Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

Erfahrung mit Teletakt

737 views
Skip to first unread message

Dirk Sassmannshausen-Wahlen

unread,
Jun 23, 2006, 2:48:06 AM6/23/06
to
Hallo,

die Erziehungshalsbänder mit Elektroimpulsen sind ja sehr umstritten und
auch auf die Gefahr hin, gesteinigt zu werden, möchte ich meine Erfahrung
damit kurz wiedergeben.

Zunächst aber was zu unserem Hund: Toni ist ein Mischlingsrüde aus Spanien,
den wir vor drei Jahren aus dem Tierheim geholt haben. Er war damals 7
Monate alt. Wichtigste Voraussetzung war, dass er ein kinderlieber
Familienhund ist (unsere Kinder waren damals 6 und 8 Jahre). Toni hat diese
Anforderungen bis heute bestens erfüllt und hat auch schnell ein
Grundgehorsam (Sitz, Hier, Platz, Fuss) gelernt. Wir waren auch eine
Zeitlang in einer Hundeschule. Nach einer angemessenen Eingewöhnungszeit
konnten wir ihn auch frei laufen lassen und er konnte nach Herzenslust mit
befreundeten Hunden auf dem Feld toben. Als er reifer geworden ist, hat sich
allerdings eine Eigenschaft von ihm gezeigt, die weinger erfreulich für uns
war: sein ausgeprägter Jagdtrieb. Wir wohnen aber in einem kleinen Dorf, das
von Feld und Wald umgeben ist, in dem es jede Menge Wild (Rehe, Hasen,
Marder, usw.) gibt. Aus Sicherheitsgründen für andere (Radfahrer, Autos,
Wild) aber auch für unseren Hund (Verkehr, Jäger) konnten wir das nicht
akzeptieren.

Das ging soweit, dass er kaum von der Leine ab war und mit anderen Hunden
getobt hat, im Spiel weggelaufen ist. Er war dann ca. 5 - 20 Minuten weg und
kam dann wieder, hat man ihn dann nicht an die Leine gemacht, lief er kurze
Zeit später wieder weg. Trotz des mittlerweile sehr guten Gehorsams hat der
Jagdreiz alles überlagert und die Ohren waren quasi abgeschaltet. Wir haben
uns mit sehr vielen Leuten über das Problem unterhalten (Züchter, Trainer,
Jäger, Tierarzt) und jeder der uns und den Hund gekannt hat, meinte, dass
der Jagdtrieb nicht kontrolliert werden könne. Nach einem Gespräch mit einem
anderen Hundebesitzer, der positive Erfahrungen mit dem Teletakt gemacht hat
und auf Empfehlung des Tierarztes haben wir dann auch ein solches Halsband
gekauft.

Zunächst haben wir dem Hund das Halsband ca. eine Woche ohne Funktion
angezogen. Danach haben wir angefangen mit dem Ton zu arbeiten. D.h. wenn er
was gut gemacht hat, bekamm er einen Ton und Leckerli (analog dem Klicker).
Somit hatten wir die Möglichkeit ihn auch auf Entfernung zu loben. Nach
weiteren zwei Wochen kam dann der Tag der Wahrheit und er wurde von der
Leine abgemacht. Trotz Spiel und Beschäftigung lief er dann kurze Zeit
später wieder los und er hat dann gemerkt, das Weglaufen böse ist. An dieser
Stelle liegt wohl auch die größte Schwierigkeit des Systems: die richtige
Stufe (abhängig von Fell und Empfindlichkeit des Hundes) und den richtigen
Zeitpunkt zu finden. Erster Punkt ist Erfahrungssache, der zweite Punkt ist
Aufmerksamkeit. Wichtig ist, das die Bestrafung sofort beim Loslaufen
erfolgt (sofern der Hund nicht auf NEIN reagiert), nicht erst 10 Sekunden
später. Bei uns hats dann nach 4-5 mal weglaufen geklappt. Er interessiert
sich zwar immer noch für Wild oder deren Fährte, aber bei NEIN bleibt er
stehen und hört dann auf HIER oder SITZ, was vorher undenkbar war. Wir
brauchen die Fernbedienung seit 4-6 Wochen nur noch um das Halsband ein- und
auszuschalten. Mittlerweile sind Rehe und Hasen wenige Meter vor uns aus dem
Gebüsch gesprungen ohne das es zu problematischen Situationen gekommen wäre.

Fazit: Für uns hat sich diese Investition auf jeden Fall gelohnt. Uns macht
der Spaziergang wesentlich mehr Spaß, weil wir nicht ständig zum schnuppern
stehen bleiben müssen oder den Arm fast ausgerissen bekommen, weil der Hund
vorlaufen will. Dem Hund machts auch mehr Spaß, weil er nach Herzenslust
schnuppern kann oder auch mit anderne Hunden nochmal richtig toben kann.
Insgesamt ist er seit dieser Zeit wesentlich ausgeglichender.

Ich will keine Werbung für Teletakt machen, vor allem möchte ich darauf
hinweisen, das man sich die Sache vorher reiflich überlegen soll. Wenn man
den Impuls zur falschen Zeit gibt, kann man den Hund auch schnell kaputt
machen. Deshalb sollte der Einsatz des Halsbandes durch Kinder Tabu sein.

Ich freue mich auf eine rege Diskussion.

Grüße

Dirk


Christina Beisteiner

unread,
Jun 23, 2006, 4:28:09 AM6/23/06
to
Hi,

ich hoffe mal stark, dass es sich bei dir nur um einen Troll handelt...

"Dirk Sassmannshausen-Wahlen" <asd...@uniklinik-saarland.de> schrieb im
Newsbeitrag news:e7g2nq$92tfn$1...@hades.rz.uni-saarland.de...


>
> Ich will keine Werbung für Teletakt machen, vor allem möchte ich darauf
> hinweisen, das man sich die Sache vorher reiflich überlegen soll. Wenn man
> den Impuls zur falschen Zeit gibt, kann man den Hund auch schnell kaputt
> machen. Deshalb sollte der Einsatz des Halsbandes durch Kinder Tabu sein.

Das Teletakt sollte allgemein verboten werden, wie dies bereits im
Tierschutzgesetz von Österreich enthalten ist. Leute die ein Teletaktgerät
für die Erziehung ihres Hundes brauchen, sollten sich lieber einen Roboter
Hund zulegen, der geht dann auch nicht so schnell kaputt, wenn man die
Fernbedienung zu oft drückt und kinderlieb ist er auch noch.

Die Erziehung eines Jagdhundes kann mehrere Jahre dauern, bis er bei Wild
wirklich abrufbar ist. Solange dies nicht funktioniert, muss er eben an die
lange Leine. Freilauf ist dann eben nur auf sicher umzäunten Plätzen oder
übersichtlichen Feldern möglich. Zeiteres jedoch nur, wenn zumindestens das
Abrufen ohne Ablenkungen gut funktioniert.

Gruß
Tina


Gerold Glaser

unread,
Jun 23, 2006, 4:30:25 AM6/23/06
to
"Dirk Sassmannshausen-Wahlen" <asd...@uniklinik-saarland.de> schrieb im
Newsbeitrag news:e7g2nq$92tfn$1...@hades.rz.uni-saarland.de...
>
> die Erziehungshalsbänder mit Elektroimpulsen sind ja sehr umstritten und
> auch auf die Gefahr hin, gesteinigt zu werden, möchte ich meine Erfahrung
> damit kurz wiedergeben.
> [...]

> Ich freue mich auf eine rege Diskussion.
>

Ich denke, das dürfte sich erübrigt haben.

Gruß,
Gerold

Pressemitteilung des Bundesverwaltungsgerichts
Pressemitteilung Nr. 8/2006 BVerwG 3 C 14.05 23.02.2006

Elektroreizgeräte zur Hundeerziehung sind tierschutzrechtlich verboten
Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat heute entschieden, dass der
Einsatz von Elektroreizgeräten, die erhebliche Leiden oder Schmerzen
verursachen können, bei der Hundeausbildung nach geltendem Tierschutzrecht
verboten ist.

Der Kläger führt Seminare zur Hundeerziehung durch und möchte dabei den
Einsatz von Elektroreizgeräten vorführen. Der beklagte Landkreis hält das
für unzulässig. Das Bundesverwaltungsgericht gab dem Landkreis – wie schon
die Vorinstanzen – Recht. Das Tierschutzgesetz verbietet die Verwendung von
Geräten, die durch direkte Stromeinwirkung das artgemäße Verhalten eines
Tieres erheblich einschränken oder es zur Bewegung zwingen und dem Tier
dadurch nicht unerhebliche Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen, soweit
dies nicht nach bundes- oder landesrechtlichen Vorschriften zulässig ist.
Von diesem Verbot werden die vom Kläger verwendeten Elektroreizgeräte
erfasst. Dabei kommt es nicht auf die konkrete Verwendung der Geräte im
Einzelfall sondern darauf an, ob sie von ihrer Bauart und Funktionsweise her
geeignet sind, dem Tier nicht unerhebliche Schmerzen zuzufügen. Denn es
entspricht der Absicht des Gesetzgebers, den Einsatz der potentiell
gefährlichen Geräte generell zu verbieten. Nach dem Gesetz mögliche landes-
oder bundesrechtliche Ausnahmen von dem Verbot sind bisher nicht normiert
worden.

BVerwG 3 C 14.05 – Urteil vom 23. Februar 2006


Thomas Ott

unread,
Jun 23, 2006, 5:53:34 AM6/23/06
to
Dirk Sassmannshausen-Wahlen schrieb:
> Schwachfug <

Troll Dich wieder!!

Jochen Kraberg

unread,
Jun 23, 2006, 7:06:33 AM6/23/06
to Thomas Ott
Thomas Ott schrieb:

> Dirk Sassmannshausen-Wahlen schrieb:
>> Schwachfug <
>
> Troll Dich wieder!!

Was ist daran >Schwachfug<? Es hört sich doch sehr schlüssig an.

Ich könnte mir schon vorstellen dass kurzfristiger Teletackteinsatz
durchaus, als letzte Möglichkeit, hilfreich sein kann um das Verhalten
in geordnete Bahnen zu lenken.
Das, was Dirk schrieb wäre so ein Fall.
Ist lebenslanger Stress an der Leine nicht vielleicht das größere Übel?

Wenn ich es richtig in Erinnerung habe lehnt auch Herr Bloch den Einsatz
nicht grundsätzlich ab.
Wenn Teletackt, dann nur bei Ausgesuchten Fällen durch einen Fachmann.
Die Gefahr des Mißbrauchs und/oder der Fehlverknüpfung ist einfach zu groß.

Dem "Fachmann" auf den sich das Urteil in Gerold Glasers Beitrag
bezieht, der das Gerät zu "Demonstrationszwecken" einsetzen wollte,
würde ich diese Kompetenz allerdings absprechen.

Es ist halt schwierig den schmalen Pfad zu finden wo es sinnvoll
ist.Unter diesem Gesichtspunkt ist das Verbot von Teletackt letztendlich
doch zu begrüßen.

viele Grüße

Jochen

Le Bestioline

unread,
Jun 23, 2006, 7:35:57 AM6/23/06
to
In news:e7g2nq$92tfn$1...@hades.rz.uni-saarland.de,
*Dirk Sassmannshausen-Wahlen* <asd...@uniklinik-saarland.de>
scriveva/wrote/schrieb:

|| Hallo,
||
|| die Erziehungshalsbänder mit Elektroimpulsen sind ja sehr umstritten
|| und auch auf die Gefahr hin, gesteinigt zu werden, möchte ich meine
|| Erfahrung damit kurz wiedergeben.

Gesteinigt werden wirst Du sicherlich trotzdem ...

|| Zunächst aber was zu unserem Hund: Toni ist ein Mischlingsrüde aus
|| Spanien, den wir vor drei Jahren aus dem Tierheim geholt haben. Er
|| war damals 7 Monate alt. Wichtigste Voraussetzung war, dass er ein
|| kinderlieber Familienhund ist (unsere Kinder waren damals 6 und 8
|| Jahre). Toni hat diese Anforderungen bis heute bestens erfüllt und
|| hat auch schnell ein Grundgehorsam (Sitz, Hier, Platz, Fuss)
|| gelernt. Wir waren auch eine Zeitlang in einer Hundeschule. Nach
|| einer angemessenen Eingewöhnungszeit konnten wir ihn auch frei
|| laufen lassen und er konnte nach Herzenslust mit befreundeten Hunden
|| auf dem Feld toben. Als er reifer geworden ist, hat sich allerdings
|| eine Eigenschaft von ihm gezeigt, die weinger erfreulich für uns
|| war: sein ausgeprägter Jagdtrieb. Wir wohnen aber in einem kleinen
|| Dorf, das von Feld und Wald umgeben ist, in dem es jede Menge Wild
|| (Rehe, Hasen, Marder, usw.) gibt. Aus Sicherheitsgründen für andere
|| (Radfahrer, Autos, Wild) aber auch für unseren Hund (Verkehr, Jäger)
|| konnten wir das nicht akzeptieren.

Verstaendlich.

...

|| Nach einem Gespräch
|| mit einem anderen Hundebesitzer, der positive Erfahrungen mit dem
|| Teletakt gemacht hat und auf Empfehlung des Tierarztes haben wir
|| dann auch ein solches Halsband gekauft.

Diese 'Empfehlung des Tierarztes' scheint mir doch leicht befremdlich, aber
naja ...

...

|| Ich will keine Werbung für Teletakt machen, vor allem möchte ich
|| darauf hinweisen, das man sich die Sache vorher reiflich überlegen
|| soll. Wenn man den Impuls zur falschen Zeit gibt, kann man den Hund
|| auch schnell kaputt machen. Deshalb sollte der Einsatz des
|| Halsbandes durch Kinder Tabu sein.

Gut ausgewogene Worte ...

|| Ich freue mich auf eine rege Diskussion.

Ob es die wohl geben wird? Wenn Du im Vorfeld gefragt haettest, ob oder ob
nicht, dann bestimmt.
Wie auch immer ... sieht so aus als ob hier jemand mit kaltem Kopf abgewogen
und entschieden hat.
Und der Anwendungsbericht bestaetigt das fast komplett ... *fast* wegen der
doch relativ hohen Anzahl von Anwendungen, aber das kann natuerlich
vielerlei Gruende haben.

Auf jeden Fall danke fuer den Erfahrungsbericht.

--
Wuff
Le Bestioline (non puntate / nicht punktiert / no dots)

www.millenniumdogs.net

Gott erschuf den Menschen, weil er vom Affen enttäuscht war.
Danach verzichtete er auf weitere Experimente.
Dio creò l' uomo perché la scimmia l' aveva deluso.
Dopo però rinunciò ad altri sperimenti.
[Mark Twain]


Gerold Glaser

unread,
Jun 23, 2006, 7:52:45 AM6/23/06
to

"Jochen Kraberg" <Bar...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:449BCB39...@gmx.de...

>
> Es ist halt schwierig den schmalen Pfad zu finden wo es sinnvoll
> ist.Unter diesem Gesichtspunkt ist das Verbot von Teletackt letztendlich
> doch zu begrüßen.

Genauso siehts aus. Die Grauzone, in der diese "Möchtegernfachleute" ihrer
Profilierungssucht nachgehen durften, ist endlich vom Tisch. Bestimmt gibt
es jede Menge Fälle, bei denen ein solches Gerät, mit Sinn und Verstand
eingesetzt, Wunder wirken würde. Aber die Vielzahl gestörter Vierbeiner, an
denen von diesen selbst ernannten F(l)achmännern "herumgetackert" wurde,
spricht für ein generelles Verbot.

Wenn ich das Für und Wider gegeneinander abwäge, bin ich uneingeschränkt
Jochens Meinung.

Gruß,
Gerold


Dirk Sassmannshausen-Wahlen

unread,
Jun 23, 2006, 8:18:06 AM6/23/06
to
Hallo,


> Was ist daran >Schwachfug<? Es hört sich doch sehr schlüssig an.

Ist es auch.

> > Ich könnte mir schon vorstellen dass kurzfristiger Teletackteinsatz
> durchaus, als letzte Möglichkeit, hilfreich sein kann um das Verhalten in
> geordnete Bahnen zu lenken.
> Das, was Dirk schrieb wäre so ein Fall.
> Ist lebenslanger Stress an der Leine nicht vielleicht das größere Übel?

Genauso haben wir das auch gesehen. Es war Stress für Hund und Halter!

Jetzt kann er nochmal frei laufen und ist demenstsprechend ausgeglichen. Die
paar Runden im Garten oder die durchaus langen Spaziergänge haben unserem
Hund halt nicht gereicht.

Ich hätte auch viel lieber auf diese Maßnahme verzichtet. Hätten wir den
Hund nicht erst mit 7 Monaten, sondern als Welpe bekommen, wäre vieleicht
auch die Bindung besser gewesen. Und wenn nicht auch unser Tierarzt dazu
geraten hätte, weil er halt unser Hund kennt, weis ich nicht ob wir uns dazu
entschieden hätten. Der Tierarzt hat von Anfang an gesagt, das Toni "ein
halber Wolf" (Zitat) wäre. Schließlich weis auch niemand, wie er vorher in
Spanien gelebt hat.

Ich sehe hier auch keinen Grund mich zu rechtfertigen, da mir der Erfolg
recht gibt. Aber wer meinen Bericht ganz gelesen und verstanden hat, der
dürfte auch kapiert haben, das wir uns im Vorfeld lange über Vor- und
Nachteile sowie die richtige Anwendung informiert haben. Und mittlerweile
brauchen wir das Halsband gar nicht mehr! Ich habe auch geschrieben, das ein
gedankenloses drücken auf den Auslöser den Hund kaputt macht, d.h. durchaus
auch zur Tierquälerei gezählt werden kann.

Mir stellt es sich vielmehr die Frage ob nicht das drillen von Hunden mit
Schreien und Schlägen, insbesondere Schäferhunden, wie es regelmäßig auf
Hundeplätzen zu beobachten ist, nicht eher zur Tiequälerei gezählt werden
sollte. Leider wird es dort unter "fachkundiger" Aufsicht gedultet. Ich habe
das Teletakt z.B. zuerst an mir selbst ausprobiert um zu wissen, was ich
meinem Hund antue. Schläge mit der Leine sind da um ein vielfaches
schlimmer.

Jeder der meinen Bericht als Schwachsinn oder mich als Troll bezeichnet, hat
die Sache offensichtlich nicht gelesen oder nicht verstanden.


Grüße


Dirk


Steffen H.

unread,
Jun 23, 2006, 8:48:22 AM6/23/06
to
Dirk Sassmannshausen-Wahlen schrieb:

>
> Ich sehe hier auch keinen Grund mich zu rechtfertigen, da mir der Erfolg
> recht gibt.

könnte jetzt sagen: glück gehabt....
... hätte den hund aber auch kaputt machen können
... oder gan nichts....
was mit teletakt geht geht auch anders

>Aber wer meinen Bericht ganz gelesen und verstanden hat, der
> dürfte auch kapiert haben, das wir uns im Vorfeld lange über Vor- und
> Nachteile sowie die richtige Anwendung informiert haben. Und mittlerweile
> brauchen wir das Halsband gar nicht mehr! Ich habe auch geschrieben, das ein
> gedankenloses drücken auf den Auslöser den Hund kaputt macht, d.h. durchaus
> auch zur Tierquälerei gezählt werden kann.

richtig
du gehörst ja wies aussieht zu denen die son teil mit verantwortung bedienen
(ohne das jetzt irgentwie zu rechtfertigen, ich bin gegen das zeugs)

> Mir stellt es sich vielmehr die Frage ob nicht das drillen von Hunden mit
> Schreien und Schlägen, insbesondere Schäferhunden, wie es regelmäßig auf
> Hundeplätzen zu beobachten ist, nicht eher zur Tiequälerei gezählt werden
> sollte.

genau die benutzen auch teletakt, in voller stärke! (gibt noch schlimmeres)

ich farge mich oft wie teketakt bei unserem "spanier" gewirkt hätte....
ich ahbe so den verdacht gar nicht.... der geht ohne weiteres, mit
kurzen jungsen, auch durch elektrozäune wenn er einer spur folgt...
selbst auf dem rückweg intressieren ihn die stromschäge wohl nicht, er
geht durch die gleichen zäune...

nun... so muß er halt an der flexileine bleiben (leider)

steffen
--
Gruß aus der Eifel
(EMail: Nichts rauskürzen)

Karina Leo-Steffen

unread,
Jun 23, 2006, 9:06:15 AM6/23/06
to
Dirk Sassmannshausen-Wahlen wrote:
> Ich sehe hier auch keinen Grund mich zu rechtfertigen, da mir der
> Erfolg recht gibt.

Interessant wäre jetzt zu wissen, ob und was du geschrieben hättest,
wenn du keinen Erfolg gehabt hättest.

> Aber wer meinen Bericht ganz gelesen und
> verstanden hat, der dürfte auch kapiert haben, das wir uns im Vorfeld
> lange über Vor- und Nachteile sowie die richtige Anwendung informiert
> haben. Und mittlerweile brauchen wir das Halsband gar nicht mehr!

Wie lange ist die letzte Anwendung her?

> Mir stellt es sich vielmehr die Frage ob nicht das drillen von Hunden
> mit Schreien und Schlägen, insbesondere Schäferhunden, wie es
> regelmäßig auf Hundeplätzen zu beobachten ist, nicht eher zur
> Tiequälerei gezählt werden sollte. Leider wird es dort unter
> "fachkundiger" Aufsicht gedultet.

Sowas ist völlig inakzeptabel, das ist klar.

> Ich habe das Teletakt z.B. zuerst
> an mir selbst ausprobiert um zu wissen, was ich meinem Hund antue.

Da ihr nicht nur unterschiedlichen Spezies angehört, sondern auch
unterschiedliche Individuen seid, ist es schwer bis gar nicht
vergleichbar.
Beispiel therapeutische Stromanwendung beim Menschen: während
der eine die Stufe x als angenehm empfindet, schreit ein anderer
schon auf.

> Schläge mit der Leine sind da um ein vielfaches schlimmer.

Sagen wir so: sie sind völlig inakzeptabel, Tierquälerei und zeugen
von dem Versagen des Anwenders.

Gruss
Karina

Gerold Glaser

unread,
Jun 23, 2006, 9:02:59 AM6/23/06
to

"Dirk Sassmannshausen-Wahlen" <asd...@uniklinik-saarland.de> schrieb im
Newsbeitrag news:e7gm2j$92qsr$1...@hades.rz.uni-saarland.de...

>
> Ich sehe hier auch keinen Grund mich zu rechtfertigen, da mir der Erfolg
> recht gibt.

Hi Dirk,

aber da liegt m. E. auch die Gefahr. Ich möchte nicht wissen, wie viele
Leute, die sowas ohne entsprechendem Backgroundwissen lesen, sich
anschließend sagen: "Klasse - das probier ich auch mal aus ....". Und schon
haben wir neue, potentielle Tierheimkandidaten, weil die Tiere plötzlich
Jogger anfallen oder bei jedem Schmetterling vor Angst unter sich machen.

Noch viiieeel schlimmer finde ich die Anwendung in der "sportlichen"
Ausbildung (Stangenabwurf beim Agi, unsaubere Freifolge, Unaufmerksamkeit,
...).
Alles leider schon erleben müssen :-(

Ich möchte auf jeden Fall vermeiden, dass man diese Geräte verherrlicht,
denn umso leichtfertiger wird damit umgegangen.

Gruß,
Gerold


Dirk Sassmannshausen-Wahlen

unread,
Jun 23, 2006, 9:10:01 AM6/23/06
to
Hallo Steffen,

> könnte jetzt sagen: glück gehabt....

vieleicht war das auch dabei;-)

> ... hätte den hund aber auch kaputt machen können

In der Tat. Ein gewisses Risiko war dabei. Wir hatten durchaus die
Möglichkeit einkalkuliert, das er durch den Impuls erst recht vor Angst
wegrennt. Aber die Bindung war offensichtlich groß genug, das er bei uns
Schutz gesucht hat und den hat er neben Leckerli und Streicheleinheiten auch
bekommen.

> was mit teletakt geht geht auch anders

Hab ich auch gedacht. Wir haben mit normaler Leine, Flexileine und
Schleppleine gearbeitet, aber dem Hund hat das offensichtlich gar nichts
ausgemacht in die Leine zu rennen und sich fast zu überschlagen. Einmal ist
mir sogar die 8m Flexileine für 50 kg Hunde bei einen Sprint nach einem Reh
gerissen! Unser Hund hat 30 kg! Meine Frau hatte dementsprechend immer
Rückenschmerzen.


>
> du gehörst ja wies aussieht zu denen die son teil mit verantwortung
> bedienen
> (ohne das jetzt irgentwie zu rechtfertigen, ich bin gegen das zeugs)

Wie schon gesagt, mir wäre es ohne auch lieber gewesen.

> ich farge mich oft wie teketakt bei unserem "spanier" gewirkt hätte....

Was ist es denn für einer?

> nun... so muß er halt an der flexileine bleiben (leider)

Musste unsrer auch die letzten drei Jahre. Mit allen Nachteilen für Hund und
Halter. Jetzt kann man auch mit im Joggen, was ihm einen riesen Spaß macht,
wäre vorher aber mit der 8m-Flexi nixcht möglichgewesen, denn wer will beim
Joggen schon laufend stehen bleiben wegen Schnuppern?

Grüße

Dirk


Dirk Sassmannshausen-Wahlen

unread,
Jun 23, 2006, 9:17:52 AM6/23/06
to
Hallo Gerold,


> aber da liegt m. E. auch die Gefahr. Ich möchte nicht wissen, wie viele
> Leute, die sowas ohne entsprechendem Backgroundwissen lesen, sich
> anschließend sagen: "Klasse - das probier ich auch mal aus ....". Und
> schon
> haben wir neue, potentielle Tierheimkandidaten, weil die Tiere plötzlich
> Jogger anfallen oder bei jedem Schmetterling vor Angst unter sich machen.

Völlig richtig. Auf keinen Fall ohne Vorkenntnisse anwenden. Der Hund muss
auch merken, was er falsch gemacht hat. Daher sollte man sich schon mit
Hundeausbildung befasst haben.

Einfach Halsband anziehen und drücken, wenn was nicht so toll läuft ist
absolut tötlich für die Ausbildung. Deshalb Anwendung nur im Notfall.

> Noch viiieeel schlimmer finde ich die Anwendung in der "sportlichen"
> Ausbildung (Stangenabwurf beim Agi, unsaubere Freifolge, Unaufmerksamkeit,

Sehe ich genauso. Bei mir stand eigentlich der Schutz des Hundes im
Vordergrund, und nicht der Spass oder Ehrgeiz des Herrchens.

> Ich möchte auf jeden Fall vermeiden, dass man diese Geräte verherrlicht,
> denn umso leichtfertiger wird damit umgegangen.

Ich wollte es nicht verherrlichen. Und das man nicht leichtfertig damit
umgehen sollte habe ich auch geschrieben.

Grüße

Dirk


Dirk Sassmannshausen-Wahlen

unread,
Jun 23, 2006, 9:31:53 AM6/23/06
to
Hallo Karina,

> Interessant wäre jetzt zu wissen, ob und was du geschrieben hättest,
> wenn du keinen Erfolg gehabt hättest.

Na ja. Dann hätte ich wahrscheinlich das Halsband weggeschmissen, wäre mit
der Leine weiter gelaufen und hätte vermutlich gar nichts geschrieben.

>> haben. Und mittlerweile brauchen wir das Halsband gar nicht mehr!
> Wie lange ist die letzte Anwendung her?

Weis ich gar nicht mehr genau. Ende April haben wir es gekauft, erste
Anwendung dann Mitte/Ende Mai. Nach ca. einer Woche und 4mal auslösen hat
der Hund das dann kapiert. In diesem Monat wurde es auf jeden Fall noch
nicht benutzt, obwohl mir letztes Wochenende Rehe und zwei Hasen vor der
Nase über den Weg gelaufen sind. Hund war zwar sichtlich erregt, lies aber
bei NEIN nach und hörte auf HIER.

>> Ich habe das Teletakt z.B. zuerst
>> an mir selbst ausprobiert um zu wissen, was ich meinem Hund antue.
>
> Da ihr nicht nur unterschiedlichen Spezies angehört, sondern auch
> unterschiedliche Individuen seid, ist es schwer bis gar nicht
> vergleichbar.

Schon klar. Auch wenn ich zwar mit Schmerzen ohne Schaden Stufe 9 aushalte,
werde ich das nicht bei meinem Hund machen.

Grüße

Dirk


Karina Leo-Steffen

unread,
Jun 23, 2006, 10:03:09 AM6/23/06
to
Hallo, Dirk,

Dirk Sassmannshausen-Wahlen wrote:
>> Interessant wäre jetzt zu wissen, ob und was du geschrieben hättest,
>> wenn du keinen Erfolg gehabt hättest.
>
> Na ja. Dann hätte ich wahrscheinlich das Halsband weggeschmissen,
> wäre mit der Leine weiter gelaufen und hätte vermutlich gar nichts
> geschrieben.

wobei letzteres wiederum schade gewesen wäre, weil es dann
vielleicht als Warnung für Unbedarfte hätte dienen können.

> Weis ich gar nicht mehr genau. Ende April haben wir es gekauft, erste
> Anwendung dann Mitte/Ende Mai. Nach ca. einer Woche und 4mal auslösen
> hat der Hund das dann kapiert. In diesem Monat wurde es auf jeden
> Fall noch nicht benutzt, obwohl mir letztes Wochenende Rehe und zwei
> Hasen vor der Nase über den Weg gelaufen sind. Hund war zwar
> sichtlich erregt, lies aber bei NEIN nach und hörte auf HIER.

Also kann man noch nicht von einem Langzeiterfolg sprechen.
Dann ist es interessant zu wissen, wie es weitergeht.
Ich hoffe, du hast dann den Schneid, bei einem eventuellen
Misserfolg bei der Dauer der Wirkung auch hier zu
berichten.

Gruss
Karina

Le Bestioline

unread,
Jun 23, 2006, 10:49:09 AM6/23/06
to
In news:4g2a2qF...@individual.net,
*Die angebliche RH-Ausbilderin Karina Leo-Steffen* <in...@hundejo.de>
scriveva/wrote/schrieb:

|| Hallo, Dirk,
|| Dirk Sassmannshausen-Wahlen wrote:
|||| Interessant wäre jetzt zu wissen, ob und was du geschrieben
|||| hättest, wenn du keinen Erfolg gehabt hättest.
|||
||| Na ja. Dann hätte ich wahrscheinlich das Halsband weggeschmissen,
||| wäre mit der Leine weiter gelaufen und hätte vermutlich gar nichts
||| geschrieben.
||
|| wobei letzteres wiederum schade gewesen wäre, weil es dann
|| vielleicht als Warnung für Unbedarfte hätte dienen können.

Das verstehe ich jetzt nicht.
Haengt das von der einseitigen und limitierten Sichtweise von KLS ab oder
gibt es da eventuell wissenschaftliche Ausfuehrungen dafuer?

||| Weis ich gar nicht mehr genau. Ende April haben wir es gekauft,
||| erste Anwendung dann Mitte/Ende Mai. Nach ca. einer Woche und 4mal
||| auslösen hat der Hund das dann kapiert. In diesem Monat wurde es
||| auf jeden Fall noch nicht benutzt, obwohl mir letztes Wochenende
||| Rehe und zwei Hasen vor der Nase über den Weg gelaufen sind. Hund
||| war zwar sichtlich erregt, lies aber bei NEIN nach und hörte auf
||| HIER.
||
|| Also kann man noch nicht von einem Langzeiterfolg sprechen.
|| Dann ist es interessant zu wissen, wie es weitergeht.
|| Ich hoffe, du hast dann den Schneid, bei einem eventuellen
|| Misserfolg bei der Dauer der Wirkung auch hier zu
|| berichten.

Ich vermute mal dass der OP sogar den "Schneid" hat, von allen Effekten
seines Handelns zu berichten.
BTW ... er war sich z.B. Deiner scheuklappenbewehrten Reaktion schon von
Anfang an sicher. ;-)

--
Wuff
Le Bestioline (non puntate / nicht punktiert / no dots)

www.millenniumdogs.net

Gott erschuf den Menschen, weil er vom Affen enttäuscht war.
Danach verzichtete er auf weitere Experimente.
Dio creò l' uomo perché la scimmia l' aveva deluso.
Dopo però rinunciò ad altri sperimenti.
[Mark Twain]

PS: Warum bist Du eigentlich nicht in Landquart?


Anneli

unread,
Jun 24, 2006, 4:09:41 AM6/24/06
to
"Dirk Sassmannshausen-Wahlen" <asd...@uniklinik-saarland.de> schrieb:

>Ich will keine Werbung für Teletakt machen, vor allem möchte ich darauf
>hinweisen, das man sich die Sache vorher reiflich überlegen soll. Wenn man
>den Impuls zur falschen Zeit gibt, kann man den Hund auch schnell kaputt
>machen. Deshalb sollte der Einsatz des Halsbandes durch Kinder Tabu sein.
>

Du weißt schon, dass du dich damit strafbar machst, oder? Die Dinger
sind (zum Glück) verboten.

Anneli

Peter Sev

unread,
Jun 24, 2006, 8:01:22 AM6/24/06
to
Karina Leo-Steffen schrieb:

> Also kann man noch nicht von einem Langzeiterfolg sprechen.

Stichwort Langzeiterfolg.
Ich glaube nicht, dass Du darüber schon selbst mal ernsthaft
nachgedacht hast.
Sonst wäre es Dir nämlich nicht in den Sinn gekommen, den Einsatz
eines Teleimpulsgerätes bei Deinem Hund Merlin in Erwähnung zu
ziehen, wenn dessen Seh- und Hörvermögen weiter nachläßt.
In dem Fall geht der Langzeiterfolg wohl gegen Null. Denn da Taubheit
und Sehschwäche ja eher irreperabel sein werden, würde Dein eigener
Hund das Teil wohl immer tragen müssen.
Schließlich brauchst Du das Teil ja dafür, bei Deinem tauben,
schlecht sehenden Hund im Freilauf, der mehrere-zig Meter von Dir weg
ist und gerade keinen Blickkontakt hält, die Aufmerksamkeit zu
erregen, damit er Dein, evtl. für ihn wichtiges Signal wahrnehmen
kann.
Und in jeder Situation, in der gerade kein Blickkontakt vorhanden ist,
Du aber die Aufmerksamkeit Deines Hundes gewinnen willst, wirst Du wohl
nicht daran vorbeikommen, zukünftig dann immer auf das Knöpfchen zu
drücken.
Kann man *da* von einem Langzeiterfolg sprechen? Wohl eher nicht.

Was passiert eigentlich, wenn Dein Hund gegenüber winzigen Impulsen
abstumpft? Drehst Du dann am Schalter und wählst die nächsthöhere
Stufe?

Peter Sev

Le Bestioline

unread,
Jun 24, 2006, 8:07:33 AM6/24/06
to
In news:1151150482.2...@y41g2000cwy.googlegroups.com,
*Peter Sev* <psev...@freenet.de> scriveva/wrote/schrieb:

| Karina Leo-Steffen schrieb:
|
|| Also kann man noch nicht von einem Langzeiterfolg sprechen.
|
| Stichwort Langzeiterfolg.
| Ich glaube nicht, dass Du darüber schon selbst mal ernsthaft
| nachgedacht hast.

Hmmm ... ich denke grade drueber nach, ueber *was* sie wirklich schon mal
ernsthaft nachgedacht haben koennte ... zumindest was Hunde angeht.

[Ungereimtheiten ihrer Aeusserungen]

| Kann man *da* von einem Langzeiterfolg sprechen? Wohl eher nicht.
|
| Was passiert eigentlich, wenn Dein Hund gegenüber winzigen Impulsen
| abstumpft? Drehst Du dann am Schalter und wählst die nächsthöhere
| Stufe?

Gute Frage.

Andreas Rechberger

unread,
Jun 24, 2006, 9:20:37 AM6/24/06
to
Gerold Glaser schrieb:

Andreas Gass von http://www.jagdhundetraining.at/ ist auch so ein
schwerer Verfechter von elektrischen Reizgeraeten und laesst keine
Gelegenheit aus deren Wirkung zu demonstrieren...

Mens _ Canis

unread,
Jun 24, 2006, 4:00:30 PM6/24/06
to
Dirk Sassmannshausen-Wahlen schrieb:
> Hallo,
>
auch hallo.
guten tag dirk.

das einzige argument das ich vorbringen möchte ist:

häng dir das teletakt zeugs einen einzigen tag selber um.
nach 24h bring du deine diesbezüglichen erfahrungen in der ng vor.

du kannst mit der 'furcht des hundes' vieles konditionieren.
der hund wird (wie wir alle) strafe zu vermeiden wissen...

du kannst mit der freundschaft... des hundes u 'seinem einverständnis'
alles gewinnen.
du kannst wählen: leider ist es der mensch allein der wählt :-(

der erste weg ist kurz u effizient.

der zweite weg dauert. doch er dauert in freundschaft ein leben lang.

mit gruss mc

Martin Wunsch

unread,
Jun 24, 2006, 5:29:52 PM6/24/06
to
Mens _ Canis schrieb:
> Dirk Sassmannshausen-Wahlen schrieb:

> das einzige argument das ich vorbringen möchte ist:
>
> häng dir das teletakt zeugs einen einzigen tag selber um.
> nach 24h bring du deine diesbezüglichen erfahrungen in der ng vor.

Die Erfahrung kann ich vorhersagen: es ist furzlangweilig, und es
passiert garnichts.

Das _Umhängen_ eines Teletakt ist nämlich völlig belanglos - schwieriger
wird es erst, wenn jemand auf den Knopf drückt. Aber davon hattest Du ja
nichts geschrieben.

> du kannst mit der 'furcht des hundes' vieles konditionieren.
> der hund wird (wie wir alle) strafe zu vermeiden wissen...

Wenn ich das richtig verstanden habe, ging es ihm nicht um "Bestrafen",
sondern um "Unterbrechen" des Jagdverhaltens.

> du kannst mit der freundschaft... des hundes u 'seinem einverständnis'
> alles gewinnen.

Sorry, das halte ich für weltfremd. Bei Hunden mit einem _starken_
Jagdtrieb bist Du nämlich für die Zeit des Jagens einfach vergessen,
egal, wie groß die Freundschaft ist.

> du kannst wählen: leider ist es der mensch allein der wählt :-(
>
> der erste weg ist kurz u effizient.
>
> der zweite weg dauert. doch er dauert in freundschaft ein leben lang.

Das ist sicher richtig. Und im dümmsten Fall läuft der Hund ein Leben
lang an der Leine, weil er sonst in aller Freundschaft jagen geht und
dabei überfahren oder abgeknallt wird.

Ich bin _kein_ Befürworter von Starkzwangmitteln, aber so schwarz-weiss
ist die Welt einfach nicht, wie Du es darstellst.

Gruß Martin

Martin Wunsch

unread,
Jun 24, 2006, 5:38:32 PM6/24/06
to
Peter Sev schrieb:

> Karina Leo-Steffen schrieb:
>
>> Also kann man noch nicht von einem Langzeiterfolg sprechen.
>
> Stichwort Langzeiterfolg.
> Ich glaube nicht, dass Du darüber schon selbst mal ernsthaft
> nachgedacht hast.
> Sonst wäre es Dir nämlich nicht in den Sinn gekommen, den Einsatz
> eines Teleimpulsgerätes bei Deinem Hund Merlin in Erwähnung zu
> ziehen, wenn dessen Seh- und Hörvermögen weiter nachläßt.
> In dem Fall geht der Langzeiterfolg wohl gegen Null. Denn da Taubheit
> und Sehschwäche ja eher irreperabel sein werden, würde Dein eigener
> Hund das Teil wohl immer tragen müssen.
> Schließlich brauchst Du das Teil ja dafür, bei Deinem tauben,
> schlecht sehenden Hund im Freilauf, der mehrere-zig Meter von Dir weg
> ist und gerade keinen Blickkontakt hält, die Aufmerksamkeit zu
> erregen, damit er Dein, evtl. für ihn wichtiges Signal wahrnehmen
> kann.

Auch wenn ich normalerweise nicht dazu tendiere, Karina zu verteidigen:
Findest Du das wirklich vergleichbar?
Sie zieht in Erwägung, einen gut erzogenen und gehorchenden Hund über
ein Signal auf schwächster Stufe (anscheinend ein "Kribbeln") auf sich
aufmerksam zu machen.
Das scheint mir denn doch eine völlig andere Situation zu sein, als wenn
ein Jagdverhalten unterbrochen oder unterbunden werden soll.

> Und in jeder Situation, in der gerade kein Blickkontakt vorhanden ist,
> Du aber die Aufmerksamkeit Deines Hundes gewinnen willst, wirst Du wohl
> nicht daran vorbeikommen, zukünftig dann immer auf das Knöpfchen zu
> drücken.
> Kann man *da* von einem Langzeiterfolg sprechen? Wohl eher nicht.

Da es um völlig verschiedene Aufgabenstellungen geht, ist auch "Erfolg"
an sich schon völlig unterschiedlich zu definieren.

> Was passiert eigentlich, wenn Dein Hund gegenüber winzigen Impulsen
> abstumpft? Drehst Du dann am Schalter und wählst die nächsthöhere
> Stufe?

Ich könnte mir vorstellen, daß man die Reaktion des Hundes auf das
besagte "Kribbeln" positiv bestärken kann. Damit sollte dieser Effekt
nicht eintreten.

Das Karinas Antwort ein bisschen an den Haaren herbeigezogen war, hat
damit allerdings nichts zu tun ;-) Letztlich hat der OP sein Ziel
erreicht. Und wenn in einigen Jahren mal wieder ein Fehlverhalten
auftritt, kann er ja nochmal mit geeigneten Mitteln auffrischen.

Gruß Martin

Mens _ Canis

unread,
Jun 24, 2006, 7:21:55 PM6/24/06
to
Martin Wunsch schrieb:
> Mens _ Canis schrieb:

>> häng dir das teletakt zeugs einen einzigen tag selber um.
>> nach 24h bring du deine diesbezüglichen erfahrungen in der ng vor.
>
> Das _Umhängen_ eines Teletakt ist nämlich völlig belanglos - schwieriger
> wird es erst, wenn jemand auf den Knopf drückt. Aber davon hattest Du ja
> nichts geschrieben **.
>
** hatte ich in diesem kontext 'eigentlich' vorausgesetzt.
1 plus 1 sind 2.
2 plus 1 sind 3.
welche steps soll ich sonst noch beschreiben?
(man kann auch quasi 'absichtlich' missverstehen...)

>> du kannst mit der 'furcht des hundes' vieles konditionieren.
>> der hund wird (wie wir alle) strafe zu vermeiden wissen...
>
> Wenn ich das richtig verstanden habe, ging es ihm nicht um "Bestrafen",
> sondern um "Unterbrechen" des Jagdverhaltens.
>
>> du kannst mit der freundschaft... des hundes u 'seinem einverständnis'
>> alles gewinnen.
>
> Sorry, das halte ich für weltfremd.
>

die geltende gesetzeslage bei uns hält es offenbar nicht für weltfremd.

> Bei Hunden mit einem _starken_
> Jagdtrieb bist Du nämlich für die Zeit des Jagens einfach vergessen,
> egal, wie groß die Freundschaft ist.
>

früher mein nordischer nun mein (ehemals frei/wildlebender) schäfer
jetzt u sogar die herdenschutzhündin die *jedem vogel!* nachgejagt ist:
sie haben begriffen dass es off limits ist.
ohne tt-gerät: denn übrigens nur seit 23.9.1987 habe ich durchgehend
eigene hunde...

>> du kannst wählen: leider ist es der mensch allein der wählt :-(
>>
>> der erste weg ist kurz u effizient.
>>
>> der zweite weg dauert. doch er dauert in freundschaft ein leben lang.
>
> Das ist sicher richtig. Und im dümmsten Fall läuft der Hund ein Leben
> lang an der Leine, weil er sonst in aller Freundschaft jagen geht und
> dabei überfahren oder abgeknallt wird.
>

> Ich bin _kein_ Befürworter von Starkzwangmitteln, *aber so schwarz-weiss
> ist die Welt einfach nicht, wie Du es darstellst*.
>
die (meine ;-) ...) *welt schwarz-weiss* ganz offenbar selbst für das
gesetz:
in dem land in dem ich lebe mit_fug_u_recht_gesetzlich_verboten !
weil tierquälerei: unter_strafandrohung !

gruss mc

Bonsai

unread,
Jun 24, 2006, 7:36:38 PM6/24/06
to
Hi auch,

On Sat, 24 Jun 2006 23:38:32 +0200, Martin Wunsch wrote:
>> Und in jeder Situation, in der gerade kein Blickkontakt vorhanden ist,
>> Du aber die Aufmerksamkeit Deines Hundes gewinnen willst, wirst Du wohl
>> nicht daran vorbeikommen, zukünftig dann immer auf das Knöpfchen zu
>> drücken.
>> Kann man *da* von einem Langzeiterfolg sprechen? Wohl eher nicht.
>
> Da es um völlig verschiedene Aufgabenstellungen geht, ist auch "Erfolg"
> an sich schon völlig unterschiedlich zu definieren.

Das ist fuer sich alleine gestellt richtig.

Aber, jemand der ein E-Geraet _kategorisch_ ablehnt und dann ploetzlich
umschwenkt, weil es gerade mal selbst nuetzlich sein koennte, ist mir
aeusserst suspekt.

Warum benutzt man ueberhaupt ein Hilfsmittel? Weil man sich erhofft, die
Aufmerksamkeit seines Hundes zu erringen (E-Geraet, Halti, Klapperdose,
Discs, ... ). Dabei ist erst mal vollkommen egal, in welcher Reizlage sich
ein Hund befindet.
Sollte es nun ok sein, seinen Hund mit einem "Kribbeln" auf sich aufmerksam
zu machen, wenn man andererseits kategorisch ablehnt ein "Nein" mit einem
Kribbeln (oder je nach Hund auch einem *Witsch* oder auch einem "Bomper")
zu untermalen?

Ich habe seit ca. zwei Jahren ein nagelneues E-Geraet mit neun Stufen (oder
so) im Schrank, ich habe es aber nicht umgehaengt. Die Gruende sind viele.
Nur einige:
1.) Schmerzempfinden ist sehr individuell (mein Hund ist deutlich
unempfindlicher als ich, mehrfach ausprobiert)
2.) Ich zweifelte an meiner Kompetenz, d.h. an meinem Timing zusammen mit
dem aktuellen Ausbildungsstand von Hundi
3.) Meiner festen Einbildung, es muesste auch anders gehen ...

... und es ging auch anders, wenn auch sehr viel zeitaufwendiger. Bis zur
letzten Konsequenz sind wir noch nicht alle Unarten los und ich bin weiter
oft auf dem Sprung. Dennoch war mir ein "Ohne" aus dem Groben rauszukommen
deutlich lieber (und es foerderte meine Beobachtungsgabe und damit auch die
Kommunikation).
Wir haben also immernoch Situationen in denen sie leider Leinenzwang hat.

Ich weiss, dass Strafe, wenn denn zeitlich korrekt, richtig dosiert und im
passenden Kontext richtig angewandt, sehr effektiv sein kann (und auch bei
so manchem Individuum mehr als richtig ist), dennoch bin ich nicht der
"Straf-Typ", das ist wider meiner Natur.

Ich habe also (wieder mal) umrissen, dass ich zu viel Weichei fuer meinen
Hund bin ... insofern sie sicher fuehlt. Wenn sie sich nicht sicher fuehlt,
bin ich mittlerweile der Fels in der Brandung ... _obwohl_ ich nicht immer
so hart durchgreife, wie mein Hund es eigentlich braeuchte.
Nun ja, das gegenseitige Verstaendnis wuchs und waechst weiter und sie
weiss inzwischen, wenn es "wirklich mal brennt", steh ich immer vor ihr.

Nochmal zurueck zum Thema.
Ich bin gegen (!) frei verkaeufliche E-Geraete. Wenn solche denn ueberhaupt
Sinn machen, dann nur in Begleitung mit einem fachkundigem Trainer. Leider
gibt es davon nicht viele, geschweige denn irgendwie zertifizierte.

Fazit:
Ohne _echten_ Profi (d.h. gerade auch ohne selbst-ernannte), Haende weg
davon!

Tschau
Marion

Eckehart Derda

unread,
Jun 24, 2006, 9:34:56 PM6/24/06
to
On Fri, 23 Jun 2006 08:48:06 +0200, "Dirk Sassmannshausen-Wahlen"
<asd...@uniklinik-saarland.de> wrote:

>Hallo,
>
>die Erziehungshalsbänder mit Elektroimpulsen sind ja sehr umstritten und
>auch auf die Gefahr hin, gesteinigt zu werden, möchte ich meine Erfahrung
>damit kurz wiedergeben.
>

(snip; danke übrigens)

>Ich freue mich auf eine rege Diskussion.
>
>Grüße
>
>Dirk
>

Du wirst zwar nicht gesteinigt, aber weil die schlimmsten Ignoranten
bei dem Thema regelmäßig am lautesten krakeelen, hast Du einiges
auszuhalten. Aber bitte, wenn Du dich so darauf gefreut hast ...

Aus meiner Sicht hast Du die Sache offenbar richtig angefaßt.
Wohlüberlegt, nachdem Du Dich ordentlich damit befaßt hast.
Gratuliere.
Auch ich gehöre nicht zu denen, die dem Funkferntrainer eine
massenhafte Verbreitung wünschen.
Ich denke aber, wenn ein unangeleinter Hund aus irgendeinem Grund
ernsthaft und regelmäßig die Gefolgschaft versagt, dann hast Du kaum
eine andere Chance. Das ist dann nämlich ein selbstbelohnendes
Verhalten, das sich mit jedem mal verstärkt, und immer weniger
kontrollierbar wird. Habe ich selbst durchgemacht.
Wer hier behauptet, es ginge auch anders, erbringt den Beweis nicht.
Das werden oft Leute sein, die noch keinen Problemhund hatten. Die
wissen es nicht besser, die möchte ich sozusagen einmal in Schutz
nehmen. Alle anderen laufen mit Flexileine herum. DAS sind die
eigentlichen Heuchler.
Fühle Dich aber bitte nicht vorzeitig auf der sicheren Seite, wenn der
Ferntrainer einige Zeit nicht gebraucht wurde. Beim ersten Rückfall in
das unkontrollierte Jagdverhalten mußt Du augenblicklich bereit sein.
Dadurch verfestigt sich das Erlernte enorm. Genieße die gemeinsamen
glücklichen Stunden, aber sei noch bereit, vorläufig.

Das Verwaltungsgerichtsurteil über Elektroreizgeräte ist i.m.h.o. eine
Klamotte, bar jeder Sachkenntnis.
Glücklicherweise ist mein Gerät nicht in der Lage, dem Hund
"erhebliche Schmerzen" zuzufügen, wie es im Gesetz steht, sondern nur
ein -zack- Erinnerungssignal an den vorher erteilten Befehl. Das
beeindruckt ihn deshalb, weil es für ihn aus dem Weltraum kommt, und
nicht etwa wegen großer Schmerzhaftigkeit. Er hat es sogar schonmal
ignoriert, unter ungünstigen Umständen.
Generell würde ich z.B. davon absehen, den Kontakt mit einer läufigen
Hündin per Funkferntrainer verhindern zu wollen. DAS traue ich dem
Gerät nicht zu, da ist Mißerfolg vorprogrammiert.

Komischerweise hat sich noch kein Verwaltungsgericht mit
Weidezaungeräten befaßt, wie sie auf Bullenwiesen betrieben werden.
Die sind sicher wirklich schmerzhaft. Aber ist vielleicht auch besser
so.

M.f.G.
Eckehart


Peter Sev

unread,
Jun 25, 2006, 4:54:08 AM6/25/06
to
Martin Wunsch schrieb:

> Peter Sev schrieb:

> Auch wenn ich normalerweise nicht dazu tendiere, Karina zu verteidigen:
> Findest Du das wirklich vergleichbar?
> Sie zieht in Erwägung, einen gut erzogenen und gehorchenden Hund über
> ein Signal auf schwächster Stufe (anscheinend ein "Kribbeln") auf sich
> aufmerksam zu machen.
> Das scheint mir denn doch eine völlig andere Situation zu sein, als wenn
> ein Jagdverhalten unterbrochen oder unterbunden werden soll.

Karina hatte sich bis vor kurzem immer sehr vehement und mit massiver
Kritik gegen den Einsatz von Elektroreizgeräten ausgesprochen.
Als hier z.B. mal Nylon-Halsbänder mit Impuls-Kontakten erwähnt
wurden, reagierte sie mit "Perversität" und "Folterinstrument" darauf.

Findest Du es da nicht auch sehr seltsam und merkwürdig, dass sie nun
auf einmal überlegt, ein solches "perverses Folterinstrument" bei
ihrem eigenen Hund zum Einsatz zu bringen?
Das, Martin, finde ich zumindestens - und da schließe ich mich Marion
an - äußerst suspekt.

Du sprachst oben die völlig anderen Situationen an, womit Du ja auch
recht hast.
Nur denke bzgl. der unterschiedlichen Situationen mal selber etwas mehr
nach.

Da haben wir zum einen den Einsatz eines E-Gerätes bei einem
jagdbesessenen Hund wie dem des OP. Zum anderen den Einsatz eines
E-Gerätes bei einem gut ausgebildeten und gehorchenden, aber eben taub
und blind werdenden Hund wie Karinas Merlin.
Das eine dient zur Etablierung eines Abbruchs, das andere zur
Aufmerksamkeitsgewinnung.

Ersteres wird von Karina in Frage gestellt und kritisiert, zweiteres
findet sie dagegen - übrigens mit den gleichen Begründungen wie Du
sie genannt hast - vollkommen legitim.

Meine Meinung dazu:
Auch ich stelle den Einsatz eines E-Gerätes im ersten Fall in Frage
und finde ihn kritikwürdig, da ich denke, dass er nicht notwendig war.

Wo der Einsatz eines solchen Gerätes für mich nun aber absolut fehl
am Platz und total unsinnig ist, ist im Falle der
Aufmerksamkeitsgewinnung eines tauben Hundes.
Da muß man nicht mal groß nachdenken und viel Ahnung von Hunden
haben, um weitaus bessere Alternativen in die Tat umzusetzen (siehe
auch <1141118200.6...@v46g2000cwv.googlegroups.com>)
Wer so etwas als nicht praktikabel ansieht und lieber auf ein
Teleimpuls-Gerät bei seinem taub werdenden Hund setzt, sollte sich mal
ernsthaft überlegen, ob mit Bauklötzchen spielen für ihn nicht
besser wäre.

> > Und in jeder Situation, in der gerade kein Blickkontakt vorhanden ist,
> > Du aber die Aufmerksamkeit Deines Hundes gewinnen willst, wirst Du wohl
> > nicht daran vorbeikommen, zukünftig dann immer auf das Knöpfchen zu
> > drücken.
> > Kann man *da* von einem Langzeiterfolg sprechen? Wohl eher nicht.
>
> Da es um völlig verschiedene Aufgabenstellungen geht, ist auch "Erfolg"
> an sich schon völlig unterschiedlich zu definieren.

In dem Moment, wo Karina den Lernerfolg als globales Argument kontra TT
ins Spiel bringt, sind IMO völlig verschiedene Aufgabenstellungen
irrelevant.

> > Was passiert eigentlich, wenn Dein Hund gegenüber winzigen Impulsen
> > abstumpft? Drehst Du dann am Schalter und wählst die nächsthöhere
> > Stufe?
>
> Ich könnte mir vorstellen, daß man die Reaktion des Hundes auf das
> besagte "Kribbeln" positiv bestärken kann. Damit sollte dieser Effekt
> nicht eintreten.

Super, Martin. :-(
Ich weiß ja nicht, wie eigenständig Deine Hunde sind und sich (noch)
von Robotern unterscheiden.
Bei meinem ist es jedenfalls so, dass ein "Hallo" z.B. als Signal zur
Aufmerksamkeitsgewinnung zwar sehr gut hinhaut, aber eben nicht zu
100%.
Bei den wenigen Prozenten, wo es nicht auf Anhieb klappt, muß ich wohl
oder übel mal etwas lauter werden.
Bitte schön, wie machst Du das dann mit so einem Impulsgeber? Indem Du
am Schalter drehst und die Intensität erhöhst.

Evtl. fragst Du Dich, was das ganze mit Abstumpfung zu tun hat. Ganz
einfach.
Mit Erhöhung der Anzahl gleichbleibender Signale tritt nicht nur ein
lernbedingter Gewöhnungseffekt im Form von gewünschten Reaktionen auf
das Signal ein (das ist es ja, was wir eigentlich wollen), sondern oft
auch eine Verminderung dieser Reaktion ein.
Dieses Einschleichen von Fehlern ist mir zumindestens aus meinem Umgang
mit Tieren nicht unbekannt. Und zwar beidseitig.

Gruss
Peter Sev

Andrea Schuhmann

unread,
Jun 25, 2006, 8:56:16 AM6/25/06
to
Hi!

Dirk Sassmannshausen-Wahlen schrieb:


> Schon klar. Auch wenn ich zwar mit Schmerzen ohne Schaden Stufe 9 aushalte,
> werde ich das nicht bei meinem Hund machen.

Ich nehme an, es war ein Canicom 800? (Wegen dem Summton und der von
Ferne An- und Ausschalterei).
Wenn ja - hast du es auch bei höheren Stufen bei dir ausprobiert?
Hat sich währendessen ein immer höherer psychischer Wiederwille
bei dir gezeigt - oder hast du das ganz locker/neugierig genommen?

VG,
Andrea

Le Bestioline

unread,
Jun 25, 2006, 11:59:22 AM6/25/06
to
In news:1151225648.8...@u72g2000cwu.googlegroups.com,
*Peter Sev* <psev...@freenet.de> scriveva/wrote/schrieb:

| Martin Wunsch schrieb:
|
|| Peter Sev schrieb:
|
|| Auch wenn ich normalerweise nicht dazu tendiere, Karina zu
|| verteidigen: Findest Du das wirklich vergleichbar?

...

| Karina hatte sich bis vor kurzem immer sehr vehement und mit massiver
| Kritik gegen den Einsatz von Elektroreizgeräten ausgesprochen.
| Als hier z.B. mal Nylon-Halsbänder mit Impuls-Kontakten erwähnt
| wurden, reagierte sie mit "Perversität" und "Folterinstrument" darauf.
|
| Findest Du es da nicht auch sehr seltsam und merkwürdig, dass sie nun
| auf einmal überlegt, ein solches "perverses Folterinstrument" bei
| ihrem eigenen Hund zum Einsatz zu bringen?

usw. ...

Ich frage mich eines ... vorausgesetzt dass mit 'Karina' die
beruehmt-beruechtigte Karina Leo-Steffen, nach ihren Worten
Rettungshundausbilderin und Betriebsaerztin in Dresden, gemeint sein sollte
... wenn man mal ihre diversen Posting hier durchblaettert, ihre [durchaus
inkoherente] Positionsnahme und soziale Kompetenz beruecksichtigt und die
sogenannte Qualitaet ihrer Beitraege -kynologisch gesehen, um GW nicht
menschlich!- dann frage ich mich ... wie zum Teufel kann man darauf kommen,
die Masstaebe einer solchermassen erwiesenen Sozialruine als Grundlage einer
Diskussion anzunehmen?
Fuer mich ist das pervers ...

Fast noch schlimmer als mit dem bayerischen 'Umwelt'minister Schnappauf
ueber das Schicksal von JJ1/Bruno zu diskutieren ...

Gerold Glaser

unread,
Jun 25, 2006, 1:51:00 PM6/25/06
to
"Eckehart Derda" <de...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:rllr92t3pqdvqiusr...@4ax.com...

> On Fri, 23 Jun 2006 08:48:06 +0200, "Dirk Sassmannshausen-Wahlen"
> <asd...@uniklinik-saarland.de> wrote:
> Wer hier behauptet, es ginge auch anders, erbringt den Beweis nicht.
> Das werden oft Leute sein, die noch keinen Problemhund hatten.

Doch!!! Meine Groendaelhündin war, als ich sie bekam, eine passionierte
Jägerin. Da sie einerseits recht schnell eine gute Bindung entwickelte und
prinzipiell auch gut erziehbar war, verdrängte ich alles, was ich so gehört
und gelesen hatte, und habe sie "zusammengesch...", wenn sie wieder in
meinem Dunstkreis auftauchte - keine Schläge ö.Ä.

Ich konnte wirklich verfolgen, wie die Jagdintervalle immer größer wurden
und hatte kürzlich sogar das Ereignis, dass ca. zwei Meter vor ihren Augen
ein Karnickel den Weg kreuzte. Sie hat es mit den Augen vefolgt, aber
keinerlei Anstalten gemacht, hinterher zu jagen.

Ich muss allerdings noch erwähnen, dass sie absoluter Balljunkie ist und ich
ihr somit eine tolle Alternative bieten kann.

Gruß,
Gerold


Le Bestioline

unread,
Jun 25, 2006, 2:03:24 PM6/25/06
to
In news:e7kcdp$hph$2...@online.de,
*Martin Wunsch* <nospa...@m-wunsch.de> scriveva/wrote/schrieb:
Message has been deleted

Le Bestioline

unread,
Jun 25, 2006, 2:11:56 PM6/25/06
to
In news:e7kcdp$hph$2...@online.de,
*Martin Wunsch* <nospa...@m-wunsch.de> scriveva/wrote/schrieb:

|| Peter Sev schrieb:


||| Karina Leo-Steffen schrieb:
|||
|||| Also kann man noch nicht von einem Langzeiterfolg sprechen.
|||
||| Stichwort Langzeiterfolg.
||| Ich glaube nicht, dass Du darüber schon selbst mal ernsthaft
||| nachgedacht hast.
||| Sonst wäre es Dir nämlich nicht in den Sinn gekommen, den Einsatz
||| eines Teleimpulsgerätes bei Deinem Hund Merlin in Erwähnung zu
||| ziehen, wenn dessen Seh- und Hörvermögen weiter nachläßt.
||| In dem Fall geht der Langzeiterfolg wohl gegen Null. Denn da
||| Taubheit und Sehschwäche ja eher irreperabel sein werden, würde
||| Dein eigener Hund das Teil wohl immer tragen müssen.
||| Schließlich brauchst Du das Teil ja dafür, bei Deinem tauben,
||| schlecht sehenden Hund im Freilauf, der mehrere-zig Meter von Dir
||| weg ist und gerade keinen Blickkontakt hält, die Aufmerksamkeit zu
||| erregen, damit er Dein, evtl. für ihn wichtiges Signal wahrnehmen
||| kann.
||
|| Auch wenn ich normalerweise nicht dazu tendiere, Karina zu
|| verteidigen: Findest Du das wirklich vergleichbar?
|| Sie zieht in Erwägung, einen gut erzogenen und gehorchenden Hund über
|| ein Signal auf schwächster Stufe (anscheinend ein "Kribbeln") auf
|| sich aufmerksam zu machen.
|| Das scheint mir denn doch eine völlig andere Situation zu sein, als
|| wenn ein Jagdverhalten unterbrochen oder unterbunden werden soll.

Wirklich?
Analysier das doch mal ...
Der OP hat hier doch schlussendlich nichts anderes gemacht als das was
Du -und ich- mit der Wurfkette tun ... dafuer gesorgt, dass eine Anweisung
ernst genommen wird: naemlich sein NEIN. Welches in einer spezifischen
Situation von seinem Hund ignoriert wurde - kommt Dir das nicht bekannt vor?
*Nachdem* er diese Anweisung soweit bekraeftig hatte dass sie in jeder Sit
wirkte, hatte er auch das Mittel in der Hand, seinen Hund vom Jagen
abzuhalten. Von was wolltest Du Deinen Hund abhalten?
Und was KLS und den heuchlerischen Schwagfug betrifft, den sie hier ablaesst
... der ist unwuerdig, von einem jeden durchschnittlichen
Hundeerzieher/ausbilder in den Mund genommen zu werden, gar nicht zu reden
von jemand der RH ausbildet.

||| Und in jeder Situation, in der gerade kein Blickkontakt vorhanden
||| ist, Du aber die Aufmerksamkeit Deines Hundes gewinnen willst,
||| wirst Du wohl nicht daran vorbeikommen, zukünftig dann immer auf
||| das Knöpfchen zu drücken.
||| Kann man *da* von einem Langzeiterfolg sprechen? Wohl eher nicht.
||
|| Da es um völlig verschiedene Aufgabenstellungen geht, ist auch
|| "Erfolg" an sich schon völlig unterschiedlich zu definieren.

Hat sich nach s.o. woh, erledigt ...

||| Was passiert eigentlich, wenn Dein Hund gegenüber winzigen Impulsen
||| abstumpft? Drehst Du dann am Schalter und wählst die nächsthöhere
||| Stufe?
||
|| Ich könnte mir vorstellen, daß man die Reaktion des Hundes auf das
|| besagte "Kribbeln" positiv bestärken kann. Damit sollte dieser Effekt
|| nicht eintreten.
||
|| Das Karinas Antwort ein bisschen an den Haaren herbeigezogen war, hat
|| damit allerdings nichts zu tun ;-)

Na sicher. Wenn Du das geschrieben haettest koennte man's ja auch noch
durchgehen lassen ...

|| Letztlich hat der OP sein Ziel
|| erreicht. Und wenn in einigen Jahren mal wieder ein Fehlverhalten
|| auftritt, kann er ja nochmal mit geeigneten Mitteln auffrischen.

Wenn er alles wirklich richtig gemacht hat braucht er das wohl nicht.
BTW ... hast Du Deine Wurfkette eigentlich immer noch dabei, immer? ;-))

Le Bestioline

unread,
Jun 25, 2006, 2:15:10 PM6/25/06
to
In news:b454b$449dc912$3eb28ce9$22...@news.chello.at,
*Mens _ Canis* <no...@example.com> scriveva/wrote/schrieb:


|| die (meine ;-) ...) *welt schwarz-weiss* ganz offenbar selbst für das
|| gesetz:
|| in dem land in dem ich lebe mit_fug_u_recht_gesetzlich_verboten !
|| weil tierquälerei: unter_strafandrohung !

Liebes Mensle

schau Dir doch mal bitte das entsprechende Gesetz mal genauer an, sehr viel
genauer.
Damit koenntest Du entsprechende 'Schokoladenfiguren' weitgehend verhindern.
;-)

Eckehart Derda

unread,
Jun 25, 2006, 2:47:58 PM6/25/06
to
On Sun, 25 Jun 2006 19:51:00 +0200, "Gerold Glaser"
<ger...@ihr-e-team.de> wrote:

>"Eckehart Derda" <de...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
>news:rllr92t3pqdvqiusr...@4ax.com...
>> On Fri, 23 Jun 2006 08:48:06 +0200, "Dirk Sassmannshausen-Wahlen"
>> <asd...@uniklinik-saarland.de> wrote:
>> Wer hier behauptet, es ginge auch anders, erbringt den Beweis nicht.
>> Das werden oft Leute sein, die noch keinen Problemhund hatten.
>
>Doch!!! Meine Groendaelhündin war, als ich sie bekam, eine passionierte
>Jägerin. Da sie einerseits recht schnell eine gute Bindung entwickelte und
>prinzipiell auch gut erziehbar war, verdrängte ich alles, was ich so gehört
>und gelesen hatte, und habe sie "zusammengesch...", wenn sie wieder in
>meinem Dunstkreis auftauchte - keine Schläge ö.Ä.

Schläge in dieser Situation hätten die Katastrophe natürlich
besiegelt. Hast Du aber auch nicht im geringsten erwogen, wie ich
herauslese.

>
>Ich konnte wirklich verfolgen, wie die Jagdintervalle immer größer wurden
>und hatte kürzlich sogar das Ereignis, dass ca. zwei Meter vor ihren Augen
>ein Karnickel den Weg kreuzte. Sie hat es mit den Augen vefolgt, aber
>keinerlei Anstalten gemacht, hinterher zu jagen.

Wunderbar.
(Eben wollte ich noch sagen: "Keine Ausnahme ohne Regel".)

>
>Ich muss allerdings noch erwähnen, dass sie absoluter Balljunkie ist und ich
>ihr somit eine tolle Alternative bieten kann.

Tennisballfanatiker, das war mein verflossener auch. Den Zeiten
trauere ich nach. Das ewige Ballwerfen war zwar aufreibend und hat in
14 Jahren meinen rechten Ellbogen verschlissen, aber der Hund war
damit jederzeit unter Kontrolle. Glücksfall für Dich, paß aber auf auf
Deine Knochen. Vielleicht hast Du ja auch bessere als ich. Weiterhin
viel Spaß !
>

Eckehart


Martin Wunsch

unread,
Jun 25, 2006, 3:58:19 PM6/25/06
to
Mens _ Canis schrieb:

> Martin Wunsch schrieb:
>> Mens _ Canis schrieb:

>>> häng dir das teletakt zeugs einen einzigen tag selber um.
>>> nach 24h bring du deine diesbezüglichen erfahrungen in der ng vor.
>>
>> Das _Umhängen_ eines Teletakt ist nämlich völlig belanglos -
>> schwieriger wird es erst, wenn jemand auf den Knopf drückt. Aber davon
>> hattest Du ja nichts geschrieben **.
>>
> ** hatte ich in diesem kontext 'eigentlich' vorausgesetzt.
> 1 plus 1 sind 2.
> 2 plus 1 sind 3.
> welche steps soll ich sonst noch beschreiben?
> (man kann auch quasi 'absichtlich' missverstehen...)

Solange Du nicht erwähnst, wie oft und auf welcher Stufe er auslösen
soll, ist das halt inhaltslose Rhetorik. Das hatte mit "absichtlichem
Missverstehen" nichts zu tun.


>>> du kannst mit der 'furcht des hundes' vieles konditionieren.
>>> der hund wird (wie wir alle) strafe zu vermeiden wissen...
>>
>> Wenn ich das richtig verstanden habe, ging es ihm nicht um
>> "Bestrafen", sondern um "Unterbrechen" des Jagdverhaltens.
>>
>>> du kannst mit der freundschaft... des hundes u 'seinem einverständnis'
>>> alles gewinnen.
>>
>> Sorry, das halte ich für weltfremd.
>>
> die geltende gesetzeslage bei uns hält es offenbar nicht für weltfremd.

Die geltende Gesetzeslage hat kein Problem damit, einen Hund auch mal zu
"bestrafen" - wobei ich noch nichtmal von Bestrafung ausgehe beim
beschriebenen Ansatz. _Meine_ Aussage bezog sich nämlich nicht auf den
Einsatz von Teletakt - ich benutze sowas nicht.


>> Bei Hunden mit einem _starken_ Jagdtrieb bist Du nämlich für die Zeit
>> des Jagens einfach vergessen, egal, wie groß die Freundschaft ist.
>>
> früher mein nordischer nun mein (ehemals frei/wildlebender) schäfer
> jetzt u sogar die herdenschutzhündin die *jedem vogel!* nachgejagt ist:
> sie haben begriffen dass es off limits ist.
> ohne tt-gerät: denn übrigens nur seit 23.9.1987 habe ich durchgehend
> eigene hunde...

Und wie hast Du das gemacht? Abgesehen davon, daß beides offensichtlich
keine Jagdhunde im engeren Sinne sind.

>
>>> du kannst wählen: leider ist es der mensch allein der wählt :-(
>>>
>>> der erste weg ist kurz u effizient.
>>>
>>> der zweite weg dauert. doch er dauert in freundschaft ein leben lang.
>>
>> Das ist sicher richtig. Und im dümmsten Fall läuft der Hund ein Leben
>> lang an der Leine, weil er sonst in aller Freundschaft jagen geht und
>> dabei überfahren oder abgeknallt wird.
>>
>> Ich bin _kein_ Befürworter von Starkzwangmitteln, *aber so
>> schwarz-weiss ist die Welt einfach nicht, wie Du es darstellst*.
>>
> die (meine ;-) ...) *welt schwarz-weiss* ganz offenbar selbst für das
> gesetz:
> in dem land in dem ich lebe mit_fug_u_recht_gesetzlich_verboten !
> weil tierquälerei: unter_strafandrohung !

Du hast die Aussage getätigt, daß man das Jagen _ausschließlich_ durch
freundschaftlichen Umgang unterbinden kann. Und dieser Aussage glaube
ich schlicht nicht. Und _nur diese_ Aussage habe ich als
Schwarz-Weiss-Malerei bezeichnet.
Das der Einsatz von Teletakt verboten ist, finde ich sehr erfreulich.
Aber der Einsatz von Wurfkette, Sprühhalsband, Rappeldose etc. ist es
nicht, und all das sind ebenfalls Möglichkeiten, ein Verhaltensmuster zu
unterbrechen.

Gruß Martin

Mens _ Canis

unread,
Jun 25, 2006, 4:11:12 PM6/25/06
to
Le Bestioline schrieb:
> Mens _ Canis scriveva/wrote/schrieb:

>
>
> || die (meine ;-) ...) *welt schwarz-weiss* ganz offenbar selbst für das
> || gesetz:
> || in dem land in dem ich lebe mit_fug_u_recht_gesetzlich_verboten !
> || weil tierquälerei: unter_strafandrohung !
>
> Liebes Mensle
>
> schau Dir doch mal bitte das entsprechende Gesetz mal genauer an, sehr viel
> genauer.
> Damit koenntest Du entsprechende 'Schokoladenfiguren' weitgehend verhindern.
> ;-)
>
lieber sandrino:

bitte spiegarmi ein bissl näher die schokohohlfigur.
ostern vorbei weihnachten noch etwas lang hin:
es ist mir nicht schlüssig.

gruss an sphinx'us' von mc (u danke)

Martin Wunsch

unread,
Jun 25, 2006, 4:12:27 PM6/25/06
to
Bonsai schrieb:

> On Sat, 24 Jun 2006 23:38:32 +0200, Martin Wunsch wrote:

>>> Und in jeder Situation, in der gerade kein Blickkontakt vorhanden ist,
>>> Du aber die Aufmerksamkeit Deines Hundes gewinnen willst, wirst Du wohl
>>> nicht daran vorbeikommen, zukünftig dann immer auf das Knöpfchen zu
>>> drücken.
>>> Kann man *da* von einem Langzeiterfolg sprechen? Wohl eher nicht.
>> Da es um völlig verschiedene Aufgabenstellungen geht, ist auch "Erfolg"
>> an sich schon völlig unterschiedlich zu definieren.
>
> Das ist fuer sich alleine gestellt richtig.
>
> Aber, jemand der ein E-Geraet _kategorisch_ ablehnt und dann ploetzlich
> umschwenkt, weil es gerade mal selbst nuetzlich sein koennte, ist mir
> aeusserst suspekt.

Darüber habe ich mich allerdings auch köstlich amüsiert :-)
Dessenungeachtet geht die Sonne nicht unter, nur weil Karina behauptet,
das die Sonne scheint :-P

> Warum benutzt man ueberhaupt ein Hilfsmittel? Weil man sich erhofft, die
> Aufmerksamkeit seines Hundes zu erringen (E-Geraet, Halti, Klapperdose,
> Discs, ... ). Dabei ist erst mal vollkommen egal, in welcher Reizlage sich
> ein Hund befindet.

Jein ;-) Ist der Hund entspannt, sollte ich diese Hilfsmittel ja nicht
brauchen.

> Sollte es nun ok sein, seinen Hund mit einem "Kribbeln" auf sich aufmerksam
> zu machen, wenn man andererseits kategorisch ablehnt ein "Nein" mit einem
> Kribbeln (oder je nach Hund auch einem *Witsch* oder auch einem "Bomper")
> zu untermalen?

Was Karina kategorisch ablehnt, betrifft mich in keinster Weise -
genauso wenig wie das, was sie toll findet. Aber trotzdem kann die Idee,
die sie da hat, funktionieren.

> Ich habe seit ca. zwei Jahren ein nagelneues E-Geraet mit neun Stufen (oder
> so) im Schrank, ich habe es aber nicht umgehaengt. Die Gruende sind viele.
> Nur einige:
> 1.) Schmerzempfinden ist sehr individuell (mein Hund ist deutlich
> unempfindlicher als ich, mehrfach ausprobiert)
> 2.) Ich zweifelte an meiner Kompetenz, d.h. an meinem Timing zusammen mit
> dem aktuellen Ausbildungsstand von Hundi
> 3.) Meiner festen Einbildung, es muesste auch anders gehen ...

Ich habe noch nichtmal so ein Ding im Schrank liegen. Und ich lehne es
aus den gleichen Gründen ab wie Du :-)

> ... und es ging auch anders, wenn auch sehr viel zeitaufwendiger. Bis zur
> letzten Konsequenz sind wir noch nicht alle Unarten los und ich bin weiter
> oft auf dem Sprung. Dennoch war mir ein "Ohne" aus dem Groben rauszukommen
> deutlich lieber (und es foerderte meine Beobachtungsgabe und damit auch die
> Kommunikation).

Absolut einverstanden. Ich würde niemandem das Wort reden, der hirnlos
und aus reiner Bequemlichkeit Starkzwangmittel verwendet, _anstatt_ sich
mit seinem Hund auseinanderzusetzen.

> Wir haben also immernoch Situationen in denen sie leider Leinenzwang hat.

Warum auch nicht? Auch wenn Judith teilweise tagelang nicht angeleint
ist, gibt es doch Situationen, wo auch sie selbst sich an der Leine
wohler fühlt.

> Ich weiss, dass Strafe, wenn denn zeitlich korrekt, richtig dosiert und im
> passenden Kontext richtig angewandt, sehr effektiv sein kann (und auch bei
> so manchem Individuum mehr als richtig ist), dennoch bin ich nicht der
> "Straf-Typ", das ist wider meiner Natur.

Mir ging es eigentlich darum, ein festgefahrenes Verhaltensmuster zu
unterbrechen. Das hat mit Strafe IMHO nichts zu tun.

> Ich habe also (wieder mal) umrissen, dass ich zu viel Weichei fuer meinen
> Hund bin ... insofern sie sicher fuehlt. Wenn sie sich nicht sicher fuehlt,
> bin ich mittlerweile der Fels in der Brandung ... _obwohl_ ich nicht immer
> so hart durchgreife, wie mein Hund es eigentlich braeuchte.

Wenn Du für sie Fels in der Brandung bist, hast Du doch das wichtigste
Ziel erreicht.

> Nun ja, das gegenseitige Verstaendnis wuchs und waechst weiter und sie
> weiss inzwischen, wenn es "wirklich mal brennt", steh ich immer vor ihr.

Super. Aus meiner Sicht eine gute Basis - dann werden sich viele der
restlichen Probleme auch lösen lassen.

> Nochmal zurueck zum Thema.
> Ich bin gegen (!) frei verkaeufliche E-Geraete. Wenn solche denn ueberhaupt
> Sinn machen, dann nur in Begleitung mit einem fachkundigem Trainer. Leider
> gibt es davon nicht viele, geschweige denn irgendwie zertifizierte.

Einverstanden. Mit beiden Aussagen ;-)

> Fazit:
> Ohne _echten_ Profi (d.h. gerade auch ohne selbst-ernannte), Haende weg
> davon!


Das OP las sich für mich aber so, daß da jemand ein Teletakt recht
präzise und erfolgreich eingesetzt hat. Und ich habe nichts von
Knopfdruckmentalität daraus gelesen.

Gruß Martin

Le Bestioline

unread,
Jun 25, 2006, 4:41:51 PM6/25/06
to
In news:2b3f7$449eedd8$3eb28ce9$21...@news.chello.at,

*Mens _ Canis* <no...@example.com> scriveva/wrote/schrieb:

|| Le Bestioline schrieb:

Ecco ... viene dalla lingua nostra ... figura di cioccolato = figura di un
colore ben definito, in aggiunto si può dire che quella sostanza ha anche un
odore molto definito ma altrettanto poco gradevole.
Compris? ;-)

Mens _ Canis

unread,
Jun 25, 2006, 4:46:25 PM6/25/06
to
Martin Wunsch schrieb:
> Mens _ Canis schrieb:
>
>>>> häng dir das teletakt zeugs einen einzigen tag selber um.
>>>> nach 24h...
> Solange Du nicht erwähnst, wie oft und auf welcher Stufe er auslösen
> soll, ist das halt inhaltslose Rhetorik. Das hatte mit "absichtlichem
> Missverstehen" nichts zu tun.
>
gut. das impliziert austesten des OPs an sich selbst auf allen vorhandenen
ebenen (nicht beim hund)

>
>>>> du kannst mit der 'furcht des hundes' vieles konditionieren.
>> die geltende gesetzeslage bei uns hält es offenbar nicht für weltfremd.
> Die geltende Gesetzeslage hat kein Problem damit, einen Hund auch mal zu
> "bestrafen"
es wird unterschieden ob die 'strafe' tierquälerisch ist oder nicht.
>

>_Meine_ Aussage bezog sich nämlich nicht auf den
> Einsatz von Teletakt - ich benutze sowas nicht.

voll d'accord.


>
>
>>> Bei Hunden mit einem _starken_ Jagdtrieb bist Du nämlich für die Zeit
>>> des Jagens einfach vergessen,

meine erfahrung: nein. absolut nein.
siehe 'jrt' weiter unten.


>
>> früher mein nordischer nun mein (ehemals frei/wildlebender) schäfer
>> jetzt u sogar die herdenschutzhündin die *jedem vogel!* nachgejagt ist:
>> sie haben begriffen dass es off limits ist.
>> ohne tt-gerät: denn übrigens nur seit 23.9.1987 habe ich durchgehend
>> eigene hunde...
> Und wie hast Du das gemacht?

ihm klargemacht dass ich es nicht >wünsche<.
gestoppt u nachher 'ausserirdisch gelobt' :-)
hecki (nordischer) u cora (hirtenhündin) waren hinter "jedem" kroppzeugs
her:
mäuse
vogelviecher
eichkatzln
marder
ztw hasen (wald u flur niederösterr)


> Abgesehen davon, daß beides offensichtlich
> keine Jagdhunde im engeren Sinne sind.

na schön. ist zwar gänzlich irrelevant ob (jagd)hund od net...
" ein hund ist ein hund ist ein hund "

2 monate lang war der ehemals jagdlich geführte !! jrt (parson) in
meinem hause - relativ junges viech ca 4a sowas.
(diese brachte früher noch als sie hochträchtig war erlegte ratten zu
ihrer ex-halterin.
in meinem geschäft (ebenerdig) kam von der hofseite fallweise ein
mäuslein rein.
ich 'bat sie dringend' ;-) die jagd auf diese zu unterlassen.
(hab sie anschliessend geschnutzt übern grünen klee u belohnt).
kluger hund: sie hats kapiert. die maus konnte kreuz u quer rennen es
war dem jackie wurscht: lag da wie sediert.
fazit: nicht 1 tote maus.


>
>>>> der zweite weg dauert. doch er dauert in freundschaft ein leben lang.

> Du hast die Aussage getätigt, daß man das Jagen _ausschließlich_ durch
> freundschaftlichen Umgang unterbinden kann. Und dieser Aussage glaube
> ich schlicht nicht.

martin: >glauben< sollst du mir gar nix... sagte nur "es funktioniert".
probiers ganz einfach aus. alles was es braucht ist mehr geduld.
das ergebnis ist einfach besser u haltbarer.


>
> Das der Einsatz von Teletakt verboten ist, finde ich sehr erfreulich.

voll mit deiner meinung.


>
> Aber der Einsatz von Wurfkette, Sprühhalsband, Rappeldose etc. ist es
> nicht, und all das sind ebenfalls Möglichkeiten, ein Verhaltensmuster zu
> unterbrechen.

martin die wurden in diesem thread an >keiner stelle< erwähnt.
ich bezog mich explizit !!! auf den tt-einsatz.
>
gruss mc

Mens _ Canis

unread,
Jun 25, 2006, 5:00:28 PM6/25/06
to
Le Bestioline schrieb:
> Mens _ Canis scriveva/wrote/schrieb:
>
> || lieber sandrino:
> ||
> || bitte spiegarmi ein bissl näher die schokohohlfigur.
> || es ist mir nicht schlüssig.
> || gruss an sphinx'us' von mc (u danke)
> Ecco ... viene dalla lingua nostra ... figura di cioccolato = figura di un
> colore ben definito, in aggiunto si può dire che quella sostanza ha anche un
> odore molto definito ma altrettanto poco gradevole.
> Compris? ;-)
>
ich danke dir. du hast mich erleuchtet ! ;-)
kompliment auch für die ausgeprochen noble formulierung...

(OT. haben vorher eine menge cash bei deinen landsleuten gelassen.
ristor s.giovanni hietz kai 173. ci bekam pollo alla griglia ich die
erdäpfel+salat+vinnero+tiraminongiù+2caffè. grappa hams mir gschenkt
weil 'der hund so wunderbar ist u so brav' :-) ).
gruss (satt) mc

Martin Wunsch

unread,
Jun 25, 2006, 4:46:08 PM6/25/06
to
Le Bestioline schrieb:

> *Martin Wunsch* <nospa...@m-wunsch.de> scriveva/wrote/schrieb:
> || Peter Sev schrieb:
> ||| Karina Leo-Steffen schrieb:

> |||| Also kann man noch nicht von einem Langzeiterfolg sprechen.

[...]


> ||| In dem Fall geht der Langzeiterfolg wohl gegen Null. Denn da
> ||| Taubheit und Sehschwäche ja eher irreperabel sein werden, würde
> ||| Dein eigener Hund das Teil wohl immer tragen müssen.
> ||| Schließlich brauchst Du das Teil ja dafür, bei Deinem tauben,
> ||| schlecht sehenden Hund im Freilauf, der mehrere-zig Meter von Dir
> ||| weg ist und gerade keinen Blickkontakt hält, die Aufmerksamkeit zu
> ||| erregen, damit er Dein, evtl. für ihn wichtiges Signal wahrnehmen
> ||| kann.
> ||
> || Auch wenn ich normalerweise nicht dazu tendiere, Karina zu
> || verteidigen: Findest Du das wirklich vergleichbar?
> || Sie zieht in Erwägung, einen gut erzogenen und gehorchenden Hund über
> || ein Signal auf schwächster Stufe (anscheinend ein "Kribbeln") auf
> || sich aufmerksam zu machen.
> || Das scheint mir denn doch eine völlig andere Situation zu sein, als
> || wenn ein Jagdverhalten unterbrochen oder unterbunden werden soll.
>
> Wirklich?
> Analysier das doch mal ...
> Der OP hat hier doch schlussendlich nichts anderes gemacht als das was
> Du -und ich- mit der Wurfkette tun ... dafuer gesorgt, dass eine Anweisung
> ernst genommen wird: naemlich sein NEIN. Welches in einer spezifischen
> Situation von seinem Hund ignoriert wurde - kommt Dir das nicht bekannt vor?

Habe ich den OP kritisiert? Ich denke nicht ...

> *Nachdem* er diese Anweisung soweit bekraeftig hatte dass sie in jeder Sit
> wirkte, hatte er auch das Mittel in der Hand, seinen Hund vom Jagen
> abzuhalten. Von was wolltest Du Deinen Hund abhalten?

ACK
Deshalb habe _ich_ den Einsatz des TT in _diesem_ Fall auch eher als
Unterbrechung und nicht als Strafe verstanden.

> Und was KLS und den heuchlerischen Schwagfug betrifft, den sie hier ablaesst
> ... der ist unwuerdig, von einem jeden durchschnittlichen
> Hundeerzieher/ausbilder in den Mund genommen zu werden, gar nicht zu reden
> von jemand der RH ausbildet.

Mich stört es eigentlich nur, daß der Sinngehalt eines Posts von der
Person des Postenden abhängen soll. Das kann eigentlich nicht sein.

> ||| Und in jeder Situation, in der gerade kein Blickkontakt vorhanden
> ||| ist, Du aber die Aufmerksamkeit Deines Hundes gewinnen willst,
> ||| wirst Du wohl nicht daran vorbeikommen, zukünftig dann immer auf
> ||| das Knöpfchen zu drücken.
> ||| Kann man *da* von einem Langzeiterfolg sprechen? Wohl eher nicht.
> ||
> || Da es um völlig verschiedene Aufgabenstellungen geht, ist auch
> || "Erfolg" an sich schon völlig unterschiedlich zu definieren.
>
> Hat sich nach s.o. woh, erledigt ...

Nein.

> ||| Was passiert eigentlich, wenn Dein Hund gegenüber winzigen Impulsen
> ||| abstumpft? Drehst Du dann am Schalter und wählst die nächsthöhere
> ||| Stufe?
> ||
> || Ich könnte mir vorstellen, daß man die Reaktion des Hundes auf das
> || besagte "Kribbeln" positiv bestärken kann. Damit sollte dieser Effekt
> || nicht eintreten.
> ||
> || Das Karinas Antwort ein bisschen an den Haaren herbeigezogen war, hat
> || damit allerdings nichts zu tun ;-)
>
> Na sicher. Wenn Du das geschrieben haettest koennte man's ja auch noch
> durchgehen lassen ...

Ich bin mir nicht sicher, ob das ein Kompliment sein soll ...

> || Letztlich hat der OP sein Ziel
> || erreicht. Und wenn in einigen Jahren mal wieder ein Fehlverhalten
> || auftritt, kann er ja nochmal mit geeigneten Mitteln auffrischen.
>
> Wenn er alles wirklich richtig gemacht hat braucht er das wohl nicht.
> BTW ... hast Du Deine Wurfkette eigentlich immer noch dabei, immer? ;-))

Fast immer. Und ein- bis zweimal pro Woche grabe ich sie auch aus der
Tasche und rassele damit ;-)

Gruß Martin

Martin Wunsch

unread,
Jun 25, 2006, 4:39:34 PM6/25/06
to
Peter Sev schrieb:

> Martin Wunsch schrieb:
>> Peter Sev schrieb:

>> Auch wenn ich normalerweise nicht dazu tendiere, Karina zu verteidigen:
>> Findest Du das wirklich vergleichbar?
>> Sie zieht in Erwägung, einen gut erzogenen und gehorchenden Hund über
>> ein Signal auf schwächster Stufe (anscheinend ein "Kribbeln") auf sich
>> aufmerksam zu machen.
>> Das scheint mir denn doch eine völlig andere Situation zu sein, als wenn
>> ein Jagdverhalten unterbrochen oder unterbunden werden soll.
>
> Karina hatte sich bis vor kurzem immer sehr vehement und mit massiver
> Kritik gegen den Einsatz von Elektroreizgeräten ausgesprochen.
> Als hier z.B. mal Nylon-Halsbänder mit Impuls-Kontakten erwähnt
> wurden, reagierte sie mit "Perversität" und "Folterinstrument" darauf.

Ja, das hatte ich auch gelesen.

> Findest Du es da nicht auch sehr seltsam und merkwürdig, dass sie nun
> auf einmal überlegt, ein solches "perverses Folterinstrument" bei
> ihrem eigenen Hund zum Einsatz zu bringen?
> Das, Martin, finde ich zumindestens - und da schließe ich mich Marion
> an - äußerst suspekt.

Peter, mir geht es nicht um die Glaubwürdigkeit Karinas. Ich versuche,
eine Aussage halbwegs unabhängig von dem zu sehen, der sie macht.
Also ist die wichtige Frage, ob diese Art der Verwendung funktionieren
_kann_ und nicht, wer das machen will.


> Du sprachst oben die völlig anderen Situationen an, womit Du ja auch
> recht hast.
> Nur denke bzgl. der unterschiedlichen Situationen mal selber etwas mehr
> nach.

Gern :-)

> Da haben wir zum einen den Einsatz eines E-Gerätes bei einem
> jagdbesessenen Hund wie dem des OP. Zum anderen den Einsatz eines
> E-Gerätes bei einem gut ausgebildeten und gehorchenden, aber eben taub
> und blind werdenden Hund wie Karinas Merlin.
> Das eine dient zur Etablierung eines Abbruchs, das andere zur
> Aufmerksamkeitsgewinnung.

ACK

> Ersteres wird von Karina in Frage gestellt und kritisiert, zweiteres
> findet sie dagegen - übrigens mit den gleichen Begründungen wie Du
> sie genannt hast - vollkommen legitim.

Wobei mir herzlich egal ist, wie Karina das sieht. Nur mal so am Rande ...

> Meine Meinung dazu:
> Auch ich stelle den Einsatz eines E-Gerätes im ersten Fall in Frage
> und finde ihn kritikwürdig, da ich denke, dass er nicht notwendig war.

Der OP scheint sich aber schon sehr mit der Problematik
auseinandergesetzt zu haben - so las sich das für mich zumindest.

> Wo der Einsatz eines solchen Gerätes für mich nun aber absolut fehl
> am Platz und total unsinnig ist, ist im Falle der
> Aufmerksamkeitsgewinnung eines tauben Hundes.
> Da muß man nicht mal groß nachdenken und viel Ahnung von Hunden
> haben, um weitaus bessere Alternativen in die Tat umzusetzen (siehe
> auch <1141118200.6...@v46g2000cwv.googlegroups.com>)

In diesem Post lese ich allerdings eher eine emotionale Ablehnung von
allem, was nach Teletakt aussieht, als handfeste Gründe _gegen_ diesen
spezifischen Einsatz.

> Wer so etwas als nicht praktikabel ansieht und lieber auf ein
> Teleimpuls-Gerät bei seinem taub werdenden Hund setzt, sollte sich mal
> ernsthaft überlegen, ob mit Bauklötzchen spielen für ihn nicht
> besser wäre.

Und auch hier - Du lehnst den Einsatz jeglichen Teleimpuls-Gerätes
offensichtlich kategorisch ab. Das ist natürlich Dein gutes Recht. Aber
wenn diese Ablehnung aus moralischen Gründen erfolgt, ist es _Deine_
Moral, die dieser Entscheidung zugrunde liegt.

>>> Und in jeder Situation, in der gerade kein Blickkontakt vorhanden ist,
>>> Du aber die Aufmerksamkeit Deines Hundes gewinnen willst, wirst Du wohl
>>> nicht daran vorbeikommen, zukünftig dann immer auf das Knöpfchen zu
>>> drücken.
>>> Kann man *da* von einem Langzeiterfolg sprechen? Wohl eher nicht.
>> Da es um völlig verschiedene Aufgabenstellungen geht, ist auch "Erfolg"
>> an sich schon völlig unterschiedlich zu definieren.
>
> In dem Moment, wo Karina den Lernerfolg als globales Argument kontra TT
> ins Spiel bringt, sind IMO völlig verschiedene Aufgabenstellungen
> irrelevant.

Mich interessiert viel mehr, ob ein Lösungsansatz erfolgversprechend
ist, und nicht, was Karina wo ins Spiel bringt.

>>> Was passiert eigentlich, wenn Dein Hund gegenüber winzigen Impulsen
>>> abstumpft? Drehst Du dann am Schalter und wählst die nächsthöhere
>>> Stufe?
>> Ich könnte mir vorstellen, daß man die Reaktion des Hundes auf das
>> besagte "Kribbeln" positiv bestärken kann. Damit sollte dieser Effekt
>> nicht eintreten.
>
> Super, Martin. :-(
> Ich weiß ja nicht, wie eigenständig Deine Hunde sind und sich (noch)
> von Robotern unterscheiden.

*räusper* Roboter, die sich so wie unsere Beiden verhalten, wären
wahrscheinlich eher schwer verkäuflich ;-)

> Bei meinem ist es jedenfalls so, dass ein "Hallo" z.B. als Signal zur
> Aufmerksamkeitsgewinnung zwar sehr gut hinhaut, aber eben nicht zu
> 100%.
> Bei den wenigen Prozenten, wo es nicht auf Anhieb klappt, muß ich wohl
> oder übel mal etwas lauter werden.

Es gibt bei unseren Beiden auch Situationen, wo lauter werden ebenfalls
nichts bringt - und ich einfach mit den Schultern zucke und warte.

> Bitte schön, wie machst Du das dann mit so einem Impulsgeber? Indem Du
> am Schalter drehst und die Intensität erhöhst.

Nein. Indem ich mit den Schultern zucke und warte - oder, wenn Gefahr im
Verzug ist, losprinte und versuche, die Gefahr zu bannen.
Also genau das, was ich tue, wenn z.B. Judith meinen Pfiff ignoriert.

> Evtl. fragst Du Dich, was das ganze mit Abstumpfung zu tun hat. Ganz
> einfach.
> Mit Erhöhung der Anzahl gleichbleibender Signale tritt nicht nur ein
> lernbedingter Gewöhnungseffekt im Form von gewünschten Reaktionen auf
> das Signal ein (das ist es ja, was wir eigentlich wollen), sondern oft
> auch eine Verminderung dieser Reaktion ein.

Einverstanden. Wenn aber ein Signal ausschließlich bedeutet "Schau mal
her", kann ich die Wirkung dieses Signals hervorragend bestärken. Ob das
ein Pfiff ist, wie bei Judith, oder ein Kribbeln wie bei Karinas Idee,
scheint mir dabei zunächst mal unerheblich. Das trotzdem _nichts_ zu
100% funktioniert, weil wir es mit Lebewesen zu tun haben, erschüttert
mich dabei nicht sonderlich :-)

> Dieses Einschleichen von Fehlern ist mir zumindestens aus meinem Umgang
> mit Tieren nicht unbekannt. Und zwar beidseitig.


Oh ja. Das kenne ich auch irgendwoher :-(

Gruß Martin

Le Bestioline

unread,
Jun 25, 2006, 6:01:07 PM6/25/06
to
In news:e7mthf$sie$1...@online.de,
*Martin Wunsch* <nospa...@m-wunsch.de> scriveva/wrote/schrieb:

Habe ich auch nicht geschrubt ...

||| *Nachdem* er diese Anweisung soweit bekraeftig hatte dass sie in
||| jeder Sit wirkte, hatte er auch das Mittel in der Hand, seinen Hund
||| vom Jagen abzuhalten. Von was wolltest Du Deinen Hund abhalten?
||
|| ACK
|| Deshalb habe _ich_ den Einsatz des TT in _diesem_ Fall auch eher als
|| Unterbrechung und nicht als Strafe verstanden.

Also als Abbruchsignal, richtig?

||| Und was KLS und den heuchlerischen Schwagfug betrifft, den sie hier
||| ablaesst ... der ist unwuerdig, von einem jeden durchschnittlichen
||| Hundeerzieher/ausbilder in den Mund genommen zu werden, gar nicht
||| zu reden von jemand der RH ausbildet.
||
|| Mich stört es eigentlich nur, daß der Sinngehalt eines Posts von der
|| Person des Postenden abhängen soll. Das kann eigentlich nicht sein.

Das kommt manchmal ein bisschen drauf an.
Wenn ein Regular hier *immer* auf tierschuetzerisch und artgerecht und
sanfte Erziehung und ichweissnichtalles macht und dann auf einmal ganz
ueberraschend damit rauskommt, das er/sie das bisher verdammte ja doch fuer
den eigenen Hund anwenden wuerde, und wenn diese Person ja dann auch immer
rumposaunt, wie toll er/sie als Hundeausbilder/in ist, findest Du nicht dass
sie diese Person -in diesem Fall nicht irgendein Watteballschmeisser sondern
eben KLS- sich ganz schlicht und einfach unglaubwuerdig macht?

|||||| Und in jeder Situation, in der gerade kein Blickkontakt vorhanden
|||||| ist, Du aber die Aufmerksamkeit Deines Hundes gewinnen willst,
|||||| wirst Du wohl nicht daran vorbeikommen, zukünftig dann immer auf
|||||| das Knöpfchen zu drücken.
|||||| Kann man *da* von einem Langzeiterfolg sprechen? Wohl eher nicht.
|||||
||||| Da es um völlig verschiedene Aufgabenstellungen geht, ist auch
||||| "Erfolg" an sich schon völlig unterschiedlich zu definieren.
|||

||| Hat sich nach s.o. wohl, erledigt ...
||
|| Nein.

Doch.
Oder, warum nicht?

||
|||||| Was passiert eigentlich, wenn Dein Hund gegenüber winzigen
|||||| Impulsen abstumpft? Drehst Du dann am Schalter und wählst die
|||||| nächsthöhere Stufe?
|||||
||||| Ich könnte mir vorstellen, daß man die Reaktion des Hundes auf das
||||| besagte "Kribbeln" positiv bestärken kann. Damit sollte dieser
||||| Effekt nicht eintreten.
|||||
||||| Das Karinas Antwort ein bisschen an den Haaren herbeigezogen war,
||||| hat damit allerdings nichts zu tun ;-)
|||
||| Na sicher. Wenn Du das geschrieben haettest koennte man's ja auch
||| noch durchgehen lassen ...
||
|| Ich bin mir nicht sicher, ob das ein Kompliment sein soll ...

Sowas kann nie ein Kompliment sein, aber jemand der nicht vom Fach ist kann
eine solche Aeusserung noch nachgesehen werden.

||||| Letztlich hat der OP sein Ziel
||||| erreicht. Und wenn in einigen Jahren mal wieder ein Fehlverhalten
||||| auftritt, kann er ja nochmal mit geeigneten Mitteln auffrischen.
|||
||| Wenn er alles wirklich richtig gemacht hat braucht er das wohl
||| nicht.
||| BTW ... hast Du Deine Wurfkette eigentlich immer noch dabei, immer?
||| ;-))
||
|| Fast immer. Und ein- bis zweimal pro Woche grabe ich sie auch aus der
|| Tasche und rassele damit ;-)

Siehst Du ... auch der OP wird wohl ab und zu die Attrappe benutzen. ;-)

Le Bestioline

unread,
Jun 25, 2006, 6:04:39 PM6/25/06
to
In news:f2734$449ef963$3eb28ce9$31...@news.chello.at,

*Mens _ Canis* <no...@example.com> scriveva/wrote/schrieb:

|| Le Bestioline schrieb:


||| Mens _ Canis scriveva/wrote/schrieb:
|||
||||| lieber sandrino:
|||||
||||| bitte spiegarmi ein bissl näher die schokohohlfigur.
||||| es ist mir nicht schlüssig.
||||| gruss an sphinx'us' von mc (u danke)
||| Ecco ... viene dalla lingua nostra ... figura di cioccolato =
||| figura di un colore ben definito, in aggiunto si può dire che
||| quella sostanza ha anche un odore molto definito ma altrettanto
||| poco gradevole.
||| Compris? ;-)
|||
|| ich danke dir. du hast mich erleuchtet ! ;-)
|| kompliment auch für die ausgeprochen noble formulierung...

Waaast, aane von den leiwonden Seitn vo de Kaatzlmocha is dos de a di
gscheertn Seitn sehr elegant aasdruckn kenna.

|| (OT. haben vorher eine menge cash bei deinen landsleuten gelassen.
|| ristor s.giovanni hietz kai 173. ci bekam pollo alla griglia ich die
|| erdäpfel+salat+vinnero+tiraminongiù+2caffè. grappa hams mir gschenkt
|| weil 'der hund so wunderbar ist u so brav' :-) ).
|| gruss (satt) mc

Der Grappa ist *immer* Geschenk des Hauses ... wenn sie Dich wiedersehen
wollen. ;-)

Nico Gilbert

unread,
Jun 25, 2006, 6:07:05 PM6/25/06
to
Martin Wunsch schrieb:

Etwas seeeehr genau auf den Punkt gebracht:


> Mich stört es eigentlich nur, daß der Sinngehalt eines Posts von der
> Person des Postenden abhängen soll. Das kann eigentlich nicht sein.

Wenn sich das bitte einige stabil einrahmen würden und sich solange
gegen die Stirn schlagen würden bis es Wirkung zeigt...

(Die Hoffnung stirbt zuletzt)

Nico + Panda

Mens _ Canis

unread,
Jun 25, 2006, 6:19:34 PM6/25/06
to
Le Bestioline schrieb:
> Mens _ Canis scriveva/wrote/schrieb:
>
> || kompliment auch für die ausgeprochen noble formulierung...
> Waaast, aane von den leiwonden Seitn vo de Kaatzlmocha is dos de a di
> gscheertn Seitn sehr elegant aasdruckn kenna.
neidlos anerkannt :-) da seids weltmeister.
(wo ist dein wienerisch her? des grabt in mir ois wia a wuam...)

>
> .. grappa hams mir gschenkt


> || weil 'der hund so wunderbar ist u so brav' :-) ).
> || gruss (satt) mc
> Der Grappa ist *immer* Geschenk des Hauses ... wenn sie Dich wiedersehen
> wollen. ;-)

sie sehn uns wieder :-) u samt la lauta mancia - sie sind einfach herzlich
u unkompliziert. des taugt ma.

gruss u gute nacht mc

Le Bestioline

unread,
Jun 25, 2006, 6:24:51 PM6/25/06
to
In news:eb5a2$449f0bec$3eb28ce9$14...@news.chello.at,

*Mens _ Canis* <no...@example.com> scriveva/wrote/schrieb:

|| Le Bestioline schrieb:


||| Mens _ Canis scriveva/wrote/schrieb:
|||
||||| kompliment auch für die ausgeprochen noble formulierung...
||| Waaast, aane von den leiwonden Seitn vo de Kaatzlmocha is dos de a
||| di gscheertn Seitn sehr elegant aasdruckn kenna.

|| neidlos anerkannt :-) da seids weltmeister.
|| (wo ist dein wienerisch her? des grabt in mir ois wia a wuam...)

LOL
Jaja ... was waer das Leben ohne Ueberraschungen? ;-))

||| .. grappa hams mir gschenkt

||||| weil 'der hund so wunderbar ist u so brav' :-) ).
||||| gruss (satt) mc

||| Der Grappa ist *immer* Geschenk des Hauses ... wenn sie Dich
||| wiedersehen wollen. ;-)

|| sie sehn uns wieder :-) u samt la lauta mancia - sie sind einfach
|| herzlich u unkompliziert. des taugt ma.

:o)

Peter Sev

unread,
Jun 26, 2006, 1:00:38 AM6/26/06
to
Martin Wunsch schrieb:

[Diverses zum Thema "Einsatz eines E-Gerätes"]

Um es kurz zu machen:

Was ich von E-Geräten halte, ist wohl ziemlich klar rübergekommen -
nämlich nichts.
Was ich von Personen halte, die diese Teile bei ihren taub werdenden
und immer schlechter sehenden Hunden einsetzen, sollte wohl auch
ziemlich klar geworden sein.
Und das ist für mich nicht allein an die Person Karina gebunden.
Solltest also auch Du auf die Idee kommen, einem Deiner Hunde bei
nachlassender Hör- und Sehfähigkeit so ein Ding umzuhängen, weißt
Du ja, was ich dann über Dich denken würde.

Wobei ich geneigt bin zu glauben, dass Du es nicht machen wirst.
Denn Du schriebst zwar, dass Du bei mir nur moralische Gründe zur
Ablehnung herausgelesen hast, gehst aber im Gegenzug sogar auf
sachliche Argumente von mir ein - auch wenn sie Dir im ersten Moment
evtl. nicht als sachlich erscheinen mögen.
Und bei diesem Eingehen auf die sachliche Seite hast Du ja in der
Diskussion schon stellenweise selbst ansatzweise bestätigt, warum so
ein Teil - auch in dem speziellen Fall "taub und blind werdender Hund"
- einfach nur unsinniger Schrott ist.

Denk da einfach noch einmal in Ruhe drüber nach - ich glaube (und
hoffe), dass aus Deinen ansatzweisen Bestätigungen dann auch
Gewißheit wird.

Gruss
Peter Sev

Dirk Sassmannshausen-Wahlen

unread,
Jun 26, 2006, 2:26:29 AM6/26/06
to
Hallo,

> Ich denke aber, wenn ein unangeleinter Hund aus irgendeinem Grund
> ernsthaft und regelmäßig die Gefolgschaft versagt, dann hast Du kaum
> eine andere Chance. Das ist dann nämlich ein selbstbelohnendes
> Verhalten, das sich mit jedem mal verstärkt, und immer weniger
> kontrollierbar wird. Habe ich selbst durchgemacht.

Das ist genau der Punkt weshalb ich es eingesetzt habe.

Der Hund wurde beschäftigt, aber im Spiel z.B. mit anderen Hunden oder dem
Wurfball hat er alles um sich vergessen. Er ist z.B. beim Rennen nach dem
Ball einfach abgebogen weil ihm plötzlich eingefallen ist, dass in der Hecke
oder dem Wäldchen 500m rechts meistens ja tolle Rehe oder Hasen sind, die
nicht wie der Ball langweilig liegen bleiben.

Man sollte auch noch erwähnen, dass Toni ein ausgesprochener Läufer ist. Die
Touren an der Leine haben ihn niemals ausgelastet. Am Wochenende bin ich nun
das erste Mal mit dem Fahrrad mit ihm gefahren. Natürlich habe ich langsam
gemacht und sehr auf ihm geachtet, das ich ihn nicht überfordere, allein
schon wegen dem Wetter. Etr war zwar sowieso die meiste Zeit vor mir, aber
immer wenn ich mal langsamer gemacht habe, hat er mich angesehen als wollte
er sagen: He Alter, bist du schon fertig?

> Fühle Dich aber bitte nicht vorzeitig auf der sicheren Seite, wenn der
> Ferntrainer einige Zeit nicht gebraucht wurde. Beim ersten Rückfall in
> das unkontrollierte Jagdverhalten mußt Du augenblicklich bereit sein.
> Dadurch verfestigt sich das Erlernte enorm. Genieße die gemeinsamen
> glücklichen Stunden, aber sei noch bereit, vorläufig.

Bin ich. Ich habe den Auslöser zwar nicht ständig in der Hand aber immer
griffbereit. Das reicht auch mittlerweile aus, da die "Vorwarnzeit" länger
geworden ist. D.h. bei einem Jagdreiz bleibt er erst mal angespannt stehen,
was üblicherweise ausreicht um ihn dann abzurufen. Vorher ist er ohne
Vorwarnung (wie schon geschrieben sogar beim Spiel) wie ein Irrer losgerannt
ohne irgendwelche Reaktionen auf meine Schreie.

> Generell würde ich z.B. davon absehen, den Kontakt mit einer läufigen
> Hündin per Funkferntrainer verhindern zu wollen. DAS traue ich dem
> Gerät nicht zu, da ist Mißerfolg vorprogrammiert.

Das kann ich nicht beurteilen aber der Bedarf ist auch nicht mehr da. Auch
hier war der natürliche Trieb so stark, das wir Angst hatten, das er sich
selbst umbringt. Nachdem er drei Tage und Nächte geheult hat wie ein Wolf,
wurde er dann kastriert. Jetzt ist Ruhe. Hoffentlich gibt das nicht wieder
Einigen in dieser Gruppe den Grund über Kastration herzuziehen, aber auch
das hat unser Tierarzt uns empfohlen (auch aus gesundheitlichen Gründen)


Grüße

Dirk


Dirk Sassmannshausen-Wahlen

unread,
Jun 26, 2006, 2:29:40 AM6/26/06
to
Hallo,

> Ich nehme an, es war ein Canicom 800?

Nein, ein Innotekt IUT 300.

> Wenn ja - hast du es auch bei höheren Stufen bei dir ausprobiert?

Ja bis 9. Was mein Hund aber nicht zu spüren bekommt!

> Hat sich währendessen ein immer höherer psychischer Wiederwille
> bei dir gezeigt - oder hast du das ganz locker/neugierig genommen?

Beides, erst locker/neugierig, dann Widerwille :-)

Güße

Dirk


Gerold Glaser

unread,
Jun 26, 2006, 2:31:06 AM6/26/06
to

"Eckehart Derda" <de...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:ellt929kpve8s9n2u...@4ax.com...

>
> Tennisballfanatiker, das war mein verflossener auch. Den Zeiten
> trauere ich nach. Das ewige Ballwerfen war zwar aufreibend und hat in
> 14 Jahren meinen rechten Ellbogen verschlissen, aber der Hund war
> damit jederzeit unter Kontrolle. Glücksfall für Dich, paß aber auf auf
> Deine Knochen. Vielleicht hast Du ja auch bessere als ich.

Leider nein :-(
Aber die praktischen Ballschleudern, die jetzt überall erhältlich sind, kann
ich, wenns zu sehr schmerzt, auch mit links bedienen. Aber was tut man nicht
alles für seine Wauwies ;-)

Die Spaziergänge haben zwar nicht idyllisches mehr, aber letztlich empfinde
ich diese Ballverliebtheit als Segen.

Gruß,
Gerold


Dirk Sassmannshausen-Wahlen

unread,
Jun 26, 2006, 2:45:45 AM6/26/06
to
Hallo,


>> du kannst mit der 'furcht des hundes' vieles konditionieren.

>> der hund wird (wie wir alle) strafe zu vermeiden wissen...
>
> Wenn ich das richtig verstanden habe, ging es ihm nicht um "Bestrafen",
> sondern um "Unterbrechen" des Jagdverhaltens.

Wo liegt da genau der Unterschied? Ist sehe es schon so, dass ich meinen
Hund bestraft habe, das er gerade am weglaufen ist und bei Unterbrechung des
selbigen wurde er dann ausgiebigt gelobt. Also wars doch ein Unterbrechen
durch Bestrafen.

>> du kannst mit der freundschaft... des hundes u 'seinem einverständnis'
>> alles gewinnen.
>

> Sorry, das halte ich für weltfremd. Bei Hunden mit einem _starken_

> Jagdtrieb bist Du nämlich für die Zeit des Jagens einfach vergessen, egal,
> wie groß die Freundschaft ist.

Genau. Ich würde deshalb auch nicht das Wort Freundschaft verwenden. Meine
Familie ist sein Rudel in dem ich der Alpha-Wolf bin! Wenn ich den Raum
verlasse, läuft er mir hinterher, selbst wenn er gerade von meiner Frau
ausgiebig gekrault wird, was diese wiederrum ärgert ;-)

Also (aus Hundesicht) im Rudel wird zusammengehalten, weil es
lebensnotwendig ist, das hat mit Freundschaft eigentlich nichts zu tun. Und
wenn durch einen Reiz das Signal zur Jagd kommt wird gejagt. Leider merkt er
zu spät, das er dann der einzige im Rudel ist, der jagt.

>> der erste weg ist kurz u effizient.

>> der zweite weg dauert. doch er dauert in freundschaft ein leben lang.
>

> Das ist sicher richtig. Und im dümmsten Fall läuft der Hund ein Leben lang
> an der Leine, weil er sonst in aller Freundschaft jagen geht und dabei
> überfahren oder abgeknallt wird.

Auch richtig. Wir haben das 3 Jahre ausprobiert und auch viele der üblichen
Ausbildungsmethoden erfolglos ausprobiert.

Grüße

Dirk


Christina Beisteiner

unread,
Jun 26, 2006, 4:50:34 AM6/26/06
to

"Mens _ Canis" <no...@example.com> schrieb im Newsbeitrag
news:40b0e$449d99de$3eb28ce9$57...@news.chello.at...
> Dirk Sassmannshausen-Wahlen schrieb:
>> Hallo,
>>
> auch hallo.
> guten tag dirk.
>
> das einzige argument das ich vorbringen möchte ist:

>
> häng dir das teletakt zeugs einen einzigen tag selber um.
> nach 24h bring du deine diesbezüglichen erfahrungen in der ng vor.

Genau und immer wenn er etwas unerlaubtes macht, soll jemand kräftig
draufdrücken. ;-)

> du kannst mit der 'furcht des hundes' vieles konditionieren.
> der hund wird (wie wir alle) strafe zu vermeiden wissen...

Stimmt und sehr viele Jagdhunde werden über die Angstschiene ausgebildet, da
brauchts oft nicht einmal ein Teletakt. :-(

> du kannst mit der freundschaft... des hundes u 'seinem einverständnis'
> alles gewinnen.

> der erste weg ist kurz u effizient.
>
> der zweite weg dauert. doch er dauert in freundschaft ein leben lang.

Hört sich für einige Typen hier sicher schnulzig an, aber so sollte es sein
und nicht anders. Meine Hündin wird 9 Jahre alt und ich habe mit den Jahren
gemerkt, wie wir uns immer besser verstanden haben und man schon die
kleinsten Anzeichen deuten kann, oft braucht man nicht einmal mehr was
sagen. Du kannst auch über die Angst eines Hundes alles erreichen und wie du
gesagt hast, natürlich viel schneller und und das traurige ist, viele merken
nicht mal wieviel Angst ihr Hund eigentlich vor ihnen hat. Hunde hängen an
ihren Menschen, selbst wenn sie misshandelt werden, muss das oft genug
miterleben.

mfg
Tina


Christina Beisteiner

unread,
Jun 26, 2006, 5:54:17 AM6/26/06
to

"Dirk Sassmannshausen-Wahlen" <asd...@uniklinik-saarland.de> schrieb im
Newsbeitrag news:e7gm2j$92qsr$1...@hades.rz.uni-saarland.de...

> Ich hätte auch viel lieber auf diese Maßnahme verzichtet. Hätten wir den
> Hund nicht erst mit 7 Monaten, sondern als Welpe bekommen, wäre vieleicht
> auch die Bindung besser gewesen.

Es gibt Leute die holen sich ältere Hunde auch über 10 Jahre ins Haus und
können noch eine gute Bindung zum Hund aufbauen. Das hat nichts mit dem
Alter zu tun sondern größtenteils was du daraus machst. Meine Hündin war
auch schon 4 Monate als sie zu mir kam und wir sind ein super Team geworden.

> Und wenn nicht auch unser Tierarzt dazu
> geraten hätte, weil er halt unser Hund kennt, weis ich nicht ob wir uns
> dazu
> entschieden hätten. Der Tierarzt hat von Anfang an gesagt, das Toni "ein
> halber Wolf" (Zitat) wäre. Schließlich weis auch niemand, wie er vorher in
> Spanien gelebt hat.

Verstehe ich richtig dein Tierarzt hat dir zum Teletakt geraten, das wäre
für mich ein Grund den Tierarzt schnellstens zu wechseln. Dein Tierarzt
kennt deinen Hund sicher nicht besser als du.

> Ich sehe hier auch keinen Grund mich zu rechtfertigen, da mir der Erfolg
> recht gibt. Aber wer meinen Bericht ganz gelesen und verstanden hat, der
> dürfte auch kapiert haben, das wir uns im Vorfeld lange über Vor- und
> Nachteile sowie die richtige Anwendung informiert haben.

Ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll, ich versuchs mal so. Würdest du
deinen Hund schlagen, ich nehme an nein, aber beim Drücken eines Knopfes hat
man weniger Hemmungen, obwohl beides dem Hund Schmerzen zufügt.

> Und mittlerweile
> brauchen wir das Halsband gar nicht mehr! Ich habe auch geschrieben, das
> ein
> gedankenloses drücken auf den Auslöser den Hund kaputt macht, d.h.
> durchaus
> auch zur Tierquälerei gezählt werden kann.

Ich hoffe auch, dass ihr dieses Ding nicht mehr braucht und die Angst eures
Hundes noch länger anhält, wird sie auch je nach dem wie sensibel das Tier
ist. Die optimale Lösung ist es für mich auf keinen Fall. Der Hund hat
meiner Meinung nach nicht verstanden, worum es geht. Er verknüpft lediglich
weiteres Entfernen von euch mit Schmerzen.

> Mir stellt es sich vielmehr die Frage ob nicht das drillen von Hunden mit
> Schreien und Schlägen, insbesondere Schäferhunden, wie es regelmäßig auf
> Hundeplätzen zu beobachten ist, nicht eher zur Tiequälerei gezählt werden
> sollte. Leider wird es dort unter "fachkundiger" Aufsicht gedultet. Ich
> habe
> das Teletakt z.B. zuerst an mir selbst ausprobiert um zu wissen, was ich
> meinem Hund antue. Schläge mit der Leine sind da um ein vielfaches
> schlimmer.

Die eine Tierquälerei rechtfertigt nicht die andere bzw. macht sie weniger
schlimm. Das Teletakt gehört für mich zur Tierquälerei sonst würde es auch
nicht im Tierschutzgesetz verboten sein und als solche bezeichnet werden.
Wer seinem Hund Schmerzen zufügen muss, egal welcher Art und mit welchen
Hilfsmittel um ihn zu erziehen, hat die Treue und Zuneigung eines Hundes gar
nicht verdient.

> Jeder der meinen Bericht als Schwachsinn oder mich als Troll bezeichnet,
> hat
> die Sache offensichtlich nicht gelesen oder nicht verstanden.

Ich habe es gelesen, verstehen kann ich es teilweise, aber glauben wollte
ich es erst nicht. Was sind drei Jahre ein Hund kann über 15 Jahre alt
werden? Kein Hund ist mit drei Jahren bereits perfekt erzogen und selbst das
Teletakt wird bei euch nicht die Endlösung sein, ihr werdet schon noch
draufkommen. Erziehung dauert das ganze Hundeleben und wenn ihr es nicht
schafft, dass ihr für den Hund wichtiger werdet als Wild zu verfolgen, wird
auch irgendwann das Teletakt nicht mehr funktionieren.

Gruß
Tina


Dirk Sassmannshausen-Wahlen

unread,
Jun 26, 2006, 6:35:30 AM6/26/06
to
Hallo Christina,

>> Hund nicht erst mit 7 Monaten, sondern als Welpe bekommen, wäre vieleicht
>> auch die Bindung besser gewesen.
> Es gibt Leute die holen sich ältere Hunde auch über 10 Jahre ins Haus und
> können noch eine gute Bindung zum Hund aufbauen. Das hat nichts mit dem
> Alter zu tun sondern größtenteils was du daraus machst. Meine Hündin war
> auch schon 4 Monate als sie zu mir kam und wir sind ein super Team
> geworden.

Das mit der Bindung ist wahrscheinlich auch nur ein Teilaspekt. Der
Jagdtrieb hängt im wesnetlichen mit dem Wesen des Hundes zusammen und zählt
zu den Grundinstinkten, der die Bindung wohl überlagert.

> Verstehe ich richtig dein Tierarzt hat dir zum Teletakt geraten, das wäre
> für mich ein Grund den Tierarzt schnellstens zu wechseln. Dein Tierarzt
> kennt deinen Hund sicher nicht besser als du.

Ich kenne meinen Hund natürlich besser, aber der TA hat mehr Erfahrung und
ich habe das Problem des Jagdtriebes beschrieben. Er hat mich auf die
Schwierigkeit, den Jagdtrieb zu unterdrücken hingewiesen und gemeint ich
solle ein Teletakt in Erwägung ziehen. Für mich jetzt kein Grund den TA zu
wechseln.

> Ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll, ich versuchs mal so. Würdest
> du deinen Hund schlagen, ich nehme an nein, aber beim Drücken eines
> Knopfes hat man weniger Hemmungen, obwohl beides dem Hund Schmerzen
> zufügt.

Für mich ist die Hemmung gleich. Mir macht es auch keinen Spaß, auf den
Knopf zu drücken!

> Ich hoffe auch, dass ihr dieses Ding nicht mehr braucht und die Angst
> eures Hundes noch länger anhält, wird sie auch je nach dem wie sensibel
> das Tier ist. Die optimale Lösung ist es für mich auf keinen Fall. Der
> Hund hat meiner Meinung nach nicht verstanden, worum es geht. Er verknüpft
> lediglich weiteres Entfernen von euch mit Schmerzen.

Du hast höchstwahrscheinlich recht. Aber für mich war das eine
Abwägungssache. Nachdem alle anderen Versuche fehlgeschlagen sind, sah ich
darin eine Notlösung. Ein Leben an der Leine wäre für den Hund nichts
gewesen (ist halt ein Läufer) und die Gefahr, das er abgeknallt wird oder in
ein Auto läuft war mir auch zu groß. Dann lieber mit (möglichst geringer)
Bestrafung vom Weglaufen abhalten.

> Wer seinem Hund Schmerzen zufügen muss, egal welcher Art und mit welchen
> Hilfsmittel um ihn zu erziehen, hat die Treue und Zuneigung eines Hundes
> gar nicht verdient.

Siehe oben.

> werden? Kein Hund ist mit drei Jahren bereits perfekt erzogen und selbst
> das Teletakt wird bei euch nicht die Endlösung sein, ihr werdet schon noch
> draufkommen. Erziehung dauert das ganze Hundeleben und wenn ihr es nicht
> schafft, dass ihr für den Hund wichtiger werdet als Wild zu verfolgen,
> wird auch irgendwann das Teletakt nicht mehr funktionieren.

Da ist uns klar. Wir arbeiten auch nach wie vor mit ihm. Wir sehen auch
regelmäßig, wie es ihm Spaß macht neue Dinge zu lernen. Und ich hoffe auch,
das wir das Teletakt nicht mehr brauchen.

Im übrigen sehe ich, das Du absolut gegen das Teletakt bist, was ich auch
akzeptiere. Um so mehr freue ich mich, das Du trotzdem sachlich bleibst,
nicht wie manch anderer hier unverschämt und beleidigend reagierst..

Grüße

Dirk


Message has been deleted

Andrea Schuhmann

unread,
Jun 26, 2006, 7:27:05 AM6/26/06
to
Hi!

Dirk Sassmannshausen-Wahlen schrieb:


> Ja bis 9. Was mein Hund aber nicht zu spüren bekommt!

Glaub ich dir. Ich interessiere mich auch nur dafür, wie es
bei Menschen wirkt. Ich hab zum Glück Hunde fast ohne Jagdtrieb.
Danke für deine Antwort :-)

VG,
Andrea

Le Bestioline

unread,
Jun 26, 2006, 7:24:48 AM6/26/06
to
In news:449fc129$1...@news.fhg.de,
*Julia Bückmann* <kon...@hundesalon-bueckmann.de> scriveva/wrote/schrieb:

|| Dirk Sassmannshausen-Wahlen schrieb:
||
||| In der Tat. Ein gewisses Risiko war dabei. Wir hatten durchaus die
||| Möglichkeit einkalkuliert, das er durch den Impuls erst recht vor
||| Angst wegrennt. Aber die Bindung war offensichtlich groß genug, das
||| er bei uns Schutz gesucht hat ....
||
|| Hast Du nicht weiter oben in einem Deiner Beiträge geschrieben, das
|| TT wäre nicht notwendig gewesen, wenn die Bindung zwischen Dir und
|| dem Hund besser gewesen wäre?
||
|| Zitat:


|| "Ich hätte auch viel lieber auf diese Maßnahme verzichtet. Hätten

|| wir den Hund nicht erst mit 7 Monaten, sondern als Welpe bekommen,


|| wäre vieleicht auch die Bindung besser gewesen."

|| Zitat Ende.

Er hatte den Hund aber erst mit sieben Monaten bekommen. Und jetzt?

Le Bestioline

unread,
Jun 26, 2006, 7:30:04 AM6/26/06
to
In news:e7numn$97jf1$1...@hades.rz.uni-saarland.de,
*Dirk Sassmannshausen-Wahlen* <asd...@uniklinik-saarland.de>
scriveva/wrote/schrieb:

Da hast Du aber fromme Wuensche ... <eg>
Das duerfte wohl das gleiche wie beim TT sein ... im Einzelfall nach
gruendlicher Abwaegung ist das durchaus eine akzeptable Entscheidung.

Dirk Sassmannshausen-Wahlen

unread,
Jun 26, 2006, 7:25:41 AM6/26/06
to
Hallo,

>> In der Tat. Ein gewisses Risiko war dabei. Wir hatten durchaus die
>> Möglichkeit einkalkuliert, das er durch den Impuls erst recht vor Angst
>> wegrennt. Aber die Bindung war offensichtlich groß genug, das er bei uns
>> Schutz gesucht hat ....
>
> Hast Du nicht weiter oben in einem Deiner Beiträge geschrieben, das TT
> wäre nicht notwendig gewesen, wenn die Bindung zwischen Dir und dem Hund
> besser gewesen wäre?
>
> Zitat:
> "Ich hätte auch viel lieber auf diese Maßnahme verzichtet. Hätten wir den
> Hund nicht erst mit 7 Monaten, sondern als Welpe bekommen, wäre vieleicht
> auch die Bindung besser gewesen."
> Zitat Ende.

Ja und? Die Bindung war groß genug, das er im Moment des Schrecks zu uns
kam, sie ist aber nicht groß genug gewesen, uns der Jagd vorzuziehen. Ob die
Bindung jetzt unbedingt mit dem Alter des Zusammentreffens von Mensch und
Hund zusammenhängt sei mal dahingestellt. Ich denke halt je jünger der Hund
desto besser ist auch die Bindung.

Grüße

Dirk


Message has been deleted
Message has been deleted
Message has been deleted

Dirk Sassmannshausen-Wahlen

unread,
Jun 26, 2006, 7:32:03 AM6/26/06
to
Hallo,

>> Ja bis 9. Was mein Hund aber nicht zu spüren bekommt!
>
> Glaub ich dir. Ich interessiere mich auch nur dafür, wie es
> bei Menschen wirkt. Ich hab zum Glück Hunde fast ohne Jagdtrieb.

Da hab ich jetzt noch keine Erfahrung mit gemacht. Aber nachdem das Teletakt
bei meinem Hund so gut gewirkt hat, könnte ichs ja mal bei meinen Kindern
ausprobieren. Die habe ich zwar nicht erst mit 7 Monaten bekommen und die
Bindung stimmt, aber sie machen trotzdem nicht immer was sie sollen ;-))

Grüße

Dirk


Gerold Glaser

unread,
Jun 26, 2006, 8:00:55 AM6/26/06
to

"Dirk Sassmannshausen-Wahlen" <asd...@uniklinik-saarland.de> schrieb im
Newsbeitrag news:e7og7n$96fa2$1...@hades.rz.uni-saarland.de...

> Bindung jetzt unbedingt mit dem Alter des Zusammentreffens von Mensch und
> Hund zusammenhängt sei mal dahingestellt. Ich denke halt je jünger der
Hund
> desto besser ist auch die Bindung.

In einem schlauen Buch über Belgische Schäferhunde stand geschrieben, dass
ein Besitzerwechsel während der Bindungsphase (5.-7. Monat) dazu führen
kann, dass der Hund zeitlebens keine neue Bindung mehr eingeht. Auf jeden
Fall soll diese Phase äußerst kritisch sein.

Gruß,
Gerold


Message has been deleted
Message has been deleted

Le Bestioline

unread,
Jun 26, 2006, 8:30:01 AM6/26/06
to
In news:449fcb84$1...@news.fhg.de,
*Julia Bückmann* <kon...@hundesalon-bueckmann.de> scriveva/wrote/schrieb:

|| Le Bestioline schrieb:


||
||| Er hatte den Hund aber erst mit sieben Monaten bekommen. Und jetzt?
||

|| Na und? Ist es nahezu unmöglich zu einem Hund eine feste und gute
|| Bindung aufzubauen, der "schon" 7 Monate alt ist?

Du kennst den OP und seinen Hund?
Ich nicht. Und seine Sachbeschreibung sowie Lageeinschaetzung klingt recht
nuechtern und vernuenftig, ergo ...

|| Wenn Du Dich erinnern möchtest, meine Lütte war ebenfalls 7 Monate
|| alt, hatte vor allem und jedem Angst, ging stiften und lief zu allem
|| Unglück noch davon, wenn sie von fremden Hunden bedrängt wurde. Das
|| spricht ja nicht unbedingt für eine gute Bindung zu mir.
|| Sie wird im Dezember 2006 4 Jahre alt. Ich habe 2,5 Jahre gebraucht
|| und das meiste von der o.g. Liste ist heute kein Problem mehr,
|| einschl. das Jagen ist kein Problem mehr. Im Grunde ist nur ein
|| Problem übrig geblieben. Soll ich jetzt den TT rausholen und das
|| auszumerzen?

Wer hatte das denn von Dir verlangt?

|| Es ist mit Geduld und Nerven kein Problem, alles aufzuholen. Ich weiß
|| sehr wohl, was ein jagender Hund bedeutet, ich hatte insgesamt ja
|| drei davon! Sicher ist es Stress und sicher kostet es ne Menge Zeit,
|| Neven und man zieht sich den Unmut anderer zu. Aber wenn das Jagen
|| wirklich das einzigste Problem ist und der Hund ansonsten im Kopf
|| gesund ist und ein intaktes Rudelverhalten zeigt, dann gibt es noch
|| viele andere Möglichkeiten als das TT um ihm das Jagen abzugewöhnen.
|| Eine feste Bindung - die nicht von heute auf gleich entsteht - die
|| hilft da im Grunde am meisten bei der Problemlösung.
||
|| Wenn Dirk schreibt, dass er glaubt Alpha zu sein weil der Hund ihm
|| z. B. auf Schritt und Tritt folgt (das zog er ja zur Untermauerung
|| herbei) und er dennoch stiften geht, dann ist es mit dem Alpha eben
|| nicht so weit her wie Dirk glaubt und das deutet darauf hin, dass
|| die Bindung eben ausreicht, um den Hund "zu kreuze kriechen zu
|| lassen" aber nicht zum dableiben ausreicht. DARAN würde ich
|| arbeiten, ehe ich das TT benutze.

Tja, sowas ist am Compi immer recht leicht geschrieben ... die Realitaet
sieht dann halt manchmal etwas anders aus.

Um's nochmal ganz klar auszudruecken ... ich sage nicht dass der OP auf
jeden Fall recht hatte, das TT anzuwenden ... allerdings kann ich eben auch
nichts in seinen Aeusserungen finden was mich veranlassen koennte, ihn oder
seine Handlungsweise zu verurteilen.

Ob das vielleicht daran liegt dass auch ich meine Wattebaellchen in eine
Blechschachtel packe bevor ich sie werfe? ;-)

Le Bestioline

unread,
Jun 26, 2006, 8:32:14 AM6/26/06
to
In news:newscache$kpug1j$23l$1...@news.itemax.de,
*Gerold Glaser* <ger...@ihr-e-team.de> scriveva/wrote/schrieb:

Yep, sowas weiss ich auch.
Ob's jedoch stimmt ... ich kann nur eines dazu sagen: die Nasen die ich von
kleinauf hatte haben alle einen besonderen Draht zu mir.

Le Bestioline

unread,
Jun 26, 2006, 8:34:35 AM6/26/06
to
In news:449fcd1e$1...@news.fhg.de,
*Julia Bückmann* <kon...@hundesalon-bueckmann.de> scriveva/wrote/schrieb:

|| Dirk Sassmannshausen-Wahlen schrieb:
||


||| Das mit der Bindung ist wahrscheinlich auch nur ein Teilaspekt. Der
||| Jagdtrieb hängt im wesnetlichen mit dem Wesen des Hundes zusammen
||| und zählt zu den Grundinstinkten, der die Bindung wohl überlagert.
||

|| Das kann nicht stimmen! Ein Hund (Wolf) ohne Rudel ist tot! Im

Was ist denn das fuer ein Mist?
hast Du noch nie was von Einzelgaengern gehoert? Die gibt's wie bei Woelfen
so auch bei Streunerhunden, und die leben nicht uebel.

|| Zweifel wird sich ein Hund wohl immer für's Rudel entscheiden. Warum
|| div. Haushunde dennoch so gerne jagen gehen wird wohl u.a. auch
|| daran liegen, dass sie ich immer darauf verlassen können, das Rudel
|| dort vorzufinden, wo sie es verlassen haben oder sie kennen den
|| Heimweg recht genau!


||
||
||| Ich kenne meinen Hund natürlich besser, aber der TA hat mehr
||| Erfahrung und ich habe das Problem des Jagdtriebes beschrieben. Er
||| hat mich auf die Schwierigkeit, den Jagdtrieb zu unterdrücken
||| hingewiesen und gemeint ich solle ein Teletakt in Erwägung ziehen.
||| Für mich jetzt kein Grund den TA zu wechseln.
||

|| Für mich schon. Hast Du neben Deinem TA auch mal einen fachkundigen
|| Hundetrainer befragt?


||
||
||| Du hast höchstwahrscheinlich recht. Aber für mich war das eine
||| Abwägungssache. Nachdem alle anderen Versuche fehlgeschlagen sind,
||| sah ich darin eine Notlösung. Ein Leben an der Leine wäre für den
||| Hund nichts gewesen (ist halt ein Läufer) und die Gefahr, das er
||| abgeknallt wird oder in ein Auto läuft war mir auch zu groß. Dann
||| lieber mit (möglichst geringer) Bestrafung vom Weglaufen abhalten.
||

|| und mit möglichst wenig Aufwand Deinerseits? Eine Notlösung ist nie
|| eine gute Lösung. Was passiert, wenn Dein Hund so ein hartgesottener
|| ist, dass Du diese "Prozedur" alle paar Wochen wiederholen mußt?

<kopfschuettel>

Le Bestioline

unread,
Jun 26, 2006, 8:36:23 AM6/26/06
to
In news:449fcfb8$1...@news.fhg.de,
*Julia Bückmann* <kon...@hundesalon-bueckmann.de> scriveva/wrote/schrieb:

|| Sorry, aber mit Dir brauch ich wohl nicht mehr zu reden, dass hat
|| wohl wenig Sinn. Eier sind ab, Hund wird gebruzelt, da hilft's eh
|| nicht mehr. Mir kommt es jetzt eher so vor, als ob Du keinen Plan
|| von Hunden hast!
|| Was bekommt Dein Hund denn zu Fressen? Laß mich raten ... FROLIC? Wo
|| darf sich Dein Hund denn aufhalten? Laß mich raten .... im Zwinger?

Jule ... wenn Du heute einen sxxschlechten Tag hast, dann schnapp Dir doch
Deine Nasen und geh' 'nen halben Tag mit denen auf Tour. Das relaxt. ;-)

Message has been deleted
Message has been deleted

Dirk Sassmannshausen-Wahlen

unread,
Jun 26, 2006, 9:21:31 AM6/26/06
to
Hallo Julia,

> Es ist mit Geduld und Nerven kein Problem, alles aufzuholen. Ich weiß sehr
> wohl, was ein jagender Hund bedeutet, ich hatte insgesamt ja drei davon!
> Sicher ist es Stress und sicher kostet es ne Menge Zeit, Neven und man
> zieht sich den Unmut anderer zu. Aber wenn das Jagen wirklich das
> einzigste Problem ist und der Hund ansonsten im Kopf gesund ist und ein
> intaktes Rudelverhalten zeigt, dann gibt es noch viele andere
> Möglichkeiten als das TT um ihm das Jagen abzugewöhnen. Eine feste
> Bindung - die nicht von heute auf gleich entsteht - die hilft da im Grunde
> am meisten bei der Problemlösung.

Welche Methoden zum Abgewöhnen gibt es denn so?
Wie baut man denn eine derart feste Bindung auf, das ein passionierter Jäger
bleibt wo er soll? Ich kerne gerne noch dazu.

Wir (hauptsächlich meine Frau und ich) arbeiten jeden Tag mit dem Hund. Von
ausgiebigen Streicheleinheiten bis hin zu unterschiedlichen Spielen in der
Wohnung, im Garten oder auf dem Feld. Regelmäßige Anwendung und Training des
Grundgehorsams (Sitz, Platz, Fuß, hier) sind selbstverstaändlich. Grundsatz
ist dabei immer die positive Verstärkung, d.h. wenn er was gut macht
Lob/Leckerli, wenn er was nicht richtig macht, ignorien und später nochmal
versuchen.Abner wenn er wegrennt ist er weg. Wir haben auch mit kurzer
Leine, Schleppleine, Schlüsselbund gearbeitet, wir sind in Bereiche
gegangen, wo wir wussten das dort Wild ist (mit Leine) und haben versucht,
ihn dann abzulenken. Alles ohne Erfolg.

Beim letzten Jagderlebnis Ende März hat er in einem Waldstück ein Reh
aufgespürt und wenig später gestellt, ich habe dann nach einem Sprint beide
erreicht und den Hund angeleint. Ich weis nicht was mit dem Reh passiert
wäre, wenn ich nicht schnell genug gewesen wäre.

> Wenn Dirk schreibt, dass er glaubt Alpha zu sein weil der Hund ihm z. B.
> auf Schritt und Tritt folgt (das zog er ja zur Untermauerung herbei) und
> er dennoch stiften geht, dann ist es mit dem Alpha eben nicht so weit her
> wie Dirk glaubt und das deutet darauf hin, dass die Bindung eben
> ausreicht, um den Hund "zu kreuze kriechen zu lassen" aber nicht zum
> dableiben ausreicht. DARAN würde ich arbeiten, ehe ich das TT benutze.

Mag sein das ich nicht das Alpha bin. Hast Du Patentrezepte, wie ich die
Bindung verstärke? Toni ist ein sehr dominanter Hund, deshalb achten wir
auch darauf , dass dir Ordnung im Rudel eingehalten wird. Z.B. Er bekommt
erst Fressen wenn wir fertig sind, Eer bekommt nichts am Tisch, er darf
nicht auf Sofa oder ins Bett, wir gehen vor ihm die Türe raus, usw.

Aber wie gesagt ich lerne gerne noch dazu. Her mit den Tips.

Grüße

Dirk


Dirk Sassmannshausen-Wahlen

unread,
Jun 26, 2006, 9:23:27 AM6/26/06
to
Hallo,

> ||| Bindung jetzt unbedingt mit dem Alter des Zusammentreffens von
> ||| Mensch und Hund zusammenhängt sei mal dahingestellt. Ich denke halt
> ||| je jünger der Hund desto besser ist auch die Bindung.
> ||
> || In einem schlauen Buch über Belgische Schäferhunde stand
> || geschrieben, dass ein Besitzerwechsel während der Bindungsphase
> || (5.-7. Monat) dazu führen kann, dass der Hund zeitlebens keine neue
> || Bindung mehr eingeht. Auf jeden Fall soll diese Phase äußerst
> || kritisch sein.
>
> Yep, sowas weiss ich auch.
> Ob's jedoch stimmt ... ich kann nur eines dazu sagen: die Nasen die ich
> von
> kleinauf hatte haben alle einen besonderen Draht zu mir.

Das wusste ich bisher noch nicht. Hinzu kommt, dass seine Vorgeschichte vorm
Tierheim unbekannt ist.

Dirk


Le Bestioline

unread,
Jun 26, 2006, 9:32:05 AM6/26/06
to
In news:449fd8ee$1...@news.fhg.de,
*Julia Bückmann* <kon...@hundesalon-bueckmann.de> scriveva/wrote/schrieb:

|| Le Bestioline schrieb:
||


||| Was ist denn das fuer ein Mist?
||| hast Du noch nie was von Einzelgaengern gehoert? Die gibt's wie bei
||| Woelfen so auch bei Streunerhunden, und die leben nicht uebel.
||

|| Ist das die Erklärung dafür, warum Hunde so gerne jagen gehen?
||
|| Das ist kein Mist!

Na klar ...

|| Es gibt natürlich Einzelgänger, die (wenn man denn
|| jahrelangen Forschungen an Wolfsrudeln glauben schenken will) aus der
|| Gruppe verstoßen wurden, weil sie z.B. als niedrigrangiges Weibchen
|| einen Wurf hatten. Ob die nicht doch übel leben, kann man ggf.
|| dadurch erkennen, dass sie monatelang ihrem Rudel gefolgt sind und
|| hofften, wieder aufgenommen zu werden.

Ach?
Nicht eventuell deswegen weil uebriggelassene Tierkadaver leichte Nahrung
darstellt?

|| Eine Hündin mit einem Wurf verhungert, wenn sie das Restrudel nicht
|| mit Nahrung versorgt oder die Welpen werden verlassen, weil die
|| Hündin jagen gehen muß.

Und maennliche Einzelgaenger gibt es natuerlich nicht ... und natuerlich
verhungern Wolfswelpen sofort in dem Moment wo sie verlassen werden.

Le Bestioline

unread,
Jun 26, 2006, 9:38:04 AM6/26/06
to
In news:449fd775$1...@news.fhg.de,
*Julia Bückmann* <kon...@hundesalon-bueckmann.de> scriveva/wrote/schrieb:

|| Le Bestioline schrieb:
||


||| Du kennst den OP und seinen Hund?
||

|| Nein, wenn das Voraussetzung wäre, dürften wir hier zu 99 % nicht
|| miteinander reden.

Reden und urteilen ist die gleiche Sache, richtig?

||| Ich nicht. Und seine Sachbeschreibung sowie Lageeinschaetzung
||| klingt recht nuechtern und vernuenftig, ergo ...
||

|| Nüchtern ändert nichts an der Sache selbst.

Daran dass der OP Erfolg und einen ausgeglicherenen Hund hat?

||| Wer hatte das denn von Dir verlangt?
||

|| Niemand, würde ich mir auch nicht vorschreiben lassen. Ich weiß nur,
|| dass es anders geht. Ich habe das nämlich alles druch. Ich war halt
|| zum 3. mal so bekloppt, mir einen Hund aus einer jagdlichen Zucht
|| "anzutun".

Na, dann wuerd' ich doch vorschlagen dass Du Dich des Problems des POs
annimmst und ihm mal zeigst wie Du das nur mit Wattebaellchen loest.

||| Tja, sowas ist am Compi immer recht leicht geschrieben ... die
||| Realitaet sieht dann halt manchmal etwas anders aus.
||

|| Da brauchst Du mich nicht zu belehren.

Das wuerde mir auch nie -nicht mal im Traum- einfallen.

|| Ich lebe mit zwei Jagdhunden in
|| der Realität und es sah manche Tage "etwas anders aus". Nur lösen
|| Hundeliebhaber solche Probleme nicht, in den sie ihren Hund
|| verstümmeln lassen oder ihnen Schmerzen zufügen.

Laberlaber ... na klar, sie loesen das indem sie ihren Hund zu Tode
streicheln.

||| Um's nochmal ganz klar auszudruecken ... ich sage nicht dass der OP
||| auf jeden Fall recht hatte, das TT anzuwenden ... allerdings kann
||| ich eben auch nichts in seinen Aeusserungen finden was mich
||| veranlassen koennte, ihn oder seine Handlungsweise zu verurteilen.
||

|| Alles, was ich bis jetzt gelesen habe, läßt für mich den Schluß nicht
|| zu, dass es ohne TT nicht gegangen wäre. Jetzt kann er nämlich nicht
|| mehr weiter nach oben. Er ist sozusagen am Ende der Leiter
|| angekommen.

Ist er das? Woraus schliesst Du das?

|| Was passiert, wenn sein Hundi nach vier Wochen das Jagen wieder
|| anfängt? Stufe 09?????

Nein, dann kommt Julia mit den Zauberwattebaellchen ...

||| Ob das vielleicht daran liegt dass auch ich meine Wattebaellchen in
||| eine Blechschachtel packe bevor ich sie werfe? ;-)
||

|| Keine Ahnung. Ich werfe nach wie vor Wattebällchen, aber das
|| konsequent :-)

Na, hoffentlich triffst Du dann wenigstens ... :-P

Le Bestioline

unread,
Jun 26, 2006, 9:43:11 AM6/26/06
to
In news:e7on4h$96phc$1...@hades.rz.uni-saarland.de,
*Dirk Sassmannshausen-Wahlen* <asd...@uniklinik-saarland.de>
scriveva/wrote/schrieb:

Dirk, auch ich lerne jeden Tag dazu.
Vor allem dass man solche Stories wie Deine nicht am gruenen Tisch be- oder
auch verurteilen kann.
Ich persoenlich bin gegen TT, ganz entschieden. Allerdings bin ich auch
Realist genug um zu wissen dass meine theoretisch-moralische
Grundeinstellung gelegentlich der boesen Realitaet weichen muss.
GsD hab' ich's bei meinen Nasen noch nie gebraucht ... oder besser gesagt,
ich habe mich bisher immer in der gluecklichen Lage befunden, so drstische
Loesung nicht anwenden zu muessen.

Karina Leo-Steffen

unread,
Jun 26, 2006, 10:02:47 AM6/26/06
to
Dirk Sassmannshausen-Wahlen wrote:
> Mag sein das ich nicht das Alpha bin. Hast Du Patentrezepte, wie ich
> die Bindung verstärke? Toni ist ein sehr dominanter Hund, deshalb
> achten wir auch darauf , dass dir Ordnung im Rudel eingehalten wird.
> Z.B. Er bekommt erst Fressen wenn wir fertig sind, Eer bekommt nichts
> am Tisch, er darf nicht auf Sofa oder ins Bett, wir gehen vor ihm die
> Türe raus, usw.

Solche ominösen Regeln verstärken weder die Bindung noch festigen
sie einen eventuellen Führungsanspruch.
Ich halte es für unnötiges Drangsalieren.

Gruss
Karina

Dirk Sassmannshausen-Wahlen

unread,
Jun 26, 2006, 9:38:48 AM6/26/06
to
Hallo,

> Das auch noch!
> Dein TA hat Euch empfohlen den Hund kastrieren zu lassen, weil er geil
> war? Welche gesundheitlichen Gründe sprechen denn gegen Geilheit? Hat

Falsch. Laut Statistik bekommen kastrierte Hund e weinger Krebs. Jetzt habe
ich natürlich keine Forschungen angestellt, ob das wirklich stimmt.

> der TA oder Du befürchtet, der Hund könnte tot umfallen, weil er drei Tage
> jault? Hat Dein TA Dir nicht gesagt, dass der Hund im Laufe seines Lebens
> lernt, damit umzugehen und die Chacen eher gering sind, dass er durch den
> Trieb gesundheitliche Probleme bekommt? Das Problem wird wohl eher darin
> bestanden haben, dass ihr drei Tage nicht pennen konntet!

War auch ein Problem. Abgesehen, das er die Haustür total zerkratzt hat,
konnten die gasamte Familie drei Nächte nicht schlafen, was den schulischen
und beruflichen Leistungen nicht förderlich war.

> Also Du hast einen ganz außergewöhnlichen Hund oder sehr sehr wenig
> Geduld!

Geduld habe ich eigentlich schon, aber ich bin auch davon überzeugt, das
mein Hund auserordentlich ist, im positiven Sinn!

> Der Jagdtrieb ist so stark, dass er nur mittels Elektroschock unterbunden
> werden kann, der Fortpflanzungstrieb ist - sorry - war so stark, dass nur
> noch Eier-ab geholfen hat!

Ja, was hättest Du denn gemacht? Tagelang nicht schlafen und dann warten,
bis er sich an der Tür die Pfoten blutig gekratzt hat? Alle
Ablenkungsversuche haben auch hier nicht gefruchtet. Gefressen (auch
Leckerli) hat er in der Zeit gar nicht.


> Sorry, aber mit Dir brauch ich wohl nicht mehr zu reden, dass hat wohl
> wenig Sinn. Eier sind ab, Hund wird gebruzelt, da hilft's eh nicht mehr.

Ist bei diesen blöden Kommentaren auch besser so.

> Mir kommt es jetzt eher so vor, als ob Du keinen Plan von Hunden hast! Was
> bekommt Dein Hund denn zu Fressen? Laß mich raten ... FROLIC? Wo darf sich
> Dein Hund denn aufhalten? Laß mich raten .... im Zwinger?

Zur Info: Mein Hund bekommt Trockenfutter und gelegentlich Rindfleisch mit
Knochen (roh).
In den Zwinger käme er nie, er lebt bei uns in der Wohnung.

Ich habe nicht behauptet, das ich einen vollen Plan von Hunden habe, aber
ganz planlos bin ich auch nicht. Aber wenn Du so schlau bist, sags uns doch
wie es geht!

Dirk


Message has been deleted
Message has been deleted
Message has been deleted

Bonsai

unread,
Jun 26, 2006, 11:29:23 AM6/26/06
to
On Sun, 25 Jun 2006 22:12:27 +0200, Martin Wunsch wrote:
> Bonsai schrieb:
>> On Sat, 24 Jun 2006 23:38:32 +0200, Martin Wunsch wrote:
>
>> [...]
>> Aber, jemand der ein E-Geraet _kategorisch_ ablehnt und dann ploetzlich
>> umschwenkt, weil es gerade mal selbst nuetzlich sein koennte, ist mir
>> aeusserst suspekt.
>
> Darüber habe ich mich allerdings auch köstlich amüsiert :-)
> Dessenungeachtet geht die Sonne nicht unter, nur weil Karina behauptet,
> das die Sonne scheint :-P

LOL

>> Warum benutzt man ueberhaupt ein Hilfsmittel? Weil man sich erhofft, die
>> Aufmerksamkeit seines Hundes zu erringen (E-Geraet, Halti, Klapperdose,
>> Discs, ... ). Dabei ist erst mal vollkommen egal, in welcher Reizlage sich
>> ein Hund befindet.
>
> Jein ;-) Ist der Hund entspannt, sollte ich diese Hilfsmittel ja nicht
> brauchen.

Und wenn du deinem Hunde gerade mal ganz entspannt am Allerwertesten
vorbeigehst?
Meine Hundine zeigt mir manchmal ganz entspannt den Stinkefinger, vor allem
dann, wenn die von mir zu erwartenden Konsequenzen nicht wirklich "schlimm"
fuer sie sind. Ich kann es auch andersrum sagen. Manchmal ist eine "Unart"
derart selbsbelohnend, dass die zu erwartenden Konsequenzen in just diesem
Moment keine Rolle spielen.
Den Stinkefinger zeigt sie mir natuerlich nur, wenn sie sich gerade sicher
fuehlt. Wenn ihr irgend etwas nicht geheuer ist, wird sie zum Muster-
beispiel von einem folgenden Hund.

>> Sollte es nun ok sein, seinen Hund mit einem "Kribbeln" auf sich aufmerksam
>> zu machen, wenn man andererseits kategorisch ablehnt ein "Nein" mit einem
>> Kribbeln (oder je nach Hund auch einem *Witsch* oder auch einem "Bomper")
>> zu untermalen?
>
> Was Karina kategorisch ablehnt, betrifft mich in keinster Weise -
> genauso wenig wie das, was sie toll findet. Aber trotzdem kann die Idee,
> die sie da hat, funktionieren.

Naja, ich finde die Idee sehr seltsam.

>> Ich habe seit ca. zwei Jahren ein nagelneues E-Geraet mit neun Stufen (oder
>> so) im Schrank, ich habe es aber nicht umgehaengt. Die Gruende sind viele.
>> Nur einige:
>> 1.) Schmerzempfinden ist sehr individuell (mein Hund ist deutlich
>> unempfindlicher als ich, mehrfach ausprobiert)
>> 2.) Ich zweifelte an meiner Kompetenz, d.h. an meinem Timing zusammen mit
>> dem aktuellen Ausbildungsstand von Hundi
>> 3.) Meiner festen Einbildung, es muesste auch anders gehen ...
>
> Ich habe noch nichtmal so ein Ding im Schrank liegen. Und ich lehne es
> aus den gleichen Gründen ab wie Du :-)

Das brachte mein Menne mit, fuer den Fall, dass alle anderen Moeglichkeiten
versagen sollten. Mein Goettergatte wollte es Tinka kurzerhand umhaengen,
woraufhin ich stark versucht war, es ihm umzuhaengen und ihn auf Hoechst-
stufe zu brutzeln.

>> ... und es ging auch anders, wenn auch sehr viel zeitaufwendiger. Bis zur
>> letzten Konsequenz sind wir noch nicht alle Unarten los und ich bin weiter
>> oft auf dem Sprung. Dennoch war mir ein "Ohne" aus dem Groben rauszukommen
>> deutlich lieber (und es foerderte meine Beobachtungsgabe und damit auch die
>> Kommunikation).
>
> Absolut einverstanden. Ich würde niemandem das Wort reden, der hirnlos
> und aus reiner Bequemlichkeit Starkzwangmittel verwendet, _anstatt_ sich
> mit seinem Hund auseinanderzusetzen.

Der OP schrieb ja, dass alle anderen Mittel versagt haben. Ich hatte es so
verstanden, dass er sich seit drei Jahren mit seinem Hund - und dessen
Jagdtrieb - auseinandersetzt.

>> Wir haben also immernoch Situationen in denen sie leider Leinenzwang hat.
>
> Warum auch nicht? Auch wenn Judith teilweise tagelang nicht angeleint
> ist, gibt es doch Situationen, wo auch sie selbst sich an der Leine
> wohler fühlt.

Wenn es gerade nicht geheuer ist, gell?

>> Ich weiss, dass Strafe, wenn denn zeitlich korrekt, richtig dosiert und im
>> passenden Kontext richtig angewandt, sehr effektiv sein kann (und auch bei
>> so manchem Individuum mehr als richtig ist), dennoch bin ich nicht der
>> "Straf-Typ", das ist wider meiner Natur.
>
> Mir ging es eigentlich darum, ein festgefahrenes Verhaltensmuster zu
> unterbrechen. Das hat mit Strafe IMHO nichts zu tun.

Nicht Strafe in dem Sinn von "du hast vorhin -> also jetzt $Strafe",
sondern in dem Sinn "'Nein' -> keine Reaktion -> prompte unangenehme
Folge". So aehnlich wie wenn man seinem Kind verbietet auf die heisse
Herdplatte zu langen. Wer es trotzdem macht, verbrennt sich die Pfoten und
macht es kaum ein zweites mal.
Wie stark die unangenehme Folge ausfallen muss, bestimmt der Hund. Ob man
das nun Strafe nennt oder anders, ist mir Jacke wie Hose, da ich davon
ausgehe, dass die meisten hier wissen, dass "zeitverzoegerte Strafe" bei
Hunden nicht funktioniert.

Gerade bei Verhaltensweisen, die ein "Wegflitzen" beinhalten, ist es extrem
schwierig prompt etwas Unangenehmes zu produzieren. Ich versuche meinen
Hund soweit zu beobachten, dass ich den Ansatz rechtzeitig erkenne und
rechtzeitig ein warnendes "wage es ja nicht" grummeln kann bzw. ein lautes
"Nein" loswerden kann, wenn ich etwas spaet dran bin, d.h. die Spannung
schon recht gross ist. Wenn sie erst mal gestartet ist, habe ich fuer
gewoehnlich schlechte Karten (und sie leider ein Erfolgserlebnis).
Ein anderer Ansatz war und ist, sie bewusst einem "Losflitz-Reiz"
auszusetzen (bei uns z.B. "Herrchen kommt Heim" oder auch mal bei "andere
Hunde erspaeht") und mit "Sitz-Bleib" oder auch mit "Links", Beherrschung,
Geduld und auch "Warten auf Freigabe" zu trainieren. Die Belohnung fuer das
Warten ist schlicht ein "los".
Wenn man oefter mit "los" belohnen kann, anstatt nur in Situationen zu
ueben, in denen man einfach keine Freigabe geben kann, macht sich das ueber
kurz oder lang bemerkbar :-).

>> Ich habe also (wieder mal) umrissen, dass ich zu viel Weichei fuer meinen
>> Hund bin ... insofern sie sicher fuehlt. Wenn sie sich nicht sicher fuehlt,
>> bin ich mittlerweile der Fels in der Brandung ... _obwohl_ ich nicht immer
>> so hart durchgreife, wie mein Hund es eigentlich braeuchte.
>
> Wenn Du für sie Fels in der Brandung bist, hast Du doch das wichtigste
> Ziel erreicht.

Das hat mich auch immens Zeit gekostet und es gilt ueberwiegend in
unheimlichen Situationen. Siehe oben, wenn sie sich komplett sicher fuehlt,
zeigt sie mir auch einfach mal den Stinkefinger ;-). Das wird aber immer
seltener.

>> Nun ja, das gegenseitige Verstaendnis wuchs und waechst weiter und sie
>> weiss inzwischen, wenn es "wirklich mal brennt", steh ich immer vor ihr.
>
> Super. Aus meiner Sicht eine gute Basis - dann werden sich viele der
> restlichen Probleme auch lösen lassen.

Die meisten, aber leider nicht alle. Wenn die Selbstbelohnung einer
unerwuenschten Aktivitaet uebermaessig stark ist (bei uns immernoch das
leidige Thema Laster, Trekker ... jagen) und sich Hundi auch noch darauf
verlassen kann, dass Frauchen schon nicht wegrennt, hat man schlechte
Karten. Aber auch da kommen wir weiter.

>> Nochmal zurueck zum Thema.
>> Ich bin gegen (!) frei verkaeufliche E-Geraete. Wenn solche denn ueberhaupt
>> Sinn machen, dann nur in Begleitung mit einem fachkundigem Trainer. Leider
>> gibt es davon nicht viele, geschweige denn irgendwie zertifizierte.
>
> Einverstanden. Mit beiden Aussagen ;-)

Dann sind wir uns ja einig.

>> Fazit:
>> Ohne _echten_ Profi (d.h. gerade auch ohne selbst-ernannte), Haende weg
>> davon!
>
> Das OP las sich für mich aber so, daß da jemand ein Teletakt recht
> präzise und erfolgreich eingesetzt hat. ...

Das las ich auch so, aber der Langzeiterfolg steht noch aus. Da druecke ich
natuerlich die Daumen.

> ... Und ich habe nichts von
> Knopfdruckmentalität daraus gelesen.

Ich auch nicht.

Tschau,
Marion

Karina Leo-Steffen

unread,
Jun 26, 2006, 12:23:21 PM6/26/06
to
Bonsai wrote:
[nichts Zitierenswertes]

> On Sun, 25 Jun 2006 22:12:27 +0200, Martin Wunsch wrote:
[auch nichts Zitierenswertes]

Bevor hier weiter mit Nichtwissen und Nichtverstehen geglänzt
wird:
es ging seinerzeit um einen möglichen Sinn eines Einsatzes eines
Teletac-Gerätes, bei dem nur noch ausschliesslich die allerniedrigste
schmerzfreie (!) Stufe vorhanden ist.
Es ging um einen möglichen Einsatz wie auch ein Vibrationshalsband
oder ein Handy mit Vibrationsalarm bei einem tauben und damit
behinderten, leinenlos laufenden Hund, um ihm ein, alles andere
als unangenehmes, *Signal* geben zu können wie "schau dich mal um,
ich bin gar nicht weg", damit der Hund nicht in Panik verfällt, weil er
mich ja nicht mehr hören kann und mich auch im Dunkeln auf Anhieb
nicht sieht.
Es ging nie um den Einsatz als Strafreiz oder gar zur Durchsetzung eines
Kommandos oder Befehls.
Es ging einzig und allein um den Ersatz eines *Orientierungspfiffes*,
der
nur bedeutet "hallo, ich bin hier hinten".
Wem dieser Unterschied nicht klar ist, sollte sich schleunigst noch mal
mit dem kleinen Einmaleins der Hundeerziehung und der Lernbiologie
beschäftigen.

Und nun, husch husch zurück bevor ihr euch weiterbefleckt

Karina, deren Meinung sich bezüglich der üblichen Teletacgeräte und
ihrer
Verwendung nicht geändert hat und die das Österreichische
Tierschutzgesetz
daher für vorbildlich hält

Le Bestioline

unread,
Jun 26, 2006, 12:17:08 PM6/26/06
to
In news:449fed0c$1...@news.fhg.de,
*Julia Bückmann* <kon...@hundesalon-bueckmann.de> scriveva/wrote/schrieb:

|| Le Bestioline schrieb:
||| In news:449fd775$1...@news.fhg.de,
||| *Julia Bückmann* <kon...@hundesalon-bueckmann.de>
||| scriveva/wrote/schrieb:
|||
||||| Le Bestioline schrieb:
|||||
|||||| Du kennst den OP und seinen Hund?
|||||
||||| Nein, wenn das Voraussetzung wäre, dürften wir hier zu 99 % nicht
||||| miteinander reden.
|||
||| Reden und urteilen ist die gleiche Sache, richtig?
|||
|||||| Ich nicht. Und seine Sachbeschreibung sowie Lageeinschaetzung
|||||| klingt recht nuechtern und vernuenftig, ergo ...
|||||
||||| Nüchtern ändert nichts an der Sache selbst.
|||
||| Daran dass der OP Erfolg und einen ausgeglicherenen Hund hat?
||

|| Wenn ich Dir die Eie... abschneide, bist Du dann auch ganz
|| ausgeglichen!


||
||
||| Na, dann wuerd' ich doch vorschlagen dass Du Dich des Problems des
||| POs annimmst und ihm mal zeigst wie Du das nur mit Wattebaellchen
||| loest.
||

|| Habe ich gerade getan.


|||
|||||| Tja, sowas ist am Compi immer recht leicht geschrieben ... die
|||||| Realitaet sieht dann halt manchmal etwas anders aus.
|||||
||||| Da brauchst Du mich nicht zu belehren.
|||
||| Das wuerde mir auch nie -nicht mal im Traum- einfallen.
||

|| Prima, dann wäre das geklärt.


|||
||||| Ich lebe mit zwei Jagdhunden in
||||| der Realität und es sah manche Tage "etwas anders aus". Nur lösen
||||| Hundeliebhaber solche Probleme nicht, in den sie ihren Hund
||||| verstümmeln lassen oder ihnen Schmerzen zufügen.
|||
||| Laberlaber ... na klar, sie loesen das indem sie ihren Hund zu Tode
||| streicheln.
||

|| Blödsinn! Etwas konsequenz hilft da schon viel.


|||
|||||| Um's nochmal ganz klar auszudruecken ... ich sage nicht dass der
|||||| OP auf jeden Fall recht hatte, das TT anzuwenden ... allerdings
|||||| kann ich eben auch nichts in seinen Aeusserungen finden was mich
|||||| veranlassen koennte, ihn oder seine Handlungsweise zu
|||||| verurteilen.
|||||
||||| Alles, was ich bis jetzt gelesen habe, läßt für mich den Schluß
||||| nicht zu, dass es ohne TT nicht gegangen wäre. Jetzt kann er
||||| nämlich nicht mehr weiter nach oben. Er ist sozusagen am Ende der
||||| Leiter angekommen.
|||
||| Ist er das? Woraus schliesst Du das?
||

|| Was kommt denn nach dem TT noch? Körperteile abschneiden hatte er ja
|| auch schon.


|||
||||| Was passiert, wenn sein Hundi nach vier Wochen das Jagen wieder
||||| anfängt? Stufe 09?????
|||
||| Nein, dann kommt Julia mit den Zauberwattebaellchen ...
||

|| Gern, wenn er die Reisekosten zahlt.


|||
|||||| Ob das vielleicht daran liegt dass auch ich meine Wattebaellchen
|||||| in eine Blechschachtel packe bevor ich sie werfe? ;-)
|||||
||||| Keine Ahnung. Ich werfe nach wie vor Wattebällchen, aber das
||||| konsequent :-)
|||
||| Na, hoffentlich triffst Du dann wenigstens ... :-P
||

|| logisch! Immer genau ins Schwarze.


Weia ... :-///

--
Wuff
Le Bestioline (non puntate / nicht punktiert / no dots)

www.millenniumdogs.net

Gott erschuf den Menschen, weil er vom Affen enttäuscht war.
Danach verzichtete er auf weitere Experimente.
Dio creò l' uomo perché la scimmia l' aveva deluso.
Dopo però rinunciò ad altri sperimenti.
[Mark Twain]

PS: EoD mit Dir, weil ich heute zu gut gelaunt bin.

Andrea Schuhmann

unread,
Jun 26, 2006, 2:48:53 PM6/26/06
to
Hi!

Dirk Sassmannshausen-Wahlen schrieb:


> Da hab ich jetzt noch keine Erfahrung mit gemacht. Aber nachdem das Teletakt
> bei meinem Hund so gut gewirkt hat, könnte ichs ja mal bei meinen Kindern
> ausprobieren. Die habe ich zwar nicht erst mit 7 Monaten bekommen und die
> Bindung stimmt, aber sie machen trotzdem nicht immer was sie sollen ;-))

He,he - wär schon praktisch. Aber was solls: "Nein, erst räumst du
dein Zimmer auf und danach kannst du an die Playstation!" geht schließlich
auch ;-)

Aber was die Bindung angeht...die wird meiner Meinung nach überbewertet.
Es gibt einfach Hunde, die von ihrem Charakter her einfach sehr unabhängig
und frei im Geist sind. Imho macht man es sich dann zu einfach: "Eh, du
hast es nicht hinbekommen, dass dein Hund dich genügend liebt - sonst würde
er X nicht machen!"
Meine Hunde haben eine ausgezeichnete Bindung zu mir und trotzdem hören
die nicht perfekt. Manchmal haben sie einfach keine Lust zB, so schnell wie
ich das will, zu mir zu kommen.

Sicherlich sind ihnen meine Ansichten wichtig und sie achten sehr auf
mich (und ich auf sie). Das verwandelt sie aber nicht in willenlose,
ferngesteuerte Modellautos.

Trainieren tu ich auch nix - das brauchen wir nicht. Ich würd mal sagen,
wir sind gut miteinander befreundet :-)

VG,
Andrea

Le Bestioline

unread,
Jun 26, 2006, 3:20:46 PM6/26/06
to
In news:e7on0s$97ovp$1...@hades.rz.uni-saarland.de,
*Dirk Sassmannshausen-Wahlen* <asd...@uniklinik-saarland.de>
scriveva/wrote/schrieb:

|| Mag sein das ich nicht das Alpha bin.

Wie kommst Du da drauf?

|| Hast Du Patentrezepte, wie ich die Bindung verstärke?

Die gibt es nur abseits der Realitaet.
Aber es gibt etwas was arttypisches Verhalten und arttypische Logik heisst,
und wenn man das begriffen hat und in der Lage ist, hundegerecht zu
komunizieren sind viele Probleme ueberwunden.

|| Toni ist ein sehr dominanter Hund, deshalb

Woraus schliesst Du das?

|| achten wir auch darauf , dass dir Ordnung im Rudel eingehalten wird.

|| Z.B. Er bekommt erst Fressen wenn wir fertig sind,

Unnoetig, ausserdem ist das eine Korrekturmassnahme bei Problemen. Wer hat
Dir das gesagt und warum sollst Du das tun?

|| Er bekommt nichts am Tisch,

Ok

|| er darf nicht auf Sofa oder ins Bett,

Ok

|| wir gehen vor ihm die Türe raus,

Schon wieder eine Korrekturmassnahme?

|| usw.

Was zum Beispiel?

|| Aber wie gesagt ich lerne gerne noch dazu. Her mit den Tips.

Erstmal sollte klarsein was Du schon weisst ... ;-)

--
Wuff
Le Bestioline (non puntate / nicht punktiert / no dots)

www.millenniumdogs.net

Gott erschuf den Menschen, weil er vom Affen enttäuscht war.
Danach verzichtete er auf weitere Experimente.

Dio creň l' uomo perché la scimmia l' aveva deluso.
Dopo perň rinunciň ad altri sperimenti.
[Mark Twain]


Le Bestioline

unread,
Jun 26, 2006, 3:22:04 PM6/26/06
to
In news:4ga775F...@individual.net,
*Karina Leo-Steffen* <in...@hundejo.de> scriveva/wrote/schrieb:

Solche pauschalen Aeusserungen bringen weder den OP noch die Diskussion
weiter.

--
Wuff
Le Bestioline (non puntate / nicht punktiert / no dots)

www.millenniumdogs.net

Gott erschuf den Menschen, weil er vom Affen enttäuscht war.
Danach verzichtete er auf weitere Experimente.

Dio creò l' uomo perché la scimmia l' aveva deluso.
Dopo però rinunciò ad altri sperimenti.
[Mark Twain]


Le Bestioline

unread,
Jun 26, 2006, 3:31:42 PM6/26/06
to
In news:4gafenF...@individual.net,
*Karina Leo-Steffen* <in...@hundejo.de> scriveva/wrote/schrieb:

|| Bonsai wrote:
|| [nichts Zitierenswertes]
||| On Sun, 25 Jun 2006 22:12:27 +0200, Martin Wunsch wrote:
|| [auch nichts Zitierenswertes]
||
|| Bevor hier weiter mit Nichtwissen und Nichtverstehen geglänzt
|| wird:

... will KLS auch noch ihren Anteil dazu beitragen ...

|| es ging seinerzeit um einen möglichen Sinn eines Einsatzes eines
|| Teletac-Gerätes, bei dem nur noch ausschliesslich die allerniedrigste
|| schmerzfreie (!) Stufe vorhanden ist.
|| Es ging um einen möglichen Einsatz wie auch ein Vibrationshalsband
|| oder ein Handy mit Vibrationsalarm bei einem tauben und damit
|| behinderten, leinenlos laufenden Hund, um ihm ein, alles andere
|| als unangenehmes, *Signal* geben zu können wie "schau dich mal um,
|| ich bin gar nicht weg", damit der Hund nicht in Panik verfällt, weil
|| er mich ja nicht mehr hören kann und mich auch im Dunkeln auf Anhieb
|| nicht sieht.

Das ist Schwachsinn hoch drei, denn entweder ist ein Hund blind -und dann
darf er wegen Eigen- und Fremdgefaehrdung nicht mehr ohne Leine laufen- oder
er sieht seinen HF wesentlich besser als dieser ihn.
Eine solche Aussage von einer angeblichen RH-Ausbilderin bringt selbst
Steine zum Heulen ...

|| Es ging nie um den Einsatz als Strafreiz oder gar zur Durchsetzung
|| eines Kommandos oder Befehls.
|| Es ging einzig und allein um den Ersatz eines *Orientierungspfiffes*,
|| der nur bedeutet "hallo, ich bin hier hinten".

Das ist natuerlich etwas ganz anderes ... der taube Hund *sieht* den
elektischen Impuls als Blitz auf sich zurasen und weiss wenn's kribbelt aus
welcher Richtung es kribbelt.

|| Wem dieser Unterschied nicht klar ist, sollte sich schleunigst noch
|| mal mit dem kleinen Einmaleins der Hundeerziehung und der
|| Lernbiologie beschäftigen.

Aber bitte nicht bei KLS in Dresden, das waere naemlich Komik pur. ;-)

|| Und nun, husch husch zurück bevor ihr euch weiterbefleckt
||
|| Karina, deren Meinung sich bezüglich der üblichen Teletacgeräte und
|| ihrer Verwendung nicht geändert hat und die das Österreichische
|| Tierschutzgesetz daher für vorbildlich hält

Na klar, vor allem weil es die Anwendung von TT den sogenannten "Fach"leuten
vorbehaelt und sie dadurch strafbefreit waere.

Le Bestioline

unread,
Jun 26, 2006, 3:32:58 PM6/26/06
to
In news:e7pa1u$2366$1...@ulysses.news.tiscali.de,
*Andrea Schuhmann* <Andrea.S...@expertsoft.de> scriveva/wrote/schrieb:

Keine ganz dumme Einstellung ... ;-)

Eckehart Derda

unread,
Jun 26, 2006, 6:56:21 PM6/26/06
to
On Mon, 26 Jun 2006 08:26:29 +0200, "Dirk Sassmannshausen-Wahlen"
<asd...@uniklinik-saarland.de> wrote:

>
>> Generell würde ich z.B. davon absehen, den Kontakt mit einer läufigen
>> Hündin per Funkferntrainer verhindern zu wollen. DAS traue ich dem
>> Gerät nicht zu, da ist Mißerfolg vorprogrammiert.
>
>Das kann ich nicht beurteilen aber der Bedarf ist auch nicht mehr da. Auch
>hier war der natürliche Trieb so stark, das wir Angst hatten, das er sich
>selbst umbringt. Nachdem er drei Tage und Nächte geheult hat wie ein Wolf,
>wurde er dann kastriert. Jetzt ist Ruhe. Hoffentlich gibt das nicht wieder
>Einigen in dieser Gruppe den Grund über Kastration herzuziehen, aber auch
>das hat unser Tierarzt uns empfohlen (auch aus gesundheitlichen Gründen)
>
Aua. Schade.

Ich propagiere immer: wenn ein Rüde sehr aggressiv ist, und ich müßte
mich entscheiden zwischen der finalen Schlafspritze oder der
Kastration, dann würde ich wohl erstmal die letzere wählen.

Deine Gründe waren andere. Darüber kann ich jetzt eigentlich nicht
mitreden, weil ich das Problem in einer solchen Heftigkeit auch noch
nicht selbst erlebt habe.
Tut mir trotzdem leid um die Unversehrtheit Deines Hundes. Es ist ja
doch eine Verstümmelung, nicht nur körperlich. Passiert, nicht mehr zu
ändern, Schwamm drüber.
Dein Tierarzt kann ganz hervorragend sein. Aber für einen
Außenstehenden ist nicht ganz klar, ob kommerzielle Interessen die
Entscheidung zur Kastration vielleicht mitbeeinflußt haben.
Übrigens: selbst wenn zweifelsfrei feststünde, daß Eunuchen seltener
Prostatakrebs bekommen, würde ich Eltern nicht empfehlen, ihre Knaben
in dieser Richtung behandeln zu lassen. Soviel zu den
"gesundheitlichen " Gründen.
Wie gesagt, ich habe den Leidensdruck nicht erlebt, wie er in Eurem
konkreten Fall vielleicht bestanden hat. Aus meiner derzeitigen
Position heraus würde ich aber sagen, daß ich mir einen solch
endgültigen Eingriff mehr als dreimal überlegen würde.

Gruß,
Eckehart



Mens _ Canis

unread,
Jun 26, 2006, 7:28:54 PM6/26/06
to
Christina Beisteiner schrieb:
>
gelesen u danke. :-)
>
schätze wir sind da komplett einer meinung.
die erfahrung mit teletakt ist mir verzichtenswert.
meine hunde scheinen auch kein heisses verlangen danach zu haben ;-)

herzlichen gruss mc


Bonsai

unread,
Jun 26, 2006, 7:31:35 PM6/26/06
to
On Mon, 26 Jun 2006 16:16:56 +0200, Julia Bückmann wrote:
[sehr viel]

Ich finde es doch erstaunlich was du da nun geschrieben hast.

Im Grunde genommen mache ich das nicht viel anders. Du kreidest mir hin und
wieder an, ich haette meinen Hund unnoetig drangsalieren (bis hin zu
"fieser Starkzwang-Anwendung mit Schmerzen", sprich Korallenhalsband,
welches meinem Hund _definitiv keine Schmerzen_ zugefuegt hatte), machst es
aber selbst kein bischen anders: Mittel und Methode je nach Hund.
Nach diesem Posting zu urteilen - und nur nach diesem - machst du genau das
Gleiche wie ich. Du gehst auf deinen Hund ein, betrachtest dir auch die
Kleinigkeiten, die so nebenher laufen und agierst dementsprechend. Neben
Ignoranz eben auch ueber UO, welches fuer viele Hunde nicht immer nur Jux
und Tollerei, sprich "Spass und Watte" ist.

Im Gegensatz zu allem was bisher von dir bei mir haengengeblieben ist
(irrationales Wattebauschgebrabbel), wirfts du also selbst auch nicht
_ausschliesslich_ mit Wattebaeuschen.

Denk mal drueber nach.

Tschau
Marion

Bonsai

unread,
Jun 26, 2006, 7:32:58 PM6/26/06
to
On Mon, 26 Jun 2006 18:23:21 +0200, Karina Leo-Steffen wrote:
> Bonsai wrote:
> [nichts Zitierenswertes]
>> On Sun, 25 Jun 2006 22:12:27 +0200, Martin Wunsch wrote:
> [auch nichts Zitierenswertes]
>
> Bevor hier weiter mit Nichtwissen und Nichtverstehen geglänzt
> wird:

Du glaenzt soeben damit.

Hugo (ein sehr alter Border Collie) musste leider vor ca. 1,5 Wochen
eingeschlaefert werden.

Er war bereits vor ueber zwei Jahren fast blind, bereits taub und konnte
ohne Hilfe keine Treppen mehr steigen, dennoch war sein Lebenswille
ungebrochen.
Ganz ohne erzieherische Hilfsmittel (aber mit gut wirkenden Medikamenten)
schaffte er es noch im Maerz 2004 von DE nach USA zu fliegen, dann eine
mehrmonatige Tour quer durch die USA im Wohnmobil hinzulegen, dann noch
einen Umzug mitzumachen und dann ... ca. ein Jahr danach, verliess ihn dann
doch der Lebenswille. Er wollte keinen Schritt mehr machen und wurde
folglich eingeschaefert.

Wenn man einen Hund lange genug hat, wird er im Alter alles daran setzen
(gerade dann, wenn sich Behinderungen einstellen), sich am Menschen zu
orientieren, sich auf ihn zu verlassen (bei ein-Hunde-Haltung) oder
vielleicht auch an einem huendischen Rudelgenossen, wenn der Mensch nicht
gut zuverlaessig ist oder wenn sich das (kommunikationstechnisch) einfach
besser anbietet (bei mehr-Hunde-Haltung).

Man sollte nicht unterschaetzen, was ein tauber Hund z.B. an Boden-
vibrationen aufnimmt und auch nicht die Akustik eines (nur) blinden Hundes.

> Und nun, husch husch zurück bevor ihr euch weiterbefleckt

Ja klar.

Bastle du nur weiter an deiner "Bitzel am Hals" Theorie.
Dein Hund wird es dir sicher danken :-(.

Tschau
Marion

Martin Wunsch

unread,
Jun 26, 2006, 6:32:23 PM6/26/06
to
Peter Sev schrieb:
> Martin Wunsch schrieb:
>
> [Diverses zum Thema "Einsatz eines E-Gerätes"]
>
> Um es kurz zu machen:
>
> Was ich von E-Geräten halte, ist wohl ziemlich klar rübergekommen -
> nämlich nichts.

Ja. Diese Ansicht teile ich im Übrigen weitgehend.

> Was ich von Personen halte, die diese Teile bei ihren taub werdenden
> und immer schlechter sehenden Hunden einsetzen, sollte wohl auch
> ziemlich klar geworden sein.

Wobei ich diesem Teil der Argumentation schlicht nicht folgen kann.
Einfach, weil mich Deine Argumtente nicht überzeugen.

> Und das ist für mich nicht allein an die Person Karina gebunden.
> Solltest also auch Du auf die Idee kommen, einem Deiner Hunde bei
> nachlassender Hör- und Sehfähigkeit so ein Ding umzuhängen, weißt
> Du ja, was ich dann über Dich denken würde.

Falls ich jemals in einer Situation sein sollte, in der ich keine andere
Möglichkeit mehr sehe, als ein E-Gerät zu benutzen, wäre der
Leidensdruck wohl so groß, das mir Deine Ansicht wohl auch egal wäre ;-)
Aber wie Du richtig schreibst:

> Wobei ich geneigt bin zu glauben, dass Du es nicht machen wirst.

Auch ich bin geneigt, das zu glauben.

> Denn Du schriebst zwar, dass Du bei mir nur moralische Gründe zur
> Ablehnung herausgelesen hast, gehst aber im Gegenzug sogar auf
> sachliche Argumente von mir ein - auch wenn sie Dir im ersten Moment
> evtl. nicht als sachlich erscheinen mögen.

Warum auch nicht? Ich bin _kein_ Verfechter von Teletakt, ganz im
Gegenteil. Ich bin allerdings zu pragmatisch, um einen denkbaren
Lösungsansatz von vornherein auszuschliessen.

> Und bei diesem Eingehen auf die sachliche Seite hast Du ja in der
> Diskussion schon stellenweise selbst ansatzweise bestätigt, warum so
> ein Teil - auch in dem speziellen Fall "taub und blind werdender Hund"
> - einfach nur unsinniger Schrott ist.

Davon weiß ich allerdings nichts. Wo hätte ich das getan?

> Denk da einfach noch einmal in Ruhe drüber nach - ich glaube (und
> hoffe), dass aus Deinen ansatzweisen Bestätigungen dann auch
> Gewißheit wird.

Ich denke sehr häufig darüber nach, wie ich den Umgang mit unseren
Hunden besser gestalten kann. Und ein wichtiger Grundsatz dabei ist für
mich, so wenig Hilfsmittel wie irgend möglich zu verwenden. Aber eben
auch nicht weniger als unbedingt nötig.

Gruß Martin

Martin Wunsch

unread,
Jun 26, 2006, 6:19:41 PM6/26/06
to
Nico Gilbert schrieb:
> Martin Wunsch schrieb:
>
> Etwas seeeehr genau auf den Punkt gebracht:
>
>> Mich stört es eigentlich nur, daß der Sinngehalt eines Posts von der
>> Person des Postenden abhängen soll. Das kann eigentlich nicht sein.
>
> Wenn sich das bitte einige stabil einrahmen würden und sich solange
> gegen die Stirn schlagen würden bis es Wirkung zeigt...

Soooo stabile Rahmen kann überhaupt niemand hochheben :-P

> (Die Hoffnung stirbt zuletzt)

Ich hoffe, ich habe Dich jetzt nicht entmutigt :-)

Gruß Martin

Martin Wunsch

unread,
Jun 26, 2006, 6:37:49 PM6/26/06
to
Dirk Sassmannshausen-Wahlen schrieb:

>>> du kannst mit der 'furcht des hundes' vieles konditionieren.
>>> der hund wird (wie wir alle) strafe zu vermeiden wissen...
>> Wenn ich das richtig verstanden habe, ging es ihm nicht um "Bestrafen",
>> sondern um "Unterbrechen" des Jagdverhaltens.
>
> Wo liegt da genau der Unterschied? Ist sehe es schon so, dass ich meinen
> Hund bestraft habe, das er gerade am weglaufen ist und bei Unterbrechung des
> selbigen wurde er dann ausgiebigt gelobt. Also wars doch ein Unterbrechen
> durch Bestrafen.

"Bestrafen" hat eine moralische Komponente, die in dieser Situation IMHO
völlig deplaziert ist.


>>> du kannst mit der freundschaft... des hundes u 'seinem einverständnis'
>>> alles gewinnen.
>> Sorry, das halte ich für weltfremd. Bei Hunden mit einem _starken_
>> Jagdtrieb bist Du nämlich für die Zeit des Jagens einfach vergessen, egal,
>> wie groß die Freundschaft ist.
>
> Genau. Ich würde deshalb auch nicht das Wort Freundschaft verwenden. Meine
> Familie ist sein Rudel in dem ich der Alpha-Wolf bin! Wenn ich den Raum
> verlasse, läuft er mir hinterher, selbst wenn er gerade von meiner Frau
> ausgiebig gekrault wird, was diese wiederrum ärgert ;-)

Allein daran würde ich keine Alpha-Position festmachen - wenn es diese
Alphaposition denn überhaupt gibt.

> Also (aus Hundesicht) im Rudel wird zusammengehalten, weil es
> lebensnotwendig ist, das hat mit Freundschaft eigentlich nichts zu tun. Und
> wenn durch einen Reiz das Signal zur Jagd kommt wird gejagt. Leider merkt er
> zu spät, das er dann der einzige im Rudel ist, der jagt.

Warum sollte der Zusammenhalt aus Sicht des Hundes lebensnotwendig sein?


>>> der erste weg ist kurz u effizient.
>>> der zweite weg dauert. doch er dauert in freundschaft ein leben lang.
>> Das ist sicher richtig. Und im dümmsten Fall läuft der Hund ein Leben lang
>> an der Leine, weil er sonst in aller Freundschaft jagen geht und dabei
>> überfahren oder abgeknallt wird.
>
> Auch richtig. Wir haben das 3 Jahre ausprobiert und auch viele der üblichen
> Ausbildungsmethoden erfolglos ausprobiert.


Darum ging es mir. Ich lehne TT ab, weil es viel zu leicht falsch
eingesetzt und zur Tierquälerei wird. Aber ich halte es halt für
denkbar, daß es - korrekt verwendet - die Lebensqualität für den Hund
drastisch erhöhen kann.

Gruß Martin

Martin Wunsch

unread,
Jun 26, 2006, 6:42:46 PM6/26/06
to
Julia Bückmann schrieb:

> Le Bestioline schrieb:
>
>> Was ist denn das fuer ein Mist?
>> hast Du noch nie was von Einzelgaengern gehoert? Die gibt's wie bei
>> Woelfen
>> so auch bei Streunerhunden, und die leben nicht uebel.
>
> Ist das die Erklärung dafür, warum Hunde so gerne jagen gehen?
>
>
> Das ist kein Mist! Es gibt natürlich Einzelgänger, die (wenn man denn
> jahrelangen Forschungen an Wolfsrudeln glauben schenken will) aus der
> Gruppe verstoßen wurden, weil sie z.B. als niedrigrangiges Weibchen
> einen Wurf hatten. Ob die nicht doch übel leben, kann man ggf. dadurch
> erkennen, dass sie monatelang ihrem Rudel gefolgt sind und hofften,
> wieder aufgenommen zu werden.
> Eine Hündin mit einem Wurf verhungert, wenn sie das Restrudel nicht mit
> Nahrung versorgt oder die Welpen werden verlassen, weil die Hündin jagen
> gehen muß.

G. Bloch schreibt, daß bei den wildlebenden Wölfen in Kanada Jungtiere,
die eine eigene Familie gründen wollen, sich von ihrem
Rudel/Familienverband trennen und sich allein auf die Suche begeben. Es
gibt wohl Schätzungen, daß 20% der Wolfspopulation dort Einzelgänger
(bzw. auf der Suche) sind. Ich müsste die genaue Stelle nochmal
raussuchen, wenn es Dich interessiert.

Gruß Martin

It is loading more messages.
0 new messages