauter Angst alles, was ihnen zu nahe kommt.


>Was haben wir aus dem Hund gemacht ?

>Anja
>
>
>
>Anja,

ENDLICH hat es jemand geschafft DAS in Worte zu fassen was ich immer denke!
Leider habe ich das Problem keine Worte finden zu können wenn ich diese
erbarmungsvollen Hunde sehe (ja, und auch Katzen) wie sie noch nicht mal ihr
eigenes Fressen fressen können, weil z.B. der Unterkiefer länger ist als der
Oberkiefer, sie also nur dann an ihr Futter kommen, wenn wenn sie vorher die
Nase tief hineinstecken....
...oder wenn die Nackthunde ihr trauriges Leben lang ihre empfindliche Haut
unter einer dicken Schicht aus Creme verstecken müssen um an sonnigen Tagen
draussen spielen zu können, nein, was tun wir nur mit unserem Wissen über
Genmanipulation an Tieren und was tun wir ihnen damit an. Ich bin zwar
selber ein Mensch, aber ich kann die Menschen nicht verstehen, wir sind doch
so weit mit unserem Wissen, daß wir auf den Mond fliegen können, aber das
macht uns - wenn ich mich in den Hunderassen umschaue, nicht intelligenter,
nur dümmer. (Ups, ich hoffe, keiner dieser Züchter ist da.)

Jordan mit Woody (wau-wau)

>
>
>
>

Anja Wolf

unread,
Jun 10, 1998, 3:00:00 AM6/10/98
to

jordan.s schrieb:
..... (Ups, ich hoffe, keiner dieser Züchter ist da.)
>
> Jordan mit Woody (wau-wau)

... ich schon, ich hoffe, es sind Halter und Züchter der genannten
Rassen da. Und äußern sich dazu. Nicht alles, was machbar ist im Bereich
der genetischen Vielfalt des Hundes sollte man auch ausreizen.
Anja

Joachim Fricke

unread,
Jun 12, 1998, 3:00:00 AM6/12/98
to

Hallo,

>Stimmt, der Begriff "Kampfhund" impliziert diese Eigenschaften, sind sie
>aber tatsächlich vorhanden? Wie gesagt: Feddersen-Petersen und andere
>Biologen sagen dazu klar nein. Nur weil ich eine Hunderasse Pumuckl
>nenne, haben die Einzelindividuen noch lange keine roten Haare!


Stimmt, aber wenn ich eine Gruppe von Hunden z.B. Jagdhunde nennne, streitet
irgendwie niemand ab, dass diese Hunde spezielle Rasseeigenschaften
aufweisen, die sie für diese Tätigkeiten speziell befähigen...oder? Weisst
Frau F.-P. auch irgendwo nach, dass, na sagen wir, Neufundländer genauso
gute bzw. schlechte Jagdgebrauchshunde sind wie Retriever? Oder ist das
Zuchtlinienspezifisch? Oder interessiert das schlicht keinen?

Ich kann den Eindruck nicht loswerden als ob überall auf der Welt allen
möglichen Hunderassen alle möglichen "typischen" Eigenschaften zugesprochen
und in Vereinsstatuten festgeschrieben werden (kann ja eigentlich JEDER
Rassehundebesitzer nachlesen...), nur in diesem einen, speziellen Fall
werden die überall sonst gerne akzeptierten Rasseeigenschaften abgestritten,
ja in ihrem Vorhandensein bezweifelt... Ist das nicht ein wenig Pfeifen im
Walde?

> Ich möchte aber gerne wenigstens e i n e biologische
>Studie etc. von irgendeiner Uni dieser Welt sehen, die ein Verbot
>einer (Kampfhunde-)Rasse rechtfertigt, weil sie belegt, daß alle
>(oder fast alle) Individuen dieser Rasse gefährlich sind.
>


Ganz ehrlich: ich habe bisher noch keine Untersuchung oder Statistik selbst
gelesen, die überhaupt irgendwas beweist... Aber ich werde das jetzt mal
tun...

Bis demnächst,

Joachim

Helmut Steinberger

unread,
Jun 13, 1998, 3:00:00 AM6/13/98
to

Am 12 Jun 1998 22:21:23 GMT, schrieb Joachim...@t-online.de
(Joachim Fricke) :

>>Stimmt, der Begriff "Kampfhund" impliziert diese Eigenschaften, sind sie
>>aber tatsächlich vorhanden? Wie gesagt: Feddersen-Petersen und andere
>>Biologen sagen dazu klar nein. Nur weil ich eine Hunderasse Pumuckl
>>nenne, haben die Einzelindividuen noch lange keine roten Haare!
>
>

>Ich kann den Eindruck nicht loswerden als ob überall auf der Welt allen
>möglichen Hunderassen alle möglichen "typischen" Eigenschaften zugesprochen
>und in Vereinsstatuten festgeschrieben werden (kann ja eigentlich JEDER
>Rassehundebesitzer nachlesen...), nur in diesem einen, speziellen Fall
>werden die überall sonst gerne akzeptierten Rasseeigenschaften abgestritten,
>ja in ihrem Vorhandensein bezweifelt... Ist das nicht ein wenig Pfeifen im
>Walde?

Du hättest 100% recht, wenn heute die Zuchtauslese bei den Kampfhunden
noch auf diese Eigenschaft "Kampfhund" ausgerichtet wäre. Ich streite
auch nicht ab, daß das noch vereinzelt von verantwortungslosen
Individuen gemacht wird. Die Mehrheit, der Kampfhunde wird aber seit
mehreren Generationen auf Wesenssicherheit und Verträglichkeit
gezüchtet. Wenn man sich ein bißchen in Genetik und Hundezucht
auskennt, weiß man, daß Eigenschaften einer Rasse in kurzer Zeit (c.
20 Jahre) komplett verändert werden können.
Es gibt auch AmStaff, die als Rettungshunde eingesetzt werden. Das
zeigt, daß diese Hunde nicht grundsätzlich gefährlich sind. Ein
Rettungshund muß ein hohes Maß an Verträglichkeit mit Menschen UND
Hunden aufweisen.
In meiner Zeit bei der Österreichischen Rettungshundebrigade sind mir
eine Vielzahl von verschiedenen Rassen und auch viele Mischlinge
untergekommen. Nie ist ein "Kampfhund" durch Unverträglichkeit
aufgefallen. Im Gegenteil. Die Bullterrier, englische Staffordshire
Terrier und Amerikanische Staffordshire Terrier waren extrem Gutmütig.
Rettungshundeteams (Mensch und Hund) werden immer gemeinsam im Wagen
transportiert. Da sind dann mitunter bis zu sieben Hunde auf engem
Raum untergebracht, ohne Trennwände, ohne Maulkorb. Es hat nie
Probleme gegeben.
Ich habe beim Spazierengehen mit meinen Hunden auch schon
Bekanntschaft mit einem AmStaff gemacht, wo ich froh war, daß er an
der Leine war. Dieser Hund war hochgradig aggressiv. Das zeigt mir
aber nur, daß dieser eine Hund von diesem einen Halter gefährlich ist.
Ich würde sowas nie auf die gesamte Population von AmStaffs beziehen.
Ich habe schon eine Vielzahl von aggressiven Mischlingen, und anderen
Rassehunden gesehen.
Was mir hier auch immer wieder komisch vorkommt ist, daß von
Kampfhundehassern zugegeben wird, daß Kampfhunde zu Menschen
verträglich und nur für Hunde gefährlich sind. Kurz darauf wird vom
selben Schreiber ein Artikel gepostet, wo ein Angriff eines
Kampfhundes auf eine Frau als Beweis hingestellt wird, daß Kampfhunde
auch für Menschen gefährlich sind. (C.)
Das zeigt deutlich, mit welcher Engstirnigkeit da argumentiert wird.

Ein weiteres Vorurteil ist die Geschichte mit der Beißkraft. Es gibt
keine einzige seriöse Studie, wo eine Untersuchung der Beißkraft bei
Hunden beschrieben wird. Wenn da ein NG Teilnehmer bei seinem Tierarzt
solche Geschichten liest, dann heißt das für mich nur, daß dieser
Tierarzt vielleicht dir Bild oder dir BZ abonniert hat:-)
Im Ernst, falls derjenige noch Zugang zu dieser Studie hat, (ich meine
Dich Caligula), würde mich das schon interessieren. Vielleicht kannst
Du mir sie irgendwie zukommen lassen.

Servus Helmut

Joachim Fricke

unread,
Jun 13, 1998, 3:00:00 AM6/13/98
to

Helmut Steinberger schrieb in Nachricht

>>
>>

Ich zitiere jetzt nichts, weil es sonst alles wäre, aber genau das meine
ich: anderen Engstirnigkeit vorwerfen, aber selbst mit ähnlich fragwürdigen
Argumenten ganz der Situation angepasst arbeiten.

Um Missverständnissen vorzubeugen: ich bin NICHT für das Verbot von
irgendwelchen Hunderassen! Mich treibt es aber zur Weissglut, wenn ich hier
immer wieder diese Verharmlosungen etc. lesen muss. Letzten Endes schießen
sich die Liebhaber dieser Rassen damit selbst ins Knie, weil man ihnen
einfach keinen verantwortlichen Umgang mit diesem Thema zutraut (sozusagen
Betriebsblindheit...) und dann Entscheidungen von Leuten getroffen werden
(Politiker, Behörden...) die von den Themen nun absolut keine Ahnung
haben...DIE reagieren nämlich auf Bildzeitungsparolen!

Aber dagegen hilft nicht ewiges Abstreiten und Wegleugnen, sondern nur
bewussten Auseinandersetzen!

Selbstverständlich gibt es Untersuchungen zu Beisskräften bei Hunden, und
selbstverständlich gibt es statistisch relevante Auffälligkeiten bei
bestimmten Rassen, selbstverständlich gibt es Kampfhunderassen (z.B.
nachzulesen in: Dr. D. Fleig, Kampfhunde I/Kampfhunde II, Kynos-Verlag),
selbstverständlich kann man Rasseeigenschaften bewusst wegzüchten, aber
genauso selbstverständlich tun das die Züchter nicht (ich kenne einige
davon...),... naja, mir fällt noch mehr ein, aber das spare ich mir, ist
wahrscheinlich doch alles nicht wahr...

Irgendwie erinnert mich diese ganze Diskussion an viele andere: es gab
Diskussionen um Kupierverbote, erst bei den Ohren, dann bei den Ruten, es
gab Diskussionen um Qualzüchtungen usw. usf. Und NIE waren es die
Hundebesitzer, Züchter oder Zuchtverbände, die hier für Lösungen gesorgt
haben. Erst wenn Gesetzte und Verordnungen eine weitere Verdrängung und
Verleugnung der Problematik unmöglich gemacht haben, sind die
Verantwortlichen und Betroffenen wach geworden, haben noch ein Weilchen
lamentiert und sich dann in das unabänderliche gefügt. Und mein Gefühl ist,
das es in dieser Frage wieder genauso sein wird...

Nach uns die Sinnflut...


Tschüss, Joachim

Helmut Steinberger

unread,
Jun 13, 1998, 3:00:00 AM6/13/98
to

Am 13 Jun 1998 13:43:33 GMT, schrieb Joachim...@t-online.de
(Joachim Fricke) :


>Um Missverständnissen vorzubeugen: ich bin NICHT für das Verbot von
>irgendwelchen Hunderassen! Mich treibt es aber zur Weissglut, wenn ich hier
>immer wieder diese Verharmlosungen etc. lesen muss. Letzten Endes schießen
>sich die Liebhaber dieser Rassen damit selbst ins Knie, weil man ihnen
>einfach keinen verantwortlichen Umgang mit diesem Thema zutraut (sozusagen

Um ebenfalls Mißverständnissen voruzubeugen, ich bin schon für das
Verbot von einigen Rassen. Es sind dies Rassen, die unter den Begriff
Qualzuchten fallen, auch wenn die Hundeverbände von diesen Qualzuchten
nichts wissen wollen. Aber das ist ein anderes Thema.
Ich kann Dich beruhigen, ich bein absolut kein Kampfhundeliebhaber.
Ganz im Gegenteil. Ich möchte nie einen Bullterrier oder ähnliches
haben. Das hat aber andere Gründe. Mir gefallen sie eben nicht. Ich
finde es nur nicht richtig, daß manauf einzelne Rassen losgeht, nur
weil es immer wieder Idioten gibt, die diese Rassen dazu benutzen um
ihr nicht vorhandenes Selbstbewußtsein aufzumöbeln.

>Betriebsblindheit...) und dann Entscheidungen von Leuten getroffen werden
>(Politiker, Behörden...) die von den Themen nun absolut keine Ahnung
>haben...DIE reagieren nämlich auf Bildzeitungsparolen!

Da gebe ich Dir absolut recht, daß die Damen und Herren, die so
merkwürdige Kampfhundeverordnungen erlassen keine Ahnung davon haben.

>Aber dagegen hilft nicht ewiges Abstreiten und Wegleugnen, sondern nur
>bewussten Auseinandersetzen!

Volle Übereinstimmung.

>Selbstverständlich gibt es Untersuchungen zu Beisskräften bei Hunden, und
>selbstverständlich gibt es statistisch relevante Auffälligkeiten bei

Bitte um Quellenangabe. Da bin ich ernsthaft daran interessiert.

>bestimmten Rassen, selbstverständlich gibt es Kampfhunderassen (z.B.
>nachzulesen in: Dr. D. Fleig, Kampfhunde I/Kampfhunde II, Kynos-Verlag),

Natürlich gibt es Rassen, die mit dem Überbegriff Kampfhunde
bezeichnet werden. Aber genauso, wie die meisten Schäferhunde als
Schäferhunde nicht mehr einsetzbar sind, weil es ihnen an den
entsprechenden Eigenschaften fehlt, verhält es sich bei den
Kampfhunden.

>selbstverständlich kann man Rasseeigenschaften bewusst wegzüchten, aber
>genauso selbstverständlich tun das die Züchter nicht (ich kenne einige
>davon...),... naja, mir fällt noch mehr ein, aber das spare ich mir, ist
>wahrscheinlich doch alles nicht wahr...

Sag mal was kennst Du für Leute ? :-)
Aber im Ernst. Natürlich gibt es die Züchter, die die Kampfhunde noch
nach ihren kämpferischen Fähigkeiten züchten, und was noch wichtiger
ist dementsprechend aufziehen. Dazu muß man nämlich die Hunde schon im
Welpenalter sehr früh voneinander trennen, um jegliche Sozialisierung
zu anderen Hunden zu verhindern.
Aber es wäre sehr blauäugig zu glauben, daß ein Verbot der Kampfhunde
gerade diese Leute beindrucken würde. Soviel ich weiß ist auch das
Tragen einer Pistole ohne Waffenschein verboten. Ich kann mir nicht
vorstellen, daß die Kriminellen, die mit Pistolen herumlaufen alle
einen Waffenschein haben.
Selbst, wenn man es erreicht, daß alle als Kampfhunde bezeichneten
Rassen nicht mehr gezüchtet werden, wird sich das Problem nicht lösen
lassen. Es wird sich nur auf andere Rassen verlagern.

>Irgendwie erinnert mich diese ganze Diskussion an viele andere: es gab
>Diskussionen um Kupierverbote, erst bei den Ohren, dann bei den Ruten, es
>gab Diskussionen um Qualzüchtungen usw. usf. Und NIE waren es die
>Hundebesitzer, Züchter oder Zuchtverbände, die hier für Lösungen gesorgt

Das paßt zwar nicht ganz hierher, aber bitte.
Ich als Hundebesitzer schlage eine Lösung vor : Totales Verbot des
Kupierens von Ohren und Ruten.
Sollte mir jemand ein stichhaltiges Argument liefern, warum man einem
Hund Ohren oder Rute abschneiden muß, bin ich gerne bereit meine
Meinung zu überdenken.

>haben. Erst wenn Gesetzte und Verordnungen eine weitere Verdrängung und
>Verleugnung der Problematik unmöglich gemacht haben, sind die
>Verantwortlichen und Betroffenen wach geworden, haben noch ein Weilchen
>lamentiert und sich dann in das unabänderliche gefügt. Und mein Gefühl ist,

Da hast Du leider recht. Ich laß gerade in der neuesten Ausgabe der
Zeitschrift "Unsere Hunde", das ist das offizielle Organ des ÖKV,
einen Artikel über das bevorstehende Kupierverbot in Österreich. Die
Herren vom ÖKV wollen der Realität nicht ins Auge sehen, und halten
nachwievor beharrlich an der Meinung fest, daß es unabdingbar ist,
einige Rassen zu kupieren.
Was soll's, manche lernen es eben nie.

Servus Helmut

Ralf Loeper

unread,
Jun 15, 1998, 3:00:00 AM6/15/98
to

Hallo Joachim,

ich habe eine Deiner beiden Antwort nur in Helmuts Beitrag gefunden, das
Original ist leider nicht bis zu meinem Provider (Nacamar)
angekommen :-(

Joachim Fricke wrote:

> Um Missverständnissen vorzubeugen: ich bin NICHT für das Verbot von
> irgendwelchen Hunderassen! Mich treibt es aber zur Weissglut, wenn ich hier
> immer wieder diese Verharmlosungen etc. lesen muss. Letzten Endes schießen
> sich die Liebhaber dieser Rassen damit selbst ins Knie, weil man ihnen
> einfach keinen verantwortlichen Umgang mit diesem Thema zutraut (sozusagen

> Betriebsblindheit...) und dann Entscheidungen von Leuten getroffen werden
> (Politiker, Behörden...) die von den Themen nun absolut keine Ahnung
> haben...DIE reagieren nämlich auf Bildzeitungsparolen!

So langsam werde ich sauer! Im Laufe der Diskussion kamen mehrere
Literaturhinweise auf ernstzunehmende Wissenschaftler wie z.B.
Feddersen-Petersen vom Institut für Haustierforschung an der UNI Kiel
oder auch der Prof. der UNI Wien, den Helmut zitierte und dessen Studie
dafür sorgte, daß in Österreich eine Kampfhundeverordnung wieder
aufgehoben wurde. Alle diese Untersuchungen belegen, daß die
vielzitierten Kampfhundeeigenschaften nicht existieren. Nun habe
ich einmal ganz schüchtern angefragt, woher Verfechter der These,
das alle "Kampfhunde" gefährlich sind, ihr Wissen nehmen und statt
einer Antwort (Literaturhinweis) wird einem Verharmlosung nachgesagt!
Das ist doch wohl nicht Dein ernst.

Auch inhaltlich ist Dein Beitrag bedenklich, wenn man den
Umkehrschluß Deiner Hypothese bedenkt: die Hundehalter a l l e r
Rassen leisten sich einen schlechten Dienst, wenn sie biologische
Untersuchungen ignorieren und statt dessen populistisches Gefasel
von Zeitungsredakteuren und Kampfhundespinnern nachplappern. Die Folge
wird nämlich eine Kampfhundeverordnung sein, in dessen Sog alle
größeren Hunderassen, deren Einzelindividuen auffällig werden,
hineingezogen werden. In einigen Jahren hast Du dann Probleme,
einen Rottweiler oder Schäferhund zu besitzen.

Und im übrigen bin ich kein Liebhaber der Kampfhunderassen. Ich
mag aber Hunde im allgemeinen und meinen Tervueren im besonderen
und hoffe deshalb immer noch, daß die vielen Mißstände im
Zusammenhang mit Hunden (Qualzuchten, Kupieren, scharfmachen ...)
abgeschafft oder zumindest abgeschwächt werden. Das geht aber nur,
wenn wir statt "glauben" in Zukunft "wissen" akzeptieren, selbst
wenns mal wieder irgendwelchen Medienmachern oder Vereinen etc.
nicht in den Kram paßt (als Beispiel: Feddersen-Petersen bekam
Morddrohungen von SV-Mitgliedern, weil Sie nachweisen konnte,
daß einige Schäferhunde sog. Debrivationsschäden, also
Verhaltensstörungen hervorgerufen durch Zwingerhaltung,
aufweisen.)

>
> Aber dagegen hilft nicht ewiges Abstreiten und Wegleugnen, sondern nur
> bewussten Auseinandersetzen!

s.o. Zeig' mir erst mal eine bessere Untersuchung als die beiden
von mir zitierten.

> Irgendwie erinnert mich diese ganze Diskussion an viele andere: es gab
> Diskussionen um Kupierverbote, erst bei den Ohren, dann bei den Ruten, es
> gab Diskussionen um Qualzüchtungen usw. usf. Und NIE waren es die
> Hundebesitzer, Züchter oder Zuchtverbände, die hier für Lösungen gesorgt

> haben. Erst wenn Gesetzte und Verordnungen eine weitere Verdrängung und
> Verleugnung der Problematik unmöglich gemacht haben, sind die
> Verantwortlichen und Betroffenen wach geworden, haben noch ein Weilchen
> lamentiert und sich dann in das unabänderliche gefügt. Und mein Gefühl ist,

> das es in dieser Frage wieder genauso sein wird...

Mich erinnert die Diskussion nicht daran. Selbstverständlich frage ich
mich,
weshalb wir Jahrzehnte auf ein Tierschutzgesetz warten mußten, in dem
den Tieren zugestanden wird, daß sie
a. Lebewesen sind und
b. Schmerzen empfinden können.
Meine dreijährige Tochter wußte das auch ohne Gesetz, warum also der
Gesetzesgeber nicht? (OK, Frage ist rhetorisch)

Beim Kupierverbot wurde eine (halbherzige) Lösung gegen den Willen der
Lobby (Zuchtverbände etc.) aber zum Wohle des Hundes durchgesetzt.
Bei einem "Kampfhundegesetz" würde eine populäre aber wissenschaftlich
unsinnige Entscheidung gegen das Wohl des Hundes durchgesetzt werden.

Gruß von einem ziemlich enttäuschten

Ralf

Joachim Fricke

unread,
Jun 15, 1998, 3:00:00 AM6/15/98
to

Ralf Loeper schrieb in Nachricht

>So langsam werde ich sauer! Im Laufe der Diskussion kamen mehrere


>Literaturhinweise auf ernstzunehmende Wissenschaftler wie z.B.
>Feddersen-Petersen vom Institut für Haustierforschung an der UNI Kiel
>oder auch der Prof. der UNI Wien, den Helmut zitierte und dessen Studie
>dafür sorgte, daß in Österreich eine Kampfhundeverordnung wieder
>aufgehoben wurde. Alle diese Untersuchungen belegen, daß die
>vielzitierten Kampfhundeeigenschaften nicht existieren.

Naja, das ist nicht gerade das, was ich unter "belegen" verstehe. Erstmal
ist es kein Literaturhinweis, wenn man sagt, Fr. F.-P. und irgendein Prof.
von der UNI Wien hätten da Studien veröffentlich... Welche? Wo? Wann? Wenn
schon zitieren und sich drauf berufen, dann bitte richtig, oder? So, und
diese zwei eventuell existenten Aussagen werden jetzt zu "Alle dies
Untersuchungen...". Auch ein wenig übertrieben, nicht?

Ich würde wirklich gerne diese Studien lesen, weil mich die Methode, nach
der die genannten zu diesen Feststellungen gekommen sind, interessieren
würde. Irgendwie habe ich nämlcih das Gefühl, das die eher so auf
spekulativer Basis denn beispielsweise auf statistischen Zahlen beruhen. Und
das es für alles und gegen alles eine Studie gibt, dürfte mittlerweile auch
bekannt sein...

>>Selbstverständlich frage ich mich, weshalb wir Jahrzehnte auf ein
>>Tierschutzgesetz warten mußten, in dem den Tieren zugestanden >>wird, daß
sie
>>a. Lebewesen sind und
>>b. Schmerzen empfinden können.

Und ich frage mich, warum nicht einige Mißstände schon längst vorher auf
freiwilliger Basis beseitigt worden sind.... Aber alle die Züchter und
"Tierfreunde" haben halt immer nur behauptet, dass es ihren Hunden nichts
macht, das sie Krüppel sind...

Aber irgendwie scheint es mir auch, als willst Du mich bewusst falsch
verstehen. Es geht mir absolut nicht darum zu beweisen, das bestimmte
Hunderassen bestimmte Eigenschaften haben. Es reicht, wenn einige Leute
diese Eigenschaften vermuten und sich deshalb einen solchen Hund zulegen.
Und da gibt es ja nun eindeutige Präferenzen für bestimmte Rassen. Und die
werden dann halt immer wieder extrem auffällig. Und dagegen sollte man etwas
tun, eben bevor es zu spät ist und alle möglichen Rassen betrifft.

Jetzt klarer?

Joachim

Helmut Steinberger

unread,
Jun 17, 1998, 3:00:00 AM6/17/98
to

Am 16 Jun 1998 10:32:22 GMT, schrieb Joachim...@t-online.de
(Joachim Fricke) :

>Ich habe heute einen kleinen Auszug aus der vielzitierten und wohl wenig
>gelesenen "Beißstatistik" gepostet. Wenn Du Dir da mal die Werte für
>Dobermann und Rottweiler anschaust, ist das zumindest bei diesen Rassen
>schon längst der Fall.

O.K. warum fordert Ihr dann nicht ein Verbot dieser Rassen. Selbst
Caligua macht keine Anstalten für Rottweiler und Dobermänner ein
Verbot zu fordern. Das nenne ich aber sehr inkonsequent.

>Das ist übrigens ein interessanter Schluß, den Du da ziehst: wenn keine
>Kampfhunderasse mehr gezüchtet werden, werden eben andere Rassen auf
>Aggressivität und Schärfe gezüchtet. Der einfache Umkehrschluß ist ja dann,
>das heute Kampfhunderasse auf Aggressivität und Schärfe gezüchtet werden,
>oder?

Da hast Du aber nicht genau gelesen. Ich schrieb, daß die meisten
Züchter dieser Rassen die Selektion auf Gutmütigkeit und hohe
Reizschwelle betreiben. Es gibt aber auch einige Psychopathen, die
diese Hunde weiterhin auf Aggressivität züchten. Das habe ich nie
bestritten. Das habe ich gemeint, daß dann andere Rassen auf Schärfe
gezüchtet werden. Und ich bin wirklich überzeugt, daß sich da andere
Rassen viel besser eignen würden.

>>Dieses Spielchen setzt sich solange fort, bis es überhaupt keine
>>größere Rasse gibt, die noch gezüchtet werden darf. Achja, die
>>Mischlinge habe ich ganz vergessen. Man könnte auch da immer die
>>aggressivsten Vertreter hernehmen und verpaaren.
>
>Ich kann das nicht ganz glauben. Der spezielle Personenkreis, der gerne mit
>dem gefährlichen Image dieser Rassen (ob gerechtfertigt oder nicht, das ist
>völlig egal, zählen tut eh' nur, was die Leute GLAUBEN) kokettiert, wird
>sich kaum auf Deutsch Drahthaar, Golden Retriever oder Collie zurückziehen.
>Irgendwie nur schwer vorstellbar: Jogging-Anzug, Goldkettchen,
>amerikanisches Cabrio und dazu ein Labrador mit Stachelhalsband.. .-))
>Dobermannn und Rottweiler sind dann schon gefährdet, aber ich glaube, das es
>für diese Rassen ohnehin zu spät ist...

Sicher die Vorstellung eines Labradors mit Stachelhalsband als
Kampfhund finde ich auch komisch, aber es gibt genug andere Rassen,
die sehrwohl etwas "hermachen" würden. Ein Malionoisrüde mit einer
Schultehöhe von 68 cm und einem Kreuz wie ein Stier ist wesentlich
eindrucksvoller, als ein vergleichsweiser Zwerg von einem Pit. Er ist
auch wesentlich schneller und kräftiger. Er hat eine niedrigere
Reizschwelle und ist besser Trainierbar. Das wär doch was.
Jetzt hoffe ich nur, daß ich da niemanden auf eine "gute Idee"
gebracht habe.
Das sollte lediglich eine Anregung sein, einmal über Rassenvorurteile
nachzudenken. Das betrifft auch Rassismus gegen Menschen. Wenn ich mir
aber so manche Presseberichte ansehe, denke ich, daß das Einigen
speziell in Deutschland (bitte alle Nichtrassisten um verzeihung)
schwer fällt.
Rassismus egal in welcher Form hat noch nie Probleme gelöst, ganz im
Gegenteil.

>>Ich kann Dir aber gerne für jeden von Dir aufgezählten konkreten
>>bissigen Kampfhund einen entsprechenden Hund einer beliebigen anderen
>>Rasse nennen.
>>Ich hoffe auf eine sachliche und emotionsfreie weitere Diskussion.
>
>Genau, und damits auch sachlich ist lies bitte weiter unten mein Posting mit
>ein paar Zahlen. Es ist ziemlich deutlich ablesbar, dass bestimmte Rassen
>eine signifikant höhere Auffälligkeit haben, woran immer das auch liegen
>mag. Das Problem ist also eindeutig vorhanden. Fehlt noch eine Lösung...

Zur Statistik:
Du stellst die Bisszahlen einer begrenzten Anzahl von Städten der
Anzahl der in einem Jahr gezüchteten Hunde einer Rasse gegenüber.
Du meinst in 245 Städten haben im Jahre 1990 z.B 1956
Schäferhundebisse stattgefunden. Das wären ca. 8 Bisse von
Schäferhunden pro Stadt und Jahr.
Man hätte demnach auch täglich über 5 Bisse von Schäferhunden in den
Zeitungen lesen müssen.
Das konnte man aber nicht, weil der Platz in den Zeitungen ja von den
1,3 Bissen pro Stadt und Jahr der Pitbulls belegt war.
Das Problem bei diesen Statistiken ist auch, daß kaum jemand den Biß
eines Dackels meldet, der höchstens für ein paar Tage Krankenstand gut
ist, jedoch jeder Biß eines Kampfhundes wird in den Medien
ausgeschlachtet. Sicher ist die Verletzung eines Bisses von einem
großen Hund schlimmer als die eines kleinen, aber die Statistik stimmt
somit nicht mehr.
Ich wurde letztes Jahr im Herbst von einem DS in den Arm gebissen.
Trotz Wundversorgung im Krankenhaus (2 Nähte) wurde keine Anzeige
erstattet. Der Biß scheint in keiner Statistik auf. Ich war 2 Wochen
wegen Schmerzen und Nebenwirkungen hoher Antibiotikagaben außer
Gefecht. So harmlos war die Sache also auch wieder nicht.

Wenn Du aber an Statistiken interessiert bist, so gibt es eine aus der
Steiermark. Dort wurde aufgrund eines Hundeverbotsgesetzes eine
Statistik von den Gemeinden (allen !) angefordert. Die Statistik
besagt, daß 0,4 % der Bißunfälle mit Hunden der Rassen Pitbull,
AmStaff, Dogo Argentino, Bullmastiff, Mastino Napolitano, Rodesian
Ridgeback, Rottweiler, Bullterrier und Bordeauxdogge stammten. Die
Haltung dieser Hunde wurde nämlich verboten. Das Verbot war ein guter
Schachzug der Landesregierung, wurde damit doch die Gefahr von
Hundebissen um tolle 0,4 % reduziert !!!:-((((

Wenn Du Anregungen für ein etwaiges Hundeverbot (welche Rassen auch
immer) brauchst, rate ich Dir, Dich mit der Steiermärkischen
Landesregierung in Verbindung zu stzen. Die sind da nämlich Experten.
Zu ihrem Leidwesen hat der Verfassungsgerichtshof das Verbot
mittlerweile aufgehoben. Aber dadurch solltest Du Dich nicht
irritieren lassen. Einen Versuch ist es wert.:-)

Servus Helmut

Joerg Meyer JM

unread,
Jun 17, 1998, 3:00:00 AM6/17/98
to

On Wed, 17 Jun 1998 07:08:39 GMT, helmut.st...@vienna.at (Helmut
Steinberger) wrote:

>Am 16 Jun 1998 10:32:22 GMT, schrieb Joachim...@t-online.de
>(Joachim Fricke) :
>

(SCHNIPP)


>>>Dieses Spielchen setzt sich solange fort, bis es überhaupt keine
>>>größere Rasse gibt, die noch gezüchtet werden darf. Achja, die
>>>Mischlinge habe ich ganz vergessen. Man könnte auch da immer die
>>>aggressivsten Vertreter hernehmen und verpaaren.
>>
>>Ich kann das nicht ganz glauben. Der spezielle Personenkreis, der gerne mit
>>dem gefährlichen Image dieser Rassen (ob gerechtfertigt oder nicht, das ist
>>völlig egal, zählen tut eh' nur, was die Leute GLAUBEN) kokettiert, wird
>>sich kaum auf Deutsch Drahthaar, Golden Retriever oder Collie zurückziehen.
>>Irgendwie nur schwer vorstellbar: Jogging-Anzug, Goldkettchen,
>>amerikanisches Cabrio und dazu ein Labrador mit Stachelhalsband.. .-))
>>Dobermannn und Rottweiler sind dann schon gefährdet, aber ich glaube, das es
>>für diese Rassen ohnehin zu spät ist...
>
>Sicher die Vorstellung eines Labradors mit Stachelhalsband als
>Kampfhund finde ich auch komisch, aber es gibt genug andere Rassen,
>die sehrwohl etwas "hermachen" würden.

(SCHNIPP)

Hallo Helmut,
hallo Joachim,

ja, die Vorstellung eines Labis als sog. Kampfhund finde ich z.Z. auch
recht komisch... aber laßt uns das Szenario mal weiterspinnen, die
meisten Grundsteine liefert Ihr bereits selbst:

Alles was per heute unter den Begriff Kampfhund fällt (was immer es
sei ;)), ist verboten, die einzelnen Rassen existieren nicht mehr. Die
Leute mit dem Goldkettchen etc. suchen sich (aus welchem Grund immer,
nur als Beispiel in diesem Szenario) den Labrador aus. Durch Training
und Zucht gibt es ihn eines Tages in "größeren Stückzahlen" : den
Kampflabrador. :)))
Natürlich häufen sich die Zwischenfälle; die Presse springt drauf an
und pusht das Thema hoch (entdeckt jemand Parallelen zur Realität??).
Jetzt GLAUBT die Bevölkerung an eine generelle Gefährlichkeit des
Labrador - das Image als "Kampfhund" ist etabliert. Damit ist die
Vorstellung eines Typen im Jogginganzug mit Goldkettchen etc. und
Labrador nicht mehr komisch.

Sicher sind diese Dinge sehr weit hergeholt. Helmuts Version des
Hundeverbots und die dazugehörenden Postings enthalten aber alle die
"Chance der Möglichkeit". Es könnte passieren...

Soviel zu unserer heutigen Horrorvision. :)

Joachim letzter Satz ("Das Problem ist vorhanden, es fehlt eine
Lösung..") hat es mir hier besonder angetan.
Wir können hier den Rest unserer Lebens über die vermeintliche
Gefährlichkeit bestimmter Rassen und Kreuzungen diskutieren - das
Problem haben wir alle erkannt. Es ist nicht NUR die Hunderasse oder
der einzelne Hund. (Wenn es das Tier je war) Dazu gehört auch
derjenige, der ihn züchtet bzw. vermehrt. Und zu dem wiederum gehört
eine bestimmte Klientel, die diese Hunde für ihre Zwecke mißbraucht.
Solange es Menschen gibt, die für Geld alles tun (sei es
Hundevermehrung oder etwas, das in den kriminalpolizeilichen
Aufgabenbereich fällt ;)) - solange sind wir von einer Lösung
unendlich weit entfernt.

Auf bald


Jörg Meyer
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Ralf Loeper

unread,
Jun 18, 1998, 3:00:00 AM6/18/98
to

Hi Joachim,


Joachim Fricke wrote:

> Ich will doch gar nicht die Meinung belegen, daß ALLE Individuen einer Rasse
> aggressiv sind. Mir reicht der Beleg, das eine Rasse bestimmte Anlagen hat
> und aufgrund dieser Anlagen bevorzugt von Leuten gehalten wird, die einen
> "gefährlichen" Hund wollen.

Das reicht aber nicht für ein Verbot von Rassen. So schwer ist das doch
gar
nicht: wenn der Grund für die Gefährlichkeit von Hunden die
Rassezugehörigkeit
wäre (und dazu muß man halt beweisen, daß alle oder zumindest fast alle
Einzelindividuen dieser Rasse gefährlich sind) dann müßte man die Rasse
verbieten. Wenn es einen anderen Grund gibt (z.B. "Züchter" oder
"Halter"
von Hunden, die ihren Hund "scharf" machen), dann muß man eben
denjenigen
Leuten den Umgang mit Hunden erschweren bzw. verbieten.

Beispiel: Alkohol am Steuer ist ein Verbrechen. Im übertragenen Sinne
Sinne plädierst Du dafür, den Alkohol abzuschaffen und ich bin dafür
den Säufern das Autofahren zu verbieten.


> > Aber überlege Dir bitte einmal, was passiert, wenn sich
> >diejenigen Leute, die in Deiner Bißstatistik (sehr interessant, danke)
> >relativ (also "Bisse" geteilt durch Population) führen, plötzlich
> >andere Hunderassen kaufen. Dann ist nämlich wieder der SH und der
> >Rottweiler "ganz oben" in Deiner Statistik - wie vor 10 Jahren
> >und mit viel größeren Abstand als bisher, weil die Anzahl der
> >Bullybisse auf Rottweiler, Dobermann und SH verteilt werden würde.
> >Rate mal, welche Rassen dann als nächste verboten würden...
>
> Dann sollten sich vielleicht die Züchter dieser Rassen schon heute
> überlegen, wieso ausgerechnet ihre Rassen für diesen Personenkreis
> interessant sein könnten.

Kann ich Dir auch sagen: der Ruf und das physisches Erscheinungsbild.

>
> [] Vielmehr hat das Oberverwaltungsgericht in
> Saarlouis festgestellt, daß die Polizeiverordnung über die Zucht, das Halten
> und Führen von Kampfhunden deshalb nicht sein, weil nicht alle
> "Kampfhunderassen" erfaßt worden seien. Insbesondere hätten Deutsche Doggen,
> Dobermänner und Rottweiler genannt werden müssen!"
> Richterin J. Wienzick, Hunde Revue 8/97

Nun ja, soviel zum Thema Sachverstand von Richtern zu diesem Thema.
Rottweiler wurden meines Wissens gezüchtet, um Vieh zum Schlachter
zu treiben und was der Herr Dobermann damals mit seiner Kreation
wollte, waren bestimmt keine Hunde, die andere Tiere zerfleischen
(denn so verstehst Du doch den Begriff Kampfhunde, oder?).

>
> Scheint wohl so zu sein, als ob es diese Rassen gleich miterwischt, was aber
> nach den Zahlen auch nicht ganz ungerechtfertigt ist. Tja, und danach?
> Stürzen sie sich auf Deutsch Drahthaar? Doch wohl eher nicht...


So langsam glaube ich aber, daß Du nichts dagegen hättest, wenn alle
Hunderassen, die potentiell Gefährlich werden können (also ein
best. Mindestgewicht haben) verboten würden. Bitte um Antwort.

Gruß

Ralf

jordan.s

unread,
Jun 18, 1998, 3:00:00 AM6/18/98
to

Caligula schrieb in Nachricht <6kmgqm$7p3$3...@news.metronet.de>...
>Ralf Buschner schrieb in Nachricht ...

>>Caligula, Caligula,
>>
>>langsam enttaeuschst du mich aber wirklich.
>>
>>a> Ich schreibe Dir das nochmal, 1. lese ich keine Bild und 2. gebe ich
>hier
>>a> persoenliche Erfahrungswerte wieder.


>>
>>Deine persoenlichen Erfahrungswerte sind in dem Falle vollkommen
>>irrelevant, da sie lediglich dein persoenliches Umfeld wiederspiegeln.

Hey, das ist nicht richtig! Mein persönliches Umfeld und das meiner Nachbarn
hier (vorwiegend Hundehalter) ist völlig in Ordnung, obwohl wir einen
Hundehalter mit Pittbull haben, den er decken läßt NUR um Geld zu machen.
Der Nachbar ist ein
A... , der Hund eine arme, verstörte, bedauernswerte, angstbeißerische
Kreatur, das ist meine persönliche Erfahrung, spiegelt aber nicht mein,
unser- und das Umfeld anderer Leute wieder!

Jordan mit Nachbarn und allen Hunden der Gegend

>Achso! Guck an, dass war mir ja nun garnicht klar.
>Dann frage ich mich, warum es in Brandenburg demnaechst eine
>Kampfhundeverordnung geben wird und selbiges in Berlin auch in 1-2 Wochen
>unterzeichnet werden soll.
>

>>Ich wills mal extrem formulieren: Wer unter Kriminellen aufwaechst,
>>koennte durchaus auf die Idee kommen, alle Menschen seien Kriminelle.
>>Dies stimmt jedoch nur fuer sein Umfeld.
>Achso, das sich hier Kampfhundebesitzer befinden die die Gefahr vollkommen
>ignorieren und herunterspielen, deshalb sind Kampfhunde also nicht mehr
>gefaehrlich. Verstehe, frage mich nur, ob das der 5 jaehrige Junge der in
>Nauen im Krankenhaus liegt auch so sieht, denn der ist vorgestern von einen
>Staff vollkommen grundlos und unerwartet angegriffen worden und schwer
>verletzt worden!
>
>>a> >Vielleicht schaust du dich mal in Hundevereinen der einschlaegigen
>Rassen
>>a> Ach ja, bei uns im Hundeverein, aufd em Hundeplatz vertritt man zum
>>a> groessten Teil die Meinung, dass Kampfhunde unberechenbar sind und
>anderen
>>a> Hunden Schaeden zufuegen. Wie kommt das nur?
>>
>>Wieviele der inkriminierten "Kampfhunde" gibts denn in eurem Verein, auf
>>eurem Platz?
>Keinen, denn Kampfhunde werden dort nicht geduldet, wie im uebrigen auf
>keinem der Hundeplaetze dort! (da sind gleich 6 Hundeplaetze
nebeneinander).
>
>>Woher beziehen denn eure Mitglieder ihre Meinung?
>Den Schilderungen nach ebenfallsa us persoenlichen Erfahrungen.
>Ich weiss, diese spielen nnatuerlich keine Rolle und sind vollkommen
>irrelevant.
>
>>Ich will mir hier den Spruch "Fresst Scheisse, Millionen Fliegen koennen
>>nicht irren!" erlauben, aber im Ernst:
>Willst Du jetzt oeffentlich Deine uneingeschraenke Dummheit unterstreichen?
>
>>Wir Hundesportler sind Menschen wie
>>jeder andere
>Momentmal, was legitimiert Dich fuer alle Hundesportler zu sprechen? Bist
Du
>der Pressesprecher des VDH?
>Ich zaehle mich auch zu den Hundesportlern und ich verbitte mir, dass Du
>mich da mit einbeziehst und ich kann mir gut vorstellen, dass das andere
>ebenso sehen.
>Davon einmal abgesehen ist die FRage, was Du unter Hundesport verstehst.
>Wenn ein Kampfhund einen Hund zerfleischt hat? Ist daas fuer DIch
>Hundesport?
>
>>auch mit Meinungen, Ansichten, Vorurteilen und ich denke,
>>dass die meisten dieser Eigenschaften sehr subjektiv gefaerbt sind.
>Du urteilst hier ueber Dinge, die Du in keinster Weise beurteilen kannst,
>oder kennt Du alle Hundesportler und deren Meinungen persoenlich?
>
>>a> Dann muesste ich meine Erfahrungen urploetzlich vergessen und
>urploetzlich
>>a> alle Kampfhunde keine anderen Hunde mehr grundlosanfallen. Waere das
so,
>>a> wuerde ich sicherlich das Gegenteil behaupten.
>>
>>Was ist denn mit den Beissunfaellen mit Mischlingen, Schaeferhunden etc. ?
>Das sind normale Hunde, deren Beisskraft im Rahmen ist und die meisten
Bisse
>sind nicht so wild und wachsen wieder zusammen. Bisse von Kampfhunden sind
>jedoch um Laengen schlimmer.
>
>>Nicht nur in absoluten Zahlen, sondern auch in Relation zur
>>Populationsstaerke gibt es bei denen weeeitaus mehr Beissunfaelle als mit
>>sog. "Kampfhunden". Fallen die etwa aus gutem Grund ueber andere her, so
>>dass deren Attacken durchaus toleriert werden koennen?
>Das Ergebnis ist entscheident.
>
>>a> Da das aber nicht der Fall sein wird, werde ich auch weiterhin meine
>>a> Erfahrungen wiedergeben.
>>
>>Dagegen ist nichts einzuwenden,
>Ach, wie denn das?
>
>>solange du sie als _deine_ Efahrungen
>>kennzeichnest und nicht (so wie jetzt) behauptest, das waere
>>grundsaetzlich so.
>Kampfhunden liegt es im Naturell zu beissen und zu vernichten. Das leugnest
>Du zwar gerne, kannst das Gegenteil aber nicht belegen. Wie auch, oder hat
>Dein Kampfhund keine Zaehne mehr?
>
>>a> Das traurige ist halt nur, dass Kampfhundebesitzer anscheinend
>>a> Schwierigkeiten mit der Realitaetswahrnehmung haben.
>>a> Aber das ist behandlungsfaehig und das zahlt auch die Krankenkasse.
>>
>>Das kann und will ich nicht beurteilen.
>Es gibt tatsaechlich Dinge die Du nicht beurteilen kannst? Das erstaunt
mich
>aber nun doch.
>
>>Ich kenne naemlich nicht alle "Kampfhundebesitzer".
>Die kenne ich zum Glueck auch nicht. Mir reichen schon die die ich kennen
>und zwangsweise auch kennengelernt habe.
>
>>Dich dagegen kenne ich, ob die Kasse das aber
>>bezahlt, weiss ich nicht. Soll ich es mal erfragen?
>Waere nicht schlecht, denn dann koenntest Du Dich behandeln lassen und das
>wird mit Sicherheit mal einem Kind das Leben retten und/oder anderen Hunden
>die Gesundheit erhalten.
>
>Tschuess
>Caligula
>
>

Joachim Fricke

unread,
Jun 18, 1998, 3:00:00 AM6/18/98
to

> Ein Malionoisrüde mit einer
>Schultehöhe von 68 cm und einem Kreuz wie ein Stier ist wesentlich
>eindrucksvoller, als ein vergleichsweiser Zwerg von einem Pit. Er ist
>auch wesentlich schneller und kräftiger. Er hat eine niedrigere
>Reizschwelle und ist besser Trainierbar.

So ganz kannst Du Dich dem kleinem Kitzel beim Gedanken an Macht und Gewalt
wohl auch nicht verweigern, was? Naja, und wahrschenilich hast Du noch nie
einen Stier gesehen... Stiere würde ich sofort verbieten, wenn Leute sie an
der Leine mit sich rumführen wollen würden... .-))


>Wenn ich mir
>aber so manche Presseberichte ansehe, denke ich, daß das Einigen
>speziell in Deutschland (bitte alle Nichtrassisten um verzeihung)
>schwer fällt.


Hee, kam der Oberrassist nicht aus...hmmm.. Frankreich? England? Belgien?
Na, ihr wisst schon, Herr Schicklhuber...

>Zur Statistik:
>Du stellst die Bisszahlen einer begrenzten Anzahl von Städten der
>Anzahl der in einem Jahr gezüchteten Hunde einer Rasse gegenüber.
>Du meinst in 245 Städten haben im Jahre 1990 z.B 1956
>Schäferhundebisse stattgefunden. Das wären ca. 8 Bisse von
>Schäferhunden pro Stadt und Jahr.
>Man hätte demnach auch täglich über 5 Bisse von Schäferhunden in den
>Zeitungen lesen müssen.
>Das konnte man aber nicht, weil der Platz in den Zeitungen ja von den
>1,3 Bissen pro Stadt und Jahr der Pitbulls belegt war.
>Das Problem bei diesen Statistiken ist auch, daß kaum jemand den Biß
>eines Dackels meldet, der höchstens für ein paar Tage Krankenstand gut
>ist, jedoch jeder Biß eines Kampfhundes wird in den Medien
>ausgeschlachtet.

Ja, ich weiss, Statitsik ist schwer.... Der Biß einens Schäferhundes ist
sicher nicht weniger gefährlich als der eines Bullterriers. Lassen wir also
die Dackel mal raus. Dann bleibt noch die statistische Tatsache, das
Bullterrier, bezogen auf ihre Häufigkeit, mehr beissen als alle anderen
Rassen. Ganz einfach...

>Wenn Du Anregungen für ein etwaiges Hundeverbot (welche Rassen auch
>immer) brauchst, rate ich Dir, Dich mit der Steiermärkischen
>Landesregierung in Verbindung zu stzen. Die sind da nämlich Experten.
>Zu ihrem Leidwesen hat der Verfassungsgerichtshof das Verbot
>mittlerweile aufgehoben. Aber dadurch solltest Du Dich nicht
>irritieren lassen. Einen Versuch ist es wert.:-)


Was mich wirklich irritiert ist, wie man behaupten kann, Hunde zu mögen und
dabei vor allen Problemen die Augen zu verschliessen! Gerade weil ich Hunde
mag, denke ich darüber nach, wie sich die derzeitigen Probleme lösen lassen.
Und wenn das "Auslaufen" einzelner Rassen den anderen hilft...

Tschüss, Joachim

Joachim Fricke

unread,
Jun 18, 1998, 3:00:00 AM6/18/98
to

Hallo,

>Wir können hier den Rest unserer Lebens über die vermeintliche
>Gefährlichkeit bestimmter Rassen und Kreuzungen diskutieren - das
>Problem haben wir alle erkannt. Es ist nicht NUR die Hunderasse oder
>der einzelne Hund. (Wenn es das Tier je war) Dazu gehört auch
>derjenige, der ihn züchtet bzw. vermehrt. Und zu dem wiederum gehört
>eine bestimmte Klientel, die diese Hunde für ihre Zwecke mißbraucht.
>Solange es Menschen gibt, die für Geld alles tun (sei es
>Hundevermehrung oder etwas, das in den kriminalpolizeilichen
>Aufgabenbereich fällt ;)) - solange sind wir von einer Lösung
>unendlich weit entfernt.


Trotzdem bleibt uns als Hundebesitzern und Hundeliebhanern doch gar nichts
anderes übrig, als über dieses und auch andere Themen zu diskutieren und es
ziemlich wichtig, dass wir das hier tun. Und vielleicht auch zu Ergbenissen
kommen. Denn sonst werden wir letzten Endes wieder von Aussenstehenden
(Politikern, Behörden) zu Lösungen gezwungen....

Tschüss, Joachim

Joachim Fricke

unread,
Jun 18, 1998, 3:00:00 AM6/18/98
to

Hallo,

> Wenn es einen anderen Grund gibt (z.B. "Züchter" oder
>"Halter"
>von Hunden, die ihren Hund "scharf" machen), dann muß man eben
>denjenigen
>Leuten den Umgang mit Hunden erschweren bzw. verbieten.
>
>Beispiel: Alkohol am Steuer ist ein Verbrechen. Im übertragenen Sinne
>Sinne plädierst Du dafür, den Alkohol abzuschaffen und ich bin dafür
>den Säufern das Autofahren zu verbieten.


Leider kann man nicht jedem, der in die Kneipe kommt ansehen, ob er ein
Säufer ist...


>Nun ja, soviel zum Thema Sachverstand von Richtern zu diesem Thema.
>Rottweiler wurden meines Wissens gezüchtet, um Vieh zum Schlachter
>zu treiben und was der Herr Dobermann damals mit seiner Kreation
>wollte, waren bestimmt keine Hunde, die andere Tiere zerfleischen
>(denn so verstehst Du doch den Begriff Kampfhunde, oder?).


Aber genau darum geht es doch: wenn innerhalb der "Hundeszene" keine Lösung
für gewissen Probleme gefunden wird, dann werden von aussen Lösungen
gefunden! Und wenn ich den kynologischen Begriff "Kampfhund" verteidige,
dann hat das eben auch mit Abgrenzung zu tun. Aber das ist ja in dem
zitierten Urteil auch gar nicht die Frage, die sprechen eigentlich über
gefährliche Hunde bzw. Hunderassen, die vermehrt "auffällig" werden. Und
wenn die Hundelute einfach vehement daran festhalten, das keine spezielle
Hunderasse besonders gefährlich ist, wer weiss, vielleicht werden dann eines
Tages einfach alle verboten?

>So langsam glaube ich aber, daß Du nichts dagegen hättest, wenn alle
>Hunderassen, die potentiell Gefährlich werden können (also ein
>best. Mindestgewicht haben) verboten würden. Bitte um Antwort.


Naja, ich habe immer Hunde gehabt, die wahrscheinlich weit über dem
bestimmten Mindestgewicht gelegen habe. Nur gehörten die immer Rassen an,
die für alles mögliche bekannt sind, nur nicht für ihre Aggressivität und
ihren "Kampfesmut". Die potentielle Gefährlichkeit hat herzlich wenig mit
Gewicht oder ähnlichem zu tun...

Aber um's nochmal ganz allgemein zu beantworten: Ich liebe Hunde! Ich hasse
Verbote! Allerdings auch Denkverbote, Scheuklappen und die Mentalität, das
nicht sein kann, was nicht sein darf...Und davon gibt es in der Hundeszene
viele...und dies ist meiner Meinung nach eines davon. Und genauso wie ich
als Autofreund einsehen muß, das Autos mit einem Durchschnittsverbrauch von
25 Litern nicht mehr zeitgemäß sind, muß ich vielleicht als Hundefreund
einsehen, das gewissen Rassen einfach auch nicht mehr zeitgemäß und
akzeptablel sind... Und das betrifft beileibe nicht nur die
"Kampfhunderassen".... Da gibt es genügend völlig verzüchtete Hundemonster
und all die Rassen, die hier in unserer Wohlstandsenge völlig artwidrig
gehalten werden (hier dürfen alle Windhund- und Huskybesitzer
aufschreien...). Noch mal ganz deutlich: mir gehts nicht um Verbote, sondern
um Einsicht!

Tschüss, Joachim

Ralf Loeper

unread,
Jun 19, 1998, 3:00:00 AM6/19/98
to

Hallo Joachim,

Joachim Fricke wrote:
>
> > Wenn es einen anderen Grund gibt (z.B. "Züchter" oder
> >"Halter"
> >von Hunden, die ihren Hund "scharf" machen), dann muß man eben
> >denjenigen
> >Leuten den Umgang mit Hunden erschweren bzw. verbieten.
> >
> >Beispiel: Alkohol am Steuer ist ein Verbrechen. Im übertragenen Sinne
> >Sinne plädierst Du dafür, den Alkohol abzuschaffen und ich bin dafür
> >den Säufern das Autofahren zu verbieten.
>
> Leider kann man nicht jedem, der in die Kneipe kommt ansehen, ob er ein
> Säufer ist...

Stimmt, und deshalb nochmal: würdest Du den Alkohol verbieten?
(das Beispiel hinkt natürlich, wie es bei Beispielen nun mal so
der Fall ist. Genaugenommen möchtest Du nur eine Schnapsmarke
verbieten, weil sie in dem Ruf steht, besonders "in die Birne
zu steigen" obwohl der Alkoholgehalt nachweislich der gleiche
wie bei allen anderen Schnapsmarken auch ist).


> Aber genau darum geht es doch: wenn innerhalb der "Hundeszene" keine Lösung
> für gewissen Probleme gefunden wird, dann werden von aussen Lösungen
> gefunden! Und wenn ich den kynologischen Begriff "Kampfhund" verteidige,
> dann hat das eben auch mit Abgrenzung zu tun.

Den Begriff "Kampfhund" als kynologischen Begriff zu bezeichnen finde
ich, positiv ausgedrückt, mutig. Aber dazu mehr in meiner Antwort
zu Deinem neuen Tread (dauert aber etwas, Du hast Dir da ja viel
Mühe gegeben und ich werde es bestimmt erst am Wochenende schaffen
darauf zu antworten).


> .. Und wenn die Hundelute einfach vehement daran festhalten, das keine spezielle


> Hunderasse besonders gefährlich ist, wer weiss, vielleicht werden dann eines
> Tages einfach alle verboten?

Aber was soll ich denn tun, wenn es nunmal so ist. Ich behaupte ja auch
nicht, die Erde sei eine Scheibe, nur weil das irgend jemand so möchte.
Interessanterweise bemerke ich im Verlauf der Diskussion, daß wir uns
beide etwas ähnliches "vorwerfen", nämlich daß der andere
wissenschaftlich gesicherte Tatsachen ignoriert. Nur daß ich bereits
Belege für meine Meinung gebracht habe (sorry, ich habe Dein anderes
Posting noch nicht richtig gelesen, falls Du dort also Nachweise
gebracht hast bitte ich um Entschuldigung).


> Die potentielle Gefährlichkeit hat herzlich wenig mit
> Gewicht oder ähnlichem zu tun...
>

Stimmt natürlich nicht. Unter der Vorraussetzung, daß alle Hunderassen
durch Zuchtselektion innerhalb eines kurzen Zeitraumes (aus biologischer
Sicht)
scharfgemacht werden können, ist das Körpergewicht eine der wesentlichen
Faktoren um die Gefährlichkeit beurteilen zu können. Gefährlichkeit
würde ich in diesem Zusammenhang mit der Fähigkeit, einen Menschen oder
ein anderes größeres Säugetier töten zu können, definieren.

> Aber um's nochmal ganz allgemein zu beantworten: Ich liebe Hunde! Ich hasse
> Verbote! Allerdings auch Denkverbote, Scheuklappen und die Mentalität, das
> nicht sein kann, was nicht sein darf...Und davon gibt es in der Hundeszene
> viele...und dies ist meiner Meinung nach eines davon.

Mir geht's genauso, und genau deshalb werde ich so sauer, wenn man
die gesicherte Erkenntniss, daß der Begriff "Kampfhund" als Synonym
für aggressive Hunderassen biologisch falsch ist
einfach ignoriert und statt dessen all
das nachplappert, was Presse etc. zur Auflagensteigerung gerade
verbreiten!

Wie Du schon sagst, was nicht sein darf, daß nicht sein kann. Und zur
Zeit darf es offenbar nicht sein, daß man an das Problem der
aggressiven Hunde mit Sachverstand und Fachwissen herangeht.

> Und genauso wie ich
> als Autofreund einsehen muß, das Autos mit einem Durchschnittsverbrauch von
> 25 Litern nicht mehr zeitgemäß sind, muß ich vielleicht als Hundefreund
> einsehen, das gewissen Rassen einfach auch nicht mehr zeitgemäß und
> akzeptablel sind... Und das betrifft beileibe nicht nur die
> "Kampfhunderassen".... Da gibt es genügend völlig verzüchtete Hundemonster
> und all die Rassen, die hier in unserer Wohlstandsenge völlig artwidrig
> gehalten werden (hier dürfen alle Windhund- und Huskybesitzer
> aufschreien...). Noch mal ganz deutlich: mir gehts nicht um Verbote, sondern
> um Einsicht!

Diese Umstände (Husky etc.) bedauere ich sehr und versuche auch etwas
dagegen zu tun. Aber möchtest Du deshalb Huskys verbieten, weil sie
Deiner Meinung nach "nicht mehr zeitgemäß" sind?

Falls Du Hunde wirklich liebst, solltest Du lieber mithelfen, die vielen
Mißstände im Zusammenhang mit Hunden ZUM WOHLE DES HUNDES
abzuschaffen,
anstatt das Problem dadurch zu lösen, daß es dort wo es keine Hunde
gibt natürlich auch keine Mißstände gibt. Ansonsten schaffst Du in
Zukunft vielleicht auch noch Kinder ab, mit der Begründung, daß
es (leider!!!) auch in diesem Zusammenhang viele Mißstände gibt.


Gruß

Ralf

Ralf Loeper

unread,
Jun 19, 1998, 3:00:00 AM6/19/98
to

Hallo Helmut,


Helmut Steinberger wrote:
> ...


> Rassismus egal in welcher Form hat noch nie Probleme gelöst, ganz im
> Gegenteil.

Dem kann ich nur zustimmen, wie dem Rest Deines Postings auch!

So langsam habe ich aber ein Problem.
Ich glaube, daß es sich bei vielen der hier diskutierenden Leuten
um relativ belesende und auch an Hunden interessierte
Menschen handelt. Wenn nun schon so jemand solche Thesen verbreitet,
frage ich mich langsam, was denn wohl "Otto Normalverbraucher" zu
diesem Thema sagt. Die Antwort ist leider einfach. Wie kann man es
erreichen, daß die von Joachim beschriebenen Scheuklappen
abgelegt werden und sachlich und vorurteilsfrei
1. das Problem definiert wird,
2. die Ursache für das Problem benannt wird und
3. als Lösung die U r s a c h e bekämpft wird?

Gruß von einem deprimierten

Ralf

Alexandra

unread,
Jun 19, 1998, 3:00:00 AM6/19/98
to

Hallo an alle interessierten


> 1. das Problem definiert wird,

Was ist das Problem, daß es Rassen wie Pitbulls, Stafford, und andere
sogenannte (ich kann mich noch immer nicht dazu aufraffen den Ausdruck)
"Kampfhunde" (zu verwenden)
existieren?

Oder ist das Problem, daß die meisten, und hier betone ich das Wort
"meisten", Hundehalter dieser o.ä. Rassen nicht mit den Anforderungen,
die diese Rassen an den Halter stellen, zurechtkommen?
Also überfordert sind?

Oder ist das Problem, daß einige, vielleicht viele Menschen, Probleme
mit den Rassen, speziell mit diesen Rassen haben, und sie somit von
vornherein verurteilen, egal, ob man diese Rassen jetzt an der Leine
geführt, mit Maulkorb versehend, mit kindern spielend, mit anderen
Hunden spielend, raufend, oder mit Stachelhalsband, sieht?

Wie schon oft geschrieben, ich bin 24 Stunden am Tag mit meinem Hund
zusammen. ca. 12 Stunden davon in der öffentlichkeit.
Da sieht man sehr viele Menschen, wie sie einem Hund begegnen.
Auch, wie unterschiedlich die jeweilige Begegnung ist.
Oft wird Angst ausgestrahlt, oft überschwengliche Freude, manche Leute
wollen den Hund gleich anfassen, manche sagen, tun sie ihn weg, ich geh
da nicht vorbei.
Ein jeder von Euch wird eine ähnliche Situation schon miterlebt haben.
Und ein jeder wird sich seinen Teil dann gedacht haben.
Wie ist es nun, wenn solche Extremen Menschen auf einen Pit treffen?
Auf einen Hund, indem sicher Gene sind, die als aggressiv eingestuft
werden, der also in seinem Wesen bereits Eigenschaften aufweist, die
sich von den "normalen" Hunden abheben?
Wird da nicht automatisch das eine, oder andere Extrem noch mehr
verstärkt?
Ein paar von Euch sind nicht gut auf diese Rassen zu sprechen. Da werdet
Ihr, wenn Ihr einem solchen Hund begegnet bestimmt nicht neutral
gegenübertreten.
Der Hund spürt sowas, wie auch der eigene Hund sowas spürt.
Dadurch wird vieles noch schwieriger, als es schon ist.
Der Halter wird noch mehr überfordert, als er ohnehin schon ist, weil er
ja das Verhalten seines Hundes kennt, und merkt, da stimmt jetzt was
nicht mit ihm, Ihr werdet noch mehr aufgebrachter reagieren, wenn Ihr
das Verhalten der Besitzers und des Hundes bemerkt.
Und der eigene Hund wird auch aggressiver, weil er ja Eure Aggressionen
bemerkt, und dann kommt es zu einem Kampf.
Und wer war schuld? Der Pit. :-(

Ich bin nicht für diese Rassen, aber auch nicht dagegen.
Ich bin einem JEDEN Hund, der sozial ist, neutral gegenüber eingestellt.
Auch ein Golden Retriver hat sich schon auf meinen Hund geschmissen, der
das, noch dazu nicht bemerkt hat, an der Leine war, und Maulkorb trug.
:-(
Der Goldie gehört nun wirklich nicht (manche von Euch behaupten das) zu
den "gefährlichen" Hunderassen.
Aber durch schlechte Haltung ist er unberechenbar geworden.
Der springt über'n Zaun, stellt sich mir und meinem Hund, und ich schau
verzweifelt nach dem Besitzer ausschau.
Der ist nicht da, weil Arbeiten, der weiß gar nichts davon, daß sein
Hund ausgebüxt ist.
Darauf angesprochen, die Antwort: nein, der tut das nicht, der ist immer
im Garten, und nein Maulkorb haben wir keinen, da ist er ja arm wenn er
sowas tragen muß. :-(

So eine Haltung der Besitzer macht aus jedem (ich sag jetzt mal)
größeren Hund (weil die kleinen ja nun wirklich nicht so viel Schaden
anrichten können, obwohl auch ich nicht von einem Yorki gebissen werden
möchte),
eine Gefahr für die Umwelt. Mensch und auch Tier.

Wenn so ein Verhalten jedoch von einem Hundehalter gesetzt wird, der
einen sogenannten "Kampfhund" besitzt, ist dieses Verhalten für viele
von Euch normal, (klar, er will ja angeben, oder Penisverlängerung und
so...), und der "Kampfhund" wird wieder mal verschrien.
Da gibt es dann zig Threads in der NG, wo man seinem Frust so richtig
Lauf lassen kann.
Doch über die vielen anderen Bisse, Unfälle mit Hunden schreibt keiner
was.
Warum auch, sind ja alles so liebe Hunde, die tun ja keinem was.

Eine Frage an Euch alle Hundehalter in dieser NG.
Und die soll ein jeder für sich ganz allein beantworten.
WER kann für seinen Hund 100% die Hand ins Feuer legen, und sagen, das
tut er nicht.


Hier tauchten oft die Fragen auf, wie: seid ihr blauäugig, wollt ihr es
nicht kapieren, der ist ein gefährlicher Hund, der gehört ausgerottet,
warum begreift ihr das nicht?, u.s.w. auf.

Und nun frage ich Euch, seid Ihr, die Ihr sowas schreibt blauäugig?
Soll nur die jeweilige Rasse, die Ihr selbst haltet weiterleben dürfen,
überleben dürfen?
Oder eine andere, die Euch zu Gesicht steht?
Ein jeder Hund hat denselben Vorfahren.
In einem jeden Hund steckt das Ur-blut drin.

Ein jeder Hund ist ein Hund. Ein Tier.


> 2. die Ursache für das Problem benannt wird und

s.o.(jedoch ist das allein ganz bestimmt nicht die Ursache, aber über
Züchtungen, Überzüchtungen wurde schon genug geschrieben).

> 3. als Lösung die U r s a c h e bekämpft wird?

Mein Vorschlag:
(Daß er wahrscheinlich nie verwirklicht wird, ist ein anderes Thema).

Wie wäre es, nun für diese von Euch kritisierten/befürworteten Rassen
eine Schule zu gründen, die folgendermaßen ausschaut:

Ein Mensch kauft sich einen Pit.
Den sollte er nur mehr vom Züchter bekommen.
Hier gibt es dann spezielle Hundevereine, die sich ausschließlich mit
diesen Rassen beschäftigen.
Vielleicht sogar vom Züchter geführt.
Hier soll der neue Hundehalter die Welpenschule besuchen, dann weitere
Schule, und den Umgang mit diesen Rassen lernen.
Da braucht man keine Polizei dazu, die das überprüft, da braucht man
sonst keine Initiative, die sich mit derartigen Bestimmungen
herumschlägt.
Man brauch keinen Hundeführerschein.
Der Züchter meldet den Hund mit seinem neuen Besitzer an, und der muß!
sein Einverständnis dazu geben, daß er hingeht, sonst bekommt er den
Hund nicht.
Weiters wird von den dann existierenden Vereinen eine Liste geführt, wo
drin steht, wie oft war der Halter mit seinem Hund anwesend, wie weit
ist er im Verstehen des Hundes, wie sind die Leistungen des Hundes.
Vielleicht ein bißchen an den Hundesport angelehnt, wobei das aber kein
Muß ist.
Unterordnung ja, und der richtige Umgang mit dem Hund.
Alles weitere also Schutz, oder Fährte, Agility, Begleithund in
Eigeninitiative, auf freiwilliger Basis.
Wenn der Hund dann nach Meinung des Vereines fertig ausgebildet ist,
(kann auch Jahre dauern), und der Halter hat nicht den Bock mit seinem
Hund was anderes außer Unterordnung, Umgang mit dem Hund, zu machen,
dann kommt nur mehr die jährliche Überprüfung.
Über Haltung, soziales Umfeld, Verhalten gegenüber Fremden, Fußgängern,
Radfahrer, u.s.w., und Erziehung.
(Ob der Hund auf dem Ausbildungstand gehalten wurde).

Das einzige Problem, das ich hier sehe, und das ist jedoch sehr gering,
ist: Was wird gemacht, wenn der Halter den Hund schon hat, ein paar Mal
zum Verein hingegangen ist, und dann nicht mehr will.
Hier sei ein jeder Mensch, der einen Hund zum Gefährten haben will, am
eigenen Riemen gepackt.
Hier muß sich ein jeder selbst an der Nase fassen.
Ein jeder, der so einen Hund wirklich führen will, mit ihm seine Freude
haben will, wird für sich und den Hund das richtige tun.
Anders geht das dann nicht.

Denn, keine Behörde wird sich in diesen Privatbereich einmischen.

Dies waren meine Meinungen und Wunschgedanken zum Thema "Kampfhunde"
Hundeführerschein.

So, wer nun meint, ich sei blauäugig, ich erkenne die Gefahr nicht, dem
möchte ich sagen, ich bin selbst schon 2 Mal gebissen worden. 1 Mal von
einem Bernhardiner, der ja nie was tut, das 2. mal von einem Pinscher.
Dadurch bin ich fremden Hunden gegenüber vorsichtig, aber das ist eine
natürliche Vorsicht, und nichts überzogenes.


>
> Gruß von einem deprimierten

Ebenfalls Gruß von einer sehr nachdenklichen

Alexandra


>
> Ralf

Joachim Fricke

unread,
Jun 20, 1998, 3:00:00 AM6/20/98
to

Hallo,


>Mir geht's genauso, und genau deshalb werde ich so sauer, wenn man
>die gesicherte Erkenntniss, daß der Begriff "Kampfhund" als Synonym
>für aggressive Hunderassen biologisch falsch ist
>einfach ignoriert und statt dessen all
>das nachplappert, was Presse etc. zur Auflagensteigerung gerade
>verbreiten!


Naja, die Diskussion um wissenschaftliche Nachweisbarkeit werde ich jetzt
nicht wieder anfangen. Zuerst besorge ich mir die Studien, in denen das
belegt wird... Obwohl ich das ja auch glaube, warum auch nicht. Schließt ja
trotzdem die Erkenntnis nicht aus, das diese Rassen häufiger auffällig
werden. Muß ja nicht an der Biologie liegen.

>Diese Umstände (Husky etc.) bedauere ich sehr und versuche auch etwas
>dagegen zu tun. Aber möchtest Du deshalb Huskys verbieten, weil sie
>Deiner Meinung nach "nicht mehr zeitgemäß" sind?


Nun, man hat da eine Hunderasse, eine sehr schöne zwar, aber auch eine, die
sich in unserem Land nur unter erschwerten Bedingungen halbwegs rassegerecht
halten lässt (wenn ich Empfehlungen des zuständigen Zuchtverbandes lese, so
einen Hund NIEMALS von der Leine zu lassen, dann muß ich
kotzen...Entschuldigung..). Diese Rasse wird nun von ein paar Liebhabern
gehalten, die sich viel Mühe geben, und von einer weitaus größeren Anzahl
von Leuten, die den Hund einfach als schickes Accessoire betrachten und ihm
damit ein Leben lang Qualen zufügen, weil sie ihn absolut nicht rassegerecht
halten können und wollen.

Wäre es wirklich ein Verbrechen an der Rasse, wenn man, um das
vieltausendfache Elend unter diesen Hunden abzumildern, die Haltung dieser
Rasse in unserem Land nicht erlaubt und die Hunde da belässt, wo sie
herkommen, hingehören und sich wohlfühlen? So ein "Verbot" tut doch nicht
den Hunden weh! Da schreien nur die Leute auf, denen man einen Mode-Hund
wegnimmt...

>
>Falls Du Hunde wirklich liebst, solltest Du lieber mithelfen, die vielen
>Mißstände im Zusammenhang mit Hunden ZUM WOHLE DES HUNDES
>abzuschaffen,

Ganz genau! Lies meinen Absatz oben nochmal! Und dann frag' Dich mal, wie
viele Hunde bestimmter Rassen ihr Leben in Einzelhaft im Tierheim
beschließen, wie viele von völlig verantwortungslosen Leuten ihr Leben lang
falsch behandelt werden, gequält werden, zu völlig asozialen Monstren
gemacht werden. Wenn es diese Rassen nicht mehr gäbe, würde viele tausend
Hunde eben dieser Rassen weniger leiden... Und um gleich auf das hier
unvermeidliche Gegenargument einzugehen: ich glaube nicht, das die
"interessierten Kreise" wirklich in so großer Zahl auf andere Rassen
umsteigen würden. Es gibt da zwar einige potentielle Kandidaten, aber wenn
man rechtzeitig gegensteuert, dürfte sich das im Rahmen halten. Insgesamt
hätte man so einen großen Haufen Elend weniger. Das IST ein Argument aus
Sicht der Hunde und eben nicht aus Sicht des menschlichen Egoismusses, der
seine persönliche Lieblingsrasse nicht gefährdet sehen möchte.


Tschüß, Joachim


Helmut Steinberger

unread,
Jun 22, 1998, 3:00:00 AM6/22/98
to

Am 18 Jun 1998 23:00:33 GMT, schrieb Joachim...@t-online.de
(Joachim Fricke) :

>


>>Wenn ich mir
>>aber so manche Presseberichte ansehe, denke ich, daß das Einigen
>>speziell in Deutschland (bitte alle Nichtrassisten um verzeihung)
>>schwer fällt.
>
>

>Hee, kam der Oberrassist nicht aus...hmmm.. Frankreich? England? Belgien?
>Na, ihr wisst schon, Herr Schicklhuber...

Du meinst den Schicklgruber, aber da will ich jetzt nicht darauf
eingehen. Das gehört nicht hierher. Nur soviel: Nur weil einige
deutsche Chaoten Asylantenheime anzünden würde ich nicht alle
Deutschen als Rasissten bezeichnen. Genauso erwarte ich von Dir, daß
Du nicht alle Vertreter der Kampfhunderassen verurteilst, nur weil
einige Exemplare durch die falschen Hände zu Problemhunden geworden
sind.

>die Dackel mal raus. Dann bleibt noch die statistische Tatsache, das
>Bullterrier, bezogen auf ihre Häufigkeit, mehr beissen als alle anderen
>Rassen. Ganz einfach...

Das stimmt ganz einfach nicht. Vielleicht mag das in der Gegend wo Du
wohnst so sein, aber sicher nicht allgemein. In Österreich gibt es
diesbezüglich überhaupt kein Problem. Das kommt wohl daher, daß sich
hier die Medien mehr auf die Rottweiler konzentrieren.

>Was mich wirklich irritiert ist, wie man behaupten kann, Hunde zu mögen und
>dabei vor allen Problemen die Augen zu verschliessen! Gerade weil ich Hunde
>mag, denke ich darüber nach, wie sich die derzeitigen Probleme lösen lassen.
>Und wenn das "Auslaufen" einzelner Rassen den anderen hilft...
>

Zwei Fragen :
1. Welchen Hund hast Du ?
2. Welche größeren Rassen würdest Du nicht "auslaufen lassen" ?

Servus Helmut

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